An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten. (Psalm 137)

Rudolf Schäfer (16. September, 1878-25.Oktober, 1961)

An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten. Unsere Harfen hängten wir an die Weiden im Lande. Denn dort hießen uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen fröhlich sein: »Singet uns ein Lied von Zion!« 

Wie könnten wir des HERRN Lied singen in fremdem Lande? Vergesse ich Dein, Jerusalem, so werde meine Rechte vergessen. Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich Deiner nicht gedenke, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein.

HERR, vergiß den Söhnen Edom nicht den Tag Jerusalems, da sie sagten: »Reißt nieder, reißt nieder bis auf den Grund!« Tochter Babel, Du Verwüsterin, wohl dem, der Dir vergilt, was Du uns getan hast! Wohl dem, der Deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert! 

Psalm 137.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Psalm 33,12

Lied des Tages

Ich armer Sünder komm zu Dir mit demütigem Herzen, o Gott, des Gnad ist für und für, bekenne Dir mit Schmerzen die Sünden all, ein´ jeden Fall, wie ich ihn hab begangen von Jugend auf, mit großem Hauf, drin ich jetzt bin gefangen.

Die Sünden sind, die ich getan, unmöglich zu erzählen; doch ich sie auch nicht bergen kann, weil sie mich immer quälen. Dein liebster Sohn hat mich davon durch seinen Tod entbunden; dennoch hab ich jetzt lassen mich den Satan neu verwunden.

So ist auch mein Undankbarkeit sehr groß bis auf die Stunde; ich habe Dir zu keiner Zeit gedankt von Herzengrunde für Deine Treu, die täglich neu, für Deine Lieb und Güte, die ich an mir gar reichlich spür und stets trag im Gemüte.

Wenn mein Herz dies bei sich bedenkt, in Stücken möchts zerspringen; die große Sicherheit mich kränkt, tut Mark und Bein durchdringen. Kein Höllenpein so groß mag sein, ich habe sie verschuldet; ich bin nicht wert, daß mich die Erd trägt, nährt und auf sich duldet.

O Vater der Barmherzigkeit, ich falle Dir zu Fuße; verwirf den nicht, der zu Dir schreit und tut rechtschaffne Buße. Dein Angesicht mit Gnaden richt auf mich betrübten Sünder;
gib einen Blick, der mich erquick, so wird mein Angst bald minder.

Eröffne mir Dein freudlich Herz, den Quell der ewigen Liebe, vergib die Sünd, heil meinen Schmerz, hilf, daß ich mich stets übe in dem, was Dir gefällt an mir, und alles Böse meide, bis ich hinfahr zur Engelschar, da nichts denn lauter Freude.

Johann Hermann, 1630 (LKG 221)

Morgenlese

Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: Mach Dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich Dich meine Worte hören lassen. 

Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. Und wenn der Topf, den er aus dem Ton machte, ihm unter den Händen mißriet, machte er daraus wieder einen andern Topf, ganz wie es ihm gefiel. 

Da geschah des HERRN Wort zu mir: Kann ich nicht ebenso mit Euch umgehen, Ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch Ihr in meiner Hand, Haus Israel. 

Bald rede ich gegen ein Volk und Königreich, daß ich es ausreißen, einreißen und zerstören will; wenn sich aber das Volk, gegen das ich geredet habe, von seiner Bosheit bekehrt, so reut mich auch das Unheil, das ich ihm gedachte zu tun. 

Und bald rede ich über ein Volk und Königreich, daß ich es bauen und pflanzen will; wenn es aber tut, was mir mißfällt, dass es meiner Stimme nicht gehorcht, so reut mich auch das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun. 

Jeremia 18,1-10

Abendlese

Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre! Er ist der Fels. Seine Werke sind vollkommen; denn alle seine Wege sind recht. Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er. Das verkehrte und böse Geschlecht hat gesündigt wider ihn; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder. 

Dankst Du so dem HERRN, Deinem Gott, Du tolles und törichtes Volk? Ist er nicht Dein Vater und Dein Herr? Ist’s nicht er allein, der Dich gemacht und bereitet hat? 

Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage Deinen Vater, der wird Dir’s verkünden, Deine Ältesten, die werden Dir’s sagen. 

Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels. Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. 

Er fand ihn in der Steppe, in der Wüste, im Geheul der Wildnis. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen Augapfel. Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flügeln. Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.

Als nun Mose das alles zu Ende geredet hatte vor ganz Israel, sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich Euch heute bezeuge, daß Ihr Euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun. Denn es ist nicht ein leeres Wort an Euch, sondern es ist Euer Leben, und durch dies Wort werdet Ihr lange leben in dem Lande, in das Ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen. 

5. Mose 32,3-12.45-47

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII,54-63)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

Posted in Uncategorized | Leave a comment

Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf – so sage Israel –, sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht überwältigt. (Psalm 129)

Hochsommer am Elberadweg Richtung Wörlitz, 2026

Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf – so sage Israel –, sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht überwältigt. Die Pflüger haben auf meinem Rücken geackert und ihre Furchen lang gezogen. Der HERR, der gerecht ist, hat der Frevler Stricke zerhauen. 

Ach daß zuschanden würden und zurückwichen alle, die Zion hassen! Ach daß sie würden wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe man es ausrauft, mit dem der Schnitter seine Hand nicht füllt noch der Garbenbinder seinen Arm; und keiner, der vorübergeht, soll sprechen: Der Segen des HERRN sei über Euch!

Wir segnen Euch im Namen des HERRN. 

