HERR, ich rufe zu Dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich Dich anrufe. (Psalm 141)

Christus und die Ehebrecherin von Lucas Cranach dem Älteren in der Fränkischen Galerie in Kronach

HERR, ich rufe zu Dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich Dich anrufe. Mein Gebet möge vor Dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer.

HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen! Neige mein Herz nicht zum Bösen, daß ich nicht in Frevel lebe gemeinsam mit Übeltätern; daß ich nicht esse von ihren leckeren Speisen. 

Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht; das wird mir wohltun wie Balsam auf dem Haupte. Mein Haupt wird sich dagegen nicht wehren. Doch ich bete stets, daß jene mir nicht Schaden tun.

Ihre Führer sollen hinabgestürzt werden auf einen Felsen; dann wird man meine Worte hören, daß sie lieblich sind. Unsere Gebeine sind zerstreut bis zur Pforte des Todes, wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt. 

Ja, auf Dich, HERR, mein Herr, sehen meine Augen; ich traue auf Dich, gib mich nicht in den Tod dahin. Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Übeltäter. 

Die Frevler sollen miteinander in ihr eigenes Netz fallen; ich aber werde vorübergehen. 

Psalm 141. Ein Psalm Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

1.Petrus 5,5b

Lied des Tages

Singen wir aus Herzensgrund, loben Gott mit unserm Mund. Wie er sein Güt an uns beweist, so hat er uns auch gespeist, wie er Tier und Vögel nährt, so hat er uns auch beschert, welchs wir jetzund habn verzehrt.

Danken wir sehr, bitten ihn, daß er geb des Geistes Sinn, daß wir solches recht verstehn, stets nach sein Geboten gehn, seinen Namen machen groß in Christo ohne Unterlaß; so singn wir recht das Gratias.

Hans Vogel um 1565. (LKG 287)

Morgenlese

Es bat ihn aber einer der Pharisäer, mit ihm zu essen. Und er ging hinein in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin.

Als die vernahm, daß er zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Alabastergefäß mit Salböl und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu netzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit dem Salböl. 

Da aber das der Pharisäer sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. 

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sag es! 

Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer war fünfhundert Silbergroschen schuldig, der andere fünfzig. Da sie aber nicht bezahlen konnten, schenkte er’s beiden. Wer von ihnen wird ihn mehr lieben? Simon antwortete und sprach: Ich denke, der, dem er mehr geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. 

Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst Du diese Frau? Ich bin in Dein Haus gekommen; Du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen genetzt und mit ihren Haaren getrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen.  Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. 

Deshalb sage ich Dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Und er sprach zu ihr: Dir sind Deine Sünden vergeben. 

Da fingen die an, die mit zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt? Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat Dir geholfen; geh hin in Frieden! 

Lukas 7,36-50

Abendlese

Da sprach Samuel zu ganz Israel: Siehe, ich habe Eurer Stimme gehorcht in allem, was Ihr mir gesagt habt, und habe einen König über Euch gesetzt. Siehe, nun wird Euer König vor Euch herziehen; ich aber bin alt und grau geworden, und meine Söhne sind bei Euch. Ich bin vor Euch hergegangen von meiner Jugend an bis auf diesen Tag. 

Siehe, hier stehe ich. Nun sagt gegen mich aus vor dem HERRN und seinem Gesalbten! Wessen Rind oder Esel hab ich genommen, wem hab ich Gewalt oder Unrecht getan? Aus wessen Hand hab ich ein Geschenk angenommen, um mir damit die Augen blenden zu lassen? Ich will’s Euch zurückgeben. 

Sie sprachen: Du hast uns weder Gewalt noch Unrecht getan und von niemand etwas genommen. Er sprach zu ihnen: Der HERR sei Zeuge Euch gegenüber, und sein Gesalbter sei Zeuge am heutigen Tage, daß Ihr nichts in meiner Hand gefunden habt. Sie sprachen: Ja, Zeuge sollen sie sein. 

Und Samuel sprach zum Volk: Der HERR ist’s, der Mose und Aaron eingesetzt und Eure Väter aus Ägyptenland geführt hat. So tretet nun her, daß ich mit Euch rechte vor dem HERRN wegen aller Wohltaten des HERRN, die er an Euch und Euren Vätern getan hat. 

Als Jakob nach Ägypten gekommen war, schrien Eure Väter zu dem HERRN, und der HERR sandte Mose und Aaron, daß sie eure Väter aus Ägypten führten und sie an diesem Ort wohnen ließen. 

Aber als sie den HERRN, ihren Gott, vergaßen, verkaufte er sie in die Hand Siseras, des Feldhauptmanns von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs von Moab; die kämpften gegen sie. Und sie schrien zum HERRN und sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir den HERRN verlassen und den Baalen und den Astarten gedient haben; nun aber errette uns aus der Hand unserer Feinde, so wollen wir Dir dienen. 

Da sandte der HERR Jerubbaal, Barak, Jeftah und Samuel und errettete Euch aus der Hand Eurer Feinde ringsum und ließ Euch sicher wohnen. Als Ihr aber saht, daß Nahasch, der König der Ammoniter, gegen Euch zog, spracht Ihr zu mir: Nein, sondern ein König soll über uns herrschen!, obwohl doch der HERR, euer Gott, Euer König ist. 

Nun, da ist Euer König, den Ihr erwählt und erbeten habt; denn siehe, der HERR hat einen König über Euch gesetzt. Werdet Ihr nun den HERRN fürchten und ihm dienen und seiner Stimme gehorchen und dem Munde des HERRN nicht ungehorsam sein, so werdet Ihr und Euer König, der über Euch herrscht, dem HERRN, Eurem Gott, folgen. 

1.Samuel 12,1-14

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von Kirchengebräuchen und der ewigen Vorsehung (X,26-XI,8)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Herr, das Werk Deiner Hände wollest Du nicht lassen. (Psalm 138) 

Egino Weinert (Köln): Jesus und die Delegation des Hauptmannns von Kapernaum

Ich danke Dir von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich Dir lobsingen. Ich will anbeten zu Deinem heiligen Tempel hin und Deinen Namen preisen für Deine Güte und Treue; denn Du hast Dein Wort herrlich gemacht um Deines Namens willen. Wenn ich Dich anrufe, so erhörst Du mich und gibst meiner Seele große Kraft. 

Es danken Dir, HERR, alle Könige auf Erden, daß sie hören das Wort Deines Mundes; sie singen von den Wegen des HERRN, daß die Herrlichkeit des HERRN so groß ist. Denn der HERR ist hoch und sieht auf den Niedrigen und kennt den Stolzen von ferne. 

Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst Du mich und reckst Deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit Deiner Rechten.Der HERR wird’s vollenden um meinetwillen. HERR, Deine Güte ist ewig. Das Werk Deiner Hände wollest Du nicht lassen. 

Psalm 138. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

1.Petrus 5,5b

Lied des Tages

O Jesu, treuster Heiland mein, ich geh in mein Schlafkämmerlein; ich will mich legen in die Ruh, schleuß Du die Tür selbst nach mir zu.

Verzeih mein Sünd aus Gnad und Güt, schädlich und schändlich Träum verhüt, laß säuberlich mich schlafen ein und ruhen in den Armen dein.

Wenn ich nun schlaf, wach Du für mich, treib alles Unglück hinter sich; breit über mich Dein Flügel aus, laß stehn Dein Engel um mein Haus.

Behüt vor Feur und Wassersnot, vor einem bösen schnellen Tod, vor allem Übel und Gefahr mich und all fromm Christen bewahr.

Laß mich zu Deinem Lob aufstehn und fröhlich ins Haus Gottes gehn, so will ich Dein Barmherzigkeit loben und preisn in Ewigkeit.

Gott Vater, nimm mich in Dein Hut, Gott Sohn, wasch mich mit Deinem Blut, Gott Heiliger Geist, erleuchte mich, daß in den Himmel komme ich.

Nach einem “Abendgebetlein” von Johann Heermann 1616 (LKG 297)

Morgenlese

Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: Ich erkenne, daß Du alles vermagst, und nichts, das Du Dir vorgenommen, ist Dir zu schwer. »Wer ist der, der den Ratschluß verhüllt mit Worten ohne Verstand?« Darum hab ich ohne Einsicht geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. »So höre nun, laß mich reden; ich will Dich fragen, lehre mich!« Ich hatte von Dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge Dich gesehen. Darum gebe ich auf und bereue in Staub und Asche.

Als nun der HERR diese Worte mit Hiob geredet hatte, sprach er zu Elifas von Teman: Mein Zorn ist entbrannt über Dich und über Deine beiden Freunde; denn Ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob. So nehmt Euch nun sieben junge Stiere und sieben Widder und geht hin zu meinem Knecht Hiob und opfert Brandopfer für Euch; aber mein Knecht Hiob soll für Euch bitten; denn ihn will ich erhören, daß ich Euch nichts Schlimmes antue. Denn Ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob. 

Da gingen hin Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama und taten, wie der HERR ihnen gesagt hatte. Und der HERR erhörte Hiob. Und der HERR wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde bat. Und der HERR gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte. 

Hiob 42,1-10

Abendlese

Nachdem Jesus seine Rede vor dem Volk vollendet hatte, ging er nach Kapernaum. Ein Hauptmann aber hatte einen Knecht, der ihm lieb und wert war; der lag todkrank. Da er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm und bat ihn, zu kommen und seinen Knecht gesund zu machen. Als sie aber zu Jesus kamen, baten sie ihn inständig und sprachen: Er ist es wert, daß Du ihm dies erfüllst; denn er hat unser Volk lieb, und die Synagoge hat er uns erbaut. 

Da ging Jesus mit ihnen. Als er aber nicht mehr fern von dem Haus war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Ach, Herr, bemühe Dich nicht; ich bin nicht wert, daß Du unter mein Dach gehst; darum habe ich auch mich selbst nicht für würdig geachtet, zu Dir zu kommen; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund. 

Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er hin; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er’s. 

Da Jesus das hörte, wunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage Euch: Solchen Glauben habe ich auch in Israel nicht gefunden. 

Und als die Boten wieder nach Hause kamen, fanden sie den Knecht gesund. 

Lukas 7,1-10

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von den Kirchengebräuchen (X:14-25)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Ich harre des HERRN, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. (Psalm 130)

Eeckhout, Gerbrand van den – The Infant Samuel brought by Hannah to Eli – Ashmolean Museum

Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu Dir. Herr, höre meine Stimme! Laß Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! 

Wenn Du, HERR, Sünden anrechnen willst – Herr, wer wird bestehen? Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte. 

Ich harre des HERRN, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen; mehr als die Wächter auf den Morgen hoffe Israel auf den HERRN!

Denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm. Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden. 

Psalm 130. Ein Wallfahrtslied. (Der 6. Bußpsalm)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

1.Petrus 5,5b

Lied des Tages

Aus tiefer Not schrei ich zu Dir, Herr Gott, erhöre mein Rufen. Dein gnädig Ohren kehr zu mir und meiner Bitt sie öffen; denn so Du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor Dir bleiben? 

Bei Dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor Dir niemand sich rühmen kann, des muß Dich fürchten jedermann und Deiner Gnade leben.

Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.

Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre.

Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen.

Martin Luther 1524 (LKG 213: Psalm 130)

Morgenlese

Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf daß ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. Denn ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen; sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten und der Lebensodem, den ich geschaffen habe. 

Ich war zornig über die Sünde ihrer Habgier und schlug sie, verbarg mich und zürnte. Aber sie gingen treulos die Wege ihres Herzens. Ihre Wege habe ich gesehen, aber ich will sie heilen und sie leiten und ihnen wieder Trost geben; und denen, die da Leid tragen, will ich Frucht der Lippen schaffen. Friede, Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR; ich will sie heilen. 

Jesaja 57,15-19

Abendlese

Es war ein Mann von Ramatajim-Zofim, vom Gebirge Ephraim, der hieß Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Ephraimiter. Und er hatte zwei Frauen; die eine hieß Hanna, die andere Peninna. Peninna aber hatte Kinder und Hanna hatte keine Kinder. 

Dieser Mann ging jährlich hinauf von seiner Stadt, um anzubeten und dem HERRN Zebaoth zu opfern in Silo. Dort aber waren Hofni und Pinhas, die beiden Söhne Elis, Priester des HERRN. Wenn nun der Tag kam, dass Elkana opferte, gab er seiner Frau Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern ihre Anteile. Aber Hanna gab er nur einen Anteil, obgleich er Hanna lieb hatte; der HERR aber hatte ihren Leib verschlossen. 

Und ihre Widersacherin kränkte und reizte sie sehr, weil der HERR ihren Leib verschlossen hatte. 

So ging es alle Jahre; wenn sie hinaufzog zum Haus des HERRN, kränkte jene sie. Dann weinte Hanna und aß nichts. Elkana aber, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinst Du und warum ißt Du nichts? Und warum ist Dein Herz so traurig? Bin ich Dir nicht mehr wert als zehn Söhne? 

Da stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten. Eli aber, der Priester, saß auf einem Stuhl am Türpfosten des Tempels des HERRN. Und sie war von Herzen betrübt und betete zum HERRN und weinte sehr und gelobte ein Gelübde und sprach: HERR Zebaoth, wirst Du das Elend Deiner Magd ansehen und an mich gedenken und Deiner Magd nicht vergessen und wirst Du Deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HERRN geben sein Leben lang, und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen. 

Und da sie lange betete vor dem HERRN, achtete Eli auf ihren Mund; denn Hanna redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber hörte man nicht. Da meinte Eli, sie wäre betrunken. Und Eli sprach zu ihr: Wie lange willst Du betrunken sein? Gib den Wein von Dir, den Du getrunken hast! 

Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr! Ich bin eine betrübte Frau; Wein und starkes Getränk hab ich nicht getrunken, sondern habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet. Du wollest Deine Magd nicht für eine zuchtlose Frau halten, denn ich hab aus meinem großen Kummer und aus Traurigkeit so lange geredet. 

Eli antwortete und sprach: Gehe hin mit Frieden; der Gott Israels wird Dir geben, was Du von ihm erbeten hast. Sie sprach: Laß Deine Magd Gnade finden vor Deinen Augen. Da ging die Frau ihres Weges und aß und sah nicht mehr so traurig drein. 

Und am andern Morgen machten sie sich früh auf. Und als sie angebetet hatten vor dem HERRN, kehrten sie wieder um und kamen heim nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau, und der HERR gedachte an sie. Und als die Tage um waren, ward Hanna schwanger, und sie gebar einen Sohn und nannte ihn Samuel; denn, so sprach sie, ich hab ihn von dem HERRN erbeten. 

Und als der Mann Elkana hinaufzog mit seinem ganzen Hause, um dem HERRN das jährliche Opfer zu opfern und was er gelobt hatte, zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Mann: Wenn der Knabe entwöhnt ist, will ich ihn bringen, daß er vor dem HERRN erscheine und bleibe dort für immer. Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: So tu, wie dir’s gefällt! Bleib, bis du ihn entwöhnt hast; der HERR bestätige aber, was er geredet hat. So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte. 

Nachdem sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf, dazu einen dreijährigen Stier, einen Scheffel Mehl und einen Krug Wein, und brachte ihn in das Haus des HERRN nach Silo. Der Knabe war aber noch jung. Und sie schlachteten den Stier und brachten den Knaben zu Eli. 

Und sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr Du lebst, mein Herr: Ich bin die Frau, die hier bei Dir stand, um zum HERRN zu beten. Um diesen Knaben bat ich. Nun hat der HERR mir gegeben, was ich von ihm erbeten habe. Darum gebe ich ihn dem HERRN wieder sein Leben lang, weil er vom HERRN erbeten ist. Und sie beteten dort den HERRN an. 

1.Samuel 1

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von Kirchengebräuchen X,1-13

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. (Psalm 126)

“David und Goliath” (1540-45) von Lucas Cranach d.Ä. (Jagdschloss Grunewald, Berlin)

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Völkern: Der HERR hat Großes an ihnen getan! 

Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. 

HERR, bringe zurück unsre Gefangenen, wie Du die Bäche wiederbringst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen guten Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben. 

Psalm 126. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

1.Petrus 5,5b

Lied des Tages

O Christe, Morgensterne, leucht uns mit hellem Schein; schein uns vons Himmels Throne an diesem dunkeln Ort mit Deinem reinen Wort.

O Jesu, Trost der Armen, mein Herz heb ich zu Dir; Du wirst Dich mein erbarmen, Dein Gnade schenken mir, das trau ich gänzlich Dir.

Ich kann und mag nicht schaffen, ich kann nicht fröhlich sein; mir ist verwundt mein Seele und fürcht der Höllen Pein, o Christ, erbarm Dich mein.

O Jesu lieber Herre, Du einger Gottes Sohn, von Herzen ich begehre, Du wollst mir Hilfe tun. Du bist der Gnaden Thron.

Du hast für mich vergossen Dein rosenfarbes Blut; das laß mich, Herr, genießen, tröst mich durch Deine Güt; hilf mir, das ist mein Bitt.

Leipzig 1579 (LKG 231,1-5)

Morgenlese

Als nun der Philister aufsah und David anschaute, verachtete er ihn; denn er war ein Knabe, bräunlich und schön. Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, daß Du mit Stecken zu mir kommst? Und der Philister fluchte dem David bei seinem Gott. 

Und der Philister sprach zu David: Komm her zu mir, ich will Dein Fleisch den Vögeln unter dem Himmel geben und den Tieren auf dem Felde. David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Sichelschwert, ich aber komme zu Dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die Du verhöhnt hast. 

Heute wird Dich der HERR mir überantworten, daß ich Dich erschlage und Dir den Kopf abhaue und gebe Deinen Leichnam und die Leichname des Heeres der Philister heute den Vögeln unter dem Himmel und dem Wild auf der Erde, damit alle Welt innewerde, daß Israel einen Gott hat, und damit diese ganze Gemeinde innewerde, daß der HERR nicht durch Schwert oder Spieß hilft; denn der Krieg ist des HERRN, und er wird Euch in unsere Hand geben. 

Als sich nun der Philister aufmachte und daherging und sich David nahte, lief David eilends von der Schlachtreihe dem Philister entgegen. Und David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte ihn und traf den Philister an der Stirn, daß der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht. So überwand David den Philister mit Schleuder und Stein und traf und tötete ihn.

David aber hatte kein Schwert in seiner Hand. Da lief er hin und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert und zog es aus der Scheide und tötete ihn und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die Philister sahen, daß ihr Stärkster tot war, flohen sie.

1.Samuel 17,42-51

Abendlese

Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gästen, als er merkte, wie sie sich aussuchten, obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen: 

Wenn Du von jemandem zur Hochzeit geladen bist, so setze Dich nicht obenan; denn es könnte einer eingeladen sein, der angesehener ist als Du, und dann kommt der, der Dich und ihn eingeladen hat, und sagt zu Dir: Weiche diesem!, und Du müßtest dann beschämt untenan sitzen. 

Sondern wenn Du eingeladen bist, so geh hin und setz Dich untenan, damit, wenn der kommt, der Dich eingeladen hat, er zu Dir sagt: Freund, rücke hinauf! Dann wirst Du Ehre haben vor allen, die mit Dir zu Tisch sitzen. Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.

Lukas 14,7-11

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person und Höllenfahrt IX (VIII,87-IX,3)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Bach: “Mein Herze schwimmt im Blut” (BWV 199)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert zum 11.Sonntag nach Trinitatis die Kantate “Mein Herze schwimmt im Blut” (BWV 199).

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Mein Herze schwimmt im Blut
  
1. Recitativo S
Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo
Mein Herze schwimmt im Blut,
Weil mich der Sünden Brut
In Gottes heilgen Augen
Zum Ungeheuer macht.
Und mein Gewissen fühlet Pein,
Weil mir die Sünden nichts
Als Höllenhenker sein.
Verhaßte Lasternacht!
Du, du allein
Hast mich in solche Not gebracht;
Und du, du böser Adamssamen,
Raubst meiner Seele alle Ruh
Und schließest ihr den Himmel zu!
Ach! unerhörter Schmerz!
Mein ausgedorrtes Herz
Will ferner mehr kein Trost befeuchten,
Und ich muss mich vor dem verstecken,
Vor dem die Engel selbst ihr Angesicht verdecken.
  
2. Aria e Recitativo S
Oboe solo, Violone, Continuo
Stumme Seufzer, stille Klagen,
Ihr mögt meine Schmerzen sagen,
Weil der Mund geschlossen ist.
    Und ihr nassen Tränenquellen
    Könnt ein sichres Zeugnis stellen,
    Wie mein sündlich Herz gebüßt.
Mein Herz ist itzt ein Tränenbrunn,
Die Augen heiße Quellen.
Ach Gott! wer wird dich doch zufriedenstellen?
  
3. Recitativo S
Violino I/II, Viola, Fagotto, Violone, Continuo
Doch Gott muss mir genädig sein,
Weil ich das Haupt mit Asche,
Das Angesicht mit Tränen wasche,
Mein Herz in Reu und Leid zerschlage
Und voller Wehmut sage:
Gott sei mir Sünder gnädig!
Ach ja! sein Herze bricht,
Und meine Seele spricht:
  
4. Aria S
Violino I/II, Viola, Fagotto, Violone, Continuo
Tief gebückt und voller Reue
Lieg ich, liebster Gott, vor dir.
    Ich bekenne meine Schuld,
    Aber habe doch Geduld,
    Habe doch Geduld mit mir!
  
5. Recitativo S
Violone, Continuo
Auf diese Schmerzensreu
Fällt mir alsdenn dies Trostwort bei:
  
6. Choral
Violone, Viola solo, Continuo
Ich, dein betrübtes Kind,
Werf alle meine Sünd,
So viel ihr in mir stecken
Und mich so heftig schrecken,
In deine tiefen Wunden,
Da ich stets Heil gefunden.
  
7. Recitativo S
Violino I/II, Viola, Fagotto, Violone, Continuo
Ich lege mich in diese Wunden
Als in den rechten Felsenstein;
Die sollen meine Ruhstatt sein.
In diese will ich mich im Glauben schwingen
Und drauf vergnügt und fröhlich singen:
  
8. Aria S
Oboe, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo
Wie freudig ist mein Herz,
Da Gott versöhnet ist
    Und mir auf Reu und Leid
    Nicht mehr die Seligkeit
    Noch auch sein Herz verschließt.

BesetzungSolo: S, Oboe, Violino I/II, Viola, Violone, Fagotto, Continuo
Entstehungszeit12. August 1714
TextGeorg Christian Lehms 1711; 6. Johann Heerman 1630
Anlass11. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine Aufführung mit Karl Richter:

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Löhe über Lukas 18,9-14: Pharisäer & Zöllner.

“Pharisäer und Zöllner” von Zacharias (Hoffnungskirche)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 11. Sonntag nach Trinitatis über unseres Herren Jesu Christi Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner im Tempel wie vom Evangelisten Lukas im 18. Kapitel glaubhaft in den Versen 9ff aufgeschrieben.

Er schreibt:

wie viel vorzüglicher, demüthiges Bekenntnis der Sünde sei, als der Eigenruhm des Selbstgerechten. – Wie es sich ziemt, schließen wir uns an die Worte unsers Herrn an und betrachten zuerst die Selbstgerechtigkeit des Pharisäers und dann die bußfertige Demuth des offenbaren Sünders.

Evangelienpostille für die Sonn und Festtage des Kirchenjahres. Sommer-Postille. Trinitatisfest bis zum siebenundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. Von Wilhelm Löhe, lutherischem Pfarrer. 2.Auflage. Verlag von Samuel Gottlieb Liesching: Stuttgart, 1854. S. 69)

Hier vorgelesen:

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Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. (Psalm 121)

Drakensberge (2026)

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. 

Er wird Deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der Dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. 

Der HERR behütet Dich; der HERR ist Dein Schatten über Deiner rechten Hand, daß Dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. 

Der HERR behüte Dich vor allem Übel, er behüte Deine Seele. Der HERR behüte Deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! 

Psalm 121. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

1.Petrus 5,5b

Lied des Tages

Aus tiefer Not schrei ich zu Dir, Herr Gott, erhöre mein Rufen. Dein gnädig Ohren kehr zu mir und meiner Bitt sie öffen; denn so Du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor Dir bleiben? 

Bei Dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor Dir niemand sich rühmen kann, des muß Dich fürchten jedermann und Deiner Gnade leben.

Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.

Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre.

Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 213: Psalm 130)

Morgenlese

Und sie kamen nach Kapernaum. Und als er im Haus war, fragte er sie: Was habt Ihr auf dem Weg besprochen? Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Weg miteinander besprochen, wer der Größte sei. 

Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener. 

Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. 

Markus 9,33-37

Abendlese

Als aber der König David nach Bahurim kam, siehe, da kam ein Mann von dort heraus, vom Geschlecht des Hauses Saul, der hieß Schimi, der Sohn Geras; der kam heraus und fluchte und warf mit Steinen nach David und allen Knechten des Königs David, obwohl das ganze Kriegsvolk und alle Helden zu seiner Rechten und Linken waren. 

So aber rief Schimi, als er fluchte: Hinaus, hinaus, Du Bluthund, Du ruchloser Mann! Der HERR hat über Dich gebracht alles Blut des Hauses Sauls, an dessen statt Du König geworden bist. Jetzt hat der HERR das Königtum gegeben in die Hand Deines Sohnes Absalom; und siehe, nun steckst Du in Deinem Unglück, denn Du bist ein Bluthund. 

Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Sollte dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen dürfen? Ich will hingehen und ihm den Kopf abschlagen. Der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was hab ich mit Euch zu schaffen? Laßt ihn fluchen; wenn der HERR ihm geboten hat: Fluche David!, wer darf dann sagen: Warum tust Du das? 

Und David sprach zu Abischai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Lasst ihn ruhig fluchen, denn der HERR hat’s ihm geboten. Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir mit Gutem vergelten sein heutiges Fluchen. 

So ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Schimi ging am Hang des Berges entlang, neben ihm her, und fluchte und warf mit Steinen nach ihm und bewarf ihn mit Erdklumpen. Und der König kam mit allem Volk, das bei ihm war, müde an den Jordan und ruhte dort aus. 

2. Samuel 16,5-14

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII:76-86)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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11. Sonntag nach Trinitatis (Pharisäer und Zöllner)

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade!

1.Petrus 5,5b

Introitus

Ich will Dich erheben, mein Gott, Du König, und Deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will Dich täglich loben und Deinen Namen rühmen immer und ewiglich.

Der HERR hält alle, die da fallen, und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind. 

Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen. Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen. 

Mein Mund soll des HERRN Lob verkündigen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich. 

Psalm 145,1-2.14.17-21

Alttestamentliche Lesung

Und der HERR sandte Nathan zu David.

Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein, das er gekauft hatte.

Und er nährte es, daß es groß wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern. Es aß von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und er hielt’s wie eine Tochter. 

Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er’s nicht über sich, von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas zuzurichten, der zu ihm gekommen war. Und er nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war.

Da geriet David in großen Zorn über den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat. 

Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann!

So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe Dich zum König gesalbt über Israel und habe Dich errettet aus der Hand Sauls und habe Dir Deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen in Deinen Schoß, und habe Dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. 

Warum hast Du denn das Wort des HERRN verachtet, daß u getan hast, was ihm mißfiel? Uria, den Hetiter, hast Du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast Du Dir zur Frau genommen, ihn aber hast du umgebracht durch das Schwert der Ammoniter. 

Nun, so soll von Deinem Hause das Schwert nimmermehr lassen, weil du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, daß sie Deine Frau sei… Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN.

Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR Deine Sünde weggenommen; Du wirst nicht sterben. Aber weil Du die Feinde des HERRN durch diese Sache zum Lästern gebracht hast, wird der Sohn, der Dir geboren ist, des Todes sterben. 

Und Nathan ging heim.

2. Samuel 12,1-10.13-15a

Epistolische Lektion 

Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid Ihr gerettet –; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. 

Denn aus Gnade seid Ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus Euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. 

Epheser 2,4-10

Graduallied

Aus tiefer Not schrei ich zu Dir, Herr Gott, erhöre mein Rufen. Dein gnädig Ohren kehr zu mir und meiner Bitt sie öffen; denn so Du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor Dir bleiben? 

Bei Dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor Dir niemand sich rühmen kann, des muß Dich fürchten jedermann und Deiner Gnade leben.

Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.

Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre.

Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 213: Psalm 130)

Das heilige Evangelium (Predigttext)

Er sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 

Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke Dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. 

Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 

Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 

Ich sage Euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. 

Lukas 18,9-14

Der christliche Glaube

Ich glaube an einen einigen allmächtigen Gott, den Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, alles, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an einen Herrn Jesum Christum, Gottes einigen Sohn, der vom Vater geboren ist vor der ganzen Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, mit dem Vater in einerlei Wesen, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel kommen ist und leibhaftig worden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch worden; auch für uns gekreuzigt unter Pontio Pilato, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; des Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der vom Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und eine einige heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und ein Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

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Ich will Dich erheben, mein Gott, Du König, und Deinen Namen loben immer und ewiglich. (Psalm 145)


Andrew Wyeth – White Church, 1938. Farnsworth Art Museum, Rockland, Maine, USA

Ich will Dich erheben, mein Gott, Du König, und Deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will Dich täglich loben und Deinen Namen rühmen immer und ewiglich. 

Der HERR ist groß und sehr zu loben, und seine Größe ist unausforschlich. Kindeskinder werden Deine Werke preisen und Deine gewaltigen Taten verkündigen. Sie sollen reden von Deiner hohen, herrlichen Pracht; Deinen Wundern will ich nachsinnen. Sie sollen reden von Deinen mächtigen Taten, und ich will erzählen von Deiner Herrlichkeit; sie sollen preisen Deine große Güte und deine Gerechtigkeit rühmen.

Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Der HERR ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke. Es sollen Dir danken, HERR, alle Deine Werke und Deine Heiligen Dich loben und die Ehre Deines Königtums rühmen und von Deiner Macht reden, daß den Menschenkindern Deine gewaltigen Taten kundwerden und die herrliche Pracht Deines Königtums. 

Dein Reich ist ein ewiges Reich, und Deine Herrschaft währet für und für. Der HERR ist getreu in all seinen Worten und gnädig in allen seinen Werken. Der HERR hält alle, die da fallen, und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind. Aller Augen warten auf Dich, und Du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.  Du tust Deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen. 

Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen. Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen. Mein Mund soll des HERRN Lob verkündigen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich. 

Psalm 145. Ein Loblied Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Psalm 33,12

Lied des Tages

Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder tut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. Gebt unserm Gott die Ehre!

Es danken Dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen; und die auf Erden, Luft und Meer, in deinem Schatten wohnen, die preisen Deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre!

Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Güte walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre!

Ich rief zum Herrn in meiner Not: »Ach Gott, vernimm mein Schreien!« Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich Dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre!

Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre!

Wenn Trost und Hilf ermangeln muss, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre!

Ich will Dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren, man soll, Gott, Deinen Lobgesang
an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue Dich! Gebt unserm Gott die Ehre!

Ihr, die Ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die Ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre!

So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen; bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre!

Johann Jakob Schütz 1675 (LKG 322)

Johann Jakob Schütz 1675 (LKG 322)

Morgenlese

Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia: Tritt ins Tor am Hause des HERRN und predige dort dies Wort und sprich: Höret des HERRN Wort, Ihr alle von Juda, die Ihr zu diesen Toren eingeht, den HERRN anzubeten! 

So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Bessert Euer Leben und Euer Tun, so will ich Euch wohnen lassen an diesem Ort. Verlaßt Euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel! 

Sondern bessert Euer Leben und Euer Tun, daß Ihr recht handelt einer gegen den andern und gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen keine Gewalt übt und nicht unschuldiges Blut vergießt an diesem Ort und nicht andern Göttern nachlauft zu Eurem eigenen Schaden, so will ich Euch immer und ewiglich wohnen lassen an diesem Ort, in dem Lande, das ich Euren Vätern gegeben habe. 

Aber nun verlaßt Ihr Euch auf Lügenworte, die zu nichts nütze sind. Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal und lauft fremden Göttern nach, die Ihr nicht kennt. 

Und dann kommt Ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen, – und tut weiter solche Gräuel. Haltet Ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Räuberhöhle? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR.

Jeremia 7,1-11

Abendlese

Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, daß ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlaß in meinem Herzen habe. Denn ich wünschte, selbst verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch. Sie sind Israeliten, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen, denen auch die Väter gehören und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch. Gott, der da ist über allem, sei gelobt in Ewigkeit. Amen.

Brüder, meines Herzens Wunsch ist und ich flehe auch zu Gott für sie, daß sie gerettet werden. Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber ohne Einsicht. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.

Ich will Euch, Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit Ihr Euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist. Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. 

Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 

Denn wie Ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die Euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme. 

Römer 9,1-5; 10,1-4; 11,25-32.

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII,64-75)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten. (Psalm 137)

Rudolf Schäfer (16. September, 1878-25.Oktober, 1961)

An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten. Unsere Harfen hängten wir an die Weiden im Lande. Denn dort hießen uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen fröhlich sein: »Singet uns ein Lied von Zion!« 

Wie könnten wir des HERRN Lied singen in fremdem Lande? Vergesse ich Dein, Jerusalem, so werde meine Rechte vergessen. Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich Deiner nicht gedenke, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein.

HERR, vergiß den Söhnen Edom nicht den Tag Jerusalems, da sie sagten: »Reißt nieder, reißt nieder bis auf den Grund!« Tochter Babel, Du Verwüsterin, wohl dem, der Dir vergilt, was Du uns getan hast! Wohl dem, der Deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert! 

Psalm 137.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Psalm 33,12

Lied des Tages

Ich armer Sünder komm zu Dir mit demütigem Herzen, o Gott, des Gnad ist für und für, bekenne Dir mit Schmerzen die Sünden all, ein´ jeden Fall, wie ich ihn hab begangen von Jugend auf, mit großem Hauf, drin ich jetzt bin gefangen.

Die Sünden sind, die ich getan, unmöglich zu erzählen; doch ich sie auch nicht bergen kann, weil sie mich immer quälen. Dein liebster Sohn hat mich davon durch seinen Tod entbunden; dennoch hab ich jetzt lassen mich den Satan neu verwunden.

So ist auch mein Undankbarkeit sehr groß bis auf die Stunde; ich habe Dir zu keiner Zeit gedankt von Herzengrunde für Deine Treu, die täglich neu, für Deine Lieb und Güte, die ich an mir gar reichlich spür und stets trag im Gemüte.

Wenn mein Herz dies bei sich bedenkt, in Stücken möchts zerspringen; die große Sicherheit mich kränkt, tut Mark und Bein durchdringen. Kein Höllenpein so groß mag sein, ich habe sie verschuldet; ich bin nicht wert, daß mich die Erd trägt, nährt und auf sich duldet.

O Vater der Barmherzigkeit, ich falle Dir zu Fuße; verwirf den nicht, der zu Dir schreit und tut rechtschaffne Buße. Dein Angesicht mit Gnaden richt auf mich betrübten Sünder;
gib einen Blick, der mich erquick, so wird mein Angst bald minder.

Eröffne mir Dein freudlich Herz, den Quell der ewigen Liebe, vergib die Sünd, heil meinen Schmerz, hilf, daß ich mich stets übe in dem, was Dir gefällt an mir, und alles Böse meide, bis ich hinfahr zur Engelschar, da nichts denn lauter Freude.

Johann Hermann, 1630 (LKG 221)

Morgenlese

Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: Mach Dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich Dich meine Worte hören lassen. 

Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. Und wenn der Topf, den er aus dem Ton machte, ihm unter den Händen mißriet, machte er daraus wieder einen andern Topf, ganz wie es ihm gefiel. 

Da geschah des HERRN Wort zu mir: Kann ich nicht ebenso mit Euch umgehen, Ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch Ihr in meiner Hand, Haus Israel. 

Bald rede ich gegen ein Volk und Königreich, daß ich es ausreißen, einreißen und zerstören will; wenn sich aber das Volk, gegen das ich geredet habe, von seiner Bosheit bekehrt, so reut mich auch das Unheil, das ich ihm gedachte zu tun. 

Und bald rede ich über ein Volk und Königreich, daß ich es bauen und pflanzen will; wenn es aber tut, was mir mißfällt, dass es meiner Stimme nicht gehorcht, so reut mich auch das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun. 

Jeremia 18,1-10

Abendlese

Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre! Er ist der Fels. Seine Werke sind vollkommen; denn alle seine Wege sind recht. Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er. Das verkehrte und böse Geschlecht hat gesündigt wider ihn; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder. 

Dankst Du so dem HERRN, Deinem Gott, Du tolles und törichtes Volk? Ist er nicht Dein Vater und Dein Herr? Ist’s nicht er allein, der Dich gemacht und bereitet hat? 

Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage Deinen Vater, der wird Dir’s verkünden, Deine Ältesten, die werden Dir’s sagen. 

Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels. Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. 

Er fand ihn in der Steppe, in der Wüste, im Geheul der Wildnis. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen Augapfel. Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flügeln. Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.

Als nun Mose das alles zu Ende geredet hatte vor ganz Israel, sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich Euch heute bezeuge, daß Ihr Euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun. Denn es ist nicht ein leeres Wort an Euch, sondern es ist Euer Leben, und durch dies Wort werdet Ihr lange leben in dem Lande, in das Ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen. 

5. Mose 32,3-12.45-47

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Person Christi (VIII,54-63)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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