Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. (Psalm 48)

Wittenberg, um 1558 / Braun u. Hogenberg

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. Schön ragt empor sein Gipfel, daran sich freut die ganze Welt, der Berg Zion fern im Norden, die Stadt des großen Königs. Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. 

Denn siehe, Könige waren versammelt und miteinander herangezogen. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestürzt. Zittern hat sie daselbst gepackt, Angst wie eine Gebärende. 

Du zerbrichst die großen Schiffe durch den Sturm vom Osten. Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich. Sela. 

Gott, wir gedenken Deiner Güte in Deinem Tempel. Gott, wie Dein Name, so ist auch Dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um Deiner Rechte willen. 

Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme; habt gut acht auf seine Mauern, durchwandert seine Paläste, dass ihr den Nachkommen davon erzählt: Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet. 

Psalm 48. Ein Psalmlied der Korachiter.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1.Johannes 3,8b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; Ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, Ihr sollt beginnen, was Eurem Schöpfer wohlgefällt.

Wo bist Du, Sonne, blieben? Die Nacht hat Dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin; ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint.

Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal.

Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit.

Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, dass nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu Dich, Du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 300,1-5)

Morgenlese

Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit. 

Hebräer 4,14-16

Abendlese

Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich Dir gebe die steinernen Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen. Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua. Und Mose stieg auf den Berg Gottes. 

Aber zu den Ältesten sprach er: Bleibt hier, bis wir zu euch zurückkommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Rechtssache, der wende sich an sie. Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg, und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und er rief Mose am siebenten Tag aus der Wolke. 

Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen der Israeliten. Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte. 

2. Mose 24,12-18

Bekenntnislese Apologie XXIV,25-32 Von der Messe (Was Opfer sei)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther predigt am Dienstag nach Invokavit

Dr. Martin Luther als Junker Jörg von Lucas Cranach (1522)

Die dritte der sogenannten Invokavitpredigten, die Dr. Martin Luther am Dienstag, dem 11. März 1522 in Wittenberg hielt. Als Vorlage hier die “Martin Luther Studienausgabe”Bd.2 hg.v. Hans-Ulrich Delius u.a. im Evangelischen Verlagshaus Berlin, 1982. S.538-543.

Vorgelesen aus “Martin Luther. Kirche und Schule. Schriften III” (Reihe Verlag der Welt Religionen hg.v. Albrecht Beutel: Verlag der Weltreligionen, Berlin: 2015. S.18-22:

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P. Wilhelm Löhe predigt an Invokavit (Mt.4,1-11)

Pastor Johan Konrad Wilhelm Löhe (1850)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am ersten Sonntag in den Fasten (Invokavit) über das heilige Evangelium der Versuchung unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus wie vom heiligen Evangelisten Sankt Matthäus 4,1-11 aufgeschrieben.

Hier vorgelesen:

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Laß sich nicht über mich freuen, die mir zu Unrecht feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Grund hassen! (Psalm 35,19)

Jüdenstraße nach dem Regen.

Laß sich nicht über mich freuen, die mir zu Unrecht feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Grund hassen! Denn sie reden nicht, was dem Frieden dient, und ersinnen falsche Anklagen wider die Stillen im Lande. Sie sperren das Maul weit auf wider mich und sprechen: »Da, da, wir sehen’s mit eigenen Augen!« 

HERR, du hast es gesehen, schweige nicht; HERR, sei nicht ferne von mir! Wach auf, werde wach für mein Recht und meine Sache, mein Gott und Herr! HERR, mein Gott, schaffe mir Recht nach Deiner Gerechtigkeit, daß sie sich nicht über mich freuen. 

Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: »Da! Das wollten wir.« Laß sie nicht sagen: »Wir haben ihn verschlungen.« Sie sollen sich schämen und zuschanden werden, alle, die sich meines Unglücks freuen; sie sollen in Schmach und Schande sich kleiden, die sich wider mich rühmen. 

Jubeln und freuen sollen sich, die Gefallen haben an meiner Gerechtigkeit, und immer sagen: Der HERR sei hochgelobt, der seinem Knecht so wohl will! Und meine Zunge soll reden von Deiner Gerechtigkeit und Dich täglich preisen. 

Psalm 38,19-28. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1.Johannes 3,8b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Fröhlich wir nun all fangen an den Gottesdienst mit Schalle, weil Gott ihn ja will von uns han und läßt sich’s wohlgefallen. Zu jeder Stund an allem Ort, da wir jemals gehört sein Wort, will ers mit Freud uns lohnen.

O selig über selig sind, die in seim Dienst sich üben; Gotts treue Diener, Erbn und Kind sie sind, die er tut lieben, will sie auch in seins Himmels Thron mit der Freuden- und Lebenskron beschenken und begnaden.

O Gott, nimm an zu Lob und Preis das Beten und das Singen, in unser Herz Dein´ Geist ausgieß, daß es viel Früchte bringe des Glaubens aus Deim heilgen Wort, daß wir Dich preisen hier und dort. Fröhlich wir nun anfangen.

Zachäus Faber 1601 (LKG 9)

Morgenlese

Und gedenke des ganzen Weges, den Dich der HERR, Dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf daß er Dich demütigte und versuchte, damit kundwürde, was in Deinem Herzen wäre, ob Du seine Gebote halten würdest oder nicht. Er demütigte Dich und ließ Dich hungern und speiste Dich mit Manna, das Du und Deine Väter nie gekannt hatten, auf daß er Dir kundtäte, daß der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. Deine Kleider sind nicht zerrissen an Dir, und Deine Füße sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre. So erkennst Du ja in Deinem Herzen, daß der HERR, Dein Gott, Dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.

So hüte Dich nun davor, den HERRN, Deinen Gott, zu vergessen, sodaß Du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich Dir heute gebiete, nicht hältst. Wenn Du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst und Deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was Du hast, sich mehrt, dann hüte Dich, daß Dein Herz sich nicht überhebt und Du den HERRN, Deinen Gott, vergisst, der Dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft, und Dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, und ließ Dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen und speiste Dich mit Manna in der Wüste, von dem Deine Väter nichts gewusst haben, auf daß er Dich demütigte und versuchte, damit er Dir hernach wohltäte. Du könntest sonst sagen in Deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen. Sondern gedenke an den HERRN, Deinen Gott; denn er ist’s, der Dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf daß er hielte seinen Bund, den er Deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.

5.Mose 8,2-5.11-18

Abendlese

Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen?

Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott sprach: »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.« Darum »geht weg von ihnen und sondert Euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich Euch annehmen und Euer Vater sein und Ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr. 

Weil wir nun solche Verheißungen haben, Ihr Lieben, so laßt uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes. 

2.Korinther 6,14-7,1

Bekenntnislese Apologie XXIV,13-27 Von der Messe (Was Opfer sei)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther predigt am Montag nach Invokavit

Dr. Martin Luther als Junker Jörg von Lucas Cranach (1522)

Hier nun die zweite der sogenannten Invokavitpredigten, die Dr. Martin Luther am Montag, dem 10. März 1522 in Wittenberg hielt. Als Vorlage hier die “Martin Luther Studienausgabe”Bd.2 hg.v. Hans-Ulrich Delius u.a. im Evangelischen Verlagshaus Berlin, 1982. S.534-538.

Hier vorgelesen aus “Martin Luther. Kirche und Schule. Schriften III” (Reihe Verlag der Welt Religionen hg.v. Albrecht Beutel: Verlag der Weltreligionen, Berlin: 2015. S.14-18:

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J.S. Bach: Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu Dir (BWV 131)

Johann Sebastian Bach (1746), mit Rätselkanon (Zweitversion des Ölgemäldes von Elias Gottlob Haußmann)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert in seiner Zeit in Mühlhausen (1707-1708) diese Kantate: “Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu Dir” (BWV 131). Vielleicht wegen einer Brandkatastrophe, vielleicht an einer Begräbnisfeier. Die Quellenlage gibt nichts gewisses her.

Hier der Text der Kantate:

Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir
  
1. Coro
Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir.
Herr, höre meine Stimme, lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!
  
2. Arioso B e Choral S
Oboe, Continuo
So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?
Erbarm dich mein in solcher Last,
Nimm sie aus meinem Herzen,
Dieweil du sie gebüßet hast
Am Holz mit Todesschmerzen,
Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte.
Auf dass ich nicht mit großem Weh
In meinen Sünden untergeh,
Noch ewiglich verzage.
  
3. Coro
Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort.
  
4. Aria T e Choral A
Continuo
Meine Seele wartet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zu der andern.
Und weil ich denn in meinem Sinn,
Wie ich zuvor geklaget,
Auch ein betrübter Sünder bin,
Den sein Gewissen naget,
Und wollte gern im Blute dein
Von Sünden abgewaschen sein
Wie David und Manasse.
  
5. Coro
Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Israel hoffe auf den Herrn; denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm.
Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe, Fagotto, Violino, Viola I/II, Continuo
Entstehungszeit1707
TextPsalm 130,1-8; 2, 4: Bartholomäus Ringwaldt 1588
Walter F. Bischof (Alberta, CA)

Johann Sebastian Bach: “Aus der Tiefen rufe ich, Herr zu dir”, BWV 131 (Caroline Weynants, Sopran; Damien Guillon, Countertenor; Marcus Ullmann, Tenor; Lieven Termont, Bariton; Il Gardellino: Marcel Ponseele)

Mehr zur Kantate BWV 131: https://de.wikipedia.org/…/Aus_der_Tiefen_rufe_ich…

Und eine ältere Interpretation mit Helmut Rilling: https://www.youtube.com/watch?v=FlKrlX5jS2U…

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HERR, höre die gerechte Sache, merke auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch. (Psalm 17)

HERR, höre die gerechte Sache, merke auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch. Sprich du in meiner Sache; deine Augen sehen, was recht ist. Du prüfst mein Herz und suchst mich heim bei Nacht; du läuterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgenommen, dass mein Mund sich nicht vergehe. Im Treiben der Menschen bewahre ich mich durch das Wort deiner Lippen vor Wegen der Gewalt. Erhalte meinen Gang auf deinen Pfaden, dass meine Tritte nicht gleiten. Ich rufe zu dir, denn du, Gott, wirst mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede! 

Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die Zuflucht suchen vor denen, die sich gegen deine rechte Hand erheben. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun, vor meinen Feinden, die mich ringsum bedrängen. Ihr Herz haben sie verschlossen, mit ihrem Munde reden sie stolz. Wo wir auch gehen, da umgeben sie uns; ihre Augen richten sie darauf, dass sie uns zu Boden stürzen, gleichwie ein Löwe, der nach Raub giert, wie ein junger Löwe, der im Versteck sitzt. 

HERR, mache dich auf, tritt ihm entgegen und demütige ihn! Errette mein Leben vor dem Frevler mit deinem Schwert, vor den Leuten, HERR, mit deiner Hand, vor den Leuten dieser Welt, die ihr Teil haben schon im Leben, denen du den Bauch füllst mit deinen Gütern, dass noch ihre Söhne die Fülle haben und ihren Kindern ein Übriges lassen. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde. 

Psalm 17. Ein Gebet Davids.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1.Johannes 3,8b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet; all’zeit erfunden geduldig, wie sehr Du wurdest verachtet! All’ Sünd hast Du getragen: sonst müßten wir verzagen. Erbarm Dich unser, o Jesu!

O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet; all’zeit erfunden geduldig, wie sehr Du wurdest verachtet! All’ Sünd hast Du getragen: sonst müßten wir verzagen. Erbarm Dich unser, o Jesu!

O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet; all’zeit erfunden geduldig, wie sehr Du wurdest verachtet! All’ Sünd hast Du getragen: sonst müßten wir verzagen. Gib uns Dein´ Frieden O Jesu.

Nikolaus Decius, 1531 (LKG 126)

Morgenlese

Woher kommt Streit, woher Krieg unter euch? Kommt’s nicht daher: aus euren Gelüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft; ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt’s nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt. 

Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Der Geist, den er in uns wohnen ließ, drängt nach Neid; doch Gott gibt größere Gnade. Darum heißt es: »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« 

So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen. Klagt, trauert und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. 

