Vom Himmel kam der Engel Schar…

  1. Vom Himmel kam der Engel Schar,
    Erschien den Hirten offenbar;
    Sie sagten ihn’n: Ein Kindlein zart,
    Das liegt dort in der Krippe hart.

    2. Zu Bethlehem in Davids Stadt,
    Wie Micha das verkündet hat.
    Es ist der Herre Jesus Christ,
    Der euer aller Heiland ist.

    3. Des sollt ihr billig fröhlich sein,
    Dass Gott mit euch ist worden ein.
    Er ist gebor’n eu’r Fleisch und Blut,
    Eu’r Bruder ist das we’ge Gut.

    4. Was kann euch tun die Sünd’ und Tod?
    Ihr habt mit euch den wahren Gott.
    Lasst zuernen Teufel und die Hoell’
    Gott’s Sohn ist worden eu’r Gesell.

    5. Er will und kann euch lassen nicht,
    Setzt ihr auf ihn eur’ Zuversicht.
    Es moegen euch viel fechten an:
    Dem sei Trotz, der’s nicht lassen kann!

    6. Zuletzt müsst ihr doch haben recht,
    Ihr seid nun worden Gott’s Geschlecht.
    Des danket Gott in Ewigkeit,
    Geduldig, fröhlich allezeit!

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Vom Himmel hoch da komm ich her…

  1. Vom Himmel hoch da komm ich her,
    ich bring euch gute neue Mär,
    der guten Mär bring ich soviel,
    davon ich sing’n und sagen will.

    2.  Euch ist ein Kindlein heut geborn
    von einer Jungfrau auserkorn,
    ein Kindelein so zart und fein,
    das soll eu’r Freud und Wonne sein.

    3.  Es ist der Herr Christ, unser Gott,
    der will euch führn aus aller Not,
    er will eu’r Heiland selber sein,
    von allen Sünden machen rein.

    4. Er bringt euch alle Seligkeit,
    die Gott der Vater hat bereit’,
    dass ihr mit uns im Himmelreich
    sollt leben nun und ewiglich.

    5. So merket nun das Zeichen recht:
    die Krippe, Windelein so schlecht,
    da findet ihr das Kind gelegt,
    das alle Welt erhält und trägt.

    6. Des lasst uns alle fröhlich sein
    und mit den Hirten gehn hinein,
    zu sehn, was Gott uns hat beschert,
    mit seinem lieben Sohn verehrt.

    7. Merk auf, mein Herz, und sieh dorthin;
    was liegt doch in dem Krippelein?
    Wes ist das schöne Kindelein?
    Es ist das liebe Jesulein.

    8. Sei mir willkommen, edler Gast!
    Den Sünder nicht verschmähet hast,
    und kommst ins Elend her zu mir:
    wie soll ich immer danken dir?

    9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding,
    wie bist du worden so gering,
    dass du da liegst auf dürrem Gras,
    davon ein Rind und Esel aß!

    10. Und wär die Welt vielmal so weit
    von Edelstein und Gold bereit’,
    so wär sie doch dir viel zu klein,
    zu sein ein enges Wiegelein.

    11. Der Sammet und die Seiden dein,
    das ist groß Heu und Windelein,
    darauf du König groß und reich
    herprangst, als wär’s dein Himmelreich.

    12. Das hat also gefallen dir,
    die Wahrheit anzuzeigen mir,
    wie aller Welt Macht, Ehr und Gut
    vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut.

    13. Ach mein herzliebes Jesulein,
    mach dir ein rein sanft Bettelein,
    zu ruhn in meines Herzens Schrein,
    dass ich nimmer vergesse dein.

    14. Davon ich allzeit fröhlich sei,
    zu springen, singen immer frei
    das rechte Susaninne schön,
    mit Herzenslust den süßen Ton.

    15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,
    der uns schenkt seinen ein’gen Sohn.
    Des freuet sich der Engel Schar
    und singet uns solch neues Jahr.

