Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich. (Psalm 136)

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich. Danket dem Gott aller Götter, denn seine Güte währet ewiglich. Danket dem Herrn aller Herren, denn seine Güte währet ewiglich. Der allein große Wunder tut, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der die Himmel mit Weisheit gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich. Der die Erde über den Wassern ausgebreitet hat, denn seine Güte währet ewiglich. Der große Lichter gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich: die Sonne, den Tag zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich;  den Mond und die Sterne, die Nacht zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der die Erstgeborenen schlug in Ägypten, denn seine Güte währet ewiglich; und führte Israel von dort heraus, denn seine Güte währet ewiglich; mit starker Hand und ausgerecktem Arm, denn seine Güte währet ewiglich. Der das Schilfmeer teilte in zwei Teile, denn seine Güte währet ewiglich; und ließ Israel mitten hindurchgehen, denn seine Güte währet ewiglich; der den Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stieß, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der sein Volk führte durch die Wüste, denn seine Güte währet ewiglich. Der große Könige schlug, denn seine Güte währet ewiglich; und brachte mächtige Könige um, denn seine Güte währet ewiglich; Sihon, den König der Amoriter, denn seine Güte währet ewiglich; und Og, den König von Baschan, denn seine Güte währet ewiglich; und gab ihr Land zum Erbe, denn seine Güte währet ewiglich; zum Erbe seinem Knecht Israel, denn seine Güte währet ewiglich. 

Der an uns dachte, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich; und uns erlöste von unsern Feinden, denn seine Güte währet ewiglich. Der Speise gibt allem Fleisch, denn seine Güte währet ewiglich. Danket dem Gott des Himmels, denn seine Güte währet ewiglich. 

Psalm 136.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefallen Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende.

Wir loben, preisn, anbeten Dich; für Deine Ehr wir danken, daß Du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessn ist Deine Macht, allzeit geschieht, was Dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Herren !

O Jesu Christ, Sohn eingeborn Deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, Du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott: nimm an die Bitt aus unsrer Not, erbarm Sich unser aller.

O Heilger Geist, Du größtes Gut, Du allerheilsamst´ Tröster: vor Teufels G’walt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Not! Dazu wir uns verlassen.

Nikolaus Decius 1539 (LKG 3)

Morgenlese

Siehe, ich sende Euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Hütet Euch aber vor den Menschen; denn sie werden Euch den Gerichten überantworten und werden Euch geißeln in ihren Synagogen. 

Und man wird Euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. Wenn sie Euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was Ihr reden sollt; denn es wird Euch zu der Stunde gegeben werden, was Ihr reden sollt. Denn nicht Ihr seid es, die da reden, sondern Eures Vaters Geist ist es, der durch Euch redet. 

Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind, und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie zu Tode bringen. Und Ihr werdet gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen.

Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig. Wenn sie Euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich, ich sage Euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis der Menschensohn kommt. 

Matthäus 10, 16-23

Abendlese

Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst! Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt Ihr, was ich sage. 

Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist’s. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.  

Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars? Was will ich nun damit sagen? Daß das Götzenopfer etwas sei? Oder daß der Götze etwas sei? Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht Gott.

Ich will aber nicht, daß Ihr mit den Dämonen Gemeinschaft habt. Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; Ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen. Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er? 

1.Korinther 10,14-22

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (FC SD VII,106-119)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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10. Sonntag nach Trinitatis (Gott und sein Volk)

Codex Bruchsal 1, Bl. 31r, Badische Landesbibliothek

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

Lukas 12,48b

Introitus

Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Hause des Herrn! Nun stehen unsere Füße in Deinen Toren, Jerusalem.

Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des Herrn, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des Herrn. Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David.

Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die Dich lieben! Es möge Friede sein in Deinen Mauern und Glück in Deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich Dir Frieden wünschen. Um des Hauses des Herrn willen, unseres Gottes, will ich Dein Bestes suchen.

Psalm 122. Von David, ein Wallfahrtslied.

