Du hast mich erlöst, HERR, Du treuer Gott. (Psalm 31)

Kapelle in der Alten Lateinschule

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Eingangspsalm (Introitus): Psalm 31,1-8 (Ein Psalm Davids, vorzusingen)

HERR, auf Dich traue ich, laß mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch Deine Gerechtigkeit! Neige Deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß Du mir helfest! 

Denn Du bist mein Fels und meine Burg, und um Deines Namens willen wollest Du mich leiten und führen. Du wollest mich aus dem Netze ziehen, / das sie mir heimlich stellten; denn Du bist meine Stärke. 

In Deine Hände befehle ich meinen Geist; Du hast mich erlöst, HERR, Du treuer Gott. Ich haße, die sich halten an nichtige Götzen; ich aber vertraue auf den HERRN. Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte, daß Du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele 

Psalm 31,1-8

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Nun laßt uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren für alle seine Gaben, die wir empfangen haben.

Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen.

Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden.

Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben.

Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der Heilig Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen.

Ludwig Helmbold 1575 (LKG 288,1-5)

Wochenspruch

Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.

Jeremia 17,14

Römer 13,1-14

Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, ist sie von Gott angeordnet. Darum: Wer sich der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Anordnung; die ihr aber widerstreben, werden ihr Urteil empfangen. Denn die Gewalt haben, muß man nicht fürchten wegen guter, sondern wegen böser Werke.

Willst Du Dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, dann wirst Du Lob von ihr erhalten. Denn sie ist Gottes Dienerin, Dir zugut. Tust Du aber Böses, so fürchte Dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst. Sie ist Gottes Dienerin und vollzieht die Strafe an dem, der Böses tut. Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen. 

Deshalb zahlt Ihr ja auch Steuer; denn sie sind Gottes Diener, auf diesen Dienst beständig bedacht. So gebt nun jedem, was Ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt.

Seid niemandem etwas schuldig, außer daß Ihr Euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; Du sollst nicht töten; Du sollst nicht stehlen; Du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefaßt: »Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst.« 

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Und das tut, weil Ihr die Zeit erkannt habt, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe herbeigekommen. So laßt uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. 

Laßt uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Neid; sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, daß Ihr den Begierden verfallt. 

2. Mose 25,10-22

Macht eine Lade aus Akazienholz; zwei und eine halbe Elle soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe. Du sollst sie mit feinem Gold überziehen innen und außen und einen goldenen Kranz an ihr ringsherum machen. Und gieß vier goldene Ringe und tu sie an ihre vier Ecken, sodaß zwei Ringe auf der einen Seite und zwei auf der andern seien. 

Und mache Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold  und stecke sie in die Ringe an den Seiten der Lade, daß man sie damit trage. Sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden. 

Und du sollst in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde.  Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen aus feinem Golde; zwei und eine halbe Elle soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite. 

Und Du sollst zwei goldene Cherubim machen. Als getriebene Arbeit sollst Du sie ausführen an beiden Enden des Gnadenstuhls, sodaß ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an jenem. Aus dem Gnadenstuhl sollt Ihr die Cherubim herausarbeiten an seinen beiden Enden. 

Und die Cherubim sollen ihre Flügel nach oben ausbreiten, daß sie mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeden Antlitz gegen das des andern stehe; und ihr Antlitz soll zum Gnadenstuhl gerichtet sein. 

Und Du sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Gesetz legen, das ich Dir geben werde. Dort will ich Dir begegnen und mit Dir reden von dem Gnadenstuhl aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim, alles, was ich Dir gebieten will für die Israeliten. 

Apologie der CA IV,256-262

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Oder Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.

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19. Sonntag nach Trinitatis (Heilung an Leib und Seele)

Codex Aureus: Heilung eines Gelähmten

Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.

Jeremia 17,14

Introitus

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Falsch ist! Denn da ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Sela. 

Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verhehlte ich nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde. Sela. 

Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten zur Zeit der Angst; darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an sie gelangen. Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten, dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann. Sela. 

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, / den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. 9 Seid nicht wie Rosse und Maultiere, die ohne Verstand sind, denen man Zaum und Gebiss anlegen muss; sie werden sonst nicht zu dir kommen. Der Gottlose hat viel Plage; wer aber auf den HERRN hofft, den wird die Güte umfangen. Freuet euch des HERRN und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jauchzet, alle ihr Frommen. 

