Judika (5. Sonntag in den Fasten: Der Hohepriester)

Das Opfer Abrahams (1530) von Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553) Staatsgalerie Bamberg, O.Franken.

Der Menschensohn ist nicht gekommen, daß Er sich dienen lasse, sondern daß Er diene und gebe Sein Leben als Lösegeld für viele

Mt.20,28

Introitus

Schaffe mir Recht, Gott, und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! Denn Du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast Du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?

Sende Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu Deinem heiligen Berg und zu Deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und Dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Psalm 43,1-5

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn eingesetzt zum Hohenpriester und Mittler seines Volkes: hilf uns, daß wir sein ewig gültiges Opfer gläubig bedenken und uns seiner Fürbitte allzeit getrösten. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heilige Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Evangelisch-Lutherische Kirchenagende (SELK). Bd.1. Herder: Freiburg u.a. 1997. S.73

Alttestamentliche Lese

Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, Deinen einzigen Sohn, den Du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich Dir sagen werde.

Da stand Abraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte.

Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne. Und Abraham sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander.

Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander.

Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.

Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege Deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass Du Gott fürchtest und hast Deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.

Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich im Gestrüpp mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt. Und Abraham nannte die Stätte »Der HERR sieht«. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da der HERR sich sehen lässt.

Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel her und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR: Weil Du solches getan hast und hast Deines einzigen Sohnes nicht verschont, will ich Dich segnen und Deine Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und Deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen; und durch Deine Nachkommen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil Du meiner Stimme gehorcht hast.

So kehrte Abraham zurück zu seinen Knechten. Und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba und Abraham blieb daselbst.

1.Mose 22,1-19

    Epistolische Lektion

    Denn jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er Gaben und Opfer darbringe für die Sünden. Er kann mitfühlen mit denen, die unwissend sind und irren, weil er auch selber Schwachheit an sich trägt. Darum muß er, wie für das Volk, so auch für sich selbst opfern für die Sünden.

    Und niemand nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (Psalm 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt.« Wie er auch an anderer Stelle spricht (Psalm 110,4): »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«

    Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt.

    Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.

    Hebräer 5,(1-6)7-9(10)

    Evangelium

    Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen zu ihm: Meister, wir wollen, daß Du für uns tust, was wir Dich bitten werden. Er sprach zu ihnen: Was wollt Ihr, daß ich für Euch tue? Sie sprachen zu ihm: Gib uns, daß wir sitzen einer zu Deiner Rechten und einer zu Deiner Linken in Deiner Herrlichkeit.

    Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was Ihr bittet. Könnt Ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder Euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Ja, das können wir.

    Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde; zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu meiner Linken, das zu geben steht mir nicht zu, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist.

    Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter Euch nicht; sondern wer groß sein will unter Euch, der soll Euer Diener sein; und wer unter Euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

    Markus 10,35-45

    Glaubensbekenntnis

    Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

    Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unsrer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

    Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

    Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche.

    Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

    Amen.

    Nizänische Glaubensbekenntnis

    Wochenlied

    O Mensch, bewein Dein Sünde groß, darum Christus seins Vaters Schoß äußert und kam auf Erden; von einer Jungfrau rein und zart für uns er hier geboren ward, er wollt der Mittler werden. Den Toten er das Leben gab und tat dabei all Krankheit ab, bis sich die Zeit herdrange, daß er für uns geopfert würd, trüg unsrer Sünden schwere Bürd wohl an dem Kreuze lange.

    So laßt uns nun ihm dankbar sein, daß er für uns litt solche Pein, nach seinem Willen leben. Auch laßt uns sein der Sünde feind, weil uns Gotts Wort so helle scheint, Tag, Nacht danach tun streben, die Lieb erzeigen jedermann, die Christus hat an uns getan mit seinem Leiden, Sterben. O Menschenkind, betracht das recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt, tu Dich davor bewahren!

    Sebald Heyden 1525 (LKG 127)

    Predigt

    Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So laßt uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

    Hebräer 13,12-14

    Segen

    + Der Herr sei mit Euch +

    Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden +

    4. Mose 6,24-26

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    Sie achteten das köstliche Land gering… (Psalm 106,24ff)

    Lazare, komme heraus von Fritz Mehnert, 1912

    Und sie achteten das köstliche Land gering; sie glaubten seinem Worte nicht und murrten in ihren Zelten; sie gehorchten der Stimme des HERRN nicht. Da erhob er seine Hand wider sie, dass er sie niederschlüge in der Wüste und würfe ihre Nachkommen unter die Völker und zerstreute sie in die Länder. 

    Und sie hängten sich an den Baal-Peor und aßen von den Opfern für die Toten und erzürnten den Herrn mit ihrem Tun. Da brach die Plage herein über sie. Da trat Pinhas hinzu und vollzog das Gericht; da wurde der Plage gewehrt; das wurde ihm gerechnet zur Gerechtigkeit von Geschlecht zu Geschlecht ewiglich. 

    Und sie erzürnten den Herrn am Haderwasser, und Mose ging es übel um ihretwillen; denn sie erbitterten seinen Sinn, dass ihm unbedachte Worte entfuhren. Auch vertilgten sie die Völker nicht, wie ihnen der HERR doch geboten hatte, sondern vermischten sich mit den Heiden und lernten ihre Werke und dienten ihren Götzen; die wurden ihnen zum Fallstrick. 

    Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den bösen Geistern und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter, die sie opferten den Götzen Kanaans, sodass das Land mit Blutschuld befleckt ward. Sie machten sich unrein mit ihren Werken und wurden abtrünnig durch ihr Tun. Da entbrannte der Zorn des HERRN über sein Volk, und sein Erbe wurde ihm zum Abscheu. 

    Er gab sie in die Hand der Völker, dass über sie herrschten, die ihnen gram waren. Und ihre Feinde bedrängten sie, und sie wurden gedemütigt unter ihre Hand. Er errettete sie oftmals; aber sie erzürnten ihn mit ihrem Vorhaben und schwanden dahin um ihrer Missetat willen. 

    Da sah er ihre Not an, als er ihre Klage hörte, und gedachte um ihretwillen an seinen Bund, und es reute ihn nach seiner großen Güte. Und er ließ sie Barmherzigkeit finden bei allen, die sie gefangen hielten. 

    Hilf uns, HERR, unser Gott, und bring uns zusammen aus den Völkern, daß wir preisen Deinen heiligen Namen und uns rühmen, daß wir Dich loben können! Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen! Halleluja! 

    Psalm 106,24-48

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

    Johannes 12,24

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Jesus, verurteilt zum Tod, mußt sein Kreuz selbst tragen in großer Ohnmacht und Not, ward daran geschlagen; hing mehr als drei ganze Stund in groß Pein und Schmerzen; bitter Galle schmeckt sein Mund. O Mensch, faß´s zu Herzen!

    Jesus rief am Kreuze laut: „Ach, ich bin verlassen! Hab Dir doch, mein Gott, vertraut, wollst mich nicht verstoßen. Gnad dem, der mir Hohn beweist jetzt in meim Elende. Ich befehl nun meinen Geist Dir in deine Hände.“

    Jesus: kein trauriger Stimm im Himmel und Erden ist nie erhört als von ihm vor Angst und Beschwerden, denn Gott drang und warf auf ihn unser aller Süpnde, so je war von Anbeginn von Kind zu Kindeskinde.

    Petrus Herbert 1566 (LKG 133, 7-9)

    Morgenlese

    Als Marta nun hörte, dass Jesus kommt, ging sie ihm entgegen; Maria aber blieb im Haus sitzen. Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst Du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Was Du bittest von Gott, das wird Dir Gott geben. 

    Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tage. Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst Du das? 

    Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und laßt ihn gehen! 

    Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. 

    Johannes 11,20-26.43-45

    Abendlese

    Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: Ich weiß, wo Du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und Du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei Euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt. 

    Weniges aber habe ich gegen Dich: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, ein Ärgernis aufzurichten vor den Israeliten, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. So hast Du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaïten halten. Tue nun Buße; wenn aber nicht, so werde ich bald über Dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes. 

    Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf den Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.

    Offenbarung 2,12-17

    Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 3:III:1-3:III:14

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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    Gott, schweige doch nicht! (Psalm 83)

    Elischa macht den verdorbenen Eintopf mit Mehl genießbar (Giorgio Vasari, 1566)

    Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, Deine Feinde toben, und die Dich hassen, erheben das Haupt. Sie machen listige Anschläge wider Dein Volk und halten Rat wider die, die bei Dir sich bergen. »Wohlan!«, sprechen sie. »Laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!« Ja, sie haben einmütig beraten und haben einen Bund wider Dich gemacht: die Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die Hagariter, Gebal, Ammon und Amalek, die Philister mit denen von Tyrus; auch Assur hat sich zu ihnen geschlagen, sie helfen den Söhnen Lot. Sela.  

    Mach’s mit ihnen wie mit Midian, wie mit Sisera, mit Jabin am Bach Kischon, die vertilgt wurden bei En-Dor und wurden zu Mist auf dem Acker. Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Edlen wie Sebach und Zalmunna, die auch einmal sagten: Wir wollen Gottes Auen einnehmen. 

    Mein Gott, mache sie wie verwehende Blätter, wie Spreu vor dem Winde. Wie ein Feuer den Wald verbrennt und wie eine Flamme die Berge versengt, so verfolge sie mit Deinem Sturm und erschrecke sie mit Deinem Ungewitter. Bedecke ihr Angesicht mit Schande, daß sie, HERR, nach Deinem Namen fragen müssen. Schämen sollen sie sich und erschrecken für immer und zuschanden werden und umkommen. So werden sie erkennen, daß Du allein der Höchste bist über die ganze Erde, HERR ist Dein Name. 

    Psalm 83. Ein Psalm Asafs.

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

    Johannes 12,24

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Jesus ging nach Gottes Willn in den Garten beten; dreimal er da niederfiel in sein’ großen Nöten, rief sein’ lieben Vater an mit betrübtem Herzen, von ihm blutiger Schweiß rann vor Ängsten und Schmerzen.

    Jesus da gefangen ward, gebunden geführet und im Rat beschweret hart und zu Hohn gezieret; verdeckt, verspott und verspeit, jämmerlich geschlagen, auch verdammt aus Haß und Neid durch erdicht Anklagen.

    Jesus ward früh dargestellt Pilato, dem Heiden; Ob der wohl sein Unschuld meldt, dennoch mußt er leiden, ward gegeißelt und verkleidt, mit Dornen gekrönet, in seim großen Herzeleid aufs schmählichst gehöhnet.

    Petrus Herbert 1566 (LKG 133, 4-6)

    Morgenlese

    Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und Ihr werdet mich suchen und in Eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe, da könnt Ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst töten, daß er sagt: Wohin ich gehe, da könnt Ihr nicht hinkommen? 

    Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So habe ich Euch gesagt, daß Ihr sterben werdet in Euren Sünden; denn wenn Ihr nicht glaubt, daß ich es bin, werdet Ihr sterben in Euren Sünden. 

    Da fragten sie ihn: Wer bist Du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Was soll ich Euch zuerst sagen? Ich habe viel über Euch zu reden und zu richten. Aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt. 

    Sie erkannten aber nicht, daß er zu ihnen vom Vater sprach. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet Ihr erkennen, daß ich es bin und nichts von mir aus tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er läßt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt. 

    Als er das sagte, glaubten viele an ihn.

    Johannes 8,21-30 

    Abendlese

    Als aber Elisa wieder nach Gilgal kam, war Hungersnot im Lande. Und als die Prophetenjünger vor ihm saßen, sprach er zu seinem Diener: Setze einen großen Topf auf und koche ein Gemüse für die Prophetenjünger! Da ging einer aufs Feld, um Kraut zu sammeln, und fand ein Rankengewächs und pflückte sein Kleid voll mit wilden Gurken. Und als er kam, schnitt er’s in den Topf zum Gemüse – sie kannten’s aber nicht – und legte es den Männern zum Essen vor. Als sie nun von dem Gemüse aßen, schrien sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten’s nicht essen. Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat’s in den Topf und sprach: Lege es den Leuten vor, daß sie essen! Da war nichts Böses mehr in dem Topf.

    Es kam aber ein Mann von Baal-Schalischa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, nämlich zwanzig Gerstenbrote, und neues Getreide in seinem Beutel. Er aber sprach: Gib’s den Leuten, dass sie essen! Sein Diener sprach: Wie soll ich davon hundert Mann geben? Er sprach: Gib den Leuten, daß sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und es wird noch übrig bleiben. Und er legte es ihnen vor, daß sie aßen; und es blieb noch übrig nach dem Wort des HERRN. 

    2.Könige 4,38-44

    Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 3:I:1-II:5 (Von Sünde, Gesetz usw)

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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    Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. (Psalm 69,1-16)

    “Der sinkende Petrus”

    Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen. Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser. Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

    Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir ohne Ursache feind sind und mich verderben wollen, sind mächtig. Ich soll zurückgeben, was ich nicht geraubt habe. Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist Dir nicht verborgen. Laß nicht zuschanden werden an mir, die Deiner harren, Herr, HERR Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die Dich suchen, Gott Israels! 

    Denn um Deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter; denn der Eifer um Dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die Dich schmähen, sind auf mich gefallen. Ich weine bitterlich und faste, und man spottet meiner dazu. Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben ihren Spott mit mir. 

    Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und beim Zechen singt man von mir. Ich aber bete, HERR, zu Dir zur Zeit der Gnade; Gott, nach Deiner großen Güte erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe. Errette mich aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde vor denen, die mich haßen, und aus den tiefen Wassern; daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe.

    Psalm 69,1-16. Von David, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«. 

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

    Johannes 12,24

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Jesu Kreuz, Leiden und Pein, Deins Heilands und Herren, betracht, christliche Gemein, ihm zu Lob und Ehren. Merk, was er gelitten hat, bis er ist gestorben, Dich von Deiner Missetat erlöst, Gnad erworben.

    Jesus, wahrer Gottessohn auf Erden erschienen, fing bald in der Jugend an, als ein Knecht zu dienen; äußert sein göttlich Gewalt und verbarg ihr Wesen, lebt in menschlicher Gestalt; daher wir genesen.

    Jesus richtet aus sein Amt versorgt seine Schäflein, eh er ward zum Tod aß ers Osterlämmelein, lehrt und rüst die Jünger sein, wusch ihn’ ihre Füße, setzt das heilig Nachtmahl ein, macht ihn’ das Kreuz süße.

    Petrus Herbert 1566 (LKG 133,1-3)

    Morgenlese

    Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon ißt, nicht sterbe. 

    Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt. 

    Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 

    Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wenn Ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt Ihr kein Leben in Euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 

    Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch ißt und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich ißt, leben um meinetwillen. 

    Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.

    Johannes 6,47-58

    Abendlese

    Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. 

    Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch. So ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in Euch. Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht: »Ich glaube, darum rede ich«, so glauben wir auch, darum reden wir auch; denn wir wissen, daß der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt Euch. 

    2.Korinther 4,7-14

    Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 2:IV:1-16 Vom Papst.

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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    Der 3. Artikel: Von der Heiligung

    Reformationsaltar in der Lutherkirche (Wittenberg) von Lucas Cranach d.J. (1547)

    Wir glauben an den Heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganz Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hie all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben. Nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. Amen.

    “Das deutsche patrem” Dr. Martin Luther 1524 (LKG 4,3)

    Dr. Martin Luther im Kleinem Katechismus über den christlichen Glauben wie es für die evangelisch-lutherische Kirchen und Schulen des Königreichs Hannover (1862) im 3.Buch (S. 99-114) übernommen wurde und hier vorgelesen wird.

    Hier Dr.Martin Luthers Erklärung der Heiligung im 3. Artikel seines Großen Katechismus BSLK 653ff

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    Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte, und tilge meine Sünden nach Deiner großen Barmherzigkeit. (Psalm 51)

    Miniatur König Davids aus dem Egbert-Psalter (10. Jahrhundert)

    Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte, und tilge meine Sünden nach Deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. An Dir allein habe ich gesündigt und übel vor Dir getan, auf daß Du recht behaltest in Deinen Worten und rein dastehst, wenn Du richtest. 

    Siehe, in Schuld bin ich geboren, und meine Mutter hat mich in Sünde empfangen.Siehe, Du liebst Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust du mir Weisheit kund. 

    Entsündige mich mit Ysop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich weißer werde als Schnee. Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die Du zerschlagen hast. 

    Verbirg Dein Antlitz vor meinen Sünden, und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht, und nimm Deinen heiligen Geist nicht von mir. Erfreue mich wieder mit Deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

    Ich will die Übertreter Deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu Dir bekehren. Errette mich von Blutschuld, Gott, der Du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge Deine Gerechtigkeit rühme. 

    Herr, tue meine Lippen auf, daß mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Denn Schlachtopfer willst Du nicht, ich wollte sie Dir sonst geben, und Brandopfer gefallen Dir nicht. 

    Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst Du, Gott, nicht verachten. Tue wohl an Zion nach Deiner Gnade, baue die Mauern zu Jerusalem. Dann werden Dir gefallen rechte Opfer, Brandopfer und Ganzopfer; dann wird man Stiere auf Deinem Altar opfern. 

    Psalm 51. Ein Psalm Davids, vorzusingen, als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batseba eingegangen war. 

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

    Johannes 12,24

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    In Dir ist Freude in allem Leide, o Du süßer Jesu Christ! Durch Dich wir haben himmlische Gaben, Du der wahre Heiland bist; hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer Dir vertrauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben. Halleluja. Zu Deiner Güte steht unser G’müte, an Dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden. Halleluja.

    Wenn wir Dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; Du hast’s in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir Dich ehren, Dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben Dein Macht dort droben mit Herz und Munde. Halleluja.

    Johann Lindemann 1598 (LKG 338)

    Morgenlese

    Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 

    Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all Deiner Kraft« 

    Das andre ist dies: »Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst« Es ist kein anderes Gebot größer als diese. 

    Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, Du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 

    Da Jesus sah, daß er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen. 

    Markus 12,28-34

    Abendlese

    Da sprachen sie zu ihm: Was tust Du für ein Zeichen, auf daß wir sehen und Dir glauben? Was wirkst Du? Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.« 

    Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Nicht Mose hat Euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt Euch das wahre Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. 

    Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. 

    Aber ich habe Euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 

    Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich’s auferwecke am Jüngsten Tage. Denn das ist der Wille meines Vaters, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. 

    Johannes 6,30-40

    Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 2:II,16-2:III:2

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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    HERR, strafe mich nicht in Deinem Zorn und züchtige mich nicht in Deinem Grimm! (Psalm 38)

    „Das Scherflein der Witwe“ von Johann Caspar Schinz (1797-1832)

    HERR, strafe mich nicht in Deinem Zorn und züchtige mich nicht in Deinem Grimm! Denn Deine Pfeile stecken in mir, und Deine Hand drückt mich. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe wegen deines Drohens und ist nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Sünde. 

    Denn meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden. Meine Wunden stinken und eitern wegen meiner Torheit. Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig einher. Denn meine Lenden sind ganz verdorrt; es ist nichts Gesundes an meinem Leibe. Ich bin matt geworden und ganz zerschlagen; ich schreie vor Unruhe meines Herzens. 

    Herr, Du kennst all mein Begehren, und mein Seufzen ist Dir nicht verborgen. Mein Herz erbebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist dahin. Meine Lieben und Freunde scheuen zurück vor meiner Plage, und meine Nächsten halten sich fern. Die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; und die mein Unglück suchen, bereden, wie sie schaden wollen; sie sinnen Arges den ganzen Tag. 

    Ich bin wie taub und höre nicht, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut. Ich muß sein wie einer, der nicht hört und keine Widerrede in seinem Munde hat. Aber ich harre, HERR, auf Dich; Du, Herr, mein Gott, wirst antworten. Denn ich denke: Daß sie sich ja nicht über mich freuen! Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich. 

    Denn ich bin dem Fallen nahe, und mein Schmerz ist immer vor mir. Denn ich bekenne meine Missetat und sorge mich wegen meiner Sünde. Aber meine Feinde leben und sind mächtig; die mich ohne Grund hassen, derer sind viele. Die mir Gutes mit Bösem vergelten, feinden mich an, weil ich mich an das Gute halte. Verlaß mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe! 

    Psalm 38. Ein Psalm Davids, zum Gedenkopfer. Der dritte Bußpsalm.

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

    Johannes 12,24

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Weg mit allen Schätzen; Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewusst! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesus scheiden.

    Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst Du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, Du Stolz und Pracht; Dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben.

    Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muss auch ihr Betrüben lauter Zucker sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst Du auch im Leide, Jesu, meine Freude.

    Johann Franck 1650 (LKG 236, 4-6)

    Morgenlese

    Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist Du hergekommen? 

    Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Ihr sucht mich nicht, weil Ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil Ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. Müht Euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird Euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 

    Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, daß Ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

    Johannes 6,24-29

    Abendlese

    Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage Euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. 

    Markus 12,41-44

    Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 2:II,1-2:II,15 Von der Messe

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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    P. Wilhelm Löhe predigt an Lätare (Johannes 6,1-15)

    “Speisung der Fünftausend” von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) im Nationalmuseum, Stockholm.

    Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am vierten Sonntag in den Fasten (Lätare) über die Speisung der Fünftausend “ohne Frauen und Kinder” wie der heilige Evangelist Sankt Johannes 6,1-15 berichtet.

    Und vorgelesen:

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    J.S. Bach: “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit”, BWV 106

    Johann Sebastian Bach (1746) von Elias Gottlob Haußmann (1695-1774) im Alten Rathaus (Leipzig)

    Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit”, BWV 106): Actus Tragicus.

    Der Text dank Walter F. Bischof (U Alberta):

    Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit
     Actus Tragicus
      
    1. Sonatina
    Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
      
    2a. Coro
    Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
    Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit.
    In ihm leben, weben und sind wir, solange er will.
    In ihm sterben wir zur rechten Zeit, wenn er will.
      
    2b. Arioso T
    Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
    Ach, Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
      
    2c. Aria B
    Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
    Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben.
      
    2d. Coro
    Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
    Es ist der alte Bund: Mensch, du musst sterben!
    Sopran
    Ja, komm, Herr Jesu, komm!
      
    3a. Aria A
    Viola da gamba I/II, Continuo
    In deine Hände befehl ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, du getreuer Gott.
      
    3b. Arioso B e Choral A
    Viola da gamba I/II, Continuo
    Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
    Mit Fried und Freud ich fahr dahin
    In Gottes Willen,
    Getrost ist mir mein Herz und Sinn,
    Sanft und stille.
    Wie Gott mir verheißen hat:
    Der Tod ist mein Schlaf geworden.
      
    4. Coro
    Flauto I/II, Viola da gamba I/II, Continuo
    Glorie, Lob, Ehr und Herrlichkeit
    Sei dir, Gott Vater und Sohn bereit,
    Dem heilgen Geist mit Namen!
    Die göttlich Kraft
    Mach uns sieghaft
    Durch Jesum Christum, Amen.

    Und mehr zu dieser klassischen Kantate.

    Und hier eine Aufnahme mit Karl Richter am Pult aus dem Jahre 1966.

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    Der HERR erhöre Dich in der Not, der Name des Gottes Jakobs schütze Dich! (Psalm 20)

    Tempelaustreibung (1510) von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) in der Galerie alter Meister (Dresden)

    Der HERR erhöre Dich in der Not, der Name des Gottes Jakobs schütze Dich! Er sende Dir Hilfe vom Heiligtum und stärke Dich aus Zion! Er gedenke all Deiner Speisopfer, und Dein Brandopfer sei ihm angenehm! Sela.

    Er gebe Dir, was Dein Herz begehrt, und erfülle alles, was Du Dir vornimmst! Dann wollen wir jubeln, weil er Dir hilft; im Namen unsres Gottes erheben wir das Banner. Der HERR gewähre Dir alle Deine Bitten! 

    Nun weiß ich, daß der HERR seinem Gesalbten hilft und ihn erhört von seinem heiligen Himmel, seine rechte Hand hilft mit Macht. Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes. Sie sind niedergestürzt und gefallen, wir aber stehen aufgerichtet. 

    Hilf, HERR! Der König erhöre uns, wenn wir rufen. 

    Psalm 20. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viel Früchte.

    Johannes 12,24

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier: ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange, und verlangt nach Dir! Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer Dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebers werden.

    Unter Deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß den Satan wittern, laß den Feind erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken; Jesus will mich decken.

    Trotz dem alten Drachen, trotz dem Todesrachen, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, Erd und Abgrund muß verstummen, ob sie noch so brummen.

    Johann Franck 1650 (LKG 236,1-3)

    Morgenlese

    Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus! 

    Seine Jünger aber dachten daran, dass geschrieben steht: »Der Eifer um dein Haus wird mich fressen.« Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 

    Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte. 

    Johannes 2,13-22

    Abendlese

    Von Elim brachen sie auf, und die ganze Gemeinde der Israeliten kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie von Ägypten ausgezogen waren. Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. Und die Israeliten sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst.

    Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, dass ich’s prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht. Am sechsten Tage aber wird’s geschehen, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, dass es doppelt so viel sein wird, wie sie sonst täglich sammeln.

    Mose und Aaron sprachen zu ganz Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Ägyptenland geführt hat, und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt? Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle, weil der HERR euer Murren gehört hat, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN. 

    Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Israeliten: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört. Und als Aaron noch redete zu der ganzen Gemeinde der Israeliten, wandten sie sich zur Wüste hin, und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in der Wolke. Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin. 

    Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. Und als der Tau weg war, siehe, da lag’s in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. 

    Das ist’s aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, so viel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte. Und die Israeliten taten’s und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber als man’s nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, so viel er zum Essen brauchte. 

    Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrig bis zum nächsten Morgen. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon übrig bis zum nächsten Morgen; da wurde es voller Würmer und stinkend. Und Mose wurde zornig auf sie. Sie sammelten aber alle Morgen, so viel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Gemeinde kamen hin und verkündeten’s Mose. 

    Exodus 16,1-22

    Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 1:I:1-2:I:5

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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