
Du Hirte Israels, höre, der Du Josef hütest wie Schafe! Erscheine, der Du thronst über den Cherubim, vor Ephraim, Benjamin und Manasse! Erwecke Deine Kraft und komm uns zu Hilfe! Gott, tröste uns wieder und laß leuchten Dein Antlitz, so ist uns geholfen.
HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst Du zürnen beim Gebet Deines Volkes? Du speisest sie mit Tränenbrot und tränkest sie mit einem großen Krug voll Tränen. Du läßest unsre Nachbarn sich um uns streiten, und unsre Feinde verspotten uns. Gott Zebaoth, tröste uns wieder und laß leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
Du hast einen Weinstock aus Ägypten geholt, hast vertrieben die Völker und ihn eingepflanzt. Du hast vor ihm Raum gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß er das Land erfüllt hat. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes. Du hast seine Ranken ausgebreitet bis an das Meer und seine Zweige bis an den Strom. Warum hast du denn seine Mauern zerbrochen, dass jeder seine Früchte abreißt, der vorübergeht? Es haben ihn zerwühlt die wilden Säue, und die Tiere des Feldes haben ihn abgeweidet.
Gott Zebaoth, wende Dich doch! Schau vom Himmel und sieh, nimm Dich dieses Weinstocks an! Schütze doch, was Deine Rechte gepflanzt hat, den Sohn, den Du Dir großgezogen hast! Sie haben ihn mit Feuer verbrannt wie Kehricht; vor dem Drohen Deines Angesichts sollen sie umkommen.
Deine Hand schütze den Mann deiner Rechten, den Sohn, den Du Dir großgezogen hast. So wollen wir nicht von Dir weichen. Laß uns leben, so wollen wir Deinen Namen anrufen. HERR, Gott Zebaoth, tröste uns wieder; laß leuchten Dein Antlitz, so ist uns geholfen.
Psalm 80. Ein Zeugnis und Psalm Asafs, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Christus spricht: „Kommt her zu mir, alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.“
Matthäus 11,28
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Es geht daher des Tages Schein; o Brüder, laßt uns dankbar sein dem gütigen und milden Gott, der uns die Nacht bewahret hat
Laßt uns Gott bitten diese Stund, herzlich singen mit gleichem Mund, begehren, daß er uns auch wollt bewahren heut in seiner Huld,
sprechen: O Gott von Ewigkeit, der du uns aus Barmherzigkeit mit Deiner großen Kraft und Macht bewahret hast in dieser Nacht,
Du wollest uns durch Deinen Sohn an diesem Tag auch Hilfe tun, daß nimmermehr ein Feind uns fällt, wenn unsern Seelen er nachstellt.
O Herre Gott, nimm unser wahr, sei unser Wächter immerdar; sei Schutzherr, König uns und Held, der uns voranzieht in das Feld.
Wir opfern uns Dir, Herre Gott, daß Du unser Herz, Wort und Tat wollest leiten nach Deinem Mut, daß unser Werk gerate gut.
Das bringen wir in Deinem Sohn zum Frühopfer vor Deinen Thron; darauf wir nun zu Deinem Lob mögen genießen Deiner Gab.
Michael Weiße 1531 (LKG 270)
Morgenlese
Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für Euch leide, und erfülle durch mein Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, das ist die Gemeinde. Ihr Diener bin ich geworden durch den Auftrag, den Gott mir für Euch gegeben hat, daß ich das Wort Gottes in seiner Fülle predige, nämlich das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen Zeiten und Geschlechtern, nun aber offenbart ist seinen Heiligen.
Denen wollte Gott kundtun, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Völkern ist, nämlich Christus in Euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Den verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, auf daß wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen. Dafür mühe ich mich auch ab und ringe in seiner Kraft, die mächtig in mir wirkt.
Kolosser 1,24-29
Abendlese
Ich ermahne Euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß Ihr Euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei Euer vernünftiger Gottesdienst.
Und stellt Euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert Euch durch Erneuerung Eures Sinnes, auf daß Ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter Euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich’s gebührt, sondern daß er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens.
Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß.
Römer 12,1-6








