Aber Du, HERR, mein Herr, sei Du mit mir um Deines Namens willen; denn Deine Gnade ist mein Trost: Errette mich! Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist zerschlagen in mir.
Ich fahre dahin wie ein Schatten, der schwindet, und werde abgeschüttelt wie Heuschrecken. Meine Knie sind schwach vom Fasten, und mein Leib ist mager und hat kein Fett. Ich bin ihnen zum Spott geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf.
Steh mir bei, HERR, mein Gott! Hilf mir nach Deiner Gnade, und laß sie innewerden, daß dies Deine Hand ist und Du, HERR, das tust. Fluchen sie, so segne Du. Erheben sie sich, so sollen sie zuschanden werden; aber Dein Knecht soll sich freuen. Die mich verklagen, sollen mit Schmach angezogen und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Mantel.
Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen in der Menge. Denn er steht dem Armen zur Rechten, dass er ihm helfe von denen, die ihn verurteilen.
Psalm 109,21-31
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 5,8b-9.
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden;
Wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden.
Darum auf Dich all Hoffnung ich gar fest und steif zu setzen.
Herr Jesu Christ, mein Trost Du bist in Todesnot und Schmerzen.Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider,
Dennoch so bist Du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder.
Und wenn ich Dich nur hab um mich mit Deinem Geist und Gnaden,
So kan fürwahr mir ganz und gar kein Tod noch Teufel schaden.Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn Du kanst mirs wohl geben,
Was mir ist not, Du treuer Gott, für dies und jenes Leben,
Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele.
Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß meine Bitt nicht fehlen!Strophe 1: Joachim Magdeburg (1572). Strophe 2 und 3: Leipzig 1597. (LKG 335)
Morgenlese
Siehe, der HERR zeigte mir zwei Feigenkörbe, aufgestellt vor dem Tempel des HERRN, nachdem Nebukadnezar, der König von Babel, den Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, aus Jerusalem weggeführt hatte samt den Großen Judas und den Zimmerleuten und Schmieden und sie nach Babel gebracht hatte.
In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr schlechte Feigen, dass man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie.
Und der HERR sprach zu mir: Jeremia, was siehst Du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten sind sehr schlecht, dass man sie nicht essen kann, so schlecht sind sie.
Da geschah des HERRN Wort zu mir: So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie auf diese guten Feigen, so will ich gnädig blicken auf die Weggeführten aus Juda, die ich von dieser Stätte habe fortziehen lassen in der Chaldäer Land. Ich will mein Auge gnädig auf sie richten und sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht niederreißen, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen.
Und ich will ihnen ein Herz geben, daß sie mich erkennen sollen, daß ich der HERR bin. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren.
Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, daß man sie nicht essen kann, spricht der HERR, so will ich dahingeben Zedekia, den König von Juda, samt seinen Großen und allen, die übrig geblieben sind in Jerusalem und in diesem Lande und die in Ägyptenland wohnen.
Ich will sie zum Bild des Entsetzens, ja des Unglücks machen für alle Königreiche auf Erden, zum Spott und zum Sprichwort, zum Hohn und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde, und will Schwert, Hunger und Pest unter sie schicken, bis sie ganz vertilgt sind aus dem Lande, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe.
Jeremia 24
Abendlese
Und ich bin darin guter Zuversicht, daß der in Euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
So halte ich es denn für richtig, daß ich so von Euch allen denke, weil ich Euch in meinem Herzen habe, die Ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekräftige.
Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach Euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus. Und ich bete darum, daß Eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodaß Ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit Ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes.
Philipper 1,6-11










