Löhe über Lukas 17,11-19 (Dankbare Samariter)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 14. Sonntag nach Trinitatis über unseres Herren Jesu Christi Heilung der zehn Aussätzigen und den einen Dankbaren, der auch ein Samariter war, wie vom Evangelisten Lukas im 17. Kapitel glaubhaft in den Versen 11ff aufgeschrieben ist.

Und hier vorgelesen:

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Lobe den HERRN, meine Seele! (Psalm 104,1-23)

Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, Du bist sehr groß; in Hoheit und Pracht bist Du gekleidet. Licht ist Dein Kleid, das Du anhast. Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt; Du baust Deine Gemächer über den Wassern. Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und kommst daher auf den Fittichen des Windes, der Du machst Winde zu Deinen Boten und Feuerflammen zu Deinen Dienern; der Du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden, daß es nicht wankt immer und ewiglich. 

Die Flut der Tiefe deckte es wie ein Kleid, und die Wasser standen über den Bergen, aber vor Deinem Schelten flohen sie, vor Deinem Donner fuhren sie dahin. Sie stiegen hoch empor auf die Berge und sanken herunter in die Täler zum Ort, den Du ihnen gegründet hast. Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht und dürfen nicht wieder das Erdreich bedecken. 

Du lässest Brunnen quellen in den Tälern, daß sie zwischen den Bergen dahinfließen, daß alle Tiere des Feldes trinken und die Wildesel ihren Durst löschen. Darüber sitzen die Vögel des Himmels und singen in den Zweigen. Du tränkst die Berge von oben her, Du machst das Land voll Früchte, die Du schaffest. Du läßest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß Du Brot aus der Erde hervorbringst, daß der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz glänze vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke. 

Die Bäume des HERRN stehen voll Saft, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat. Dort nisten die Vögel, und die Störche wohnen in den Wipfeln. Die hohen Berge geben dem Steinbock Zuflucht und die Felsklüfte dem Klippdachs. Du hast den Mond gemacht, das Jahr danach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang. 

Du machst Finsternis, daß es Nacht wird; da regen sich alle Tiere des Waldes, die jungen Löwen, die da brüllen nach Raub und ihre Speise fordern von Gott. Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen. Dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit und an sein Werk bis an den Abend.

Psalm 104,1-23

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Mt.25,40b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Dein beleidigt Majestät gänzlich dadurch versöhnt er hat. Was ich nicht bin, findst Du bei ihm, sein Tod ist und bleibt mein Gewinn.

Sein rosinfarben teuer Blut ist mein Erbteil und höchstes Gut. Verleih, daß ich von ganzem Herz all mein Vertrauen darauf setz

und in dem bittern Leiden sein stets hab die höchste Freude mein. So will ich, Herr, stets danken Dir für Deine Gnade für und für.

Melchior Eccard 1599 (LKG 218,5-7)

Morgenlese

Denn ich kenne Eure Frevel, die so viel sind, und Eure Sünden, die so groß sind, wie Ihr die Gerechten bedrängt und Bestechungsgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrückt. Darum muß der Kluge zu dieser Zeit schweigen; denn es ist eine böse Zeit. Suchet das Gute und nicht das Böse, auf daß Ihr lebet und der HERR, der Gott Zebaoth, mit Euch sei, wie Ihr rühmt. 

Haßt das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der HERR, der Gott Zebaoth, gnädig sein dem Rest Josefs. Darum, so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Herr: Es wird in allen Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straßen wird man sagen: »Weh! Weh!«

Und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum Wehklagen, wer die Totenklage erheben kann. In allen Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter Euch dreinfahren, spricht der HERR.

Weh! Die Ihr den Tag des HERRN herbeiwünscht, was soll er Euch? Denn des HERRN Tag ist Finsternis und nicht Licht, gleich als wenn jemand vor dem Löwen flieht und der Bär begegnet ihm, und er kommt ins Haus und lehnt sich mit der Hand an die Wand, da beißt ihn die Schlange! Ist nicht des HERRN Tag finster und nicht licht, dunkel und nicht hell?