Psalm 32. Eine Unterweisung Davids. Verdeutscht von Dr. Martin Luther (Revision 2017)

Alttestamentliche Lesung

Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, und stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand. Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm. Und er rief aus den Namen des HERRN. 

Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft läßt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied. 

Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an und sprach: Hab ich, HERR, Gnade vor Deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte, denn es ist ein halsstarriges Volk; und vergib uns unsere Missetat und Sünde und lass uns Dein Erbbesitz sein. 

Und der HERR sprach: Siehe, ich will einen Bund schließen: Vor Deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und das ganze Volk, in dessen Mitte Du bist, soll des HERRN Werk sehen; denn wunderbar wird sein, was ich an Dir tun werde.

2. Mose (Exodus) 34,4-10

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, Du schenkst heiligen Mut und guten Rat zum rechten Tun: gib uns den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit wir Deine Gebote im Herzen bewahren und allezeit in Deinem Schutz geborgen bleiben. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Epistolische Lektion

Leidet jemand unter Euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. Ist jemand unter Euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, daß sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander Eure Sünden und betet füreinander, daß Ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. 

Jakobus 5,13-16

Hallelujavers

Herr, Deine Güte ist ewig. Das Werk Deiner Hände wollest Du nicht lassen.

Psalm 138,8b

Evangelium

Und nach etlichen Tagen ging er wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, dass er im Hause war. Und es versammelten sich viele, sodass sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. 

Und es kamen einige, die brachten zu ihm einen Gelähmten, von vieren getragen. Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 

Es saßen da aber einige Schriftgelehrte und dachten in ihren Herzen: Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein? Und Jesus erkannte alsbald in seinem Geist, dass sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu ihnen: Was denkt Ihr solches in euren Herzen? Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind Deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm Dein Bett und geh hin?

Damit Ihr aber wißt, daß der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage Dir, steh auf, nimm Dein Bett und geh heim! Und er stand auf und nahm sogleich sein Bett und ging hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen. 

Markus 12,1-12

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizäisches Glaubensbekenntnis

Graduallied

Nun laßt uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren für alle seine Gaben, die wir empfangen haben.

Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen.

Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muss auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden.

Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben.

Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der Heilig Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen.

Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben. Im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben!

Wir bitten Deine Güte, wollst uns hinfort behüten, uns Große mit den Kleinen; Du kannst’s nicht böse meinen.

Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen Deinen Namen durch Jesus Christus. Amen.

Ludwig Helmbold 1575 (LKG 288)

Predigttext: Epheser 4,22-32

Legt von Euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert Euch aber in Eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind. Zürnt Ihr, so sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über Eurem Zorn untergehen und gebt nicht Raum dem Teufel.

Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut, damit er dem Bedürftigen abgeben kann. Laßt kein faules Geschwätz aus Eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören. 

Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem Ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von Euch samt aller Bosheit.  Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

Epheser 4,22-32

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden +

4. Mose 6,24-26

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Lobet den HERRN, Ihr seine Engel, Ihr starken Helden, die Ihr sein Wort ausführt, daß man höre auf die Stimme seines Wortes! (Psalm 103,13ff)

Rudolf Schäfer (1878-1961)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Introitus (Eingangspsalm): 103,13-22. Von David.

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, daß wir Staub sind. 

Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr. 

Die Gnade aber des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, daß sie danach tun. 

Der HERR hat seinen Thron im Himmel errichtet, und sein Reich herrscht über alles. 

Lobet den HERRN, Ihr seine Engel, Ihr starken Helden, die Ihr sein Wort ausführt, daß man höre auf die Stimme seines Wortes! Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die Ihr seinen Willen tut! Lobet den HERRN, alle seine Werke,an allen Orten seiner Herrschaft!

Lobe den HERRN, meine Seele! 

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieben G’meine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heiligs Wort! Mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort.

Sei Lob und Preis mit Ehren Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist! Der wolle in uns mehren, was er aus Gnaden uns verheißt, daß wir ihm fest vertrauen, uns gründen ganz auf ihn, von Herzen auf ihn bauen, daß unser Mut und Sinn ihm allezeit anhangen. Drauf singen wir zur Stund: Amen, wir werden’s erlangen, glaubn wir von Herzensgrund.

Johann Gramann 1540 (LKG 315,4-5)

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

1.Johannes 4,16-21

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat:

Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollendet, auf daß wir die Freiheit haben, zu reden am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 

Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. 

Laßt uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und haßt seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. 

Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe. 

Jesaja 58,7-12

Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen Dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn Du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh Dich nicht Deinem Fleisch und Blut! 

Dann wird Dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und Deine Heilung wird schnell voranschreiten, und Deine Gerechtigkeit wird vor Dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird Deinen Zug beschließen. 

Dann wirst Du rufen und der HERR wird Dir antworten. Wenn Du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn Du in Deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, sondern den Hungrigen Dein Herz finden läßt und den Elenden sättigst, dann wird Dein Licht in der Finsternis aufgehen, und Dein Dunkel wird sein wie der Mittag. 

Und der HERR wird Dich immerdar führen und Dich sättigen in der Dürre und Dein Gebein stärken. Und Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. 

Und es soll durch Dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und Du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und Du sollst heißen: »Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, daß man da wohnen könne«. 

Bekenntnislese aus der Apologie der CA IV, 244-255

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Oder Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.

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Weise mir, HERR, Deinen Weg, daß ich wandle in Deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich Deinen Namen fürchte. (Psalm 86)

Rudolf Schäfer (1878-1961)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Introitus (Eingangspsalm): Psalm 86 (Ein Gebet Davids)

HERR, neige Deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele, denn ich bin Dir treu. Hilf Du, mein Gott, Deinem Knechte, der sich verläßt auf Dich. Herr, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu Dir. 

Erfreue die Seele Deines Knechts; denn nach Dir, Herr, verlangt mich. Denn Du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die Dich anrufen. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens! 

In der Not rufe ich Dich an; Du wollest mich erhören! Herr, es ist Dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was Du tust. Alle Völker, die Du gemacht hast, werden kommen und vor Dir anbeten, Herr, und Deinen Namen ehren, daß Du so groß bist und Wunder tust und Du allein Gott bist. 

Weise mir, HERR, Deinen Weg, daß ich wandle in Deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich Deinen Namen fürchte. Ich danke Dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre Deinen Namen ewiglich.  Denn Deine Güte ist groß über mir, Du hast mein Leben errettet aus der Tiefe des Todes. 

Gott, es erheben sich die Stolzen gegen mich, und eine Rotte von Gewalttätern trachtet mir nach dem Leben und haben Dich nicht vor Augen. Du aber, Herr, Gott, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue. 

Wende Dich zu mir und sei mir gnädig; stärke Deinen Knecht mit Deiner Kraft und hilf dem Sohn Deiner Magd! Tu ein Zeichen an mir, daß mir’s wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen, weil Du mir beistehst, HERR, und mich tröstest. 

Psalm 86. Ein Gebet Davids.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Herr Gott, der Du mein Vater bist, ich schrei im Namen Jesu Christ zu Dir auf sein Wort, Eid und Tod; Hör, Helfer treu, in Angst und Not.

Laß uns Dein Wort, stärk uns im Geist, hilf, daß wir tun, was Du uns heißt, gib Fried, Schutz, gute Freund und Brot, behüte Stadt und Land, o Gott.

Errett von Sünd, Teufel und Tod, aus Leibes und der Seelen Not, ein selig Stündlein uns bescher, Dein ist das Reich, Kraft, Preis und Ehr.

Auf Dein Wort sprech ich Amen, Herr. Aus Gnad mein´ kleinen Glauben mehr; Du bist allein der Vater mein, laß mich Dein Kind und Erbe sein.

Johann Mathesius 1564 (LKG 262)

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

3. Mose (Leviticus) 19,1-3.17-18.

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Rede mit der ganzen Gemeinde der Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, Euer Gott. Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; ich bin der HERR, Euer Gott. 

Du sollst Deinen Bruder nicht hassen in Deinem Herzen, sondern Du sollst Deinen Nächsten zurechtweisen, damit Du nicht seinetwegen Schuld auf Dich lädst. Du sollst Dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder Deines Volks. Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst; ich bin der HERR.

3. Mose (Leviticus) 19,1-3.17-18.

Philipper 2,1-8

Ist nun bei Euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, daß Ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. 

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. 

Seid so unter Euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,  sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

Philipper 2,1-8

Lesung aus den lutherischen Bekenntnisschriften: Apologie der CA IV,233-243

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.



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Bach: “Gott soll allein mein Herze haben” (BWV 169)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponierte diese Kantate “Gott soll allein mein Herze haben” (BWV 169) 1726 in Leipzig für den 18. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 20. Oktober 1726 erstmals auf. Hier mehr zu dieser Kantate.

