Steh mir bei, HERR, mein Gott! (Psalm 109)

Jonas Mission im Pariser Psalter

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion dieser Andacht:

Wochenspruch aus Psalm 130,4

Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte.

Introitus Psalm 109, 21-31 (Ein Psalm Davids vorzusingen)

Aber Du, HERR, mein Herr,  sei Du mit mir um Deines Namens willen; denn Deine Gnade ist mein Trost: Errette mich! 

Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist zerschlagen in mir. Ich fahre dahin wie ein Schatten, der schwindet, und werde abgeschüttelt wie Heuschrecken. Meine Knie sind schwach vom Fasten, und mein Leib ist mager und hat kein Fett. Ich bin ihnen zum Spott geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf. 

Steh mir bei, HERR, mein Gott! Hilf mir nach Deiner Gnade, und laß sie innewerden, daß dies Deine Hand ist und Du, HERR, das tust. 

Fluchen sie, so segne Du. Erheben sie sich, so sollen sie zuschanden werden; aber Dein Knecht soll sich freuen. Die mich verklagen, sollen mit Schmach angezogen und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Mantel. 

Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen in der Menge. Denn er steht dem Armen zur Rechten, daß er ihm helfe von denen, die ihn verurteilen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 150 nach dem altkirchlichen Hymnus: “Rex Christe, factor omnium” Hildburghausen um 1900.

Christe, Du Schöpfer aller Welt, Du König, der die Gläub’gen hält, weil unser Bitten Dir gefällt, nimm unser Loblied an, o Held.

Kein Maß hat Deine Gnad gekannt, hat in Geduld mit starker Hand durch Leid am Kreuz gelöst das Band, das Adams Sünde um uns wand.

Vor dem die Sterne neigen sich, Du kamst ins Fleisch demütiglich, darin zu leiden williglich; in Todesschmerz Dein Leib erblich.

Die Hand gebunden ausgestreckt, zu lösen, was in Banden steckt, hast Du mit Gnad den Zorn bedeckt, den Menschenschuld in Gott erweckt.

Du hangst am Kreuze sterbend hier, und doch erbebt die Erd vor Dir, der Geist der Kraft geht aus von Dir, die stolze Welt erblaßt vor Dir.

Jetzt um Dein Siegerangesicht des ewgen Vaters Glanz sich flicht, jetzt mit des Geistes Kraft und Licht, o König Du, verlaß uns nicht.

Jona 3 und 4

Und es geschah das Wort des HERRN zum zweiten Mal zu Jona: Mach Dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich Dir sage! 

Da machte sich Jona auf und ging hin nach Ninive, wie der HERR gesagt hatte. Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tagereisen groß. Und als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagereise weit gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. 

Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen alle, Groß und Klein, den Sack zur Buße an. 

Und als das vor den König von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche und ließ ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des Königs und seiner Gewaltigen:

Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe etwas zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und heftig zu Gott rufen.

Und ein jeder kehre um von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände! Wer weiß, ob Gott nicht umkehrt und es ihn reut und er sich abwendet von seinem grimmigen Zorn, daß wir nicht verderben. 

Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie umkehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat’s nicht. 

Das aber verdroß Jona sehr, und er ward zornig und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist’s ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war.

Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wußte, daß Du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und läßt Dich des Übels gereuen. 

So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben. Aber der HERR sprach: Meinst Du, daß Du mit Recht zürnst? 

Und Jona ging zur Stadt hinaus und ließ sich östlich der Stadt nieder und machte sich dort eine Hütte; darunter setzte er sich in den Schatten, bis er sähe, was der Stadt widerfahren würde. 

Gott der HERR aber ließ einen Rizinus wachsen; der wuchs über Jona, daß er Schatten gab seinem Haupt und ihn errettete von seinem Übel. Und Jona freute sich sehr über den Rizinus. 

Aber am Morgen, als die Morgenröte anbrach, ließ Gott einen Wurm kommen; der stach den Rizinus, daß er verdorrte. Als aber die Sonne aufgegangen war, ließ Gott einen heißen Ostwind kommen, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, daß er matt wurde.

Da wünschte er sich den Tod und sprach: Ich möchte lieber tot sein als leben. Da sprach Gott zu Jona: Meinst Du, daß Du mit Recht zürnst um des Rizinus willen? Und er sprach: Mit Recht zürne ich bis an den Tod. 

Und der HERR sprach: Dich jammert der Rizinus, um den Du Dich nicht gemüht hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, der in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere? 

Jesaja 49, 14-21

Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. 

Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes. Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch Deiner nicht vergessen. 

Siehe, in die Hände habe ich Dich gezeichnet; Deine Mauern sind immerdar vor mir. Deine Erbauer eilen herbei, aber die Dich zerbrochen und zerstört haben, werden sich davonmachen. 

Hebe Deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu Dir. So wahr ich lebe, spricht der HERR: Du sollst mit diesen allen wie mit einem Schmuck angetan werden und wirst sie als Gürtel um Dich legen, wie eine Braut es tut. 

Denn Dein wüstes, zerstörtes und verheertes Land wird Dir alsdann zu eng werden, um darin zu wohnen, und Deine Verderber werden vor Dir weichen, sodaß Deine Söhne, Du Kinderlose, noch sagen werden vor Deinen Ohren: Der Raum ist mir zu eng; mach mir Platz, daß ich wohnen kann. 

Du aber wirst sagen in Deinem Herzen: Wer hat mir diese geboren? Ich war kinderlos und unfruchtbar, vertrieben und verstoßen. Wer hat mir diese aufgezogen? Siehe, ich war allein gelassen – wo waren denn diese? 

Schmalkaldische Artikel 3,IX,1-XV,5

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr (Im Frieden Gottes)

Jüdenstraße in der Lutherstadt Wittenberg gegen Abend.

Wochenspruch 2.Korinther 6,2b

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

Introitus Psalm 85,9-14

Könnte ich doch hören, was Gott der HERR redet, daß er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf daß sie nicht in Torheit geraten. 

Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, daß in unserm Lande Ehre wohne; 

daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; 

daß Treue auf der Erde wachse und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;

daß uns auch der HERR Gutes tue und unser Land seine Frucht gebe; 

daß Gerechtigkeit vor ihm her gehe und seinen Schritten folge. 

Kollekte

Gott des Lebens, Du weckst in uns Sehnsucht nach der Erneuerung dieser Welt, nach Frieden und Leben in Deinem Geist. Laß uns den Anbruch Deines Reiches unter uns erkennen. Mach uns zu Zeugen der Hoffnung, die Du uns schenkst in Deinem Sohn Jesus Christus, unserm Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in alle Ewigkeit. Amen.

Micha 4,1-5 (7b)

In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des Herrn Haus ist, feststehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben.

Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln!

Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter vielen Völkern richten und mächtige Nationen zurechtweisen in fernen Landen.

Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaoth hat’s geredet…Und der Herr wird König über sie sein auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit

Römer 8,18-25

Denn ich bin überzeugt, daß dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, daß die Kinder Gottes offenbar werden. Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit – ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat –, doch auf Hoffnung; denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes.

Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.

Hallelujavers Psalm 75,2

Wir danken Dir, Gott, wir danken Dir und verkündigen Deine Wunder, daß Dein Name so nahe ist.

Hl. Evangelium des St. Lukas 17,20-24 (25-30)

Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter Euch.

Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, in der Ihr begehren werdet, zu sehen einen der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen. Und sie werden zu Euch sagen: Siehe, da!, oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.

Zuvor aber muß er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. Und wie es geschah in den Tagen Noahs, so wird’s auch sein in den Tagen des Menschensohns: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie ließen sich heiraten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um.

Ebenso, wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tage aber, als Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um.

Auf diese Weise wird’s auch gehen an dem Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden.

Nizänisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist;

welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden;

auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift,

und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten;

dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Graduallied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch 358 von Valerius Herberger, 1614

Valet will ich Dir geben, Du arge, falsche Welt; Dein sündlich böses Leben durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, hinauf steht mein Begier, da wird Gott herrlich lohnen dem, der ihm dient allhier.

Rat mir nach Deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn. Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon; verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß mich selig abscheiden, setz mich in Dein Erbgut.

In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zu Trost in meiner Not, wie Du, Herr Christ, so milde, Dich hast geblut’ zu Tod.

Verbirg mein Seel aus Gnaden in Deiner offnen Seit, rück sie aus allem Schaden zu Deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins himmlisch Schloß; der ist ewig genesen, wer bleibt in Deinem Schoß.

Schreib meinen Nam aufs beste ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel gar feste ins schöne Bündelein der’, die im Himmel grünen und vor Dir leben frei, so will ich ewig rühmen, daß Dein Herz treue sei.

Predigttext ist 1. Thessalonicher 5,1-6 (7-11)

Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Brüder, ist es nicht nötig, Euch zu schreiben; denn Ihr selbst wißt genau, daß der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. 

Wenn sie sagen: »Friede und Sicherheit«, dann überfällt sie schnell das Verderben wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entrinnen. 

Ihr aber seid nicht in der Finsternis, daß der Tag wie ein Dieb über Euch komme. Denn Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. 

So laßt uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern laßt uns wachen und nüchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da betrunken sind, die sind des Nachts betrunken. 

Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. 

Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben. 

Darum tröstet Euch untereinander und einer erbaue den andern, wie Ihr auch tut. 

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden +

4. Mose 6,24-26

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Gedenke, wie kurz mein Leben ist, wie vergänglich Du alle Menschen geschaffen hast! (Psalm 89,39ff)

Der Prophet Nathan konfrontiert König David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion dieser Andacht:

Wochenspruch aus Psalm 130,4

Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte.

Introitus Psalm 89,39ff: Eine Unterweisung Etans, des Esrachiters.

Aber nun hast Du verstoßen und verworfen und zürnst mit Deinem Gesalbten! Du hast zerbrochen den Bund mit Deinem Knecht und seine Krone entweiht in den Staub. Du hast eingerissen alle seine Mauern und hast zerstört seine Festungen. Es berauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden. 

Du hast die Rechte seiner Widersacher erhöht und alle seine Feinde erfreut. Auch hast Du die Kraft seines Schwerts weggenommen und läßest ihn nicht siegen im Streit. Du hast seinem Glanz ein Ende gemacht und seinen Thron zu Boden geworfen. Du hast die Tage seiner Jugend verkürzt und ihn bedeckt mit Schande. Sela. 

Wie lange, HERR, willst Du Dich immerfort verbergen und Deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? Gedenke, wie kurz mein Leben ist, wie vergänglich Du alle Menschen geschaffen hast! Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht sähe, der seine Seele errette aus des Todes Hand? Sela. 

Herr, wo ist Deine Gnade von einst, die Du David geschworen hast in Deiner Treue? Gedenke, Herr, an die Schmach Deiner Knechte, die ich trage in meiner Brust von all den vielen Völkern, mit der, HERR, Deine Feinde Dich schmähen, mit der sie schmähen die Spuren Deines Gesalbten! Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen! 

Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 240 von Christian Ludwig Scheidt, 1742

Aus Gnaden soll ich selig werden! Herz, glaubst Du’s oder glaubst Du’s nicht? Was willst Du Dich so zag gebärden? Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht, so muß auch dieses Wahrheit sein: aus Gnaden ist der Himmel Dein.

Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, die eignen Werke fallen hin; Gott, der aus Lieb im Fleisch erschienen, bringt uns den seligen Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht.

Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Worte preist, worauf all unser Glaube ruht, ist: Gnade durch des Lammes Blut.

Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch mir ist wohl. Ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht.

Jesaja 64,5-11

So wurden wir alle wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsre Sünden tragen uns davon wie der Wind. 

Niemand ruft Deinen Namen an oder macht sich auf, daß er sich an Dich halte; denn Du hast Dein Angesicht vor uns verborgen und läßt uns vergehen unter der Gewalt unsrer Schuld. 

Aber nun, HERR, Du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, Du bist unser Töpfer, und wir alle sind Deiner Hände Werk. HERR, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, daß wir alle Dein Volk sind! 

Deine heiligen Städte sind zur Wüste geworden, Zion ist zur Wüste geworden, Jerusalem liegt zerstört. Das Haus unsrer Heiligkeit und Herrlichkeit, in dem Dich unsre Väter gelobt haben, ist mit Feuer verbrannt, und alles, was wir Schönes hatten, ist zuschanden gemacht. 

HERR, willst Du bei alledem noch zögern und schweigen und uns so sehr niederschlagen? 

2. Samuel 12,1-10.13-14 (Nathan und König David)

Und der HERR sandte Nathan zu David. Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm:

Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein, das er gekauft hatte.

Und er nährte es, daß es groß wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern. Es aß von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und er hielt’s wie eine Tochter. 

Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er’s nicht über sich, von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas zuzurichten, der zu ihm gekommen war. Und er nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war. 

Da geriet David in großen Zorn über den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat. 

Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann!

So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe Dich zum König gesalbt über Israel und habe Dich errettet aus der Hand Sauls und habe Dir Deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen in Deinen Schoß, und habe Dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. 

Warum hast Du denn das Wort des HERRN verachtet, daß Du getan hast, was ihm mißfiel? Uria, den Hetiter, hast Du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast Du Dir zur Frau genommen, ihn aber hast Du umgebracht durch das Schwert der Ammoniter. Nun, so soll von Deinem Hause das Schwert nimmermehr lassen, weil Du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, daß sie Deine Frau sei. 

Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR Deine Sünde weggenommen; Du wirst nicht sterben. Aber weil Du die Feinde des HERRN durch diese Sache zum Lästern gebracht hast, wird der Sohn, der Dir geboren ist, des Todes sterben.

Schmalkaldische Artikel 3,VII,1-VIII,13 Von den Schlüsseln usw.

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! (Psalm 133)

Die Dreifaltigkeits Ikone von Andrej Rublëv (1360-1430) in der Tretjakov Gallerie, Moskau.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion dieser Andacht:

Wochenspruch aus Psalm 130,4

Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte.

Introitus Psalm 133: Von David, ein Wallfahrtslied.

Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! 

Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions!

Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit.

Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 127 von Sebald Heyden 1525

O Mensch, bewein Dein Sünde groß, darum Christus seins Vaters Schoß äußert und kam auf Erden; von einer Jungfrau rein und zart für uns er hier geboren ward, er wollt der Mittler werden, Den Toten er das Leben gab und tat dabei all Krankheit ab, bis sich die Zeit herdrange, daß er für uns geopfert würd, trüg unsrer Sünden schwere Bürd wohl an dem Kreuze lange.

So laßt uns nun ihm dankbar sein, daß er für uns litt solche Pein, nach seinem Willen leben. Auch laßt uns sein der Sünde feind, weil uns Gotts Wort so helle scheint, Tag, Nacht danach tun streben, die Lieb erzeigen jedermann, die Christus hat an uns getan mit seinem Leiden, Sterben. O Menschenkind, betracht das recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt, tu Dich davor bewahren!

1.Mose 4,17-24

Und Kain erkannte seine Frau; die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch. Dem Henoch aber wurde Irad geboren, Irad zeugte Mehujaël, Mehujaël zeugte Metuschaël, Metuschaël zeugte Lamech. 

Lamech aber nahm zwei Frauen, eine hieß Ada, die andere Zilla. Und Ada gebar Jabal; von dem sind hergekommen, die in Zelten wohnen und Vieh halten. Und sein Bruder hieß Jubal; von dem sind hergekommen alle Zither- und Flötenspieler. Zilla aber gebar auch, nämlich den Tubal-Kain; der machte die Werkzeuge für alle Erz- und Eisenschmiede.

Und die Schwester des Tubal-Kain war Naama. 

Und Lamech sprach zu seinen Frauen: Ada und Zilla, höret meine Rede, Ihr Frauen Lamechs, merkt auf, was ich sage: Einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule. Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal. 

1.Mose 18,20-33

Und der HERR sprach: Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorra, denn ihre Sünden sind sehr schwer. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob’s nicht so sei, damit ich’s wisse. 

Und die Männer wandten ihr Angesicht und gingen nach Sodom. Aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN und trat herzu und sprach: Willst Du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? 

Es könnten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest Du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin wären? Das sei ferne von Dir, daß Du das tust und tötest den Gerechten mit dem Gottlosen, sodaß der Gerechte wäre gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von Dir! Sollte der Richter aller Welt nicht gerecht richten? 

Der HERR sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben. 

Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, zu reden mit dem Herrn, wiewohl ich Erde und Asche bin. Es könnten vielleicht fünf weniger als fünfzig Gerechte darin sein; wolltest Du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen? Er sprach: Finde ich darin fünfundvierzig, so will ich sie nicht verderben. 

Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man könnte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen. 

Abraham sprach: Zürne nicht, Herr, daß ich noch mehr rede. Man könnte vielleicht dreißig darin finden. Er aber sprach: Finde ich dreißig darin, so will ich ihnen nichts tun. 

Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mit dem Herrn zu reden. Man könnte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen. 

Und er sprach: Ach, zürne nicht, Herr, daß ich nur noch einmal rede. Man könnte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen. 

Und der HERR ging weg, nachdem er aufgehört hatte, mit Abraham zu reden; und Abraham kehrte wieder um an seinen Ort. 

Schmalkaldische Artikel 3,III,41-VI,5

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet! (Psalm 61)

“Jakobs und Esaus Versöhnung” von Peter Paul Rubens (1577-1640)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion dieser Andacht:

Wochenspruch aus Psalm 130,4

Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte.

Introitus Psalm 61. Von David, vorzusingen, beim Saitenspiel.

Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu Dir, denn mein Herz ist in Angst; Du wollest mich führen auf einen hohen Felsen. 

Denn Du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Laß mich wohnen in Deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter Deinen Fittichen. Sela. 

Denn Du, Gott, hörst meine Gelübde und gibst mir teil am Erbe derer, die Deinen Namen fürchten. Du wollest dem König langes Leben geben, daß seine Jahre währen für und für, daß er immer throne vor Gott.

Laß Güte und Treue ihn behüten! So will ich Deinem Namen lobsingen ewiglich, daß ich meine Gelübde erfülle täglich. 

Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 227,8-14. Paul Speratus, 1524

Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt einen hellen Schein, wenn er die Werk nicht lasset; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist Du aus Gott geboren.

Es wird die Sünd durchs G’setz erkannt und schlägt das G’wissen nieder, das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht: „Nur kreuch zum Kreuz herzu, Im G’setz ist weder Rast noch Ruh Mit allen seinen Werken!“

Die Werk, die kommen g’wißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werke sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken.

Die Hoffnung wart’ der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen.

Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß Dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß Dir gewisser sein, und ob Dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch Dir nicht grauen.

Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutheit willen Gott Vater, Sohn, und Heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns ang’fangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name;

sein Reich zukomm; sein Will auf Erd g’scheh wie im Himmelsthrone; das täglich Brot noch heut uns werd; woll unsrer Schuld verschonen, wie wir auch unsern Schuldnern tun; laß uns nicht in Versuchung stehn; lös uns vom Übel. Amen.

1.Mose (Genesis) 4,1-16 (Kain und Abel)

Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mithilfe des HERRN. Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann. 

Es begab sich aber nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.

Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst Du? Und warum senkst Du Deinen Blick? Ist’s nicht so: Wenn Du fromm bist, so kannst Du frei den Blick erheben. Bist Du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach Dir hat sie Verlangen; Du aber herrsche über sie. 

Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Laß uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 

Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist Dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? 

Er aber sprach: Was hast Du getan? Die Stimme des Blutes Deines Bruders schreit zu mir von der Erde. Und nun: Verflucht seist Du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und Deines Bruders Blut von Deinen Händen empfangen. Wenn Du den Acker bebauen wirst, soll er Dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst Du sein auf Erden. 

Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Schuld ist zu schwer, als daß ich sie tragen könnte. Siehe, Du treibst mich heute vom Acker, und ich muß mich vor Deinem Angesicht verbergen und muß unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir’s gehen, daß mich totschlägt, wer mich findet. 

Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, der ihn fände. So ging Kain hinweg von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseits von Eden, gegen Osten. 

1.Mose (Genesis) 33,1-16 (Jakob und Esau)

Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er verteilte seine Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde und stellte die Mägde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern dahinter und Rahel mit Josef zuletzt. Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal zur Erde, bis er zu seinem Bruder kam. 

Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte ihn, und sie weinten.

Und Esau hob seine Augen auf und sah die Frauen mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei Dir? Er antwortete: Es sind die Kinder, die Gott Deinem Knecht beschert hat. Und die Mägde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. Lea trat auch herzu mit ihren Kindern, und sie neigten sich vor ihm. Danach traten Josef und Rahel herzu, und sie neigten sich auch vor ihm. 

Und Esau sprach: Was willst Du mit dem ganzen Lager, auf das ich gestoßen bin? Er antwortete: Daß ich Gnade fände vor meinem Herrn. Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte, was Du hast. 

Jakob antwortete: Ach nein! Hab ich Gnade gefunden vor Dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah Dein Angesicht, als sähe ich Gottes Angesicht, und Du hast mich freundlich angesehen. Nimm doch meine Segensgabe an, die Dir gebracht wurde; denn Gott hat sie mir beschert, und ich habe von allem genug. So nötigte er ihn, daß er sie nahm. 

Und Esau sprach: Laß uns aufbrechen und fortziehen; ich will mit Dir ziehen. Er aber sprach zu ihm: Mein Herr weiß, daß ich zarte Kinder bei mir habe, dazu säugende Schafe und Kühe; wenn sie auch nur einen Tag übertrieben würden, würde mir die ganze Herde sterben. 

Mein Herr ziehe vor seinem Knechte her. Ich will gemächlich hintennach treiben, wie das Vieh und die Kinder gehen können, bis ich komme zu meinem Herrn nach Seïr. Esau sprach: So will ich doch bei Dir lassen etliche von meinen Leuten. Er antwortete: Ist das denn nötig? Laß mich nur Gnade vor meinem Herrn finden. 

So zog Esau an jenem Tage wiederum seines Weges nach Seïr. 

Schmalkaldische Artikel 3,III,27-40

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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Ich hebe meine Augen auf zu Dir, der Du im Himmel thronst. (Psalm 123)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion dieser Andacht:

Wochenspruch aus Psalm 130,4

Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte.

Introitus. Psalm 123. Ein Wallfahrtslied.

Ich hebe meine Augen auf zu Dir, der Du im Himmel thronst. 

Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so sehen unsre Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnädig werde. 

Sei uns gnädig, HERR, sei uns gnädig; denn übersatt sind wir der Verachtung. Übersatt ist unsere Seele von der Stolzen Spott und der Hoffärtigen Verachtung. 

Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 227,1-7. Paul Speratus, 1524

Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Güte; die Werk, die helfen nimmermehr, sie können nicht behüten. Der Glaub sieht Jesus Christus an, der hat für uns genug getan, er ist der Mittler worden.

Was Gott im G’setz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhob sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom G’setz erfordert allermeist; es war mit uns verloren.

Es war ein falscher Wahn dabei, Gott hätt sein G’setz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sünd’ge Art, in unserm Fleisch verborgen.

Nicht möglich war es, diese Art aus eignen Kräften lassen. Wiewohl es oft versuchet ward, doch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn Gleisnerswerk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren.

Doch mußt’ das G’setz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben. Drum schickt’ Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle.

Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehr denn: „Lieber Herre mein, Dein Tod wird mir das Leben sein, Du hast für mich bezahlet!“

Daran ich keinen Zweifel trag, Dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst Du, daß kein Mensch verzag, das wirst Du nimmer lügen –: „Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himmel erkauft, daß er nicht werd verloren.“

Epistolische Lektion 2.Korinther 2,1-11

Ich hatte nun dies bei mir beschloßen, daß ich nicht abermals in Traurigkeit zu Euch käme. Denn wenn ich Euch traurig mache, wer macht mich dann fröhlich? Der, der von mir traurig gemacht wird? 

Und ebendies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen traurig gemacht werde, über die ich mich freuen sollte. Habe ich doch zu Euch allen das Vertrauen, daß meine Freude Euer aller Freude ist. 

Denn ich schrieb Euch aus großer Bedrängnis und Angst des Herzens unter vielen Tränen; nicht damit Ihr betrübt werdet, sondern damit Ihr die Liebe erkennt, die ich habe, besonders zu Euch.

Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – Euch alle. Es ist genug, daß derselbe von den meisten gestraft ist, sodaß Ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf daß er nicht in allzu große Traurigkeit versinke. 

Darum ermahne ich Euch, daß Ihr Liebe an ihm beweist. Denn darum habe ich auch geschrieben, damit ich erkenne, ob Ihr rechtschaffen seid, gehorsam in allen Stücken. Wem aber Ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch.

Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um Euretwillen vor Christi Angesicht, auf daß wir nicht überlistet werden vom Satan; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat. 

Evangelium bei St. Lukas 17,1-4

Er sprach aber zu seinen Jüngern:

Es ist unmöglich, daß keine Verführungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen! Es wäre besser für ihn, daß man einen Mühlstein um seinen Hals hängte und würfe ihn ins Meer, als daß er einen dieser Kleinen zum Bösen verführt. 

Hütet Euch! Wenn Dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er umkehrt, vergib ihm. Und wenn er siebenmal am Tag an Dir sündigen würde und siebenmal wieder zu Dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst Du ihm vergeben. 

Schmalkaldische Artikel 3,III,15-26

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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Löhe zum Gleichnis vom Schalksknecht (Mt.18,23-35)

Jan Luyken: Gleichnis vom Schalksknecht, Radierung (18. Jh.)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 22. Sonntag nach Trinitatis an Hand von Jesu Gleichnis vom Schalksknechten über Versöhnlichkeit bzw Unversöhnlichkeit wie vom heiligen Evangelisten Matthäus im 18. Kapitel in den Versen 23-35 anschaulich dargestellt wurde.

Und vorgelesen:


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Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf Dich hoffen. (Psalm 33)

Josef wird von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft – Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (12. Jahrhundert)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion dieser Andacht:

Wochenspruch aus Psalm 130,4

Denn bei Dir ist die Vergebung, daß man Dich fürchte.

Introitus Psalm 33

Freuet Euch des HERRN, Ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn recht preisen. Danket dem HERRN mit der Harfe; lobsinget ihm zur Harfe von zehn Saiten! Singet ihm ein neues Lied; spielt schön auf den Saiten mit fröhlichem Schall! Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiß. 

Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Güte des HERRN. Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes. Er hält die Wasser des Meeres zusammen wie in einem Schlauch und sammelt in Kammern die Fluten. Alle Welt fürchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet. Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da. 

Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wehrt den Plänen der Völker. Aber der Ratschluß des HERRN bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! Der HERR schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder. Von seinem festen Thron sieht er auf alle, die auf Erden wohnen. Der ihnen allen das Herz geschaffen hat, achtet auf alle ihre Werke. 

Einem König hilft nicht seine große Macht; ein Held kann sich nicht retten durch seine große Kraft. Rosse helfen auch nicht; da wäre man betrogen; und ihre große Stärke errettet nicht. Siehe, des HERRN Auge sieht auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, daß er ihre Seele errette vom Tode und sie am Leben erhalte in Hungersnot. Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist uns Hilfe und Schild. Denn unser Herz freut sich seiner, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf Dich hoffen. 

Tageslied aus dem Lutherischen Kirchengesang Nr. 216 nach dem Außer immensam (Wittenberg 16. Jahrhundert) von Martin Moller, 1584.

Nimm von uns, Herr, Du treuer Gott, die schwere Straf und große Not, die wir mit Sünden ohne Zahl verdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feur und großem Leid.

Erbarm Dich Deiner bösen Knecht, wir bitten Gnad und nicht das Recht; denn so Du, Herr, den rechten Lohn uns geben wolltst nach unserm Tun, so müßt die ganze Welt vergehn und könnt kein Mensch vor Dir bestehn.

Ach Herr Gott, durch die Treue Dein mit Trost und Rettung uns erschein. Beweis an uns Dein große Gnad und straf uns nicht auf frischer Tat, wohn uns mit Deiner Güte bei, Dein Zorn und Grimm fern von uns sei.

Warum willst Du doch zornig sein über uns arme Würmelein? Weißt Du doch wohl, Du großer Gott, daß wir nichts sind den Erd und Kot; es ist ja vor Deim Angesicht unser Schwachheit verborgen nicht.

Die Sünd hat uns verderbet sehr, der Teufel plagt uns noch viel mehr, die Welt und unser Fleisch und Blut uns allezeit verführen tut. Solch Elend kennst Du, Herr, allein, ach laß es Dir zu Herzen gehn.

Gedenk an Deines Sohnes Tod, sieh an sein heilig Wunden rot. Die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit.

Leit uns mit Deiner rechten Hand und segne unser Stadt und Land; gib uns allzeit Dein heilig Wort, behüt vors Teufels List und Mord; ein selig End wollst uns verleihn, auf da wir ewig bei Dir sein.

Lesung aus dem 1. Mose 50,15-21 (Joseph und seine Brüder)

Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit vergelten, die wir an ihm getan haben. 

Darum ließen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach:  So sollt Ihr zu Josef sagen: Vergib doch Deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, daß sie so übel an Dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes Deines Vaters!

Aber Josef weinte, als man ihm solches sagte. 

Und seine Brüder gingen selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind Deine Knechte. Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet Euch nicht!

Stehe ich denn an Gottes statt? Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk. So fürchtet Euch nun nicht; ich will Euch und Eure Kinder versorgen.

Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen. 

Lesung aus dem Buche Esra 9,5-8.13-15

Und um das Abendopfer stand ich auf von meiner Buße mit zerrissenem Gewand und Mantel und fiel auf meine Knie und breitete meine Hände aus zu dem HERRN, meinem Gott, und sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu Dir, mein Gott; denn unsere Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß bis an den Himmel. 

Von der Zeit unserer Väter an sind wir in großer Schuld bis auf diesen Tag, und um unserer Missetat willen sind wir und unsere Könige und Priester in die Hand der Könige der Länder gegeben worden, ins Schwert, in Gefangenschaft, zum Raub und zur Schmach, so wie es heute ist. 

Nun aber ist uns einen kleinen Augenblick Gnade vor dem HERRN, unserm Gott, geschehen, da er uns noch Errettete übrig gelassen und uns einen festen Halt an seiner heiligen Stätte gegeben hat, daß unser Gott unsere Augen aufleuchten und uns ein wenig aufleben ließ in unserer Knechtschaft. 

Aber nach allem, was über uns gekommen ist um unserer bösen Werke und großen Schuld willen – doch Du, unser Gott, hast unsere Missetat nicht bestraft, wie wir’s verdient hätten, und hast uns diese Schar von Erretteten gegeben –, sollten wir wiederum Deine Gebote übertreten, daß wir uns verschwägerten mit den Völkern, die diese Gräuel tun?

Wirst Du nicht über uns zürnen, bis es ganz aus ist, sodaß es weder einen Rest noch Entronnene gibt? HERR, Gott Israels, Du bist gerecht; denn wir sind übrig geblieben als Errettete, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor Dir in unserer Schuld; denn darum kann niemand bestehen vor Dir. 

Abschnitt aus den Schmalkaldischen Artikeln 3,II,1-III,14

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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Gott, mein Ruhm, schweige nicht! (Psalm 109)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion:

Wochenspruch aus 2. Timotheus 2,5

Und so jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.

Introitus Psalm 109,2-20. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

Gott, mein Ruhm, schweige nicht! Denn ihr Mund ist voll Frevel, ihr Lügenmaul haben sie wider mich aufgetan. Sie reden wider mich mit falscher Zunge und reden giftig wider mich allenthalben und streiten wider mich ohne Grund. Dafür, daß ich sie liebe, feinden sie mich an; ich aber bete. Sie erweisen mir Böses für Gutes und Haß für meine Liebe. 

Gib ihm einen Frevler zum Gegner, und ein Ankläger stehe zu seiner Rechten. Wenn er gerichtet wird, soll er schuldig gesprochen werden, und sein Gebet werde zur Sünde. Seiner Tage sollen wenige werden, und sein Amt soll ein andrer empfangen. Seine Kinder sollen Waisen werden und seine Frau eine Witwe. Seine Kinder sollen umherirren und betteln und vertrieben werden aus ihren Trümmern. 

Es soll der Gläubiger alles fordern, was er hat, und Fremde sollen seine Güter rauben. Und niemand soll ihm Gutes tun, und niemand erbarme sich seiner Waisen. Seine Nachkommen sollen ausgerottet werden, ihr Name soll schon im zweiten Glied getilgt werden. Der Schuld seiner Väter soll gedacht werden vor dem HERRN, und seiner Mutter Sünde soll nicht getilgt werden. Der HERR soll sie nie mehr aus den Augen lassen, und ihr Andenken soll ausgerottet werden auf Erden, weil er so gar keine Barmherzigkeit übte, sondern verfolgte den Elenden und Armen und den Betrübten, ihn zu töten. 

Er liebte den Fluch, so komme er auch über ihn; er wollte den Segen nicht, so bleibe er auch fern von ihm. Er zog den Fluch an wie sein Hemd; der drang in sein Inneres wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine; er werde ihm wie ein Kleid, das er anhat, und wie ein Gürtel, mit dem er allezeit sich gürtet. So geschehe denen vom HERRN, die mich verklagen und die Böses reden wider mich. 

Lutherisches Kirchengesangbuch 205 von Dr. Martin Luther, 1528 (Psalm 46)

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seinsgleichen.

Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst Du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten.

Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht: ein Wörtlein kann ihn fällen.

Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin, sie habens kein’ Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben.

1.Johannes 2,15-17

Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. 

1.Korinther 7, 29-31

Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Auch sollen die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.

Schmalkaldische Artikel 2, IV,12-3,I,11

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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22. Sonntag nach Trinitatis (In Gottes Schuld)

Michael Mathias Prechtl (1926-2003): “Martin Luther, inwendig voller Figur” (1983)

Wochenspruch aus Psalm 130,4

Denn bei Dir ist die Vergebung, dass man Dich fürchte.

Kollekte

Barmherziger, gütiger Gott, Du vergibst uns reichlich und täglich alle unsre Sünde.

Gib uns Deinen heiligen Geist, daß er Deine Barmherzigkeit in unsere Herzen schreibe damit auch wir einander willig vergeben.

Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Introitus Psalm 143,1-9

HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um Deiner Treue willen, erhöre mich um Deiner Gerechtigkeit willen, und geh nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn vor Dir ist kein Lebendiger gerecht.

Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden, er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind. Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe.

Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all Deine Taten und spreche von den Werken Deiner Hände. Ich breite meine Hände aus zu Dir, meine Seele dürstet nach Dir wie ein dürres Land. Sela.

HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg Dein Antlitz nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. Laß mich am Morgen hören Deine Gnade; denn ich hoffe auf Dich.

Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach Dir. Errette mich, HERR, von meinen Feinden; zu Dir nehme ich meine Zuflucht.

Alttestamentliche Lesung Jesaja 44,21-23

Gedenke daran, Jakob, und Du, Israel, denn Du bist mein Knecht. Ich habe Dich bereitet, daß Du mein Knecht seist. Israel, ich vergesse Dich nicht!

Ich tilge Deine Missetat wie eine Wolke und Deine Sünden wie den Nebel.

Kehre Dich zu mir, denn ich erlöse Dich!

Jauchzet, Ihr Himmel, denn der HERR hat’s getan! Jubelt, Ihr Tiefen der Erde! Ihr Berge, frohlocket mit Jauchzen, der Wald und alle Bäume darin! Denn der HERR hat Jakob erlöst, an Israel verherrlicht er sich.

Epistolische Lektion Römer 7,14-25 (Predigttext)

Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich.

Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, stimme ich dem Gesetz zu, daß es gut ist. So tue ich das nicht mehr selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt.

Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.

So finde ich nun das Gesetz: Mir, der ich das Gute tun will, hängt das Böse an. Denn ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.

Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Verstand dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.

Das heilige Evangelium beim seligen Evangelisten Matthäus 18:21-35

Da trat Petrus hinzu und sprach zu Jesus: Herr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist’s genug siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.

Darum gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.

Da er’s nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu zahlen.

Da fiel der Knecht nieder und flehte ihn an und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will Dir’s alles bezahlen.

Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei und die Schuld erließ er ihm auch.

Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was Du schuldig bist!

Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will Dir’s bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war.

Als nun seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte.

Da befahl ihn sein Herr zu sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich Dir erlassen, weil Du mich gebeten hast; hättest Du Dich da nicht auch erbarmen sollen über Deinen Mitknecht, wie ich mich über Dich erbarmt habe?

Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er schuldig war.

So wird auch mein himmlischer Vater an Euch tun, wenn Ihr nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder.

Wochenlied LKG 216 nach dem “Aufer immensam” von Martin Moller, 1584.

Nimm von uns, Herr, Du treuer Gott, die schwere Straf und große Rut, die wir mit Sünden ohne Zahl verdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feur und großem Leid.

Erbarm Dich Deiner bösen Knecht, wir bitten Gnad und nicht das Recht; denn so Du, Herr, den rechten Lohn uns geben wolltst nach unserm Tun, so müsst die ganze Welt vergehn und könnt kein Mensch vor Dir bestehn.

Ach Herr Gott, durch die Treue Dein mit Trost und Rettung uns erschein. Beweis an uns Dein große Gnad und straf uns nicht auf frischer Tat, wohn uns mit Deiner Güte bei, Dein Zorn und Grimm fern von uns sei.

Warum willst Du doch zornig sein über uns arme Würmelein? Weißt Du doch wohl, Du großer Gott, daß wir nichts sind denn Erd und Kot; es ist ja vor Deim Angesicht unser Schwachheit verborgen nicht.

Die Sünd hat uns verderbet sehr, der Teufel plagt uns noch viel mehr, die Welt und unser Fleisch und Glut uns allezeit verführen tut. Solch Elend kennst Du, Herr, allein, ach laß es Dir zu Herzen gehn.

Gedenk an Deins Sohnes bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden rot. Die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit.

Leit uns mit Deiner rechten Hand und segne unser Stadt und Land; gib uns allzeit Dein heilig Wort, behüt vors Teufels List und Mord; verleih ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei Dir sein.

Das Nizänische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus,  Gottes eingeborenen Sohn,  der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt,  Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche.  Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Luther´s Evangeliumspredigt zu diesem Sonntag

Gebet der Kirche

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr laße Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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