Weise mir, HERR, Deinen Weg, daß ich wandle in Deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich Deinen Namen fürchte. (Psalm 86)

Rudolf Schäfer (1878-1961)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Introitus (Eingangspsalm): Psalm 86 (Ein Gebet Davids)

HERR, neige Deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele, denn ich bin Dir treu. Hilf Du, mein Gott, Deinem Knechte, der sich verläßt auf Dich. Herr, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu Dir. 

Erfreue die Seele Deines Knechts; denn nach Dir, Herr, verlangt mich. Denn Du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die Dich anrufen. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens! 

In der Not rufe ich Dich an; Du wollest mich erhören! Herr, es ist Dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was Du tust. Alle Völker, die Du gemacht hast, werden kommen und vor Dir anbeten, Herr, und Deinen Namen ehren, daß Du so groß bist und Wunder tust und Du allein Gott bist. 

Weise mir, HERR, Deinen Weg, daß ich wandle in Deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich Deinen Namen fürchte. Ich danke Dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre Deinen Namen ewiglich.  Denn Deine Güte ist groß über mir, Du hast mein Leben errettet aus der Tiefe des Todes. 

Gott, es erheben sich die Stolzen gegen mich, und eine Rotte von Gewalttätern trachtet mir nach dem Leben und haben Dich nicht vor Augen. Du aber, Herr, Gott, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue. 

Wende Dich zu mir und sei mir gnädig; stärke Deinen Knecht mit Deiner Kraft und hilf dem Sohn Deiner Magd! Tu ein Zeichen an mir, daß mir’s wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen, weil Du mir beistehst, HERR, und mich tröstest. 

Psalm 86. Ein Gebet Davids.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Herr Gott, der Du mein Vater bist, ich schrei im Namen Jesu Christ zu Dir auf sein Wort, Eid und Tod; Hör, Helfer treu, in Angst und Not.

Laß uns Dein Wort, stärk uns im Geist, hilf, daß wir tun, was Du uns heißt, gib Fried, Schutz, gute Freund und Brot, behüte Stadt und Land, o Gott.

Errett von Sünd, Teufel und Tod, aus Leibes und der Seelen Not, ein selig Stündlein uns bescher, Dein ist das Reich, Kraft, Preis und Ehr.

Auf Dein Wort sprech ich Amen, Herr. Aus Gnad mein´ kleinen Glauben mehr; Du bist allein der Vater mein, laß mich Dein Kind und Erbe sein.

Johann Mathesius 1564 (LKG 262)

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

3. Mose (Leviticus) 19,1-3.17-18.

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Rede mit der ganzen Gemeinde der Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, Euer Gott. Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; ich bin der HERR, Euer Gott. 

Du sollst Deinen Bruder nicht hassen in Deinem Herzen, sondern Du sollst Deinen Nächsten zurechtweisen, damit Du nicht seinetwegen Schuld auf Dich lädst. Du sollst Dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder Deines Volks. Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst; ich bin der HERR.

3. Mose (Leviticus) 19,1-3.17-18.

Philipper 2,1-8

Ist nun bei Euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, daß Ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. 

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. 

Seid so unter Euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,  sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

Philipper 2,1-8

Lesung aus den lutherischen Bekenntnisschriften: Apologie der CA IV,233-243

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.



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Bach: “Gott soll allein mein Herze haben” (BWV 169)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponierte diese Kantate “Gott soll allein mein Herze haben” (BWV 169) 1726 in Leipzig für den 18. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 20. Oktober 1726 erstmals auf. Hier mehr zu dieser Kantate.

Der vollständige Text dank Walter F. Bischof (U Alberta, Canada)

Gott soll allein mein Herze haben
  
1. Sinfonia
Oboe I/II, Taille, Violino I/II, Viola, Organo obligato, Continuo
  
2. Arioso A
Continuo
Gott soll allein mein Herze haben.
Zwar merk ich an der Welt,
Die ihren Kot unschätzbar hält,
Weil sie so freundlich mit mir tut,
Sie wollte gern allein
Das Liebste meiner Seele sein.
Doch nein; Gott soll allein mein Herze haben:
Ich find in ihm das höchste Gut.
Wir sehen zwar
Auf Erden hier und dar
Ein Bächlein der Zufriedenheit,
Das von des Höchsten Güte quillet;
Gott aber ist der Quell, mit Strömen angefüllet,
Da schöpf ich, was mich allezeit
Kann sattsam und wahrhaftig laben:
Gott soll allein mein Herze haben.
  
