Jauchzet Gott, alle Lande! (Psalm 66)

“Elia unter dem Ginsterstrauch” von Egino G.Weinert

Jauchzet Gott, alle Lande! Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich! Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind Deine Werke! Deine Feinde müssen sich beugen vor Deiner großen Macht. Alles Land bete Dich an und lobsinge Dir, lobsinge Deinem Namen. Sela. 

Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern. Er verwandelte das Meer in trockenes Land, sie gingen zu Fuß durch den Strom; dort wollen wir uns seiner freuen. Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich, seine Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen können sich nicht erheben. Sela. 

Lobet, Ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen, der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten. Denn, Gott, Du hast uns geprüft und geläutert, wie das Silber geläutert wird; Du hast uns in den Turm werfen lassen, Du hast auf unsern Rücken eine Last gelegt, Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen, wir sind in Feuer und Wasser gekommen. Aber Du hast uns herausgeführt und erquickt. 

Darum will ich in dein Haus gehen mit Brandopfern und dir meine Gelübde erfüllen, wie ich meine Lippen aufgetan habe und mein Mund geredet hat in meiner Not. Ich will dir Brandopfer bringen von fetten Schafen mit dem Opferrauch von Widdern; ich will opfern Rinder mit Böcken. Sela. 

Kommt her, höret zu alle, die Ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an mir getan hat. Zu ihm rief ich mit meinem Munde und pries ihn mit meiner Zunge. Wenn ich Unrechtes vorgehabt hätte in meinem Herzen, so würde der Herr nicht hören. Aber Gott hat mich erhört und gemerkt auf mein Flehen. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. 

Psalm 66. Ein Psalmlied, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1.Johannes 3,8b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

O Mensch, bewein Dein Sünde groß, darum Christus seins Vaters Schoß äußert und kam auf Erden; von einer Jungfrau rein und zart für uns er hier geboren ward, er wollt der Mittler werden, Den Toten er das Leben gab und tat dabei all Krankheit ab, bis sich die Zeit herdrange, daß er für uns geopfert würd, trüg unsrer Sünden schwere Bürd wohl an dem Kreuze lange.

So laßt uns nun ihm dankbar sein, daß er für uns litt solche Pein, nach seinem Willen leben. Auch laßt uns sein der Sünde feind, weil uns Gotts Wort so helle scheint, Tag, Nacht danach tun streben, die Lieb erzeigen jedermann, die Christus hat an uns getan
mit seinem Leiden, Sterben. O Menschenkind, betracht das recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt, tu Dich davor bewahren!

Sebald Heyden 1525 (LKG 127)

Morgenlese

Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. 

Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst. Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 

Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?

Hebräer 12,1-7

Abendlese

Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast!

Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. 

Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.

Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb. 

1.Könige 19,1-8

Bekenntnislese: Apologie XXIV,33-43 Von der Messe (Was Opfer sei)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther predigt am Mittwoch nach Invokavit

Dr. Martin Luther als Junker Jörg von Lucas Cranach (1522)

Die vierte der sogenannten Invokavitpredigten, die Dr. Martin Luther am Mittwoch, dem 12. März 1522 in Wittenberg hielt. Als Vorlage hier die “Martin Luther Studienausgabe”Bd.2 hg.v. Hans-Ulrich Delius u.a. im Evangelischen Verlagshaus Berlin, 1982. S.543-547.

4. Predigt nach Invokavit vorgelesen aus “Martin Luther. Kirche und Schule. Schriften III” (Reihe Verlag der Welt Religionen hg.v. Albrecht Beutel: Verlag der Weltreligionen, Berlin: 2015. S.23-27:

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Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. (Psalm 48)

Wittenberg, um 1558 / Braun u. Hogenberg

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. Schön ragt empor sein Gipfel, daran sich freut die ganze Welt, der Berg Zion fern im Norden, die Stadt des großen Königs. Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. 

Denn siehe, Könige waren versammelt und miteinander herangezogen. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestürzt. Zittern hat sie daselbst gepackt, Angst wie eine Gebärende. 

Du zerbrichst die großen Schiffe durch den Sturm vom Osten. Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich. Sela. 

Gott, wir gedenken Deiner Güte in Deinem Tempel. Gott, wie Dein Name, so ist auch Dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um Deiner Rechte willen. 

Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme; habt gut acht auf seine Mauern, durchwandert seine Paläste, dass ihr den Nachkommen davon erzählt: Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet. 

Psalm 48. Ein Psalmlied der Korachiter.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1.Johannes 3,8b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; Ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, Ihr sollt beginnen, was Eurem Schöpfer wohlgefällt.

Wo bist Du, Sonne, blieben? Die Nacht hat Dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin; ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint.

Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal.

Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit.

Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, dass nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu Dich, Du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 300,1-5)

Morgenlese

Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit. 

Hebräer 4,14-16

Abendlese

Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich Dir gebe die steinernen Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen. Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua. Und Mose stieg auf den Berg Gottes. 

Aber zu den Ältesten sprach er: Bleibt hier, bis wir zu euch zurückkommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Rechtssache, der wende sich an sie. Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg, und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und er rief Mose am siebenten Tag aus der Wolke. 

Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen der Israeliten. Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte. 

2. Mose 24,12-18

Bekenntnislese Apologie XXIV,25-32 Von der Messe (Was Opfer sei)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther predigt am Dienstag nach Invokavit

Dr. Martin Luther als Junker Jörg von Lucas Cranach (1522)

Die dritte der sogenannten Invokavitpredigten, die Dr. Martin Luther am Dienstag, dem 11. März 1522 in Wittenberg hielt. Als Vorlage hier die “Martin Luther Studienausgabe”Bd.2 hg.v. Hans-Ulrich Delius u.a. im Evangelischen Verlagshaus Berlin, 1982. S.538-543.

Vorgelesen aus “Martin Luther. Kirche und Schule. Schriften III” (Reihe Verlag der Welt Religionen hg.v. Albrecht Beutel: Verlag der Weltreligionen, Berlin: 2015. S.18-22:

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P. Wilhelm Löhe predigt an Invokavit (Mt.4,1-11)

Pastor Johan Konrad Wilhelm Löhe (1850)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am ersten Sonntag in den Fasten (Invokavit) über das heilige Evangelium der Versuchung unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus wie vom heiligen Evangelisten Sankt Matthäus 4,1-11 aufgeschrieben.

Hier vorgelesen:

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Laß sich nicht über mich freuen, die mir zu Unrecht feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Grund hassen! (Psalm 35,19)

Jüdenstraße nach dem Regen.

Laß sich nicht über mich freuen, die mir zu Unrecht feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Grund hassen! Denn sie reden nicht, was dem Frieden dient, und ersinnen falsche Anklagen wider die Stillen im Lande. Sie sperren das Maul weit auf wider mich und sprechen: »Da, da, wir sehen’s mit eigenen Augen!« 

HERR, du hast es gesehen, schweige nicht; HERR, sei nicht ferne von mir! Wach auf, werde wach für mein Recht und meine Sache, mein Gott und Herr! HERR, mein Gott, schaffe mir Recht nach Deiner Gerechtigkeit, daß sie sich nicht über mich freuen. 

Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: »Da! Das wollten wir.« Laß sie nicht sagen: »Wir haben ihn verschlungen.« Sie sollen sich schämen und zuschanden werden, alle, die sich meines Unglücks freuen; sie sollen in Schmach und Schande sich kleiden, die sich wider mich rühmen. 

Jubeln und freuen sollen sich, die Gefallen haben an meiner Gerechtigkeit, und immer sagen: Der HERR sei hochgelobt, der seinem Knecht so wohl will! Und meine Zunge soll reden von Deiner Gerechtigkeit und Dich täglich preisen. 

Psalm 38,19-28. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1.Johannes 3,8b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Fröhlich wir nun all fangen an den Gottesdienst mit Schalle, weil Gott ihn ja will von uns han und läßt sich’s wohlgefallen. Zu jeder Stund an allem Ort, da wir jemals gehört sein Wort, will ers mit Freud uns lohnen.

O selig über selig sind, die in seim Dienst sich üben; Gotts treue Diener, Erbn und Kind sie sind, die er tut lieben, will sie auch in seins Himmels Thron mit der Freuden- und Lebenskron beschenken und begnaden.

O Gott, nimm an zu Lob und Preis das Beten und das Singen, in unser Herz Dein´ Geist ausgieß, daß es viel Früchte bringe des Glaubens aus Deim heilgen Wort, daß wir Dich preisen hier und dort. Fröhlich wir nun anfangen.

Zachäus Faber 1601 (LKG 9)

Morgenlese

Und gedenke des ganzen Weges, den Dich der HERR, Dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf daß er Dich demütigte und versuchte, damit kundwürde, was in Deinem Herzen wäre, ob Du seine Gebote halten würdest oder nicht. Er demütigte Dich und ließ Dich hungern und speiste Dich mit Manna, das Du und Deine Väter nie gekannt hatten, auf daß er Dir kundtäte, daß der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. Deine Kleider sind nicht zerrissen an Dir, und Deine Füße sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre. So erkennst Du ja in Deinem Herzen, daß der HERR, Dein Gott, Dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.

So hüte Dich nun davor, den HERRN, Deinen Gott, zu vergessen, sodaß Du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich Dir heute gebiete, nicht hältst. Wenn Du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst und Deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was Du hast, sich mehrt, dann hüte Dich, daß Dein Herz sich nicht überhebt und Du den HERRN, Deinen Gott, vergisst, der Dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft, und Dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, und ließ Dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen und speiste Dich mit Manna in der Wüste, von dem Deine Väter nichts gewusst haben, auf daß er Dich demütigte und versuchte, damit er Dir hernach wohltäte. Du könntest sonst sagen in Deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen. Sondern gedenke an den HERRN, Deinen Gott; denn er ist’s, der Dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf daß er hielte seinen Bund, den er Deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.

5.Mose 8,2-5.11-18

Abendlese

Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen?

Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott sprach: »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.« Darum »geht weg von ihnen und sondert Euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich Euch annehmen und Euer Vater sein und Ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr. 

Weil wir nun solche Verheißungen haben, Ihr Lieben, so laßt uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes. 

2.Korinther 6,14-7,1

Bekenntnislese Apologie XXIV,13-27 Von der Messe (Was Opfer sei)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther predigt am Montag nach Invokavit

Dr. Martin Luther als Junker Jörg von Lucas Cranach (1522)

Hier nun die zweite der sogenannten Invokavitpredigten, die Dr. Martin Luther am Montag, dem 10. März 1522 in Wittenberg hielt. Als Vorlage hier die “Martin Luther Studienausgabe”Bd.2 hg.v. Hans-Ulrich Delius u.a. im Evangelischen Verlagshaus Berlin, 1982. S.534-538.

Hier vorgelesen aus “Martin Luther. Kirche und Schule. Schriften III” (Reihe Verlag der Welt Religionen hg.v. Albrecht Beutel: Verlag der Weltreligionen, Berlin: 2015. S.14-18:

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J.S. Bach: Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu Dir (BWV 131)

Johann Sebastian Bach (1746), mit Rätselkanon (Zweitversion des Ölgemäldes von Elias Gottlob Haußmann)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert in seiner Zeit in Mühlhausen (1707-1708) diese Kantate: “Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu Dir” (BWV 131). Vielleicht wegen einer Brandkatastrophe, vielleicht an einer Begräbnisfeier. Die Quellenlage gibt nichts gewisses her.

Hier der Text der Kantate:

Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir
  
1. Coro
Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir.
Herr, höre meine Stimme, lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!
  
2. Arioso B e Choral S
Oboe, Continuo
So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?
Erbarm dich mein in solcher Last,
Nimm sie aus meinem Herzen,
Dieweil du sie gebüßet hast
Am Holz mit Todesschmerzen,
Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte.
Auf dass ich nicht mit großem Weh
In meinen Sünden untergeh,
Noch ewiglich verzage.
  
3. Coro
Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort.
  
4. Aria T e Choral A
Continuo
Meine Seele wartet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zu der andern.
Und weil ich denn in meinem Sinn,
Wie ich zuvor geklaget,
Auch ein betrübter Sünder bin,
Den sein Gewissen naget,
Und wollte gern im Blute dein
Von Sünden abgewaschen sein
Wie David und Manasse.
  
5. Coro
Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Israel hoffe auf den Herrn; denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm.
Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Entstehungszeit1707
TextPsalm 130,1-8; 2, 4: Bartholomäus Ringwaldt 1588
Walter F. Bischof (Alberta, CA)

Johann Sebastian Bach: “Aus der Tiefen rufe ich, Herr zu dir”, BWV 131 (Caroline Weynants, Sopran; Damien Guillon, Countertenor; Marcus Ullmann, Tenor; Lieven Termont, Bariton; Il Gardellino: Marcel Ponseele)

Mehr zur Kantate BWV 131: https://de.wikipedia.org/…/Aus_der_Tiefen_rufe_ich…

Und eine ältere Interpretation mit Helmut Rilling: https://www.youtube.com/watch?v=FlKrlX5jS2U…

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HERR, höre die gerechte Sache, merke auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch. (Psalm 17)

HERR, höre die gerechte Sache, merke auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch. Sprich du in meiner Sache; deine Augen sehen, was recht ist. Du prüfst mein Herz und suchst mich heim bei Nacht; du läuterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgenommen, dass mein Mund sich nicht vergehe. Im Treiben der Menschen bewahre ich mich durch das Wort deiner Lippen vor Wegen der Gewalt. Erhalte meinen Gang auf deinen Pfaden, dass meine Tritte nicht gleiten. Ich rufe zu dir, denn du, Gott, wirst mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede! 

Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die Zuflucht suchen vor denen, die sich gegen deine rechte Hand erheben. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun, vor meinen Feinden, die mich ringsum bedrängen. Ihr Herz haben sie verschlossen, mit ihrem Munde reden sie stolz. Wo wir auch gehen, da umgeben sie uns; ihre Augen richten sie darauf, dass sie uns zu Boden stürzen, gleichwie ein Löwe, der nach Raub giert, wie ein junger Löwe, der im Versteck sitzt. 

HERR, mache dich auf, tritt ihm entgegen und demütige ihn! Errette mein Leben vor dem Frevler mit deinem Schwert, vor den Leuten, HERR, mit deiner Hand, vor den Leuten dieser Welt, die ihr Teil haben schon im Leben, denen du den Bauch füllst mit deinen Gütern, dass noch ihre Söhne die Fülle haben und ihren Kindern ein Übriges lassen. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde. 

Psalm 17. Ein Gebet Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1.Johannes 3,8b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet; all’zeit erfunden geduldig, wie sehr Du wurdest verachtet! All’ Sünd hast Du getragen: sonst müßten wir verzagen. Erbarm Dich unser, o Jesu!

O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet; all’zeit erfunden geduldig, wie sehr Du wurdest verachtet! All’ Sünd hast Du getragen: sonst müßten wir verzagen. Erbarm Dich unser, o Jesu!

O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet; all’zeit erfunden geduldig, wie sehr Du wurdest verachtet! All’ Sünd hast Du getragen: sonst müßten wir verzagen. Gib uns Dein´ Frieden O Jesu.

Nikolaus Decius, 1531 (LKG 126)

Morgenlese

Woher kommt Streit, woher Krieg unter euch? Kommt’s nicht daher: aus euren Gelüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft; ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt’s nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt. 

Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Der Geist, den er in uns wohnen ließ, drängt nach Neid; doch Gott gibt größere Gnade. Darum heißt es: »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« 

So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen. Klagt, trauert und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. 

Jakobus 4,1-10

Abendlese

Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.

Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. 14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. 15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. 16 Irrt euch nicht, meine Lieben. 17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts[1], bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis. 18 Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir die Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

Ihr sollt wissen, meine Lieben: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. 20 Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. 21 Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen.

Jakobus 1,12-21

Bekenntnislese Apologie XXIV,1-12

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther predigt an Invokavit

Hier nun die erste der sogenannten Invokavitpredigten, die Dr. Martin Luther vom 9. bis zum 16. März 1522 in Wittenberg beginnend mit dem Sonntag Invokavit hielt um gegen den beschlossenen Zwang der Messe in beiderlei Gestalt, keine Bilder usw. zu protestieren und die Reformation in geordnete Bahnen zurückzuführen. Als Vorlage hier die “Martin Luther Studienausgabe”Bd.2 hg.v. Hans-Ulrich Delius u.a. im Evangelischen Verlagshaus Berlin, 1982. S.530-534.

Hier vorgelesen aus “Martin Luther. Kirche und Schule. Schriften III” (Reihe Verlag der Welt Religionen hg.v. Albrecht Beutel: Verlag der Weltreligionen, Berlin: 2015. S.9-14.

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