Wandelt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 2,17
Introitus
Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. Schön ragt empor sein Gipfel, daran sich freut die ganze Welt, der Berg Zion fern im Norden, die Stadt des großen Königs. Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz.
Denn siehe, Könige waren versammelt und miteinander herangezogen. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestürzt. Zittern hat sie daselbst gepackt, Angst wie eine Gebärende.
Du zerbrichst die großen Schiffe durch den Sturm vom Osten. Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich. Sela.
Gott, wir gedenken Deiner Güte in Deinem Tempel. Gott, wie Dein Name, so ist auch Dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um Deiner Rechte willen.
Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme; habt gut acht auf seine Mauern, durchwandert seine Paläste, daß Ihr den Nachkommen davon erzählt: Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet.
Psalm 48,2-3a.9-15
Alttestamentliche Lesung
Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen!
Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Kommt nun, Ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des HERRN!
Jesaja 2,1-5
Epistolische Lektion
Denn Ihr wart früher Finsternis; nun aber seid Ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich.
Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der Du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird Dich Christus erleuchten.
Epheser 5,8b-14
Graduallied
O gläubig Herz, gebenedei und gib Lob Deinem Herren! Gedenk, daß er Dein Vater sei, den Du allzeit sollst ehren, dieweil Du keine Stund ohn ihn mit aller Sorg in Deinem Sinn Dein Leben kannst ernähren.
Er ist’s, der Dich von Herzen liebt und sein Gut mit Dir teilet, Dir Deine Missetat vergibt und Deine Wunden heilet, Dich waffnet zum geistlichen Krieg, dass Dir der Feind nicht obenlieg und Deinen Schatz zerteile.
Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Übermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden.
Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb und ist uns hold, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern.
Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, ob’s auch das Fleisch mag schmerzen. Er hilft uns hier mit Gnad und Heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von den ewigen Schätzen.
Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die ihm von Herzen hulden.
Was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, opfern uns seinen Händen und tun daneben unsern Fleiß, hoffend, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden.
O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein löblich Ende; o leucht uns mit Deim hellen Wort, daß uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende.
O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir einfältig singen, und gib Dein Wort mit freiem Klang, lass’s durch die Herzen dringen. O hilf, daß wir mit Deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen.
Michael Weiße 1531 (LKG 314)
Das heilige Evangelium
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als daß man es wegschüttet und läßt es von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
So laßt euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie Eure guten Werke sehen und Euren Vater im Himmel preisen.
Matthäus 5,13-16
Der christliche Glaube
Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.
Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.
Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.
Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.
Nizänische Glaubensbekenntnis
Predigttext
Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren ist?
Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh zu dem Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche Dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
Wochengebet
Jesus Christus, Du Licht der Welt, Du öffnest den Blinden die Augen,
Du zeigst uns den Weg zum Leben, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.
Haß verfinstert diese Welt.
Täglich sterben Menschen im Krieg.
Die Sehnsucht nach Frieden wird verlacht.
Die Gier vernichtet die Schöpfung.
Jesus Christus, sieh die Verwundeten, die Überlebenden, die Trauernden.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.
Ungerechtigkeit verdunkelt das Leben der Armen.
Arbeitsplätze gehen verloren.
Angst breitet sich aus.
Die Sorge vor dem Kommenden belagert die Seelen.
Jesus Christus, ermutige die Mutlosen,
die, die schon aufgegeben haben und alle, die aufbrechen, um die Gerechtigkeit suchen.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.
Schmerzen überschatten das Leben.
Kranke warten auf Heilung und
Pflegende geben ihr Bestes.
Veränderungen überfordern auch die Gutwilligen.
Jesus Christus, sei den Weinenden nahe, den Trauernden, denen, die Abschied nehmen müssen
und denen, die neu beginnen.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.
Der Sommer ist voller Licht.
Laß ein göttliches Licht scheinen in Deiner weltweiten Kirche und in unser Gemeinde.
Dein Licht beschütze die Reisenden und bringe sie heil an ihr Ziel.
Segne in diesen sommerlichen Tagen uns und alle, die zu uns gehören.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich heute und alle Tage: Erbarme Dich.
Amen.
Der Herr sei mit Euch +
Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr laße sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26









