Gott, schweige doch nicht! (Psalm 83)

Elischa macht den verdorbenen Eintopf mit Mehl genießbar (Giorgio Vasari, 1566)

Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, Deine Feinde toben, und die Dich hassen, erheben das Haupt. Sie machen listige Anschläge wider Dein Volk und halten Rat wider die, die bei Dir sich bergen. »Wohlan!«, sprechen sie. »Laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!« Ja, sie haben einmütig beraten und haben einen Bund wider Dich gemacht: die Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die Hagariter, Gebal, Ammon und Amalek, die Philister mit denen von Tyrus; auch Assur hat sich zu ihnen geschlagen, sie helfen den Söhnen Lot. Sela.  

Mach’s mit ihnen wie mit Midian, wie mit Sisera, mit Jabin am Bach Kischon, die vertilgt wurden bei En-Dor und wurden zu Mist auf dem Acker. Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Edlen wie Sebach und Zalmunna, die auch einmal sagten: Wir wollen Gottes Auen einnehmen. 

Mein Gott, mache sie wie verwehende Blätter, wie Spreu vor dem Winde. Wie ein Feuer den Wald verbrennt und wie eine Flamme die Berge versengt, so verfolge sie mit Deinem Sturm und erschrecke sie mit Deinem Ungewitter. Bedecke ihr Angesicht mit Schande, daß sie, HERR, nach Deinem Namen fragen müssen. Schämen sollen sie sich und erschrecken für immer und zuschanden werden und umkommen. So werden sie erkennen, daß Du allein der Höchste bist über die ganze Erde, HERR ist Dein Name. 

Psalm 83. Ein Psalm Asafs.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

Johannes 12,24

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Jesus ging nach Gottes Willn in den Garten beten; dreimal er da niederfiel in sein’ großen Nöten, rief sein’ lieben Vater an mit betrübtem Herzen, von ihm blutiger Schweiß rann vor Ängsten und Schmerzen.

Jesus da gefangen ward, gebunden geführet und im Rat beschweret hart und zu Hohn gezieret; verdeckt, verspott und verspeit, jämmerlich geschlagen, auch verdammt aus Haß und Neid durch erdicht Anklagen.

Jesus ward früh dargestellt Pilato, dem Heiden; Ob der wohl sein Unschuld meldt, dennoch mußt er leiden, ward gegeißelt und verkleidt, mit Dornen gekrönet, in seim großen Herzeleid aufs schmählichst gehöhnet.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133, 4-6)

Morgenlese

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und Ihr werdet mich suchen und in Eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe, da könnt Ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst töten, daß er sagt: Wohin ich gehe, da könnt Ihr nicht hinkommen? 

Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So habe ich Euch gesagt, daß Ihr sterben werdet in Euren Sünden; denn wenn Ihr nicht glaubt, daß ich es bin, werdet Ihr sterben in Euren Sünden. 

Da fragten sie ihn: Wer bist Du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Was soll ich Euch zuerst sagen? Ich habe viel über Euch zu reden und zu richten. Aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt. 

Sie erkannten aber nicht, daß er zu ihnen vom Vater sprach. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet Ihr erkennen, daß ich es bin und nichts von mir aus tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er läßt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt. 

Als er das sagte, glaubten viele an ihn.

Johannes 8,21-30 

Abendlese

Als aber Elisa wieder nach Gilgal kam, war Hungersnot im Lande. Und als die Prophetenjünger vor ihm saßen, sprach er zu seinem Diener: Setze einen großen Topf auf und koche ein Gemüse für die Prophetenjünger! Da ging einer aufs Feld, um Kraut zu sammeln, und fand ein Rankengewächs und pflückte sein Kleid voll mit wilden Gurken. Und als er kam, schnitt er’s in den Topf zum Gemüse – sie kannten’s aber nicht – und legte es den Männern zum Essen vor. Als sie nun von dem Gemüse aßen, schrien sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten’s nicht essen. Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat’s in den Topf und sprach: Lege es den Leuten vor, daß sie essen! Da war nichts Böses mehr in dem Topf.

