Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! (Psalm 119,1-24)

Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! Wohl denen, die sich an seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen, die auf seinen Wegen wandeln und kein Unrecht tun. 

Du hast geboten, fleißig zu halten Deine Befehle. O daß mein Leben Deine Gebote mit ganzem Ernst hielte. Wenn ich schaue allein auf Deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. Ich danke Dir mit aufrichtigem Herzen, daß Du mich lehrst die Ordnungen Deiner Gerechtigkeit. 

Deine Gebote will ich halten; verlaß mich nimmermehr! Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an Dein Wort. Ich suche Dich von ganzem Herzen; laß mich nicht abirren von Deinen Geboten. Ich behalte Dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider Dich sündige. 

Gelobet seist Du, HERR! Lehre mich Deine Gebote!Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Urteile Deines Mundes. Ich freue mich über den Weg Deiner Zeugnisse wie über allen Reichtum. Ich will nachsinnen über Deine Befehle und schauen auf Deine Wege. 

Ich habe Freude an Deinen Satzungen und vergesse Deine Worte nicht. Tu wohl Deinem Knecht, daß ich lebe und Dein Wort halte. Öffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an Deinem Gesetz. Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg Deine Gebote nicht vor mir. 

Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen nach Deinen Ordnungen allezeit. Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die von Deinen Geboten abirren. Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte mich an Deine Zeugnisse. 

Fürsten sitzen da und reden wider mich; aber ein Knecht sinnt nach über Deine Gebote. Ich habe Freude an Deinen Zeugnissen; sie sind meine Ratgeber.

Psalm 119,1-24

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in Deinem Willen ruhn, von Dir kommt Glück und Segen; was Du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen.

Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der macht’s allein, daß Menschenrat gedeihe.

Es fängt so mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringt’s doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande.

Verleihe mir das edle Licht, das sich von Deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch Deine Kraft erwecket.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250,1-4)

Morgenlese

Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. 

Da kam das Wort des HERRN zu ihm: Geh weg von hier und wende Dich nach Osten und verbirg Dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und Du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, daß sie Dich dort versorgen sollen. 

Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach.

1.Könige 17,1-6

Abendlese

So seht nun sorgfältig darauf, wie Ihr Euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. 

Und sauft Euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern laßt Euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in Eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Epheser 5,15-20 

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII;59-67)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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J.S. Bach: “Was frag ich nach der Welt” (BWV 94).

Was frag ich nach der Welt”, Kantate am neunten Sonntag nach Trinitatis, BWV 94.

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Was frag ich nach der Welt”, Kantate am neunten Sonntag nach Trinitatis, BWV 94.

Hier der Schlußchoral:

Was frag ich nach der Welt!
Im Hui muss sie verschwinden,
Ihr Ansehn kann durchaus
Den blassen Tod nicht binden.
Die Güter müssen fort,
Und alle Lust verfällt;
Bleibt Jesus nur bei mir:
Was frag ich nach der Welt!
Was frag ich nach der Welt!
Mein Jesus ist mein Leben,
Mein Schatz, mein Eigentum,
Dem ich mich ganz ergeben,
Mein ganzes Himmelreich,
Und was mir sonst gefällt.
Drum sag ich noch einmal:
Was frag ich nach der Welt!

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Was frag ich nach der Welt
  
1. Coro
Flauto traverso, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Was frag ich nach der Welt
Und allen ihren Schätzen
Wenn ich mich nur an dir,
Mein Jesu, kann ergötzen!
Dich hab ich einzig mir
Zur Wollust fürgestellt,
Du, du bist meine Ruh:
Was frag ich nach der Welt!
  
2. Aria B
Continuo
Die Welt ist wie ein Rauch und Schatten
Der bald verschwindet und vergeht,
Weil sie nur kurze Zeit besteht.
Wenn aber alles fällt und bricht,
Bleibt Jesus meine Zuversicht,
An dem sich meine Seele hält.
Darum: was frag ich nach der Welt!
  
3. Choral e Recitativo T
Oboe I/II, Continuo
Die Welt sucht Ehr und Ruhm
Bei hocherhabnen Leuten.
Ein Stolzer baut die prächtigsten Paläste,
Er sucht das höchste Ehrenamt,
Er kleidet sich aufs beste
In Purpur, Gold, in Silber, Seid und Samt.
Sein Name soll für allen
In jedem Teil der Welt erschallen.
Sein Hochmuts-Turm
Soll durch die Luft bis an die Wolken dringen,
Er trachtet nur nach hohen Dingen
Und denkt nicht einmal dran,
Wie bald doch diese gleiten.
Oft bläset eine schale Luft
Den stolzen Leib auf einmal in die Gruft,
Und da verschwindet alle Pracht,
Wormit der arme Erdenwurm
Hier in der Welt so grossen Staat gemacht.
Acht! solcher eitler Tand
Wird weit von mir aus meiner Brust verbannt.
Dies aber, was mein Herz
Vor anderm rühmlich hält,
Was Christen wahren Ruhm und rechte Ehre gibet,
Und was mein Geist,
Der sich der Eitelkeit entreißt,
Anstatt der Pracht und Hoffart liebet,
Ist Jesus nur allein,
Und dieser solls auch ewig sein.
Gesetzt, dass mich die Welt
Darum vor töricht hält:
Was frag ich nach der Welt!
  
4. Aria A
Flauto traverso, Continuo
Betörte Welt, betörte Welt!
Auch dein Reichtum, Gut und Geld
Ist Betrug und falscher Schein.
Du magst den eitlen Mammon zählen,
Ich will davor mir Jesum wählen;
Jesus, Jesus soll allein
Meiner Seele Reichtum sein.
Betörte Welt, betörte Welt!
  
5. Choral e Recitativo B
Continuo
Die Welt bekümmert sich.
Was muss doch wohl der Kummer sein?
O Torheit! dieses macht ihr Pein:
Im Fall sie wird verachtet.
Welt, schäme dich!
Gott hat dich ja so sehr geliebet,
Dass er sein eingebornes Kind
Vor deine Sünd
Zur größten Schmach um dein Ehre gibet,
Und du willst nicht um Jesu willen leiden?
Die Traurigkeit der Welt ist niemals größer,
Als wenn man ihr mit List
Nach ihren Ehren trachtet.
Es ist ja besser,
Ich trage Christi Schmach,
Solang es ihm gefällt.
Es ist ja nur ein Leiden dieser Zeit,
Ich weiß gewiss, dass mich die Ewigkeit
Dafür mit Preis und Ehren krönet;
Ob mich die Welt
Verspottet und verhöhnet,
Ob sie mich gleich verächtlich hält,
Wenn mich mein Jesus ehrt:
Was frag ich nach der Welt!
  
6. Aria T
Violino I/II, Viola, Continuo
Die Welt kann ihre Lust und Freud,
Das Blendwerk schnöder Eitelkeit,
Nicht hoch genug erhöhen.
    Sie wühlt, nur gelben Kot zu finden,
    Gleich einem Maulwurf in den Gründen
    Und lässt dafür den Himmel stehen.
  
7. Aria S
Oboe d’amore solo, Continuo
Er halt es mit der blinden Welt,
Wer nichts auf seine Seele hält,
Mir ekelt vor der Erden.
    Ich will nur meinen Jesum lieben
    Und mich in Buß und Glauben üben,
    So kann ich reich und selig werden.
  
8. Choral
Flauto traverso in octava e Oboe I e Violino I col Soprano, Oboe II e Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Was frag ich nach der Welt!
Im Hui muss sie verschwinden,
Ihr Ansehn kann durchaus
Den blassen Tod nicht binden.
Die Güter müssen fort,
Und alle Lust verfällt;
Bleibt Jesus nur bei mir:
Was frag ich nach der Welt!
Was frag ich nach der Welt!
Mein Jesus ist mein Leben,
Mein Schatz, mein Eigentum,
Dem ich mich ganz ergeben,
Mein ganzes Himmelreich,
Und was mir sonst gefällt.
Drum sag ich noch einmal:
Was frag ich nach der Welt!

