Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte (Psalm 31,8ff)

Die wahre Religion Christi und die falsche Lehre des Antichristen (1545) von Lucas Cranach d.J., 1515-1586.

Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte, daß Du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; Du stellst meine Füße auf weiten Raum. 

HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst! Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib. Denn mein Leben ist hingeschwunden in Kummer und meine Jahre in Seufzen. Meine Kraft ist verfallen durch meine Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. 

Allen meinen Bedrängern bin ich ein Spott geworden, eine Last meinen Nachbarn und ein Schrecken meinen Freunden. Die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. Ich bin vergessen im Herzen wie ein Toter; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. Denn ich höre, wie viele mich verleumden: Schrecken ist um und um! Sie halten Rat miteinander über mich und trachten danach, mir das Leben zu nehmen. 

Ich aber, HERR, hoffe auf Dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in Deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Laß leuchten Dein Antlitz über Deinem Knecht; hilf mir durch Deine Güte! 

HERR, laß mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe Dich an. Die Frevler sollen zuschanden werden und verstummen im Totenreich. Verstummen sollen die Lügenmäuler, die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch. 

Wie groß ist Deine Güte, HERR, die Du bewahrt hast denen, die Dich fürchten, und erweisest vor den Menschen denen, die auf Dich trauen! Du birgst sie im Schutz Deines Angesichts vor den Rotten der Leute, Du verbirgst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 

Gelobt sei der HERR; denn er hat seine wunderbare Güte mir erwiesen in einer festen Stadt. Ich sprach wohl in meinem Zagen: Ich bin von Deinen Augen verstoßen. Doch Du hörtest die Stimme meines Flehens, als ich zu Dir schrie. 

Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. Seid getrost und unverzagt alle, die Ihr des HERRN harret! 

Psalm 31,8-24.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was Du dann erlesen, das treibst Du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was Deinem Rat gefällt.

Weg hast Du allerwegen, an Mitteln fehlt Dir’s nicht; Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn Du, was Deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.

Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muss doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel.

Hoff, o Du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird Dich aus der Höhle, da Dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst Du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,3-6)

Morgenlese

Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn Ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid Ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird Euch frei machen. 

Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Nachkommen und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst Du dann: Ihr sollt frei werden? 

Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. 

Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig. Wenn Euch nun der Sohn frei macht, so seid Ihr wirklich frei. 

Johannes 8,31-36

Abendlese

Seht Euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu Euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? 

So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum, an ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. 

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in Deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in Deinem Namen viele Machttaten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe Euch nie gekannt; weicht von mir, die Ihr das Gesetz übertretet! 

Matthäus 7,15-23

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom 3. Gebrauch des Gesetzes Gottes (De tertius usu legis devinae: VI,15-25)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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J.S. Bach: “Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist” (BWV 45)

Micah prophetises before three men, miniature from the Bible of the Monastery of Santa Maria de Alcobaça, c. 1220s (National Library of Portugal ALC.455, fl.298v).

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist” (BWV 45):

Der Höchste lässt mich seinen Willen wissen
Und was ihm wohlgefällt;
Er hat sein Wort zur Richtschnur dargestellt,
Wornach mein Fuß soll sein geflissen
Allzeit einherzugehn
Mit Furcht, mit Demut und mit Liebe
Als Proben des Gehorsams, den ich übe,
Um als ein treuer Knecht dereinsten zu bestehn.

Rezitativ des Tenors.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist
  
 Erster Teil
  
1. Coro
Flauto traverso I/II, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.
  
2. Recitativo T
Continuo
Der Höchste lässt mich seinen Willen wissen
Und was ihm wohlgefällt;
Er hat sein Wort zur Richtschnur dargestellt,
Wornach mein Fuß soll sein geflissen
Allzeit einherzugehn
Mit Furcht, mit Demut und mit Liebe
Als Proben des Gehorsams, den ich übe,
Um als ein treuer Knecht dereinsten zu bestehn.
  