Ich haße und verachte Eure Feste und mag Eure Versammlungen nicht riechen – es sei denn, Ihr bringt mir rechte Brandopfer dar –, und an Euren Speisopfern habe ich kein Gefallen, und Euer fettes Schlachtopfer sehe ich nicht an. Tu weg von mir das Geplärr Deiner Lieder; denn ich mag Dein Harfenspiel nicht hören! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. 

Amos 5,12-24

Abendlese

Wer Euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen. Und wer einem dieser Kleinen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, wahrlich, ich sage Euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen. 

Matthäus 10,40-42

Augsburger Bekenntnis: XIII-XVII

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  AmenAmen

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14. Sonntag nach Trinitatis (Der dankbare Samariter)

Rudolf Schäfer (1878-1961)

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er Dir Gutes getan hat.

Ps.103,2

Introitus

Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin. Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muss davon, und er muß wieder zu Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne. Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist; der Treue hält ewiglich, der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, der die Hungrigen speiset. Der HERR macht die Gefangenen frei. Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebt die Gerechten. Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen führt er in die Irre. Der HERR ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja! 

Psalm 146,1-10

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott: Gib uns den rechten, wahrhaftigen Glauben und mehre ihn täglich neu in uns. Gib uns auch Liebe und Hoffnung, damit wir Dir und unserm Nächsten dienen, wie es Dir gefällt. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Alttestamentliche Lesung

Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen. 

Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. 

Und der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der HERR, der Gott Deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf Du liegst, will ich Dir und Deinen Nachkommen geben.

Und Dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und Du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch Dich und Deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.

Und siehe, ich bin mit Dir und will Dich behüten, wo Du hinziehst, und will Dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will Dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich Dir zugesagt habe.

Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wußte es nicht! Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. 

Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und goß Öl oben darauf und nannte die Stätte Bethel.

1. Mose 28,10-19a

Epistolische Lektion

Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß Ihr Euch abermals fürchten müsstet; sondern Ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!

Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, da wir ja mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm zur Herrlichkeit erhoben werden. 

Römer 8,14-17

Graduallied

Von Gott will ich nicht lassen, denn er läßt nicht von mir, führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Hand, den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land

Wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden und wenns auch wär der Tod.

Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben; er schaffs, wie’s ihm gefällt!

Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein’ eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn ins Himmelsthron!

Lobt ihn mit Herz und Munde, welchs er uns beides schenkt; das ist ein sel’ge Stunde, darin man sein gedenkt; denn sonst verdirbt all Zeit, die wir zubringn auf Erden. Wir sollen selig werden und bleibn in Ewigkeit.

Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stolz und Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, die wir so groß geacht’: Wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott.

Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art.

Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll; dieselb ohn einig Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll.

Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad. Auch Gott der Heilig Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis!

Ludwig Helmbold 1571 (LKG 334)

Das heilige Evangelium

Und es begab sich, als er nach Jerusalem wanderte, daß er durch das Gebiet zwischen Samarien und Galiläa zog. Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer; die standen von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme Dich unser! 

Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt Euch den Priestern!

Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, als er sah, daß er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.

Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde?

Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; Dein Glaube hat Dir geholfen. 

Lukas 17,11-19

Der christliche Glaube

Ich glaube an einen einigen allmächtigen Gott, den Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, alles, das sichtbar und unsichtbar ist.
Und an einen Herrn Jesum Christum, Gottes einigen Sohn, der vom Vater geboren ist vor der ganzen Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, mit dem Vater in einerlei Wesen, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel kommen ist und leibhaftig worden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch worden; auch für uns gekreuzigt unter Pontio Pilato, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; des Reich kein Ende haben wird.
Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der vom Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.
Und eine einige heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und ein Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Der Predigttext

Und der Herr ging nach Jericho hinein und zog hindurch. Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen. 

Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muß heute in Deinem Haus einkehren. Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. 

Da sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt. Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. 

Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. 

Lukas 19,1-10

Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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HERR, Du erforschest mich und kennest mich. (Psalm 139)

HERR, Du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt Du es; Du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist Du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das Du, HERR, nicht alles wüsstest. Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.

Wohin soll ich gehen vor Deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor Deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist Du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist Du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort Deine Hand mich führen und Deine Rechte mich halten. 

Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –, so wäre auch Finsternis nicht finster bei Dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht. Denn Du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke Dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind Deine Werke; das erkennt meine Seele. Es war Dir mein Gebein nicht verborgen, da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde. 

Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in Dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. Aber wie schwer sind für mich, Gott, Deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß! Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Wenn ich aufwache, bin ich noch immer bei Dir. 

Ach, Gott, wolltest Du doch den Frevler töten! Daß doch die Blutgierigen von mir wichen! Denn voller Tücke reden sie von Dir, und Deine Feinde erheben sich ohne Ursache. Sollte ich nicht hassen, HERR, die Dich hassen, und verabscheuen, die sich gegen Dich erheben? Ich hasse sie mit ganzem Ernst; sie sind mir zu Feinden geworden. 

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. 

Psalm 139. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Mt.25,40b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ach, Herr, mein Sünd vergib aus Gnad, daß mir dieselb zum Tod nicht schad; erzeig mir Dein Barmherzigkeit, leg allen Zorn und Straf beiseit.

Sieh an die Wunden Deines Sohns und mach mich würdig seines Lohns. Sieh nicht an die Sünde mein, vielmehr die Meng der Wunden sein.

Dein beleidigt Majestät gänzlich dadurch versöhnt er hat. Was ich nicht bin, findst Du bei ihm, sein Tod ist und bleibt mein Gewinn.

Melchior Eccard 1599 (LKG 218,3-5)

Morgenlese

Da Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Ist Gott verherrlicht in ihm, so wird Gott ihn auch verherrlichen in sich und wird ihn bald verherrlichen. 

Ihr Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei Euch. Ihr werdet mich suchen. Und wie ich zu den Juden sagte, sage ich jetzt auch zu Euch: Wo ich hingehe, da könnt Ihr nicht hinkommen. 

Ein neues Gebot gebe ich Euch, daß Ihr Euch untereinander liebt, wie ich Euch geliebt habe, damit auch Ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, daß Ihr meine Jünger seid, wenn Ihr Liebe untereinander habt. 

Johannes 13,31-35

Abendlese

So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt Euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr Euch vergeben hat, so vergebt auch Ihr! 

Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem Ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in Euren Herzen; und seid dankbar. 

Laßt das Wort Christi reichlich unter Euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in Euren Herzen. Und alles, was Ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. 

Kolosser 3,12-17

Augsburgische Konfession ( V-XII)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  AmenAmen

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Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! (Psalm 133)

Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! 

Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions!

Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit. 

Psalm 133. Von David, ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Mt.25,40b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

O Gott Vater in Ewigkeit, voll Gnade und Barmherzigkeit:  Sei mir gnädig durch Deinen Sohn, den Du für mich hast sterben lan.

Sieh an sein Leid und Marter groß, mach mich dadurch von Sünden los; sein Wunden, Schmerzen, Angst und Pein lass Dir meine Versöhnung sein.

Ach, Herr, mein Sünd vergib aus Gnad, daß mir dieselb zum Tod nicht schad; erzeig mir Dein Barmherzigkeit, leg allen Zorn und Straf beiseit.

Sieh an die Wunden Deines Sohns und mach mich würdig seines Lohns. Sieh nicht an die Sünde mein, vielmehr die Meng der Wunden sein.

Melchior Eccard 1599 (LKG 218,1-3)

Morgenlese

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich Deiner gedenke in meinen Gebeten – denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die Du hast an den Herrn Jesus und zu allen Heiligen –, daß Dein Glaube, den wir miteinander haben, kräftig werde in Erkenntnis all des Guten bei uns, auf Christus hin. Denn ich hatte große Freude und Trost durch Deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch Dich, lieber Bruder.

Darum, obwohl ich in Christus alle Freiheit habe, Dir zu gebieten, was zu tun ist, will ich um der Liebe willen eher bitten, so wie ich bin: Paulus, ein alter Mann, nun aber auch ein Gefangener Christi Jesu. 

So bitte ich Dich wegen meines Kindes Onesimus, den ich gezeugt habe in der Gefangenschaft, der Dir früher unnütz war, jetzt aber Dir und mir sehr nützlich ist. Den sende ich Dir wieder zurück und damit mein eigenes Herz. Ich wollte ihn gern bei mir behalten, damit er mir an Deiner statt diene in der Gefangenschaft um des Evangeliums willen. 

Aber ohne Deinen Willen wollte ich nichts tun, damit das Gute Dir nicht abgenötigt wäre, sondern freiwillig geschehe. Denn vielleicht war er darum eine Zeit lang von Dir getrennt, damit Du ihn auf ewig wiederhast, nicht mehr als einen Sklaven, sondern als einen, der mehr ist als ein Sklave: ein lieber Bruder, besonders für mich, wie viel mehr aber für Dich, sowohl im leiblichen Leben wie auch im Herrn. 

Wenn Du mich nun für Deinen Freund hältst, so nimm ihn auf wie mich selbst. Wenn er aber Dir geschadet hat oder etwas schuldig ist, das rechne mir an.  Ich, Paulus, schreibe es mit eigener Hand: Ich will’s bezahlen; ich schweige davon, daß Du Dich selbst mir schuldest. 

Ja, mein Bruder, gönne mir, daß ich mich an Dir erfreue in dem Herrn; erquicke mein Herz in Christus. Im Vertrauen auf Deinen Gehorsam schreibe ich Dir; denn ich weiß, Du wirst mehr tun, als ich sage. Zugleich bereite mir eine Herberge; denn ich hoffe, daß ich durch Eure Gebete Euch geschenkt werde.

Philemon

Abendlese

Und David sprach: Ist noch jemand übrig geblieben von dem Hause Sauls, daß ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonatans willen?Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hieß Ziba; den riefen sie zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist Du Ziba? Er sprach: Ja, Dein Knecht. Der König sprach: Ist da noch jemand vom Hause Sauls, daß ich Gottes Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach zum König: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, lahm an den Füßen. Der König sprach zu ihm: Wo ist er?

Ziba sprach zum König: Siehe, er ist in Lo-Dabar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls. Da sandte der König David hin und ließ ihn holen von Lo-Dabar aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls. Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und huldigte ihm. David aber sprach: Mefi-Boschet! Er sprach: Hier bin ich, Dein Knecht. 

David sprach zu ihm: Fürchte Dich nicht, denn ich will Barmherzigkeit an Dir tun um Deines Vaters Jonatan willen und will Dir das ganze Ackerland Deines Vaters Saul zurückgeben; Du aber sollst täglich an meinem Tisch essen. Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, Dein Knecht, daß Du Dich wendest zu einem toten Hund, wie ich es bin? 

Da rief der König den Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul gehört hat und seinem ganzen Hause, hab ich dem Sohn Deines Herrn gegeben. So bearbeite ihm nun seinen Acker, Du und Deine Söhne und Deine Knechte, und bring die Ernte ein, damit es das Brot sei des Sohnes Deines Herrn und er sich davon nähre; aber Mefi-Boschet, der Sohn Deines Herrn, soll täglich an meinem Tisch essen.

Ziba aber hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte. Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem Knechte gebietet, wird Dein Knecht tun. Und Mefi-Boschet, sprach David, esse an meinem Tisch wie einer der Königssöhne. Und Mefi-Boschet hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Und alle, die im Hause Zibas wohnten, dienten Mefi-Boschet. Mefi-Boschet aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich an des Königs Tisch. Und er war lahm an seinen beiden Füßen. 

2.Samuel 9, 1-13

Augsburgisches Bekenntnis: I,1-IV,3

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich; hier will ich wohnen, denn es gefällt mir wohl. (Psalm 132)

Salem, Mkonda (Mpumalanga)

Gedenke, HERR, an David und all seine Mühsal, der dem HERRN geschworen und gelobt hat dem Mächtigen Jakobs: Ich will nicht in das Zelt meines Hauses gehen noch mich aufs Lager meines Bettes legen, ich will meine Augen nicht schlafen lassen noch meine Augenlider schlummern, bis ich eine Stätte finde für den HERRN, eine Wohnung für den Mächtigen Jakobs. 

Siehe, wir hörten von ihr in Efrata, wir haben sie gefunden im Gefilde von Jaar. Wir wollen in seine Wohnung gehen und anbeten vor dem Schemel seiner Füße. HERR, mache Dich auf zur Stätte Deiner Ruhe, Du und die Lade Deiner Macht! 

Deine Priester laß sich kleiden mit Gerechtigkeit und Deine Heiligen sich freuen. Weise nicht ab das Antlitz Deines Gesalbten um Deines Knechtes David willen! Der HERR hat David in Treue geschworen, davon wird er sich nicht wenden: Ich will auf Deinen Thron setzen die Frucht Deines Leibes. 

Werden Deine Söhne meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Söhne auf Deinem Thron sitzen ewiglich. Denn der HERR hat Zion erwählt, und es gefällt ihm, dort zu wohnen.  »Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich; hier will ich wohnen, denn es gefällt mir wohl.

Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brot genug geben. Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen fröhlich sein. Daselbst lasse ich aufgehen das Horn Davids, ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet; seine Feinde will ich in Schande kleiden, aber über ihm soll blühen seine Krone.« 

Psalm 132. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Mt.25,40b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Laß mich kein Lust noch Furcht von Dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir, Du hasts allein in Händen; und wem Du’s gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben – noch ererben – durch Werke Deine Gunst, die uns errett’ vom Sterben.

Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; an Deiner Gnad allein ich kleb, Du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße; Du kannst maßen, dass mirs nicht bringt Gefähr. Ich weiß, Du wirsts nicht lassen.

Johann Agricola vor 1530 (LKG 245,4-5)

Morgenlese

Und des HERRN Wort geschah zu Sacharja: So sprach der HERR Zebaoth: Richtet recht, und ein jeder erweise seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit, und bedrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremdlinge und Armen, und denke keiner gegen seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen! 

Sie aber weigerten sich aufzumerken und kehrten mir störrisch den Rücken zu und verstopften ihre Ohren, daß sie nicht hörten, und machten ihre Herzen hart wie Diamant, damit sie nicht hörten das Gesetz und die Worte, die der HERR Zebaoth durch seinen Geist sandte durch die früheren Propheten. Daher ist so großer Zorn vom HERRN Zebaoth gekommen. 

Und es ist so ergangen: Gleichwie gepredigt wurde und sie nicht hörten, so wollte ich auch nicht hören, als sie riefen, spricht der HERR Zebaoth. Darum habe ich sie zerstreut unter alle Völker, die sie nicht kannten, und das Land blieb verwüstet hinter ihnen liegen, sodaß niemand mehr darin hin und her zog; so haben sie das liebliche Land zur Wüste gemacht. 

Sacharja 7,8-14

Abendlese

Einen Fremdling sollst Du nicht bedrücken und bedrängen; denn Ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen. Ihr sollt Witwen und Waisen nicht bedrücken. 

Wirst Du sie bedrücken und werden sie zu mir schreien, so werde ich ihr Schreien erhören. Dann wird mein Zorn entbrennen, daß ich Euch mit dem Schwert töte und Eure Frauen zu Witwen und Eure Kinder zu Waisen werden. 

Wenn Du Geld verleihst an einen aus meinem Volk, an einen Armen neben Dir, so sollst Du an ihm nicht wie ein Wucherer handeln; Ihr sollt keinerlei Zinsen von ihm nehmen. 

Wenn Du den Mantel Deines Nächsten zum Pfande nimmst, sollst Du ihn wiedergeben, ehe die Sonne untergeht, denn sein Mantel ist seine einzige Decke auf der bloßen Haut; worin soll er sonst schlafen?

Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhören; denn ich bin gnädig.

2. Mose 22,20-26 

Einleitung zur Augsburgischen Konfession (CA 1-24)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Löhe über Lukas 10,23-37 (Barmherzige Samariter)

P. Wilhelm Löhe (1850)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 13. Sonntag nach Trinitatis über unseres Herren Jesu Christi Gleichnis vom Barmherzigen Samariter wie vom Evangelisten Lukas im 10. Kapitel glaubhaft in den Versen 23ff aufgeschrieben.

Und hier vorgelesen:

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Ich hebe meine Augen auf zu Dir, der Du im Himmel thronst. (Psalm 123)

Himmel über Wittenberg (Sommer 26)

Ich hebe meine Augen auf zu Dir, der Du im Himmel thronst. 

Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so sehen unsre Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnädig werde. 

Sei uns gnädig, HERR, sei uns gnädig; denn übersatt sind wir der Verachtung. Übersatt ist unsere Seele von der Stolzen Spott und der Hoffärtigen Verachtung. 

Psalm 123. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Mt.25,40b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Verleih, daß ich aus Herzensgrund mein Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; Dein Wort mein Speis lass allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein, das mich bald möcht verkehren.

Laß mich kein Lust noch Furcht von Dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir, Du hasts allein in Händen; und wem Du’s gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben – noch ererben – durch Werke Deine Gunst, die uns errett’ vom Sterben.

Johann Agricola vor 1530 (LKG 245,3-4)

Morgenlese

Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig. Denn der gesagt hat: »Du sollst nicht ehebrechen«, der hat auch gesagt: »Du sollst nicht töten.« Wenn Du nun nicht die Ehe brichst, tötest aber, bist Du ein Übertreter des Gesetzes. 

Redet so und handelt so als Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.

Was hilft’s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? 

Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter Euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt Euch und sättigt Euch!, Ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. 

Jakobus 2,10-17

Abendlese

Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen Dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn Du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh Dich nicht Deinem Fleisch und Blut! 

Dann wird Dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und Deine Heilung wird schnell voranschreiten, und Deine Gerechtigkeit wird vor Dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird Deinen Zug beschließen. Dann wirst Du rufen und der HERR wird Dir antworten.

Wenn Du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn Du in Deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, sondern den Hungrigen Dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird Dein Licht in der Finsternis aufgehen, und Dein Dunkel wird sein wie der Mittag. 

Und der HERR wird Dich immerdar führen und Dich sättigen in der Dürre und Dein Gebein stärken. Und Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. 

Und es soll durch Dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und Du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und Du sollst heißen: »Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, daß man da wohnen könne«. 

Jesaja 58,7-12

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von Rotten und anderen Sekten XII,28-40

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Bach: “Allein zu dir, Herr Jesu Christ” (BWV 33)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Choralkantate 1724 für den 13. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 3. September 1724 erstmals auf. Sie beruht auf dem gleichnamigen Kirchenlied von Konrad Hubert (1540).

Die Kantate ist besetzt mit drei Gesangssolisten (AltTenor und Bass), vierstimmigem Chor, zwei Oboen, zwei ViolinenViola und Basso continuo

  1. Coro: Allein zu Dir, Herr Jesu Christ
  2. Recitativo (Bass): Mein Gott und Richter
  3. Aria (Alt): Wie furchtsam wankten meine Schritte
  4. Recitativo (Tenor): Mein Gott, verwirf mich nicht
  5. Aria (Tenor, Bass): Gott, der Du die Liebe heißt
  6. Choral: Ehr sei Gott in dem höchsten Thron

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Allein zu dir, Herr Jesu Christ
  
1. Coro
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Allein zu dir, Herr Jesu Christ,
Mein Hoffnung steht auf Erden;
Ich weiß, dass du mein Tröster bist,
Kein Trost mag mir sonst werden.
Von Anbeginn ist nichts erkorn,
Auf Erden war kein Mensch geborn,
Der mir aus Nöten helfen kann.
Ich ruf dich an,
Zu dem ich mein Vertrauen hab.
  
2. Recitativo B
Continuo
Mein Gott und Richter, willt du mich aus dem Gesetze fragen,
So kann ich nicht,
Weil mein Gewissen widerspricht,
Auf tausend eines sagen.
An Seelenkräften arm und an der Liebe bloß,
Und meine Sünd ist schwer und übergroß;
Doch weil sie mich von Herzen reuen,
Wirst du, mein Gott und Hort,
Durch ein Vergebungswort
Mich wiederum erfreuen.
  
3. Aria A
Violino I con sordino, Violino II, Viola, Continuo
Wie furchtsam wankten meine Schritte,
Doch Jesus hört auf meine Bitte
Und zeigt mich seinem Vater an.
    Mich drückten Sündenlasten nieder,
    Doch hilft mir Jesu Trostwort wieder,
    Dass er für mich genung getan.
  
4. Recitativo T
Continuo
Mein Gott, verwirf mich nicht,
Wiewohl ich dein Gebot noch täglich übertrete,
Von deinem Angesicht!
Das kleinste ist mir schon zu halten viel zu schwer;
Doch, wenn ich um nichts mehr
Als Jesu Beistand bete,
So wird mich kein Gewissensstreit
Der Zuversicht berauben;
Gib mir nur aus Barmherzigkeit
Den wahren Christenglauben!
So stellt er sich mit guten Früchten ein
Und wird durch Liebe tätig sein.
  
5. Aria (Duetto) T B
Oboe I/II, Continuo
Gott, der du die Liebe heißt,
Ach, entzünde meinen Geist,
Lass zu dir vor allen Dingen
Meine Liebe kräftig dringen!
Gib, dass ich aus reinem Triebe
Als mich selbst den Nächsten liebe;
Stören Feinde meine Ruh,
Sende du mir Hülfe zu!
  
6. Choral
Oboe I e Violino I col Soprano, Oboe II e Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Ehr sei Gott in dem höchsten Thron,
Dem Vater aller Güte,
Und Jesu Christ, sein’m liebsten Sohn,
Der uns allzeit behüte,
Und Gott dem Heiligen Geiste,
Der uns sein Hülf allzeit leiste,
Damit wir ihm gefällig sein,
Hier in dieser Zeit
Und folgends in der Ewigkeit.

BesetzungSoli: A T B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit3. September 1724
Text1,6: Konrad Hubert 1540; 2-5: Umdichtungen eines unbekannten Verfassers der Strophen 2 und 3
Anlass13. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier der Link zu einer Aufführung mit Karl Richter aus dem Jahre 1976-1977.

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Das ist mir lieb, daß der HERR meine Stimme und mein Flehen hört. (Psalm 116)

Israel-Karte von 1695

Das ist mir lieb, daß der HERR meine Stimme und mein Flehen hört. Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen. 

Stricke des Todes hatten mich umfangen, des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich! 

Der HERR ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut Dir Gutes. 

Denn Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt. Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner. 

Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut? Ich will den Kelch des Heils erheben und des HERRN Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk. Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. 

Ach, HERR, ich bin ja Dein Knecht, ich bin Dein Knecht, der Sohn Deiner Magd; Du hast meine Bande zerrissen. Dir will ich Dankopfer bringen und des HERRN Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk in den Vorhöfen am Hause des HERRN, in Deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja! 

Psalm 116.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Mt.25,40b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ, ich bitt, erhör mein Klagen; verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Glauben, Herr, ich mein, den wollest Du mir geben, Dir zu leben, meim Nächsten nütz zu sein, Dein Wort zu halten eben.

Ich bitt noch mehr, o Herre Gott – Du kannst es mir wohl geben –, daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben; voraus, wenn ich muss hier davon, daß ich Dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird’s mich ewig reuen.

Johann Agricola vor 1530 (LKG 245,1-2)

Morgenlese

Meine Brüder und Schwestern, haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person. Denn wenn in Eure Versammlung ein Mann kommt mit einem goldenen Ring und in herrlicher Kleidung, es kommt aber auch ein Armer in unsauberer Kleidung, und Ihr seht auf den, der herrlich gekleidet ist, und sprecht zu ihm: Setz Du Dich hierher auf den guten Platz!, und sprecht zu dem Armen: Stell Du Dich dorthin!, oder: Setz Dich unten zu meinen Füßen!, macht Ihr dann nicht Unterschiede unter Euch und urteilt mit bösen Gedanken? 

Hört zu, meine Lieben! Hat nicht Gott erwählt die Armen in der Welt, die im Glauben reich sind und Erben des Reichs, das er verheißen hat denen, die ihn lieb haben? Ihr aber habt dem Armen Unehre angetan. Sind es nicht die Reichen, die Gewalt gegen Euch üben und Euch vor Gericht ziehen? 7 Verlästern sie nicht den guten Namen, der über Euch genannt ist? Wenn Ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: »Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst«, so tut Ihr recht; wenn Ihr aber die Person anseht, tut Ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter.

Jakobus 2,1-9

Abendlese

Da konnte Josef nicht länger an sich halten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und stand kein Mensch bei ihm, als sich Josef seinen Brüdern zu erkennen gab. 

Und er weinte laut, daß es die Ägypter und das Haus des Pharao hörten, und sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Josef. Lebt mein Vater noch? Und seine Brüder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht. 

Er aber sprach zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Josef, euer Bruder, den Ihr nach Ägypten verkauft habt. Und nun bekümmert Euch nicht und laßt es Euch nicht leid sein, daß Ihr mich hierher verkauft habt; denn um Eures Lebens willen hat mich Gott vor Euch hergesandt. 

Denn es sind nun zwei Jahre, daß Hungersnot im Lande ist, und sind noch fünf Jahre, daß weder Pflügen noch Ernten sein wird. Aber Gott hat mich vor Euch hergesandt, dass er Euch übrig lasse auf Erden und Euer Leben erhalte zu einer großen Errettung.

Und nun, Ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott; der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über ganz Ägyptenland. Eilt nun und zieht hinauf zu meinem Vater und sagt ihm: Das läßt Dir Josef, Dein Sohn, sagen: Gott hat mich zum Herrn über ganz Ägypten gesetzt; komm herab zu mir, säume nicht! 

Du sollst im Lande Goschen wohnen und nahe bei mir sein, Du und Deine Kinder und Deine Kindeskinder, Dein Kleinvieh und Großvieh und alles, was Du hast. Ich will Dich dort versorgen, denn es sind noch fünf Jahre Hungersnot, damit Du nicht verarmst mit Deinem Hause und allem, was Du hast. 

Siehe, Eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders Benjamin, daß ich leibhaftig mit Euch rede. Verkündet meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Ägypten und alles, was Ihr gesehen habt; eilt und bringt meinen Vater hierher. 

Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte, und Benjamin weinte auch an seinem Halse, und er küsste alle seine Brüder und weinte an ihrer Brust. Danach redeten seine Brüder mit ihm.

1.Mose 45,1-15

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von anderen Rotten und Sekten XII,7-27

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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