Psalm 129. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Psalm 33,12

Lied des Tages

Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen; Gott walt’s zu Frommen nach seim Wohlgefallen, daß wir uns legen, in sein G’leit und Segen der Ruh zu pflegen.

Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister; halt die Nachtwach gern, sei selbst unser Schutzherr; schirm beid, Leib und Seel, unter Deine Flügel; send uns Dein Engel.

Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufwachen und von Dir nicht wanken. Laß uns mit Züchten unser Tun und Dichten zu Deim Preis richten.

Pfleg auch der Kranken durch Deinen Geliebten; hilf den Gefangnen; tröste die Betrübten; pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder; des Feinds Neid hinder.

Denn wir kein ander Zuflucht können haben als zu Dir, o Herr, in dem Himmel droben. Du verläßt keinen, gibst acht auf die Deinen, die Dich recht meinen.

Vater, Dein Name werd von uns gepreiset, Dein Reich zukomme, Dein Will werd beweiset, frist unser Leben, wollst die Schuld vergeben, erlös uns. Amen.

Petrus Herbert 1566; Strophe 5: Missourisches Gesangbuch 1847. (LKG 294)

Morgenlese

Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand; die waren beschrieben auf beiden Seiten, vorn und hinten waren sie beschrieben. Und Gott hatte sie selbst gemacht, und die Schrift war Gottes Schrift, eingegraben in die Tafeln. 

Als nun Josua das Geschrei des Volks hörte, sprach er zu Mose: Es ist ein Kriegsgeschrei im Lager. Er antwortete: Es ist kein Geschrei wie bei einem Sieg, und es ist kein Geschrei wie bei einer Niederlage, ich höre Geschrei wie beim Tanz. 

Als Mose aber nahe zum Lager kam und das Kalb und das Tanzen sah, entbrannte sein Zorn, und er warf die Tafeln aus der Hand und zerbrach sie unten am Berge und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es im Feuer und zermalmte es zu Pulver und streute es aufs Wasser und gab’s den Israeliten zu trinken. 

Und er sprach zu Aaron: Was hat Dir dies Volk getan, daß Du eine so große Sünde über sie gebracht hast? Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht entbrennen. Du weißt, daß dies Volk böse ist. Sie sprachen zu mir: Mache uns Götter, die vor uns hergehen; denn wir wissen nicht, was mit diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat. Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiße es ab und gebe es mir. Und ich warf es ins Feuer, und daraus ist dieses Kalb geworden.

Am nächsten Morgen sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht Sühne erwirken kann für Eure Sünde. Als nun Mose wieder zu dem HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus Deinem Buch, das Du geschrieben hast. 

Der HERR sprach zu Mose: Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir gesündigt hat. So geh nun hin und führe das Volk, wohin ich Dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor Dir hergehen. Ich werde aber ihre Sünde heimsuchen, wenn meine Zeit heimzusuchen gekommen ist. Und der HERR schlug das Volk, weil sie sich das Kalb gemacht hatten, das Aaron angefertigt hatte. 

2.Mose 32,15-24.30-35

Abendlese

Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte… So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen:

Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt Euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für Eure Söhne Frauen und gebt Eure Töchter Männern, daß sie Söhne und Töchter gebären; mehrt Euch dort, daß Ihr nicht weniger werdet. 

Suchet der Stadt Bestes, dahin ich Euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s Euch auch wohl. 

Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst Euch durch die Propheten, die bei Euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen! Denn sie weissagen Euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR. 

Jeremia 29,1.4-9

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII,44-53)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Die auf den HERRN hoffen, werden nicht fallen, sondern ewig bleiben wie der Berg Zion. (Psalm 125)

Salomon auf dem Löwen­thron (unten). Buch­malerei im Heils­spiegel, um 1360

Die auf den HERRN hoffen, werden nicht fallen, sondern ewig bleiben wie der Berg Zion. Um Jerusalem her sind Berge, und der HERR ist um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit. 

Denn das Zepter des Frevels wird nicht bleiben über dem Erbteil der Gerechten, damit die Gerechten ihre Hände nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit. 

HERR, tu wohl den Guten und denen, die frommen Herzens sind. Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der HERR dahinfahren lassen mit den Übeltätern. Friede sei über Israel! 

Psalm 125. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Psalm 33,12

Lied des Tages

Für solche Gnad und Güte groß sollst Du Gott billig danken, nicht laufen aus seim Gnadenschoß, von seinem Wort nicht wanken, Dich halten, wie sein Wort Dich lehrt, dadurch wird Gottes Reich gemehrt, geholfen auch den Kranken.

Du solltest bringen gute Frucht, so Du recht gläubig wärest, in Lieb und Treu, in Scham und Zucht, wie Du solchs selbst begehrest, in Gottes Furcht Dich halten fein und suchen Gottes Ehr allein, daß Du niemand beschwerest.

Die Wahrheit wird jetzt unterdrückt, will niemand Wahrheit hören; die Lüge wird gar fein geschmückt, man hilft ihr oft mit Schwören; dadurch wird Gottes Wort veracht’, die Wahrheit höhnisch auch verlacht, die Lüge tut man ehren.

Wach auf, Deutschland! ´s ist hohe Zeit, Du wirst sonst übereilet, die Straf Dir auf dem Halse leit, ob sichs gleich jetzt verweilet. Fürwahr, die Axt ist angesetzt auch auch zum Hieb sehr scharf gewetzt; was gilts, ob sie Dein fehlet.