3. Aria A
Organo obligato, Continuo
Gott soll allein mein Herze haben,
Ich find in ihm das höchste Gut.
    Er liebt mich in der bösen Zeit
    Und will mich in der Seligkeit
    Mit Gütern seines Hauses laben.
  
4. Recitativo A
Continuo
Was ist die Liebe Gottes?
Des Geistes Ruh,
Der Sinnen Lustgenieß,
Der Seele Paradies.
Sie schließt die Hölle zu,
Den Himmel aber auf;
Sie ist Elias Wagen,
Da werden wir im Himmel nauf
In Abrahms Schoß getragen.
  
5. Aria A
Violino I/II, Viola, Organo obligato, Continuo
Stirb in mir,
Welt und alle deine Liebe,
Dass die Brust
Sich auf Erden für und für
In der Liebe Gottes übe;
Stirb in mir,
Hoffart, Reichtum, Augenlust,
Ihr verworfnen Fleischestriebe!
  
6. Recitativo A
Continuo
Doch meint es auch dabei
Mit eurem Nächsten treu!
Denn so steht in der Schrift geschrieben:
Du sollst Gott und den Nächsten lieben.
  
7. Choral
Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll’ Alto, Taille e Viola col Tenore, Continuo
Du süße Liebe, schenk uns deine Gunst,
Lass uns empfinden der Liebe Brunst,
Dass wir uns von Herzen einander lieben
Und in Friede auf einem Sinn bleiben.
Kyrie eleis.

BesetzungSolo: A, Coro: S A T B, Oboe I/II, Taille (Oboe da caccia), Violino I/II, Viola, Organo obligato, Continuo
Entstehungszeit20. Oktober 1726
TextChristian Birkmann; 7: Martin Luther 1524
Anlass18. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine weitere Aufführung mit dem Tölzer Knabenchor und Gerhard Schmidt-Gaden
Concentus musicus (Wien) unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.

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Warum ziehst Du Deine Hand zurück? (Psalm 74)

Herbst auf den Wittenberger Wallanlagen (2026)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Gott, warum verstößest Du uns für immer und bist so zornig über die Schafe Deiner Weide? Gedenke an Deine Gemeinde, die Du vorzeiten erworben und Dir zum Erbteil erlöst hast, an den Berg Zion, auf dem Du wohnest. 

Richte doch Deine Schritte zu dem, / was so lange wüste liegt. Der Feind hat alles verheert im Heiligtum. Deine Widersacher brüllen in Deinem Hause und stellen ihre Banner auf als Zeichen des Sieges. 

Hoch sieht man Äxte sich heben wie im Dickicht des Waldes. Sie zerschlagen all sein Schnitzwerk mit Beilen und Hacken. Sie verbrennen Dein Heiligtum, bis auf den Grund entweihen sie die Wohnung Deines Namens. 

Sie sprechen in ihrem Herzen: / Laßt uns sie allesamt unterdrücken! Sie verbrennen alle Gotteshäuser im Lande. Unsere Zeichen sehen wir nicht, / kein Prophet ist mehr da, und keiner ist bei uns, der wüßte, wie lange. 

Ach, Gott, wie lange soll der Widersacher schmähen und der Feind Deinen Namen immerfort lästern? Warum ziehst Du Deine Hand zurück? Nimm Deine Rechte aus dem Gewand und mach ein Ende! 

Psalm 74,1-11. Eine Unterweisung Asafs.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Herr, wie Du willst, so schick’s mit mir im Leben und im Sterben; allein zu Dir steht mein Begier, lass mich, Herr, nicht verderben. Erhalt mich nur in Deiner Huld, sonst wie Du willst; gib mir Geduld, denn Dein Will ist der beste.

Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu Deinem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dienet mir zur Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben.

Soll ich einmal nach Deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur Deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein’ Leib und Seel befehl ich Dir; o Herr, ein seligs End gib mir durch Jesum Christum. Amen.

Kaspar Bienemann 1582 (LKG 336)

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Morgenlese

Denn das Gebot, das ich Dir heute gebiete, ist Dir nicht zu hoch und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, daß Du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun? 

Es ist auch nicht jenseits des Meeres, daß Du sagen müsstest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun? Denn es ist das Wort ganz nahe bei Dir, in Deinem Munde und in Deinem Herzen, daß Du es tust. 