Der vollständige Text dank Walter F. Bischof (U Alberta, Canada)

Gott soll allein mein Herze haben
  
1. Sinfonia
Oboe I/II, Taille, Violino I/II, Viola, Organo obligato, Continuo
  
2. Arioso A
Continuo
Gott soll allein mein Herze haben.
Zwar merk ich an der Welt,
Die ihren Kot unschätzbar hält,
Weil sie so freundlich mit mir tut,
Sie wollte gern allein
Das Liebste meiner Seele sein.
Doch nein; Gott soll allein mein Herze haben:
Ich find in ihm das höchste Gut.
Wir sehen zwar
Auf Erden hier und dar
Ein Bächlein der Zufriedenheit,
Das von des Höchsten Güte quillet;
Gott aber ist der Quell, mit Strömen angefüllet,
Da schöpf ich, was mich allezeit
Kann sattsam und wahrhaftig laben:
Gott soll allein mein Herze haben.
  
3. Aria A
Organo obligato, Continuo
Gott soll allein mein Herze haben,
Ich find in ihm das höchste Gut.
    Er liebt mich in der bösen Zeit
    Und will mich in der Seligkeit
    Mit Gütern seines Hauses laben.
  
4. Recitativo A
Continuo
Was ist die Liebe Gottes?
Des Geistes Ruh,
Der Sinnen Lustgenieß,
Der Seele Paradies.
Sie schließt die Hölle zu,
Den Himmel aber auf;
Sie ist Elias Wagen,
Da werden wir im Himmel nauf
In Abrahms Schoß getragen.
  
5. Aria A
Violino I/II, Viola, Organo obligato, Continuo
Stirb in mir,
Welt und alle deine Liebe,
Dass die Brust
Sich auf Erden für und für
In der Liebe Gottes übe;
Stirb in mir,
Hoffart, Reichtum, Augenlust,
Ihr verworfnen Fleischestriebe!
  
6. Recitativo A
Continuo
Doch meint es auch dabei
Mit eurem Nächsten treu!
Denn so steht in der Schrift geschrieben:
Du sollst Gott und den Nächsten lieben.
  
7. Choral
Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll’ Alto, Taille e Viola col Tenore, Continuo
Du süße Liebe, schenk uns deine Gunst,
Lass uns empfinden der Liebe Brunst,
Dass wir uns von Herzen einander lieben
Und in Friede auf einem Sinn bleiben.
Kyrie eleis.

BesetzungSolo: A, Coro: S A T B, Oboe I/II, Taille (Oboe da caccia), Violino I/II, Viola, Organo obligato, Continuo
Entstehungszeit20. Oktober 1726
TextChristian Birkmann; 7: Martin Luther 1524
Anlass18. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine weitere Aufführung mit dem Tölzer Knabenchor und Gerhard Schmidt-Gaden
Concentus musicus (Wien) unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.

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Warum ziehst Du Deine Hand zurück? (Psalm 74)

Herbst auf den Wittenberger Wallanlagen (2026)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Gott, warum verstößest Du uns für immer und bist so zornig über die Schafe Deiner Weide? Gedenke an Deine Gemeinde, die Du vorzeiten erworben und Dir zum Erbteil erlöst hast, an den Berg Zion, auf dem Du wohnest. 

Richte doch Deine Schritte zu dem, / was so lange wüste liegt. Der Feind hat alles verheert im Heiligtum. Deine Widersacher brüllen in Deinem Hause und stellen ihre Banner auf als Zeichen des Sieges. 

Hoch sieht man Äxte sich heben wie im Dickicht des Waldes. Sie zerschlagen all sein Schnitzwerk mit Beilen und Hacken. Sie verbrennen Dein Heiligtum, bis auf den Grund entweihen sie die Wohnung Deines Namens. 

Sie sprechen in ihrem Herzen: / Laßt uns sie allesamt unterdrücken! Sie verbrennen alle Gotteshäuser im Lande. Unsere Zeichen sehen wir nicht, / kein Prophet ist mehr da, und keiner ist bei uns, der wüßte, wie lange. 

Ach, Gott, wie lange soll der Widersacher schmähen und der Feind Deinen Namen immerfort lästern? Warum ziehst Du Deine Hand zurück? Nimm Deine Rechte aus dem Gewand und mach ein Ende! 