Martin Luther 1535

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Lutheran Order of service in isiZulu and seTswana

The Lutheran Order of Service for the first Sunday after Christmas is available here in isiZulu and seTswana. Today it comes with a sermon based on God’s Word from the first epistle of St. John in the first chapter verses 1-4. This sermon was written by missionary Rev. Kurt-Günther Tiedemann (Tarmstedt, Germany) in isiZulu (wz1606151227 1. n. Weihnachten) and translated as usual by my dear father Rev. E.A.W.Weber DD (Welbedacht, KZN) into seTswana (wt1606151227 Sontaga wa 1 morago ga botsalo).

The readings for this first Sunday after Christmas are:

  • Old Testament: Isaiah 49:13-16
  • The Epistle: 1.John 1:1-4
  • The Gospel: St. Luke 2:22-40
  • Psalm: 93:1; 96:6; 93:2.5

The liturgical colour is white.

May you have a very blessed weekend and have time to meditate on the watchword for this Christmas season: And the Word became flesh and dwelt among us, and we beheld His glory, the glory as of the only begotten of the Father, full of grace and truth. (Joh.1:14 KJV)

And we pray with a collect for this Holiday: O God, our Maker and Redeemer, You wonderfully created us and in the incarnation of Your Son yet more wondrously restored our human nature. Grant that we may ever be alive in Him who made Himself to be like us; through Jesus Christ Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit one God now and forever. Amen.

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight – and the true words and pictures to preach his holy will faithfully according to his most precious revelation of his will and promises in both the Old and New Testament! However if you are not preaching, but listening – then listen as if God is talking to you + His precious gospel is “the power of God for the salvation of everyone who believes.” (Rom 1:16 NIV)

We thank the Lutheran Heritage Foundation for supporting the distribution of hard-copies of these orders of worship and sermons throughout Southern Africa. If you also want a copy please do not hesitate to subscribe by writing to EAWWeber@bundunet.co.za.

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Hirtenwort aus der SELK

Im Folgenden lesen Sie ein geistliches Wort von Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und Vorsitzendem des ILC. Dem Wort liegt ein biblischer Abschnitt aus dem Titusbrief zugrunde:

“Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung. Das ist gewisslich wahr.” (Die Bibel: Der Brief an Titus, Kapitel 3, Verse 4 bis 7)

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In Christus, dem Kind in der Krippe, erscheint Gottes “Philanthropie”, Gottes Menschenliebe. Das Wort “Philanthropie”, das hier im Griechischen steht, stammt aus der Ethik. Ein Philo-soph liebt die Weisheit, ein Phil-atelist liebt die Briefmarken, der Phil-anthrop aber liebt die Menschen. Das entsprechende Wort aus dem Lateinischen lautet: Humanität. Ein Gott, der ganz klein wird, der ein Baby wird, weil er ein Menschenliebhaber ist, das hat es bis dahin noch nicht gegeben.

Menschen, die Gott sein wollen, gibt es immer wieder. Bei uns in Hannover-Kleefeld gibt es ein chinesisches Restaurant. Dort hängt bei der Kasse das Bild eines solchen Gottes: Mao Zedong. Zu seinen Lebzeiten hielt er sich für Gott und wird bis heute als Gott verehrt.
Menschen, die denken, sie seien Gott, gibt es immer wieder. Die römischen Kaiser dachten, sie seien Götter. In unserer deutschen Geschichte hatten wir unseren Gottgleichen, den alle in den Himmel hoben, bis der Himmel zusammenbrach. Heute verehrt man in Nordkorea Kim Il-Sung und Kim Jong-Il als Götter. Von außen wundert man sich nur, wie irrsinnig solch ein System funktioniert.

Aber ein Gott, der Mensch wird, um zu sterben? Das ist die beispiellose Menschenliebe, die Humanität Gottes, dass er unseren Tod auf sich nimmt, damit wir Menschen leben, dazu gibt es keine Parallelen.

Was beinhaltet diese Menschenliebe Gottes? “ER machte uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt.” So, wie die Richtung Gottes von oben nach unten zu uns weist, so sind wir aus uns selbst heraus gar nicht imstande, diese Richtung von unten nach oben zu kehren, denn wer wiedergeboren werden muss, ist vorher geistlich nicht lebendig, also geistlich tot. Hier ist ganz klar von der Taufe die Rede: Die Taufe hat uns vorher geistlich Tote wiedergeboren. Die Taufe hat uns selig gemacht. Zu unserer Wiedergeburt in der Taufe konnten und können wir nichts, absolut nichts, dazutun. Selbst der Einwand “Du musst nur glauben!” zählt nicht, denn auch der Glaube ist von Gott geschenkt und gewirkt.

Auch das ist beispiellos: Überall und immer wollen wir Menschen mitwirken und mitschuften! Unsere Kinder haben beim Sprechen lernen sehr bald den Ruf beherrscht: “Belber machen!” Das ist der natürliche Glaube: “Belber machen!” Es gehört zu den Geheimnissen Gottes, dass das im Glauben immer schief geht.

Dort, wo Menschen einen Himmel selbst zimmern wollen, “Belber machen!”, kommt immer eine Hölle dabei heraus. Der Islamische Staat IS will ein Kalifat errichten, einen Gottesstaat – heraus kommt eine Hölle.

In der Zeit des 1000-jährigen Reiches musste der jüdisch-christliche Schriftsteller Franz Werfel aus Deutschland fliehen. Er ist bekannt für mehrere ausgezeichnete christliche Romane. Am 14. Januar 1939 hielt er in Paris, das damals noch nicht besetzt war, einen Vortrag vor deutsch-jüdischen Emigranten mit dem Titel: “Ohne Divinität keine Humanität”*- ohne Göttlichkeit keine Menschlichkeit. Werfel will sagen: Wo Menschen das Handeln Gottes aus dem Blick verlieren, verlieren sie ihre Menschlichkeit. Wo Menschen das Handeln Gottes selbst in die Hand nehmen, verlieren sie ihre Menschlichkeit. Wo Menschen Gott vergessen haben oder in der nächsten Generation schon vergessen haben, dass sie Gott vergessen haben, stehen sie in der Gefahr, ihre Menschlichkeit zu verlieren.

Gott erscheint – und Gott allein macht selig! Wir können nichts dazu tun!

Durch Gottes Gnade sind wir gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens: Ein Erbe ist absolut unverdient! Wir erben unverdient einen ganzen Himmel. Deshalb freuen sich die Hirten. Mit heutigen Worten könnten wir sagen: Unser Asylantrag bei Gott ist bewilligt und wir leben im Geist schon ganz bei Gott.

Als Franz Werfel diesen Vortrag in Paris hielt, war er selbst Asylant in Frankreich. Und als christlicher Asylant sagt er da einen ganz bemerkenswerten Satz (scheinbar in unsere heutigen Unsicherheiten hinein): “Das unbeschränkte Asylrecht bildete eines der heiligsten Rechte, der Gottheit unmittelbar entflossen, und der große Gesetzgeber der Bibel gewährt seinen ungeteilten Schutz einer Dreieinigkeit, die er stets zusammen nennt: ,der Witwe, der Waise und dem Fremden, der unter deinen Toren wohnt’.”

Wir sind Erben des ewigen Lebens, allein durch Gottes Gnade, durch das Kind in der Krippe. Er hat uns beschenkt mit seinem Asylrecht. Die Freude der Hirten ist unsere Freude.
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*) Franz Werfel, in: Mahler-Werfel, Alma, Mein Leben,
Frankfurt/M. 1963, 289-294
Geistliches Wort vom 24.12.2015
Verfasser: Bischof Hans-Jörg Voigt D.D., Bischof@selk.de.
Redaktion: SELK – Gesamtkirche.
selk_news werden herausgegeben von der Kirchenleitung
der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK),
Schopenhauerstraße 7, 30625 Hannover,
Tel. +49-511-557808 – Fax +49-511-551588,
E-Mail selk@selk.de.
selk_news können über http://www.selk.de bezogen werden.

© SELK 2015

 

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Gelobet seist Du, Jesu Christ…

Mathis_Gothart_Grünewald Stuppach Madonna

  1. Gelobet seist du, Jesu Christ, Daß du Mensch geboren bist Von einer Jungfrau, das ist wahr; Des freuet sich der Engel Schar. Kyrieleis!
  2. Des ew’gen Vaters einzig Kind Jetzt man in der Krippen findt, In unser armes Fleisch und Blut Verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis!
  3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, Der liegt in Marien Schoß; Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding’ erhält allein. Kyrieleis!
  4. Das ew’ge Licht geht da herein, Gibt der Welt ein’n neuen Schein; Es leucht’t wohl mitten in der Nacht Und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis!
  5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast in der Welt hier ward Und führt uns aus dem Jammertal, Er macht uns Erben in sein’m Saal. Kyrieleis!
  6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm’, Und in dem Himmel machet reich Und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis.
  7. Das hat er alles uns getan, Sein’ groß’ Lieb’ zu zeigen an. Des freu’ sich alle Christenheit Und dank’ ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis!

Martin Luther 1524

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Den die Hirten lobeten sehre…

  1. Kinder: Den die Hirten lobeten sehre und die Engel noch viel mehre, fürcht’ euch fürbaß nimmermehre, euch ist geborn ein König der Ehrn.
    Chor: Heut sein die lieben Engelein in hellem Schein erschienen bei der Nachte den Hirten, die ihr’ Schäfelein bei Mondenschein im weiten Feld bewachten. “Große Freud und gute Mär wolln wir euch offenbaren, die euch und aller Welt soll widerfahren.”
    Gemeinde: Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.
  2. Kinder: Zu dem die Könige kamen geritten, Gold, Weihrauch, Myrrhen bracht’n sie mitte. Sie fieln nieder auf ihr Kniee: Gelobet seist du, Herr, allhie.
    Chor: “Sein’ Sohn die göttlich Majestät euch geben hat, ein’ Menschen lassen werden. Ein Jungfrau ihn geboren hat in Davids Stadt, da ihr ihn finden werdet liegend in eim Krippelein nackend, bloß und elende, daß er all euer Elend von euch wende.”
    Gemeinde: Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.
  3. Kinder: Freut euch heute mit Maria in der himmlischen Hierarchia, da die Engel singen alle in dem. Himmel hoch mit Schall.
    Chor: Darnach sangen die Engelein: “Gebt Gott allein im Himmel Preis und Ehre; groß Friede wird auf Erden sein, des solln sich freun die Menschen alle sehre und ein Wohlgefallen han: Der Heiland ist gekommen, hat euch zugut das Fleisch an sich genommen.”
    Gemeinde: Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat. versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.
  4. Kinder: Lobt, ihr Menschen alle gleiche, Gottes Sohn, vom Himmelreiche; dem gebt jetzt und immer mehre Lob und Preis und Dank und Ehr.
    Chor: Die Hirten sprachen: “Nun wohlan, so laßt uns gähn und diese Ding erfahren, die uns der Herr hat kundgetan; das Vieh laßt stahn, er wirds indes bewahren.” Da fand’n sie das Kindelein in Tüchelein gehüllet, das alle Welt mit seiner Gnad erfüllet.
    Gemeinde: Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.
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Wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande, wärst du, Kindchen, doch bei uns geboren!

Hier ein herrliches Bekenntnis von Werner Bergengruen aus dem Kaschubenland. Und mit den Hirtenjungs aus den Alpen bleibt dann nur die Antwort. “Nein, die Geschichte geht ganz anders … weils so Gottes Wille ist!” Danke Nicola Wendebourg für den Hinweis:
 
Wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande,
wärst du, Kindchen, doch bei uns geboren!
Sieh, du hättest nicht auf Heu gelegen,
Wärst auf Daunen weich gebettet worden.
Nimmer wärst du in den Stall gekommen,
Dich am Ofen stünde warm dein Bettchen,
Der Herr Pfarrer käme selbst gelaufen,
Dich und deine Mutter zu verehren!
Kindchen, wie wir dich gekleidet hätten!
Müsstest eine Schaffellmütze tragen,
Blauen Mantel von Kaschubisch Tuche,
Pelzgefüttert und mit Bänderschleifen.
Hätten dir den eignen Gurt gegeben,
Rote Schuhchen für die kleinen Füße
Fest und blank mit Nägelchen beschlagen!
Kindchen, wie wir dich gekleidet hätten!
Kindchen, wie wir dich gefüttert hätten!
Früh am Morgen weißes Brot mit Honig,
Frische Butter, wunderweiches Schmorfleisch,
Mittags Gestengrütze, gelbe Tunke.
Gänsefleisch und Kuttelfleck mit Ingwer,
Fette Wurst und goldne Eierkuchen,
Krug um Krug das starke Bier aus Putzig!
Kindchen, wie wir dich gefüttert hätten!
Und wie wir das Herz dir schenken wollten!
Sieh, wir wären alle fromm geworden,
Alle Kniee würden sich dir beugen,
Alle Füße Himmelswege gehen.
Niemals würde eine Scheune brennen,
Sonntags nie ein trunkner Schädel bluten, –
Wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande,
Wärst du, Kindchen, doch bei uns geboren!
(Werner Bergengruen, 1892-1964)
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Lutheran Order of service in English, isiZulu and seTswana

The Lutheran Order of Service for Christmas Day is available here in isiZulu, seTswana and English. Today it comes with a sermon based on God’s Word from the epistle of St. Paul to Titus in the 3 chapter verses 4-7. This sermon was written by Rev. Kurt Schnackenberg (Shelly Beach, KZN) in English (Sermon for Christmas Day KS 2015) and translated as usual by my dear father Rev. E.A.W.Weber DD (Welbedacht, KZN) into isiZulu (wz1605151225 moletlo wa go gopola botsalo jwa Morena (1)) and seTswana (wt1605151225 moletlo wa go gopola botsalo jwa Morena).

The readings for Christmas are:

  • Old Testament: Micha 5:1-4a
  • The Epistle: Titus 3:4-7
  • The Gospel: St. Luke 1-20
  • Psalm: 96:1-3.9

The liturgical colour is white.

May you have a very blessed weekend and have time to meditate on the watchword for Christmas: And the Word became flesh and dwelt among us, and we beheld His glory, the glory as of the only begotten of the Father, full of grace and truth. (Joh.1:14 KJV)

And we pray with a collect for this Holiday: Almighty God, grant that the birth of Your only-begotten Son in the flesh may set us free from the bondage of sin; through Jesus Christ Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit one God now and forever. Amen.

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight – and the true words and pictures to preach his holy will faithfully according to his most precious revelation of his will and promises in both the Old and New Testament! However if you are not preaching, but listening – then listen as if God is talking to you + His precious gospel is “the power of God for the salvation of everyone who believes.” (Rom 1:16 NIV)

We thank the Lutheran Heritage Foundation for supporting the distribution of hard-copies of these orders of worship and sermons throughout Southern Africa. If you also want a copy please do not hesitate to subscribe by writing to EAWWeber@bundunet.co.za.

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Wer klopfet an?

1. »Wer klopfet an?« »O zwei gar arme Leut!«
»Was wollt ihr denn?« »O gebt uns Herberg heut!
O durch Gottes Lieb wir bitten,
öffnet uns doch eure Hütten!«
»O nein, nein, nein!« »O lasset uns doch ein!«
»Es kann nicht sein.« »Wir wollen dankbar sein.«
»Nein, nein, nein, es kann nicht sein.
Da geht nur fort, ihr kommt nicht rein.«

2. (beim 2. Wirt) »Wer vor der Tür?« »Ein Weib mit ihrem Mann.«
»Was wollt denn ihr?« »Hört unser Bitten an!
Lasset heut bei euch uns wohnen.
Gott wird euch schon alles lohnen!«
»Was zahlt ihr mir?« »Kein Geld besitzen wir!«
»Dann geht von hier!« »O öffnet uns die Tür!«
»Ei, macht mir kein Ungestüm,
da packt euch, geht wo anders hin!«

3. (beim 3. Wirt) »Was weinet ihr?« »Vor Kält erstarren wir.«
»Wer kann dafür?« »O gebt uns doch Quartier!
Überall sind wir verstoßen,
jedes Tor ist uns verschlossen!«
»So bleibt halt drauß!« »O öffnet uns das Haus!«
»Da wird nichts draus.« »Zeigt uns ein andres Haus.«
»Dort geht hin zur nächsten Tür! Ich hab nicht Platz, geht nur von hier!«

4. (beim 4. Wirt) »Da geht nur fort!« »O Freund, wohin, wo aus?«
»Ein Viehstall dort!« »O Josef, nur hinaus!
Ach mein Kind, nach Gottes Willen
musst du schon die Armut fühlen!«
»Jetzt packt euch fort!« »O dieses harte Wort!«
»Zum Viehstall dort!« »O wohl ein schlechter Ort!«
»Ei, der Ort ist gut für euch; ihr braucht nicht viel, da geht nur gleich!«

Und hier das Noteblatt von der FAZ: _Wer_klopfet_an?

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Wie soll ich dich empfangen

1) Wie soll ich dich empfangen / und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen, / o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze / mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze, / mir kund und wissend sei.

2) Dein Zion streut dir Palmen / und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen / ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen / in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen, / so gut es kann und weiß.

3) Was hast du unterlassen / zu meinem Trost und Freud,
als Leib und Seele saßen / in ihrem größten Leid?
Als mir das Reich genommen, / da Fried und Freude lacht,
da bist du, mein Heil, kommen / und hast mich froh gemacht.

4) Ich lag in schweren Banden, / du kommst und machst mich los;
ich stand in Spott und Schanden, / du kommst und machst mich groß
und hebst mich hoch zu Ehren / und schenkst mir großes Gut,
das sich nicht läßt verzehren, / wie irdisch Reichtum tut.

5) Nichts, nichts hat dich getrieben / zu mir vom Himmelszelt
als das geliebte Lieben, / damit du alle Welt
in ihren tausend Plagen / und großen Jammerlast,
die kein Mund kann aussagen, / so fest umfangen hast.

6) Das schreib dir in dein Herze, / du hochbetrübtes Heer,
bei denen Gram und Schmerze / sich häuft je mehr und mehr;
seid unverzagt, ihr habet / die Hilfe vor der Tür;
der eure Herzen labet / und tröstet, steht allhier.

7) Ihr dürft euch nicht bemühen / noch sorgen Tag und Nacht,
wie ihr ihn wollet ziehen / mit eures Armes Macht.
Er kommt, er kommt mit Willen, / ist voller Lieb und Lust,
all Angst und Not zu stillen, / die ihm an euch bewußt.

8) Auch dürft ihr nicht erschrecken / vor eurer Sünden Schuld;
nein, Jesus will sie decken / mit seiner Lieb und Huld.
Er kommt, er kommt den Sündern / zu Trost und wahrem Heil,
schafft, daß bei Gottes Kindern / verbleib ihr Erb und Teil.

9) Was fragt ihr nach dem Schreien / der Feind und ihrer Tück?
Der Herr wird sie zerstreuen / in einem Augenblick.
Er kommt, er kommt, ein König, / dem wahrlich alle Feind
auf Erden viel zu wenig / zum Widerstande seind.

10) Er kommt zum Weltgerichte: / zum Fluch dem, der ihm flucht,
mit Gnad und süßem Lichte / dem, der ihn liebt und sucht.
Ach komm, ach komm, o Sonne, / und hol uns allzumal
zum ewgen Licht und Wonne / in deinen Freudensaal.

Paul Gerhardt 1653

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