3. Aria T
Violino I/II, Viola, Continuo
Weiß ich Gottes Rechte,
Was ist’s, das mir helfen kann,
Wenn er mir als seinem Knechte
Fordert scharfe Rechnung an.
Seele, denke dich zu retten,
Auf Gehorsam folget Lohn;
Qual und Hohn
Drohet deinem Übertreten!
  
 Zweiter Teil
  
4. Arioso B
Violino I/II, Viola, Continuo
Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan?
Denn werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir, ihr Übeltäter!
  
5. Aria A
Flauto traverso I, Continuo
Wer Gott bekennt
Aus wahrem Herzensgrund,
Den will er auch bekennen.
    Denn der muss ewig brennen,
    Der einzig mit dem Mund
    Ihn Herren nennt.
  
6. Recitativo A
Continuo
So wird denn Herz und Mund selbst von mir Richter sein,
Und Gott will mir den Lohn nach meinem Sinn erteilen:
Trifft nun mein Wandel nicht nach seinen Worten ein,
Wer will hernach der Seelen Schaden heilen?
Was mach ich mir denn selber Hindernis?
Des Herren Wille muss geschehen,
Doch ist sein Beistand auch gewiss,
Dass er sein Werk durch mich mög wohl vollendet sehen.
  
7. Choral
Flauto traverso I/II e Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Gib, dass ich tu mit Fleiß,
Was mir zu tun gebühret,
Worzu mich dein Befehl
In meinem Stande führet!
Gib, dass ichs tue bald,
Zu der Zeit, da ich soll;
Und wenn ich’s tu, so gib,
Dass es gerate wohl!

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Flauto traverso I/II, Oboe I, Oboe d’amore II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit11. August 1726
Textunbekannter Dichter; 1: Micha 6,8; 4: Matthäus 7,22-23; 7: Johann Heermann 1630
Anlass8. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Und hier eine Aufführung mit Karl Richter aus dem Jahr 1959.

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8. Sonntag nach Trinitatis (Früchte des Geistes)

Heilung eines Blindgeborenen am Sabbat. (Codex Egberti)

Wandelt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 2,17

Introitus

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. Schön ragt empor sein Gipfel, daran sich freut die ganze Welt, der Berg Zion fern im Norden, die Stadt des großen Königs. Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. 

Denn siehe, Könige waren versammelt und miteinander herangezogen. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestürzt. Zittern hat sie daselbst gepackt, Angst wie eine Gebärende. 

Du zerbrichst die großen Schiffe durch den Sturm vom Osten. Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich. Sela. 

Gott, wir gedenken Deiner Güte in Deinem Tempel. Gott, wie Dein Name, so ist auch Dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um Deiner Rechte willen. 

Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme; habt gut acht auf seine Mauern, durchwandert seine Paläste, daß Ihr den Nachkommen davon erzählt: Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet. 

Psalm 48,2-3a.9-15

Alttestamentliche Lesung

Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen!

Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Kommt nun, Ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des HERRN! 

Jesaja 2,1-5

Epistolische Lektion

Denn Ihr wart früher Finsternis; nun aber seid Ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 

Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. 

Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der Du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird Dich Christus erleuchten.

Epheser 5,8b-14

Meine Beichtansprache dazu:

Graduallied

O gläubig Herz, gebenedei und gib Lob Deinem Herren! Gedenk, daß er Dein Vater sei, den Du allzeit sollst ehren, dieweil Du keine Stund ohn ihn mit aller Sorg in Deinem Sinn Dein Leben kannst ernähren.

Er ist’s, der Dich von Herzen liebt und sein Gut mit Dir teilet, Dir Deine Missetat vergibt und Deine Wunden heilet, Dich waffnet zum geistlichen Krieg, dass Dir der Feind nicht obenlieg und Deinen Schatz zerteile.

Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Übermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden.

Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb und ist uns hold, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern.

Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, ob’s auch das Fleisch mag schmerzen. Er hilft uns hier mit Gnad und Heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von den ewigen Schätzen.

Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die ihm von Herzen hulden.

Was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, opfern uns seinen Händen und tun daneben unsern Fleiß, hoffend, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden.

O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein löblich Ende; o leucht uns mit Deim hellen Wort, daß uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende.