Siehe, ich lege Dir heute das Leben und das Gute vor, den Tod und das Böse.  Dies ist’s, was ich Dir heute gebiete: daß Du den HERRN, Deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst, so wirst Du leben und Dich mehren, und der HERR, Dein Gott, wird Dich segnen in dem Lande, in das Du ziehst, es einzunehmen. 

5. Mose 30,11-16

Abendlese

Ein Mann aber mit Namen Hananias und seine Frau Saphira verkauften einen Acker, doch er hielt mit Wissen seiner Frau etwas von dem Geld zurück und brachte nur einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füßen. 

Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan Dein Herz erfüllt, daß Du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast? Hättest Du den Acker nicht behalten können, als Du ihn hattest? Und konntest Du nicht auch, als er verkauft war, noch tun, was Du wolltest? Warum hast Du Dir dies in Deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen.

Als Hananias diese Worte hörte, fiel er zu Boden und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies hörten. Da standen die jungen Männer auf und hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.

Es begab sich aber, etwa nach drei Stunden, da kam seine Frau herein und wußte nicht, was geschehen war. Aber Petrus sprach zu ihr: Sag mir, habt Ihr den Acker für diesen Preis verkauft? Sie sprach: Ja, für diesen Preis. 

Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid Ihr Euch denn einig geworden, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die Deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden auch Dich hinaustragen. 

Und sogleich fiel sie zu Boden, ihm vor die Füße, und gab den Geist auf. Da kamen die jungen Männer und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann. Und es kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die das hörten.

Apostelgeschichte 5,1-11

Apologie der Augsburgischen Konfession IV 222-232

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.

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Löhe über Matthäus 22,34-46 (Gesetz und Evangelium)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 18. Sonntag nach Trinitatis über Gesetz und Evangelium wie vom Evangelisten Matthäus im 22. Kapitel glaubhaft in den Versen 34ff aufgeschrieben ist.

Und hier vorgelesen:

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Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Welt! (Psalm 57)

Lucas Cranach d.Ä. 1537.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hier vorgelesen:

Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf Dich traut meine Seele, und unter dem Schatten Deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt. Er sende vom Himmel und helfe mir von der Schmähung dessen, der mir nachstellt. Sela.

Gott sende seine Güte und Treue. Ich liege mitten unter Löwen; verzehrende Flammen sind die Menschen, ihre Zähne sind Spieße und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Welt! Sie haben meinen Schritten ein Netz gestellt und meine Seele gebeugt; sie haben vor mir eine Grube gegraben – und fallen doch selbst hinein. Sela. 

Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe, ich will das Morgenrot wecken! Herr, ich will Dir danken unter den Völkern, ich will Dir lobsingen unter den Leuten. Denn Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und Deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. 

Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Welt! 

Psalm 57. Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Vertilge nicht«, als er vor Saul in die Höhle floh. 

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Den Glauben stärk, die Lieb erhalt, die Hoffnung mache feste, daß ich von Dir nicht wanke bald; Beständigkeit ists Beste. Den Mund bewahr, daß nicht Gefahr durch ihn mir werd erwecket; gib Brot dem Leib, doch daß er bleib von Geilheit unbeflecket.

Gib, daß ich treu und fleißig sein dem, was mir gebühret, durch Ehrgeiz, Stolz und Heuchelei nicht werde aufs neu verführet. Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Neid, laß in mir nicht verbleiben; verstockten Sinn und Diebsgewinn wollst Du von mir abtreiben.

Hilf, daß ich folge treuem Rat, von falscher Meinung trete, den Armen helfe mit der Tat, für Freund und Feind stets bete, dien jedermann, so viel ich kann, das Böse haß und meide, nach Deinem Wort an allem Ort, bis ich von dannen scheide.

Johann Heermann 1630 (LKG 249,5-7) nach der Melodie “Was mein Gott will, das gscheh allzeit…”.

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Morgenlese

Ihr Lieben, laßt uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 

Darin besteht die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.  Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 

Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.  Wer nun bekennt, daß Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.

1.Johannes 4,7-16a

Abendlese

Wie Ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in Euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. Nicht als Befehl sage ich das; sondern weil andere so eifrig sind, prüfe ich auch Eure Liebe, ob sie echt sei. 

Denn Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um Euretwillen, auf daß Ihr durch seine Armut reich würdet. Und damit gebe ich einen Rat; denn das ist Euch nützlich, die Ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen.

Nun aber vollendet auch das Tun, damit, wie Ihr geneigt seid zu wollen, Ihr auch geneigt seid zu vollenden nach dem Maß dessen, was Ihr habt. Denn wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat. 

Nicht, daß die andern Ruhe haben und Ihr Not leidet, sondern daß es zu einem Ausgleich komme. Jetzt helfe Euer Überfluß ihrem Mangel ab, damit auch ihr Überfluß Eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe,  wie geschrieben steht: »Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluß, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.«

2. Korinther 8,7-11

Apologie der CA IV,209-221

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist . Amen.

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Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Amen! (Psalm 41)

Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit. Der HERR wird ihn bewahren und beim Leben erhalten  und es ihm lassen wohlgehen auf Erden und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde. Der HERR wird ihn erquicken auf seinem Lager; Du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit. 

 Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! Heile mich; denn ich habe an Dir gesündigt. Meine Feinde reden Arges wider mich: »Wann wird er sterben und sein Name vergehen?« Kommt einer, nach mir zu sehen, meint er’s doch nicht von Herzen; er sammelt Bosheit, geht hinaus und trägt’s weiter. 

Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich und denken sich Böses gegen mich aus: »Unheil ist über ihn ausgegossen; wer so daliegt, steht nicht wieder auf.« Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen. 

Du aber, HERR, sei mir gnädig und hilf mir auf, so will ich ihnen vergelten. Daran merke ich, daß Du Gefallen an mir hast, daß mein Feind über mich nicht frohlocken wird. Mich aber hältst Du um meiner Frömmigkeit willen und stellst mich vor Dein Angesicht ewiglich. 

Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Amen! 

Psalm 41. Ein Psalm Davids, vorzusingen. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach Dir, von Herzen mich verlange, und ich Dich suche mit Begier, wenn mir wird angst und bange: Verleih, daß ich mit Freuden Dich in meiner Angst bald finde, gib mir den Sinn, daß ich fort hin meid alle Schand und Sünde.

Hilf, daß ich stets mit Reu und Schmerz mich Deiner Gnad ergebe, hab täglich ein zerknirschtes Herz, In wahrer Buße lebe; vor Dir erschein, herzlich bewein all meine Missetaten. Die Hände fein laß milde sein, dem Dürftigen zu raten.

Die Lust des Fleisches dämpf in mir, daß sie nicht überwinde, rechtschaffne Lieb und Lust zu Dir im Herzen mir entzünde, daß ich in Not bis in den Tod Dich und Dein Wort bekenne und mich kein Trutz noch Eigennutz von Deiner Wahrheit trenne.

Behüte mich vor Grimm und Zorn, mein Herz mit Sanftmut ziere; reiß aus den schnöden Hoffartsdorn, und mich zur Demut führe. Was sich noch find von alter Sünd, Durch Deinen Geist ausfege; gib daß allzeit Trost, Fried und Freud sich in mir Armen rege.

Johann Heermann 1630, LKG 249, 1-4 nach der Melodie “Was mein Gott will, das gscheh allzeit…” Antwerpen 1540.

Morgenlese

Ihr Kinder, seid gehorsam Euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Ehre Deinen Vater und Deine Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: »auf daß Dir’s wohlgehe und Du lange lebest auf Erden« 

Und Ihr Väter, reizt Eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn. 

Ihr Sklaven, seid gehorsam Euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt Eures Herzens, wie Ihr Christus gehorcht; nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen. 

Tut Euren Dienst mit gutem Willen als dem Herrn und nicht den Menschen; denn Ihr wisst: Was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen, er sei Sklave oder Freier. 

Und Ihr Herren, tut ihnen gegenüber das Gleiche und laßt das Drohen; denn Ihr wisst, daß Euer und Ihr Herr im Himmel ist, und bei ihm gilt kein Ansehen der Person. 

Epheser 6,1-9

Abendlese

Es begab sich aber nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.

Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst Du? Und warum senkst Du Deinen Blick? Ist’s nicht so: Wenn Du fromm bist, so kannst Du frei den Blick erheben. Bist Du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach Dir hat sie Verlangen; Du aber herrsche über sie. 

Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Laß uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 

Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist Dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? 

Er aber sprach: Was hast Du getan? Die Stimme des Blutes Deines Bruders schreit zu mir von der Erde. 