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Flauto traverso, Oboe I/II, Oboe d’amore, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit6. August 1724
TextBalthasar Kindermann 1664; 2,4,6,7: Umdichtungen eines unbekannten Verfassers
Anlass9. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Und hier eine Aufführung aus der reformierten Kirche Trogen, Schweiz
Chor und Orchester der J. S. Bachstiftung St. Gallen
Rudolf Lutz – Musikalischer Leiter
Solisten:
Sopran – Nuria Rial
Alt – Margot Oitzinger
Tenor – Daniel Johannsen
Bass – Dominik Wörner




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9. Sonntag nach Trinitatis (Der kluge Haushalter)

Reliquiar des Hohen Domkapitels der Kathedrale St.Paulus (Münster)

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lukas 12,48b

Beichte

Introitus

Gott, Du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach Dir, mein Leib verlangt nach Dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. So schaue ich aus nach Dir in Deinem Heiligtum, wollte gerne sehen Deine Macht und Herrlichkeit.

Denn Deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen Dich. So will ich Dich loben mein Leben lang und meine Hände in Deinem Namen aufheben.

Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich Dich mit fröhlichem Munde loben kann; wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an Dich, wenn ich wach liege, sinne ich über Dich nach.

Denn Du bist mein Helfer, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir; Deine rechte Hand hält mich.

Psalm 63,2-9

Kollekte

O Herr, wir bitten Dich, gib uns allezeit Deinen Geist, zu denken und zu tun, was recht ist, auf daß wir, die wir ohne Dich nicht sein können, Kraft empfangen, nach Deinem Willen zu leben. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.146

Alttestamentliche Lesung (Predigttext)

Und des Herrn Wort geschah zu mir: Ich kannte Dich, ehe ich Dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte Dich aus, ehe Du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte Dich zum Propheten für die Völker. 

Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern Du sollst gehen, wohin ich Dich sende, und predigen alles, was ich Dir gebiete. Fürchte Dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei Dir und will Dich erretten, spricht der Herr.

Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in Deinen Mund. Siehe, ich setze Dich heute über Völker und Königreiche, daß Du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.

Jeremia 1,4-10

Meine Predigt dazu:

Epistolische Lektion

Nehmt Euch in Acht vor den Hunden, nehmt Euch in Acht vor den böswilligen Arbeitern, nehmt Euch in Acht vor der Zerschneidung! Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und uns nicht verlassen auf Fleisch, obwohl ich meine Zuversicht auch aufs Fleisch setzen könnte.

Wenn ein anderer meint, er könne sich aufs Fleisch verlassen, so könnte ich es viel mehr, der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen.

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf daß ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben.

Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden, damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.

Nicht, daß ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, daß ich’s ergriffen habe.

Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Philipper 3, (4b-6) 7-14

Graduallied

Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in Deinem Willen ruhn, von Dir kommt Glück und Segen; was Du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen.

Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der macht’s allein, daß Menschenrat gedeihe.

Es fängt so mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringts doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande.

Verleihe mir das edle Licht, das sich von Deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch Deine Kraft erwecket.

Gib mir Verstand aus Deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei Du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen.

Ist’s Werk von Dir, so hilf zu Glück, ist’s Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Was Du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.

Sollt aber Dein und unser Feind an dem, was Dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß sein Zorn Du leichtlich könnest brechen.

Tritt Du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zu gutem Ende, was Du selbst angefangen hast durch Weisheit Deiner Hände.

Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor Deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 250)

Das heilige Evangelium

Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker.

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Matthäus 13,44-46

Der christliche Glaube

Ich glaube an einen einigen allmächtigen Gott, den Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, alles, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an einen Herrn Jesum Christum, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor der ganzen Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, mit dem Vater in einerlei Wesen, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel kommen ist und leibhaftig worden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch worden; auch für uns gekreuzigt unter Pontio Pilato, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; des Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der vom Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und eine einige heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und ein Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Der Herr sei mit Euch + Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

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Fluchen sie, so segne Du. (Psalm 109,28)

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen… (Martin Luther, 1524)

Aber Du, HERR, mein Herr,  sei Du mit mir um Deines Namens willen; denn Deine Gnade ist mein Trost: Errette mich! Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist zerschlagen in mir. 