Gott warnet täglich für und für, das zeugen seine Zeichen, denn Gottes Straf ist vor der Tür, Deutschland, laß Dich erweichen, tu rechte Buße in der Zeit, weil Gott Dir noch sein Gnad anbeut und tut sein Hand Dir reichen.

Das helfe Gott uns allen gleich, daß wir von Sünden lassen, und führe uns zu seinem Reich, daß wir das Unrecht hassen. Herr Jesu Christe, hilf uns nu und gib uns Deinen Geist dazu, daß wir Dein Warnung fassen.

Johann Walter 1561. Nr. 390,4-9 im ELKG hg.v. SELK. 7.Aufl. Verlag der Lutherischen Buchhandlung, Gr.Oesingen. 2005.

Morgenlese

Und der HERR erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts, und Gott sprach: Bitte, was ich Dir geben soll! 

Salomo sprach: Du hast an meinem Vater David, Deinem Knecht, große Barmherzigkeit getan, wie er denn vor Dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen vor Dir, und hast ihm auch die große Barmherzigkeit erwiesen und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzen sollte, wie es denn jetzt ist. 

Nun, HERR, mein Gott, Du hast Deinen Knecht zum König gemacht an meines Vaters David statt. Ich aber bin noch jung, weiß weder aus noch ein. Und Dein Knecht steht mitten in Deinem Volk, das Du erwählt hast, einem Volk, so groß, daß es wegen seiner Menge niemand zählen noch berechnen kann. 

So wollest Du Deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, daß er Dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer vermag dies Dein mächtiges Volk zu richten? 

Das gefiel dem Herrn, dass Salomo darum bat. Und Gott sprach zu ihm: Weil Du darum bittest und bittest weder um langes Leben noch um Reichtum noch um Deiner Feinde Tod, sondern um Verstand, auf das Recht zu hören, siehe, so tue ich nach Deinen Worten. Siehe, ich gebe Dir ein weises und verständiges Herz, sodaß Deinesgleichen vor Dir nicht gewesen ist und nach Dir nicht aufkommen wird. 

Und dazu gebe ich Dir, worum Du nicht gebeten hast, nämlich Reichtum und Ehre, sodaß Deinesgleichen keiner unter den Königen ist zu Deinen Zeiten. Und wenn Du in meinen Wegen wandeln wirst, daß Du hältst meine Satzungen und Gebote, wie Dein Vater David gewandelt ist, so will ich Dir ein langes Leben geben. 

Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Und er kam nach Jerusalem und trat vor die Lade des Bundes des Herrn und opferte Brandopfer und Dankopfer und machte ein großes Festmahl für alle seine Großen. 

1.Könige 3,5-15

Abendlese

Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem König als dem Obersten oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. 

Denn das ist der Wille Gottes, daß Ihr durch Tun des Guten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft – als Freie und nicht als hättet Ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als Knechte Gottes. 

Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehrt den König!

1.Petrus 2,13-17 

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII,30-43)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment

Ich rufe zu dem HERRN in meiner Not und er erhört mich. (Psalm 120)

Tizian: Der Zinsgroschen (1516) in der Gemäldegalerie Alte Meister (Dresden).

Ich rufe zu dem HERRN in meiner Not und er erhört mich. HERR, errette mich von den Lügenmäulern, von den falschen Zungen. Was soll er Dir antun, Du falsche Zunge, und was Dir noch geben? Scharfe Pfeile eines Starken und feurige Kohlen! Weh mir, daß ich ein Fremdling bin unter Meschech; ich muß wohnen bei den Zelten Kedars! Es wird meiner Seele lang, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen. Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fangen sie Krieg an. 

Psalm 120. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Psalm 33,12

Lied des Tages

Wach auf, wach auf, Du deutsches Land! Du hast genug geschlafen. Bedenk, was Gott an Dich gewandt, wozu er Dich erschaffen. Bedenk, was Gott Dir hat gesandt und Dir vertraut sein höchstes Pfand, drum magst Du wohl aufwachen.

Gott hat Dir Christus, seinen Sohn, die Wahrheit und das Leben, sein liebes Evangelium aus lauter Gnad gegeben; denn Christus ist allein der Mann, der für der Welt Sünd g’nug getan, kein Werk hilft sonst daneben.

Für solche Gnad und Güte groß sollst Du dem Herren danken, nicht laufen aus seim Gnadenschoß, von seinem Wort nicht wanken, dich halten, wie sein Wort Dich lehrt, dadurch wird Gottes Reich gemehrt, geholfen auch den Kranken.

Johann Walter 1561 (EG 145,1-3)

Morgenlese

Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Refidim. Da sprach Mose zu Josua: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich oben auf dem Hügel stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. 

Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, und kämpfte gegen Amalek. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Höhe des Hügels. Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek. 

Aber Mose wurden die Hände schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn hin, daß er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging. 

Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schärfe. Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Josua ein; denn ich will die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel austilgen. 

Und Mose baute einen Altar und nannte ihn: Der HERR mein Feldzeichen. Und er sprach: Die Hand an den Thron des HERRN! Der HERR führt Krieg gegen Amalek von Kind zu Kindeskind. 

2. Mose 17,8-15

Abendlese

Da gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, daß sie ihn fingen in seinen Worten, und sandten zu ihm ihre Jünger samt den Anhängern des Herodes.

Die sprachen: Meister, wir wissen, daß Du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach niemand; denn Du achtest nicht das Ansehen der Menschen. 

Darum sage uns, was meinst Du: Ist’s recht, daß man dem Kaiser Steuern zahlt, oder nicht? 

Da nun Jesus ihre Bosheit merkte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht Ihr mich? Zeigt mir die Steuermünze! Und sie reichten ihm einen Silbergroschen. 