O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir einfältig singen, und gib Dein Wort mit freiem Klang, lass’s durch die Herzen dringen. O hilf, daß wir mit Deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen.

Michael Weiße 1531 (LKG 314)

Das heilige Evangelium

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als daß man es wegschüttet und läßt es von den Leuten zertreten. 

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 

So laßt euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie Eure guten Werke sehen und Euren Vater im Himmel preisen. 

Matthäus 5,13-16

Der christliche Glaube

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Predigttext

Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren ist? 

Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. 

Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh zu dem Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche Dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. 

Meine Predigt dazu:

Wochengebet

Jesus Christus, Du Licht der Welt, Du öffnest den Blinden die Augen,
Du zeigst uns den Weg zum Leben, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Haß verfinstert diese Welt.
Täglich sterben Menschen im Krieg.
Die Sehnsucht nach Frieden wird verlacht.
Die Gier vernichtet die Schöpfung. 
Jesus Christus, sieh die Verwundeten, die Überlebenden, die Trauernden.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Ungerechtigkeit verdunkelt das Leben der Armen.
Arbeitsplätze gehen verloren.
Angst breitet sich aus.
Die Sorge vor dem Kommenden belagert die Seelen.
Jesus Christus, ermutige die Mutlosen,
die, die schon aufgegeben haben und alle, die aufbrechen, um die Gerechtigkeit suchen.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Schmerzen überschatten das Leben.
Kranke warten auf Heilung und
Pflegende geben ihr Bestes. 
Veränderungen überfordern auch die Gutwilligen.
Jesus Christus, sei den Weinenden nahe, den Trauernden, denen, die Abschied nehmen müssen
und denen, die neu beginnen.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Der Sommer ist voller Licht.
Laß ein göttliches Licht scheinen in Deiner weltweiten Kirche und in unser Gemeinde.
Dein Licht beschütze die Reisenden und bringe sie heil an ihr Ziel.
Segne in diesen sommerlichen Tagen  uns und alle, die zu uns gehören.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich heute und alle Tage: Erbarme Dich.

Amen.

Wochengebet der VELKD

Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr laße sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

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HERR, wie sind Deine Werke so groß und viel! (Psalm 104,24ff)

Moby Dick

HERR, wie sind Deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll Deiner Güter. Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt’s ohne Zahl, große und kleine Tiere. Dort ziehen Schiffe dahin; da ist der Leviatan, den Du gemacht hast, damit zu spielen. 

Es wartet alles auf Dich, daß Du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn Du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn Du Deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. Verbirgst Du Dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst Du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub. Du sendest aus Deinen Odem, so werden sie geschaffen, und Du machst neu das Antlitz der Erde. 

Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR freue sich seiner Werke! Er schaut die Erde an, so bebt sie; er rührt die Berge an, so rauchen sie. 

Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. Mein Reden möge ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HERRN. Die Sünder sollen ein Ende nehmen auf Erden und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Psalm 104,24-35

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Befiehl Du Deine Wege und was Dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da Dein Fuß gehen kann.

Dem Herren musst Du trauen, wenn Dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk musst Du schauen, wenn Dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was Du dann erlesen, das treibst Du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was Deinem Rat gefällt.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,1-3)

Morgenlese

Wenn Dich aber Deine Hand verführt, so haue sie ab! Es ist besser für Dich, daß Du verkrüppelt zum Leben eingehst, als daß Du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.

Und wenn Dich Dein Fuß verführt, so haue ihn ab! Es ist besser für Dich, daß Du lahm zum Leben eingehst, als daß Du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen.

Und wenn Dich Dein Auge verführt, so wirf’s von Dir! Es ist besser für Dich, daß Du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als daß Du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht. 

Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.

Markus 9,43-49

Abendlese

Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen«, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. 

1.Korinther 15,44-49

Konkordienformel (Solida Declaratio) Vom 3. Gebrauch des Gesetzes Gottes (VI:1-14)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich (Psalm 89)

Das erste Seminargebäude der Missourier in Altenburg, Perry County (MO 1838): Das Evangelium ist wie ein Senfkorn…

Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für; denn ich sage: Auf ewig steht die Gnade fest; Du gibst Deiner Treue sicheren Grund im Himmel. »Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen: Ich will Deinem Geschlecht festen Grund geben auf ewig und Deinen Thron bauen für und für.« Sela. 

Und die Himmel werden, HERR, Deine Wunder preisen und Deine Treue in der Gemeinde der Heiligen. Denn wer in den Wolken könnte dem HERRN gleichen und dem HERRN gleich sein unter den Himmlischen? Gott ist gefürchtet in der Versammlung der Heiligen, groß und furchtbar über alle, die um ihn sind. 

HERR, Gott Zebaoth, wer ist wie Du? Mächtig bist Du, HERR, und Deine Treue ist um Dich her. Du herrschest über das ungestüme Meer, du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. Du hast Rahab zu Tode geschlagen und Deine Feinde zerstreut mit Deinem starken Arm. Himmel und Erde sind Dein, Du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist. Nord und Süd hast Du geschaffen, Tabor und Hermon jauchzen über Deinen Namen. 

Du hast einen gewaltigen Arm, stark ist Deine Hand, und hoch ist Deine Rechte. Gerechtigkeit und Recht sind Deines Thrones Stütze, Gnade und Treue treten vor Dein Angesicht. Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht Deines Antlitzes wandeln; sie werden über Deinen Namen täglich fröhlich sein und in Deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Denn Du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch Deine Gnade wirst Du unser Horn erhöhen.

Psalm 89,2-18. Eine Unterweisung Etans, des Esrachiters.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ist’s Werk von Dir, so hilf zu Glück, ist’s Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Was Du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.

Sollt aber Dein und unser Feind an dem, was Dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß sein Zorn Du leichtlich könnest brechen.

Tritt Du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zu gutem Ende, was Du selbst angefangen hast durch Weisheit Deiner Hände.

Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor Deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250,6-9)

Morgenlese

Ich ermahne Euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass Ihr Euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt Euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert Euch durch Erneuerung Eures Sinnes, auf daß Ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Römer 12,1-2

Abendlese

Da nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. Und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurgewand an und traten zu ihm und sprachen: Sei gegrüßt, König der Juden!, und schlugen ihm ins Gesicht. 

Und Pilatus ging wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn heraus zu Euch, damit Ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde. Da kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und das Purpurgewand. Und Pilatus spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!

Als ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie: Kreuzige! Kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm. 

Johannes 19,1-6

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von Gesetz und Evangelio (V:22-27)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Wir danken Dir, Gott, wir danken Dir und verkündigen Deine Wunder, daß Dein Name so nahe ist. (Psalm 75)

Kidugala (Berliner Mission)

Wir danken Dir, Gott, wir danken Dir und verkündigen Deine Wunder, daß Dein Name so nahe ist. »Wenn meine Zeit gekommen ist, werde ich recht richten. Die Erde mag wanken und alle, die darauf wohnen, aber ich halte ihre Säulen fest.« Sela. 

Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmt Euch nicht so!, und zu den Frevlern: Brüstet Euch nicht mit Macht! Brüstet Euch nicht so hoch mit Eurer Macht, redet nicht so halsstarrig! Denn es kommt nicht vom Aufgang und nicht vom Niedergang, nicht von der Wüste und nicht von den Bergen, sondern Gott ist Richter, der diesen erniedrigt und jenen erhöht. 

Denn der HERR hat einen Becher in der Hand, mit starkem Wein voll eingeschenkt. Er schenkt daraus ein, und die Frevler auf Erden müssen alle trinken und auch noch die Hefe schlürfen. Ich aber will verkündigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs. Und ich will alle Gewalt der Frevler zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhöht werde. 

Psalm 75. Ein Psalm und Lied Asafs, vorzusingen, nach der Weise »Vertilge nicht«. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in Deinem Willen ruhn, von Dir kommt Glück und Segen; was Du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen.

Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der macht’s allein, daß Menschenrat gedeihe.

Es fängt so mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringts doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande.

Verleihe mir das edle Licht, das sich von Deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch Deine Kraft erwecket.

Gib mir Verstand aus Deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei Du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250,1-5)

Morgenlese

Wisst Ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, daß Ihr ihn erlangt. 

Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 

Ich aber laufe nicht wie ins Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich schinde meinen Leib und bezwinge ihn, daß ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde. 

1.Korinther 9,24-27

Abendlese

Darum fürchtet Euch nicht vor ihnen. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich Euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was Euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. 

Und fürchtet Euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. 

Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne Euren Vater. Bei Euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet Euch nicht; Ihr seid kostbarer als viele Sperlinge. 

Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel. 

Matthäus 10,26-33

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von Gesetz und Evangelio (V:11-21)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schütze mich vor meinen Widersachern. (Psalm 59)

Pastorenkonvent in Itshelejuba, 1953.

Gott, der Du uns verstoßen und zerstreut hast und zornig warst, tröste uns wieder; der du die Erde erschüttert und zerrissen hast, heile ihre Risse; denn sie wankt. Du ließest Deinem Volk Hartes widerfahren, Du gabst uns einen Wein zu trinken, daß wir taumelten. Du hast doch ein Zeichen gegeben denen, die Dich fürchten, damit sie fliehen können vor dem Bogen. Sela. 

Daß Deine Freunde errettet werden, dazu hilf mit Deiner Rechten und erhöre uns! Gott hat in seinem Heiligtum geredet: Ich will frohlocken; ich will Sichem verteilen und ausmessen das Tal Sukkot; Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist der Schutz meines Hauptes, Juda ist mein Zepter. Moab ist mein Waschbecken, meinen Schuh werfe ich auf Edom, Philisterland, jauchze mir zu! 

Wer wird mich führen in die feste Stadt? Wer geleitet mich nach Edom? Wirst Du es nicht tun, Gott, der Du uns verstoßen hast, und ziehst nicht aus, Gott, mit unserm Heer? Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde zertreten. 

Psalm 60. Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Lilie des Zeugnisses«, zur Belehrung, als er mit den Aramäern von Mesopotamien und mit den Aramäern von Zoba Krieg führte; als Joab umkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, zwölftausend Mann.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich will Dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren, man soll, Gott, Deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue Dich! Gebt unserm Gott die Ehre!

Ihr, die Ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die Ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre!

So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen; bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre!

Johann Jakob Schütz 1675 (LKG 322,7-9)

Morgenlese

Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichtemachen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. 

Wißt Ihr nicht, daß Eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! Oder wißt Ihr nicht: Wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden ein Fleisch sein« Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 

Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außerhalb seines Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. Oder wißt Ihr nicht, daß Euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in Euch ist und den Ihr von Gott habt, und daß Ihr nicht Euch selbst gehört? Denn Ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit Eurem Leibe. 

1.Korinther 6,13-20

Abendlese

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 

Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret Euch und füllet die Erde und machet sie Euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 

Und Gott sprach: Sehet da, ich habe Euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu Eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. 

Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. 

1.Mose (Genesis) 1,26-31

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Gesetz und Evangelio (V,1-10)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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J.S. Bach: “Es wartet alles auf Dich”(BWV 187).

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Es wartet alles auf dich”, Kantate am 7. Sonntag nach Trinitatis, BWV 187.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Es wartet alles auf dich
  
 Erster Teil
  
1. Coro
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Es wartet alles auf dich, dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibest, so sammlen sie, wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Güte gesättiget.
  
2. Recitativo B
Continuo
Was Kreaturen hält
Das große Rund der Welt!
Schau doch die Berge an, da sie bei tausend gehen;
Was zeuget nicht die Flut? Es wimmeln Ström und Seen.
Der Vögel großes Heer
Zieht durch die Luft zu Feld.
Wer nähret solche Zahl,
Und wer
Vermag ihr wohl die Notdurft abzugeben?
Kann irgendein Monarch nach solcher Ehre streben?
Zahlt aller Erden Gold
Ihr wohl ein einig Mal?
  
3. Aria A
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Du Herr, du krönst allein das Jahr mit deinem Gut.
    Es träufet Fett und Segen
    Auf deines Fußes Wegen,
    Und deine Gnade ists, die allen Gutes tut.
  
 Zweiter Teil
  
4. Aria B
Violino I/II, Continuo
Darum sollt ihr nicht sorgen noch sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles bedürfet.
  
5. Aria S
Oboe solo, Continuo
Gott versorget alles Leben,
Was hienieden Odem hegt.
Sollt er mir allein nicht geben,
Was er allen zugesagt?
Weicht, ihr Sorgen, seine Treue
Ist auch meiner eingedenk
Und wird ob mir täglich neue
Durch manch Vaterliebs-Geschenk.
  
6. Recitativo S
Violino I/II, Viola, Continuo
Halt ich nur fest an ihm mit kindlichem Vertrauen
Und nehm mit Dankbarkeit, was er mir zugedacht,
So werd ich mich nie ohne Hülfe schauen,
Und wie er auch vor mich die Rechnung hab gemacht.
Das Grämen nützet nicht, die Mühe ist verloren,
Die das verzagte Herz um seine Notdurft nimmt;
Der ewig reiche Gott hat sich die Sorge auserkoren,
So weiß ich, dass er mir auch meinen Teil bestimmt.
  
7. Choral
Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Gott hat die Erde zugericht’,
Lässts an Nahrung mangeln nicht;
Berg und Tal, die macht er nass,
Dass dem Vieh auch wächst sein Gras;
Aus der Erden Wein und Brot
Schaffet Gott und gibts uns satt,
Dass der Mensch sein Leben hat.
Wir danken sehr und bitten ihn,
Dass er uns geb des Geistes Sinn,
Dass wir solches recht verstehn,
Stets in sein’ Geboten gehn,
Seinen Namen machen groß
In Christo ohn Unterlass:
So singn wir recht das Gratias.

BesetzungSoli: S A B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit4. August 1726
Textunbekannter Dichter; 1: Psalm 104,27-28; 4: Matthäus 6,31-32; 7: Hans Vogel 1563
Anlass7. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine vorige Aufnahme mit Karl Richter.

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Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen Deinen Namen ewiglich. (Psalm 44:9ff)

Ordination in Salem (Mpumalanga, 1941)

Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen Deinen Namen ewiglich. Sela. Doch nun verstößt Du uns und läßt uns zuschanden werden und ziehst nicht aus mit unserm Heer. Du läßt uns fliehen vor unserm Feind, daß uns berauben, die uns haßen. Du gibst uns dahin wie Schlachtschafe und zerstreust uns unter die Heiden. Du verkaufst Dein Volk um ein Nichts und hast keinen Gewinn davon. Du machst uns zur Schmach bei unsern Nachbarn, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind. Du machst uns zum Sprichwort unter den Völkern, lässt die Nationen das Haupt über uns schütteln. 

Täglich ist meine Schmach mir vor Augen, und mein Antlitz ist voller Scham, weil ich sie höhnen und lästern höre und die Feinde und Rachgierigen sehen muß. Dies alles ist über uns gekommen; und wir haben doch Dich nicht vergessen noch an Deinem Bund untreu gehandelt. Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Schritt gewichen von Deinem Weg, daß Du uns so zerschlägst am Ort der Schakale und bedeckst uns mit Finsternis. 

Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott: würde das Gott nicht erforschen? Er kennt ja unsres Herzens Grund. Um Deinetwillen werden wir täglich getötet und sind geachtet wie Schlachtschafe. Wach auf, Herr! Warum schläfst Du? Werde wach und verstoß uns nicht für immer! Warum verbirgst Du Dein Antlitz, vergissest unser Elend und unsre Drangsal? Denn unsre Seele ist gebeugt zum Staube, unser Leib klebt am Boden. Mache Dich auf, hilf uns und erlöse uns um Deiner Güte willen! 

Psalm 44,9-27

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich rief zum Herrn in meiner Not: »Ach Gott, vernimm mein Schreien!« Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich Dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre!

Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zu-versicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre!

Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Über-fluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre!

Ich will Dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren, man soll, Gott, Deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue Dich! Gebt unserm Gott die Ehre!

Johann Jakob Schüz 1675 (LKG 322,4-7)

Morgenlese

So laßt Euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; der Leib aber ist Christus eigen. 

Laßt Euch den Siegespreis von niemandem nehmen, der sich gefällt in Demut und Verehrung der Engel und sich dessen rühmt, was er geschaut hat, und ist ohne Grund aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken. 

Wenn Ihr nun mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was laßt Ihr Euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet Ihr noch in der Welt: »Du sollst das nicht anfassen, Du sollst das nicht kosten, Du sollst das nicht anrühren« – was doch alles verbraucht und vernichtet werden soll.

Es sind menschliche Gebote und Lehren. Diese haben zwar einen Schein von Weisheit durch selbst erwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, daß sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch. 

Kolosser 2,16-23

Abendlese

Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, daß sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkannt haben. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

Wenn Du die Brüder und Schwestern dies lehrst, so wirst Du ein guter Diener Christi Jesu sein, genährt durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, der Du gefolgt bist. Die ungeistlichen Altweiberfabeln aber weise zurück; übe Dich selbst aber in der Frömmigkeit! Denn die leibliche Übung ist wenig nütze; aber die Frömmigkeit ist zu allen Dingen nütze und hat die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens. Das ist gewisslich wahr und wert, daß man es beherzigt. Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. Dies gebiete und lehre. 

1.Timotheus 4,1-11

Konkordienformel (Solida Declaratio) Von guten Werken verf. (IV:29-40)

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Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! (Psalm 32)

Jesus heilt die Schwiegermutter des hl. Petrus (Codex Egberti)

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Falsch ist! Denn da ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen. Denn Deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Sela. 

Darum bekannte ich Dir meine Sünde, und meine Schuld verhehlte ich nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. Da vergabst Du mir die Schuld meiner Sünde. Sela. 

Deshalb werden alle Heiligen zu Dir beten zur Zeit der Angst; darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an sie gelangen. Du bist mein Schirm, Du wirst mich vor Angst behüten, daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann. Sela. 

Ich will Dich unterweisen und Dir den Weg zeigen, den Du gehen sollst; ich will Dich mit meinen Augen leiten. Seid nicht wie Rosse und Maultiere, die ohne Verstand sind, denen man Zaum und Gebiss anlegen muß; sie werden sonst nicht zu Dir kommen. Der Gottlose hat viel Plage; wer aber auf den HERRN hofft, den wird die Güte umfangen. Freuet Euch des HERRN und seid fröhlich, Ihr Gerechten, und jauchzet, alle Ihr Frommen. 

Psalm 32. Eine Unterweisung Davids. (Der 2. Bußpsalm)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder tut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. Gebt unserm Gott die Ehre!

Es danken Dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen; und die auf Erden, Luft und Meer, in Deinem Schatten wohnen, die preisen Deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre!

Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Güte walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre!

Ich rief zum Herrn in meiner Not: »Ach Gott, vernimm mein Schreien!« Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich Dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre!

Johann Jakob Schüz, 1675 (LKG 322,1-4)

Morgenlese

So lasst nun die Sünde nicht herrschen in Eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde Eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt Euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und Eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. 

Denn die Sünde wird nicht herrschen über Euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! Wisst Ihr nicht? Wem Ihr Euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid Ihr und dem gehorcht Ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit. 

Gott sei aber gedankt: Ihr seid Knechte der Sünde gewesen, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, an die Ihr übergeben wurdet. Denn indem Ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid Ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit. 

Römer 6,12-18

Abendlese

Und Jesus kam in das Haus des Petrus und sah, daß dessen Schwiegermutter zu Bett lag und hatte das Fieber. Da berührte er ihre Hand und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihm. Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund, auf daß erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: »Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheiten hat er getragen.« 

Matthäus 8,14-17

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von guten Werken (IV:13-28)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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