Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln (Psalm 37,25ff)

Die Wartburg (Thüringen)

Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln. Er ist allezeit barmherzig und leiht gerne, und seine Nachkommen werden zum Segen sein. Laß ab vom Bösen und tue Gutes, so bleibst Du wohnen immerdar. Denn der HERR hat das Recht lieb und verlässt seine Heiligen nicht. Ewiglich werden sie bewahrt, aber das Geschlecht der Frevler wird ausgerottet. Die Gerechten werden das Land ererben und darin wohnen allezeit. 

Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, und seine Zunge redet das Recht. Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Tritte gleiten nicht. Der Frevler lauert dem Gerechten auf und sucht ihn zu töten. Aber der HERR läßt ihn nicht in seiner Hand und verdammt ihn nicht, wenn er verurteilt wird. 

Harre auf den HERRN und halte Dich auf seinem Weg, so wird er Dich erhöhen, daß Du das Land erbest; Du wirst es sehen, dass die Frevler ausgerottet werden. Ich sah einen Frevler, der pochte auf Gewalt und machte sich breit und grünte wie eine Zeder. Da man vorüberging, siehe, da war er dahin. Ich fragte nach ihm; doch ward er nirgends gefunden. 

Bleibe fromm und halte Dich recht; denn einem solchen wird es zuletzt wohlgehen. Die Übertreter aber werden allesamt vertilgt, und die Frevler werden zuletzt ausgerottet. Aber der HERR hilft den Gerechten, er ist ihre Stärke in der Not. Und der HERR wird ihnen beistehen und sie erretten; er wird sie von den Frevlern erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn. 

Psalm 37,24-40

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ehre sei Dir, Christe, der Du littest Not, an dem Stamm des Kreuzes für uns bittern Tod,
 herrschest mit dem Vater in der Ewigkeit:
 hilf uns armen Sündern zu der Seligkeit.
 Kyrie eleison,
Christe eleison,
Kyrie eleison.

Nach dem Gesang “Laus tibi Christe” (14.Jhd) 1560. LKG 131

Morgenlese

Und da Ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt Euer Leben in Gottesfurcht, solange Ihr hier in der Fremde weilt; denn Ihr wisst, daß Ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von Eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. 

Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um Euretwillen, die Ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodaß Ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.

Habt Ihr Eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungeheuchelter Bruderliebe, so habt Euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen. Denn Ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. 

1.Petrus 1,17-23

    Abendlese

    Darum umgürtet Eure Lenden und stärkt Euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die Euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 

    Als gehorsame Kinder gebt Euch nicht den Begierden hin, in denen Ihr früher in Eurer Unwissenheit lebtet; sondern wie der, der Euch berufen hat, heilig ist, sollt auch Ihr heilig sein in Eurem ganzen Wandel. 

    Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.«

    1.Petrus 1,13-16

    Bekenntnislese Apologie 27,45-57 f(Klostergelübde)

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

    Posted in Okuli | Tagged , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

    P. Wilhelm Löhe predigt an Okuli (Lukas 11,14-28)

    Pastor Johan Konrad Wilhelm Löhe (1850)

    Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am dritten Sonntag in den Fasten (Okuli) über die Heilung des Stummen und der Seligpreisung einer Zuhörerin beim Sieg Jesu über den Teufel wie der heilige Evangelist Sankt Lukas 11,14-28 berichtet. Unser Herr Jesus Christus verspricht: “Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren!”

    Vorgelesen zum Mithören:

    Posted in Okuli | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

    J.S. Bach: “Widerstehe doch der Sünde” (BWV 54)

    Johann Sebastian Bach (1746) von Elias Gottlob Haußmann (1695-1774) im Alten Rathaus (Leipzig)

    Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die kurze Kantate BWV 54: “Widerstehe doch der Sünde” (BWV 54).