Und nun: Verflucht seist Du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und Deines Bruders Blut von Deinen Händen empfangen. Wenn Du den Acker bebauen wirst, soll er Dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst Du sein auf Erden. 

Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Schuld ist zu schwer, als daß ich sie tragen könnte.  Siehe, Du treibst mich heute vom Acker, und ich muß mich vor Deinem Angesicht verbergen und muß unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir’s gehen, daß mich totschlägt, wer mich findet. 

Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, der ihn fände.

1.Mose 4,3-15

Apologie der Augsburger Konfession IV,195-208

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten. (Psalm 28)

Kapelle in der Alten Lateinschule (18. Sonntag nach Trinitatis)

Wenn ich rufe zu Dir, HERR, mein Fels, so schweige mir nicht, daß ich nicht, wenn Du schweigst, gleich werde denen, die in die Grube fahren. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu Dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu Deinem heiligen Tempel. 

Raffe mich nicht hin mit den Gottlosen und Übeltätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten und haben Böses im Herzen. Gib ihnen nach ihrem Tun und nach ihren bösen Taten; gib ihnen nach den Werken ihrer Hände; vergilt ihnen, wie sie es verdienen. Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hände; darum wird er sie niederreißen und nicht wieder aufbauen. 

Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn traut mein Herz und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied. 

Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten.  Hilf Deinem Volk und segne Dein Erbe und weide und trage sie ewiglich! 

Psalm 28. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1.Johannes 4,21

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Herzlich lieb hab ich Dich, o Herr. Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit Deiner Güt und Gnaden. Die ganze Welt nicht freut mich, nach Himmel und Erd nicht frag ich, wenn ich nur Dich kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist Du doch mein Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden lass mich nimmermehr.

Es ist ja, Herr, Dein G’schenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ich’s brauch zum Lobe Dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir Dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ich’s trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot.

Ach Herr, laß Dein lieb Engelein an meinem End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen. Der Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruh bis zum Jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen Dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich. Ich will Dich preisen ewiglich.

Martin Schalling 1571 (LKG 229)

Morgenlese

Von der brüderlichen Liebe aber ist es nicht nötig, Euch zu schreiben. Denn Ihr selbst seid von Gott gelehrt, Euch untereinander zu lieben. Und das tut Ihr ja auch an allen Brüdern in ganz Makedonien.

Wir ermahnen Euch aber, daß Ihr darin noch vollkommener werdet, und Eure Ehre darein setzt, daß Ihr ein stilles Leben führt und das Eure schafft und mit Euren eigenen Händen arbeitet, wie wir Euch geboten haben, damit Ihr ehrbar wandelt vor denen, die draußen sind, und auf niemanden angewiesen seid. 

1.Thessalonicher 4,9-12

Abendlese

Denn das ist die Botschaft, die Ihr gehört habt von Anfang an, daß wir uns untereinander lieben sollen, nicht wie Kain, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder umbrachte. Und warum brachte er ihn um? Weil seine Werke böse waren und die seines Bruders gerecht. 

Wundert Euch nicht, Brüder, wenn Euch die Welt haßt. Wir wissen, daß wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer nicht liebt, der bleibt im Tod. Wer seinen Bruder haßt, der ist ein Mörder, und Ihr wißt, daß kein Mörder das ewige Leben bleibend in sich hat. 

 Daran haben wir die Liebe erkannt, daß Er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 

1.Johannes 3,11-18

Apologie der Augsburgische Konfession IV,180-194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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18. Sonntag nach Trinitatis (Das andere Gebot)

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Joh.4,21

Introitus

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! 

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut. Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 

Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht. 

Psalm 1

Alttestamentliche Lesung

Und Gott redete alle diese Worte: 

Ich bin der HERR, Dein Gott, der ich Dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 

Du sollst Dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!

Denn ich, der HERR, Dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Du sollst den Namen des HERRN, Deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 

Gedenke des Sabbattages, daß Du ihn heiligst. Sechs Tage sollst Du arbeiten und alle Deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, Deines Gottes. Da sollst Du keine Arbeit tun, auch nicht Dein Sohn, Deine Tochter, Dein Knecht, Deine Magd, Dein Vieh, auch nicht Dein Fremdling, der in Deiner Stadt lebt. 

Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 

Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren, auf daß Du lange lebest in dem Lande, das Dir der HERR, Dein Gott, geben wird. 

Du sollst nicht töten. 

Du sollst nicht ehebrechen. 

Du sollst nicht stehlen. 

