Gott, sei mir gnädig, denn Menschen stellen mir nach; täglich bekämpfen und bedrängen sie mich. Meine Feinde stellen mir täglich nach; denn viele kämpfen gegen mich voll Hochmut. Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf Dich. Ich will Gottes Wort rühmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht fürchten. Was können mir Menschen tun?
Täglich fechten sie meine Sache an; alle ihre Gedanken suchen mir Böses zu tun. Sie rotten sich zusammen, sie lauern und heften sich an meine Fersen; so trachten sie mir nach dem Leben. Sollten sie mit ihrer Bosheit entrinnen? Gott, stoß diese Leute ohne alle Gnade hinunter! Zähle die Tage meiner Flucht, sammle meine Tränen in Deinen Krug; ohne Zweifel, Du zählst sie.
Dann werden meine Feinde zurückweichen, wenn ich Dich anrufe. Das weiß ich, daß Du mein Gott bist. Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des HERRN Wort. Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir Menschen tun? Ich habe Dir, Gott, gelobt, daß ich Dir danken will. Denn Du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, daß ich wandeln kann vor Gott im Licht der Lebendigen.
Psalm 56. Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Die stumme Taube unter den Fremden«, als ihn die Philister in Gat ergriffen hatten.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von Dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott.
Micha 6,8
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Aufsperren sie den Rachen weit, und wollen uns verschlingen.
Lob und Dank sei Gott allezeit, es wird ihn’ nicht gelingen.
Er wird ihr Strick zerreißen gar, und stürzen ihre falsche Lehr.
Sie werden Gott nicht wehren.Ach Herr Gott, wie reich tröstest Du, die gänzlich sind verlassen!
Der Gnaden Tür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht fassen,
sie spricht: “Es ist nun alls verloren”, da doch das Kreuz hat neu geborn,
die Deiner Hülfe warten.Die Feind sind all in Deiner Hand, dazu all ihr Gedanken;
ihr Anschlag ist Dir wohl bekannt; hilf nur, daß wir nicht wanken.
Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftig will sie trauen nicht,
da Du wirst selber trösten.Den Himmel hast Du und die Erd, Herr unser Gott gegründet;
gib, daß Dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet,
in rechter Lieb des Glaubens Dein bis an das End beständig sein.
Die Welt laß immer murren.Justus Jonas 1524 zu Psalm 124. (LKG 47,5-8)
Morgenlese
Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist’s erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen könnten.
Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter Euch, der sein einziges Schaf, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und es heraufhebt? Wie viel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun.
Da sprach er zu dem Menschen: Strecke Deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie wurde wieder gesund wie die andere. Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat über ihn, daß sie ihn umbrächten.
Da aber Jesus das erkannte, entwich er von dort. Und eine große Menge folgte ihm, und er heilte sie alle und gebot ihnen, daß sie ihn nicht offenbar machten, auf daß erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: »Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soll den Völkern das Recht verkündigen.
Er wird nicht streiten noch schreien, und man wird seine Stimme nicht hören auf den Gassen; das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg führt; und die Völker werden auf seinen Namen hoffen.«
Matthäus 12,9-21
Abendlese
So sprach der HERR zu mir: Geh hin und tritt ins Tor des Volks, durch das die Könige von Juda aus und ein gehen, und in alle Tore Jerusalems und sprich zu ihnen: Höret des HERRN Wort, Ihr Könige Judas und ganz Juda und alle Einwohner Jerusalems, die durch diese Tore gehen!
So spricht der HERR: Hütet Euch um Eures Lebens willen und bringt keine Last am Sabbattag durch die Tore Jerusalems und tragt keine Last am Sabbattag aus Euren Häusern und tut keine Arbeit, sondern heiligt den Sabbattag, wie ich Euren Vätern geboten habe.
Aber sie hörten nicht und neigten ihre Ohren nicht, sondern blieben halsstarrig, daß sie ja nicht auf mich hörten noch Zucht annähmen. Wenn Ihr nun auf mich hören werdet, spricht der HERR, daß Ihr am Sabbattag keine Last durch die Tore dieser Stadt tragt, sondern den Sabbat heiligt, daß Ihr an diesem Tage keine Arbeit tut, so sollen auch durch die Tore dieser Stadt aus und ein gehen Könige und Fürsten, die auf dem Thron Davids sitzen und die mit Ross und Wagen fahren, sie und ihre Fürsten, die Männer Judas und die Einwohner Jerusalems; und diese Stadt soll für immer bewohnt werden.
Und sie sollen kommen aus den Städten Judas und aus der Gegend von Jerusalem und aus dem Lande Benjamin, aus dem Hügelland und vom Gebirge und vom Südland, die da bringen Brandopfer, Schlachtopfer, Speisopfer und Weihrauch und die da Dankopfer bringen zum Hause des HERRN. Werdet Ihr aber nicht auf mein Gebot hören, den Sabbattag zu heiligen und keine Last am Sabbattag zu tragen durch die Tore Jerusalems, so will ich ein Feuer in ihren Toren anzünden, das die festen Häuser Jerusalems verzehrt und nicht gelöscht werden kann.
Jeremia 17,19-27










