
Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen, meine Hilfe und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwingt.
HERR, was ist der Mensch, dass Du Dich seiner annimmst, und des Menschen Kind, daß Du ihn so beachtest? Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten.
HERR, neige Deinen Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, daß sie rauchen. Sende Blitze und zerstreue Deine Feinde, schick Deine Pfeile und erschrecke sie, streck aus Deine Hand von der Höhe. Erlöse mich und errette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Fremden, deren Mund Falsches redet und deren rechte Hand trügt.
Gott, ich will Dir ein neues Lied singen, ich will Dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten, der Du den Königen Sieg gibst und erlösest Deinen Knecht David vom mörderischen Schwert. Erlöse mich und errette mich aus der Hand der Fremden, deren Mund Falsches redet und deren rechte Hand trügt.
Unsere Söhne seien wie Pflanzen, hochgewachsen in ihrer Jugend – unsere Töchter wie Säulen, geschnitzt für Paläste – unsere Kammern gefüllt, daß sie Vorrat geben, einen nach dem andern – unsere Schafe, daß sie Tausende werfen und Zehntausende auf unsern Triften – unsere Rinder, daß sie tragen ohne Schaden und Verlust – und kein Klagegeschrei sei auf unsern Gassen. – Wohl dem Volk, dem es so ergeht! Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist!
Psalm 144. Von David.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.
Lk.12,48b
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Am Freitag muß ein jeder Christ sein Kreuz mit Christo tragen, bis der Sabbat vorhanden ist, dann ruht er in seim Grabe, bis kommt der fröhlich Ostertag, dann ihn das Grab nicht halten mag, mit Freuden er aufwachet.
Der Freitag währt ein kleine Zeit, weil wir leben auf Erden mit Jammer, Angst und Herzeleid, daran betrübt wir werden. Das macht Adams und unser Schuld. Wohl dem, der sein Kreuz mit Geduld dem Herren Christ nachträget.
Am Sabbat kommen wir zur Ruh, all Kreuz wird weggenommen, wenn uns jetzt gehn die Augen zu und unser Stund ist kommen. Dann trägt man uns ins Ruhbettlein, darin gar sanft wir schlafen ein, bis uns der Herr aufwecket.
Dann kommt der fröhlich Ostertag, so werden wir all aufstehen. Der Tod dann uns nicht halten mag, entgegen werdn wir gehen Christo und mit ihm in seim Reich leben in Freuden ewiglich. Herr Christ, das hilf uns. Amen.
Nikolaus Herman 1560. (LKG 132)
Morgenlese
Und der Herr sprach: Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde setzt, daß er ihnen zur rechten Zeit gebe, was ihnen an Getreide zusteht? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, solches tun sieht. Wahrlich, ich sage Euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr läßt sich Zeit zu kommen, und fängt an, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich vollzusaufen, dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn in Stücke hauen lassen und wird ihm sein Teil geben bei den Ungläubigen.
Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kennt und hat nichts vorbereitet noch nach seinem Willen getan, der wird viel Schläge erleiden. Wer ihn aber nicht kennt und getan hat, was Schläge verdient, wird wenig Schläge erleiden. Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.
Lukas 12,42-48
Abendlese
Da sandte der Pharao hin und ließ Josef rufen, und sie ließen ihn eilends aus dem Gefängnis. Und er ließ sich scheren und zog andere Kleider an und kam hinein zum Pharao. Da sprach der Pharao zu ihm: Ich habe einen Traum gehabt und es ist niemand, der ihn deuten kann. Ich habe aber von Dir sagen hören, wenn Du einen Traum hörst, so kannst Du ihn deuten. Josef antwortete dem Pharao und sprach: Das steht nicht bei mir; Gott wird jedoch dem Pharao Gutes verkünden.
Der Pharao sprach zu Josef: Mir träumte, und siehe, ich stand am Ufer des Nils, und aus dem Wasser stiegen sieben schöne, fette Kühe; die weideten im Grase. Und siehe, nach diesen stiegen sieben dürre, sehr häßliche und magere Kühe heraus. Ich hab in ganz Ägyptenland nicht so hässliche gesehen. Und die mageren und hässlichen Kühe fraßen die sieben ersten, fetten Kühe auf. Sie verschwanden in ihrem Bauch, aber man merkte es den mageren nicht an; sie waren so häßlich wie zuvor. Da wachte ich auf.
Dann sah ich in meinem Traum sieben Ähren auf einem Halm wachsen, voll und dick. Und siehe, sieben dürre Ähren gingen auf, dünn und vom Ostwind versengt. Und die sieben dünnen Ähren verschlangen die sieben dicken Ähren. Und ich habe es den Wahrsagern gesagt, aber die können’s mir nicht deuten.
Josef antwortete dem Pharao: Beide Träume des Pharao bedeuten das Gleiche. Gott verkündet dem Pharao, was er vorhat. Die sieben schönen Kühe sind sieben Jahre, und die sieben guten Ähren sind dieselben sieben Jahre. Es ist ein und derselbe Traum. Die sieben mageren und häßlichen Kühe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre, und die sieben mageren und versengten Ähren sind sieben Jahre des Hungers.
Das meinte ich, wenn ich gesagt habe zum Pharao, daß Gott dem Pharao zeigt, was er vorhat. Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Ägyptenland. Und nach ihnen werden sieben Jahre des Hungers kommen, sodaß man vergessen wird alle Fülle in Ägyptenland. Und der Hunger wird das Land verzehren, daß man nichts wissen wird von der Fülle im Lande vor der Hungersnot, die danach kommt; denn sie wird sehr schwer sein. Daß aber dem Pharao zweimal geträumt hat, bedeutet, dass Gott solches gewiß und eilends tun wird.
Nun sehe der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann, den er über Ägyptenland setze, und sorge dafür, daß er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fünften in Ägyptenland in den sieben reichen Jahren und lasse sie sammeln den ganzen Ertrag der guten Jahre, die kommen werden, daß sie Getreide aufschütten im Auftrag des Pharao zum Vorrat in den Städten und es verwahren. Der Ertrag diene dem Land als Vorrat in den sieben Jahren des Hungers, die über Ägyptenland kommen werden, daß das Land nicht vor Hunger verderbe.
Die Rede gefiel dem Pharao und allen seinen Knechten gut. Und der Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie könnten wir einen Mann wie diesen finden, in dem der Geist Gottes ist? Und der Pharao sprach zu Josef: Weil dir Gott dies alles kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie Du. Du sollst über mein Haus sein, und Deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein; allein um den königlichen Thron will ich höher sein als du.
Und weiter sprach der Pharao zu Josef: Siehe, ich habe Dich über ganz Ägyptenland gesetzt. Und er tat seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn Josef an seine Hand und kleidete ihn in kostbares Leinen und legte ihm eine goldene Kette um seinen Hals und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und ließ vor ihm her ausrufen: Auf die Knie! Und setzte ihn über ganz Ägyptenland.
1.Mose 41,14-43









