Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. (Psalm 106,1-23)

Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen und sein Lob genug verkündigen?Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht! 

HERR, gedenke meiner nach der Gnade, die Du Deinem Volk verheißen hast; erweise an uns Deine Hilfe, daß wir sehen das Heil Deiner Auserwählten und uns freuen, daß es Deinem Volke so gut geht, und uns rühmen mit denen, die Dein Eigen sind. Wir haben gesündigt samt unsern Vätern, wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen. 

Unsre Väter in Ägypten wollten Deine Wunder nicht verstehen. Sie gedachten nicht an Deine große Güte und waren ungehorsam am Meer, am Schilfmeer. Er aber half ihnen um seines Namens willen, daß er kundtue seine Macht. Er schalt das Schilfmeer, da wurde es trocken, und führte sie durch die Tiefen wie durch trockenes Land und half ihnen aus der Hand dessen, der sie haßte, und erlöste sie von der Hand des Feindes. 

Und die Wasser bedeckten ihre Widersacher, daß nicht einer übrig blieb. Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob. Aber sie vergaßen bald seine Werke, sie warteten nicht auf seinen Rat. Und sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde. Er aber gab ihnen, was sie erbaten, und sandte ihnen eine Plage. 

Und sie empörten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HERRN. Die Erde tat sich auf und verschlang Datan und deckte zu die Rotte Abirams, und Feuer wurde unter ihrer Rotte angezündet, die Flamme verbrannte die Frevler. 

Sie machten ein Kalb am Horeb und beteten das gegossene Bild an und tauschten die Herrlichkeit Gottes gegen das Bild eines Ochsen, der Gras frisst. Sie vergaßen Gott, ihren Heiland, der so große Dinge in Ägypten getan hatte, Wunder im Lande Hams und schreckliche Wunder am Schilfmeer. 

Und er gedachte, sie zu vertilgen, wäre nicht Mose gewesen, sein Auserwählter; der trat vor ihm in die Bresche, seinen Grimm abzuwenden, daß er sie nicht verderbe.

Psalm 106,1-23

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ach Jesu mein, was große Pein hast Du für uns gelitten! In Angst und Not bis in den Tod hast Du für uns gestritten.

Der blutig Schweiß wird Dir so heiß, die Geißeln Dich zerschlagen; die Dornenkron ist jetzt der Lohn, den Du davongetragen.

Des Kreuzes Last erdrückt Dich fast, fällst oft darunter nieder. Da heftet man mit Nägeln an Dir Deine heiligen Glieder.

Drei ganze Stund, bloß und verwundt, hängst Du in größten Schmerzen. Ach Jesu mein, wie muß dem sein, der dies nimmt recht zu Herzen!

Bregenz 1659 (LKG 142)

Morgenlese

Im Anfang der Herrschaft Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah dies Wort vom HERRN: So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige denen, die aus allen Städten Judas hereinkommen, um anzubeten im Hause des HERRN, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tu nichts davon weg, ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege, damit mich auch reuen möge das Übel, das ich gedenke, ihnen anzutun um ihrer bösen Taten willen. 

Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Werdet ihr mir nicht gehorchen und nicht nach meiner Weisung wandeln, die ich euch vorgelegt habe, und nicht hören auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, die ich immer wieder zu euch gesandt habe und auf die ihr doch nicht hören wolltet, so will ich’s mit diesem Hause machen wie mit Silo und will diese Stadt zum Fluchwort machen bei allen Völkern auf Erden. 

Und die Priester, Propheten und alles Volk hörten Jeremia, dass er solche Worte redete im Hause des HERRN. Da nun Jeremia alles gesagt hatte, was ihm der HERR befohlen hatte, allem Volk zu sagen, ergriffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk und sprachen: Du musst sterben! Warum weissagst du im Namen des HERRN: »Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüst werden, dass niemand mehr darin wohnt«? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HERRN wider Jeremia.

Als das die Oberen von Juda hörten, gingen sie aus des Königs Hause hinauf ins Haus des HERRN und setzten sich an den Eingang des neuen Tors am Hause des HERRN. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Oberen und allem Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt gegen diese Stadt, wie ihr mit eigenen Ohren gehört habt. 

Aber Jeremia sprach zu allen Oberen und zu allem Volk: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dies alles, was Ihr gehört habt, weissagen sollte gegen dies Haus und gegen diese Stadt. So bessert nun Eure Wege und Euer Tun und gehorcht der Stimme des HERRN, Eures Gottes, so wird den HERRN auch gereuen das Übel, das er gegen Euch geredet hat. Ich aber, seht, ich bin in Eurer Hand; macht mit mir, wie es Euch gut und recht dünkt. Doch sollt Ihr wissen: Wenn Ihr mich tötet, so werdet Ihr unschuldiges Blut auf Euch laden, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HERR hat mich zu Euch gesandt, daß ich dies alles vor Euren Ohren reden soll.

Jeremia 26,1-15

Abendlese

Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Wesen und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. 

Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen, und sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast sie unserm Gott zu einem Königreich und zu Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.

Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Wesen und um die Ältesten her, und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und vieltausendmal tausend; die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob. 

Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vier Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an. 

Offenbarung 5,6-14

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel Einleitung 1-15

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Lätare (4. Sonntag in den Fasten)

Aschauer Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“

Freuet Euch mit Jerusalem und seid fröhlich alle, die Ihr sie lieb habt. Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom.

Jesaja 66,10.12

Introitus

Wie lieblich sind Deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – Deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen; die loben Dich immerdar. Sela.

Wohl den Menschen, die Dich für ihre Stärke halten und von Herzen Dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela.

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh an das Antlitz Deines Gesalbten! Denn ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf Dich verlässt!

Psalm 84,2-13

Kollekte

Du hast, reicher Gott, Dein hungerndes Volk in der Wüste gesättigt: Laß auch uns keine Mangel haben an Nahrung für Leib und Seele. Darum bitten wir Dich durch Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist gerühmt wird von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Gottesdienstbuch. Berlin, 1999: S.303

Alttestamentliche Lesung

Ich habe Dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich Dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor Dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich Deiner erbarmen, spricht der HERR, Dein Erlöser.

Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, daß die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, daß ich nicht mehr über Dich zürnen und Dich nicht mehr schelten will.

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von Dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, Dein Erbarmer.

Jesaja 54, 7-10

Epistel

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.

Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.

2.Korinther 1,3-7

Evangelium

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen’s Jesus.

Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12, 20-24

Der christliche Glaube

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unsrer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche.

Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Amen.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Graduallied dieser Woche

Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier: Ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange und verlangt nach Dir! Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer Dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebers werden.

Unter Deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß den Satan wettern, laß die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken.

Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in Acht, Erd und Abgrund muß verstummen, ob sie noch so brummen.

Weg mit allen Schätzen; Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, Ihr eitlen Ehren, ich mag Euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesus scheiden.

Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst Du nicht. Gute Nacht, Ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, Du Stolz und Pracht; Dir sei ganz, Du Lasterleben, gute Nacht gegeben.

Weicht, Ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Zucker sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst Du auch im Leide, Jesu, meine Freude.

Johann Franck 1650 (LKG 236)

Predigt

Freuet Euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die Ihr sie liebhabt!

Freuet Euch mit ihr, alle, die Ihr über sie traurig gewesen seid. Denn nun dürft Ihr saugen und Euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und Euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust. 

Denn so spricht der HERR: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet Ihr saugen, auf dem Arm wird man Euch tragen und auf den Knien Euch liebkosen. 

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, Ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.  Ihr werdet es sehen und Euer Herz wird sich freuen, und Euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden. 

Jesaja 66,10-14

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden +

4. Mose 6,24-26

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Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs! (Psalm 81)

Unser Herr und Heiland für uns erhöht auf dem Kreuz von Golgotha (Lucas Cranach d.J. 1547)

Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs! Stimmt an den Gesang und lasst hören die Pauken, liebliche Zithern und Harfen! Blaset am Neumond die Posaune, am Vollmond, am Tag unsres Festes! Denn das ist eine Satzung für Israel und eine Ordnung des Gottes Jakobs.

Das hat er zum Zeugnis gesetzt für Josef, als Er auszog wider Ägyptenland. Eine Sprache höre ich, die ich bisher nicht kannte: »Ich habe ihre Schultern von der Last befreit, und ihre Hände wurden den Tragkorb los. Als Du mich in der Not anriefst, half ich Dir heraus und antwortete Dir aus Wolke und Donner und prüfte Dich am Haderwasser. Sela. 

Höre, mein Volk, ich will Dich ermahnen. Israel, Du sollst mich hören! Kein andrer Gott sei unter Dir, und einen fremden Gott sollst Du nicht anbeten! Ich bin der HERR, Dein Gott, der Dich aus Ägyptenland geführt hat: Tu Deinen Mund weit auf, laß mich ihn füllen! Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mich nicht. So hab ich sie dahingegeben in die Verstocktheit ihres Herzens, daß sie wandeln nach eigenem Rat. 

Wenn doch mein Volk mir gehorsam wäre und Israel auf meinem Wege ginge! Dann wollte ich seine Feinde bald demütigen und meine Hand gegen seine Widersacher wenden! Und die den HERRN hassen, müssten sich vor ihm beugen, aber Israels Zeit würde ewiglich währen, und ich würde es mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sättigen.« 

Psalm 81. Von Asaf, vorzusingen, auf der Gittit.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Fünf Brünnlein sind, daraus mir rinnt Fried, Freud, Heil, Trost und Leben; in Angst und Not bis in der Tod mir solche Labsal geben.

Der Quell Du bist, Herr Jesu Christ, die Brünnlein Deine Wunden; daraus ich mich lab inniglich in heißen Kreuzesstunden.

O Gottes Lamm, o Liebesflamm, o meiner Seelen Freude! Nimm hin die Sünd, das Herz entzünd, daß mich von Dir nichts scheide.

So werde ich recht seliglich den Lebenslauf vollbringen, und fröhlich hier, o Gott, mit Dir
das Consummatum singen.

Breslau 1644. LKG 136

Morgenlese

Denn ich meine, Gott hat uns Apostel als die Allergeringsten hingestellt, wie zum Tode Verurteilte. Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. Wir sind Narren um Christi willen, Ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, Ihr aber stark; Ihr herrlich, wir aber verachtet.

Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst, sind nackt und werden geschlagen und haben keine sichere Stätte und mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Schmäht man uns, so segnen wir; verfolgt man uns, so dulden wir’s; verlästert man uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute.

Nicht um Euch zu beschämen, schreibe ich dies; sondern ich ermahne Euch als meine lieben Kinder. Denn wenn Ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt Ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe Euch gezeugt in Christus Jesus durch das Evangelium. Darum ermahne ich Euch: Folgt meinem Beispiel!

1.Korinther 4,9-16

Abendlese

Seid so unter Euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: 

Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. 

Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. 

Philipper 2,5-11

Bekenntnislese Apologie 28,12-27 (Von der Kirchen Gewalt)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Ein Berg Gottes ist Baschans Gebirge (Psalm 68,16a)

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus (Codex Egberti, um 985 A.D.)

Ein Berg Gottes ist Baschans Gebirge, ein Gebirge, reich an Gipfeln, ist Baschans Gebirge. Was seht ihr scheel, ihr Berge, Ihr Gipfel, auf den Berg, wo es Gott gefällt zu thronen? Ja, dort bleibt der HERR immerdar. Gottes Wagen sind vieltausendmal tausend; der Herr ist unter ihnen, der vom Sinai ist im Heiligtum. 

Du bist aufgefahren zur Höhe und führtest Gefangne gefangen, Du hast Gaben empfangen von Menschen – auch von Abtrünnigen –, auf dass Gott der HERR daselbst wohne. Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela. 

Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN, einen Herrn, der vom Tode errettet. Ja, Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmettern, den Schädel derer, die da fortfahren in ihrer Sünde. Der Herr hat gesagt: Aus Baschan will ich sie wieder holen, aus der Tiefe des Meeres will ich sie holen, daß Du deinen Fuß im Blut der Feinde badest und Deine Hunde es lecken. 

Man sieht, Gott, wie Du einherziehst, wie du, mein Gott und König, einherziehst im Heiligtum. Die Sänger gehen voran, danach die Spielleute inmitten der Mädchen, die da Pauken schlagen. »Lobet Gott in den Versammlungen, den HERRN, Ihr vom Brunnen Israels.« Benjamin, der Jüngste, geht ihnen voran, dann die Fürsten Judas mit ihren Scharen, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naftalis. 

Biete auf, Gott, deine Macht, die Macht, Gott, die Du an uns bewiesen hast von Deinem Tempel her; um Jerusalems willen werden dir Könige Geschenke bringen. Bedrohe das Tier im Schilf, die Rotte der Stiere unter den Kälbern, den Völkern, die da zertreten um des Silbers willen. Zerstreue die Völker, die gerne Krieg führen. Aus Ägypten werden Gesandte kommen; Kusch wird seine Hände ausstrecken zu Gott. Ihr Königreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem Herrn! Sela. 

Er fährt einher durch die Himmel, die von Anbeginn sind. Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, eine gewaltige Stimme. Gebt Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist über Israel und seine Macht in den Wolken. Zu fürchten bist Du, Gott, in Deinem Heiligtum.  Er ist Israels Gott. Er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott! 

Psalm 68,16-35

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wir danken Dir, Herr Jesu Christ, daß Du für uns gestorben bist und hast uns durch Dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut.

Und bitten Dich, wahr Mensch und Gott, durch Dein heilig fünf Wunden rot: erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not.

Behüt uns auch vor Sünd und Schand, und reich uns Dein allmächtig Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten Deiner schweren Pein.

Und schöpfen draus die Zuversicht, daß Du uns werdst verlassen nicht,
sondern ganz treulich bei uns stehn, bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn.

Christoph Fischer 1589 (LKG 134)

Morgenlese

Und Jesus machte sich auf aus der Synagoge und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter lag in hohem Fieber, und sie baten ihn für sie. Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie. Und sogleich stand sie auf und diente ihnen. 

Und als die Sonne untergegangen war, brachten alle ihre Kranken mit mancherlei Leiden zu ihm. Und er legte einem jeden die Hände auf und machte sie gesund. Von vielen fuhren auch die Dämonen aus, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, daß er der Christus war. 

Als es aber Tag wurde, ging er hinaus an eine einsame Stätte; und die Menge suchte ihn, und sie kamen zu ihm und wollten ihn festhalten, damit er nicht von ihnen ginge. Er sprach aber zu ihnen: Ich muß auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. Und er predigte in den Synagogen des jüdischen Landes. 

Lukas 4,38-44

Abendlese

Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, daß seine Stunde gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 

Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, daß er ihn verriete; Jesus aber wusste, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging – da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. 

Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, Du wäschst mir die Füße?Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst Du jetzt nicht; Du wirst es aber hernach erfahren. 

Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst Du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich Dich nicht wasche, so hast Du kein Teil an mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wusste, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. 

Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst Ihr, was ich Euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. Wenn nun ich, Euer Herr und Meister, Euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch Ihr Euch untereinander die Füße waschen. 

Denn ein Beispiel habe ich Euch gegeben, damit Ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Gesandte nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn Ihr dies wisst – selig seid Ihr, wenn Ihr’s tut. 

Johannes 13,1-17

Bekenntnislese Apologie XXVIII,1-11

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. (Psalm 50)

Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressendes Feuer geht vor ihm her und um ihn her ein gewaltiges Wetter. Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle: »Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.« Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter. Sela. 

»Höre, mein Volk, lass mich reden; Israel, ich will wider Dich zeugen: Ich, Gott, bin Dein Gott. Nicht Deiner Opfer wegen klage ich Dich an – sind doch Deine Brandopfer immer vor mir. Ich will von Deinem Hause Stiere nicht nehmen noch Böcke aus Deinen Ställen. Denn alles Wild im Walde ist mein und die Tiere auf den Bergen zu Tausenden. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen; und was sich regt auf dem Felde, ist mein. Wenn mich hungerte, wollte ich Dir nicht davon sagen; denn der Erdkreis ist mein und alles, was darauf ist. Meinst Du, daß ich Fleisch von Stieren essen wolle oder Blut von Böcken trinken? 

Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde, und rufe mich an in der Not, so will ich Dich erretten, und du sollst mich preisen.« 

Aber zum Frevler spricht Gott:  »Was redest Du von meinen Geboten und nimmst meinen Bund in Deinen Mund, da Du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter Dich? Wenn Du einen Dieb siehst, so läufst Du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Deinen Mund läßest Du Böses reden, und Deine Zunge treibt Falschheit. Du sitzest und redest wider Deinen Bruder; Deiner Mutter Sohn verleumdest Du. Das tust Du und ich schweige; da meinst Du, ich sei so wie Du. Aber ich will Dich zurecht-weisen und es Dir vor Augen stellen. 

Begreift es doch, die Ihr Gott vergesset, dass ich nicht hinraffe, und kein Retter ist da! Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.« 

Psalm 50. Ein Psalm Asafs.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Einer ist’s, an dem wir hangen, der für uns in den Tod gegangen und uns erkauft mit seinem Blut. Unsre Leiber, unsre Herzen gehören Dir, o Mann der Schmerzen; in Deiner Liebe ruht sich’s gut. Nimm uns zum Eigentum, bereite Dir zum Ruhm Deine Kinder. Verbirg uns nicht das Gnadenlicht von Deinem heilgen Angesicht.

Nicht wir haben Dich erwählet, Du selbst hast unsre Zahl gezählet nach Deinem ewgen Gnadenrat; unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von Dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, Dir nach und trägt mit Ehren Deine Schmach.

O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in Deines Vaters Haus. Wohl dem, den Deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit.

Albert Knapp 1824 (LKG 67)

Morgenlese

Es erhob sich auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte gelten sollte. Er aber sprach zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter Euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener. 

Denn wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist’s nicht der, der zu Tisch sitzt? Ich aber bin unter Euch wie ein Diener. Ihr aber seid’s, die Ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und wie mir mein Vater das Reich bestimmt hat, so bestimme ich für Euch, daß ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Lukas 22,24-30

Abendlese

Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. 

Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.

Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh zu dem Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche Dich!

Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. Die Nachbarn nun und die, die ihn zuvor als Bettler gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sprachen: Er ist’s; andere: Nein, aber er ist ihm ähnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin’s. 

Johannes 9,1-11

Bekenntnislese Apologie XXVII,58-70

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Der 2. Artikel: Von der Erlösung

Rückwand des Reformationsaltars (St.Marien, Lutherstadt Wittenberg: 1547) von Lucas Cranach d.J

Wir glauben auch an Jesus Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den Heilgen Geist im Glauben; für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott.

Dr. Martin Luther “Das deutsche Patrem” 1524 (LKG 4, 2)

Dr. Martin Luther im Kleinem Katechismus über den christlichen Glauben wie es für die evangelisch-lutherische Kirchen und Schulen des Königreichs Hannover (1862) im 3.Buch (S. 86-99) übernommen wurde und hier vorgelesen wird.

Hier Dr.Martin Luthers Erklärung der Erlösung im 2. Artikel seines Großen Katechismus BSLK 650ff

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Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln (Psalm 37,25ff)

Die Wartburg (Thüringen)

Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln. Er ist allezeit barmherzig und leiht gerne, und seine Nachkommen werden zum Segen sein. Laß ab vom Bösen und tue Gutes, so bleibst Du wohnen immerdar. Denn der HERR hat das Recht lieb und verlässt seine Heiligen nicht. Ewiglich werden sie bewahrt, aber das Geschlecht der Frevler wird ausgerottet. Die Gerechten werden das Land ererben und darin wohnen allezeit. 

Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, und seine Zunge redet das Recht. Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Tritte gleiten nicht. Der Frevler lauert dem Gerechten auf und sucht ihn zu töten. Aber der HERR läßt ihn nicht in seiner Hand und verdammt ihn nicht, wenn er verurteilt wird. 

Harre auf den HERRN und halte Dich auf seinem Weg, so wird er Dich erhöhen, daß Du das Land erbest; Du wirst es sehen, dass die Frevler ausgerottet werden. Ich sah einen Frevler, der pochte auf Gewalt und machte sich breit und grünte wie eine Zeder. Da man vorüberging, siehe, da war er dahin. Ich fragte nach ihm; doch ward er nirgends gefunden. 

Bleibe fromm und halte Dich recht; denn einem solchen wird es zuletzt wohlgehen. Die Übertreter aber werden allesamt vertilgt, und die Frevler werden zuletzt ausgerottet. Aber der HERR hilft den Gerechten, er ist ihre Stärke in der Not. Und der HERR wird ihnen beistehen und sie erretten; er wird sie von den Frevlern erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn. 

Psalm 37,24-40

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ehre sei Dir, Christe, der Du littest Not, an dem Stamm des Kreuzes für uns bittern Tod,
 herrschest mit dem Vater in der Ewigkeit:
 hilf uns armen Sündern zu der Seligkeit.
 Kyrie eleison,
Christe eleison,
Kyrie eleison.

Nach dem Gesang “Laus tibi Christe” (14.Jhd) 1560. LKG 131

Morgenlese

Und da Ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt Euer Leben in Gottesfurcht, solange Ihr hier in der Fremde weilt; denn Ihr wisst, daß Ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von Eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. 

Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um Euretwillen, die Ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodaß Ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.

Habt Ihr Eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungeheuchelter Bruderliebe, so habt Euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen. Denn Ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. 

1.Petrus 1,17-23

    Abendlese

    Darum umgürtet Eure Lenden und stärkt Euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die Euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 

    Als gehorsame Kinder gebt Euch nicht den Begierden hin, in denen Ihr früher in Eurer Unwissenheit lebtet; sondern wie der, der Euch berufen hat, heilig ist, sollt auch Ihr heilig sein in Eurem ganzen Wandel. 

    Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.«

    1.Petrus 1,13-16

    Bekenntnislese Apologie 27,45-57 f(Klostergelübde)

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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    P. Wilhelm Löhe predigt an Okuli (Lukas 11,14-28)

    Pastor Johan Konrad Wilhelm Löhe (1850)

    Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am dritten Sonntag in den Fasten (Okuli) über die Heilung des Stummen und der Seligpreisung einer Zuhörerin beim Sieg Jesu über den Teufel wie der heilige Evangelist Sankt Lukas 11,14-28 berichtet. Unser Herr Jesus Christus verspricht: “Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren!”

    Vorgelesen zum Mithören:

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    J.S. Bach: “Widerstehe doch der Sünde” (BWV 54)

    Johann Sebastian Bach (1746) von Elias Gottlob Haußmann (1695-1774) im Alten Rathaus (Leipzig)

    Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die kurze Kantate BWV 54: “Widerstehe doch der Sünde” (BWV 54).

    Der Text dank Walter F. Bischof (U Alberta):

    Widerstehe doch der Sünde
      
    1. Aria A
    Violino I/II, Viola I/II, Continuo
    Widerstehe doch der Sünde,
    Sonst ergreifet dich ihr Gift.
        Lass dich nicht den Satan blenden;
        Denn die Gottes Ehre schänden,
        Trifft ein Fluch, der tödlich ist.
      
    2. Recitativo A
    Continuo
    Die Art verruchter Sünden
    Ist zwar von außen wunderschön;
    Allein man muss
    Hernach mit Kummer und Verdruss
    Viel Ungemach empfinden.
    Von außen ist sie Gold;
    Doch, will man weiter gehn,
    So zeigt sich nur ein leerer Schatten
    Und übertünchtes Grab.
    Sie ist den Sodomsäpfeln gleich,
    Und die sich mit derselben gatten,
    Gelangen nicht in Gottes Reich.
    Sie ist als wie ein scharfes Schwert,
    Das uns durch Leib und Seele fährt.
      
    3. Aria A
    Violino I/II, Viola I/II, Continuo
    Wer Sünde tut, der ist vom Teufel,
    Denn dieser hat sie aufgebracht.
        Doch wenn man ihren schnöden Banden
        Mit rechter Andacht widerstanden,
        Hat sie sich gleich davongemacht.

    Hier eine Aufnahme mit Marga Höffgen aus dem Jahre 1961 und mehr zum Hintergrund der kurzen Kantate, die zur Epistel des Sonntags Okuli paßt.

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    Die Himmel erzählen die Ehre Gottes (Psalm 19)

    Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn. Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen. 

    Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim. Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn. 

    Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben von großer Missetat. Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes / und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser. 

    Psalm19. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

    Lukas 9,62

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile mit Hülf und Rettung uns erscheine; steure Dein Feinden, ihre Blutgerichte mache zu nichte.

    Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; Alles was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder.

    Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Polizei gewähre, Friede dem Herzen, friede dem Gewissen, gib zu genießen.

    Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o Du Wächter Deiner armen Heerde, Himmel und Erde.

    Matthäus Apelles von Löwenstern, 1644 (LKG 58)

    Morgenlese

    Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! Dieser ist’s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er offenbar werde für Israel, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser. 

    Und Johannes bezeugte es und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist’s, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.

    Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger; und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.

    Johannes 1,29-37

    Abendlese

    Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde kamen, und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn? Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet mir freilich dies Sprichwort sagen: Arzt, hilf Dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört, die in Kapernaum geschehen sind! Tu so auch hier in Deiner Vaterstadt! 

    Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seinem Vaterland. Aber wahrhaftig, ich sage Euch: Es waren viele Witwen in Israel zur Zeit des Elia, als der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate und eine große Hungersnot herrschte im ganzen Lande, und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt als allein nach Sarepta im Gebiet von Sidon zu einer Witwe. 

    Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa, und keiner von ihnen wurde rein als allein Naaman, der Syrer. Und alle, die in der Synagoge waren, wurden von Zorn erfüllt, als sie das hörten. Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. Aber er ging mitten durch sie hinweg.

    Lukas 4,22-30

    Bekenntnislese Apologie 27,34-44

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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