Jakobus 4,1-10

Abendlese

Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.

Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. 14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. 15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. 16 Irrt euch nicht, meine Lieben. 17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts[1], bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis. 18 Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir die Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

Ihr sollt wissen, meine Lieben: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. 20 Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. 21 Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen.

Jakobus 1,12-21

Bekenntnislese Apologie XXIV,1-12

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther predigt an Invokavit

Hier nun die erste der sogenannten Invokavitpredigten, die Dr. Martin Luther vom 9. bis zum 16. März 1522 in Wittenberg beginnend mit dem Sonntag Invokavit hielt um gegen den beschlossenen Zwang der Messe in beiderlei Gestalt, keine Bilder usw. zu protestieren und die Reformation in geordnete Bahnen zurückzuführen. Als Vorlage hier die “Martin Luther Studienausgabe”Bd.2 hg.v. Hans-Ulrich Delius u.a. im Evangelischen Verlagshaus Berlin, 1982. S.530-534.

Hier vorgelesen aus “Martin Luther. Kirche und Schule. Schriften III” (Reihe Verlag der Welt Religionen hg.v. Albrecht Beutel: Verlag der Weltreligionen, Berlin: 2015. S.9-14.

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Invokavit (1. Sonntag in den Fasten)

Adam und Eva (1537) von Lucas Cranach d.J. (1515-1586) in der Gemäldegalerie Alte Meister (Dresden)

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

1. Johannes 3,8b

Introitus

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet Dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. Er wird Dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst Du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß Du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

Wenn auch tausend fallen zu Deiner Seite und zehntausend zu Deiner Rechten, so wird es doch Dich nicht treffen. Ja, Du wirst es mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Frevlern vergolten wird.

Denn der Herr ist Deine Zuversicht, der Höchste ist Deine Zuflucht. Es wird Dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich Deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen, daß sie Dich behüten auf allen Deinen Wegen, daß sie Dich auf den Händen tragen und Du Deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Psalm 91

Altes Testament (Predigttext)

Und die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der Herr gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

Und sie hörten Gott den Herrn, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des Herrn zwischen den Bäumen im Garten. Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?

Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Da sprach Gott der Herr zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß. Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.

Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen – , verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.

Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben. Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. Und Gott der Herr sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!

Da wies ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

1. Mose 3 (Genesis: Sündenfall)

Meine Predigt dazu:

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres 125

Epistolische Lektion

Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.

Hebräer 4,14-16

Versikel

Christus hat geliebt die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben.

Epheser 5,25b

Heiliges Evangelium

Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.

Und da er  vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«

Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Ps 91,11-12): »Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«

Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.«

Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel herzu und dienten ihm.

Matthäus 4,1-11

Beichtansprache dazu:

“Das deutsche Patrem” Dr. Martin Luthers Glaubenslied (1524, LKG 4)

Wochenlied

Gott der Vater steh uns bei und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sünden frei und hilf uns selig sterben. “Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf Dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, Dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehen Teufels Listen, mit Gottes Kraft uns rüsten.” Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja.

Jesus Christus steh uns bei und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sünden frei und hilf uns selig sterben. “Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf Dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, Dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehen Teufels Listen, mit Gottes Kraft uns rüsten.” Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja.

Heilig Geist steh uns bei laß uns nicht verderben, mach uns aller Sünden frei und hilf uns selig sterben. “Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf Dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, Dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehen Teufels Listen, mit Gottes Kraft uns rüsten.” Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja.

Nach einer Bittfahrtlitanei (15.Jhd) verdeutscht von Dr. Martin Luther 1524 (LKG 192)

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.

Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.

Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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HERR, Du Gott, des die Rache ist, Du Gott, des die Rache ist, erscheine! (Psalm 94)

Marie Dix: „Weiden“ in „Bäume – einfach nur Bäume (FB 19.2.2026)

HERR, Du Gott, des die Rache ist, Du Gott, des die Rache ist, erscheine! Erhebe Dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoffärtigen, was sie verdienen! HERR, wie lange sollen die Frevler, wie lange sollen die Frevler frohlocken? 

Es reden so trotzig daher, es rühmen sich alle Übeltäter. HERR, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe. Witwen und Fremdlinge bringen sie um und töten die Waisen und sagen: Der HERR sieht’s nicht, und der Gott Jakobs beachtet’s nicht.

Merkt es doch, ihr Narren im Volk! Und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden? Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen? Der die Völker in Zucht hält, sollte der nicht Rechenschaft fordern – er, der die Menschen Erkenntnis lehrt? 

Aber der HERR kennt die Gedanken der Menschen: Sie sind nur ein Hauch! Wohl dem, den Du, HERR, in Zucht nimmst und lehrst ihn durch Dein Gesetz, daß er Geduld habe in bösen Tagen, bis dem Frevler die Grube gegraben ist.

Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen. Denn Recht muss doch Recht bleiben, und ihm werden alle frommen Herzen zufallen. Wer steht mir bei wider die Boshaften? Wer tritt zu mir wider die Übeltäter? 

Wenn der HERR mir nicht hülfe, läge ich bald am Orte des Schweigens. Wenn ich sprach: Mein Fuß ist gestrauchelt, so hielt mich, HERR, deine Gnade. Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen, aber deine Tröstungen erquickten meine Seele. 

Kann sich mit Dir verbünden der Richterstuhl des Verderbens, der Unheil schafft gegen das Gesetz? Sie rotten sich zusammen wider den Gerechten und verurteilen unschuldiges Blut. Aber der HERR ist mein Schutz, mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht. Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten / und sie um ihrer Bosheit willen vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen. 

Psalm 94.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Sehet, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.

Lukas 18,31

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

O Mensch, bewein Dein Sünde groß, darum Christus seins Vaters Schoß äußert und kam auf Erden; von einer Jungfrau rein und zart für uns er hier geboren ward, er wollt der Mittler werden. Den Toten er das Leben gab und tat dabei all Krankheit ab, bis sich die Zeit herdrange, daß er für uns geopfert würd, trüg unsrer Sünden schwere Bürd wohl an dem Kreuze lange.

So laßt uns nun ihm dankbar sein, daß er für uns litt solche Pein, nach seinem Willen leben. Auch laßt uns sein der Sünde Feind, weil uns Gotts Wort so helle scheint, Tag, Nacht danach tun streben, die Lieb erzeigen jedermann, die Christus hat an uns getan mit seinem Leiden, Sterben O Menschenkind, betracht das recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt, tu Dich davor bewahren!

Sebald Heyden, 1525 (LKG 127)

Morgenlese

Sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme? Warum will denn dies Volk zu Jerusalem irregehen für und für? Sie halten so fest am Trug, dass sie nicht umkehren wollen. 

Ich sehe und höre, dass sie nicht die Wahrheit reden. Es gibt niemand, dem seine Bosheit leid wäre und der spräche: Was hab ich doch getan! Sie laufen alle ihren Lauf wie ein Hengst, der in der Schlacht dahinstürmt. Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Schwalbe und Drossel halten die Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des HERRN nicht wissen.

Wie könnt ihr sagen: »Wir sind weise und haben das Gesetz des HERRN bei uns«? Ist’s doch lauter Lüge, was die Schreiber daraus machen. Die Weisen müssen zuschanden, erschreckt und gefangen werden; denn was können sie Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen? 

Jeremia 8,4-9

Abendlese

Und sie kamen zu den Jüngern und sahen eine große Menge um sie herum und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. Und sobald die Menge ihn sah, entsetzten sich alle, liefen herbei und grüßten ihn. 

Und er fragte sie: Was streitet ihr mit ihnen? Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist. Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn zu Boden; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten’s nicht. 

Er antwortete ihnen aber und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir! 

Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn hin und her. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund. Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist’s, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf. Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! 

Als nun Jesus sah, dass die Menge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein! Da schrie er und riss ihn heftig hin und her und fuhr aus. Und er lag da wie tot, sodass alle sagten: Er ist tot. Jesus aber ergriff seine Hand und richtete ihn auf, und er stand auf. 

Und als er ins Haus kam, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Und er sprach: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten.

Markus 9,14-29

Bekenntnislese Apologie XXIII: 59-71 (Von der Priesterehe)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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