Ich preise Dich, HERR (Psalm 30)

Fritz von Uhde – Christus und Nikodemus (ca.1886)

Ich preise Dich, HERR; denn Du hast mich aus der Tiefe gezogen und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen. HERR, mein Gott, da ich schrie zu Dir, machtest Du mich gesund. 

HERR, Du hast meine Seele aus dem Reich des Todes geführt; Du hast mich aufleben lassen unter denen, die in die Grube fuhren. Lobsinget dem HERRN, ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen! Denn sein Zorn währet einen Augenblick und lebenslang seine Gnade. Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude. 

Ich aber sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken. Denn, HERR, durch Dein Wohlgefallen hattest Du mich auf einen starken Fels gestellt. Aber als Du Dein Antlitz verbargest, erschrak ich. 

Zu Dir, HERR, rief ich und flehte zu meinem Gott. Was nützt Dir mein Blut, wenn ich zur Grube fahre? Wird Dir auch der Staub danken und Deine Treue verkündigen? HERR, höre und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer! 

Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, Du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, daß ich Dir lobsinge und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will Dir danken in Ewigkeit. 

Psalm 30. Ein Psalm Davids, ein Lied zur Einweihung des Tempels.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1.Petrus 1,3

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Erschienen ist der herrlich Tag, dran niemand g’nug sich freuen mag; Christ, unser Herr, heut triumphiert, seine Feind er all gefangen führt. Halleluja.

Die alte Schlang, die Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja.

Am Sabbat früh mit Spezerei kamen zum Grab Marien drei, daß sie salbten Marien Sohn, der vom Tod war erstanden schon. Halleluja.

“Wen sucht Ihr da?”, der Engel sprach, “Christ ist erstanden, der hie lag. Hie seht Ihr die Schweißtüchlein, geht hin, sagts bald den Jüngern sein.” Halleluja.

Der Jünger Furcht und Herzeleid heut wird verkehrt in eitel Freud; sobald sie nur den Herren sahn, verschwand ihr Trauern, Furcht und Zagn. Halleluja.

Nikolaus Herman 1560. (LkG 160,1-5)

Morgenlese

Aus diesem Grund erinnere ich Dich daran, daß Du erweckest die Gabe Gottes, die in Dir ist durch die Auflegung meiner Hände. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme Dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes. Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluß und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.

2.Timotheus 1,6-10

Abendlese

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, daß Du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die Du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere Dich nicht, daß ich Dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und Du hörst sein Sausen wohl; aber Du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und Ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.

Johannes 3,1-11

Großer Katechismus 1,1-15 (Das 1. Gebot)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

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1st Sunday after Easter: Quasimodogeniti (Dressed in white)

Majestas Domini (13. Jh.) Musée de Cluny, Paris

Blessed be the God and Father of our Lord Jesus Christ + By His great mercy He gave us new birth into a living hope through the resurrection of Jesus Christ from the dead.

1. Peter 1,3

Introit

I love the Lord because he heard my plea for mercy and listened to me.  As long as I live, I will call to him when I need help.  The ropes of death tightened around me, the snares of Sheol confronted me. I was confronted with trouble and sorrow. I called on the name of the Lord, “Please, Lord, rescue my life!” The Lord is merciful and fair; our God is compassionate. The Lord protects the untrained; I was in serious trouble and he delivered me. Rest once more, my soul, for the Lord has vindicated you.  Yes, Lord, you rescued my life from death, kept my eyes from tears and my feet from stumbling. I will serve the Lord in the land of the living. I will celebrate my deliverance and call on the name of the Lord.

Psalm 116:1-9.13

Collect for Quasimodogeniti

Almighty God, grant that we who have celebrated the Lord´s resurrection may by Your grace confess in our life and conversastion that Jesus is Lord and God; through the same Jesus Christ, Your Son, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.

Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 893.

Old Testament lesson (Sermon text)

“To whom can you compare me? Whom do I resemble?” says the Holy One.  Look up at the sky! Who created all these heavenly lights?  He is the one who leads out their ranks; he calls them all by name. Because of his absolute power and awesome strength, not one of them is missing.

Why do you say, Jacob, Why do you say, Israel, “The Lord is not aware of what is happening to me; My God is not concerned with my vindication”? Do you not know? Have you not heard? The Lord is an eternal God, the Creator of the whole earth. He does not get tired or weary; there is no limit to his wisdom.  

He gives strength to those who are tired; to the ones who lack power, he gives renewed energy. Even youths get tired and weary; even strong young men clumsily stumble. But those who wait for the Lord’s help find renewed strength; they rise up as if they had eagles’ wings, they run without growing weary, they walk without getting tired.   

Isaiah 40:25-31

Epistle

Blessed be the God and Father of our Lord Jesus Christ! By his great mercy he gave us new birth into a living hope through the resurrection of Jesus Christ from the dead, that is, into an inheritance imperishable, undefiled, and unfading. It is reserved in heaven for you, who by God’s power are protected through faith for a salvation ready to be revealed in the last time. This brings you great joy, although you may have to suffer for a short time in various trials. Such trials show the proven character of your faith, which is much more valuable than gold—gold that is tested by fire, even though it is passing away—and will bring praise and glory and honor when Jesus Christ is revealed. You have not seen him, but you love him. You do not see him now but you believe in him, and so you rejoice with an indescribable and glorious joy, because you are attaining the goal of your faith—the salvation of your souls.

1. Peter 1,3-9

The Holy Gospel

On the evening of that day, the first day of the week, the disciples had gathered together and locked the doors of the place because they were afraid of the Jewish leaders. Jesus came and stood among them and said to them, “Peace be with you.” When he had said this, he showed them his hands and his side. Then the disciples rejoiced when they saw the Lord. So Jesus said to them again, “Peace be with you. Just as the Father has sent me, I also send you.” And after he said this, he breathed on them and said, “Receive the Holy Spirit. If you forgive anyone’s sins, they are forgiven; if you retain anyone’s sins, they are retained.” Now Thomas (called Didymus), one of the twelve, was not with them when Jesus came. The other disciples told him, “We have seen the Lord!” But he replied, “Unless I see the wounds from the nails in his hands, and put my finger into the wounds from the nails, and put my hand into his side, I will never believe it!” Eight days later the disciples were again together in the house, and Thomas was with them. Although the doors were locked, Jesus came and stood among them and said, “Peace be with you!” Then he said to Thomas, “Put your finger here, and examine my hands. Extend your hand and put it into my side. Do not continue in your unbelief, but believe.” Thomas replied to him, “My Lord and my God!” Jesus said to him, “Have you believed because you have seen me? Blessed are the people who have not seen and yet have believed.” Now Jesus performed many other miraculous signs in the presence of the disciples, which are not recorded in this book. But these are recorded so that you may believe that Jesus is the Christ, the Son of God, and that by believing you may have life in his name.

John 20:19-31

Confession of the church

I
believe
in
one
God,
the
Father
Almighty,
maker
of
heaven
and
earth
and
of
all
things
visible
and
invisible.
And
in
one
Lord
Jesus
Christ,
the
only‐begotten
Son
of
God,
begotten
of
His
Father
before
all
 worlds,
God
of
God,
Light
of
Light,
very
God
of
very
God,
begotten,
not
made,
being
of
one
substance
with
the
Father,
by
whom
all
things
were
made;
who
for
us
men
and
for
our
salvation
came
down
from
heaven
and
was
incarnate
by
the
Holy
Spirit
of
the
virgin
Mary
and
was
made
man;
and
was
crucified
also
for
us
under
Pontius
Pilate.
He
suffered
and
was
 buried.
And
the
third
day
He
rose
again
according
to
the
Scriptures
and
ascended
into
heaven
and
sits
at
the
right
hand
of
the
Father.
And
He
will
come
again
with
glory
to
judge
both
the
living
and
the
dead,
whose
kingdom
will
have
no
end.
And
I
believe
in
the
Holy
Spirit,
the
Lord
and
giver
of
life,
who
proceeds
from
the
Father
and
the
Son,
who
with
the
Father
and
the
Son
together
is
worshiped
and
glorified,
who
spoke
by
the
prophets.
And
I
believe
in
one
holy
Christian
and
apostolic
Church
I
acknowledge
one
Baptism
for
the
remission
of
sins,
and
I
look
for
the
resurrection
of
the
dead
and
the
life
of
the
world
to
come.
Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

Jesus Christ our blessed savior, overcame death and hell. He lives forever ruling in our favor.  Kyrie eleison.  

He was born without sin, yet bore God´s burning wrath. He reconciled us, granting all God´s favor. Kyrie eleison.

Death, sin, life and free salvation – all are his to dispense; he draws us to him to save us by God´s favor. Kyrie eleison.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 157) translated by WW 2025.

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee: The Lord make his face shine upon Thee, and be gracious unto Thee: The Lord lift up his countenance upon Thee and give Thee peace.

Numbers 6,24-26 (4th Book of Moses)

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Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti: In weißen Kleidern)

Majestas Domini (13. Jh.) Musée de Cluny, Paris

Gelobet sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1. Petrus 1,3

Introitus

Das ist mir lieb, daß der HERR meine Stimme und mein Flehen hört. Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.

Stricke des Todes hatten mich umfangen, des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich! 

Der HERR ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut Dir Gutes.Denn Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.

Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt. Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner. Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut? Ich will den Kelch des Heils erheben und des HERRN Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk. 

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. Ach, HERR, ich bin ja Dein Knecht, ich bin Dein Knecht, der Sohn Deiner Magd; Du hast meine Bande zerrissen. Dir will ich Dankopfer bringen und des HERRN Namen anrufen. 

Ich will meine Gelübde dem HERRN erfüllen vor all seinem Volk in den Vorhöfen am Hause des HERRN, in Deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja! 

Psalm 116

Alttestamentliche Lesung (Predigttext)

Hebt Eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, daß nicht eins von ihnen fehlt. 

Warum sprichst Du denn, Jakob, und Du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber«? Weißt Du nicht? Hast Du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. 

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden. 

Jesaja 40,26-31

Meine Predigt:

Versikel

Christus hat dem Tode die Macht genommen, Halleluja, und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durchs Evangelium. Halleluja.

2. Timotheus 1,10b

Epistolische Lektion

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für Euch, die Ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit. 

Dann werdet Ihr Euch freuen, die Ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß Euer Glaube bewährt und viel kostbarer befunden werde als vergängliches Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.

Ihn habt Ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt Ihr an ihn, obwohl Ihr ihn nicht seht; Ihr werdet Euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn Ihr das Ziel Eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit. 

1. Petrus 1,3-9

Hallelujavers

Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Psalm 126,3 und Lukas 24,6a.34

Das heilige Evangelium

Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit Euch! 

Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. 

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit Euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich Euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! Welchen Ihr die Sünden erlaßt, denen sind sie erlassen; welchen Ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich’s nicht glauben. 

Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit Euch! 

Danach spricht er zu Thomas: Reiche Deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche Deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 

Spricht Jesus zu ihm: Weil Du mich gesehen hast, darum glaubst Du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Johannes 20,19-29

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Lied der Woche

Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand, ist auferstanden, die Sünd hat er gefangen. Kyrie eleison.

Der ohn Sünden war geboren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß Gott uns sein Huld gönnet. Kyrie eleison.

Tod, Sünd, Leben und auch Gnad, alls in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison.

Martin Luther 1524 (LKG 157)

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. (Psalm 108)

Maria Magdalena von Lucas Cranach d. Ä., 1525, Wallraf-Richartz-Museum, Köln.

Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele. Wach auf, Psalter und Harfe! Ich will das Morgenrot wecken. Ich will Dir danken, HERR, unter den Völkern, ich will Dir lobsingen unter den Leuten. Denn Deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und Deine Treue, so weit die Wolken gehen. 

Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Lande! Laß Deine Freunde errettet werden, dazu hilf mit Deiner Rechten und erhöre mich! 

Gott hat in seinem Heiligtum geredet: Ich will frohlocken; ich will Sichem verteilen und das Tal Sukkot ausmessen. Gilead ist mein, Manasse ist auch mein, und Ephraim ist der Schutz meines Haupts, Juda ist mein Fürst. Moab ist mein Waschbecken, ich will meinen Schuh auf Edom werfen, über die Philister will ich jauchzen. 

Wer wird mich führen in die feste Stadt? Wer wird mich nach Edom leiten? Wirst Du es nicht tun, Gott, der Du uns verstoßen hast, und ziehst nicht aus, Gott, mit unserm Heer? 

Schaff uns Beistand vor dem Feind; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde niedertreten. 

Psalm 108. Ein Lied. Ein Psalm Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Mit Freuden zart zu dieser Fahrt laßt uns zugleich fröhlich singen, beid, groß und klein, von Herzen rein mit hellem Ton frei erklingen. Das ewig Heil wird uns zuteil, denn Jesus Christ erstanden ist, welchs er läßt reichlich verkünden.

Er ist der Erst, der stark und fest all unsre Feind hat bezwungen und durch den Tod als wahrer Gott zum neuen Leben gedrungen, auch seiner Schar verheißen klar durch sein rein Wort, zur Himmelspfort desgleichen Sieg zu erlangen.

Singt Lob und Dank mit freiem Klang unserm Herrn zu allen Zeiten und tut sein Ehr je mehr und mehr mit Wort und Tat weit ausbreiten: so wird er uns aus Lieb und Gunst nach unserm Tod, frei aller Not, zur ewgen Freude geleiten.

Georg Vetter 1566 (LKG 161)

Morgenlese

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab hinein und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. 

Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst Du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. 

Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst Du? Wen suchst Du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast Du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast Du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! 

Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und Eurem Vater, zu meinem Gott und Eurem Gott. Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.

Johannes 20,11-18

Abendlese

Ich erinnere Euch aber, Brüder, an das Evangelium, das ich Euch verkündigt habe, das Ihr auch angenommen habt, in dem Ihr auch fest steht, durch das Ihr auch selig werdet, wenn Ihr’s so festhaltet, wie ich es Euch verkündigt habe; es sei denn, daß Ihr’s umsonst geglaubt hättet. 

Denn als Erstes habe ich Euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Daß Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und daß er begraben worden ist; und daß er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. 

Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt Ihr geglaubt.

1.Korinther 15,1-11

Einleitung zum Großen Katechismus 1-3,28

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

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HERR, erhöre mein Gebet (Psalm 143)

Evangeliar Otto des III (Bayerische Staatsbibliothek, München)

HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um Deiner Treue willen, erhöre mich um Deiner Gerechtigkeit willen, und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor Dir ist kein Lebendiger gerecht. 

Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden, er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind. Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe. 

Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all Deine Taten und spreche von den Werken Deiner Hände. Ich breite meine Hände aus zu Dir, meine Seele dürstet nach Dir wie ein dürres Land. Sela. 

HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg Dein Antlitz nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. Laß mich am Morgen hören Deine Gnade; denn ich hoffe auf Dich.

Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach Dir. Errette mich, HERR, von meinen Feinden; zu Dir nehme ich meine Zuflucht. Lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen, denn Du bist mein Gott; Dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. 

HERR, erquicke mich um Deines Namens willen; führe mich aus der Not um Deiner Gerechtigkeit willen, und vernichte meine Feinde um Deiner Güte willen und bringe alle um, die mich bedrängen; denn ich bin Dein Knecht. 

Psalm 143. Ein Psalm Davids. Der 7. Bußpsalm.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand, ist auferstanden, die Sünd hat er gefangen. Kyrie eleison.

Der ohn Sünden war geboren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß Gott uns sein Huld gönnet. Kyrie eleison.

Tod, Sünd, Leben und auch Gnad, alls in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 157)

Morgenlese

Am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, daß der Stein vom Grab weggenommen war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus, und sie kamen zum Grab. Es liefen aber die beiden miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als Erster zum Grab, schaut hinein und sieht die Leinentücher liegen; er ging aber nicht hinein. 

Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Leinentücher liegen, und das Schweißtuch, das auf Jesu Haupt gelegen hatte, nicht bei den Leinentüchern, sondern daneben, zusammengewickelt an einem besonderen Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der als Erster zum Grab gekommen war, und sah und glaubte. 

Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müsste. Da gingen die Jünger wieder zu den anderen zurück. 

Johannes 20,1-10

Abendlese

Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach:

Ihr Männer, liebe Brüder, Ihr Söhne aus dem Geschlecht Abrahams und Ihr Gottesfürchtigen, uns ist das Wort dieses Heils gesandt. 

Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Oberen haben, weil sie Jesus nicht erkannten, die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, mit ihrem Urteil erfüllt. Und obwohl sie nichts an ihm fanden, das den Tod verdient hätte, baten sie doch Pilatus, ihn zu töten.  Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. 

Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten; und er ist an vielen Tagen denen erschienen, die mit ihm von Galiläa hinauf nach Jerusalem gegangen waren; die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk. 

Und wir verkündigen Euch die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, daß Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte; wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht: »Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt.« 

Daß er ihn aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt: »Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren.« 

Darum sagt er auch an einer andern Stelle: »Du wirst nicht zugeben, daß Dein Heiliger die Verwesung sehe.« Denn nachdem David den Menschen seiner Zeit gedient hatte, ist er nach dem Willen Gottes entschlafen und zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen. 

Der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen. So sei Euch nun kundgetan, Ihr Männer, liebe Brüder, daß Euch durch ihn Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin Ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt. 

Apostelgeschichte 13,16a.26-39

Großer Katechismus 1-2,6 Einleitung

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch +  AmenAmen

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Herr, Du bist unsre Zuflucht für und für. (Psalm 90)

Der Prophet Jona wird vom Fisch bei Ninive ausgespien, aus „Hortus Deliciarum“ der Herrad von Landsberg (um 1180)

Herr, Du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der Du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! 

Denn tausend Jahre sind vor Dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du läßest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt. 

Das macht Dein Zorn, daß wir so vergehen, und Dein Grimm, daß wir so plötzlich dahinmüssen. Denn unsre Missetaten stellst Du vor Dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor Deinem Angesicht. 

Darum fahren alle unsre Tage dahin durch Deinen Zorn, wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. 

Wer glaubt’s aber, daß Du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor Dir in Deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. 

HERR, kehre Dich doch endlich wieder zu uns und sei Deinen Knechten gnädig! Fülle uns frühe mit Deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem Du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. 

Zeige Deinen Knechten Deine Werke und Deine Herrlichkeit ihren Kindern. Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest Du fördern! 

Psalm 90. Ein Gebet des Mose, des Mannes Gottes.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

So feiern wir das hoh Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleucht unsre Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja.

Wir essen und leben wohl in rechten Osterfladen. Der alte Sauerteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Koste sein und speisen die Seel allein; der Glaub will keins andern leben. Halleluja.

Dr. Martin Luther 1524 nach dem mittelalterlichen “Vicitmae paschali laudes” des Wipo von Burgund vor 1048 und dem vorreformatorischen Liede “Christ ist erstanden”. (LKG 156,6-7)

Morgenlese

Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen.

Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches und sprach: Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir. Ich schrie aus dem Rachen des Todes, und Du hörtest meine Stimme. 

Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, daß die Fluten mich umgaben. Alle Deine Wogen und Wellen gingen über mich, daß ich dachte, ich wäre von Deinen Augen verstoßen, ich würde Deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. 

Wasser umgaben mich bis an die Kehle, die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt. Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich.

Aber Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott! 

Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu Dir in Deinen heiligen Tempel. Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade. Ich aber will mit Dank Dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen. Hilfe ist bei dem HERRN. 

Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land. 

Jona 2,1-11

Abendlese

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 

Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich Euch befohlen habe.

Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende. 

Matthäus 28,16-20

Kleiner Katechismus: Abendmahl und Haustafel

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Gott, man lobt Dich in der Stille zu Zion, und Dir hält man Gelübde. (Psalm 65)

William de BrailesChristus erscheint am See von Tiberias, etwa 1250.

Gott, man lobt Dich in der Stille zu Zion, und Dir hält man Gelübde. Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu Dir. 

Unsre Missetat drückt uns hart; Du wollest unsre Sünde vergeben. Wohl dem, den Du erwählst und zu Dir läßt, daß er wohne in Deinen Vorhöfen; der hat reichen Trost von Deinem Hause, Deinem heiligen Tempel. 

Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer; der Du die Berge gründest in Deiner Kraft und gerüstet bist mit Macht; der Du stillst das Brausen des Meeres, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker, daß sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor Deinen Zeichen.

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle. Du läßt ihr Getreide gut geraten; denn so baust Du das Land. Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst Du es weich und segnest sein Gewächs. 

Du krönst das Jahr mit Deinem Gut, und Deine Spuren triefen von Segen. Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel gürten sich mit Jubel. Die Anger sind voller Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet. 

Psalm 65. Ein Psalm Davids, ein Lied, vorzusingen. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Es war ein wunderlich Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja.

Hier ist das recht Osterlamm, davon Gott hat geboten, das ist an des Kreuzes Stamm in heißer Lieb gebraten. Des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der Glaub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja.

Nach dem mittelalterlichen “Victimae paschali laudes” des Wipo (990-1048) und dem vorreformatorischen Liede “Christ ist erstanden” von Martin Luther 1524 (LKG 156,4-5)

Morgenlese

Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: 

Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. 

Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt Ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet Ihr finden.

Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr!

Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. 

Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die Ihr jetzt gefangen habt! 

Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht. 

Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist Du? Denn sie wußten: Es ist der Herr. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch den Fisch. 

Das ist nun das dritte Mal, daß sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war. 

Johannes 21,1-14

Abendlese

Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den Ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, daß man Euch den Mörder schenke, aber den Fürsten des Lebens habt Ihr getötet.

Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen. Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den Ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor Euer aller Augen. 

Nun, liebe Brüder, ich weiß, daß Ihr’s aus Unwissenheit getan habt wie auch Eure Oberen. So aber hat Gott erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat: daß sein Christus leiden sollte. 

Tut nun Buße und bekehrt Euch, daß Eure Sünden getilgt werden, auf daß Zeiten der Erquickung kommen von dem Angesicht des Herrn und er den sende, den er für Euch zum Christus bestimmt hat: Jesus. Ihn muß der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten, in denen alles wiederhergestellt wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.

Apostelgeschichte 3,13-21

Kleiner Katechimsus 3,1-5,29 (Vater unser, Taufe, Beichte und Absolution)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! (Psalm 67)

Werkstatt Lucas Cranach des Jüngeren: Epitaph für Diepold von Schönfeldt mit der Auferstehung Christi (1562)

Gott sei uns gnädig und segne uns, er lasse uns sein Antlitz leuchten, – Sela – daß man auf Erden erkenne Deinen Weg, unter allen Heiden Dein Heil. 

Es danken Dir, Gott, die Völker, es danken Dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß Du die Menschen recht richtest und regierst die Völker auf Erden. Sela.

Es danken Dir, Gott, die Völker, es danken Dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs; es segne uns Gott, unser Gott! 

Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! 

Psalm 67. Ein Psalmlied, vorzusingen, beim Saitenspiel.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Christ lag in Todesbanden, für unsre Sünd gegeben, der ist wieder erstanden und hat uns bracht das Leben. Des wir sollen fröhlich sein, Gott loben und dankbar sein und singen Halleluja. Halleluja.

Den Tod niemand zwingen konnt bei allen Menschenkindern; das macht alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald und nahm über uns Gewalt, hielt uns in seim Reich gefangen. Halleluja.

Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren. Halleluja.

Nach dem mittelalterlichen “Victimae paschali laudes” des Wipo (990-1048) und dem vorreformatorischen Liede “Christ ist erstanden” von Martin Luther 1524 (LKG 156,1-3)

Morgenlese

Als sie aber davon redeten, trat er selbst mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit Euch! 

Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid Ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in Euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Faßt mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie Ihr seht, daß ich sie habe. 

Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Da sie es aber noch nicht glauben konnten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt Ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm’s und aß vor ihnen. 

Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu Euch gesagt habe, als ich noch bei Euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstanden

Lukas 24,36-45

Abendlese

Denn in Jesus Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und Ihr seid erfüllt durch ihn, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist. 

In ihm seid Ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, durch Ablegen des sterblichen Leibes, in der Beschneidung durch Christus. 

Mit ihm seid Ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid Ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 

Und Gott hat Euch mit ihm lebendig gemacht, die Ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit Eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. 

Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet. 

Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus. 

Kolosser 2,9-15

Kleiner Katechismus 1:1-2:6

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.


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P. Wilhelm Löhe predigt am hl. 2. Ostertag (Lk 24,13-35)

Fritz von UhdeDer Gang nach Emmaus, 1891

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am heiligen 2. Ostertag von unseres Herrn Jesus Christi Gang mit den zwei Jüngern nach Emmaus und wie er ihnen erschien als er ihnen das Brot brach nach dem Zeugnis des heiligen Evangelisten Sankt Lukas 24,13-35:

Und hier die Predigt vorgelesen:

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P. Wilhelm Löhe predigt am heiligen Ostertag (Markus 16,1-8)

Die drei Frauen am Grab, mit dem Engel, Albani-Psalter, 12. Jahrhundert

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am heiligen Ostertag von der evangelischen Engelspredigt zu den entsetzten Frauen am leeren Grab nach dem Zeugnis des heiligen Evangelisten Sankt Markus 16,1-8:

Hier seine Predigt vorgelesen:

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