Ich preise Dich, HERR; denn Du hast mich aus der Tiefe gezogen und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen. HERR, mein Gott, da ich schrie zu Dir, machtest Du mich gesund.
HERR, Du hast meine Seele aus dem Reich des Todes geführt; Du hast mich aufleben lassen unter denen, die in die Grube fuhren. Lobsinget dem HERRN, ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen! Denn sein Zorn währet einen Augenblick und lebenslang seine Gnade. Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude.
Ich aber sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken. Denn, HERR, durch Dein Wohlgefallen hattest Du mich auf einen starken Fels gestellt. Aber als Du Dein Antlitz verbargest, erschrak ich.
Zu Dir, HERR, rief ich und flehte zu meinem Gott. Was nützt Dir mein Blut, wenn ich zur Grube fahre? Wird Dir auch der Staub danken und Deine Treue verkündigen? HERR, höre und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer!
Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, Du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, daß ich Dir lobsinge und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will Dir danken in Ewigkeit.
Psalm 30. Ein Psalm Davids, ein Lied zur Einweihung des Tempels.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.
1.Petrus 1,3
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Erschienen ist der herrlich Tag, dran niemand g’nug sich freuen mag; Christ, unser Herr, heut triumphiert, seine Feind er all gefangen führt. Halleluja.
Die alte Schlang, die Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja.
Am Sabbat früh mit Spezerei kamen zum Grab Marien drei, daß sie salbten Marien Sohn, der vom Tod war erstanden schon. Halleluja.
“Wen sucht Ihr da?”, der Engel sprach, “Christ ist erstanden, der hie lag. Hie seht Ihr die Schweißtüchlein, geht hin, sagts bald den Jüngern sein.” Halleluja.
Der Jünger Furcht und Herzeleid heut wird verkehrt in eitel Freud; sobald sie nur den Herren sahn, verschwand ihr Trauern, Furcht und Zagn. Halleluja.
Nikolaus Herman 1560. (LkG 160,1-5)
Morgenlese
Aus diesem Grund erinnere ich Dich daran, daß Du erweckest die Gabe Gottes, die in Dir ist durch die Auflegung meiner Hände. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme Dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes. Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluß und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.
2.Timotheus 1,6-10
Abendlese
Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, daß Du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die Du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere Dich nicht, daß ich Dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und Du hörst sein Sausen wohl; aber Du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und Ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.
Johannes 3,1-11









