Jauchzet Gott, alle Lande! Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich! Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind Deine Werke! Deine Feinde müssen sich beugen vor Deiner großen Macht. Alles Land bete Dich an und lobsinge Dir, lobsinge Deinem Namen. Sela.
Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern. Er verwandelte das Meer in trockenes Land, sie gingen zu Fuß durch den Strom; dort wollen wir uns seiner freuen. Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich, seine Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen können sich nicht erheben. Sela.
Lobet, Ihr Völker, unsern Gott, laßt seinen Ruhm weit erschallen, der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten. Denn, Gott, Du hast uns geprüft und geläutert, wie das Silber geläutert wird; Du hast uns in den Turm werfen lassen, Du hast auf unsern Rücken eine Last gelegt, Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen, wir sind in Feuer und Wasser gekommen. Aber Du hast uns herausgeführt und erquickt.
Darum will ich in Dein Haus gehen mit Brandopfern und Dir meine Gelübde erfüllen, wie ich meine Lippen aufgetan habe und mein Mund geredet hat in meiner Not. Ich will Dir Brandopfer bringen von fetten Schafen mit dem Opferrauch von Widdern; ich will opfern Rinder mit Böcken. Sela.
Kommt her, höret zu alle, die Ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an mir getan hat. Zu ihm rief ich mit meinem Munde und pries ihn mit meiner Zunge. Wenn ich Unrechtes vorgehabt hätte in meinem Herzen, so würde der Herr nicht hören. Aber Gott hat mich erhört und gemerkt auf mein Flehen. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.
Psalm 66. Ein Psalmlied, vorzusingen.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.
Sacharja 4,6b
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
O Heil’ger Geist, kehr bei uns ein und lass uns Deine Wohnung sein, o komm Du Herzens Sonne. Du Himmelslicht, lass Deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst Du geben, wenn wir beten; zu Dir kommen wir getreten.
Du Quell, draus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt: lass Deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben.
Steh uns stets bei mit Deinem Rat und führ uns selbst auf rechtem Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu Dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, Dich zu schauen und auf Deinen Trost zu bauen.
Lass uns Dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter Deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Lass Dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden.
Michael Schirmer 1640 (LKG 187,1-4)
Morgenlese
Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, daß sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wußten auch von ihnen, daß sie mit Jesus gewesen waren. Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wußten nichts dagegen zu sagen.
Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und berieten miteinander und sprachen: Was wollen wir mit diesen Menschen tun? Denn daß ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können’s nicht leugnen. Aber damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, daß sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden.
Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu verkünden oder zu lehren in dem Namen Jesu. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, daß wir euch mehr gehorchen als Gott. Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.
Da drohten sie ihnen und ließen sie gehen um des Volkes willen, weil sie nicht wußten, wie man sie hätte bestrafen können; denn alle lobten Gott für das, was geschehen war. Denn der Mensch war über vierzig Jahre alt, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
Apostelgeschichte 4,13-22
Abendlese
Und als man sie hatte gehen lassen, kamen sie zu den Ihren und berichteten, was die Hohenpriester und Ältesten zu ihnen gesagt hatten.
Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott und sprachen: Herr, Du hast Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht, Du hast durch den Mund unseres Vaters David, Deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt: »Warum toben die Heiden, und die Völker nehmen sich vor, was vergeblich ist? Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich wider den Herrn und seinen Christus.«
Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen Deinen heiligen Knecht Jesus, den Du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, zu tun, was Deine Hand und Dein Ratschluß zuvor bestimmt haben, daß es geschehen sollte.
Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib Deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden Dein Wort. Strecke Deine Hand aus zur Heilung und laß Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen Deines heiligen Knechtes Jesus.
Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut.
Apostelgeschichte 4,23-31












