Wer ist weise und behält dies? (Psalm 107,43)

Grablegung in der Großen Passion von Albrecht Dürer (1496/7)

Die mit Schiffen auf dem Meere fuhren und trieben ihren Handel auf großen Wassern, die des HERRN Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer, wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhob, und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund sanken, dass ihre Seele vor Angst verzagte, daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wussten keinen Rat mehr, die dann zum HERRN schrien in ihrer Not und er führte sie aus ihren Ängsten und stillte das Ungewitter, daß die Wellen sich legten und sie froh wurden, daß es still geworden war und er sie zum ersehnten Hafen brachte: Die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, und ihn in der Gemeinde preisen und bei den Alten rühmen. 

Er machte Ströme zur Wüste und Wasserquellen zum öden Land, daß fruchtbares Land zur Salzwüste wurde wegen der Bosheit derer, die dort wohnten. Er machte das Trockene wieder wasserreich und gab dem dürren Lande Wasserquellen und ließ die Hungrigen dort bleiben, daß sie eine Stadt bauten, in der sie wohnen konnten, und Äcker besäten und Weinberge pflanzten, die reichlich Früchte trugen. Und er segnete sie, daß sie sich sehr mehrten, und gab ihnen viel Vieh. Aber sie wurden gering an Zahl und geschwächt von der Last des Unglücks und des Kummers. Er schüttete Verachtung aus auf die Fürsten und ließ sie irren in der Wüste, wo kein Weg ist; aber die Armen schützte er vor Elend und mehrte ihre Geschlechter wie eine Herde. Das werden die Aufrichtigen sehen und sich freuen, und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden. 

Wer ist weise und behält dies? Der wird merken, wie viel Wohltaten der HERR erweist. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.

Offenbarung 5,12

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

So ruhest Du, o meine Ruh, in Deines Grabeshöhle und erweckst durch Deinen Tod meine tote Seele.

Man senkt Dich ein nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben. Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben.

O Lebensfürst, ich weiß, Du wirst mich wider auferwecken. Sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken?

Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch Deinen Tod Tod und Grab besiege.

Gar nichts verdirbt; der Leib nur stirbt, doch wird er auferstehen, und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen.

Indes will ich, o Jesu, Dich in meine Seele senken und an Deinen bittern Tod bis in Tod gedenken.

Salomo Franck 1695 (LKG 153)

Morgenlese

Am Abend aber kam ein reicher Mann aus Arimathäa, der hieß Josef und war auch ein Jünger Jesu. Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm den geben. Und Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria; die saßen dem Grab gegenüber.

Am nächsten Tag, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus und sprachen: Herr, wir haben daran gedacht, daß dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferweckt. Darum befiehl, dass man das Grab bewache bis zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist auferstanden von den Toten, und der letzte Betrug ärger wird als der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt. Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein. 

Matthäus 27,57-66

Abendlese

Da fing Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Wie? Wollt ihr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten, das ich habe aufrichten lassen? Wohlan, seid bereit! Sobald Ihr den Klang des Horns, der Flöte, der Zither, der Harfe, der Leier und einer Doppelflöte und aller andern Instrumente hören werdet, so fallt nieder und betet das Bild an, das ich habe machen lassen! Werdet Ihr’s aber nicht anbeten, dann sollt Ihr zu derselben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Laßt sehen, wer der Gott ist, der Euch aus meiner Hand erretten könnte! 

Da fingen an Schadrach, Meschach und Abed-Nego und sprachen zum König Nebukadnezar: Es ist nicht nötig, daß wir Dir darauf antworten. Siehe, unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen, und auch aus deiner Hand, o König, kann er erretten. Und wenn er’s nicht tut, so sollst Du dennoch wissen, daß wir Deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das Du hast aufrichten lassen, nicht anbeten werden. 

Da wurde Nebukadnezar voll Grimm und der Ausdruck seines Angesichts veränderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego, und er befahl, man sollte den Ofen siebenmal heißer machen, als man sonst zu tun pflegte. Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden und in den glühenden Feuerofen zu werfen. Da wurden diese Männer in ihren Mänteln, Hosen, Hüten und andern Kleidern gebunden und in den glühenden Feuerofen geworfen. 

Weil das Gebot des Königs so streng und der Ofen überaus heiß war, tötete die Feuerflamme die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten. Aber die drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen hinab in den glühenden Feuerofen, gebunden wie sie waren. 

Da entsetzte sich der König Nebukadnezar, fuhr auf und sprach zu seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen? Sie antworteten und sprachen zum König: Ja, König. Er antwortete und sprach: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen, und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter. 

