
Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf – so sage Israel –, sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht überwältigt. Die Pflüger haben auf meinem Rücken geackert und ihre Furchen lang gezogen. Der HERR, der gerecht ist, hat der Frevler Stricke zerhauen.
Ach daß zuschanden würden und zurückwichen alle, die Zion hassen! Ach daß sie würden wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe man es ausrauft, mit dem der Schnitter seine Hand nicht füllt noch der Garbenbinder seinen Arm; und keiner, der vorübergeht, soll sprechen: Der Segen des HERRN sei über Euch!
Wir segnen Euch im Namen des HERRN.
Psalm 129. Ein Wallfahrtslied.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.
Psalm 33,12
Lied des Tages
Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen; Gott walt’s zu Frommen nach seim Wohlgefallen, daß wir uns legen, in sein G’leit und Segen der Ruh zu pflegen.
Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister; halt die Nachtwach gern, sei selbst unser Schutzherr; schirm beid, Leib und Seel, unter Deine Flügel; send uns Dein Engel.
Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufwachen und von Dir nicht wanken. Laß uns mit Züchten unser Tun und Dichten zu Deim Preis richten.
Pfleg auch der Kranken durch Deinen Geliebten; hilf den Gefangnen; tröste die Betrübten; pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder; des Feinds Neid hinder.
Denn wir kein ander Zuflucht können haben als zu Dir, o Herr, in dem Himmel droben. Du verläßt keinen, gibst acht auf die Deinen, die Dich recht meinen.
Vater, Dein Name werd von uns gepreiset, Dein Reich zukomme, Dein Will werd beweiset, frist unser Leben, wollst die Schuld vergeben, erlös uns. Amen.
Petrus Herbert 1566; Strophe 5: Missourisches Gesangbuch 1847. (LKG 294)
Morgenlese
Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand; die waren beschrieben auf beiden Seiten, vorn und hinten waren sie beschrieben. Und Gott hatte sie selbst gemacht, und die Schrift war Gottes Schrift, eingegraben in die Tafeln.
Als nun Josua das Geschrei des Volks hörte, sprach er zu Mose: Es ist ein Kriegsgeschrei im Lager. Er antwortete: Es ist kein Geschrei wie bei einem Sieg, und es ist kein Geschrei wie bei einer Niederlage, ich höre Geschrei wie beim Tanz.
Als Mose aber nahe zum Lager kam und das Kalb und das Tanzen sah, entbrannte sein Zorn, und er warf die Tafeln aus der Hand und zerbrach sie unten am Berge und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es im Feuer und zermalmte es zu Pulver und streute es aufs Wasser und gab’s den Israeliten zu trinken.
Und er sprach zu Aaron: Was hat Dir dies Volk getan, daß Du eine so große Sünde über sie gebracht hast? Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht entbrennen. Du weißt, daß dies Volk böse ist. Sie sprachen zu mir: Mache uns Götter, die vor uns hergehen; denn wir wissen nicht, was mit diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat. Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiße es ab und gebe es mir. Und ich warf es ins Feuer, und daraus ist dieses Kalb geworden.
Am nächsten Morgen sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht Sühne erwirken kann für Eure Sünde. Als nun Mose wieder zu dem HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus Deinem Buch, das Du geschrieben hast.
Der HERR sprach zu Mose: Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir gesündigt hat. So geh nun hin und führe das Volk, wohin ich Dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor Dir hergehen. Ich werde aber ihre Sünde heimsuchen, wenn meine Zeit heimzusuchen gekommen ist. Und der HERR schlug das Volk, weil sie sich das Kalb gemacht hatten, das Aaron angefertigt hatte.
2.Mose 32,15-24.30-35
Abendlese
Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte… So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen:
Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt Euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für Eure Söhne Frauen und gebt Eure Töchter Männern, daß sie Söhne und Töchter gebären; mehrt Euch dort, daß Ihr nicht weniger werdet.
Suchet der Stadt Bestes, dahin ich Euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s Euch auch wohl.
Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst Euch durch die Propheten, die bei Euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen! Denn sie weissagen Euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.
Jeremia 29,1.4-9









