Fluchen sie, so segne Du. (Psalm 109,28)

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen… (Martin Luther, 1524)

Aber Du, HERR, mein Herr,  sei Du mit mir um Deines Namens willen; denn Deine Gnade ist mein Trost: Errette mich! Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist zerschlagen in mir. 

Ich fahre dahin wie ein Schatten, der schwindet, und werde abgeschüttelt wie Heuschrecken. Meine Knie sind schwach vom Fasten, und mein Leib ist mager und hat kein Fett. Ich bin ihnen zum Spott geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf. 

Steh mir bei, HERR, mein Gott! Hilf mir nach Deiner Gnade, und laß sie innewerden, daß dies Deine Hand ist und Du, HERR, das tust. Fluchen sie, so segne Du. Erheben sie sich, so sollen sie zuschanden werden; aber Dein Knecht soll sich freuen. Die mich verklagen, sollen mit Schmach angezogen und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Mantel. 

Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen in der Menge. Denn er steht dem Armen zur Rechten, dass er ihm helfe von denen, die ihn verurteilen. 

Psalm 109,21-31

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden;
Wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden.
Darum auf Dich all Hoffnung ich gar fest und steif zu setzen.
Herr Jesu Christ, mein Trost Du bist in Todesnot und Schmerzen.

Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider,
Dennoch so bist Du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder.
Und wenn ich Dich nur hab um mich mit Deinem Geist und Gnaden,
So kan fürwahr mir ganz und gar kein Tod noch Teufel schaden.

Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn Du kanst mirs wohl geben,
Was mir ist not, Du treuer Gott, für dies und jenes Leben,
Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele.
Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß meine Bitt nicht fehlen!

Strophe 1: Joachim Magdeburg (1572). Strophe 2 und 3: Leipzig 1597. (LKG 335)

Morgenlese

Siehe, der HERR zeigte mir zwei Feigenkörbe, aufgestellt vor dem Tempel des HERRN, nachdem Nebukadnezar, der König von Babel, den Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, aus Jerusalem weggeführt hatte samt den Großen Judas und den Zimmerleuten und Schmieden und sie nach Babel gebracht hatte. 

In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr schlechte Feigen, dass man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie. 

Und der HERR sprach zu mir: Jeremia, was siehst Du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten sind sehr schlecht, dass man sie nicht essen kann, so schlecht sind sie. 

Da geschah des HERRN Wort zu mir: So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie auf diese guten Feigen, so will ich gnädig blicken auf die Weggeführten aus Juda, die ich von dieser Stätte habe fortziehen lassen in der Chaldäer Land. Ich will mein Auge gnädig auf sie richten und sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht niederreißen, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen. 

Und ich will ihnen ein Herz geben, daß sie mich erkennen sollen, daß ich der HERR bin. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren. 

Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, daß man sie nicht essen kann, spricht der HERR, so will ich dahingeben Zedekia, den König von Juda, samt seinen Großen und allen, die übrig geblieben sind in Jerusalem und in diesem Lande und die in Ägyptenland wohnen. 

Ich will sie zum Bild des Entsetzens, ja des Unglücks machen für alle Königreiche auf Erden, zum Spott und zum Sprichwort, zum Hohn und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde, und will Schwert, Hunger und Pest unter sie schicken, bis sie ganz vertilgt sind aus dem Lande, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe. 

Jeremia 24

Abendlese

Und ich bin darin guter Zuversicht, daß der in Euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. 

So halte ich es denn für richtig, daß ich so von Euch allen denke, weil ich Euch in meinem Herzen habe, die Ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekräftige. 

Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach Euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus. Und ich bete darum, daß Eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodaß Ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit Ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes. 

Philipper 1,6-11

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:45-58)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen! (Psalm 89, 53)

Holzmengen (Burgkirche, Rumänien)

Aber nun hast Du verstoßen und verworfen und zürnst mit Deinem Gesalbten! Du hast zerbrochen den Bund mit Deinem Knecht und seine Krone entweiht in den Staub. Du hast eingerissen alle seine Mauern und hast zerstört seine Festungen. Es berauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden. 

Du hast die Rechte seiner Widersacher erhöht und alle seine Feinde erfreut. Auch hast Du die Kraft seines Schwerts weggenommen und läßest ihn nicht siegen im Streit. Du hast seinem Glanz ein Ende gemacht und seinen Thron zu Boden geworfen. Du hast die Tage seiner Jugend verkürzt und ihn bedeckt mit Schande. Sela.

Wie lange, HERR, willst Du Dich immerfort verbergen und Deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? Gedenke, wie kurz mein Leben ist, wie vergänglich Du alle Menschen geschaffen hast! Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht sähe, der seine Seele errette aus des Todes Hand? Sela. 

Herr, wo ist Deine Gnade von einst, die Du David geschworen hast in Deiner Treue? Gedenke, Herr, an die Schmach Deiner Knechte, die ich trage in meiner Brust von all den vielen Völkern, mit der, HERR, deine Feinde Dich schmähen, mit der sie schmähen die Spuren deines Gesalbten! Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen! 

Psalm 89,39-53

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Rüstet Euch, Ihr Christenleute! Die Feinde suchen Euch zur Beute, ja, Satan selbst hat Eu’r begehrt; wappnet Euch mit Gottes Worte und kämpfet frisch an jedem Orte, damit Ihr bleibet unversehrt. Ist Euch der Feind zu schnell, hier ist Immanuel. Hosianna! der Starke fällt durch diesen Held und wir behalten mit das Feld.

Reinigt Euch von Euren Lüsten, besieget sie, die Ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket Euch in Jesu Namen, daß Ihr nicht strauchelt, wie die Lahmen. Wo ist des Glaubens Eigenschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet Euch die Ewigkeit.

Streitet recht die wenig Jahre, eh Ihr kommt auf die Todtenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Todten wecken und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gott Lob, wir sind versöhnt. Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron.

Jesu, stärke Deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die Du erkauft mit Deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu Dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. Geuß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an Dir im Tod und Leben für und für.

Wilhelm Erasmus Arends 1714 (LKG 258)

Morgenlese

Als Jesus aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hinzu und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nie mehr wachse Frucht auf dir in Ewigkeit! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich. 

Und als das die Jünger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage Euch: Wenn Ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet Ihr solches nicht allein mit dem Feigenbaum tun, sondern, wenn Ihr zu diesem Berge sagt: Heb Dich und wirf Dich ins Meer!, so wird’s geschehen. 

Und alles, was Ihr bittet im Gebet: so Ihr glaubt, werdet Ihr’s empfangen. 

Matthäus 21,18-22

Abendlese

Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden. Wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken und dem Glauben an Gott, mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht. Das wollen wir tun, wenn Gott es zulässt. 

Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.

Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft auf sie fällt, und nützliche Frucht trägt denen, die sie bebauen, empfängt Segen von Gott. Wenn sie aber Dornen und Disteln trägt, bringt sie keinen Nutzen und ist dem Fluch nahe, sodaß man sie zuletzt abbrennt. 

Was aber Euch angeht, Ihr Lieben, sind wir vom Besseren überzeugt und von dem, was Rettung bringt, auch wenn wir so reden.

Hebräer 6,1-9

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:33-44)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! (Psalm 133)

Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit. 

Psalm 133. Von David, ein Wallfahrtslied.

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen.

Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden.

Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben.

Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider alles Unfall; der Heilig Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen.

Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben. Im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben!

Wir bitten Deine Güte, wollst uns hinfort behüten, uns Große mit den Kleinen; Du kannsts nicht böse meinen.

Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen Deinen Namen durch Jesus Christus. Amen.

Ludwig Helmbold 1575 (LKG 288)

Morgenlese

 Irret Euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. 

Laßt uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, laßt uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. 

Galater 6,7-10

Abendlese

Also, meine Lieben, – wie Ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit – schaffet, daß Ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist’s, der in Euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. 

Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit Ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem Ihr scheint als Lichter in der Welt, dadurch daß Ihr festhaltet am Wort des Lebens, mir zum Ruhm an dem Tage Christi, sodaß ich nicht vergeblich gelaufen bin noch vergeblich gearbeitet habe. 

Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst Eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit Euch allen. Ebenso sollt auch Ihr Euch freuen und sollt Euch mit mir freuen. 

Philipper 2,12-18

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom heiligen Abendmahl (VII:20-32)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet!(Psalm 61)

Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu Dir, denn mein Herz ist in Angst; Du wollest mich führen auf einen hohen Felsen. Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Laß mich wohnen in Deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter Deinen Fittichen. Sela. 

Denn Du, Gott, hörst meine Gelübde und gibst mir teil am Erbe derer, die Deinen Namen fürchten. Du wollest dem König langes Leben geben, daß seine Jahre währen für und für, daß er immer throne vor Gott. Laß Güte und Treue ihn behüten! So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, dass ich meine Gelübde erfülle täglich. 

Psalm 61. Von David, vorzusingen, beim Saitenspiel.

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wird’s aber sich befinden, dass Du ihm treu verbleibst, so wird er Dich entbinden, da Du’s am mindsten glaubst; er wird Dein Herze lösen von der so schweren Last, die Du zu keinem Bösen bisher getragen hast.

Wohl Dir, Du Kind der Treue, Du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron; Gott gibt Dir selbst die Palmen in Deine rechte Hand, und Du singst Freudenpsalmen dem, der Dein Leid gewandt.

Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hände und lass bis in den Tod uns allzeit Deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiss zum Himmel ein.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,10-12)

Morgenlese

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, daß sie mehr Frucht bringe. 

Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu Euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in Euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch Ihr nicht, wenn Ihr nicht an mir bleibt. 

Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt Ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. 

Wenn Ihr in mir bleibt und meine Worte in Euch bleiben, werdet Ihr bitten, was Ihr wollt, und es wird Euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, daß Ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. 

Johannes 15,1-8

Abendlese

Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir Euch in dem Herrn Jesus – da Ihr von uns empfangen habt, wie Ihr wandeln sollt, um Gott zu gefallen, was Ihr ja auch tut –, daß Ihr darin immer vollkommener werdet. 

Denn Ihr wisst, welche Ermahnungen wir Euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. Denn das ist der Wille Gottes, Eure Heiligung, daß Ihr meidet die Unzucht und ein jeder von Euch verstehe, sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehre zu halten, nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. 

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles, wie wir Euch schon früher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist in Euch gibt.

1.Thessalonicher 5,1-7

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom heiligen Abendmahl (VII:9-19)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was Du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. (Psalm 44,1-9)

Die vier Apostel (1526) von Albrecht Dürer (1471-1528) in der Alten Pinakothek (München)

Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was Du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. Du hast mit Deiner Hand die Völker vertrieben, sie aber hast Du eingesetzt; Du hast die Nationen zerschlagen, sie aber hast Du ausgebreitet. 

Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern Deine Rechte, Dein Arm und das Licht Deines Angesichts; denn Du hattest Wohlgefallen an ihnen.

Du bist es, mein König und mein Gott, der Du Jakob Hilfe verheißest. Durch Dich wollen wir unsre Feinde niederstoßen, in Deinem Namen zertreten, die sich gegen uns erheben. 

Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen; sondern Du hilfst uns von unsern Feinden und machst zuschanden, die uns hassen. Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen Deinen Namen ewiglich. Sela. 

Psalm 44,1-9. Eine Unterweisung der Korachiter, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Auf, auf, gib Deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist Du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl.

Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß Du Dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das Dich bekümmert hat.

Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er Deiner sich begeben und sollt’st Du für und für in Angst und Nöten schweben, als frag er nichts nach Dir.

Wird’s aber sich befinden, dass Du ihm treu verbleibst, so wird er Dich entbinden, da Du’s am mindsten glaubst; er wird Dein Herze lösen von der so schweren Last, die Du zu keinem Bösen bisher getragen hast.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,7-10)

Morgenlese

So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die Euch weissagen! Sie betrügen Euch, sie verkünden Euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des HERRN. Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird Euch wohlgehen –, und allen, die im Starrsinn ihres Herzens wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über Euch kommen. 

Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, daß er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört? 

Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen. Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet Ihr es klar erkennen. 

Ich sandte die Propheten nicht, und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen, und doch weissagen sie. Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren. 

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? Meinst Du, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR. 

Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt. Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen und wollen, daß mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, so wie ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal? 

Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der HERR. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

Jeremia 23,16-29

Abendlese

Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet Ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodaß Ihr nicht tut, was Ihr wollt. Regiert Euch aber der Geist, so seid Ihr nicht unter dem Gesetz. 

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich Euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. 

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. 

Galater 5,16-24

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom heiligen Abendmahl (VII,1-8)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Löhe über Matthäus 7,15-23: Wahre und falsche Propheten

Die wahre Religion Christi und die falsche Lehre des Antichristen (1545) von Lucas Cranach d.J., 1515-1586.

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 8. Sonntag nach Trinitatis über das heilige Evangelium unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, der uns ermahnt: “Seht Euch vor vor den falschen Propheten!” wie vom Evangelisten Matthäus im 7. Kapitel glaubhaft in den Versen 15-23 aufgeschrieben.

Hier vorgelesen:

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Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte (Psalm 31,8ff)

Die wahre Religion Christi und die falsche Lehre des Antichristen (1545) von Lucas Cranach d.J., 1515-1586.

Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte, daß Du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; Du stellst meine Füße auf weiten Raum. 

HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst! Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib. Denn mein Leben ist hingeschwunden in Kummer und meine Jahre in Seufzen. Meine Kraft ist verfallen durch meine Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. 

Allen meinen Bedrängern bin ich ein Spott geworden, eine Last meinen Nachbarn und ein Schrecken meinen Freunden. Die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. Ich bin vergessen im Herzen wie ein Toter; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. Denn ich höre, wie viele mich verleumden: Schrecken ist um und um! Sie halten Rat miteinander über mich und trachten danach, mir das Leben zu nehmen. 

Ich aber, HERR, hoffe auf Dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in Deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Laß leuchten Dein Antlitz über Deinem Knecht; hilf mir durch Deine Güte! 

HERR, laß mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe Dich an. Die Frevler sollen zuschanden werden und verstummen im Totenreich. Verstummen sollen die Lügenmäuler, die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch. 

Wie groß ist Deine Güte, HERR, die Du bewahrt hast denen, die Dich fürchten, und erweisest vor den Menschen denen, die auf Dich trauen! Du birgst sie im Schutz Deines Angesichts vor den Rotten der Leute, Du verbirgst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 

Gelobt sei der HERR; denn er hat seine wunderbare Güte mir erwiesen in einer festen Stadt. Ich sprach wohl in meinem Zagen: Ich bin von Deinen Augen verstoßen. Doch Du hörtest die Stimme meines Flehens, als ich zu Dir schrie. 

Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. Seid getrost und unverzagt alle, die Ihr des HERRN harret! 

Psalm 31,8-24.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,8b-9.

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was Du dann erlesen, das treibst Du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was Deinem Rat gefällt.

Weg hast Du allerwegen, an Mitteln fehlt Dir’s nicht; Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn Du, was Deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.

Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muss doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel.

Hoff, o Du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird Dich aus der Höhle, da Dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst Du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,3-6)

Morgenlese

Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn Ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid Ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird Euch frei machen. 

Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Nachkommen und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst Du dann: Ihr sollt frei werden? 

Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. 

Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig. Wenn Euch nun der Sohn frei macht, so seid Ihr wirklich frei. 

Johannes 8,31-36

Abendlese

Seht Euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu Euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? 

So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum, an ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. 

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in Deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in Deinem Namen viele Machttaten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe Euch nie gekannt; weicht von mir, die Ihr das Gesetz übertretet! 

Matthäus 7,15-23

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom 3. Gebrauch des Gesetzes Gottes (De tertius usu legis devinae: VI,15-25)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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J.S. Bach: “Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist” (BWV 45)

Micah prophetises before three men, miniature from the Bible of the Monastery of Santa Maria de Alcobaça, c. 1220s (National Library of Portugal ALC.455, fl.298v).

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist” (BWV 45):

Der Höchste lässt mich seinen Willen wissen
Und was ihm wohlgefällt;
Er hat sein Wort zur Richtschnur dargestellt,
Wornach mein Fuß soll sein geflissen
Allzeit einherzugehn
Mit Furcht, mit Demut und mit Liebe
Als Proben des Gehorsams, den ich übe,
Um als ein treuer Knecht dereinsten zu bestehn.

Rezitativ des Tenors.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist
  
 Erster Teil
  
1. Coro
Flauto traverso I/II, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.
  
2. Recitativo T
Continuo
Der Höchste lässt mich seinen Willen wissen
Und was ihm wohlgefällt;
Er hat sein Wort zur Richtschnur dargestellt,
Wornach mein Fuß soll sein geflissen
Allzeit einherzugehn
Mit Furcht, mit Demut und mit Liebe
Als Proben des Gehorsams, den ich übe,
Um als ein treuer Knecht dereinsten zu bestehn.
  
3. Aria T
Violino I/II, Viola, Continuo
Weiß ich Gottes Rechte,
Was ist’s, das mir helfen kann,
Wenn er mir als seinem Knechte
Fordert scharfe Rechnung an.
Seele, denke dich zu retten,
Auf Gehorsam folget Lohn;
Qual und Hohn
Drohet deinem Übertreten!
  
 Zweiter Teil
  
4. Arioso B
Violino I/II, Viola, Continuo
Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan?
Denn werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir, ihr Übeltäter!
  
5. Aria A
Flauto traverso I, Continuo
Wer Gott bekennt
Aus wahrem Herzensgrund,
Den will er auch bekennen.
    Denn der muss ewig brennen,
    Der einzig mit dem Mund
    Ihn Herren nennt.
  
6. Recitativo A
Continuo
So wird denn Herz und Mund selbst von mir Richter sein,
Und Gott will mir den Lohn nach meinem Sinn erteilen:
Trifft nun mein Wandel nicht nach seinen Worten ein,
Wer will hernach der Seelen Schaden heilen?
Was mach ich mir denn selber Hindernis?
Des Herren Wille muss geschehen,
Doch ist sein Beistand auch gewiss,
Dass er sein Werk durch mich mög wohl vollendet sehen.
  
7. Choral
Flauto traverso I/II e Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Gib, dass ich tu mit Fleiß,
Was mir zu tun gebühret,
Worzu mich dein Befehl
In meinem Stande führet!
Gib, dass ichs tue bald,
Zu der Zeit, da ich soll;
Und wenn ich’s tu, so gib,
Dass es gerate wohl!

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Flauto traverso I/II, Oboe I, Oboe d’amore II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit11. August 1726
Textunbekannter Dichter; 1: Micha 6,8; 4: Matthäus 7,22-23; 7: Johann Heermann 1630
Anlass8. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Und hier eine Aufführung mit Karl Richter aus dem Jahr 1959.

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8. Sonntag nach Trinitatis (Früchte des Geistes)

Heilung eines Blindgeborenen am Sabbat. (Codex Egberti)

Wandelt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 2,17

Introitus

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. Schön ragt empor sein Gipfel, daran sich freut die ganze Welt, der Berg Zion fern im Norden, die Stadt des großen Königs. Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. 

Denn siehe, Könige waren versammelt und miteinander herangezogen. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestürzt. Zittern hat sie daselbst gepackt, Angst wie eine Gebärende. 

Du zerbrichst die großen Schiffe durch den Sturm vom Osten. Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich. Sela. 

Gott, wir gedenken Deiner Güte in Deinem Tempel. Gott, wie Dein Name, so ist auch Dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um Deiner Rechte willen. 

Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme; habt gut acht auf seine Mauern, durchwandert seine Paläste, daß Ihr den Nachkommen davon erzählt: Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet. 

Psalm 48,2-3a.9-15

Alttestamentliche Lesung

Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen!

Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Kommt nun, Ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des HERRN! 

Jesaja 2,1-5

Epistolische Lektion

Denn Ihr wart früher Finsternis; nun aber seid Ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 

Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. 

Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der Du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird Dich Christus erleuchten.

Epheser 5,8b-14

Meine Beichtansprache dazu:

Graduallied

O gläubig Herz, gebenedei und gib Lob Deinem Herren! Gedenk, daß er Dein Vater sei, den Du allzeit sollst ehren, dieweil Du keine Stund ohn ihn mit aller Sorg in Deinem Sinn Dein Leben kannst ernähren.

Er ist’s, der Dich von Herzen liebt und sein Gut mit Dir teilet, Dir Deine Missetat vergibt und Deine Wunden heilet, Dich waffnet zum geistlichen Krieg, dass Dir der Feind nicht obenlieg und Deinen Schatz zerteile.

Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Übermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden.

Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb und ist uns hold, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern.

Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, ob’s auch das Fleisch mag schmerzen. Er hilft uns hier mit Gnad und Heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von den ewigen Schätzen.

Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die ihm von Herzen hulden.

Was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, opfern uns seinen Händen und tun daneben unsern Fleiß, hoffend, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden.

O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein löblich Ende; o leucht uns mit Deim hellen Wort, daß uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende.

O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir einfältig singen, und gib Dein Wort mit freiem Klang, lass’s durch die Herzen dringen. O hilf, daß wir mit Deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen.

Michael Weiße 1531 (LKG 314)

Das heilige Evangelium

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als daß man es wegschüttet und läßt es von den Leuten zertreten. 

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 

So laßt euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie Eure guten Werke sehen und Euren Vater im Himmel preisen. 

Matthäus 5,13-16

Der christliche Glaube

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Predigttext

Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren ist? 

Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. 

Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh zu dem Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche Dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. 

Meine Predigt dazu:

Wochengebet

Jesus Christus, Du Licht der Welt, Du öffnest den Blinden die Augen,
Du zeigst uns den Weg zum Leben, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Haß verfinstert diese Welt.
Täglich sterben Menschen im Krieg.
Die Sehnsucht nach Frieden wird verlacht.
Die Gier vernichtet die Schöpfung. 
Jesus Christus, sieh die Verwundeten, die Überlebenden, die Trauernden.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Ungerechtigkeit verdunkelt das Leben der Armen.
Arbeitsplätze gehen verloren.
Angst breitet sich aus.
Die Sorge vor dem Kommenden belagert die Seelen.
Jesus Christus, ermutige die Mutlosen,
die, die schon aufgegeben haben und alle, die aufbrechen, um die Gerechtigkeit suchen.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Schmerzen überschatten das Leben.
Kranke warten auf Heilung und
Pflegende geben ihr Bestes. 
Veränderungen überfordern auch die Gutwilligen.
Jesus Christus, sei den Weinenden nahe, den Trauernden, denen, die Abschied nehmen müssen
und denen, die neu beginnen.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich: Erbarme Dich.

Der Sommer ist voller Licht.
Laß ein göttliches Licht scheinen in Deiner weltweiten Kirche und in unser Gemeinde.
Dein Licht beschütze die Reisenden und bringe sie heil an ihr Ziel.
Segne in diesen sommerlichen Tagen  uns und alle, die zu uns gehören.
Du Licht der Welt, Du gibst uns Hoffnung.
Wir bitten Dich heute und alle Tage: Erbarme Dich.

Amen.

Wochengebet der VELKD

Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr laße sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

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HERR, wie sind Deine Werke so groß und viel! (Psalm 104,24ff)

Moby Dick

HERR, wie sind Deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll Deiner Güter. Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt’s ohne Zahl, große und kleine Tiere. Dort ziehen Schiffe dahin; da ist der Leviatan, den Du gemacht hast, damit zu spielen. 

Es wartet alles auf Dich, daß Du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn Du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn Du Deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. Verbirgst Du Dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst Du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub. Du sendest aus Deinen Odem, so werden sie geschaffen, und Du machst neu das Antlitz der Erde. 

Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR freue sich seiner Werke! Er schaut die Erde an, so bebt sie; er rührt die Berge an, so rauchen sie. 

Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. Mein Reden möge ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HERRN. Die Sünder sollen ein Ende nehmen auf Erden und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Psalm 104,24-35

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Befiehl Du Deine Wege und was Dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da Dein Fuß gehen kann.

Dem Herren musst Du trauen, wenn Dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk musst Du schauen, wenn Dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was Du dann erlesen, das treibst Du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was Deinem Rat gefällt.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 340,1-3)

Morgenlese

Wenn Dich aber Deine Hand verführt, so haue sie ab! Es ist besser für Dich, daß Du verkrüppelt zum Leben eingehst, als daß Du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.

Und wenn Dich Dein Fuß verführt, so haue ihn ab! Es ist besser für Dich, daß Du lahm zum Leben eingehst, als daß Du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen.

Und wenn Dich Dein Auge verführt, so wirf’s von Dir! Es ist besser für Dich, daß Du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als daß Du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht. 

Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.

Markus 9,43-49

Abendlese

Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen«, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. 

1.Korinther 15,44-49

Konkordienformel (Solida Declaratio) Vom 3. Gebrauch des Gesetzes Gottes (VI:1-14)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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