Und er sprach zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! 

Als sie das hörten, wunderten sie sich, ließen von ihm ab und gingen davon. 

Matthäus 22,15-22

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII:20-29)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Löhe über Lk.19,41-44: Jesus weint über Jerusalem

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 10. Sonntag nach Trinitatis über die Heimsuchung Gottes in Gericht und Gnade wie vom Evangelisten Lukas im 19. Kapitel glaubhaft in den Versen 41ff aufgeschrieben.

P.Löhe schreibt auf S.63:

Sie (die Römer) haben endlich am 10. August den Tempel angezündet, der unter dem Wehgeschrei der Juden, unter dem Siegsgeschrei der Römer in Flammen aufging.

Hier vorgelesen:

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment

Bach: “Nimm von uns, Herr, Du treuer Gott” (BWV 101)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Nimm von uns, Herr, du treuer Gott”, Kantate am zehnten Sonntag nach Trinitatis, BWV 101.

Hier der Eingangschoral:

Nimm von uns Herr, Du treuer Gott, die schwere Straf und große Not,
Die wir mit Sünden ohne Zahl verdienet haben allzumal.
Behüt für Krieg und teurer Zeit, für Seuchen, Feur und großem Leid.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Nimm von uns, Herr, du treuer Gott
  
1. Coro
Corno col Soprano, Tromba I coll’ Alto, Tromba II col Tenore, Tromba III col Basso, Flauto traverso o Violino solo, Oboe I/II, Taille, Violino I/II, Viola, Continuo
Nimm von uns Herr, du treuer Gott,
Die schwere Straf und große Not,
Die wir mit Sünden ohne Zahl
Verdienet haben allzumal.
Behüt für Krieg und teurer Zeit,
Für Seuchen, Feur und großem Leid.
  
2. Aria T
Flauto traverso o Violino solo, Continuo
Handle nicht nach deinen Rechten
Mit uns bösen Sündenknechten,
Lass das Schwert der Feinde ruhn!
Höchster, höre unser Flehen,
Dass wir nicht durch sündlich Tun
Wie Jerusalem vergehen!
  
3. Choral e Recitativo S
Continuo
Ach! Herr Gott, durch die Treue dein
Wird unser Land in Frieden und Ruhe sein.
Wenn uns ein Unglückswetter droht,
So rufen wir,
Barmherziger Gott, zu dir
In solcher Not:
Mit Trost und Rettung uns erschein!
Du kannst dem feindlichen Zerstören
Durch deine Macht und Hilfe wehren.
Beweis an uns deine große Gnad
Und straf uns nicht auf frischer Tat,
Wenn unsre Füsse wanken wollten
Und wir aus Schwachheit straucheln sollten.
Wohn uns mit deiner Güte bei
Und gib, dass wir
Nur nach dem Guten streben,
Damit allhier
Und auch in jenem Leben
Dein Zorn und Grimm fern von uns sei.
  
4. Aria B
Oboe I/II, Taille, Continuo
Warum willst du so zornig sein?
Es schlagen deines Eifers Flammen
Schon über unserm Haupt zusammen.
Ach, stelle doch die Strafen ein
Und trag aus väterlicher Huld
Mit unserm schwachen Fleisch Geduld!
  
5. Choral e Recitativo T
Continuo
Die Sünd hat uns verderbet sehr.
So müssen auch die Frömmsten sagen
Und mit betränten Augen klagen:
Der Teufel plagt uns noch viel mehr.
Ja, dieser böse Geist,
Der schon von Anbeginn ein Mörder heißt,
Sucht uns um unser Heil zu bringen
Und als ein Löwe zu verschlingen.
Die Welt, auch unser Fleisch und Blut
Uns allezeit verführen tut.
Wir treffen hier auf dieser schmalen Bahn
Sehr viel Hindernis im Guten an.
Solch Elend kennst du, Herr, allein:
Hilf, Helfer, hilf uns Schwachen,
Du kannst uns stärker machen!
Ach, lass uns dir befohlen sein.
  
6. Aria (Duetto) S A
Flauto traverso o Violino solo, Oboe da caccia, Continuo
Gedenk an Jesu bittern Tod!
Nimm, Vater, deines Sohnes Schmerzen
Und seiner Wunden Pein zu Herzen,
Die sind ja für die ganze Welt
Die Zahlung und das Lösegeld;
Erzeig auch mir zu aller Zeit,
Barmherzger Gott, Barmherzigkeit!
Ich seufze stets in meiner Not:
Gedenk an Jesu bittern Tod!
  
7. Choral
Flauto traverso in octava e Corno e Oboe I e Violino I col Soprano, Oboe II e Tromba I e Violino II coll’ Alto, Taille e Tromba II e Viola col Tenore, Tromba III col Basso, Continuo
Leit uns mit deiner rechten Hand
Und segne unser Stadt und Land;
Gib uns allzeit dein heilges Wort,
Behüt für’s Teufels List und Mord;
Verleih ein selges Stündelein,
Auf dass wir ewig bei dir sein.

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Corno, Tromba I-III, Oboe I/II, Oboe da caccia (Taille), Flauto traverso o Violino solo, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit13. August 1724
TextMartin Moller 1584; 2-6: Umdichtungen eines unbekannten Verfassers
Anlass10. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine Aufführung der J.S. Bach-Stiftung

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung

Rudolf Lutz – Dirigent

Solisten: Miriam Feuersinger – Sopran Margot Oitzinger – Alt Daniel Johannsen – Tenor Wolf Matthias Friedrich – Bass

Johann Sebastian Bach – BWV 101 “Nimm von uns, Herr, du treuer Gott”

00:00 Kantate BWV 101, Konzert vom 18.11.2022 00:50 Chor – Nimm von uns, Herr, du treuer Gott, 06:35 Arie (Tenor) – Handle nicht nach deinen Rechten 10:14 Choral und Rezitativ (Sopran) – Ach! Herr Gott, durch die Treue dein 12:38 Arie (Bass) – Warum willst du so zornig sein? 17:15 Choral und Rezitativ (Tenor) – Die Sünd hat uns sehr verderbet. 19:21 Arie (Sopran & Alt) – Gedenk an Jesu bittern Tod! 26:09 Choral – Leit uns mit deiner rechten Hand

Posted in J.S. Bach | Tagged , , , , , | Leave a comment

Ich rede von Deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht. (Psalm 119,25-48)

Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach Deinem Wort. Ich erzähle Dir meine Wege, und Du erhörst mich; lehre mich Deine Gebote. Laß mich verstehen den Weg Deiner Befehle, so will ich nachsinnen über Deine Wunder. 

Meine Seele verschmachtet vor Gram; richte mich auf durch Dein Wort. Halte fern von mir den Weg der Lüge und gib mir in Gnaden Dein Gesetz. Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit, Deine Urteile habe ich vor mich gestellt. Ich halte an Deinen Zeugnissen fest; HERR, laß mich nicht zuschanden werden! 

Ich laufe den Weg Deiner Gebote; denn Du tröstest mein Herz. Zeige mir, HERR, den Weg Deiner Gebote, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre Dein Gesetz und es halte von ganzem Herzen. Führe mich auf dem Steig Deiner Gebote; denn ich habe Gefallen daran. 

Neige mein Herz zu Deinen Zeugnissen und nicht zur Habsucht. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnützer Lehre, und erquicke mich auf Deinem Wege. Erfülle Deinem Knecht Dein Wort, daß man Dich fürchte. 

Wende meine Schmach, vor der mir graut; denn Deine Urteile sind gut. Siehe, ich begehre Deine Befehle; erquicke mich mit Deiner Gerechtigkeit. HERR, lass mir Deine Gnade widerfahren, Deine Hilfe nach Deinem Wort, daß ich antworten kann dem, der mich schmäht; denn ich verlasse mich auf Dein Wort. 

Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf Deine Urteile. Ich will Dein Gesetz halten allezeit, immer und ewiglich. Und ich wandle in weitem Raum; denn ich suche Deine Befehle. 

Ich rede von Deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht. Ich habe meine Freude an Deinen Geboten, sie sind mir sehr lieb, und hebe meine Hände auf zu Deinen Geboten, die mir lieb sind, und sinne nach über Deine Weisungen. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Psalm 33,12

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Nimm von uns, Herr, Du treuer Gott, die schwere Straf und große Not, die wir mit Sünden ohne Zahl verdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feu’r und großem Leid.

Die Sünd hat uns verderbet sehr, der Teufel plagt uns noch viel mehr, die Welt und unser Fleisch und Blut uns allezeit verführen tut. Solch Elend kennst Du, Herr, allein, ach, laß es Dir zu Herzen gehn.

Erbarm Dich Deiner bösen Knecht, wir bitten Gnad und nicht das Recht; denn so Du Herr, den rechten Lohn uns geben wollst nach unserm Tun: so müßt die ganze Welt vergehn und könnt kein Mensch vor Dir bestehn.

Ach, Herr Gott, durch die Treue Dein mit Trost und Rettung uns erschein. Beweis an uns Dein große Gnad und straf uns nicht auf frischer Tat, wohn uns mit Deiner Güte bei, Dein Zorn und Grimm fern von uns sei.

Gedenk an Deines Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden rot. Die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit.

Leit uns mit Deiner rechten Hand und segne unser Stadt und Land; gib uns allzeit Dein heilig Wort, behüt vors Teufels List und Mord; ein selig End wollst uns verleihn, auf daß wir ewig bei Dir sein.

Nach dem lateinischen “Aufer immensam” (Wittenberg 1541) von Martin Moller 1584. (LKG 119)

Morgenlese

Denn Du bist ein heiliges Volk dem HERRN, Deinem Gott. Dich hat der HERR, Dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. Nicht hat Euch der HERR angenommen und Euch erwählt, weil Ihr größer wäret als alle Völker – denn Du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er Euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er Euren Vätern geschworen hat.

Darum hat der HERR Euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat Dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. So sollst Du nun wissen, daß der HERR, Dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen. 

So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich Dir heute gebiete, daß Du danach tust.

Und wenn Ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, Dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er Deinen Vätern geschworen hat, und wird Dich lieben und segnen und mehren, und er wird segnen die Frucht Deines Leibes und den Ertrag Deines Ackers, Dein Getreide, Wein und Öl, und das Jungvieh Deiner Kühe und Deiner Schafe in dem Lande, das er Dir geben wird, wie er Deinen Vätern geschworen hat. 

5.Mose 7,6-13

Abendlese

Als aber Sanballat und Tobija und die Araber und Ammoniter und Aschdoditer hörten, daß die Wunden der Mauern Jerusalems heilten, weil die Lücken angefangen hatten sich zu schließen, wurden sie sehr zornig und verschworen sich alle miteinander hinzuziehen, um gegen Jerusalem zu kämpfen und dort Verwirrung zu stiften. 

