Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. (Psalm 108)

Maria Magdalena von Lucas Cranach d. Ä., 1525, Wallraf-Richartz-Museum, Köln.

Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele. Wach auf, Psalter und Harfe! Ich will das Morgenrot wecken. Ich will Dir danken, HERR, unter den Völkern, ich will Dir lobsingen unter den Leuten. Denn Deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und Deine Treue, so weit die Wolken gehen. 

Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Lande! Laß Deine Freunde errettet werden, dazu hilf mit Deiner Rechten und erhöre mich! 

Gott hat in seinem Heiligtum geredet: Ich will frohlocken; ich will Sichem verteilen und das Tal Sukkot ausmessen. Gilead ist mein, Manasse ist auch mein, und Ephraim ist der Schutz meines Haupts, Juda ist mein Fürst. Moab ist mein Waschbecken, ich will meinen Schuh auf Edom werfen, über die Philister will ich jauchzen. 

Wer wird mich führen in die feste Stadt? Wer wird mich nach Edom leiten? Wirst Du es nicht tun, Gott, der Du uns verstoßen hast, und ziehst nicht aus, Gott, mit unserm Heer? 

Schaff uns Beistand vor dem Feind; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde niedertreten. 

Psalm 108. Ein Lied. Ein Psalm Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Mit Freuden zart zu dieser Fahrt laßt uns zugleich fröhlich singen, beid, groß und klein, von Herzen rein mit hellem Ton frei erklingen. Das ewig Heil wird uns zuteil, denn Jesus Christ erstanden ist, welchs er läßt reichlich verkünden.

Er ist der Erst, der stark und fest all unsre Feind hat bezwungen und durch den Tod als wahrer Gott zum neuen Leben gedrungen, auch seiner Schar verheißen klar durch sein rein Wort, zur Himmelspfort desgleichen Sieg zu erlangen.

Singt Lob und Dank mit freiem Klang unserm Herrn zu allen Zeiten und tut sein Ehr je mehr und mehr mit Wort und Tat weit ausbreiten: so wird er uns aus Lieb und Gunst nach unserm Tod, frei aller Not, zur ewgen Freude geleiten.

Georg Vetter 1566 (LKG 161)

Morgenlese

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab hinein und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. 

Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst Du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. 

Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst Du? Wen suchst Du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast Du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast Du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! 

Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und Eurem Vater, zu meinem Gott und Eurem Gott. Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.

Johannes 20,11-18

Abendlese

Ich erinnere Euch aber, Brüder, an das Evangelium, das ich Euch verkündigt habe, das Ihr auch angenommen habt, in dem Ihr auch fest steht, durch das Ihr auch selig werdet, wenn Ihr’s so festhaltet, wie ich es Euch verkündigt habe; es sei denn, daß Ihr’s umsonst geglaubt hättet. 

Denn als Erstes habe ich Euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Daß Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und daß er begraben worden ist; und daß er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. 

Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt Ihr geglaubt.

1.Korinther 15,1-11

Einleitung zum Großen Katechismus 1-3,28

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

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HERR, erhöre mein Gebet (Psalm 143)

Evangeliar Otto des III (Bayerische Staatsbibliothek, München)

HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um Deiner Treue willen, erhöre mich um Deiner Gerechtigkeit willen, und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor Dir ist kein Lebendiger gerecht. 

Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden, er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind. Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe. 

Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all Deine Taten und spreche von den Werken Deiner Hände. Ich breite meine Hände aus zu Dir, meine Seele dürstet nach Dir wie ein dürres Land. Sela. 

HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg Dein Antlitz nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. Laß mich am Morgen hören Deine Gnade; denn ich hoffe auf Dich.

Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach Dir. Errette mich, HERR, von meinen Feinden; zu Dir nehme ich meine Zuflucht. Lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen, denn Du bist mein Gott; Dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. 

HERR, erquicke mich um Deines Namens willen; führe mich aus der Not um Deiner Gerechtigkeit willen, und vernichte meine Feinde um Deiner Güte willen und bringe alle um, die mich bedrängen; denn ich bin Dein Knecht. 

Psalm 143. Ein Psalm Davids. Der 7. Bußpsalm.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand, ist auferstanden, die Sünd hat er gefangen. Kyrie eleison.

Der ohn Sünden war geboren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß Gott uns sein Huld gönnet. Kyrie eleison.

Tod, Sünd, Leben und auch Gnad, alls in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 157)

Morgenlese

Am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, daß der Stein vom Grab weggenommen war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus, und sie kamen zum Grab. Es liefen aber die beiden miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als Erster zum Grab, schaut hinein und sieht die Leinentücher liegen; er ging aber nicht hinein. 

Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Leinentücher liegen, und das Schweißtuch, das auf Jesu Haupt gelegen hatte, nicht bei den Leinentüchern, sondern daneben, zusammengewickelt an einem besonderen Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der als Erster zum Grab gekommen war, und sah und glaubte. 

Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müsste. Da gingen die Jünger wieder zu den anderen zurück. 

Johannes 20,1-10

Abendlese

Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach:

Ihr Männer, liebe Brüder, Ihr Söhne aus dem Geschlecht Abrahams und Ihr Gottesfürchtigen, uns ist das Wort dieses Heils gesandt. 

Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Oberen haben, weil sie Jesus nicht erkannten, die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, mit ihrem Urteil erfüllt. Und obwohl sie nichts an ihm fanden, das den Tod verdient hätte, baten sie doch Pilatus, ihn zu töten.  Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. 

Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten; und er ist an vielen Tagen denen erschienen, die mit ihm von Galiläa hinauf nach Jerusalem gegangen waren; die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk. 

Und wir verkündigen Euch die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, daß Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte; wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht: »Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt.« 

Daß er ihn aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt: »Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren.« 

Darum sagt er auch an einer andern Stelle: »Du wirst nicht zugeben, daß Dein Heiliger die Verwesung sehe.« Denn nachdem David den Menschen seiner Zeit gedient hatte, ist er nach dem Willen Gottes entschlafen und zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen. 

Der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen. So sei Euch nun kundgetan, Ihr Männer, liebe Brüder, daß Euch durch ihn Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin Ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt. 

Apostelgeschichte 13,16a.26-39

Großer Katechismus 1-2,6 Einleitung

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch +  AmenAmen

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Herr, Du bist unsre Zuflucht für und für. (Psalm 90)

Der Prophet Jona wird vom Fisch bei Ninive ausgespien, aus „Hortus Deliciarum“ der Herrad von Landsberg (um 1180)

Herr, Du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der Du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! 

Denn tausend Jahre sind vor Dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du läßest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt. 

Das macht Dein Zorn, daß wir so vergehen, und Dein Grimm, daß wir so plötzlich dahinmüssen. Denn unsre Missetaten stellst Du vor Dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor Deinem Angesicht. 

Darum fahren alle unsre Tage dahin durch Deinen Zorn, wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. 

Wer glaubt’s aber, daß Du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor Dir in Deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. 

HERR, kehre Dich doch endlich wieder zu uns und sei Deinen Knechten gnädig! Fülle uns frühe mit Deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem Du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. 

Zeige Deinen Knechten Deine Werke und Deine Herrlichkeit ihren Kindern. Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest Du fördern! 

Psalm 90. Ein Gebet des Mose, des Mannes Gottes.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

So feiern wir das hoh Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleucht unsre Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja.

Wir essen und leben wohl in rechten Osterfladen. Der alte Sauerteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Koste sein und speisen die Seel allein; der Glaub will keins andern leben. Halleluja.

Dr. Martin Luther 1524 nach dem mittelalterlichen “Vicitmae paschali laudes” des Wipo von Burgund vor 1048 und dem vorreformatorischen Liede “Christ ist erstanden”. (LKG 156,6-7)

Morgenlese

Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen.

Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches und sprach: Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir. Ich schrie aus dem Rachen des Todes, und Du hörtest meine Stimme. 

Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, daß die Fluten mich umgaben. Alle Deine Wogen und Wellen gingen über mich, daß ich dachte, ich wäre von Deinen Augen verstoßen, ich würde Deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. 

Wasser umgaben mich bis an die Kehle, die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt. Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich.

Aber Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott! 

Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu Dir in Deinen heiligen Tempel. Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade. Ich aber will mit Dank Dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen. Hilfe ist bei dem HERRN. 

Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land. 

Jona 2,1-11

Abendlese

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 

Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich Euch befohlen habe.

Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende. 

Matthäus 28,16-20

Kleiner Katechismus: Abendmahl und Haustafel

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Gott, man lobt Dich in der Stille zu Zion, und Dir hält man Gelübde. (Psalm 65)

William de BrailesChristus erscheint am See von Tiberias, etwa 1250.

Gott, man lobt Dich in der Stille zu Zion, und Dir hält man Gelübde. Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu Dir. 

Unsre Missetat drückt uns hart; Du wollest unsre Sünde vergeben. Wohl dem, den Du erwählst und zu Dir läßt, daß er wohne in Deinen Vorhöfen; der hat reichen Trost von Deinem Hause, Deinem heiligen Tempel. 

Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer; der Du die Berge gründest in Deiner Kraft und gerüstet bist mit Macht; der Du stillst das Brausen des Meeres, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker, daß sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor Deinen Zeichen.

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle. Du läßt ihr Getreide gut geraten; denn so baust Du das Land. Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst Du es weich und segnest sein Gewächs. 

Du krönst das Jahr mit Deinem Gut, und Deine Spuren triefen von Segen. Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel gürten sich mit Jubel. Die Anger sind voller Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet. 

Psalm 65. Ein Psalm Davids, ein Lied, vorzusingen. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Es war ein wunderlich Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja.

Hier ist das recht Osterlamm, davon Gott hat geboten, das ist an des Kreuzes Stamm in heißer Lieb gebraten. Des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der Glaub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja.

Nach dem mittelalterlichen “Victimae paschali laudes” des Wipo (990-1048) und dem vorreformatorischen Liede “Christ ist erstanden” von Martin Luther 1524 (LKG 156,4-5)

Morgenlese

Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: 

Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. 

Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt Ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet Ihr finden.

Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr!

Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. 

Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die Ihr jetzt gefangen habt! 

Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht. 

Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist Du? Denn sie wußten: Es ist der Herr. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch den Fisch. 

Das ist nun das dritte Mal, daß sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war. 

Johannes 21,1-14

Abendlese

Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den Ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, daß man Euch den Mörder schenke, aber den Fürsten des Lebens habt Ihr getötet.

Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen. Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den Ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor Euer aller Augen. 

Nun, liebe Brüder, ich weiß, daß Ihr’s aus Unwissenheit getan habt wie auch Eure Oberen. So aber hat Gott erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat: daß sein Christus leiden sollte. 

Tut nun Buße und bekehrt Euch, daß Eure Sünden getilgt werden, auf daß Zeiten der Erquickung kommen von dem Angesicht des Herrn und er den sende, den er für Euch zum Christus bestimmt hat: Jesus. Ihn muß der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten, in denen alles wiederhergestellt wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.

Apostelgeschichte 3,13-21

Kleiner Katechimsus 3,1-5,29 (Vater unser, Taufe, Beichte und Absolution)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! (Psalm 67)

Werkstatt Lucas Cranach des Jüngeren: Epitaph für Diepold von Schönfeldt mit der Auferstehung Christi (1562)

Gott sei uns gnädig und segne uns, er lasse uns sein Antlitz leuchten, – Sela – daß man auf Erden erkenne Deinen Weg, unter allen Heiden Dein Heil. 

Es danken Dir, Gott, die Völker, es danken Dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß Du die Menschen recht richtest und regierst die Völker auf Erden. Sela.

Es danken Dir, Gott, die Völker, es danken Dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs; es segne uns Gott, unser Gott! 

Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! 

Psalm 67. Ein Psalmlied, vorzusingen, beim Saitenspiel.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Christ lag in Todesbanden, für unsre Sünd gegeben, der ist wieder erstanden und hat uns bracht das Leben. Des wir sollen fröhlich sein, Gott loben und dankbar sein und singen Halleluja. Halleluja.

Den Tod niemand zwingen konnt bei allen Menschenkindern; das macht alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald und nahm über uns Gewalt, hielt uns in seim Reich gefangen. Halleluja.

Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren. Halleluja.

Nach dem mittelalterlichen “Victimae paschali laudes” des Wipo (990-1048) und dem vorreformatorischen Liede “Christ ist erstanden” von Martin Luther 1524 (LKG 156,1-3)

Morgenlese

Als sie aber davon redeten, trat er selbst mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit Euch! 

Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid Ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in Euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Faßt mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie Ihr seht, daß ich sie habe. 

Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Da sie es aber noch nicht glauben konnten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt Ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm’s und aß vor ihnen. 

Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu Euch gesagt habe, als ich noch bei Euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstanden

Lukas 24,36-45

Abendlese

Denn in Jesus Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und Ihr seid erfüllt durch ihn, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist. 

In ihm seid Ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, durch Ablegen des sterblichen Leibes, in der Beschneidung durch Christus. 

Mit ihm seid Ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid Ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 

Und Gott hat Euch mit ihm lebendig gemacht, die Ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit Eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. 

Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet. 

Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus. 

Kolosser 2,9-15

Kleiner Katechismus 1:1-2:6

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.


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P. Wilhelm Löhe predigt am hl. 2. Ostertag (Lk 24,13-35)

Fritz von UhdeDer Gang nach Emmaus, 1891

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am heiligen 2. Ostertag von unseres Herrn Jesus Christi Gang mit den zwei Jüngern nach Emmaus und wie er ihnen erschien als er ihnen das Brot brach nach dem Zeugnis des heiligen Evangelisten Sankt Lukas 24,13-35:

Und hier die Predigt vorgelesen:

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P. Wilhelm Löhe predigt am heiligen Ostertag (Markus 16,1-8)

Die drei Frauen am Grab, mit dem Engel, Albani-Psalter, 12. Jahrhundert

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am heiligen Ostertag von der evangelischen Engelspredigt zu den entsetzten Frauen am leeren Grab nach dem Zeugnis des heiligen Evangelisten Sankt Markus 16,1-8:

Hier seine Predigt vorgelesen:

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2. Ostertag (Ostermontag)

Ostermorgen, circa 1828-1835 von Caspar David Friedrich (1774-1840)

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Offenbarung 1,18

Introitus                   

Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg! Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg! Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen. 

Der HERR züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem HERRN danke. Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dort einziehen.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen. Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Ps.118,14-24

Kollekte                    

Allmächtiger Gott, der Du durch den Tod Deines Sohnes die Sünde und den Tod zunichte gemacht und durch sein Auferstehen Unschuld und ewiges Leben wiedergebracht hast, auf daß wir, von der Gewalt des Teufels erlöset, in Deinem Reiche leben: verleihe uns, daß wir solches von ganzem Herzen glauben und in solchem Glauben beständig, Dich allezeit loben und Dir danken. Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Alttestamentliche Lesung                     

Und der HERR Zebaoth wird auf diesem Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist. Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind. 

Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der HERR hat’s gesagt. 

Zu der Zeit wird man sagen: »Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, daß er uns helfe. Das ist der HERR, auf den wir hofften; laßt uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.«

Jesaja 25,6-9

Epistel                      

Das sage ich aber, liebe Brüder und Schwestern, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. 

Siehe, ich sage Euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 

Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in den Sieg. 

Tod, wo ist Dein Sieg? Tod, wo ist Dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! 

Darum, meine lieben Brüder, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn Ihr wißt, daß Eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. 

1. Korinther 15,50-58

Evangelium    

Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 

Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht erkannten. 

Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist Du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? 

Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß dies geschehen ist. 

Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. 

Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden’s so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht. 

Und er sprach zu ihnen: O Ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? 

Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war. 

Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen. Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.

Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach’s und gab’s ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. 

Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? 33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; 34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen. 35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach. 

Lukas 24,13-35

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum.

Predigttext               

Als sie aber davon redeten, trat er selbst mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit Euch! 

Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid Ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in Euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Faßt mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie Ihr seht, daß ich sie habe. 

Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Da sie es aber noch nicht glauben konnten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt Ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm’s und aß vor ihnen. 

Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu Euch gesagt habe, als ich noch bei Euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstanden

Lukas 24,36-45

Te Deum Nr.137

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.

Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.

Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden

4. Mose 6,24-26

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Johann Sebastian Bach: “Erfreut Euch, Ihr Herzen” (BWV 66)

Ostermorgen, circa 1828-1835 von Caspar David Friedrich (1774-1840)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate: “Erfreut Euch, Ihr Herzen” (BWV 66) zum zweiten Ostertag in Leipzig (1742).

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Erfreut euch, ihr Herzen
 Dialogus
Furcht (A), Hoffnung (T)
  
1. Coro
Tromba, Oboe I/II, Fagotto, Violino I/II, Viola, Continuo
Erfreut euch, ihr Herzen,
Entweichet, ihr Schmerzen,
Es lebet der Heiland und herrschet in euch.
    Ihr könnet verjagen
    Das Trauren, das Fürchten, das ängstliche Zagen,
    Der Heiland erquicket sein geistliches Reich.
  
2. Recitativo B
Violino I/II, Viola, Continuo
Es bricht das Grab und damit unsre Not,
Der Mund verkündigt Gottes Taten;
Der Heiland lebt, so ist in Not und Tod
Den Gläubigen vollkommen wohl geraten.
  
3. Aria B
Oboe I/II, Fagotto, Violino I/II, Viola, Continuo
Lasset dem Höchsten ein Danklied erschallen
Vor sein Erbarmen und ewige Treu.
    Jesus erscheinet, uns Friede zu geben,
    Jesus berufet uns, mit ihm zu leben,
    Täglich wird seine Barmherzigkeit neu.
  
4. Recitativo (Dialogus) e Arioso (Duetto) T A
Continuo
Tenor
Bei Jesu Leben freudig sein
Ist unsrer Brust ein heller Sonnenschein.
Mit Trost erfüllt auf seinen Heiland schauen
Und in sich selbst ein Himmelreich erbauen,
Ist wahrer Christen Eigentum.
Doch weil ich hier ein himmlisch Labsal habe,
So sucht mein Geist hier seine Lust und Ruh,
Mein Heiland ruft mir kräftig zu:
Mein Grab und Sterben bringt euch Leben,
Mein Auferstehn ist euer Trost.
Mein Mund will zwar ein Opfer geben,
Mein Heiland, doch wie klein,
Wie wenig, wie so gar geringe
Wird es vor dir, o großer Sieger, sein,
Wenn ich vor dich ein Sieg- und Danklied bringe.
{Tenor, Alt}
{Mein, Kein} Auge sieht den Heiland auferweckt,
Es hält ihn {nicht, noch} der Tod in Banden.
Tenor
Wie, darf noch Furcht in einer Brust entstehn?
Alt
Läßt wohl das Grab die Toten aus?
Tenor
Wenn Gott in einem Grabe lieget,
So halten Grab und Tod ihn nicht.
Alt
Ach Gott! der du den Tod besieget,
Dir weicht des Grabes Stein, das Siegel bricht,
Ich glaube, aber hilf mir Schwachen,
Du kannst mich stärker machen;
Besiege mich und meinen Zweifelmut,
Der Gott, der Wunder tut,
Hat meinen Geist durch Trostes Kraft gestärket,
Dass er den auferstandnen Jesum merket.
  
5. Aria (Duetto) A T
Violino solo, Continuo
{Alt, Tenor}
Ich fürchte {zwar, nicht} des Grabes Finsternissen
Und {klagete, hoffete} mein Heil sei {nun, nicht} entrissen.
beide
Nun ist mein Herze voller Trost,
Und wenn sich auch ein Feind erbost,
Will ich in Gott zu siegen wissen.
  
6. Choral
Continuo, Instrumentierung nicht überliefert
Alleluja! Alleluja! Alleluja!
Des solln wir alle froh sein,
Christus will unser Trost sein.
Kyrie eleis.

BesetzungSoli: A T B, Coro: S A T B, Tromba, Oboe I/II, Fagotto, Violino solo, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit10. April 1724
TextChristian Friedrich Hunold (Menantes) 1718
Anlass2. Osterfesttag
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine Aufführung mit Helmuth Rilling.

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J.S. Bach: “Christ lag in Todesbanden” (BWV 4)

Der siegreich auferstandene Herr Jesus Christus (Lucas Cranach d.Ä., 1530) in New York (Privatbesitz)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate: “Christ lag in Todesbanden” (BWV 4) zum ersten Ostertag anhand von Dr. Martin Luthers Osterlied von 1524.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Christ lag in Todesbanden
  
1. Sinfonia
Violino I/II, Viola I/II, Continuo
  
2. Coro Versus 1 S A T B
Violino I/II, Viola I/II, Cornetto col Soprano, Trombone I coll’ Alto, Trombone II col Tenore, Trombone III col Basso, Continuo
Christ lag in Todesbanden
Für unsre Sünd gegeben,
Er ist wieder erstanden
Und hat uns bracht das Leben;
Des wir sollen fröhlich sein,
Gott loben und ihm dankbar sein
Und singen halleluja,
Halleluja!
  
3. Versus 2 S A
Cornetto col Soprano, Trombone I coll’ Alto, Continuo
Den Tod niemand zwingen kunnt
Bei allen Menschenkindern,
Das macht’ alles unsre Sünd,
Kein Unschuld war zu finden.
Davon kam der Tod so bald
Und nahm über uns Gewalt,
Hielt uns in seinem Reich gefangen.
Halleluja!
  
4. Versus 3 T
Violino I/II, Continuo
Jesus Christus, Gottes Sohn,
An unser Statt ist kommen
Und hat die Sünde weggetan,
Damit dem Tod genommen
All sein Recht und sein Gewalt,
Da bleibet nichts denn Tods Gestalt,
Den Stach’l hat er verloren.
Halleluja!
  
5. Coro Versus 4 S A T B
Continuo
Es war ein wunderlicher Krieg,
Da Tod und Leben rungen,
Das Leben behielt den Sieg,
Es hat den Tod verschlungen.
Die Schrift hat verkündigt das,
Wie ein Tod den andern fraß,
Ein Spott aus dem Tod ist worden.
Halleluja!
  
6. Versus 5 B
Violino I/II, Viola I/II, Continuo
Hier ist das rechte Osterlamm,
Davon Gott hat geboten,
Das ist hoch an des Kreuzes Stamm
In heißer Lieb gebraten,
Das Blut zeichnet unsre Tür,
Das hält der Glaub dem Tode für,
Der Würger kann uns nicht mehr schaden.
Halleluja!
  
7. Versus 6 S T
Continuo
So feiern wir das hohe Fest
Mit Herzensfreud und Wonne,
Das uns der Herre scheinen lässt,
Er ist selber die Sonne,
Der durch seiner Gnade Glanz
Erleuchtet unsre Herzen ganz,
Der Sünden Nacht ist verschwunden.
Halleluja!
  
8. Versus 7 S A T B
Violino I/II e Cornetto col Soprano, Viola I e Trombone I coll’ Alto, Viola II e Trombone II col Tenore, Trombone III col Basso, Continuo
Wir essen und leben wohl
In rechten Osterfladen,
Der alte Sauerteig nicht soll
Sein bei dem Wort der Gnaden,
Christus will die Koste sein
Und speisen die Seel allein,
Der Glaub will keins andern leben.
Halleluja!

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Cornetto, Trombone I-III, Violino I/II, Viola I/II, Continuo
Entstehungszeitum 1707/08
TextMartin Luther 1524
Anlass1. Osterfesttag
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine ältere Aufführung mit Karl Richter (1968)

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