Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Hörversion dieser Andacht:
Wochenspruch aus Psalm 130,4
Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte.
Introitus Psalm 61. Von David, vorzusingen, beim Saitenspiel.
Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu Dir, denn mein Herz ist in Angst; Du wollest mich führen auf einen hohen Felsen.
Denn Du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Laß mich wohnen in Deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter Deinen Fittichen. Sela.
Denn Du, Gott, hörst meine Gelübde und gibst mir teil am Erbe derer, die Deinen Namen fürchten. Du wollest dem König langes Leben geben, daß seine Jahre währen für und für, daß er immer throne vor Gott.
Laß Güte und Treue ihn behüten! So will ich Deinem Namen lobsingen ewiglich, daß ich meine Gelübde erfülle täglich.
Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 227,8-14. Paul Speratus, 1524
Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt einen hellen Schein, wenn er die Werk nicht lasset; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist Du aus Gott geboren.
Es wird die Sünd durchs G’setz erkannt und schlägt das G’wissen nieder, das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht: „Nur kreuch zum Kreuz herzu, Im G’setz ist weder Rast noch Ruh Mit allen seinen Werken!“
Die Werk, die kommen g’wißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werke sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken.
Die Hoffnung wart’ der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen.
Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß Dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß Dir gewisser sein, und ob Dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch Dir nicht grauen.
Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutheit willen Gott Vater, Sohn, und Heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns ang’fangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name;
sein Reich zukomm; sein Will auf Erd g’scheh wie im Himmelsthrone; das täglich Brot noch heut uns werd; woll unsrer Schuld verschonen, wie wir auch unsern Schuldnern tun; laß uns nicht in Versuchung stehn; lös uns vom Übel. Amen.
1.Mose (Genesis) 4,1-16 (Kain und Abel)
Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mithilfe des HERRN. Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann.
Es begab sich aber nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.
Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst Du? Und warum senkst Du Deinen Blick? Ist’s nicht so: Wenn Du fromm bist, so kannst Du frei den Blick erheben. Bist Du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach Dir hat sie Verlangen; Du aber herrsche über sie.
Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Laß uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.
Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist Dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?
Er aber sprach: Was hast Du getan? Die Stimme des Blutes Deines Bruders schreit zu mir von der Erde. Und nun: Verflucht seist Du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und Deines Bruders Blut von Deinen Händen empfangen. Wenn Du den Acker bebauen wirst, soll er Dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst Du sein auf Erden.
Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Schuld ist zu schwer, als daß ich sie tragen könnte. Siehe, Du treibst mich heute vom Acker, und ich muß mich vor Deinem Angesicht verbergen und muß unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir’s gehen, daß mich totschlägt, wer mich findet.
Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, der ihn fände. So ging Kain hinweg von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseits von Eden, gegen Osten.
1.Mose (Genesis) 33,1-16 (Jakob und Esau)
Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er verteilte seine Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde und stellte die Mägde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern dahinter und Rahel mit Josef zuletzt. Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal zur Erde, bis er zu seinem Bruder kam.
Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte ihn, und sie weinten.
Und Esau hob seine Augen auf und sah die Frauen mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei Dir? Er antwortete: Es sind die Kinder, die Gott Deinem Knecht beschert hat. Und die Mägde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. Lea trat auch herzu mit ihren Kindern, und sie neigten sich vor ihm. Danach traten Josef und Rahel herzu, und sie neigten sich auch vor ihm.
Und Esau sprach: Was willst Du mit dem ganzen Lager, auf das ich gestoßen bin? Er antwortete: Daß ich Gnade fände vor meinem Herrn. Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte, was Du hast.
Jakob antwortete: Ach nein! Hab ich Gnade gefunden vor Dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah Dein Angesicht, als sähe ich Gottes Angesicht, und Du hast mich freundlich angesehen. Nimm doch meine Segensgabe an, die Dir gebracht wurde; denn Gott hat sie mir beschert, und ich habe von allem genug. So nötigte er ihn, daß er sie nahm.
Und Esau sprach: Laß uns aufbrechen und fortziehen; ich will mit Dir ziehen. Er aber sprach zu ihm: Mein Herr weiß, daß ich zarte Kinder bei mir habe, dazu säugende Schafe und Kühe; wenn sie auch nur einen Tag übertrieben würden, würde mir die ganze Herde sterben.
Mein Herr ziehe vor seinem Knechte her. Ich will gemächlich hintennach treiben, wie das Vieh und die Kinder gehen können, bis ich komme zu meinem Herrn nach Seïr. Esau sprach: So will ich doch bei Dir lassen etliche von meinen Leuten. Er antwortete: Ist das denn nötig? Laß mich nur Gnade vor meinem Herrn finden.
So zog Esau an jenem Tage wiederum seines Weges nach Seïr.
Schmalkaldische Artikel 3,III,27-40
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen
Luthers Morgensegen
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Luthers Abendsegen
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Der Friede des Herr sei mit Euch +
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.