Es kam aber ein Mann von Baal-Schalischa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, nämlich zwanzig Gerstenbrote, und neues Getreide in seinem Beutel. Er aber sprach: Gib’s den Leuten, dass sie essen! Sein Diener sprach: Wie soll ich davon hundert Mann geben? Er sprach: Gib den Leuten, daß sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und es wird noch übrig bleiben. Und er legte es ihnen vor, daß sie aßen; und es blieb noch übrig nach dem Wort des HERRN. 

2.Könige 4,38-44

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 3:I:1-II:5 (Von Sünde, Gesetz usw)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. (Psalm 69,1-16)

“Der sinkende Petrus”

Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen. Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser. Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir ohne Ursache feind sind und mich verderben wollen, sind mächtig. Ich soll zurückgeben, was ich nicht geraubt habe. Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist Dir nicht verborgen. Laß nicht zuschanden werden an mir, die Deiner harren, Herr, HERR Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die Dich suchen, Gott Israels! 

Denn um Deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter; denn der Eifer um Dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die Dich schmähen, sind auf mich gefallen. Ich weine bitterlich und faste, und man spottet meiner dazu. Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben ihren Spott mit mir. 

Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und beim Zechen singt man von mir. Ich aber bete, HERR, zu Dir zur Zeit der Gnade; Gott, nach Deiner großen Güte erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe. Errette mich aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde vor denen, die mich haßen, und aus den tiefen Wassern; daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe.

Psalm 69,1-16. Von David, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

Johannes 12,24

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Jesu Kreuz, Leiden und Pein, Deins Heilands und Herren, betracht, christliche Gemein, ihm zu Lob und Ehren. Merk, was er gelitten hat, bis er ist gestorben, Dich von Deiner Missetat erlöst, Gnad erworben.

Jesus, wahrer Gottessohn auf Erden erschienen, fing bald in der Jugend an, als ein Knecht zu dienen; äußert sein göttlich Gewalt und verbarg ihr Wesen, lebt in menschlicher Gestalt; daher wir genesen.

Jesus richtet aus sein Amt versorgt seine Schäflein, eh er ward zum Tod aß ers Osterlämmelein, lehrt und rüst die Jünger sein, wusch ihn’ ihre Füße, setzt das heilig Nachtmahl ein, macht ihn’ das Kreuz süße.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,1-3)

Morgenlese

Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon ißt, nicht sterbe. 

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt. 

Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wenn Ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt Ihr kein Leben in Euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 

Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch ißt und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich ißt, leben um meinetwillen. 

Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.

Johannes 6,47-58

Abendlese

Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. 

Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch. So ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in Euch. Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht: »Ich glaube, darum rede ich«, so glauben wir auch, darum reden wir auch; denn wir wissen, daß der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt Euch. 

2.Korinther 4,7-14

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 2:IV:1-16 Vom Papst.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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Der 3. Artikel: Von der Heiligung

Reformationsaltar in der Lutherkirche (Wittenberg) von Lucas Cranach d.J. (1547)

Wir glauben an den Heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganz Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hie all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben. Nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. Amen.

“Das deutsche patrem” Dr. Martin Luther 1524 (LKG 4,3)

Dr. Martin Luther im Kleinem Katechismus über den christlichen Glauben wie es für die evangelisch-lutherische Kirchen und Schulen des Königreichs Hannover (1862) im 3.Buch (S. 99-114) übernommen wurde und hier vorgelesen wird.

Hier Dr.Martin Luthers Erklärung der Heiligung im 3. Artikel seines Großen Katechismus BSLK 653ff

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Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte, und tilge meine Sünden nach Deiner großen Barmherzigkeit. (Psalm 51)

Miniatur König Davids aus dem Egbert-Psalter (10. Jahrhundert)

Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte, und tilge meine Sünden nach Deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. An Dir allein habe ich gesündigt und übel vor Dir getan, auf daß Du recht behaltest in Deinen Worten und rein dastehst, wenn Du richtest. 

Siehe, in Schuld bin ich geboren, und meine Mutter hat mich in Sünde empfangen.Siehe, Du liebst Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust du mir Weisheit kund. 

Entsündige mich mit Ysop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich weißer werde als Schnee. Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die Du zerschlagen hast. 

Verbirg Dein Antlitz vor meinen Sünden, und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht, und nimm Deinen heiligen Geist nicht von mir. Erfreue mich wieder mit Deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

Ich will die Übertreter Deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu Dir bekehren. Errette mich von Blutschuld, Gott, der Du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge Deine Gerechtigkeit rühme. 

Herr, tue meine Lippen auf, daß mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Denn Schlachtopfer willst Du nicht, ich wollte sie Dir sonst geben, und Brandopfer gefallen Dir nicht. 

Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst Du, Gott, nicht verachten. Tue wohl an Zion nach Deiner Gnade, baue die Mauern zu Jerusalem. Dann werden Dir gefallen rechte Opfer, Brandopfer und Ganzopfer; dann wird man Stiere auf Deinem Altar opfern. 

Psalm 51. Ein Psalm Davids, vorzusingen, als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batseba eingegangen war. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

Johannes 12,24

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

In Dir ist Freude in allem Leide, o Du süßer Jesu Christ! Durch Dich wir haben himmlische Gaben, Du der wahre Heiland bist; hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer Dir vertrauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben. Halleluja. Zu Deiner Güte steht unser G’müte, an Dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden. Halleluja.

Wenn wir Dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; Du hast’s in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir Dich ehren, Dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben Dein Macht dort droben mit Herz und Munde. Halleluja.

Johann Lindemann 1598 (LKG 338)

Morgenlese

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 

Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all Deiner Kraft« 

Das andre ist dies: »Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst« Es ist kein anderes Gebot größer als diese. 

Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, Du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 

Da Jesus sah, daß er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen. 

Markus 12,28-34

Abendlese

Da sprachen sie zu ihm: Was tust Du für ein Zeichen, auf daß wir sehen und Dir glauben? Was wirkst Du? Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.« 

Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Nicht Mose hat Euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt Euch das wahre Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. 

Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. 

Aber ich habe Euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 

Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich’s auferwecke am Jüngsten Tage. Denn das ist der Wille meines Vaters, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. 

Johannes 6,30-40

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 2:II,16-2:III:2

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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HERR, strafe mich nicht in Deinem Zorn und züchtige mich nicht in Deinem Grimm! (Psalm 38)

„Das Scherflein der Witwe“ von Johann Caspar Schinz (1797-1832)

HERR, strafe mich nicht in Deinem Zorn und züchtige mich nicht in Deinem Grimm! Denn Deine Pfeile stecken in mir, und Deine Hand drückt mich. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe wegen deines Drohens und ist nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Sünde. 

Denn meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden. Meine Wunden stinken und eitern wegen meiner Torheit. Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig einher. Denn meine Lenden sind ganz verdorrt; es ist nichts Gesundes an meinem Leibe. Ich bin matt geworden und ganz zerschlagen; ich schreie vor Unruhe meines Herzens. 

Herr, Du kennst all mein Begehren, und mein Seufzen ist Dir nicht verborgen. Mein Herz erbebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist dahin. Meine Lieben und Freunde scheuen zurück vor meiner Plage, und meine Nächsten halten sich fern. Die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; und die mein Unglück suchen, bereden, wie sie schaden wollen; sie sinnen Arges den ganzen Tag. 

Ich bin wie taub und höre nicht, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut. Ich muß sein wie einer, der nicht hört und keine Widerrede in seinem Munde hat. Aber ich harre, HERR, auf Dich; Du, Herr, mein Gott, wirst antworten. Denn ich denke: Daß sie sich ja nicht über mich freuen! Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich. 

Denn ich bin dem Fallen nahe, und mein Schmerz ist immer vor mir. Denn ich bekenne meine Missetat und sorge mich wegen meiner Sünde. Aber meine Feinde leben und sind mächtig; die mich ohne Grund hassen, derer sind viele. Die mir Gutes mit Bösem vergelten, feinden mich an, weil ich mich an das Gute halte. Verlaß mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe! 

Psalm 38. Ein Psalm Davids, zum Gedenkopfer. Der dritte Bußpsalm.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

Johannes 12,24

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Weg mit allen Schätzen; Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewusst! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesus scheiden.

Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst Du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, Du Stolz und Pracht; Dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben.

Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muss auch ihr Betrüben lauter Zucker sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst Du auch im Leide, Jesu, meine Freude.

Johann Franck 1650 (LKG 236, 4-6)

Morgenlese

Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist Du hergekommen? 

Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Ihr sucht mich nicht, weil Ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil Ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. Müht Euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird Euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 

Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, daß Ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Johannes 6,24-29

Abendlese

Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage Euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. 

Markus 12,41-44

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 2:II,1-2:II,15 Von der Messe

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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P. Wilhelm Löhe predigt an Lätare (Johannes 6,1-15)

“Speisung der Fünftausend” von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) im Nationalmuseum, Stockholm.

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am vierten Sonntag in den Fasten (Lätare) über die Speisung der Fünftausend “ohne Frauen und Kinder” wie der heilige Evangelist Sankt Johannes 6,1-15 berichtet.

Und vorgelesen:

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J.S. Bach: “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit”, BWV 106

Johann Sebastian Bach (1746) von Elias Gottlob Haußmann (1695-1774) im Alten Rathaus (Leipzig)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit”, BWV 106): Actus Tragicus.

Der Text dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit
 Actus Tragicus
  
1. Sonatina
Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
  
2a. Coro
Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit.
In ihm leben, weben und sind wir, solange er will.
In ihm sterben wir zur rechten Zeit, wenn er will.
  
2b. Arioso T
Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
Ach, Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
  
2c. Aria B
Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben.
  
2d. Coro
Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
Es ist der alte Bund: Mensch, du musst sterben!
Sopran
Ja, komm, Herr Jesu, komm!
  
3a. Aria A
Viola da gamba I/II, Continuo
In deine Hände befehl ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, du getreuer Gott.
  
3b. Arioso B e Choral A
Viola da gamba I/II, Continuo
Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Mit Fried und Freud ich fahr dahin
In Gottes Willen,
Getrost ist mir mein Herz und Sinn,
Sanft und stille.
Wie Gott mir verheißen hat:
Der Tod ist mein Schlaf geworden.
  
4. Coro
Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
Glorie, Lob, Ehr und Herrlichkeit
Sei dir, Gott Vater und Sohn bereit,
Dem heilgen Geist mit Namen!
Die göttlich Kraft
Mach uns sieghaft
Durch Jesum Christum, Amen.

Und mehr zu dieser klassischen Kantate.

Und hier eine Aufnahme mit Karl Richter am Pult aus dem Jahre 1966.

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Der HERR erhöre Dich in der Not, der Name des Gottes Jakobs schütze Dich! (Psalm 20)

Tempelaustreibung (1510) von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) in der Galerie alter Meister (Dresden)

Der HERR erhöre Dich in der Not, der Name des Gottes Jakobs schütze Dich! Er sende Dir Hilfe vom Heiligtum und stärke Dich aus Zion! Er gedenke all Deiner Speisopfer, und Dein Brandopfer sei ihm angenehm! Sela.

Er gebe Dir, was Dein Herz begehrt, und erfülle alles, was Du Dir vornimmst! Dann wollen wir jubeln, weil er Dir hilft; im Namen unsres Gottes erheben wir das Banner. Der HERR gewähre Dir alle Deine Bitten! 

Nun weiß ich, daß der HERR seinem Gesalbten hilft und ihn erhört von seinem heiligen Himmel, seine rechte Hand hilft mit Macht. Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes. Sie sind niedergestürzt und gefallen, wir aber stehen aufgerichtet. 

Hilf, HERR! Der König erhöre uns, wenn wir rufen. 

Psalm 20. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

Johannes 12,24

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier: ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange, und verlangt nach Dir! Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer Dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebers werden.

Unter Deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß den Satan wittern, laß den Feind erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken; Jesus will mich decken.

Trotz dem alten Drachen, trotz dem Todesrachen, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, Erd und Abgrund muß verstummen, ob sie noch so brummen.

Johann Franck 1650 (LKG 236,1-3)

Morgenlese

Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus! 

Seine Jünger aber dachten daran, dass geschrieben steht: »Der Eifer um dein Haus wird mich fressen.« Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 

Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte. 

Johannes 2,13-22

Abendlese

Von Elim brachen sie auf, und die ganze Gemeinde der Israeliten kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie von Ägypten ausgezogen waren. Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. Und die Israeliten sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst.

Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, dass ich’s prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht. Am sechsten Tage aber wird’s geschehen, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, dass es doppelt so viel sein wird, wie sie sonst täglich sammeln.

Mose und Aaron sprachen zu ganz Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Ägyptenland geführt hat, und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt? Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle, weil der HERR euer Murren gehört hat, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN. 

Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Israeliten: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört. Und als Aaron noch redete zu der ganzen Gemeinde der Israeliten, wandten sie sich zur Wüste hin, und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in der Wolke. Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin. 

Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. Und als der Tau weg war, siehe, da lag’s in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. 

Das ist’s aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, so viel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte. Und die Israeliten taten’s und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber als man’s nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, so viel er zum Essen brauchte. 

Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrig bis zum nächsten Morgen. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon übrig bis zum nächsten Morgen; da wurde es voller Würmer und stinkend. Und Mose wurde zornig auf sie. Sie sammelten aber alle Morgen, so viel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Gemeinde kamen hin und verkündeten’s Mose. 

Exodus 16,1-22

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 1:I:1-2:I:5

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. (Psalm 106,1-23)

Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen und sein Lob genug verkündigen?Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht! 

HERR, gedenke meiner nach der Gnade, die Du Deinem Volk verheißen hast; erweise an uns Deine Hilfe, daß wir sehen das Heil Deiner Auserwählten und uns freuen, daß es Deinem Volke so gut geht, und uns rühmen mit denen, die Dein Eigen sind. Wir haben gesündigt samt unsern Vätern, wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen. 

Unsre Väter in Ägypten wollten Deine Wunder nicht verstehen. Sie gedachten nicht an Deine große Güte und waren ungehorsam am Meer, am Schilfmeer. Er aber half ihnen um seines Namens willen, daß er kundtue seine Macht. Er schalt das Schilfmeer, da wurde es trocken, und führte sie durch die Tiefen wie durch trockenes Land und half ihnen aus der Hand dessen, der sie haßte, und erlöste sie von der Hand des Feindes. 

Und die Wasser bedeckten ihre Widersacher, daß nicht einer übrig blieb. Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob. Aber sie vergaßen bald seine Werke, sie warteten nicht auf seinen Rat. Und sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde. Er aber gab ihnen, was sie erbaten, und sandte ihnen eine Plage. 

Und sie empörten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HERRN. Die Erde tat sich auf und verschlang Datan und deckte zu die Rotte Abirams, und Feuer wurde unter ihrer Rotte angezündet, die Flamme verbrannte die Frevler. 

Sie machten ein Kalb am Horeb und beteten das gegossene Bild an und tauschten die Herrlichkeit Gottes gegen das Bild eines Ochsen, der Gras frisst. Sie vergaßen Gott, ihren Heiland, der so große Dinge in Ägypten getan hatte, Wunder im Lande Hams und schreckliche Wunder am Schilfmeer. 

Und er gedachte, sie zu vertilgen, wäre nicht Mose gewesen, sein Auserwählter; der trat vor ihm in die Bresche, seinen Grimm abzuwenden, daß er sie nicht verderbe.

Psalm 106,1-23

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ach Jesu mein, was große Pein hast Du für uns gelitten! In Angst und Not bis in den Tod hast Du für uns gestritten.

Der blutig Schweiß wird Dir so heiß, die Geißeln Dich zerschlagen; die Dornenkron ist jetzt der Lohn, den Du davongetragen.

Des Kreuzes Last erdrückt Dich fast, fällst oft darunter nieder. Da heftet man mit Nägeln an Dir Deine heiligen Glieder.

Drei ganze Stund, bloß und verwundt, hängst Du in größten Schmerzen. Ach Jesu mein, wie muß dem sein, der dies nimmt recht zu Herzen!

Bregenz 1659 (LKG 142)

Morgenlese

Im Anfang der Herrschaft Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah dies Wort vom HERRN: So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige denen, die aus allen Städten Judas hereinkommen, um anzubeten im Hause des HERRN, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tu nichts davon weg, ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege, damit mich auch reuen möge das Übel, das ich gedenke, ihnen anzutun um ihrer bösen Taten willen. 

Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Werdet ihr mir nicht gehorchen und nicht nach meiner Weisung wandeln, die ich euch vorgelegt habe, und nicht hören auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, die ich immer wieder zu euch gesandt habe und auf die ihr doch nicht hören wolltet, so will ich’s mit diesem Hause machen wie mit Silo und will diese Stadt zum Fluchwort machen bei allen Völkern auf Erden. 

Und die Priester, Propheten und alles Volk hörten Jeremia, dass er solche Worte redete im Hause des HERRN. Da nun Jeremia alles gesagt hatte, was ihm der HERR befohlen hatte, allem Volk zu sagen, ergriffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk und sprachen: Du musst sterben! Warum weissagst du im Namen des HERRN: »Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüst werden, dass niemand mehr darin wohnt«? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HERRN wider Jeremia.

Als das die Oberen von Juda hörten, gingen sie aus des Königs Hause hinauf ins Haus des HERRN und setzten sich an den Eingang des neuen Tors am Hause des HERRN. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Oberen und allem Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt gegen diese Stadt, wie ihr mit eigenen Ohren gehört habt. 

Aber Jeremia sprach zu allen Oberen und zu allem Volk: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dies alles, was Ihr gehört habt, weissagen sollte gegen dies Haus und gegen diese Stadt. So bessert nun Eure Wege und Euer Tun und gehorcht der Stimme des HERRN, Eures Gottes, so wird den HERRN auch gereuen das Übel, das er gegen Euch geredet hat. Ich aber, seht, ich bin in Eurer Hand; macht mit mir, wie es Euch gut und recht dünkt. Doch sollt Ihr wissen: Wenn Ihr mich tötet, so werdet Ihr unschuldiges Blut auf Euch laden, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HERR hat mich zu Euch gesandt, daß ich dies alles vor Euren Ohren reden soll.

Jeremia 26,1-15

Abendlese

Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Wesen und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. 

Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen, und sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast sie unserm Gott zu einem Königreich und zu Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.

Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Wesen und um die Ältesten her, und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und vieltausendmal tausend; die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob. 

Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vier Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an. 

Offenbarung 5,6-14

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel Einleitung 1-15

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Lätare (4. Sonntag in den Fasten)

Aschauer Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“

Freuet Euch mit Jerusalem und seid fröhlich alle, die Ihr sie lieb habt. Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom.

Jesaja 66,10.12

Introitus

Wie lieblich sind Deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – Deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen; die loben Dich immerdar. Sela.

Wohl den Menschen, die Dich für ihre Stärke halten und von Herzen Dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela.

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh an das Antlitz Deines Gesalbten! Denn ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf Dich verlässt!

Psalm 84,2-13

Kollekte

Du hast, reicher Gott, Dein hungerndes Volk in der Wüste gesättigt: Laß auch uns keine Mangel haben an Nahrung für Leib und Seele. Darum bitten wir Dich durch Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist gerühmt wird von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Gottesdienstbuch. Berlin, 1999: S.303

Alttestamentliche Lesung

Ich habe Dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich Dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor Dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich Deiner erbarmen, spricht der HERR, Dein Erlöser.

Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, daß die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, daß ich nicht mehr über Dich zürnen und Dich nicht mehr schelten will.

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von Dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, Dein Erbarmer.

Jesaja 54, 7-10

Epistel

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.

Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.

2.Korinther 1,3-7

Evangelium

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen’s Jesus.

Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12, 20-24

Der christliche Glaube

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unsrer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche.

Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Amen.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Graduallied dieser Woche

Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier: Ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange und verlangt nach Dir! Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer Dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebers werden.

Unter Deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß den Satan wettern, laß die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken.

Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in Acht, Erd und Abgrund muß verstummen, ob sie noch so brummen.

Weg mit allen Schätzen; Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, Ihr eitlen Ehren, ich mag Euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesus scheiden.

Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst Du nicht. Gute Nacht, Ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, Du Stolz und Pracht; Dir sei ganz, Du Lasterleben, gute Nacht gegeben.

Weicht, Ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Zucker sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst Du auch im Leide, Jesu, meine Freude.

Johann Franck 1650 (LKG 236)

Predigt

Freuet Euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die Ihr sie liebhabt!

Freuet Euch mit ihr, alle, die Ihr über sie traurig gewesen seid. Denn nun dürft Ihr saugen und Euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und Euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust. 

Denn so spricht der HERR: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet Ihr saugen, auf dem Arm wird man Euch tragen und auf den Knien Euch liebkosen. 

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, Ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.  Ihr werdet es sehen und Euer Herz wird sich freuen, und Euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden. 

Jesaja 66,10-14

Meine Predigt dazu:

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden +

4. Mose 6,24-26

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