Wir aber beteten zu unserm Gott und stellten gegen sie Tag und Nacht Wachen auf zum Schutz vor ihnen. Und das Volk von Juda sprach: Die Kraft der Träger ist zu schwach, und da ist zu viel Schutt; wir schaffen es nicht, an der Mauer zu bauen. 

Unsere Widersacher aber dachten: Sie sollen’s nicht erfahren noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie töten und dem Werk ein Ende machen. Als nun die Juden, die nahe bei ihnen wohnten, kamen und uns wohl zehnmal sagten von all den Plänen, die sie gegen uns ersannen, da stellte ich unten an die Orte hinter der Mauer an den offenen Stellen das Volk auf nach seinen Geschlechtern mit Schwertern, Spießen und Bogen. 

Und als ich sie besah, machte ich mich auf und sprach zu den Vornehmen und Vorstehern und dem übrigen Volk: Fürchtet Euch nicht vor ihnen; gedenkt an den Herrn, der groß und schrecklich ist, und streitet für Eure Brüder, Söhne, Töchter, Frauen und Häuser! Als aber unsere Feinde hörten, dass es uns kundgeworden war und Gott ihren Rat zunichtegemacht hatte, kehrten wir alle zur Mauer zurück, ein jeder zu seiner Arbeit. 

Und es geschah hinfort, daß die Hälfte meiner Leute am Bau arbeitete, die andere Hälfte aber hielt Spieße, Schilde, Bogen und Panzer bereit, und die Obersten standen hinter dem ganzen Haus Juda, das an der Mauer baute. Und die da Lasten trugen, arbeiteten so: Mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der andern hielten sie die Waffe. 

Und ein jeder, der baute, hatte sein Schwert um die Lenden gegürtet und baute so; und der die Posaune zu blasen hatte, stand neben mir. Und ich sprach zu den Vornehmen und Vorstehern und zum übrigen Volk: Das Werk ist groß und weit, und wir sind auf der Mauer weit verstreut und fern voneinander. Wo Ihr nun die Posaune tönen hört, dort sammelt Euch zu uns. Unser Gott wird für uns streiten. 

So arbeiteten wir am Bau, während die Hälfte die Spieße bereithielt, vom Aufgang der Morgenröte, bis die Sterne hervorkamen.

Nehemia 4,1-15

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII,59-67)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen… (Psalm 144)

Albrecht DürerMichaels Kampf mit dem Drachen, Holzschnitt (1498; Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)

Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen, meine Hilfe und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwingt. 

HERR, was ist der Mensch, dass Du Dich seiner annimmst, und des Menschen Kind, daß Du ihn so beachtest? Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten.

HERR, neige Deinen Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, daß sie rauchen. Sende Blitze und zerstreue Deine Feinde, schick Deine Pfeile und erschrecke sie, streck aus Deine Hand von der Höhe. Erlöse mich und errette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Fremden, deren Mund Falsches redet und deren rechte Hand trügt. 

Gott, ich will Dir ein neues Lied singen, ich will Dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten, der Du den Königen Sieg gibst und erlösest Deinen Knecht David vom mörderischen Schwert. Erlöse mich und errette mich aus der Hand der Fremden, deren Mund Falsches redet und deren rechte Hand trügt. 

Unsere Söhne seien wie Pflanzen, hochgewachsen in ihrer Jugend – unsere Töchter wie Säulen, geschnitzt für Paläste – unsere Kammern gefüllt, daß sie Vorrat geben, einen nach dem andern – unsere Schafe, daß sie Tausende werfen und Zehntausende auf unsern Triften – unsere Rinder, daß sie tragen ohne Schaden und Verlust – und kein Klagegeschrei sei auf unsern Gassen. – Wohl dem Volk, dem es so ergeht! Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist! 

Psalm 144. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Am Freitag muß ein jeder Christ sein Kreuz mit Christo tragen, bis der Sabbat vorhanden ist, dann ruht er in seim Grabe, bis kommt der fröhlich Ostertag, dann ihn das Grab nicht halten mag, mit Freuden er aufwachet.

Der Freitag währt ein kleine Zeit, weil wir leben auf Erden mit Jammer, Angst und Herzeleid, daran betrübt wir werden. Das macht Adams und unser Schuld. Wohl dem, der sein Kreuz mit Geduld dem Herren Christ nachträget.

Am Sabbat kommen wir zur Ruh, all Kreuz wird weggenommen, wenn uns jetzt gehn die Augen zu und unser Stund ist kommen. Dann trägt man uns ins Ruhbettlein, darin gar sanft wir schlafen ein, bis uns der Herr aufwecket.

Dann kommt der fröhlich Ostertag, so werden wir all aufstehen. Der Tod dann uns nicht halten mag, entgegen werdn wir gehen Christo und mit ihm in seim Reich leben in Freuden ewiglich. Herr Christ, das hilf uns. Amen.

Nikolaus Herman 1560. (LKG 132)

Morgenlese

Und der Herr sprach: Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde setzt, daß er ihnen zur rechten Zeit gebe, was ihnen an Getreide zusteht? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, solches tun sieht. Wahrlich, ich sage Euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 

Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr läßt sich Zeit zu kommen, und fängt an, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich vollzusaufen, dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn in Stücke hauen lassen und wird ihm sein Teil geben bei den Ungläubigen. 

Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kennt und hat nichts vorbereitet noch nach seinem Willen getan, der wird viel Schläge erleiden. Wer ihn aber nicht kennt und getan hat, was Schläge verdient, wird wenig Schläge erleiden. Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. 