Alttestamentliche Lesung

Im dritten Monat nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, an diesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai. Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai, und Israel lagerte sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge.

Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich Euch getragen habe auf Adlerflügeln und Euch zu mir gebracht. 

Werdet Ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt Ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die Du den Israeliten sagen sollst.

2. Mose 19,1-6

Epistolische Lektion (Predigttext)

Ich will Euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit Ihr Euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist.

Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«

Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um Euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 

Denn wie Ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die Euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 

Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

Römer 11,25-32

Graduallied

Treuer Wächter Israel’, des sich freuet meine Seel, der Du weißt um alles Leid Deiner armen Christenheit, o Du Wächter, der Du nicht schläfst noch schlummerst, zu uns richt Dein hilfreiches Angesicht.

Schau, wie große Not und Qual trifft Dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr. Hilf, ach hilf, schütz Deine Lehr! Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo Du nicht bei uns wirst stehn.

Hoherpriester Jesu Christ, der Du eingegangen bist in den heiligen Ort zu Gott durch Dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit Deinem Blut, ausgelöscht der Höllen Glut, wiederbracht das höchste Gut,

Sitzt auch heute ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehre gleich, unser einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt;

kläglich schreien wir zu Dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die Du mit höchstem Ruhm Dir erkauft zum Eigentum: Deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur jetzt brennt und schier alle Welt durchrennt.

Zeig ihm Deine Wunden rot, red von Deinem Kreuz und Tod, und was Du mehr hast getan, zeig ihm unsertwegen an; sage, daß Du unsre Schuld hast bezahlet in Geduld, uns erlanget Gnad und Huld.

Jesu, der Du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit Deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, und mit Zittern sie anschau.

Treuer Hort, Immanuel, Du Beschützer meiner Seel, “Gott mit uns” in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trutz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit.

Deines Vaters starker Arm, komm und unser Dich erbarm. Laß jetzt sehen Deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Rotten trenn, daß Dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn.

Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft, Deine Christen traun auf Dich, auf Dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zuschand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie Dir doch all bekannt.

Gürte Dein Schwert an die Seit als ein Held und für sie streit und zerschmettre Deine Feind, so viel ihr´ auf Erden seind. Auf die Hälse tritt Du ihn´, leg sie Dir zum Schemel hin und brich ihren stolzen Sinn.

Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wend’t, daß der Krieg gewinnt ein End.

Jesu, wahrer Friedefürst, der Du Frieden bringen wirst, weil Du hast durch Deinen Tod wiederbracht den Fried bei Gott: Gib uns Frieden gnädiglich! So wird Dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen Dich.

Johann Heermann, 1630. (LKG 266)

Das heilige Evangelium

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen?

Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all Deiner Kraft« Das andre ist dies: »Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst«.  Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, Du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, daß er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Markus 12,28-34 (Predigttext)

Der christliche Glaube

Ich glaube an einen einigen allmächtigen Gott, den Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, alles, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an einen Herrn Jesum Christum, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor der ganzen Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, mit dem Vater in einerlei Wesen, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel kommen ist und leibhaftig worden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch worden; auch für uns gekreuzigt unter Pontio Pilato, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; des Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der vom Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und eine einige heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und ein Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Der Herr sei mit Euch + Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

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Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! (Psalm 128)

Älteste erhaltene kartografische Darstellung Jerusalems auf der Mosaikkarte von Madaba, 6. Jh.

Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! Du wirst Dich nähren von Deiner Hände Arbeit; wohl Dir, Du hast’s gut. Deine Frau wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in Deinem Hause, Deine Kinder wie junge Ölbäume um Deinen Tisch her. Siehe, so wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet. Der HERR wird Dich segnen aus Zion, daß du siehst das Glück Jerusalems Dein Leben lang und siehst Kinder Deiner Kinder. Friede über Israel! 

Psalm 128. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch (Regenlied)

Herr Gott, Du Herrscher aller Welt, gut Wetter Du bescherest, Du machst mit Früchten reich das Feld, dadurch Du uns ernährest; Du gibst uns Obst, Getreid und Wein, dazu Tier, Fisch und Vögelein, erhältst uns Leib und Leben.

Schau, wie jetzt bei der dürren Zeit die Frücht im Feld vergehen, all Kreatur um Regen schreit, die Menschen jammernd stehen. Es lechzt das Vieh, dürr ist das Land. Drum tu auf Deine Gnadenhand; gib Guts, wend allen Schaden.

Send uns herab von’s Himmels Saal ein’ warmen, fruchtbarn Regen, behüt vor Schloß’ und Wetterstrahl, gib zum Gewächs Dein’ Segen, bescher uns unser täglich Brot, gib, was für Leib und Seel ist not, hilf, daß wir selig werden

Martin Behm 1608 (LKG 312)

Morgenlese

Niemand verachte Dich wegen Deiner Jugend; Du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit. 

Fahre fort mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme. 

Laß nicht außer Acht die Gabe in Dir, die Dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung des Rates der Ältesten. Dies laß Deine Sorge sein, damit gehe um, auf daß Dein Fortschreiten allen offenbar sei. 

Hab acht auf Dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn Du das tust, wirst Du Dich selbst retten und die, die Dich hören. 

1.Timotheus 4,12-16

Abendlese

König Belsazar machte ein herrliches Mahl für seine tausend Mächtigen und soff sich voll mit ihnen. Und als er betrunken war, ließ er die goldenen und silbernen Gefäße herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, damit der König mit seinen Mächtigen, mit seinen Frauen und mit seinen Nebenfrauen daraus tränke. 

Da wurden die goldenen und silbernen Gefäße herbeigebracht, die aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, weggenommen worden waren; und der König, seine Mächtigen, seine Frauen und Nebenfrauen tranken daraus. 

Und als sie so tranken, lobten sie die goldenen, silbernen, bronzenen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter. Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand im Königspalast. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb. Da entfärbte sich der König, und seine Gedanken erschreckten ihn, sodaß seine Glieder schwach wurden und ihm die Knie schlotterten.

Und der König rief laut, dass man die Zauberer, Wahrsager und Sternkundigen herbeiholen sollte. Und er ließ den Weisen von Babel sagen: Welcher Mensch diese Schrift lesen kann und mir sagt, was sie bedeutet, der soll mit Purpur gekleidet werden und eine goldene Kette um den Hals tragen und als der Dritte in meinem Königreich herrschen. 

Da wurden alle Weisen des Königs hereingeführt, aber sie konnten weder die Schrift lesen noch die Deutung dem König kundtun. Darüber erschrak der König Belsazar noch mehr und verlor seine Farbe ganz, und seinen Mächtigen wurde angst und bange. Auf die Worte des Königs und seiner Mächtigen hin kam die Königinmutter in den Saal und sprach: Der König lebe ewig! Laß Dich von Deinen Gedanken nicht so erschrecken und entfärbe Dich nicht! 

Daniel 5,1-10

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:92-105)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! (Psalm 124)

Die Heilige Sippe (sog. Torgauer Altar) von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) im Städelschen Kunstinstitut (Frankfurt a.M)

Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! Du wirst Dich nähren von Deiner Hände Arbeit; wohl Dir, Du hast’s gut. 

Deine Frau wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, Deine Kinder wie junge Ölbäume um Deinen Tisch her. Siehe, so wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet. 

Der HERR wird Dich segnen aus Zion, daß Du siehst das Glück Jerusalems Dein Leben lang und siehst Kinder Deiner Kinder. Friede über Israel! 

Psalm 124. Von David, ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ist’s Werk von Dir, so hilf zu Glück, ist’s Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Was Du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.

Sollt aber Dein und unser Feind an dem, was Dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß sein Zorn Du leichtlich könnest brechen.

Tritt Du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zu gutem Ende, was Du selbst angefangen hast durch Weisheit Deiner Hände.

Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor Deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250,6-9)

Morgenlese

Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. 

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Matthäus 13,44-46

Abendlese

Desgleichen sollt Ihr Frauen Euch Euren Männern unterordnen, damit auch die, die nicht an das Wort glauben, durch den Wandel ihrer Frauen ohne Worte gewonnen werden, wenn sie ansehen, wie ehrfürchtig und rein Ihr lebt. 

Euer Schmuck soll nicht äußerlich sein – mit Haarflechten, goldenen Ketten oder prächtigen Kleidern –, sondern der verborgene Mensch des Herzens, unvergänglich, mit sanftem und stillem Geist: Das ist köstlich vor Gott. 

Denn so haben sich vorzeiten auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, wie Sara Abraham gehorsam war und ihn Herr nannte; deren Töchter seid Ihr geworden, wenn Ihr das Gute tut und keinen Schrecken fürchtet. 

1.Petrus 3,1-6

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:79-91)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Das ist mir lieb, daß der HERR meine Stimme und mein Flehen hört. (Psalm 116)

Offb.15 (Illustration von Lucas Cranach d.J. zur Lutherübersetzung von 1534)

Das ist mir lieb, daß der HERR meine Stimme und mein Flehen hört. Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen. Stricke des Todes hatten mich umfangen, des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich! 

Der HERR ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut Dir Gutes. Denn Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. 

Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt. Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner. Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut?  Ich will den Kelch des Heils erheben und des HERRN Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk. 

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. Ach, HERR, ich bin ja Dein Knecht, ich bin Dein Knecht, der Sohn Deiner Magd; Du hast meine Bande zerrissen. Dir will ich Dankopfer bringen und des HERRN Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk in den Vorhöfen am Hause des HERRN, in Deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja! 

Psalm 116.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Verleihe mir das edle Licht, das sich von Deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch Deine Kraft erwecket.

Gib mir Verstand aus Deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei Du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen.

Ist’s Werk von Dir, so hilf zu Glück, ist’s Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Was Du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250,4-6)

Morgenlese

Ein großer Gewinn aber ist die Frömmigkeit zusammen mit Genügsamkeit. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen. 

Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen. 

Aber du, Mensch Gottes, fliehe das! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu Du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. 

Ich gebiete Dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat das gute Bekenntnis, daß Du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus, welche uns zeigen wird zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der König aller Könige und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.

Den Reichen in dieser Welt gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; daß sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, zum Teilen bereit sind und sich selbst einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen. 

1.Timotheus 6,6-18

Abendlese

Und ich hörte eine große Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Geht hin und gießt aus die sieben Schalen des Zornes Gottes auf die Erde! 

Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde; und es entstand ein böses und schlimmes Geschwür an den Menschen, die das Zeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten. 

Und der zweite goß aus seine Schale ins Meer; und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben. 

Und der dritte goss aus seine Schale in die Wasserströme und in die Wasserquellen; und es wurde Blut. 

Und ich hörte den Engel der Wasser sagen: Gerecht bist Du, der Du bist und der Du warst, Du Heiliger, daß Du dieses Urteil gesprochen hast; denn sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und Blut hast Du ihnen zu trinken gegeben; sie sind’s wert.

Und ich hörte den Altar sagen: Ja, Herr, allmächtiger Gott, Deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Und der vierte Engel goß aus seine Schale über die Sonne; und es wurde ihr Macht gegeben, die Menschen zu versengen mit Feuer. Und die Menschen wurden versengt von der großen Hitze und lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und taten nicht Buße, ihm die Ehre zu geben. 

Offenbarung des Johannes 16,1-9

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:68-78)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Löhe über Lk.16,1-9: Ungerechte Haushalter

Ludolphus de Saxonia (1485 – 91): “Tue Rechenschaft von Deinem Haushalten!”

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 9. Sonntag nach Trinitatis über das heilige Evangelium unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, der die Zöllner und Sünder ermahnt und warnt vor dem kommenden Gericht: “Tue Rechenschaft von Deinem Haushalten!” wie vom Evangelisten Lukas im 9. Kapitel glaubhaft in den Versen 1-9 aufgeschrieben.

Und hier zum Hören vorgelesen:

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Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! (Psalm 119,1-24)

Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! Wohl denen, die sich an seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen, die auf seinen Wegen wandeln und kein Unrecht tun. 

Du hast geboten, fleißig zu halten Deine Befehle. O daß mein Leben Deine Gebote mit ganzem Ernst hielte. Wenn ich schaue allein auf Deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. Ich danke Dir mit aufrichtigem Herzen, daß Du mich lehrst die Ordnungen Deiner Gerechtigkeit. 

Deine Gebote will ich halten; verlaß mich nimmermehr! Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an Dein Wort. Ich suche Dich von ganzem Herzen; laß mich nicht abirren von Deinen Geboten. Ich behalte Dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider Dich sündige. 

Gelobet seist Du, HERR! Lehre mich Deine Gebote!Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Urteile Deines Mundes. Ich freue mich über den Weg Deiner Zeugnisse wie über allen Reichtum. Ich will nachsinnen über Deine Befehle und schauen auf Deine Wege. 

Ich habe Freude an Deinen Satzungen und vergesse Deine Worte nicht. Tu wohl Deinem Knecht, daß ich lebe und Dein Wort halte. Öffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an Deinem Gesetz. Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg Deine Gebote nicht vor mir. 

Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen nach Deinen Ordnungen allezeit. Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die von Deinen Geboten abirren. Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte mich an Deine Zeugnisse. 

Fürsten sitzen da und reden wider mich; aber ein Knecht sinnt nach über Deine Gebote. Ich habe Freude an Deinen Zeugnissen; sie sind meine Ratgeber.

Psalm 119,1-24

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in Deinem Willen ruhn, von Dir kommt Glück und Segen; was Du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen.

Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der macht’s allein, daß Menschenrat gedeihe.

Es fängt so mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringt’s doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande.

Verleihe mir das edle Licht, das sich von Deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch Deine Kraft erwecket.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250,1-4)

Morgenlese

Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. 

Da kam das Wort des HERRN zu ihm: Geh weg von hier und wende Dich nach Osten und verbirg Dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und Du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, daß sie Dich dort versorgen sollen. 

Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach.

1.Könige 17,1-6

Abendlese

So seht nun sorgfältig darauf, wie Ihr Euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. 

Und sauft Euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern laßt Euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in Eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Epheser 5,15-20 

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII;59-67)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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J.S. Bach: “Was frag ich nach der Welt” (BWV 94).

Was frag ich nach der Welt”, Kantate am neunten Sonntag nach Trinitatis, BWV 94.

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Was frag ich nach der Welt”, Kantate am neunten Sonntag nach Trinitatis, BWV 94.

Hier der Schlußchoral:

Was frag ich nach der Welt!
Im Hui muss sie verschwinden,
Ihr Ansehn kann durchaus
Den blassen Tod nicht binden.
Die Güter müssen fort,
Und alle Lust verfällt;
Bleibt Jesus nur bei mir:
Was frag ich nach der Welt!
Was frag ich nach der Welt!
Mein Jesus ist mein Leben,
Mein Schatz, mein Eigentum,
Dem ich mich ganz ergeben,
Mein ganzes Himmelreich,
Und was mir sonst gefällt.
Drum sag ich noch einmal:
Was frag ich nach der Welt!

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Was frag ich nach der Welt
  
1. Coro
Flauto traverso, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Was frag ich nach der Welt
Und allen ihren Schätzen
Wenn ich mich nur an dir,
Mein Jesu, kann ergötzen!
Dich hab ich einzig mir
Zur Wollust fürgestellt,
Du, du bist meine Ruh:
Was frag ich nach der Welt!
  
2. Aria B
Continuo
Die Welt ist wie ein Rauch und Schatten
Der bald verschwindet und vergeht,
Weil sie nur kurze Zeit besteht.
Wenn aber alles fällt und bricht,
Bleibt Jesus meine Zuversicht,
An dem sich meine Seele hält.
Darum: was frag ich nach der Welt!
  
3. Choral e Recitativo T
Oboe I/II, Continuo
Die Welt sucht Ehr und Ruhm
Bei hocherhabnen Leuten.
Ein Stolzer baut die prächtigsten Paläste,
Er sucht das höchste Ehrenamt,
Er kleidet sich aufs beste
In Purpur, Gold, in Silber, Seid und Samt.
Sein Name soll für allen
In jedem Teil der Welt erschallen.
Sein Hochmuts-Turm
Soll durch die Luft bis an die Wolken dringen,
Er trachtet nur nach hohen Dingen
Und denkt nicht einmal dran,
Wie bald doch diese gleiten.
Oft bläset eine schale Luft
Den stolzen Leib auf einmal in die Gruft,
Und da verschwindet alle Pracht,
Wormit der arme Erdenwurm
Hier in der Welt so grossen Staat gemacht.
Acht! solcher eitler Tand
Wird weit von mir aus meiner Brust verbannt.
Dies aber, was mein Herz
Vor anderm rühmlich hält,
Was Christen wahren Ruhm und rechte Ehre gibet,
Und was mein Geist,
Der sich der Eitelkeit entreißt,
Anstatt der Pracht und Hoffart liebet,
Ist Jesus nur allein,
Und dieser solls auch ewig sein.
Gesetzt, dass mich die Welt
Darum vor töricht hält:
Was frag ich nach der Welt!
  
4. Aria A
Flauto traverso, Continuo
Betörte Welt, betörte Welt!
Auch dein Reichtum, Gut und Geld
Ist Betrug und falscher Schein.
Du magst den eitlen Mammon zählen,
Ich will davor mir Jesum wählen;
Jesus, Jesus soll allein
Meiner Seele Reichtum sein.
Betörte Welt, betörte Welt!
  
5. Choral e Recitativo B
Continuo
Die Welt bekümmert sich.
Was muss doch wohl der Kummer sein?
O Torheit! dieses macht ihr Pein:
Im Fall sie wird verachtet.
Welt, schäme dich!
Gott hat dich ja so sehr geliebet,
Dass er sein eingebornes Kind
Vor deine Sünd
Zur größten Schmach um dein Ehre gibet,
Und du willst nicht um Jesu willen leiden?
Die Traurigkeit der Welt ist niemals größer,
Als wenn man ihr mit List
Nach ihren Ehren trachtet.
Es ist ja besser,
Ich trage Christi Schmach,
Solang es ihm gefällt.
Es ist ja nur ein Leiden dieser Zeit,
Ich weiß gewiss, dass mich die Ewigkeit
Dafür mit Preis und Ehren krönet;
Ob mich die Welt
Verspottet und verhöhnet,
Ob sie mich gleich verächtlich hält,
Wenn mich mein Jesus ehrt:
Was frag ich nach der Welt!
  
6. Aria T
Violino I/II, Viola, Continuo
Die Welt kann ihre Lust und Freud,
Das Blendwerk schnöder Eitelkeit,
Nicht hoch genug erhöhen.
    Sie wühlt, nur gelben Kot zu finden,
    Gleich einem Maulwurf in den Gründen
    Und lässt dafür den Himmel stehen.
  
7. Aria S
Oboe d’amore solo, Continuo
Er halt es mit der blinden Welt,
Wer nichts auf seine Seele hält,
Mir ekelt vor der Erden.
    Ich will nur meinen Jesum lieben
    Und mich in Buß und Glauben üben,
    So kann ich reich und selig werden.
  
8. Choral
Flauto traverso in octava e Oboe I e Violino I col Soprano, Oboe II e Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Was frag ich nach der Welt!
Im Hui muss sie verschwinden,
Ihr Ansehn kann durchaus
Den blassen Tod nicht binden.
Die Güter müssen fort,
Und alle Lust verfällt;
Bleibt Jesus nur bei mir:
Was frag ich nach der Welt!
Was frag ich nach der Welt!
Mein Jesus ist mein Leben,
Mein Schatz, mein Eigentum,
Dem ich mich ganz ergeben,
Mein ganzes Himmelreich,
Und was mir sonst gefällt.
Drum sag ich noch einmal:
Was frag ich nach der Welt!

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Flauto traverso, Oboe I/II, Oboe d’amore, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit6. August 1724
TextBalthasar Kindermann 1664; 2,4,6,7: Umdichtungen eines unbekannten Verfassers
Anlass9. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Und hier eine Aufführung aus der reformierten Kirche Trogen, Schweiz
Chor und Orchester der J. S. Bachstiftung St. Gallen
Rudolf Lutz – Musikalischer Leiter
Solisten:
Sopran – Nuria Rial
Alt – Margot Oitzinger
Tenor – Daniel Johannsen
Bass – Dominik Wörner




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9. Sonntag nach Trinitatis (Der kluge Haushalter)

Reliquiar des Hohen Domkapitels der Kathedrale St.Paulus (Münster)

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lukas 12,48b

Beichte

Introitus

Gott, Du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach Dir, mein Leib verlangt nach Dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. So schaue ich aus nach Dir in Deinem Heiligtum, wollte gerne sehen Deine Macht und Herrlichkeit.

Denn Deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen Dich. So will ich Dich loben mein Leben lang und meine Hände in Deinem Namen aufheben.

Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich Dich mit fröhlichem Munde loben kann; wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an Dich, wenn ich wach liege, sinne ich über Dich nach.

Denn Du bist mein Helfer, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir; Deine rechte Hand hält mich.

Psalm 63,2-9

Kollekte

O Herr, wir bitten Dich, gib uns allezeit Deinen Geist, zu denken und zu tun, was recht ist, auf daß wir, die wir ohne Dich nicht sein können, Kraft empfangen, nach Deinem Willen zu leben. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.146

Alttestamentliche Lesung (Predigttext)

Und des Herrn Wort geschah zu mir: Ich kannte Dich, ehe ich Dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte Dich aus, ehe Du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte Dich zum Propheten für die Völker. 

Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern Du sollst gehen, wohin ich Dich sende, und predigen alles, was ich Dir gebiete. Fürchte Dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei Dir und will Dich erretten, spricht der Herr.

Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in Deinen Mund. Siehe, ich setze Dich heute über Völker und Königreiche, daß Du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.

Jeremia 1,4-10

Meine Predigt dazu:

Epistolische Lektion

Nehmt Euch in Acht vor den Hunden, nehmt Euch in Acht vor den böswilligen Arbeitern, nehmt Euch in Acht vor der Zerschneidung! Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und uns nicht verlassen auf Fleisch, obwohl ich meine Zuversicht auch aufs Fleisch setzen könnte.

Wenn ein anderer meint, er könne sich aufs Fleisch verlassen, so könnte ich es viel mehr, der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen.

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf daß ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben.

Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden, damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.

Nicht, daß ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, daß ich’s ergriffen habe.

Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Philipper 3, (4b-6) 7-14

Graduallied

Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in Deinem Willen ruhn, von Dir kommt Glück und Segen; was Du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen.

Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der macht’s allein, daß Menschenrat gedeihe.

Es fängt so mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringts doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande.

Verleihe mir das edle Licht, das sich von Deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch Deine Kraft erwecket.

Gib mir Verstand aus Deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei Du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen.

Ist’s Werk von Dir, so hilf zu Glück, ist’s Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Was Du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.

Sollt aber Dein und unser Feind an dem, was Dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß sein Zorn Du leichtlich könnest brechen.

Tritt Du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zu gutem Ende, was Du selbst angefangen hast durch Weisheit Deiner Hände.

Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor Deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250)

Das heilige Evangelium

Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker.

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Matthäus 13,44-46

Der christliche Glaube

Ich glaube an einen einigen allmächtigen Gott, den Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, alles, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an einen Herrn Jesum Christum, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor der ganzen Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, mit dem Vater in einerlei Wesen, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel kommen ist und leibhaftig worden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch worden; auch für uns gekreuzigt unter Pontio Pilato, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; des Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der vom Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und eine einige heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und ein Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Der Herr sei mit Euch + Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

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Fluchen sie, so segne Du. (Psalm 109,28)

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen… (Martin Luther, 1524)

Aber Du, HERR, mein Herr,  sei Du mit mir um Deines Namens willen; denn Deine Gnade ist mein Trost: Errette mich! Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist zerschlagen in mir. 

Ich fahre dahin wie ein Schatten, der schwindet, und werde abgeschüttelt wie Heuschrecken. Meine Knie sind schwach vom Fasten, und mein Leib ist mager und hat kein Fett. Ich bin ihnen zum Spott geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf. 

Steh mir bei, HERR, mein Gott! Hilf mir nach Deiner Gnade, und laß sie innewerden, daß dies Deine Hand ist und Du, HERR, das tust. Fluchen sie, so segne Du. Erheben sie sich, so sollen sie zuschanden werden; aber Dein Knecht soll sich freuen. Die mich verklagen, sollen mit Schmach angezogen und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Mantel. 

Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen in der Menge. Denn er steht dem Armen zur Rechten, dass er ihm helfe von denen, die ihn verurteilen. 

Psalm 109,21-31

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden;
Wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden.
Darum auf Dich all Hoffnung ich gar fest und steif zu setzen.
Herr Jesu Christ, mein Trost Du bist in Todesnot und Schmerzen.

Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider,
Dennoch so bist Du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder.
Und wenn ich Dich nur hab um mich mit Deinem Geist und Gnaden,
So kan fürwahr mir ganz und gar kein Tod noch Teufel schaden.

Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn Du kanst mirs wohl geben,
Was mir ist not, Du treuer Gott, für dies und jenes Leben,
Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele.
Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß meine Bitt nicht fehlen!

Strophe 1: Joachim Magdeburg (1572). Strophe 2 und 3: Leipzig 1597. (LKG 335)

Morgenlese

Siehe, der HERR zeigte mir zwei Feigenkörbe, aufgestellt vor dem Tempel des HERRN, nachdem Nebukadnezar, der König von Babel, den Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, aus Jerusalem weggeführt hatte samt den Großen Judas und den Zimmerleuten und Schmieden und sie nach Babel gebracht hatte. 

In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr schlechte Feigen, dass man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie. 

Und der HERR sprach zu mir: Jeremia, was siehst Du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten sind sehr schlecht, dass man sie nicht essen kann, so schlecht sind sie. 

Da geschah des HERRN Wort zu mir: So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie auf diese guten Feigen, so will ich gnädig blicken auf die Weggeführten aus Juda, die ich von dieser Stätte habe fortziehen lassen in der Chaldäer Land. Ich will mein Auge gnädig auf sie richten und sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht niederreißen, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen. 

Und ich will ihnen ein Herz geben, daß sie mich erkennen sollen, daß ich der HERR bin. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren. 

Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, daß man sie nicht essen kann, spricht der HERR, so will ich dahingeben Zedekia, den König von Juda, samt seinen Großen und allen, die übrig geblieben sind in Jerusalem und in diesem Lande und die in Ägyptenland wohnen. 

Ich will sie zum Bild des Entsetzens, ja des Unglücks machen für alle Königreiche auf Erden, zum Spott und zum Sprichwort, zum Hohn und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde, und will Schwert, Hunger und Pest unter sie schicken, bis sie ganz vertilgt sind aus dem Lande, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe. 

Jeremia 24

Abendlese

Und ich bin darin guter Zuversicht, daß der in Euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. 

So halte ich es denn für richtig, daß ich so von Euch allen denke, weil ich Euch in meinem Herzen habe, die Ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekräftige. 

Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach Euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus. Und ich bete darum, daß Eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodaß Ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit Ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes. 

Philipper 1,6-11

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:45-58)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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