Psalm 74,1-11. Eine Unterweisung Asafs.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Herr, wie Du willst, so schick’s mit mir im Leben und im Sterben; allein zu Dir steht mein Begier, lass mich, Herr, nicht verderben. Erhalt mich nur in Deiner Huld, sonst wie Du willst; gib mir Geduld, denn Dein Will ist der beste.

Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu Deinem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dienet mir zur Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben.

Soll ich einmal nach Deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur Deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein’ Leib und Seel befehl ich Dir; o Herr, ein seligs End gib mir durch Jesum Christum. Amen.

Kaspar Bienemann 1582 (LKG 336)

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Morgenlese

Denn das Gebot, das ich Dir heute gebiete, ist Dir nicht zu hoch und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, daß Du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun? 

Es ist auch nicht jenseits des Meeres, daß Du sagen müsstest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun? Denn es ist das Wort ganz nahe bei Dir, in Deinem Munde und in Deinem Herzen, daß Du es tust. 

Siehe, ich lege Dir heute das Leben und das Gute vor, den Tod und das Böse.  Dies ist’s, was ich Dir heute gebiete: daß Du den HERRN, Deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst, so wirst Du leben und Dich mehren, und der HERR, Dein Gott, wird Dich segnen in dem Lande, in das Du ziehst, es einzunehmen. 

5. Mose 30,11-16

Abendlese

Ein Mann aber mit Namen Hananias und seine Frau Saphira verkauften einen Acker, doch er hielt mit Wissen seiner Frau etwas von dem Geld zurück und brachte nur einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füßen. 

Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan Dein Herz erfüllt, daß Du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast? Hättest Du den Acker nicht behalten können, als Du ihn hattest? Und konntest Du nicht auch, als er verkauft war, noch tun, was Du wolltest? Warum hast Du Dir dies in Deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen.

Als Hananias diese Worte hörte, fiel er zu Boden und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies hörten. Da standen die jungen Männer auf und hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.

Es begab sich aber, etwa nach drei Stunden, da kam seine Frau herein und wußte nicht, was geschehen war. Aber Petrus sprach zu ihr: Sag mir, habt Ihr den Acker für diesen Preis verkauft? Sie sprach: Ja, für diesen Preis. 

Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid Ihr Euch denn einig geworden, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die Deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden auch Dich hinaustragen. 

Und sogleich fiel sie zu Boden, ihm vor die Füße, und gab den Geist auf. Da kamen die jungen Männer und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann. Und es kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die das hörten.

Apostelgeschichte 5,1-11

Apologie der Augsburgischen Konfession IV 222-232

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.

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Löhe über Matthäus 22,34-46 (Gesetz und Evangelium)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 18. Sonntag nach Trinitatis über Gesetz und Evangelium wie vom Evangelisten Matthäus im 22. Kapitel glaubhaft in den Versen 34ff aufgeschrieben ist.

Und hier vorgelesen:

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Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Welt! (Psalm 57)

Lucas Cranach d.Ä. 1537.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf Dich traut meine Seele, und unter dem Schatten Deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt. Er sende vom Himmel und helfe mir von der Schmähung dessen, der mir nachstellt. Sela.

Gott sende seine Güte und Treue. Ich liege mitten unter Löwen; verzehrende Flammen sind die Menschen, ihre Zähne sind Spieße und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Welt! Sie haben meinen Schritten ein Netz gestellt und meine Seele gebeugt; sie haben vor mir eine Grube gegraben – und fallen doch selbst hinein. Sela. 

Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe, ich will das Morgenrot wecken! Herr, ich will Dir danken unter den Völkern, ich will Dir lobsingen unter den Leuten. Denn Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und Deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. 

Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Welt! 

Psalm 57. Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Vertilge nicht«, als er vor Saul in die Höhle floh. 

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Den Glauben stärk, die Lieb erhalt, die Hoffnung mache feste, daß ich von Dir nicht wanke bald; Beständigkeit ists Beste. Den Mund bewahr, daß nicht Gefahr durch ihn mir werd erwecket; gib Brot dem Leib, doch daß er bleib von Geilheit unbeflecket.

Gib, daß ich treu und fleißig sein dem, was mir gebühret, durch Ehrgeiz, Stolz und Heuchelei nicht werde aufs neu verführet. Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Neid, laß in mir nicht verbleiben; verstockten Sinn und Diebsgewinn wollst Du von mir abtreiben.

Hilf, daß ich folge treuem Rat, von falscher Meinung trete, den Armen helfe mit der Tat, für Freund und Feind stets bete, dien jedermann, so viel ich kann, das Böse haß und meide, nach Deinem Wort an allem Ort, bis ich von dannen scheide.

Johann Heermann 1630 (LKG 249,5-7) nach der Melodie “Was mein Gott will, das gscheh allzeit…”.

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Morgenlese

Ihr Lieben, laßt uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 

Darin besteht die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.  Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 

Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.  Wer nun bekennt, daß Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.

1.Johannes 4,7-16a

Abendlese

Wie Ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in Euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. Nicht als Befehl sage ich das; sondern weil andere so eifrig sind, prüfe ich auch Eure Liebe, ob sie echt sei. 

Denn Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um Euretwillen, auf daß Ihr durch seine Armut reich würdet. Und damit gebe ich einen Rat; denn das ist Euch nützlich, die Ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen.

Nun aber vollendet auch das Tun, damit, wie Ihr geneigt seid zu wollen, Ihr auch geneigt seid zu vollenden nach dem Maß dessen, was Ihr habt. Denn wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat. 

Nicht, daß die andern Ruhe haben und Ihr Not leidet, sondern daß es zu einem Ausgleich komme. Jetzt helfe Euer Überfluß ihrem Mangel ab, damit auch ihr Überfluß Eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe,  wie geschrieben steht: »Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluß, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.«

2. Korinther 8,7-11

Apologie der CA IV,209-221

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.

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Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Amen! (Psalm 41)

Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit. Der HERR wird ihn bewahren und beim Leben erhalten  und es ihm lassen wohlgehen auf Erden und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde. Der HERR wird ihn erquicken auf seinem Lager; Du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit. 

 Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! Heile mich; denn ich habe an Dir gesündigt. Meine Feinde reden Arges wider mich: »Wann wird er sterben und sein Name vergehen?« Kommt einer, nach mir zu sehen, meint er’s doch nicht von Herzen; er sammelt Bosheit, geht hinaus und trägt’s weiter. 

Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich und denken sich Böses gegen mich aus: »Unheil ist über ihn ausgegossen; wer so daliegt, steht nicht wieder auf.« Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen. 

Du aber, HERR, sei mir gnädig und hilf mir auf, so will ich ihnen vergelten. Daran merke ich, daß Du Gefallen an mir hast, daß mein Feind über mich nicht frohlocken wird. Mich aber hältst Du um meiner Frömmigkeit willen und stellst mich vor Dein Angesicht ewiglich. 

Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Amen! 

Psalm 41. Ein Psalm Davids, vorzusingen. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach Dir, von Herzen mich verlange, und ich Dich suche mit Begier, wenn mir wird angst und bange: Verleih, daß ich mit Freuden Dich in meiner Angst bald finde, gib mir den Sinn, daß ich fort hin meid alle Schand und Sünde.

Hilf, daß ich stets mit Reu und Schmerz mich Deiner Gnad ergebe, hab täglich ein zerknirschtes Herz, In wahrer Buße lebe; vor Dir erschein, herzlich bewein all meine Missetaten. Die Hände fein laß milde sein, dem Dürftigen zu raten.

Die Lust des Fleisches dämpf in mir, daß sie nicht überwinde, rechtschaffne Lieb und Lust zu Dir im Herzen mir entzünde, daß ich in Not bis in den Tod Dich und Dein Wort bekenne und mich kein Trutz noch Eigennutz von Deiner Wahrheit trenne.

Behüte mich vor Grimm und Zorn, mein Herz mit Sanftmut ziere; reiß aus den schnöden Hoffartsdorn, und mich zur Demut führe. Was sich noch find von alter Sünd, Durch Deinen Geist ausfege; gib daß allzeit Trost, Fried und Freud sich in mir Armen rege.

Johann Heermann 1630, LKG 249, 1-4 nach der Melodie “Was mein Gott will, das gscheh allzeit…” Antwerpen 1540.

Morgenlese

Ihr Kinder, seid gehorsam Euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Ehre Deinen Vater und Deine Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: »auf daß Dir’s wohlgehe und Du lange lebest auf Erden« 

Und Ihr Väter, reizt Eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn. 