Lukas 12,42-48

Abendlese

Da sandte der Pharao hin und ließ Josef rufen, und sie ließen ihn eilends aus dem Gefängnis. Und er ließ sich scheren und zog andere Kleider an und kam hinein zum Pharao. Da sprach der Pharao zu ihm: Ich habe einen Traum gehabt und es ist niemand, der ihn deuten kann. Ich habe aber von Dir sagen hören, wenn Du einen Traum hörst, so kannst Du ihn deuten. Josef antwortete dem Pharao und sprach: Das steht nicht bei mir; Gott wird jedoch dem Pharao Gutes verkünden. 

Der Pharao sprach zu Josef: Mir träumte, und siehe, ich stand am Ufer des Nils, und aus dem Wasser stiegen sieben schöne, fette Kühe; die weideten im Grase. Und siehe, nach diesen stiegen sieben dürre, sehr häßliche und magere Kühe heraus. Ich hab in ganz Ägyptenland nicht so hässliche gesehen. Und die mageren und hässlichen Kühe fraßen die sieben ersten, fetten Kühe auf. Sie verschwanden in ihrem Bauch, aber man merkte es den mageren nicht an; sie waren so häßlich wie zuvor. Da wachte ich auf. 

Dann sah ich in meinem Traum sieben Ähren auf einem Halm wachsen, voll und dick. Und siehe, sieben dürre Ähren gingen auf, dünn und vom Ostwind versengt. Und die sieben dünnen Ähren verschlangen die sieben dicken Ähren. Und ich habe es den Wahrsagern gesagt, aber die können’s mir nicht deuten. 

Josef antwortete dem Pharao: Beide Träume des Pharao bedeuten das Gleiche. Gott verkündet dem Pharao, was er vorhat. Die sieben schönen Kühe sind sieben Jahre, und die sieben guten Ähren sind dieselben sieben Jahre. Es ist ein und derselbe Traum. Die sieben mageren und häßlichen Kühe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre, und die sieben mageren und versengten Ähren sind sieben Jahre des Hungers. 

Das meinte ich, wenn ich gesagt habe zum Pharao, daß Gott dem Pharao zeigt, was er vorhat. Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Ägyptenland. Und nach ihnen werden sieben Jahre des Hungers kommen, sodaß man vergessen wird alle Fülle in Ägyptenland. Und der Hunger wird das Land verzehren, daß man nichts wissen wird von der Fülle im Lande vor der Hungersnot, die danach kommt; denn sie wird sehr schwer sein. Daß aber dem Pharao zweimal geträumt hat, bedeutet, dass Gott solches gewiß und eilends tun wird. 

Nun sehe der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann, den er über Ägyptenland setze, und sorge dafür, daß er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fünften in Ägyptenland in den sieben reichen Jahren und lasse sie sammeln den ganzen Ertrag der guten Jahre, die kommen werden, daß sie Getreide aufschütten im Auftrag des Pharao zum Vorrat in den Städten und es verwahren. Der Ertrag diene dem Land als Vorrat in den sieben Jahren des Hungers, die über Ägyptenland kommen werden, daß das Land nicht vor Hunger verderbe.

Die Rede gefiel dem Pharao und allen seinen Knechten gut. Und der Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie könnten wir einen Mann wie diesen finden, in dem der Geist Gottes ist? Und der Pharao sprach zu Josef: Weil dir Gott dies alles kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie Du. Du sollst über mein Haus sein, und Deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein; allein um den königlichen Thron will ich höher sein als du. 

Und weiter sprach der Pharao zu Josef: Siehe, ich habe Dich über ganz Ägyptenland gesetzt. Und er tat seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn Josef an seine Hand und kleidete ihn in kostbares Leinen und legte ihm eine goldene Kette um seinen Hals und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und ließ vor ihm her ausrufen: Auf die Knie! Und setzte ihn über ganz Ägyptenland.

1.Mose 41,14-43

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl u.d. Person Christi (FC SD VII:120-VIII:6)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich. (Psalm 136)

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich. Danket dem Gott aller Götter, denn seine Güte währet ewiglich. Danket dem Herrn aller Herren, denn seine Güte währet ewiglich. Der allein große Wunder tut, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der die Himmel mit Weisheit gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich. Der die Erde über den Wassern ausgebreitet hat, denn seine Güte währet ewiglich. Der große Lichter gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich: die Sonne, den Tag zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich;  den Mond und die Sterne, die Nacht zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der die Erstgeborenen schlug in Ägypten, denn seine Güte währet ewiglich; und führte Israel von dort heraus, denn seine Güte währet ewiglich; mit starker Hand und ausgerecktem Arm, denn seine Güte währet ewiglich. Der das Schilfmeer teilte in zwei Teile, denn seine Güte währet ewiglich; und ließ Israel mitten hindurchgehen, denn seine Güte währet ewiglich; der den Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stieß, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der sein Volk führte durch die Wüste, denn seine Güte währet ewiglich. Der große Könige schlug, denn seine Güte währet ewiglich; und brachte mächtige Könige um, denn seine Güte währet ewiglich; Sihon, den König der Amoriter, denn seine Güte währet ewiglich; und Og, den König von Baschan, denn seine Güte währet ewiglich; und gab ihr Land zum Erbe, denn seine Güte währet ewiglich; zum Erbe seinem Knecht Israel, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der an uns dachte, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich; und uns erlöste von unsern Feinden, denn seine Güte währet ewiglich. Der Speise gibt allem Fleisch, denn seine Güte währet ewiglich. Danket dem Gott des Himmels, denn seine Güte währet ewiglich. 

Psalm 136.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefallen Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende.

Wir loben, preisn, anbeten Dich; für Deine Ehr wir danken, daß Du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessn ist Deine Macht, allzeit geschieht, was Dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Herren !

O Jesu Christ, Sohn eingeborn Deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, Du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott: nimm an die Bitt aus unsrer Not, erbarm Sich unser aller.

O Heilger Geist, Du größtes Gut, Du allerheilsamst´ Tröster: vor Teufels G’walt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Not! Dazu wir uns verlassen.

Nikolaus Decius 1539 (LKG 3)

Morgenlese

Siehe, ich sende Euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Hütet Euch aber vor den Menschen; denn sie werden Euch den Gerichten überantworten und werden Euch geißeln in ihren Synagogen. 

Und man wird Euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. Wenn sie Euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was Ihr reden sollt; denn es wird Euch zu der Stunde gegeben werden, was Ihr reden sollt. Denn nicht Ihr seid es, die da reden, sondern Eures Vaters Geist ist es, der durch Euch redet. 

Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind, und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie zu Tode bringen. Und Ihr werdet gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen.

Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig. Wenn sie Euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich, ich sage Euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis der Menschensohn kommt. 

Matthäus 10, 16-23

Abendlese

Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst! Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt Ihr, was ich sage. 

Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist’s. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.  

Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars? Was will ich nun damit sagen? Daß das Götzenopfer etwas sei? Oder daß der Götze etwas sei? Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht Gott.

Ich will aber nicht, daß Ihr mit den Dämonen Gemeinschaft habt. Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; Ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen. Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er? 

1.Korinther 10,14-22

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (FC SD VII,106-119)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

Posted in Uncategorized | Leave a comment

10. Sonntag nach Trinitatis (Gott und sein Volk)

Codex Bruchsal 1, Bl. 31r, Badische Landesbibliothek

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

Lukas 12,48b

Beichte

Introitus

Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Hause des Herrn! Nun stehen unsere Füße in Deinen Toren, Jerusalem.

Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des Herrn, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des Herrn. Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David.

Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die Dich lieben! Es möge Friede sein in Deinen Mauern und Glück in Deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich Dir Frieden wünschen. Um des Hauses des Herrn willen, unseres Gottes, will ich Dein Bestes suchen.

Psalm 122. Von David, ein Wallfahrtslied.

Alttestamentliche Lesung

Im dritten Monat nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, an diesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai. Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai, und Israel lagerte sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge.

Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich Euch getragen habe auf Adlerflügeln und Euch zu mir gebracht. 

Werdet Ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt Ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die Du den Israeliten sagen sollst.

2. Mose 19,1-6

Epistolische Lektion (Predigttext)

Ich will Euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit Ihr Euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist.

Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«

Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um Euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 

Denn wie Ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die Euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 

Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

Römer 11,25-32

Graduallied

Treuer Wächter Israel’, des sich freuet meine Seel, der Du weißt um alles Leid Deiner armen Christenheit, o Du Wächter, der Du nicht schläfst noch schlummerst, zu uns richt Dein hilfreiches Angesicht.

Schau, wie große Not und Qual trifft Dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr. Hilf, ach hilf, schütz Deine Lehr! Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo Du nicht bei uns wirst stehn.

Hoherpriester Jesu Christ, der Du eingegangen bist in den heiligen Ort zu Gott durch Dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit Deinem Blut, ausgelöscht der Höllen Glut, wiederbracht das höchste Gut,

Sitzt auch heute ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehre gleich, unser einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt;

kläglich schreien wir zu Dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die Du mit höchstem Ruhm Dir erkauft zum Eigentum: Deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur jetzt brennt und schier alle Welt durchrennt.

Zeig ihm Deine Wunden rot, red von Deinem Kreuz und Tod, und was Du mehr hast getan, zeig ihm unsertwegen an; sage, daß Du unsre Schuld hast bezahlet in Geduld, uns erlanget Gnad und Huld.

Jesu, der Du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit Deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, und mit Zittern sie anschau.

Treuer Hort, Immanuel, Du Beschützer meiner Seel, “Gott mit uns” in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trutz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit.

Deines Vaters starker Arm, komm und unser Dich erbarm. Laß jetzt sehen Deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Rotten trenn, daß Dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn.

Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft, Deine Christen traun auf Dich, auf Dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zuschand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie Dir doch all bekannt.

Gürte Dein Schwert an die Seit als ein Held und für sie streit und zerschmettre Deine Feind, so viel ihr´ auf Erden seind. Auf die Hälse tritt Du ihn´, leg sie Dir zum Schemel hin und brich ihren stolzen Sinn.

Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wend’t, daß der Krieg gewinnt ein End.

Jesu, wahrer Friedefürst, der Du Frieden bringen wirst, weil Du hast durch Deinen Tod wiederbracht den Fried bei Gott: Gib uns Frieden gnädiglich! So wird Dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen Dich.

Johann Heermann, 1630. (LKG 266)

Das heilige Evangelium

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen?

Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all Deiner Kraft« Das andre ist dies: »Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst«.  Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, Du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, daß er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Markus 12,28-34 (Predigttext)

Der christliche Glaube

Ich glaube an einen einigen allmächtigen Gott, den Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, alles, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an einen Herrn Jesum Christum, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor der ganzen Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, mit dem Vater in einerlei Wesen, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel kommen ist und leibhaftig worden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch worden; auch für uns gekreuzigt unter Pontio Pilato, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; des Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der vom Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und eine einige heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und ein Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Predigt

Segen

Der Herr sei mit Euch + Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment