Gott, man lobt Dich in der Stille zu Zion, und Dir hält man Gelübde. (Psalm 65)

Dr. Martin Luther und Johann der Beständige unter dem Kreuz IX von Lucas Cranach d.J. (1546-1580)

Gott, man lobt Dich in der Stille zu Zion, und Dir hält man Gelübde. Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu Dir. Unsre Missetat drückt uns hart; Du wollest unsre Sünde vergeben. Wohl dem, den Du erwählst und zu Dir läßt, daß er wohne in Deinen Vorhöfen; der hat reichen Trost von Deinem Hause, Deinem heiligen Tempel.

Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer; der Du die Berge gründest in Deiner Kraft und gerüstet bist mit Macht; der Du stillst das Brausen des Meeres, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker, daß sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor Deinen Zeichen.

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle. Du lässt ihr Getreide gut geraten; denn so baust Du das Land. Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst Du es weich und segnest sein Gewächs. 

Du krönst das Jahr mit Deinem Gut, und Deine Spuren triefen von Segen. Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel gürten sich mit Jubel. Die Anger sind voller Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet. 

Psalm 65. Ein Psalm Davids, ein Lied, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.

Johannes 12,32

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Laßt uns zum Himmel springen mit herzlicher Begier,
laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir,
Dich, o Du Gottes Sohn, Dich Weg, Dich wahres Leben,
dem alle Macht gegeben, Dich, unsers Hauptes Kron.

Ade mit Deinen Schätzen, Du trugesvolle Welt,
Dein Gut kann nicht ergötzen. Weißt Du, was uns gefällt?
Der Herr ist unser Preis, der Herr ist unsre Freude
und köstliches Geschmeide, zu ihm gilt unsre Reis.

Wann soll es doch geschehen, wann kommt die liebe Zeit,
daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit?
Du Tag, wann wirst Du sein, daß wir den Heiland grüßen,
daß wir den Heiland küssen? Komm, stelle Dich doch ein!

Gottfried Wilhelm Sacer 1665 LKG 178,5-7

Morgenlese

Kinder, es ist die letzte Stunde!

Und wie Ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, sind jetzt viele Widersacher Christi aufgetreten; daran erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, daß sie nicht alle von uns sind. 

Doch Ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und habt alle das Wissen. Ich habe Euch nicht geschrieben, als wüßtet Ihr die Wahrheit nicht, sondern Ihr wißt sie und wißt, daß keine Lüge aus der Wahrheit kommt. 

Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. 

Was Ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in Euch. Wenn in Euch bleibt, was Ihr von Anfang an gehört habt, so werdet Ihr auch im Sohn und im Vater bleiben. Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben. 

Dies habe ich Euch geschrieben von denen, die Euch verführen. Und die Salbung, die Ihr von ihm empfangen habt, bleibt in Euch, und Ihr habt nicht nötig, daß Euch jemand belehre; sondern wie Euch seine Salbung alles lehrt, so ist’s wahr und ist keine Lüge, und wie sie Euch gelehrt hat, so bleibt in ihm. 

Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er offenbart wird, freimütig reden und nicht zuschanden werden vor ihm, wenn er kommt. Wenn Ihr wißt, daß er gerecht ist, so erkennt Ihr: Wer die Gerechtigkeit tut, der ist von ihm geboren. 

1.Johannes 2,18-29

Abendlese

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodaß ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. 

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 

Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 

1.Korinther 13 (Hohelied der Liebe)

Großer Katechismus: Vaterunser (6.u.7. Bitte: 3:99-124)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  AmenAmen

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J.S. Bach: “Sie werden Euch in den Bann tun” (BWV 44)

Märtyrer des 20. Jahrhunderts am Westportal der Westminster Abbey in London

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate zum Sonntag Exaudi: “Sie werden Euch in den Bann tun” (BWV 44)

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Hier der Schlußchoral:

So sei nun, Seele, Deine
Und traue dem alleine,
Der Dich erschaffen hat.
Es gehe, wie es gehe,
Dein Vater in der Höhe,
Der weiß zu allen Sachen Rat.

Sie werden euch in den Bann tun I
  
1. Aria Duetto T B
Oboe I/II, Fagotto, Continuo
Sie werden euch in den Bann tun.
  
2. Coro
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo
Es kömmt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran.
  
3. Aria A
Oboe I, Fagotto, Continuo
Christen müssen auf der Erden
Christi wahre Jünger sein.
Auf sie warten alle Stunden,
Bis sie selig überwunden,
Marter, Bann und schwere Pein.
  
4. Choral T
Fagotto, Continuo
Ach Gott, wie manches Herzeleid
Begegnet mir zu dieser Zeit.
Der schmale Weg ist trübsalvoll,
Den ich zum Himmel wandern soll.
  
5. Recitativo B
Fagotto, Continuo
Es sucht der Antichrist,
Das große Ungeheuer,
Mit Schwert und Feuer
Die Glieder Christi zu verfolgen,
Weil ihre Lehre ihm zuwider ist.
Er bildet sich dabei wohl ein,
Es müsse sein Tun Gott gefällig sein.
Allein, es gleichen Christen denen Palmenzweigen,
Die durch die Last nur desto höher steigen.
  
6. Aria S
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo
Es ist und bleibt der Christen Trost,
Dass Gott vor seine Kirche wacht.
Denn wenn sich gleich die Wetter türmen,
So hat doch nach den Trübsalstürmen
Die Freudensonne bald gelacht.
  
7. Choral
Oboe I e Violino I col Soprano, Oboe II e Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Fagotto, Continuo
So sei nun, Seele, deine
Und traue dem alleine,
Der dich erschaffen hat.
Es gehe, wie es gehe,
Dein Vater in der Höhe,
Der weiß zu allen Sachen Rat.

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo
Entstehungszeit21. Mai 1724
Textunbekannter Dichter; 1,2: Johannes 16,2; 4: Martin Moller 1587; 7: Paul Fleming 1642
AnlassExaudi
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier zu hören im BR-Klassik mit Barbara Schlick, Sopran; Catherine Patriasz, Alt; Christoph Pregardien, Tenor; Peter Kooy, Bass; Collegium Vocale: Philippe Herreweghe: https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-4027036.html

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P. Wilhelm Löhe predigt an Exaudi (6.Sonntag nach Ostern) über Johannes 15. und 16.

Hl. Stephan und hl. Laurentius; Detail aus dem Waldburg-Gebetbuch, WLB Stuttgart, Cod. brev. 12, fol. 63v (1486)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 6. Sonntag nach Ostern (Exaudi) über die Beschreibung und Verheißung Jesu Christi kommender Anfechtung und Leiden, die der Kirche nach seiner Himmelfahrt und der Ausgießung des Heiligen Geistes bevorstünden und wie diese vom heiligen Evangelisten Sankt Johannes im 15. und 16. Kapitel glaubhaft bezeugt und aufgeschrieben wurde.

Hier vorgelesen:

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Gott sei uns gnädig und segne uns, er lasse uns sein Antlitz leuchten, – Sela – daß man auf Erden erkenne Deinen Weg, unter allen Heiden Dein Heil. (Ps. 67)

Lucas Cranach d. Ä. (Werkst.) – Moses und die Wolkensäule (nach 1530)

Gott sei uns gnädig und segne uns, er lasse uns sein Antlitz leuchten, – Sela – daß man auf Erden erkenne Deinen Weg, unter allen Heiden Dein Heil. 

Es danken Dir, Gott, die Völker, es danken Dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß Du die Menschen recht richtest und regierst die Völker auf Erden. Sela. 

Es danken Dir, Gott, die Völker, es danken Dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs; es segne uns Gott, unser Gott! Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! 

Psalm 67. Ein Psalmlied, vorzusingen, beim Saitenspiel. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.

Johannes 12,32

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Gott fähret auf gen Himmel mit frohem Jubelschall,
mit prächtigem Getümmel und mit Posaunenhall.
Lobsingt, lobsinget Gott; lobsingt, lobsingt mit Freuden
dem Könige der Heiden, dem Herren Zebaoth.

Der Herr wird aufgenommen, der ganze Himmel lacht;
um ihn gehn alle Frommen, die er hat frei gemacht.
Es holen Jesum ein  die lautern Cherubinen,
den hellen Seraphinen muß er willkommen sein.

Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhöht;
wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht.
Der Heiland geht voran, will uns nicht nach sich lassen;
er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sichre Bahn.

Wir sollen himmlisch werden, der Herre macht uns Platz.
Wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz.
Ihr Herzen macht Euch auf! Wo Jesus hingegangen,
dahin sei das Verlangen, dahin sei Euer Lauf.

Gottfried Wilhelm Sacer, 1665 (LKG 178,1-4)

Morgenlese

Wenn Euch die Welt haßt, so wisst, daß sie mich vor Euch gehaßt hat. Wäret Ihr von der Welt, so hätte die Welt das ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich Euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. 

Denkt an das Wort, das ich Euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch Euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie Eures auch halten. Aber das alles werden sie Euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. 

Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen nicht gesagt, so hätten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorbringen, um ihre Sünde zu entschuldigen. Wer mich haßt, der haßt auch meinen Vater. 

Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie es gesehen, und doch haßen sie mich und meinen Vater. 

Aber es muß das Wort erfüllt werden, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: »Sie haßen mich ohne Grund«

Johannes 15,18-25

Abendlese

Und Mose stieg aus den Steppen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Gebirges Pisga, gegenüber Jericho. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land: Gilead bis nach Dan und das ganze Naftali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer im Westen und das Südland und die Gegend am Jordan, die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar. 

Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es Deinen Nachkommen geben. – Du hast es mit Deinen Augen gesehen, aber Du sollst nicht hinübergehen. 

So starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN. Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag. 

Und Mose war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. Und die Israeliten beweinten Mose in den Steppen Moabs dreißig Tage, bis die Zeit des Weinens und Klagens über Mose vollendet war.

5. Mose 34,1-8

Bekenntnislese: Großer Katechismus (5. Bitte des Vaterunsers) 3:85-98

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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J.S. Bach: “Wer da gläubet und getauft wird”, Kantate für das Fest Christi Himmelfahrt, BWV 37

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert: “Wer da gläubet und getauft wird”, Kantate für das Fest Christi Himmelfahrt, BWV 37”:

Herr Gott Vater, mein starker Held!
Du hast mich ewig vor der Welt
In Deinem Sohn geliebet.
Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,
Er ist mein Schatz, ich bin sein Braut,
Sehr hoch in ihm erfreuet.
Eia!
Eia!
Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben;
Ewig soll mein Herz ihn loben.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Wer da gläubet und getauft wird
  
1. Coro
Oboe d’amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Wer da gläubet und getauft wird, der wird selig werden.
  
2. Aria T
Violino, Continuo
Der Glaube ist das Pfand der Liebe,
Die Jesus für die Seinen hegt.
    Drum hat er bloß aus Liebestriebe,
    Da er ins Lebensbuch mich schriebe,
    Mir dieses Kleinod beigelegt.
  
3. Choral (Duetto) S A
Continuo
Herr Gott Vater, mein starker Held!
Du hast mich ewig vor der Welt
In deinem Sohn geliebet.
Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,
Er ist mein Schatz, ich bin sein Braut,
Sehr hoch in ihm erfreuet.
Eia!
Eia!
Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben;
Ewig soll mein Herz ihn loben.
  
4. Recitativo B
Violino I/II, Viola, Continuo
Ihr Sterblichen, verlanget ihr,
Mit mir
Das Antlitz Gottes anzuschauen?
So dürft ihr nicht auf gute Werke bauen;
Denn ob sich wohl ein Christ
Muss in den guten Werken üben,
Weil es der ernste Wille Gottes ist,
So macht der Glaube doch allein,
Dass wir vor Gott gerecht und selig sein.
  
5. Aria B
Oboe d’amore I, Violino I/II, Viola, Continuo
Der Glaube schafft der Seele Flügel,
Dass sie sich in den Himmel schwingt,
Die Taufe ist das Gnadensiegel,
Das uns den Segen Gottes bringt;
Und daher heißt ein selger Christ,
Wer gläubet und getaufet ist.
  
6. Choral
Oboe d’amore I e Violino I col Soprano, Oboe d’amore II e Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Den Glauben mir verleihe
An dein’ Sohn Jesum Christ,
Mein Sünd mir auch verzeihe
Allhier zu dieser Frist.
Du wirst mir nicht versagen,
Was du verheißen hast,
Dass er mein Sünd tu tragen
Und lös mich von der Last.

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe d’amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit18. Mai 1724
Textunbekannter Dichter; 3: Philipp Nicolai 1599; 6: Johann Kolroß 1530
AnlassHimmelfahrt
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine Aufführung in BR-Klassik und eine mit Karl Richter.

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P. Wilhelm Löhe predigt zu Christi Himmelfahrt

Pastor Wilhelm Löhe (1850)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte von der seligen Himmelfahrt unseres Herren und Heilandes Jesu Christi anhand des vom heiligen Evangelisten Sankt Markus im 16. Kapitel glaubhaft bezeugten Evangeliums und zwar dort in den Versen 14-20 aufgeschrieben:

Und hier vorgelesen:

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Bringet dar dem HERRN, Ihr Himmlischen, bringet dar dem HERRN Ehre und Stärke! (Psalm 29)

Bringet dar dem HERRN, Ihr Himmlischen, bringet dar dem HERRN Ehre und Stärke! Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens, betet an den HERRN in heiligem Schmuck! 

Die Stimme des HERRN erschallt über den Wassern, der Gott der Ehre donnert, der HERR, über großen Wassern. Die Stimme des HERRN ergeht mit Macht, die Stimme des HERRN ergeht herrlich. Die Stimme des HERRN zerbricht Zedern, der HERR zerbricht die Zedern des Libanon. 

Er lässt hüpfen wie ein Kalb den Libanon, den Sirjon wie einen jungen Wildstier. Die Stimme des HERRN sprüht Feuerflammen; die Stimme des HERRN lässt die Wüste erbeben; der HERR lässt erbeben die Wüste Kadesch. Die Stimme des HERRN lässt Hirschkühe kreißen und reißt Wälder kahl. In seinem Tempel ruft alles: »Ehre!« 

Der HERR thront über der Flut; der HERR bleibt ein König in Ewigkeit. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben; der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden. 

Psalm 29. Ein Psalm Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.

Johannes 12,32

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Zeuch uns nach Dir, so kommen wir mit herzlichem Verlangen
hin, da Du bist, o Jesu Christ, aus dieser Welt gegangen.

Zeuch uns nach Dir in Liebsbegier, ach, reiß uns doch von hinnen,
so dürfen wir nicht länger hier den Kummerfaden spinnen.

Zeuch uns nach Dir, Herr Christ, ach führ uns Deine Himmelsstege;
Wir irren sonst leicht und sind verscheucht vom rechten Lebenswege.

Zeuch uns nach Dir, so folgen wir Dir nach in Deinen Himmel,
daß uns nicht mehr allhie beschwer das böse Weltgetümmel.

Zeuch uns nach Dir, nur für und für und gib, daß wir nachfahren
Dir in Dein Reich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen.

Friedrich Funke 1686. (LKG 179)

Morgenlese

Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über Euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich Euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und Ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will Euch erhören.

Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn Ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von Euch finden lassen, spricht der HERR, und will Eure Gefangenschaft wenden und Euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich Euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will Euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich Euch habe wegführen lassen. 

Jeremia 29,11-14

Abendlese

Ahmt mit mir Christus nach, Brüder und Schwestern, und seht auf die, die so wandeln, wie Ihr uns zum Vorbild habt. 

Denn viele wandeln so, daß ich Euch oft von ihnen gesagt habe, nun aber sage ich’s auch unter Tränen: Sie sind die Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist die Verdammnis, ihr Gott ist der Bauch und ihre Ehre ist in ihrer Schande; sie sind irdisch gesinnt. 

Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern geringen Leib verwandeln wird, daß er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.

Also, meine lieben Brüder und Schwestern, nach denen ich mich sehne, meine Freude und meine Krone, steht fest in dem Herrn, ihr Lieben.

Philipper 3,17-4,1

Großer Katechismus 3 und 4 Bitte des Vaterunsers (3,68-81)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster (Psalm 92)

Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen auf dem Psalter mit zehn Saiten, auf der Harfe und zum Klang der Zither. Denn, HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände. Herr, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief. Ein Törichter glaubt das nicht, und ein Narr begreift es nicht. Die Gottlosen grünen wie das Gras, / und die Übeltäter blühen alle – nur um vertilgt zu werden für immer! Aber du, HERR, bist der Höchste und bleibest ewiglich. Denn siehe, deine Feinde, HERR, / siehe, deine Feinde werden umkommen, und alle Übeltäter sollen zerstreut werden. Aber du erhöhst mein Horn wie bei einem Wildstier und salbst mich mit frischem Öl. Mit Freude sieht mein Auge auf meine Feinde herab und hört mein Ohr von den Boshaften, die sich gegen mich erheben.Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. Die gepflanzt sind im Hause des HERRN, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen. Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein, dass sie verkündigen, dass der HERR gerecht ist; er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.

Psalm 92. Ein Lied für den Sabbattag

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Gen Himmel aufgefahren ist, Halleluja, der König der Ehren Jesus Christ. Halleluja.

Er sitzt zu Rechten Gottes Hand, Halleluja, herrscht über Himml und alle Land. Halleluja.

Nun sitzt beim Herren Davids Herr, Halleluja, wie zu ihm gsprochen hat der Herr, Halleluja.

Drum jauchzen wir mit größem Schalln, Halleluja, dem Herren Christ zu Wohlgefalln, Halleluja.

Der Heiligen Dreieinigkeit, Halleluja, sei Lob und Preis in Ewigkeit. Halleluja. Halleluja.

Nach dem „Coelos ascendit hodie“ (15.Jhd), Frankfurt/Oder 1601

Morgenlese

Darum, nachdem auch ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke. Mit ihr hat er an Christus gewirkt, als er ihn von den Toten auferweckt hat und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und jeden Namen, der angerufen wird, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Epheser 1,15-23

Abendlese

Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. 2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. 4 Wenn aber Christus, euer Leben, offenbar wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit. 5 So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. 6 Um solcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. 7 In dem allen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr noch darin lebtet. 8 Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; 9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen 10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.

Kolosser 3,1-10

Der Friede des Herrn sei mit Euch +

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Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs! (Psalm 81)

Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs! Stimmt an den Gesang und lasst hören die Pauken, liebliche Zithern und Harfen! Blaset am Neumond die Posaune, am Vollmond, am Tag unsres Festes! Denn das ist eine Satzung für Israel und eine Ordnung des Gottes Jakobs. Das hat er zum Zeugnis gesetzt für Josef, als Er auszog wider Ägyptenland.

Eine Sprache höre ich, die ich bisher nicht kannte: »Ich habe ihre Schultern von der Last befreit, und ihre Hände wurden den Tragkorb los. Als du mich in der Not anriefst, half ich dir heraus und antwortete dir aus Wolke und Donner und prüfte dich am Haderwasser. Sela. 

Höre, mein Volk, ich will dich ermahnen. Israel, du sollst mich hören! Kein andrer Gott sei unter dir, und einen fremden Gott sollst du nicht anbeten! Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat: Tu deinen Mund weit auf, lass mich ihn füllen! 

Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mich nicht. So hab ich sie dahingegeben in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandeln nach eigenem Rat. Wenn doch mein Volk mir gehorsam wäre und Israel auf meinem Wege ginge! 

Dann wollte ich seine Feinde bald demütigen und meine Hand gegen seine Widersacher wenden! Und die den HERRN hassen, müssten sich vor ihm beugen, aber Israels Zeit würde ewiglich währen, und ich würde es mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sättigen.« 

Psalm 81. Von Asaf, vorzusingen, auf der Gittit.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Auf Christi Himmelfahrt allein ich meine Nachfahrt gründe und allen Zweifel, Angst und Pein hiermit stets überwinde. Denn weil das Haupt im Himmel ist, wird seine Glieder Jesus Christ zu rechter Zeit nachholen.

Weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends Ruh erlangen; denn wo mein Schatz ist kommen hin, da ist auch stets mein Herz und Sinn, nach ihm mich sehr verlanget.

Ach Herr, laß diese Gnade mich von Deiner Auffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wann Dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre doch mein Flehen!

Nach Josau Wegelin (16041640) von Ernst Sonnenmann 1661. (LKG 177)

Morgenlese

Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, dass man allezeit beten und nicht nachlassen sollte, 2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. 3 Es war aber eine Witwe in derselben Stadt, die kam immer wieder zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher! 4 Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Wenn ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue, 5 will ich doch dieser Witwe, weil sie mir so viel Mühe macht, Recht schaffen, damit sie nicht zuletzt komme und mir ins Gesicht schlage. 6 Da sprach der Herr: Hört, was der ungerechte Richter sagt! 7 Sollte aber Gott nicht Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden? 

Lukas 18,1-8

Abendlese

Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei. 19 Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen 20 und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. 21 Auch euch, die ihr einst Fremde wart und feindlich gesinnt in bösen Werken, 22 hat er nun versöhnt durch seinen sterblichen Leib, durch seinen Tod, auf dass er euch heilig und makellos und untadelig vor sein Angesicht stelle; 23 wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Sein Diener bin ich, Paulus, geworden. 

Kolosser 1,17-23

Großer Katechismus 3,35-52

Die 1. Bitte: Geheiligt werde Dein Name.

Das ist eine etwas dunkle Redeweise und kein gutes Deutsch; denn in unserer Muttersprache würden wir sagen: „Himmlischer Vater, hilf, dass allein dein Name heilig sei.“

Was meint nun diese Bitte mit den Worten, dass sein Name „heilig werde“? Ist Gottes Name nicht an sich heilig? Antwort: Ja, seinem Wesen nach ist er immer heilig, aber in unserm Gebrauch ist er nicht heilig. Denn der Name Gottes ist uns gegeben, als wir Christen wurden und wir getauft wurden, damit wir Kinder Gottes heißen und die Sakramente haben sollten, durch die er uns in sich einverleibt, sodass alles, was Gott gehört, auch uns gehören und dienen soll.

Das aber ist nun das große Anliegen, um das wir uns am meisten sorgen sollen, dass der Name Gottes geehrt werde, dass er als unser größter Schatz und unser höchstes Heiligtum, das wir haben, heilig und in Ehren gehalten werde; wir als seine frommen Kinder sollen darum bitten, dass sein Name, der im Himmel ganz und gar heilig ist, auch bei uns auf der Erde und in aller Welt heilig sei und bleibe.

Wie wird nun der Name Gottes unter uns heilig? Die Antwort lautet, um es so klar wie möglich zu sagen: Wenn sowohl unsere Lehre als auch unser Leben Gott gemäß und christlich sind. Denn weil wir in diesem Gebet Gott unsern Vater nennen, so sind wir es auch schuldig, uns stets wie fromme Kinder zu verhalten und ihm nicht Schande, sondern durch unser Leben Ehre und Ruhm zu bereiten.

Nun wird Gott von uns entweder durch Worte oder durch Taten entheiligt (denn was wir auf Erden tun, ist entweder Wort oder Tat, Reden oder Handeln).

Erstens also wird Gottes Name entheiligt, wenn man unter Berufung auf den Namen Gottes etwas Falsches und Verkehrtes predigt, lehrt und redet, sodass sein Name die Unwahrheit bemänteln und beschönigen muss. Hierdurch wird dem göttlichen Namen die größte Schande und Unehre bereitet; außerdem auch da, wo man in grober Weise den heiligen Namen Gottes zum Schwören, Fluchen, Zaubern usf. missbraucht.

Zweitens wird Gottes Name auch durch ein offenkundig böses Leben und Tun entheiligt, wenn jene, die sich Christen und Gottes Volk nennen, Ehebrecher, Säufer, Geizhälse, Neider und Verleumder sind. Da wird gleichfalls Gottes Name unsertwegen in Schande gebracht und gelästert.

Denn ebenso wie es für einen leiblichen Vater eine Schande und Unehre ist, ein böses und ungeratenes Kind zu haben, das mit Wort und Tat ihm zuwiderhandelt, sodass er des Kindes wegen verachtet und geschmäht wird, so gereicht es auch Gott zur Unehre, wenn wir, die wir nach seinem Namen genannt sind und viel Gutes von ihm haben, anders lehren, reden und leben als es fromme Kinder Gottes tun; denn dann muss er hören, dass man von uns sagt, dass wir nicht Kinder Gottes, sondern nur des Teufels Kinder sein
könnten.

So siehst du, dass wir in dieser Bitte genau das erbitten, was Gott im zweiten Gebot fordert, nämlich dass man seinen Namen nicht zum Schwören, Fluchen, Lügen, Betrügen usf. missbrauchen solle, sondern ihn nutzbringend zu Gottes Lob und Ehre gebrauchen solle. Denn wer den Namen Gottes zu irgendetwas Bösem gebraucht, der entheiligt und entweiht diesen heiligen Namen, so wie man früher eine Kirche entweiht nannte, wenn ein Mord oder eine andere Schandtat darin begangen worden war; oder so wie man früher eine Monstranz oder eine Reliquie entehren konnte, die zwar als solche heilig war, aber für den Gebrauch entheiligt werden konnte.

So ist nun diese Bitte leicht und klar verständlich, wenn man nur den Sprachgebrauch versteht, dass „heiligen“ so viel wie loben, preisen und ehren heißt, sowohl durch Worte als auch durch Taten. Da siehst du nun, wie überaus nötig solches Gebet ist; denn wir sehen, dass die Welt voller Sektierer und Irrlehrer ist, die alle mit dem heiligen Namen Gottes ihre teuflische Lehre rechtfertigen; darum sollten wir eigentlich unaufhörlich Gott anrufen und zu ihm schreien, damit jenen gewehrt werde, die sowohl Falsches predigen und glauben als auch das Evangelium und die reine Lehre bekämpfen, verfolgen und unterdrücken, wie es die Bischöfe, Tyrannen, Schwärmer und andere tun. Auch unsertwegen sollten wir Gott anrufen; denn wir haben zwar Gottes Wort, aber sind nicht dankbar dafür und leben nicht danach, wie wir es sollten.

Wenn du nun darum von Herzen bittest, kannst du gewiss sein, dass solches Gebet Gott gefällt. Denn er hört nichts lieber, als wenn seine Ehre und sein Ruhm über alles erhoben und sein Wort rein gelehrt, geehrt und geachtet wird.

Die 2. Bitte: Dein Reich komme.

In der ersten Bitte haben wir darum gebeten, dass Gott es verhindern möge, dass die Welt ihre Lügen und ihre Bosheit mit dem Namen und dem Ansehen Gottes bemäntelt. Stattdessen soll sie den Namen Gottes in Lehre und Leben heilig und in Ehren halten, und wir sollen ihn loben und preisen. Hier beten wir nun darum, dass auch sein Reich kommen möge.

Aber ebenso wie Gottes Name als solcher heilig ist und wir dennoch bitten, dass er auch bei uns heilig sei, so kommt auch sein Reich ohne unser Bitten ganz von selbst. Dennoch bitten wir, dass es auch zu uns kommt, d. h., dass es unter uns und bei uns ist und wir zu denen gehören, bei denen sein Name geheiligt wird und sein Reich gegenwärtig ist.

Was ist nun Gottes Reich? Antwort: Nichts anderes als das, wovon wir eben im Glaubensbekenntnis gehört haben, nämlich dass Gott seinen Sohn, Christus, unsern Herrn, in die Welt geschickt hat, um uns von der Macht des Teufels zu erlösen und zu befreien und uns zu sich zu bringen und als König der Gerechtigkeit, des Lebens und der Seligkeit zu regieren, sodass Sünde, Tod und böses Gewissen uns nicht mehr beherrschen; dazu hat Gott uns auch seinen Heiligen Geist gegeben, der uns durch sein heiliges Wort dies alles zueignet und uns durch seine Kraft im Glauben erleuchtet und stärkt.

Darum bitten wir nun in dieser Bitte zuerst darum, dass dies alles bei uns Wirklichkeit wird; dass sein Name durch die Verkündigung des heiligen Wortes Gottes und durch ein christliches Leben so verherrlicht wird, dass wir, die wir das Wort Gottes angenommen haben, bei ihm bleiben und täglich im christlichen Leben wachsen. Zum andern bitten wir darum, dass das Wort Gottes auch bei andern Menschen Zuspruch und Zustimmung findet und es sich gewaltig in der Welt ausbreitet, damit viele, durch den Heiligen Geist
herzugebracht, in das Gnadenreich kommen und der Erlösung teilhaftig werden und wir alle zusammen ewig in dem Königreich bleiben, das jetzt schon unter uns angefangen hat.

Dr. Martin Luther, Großer Katechismus: Vateruser (GK III,35-52)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Christi Himmelfahrt

Der Kemberger Flügelaltar ist 1564 bei Lucas Cranach d.J. in Auftrag gegeben, und zwar von Matthias Wanckel, dem Schwiegersohn von Pfarrer Bartholomäus Bernhardi und wurde 1565 in der Marienkirche aufgestellt.

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.

Johannes 12,32

Introitus

Schlagt froh in die Hände, alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall! Denn der HERR, der Allerhöchste, ist zu fürchten, ein großer König über die ganze Erde. Er zwingt die Völker unter uns und Völkerschaften unter unsere Füße. Er erwählt uns unser Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebt. Sela. 

Gott fährt auf unter Jauchzen, der HERR beim Schall der Posaune. Lobsinget, lobsinget Gott, lobsinget, lobsinget unserm Könige! Denn Gott ist König über die ganze Erde; lobsinget ihm mit Psalmen! 

Gott ist König über die Völker, Gott sitzt auf seinem heiligen Thron. Die Fürsten der Völker sind versammelt als Volk des Gottes Abrahams; denn Gott gehören die Schilde auf Erden; er ist hoch erhaben. 

Psalm 47

Beichte (Luthers Andacht zu Psalm 68,19)

Alttestamentliche Lesung

Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der Du hältst den Bund und die Barmherzigkeit Deinen Knechten, die vor Dir wandeln von ganzem Herzen; der Du gehalten hast Deinem Knecht, meinem Vater David, was Du ihm zugesagt hast. Mit Deinem Mund hast Du es geredet, und mit Deiner Hand hast Du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage… 

Nun, Gott Israels, laß Dein Wort wahr werden, das Du Deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast. Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können Dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 

Wende Dich aber zum Gebet Deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf daß Du hörst das Flehen und Gebet Deines Knechts heute vor Dir. 

1.Könige 8,22-24.26-28

Versikel

Alle Zungen sollen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, Halleluja, zur Ehre Gottes, des Vaters. Halleluja.

Philipper 2,11

Epistolische Lektion

Der Herr Jesus Christus zeigte sich den Jüngern nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. 

Und als er mit ihnen beim Mahl war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr – so sprach er – von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, Ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. 

Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst Du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt Euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; aber Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf Euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. 

Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht Ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von Euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie Ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. 

Apostelgeschichte 1,3-11

Hallelujavers

Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze Dich zu meiner Rechten, bis ich Deine Feinde zum Schemel unter Deine Füße lege.

Die Rechte des Herrn ist erhöht, die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Psalm 110,1. Psalm 118,16.

Evangelium

Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott. 

Lukas 24,50-53

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Graduallied

Auf diesen Tag bedenken wir, dass Christ gen Himmel gfahren, und danken Gott aus höchster Bgier mit Bitt, er woll bewahren uns arme Sünder hie auf Erd, die wir, von wegen mancher Gefährd ohn Hoffnung han kein Troste. Halleluja, Halleluja.

Drum sei Gott Lob, der Weg ist gmacht, uns steht der Himmel offen. Christus schleußt auf mit großer Pracht; vorhin war alls verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. Halleluja, Halleluja.

Wer nicht folgt und sein’ Willen tut, dem ists nicht Ernst zum Herren; denn Gott wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts; wenn der sein echt, so wird gwiß das Leben recht zu Gott im Himmel grichtet. Halleluja, Halleluja.

Solch Himmelfahrt fängt in uns an, bis wir den Vater finden und fliehen stets der Welte Bahn, tun uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf, der Vatr herab, an Treu und Lieb geht ihn’ nichts ab, bis sie zusammenkommen. Halleluja, Halleluja.

Drum wird der Tag erst freudenreich, wenn uns Gott zu sich nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, als wir denn jetzt bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut zu ewger Zeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben! Halleluja, Halleluja.

Johannes Zwick 1536 (LKG 174)

Predigttext

Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, daß sie alle eins seien. Wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir, so sollen auch sie in uns sein, auf daß die Welt glaube, daß Du mich gesandt hast. 

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die Du mir gegeben hast, auf daß sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und Du in mir, auf daß sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, daß Du mich gesandt hast und sie liebst, wie Du mich liebst. 

Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die Du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die Du mir gegeben hast; denn Du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war. 

Gerechter Vater, die Welt kennt Dich nicht; ich aber kenne Dich, und diese haben erkannt, daß Du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen Deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der Du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. 

Johannes 17,20-26

Meine Predigt dazu:

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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