Ihr Sklaven, seid gehorsam Euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt Eures Herzens, wie Ihr Christus gehorcht; nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen. 

Tut Euren Dienst mit gutem Willen als dem Herrn und nicht den Menschen; denn Ihr wisst: Was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen, er sei Sklave oder Freier. 

Und Ihr Herren, tut ihnen gegenüber das Gleiche und laßt das Drohen; denn Ihr wisst, daß Euer und Ihr Herr im Himmel ist, und bei ihm gilt kein Ansehen der Person. 

Epheser 6,1-9

Abendlese

Es begab sich aber nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.

Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst Du? Und warum senkst Du Deinen Blick? Ist’s nicht so: Wenn Du fromm bist, so kannst Du frei den Blick erheben. Bist Du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach Dir hat sie Verlangen; Du aber herrsche über sie. 

Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Laß uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 

Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist Dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? 

Er aber sprach: Was hast Du getan? Die Stimme des Blutes Deines Bruders schreit zu mir von der Erde. 

Und nun: Verflucht seist Du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und Deines Bruders Blut von Deinen Händen empfangen. Wenn Du den Acker bebauen wirst, soll er Dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst Du sein auf Erden. 

Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Schuld ist zu schwer, als daß ich sie tragen könnte.  Siehe, Du treibst mich heute vom Acker, und ich muß mich vor Deinem Angesicht verbergen und muß unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir’s gehen, daß mich totschlägt, wer mich findet. 

Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, der ihn fände.

1.Mose 4,3-15

Apologie der Augsburger Konfession IV,195-208

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten. (Psalm 28)

Kapelle in der Alten Lateinschule (18. Sonntag nach Trinitatis)

Wenn ich rufe zu Dir, HERR, mein Fels, so schweige mir nicht, daß ich nicht, wenn Du schweigst, gleich werde denen, die in die Grube fahren. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu Dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu Deinem heiligen Tempel. 

Raffe mich nicht hin mit den Gottlosen und Übeltätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten und haben Böses im Herzen. Gib ihnen nach ihrem Tun und nach ihren bösen Taten; gib ihnen nach den Werken ihrer Hände; vergilt ihnen, wie sie es verdienen. Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hände; darum wird er sie niederreißen und nicht wieder aufbauen. 

Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn traut mein Herz und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied. 

Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten.  Hilf Deinem Volk und segne Dein Erbe und weide und trage sie ewiglich! 

Psalm 28. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Herzlich lieb hab ich Dich, o Herr. Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit Deiner Güt und Gnaden. Die ganze Welt nicht freut mich, nach Himmel und Erd nicht frag ich, wenn ich nur Dich kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist Du doch mein Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden lass mich nimmermehr.

Es ist ja, Herr, Dein G’schenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ich’s brauch zum Lobe Dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir Dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ich’s trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot.

Ach Herr, laß Dein lieb Engelein an meinem End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen. Der Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruh bis zum Jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen Dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich. Ich will Dich preisen ewiglich.

Martin Schalling 1571 (LKG 229)

Morgenlese

Von der brüderlichen Liebe aber ist es nicht nötig, Euch zu schreiben. Denn Ihr selbst seid von Gott gelehrt, Euch untereinander zu lieben. Und das tut Ihr ja auch an allen Brüdern in ganz Makedonien.

Wir ermahnen Euch aber, daß Ihr darin noch vollkommener werdet, und Eure Ehre darein setzt, daß Ihr ein stilles Leben führt und das Eure schafft und mit Euren eigenen Händen arbeitet, wie wir Euch geboten haben, damit Ihr ehrbar wandelt vor denen, die draußen sind, und auf niemanden angewiesen seid. 

1.Thessalonicher 4,9-12

Abendlese

Denn das ist die Botschaft, die Ihr gehört habt von Anfang an, daß wir uns untereinander lieben sollen, nicht wie Kain, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder umbrachte. Und warum brachte er ihn um? Weil seine Werke böse waren und die seines Bruders gerecht. 

Wundert Euch nicht, Brüder, wenn Euch die Welt haßt. Wir wissen, daß wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer nicht liebt, der bleibt im Tod. Wer seinen Bruder haßt, der ist ein Mörder, und Ihr wißt, daß kein Mörder das ewige Leben bleibend in sich hat. 

 Daran haben wir die Liebe erkannt, daß Er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 

1.Johannes 3,11-18

Apologie der Augsburgische Konfession IV,180-194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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