Und Nebukadnezar trat vor die Tür des glühenden Feuerofens und sprach: Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte des höchsten Gottes, tretet heraus und kommt her! Da traten Schadrach, Meschach und Abed-Nego heraus aus dem Feuer. Und die Fürsten, Würdenträger, Statthalter und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, daß das Feuer den Leibern dieser Männer nichts hatte anhaben können und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen. 

Da fing Nebukadnezar an und sprach: Gelobt sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des Königs Gebot nicht gehalten haben, sondern ihren Leib preisgaben; denn sie wollten keinen andern Gott verehren und anbeten als allein ihren Gott! 

Daniel 3,14-28

Einleitung zum Kl. Katechismus 1-27

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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P. Wilhelm Löhe predigt an Karfreitag (Markus 15,33-47)

Grablegungsgruppe aus der Kirche Maria Himmelfahrt in Andernach (1525)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am Karfreitag vom Tode und der Grablegung Jesu überaus tröstlich nach dem Zeugnis des heiligen Evangelisten Sankt Markus 15,33-47:

Hier die Predigt vorgelesen

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P. Wilhelm Löhe predigt an Gründonnerstag (Johannes 13, 1-15)

Die Fußwaschung (Die Kleine Passion) von Albrecht Dürer

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am Gründonnerstag von der Fußwaschung Jesu nach dem Zeugnis des heiligen Evangelisten Sankt Johannes 13,1-15:

Und hier vorgelesen:

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Gründonnerstag (Tag der Einsetzung des Hl Abendmahls)

Abendmahl der Reformatoren (1565) von Lucas Cranach d.J. (1515-1586) in der Johanniskirche, Dessau

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr.

Psalm 111,4

Introitus

Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rate der Frommen und in der Gemeinde. Groß sind die Werke des HERRN; wer sie erforscht, der hat Freude daran. Was er tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR. Er gibt Speise denen, die ihn fürchten; er gedenkt auf ewig an seinen Bund. Er lässt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, dass er ihnen gebe das Erbe der Völker. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Ordnungen sind beständig. Sie stehen fest für immer und ewig; sie sind geschaffen wahrhaftig und recht. Er sandte Erlösung seinem Volk und gebot, dass sein Bund ewig bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Wahrhaft klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich. 

Psalm 111

Kollekte

Herr Jesus Christus, Du hast uns befohlen, in Deinem wunderbaren Sakrament Deines Leidens zu gedenken und Deinen Tod zu verkündigen: hilf uns, das heilige Geheimnis Deines Leibes und Blutes so zu feiern, daß wir die Kraft Deiner Erlösung täglich in uns empfinden. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Evangelisch-Lutherische Kirchenagende Bd. 1. hg.v. SELK (Herder: Freiburg u.a., 1957) S.79

Lesung aus dem Alten Testament (Predigttext)

Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: Dieser Monat soll bei Euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt Ihr die Monate des Jahres zählen. Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er’s mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, daß sie das Lamm aufessen können. 

Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt Ihr’s nehmen und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel schlachten gegen Abend. 

Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und den Türsturz damit bestreichen an den Häusern, in denen sie’s essen, und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen. Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen. 

Und Ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt Ihr’s mit Feuer verbrennen. 

So sollt Ihr’s aber essen: Um Eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es in Eile essen; es ist des HERRN Passa. 

Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter. Ich bin der HERR. Dann aber soll das Blut Euer Zeichen sein an den Häusern, in denen Ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an Euch vorübergehen, und die Plage soll Euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage. 

Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, Ihr und alle Eure Nachkommen, als ewige Ordnung.

2. Mose 12,1-4 (5) 6-8 (9) 10-14

Predigt dazu

Epistel

Dies aber gebiete ich Euch: Ich kann’s nicht loben, daß Ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt. 

Zum Ersten höre ich: Wenn Ihr in der Gemeinde zusammenkommt, sind Spaltungen unter Euch; und zum Teil glaube ich’s. Denn es müssen ja Spaltungen unter Euch sein, auf daß die unter Euch offenbar werden, die bewährt sind. 

Wenn Ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn. Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken. Habt Ihr denn nicht Häuser, wo Ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich Euch loben? Hierin lobe ich Euch nicht. 

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich Euch weitergegeben habe:

Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib für Euch gegeben; das tut zu meinem Gedächtnis. 

Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; das tut, sooft Ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. 

Denn sooft Ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt Ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 

Wer also unwürdig von dem Brot ißt oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. 

Denn wer ißt und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter Euch, und nicht wenige sind entschlafen. 

Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden. 

Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn Ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander. Hat jemand Hunger, so esse er daheim, auf daß Ihr nicht zum Gericht zusammenkommt.

1.Korinther 11,(17-22) 23-26 (27-29.33-34a)

Heiliges Evangelium

Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 

Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, daß er ihn verriete; Jesus aber wußte, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging – da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Danach goß er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war. 

Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, Du wäschst mir die Füße? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst Du jetzt nicht; Du wirst es aber hernach erfahren. 

Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst Du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich Dich nicht wasche, so hast Du kein Teil an mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. 

Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wißt ihr, was ich Euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. Wenn nun ich, Euer Herr und Meister, Euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch Ihr Euch untereinander die Füße waschen. Denn ein Beispiel habe ich Euch gegeben, damit Ihr tut, wie ich Euch getan habe.

Ein neues Gebot gebe ich Euch, daß Ihr Euch untereinander liebt, wie ich Euch geliebt habe, damit auch Ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, daß Ihr meine Jünger seid, wenn Ihr Liebe untereinander habt.

Johannes 13,1-15.34f

Beichtansprache

Dr. Martin Luthers Erklärung zum 2.Artikel

Ich glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr.

Graduallied

Jesus Christus unser Heiland, der von uns den Gotteszorn wandt,
Durch das bitter Leiden sein half er uns aus der Höllen Pein.

Daß wir nimmer des vergessen, gab er uns sein´ Leib zu essen,
Verborgen im Brod so klein, und zu trinken sein Blut im Wein.

Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl acht auf sein Sachen,
Wer unwürdig hinzu geht, für das Leben den Tod empfäht.

Du sollt Gott den Vater preisen, daß er Dich so wohl wollt speisen,
Und für Deine Missetat in den Tod sein´ Sohn geben hat.

Du sollt glauben und nicht wanken, daß´s ein Speise sei den Kranken,
Den’ ihr Herz von Sünden schwer, und vor Angst ist betrübet sehr.

Solch groß Gnad und Barmherzigkeit sucht ein Herz in großer Arbeit.
Ist Dir wohl, so bleib davon, daß du nicht kriegst bösen Lohn.

Er spricht selber: “Kommt Ihr Armen, laßt mich über Euch erbarmen;
Kein Arzt ist dem Starken not, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.

Hättst Du Dir was konnt erwerben, was dürft ich denn für Dich sterben?
Dieser Tisch auch Dir nicht gilt, so Du selber Dir helfen willt.”

Glaubest Du das von Herzengrunde und bekennest mit dem Munde,
So bist Du recht wohl geschickt, und die Speise Dein Seel erquickt.

Die Frucht soll auch nicht ausbleiben, Deinen Nächsten sollst Du lieben,
Daß er Dein genießen kann, wie Dein Gott an Dir hat getan.

Dr. Martin Luther 1524 (“Das Lied S. Johannis Hus gebessert”) LKG 35

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden +

4. Mose 6,24-26

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Gott, gib Dein Recht dem König (Psalm 72)

Gott, gib Dein Recht dem König und Deine Gerechtigkeit dem Königssohn, daß er Dein Volk richte in Gerechtigkeit und Deine Elenden nach dem Recht. Laß die Berge Frieden bringen für das Volk und die Hügel Gerechtigkeit. Er soll den Elenden im Volk Recht schaffen und den Armen helfen und die Bedränger zermalmen. Er soll leben, solange die Sonne scheint und solange der Mond währt, von Geschlecht zu Geschlecht. Er soll herabfahren wie der Regen auf die Aue, wie die Tropfen, die das Land feuchten. Zu seinen Zeiten soll blühen die Gerechtigkeit und großer Friede sein, bis der Mond nicht mehr ist. Er soll herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Strom bis zu den Enden der Erde. 

Vor ihm sollen sich neigen die Söhne der Wüste, und seine Feinde sollen Staub lecken. Die Könige von Tarsis und auf den Inseln sollen Geschenke bringen, die Könige aus Saba und Seba sollen Gaben senden. Alle Könige sollen vor ihm niederfallen und alle Völker ihm dienen. Denn er wird den Armen erretten, der um Hilfe schreit, und den Elenden, der keinen Helfer hat. Er wird gnädig sein den Geringen und Armen, und den Armen wird er helfen. Er wird sie aus Bedrückung und Frevel erlösen, und ihr Blut ist wert geachtet vor ihm. Er soll leben, und man soll ihm geben vom Gold aus Saba. Man soll immerdar für ihn beten und ihn täglich segnen. 

Voll stehe das Getreide im Land bis oben auf den Bergen; wie am Libanon rausche seine Frucht. In den Städten sollen sie grünen wie das Gras auf Erden. Sein Name bleibe ewiglich; solange die Sonne währt, blühe sein Name. Und durch ihn sollen gesegnet sein alle Völker, und sie werden ihn preisen. Gelobt sei Gott der HERR, der Gott Israels, der allein Wunder tut! Gelobt sei sein herrlicher Name ewiglich, und alle Lande sollen seiner Ehre voll werden! Amen! Amen!

Zu Ende sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais. Von Salomo. Psalm 72.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Der Menschensohn muß erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

Johannes 3,14b-15.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Erweitre Dich, mein Herzensschrein, Du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Kalmus, Myrrhen, Casia: Ich hab ein Beßres funden: Mein großer Schatz, Herr Jesus Christ, ist dieses, was geflossen ist aus Deines Leibes Wunden.

Das soll und will ich mir zunutz zu allen Zeiten machen; im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel; und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna speisen. Im Durst solls sein mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen.

Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben; wenn mich der Sonne Hitze trifft, so kann mirs Schatten geben. Setzt mir der Wehmut Schmerzen zu, so find ich bei Dir meine Ruh wie auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist Du dann mein Anker.

Wenn endlich ich soll treten ein in Deines Reiches Freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darein kleiden. Es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und Dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an Deiner Seite stehen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138, 7-10)

Morgenlese

Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 

Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, daß er ihn verriete; Jesus aber wußte, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging – da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. 

Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, Du wäschst mir die Füße? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst Du jetzt nicht; Du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst Du mir die Füße waschen!

Jesus antwortete ihm: Wenn ich Dich nicht wasche, so hast Du kein Teil an mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wusste, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. 

Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wißt ihr, was ich Euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. Wenn nun ich, Euer Herr und Meister, Euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch Ihr Euch untereinander die Füße waschen. Denn ein Beispiel habe ich Euch gegeben, damit Ihr tut, wie ich Euch getan habe. 

Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Gesandte nicht größer als der, der ihn gesandt hat. 

Johannes 13,1-16

Abendlese

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich Euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib für Euch gegeben; das tut zu meinem Gedächtnis. 

Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Testamentes in meinem Blut; das tut, sooft Ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. 

Denn sooft Ihr von diesem Brot eßt und von dem Kelch trinkt, verkündigt Ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 

Wer also unwürdig von dem Brot ißt oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. 

Denn wer ißt und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter Euch, und nicht wenige sind entschlafen. 

Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden. 

1.Korinther 11,23-32

Tractatus 54-71 (Von der Gewalt des Papstes verf)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.« (Psalm 53)

Vorführung Christi: Ecce homo (1497) von Albrecht Dürer (1472-1528)

Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.« Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel; da ist keiner, der Gutes tut. Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Aber sie sind alle abgefallen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. 

Wollen denn die Übeltäter sich nichts sagen lassen, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren, Gott aber rufen sie nicht an? Da erschrecken sie sehr, wo kein Schrecken ist; doch Gott zerstreut die Gebeine derer, die Dich bedrängen. Du machst sie zuschanden, denn Gott hat sie verworfen. 

Ach daß die Hilfe aus Zion über Israel käme! Wenn Gott das Geschick seines Volkes wendet, freue sich Jakob und sei Israel fröhlich! 

Psalm 53. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, zum Reigentanz.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Der Menschensohn muß erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

Johannes 3,14b-15.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Du marterst ihn am Kreuzesstamm mit Nägeln und mit Spießen; Du schlachtest ihn als wie ein Lamm, machst Herz und Adern fließen, das Herze mit der Seufzer Kraft, die Adern mit dem edlen Saft des purpurroten Blutes. O süßes Lamm, was soll ich Dir erweisen dafür, dass Du mir erzeigest so viel Gutes?

Mein Lebetage will ich Dich aus meinem Sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleich wie Du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben; ich will mich Dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu Deinem Eigentum beständiglich verschreiben.

Ich will von Deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch Dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich Dir und Deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was Du mir zugut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen.

Erweitre Dich, mein Herzensschrein, Du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Kalmus, Myrrhen, Casi; Ich hab ein Beßres funden: mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus Deines Leibes Wunden.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138,4-6)

Morgenlese

Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach Deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth. Ich saß nicht im Kreis der Fröhlichen und freute mich, sondern saß einsam, gebeugt von Deiner Hand; denn Du hast mich erfüllt mit Grimm. 

Warum währt doch mein Leiden so lange und ist meine Wunde so schlimm, daß sie nicht heilen will? Du bist mir geworden wie ein trügerischer Born, der nicht verläßlich Wasser gibt. 

Darum, so spricht der HERR: Wenn Du Dich zu mir hältst, so will ich mich zu Dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben. Und wenn Du recht redest und nicht leichtfertig, so sollst Du mein Mund sein. Sie sollen sich zu Dir kehren, doch Du kehre Dich nicht zu ihnen! 

Denn ich mache Dich für dies Volk zur festen, ehernen Mauer. Wenn sie auch wider Dich streiten, sollen sie Dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei Dir, daß ich Dir helfe und Dich errette, spricht der HERR, und ich will Dich erretten aus der Hand der Bösen und erlösen aus der Hand der Tyrannen. 

Jeremia 15,16-21

Abendlese

Es war aber nahe das Fest der Ungesäuerten Brote, das Passa heißt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, wie sie ihn töten könnten; denn sie fürchteten sich vor dem Volk.

Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Iskariot, der zur Zahl der Zwölf gehörte. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten darüber, wie er ihnen Jesus überantworten könnte. Und sie wurden froh und kamen überein, ihm Geld zu geben. Und er sagte es zu und suchte eine Gelegenheit, daß er ihn an sie ausliefere ohne Aufsehen.

Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passalamm opfern musste.

Und die ganze Versammlung stand auf, und sie führten ihn vor Pilatus und fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Wir haben gefunden, daß dieser unser Volk aufhetzt und verbietet, dem Kaiser Steuern zu geben, und spricht, er sei Christus, ein König. Pilatus aber fragte ihn und sprach: Bist du der Juden König? Er antwortete ihm und sprach: Du sagst es. Pilatus sprach zu den Hohenpriestern und zum Volk: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen. Sie aber beharrten darauf und sprachen: Er wiegelt das Volk auf damit, daß er lehrt im ganzen jüdischen Land, angefangen von Galiläa bis hierher.

Als aber Pilatus das hörte, fragte er, ob der Mensch aus Galiläa wäre. Und als er vernahm, daß er unter die Herrschaft des Herodes gehörte, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch in Jerusalem war. Als aber Herodes Jesus sah, freute er sich sehr; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte von ihm gehört und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei. Er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten standen dabei und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit seinen Soldaten verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Gewand an und sandte ihn zurück zu Pilatus. An diesem Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde; denn vorher waren sie einander feind.

Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Oberen und das Volk zusammen 14 und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht als einen, der das Volk aufwiegelt; und siehe, ich habe ihn vor euch verhört und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deretwegen ihr ihn anklagt; Herodes auch nicht, denn er hat ihn uns zurückgesandt. Und siehe, er hat nichts getan, was den Tod verdient. Darum will ich ihn züchtigen lassen und losgeben. Da schrien sie alle miteinander: Hinweg mit diesem! Gib uns Barabbas los! Der war wegen eines Aufruhrs, der in der Stadt geschehen war, und wegen eines Mordes ins Gefängnis geworfen worden. Da redete Pilatus abermals auf sie ein, weil er Jesus losgeben wollte. Sie riefen aber: Kreuzige, kreuzige ihn! Er aber sprach zum dritten Mal zu ihnen: Was hat denn dieser Böses getan? Ich habe keine Schuld an ihm gefunden, die den Tod verdient; darum will ich ihn züchtigen lassen und losgeben. Aber sie setzten ihm zu mit großem Geschrei und forderten, daß er gekreuzigt würde. Und ihr Geschrei nahm überhand. Und Pilatus urteilte, daß ihre Bitte erfüllt würde, und ließ den los, der wegen Aufruhr und Mord ins Gefängnis geworfen war, um welchen sie baten; aber Jesus übergab er ihrem Willen.

Und als sie ihn abführten, ergriffen sie einen, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, dass er’s Jesus nachtrüge. Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über Euch selbst und über Eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in der man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht genährt haben! Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallt über uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns! Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?

Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden. Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf Dir selber!

Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König. Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf Dir selbst und uns! Da antwortete der andere, wies ihn zurecht und sprach: Fürchtest Du nicht einmal Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? 41 Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn Du in Dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage Dir: Heute wirst Du mit mir im Paradies sein. 

Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riß mitten entzwei. Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in Deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er. 

Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Fürwahr, dieser Mensch ist ein Gerechter gewesen! Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um.

Lukas 22,1-7; 23,1-48

Tractatus 39-53

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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Schaffe mir Recht, Gott, und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! (Psalm 43)

“Getsemane” (1515) von Albrecht Dürer (1472-1528)

Schaffe mir Recht, Gott, und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! Denn Du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast Du mich verstoßen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? 

Sende Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu Deinem heiligen Berg und zu Deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und Dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott. 

Was betrübst Du Dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. 

Psalm 43.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Der Menschensohn muß erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

Johannes 3,14b-15.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Würgebank, entsaget allen Freuden, es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: »Ich will’s gern leiden.«

Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen: »Geh hin, mein Kind, und nimm Dich an der Kinder, die ich ausgetan zur Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.«

»Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will Dir’s tragen; mein Wollen hängt an Deinem Mund, mein Wirken ist Dein Sagen.« O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst – was nie kein Mensch gedacht – Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, Du bist stark, Du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138, 1-3)

Morgenlese

Der HERR ließ mich’s wissen, sodaß ich’s wußte. Du zeigtest mir ihr Treiben. Ich aber war wie ein argloses Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wußte nicht, daß sie gegen mich beratschlagt hatten und gesagt: Lasst uns den Baum in seinem Saft verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, daß seines Namens nimmermehr gedacht werde. 

Jeremia 11:18-19

Abendlese

Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest und den Tagen der Ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten. Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe. 

Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Hohenpriestern, dass er ihn an sie verriete. Da sie das hörten, wurden sie froh und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte, wie er ihn bei guter Gelegenheit verraten könnte.

Und am ersten Tage der Ungesäuerten Brote, da man das Passalamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir hingehen und das Passalamm bereiten, damit du es essen kannst? Und er sandte zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folgt ihm, und wo er hineingeht, da sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge für mich, in der ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern? Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der schön ausgelegt und vorbereitet ist; und dort richtet für uns zu. Und die Jünger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm. 

Und am Abend kam er mit den Zwölfen. Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten. Da wurden sie traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich’s? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 

Und als sie aßen, nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des neuen Testamentes, das für viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage Euch, daß ich nicht mehr trinken werde vom Gewächs des Weinstocks bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinke im Reich Gottes. Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet alle Ärgernis nehmen; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.« Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor Euch hingehen nach Galiläa. Petrus aber sagte zu ihm: Wenn auch alle Ärgernis nehmen, so doch ich nicht! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage Dir: Heute, in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal kräht, wirst Du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Auch wenn ich mit Dir sterben müsste, werde ich Dich nicht verleugnen! Das Gleiche sagten sie alle.

Und sie kamen zu einem Garten mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jüngern: Setzt Euch hierher, bis ich gebetet habe. Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet!

Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf die Erde und betete, daß, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, und sprach: Abba, Vater, alles ist Dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was Du willst!

Und er kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schläfst Du? Vermochtest Du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß Ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. 

Und er ging wieder hin und betete und sprach dieselben Worte und kam wieder und fand sie schlafend; denn ihre Augen waren voller Schlaf, und sie wußten nicht, was sie ihm antworten sollten. 

Und er kam zum dritten Mal und sprach zu ihnen: Ach, wollt Ihr weiter schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist gekommen. Siehe, der Menschensohn wird überantwortet in die Hände der Sünder. Steht auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe.

Und alsbald, während er noch redete, kam herzu Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Ältesten. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift und führt ihn sicher ab. 

Und als er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach: Rabbi!, und küsste ihn. Die aber legten Hand an ihn und ergriffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. 

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich gefangen zu nehmen? Ich bin täglich bei Euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und Ihr habt mich nicht ergriffen. Aber so muß die Schrift erfüllt werden. Da verließen ihn alle und flohen. Und ein junger Mann folgte ihm nach, der war mit einem Leinengewand bekleidet auf der bloßen Haut; und sie griffen nach ihm. Er aber ließ das Gewand fahren und floh nackt.

Und sie führten Jesus zu dem Hohenpriester; und es versammelten sich alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgte ihm nach von ferne, bis hinein in den Palast des Hohenpriesters, und saß da bei den Knechten und wärmte sich am Feuer. Aber die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat suchten Zeugnis gegen Jesus, auf daß sie ihn zu Tode brächten, und fanden nichts. Denn viele gaben falsches Zeugnis gegen ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht überein. 

Und einige standen auf und gaben falsches Zeugnis gegen ihn und sprachen: Wir haben gehört, daß er gesagt hat: Ich will diesen Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen und in drei Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Aber Ihr Zeugnis stimmte auch darin nicht überein. 

Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte und fragte Jesus und sprach: Antwortest Du nichts auf das, was diese gegen Dich bezeugen? Er aber schwieg still und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist Du der Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin’s; und Ihr werdet sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen mit den Wolken des Himmels. Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was meint Ihr? Sie aber verurteilten ihn alle, daß er des Todes schuldig sei. Da fingen einige an, ihn anzuspeien und sein Angesicht zu verdecken und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht.

Und Petrus war unten im Hof. Da kam eine von den Mägden des Hohenpriesters; und als sie Petrus sah, wie er sich wärmte, schaute sie ihn an und sprach: Und Du warst auch mit dem Jesus von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich weiß nicht und verstehe nicht, was Du sagst.

Und er ging hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähte. Und die Magd sah ihn und fing abermals an, denen zu sagen, die dabeistanden: Dieser ist einer von denen. Und er leugnete abermals. Und nach einer kleinen Weile sprachen die, die dabeistanden, abermals zu Petrus: Wahrhaftig, Du bist einer von denen; denn Du bist auch ein Galiläer. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet. 

Und alsbald krähte der Hahn zum zweiten Mal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst Du mich dreimal verleugnen. Und er fing an zu weinen. 

Und alsbald am Morgen hielten die Hohenpriester Rat mit den Ältesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Hohe Rat, und sie banden Jesus und führten ihn ab und überantworteten ihn Pilatus. Und Pilatus fragte ihn: Bist Du der König der Juden? Er aber antwortete ihm und sprach: Du sagst es. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. Pilatus aber fragte ihn abermals und sprach: Antwortest Du nichts? Siehe, wie hart sie Dich verklagen! Jesus aber antwortete nichts mehr, sodaß sich Pilatus verwunderte.

Er pflegte ihnen aber zum Fest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie erbaten. Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührern, die beim Aufruhr einen Mord begangen hatten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er tue, wie er ihnen zu tun pflegte. Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, daß ich Euch den König der Juden losgebe? Denn er erkannte, daß ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten. Aber die Hohenpriester wiegelten das Volk auf, daß er ihnen viel lieber den Barabbas losgebe. Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt Ihr dann, daß ich tue mit dem, den Ihr den König der Juden nennt? Sie schrien abermals: Kreuzige ihn! Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Aber sie schrien noch viel mehr: Kreuzige ihn!  Pilatus aber wollte dem Volk Genüge tun und gab ihnen Barabbas los und ließ Jesus geißeln und überantwortete ihn, daß er gekreuzigt würde. Die Soldaten aber führten ihn hinein in den Palast, das ist ins Prätorium, und riefen die ganze Kohorte zusammen und zogen ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf und fingen an, ihn zu grüßen: Gegrüßet seist Du, der Juden König! Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spien ihn an und fielen auf die Knie und huldigten ihm.

Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpurmantel aus und zogen ihm seine Kleider an. Und sie führten ihn hinaus, daß sie ihn kreuzigten. Und zwangen einen, der vorüberging, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, daß er ihm das Kreuz trage. Und sie brachten ihn zu der Stätte Golgatha, das heißt übersetzt: Schädelstätte. Und sie gaben ihm Myrrhe im Wein zu trinken; aber er nahm’s nicht. Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum, wer was bekommen sollte. Und es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. 

Und es stand geschrieben, welche Schuld man ihm gab, nämlich: Der König der Juden. Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Ha, der Du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf Dir nun selber und steig herab vom Kreuz! Desgleichen verspotteten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. Der Christus, der König von Israel, er steige nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch. 

Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und einige, die dabeistanden, als sie das hörten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elia. Da lief einer und füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme! Aber Jesus schrie laut und verschied. Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. 

Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, daß er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen! 

Markus 14,1-2.10-72; 15,1-39

Tractatus 25-38

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen. (Psalm 24)

Christ in the House of Simon, by Dieric Bouts, 1440

Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen. Denn er hat ihn über den Meeren gegründet und über den Wassern bereitet. Wer darf auf des HERRN Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte? 

Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lüge und nicht schwört zum Trug: der wird den Segen vom HERRN empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. Sela. 

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehre einziehe! Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR, mächtig im Streit. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre. Sela. 

Psalm 24. Ein Psalm Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Der Menschensohn muß erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

Johannes 3,14b-15.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Du großer Schmerzensmann, vom Vater so geschlagen,  Herr Jesu, Dir sei Dank für alle Deine Plagen: für Deine Seelenangst, für Deine Band und Not, für Deine Geißelung, für Deinen bittern Tod.

Ach das hat unsre Sünd und Missetat verschuldet, was Du an unsrer Statt, was Du für uns erduldet. Ach unsre Sünde bringt Dich an das Kreuz hinan; o unbeflecktes Lamm, was hast Du sonst getan?

Doch Deine Herzenslieb erweiset unserem Herzen, wie lieb wir Dir gewest; Dein Leiden, Tod und Schmerzen hat nun versöhnet Gott den Vater mit der Welt, uns seine Gnade bracht, zufrieden ihn gestellt.

Dein Kampf ist unser Sieg, Dein Tod ist unser Leben; in Deinen Banden ist die Freiheit uns gegeben. Dein Kreuz ist unser Trost, die Wunden unser Heil, Dein Blut das Lösegeld, der armen Sünder Teil.

Adam Thebesius, 1663. LKG 144,1-4

Morgenlese

Sechs Tage vor dem Passafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den Jesus auferweckt hatte von den Toten. Dort machten sie ihm ein Mahl, und Marta diente bei Tisch; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls. 

Da sprach einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn hernach verriet: Warum wurde dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft und das Geld den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen lag, sondern er war ein Dieb; er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben wurde. Da sprach Jesus: Lass sie. Es soll gelten für den Tag meines Begräbnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. 

Da erfuhr eine große Menge der Juden, dass er dort war, und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern um auch Lazarus zu sehen, den er von den Toten erweckt hatte.

Johannes 12,1-9

Abendlese

Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. 

Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Lasst uns zusammen vortreten!

Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! Siehe, Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, Motten werden sie fressen. Wer ist unter euch, der den HERRN fürchtet, der auf die Stimme seines Knechts hört? Wer im Finstern wandelt und wem kein Licht scheint, der hoffe auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott! 

Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer entfacht und Brandpfeile entzündet, geht hin in die Glut eures Feuers und in die Brandpfeile, die ihr angezündet habt! Das widerfährt euch von meiner Hand; in Schmerzen sollt ihr liegen. 

Jesaja 50,4-11

Tractatus von der Macht des Papstes 13-24

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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J.S. Bach: “Himmelskönig, sei willkommen” (BWV 182)

Johann Sebastian Bach (1746) von Elias Gottlob Haußmann (1695-1774) im Alten Rathaus (Leipzig)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate: “Himmelskönig, sei willkommen” (BWV 182) zum Sonntag Palmarum.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Himmelskönig, sei willkommen
  
1. Sonata
Flauto, Violino concertante, Violino di ripieno, Viola I/II, Violoncello, Continuo
  
2. Coro
Flauto, Violino, Viola I/II, Violoncello, Continuo
Himmelskönig, sei willkommen,
Lass auch uns dein Zion sein!
    Komm herein,
    Du hast uns das Herz genommen.
  
3. Recitativo B
Violoncello, Continuo
Siehe, ich komme, im Buch ist von mir geschrieben; deinen Willen, mein Gott, tu ich gerne.
  
4. Aria B
Violino, Viola I/II, Continuo
Starkes Lieben,
Das dich, großer Gottessohn,
Von dem Thron
Deiner Herrlichkeit getrieben,
Dass du dich zum Heil der Welt
Als ein Opfer vorgestellt,
Dass du dich mit Blut verschrieben.
  
5. Aria A
Flauto solo, Continuo
Leget euch dem Heiland unter,
Herzen, die ihr christlich seid!
    Tragt ein unbeflecktes Kleid
    Eures Glaubens ihm entgegen,
    Leib und Leben und Vermögen
    Sei dem König itzt geweiht.
  
6. Aria T
Violoncello, Continuo
Jesu, lass durch Wohl und Weh
Mich auch mit dir ziehen!
    Schreit die Welt nur “Kreuzige!”,
    So lass mich nicht fliehen,
    Herr, von deinem Kreuzpanier;
    Kron und Palmen find ich hier.
  
7. Choral
Flauto, Violino, Viola I/II, Violoncello, Continuo
Jesu, deine Passion
Ist mir lauter Freude,
Deine Wunden, Kron und Hohn
Meines Herzens Weide;
Meine Seel auf Rosen geht,
Wenn ich dran gedenke,
In dem Himmel eine Stätt
Uns deswegen schenke.
  
8. Coro
Flauto, Violino, Viola I/II, Violoncello, Continuo
So lasset uns gehen in Salem der Freuden,
Begleitet den König in Lieben und Leiden.
    Er gehet voran
    Und öffnet die Bahn.

Und eine ältere Aufführung mit Karl Richter (1974-75)

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P. Wilhelm Löhe predigt an Palmarum (Matthäus 21,1-9)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am sechsten Sonntag in den Fasten (Palmarum) den Einzug unseres Herrn in Jerusalem als Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, nach dem Zeugnis des heiligen Evangelisten Matthäus 21,1-9.

Hier vorgelesen:

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