Der HERR ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind. (Psalm 97)

Rembrandt van Rijn: “Die Taufe des Eunuchen” (1626)

Der HERR ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind. Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind seines Thrones Stütze. Feuer geht vor ihm her und verzehrt ringsum seine Feinde. Seine Blitze erleuchten den Erdkreis, das Erdreich sieht es und erschrickt. 

Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher der ganzen Erde. Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit. Schämen sollen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Götzen rühmen. Betet ihn an, alle Götter! 

Zion hört es und ist froh, und die Töchter Juda sind fröhlich, weil Du, HERR, recht regierest. Denn Du, HERR, bist der Höchste über allen Landen, Du bist hoch erhöht über alle Götter. 

Die ihr den HERRN liebet, hasset das Arge! Der Herr bewahrt die Seelen seiner Heiligen; aus der Hand der Frevler wird er sie erretten. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den aufrichtigen Herzen. Ihr Gerechten, freut Euch des HERRN und danket ihm und preiset seinen heiligen Namen! 

Psalm 97

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1.Petrus 1,3

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Heut gehn wir aus Ägyptenland, aus Pharaonis Dienst und Band, und das recht Osterlämmelein, wir essen heut im Brot und Wein. Halleluja.

Auch essen wir die süßen Brot, die Mose Gottes Volk gebot, kein Sauerteig soll bei uns sein, daß wir leben von Sünden rein. Halleluja.

Der schlagend Engel vorübergeht, kein Erstgeburt er bei uns schlägt, unsrer Türschwelln hat Christi Blut, bestrichen, das hält uns in Hut. Halleluja.

Die Sonn, die Erd, all Kreatur, alls, was betrübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst darniederlag. Halleluja.

Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Halleluja fein und loben Dich, Herr Jesu Christ; zu Trost Du uns erstanden bist. Halleluja.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 160,10-14)

Morgenlese

Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. Und er stand auf und ging hin.

Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer und Mächtiger am Hof der Kandake, der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen! 

Da lief Philippus hin und hörte, daß er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst Du auch, was Du liest? Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet?

Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese: »Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.« 

Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte Dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? 

Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus. 

Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, daß ich mich taufen lasse? Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich.

Apostelgeschichte 8,26-39

Abendlese

Denn das ist die Botschaft, die Ihr gehört habt von Anfang an, daß wir uns untereinander lieben sollen, nicht wie Kain, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder umbrachte. Und warum brachte er ihn um? Weil seine Werke böse waren und die seines Bruders gerecht. 

Wundert Euch nicht, Brüder und Schwestern, wenn Euch die Welt haßt. Wir wissen, daß wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer nicht liebt, der bleibt im Tod. Wer seinen Bruder haßt, der ist ein Mörder, und Ihr wißt, daß kein Mörder das ewige Leben bleibend in sich hat.

Daran haben wir die Liebe erkannt, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm? 

Meine Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 

1.Johannes 3,11-18

Großer Katechismus 1,30-48 (1.Gebot verf)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + 

AmenAmen.

Posted in Quasimodogeniti | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment

J.S. Bach: “Halt im Gedächtnis Jesum Christ” (BWV 67)

Vatican FB

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate: “Halt im Gedächtnis Jesum Christ” (BWV 67) zum ersten Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti). Die Kantate wurde erstmalig am 16. April 1724 in Leipzig aufgeführt.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Halt im Gedächtnis Jesum Christ
  
1. Coro
Flauto traverso, Oboe d’amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auferstanden ist von den Toten.
  
2. Aria T
Oboe d’amore I, Violino I/II, Viola, Continuo
Mein Jesus ist erstanden,
Allein, was schreckt mich noch?
Mein Glaube kennt des Heilands Sieg,
Doch fühlt mein Herze Streit und Krieg,
Mein Heil, erscheine doch!
  
3. Recitativo A
Continuo
Mein Jesu, heißest du des Todes Gift
Und eine Pestilenz der Hölle:
Ach, dass mich noch Gefahr und Schrecken trifft!
Du legtest selbst auf unsre Zungen
Ein Loblied, welches wir gesungen:
  
4. Choral
Corno da tirarsi e Flauto traverso e Oboe d’amore e Violino I col Soprano, Oboe d’amore II e Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Erschienen ist der herrlich Tag,
Dran sich niemand gnug freuen mag:
Christ, unser Herr, heut triumphiert,
All sein Feind er gefangen führt.
Alleluja!
  
5. Recitativo A
Continuo
Doch scheinet fast,
Dass mich der Feinde Rest,
Den ich zu groß und allzu schrecklich finde,
Nicht ruhig bleiben lässt.
Doch, wenn du mir den Sieg erworben hast,
So streite selbst mit mir, mit deinem Kinde.
Ja, ja, wir spüren schon im Glauben,
Dass du, o Friedefürst,
Dein Wort und Werk an uns erfüllen wirst.
  
6. Aria B e Coro
Flauto traverso, Oboe d’amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Bass
Friede sei mit euch!
Sopran, Alt, Tenor
Wohl uns! Jesus hilft uns kämpfen
Und die Wut der Feinde dämpfen,
Hölle, Satan, weich!
Bass
Friede sei mit euch!
Sopran, Alt, Tenor
Jesus holet uns zum Frieden
Und erquicket in uns Müden
Geist und Leib zugleich.
Bass
Friede sei mit euch!
Sopran, Alt, Tenor
O Herr, hilf und lass gelingen,
Durch den Tod hindurchzudringen
In dein Ehrenreich!
Bass
Friede sei mit euch!
  
7. Choral
Corno da tirarsi e Flauto traverso e Oboe d’amore e Violino I col Soprano, Oboe d’amore II e Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Du Friedefürst, Herr Jesu Christ,
Wahr’ Mensch und wahrer Gott,
Ein starker Nothelfer du bist
Im Leben und im Tod:
Drum wir allein
Im Namen dein
Zu deinem Vater schreien.

BesetzungSoli: A T B, Coro: S A T B, Corno da tirarsi, Flauto traverso, Oboe d’amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit16. April 1724
Textunbekannter Dichter; 1: 2. Timotheus 2,8; 4: Nikolaus Herman 1560; 7: Jakob Ebert 1601
AnlassQuasimodogeniti

Hier eine Ausführung unter der Leitung von Karl Richter (1973/4)

Posted in J.S. Bach, Quasimodogeniti | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! (Psalm 96)

Vier Apostel (1526) von Albrecht Dürer (1472-1528) zu sehen in der Alten Pinakothek (München)

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! Singet dem HERRN und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil! Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern! 

Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, mehr zu fürchten als alle Götter. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Hoheit und Pracht sind vor ihm, Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.

Ihr Völker, bringet dar dem HERRN, bringet dar dem HERRN Ehre und Macht! Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens, bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden: Der HERR ist König.

Er hat den Erdkreis gegründet, daß er nicht wankt. Er richtet die Völker recht. Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich, das Meer brause und was darinnen ist; das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; jauchzen sollen alle Bäume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit. 

Psalm 96.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1.Petrus 1,3

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Der Jünger Furcht und Herzeleid wird heut verkehrt in eitel Freud; sobald sie nur den Herren sahn, verschwand ihr Trauern, Furcht und Zagn. Halleluja.

Der Herr hielt ein sehr freundlich Gespräch mit zweien Jüngern auf dem Weg; vor Freud das Herz im Leib ihn’ brannt, im Brotbrechen er ward erkannt. Halleluja.

Unser Simson, der treue Held, Christus, den starken Löwen fällt, der Höllen Pforten er hinträgt, dem Teufel all sein Gewalt erlegt. Halleluja.

Jonas im Wallfisch war drei Tag, so lang Christus im Grab auch lag: denn länger ihn der Tod kein Stund in seim Rachen behalten kunnt. Halleluja.

Sein Raub der Tod mußt fahren lan, das Leben siegt und gwann ihm an, zerstört ist nun all seine Macht. Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 160,5-9)

Morgenlese

So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. Und was Du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. 

Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu. Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft.

2.Timotheus 2,1-5

Abendlese

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. 

Es ist aber desto reicher geworden die Gnade unseres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. 

Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, daß Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. 

Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.

1.Timotheus 1,12-17

Großer Katechismus 1,16-29 (Erste Gebot verf)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + 

Posted in Quasimodogeniti | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

P. Wilhelm Löhe predigt am Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti)

Johannes Bugenhagen übt das Amt der Schlüssel aus (Rechter Flügel des Reformationsaltars von Lucas Cranach d.J., 1547) in St.Marien, Wittenberg.

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) von unseres Herrn Jesus Christi Friedensmission, die er an seine Apostel weitergibt, damit sein Friede bis an die Enden der Erde und auch zu uns komme wie vom heiligen Evangelisten Sankt Johannes im 20. Kapitel, die Verse 19-31 aufgeschrieben:

Hier vorgelesen:

Posted in Quasimodogeniti, Wilhelm Löhe Evangelienpostille | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Ich preise Dich, HERR (Psalm 30)

Fritz von Uhde – Christus und Nikodemus (ca.1886)

Ich preise Dich, HERR; denn Du hast mich aus der Tiefe gezogen und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen. HERR, mein Gott, da ich schrie zu Dir, machtest Du mich gesund. 

HERR, Du hast meine Seele aus dem Reich des Todes geführt; Du hast mich aufleben lassen unter denen, die in die Grube fuhren. Lobsinget dem HERRN, ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen! Denn sein Zorn währet einen Augenblick und lebenslang seine Gnade. Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude. 

Ich aber sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken. Denn, HERR, durch Dein Wohlgefallen hattest Du mich auf einen starken Fels gestellt. Aber als Du Dein Antlitz verbargest, erschrak ich. 

Zu Dir, HERR, rief ich und flehte zu meinem Gott. Was nützt Dir mein Blut, wenn ich zur Grube fahre? Wird Dir auch der Staub danken und Deine Treue verkündigen? HERR, höre und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer! 

Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, Du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, daß ich Dir lobsinge und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will Dir danken in Ewigkeit. 

Psalm 30. Ein Psalm Davids, ein Lied zur Einweihung des Tempels.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1.Petrus 1,3

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Erschienen ist der herrlich Tag, dran niemand g’nug sich freuen mag; Christ, unser Herr, heut triumphiert, seine Feind er all gefangen führt. Halleluja.

Die alte Schlang, die Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja.

Am Sabbat früh mit Spezerei kamen zum Grab Marien drei, daß sie salbten Marien Sohn, der vom Tod war erstanden schon. Halleluja.

“Wen sucht Ihr da?”, der Engel sprach, “Christ ist erstanden, der hie lag. Hie seht Ihr die Schweißtüchlein, geht hin, sagts bald den Jüngern sein.” Halleluja.

Der Jünger Furcht und Herzeleid heut wird verkehrt in eitel Freud; sobald sie nur den Herren sahn, verschwand ihr Trauern, Furcht und Zagn. Halleluja.

Nikolaus Herman 1560. (LkG 160,1-5)

Morgenlese

Aus diesem Grund erinnere ich Dich daran, daß Du erweckest die Gabe Gottes, die in Dir ist durch die Auflegung meiner Hände. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme Dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes. Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluß und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.

2.Timotheus 1,6-10

Abendlese

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, daß Du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die Du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere Dich nicht, daß ich Dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und Du hörst sein Sausen wohl; aber Du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und Ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.

Johannes 3,1-11

Großer Katechismus 1,1-15 (Das 1. Gebot)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Posted in Quasimodogeniti | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

1st Sunday after Easter: Quasimodogeniti (Dressed in white)

Majestas Domini (13. Jh.) Musée de Cluny, Paris

Blessed be the God and Father of our Lord Jesus Christ + By His great mercy He gave us new birth into a living hope through the resurrection of Jesus Christ from the dead.

1. Peter 1,3

Introit

I love the Lord because he heard my plea for mercy and listened to me.  As long as I live, I will call to him when I need help.  The ropes of death tightened around me, the snares of Sheol confronted me. I was confronted with trouble and sorrow. I called on the name of the Lord, “Please, Lord, rescue my life!” The Lord is merciful and fair; our God is compassionate. The Lord protects the untrained; I was in serious trouble and he delivered me. Rest once more, my soul, for the Lord has vindicated you.  Yes, Lord, you rescued my life from death, kept my eyes from tears and my feet from stumbling. I will serve the Lord in the land of the living. I will celebrate my deliverance and call on the name of the Lord.

Psalm 116:1-9.13

Collect for Quasimodogeniti

Almighty God, grant that we who have celebrated the Lord´s resurrection may by Your grace confess in our life and conversastion that Jesus is Lord and God; through the same Jesus Christ, Your Son, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.

Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 893.

Old Testament lesson (Sermon text)

“To whom can you compare me? Whom do I resemble?” says the Holy One.  Look up at the sky! Who created all these heavenly lights?  He is the one who leads out their ranks; he calls them all by name. Because of his absolute power and awesome strength, not one of them is missing.

Why do you say, Jacob, Why do you say, Israel, “The Lord is not aware of what is happening to me; My God is not concerned with my vindication”? Do you not know? Have you not heard? The Lord is an eternal God, the Creator of the whole earth. He does not get tired or weary; there is no limit to his wisdom.  

He gives strength to those who are tired; to the ones who lack power, he gives renewed energy. Even youths get tired and weary; even strong young men clumsily stumble. But those who wait for the Lord’s help find renewed strength; they rise up as if they had eagles’ wings, they run without growing weary, they walk without getting tired.   

Isaiah 40:25-31

Epistle

Blessed be the God and Father of our Lord Jesus Christ! By his great mercy he gave us new birth into a living hope through the resurrection of Jesus Christ from the dead, that is, into an inheritance imperishable, undefiled, and unfading. It is reserved in heaven for you, who by God’s power are protected through faith for a salvation ready to be revealed in the last time. This brings you great joy, although you may have to suffer for a short time in various trials. Such trials show the proven character of your faith, which is much more valuable than gold—gold that is tested by fire, even though it is passing away—and will bring praise and glory and honor when Jesus Christ is revealed. You have not seen him, but you love him. You do not see him now but you believe in him, and so you rejoice with an indescribable and glorious joy, because you are attaining the goal of your faith—the salvation of your souls.

1. Peter 1,3-9

The Holy Gospel

On the evening of that day, the first day of the week, the disciples had gathered together and locked the doors of the place because they were afraid of the Jewish leaders. Jesus came and stood among them and said to them, “Peace be with you.” When he had said this, he showed them his hands and his side. Then the disciples rejoiced when they saw the Lord. So Jesus said to them again, “Peace be with you. Just as the Father has sent me, I also send you.” And after he said this, he breathed on them and said, “Receive the Holy Spirit. If you forgive anyone’s sins, they are forgiven; if you retain anyone’s sins, they are retained.” Now Thomas (called Didymus), one of the twelve, was not with them when Jesus came. The other disciples told him, “We have seen the Lord!” But he replied, “Unless I see the wounds from the nails in his hands, and put my finger into the wounds from the nails, and put my hand into his side, I will never believe it!” Eight days later the disciples were again together in the house, and Thomas was with them. Although the doors were locked, Jesus came and stood among them and said, “Peace be with you!” Then he said to Thomas, “Put your finger here, and examine my hands. Extend your hand and put it into my side. Do not continue in your unbelief, but believe.” Thomas replied to him, “My Lord and my God!” Jesus said to him, “Have you believed because you have seen me? Blessed are the people who have not seen and yet have believed.” Now Jesus performed many other miraculous signs in the presence of the disciples, which are not recorded in this book. But these are recorded so that you may believe that Jesus is the Christ, the Son of God, and that by believing you may have life in his name.

John 20:19-31

Confession of the church

I
believe
in
one
God,
the
Father
Almighty,
maker
of
heaven
and
earth
and
of
all
things
visible
and
invisible.
And
in
one
Lord
Jesus
Christ,
the
only‐begotten
Son
of
God,
begotten
of
His
Father
before
all
 worlds,
God
of
God,
Light
of
Light,
very
God
of
very
God,
begotten,
not
made,
being
of
one
substance
with
the
Father,
by
whom
all
things
were
made;
who
for
us
men
and
for
our
salvation
came
down
from
heaven
and
was
incarnate
by
the
Holy
Spirit
of
the
virgin
Mary
and
was
made
man;
and
was
crucified
also
for
us
under
Pontius
Pilate.
He
suffered
and
was
 buried.
And
the
third
day
He
rose
again
according
to
the
Scriptures
and
ascended
into
heaven
and
sits
at
the
right
hand
of
the
Father.
And
He
will
come
again
with
glory
to
judge
both
the
living
and
the
dead,
whose
kingdom
will
have
no
end.
And
I
believe
in
the
Holy
Spirit,
the
Lord
and
giver
of
life,
who
proceeds
from
the
Father
and
the
Son,
who
with
the
Father
and
the
Son
together
is
worshiped
and
glorified,
who
spoke
by
the
prophets.
And
I
believe
in
one
holy
Christian
and
apostolic
Church
I
acknowledge
one
Baptism
for
the
remission
of
sins,
and
I
look
for
the
resurrection
of
the
dead
and
the
life
of
the
world
to
come.
Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

Jesus Christ our blessed savior, overcame death and hell. He lives forever ruling in our favor.  Kyrie eleison.  

He was born without sin, yet bore God´s burning wrath. He reconciled us, granting all God´s favor. Kyrie eleison.

Death, sin, life and free salvation – all are his to dispense; he draws us to him to save us by God´s favor. Kyrie eleison.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 157) translated by WW 2025.

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee: The Lord make his face shine upon Thee, and be gracious unto Thee: The Lord lift up his countenance upon Thee and give Thee peace.

Numbers 6,24-26 (4th Book of Moses)

Posted in Quasimodogeniti | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti: In weißen Kleidern)

Majestas Domini (13. Jh.) Musée de Cluny, Paris

Gelobet sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1. Petrus 1,3

Introitus

Das ist mir lieb, daß der HERR meine Stimme und mein Flehen hört. Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.

Stricke des Todes hatten mich umfangen, des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich! 

Der HERR ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut Dir Gutes.Denn Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.

Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt. Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner. Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut? Ich will den Kelch des Heils erheben und des HERRN Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk. 

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. Ach, HERR, ich bin ja Dein Knecht, ich bin Dein Knecht, der Sohn Deiner Magd; Du hast meine Bande zerrissen. Dir will ich Dankopfer bringen und des HERRN Namen anrufen. 

Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk in den Vorhöfen am Hause des HERRN, in Deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja! 

Psalm 116

Alttestamentliche Lesung (Predigttext)

Hebt Eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, daß nicht eins von ihnen fehlt. 

Warum sprichst Du denn, Jakob, und Du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber«? Weißt Du nicht? Hast Du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. 

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden. 

Jesaja 40,26-31

Meine Predigt:

Versikel

Christus hat dem Tode die Macht genommen, Halleluja, und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durchs Evangelium. Halleluja.

2. Timotheus 1,10b

Epistolische Lektion

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für Euch, die Ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit. 

Dann werdet Ihr Euch freuen, die Ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß Euer Glaube bewährt und viel kostbarer befunden werde als vergängliches Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.

Ihn habt Ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt Ihr an ihn, obwohl Ihr ihn nicht seht; Ihr werdet Euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn Ihr das Ziel Eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit. 

1. Petrus 1,3-9

Hallelujavers

Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Psalm 126,3 und Lukas 24,6a.34

Das heilige Evangelium

Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit Euch! 

Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. 

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit Euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich Euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! Welchen Ihr die Sünden erlaßt, denen sind sie erlassen; welchen Ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich’s nicht glauben. 

Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit Euch! 

Danach spricht er zu Thomas: Reiche Deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche Deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 

Spricht Jesus zu ihm: Weil Du mich gesehen hast, darum glaubst Du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Johannes 20,19-29

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Lied der Woche

Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand, ist auferstanden, die Sünd hat er gefangen. Kyrie eleison.

Der ohn Sünden war geboren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß Gott uns sein Huld gönnet. Kyrie eleison.

Tod, Sünd, Leben und auch Gnad, alls in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison.

Martin Luther 1524 (LKG 157)

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

Posted in Quasimodogeniti | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. (Psalm 108)

Maria Magdalena von Lucas Cranach d. Ä., 1525, Wallraf-Richartz-Museum, Köln.

Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele. Wach auf, Psalter und Harfe! Ich will das Morgenrot wecken. Ich will Dir danken, HERR, unter den Völkern, ich will Dir lobsingen unter den Leuten. Denn Deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und Deine Treue, so weit die Wolken gehen. 

Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Lande! Laß Deine Freunde errettet werden, dazu hilf mit Deiner Rechten und erhöre mich! 

Gott hat in seinem Heiligtum geredet: Ich will frohlocken; ich will Sichem verteilen und das Tal Sukkot ausmessen. Gilead ist mein, Manasse ist auch mein, und Ephraim ist der Schutz meines Haupts, Juda ist mein Fürst. Moab ist mein Waschbecken, ich will meinen Schuh auf Edom werfen, über die Philister will ich jauchzen. 

Wer wird mich führen in die feste Stadt? Wer wird mich nach Edom leiten? Wirst Du es nicht tun, Gott, der Du uns verstoßen hast, und ziehst nicht aus, Gott, mit unserm Heer? 

Schaff uns Beistand vor dem Feind; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde niedertreten. 

Psalm 108. Ein Lied. Ein Psalm Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Mit Freuden zart zu dieser Fahrt laßt uns zugleich fröhlich singen, beid, groß und klein, von Herzen rein mit hellem Ton frei erklingen. Das ewig Heil wird uns zuteil, denn Jesus Christ erstanden ist, welchs er läßt reichlich verkünden.

Er ist der Erst, der stark und fest all unsre Feind hat bezwungen und durch den Tod als wahrer Gott zum neuen Leben gedrungen, auch seiner Schar verheißen klar durch sein rein Wort, zur Himmelspfort desgleichen Sieg zu erlangen.

Singt Lob und Dank mit freiem Klang unserm Herrn zu allen Zeiten und tut sein Ehr je mehr und mehr mit Wort und Tat weit ausbreiten: so wird er uns aus Lieb und Gunst nach unserm Tod, frei aller Not, zur ewgen Freude geleiten.

Georg Vetter 1566 (LKG 161)

Morgenlese

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab hinein und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. 

Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst Du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. 

Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst Du? Wen suchst Du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast Du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast Du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! 

Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und Eurem Vater, zu meinem Gott und Eurem Gott. Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.

Johannes 20,11-18

Abendlese

Ich erinnere Euch aber, Brüder, an das Evangelium, das ich Euch verkündigt habe, das Ihr auch angenommen habt, in dem Ihr auch fest steht, durch das Ihr auch selig werdet, wenn Ihr’s so festhaltet, wie ich es Euch verkündigt habe; es sei denn, daß Ihr’s umsonst geglaubt hättet. 

Denn als Erstes habe ich Euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Daß Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und daß er begraben worden ist; und daß er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. 

Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt Ihr geglaubt.

1.Korinther 15,1-11

Einleitung zum Großen Katechismus 1-3,28

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Posted in Ostern | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

HERR, erhöre mein Gebet (Psalm 143)

Evangeliar Otto des III (Bayerische Staatsbibliothek, München)

HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um Deiner Treue willen, erhöre mich um Deiner Gerechtigkeit willen, und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor Dir ist kein Lebendiger gerecht. 

Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden, er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind. Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe. 

Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all Deine Taten und spreche von den Werken Deiner Hände. Ich breite meine Hände aus zu Dir, meine Seele dürstet nach Dir wie ein dürres Land. Sela. 

HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg Dein Antlitz nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. Laß mich am Morgen hören Deine Gnade; denn ich hoffe auf Dich.

Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach Dir. Errette mich, HERR, von meinen Feinden; zu Dir nehme ich meine Zuflucht. Lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen, denn Du bist mein Gott; Dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. 

HERR, erquicke mich um Deines Namens willen; führe mich aus der Not um Deiner Gerechtigkeit willen, und vernichte meine Feinde um Deiner Güte willen und bringe alle um, die mich bedrängen; denn ich bin Dein Knecht. 

Psalm 143. Ein Psalm Davids. Der 7. Bußpsalm.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand, ist auferstanden, die Sünd hat er gefangen. Kyrie eleison.

Der ohn Sünden war geboren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß Gott uns sein Huld gönnet. Kyrie eleison.

Tod, Sünd, Leben und auch Gnad, alls in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 157)

Morgenlese

Am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, daß der Stein vom Grab weggenommen war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus, und sie kamen zum Grab. Es liefen aber die beiden miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als Erster zum Grab, schaut hinein und sieht die Leinentücher liegen; er ging aber nicht hinein. 

Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Leinentücher liegen, und das Schweißtuch, das auf Jesu Haupt gelegen hatte, nicht bei den Leinentüchern, sondern daneben, zusammengewickelt an einem besonderen Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der als Erster zum Grab gekommen war, und sah und glaubte. 

Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müsste. Da gingen die Jünger wieder zu den anderen zurück. 

Johannes 20,1-10

Abendlese

Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach:

Ihr Männer, liebe Brüder, Ihr Söhne aus dem Geschlecht Abrahams und Ihr Gottesfürchtigen, uns ist das Wort dieses Heils gesandt. 

Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Oberen haben, weil sie Jesus nicht erkannten, die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, mit ihrem Urteil erfüllt. Und obwohl sie nichts an ihm fanden, das den Tod verdient hätte, baten sie doch Pilatus, ihn zu töten.  Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. 

Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten; und er ist an vielen Tagen denen erschienen, die mit ihm von Galiläa hinauf nach Jerusalem gegangen waren; die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk. 

Und wir verkündigen Euch die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, daß Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte; wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht: »Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt.« 

Daß er ihn aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt: »Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren.« 

Darum sagt er auch an einer andern Stelle: »Du wirst nicht zugeben, daß Dein Heiliger die Verwesung sehe.« Denn nachdem David den Menschen seiner Zeit gedient hatte, ist er nach dem Willen Gottes entschlafen und zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen. 

Der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen. So sei Euch nun kundgetan, Ihr Männer, liebe Brüder, daß Euch durch ihn Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin Ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt. 

Apostelgeschichte 13,16a.26-39

Großer Katechismus 1-2,6 Einleitung

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch +  AmenAmen

Posted in Ostern | Tagged , , , , , , | Leave a comment

Herr, Du bist unsre Zuflucht für und für. (Psalm 90)

Der Prophet Jona wird vom Fisch bei Ninive ausgespien, aus „Hortus Deliciarum“ der Herrad von Landsberg (um 1180)

Herr, Du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der Du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! 

Denn tausend Jahre sind vor Dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du läßest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt. 

Das macht Dein Zorn, daß wir so vergehen, und Dein Grimm, daß wir so plötzlich dahinmüssen. Denn unsre Missetaten stellst Du vor Dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor Deinem Angesicht. 

Darum fahren alle unsre Tage dahin durch Deinen Zorn, wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. 

Wer glaubt’s aber, daß Du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor Dir in Deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. 

HERR, kehre Dich doch endlich wieder zu uns und sei Deinen Knechten gnädig! Fülle uns frühe mit Deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem Du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. 

Zeige Deinen Knechten Deine Werke und Deine Herrlichkeit ihren Kindern. Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest Du fördern! 

Psalm 90. Ein Gebet des Mose, des Mannes Gottes.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

So feiern wir das hoh Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleucht unsre Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja.

Wir essen und leben wohl in rechten Osterfladen. Der alte Sauerteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Koste sein und speisen die Seel allein; der Glaub will keins andern leben. Halleluja.

Dr. Martin Luther 1524 nach dem mittelalterlichen “Vicitmae paschali laudes” des Wipo von Burgund vor 1048 und dem vorreformatorischen Liede “Christ ist erstanden”. (LKG 156,6-7)

Morgenlese

Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen.

Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches und sprach: Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir. Ich schrie aus dem Rachen des Todes, und Du hörtest meine Stimme. 

Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, daß die Fluten mich umgaben. Alle Deine Wogen und Wellen gingen über mich, daß ich dachte, ich wäre von Deinen Augen verstoßen, ich würde Deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. 

Wasser umgaben mich bis an die Kehle, die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt. Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich.

Aber Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott! 

Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu Dir in Deinen heiligen Tempel. Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade. Ich aber will mit Dank Dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen. Hilfe ist bei dem HERRN. 

Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land. 

Jona 2,1-11

Abendlese

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 

Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich Euch befohlen habe.

Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende. 

Matthäus 28,16-20

Kleiner Katechismus: Abendmahl und Haustafel

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

Posted in Ostern | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment