Errette mich aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde vor denen, die mich hassen, und aus den tiefen Wassern; daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe.
Erhöre mich, HERR, denn Deine Güte ist tröstlich; wende Dich zu mir nach Deiner großen Barmherzigkeit und verbirg Dein Angesicht nicht vor Deinem Knecht, denn mir ist angst; erhöre mich eilends. Nahe Dich meiner Seele und erlöse sie, erlöse mich um meiner Feinde willen.
Du kennst meine Schmach, meine Schande und Scham; meine Widersacher sind Dir alle vor Augen. Die Schmach bricht mir mein Herz und macht mich krank. Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.
Sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken für meinen Durst. Ihr Tisch werde vor ihnen zur Falle, zur Vergeltung und zum Strick. Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht sehen, und ihre Hüften lass immerfort wanken.
Gieß deine Ungnade über sie aus, und dein grimmiger Zorn ergreife sie. Ihre Wohnstatt soll verwüstet werden, und niemand wohne in ihren Zelten. Denn sie verfolgen, den Du geschlagen hast, und reden gern von dem Schmerz derer, die Du hart getroffen hast.
Laß sie aus einer Schuld in die andre fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit. Tilge sie aus dem Buch des Lebens, daß sie nicht geschrieben stehen bei den Gerechten.
Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, deine Hilfe schütze mich! Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank. Das wird dem HERRN besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat.
Die Elenden sehen es und freuen sich. Die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf! Denn der HERR hört die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht. Es lobe ihn Himmel und Erde, die Meere und alles, was sich darin regt.
Denn Gott wird Zion helfen und die Städte Judas bauen, dass man dort wohne und sie besitze. Und die Kinder seiner Knechte werden sie erben, und die seinen Namen lieben, werden darin bleiben.
Psalm 69,15ff
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Der Menschensohn ist nicht gekommen, daß Er sich dienen lasse, sondern daß Er diene und gebe Sein Leben als Lösegeld für viele
Mt.20,28
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Werft das stolze Sorgen fort, bittet Gott mit Danken. Sieh, es leuchtet seine Gnad über Eurem schmalen Pfad, führt Euch durch alle Schranken.
Friede höher als Vernunft, Licht von höchster Zinne, wird Dir heut und jeder Frist hüten ganz in Jesus Christ das Herz und alle Sinne.
O so freu Dich in dem Herrn, Kirche, allezeiten! Mußt Du dulden Kreuz und Not, Gottes Sohn hebt aus dem Tod sein Volk in Ewigkeiten.
Kurt Müller-Osten 1942 (LKG 243,4-6)
Morgenlese
Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, auf daß durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist niemals in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat. Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet.
Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten.
Hebräer 9,15-18.27f
Abendlese
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Werden wir aber bedrängt, so geschieht es Euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es Euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn Ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.
Und unsre Hoffnung steht fest für Euch, weil wir wissen: Wie Ihr an den Leiden teilhabt, so habt Ihr auch am Trost teil. Denn wir wollen Euch, Brüder und Schwestern, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, da wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodaß wir auch am Leben verzagten; und wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. Dazu helft auch Ihr durch Eure Fürbitte für uns, damit von vielen auf vielfältige Weise um unsertwillen Dank dargebracht werde für die Gabe, die uns gegeben ist.
2.Korinther 1,3-11
Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 3:VII:1-3:VIII:13
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.