    Der Text dank Walter F. Bischof (U Alberta):

    Widerstehe doch der Sünde
      
    1. Aria A
    Violino I/II, Viola I/II, Continuo
    Widerstehe doch der Sünde,
    Sonst ergreifet dich ihr Gift.
        Lass dich nicht den Satan blenden;
        Denn die Gottes Ehre schänden,
        Trifft ein Fluch, der tödlich ist.
      
    2. Recitativo A
    Continuo
    Die Art verruchter Sünden
    Ist zwar von außen wunderschön;
    Allein man muss
    Hernach mit Kummer und Verdruss
    Viel Ungemach empfinden.
    Von außen ist sie Gold;
    Doch, will man weiter gehn,
    So zeigt sich nur ein leerer Schatten
    Und übertünchtes Grab.
    Sie ist den Sodomsäpfeln gleich,
    Und die sich mit derselben gatten,
    Gelangen nicht in Gottes Reich.
    Sie ist als wie ein scharfes Schwert,
    Das uns durch Leib und Seele fährt.
      
    3. Aria A
    Violino I/II, Viola I/II, Continuo
    Wer Sünde tut, der ist vom Teufel,
    Denn dieser hat sie aufgebracht.
        Doch wenn man ihren schnöden Banden
        Mit rechter Andacht widerstanden,
        Hat sie sich gleich davongemacht.

    Hier eine Aufnahme mit Marga Höffgen aus dem Jahre 1961 und mehr zum Hintergrund der kurzen Kantate, die zur Epistel des Sonntags Okuli paßt.

    Posted in J.S. Bach | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

    Die Himmel erzählen die Ehre Gottes (Psalm 19)

    Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn. Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen. 

    Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim. Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn. 

    Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben von großer Missetat. Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes / und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser. 

    Psalm19. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

    Lukas 9,62

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile mit Hülf und Rettung uns erscheine; steure Dein Feinden, ihre Blutgerichte mache zu nichte.

    Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; Alles was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder.

    Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Polizei gewähre, Friede dem Herzen, friede dem Gewissen, gib zu genießen.

    Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o Du Wächter Deiner armen Heerde, Himmel und Erde.

    Matthäus Apelles von Löwenstern, 1644 (LKG 58)

    Morgenlese

    Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! Dieser ist’s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er offenbar werde für Israel, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser. 

    Und Johannes bezeugte es und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist’s, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.

    Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger; und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.

    Johannes 1,29-37

    Abendlese

    Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde kamen, und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn? Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet mir freilich dies Sprichwort sagen: Arzt, hilf Dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört, die in Kapernaum geschehen sind! Tu so auch hier in Deiner Vaterstadt! 

    Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seinem Vaterland. Aber wahrhaftig, ich sage Euch: Es waren viele Witwen in Israel zur Zeit des Elia, als der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate und eine große Hungersnot herrschte im ganzen Lande, und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt als allein nach Sarepta im Gebiet von Sidon zu einer Witwe. 

    Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa, und keiner von ihnen wurde rein als allein Naaman, der Syrer. Und alle, die in der Synagoge waren, wurden von Zorn erfüllt, als sie das hörten. Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. Aber er ging mitten durch sie hinweg.

    Lukas 4,22-30

    Bekenntnislese Apologie 27,34-44

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

    Posted in Okuli | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Der 3. Sonntag in den Fasten (Okuli)

    “Pflügender Bauer” von Walther Georgi (1871 – 1924)

    Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

    Lukas 9,62

    Introitus

    Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Das Antlitz des HERRN steht wider alle, die Böses tun, dass er ihren Namen ausrotte von der Erde. Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. 

    Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, dass nicht eines von ihnen zerbrochen wird.  

    Den Frevler wird das Unglück töten, und die den Gerechten hassen, fallen in Schuld. Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.

