Gott, Du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich Deine Wunder. Auch verlaß mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich Deine Macht verkündige Kindeskindern und Deine Kraft allen, die noch kommen sollen.
Gott, Deine Gerechtigkeit reicht bis zum Himmel; der Du große Dinge tust, Gott, wer ist Dir gleich? Du läßest mich erfahren viel Angst und Not und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.
So will auch ich Dir danken mit Saitenspiel für Deine Treue, mein Gott; ich will Dir zur Harfe lobsingen, Du Heiliger Israels. Meine Lippen und meine Seele, die Du erlöst hast, sollen fröhlich sein und Dir lobsingen. Auch meine Zunge soll täglich reden von Deiner Gerechtigkeit; denn zu Schmach und Schande werden, die mein Unglück suchen.
Psalm 71,17-24
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Christus spricht: „Kommt her zu mir, alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.“
Matthäus 11,28
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Hinunter ist der Sonne Schein, die finstre Nacht bricht stark herein; leucht uns, Herr Christ, Du wahres Licht, laß uns im Finstern tappen nicht.
Dir sei Dank, daß Du uns den Tag vor Schaden G’fahr un mancher Plag durch Deine Engel hast behüt’ aus Gnad und väterlicher Güt.
Womit wir heut erzürnet Dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns mit Fried und Ruh
Dein Engel uns zur Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll. Vor Schrecken, Angst und Feuersnot behüt uns heint, o lieber Gott.
Nikolaus Herman 1560 (LKG 293)
Morgenlese
Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst! Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt Ihr, was ich sage.
Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist’s. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.
Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars?
Was will ich nun damit sagen? Daß das Götzenopfer etwas sei? Oder daß der Götze etwas sei? Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht Gott.
Ich will aber nicht, daß Ihr mit den Dämonen Gemeinschaft habt. Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; Ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen.
Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er?
1.Korinther 10,14-22
Abendlese
Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied. Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann gab er die Kraft, Wunder zu tun, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.
Sind sie denn alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Haben sie alle die Kraft, Wunder zu tun, haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle in Zungen? Können sie alle auslegen? Strebt aber nach den größeren Gaben!
Und ich will Euch einen noch besseren Weg zeigen.
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodaß ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.
1.Korinther 12,27-31; 13,1-3.