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinen Nächsten.

Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Haus.

Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was Dein Nächster hat.

2.Mose (Exodus) 20,1-17

Kollekte

Heiliger Herr und Gott, Du hast uns geboten, Dich über alles zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst: wir bitten Dich, gib uns Deinen Geist, daß wir in dieser Liebe leben und Dir darin täglich dienen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Epistolische Lektion

So seht nun sorgfältig darauf, wie Ihr Euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. 

Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. 

Und sauft Euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern laßt Euch vom Geist erfüllen.

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in Eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. 

Epheser 5,15-20

Hallelujavers

Der Herr ist denen Freund, die ihn fürchten; und seinen Bund läßt er sie wissen.

Psalm 25,14

Evangelium

Und als Jesus hinausging auf den Weg, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe? 

Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst Du mich gut? Niemand ist gut als der eine Gott. 

Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht töten; Du sollst nicht ehebrechen; Du sollst nicht stehlen; Du sollst nicht falsch Zeugnis reden; Du sollst niemanden berauben; Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren.« 

Er aber sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. 

Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was Du hast, und gib’s den Armen, so wirst Du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach! 

Er aber wurde betrübt über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter. 

Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte.

Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist’s, ins Reich Gottes zu kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden? 

Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.

Markus 10,17-27

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizäisches Glaubensbekenntnis

Graduallied

Herzlich lieb hab ich Dich, o Herr. Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit Deiner Güt und Gnaden. Die ganze Welt nicht freut mich, nach Himmel und Erd nicht frag ich, wenn ich nur Dich kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist Du doch mein Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden lass mich nimmermehr.

Es ist ja, Herr, Dein G’schenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ich’s brauch zum Lobe Dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir Dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ich’s trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot.

Ach Herr, laß Dein lieb Engelein an meinem End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen. Der Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruh bis zum Jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen Dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich. Ich will Dich preisen ewiglich.

Martin Schalling 1571 (LKG 229)

Predigttext

Denn das Gebot, das ich Dir heute gebiete, ist Dir nicht zu hoch und nicht zu fern. 

Es ist nicht im Himmel, daß Du sagen müßtest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun? 

Es ist auch nicht jenseits des Meeres, daß Du sagen müßtest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun? 

Denn es ist das Wort ganz nahe bei Dir, in Deinem Munde und in Deinem Herzen, daß Du es tust.

5. Mose 30,11-14

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr laße Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich + schenke Dir Frieden +

4. Mose 6,24-26

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Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! (Psalm 103)

Die güldene Sonne, voll Freud und Wonne scheint im Edelweiß und über Garmisch

Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er Dir Gutes getan hat: der Dir alle Deine Sünde vergibt und heilet alle Deine Gebrechen, der Dein Leben vom Verderben erlöst, der Dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der Deinen Mund fröhlich macht und Du wieder jung wirst wie ein Adler. 

Der HERR schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht leiden. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun. Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. 

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.  So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsre Übertretungen von uns sein. 

Psalm 103. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von Dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott. 

Micha 6,8

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Nun lob, mein Seel, den Herren, was in mir ist, den Namen sein. Sein Wohltat tut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein. Hat Dir Dein Sünd vergeben und heilt Dein Schwachheit groß, errett’ Dein armes Leben, nimmt Dich in seinen Schoß, mit reichem Trost beschüttet, verjüngt, dem Adler gleich; der Herr schafft Recht, behütet, die leidn in seinem Reich.

Er hat uns wissen lassen sein herrlich Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Erbarmung nicht; sein’ Zorn lässt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob den’, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin.

Wie sich ein Mann erbarmet ob seiner jungen Kindelein, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, gleichwie das Gras von Rechte, ein Blum und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da, also der Mensch vergehet, sein End, das ist ihm nah.

Johann Gramann um 1540 (LKG 315,1-3)

Morgenlese

Darum, weil Ihr die Armen unterdrückt und nehmt von ihnen hohe Abgaben an Korn, so sollt Ihr in den Häusern nicht wohnen, die Ihr von Quadersteinen gebaut habt, und den Wein nicht trinken, den Ihr in den feinen Weinbergen gepflanzt habt.  Denn ich kenne Eure Frevel, die so viel sind, und Eure Sünden, die so groß sind, wie Ihr die Gerechten bedrängt und Bestechungsgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrückt. Darum muß der Kluge zu dieser Zeit schweigen; denn es ist eine böse Zeit. 

Suchet das Gute und nicht das Böse, auf daß Ihr lebet und der HERR, der Gott Zebaoth, mit Euch sei, wie Ihr rühmt. Haßt das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der HERR, der Gott Zebaoth, gnädig sein dem Rest Josefs. 

Darum, so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Herr: Es wird in allen Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straßen wird man sagen: »Weh! Weh!« Und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum Wehklagen, wer die Totenklage erheben kann. In allen Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter Euch dreinfahren, spricht der HERR.

Weh! Die Ihr den Tag des HERRN herbeiwünscht, was soll er Euch? Denn des HERRN Tag ist Finsternis und nicht Licht, gleich als wenn jemand vor dem Löwen flieht und der Bär begegnet ihm, und er kommt ins Haus und lehnt sich mit der Hand an die Wand, da beißt ihn die Schlange! Ist nicht des HERRN Tag finster und nicht licht, dunkel und nicht hell?

Ich haße und verachte Eure Feste und mag Eure Versammlungen nicht riechen – es sei denn, Ihr bringt mir rechte Brandopfer dar –, und an Euren Speisopfern habe ich kein Gefallen, und Euer fettes Schlachtopfer sehe ich nicht an. Tu weg von mir das Geplärr Deiner Lieder; denn ich mag Dein Harfenspiel nicht hören! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Amos 5,11-24

Abendlese

Denn ich sage Euch: Wenn Eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet Ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage Euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. 

Darum, wenn Du Deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt Dir in den Sinn, daß Dein Bruder etwas gegen Dich hat, so laß dort vor dem Altar Deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne Dich mit Deinem Bruder, und dann komm und opfere Deine Gabe. 

Vertrage Dich mit Deinem Widersacher sogleich, solange Du noch mit ihm auf dem Weg bist, auf daß Dich der Widersacher nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und Du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage Dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis Du auch den letzten Heller bezahlt hast. 

Matthäus 5,20-26

Bekenntnislese AC IV,166-179

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Wohl den Menschen, die Dich für ihre Stärke halten und von Herzen Dir nachwandeln! (Psalm 84)

Wie lieblich sind Deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – Deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen; die loben Dich immerdar. Sela. 

Wohl den Menschen, die Dich für ihre Stärke halten und von Herzen Dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, / wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela. 

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh an das Antlitz Deines Gesalbten! Denn ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; / der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf Dich verlässt! 

Psalm 84. Ein Psalm der Korachiter, vorzusingen, auf der Gittit.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von Dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott. 

Micha 6,8

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wie schön leuchtet der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse! Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, hast mir mein Herz besessen; lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehr prächtig erhaben.

Ei meine Perl, Du werte Kron, wahr’ Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König! Mein Herz heißt Dich ein Lilium; Dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Ei mein Blümlein, Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, Deiner kann ich nicht vergessen.

Geuß sehr tief in mein Herz hinein, Du heller Jaspis und Rubin, die Flamme Deiner Liebe und erfreu mich, daß ich durch Dich an Deinem Leibe ewiglich ein lebend Rippe bleibe. Nach Dir ist mir, gariosa coeli rosa bis Dichs findet, mein Herz krank, durch Lieb verwundet.

Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn Du mich mit Deinen Äugelein mich freundlich tust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, Dein Wort, Dein Geist, Dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in Dein Arme, daß ich warme werden von Gnaden: auf Dein Wort komm ich geladen.

Philipp Nicolai 1599 (LKG 123,1-4)

Morgenlese

Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Denn es gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein, sondern die neue Schöpfung. Und alle, die sich nach diesem Maßstab richten – Friede und Barmherzigkeit über sie und über das Israel Gottes! Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leibe. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit Eurem Geist liebe Brüder. Amen. 

Galater 6,14-18

Abendlese

Da kamen zu Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem und sprachen: Warum übertreten Deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. 

Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn Ihr Gottes Gebot um Eurer Überlieferung willen? Denn Gott hat gesagt: »Du sollst Vater und Mutter ehren«, und: »Wer Vater oder Mutter schmäht, der soll des Todes sterben.« Ihr aber lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Eine Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht, der braucht seinen Vater nicht zu ehren. Damit habt ihr Gottes Wort aufgehoben um Eurer Überlieferung willen. 

Ihr Heuchler, richtig hat Jesaja von Euch geweissagt und gesprochen: »Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.«

Matthäus 15,1-9

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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