Ich fahre dahin wie ein Schatten, der schwindet, und werde abgeschüttelt wie Heuschrecken. Meine Knie sind schwach vom Fasten, und mein Leib ist mager und hat kein Fett. Ich bin ihnen zum Spott geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf. 

Steh mir bei, HERR, mein Gott! Hilf mir nach Deiner Gnade, und laß sie innewerden, daß dies Deine Hand ist und Du, HERR, das tust. Fluchen sie, so segne Du. Erheben sie sich, so sollen sie zuschanden werden; aber Dein Knecht soll sich freuen. Die mich verklagen, sollen mit Schmach angezogen und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Mantel. 

Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen in der Menge. Denn er steht dem Armen zur Rechten, dass er ihm helfe von denen, die ihn verurteilen. 

Psalm 109,21-31

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden;
Wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden.
Darum auf Dich all Hoffnung ich gar fest und steif zu setzen.
Herr Jesu Christ, mein Trost Du bist in Todesnot und Schmerzen.

Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider,
Dennoch so bist Du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder.
Und wenn ich Dich nur hab um mich mit Deinem Geist und Gnaden,
So kan fürwahr mir ganz und gar kein Tod noch Teufel schaden.

Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn Du kanst mirs wohl geben,
Was mir ist not, Du treuer Gott, für dies und jenes Leben,
Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele.
Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß meine Bitt nicht fehlen!

Strophe 1: Joachim Magdeburg (1572). Strophe 2 und 3: Leipzig 1597. (LKG 335)

Morgenlese

Siehe, der HERR zeigte mir zwei Feigenkörbe, aufgestellt vor dem Tempel des HERRN, nachdem Nebukadnezar, der König von Babel, den Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, aus Jerusalem weggeführt hatte samt den Großen Judas und den Zimmerleuten und Schmieden und sie nach Babel gebracht hatte. 

In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr schlechte Feigen, dass man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie. 

Und der HERR sprach zu mir: Jeremia, was siehst Du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten sind sehr schlecht, dass man sie nicht essen kann, so schlecht sind sie. 

Da geschah des HERRN Wort zu mir: So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie auf diese guten Feigen, so will ich gnädig blicken auf die Weggeführten aus Juda, die ich von dieser Stätte habe fortziehen lassen in der Chaldäer Land. Ich will mein Auge gnädig auf sie richten und sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht niederreißen, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen. 

Und ich will ihnen ein Herz geben, daß sie mich erkennen sollen, daß ich der HERR bin. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren. 

Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, daß man sie nicht essen kann, spricht der HERR, so will ich dahingeben Zedekia, den König von Juda, samt seinen Großen und allen, die übrig geblieben sind in Jerusalem und in diesem Lande und die in Ägyptenland wohnen. 

Ich will sie zum Bild des Entsetzens, ja des Unglücks machen für alle Königreiche auf Erden, zum Spott und zum Sprichwort, zum Hohn und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde, und will Schwert, Hunger und Pest unter sie schicken, bis sie ganz vertilgt sind aus dem Lande, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe. 

Jeremia 24

Abendlese

Und ich bin darin guter Zuversicht, daß der in Euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. 

So halte ich es denn für richtig, daß ich so von Euch allen denke, weil ich Euch in meinem Herzen habe, die Ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekräftige. 

Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach Euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus. Und ich bete darum, daß Eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodaß Ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit Ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes. 

Philipper 1,6-11

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:45-58)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen! (Psalm 89, 53)

Holzmengen (Burgkirche, Rumänien)

Aber nun hast Du verstoßen und verworfen und zürnst mit Deinem Gesalbten! Du hast zerbrochen den Bund mit Deinem Knecht und seine Krone entweiht in den Staub. Du hast eingerissen alle seine Mauern und hast zerstört seine Festungen. Es berauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden. 

Du hast die Rechte seiner Widersacher erhöht und alle seine Feinde erfreut. Auch hast Du die Kraft seines Schwerts weggenommen und läßest ihn nicht siegen im Streit. Du hast seinem Glanz ein Ende gemacht und seinen Thron zu Boden geworfen. Du hast die Tage seiner Jugend verkürzt und ihn bedeckt mit Schande. Sela.

Wie lange, HERR, willst Du Dich immerfort verbergen und Deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? Gedenke, wie kurz mein Leben ist, wie vergänglich Du alle Menschen geschaffen hast! Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht sähe, der seine Seele errette aus des Todes Hand? Sela. 

Herr, wo ist Deine Gnade von einst, die Du David geschworen hast in Deiner Treue? Gedenke, Herr, an die Schmach Deiner Knechte, die ich trage in meiner Brust von all den vielen Völkern, mit der, HERR, deine Feinde Dich schmähen, mit der sie schmähen die Spuren deines Gesalbten! Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen! 

Psalm 89,39-53

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Rüstet Euch, Ihr Christenleute! Die Feinde suchen Euch zur Beute, ja, Satan selbst hat Eu’r begehrt; wappnet Euch mit Gottes Worte und kämpfet frisch an jedem Orte, damit Ihr bleibet unversehrt. Ist Euch der Feind zu schnell, hier ist Immanuel. Hosianna! der Starke fällt durch diesen Held und wir behalten mit das Feld.

Reinigt Euch von Euren Lüsten, besieget sie, die Ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket Euch in Jesu Namen, daß Ihr nicht strauchelt, wie die Lahmen. Wo ist des Glaubens Eigenschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet Euch die Ewigkeit.

Streitet recht die wenig Jahre, eh Ihr kommt auf die Todtenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Todten wecken und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gott Lob, wir sind versöhnt. Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron.

Jesu, stärke Deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die Du erkauft mit Deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu Dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. Geuß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an Dir im Tod und Leben für und für.

Wilhelm Erasmus Arends 1714 (LKG 258)

Morgenlese

Als Jesus aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hinzu und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nie mehr wachse Frucht auf dir in Ewigkeit! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich. 

Und als das die Jünger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage Euch: Wenn Ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet Ihr solches nicht allein mit dem Feigenbaum tun, sondern, wenn Ihr zu diesem Berge sagt: Heb Dich und wirf Dich ins Meer!, so wird’s geschehen. 

Und alles, was Ihr bittet im Gebet: so Ihr glaubt, werdet Ihr’s empfangen. 

Matthäus 21,18-22

Abendlese

Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden. Wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken und dem Glauben an Gott, mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht. Das wollen wir tun, wenn Gott es zulässt. 

Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.

Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft auf sie fällt, und nützliche Frucht trägt denen, die sie bebauen, empfängt Segen von Gott. Wenn sie aber Dornen und Disteln trägt, bringt sie keinen Nutzen und ist dem Fluch nahe, sodaß man sie zuletzt abbrennt. 

Was aber Euch angeht, Ihr Lieben, sind wir vom Besseren überzeugt und von dem, was Rettung bringt, auch wenn wir so reden.

Hebräer 6,1-9

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:33-44)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! (Psalm 133)

Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit. 

Psalm 133. Von David, ein Wallfahrtslied.

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen.

Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden.

Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben.

Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider alles Unfall; der Heilig Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen.

Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben. Im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben!

Wir bitten Deine Güte, wollst uns hinfort behüten, uns Große mit den Kleinen; Du kannsts nicht böse meinen.

Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen Deinen Namen durch Jesus Christus. Amen.

Ludwig Helmbold 1575 (LKG 288)

Morgenlese

 Irret Euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. 

Laßt uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, laßt uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. 

Galater 6,7-10

Abendlese

Also, meine Lieben, – wie Ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit – schaffet, daß Ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist’s, der in Euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. 

Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit Ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem Ihr scheint als Lichter in der Welt, dadurch daß Ihr festhaltet am Wort des Lebens, mir zum Ruhm an dem Tage Christi, sodaß ich nicht vergeblich gelaufen bin noch vergeblich gearbeitet habe. 

Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst Eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit Euch allen. Ebenso sollt auch Ihr Euch freuen und sollt Euch mit mir freuen. 

Philipper 2,12-18

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom heiligen Abendmahl (VII:20-32)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet!(Psalm 61)

Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu Dir, denn mein Herz ist in Angst; Du wollest mich führen auf einen hohen Felsen. Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Laß mich wohnen in Deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter Deinen Fittichen. Sela. 

Denn Du, Gott, hörst meine Gelübde und gibst mir teil am Erbe derer, die Deinen Namen fürchten. Du wollest dem König langes Leben geben, daß seine Jahre währen für und für, daß er immer throne vor Gott. Laß Güte und Treue ihn behüten! So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, dass ich meine Gelübde erfülle täglich. 

Psalm 61. Von David, vorzusingen, beim Saitenspiel.

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wird’s aber sich befinden, dass Du ihm treu verbleibst, so wird er Dich entbinden, da Du’s am mindsten glaubst; er wird Dein Herze lösen von der so schweren Last, die Du zu keinem Bösen bisher getragen hast.

Wohl Dir, Du Kind der Treue, Du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron; Gott gibt Dir selbst die Palmen in Deine rechte Hand, und Du singst Freudenpsalmen dem, der Dein Leid gewandt.

Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hände und lass bis in den Tod uns allzeit Deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiss zum Himmel ein.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,10-12)

Morgenlese

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, daß sie mehr Frucht bringe. 

Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu Euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in Euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch Ihr nicht, wenn Ihr nicht an mir bleibt. 

Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt Ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. 

Wenn Ihr in mir bleibt und meine Worte in Euch bleiben, werdet Ihr bitten, was Ihr wollt, und es wird Euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, daß Ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. 

Johannes 15,1-8

Abendlese

Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir Euch in dem Herrn Jesus – da Ihr von uns empfangen habt, wie Ihr wandeln sollt, um Gott zu gefallen, was Ihr ja auch tut –, daß Ihr darin immer vollkommener werdet. 

Denn Ihr wisst, welche Ermahnungen wir Euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. Denn das ist der Wille Gottes, Eure Heiligung, daß Ihr meidet die Unzucht und ein jeder von Euch verstehe, sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehre zu halten, nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. 

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles, wie wir Euch schon früher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist in Euch gibt.

1.Thessalonicher 5,1-7

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom heiligen Abendmahl (VII:9-19)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was Du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. (Psalm 44,1-9)

Die vier Apostel (1526) von Albrecht Dürer (1471-1528) in der Alten Pinakothek (München)

Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was Du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. Du hast mit Deiner Hand die Völker vertrieben, sie aber hast Du eingesetzt; Du hast die Nationen zerschlagen, sie aber hast Du ausgebreitet. 

Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern Deine Rechte, Dein Arm und das Licht Deines Angesichts; denn Du hattest Wohlgefallen an ihnen.

Du bist es, mein König und mein Gott, der Du Jakob Hilfe verheißest. Durch Dich wollen wir unsre Feinde niederstoßen, in Deinem Namen zertreten, die sich gegen uns erheben. 

Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen; sondern Du hilfst uns von unsern Feinden und machst zuschanden, die uns hassen. Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen Deinen Namen ewiglich. Sela. 

Psalm 44,1-9. Eine Unterweisung der Korachiter, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Auf, auf, gib Deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist Du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl.

Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß Du Dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das Dich bekümmert hat.

Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er Deiner sich begeben und sollt’st Du für und für in Angst und Nöten schweben, als frag er nichts nach Dir.

Wird’s aber sich befinden, dass Du ihm treu verbleibst, so wird er Dich entbinden, da Du’s am mindsten glaubst; er wird Dein Herze lösen von der so schweren Last, die Du zu keinem Bösen bisher getragen hast.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,7-10)

Morgenlese

So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die Euch weissagen! Sie betrügen Euch, sie verkünden Euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des HERRN. Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird Euch wohlgehen –, und allen, die im Starrsinn ihres Herzens wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über Euch kommen. 

Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, daß er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört? 

Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen. Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet Ihr es klar erkennen. 

Ich sandte die Propheten nicht, und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen, und doch weissagen sie. Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren. 

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? Meinst Du, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR. 

Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt. Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen und wollen, daß mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, so wie ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal? 

Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der HERR. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

Jeremia 23,16-29

Abendlese

Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet Ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodaß Ihr nicht tut, was Ihr wollt. Regiert Euch aber der Geist, so seid Ihr nicht unter dem Gesetz. 

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich Euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. 

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. 

Galater 5,16-24

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom heiligen Abendmahl (VII,1-8)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Löhe über Matthäus 7,15-23: Wahre und falsche Propheten

Die wahre Religion Christi und die falsche Lehre des Antichristen (1545) von Lucas Cranach d.J., 1515-1586.

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 8. Sonntag nach Trinitatis über das heilige Evangelium unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, der uns ermahnt: “Seht Euch vor vor den falschen Propheten!” wie vom Evangelisten Matthäus im 7. Kapitel glaubhaft in den Versen 15-23 aufgeschrieben.

Hier vorgelesen:

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Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte (Psalm 31,8ff)

Die wahre Religion Christi und die falsche Lehre des Antichristen (1545) von Lucas Cranach d.J., 1515-1586.

Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte, daß Du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; Du stellst meine Füße auf weiten Raum. 

HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst! Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib. Denn mein Leben ist hingeschwunden in Kummer und meine Jahre in Seufzen. Meine Kraft ist verfallen durch meine Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. 

Allen meinen Bedrängern bin ich ein Spott geworden, eine Last meinen Nachbarn und ein Schrecken meinen Freunden. Die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. Ich bin vergessen im Herzen wie ein Toter; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. Denn ich höre, wie viele mich verleumden: Schrecken ist um und um! Sie halten Rat miteinander über mich und trachten danach, mir das Leben zu nehmen. 

Ich aber, HERR, hoffe auf Dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in Deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Laß leuchten Dein Antlitz über Deinem Knecht; hilf mir durch Deine Güte! 

HERR, laß mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe Dich an. Die Frevler sollen zuschanden werden und verstummen im Totenreich. Verstummen sollen die Lügenmäuler, die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch. 

Wie groß ist Deine Güte, HERR, die Du bewahrt hast denen, die Dich fürchten, und erweisest vor den Menschen denen, die auf Dich trauen! Du birgst sie im Schutz Deines Angesichts vor den Rotten der Leute, Du verbirgst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 

Gelobt sei der HERR; denn er hat seine wunderbare Güte mir erwiesen in einer festen Stadt. Ich sprach wohl in meinem Zagen: Ich bin von Deinen Augen verstoßen. Doch Du hörtest die Stimme meines Flehens, als ich zu Dir schrie. 

Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. Seid getrost und unverzagt alle, die Ihr des HERRN harret! 

Psalm 31,8-24.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was Du dann erlesen, das treibst Du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was Deinem Rat gefällt.

Weg hast Du allerwegen, an Mitteln fehlt Dir’s nicht; Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn Du, was Deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.

Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muss doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel.

Hoff, o Du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird Dich aus der Höhle, da Dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst Du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,3-6)

Morgenlese

Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn Ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid Ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird Euch frei machen. 

Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Nachkommen und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst Du dann: Ihr sollt frei werden? 

Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. 

Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig. Wenn Euch nun der Sohn frei macht, so seid Ihr wirklich frei. 

Johannes 8,31-36

Abendlese

Seht Euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu Euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? 

So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum, an ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. 

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in Deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in Deinem Namen viele Machttaten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe Euch nie gekannt; weicht von mir, die Ihr das Gesetz übertretet! 

Matthäus 7,15-23

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom 3. Gebrauch des Gesetzes Gottes (De tertius usu legis devinae: VI,15-25)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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