    Psalm 34,16-23

    Kollekte

    Allmächtiger Gott, Du läßt uns das Leiden und Sterben Deines Sohnes zu unserm Heil verkündigen: wir bitten Dich, gib uns ein offenes Herz, daß wir seine Liebe und seinen Gehorsam erkennen und ihm nachfolgen: unserm Herrn Jesus Christus, Deinem Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

    Evangelisch-Lutherische Kirchenagende (SELK) Bd.1. Herder: Freiburg u.a. 1996. S.69

    Alttestamentliche Lesung

    Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast!

    Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. 

    Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.

    Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.

    1. Könige 19,1-8

    Epistel

    So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch.

    (Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört, auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das ist ein Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenossen.)

    Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

    Epheser 5,1-2 (3-7) 8-9

    Heiliges Evangelium (Predigttext)

    Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.

    Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Er aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!

    Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

    Lukas 9,57-62

    Meine Predigt dazu:

    Der christliche Glaube

    Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

    Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

    Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

    Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

    Nizänum

    Graduallied

    Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile mit Hilf und Rettung uns erscheine; steure den Feinden, ihre Blutgerichte mache zu nichte, mache zu nichte.

    Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; alles, was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder, stürze darnieder.

    Frieden bei Kirch und Schule uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit gewähre. Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen, gib zu genießen, gib zu genießen.

    Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o Du Wächter Deiner armen Heerde, Himmel und Erde, Himmel und Erde.

    Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 (LKG 58)

    + Der Herr sei mit Euch +

    Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden +

    4. Mose 6,24-26

    Posted in Okuli | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Gott sandte seinen Knecht Mose und Aaron, den er erwählt hatte. (Psalm 105,25ff)

    President em Dr. Lawrence Rast (CTS Ft.Wayne, IN)

    Gott sandte seinen Knecht Mose und Aaron, den er erwählt hatte. Die taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams. Er sandte Finsternis und machte es finster; doch sie blieben ungehorsam seinen Worten.Er verwandelte ihre Wasser in Blut und tötete ihre Fische. Ihr Land wimmelte von Fröschen bis in die Kammern ihrer Könige. 

    Er gebot, da kam Ungeziefer, Stechmücken in all ihr Gebiet. Er gab ihnen Hagel statt Regen, Feuerflammen in ihrem Lande und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihrem Gebiet. Er gebot, da kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl; sie fraßen alles Gras in ihrem Lande, und fraßen auch die Frucht ihres Ackers. Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, alle Erstlinge ihrer Kraft. 

    Er führte sie heraus mit Silber und Gold; es war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen. Ägypten wurde froh, dass sie auszogen; denn Furcht vor ihnen war auf sie gefallen. Er breitete eine Wolke aus, sie zu decken, und ein Feuer, die Nacht zu erleuchten. Sie baten, da ließ er Wachteln kommen, und er sättigte sie mit Himmelsbrot. Er öffnete den Felsen, da strömten Wasser heraus, sie flossen dahin als Strom in der Wüste. 

    Denn er gedachte an sein heiliges Wort und an Abraham, seinen Knecht. So führte er sein Volk in Freuden heraus und seine Auserwählten mit Jubel und gab ihnen die Länder der Völker, dass sie die Güter der Nationen gewannen, damit sie hielten seine Gebote und seine Gesetze bewahrten. Halleluja! 

    Psalm 105,25ff

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Gott erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

    Römer 5,8

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarm Dich unser.

    Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarm Dich unser.

    Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, gib uns Deinen Frieden.

    Amen.

    Agnus Dei deutsch. Braunschweig, 1528 (LKG 5)

    Morgenlese

    Hört ein anderes Gleichnis:

    Es war ein Hausherr, der pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter darin und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes. Als nun die Zeit der Früchte herbeikam, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, damit sie seine Früchte empfingen. Da nahmen die Weingärtner seine Knechte: Den einen schlugen sie, den zweiten töteten sie, den dritten steinigten sie. 

    Abermals sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten mit ihnen dasselbe. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen und sagte sich: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie zueinander: Das ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbe an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. 

    Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er mit diesen Weingärtnern tun? Sie sprachen zu ihm: Er wird den Bösen ein böses Ende bereiten und seinen Weinberg andern Weingärtnern verpachten, die ihm die Früchte zur rechten Zeit geben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und er ist ein Wunder vor unsern Augen«? 

    Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt. Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen aber er fällt, den wird er zermalmen. Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen redete. Und sie trachteten danach, ihn zu ergreifen; aber sie fürchteten sich vor dem Volk, denn es hielt ihn für einen Propheten. 

    Matthäus 21,33-44

    Abendlese

    So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem, der verachtet ist von den Menschen und verabscheut vom Volk, zu dem Knecht der Tyrannen:

    Könige sollen sehen und aufstehen, und Fürsten sollen niederfallen um des HERRN willen, der treu ist, um des Heiligen Israels willen, der Dich erwählt hat.

    So spricht der HERR: Ich habe Dich erhört zur Zeit der Gnade und habe Dir am Tage des Heils geholfen und habe Dich bereitet und zum Bund für das Volk bestellt, daß Du das Land aufrichtest und das verwüstete Erbe zuteilst, zu sagen den Gefangenen: Geht heraus!, und zu denen in der Finsternis: Kommt hervor!

    Am Wege werden sie weiden und auf allen kahlen Höhen ihre Weide haben. Sie werden weder hungern noch dürsten, sie wird weder Hitze noch Sonne stechen; denn ihr Erbarmer wird sie führen und sie an die Wasserquellen leiten. 

    Ich will alle meine Berge zum ebenen Wege machen, und meine Pfade sollen gebahnt sein. Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene vom Norden und diese vom Meer und jene vom Lande Sinim. 

    Jauchzet, Ihr Himmel; freue Dich, Erde! Lobet, Ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden. 

    Jesaja 49,7-13

    Bekenntnislese AC 27,24-33 Von Klostergelübden

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

    Posted in Uncategorized | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Gott, es sind Heiden in Dein Erbe eingefallen (Psalm 79)

    Stadtgraben (Lutherstadt Wittenberg, 2026)

    Gott, es sind Heiden in Dein Erbe eingefallen; die haben Deinen heiligen Tempel entweiht und aus Jerusalem einen Steinhaufen gemacht. Sie haben die Leichname Deiner Knechte den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben und das Fleisch Deiner Heiligen den Tieren im Lande. Sie haben ihr Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser, und da war niemand, der sie begrub. Wir sind bei unsern Nachbarn zur Schmach geworden, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind. 

    Wie lange, HERR, willst Du immerfort zürnen? Wie lange wird Dein Eifer brennen wie Feuer? Schütte Deinen Grimm auf die Völker, die Dich nicht kennen, und auf die Königreiche, die Deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob gefressen und seine Stätte verwüstet. Rechne uns die Schuld der Väter nicht an, erbarme Dich unser bald, denn wir sind sehr elend. Hilf Du uns, Gott, unser Helfer, um Deines Namens Ehre willen! Errette uns und vergib uns unsre Sünden um Deines Namens willen! 

    Warum lässt Du die Heiden sagen: »Wo ist nun ihr Gott?« Lass unter den Heiden vor unsern Augen kundwerden die Vergeltung für das Blut Deiner Knechte, das vergossen ist. Laß vor Dich kommen das Seufzen der Gefangenen; durch Deinen starken Arm erhalte die Kinder des Todes und vergilt unsern Nachbarn siebenfach ihr Schmähen, mit dem sie Dich, Herr, geschmäht haben. Wir aber, Dein Volk, die Schafe Deiner Weide, danken Dir ewiglich und verkünden Deinen Ruhm für und für. 

    Psalm 79. Ein Psalm Asafs.

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Gott erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

    Römer 5,8

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, der sich zum Vater geben hat, daß wir seine Kinder werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und Seel auch wohl bewahren; allem Unfall will er wehren, kein Leid soll uns widerfahren. Er sorget für uns, hüt und wacht; es steht alles in seiner Macht.

    Wir glauben auch an Jesus Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den Heilgen Geist im Glauben; für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott.

    Wir glauben an den Heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Schwachen Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganz Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben werden, das Fleisch soll auch wieder leben. Nach diesem Elend st bereit uns ein Leben in Ewigkeit.

    Amen.

    “Das deutsche patrem” Dr. Martin Luther 1524. (LKG 4)

    Morgenlese

    So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: »Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt.« Wie er auch an anderer Stelle spricht: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.« 

    Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. 

    Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. 

    Hebräer 5,5-10

    Abendlese

    Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, Du Same Abrahams, meines Geliebten, Du, den ich fest ergriffen habe von den Enden der Erde her und berufen von ihren Grenzen, zu dem ich sprach: Du sollst mein Knecht sein; ich erwähle Dich und verwerfe Dich nicht –, fürchte Dich nicht, ich bin mit Dir; weiche nicht, denn ich bin Dein Gott. Ich stärke Dich, ich helfe Dir auch, ich halte Dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. 

    Siehe, zu Spott und zuschanden sollen werden alle, die Dich hassen; sie sollen werden wie nichts und die Leute, die mit Dir streiten, sollen umkommen. Wenn Du nach ihnen fragst, wirst Du die nicht finden, die mit Dir hadern. Es sollen werden wie nichts und ein Ende haben, die Dich bekämpfen. Denn ich bin der HERR, Dein Gott, der Deine rechte Hand fasst und zu Dir spricht: Fürchte Dich nicht, ich helfe Dir! Fürchte Dich nicht, Du Würmlein Jakob, Du armer Haufe Israel. Ich helfe Dir, spricht der HERR, und Dein Erlöser ist der Heilige Israels. 

    Jesaja 41,8-14

    Bekenntnislese Apologie XXVII;13-23 Von den Klostergelübden.

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

    Posted in Reminiscere | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Das 2. Hauptstück: Der christliche Glaube (Dr. Martin Luthers Kleiner Katechismus)

    Der 1. Artikel: Von der Schöpfung

    Dr. Martin Luther im Kleinem Katechismus über den christlichen Glauben wie es für die evangelisch-lutherische Kirchen und Schulen des Königreichs Hannover (1862) im 3.Buch (S. 75-) übernommen wurde und hier vorgelesen wird.

    Hier folgt der 1. Artikel BSLK 510-511

    Und Dr. Martin Luthers Erläuterungen zum christlichen Glauben im Großen Katechimus.

    Posted in Kleine Katechismus | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

    Dr. Martin Luther zum Glauben (Apostolikum)

    “Gesetz und Gnade” von Lucas Cranach d.Ä (1472-1553) zu sehen in Schloß Friedenstein, Gotha.

    Dr. Martin Luther (1483-1546) hat im April 1529 den Großen Katechismus herausgebracht. Er wurde gut fünfzig Jahre später – wie der Kleine auch – ins Konkordienbuch (1580) übernommen.

    Die Erklärung zum christlichen Glauben sind in den BSLK nachzulesen S.646-662:

    Professor Dr. Detlev Lehmann (* 20. Juni 1934 in Königsberg; † 15. Juli 1988 in Oberursel i.T.) hat den Großen Katechismus 1982 in heutiges Deutsch übersetzt. Hier wird der christliche Glaube vorgelesen:

    Posted in Großer Katechismus | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Gott steht auf; so werden seine Feinde zerstreut, und die ihn hassen, fliehen vor ihm. (Psalm 68)

    Altar in der Kapelle (Alte Lateinschule, Lutherstadt Wittenberg)

    Gott steht auf; so werden seine Feinde zerstreut, und die ihn hassen, fliehen vor ihm. Wie Rauch verweht, so verwehen sie; wie Wachs zerschmilzt vor dem Feuer, so kommen die Frevler um vor Gott. Die Gerechten aber freuen sich und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen. 

    Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Macht Bahn dem, der auf den Wolken einherfährt; er heißt HERR. Freuet Euch vor ihm! Ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung, ein Gott, der die Einsamen nach Hause bringt, der die Gefangenen herausführt, daß es ihnen wohlgehe; aber die Abtrünnigen bleiben in dürrem Lande. 

    Gott, als Du vor Deinem Volk herzogst, als du einhergingst in der Wüste, – Sela – da bebte die Erde, und die Himmel troffen vor Gott – am Sinai –, vor Gott, dem Gott Israels. Du gabst, Gott, Regen in Fülle, und dein Erbe, das dürre war, erquicktest du, daß Deine Tiere darin wohnen konnten. Gott, Du labst die Elenden in Deiner Güte. 

    Der Herr gibt ein Wort – der Freudenbotinnen ist eine große Schar –: Die Könige der Heerscharen fliehen, sie fliehen, und die Frauen teilen die Beute aus. Wollt ihr zwischen den Hürden lagern? Die Flügel der Tauben sind überzogen mit Silber, und ihre Schwingen schimmern von Gold. 

    Psalm 68,1-14 Ein Psalmlied Davids, vorzusingen. 

    Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

    Apostolische Glaubensbekenntnis 

    Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

    Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

    Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

    Vaterunser 

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

    Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

    Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

    Gott erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

    Römer 5,8

    Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

    Es wolle Gott uns gnädig sein und seinen Segen geben, sein Antlitz uns mit hellem Schein
    erleucht zum ewgen Leben, daß wir erkennen seine Werk und was ihm lieb auf Erden, und Jesus Christus, Heil und Stärk, bekannt den Heiden werden und sie zu Gott bekehren.

    So danken, Gott, und loben Dich die Heiden überalle, und alle Welt, die freue sich und singt mit großem Schalle, daß Du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; Dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen.

    Es danke, Gott, und lobe Dich das Volk in guten Taten; das Land bringt Frucht und bessert sich, Dein Wort ist wohlgeraten. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der Heilig Geist, dem alle Welt die Ehre tu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen.

    Dr. Martin Luther 1524 (LKG 60)

    Morgenlese

    Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Darum, was Ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Licht hören; und was Ihr ins Ohr flüstert in den Kammern, das wird man auf den Dächern verkündigen. Ich sage aber Euch, meinen Freunden: Fürchtet Euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts mehr tun können. 

    Ich will Euch aber zeigen, wen Ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der, nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage Euch, den sollt ihr fürchten. Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Groschen? Dennoch ist vor Gott nicht einer von ihnen vergessen. Auch sind die Haare auf Eurem Haupt alle gezählt. Fürchtet Euch nicht! Ihr seid kostbarer als viele Sperlinge. 

    Ich sage Euch aber: Wer mich bekennt vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes. Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden.

    Wenn sie Euch aber führen werden in die Synagogen und vor die Machthaber und die Obrigkeiten, so sorgt nicht, wie oder womit Ihr Euch verantworten oder was Ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird Euch in derselben Stunde lehren, was Ihr sagen sollt.

    Lukas 12,2-12

    Abendlese

    Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Makedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Makedonien und hilf uns! Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Makedonien zu reisen, gewiss, daß uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen.

    Da fuhren wir von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake, am nächsten Tag nach Neapolis und von da nach Philippi, das ist eine Stadt des ersten Bezirks von Makedonien, eine römische Kolonie. Wir blieben aber einige Tage in dieser Stadt. Am Sabbattag gingen wir hinaus vor das Stadttor an den Fluß, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen.

    Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn Ihr anerkennt, daß ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns.

    Apostelgeschichte 16,9-15

    Bekenntnislese Apologie 27,1-12 Von den Klostergelübden

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

    Posted in Reminiscere | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment