Nun freut Euch lieben Christen gmein…

Thesenanschlag 2017

So löste Dr. Martin Luthers Thesenanschlag damals die Reformation in 1517 am 31. Oktober aus

Die Sache war lange im Kommen. Doch dann ging es ganz schnell. Schlag auf Schlag. Rückblickend äußerst Dr. Martin Luther sein Erstaunen darüber, wie der lebendige Gott sein Evangelium in Windeseile über Europa verbreitete, obwohl er selbst doch nur im Hinterland von Wittenberg steckte. Luther war weit mehr Getriebener als Treiber. Es bleibt wahr, was uns das Augsburger Bekenntnis von 1530 bekennen lehrt: „Um diesen (allein seligmachenden) Glauben zu erlangen, hat Gott das Predigtamt eingesetzt, das Evangelium und die Sakramente gegeben, durch die er als durch Mittel den Heiligen Geist gibt, der den Glauben, wo und wann er will, in denen, die das Evangelium hören, wirkt.” (Artikel 5)

Mit den 95 Thesen, die Luther an die Tür der Schlosskirche (Universitäts Aula!) genagelt hat – praktisch an das „Schwarze Brett“ seiner Uni -, brachte er den Ball ins Rollen und die Reformation nahm vor dort ihren Lauf über diesen Kontinent bis an die Enden der Erde. Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus, wie es der heilige Apostel Paulus in vielen Briefen verkündigt hat, war das Dynamit, das alle Aufmerksamkeit auf sich zog (Eph. 2,8-10, Röm. 5,1-2). Wir fühlen heute noch das Nachbeben auf der ganzen Welt. Oder haben Sie nicht gehört, dass die Lutheraner in Afrika und Asien zunehmen von einem Jahr zum anderen?

Leider ist es auch klar, dass gleichzeitig die Enttäuschungen nicht ausbleiben. Der heilige Paulus konnte es nicht fassen, wie schnell seine Galater das Evangelium der Rechtfertigung des Sünders durch den Glauben an Jesus Christus aufgaben und in die verderbliche Selbstgerechtigkeit zurückverfielen. Genauso hat es Luther zunehmend deprimiert, dass seine Deutschen, angefangen bei den Bauern bis hinauf in die kaiserliche und päpstliche Hierarchien, enthusiastische Sakramentierer, traditionelle Juden, aufklärerische Humanisten und systematische Scholastiker usw. das rettende Evangelium ignorierten und in ihrer verderblichen Ideologie und unchristlichen Religion beharrten. Luthers große Freude, das Evangelium als Licht Gottes und größten Schatz der Kirche zu empfangen, wird auf schmerzhafteste Weise angefochten durch diese überaus traumatische Erfahrung, dass so viele das Evangelium und den Herrn Christus ablehnen. Es erinnert mich doch sehr an das Wehklagen unseres Herrn wie es der Evangelist Matthäus überliefert: “Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! (23,37)

Luther verglich Gottes Mission mit dem Evangelium mit einem vorüberziehenden Sommerregen. Er kommt und geht wieder. Er erkannte Gottes große Gnade im Ausgießen seines befreienden und seligmachenden Evangeliums, aber er fürchtete sich auch vor der strafenden Dürre, wenn Gott den Himmel zuschließt und als Strafe für unseren Ungehorsam und Unglauben das Evangelium zum Schweigen bringt und den gnädigen Strom des Evangeliums stoppt.

In der kurzen Zeit, die ich hier in Lutherstadt Wittenberg war, habe ich verstanden, dass Gottes Sommerregen des Evangeliums nicht nur eine einmalige Angelegenheit ist. Es ist nicht nur wie Luther betont ein einmaliges Geschehen mit dem Evangelium. Nein, in Gottes großen Gnaden gibt es auch ein Zurückkehren der Verbannten und Ausgestoßenen in das Gelobte Land. Das haben wir wiederholt im Alten Testament gehört. Das Evangelium kehrt manchmal nach Generationen wieder zurück – wie es im Osten in unserer Lebzeit überaus eindrücklich geschehen ist. Das ist Gottes Gnade geschuldet und ist nicht von uns machbar. Das ist auch nicht saisonbedingt wie Gottes Bund mit Noah. Nein, es ist ein unberechenbares Kommen und Gehen – wie und wann Gott will. Wenn wir durch die Jahrhunderte zurückblicken, wissen wir, dass viele Orte, die das Evangelium für Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte verloren haben, manchmal und nur durch die Gnade Gottes, die Segnungen des Evangeliums erneut erhalten. Afrika ist ein typisches Beispiel – und auch die Lutherstadt Wittenberg.

Nach dem Aufleuchten des Evangeliums in der lutherischen Reformation im 16. Jahrhundert wurde dieser Erdteile durch den 30-jährigen Krieg, Napoleon, preußische Besetzung, Liberalismus, Unionismus, Nationalismus, Sozialismus, Kommunismus „und andere große Schande und Laster“ schwer beeinträchtigt. Nun hat das Evangelium wieder freien Kurs. Es kann frei in Häusern, Kapellen, Kirchen und Kathedralen gepredigt werden, dazu an Schulen, Universitäten und sogar an der Alten Lateinschule. Die Sonne zeigt ihr strahlendes Gesicht, der Herr Jesus Christus lässt sein Wort mit großen Scharen Evangelisten ausgehen. Alle sind geladen, reichlich zu nehmen von den köstlichen Schätzen. Wir dürfen alle schmecken und sehen, wie freundlich unser Gott ist. Doch Vorsicht: Es ist nicht selbstverständlich! Es kann auch wieder Nacht werden. Darum, solange Gott es in seiner unverdienten Barmherzigkeit gewährt: Greift zu und lasst es nicht links liegen. Das Evangelium ist der wahre Schatz der Kirche und aller Christen – für uns und zu unserem Heil. Wohl uns des feinen Herren! Darum dürfen wir fröhlich und getrost in Dr. Martin Luthers Danklied für die höchsten Wohltaten, so uns Gott in Christo erzeigt hat, einstimmen:

  1. Nun freut euch, lieben Christen gmein,
    Und laßt uns fröhlich springen,
    Daß wir getrost und all in ein
    Mit Lust und Liebe singen,
    Was Gott an uns gewendet hat
    Und seine süße Wundertat
    Gar teur hat ers erworben.
  2. Dem Teufel ich gefangen lag,
    Im Tod war ich verloren,
    Mein Sünd mich quälet Nacht und Tag,
    Darin ich war geboren;
    Ich fiel auch immer tiefer drein,
    Es war kein Guts am Leben mein,
    Die Sünd hat mich besessen.
  3. Mein gute Werk, die galten nicht,
    Es war mit ihn verdorben,
    Der frei Will hasste Gotts Gericht,
    er war zum Gut erstorben.
    Die Angst mich zu verzweifeln treib,
    Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,
    Zur Höllen mußt ich sinken.
  4. Da jammert Gott in Ewigkeit
    Mein Elend übermaßen,
    Er dacht an sein Barmherzigkeit,
    Er wollt mir helfen lassen.
    Er wandt zu mir das Vaterherz,
    Es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
    Er ließ sein Bestes kosten.
  5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:
    Die Zeit ist hier zu Erbarmen,
    Fahr hin, meins Herzens werte Kron,
    Und sei das Heil der Armen
    Und hilf ihm aus der Sünden Not,
    Erwürg für ihn den bittern Tod
    Und laß ihn mit dir leben.
  6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward,
    Er kam zu mir auf Erden
    Von einer Jungfrau rein und zart,
    Er sollt mein Bruder werden.
    Gar heimlich führt er sein Gewalt,
    Er ging in meiner armen Gstalt,
    Den Teufel wollt er fangen.
  7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich,
    Es soll dir jetzt gelingen;
    Ich geb mich selber ganz für dich,
    Da will ich für dich ringen;
    Denn ich bin dein und du bist mein,
    Und wo ich bleib, da sollst du sein,
    Uns soll der Feind nicht scheiden.
  8. Vergießen wird er mir mein Blut,
    Dazu mein Leben rauben,
    Das leid ich alles dir zu gut,
    Das halt mit festem Glauben,
    Den Tod verschlingt das Leben mein,
    Mein Unschuld trägt die Sünde dein,
    Da bist Du selig worden.
  9. Gen Himmel zu dem Vater mein
    Fahr ich von diesem Leben,
    Da will ich sein der Meister dein,
    Den Geist will ich dir geben,
    Der dich in Trübnis trösten soll
    Und lernen mich erkennen wohl
    Und in der Wahrheit leiten.
  10. Was ich getan hab und gelehrt,
    Das sollst du tun und lehren,
    Damit das Reich Gottes werd gemehrt
    Zu Lob und seinen Ehren.
    Und hüt dich vor der Menschen Satz,
    Davon verdirbt der edle Schatz,
    Das laß ich dir zu Letze.

(Martin Luther 1523)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung der Internationalen Lutherischen Gesellschaft Wittenberg

Angelika und ich sind überaus dankbar für Ihre großzügige Unterstützung der „International Lutheran Society Wittenberg“. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Türen der Alten Lateinschule für Besucher aus aller Welt, christliche Freunde und lutherische Familienmitglieder weit offen zu halten. Da schätzen wir Ihre Ermutigung sehr.

Schließen Sie sich uns an, wenn wir unserem Gott loben und danken für alles Gute, was hier bereits geschehen ist. Er ist der Geber aller guten und vollkommen Gaben. Von ihm erbitten wir nun auch weiterhin, dass er das Wirken und Tun hier segnen möge, damit sein Evangelium freudig erschalle zur Erbauung der Gemeinde im rechten Glauben und zu Taten helfender Liebe. Seine Gnade und Barmherzigkeit sind alle Tage neu. Wir hoffen und beten, dass das sich auch in unserem säkularen Kontext glaubwürdig erweise und die Menschen ihn deswegen in Glauben daran fröhlich loben und preisen.

Wir bitten Euch, die folgenden Fürbitten Euch zu eigen zu machen und treu für diese Arbeit inständig zu dem dreieiningen Gott zu beten:

  • Für offene Türen für das Evangelium in Wittenberg.
  • Für die Förderung des lutherischen Bekenntnisses hier und in aller Welt.
  • Um Hilfe und Rettung für alle, die in Not und Bedrängnis sind.
  • Für Gnade, Frieden und geistliche Erbauung für alle, die hier aus- und eingehen.
  • Für die notwendigen Mittel, die Kraft und Freudigkeit, die nötige Arbeit zu bewältigen.
  • Für Gott wohlgefällige Gottesdienste in der Kapelle
  • Für alle Touristen, Besucher und Hausbewohner, damit sie die Alte Lateinschule in der Lutherstadt Wittenberg als Segensort der Erholung, Erbauung und Ermunterung erfahren.
  • Für gute Bücher, hilfreiche Schulungen, erbauliche Kurse
  • Für interessierte Besucher, Mitarbeiter und Durchreisende
  • Für fruchtbares Schaffen und aufbauendes Wirken für Dozenten, Hörer und Lernende.
  • Für gute Begegnungen, bleibende und hilfreiche Vernetzung der Lutheraner aus aller Welt

Schließlich bitten wir auch um finanzielle Unterstützung dieses wichtigen Missionswerks in der Lutherstadt Wittenberg. Sie können aus folgende Methoden wählen:

  • Wittenberg Outreach mit der Notizzeile: Internationaler Lutherischer Rat (ILC)
  • Oder per Post direkt an den Internationaler Lutherischer Rat (ILC), Postfach 18775, St. Louis, MO 63118 in den USA
  • Oder per Anruf unter der Telefonnummer +1-314-8000310#
  • Oder auf das hiesige Konto der International Lutheran Society in Wittenberg unter der Bankkontoverbindung: IBAN DE05 8607 0024 0822 2135 00  BIC (SWIFT) DEUTDEDBLEG

Vielen Dank und bleiben Sie Gott befohlen + Behalten Sie: Sie sind herzlich willkommen vorbeizuschauen oder auch länger zu bleiben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Dankbar in der Alten Lateinschule

 

 

 

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Reformationsfest 2018

 

Tagesspruch aus 1.Kor.3:11 Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

Introitus: Psalm 46

Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken, wenn gleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Sela.

Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen. Die Völker müssen verzagen und die Königreiche fallen, das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.

Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch ein Zerstören anrichtet, der den Kriegen ein Ende macht in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! Ich will mich erheben unter den Völkern, ich will mich erheben auf Erden. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lesung aus dem Alten Testament beim Propheten Jesaja im 62. Kapitel

O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wiederaufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden! Der HERR hat geschworen bei seiner Rechten und bei seinem starken Arm: Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben noch deinen Wein, mit dem du so viel Arbeit hattest, die Fremden trinken lassen, sondern die es einsammeln, sollen’s auch essen und den HERRN rühmen, und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines Heiligtums. Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker! Siehe, der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her! Man wird sie nennen »Heiliges Volk«, »Erlöste des HERRN«, und dich wird man nennen »Gesuchte« und »Nicht mehr verlassene Stadt«.

Epistel des hl. Apostels Paulus an die Römer im 3. Kapitel

Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt zur Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden in der Zeit der Geduld Gottes, um nun, in dieser Zeit, seine Gerechtigkeit zu erweisen, auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. (Verse 21-28)

Hallelujahvers: Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. (Psalm 84:12)

Das Evangelium von Jesus Christus bei St. Matthäus das 10. Kapitel

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gezählt.  Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge. Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

Das Nizänische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Predigt über Galater 5:1-6

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, so wird euch Christus nichts nützen. Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, aus der Gnade seid ihr herausgefallen. Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die wir hoffen. Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.

Die Liturgische Farbe ist rot.

Kollekte zum Reformationsfest

Wir bitten dich, allmächtiger Gott: heilige und bewahre deine Kirche durch dein beständiges Erbarmen und weil sie ohne dich nicht in Frieden bestehen kann, so regiere und führe du sie allzeit nach dem Reichtum deiner Gnade. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Hauptlied: Nun freut euch, lieben Christen gmein… (ELKG 250)

Ein Danklied für die höchsten Wohltaten, so uns Gott in Christo erzeigt hat

1. Nun freut euch, lieben Christen gmein,
Und laßt uns fröhlich springen,
Daß wir getrost und all in ein
Mit Lust und Liebe singen,
Was Gott an uns gewendet hat
Und seine süße Wundertat
Gar teur hat ers erworben.

2. Dem Teufel ich gefangen lag,
Im Tod war ich verloren,
Mein Sünd mich quälet Nacht und Tag,
Darin ich war geboren;
Ich fiel auch immer tiefer drein,
Es war kein Guts am Leben mein,
Die Sünd hat mich besessen.

3. Mein gute Werk, die golten nicht,
Es war mit ihn verdorben,
Der frei Will hasset Gotts Gericht,
er war zum Gut erstorben.
Die Angst mich zu verzweifeln treib,
Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,
Zur Höllen mußt ich sinken.

4. Da jammert Gott in Ewigkeit
Mein Elend übermaßen,
Er dacht an sein Barmherzigkeit,
Er wollt mir helfen lassen.
Er wandt zu mir das Vaterherz,
Es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
Er ließ sein Bestes kosten.

5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:
Die Zeit ist hie zurbarmen,
Fahr hin, meins Herzens werte Kron,
Und sei das Heil der Armen
Und hilf ihm aus der Sünden Not,
Erwürg für ihn den bittern Tod
Und laß ihn mit dir leben.

6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward,
Er kam zu mir auf Erden
Von einer Jungfrau rein und zart,
Er sollt mein Bruder werden.
Gar heimlich führt er sein Gewalt,
Er ging in meiner armen Gstalt,
Den Teufel wollt er fangen.

7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich,
Es soll dir jetzt gelingen;
Ich geb mich selber ganz für dich,
Da will ich für dich ringen;
Denn ich bin dein und du bist mein,
Und wo ich bleib, da sollst du sein,
Uns soll der Feind nicht scheiden.

8. Vergießen wird er mir mein Blut,
Dazu mein Leben rauben,
Das leid ich alles dir zu gut,
Das halt mit festem Glauben,
Den Tod verschlingt das Leben mein,
Mein Unschuld trägt die Sünde dein,
Da bist Du selig worden.

9. Gen Himmel zu dem Vater mein
Fahr ich von diesem Leben,
Da will ich sein der Meister dein,
Den Geist will ich dir geben,
Der dich in Trübnis trösten soll
Und lernen mich erkennen wohl
Und in der Wahrheit leiten.

10.Was ich getan hab und gelehrt,
Das sollst du tun und lehren,
Damit das Reich Gottes werd gemehrt
Zu Lob und seinen Ehren.
Und hüt dich vor der Menschen Satz,
Davon verdirbt der edle Schatz,
Das laß ich dir zu Letze.

Martin Luther 1483-1564

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22. Sonntag nach Trinitatis (4.Sonntag nach Michaelis)

 

 

 

Wochenspruch:  Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. (Psalm 130:4)

Antiphon: Wenn Du, Herr, Sünden anrechnen willst, Herr, wer wird bestehen? Denn bei Dir ist die Vergebung, dass man Dich fürchte. (Psalm 130:3-4)

Introitus 

Ich harre des HERRN, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen; mehr als die Wächter auf den Morgen hoffe Israel auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm.  Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden. (Psalm 130:5-8)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Atl. Lesung beim Propheten Micha im 6. Kapitel

»Womit soll ich mich dem HERRN nahen, mich beugen vor dem Gott in der Höhe? Soll ich mich ihm mit Brandopfern nahen, mit einjährigen Kälbern? Wird wohl der HERR Gefallen haben an viel tausend Widdern, an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen für meine Übertretung geben, meines Leibes Frucht für meine Sünde?« Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Verse 6-8)

Epistolische Lektion aus dem Philipperbrief im 1. Kapitel

Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke – was ich allezeit tue in allen meinen Gebeten für euch alle, und ich tue das Gebet mit Freuden –,  für eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis heute; und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.  So halte ich es denn für richtig, dass ich so von euch allen denke, weil ich euch in meinem Herzen habe, die ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekräftige.  Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus. Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung,  sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes. (3-11)

Hallelujahvers: Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. (Ps.147,3)

Kollekte zum Sonntag: Barmherziger, gütiger Gott, Du vergibst uns reichlich und täglich alle unsre Sünde: gib uns Deinen heiligen Geist, dass er Deine Barmherzigkeit in unsere Herzen schreibe damit auch wir einander willig vergeben. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Das Evangelium von Jesus Christus bei St. Matthäus im 18. Kapitel

Da trat Petrus hinzu und sprach zu Jesus: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist’s genug siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal. Darum gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig. Da er’s nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu zahlen. Da fiel der Knecht nieder und flehte ihn an und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s alles bezahlen. Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war. Als nun seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte. Da befahl ihn sein Herr zu sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater an euch tun, wenn ihr nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder. (21-35)

Hauptlied: Herr Jesu, Gnadensonne… EKG 258

  1.  Herr Jesu, Gnadensonne,
    wahrhaftes Lebenslicht:
    Mit Leben, Licht und Wonne
    wollst du mein Angesicht
    nach Deiner Gnad er freuen
    und meinen Geist erneuen,
    mein Gott, versag mir’s nicht.
  2. Vergib mir meine Sünden
    und wirf sie hinter Dich;
    lass allen Zorn verschwinden
    und hilf mir gnädiglich.
    Lass Deine Friedensgaben
    mein armes Herze laben.
    Ach Herr, erhöre mich!
  3. Vertreib aus meiner Seelen
    den alten Adamssinn
    und lass mich Dich erwählen,
    auf dass ich mich forthin
    zu Deinem Dienst ergebe
    und Dir zur Ehre lebe,
    weil ich erlöset bin.
  4. Befördre dein Erkenntnis
    in mir, mein Seelenhort,
    und öffne mein Verständnis,
    Herr, durch dein heilig Wort,
    damit ich an dich glaube
    und in der Wahrheit bleibe
    zu Trutz der Höllenpfort.
  5. Mit deiner Kraft mich rüste,
    zu kreuz´gen mein Begier
    und alle bösen Lüste,
    auf dass ich für und für
    der Sündenwelt absterbe
    und nach dem Fleisch verderbe,
    hingegen leb ich in dir.
  6. Ach zünde Deine Liebe
    in meiner Seele an,
    dass ich aus innerm Triebe
    Dich ewig lieben kann
    Und Dir zum Wohlgefallen
    Beständig möge wallen
    Auf rechter Lebensbahn.
  7. Nun, Herr, verleih mir Stärke,
    verleih mir Kraft und Mut;
    denn das sind Gnadenwerke,
    die Dein Geist schafft und tut.
    Hingegen meine Sinnen,
    mein Lassen und Beginnen
    ist böse und nicht gut.
  8. Darum, Du Gott der Gnaden,
    Du Vater aller Treu,
    wend allen Seelenschaden
    und mach mich täglich neu;
    gib, dass ich Deinen Willen
    gedenke zu erfüllen,
    und steh mir kräftig bei!

Ludwig Andreas Gotter (1661 – 1735)

Predigttext Epheserbrief 4:7-13

Einem jeden aber von uns ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi. Darum heißt es (Psalm 68,19): »Er ist aufgefahren zur Höhe, hat Gefangene in die Gefangenschaft geführt und den Menschen Gaben gegeben.« Dass er aber aufgefahren ist, was heißt das anderes, als dass er auch hinabgefahren ist in die Tiefen der Erde?  Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.  Und er selbst gab den Heiligen die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Menschen, zum vollen Maß der Fülle Christi,

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21. Sonntag nach Trinitatis (3. Sonntag nach Michaelis): Suchet der Stadt Bestes!

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Wochenspruch:

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Rö12,21)

Antiphon: Jesaja 41:10

Ich bin Dein Gott; ich stärke dich und helfe dir, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Psalm zum Sonntag: Psalm 19

Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. 11 Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim. Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben von großer Missetat. Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lesung aus dem Alten Testament beim Propheten Jeremia im 29. Kapitel

Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte – nachdem der König Jechonja und die Königinmutter mit den Kämmerern und Oberen in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden aus Jerusalem weggeführt waren –, durch Elasa, den Sohn Schafans, und Gemarja, den Sohn Hilkijas, die Zedekia, der König von Juda, nach Babel sandte zu Nebukadnezar, dem König von Babel: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen: Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl. Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen! Denn sie weissagen euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR. Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe. Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen. (1-14: Predigttext sind die Verse 1.4-7.10-14)

Epistolische Lektion im Epheserbrief das 6. Kapitel

Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. (10-17)

Das Evangelium von Jesus Christus bei St. Matthäus im 5. Kapitel

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Auge um Auge, Zahn um Zahn.« Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand eine Meile nötigt, so geh mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will. Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Die Liturgische Farbe ist grün.

Kollekte zum Sonntag

Ewiger, gütiger Gott, du allein bist unsre Macht und unser Heil: schaue gnädig auf deine Kirche und halte uns mit deiner rechten Hand, daß wir nicht straucheln und fallen, sondern in deiner Kraft den Sieg behalten. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Hauptlied: O König Jesu Christe (EKG 203)

 

1. O König Jesu Christe,
ein Fürst, Hauptmann und Held,
zu ewiglicher Friste
vom Vater auserwählt
ein Sohn Davids geboren:
Dein Reich ewig besteht,
das dir Gott hat geschworen,
durch seinen Geist geredt.
4. zu kämpfen und zu fechten
nach dir ganz ritterlich
und allen deinen Knechten,
die von Anfang in dich
gehoffet und vertrauet
in aller Angst und Not
auf dein Gnad fest gebauet
bis in’ zeitlichen Tod.
2. Dich, Herr, wir wollen bitten,
du edler Herzog wert,
nach rechter Kinder Sitten:
Send uns dein geistliche Schwert,
das schneidt zu beiden Seiten,
ich mein dein göttlich Wort,
damit wir mögen streiten
wider der Höllen Pfort.
5. O Gott, tu uns erhalten
in diesem großen Streit,
laß die Lieb nicht erkalten
durch Ungerechtigkeit,
darin die arge Welt
überhand genommen hat.
Hilf uns behalten das Felde
durch deine große Gnad.
3. Den Harnisch tu uns senden,
den du getragen hast,
umgürt uns unsre Lenden
mit deiner Wahrheit Glast,
den Panzer tu uns geben
deiner Gerechtigkeit,
den Schild des Glaubens eben,
damit uns zubereit’.

Leonhard Roth um 1500-1541

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Was ist los an der “Alten Lateinschule”?

Hier eine kl. Aktualisierung zum Stand der Dinge an der “Alten Lateinschule“, die hoffentlich schon in nächster Zukunft eine “Neue Lutherschule” beherbergt: OLS Vorstellung 2018.   Dazu eine kl. Form für den Datenschutz: Kontaktformular

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20th Sunday after Trinity

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Watchword

He hath shewed thee, O man, what is good; and what doth the Lord require of thee, but to do justly, and to love mercy, and to walk humbly with thy God? (Micah 6:8).

The Introit is from Psalm 19

The law of the Lord is perfect, converting the soul: the testimony of the Lord is sure, making wise the simple. The statutes of the Lord are right, rejoicing the heart: the commandment of the Lord is pure, enlightening the eyes. The fear of the Lord is clean, enduring for ever: the judgments of the Lord are true and righteous altogether. More to be desired are they than gold, yea, than much fine gold: sweeter also than honey and the honeycomb. Moreover by them is thy servant warned: and in keeping of them there is great reward. (Verses 7-11)

Glory be to the Father and to the Son and to the Holy Spirit as it was in the beginning, is now and will be forever. Amen.

Old Testament lesson from the 1st book of Moses (Genesis) the 8th chapter

And Noah went forth, and his sons, and his wife, and his sons’ wives with him: Every beast, every creeping thing, and every fowl, and whatsoever creepeth upon the earth, after their kinds, went forth out of the ark. And Noah builded an altar unto the Lord; and took of every clean beast, and of every clean fowl, and offered burnt offerings on the altar. And the Lord smelled a sweet savour; and the Lord said in his heart, I will not again curse the ground any more for man’s sake; for the imagination of man’s heart is evil from his youth; neither will I again smite any more every thing living, as I have done. While the earth remaineth, seedtime and harvest, and cold and heat, and summer and winter, and day and night shall not cease.” (Verses 18-22)

The lesson from the 1st letter by the apostle St. Paul to the Thessalonians in the 4th chapter

Furthermore then we beseech you, brethren, and exhort you by the Lord Jesus, that as ye have received of us how ye ought to walk and to please God, so ye would abound more and more. For ye know what commandments we gave you by the Lord Jesus.  For this is the will of God, even your sanctification, that ye should abstain from fornication: That every one of you should know how to possess his vessel in sanctification and honour; Not in the lust of concupiscence, even as the Gentiles which know not God: That no man go beyond and defraud his brother in any matter: because that the Lord is the avenger of all such, as we also have forewarned you and testified. For God hath not called us unto uncleanness, but unto holiness.  He therefore that despiseth, despiseth not man, but God, who hath also given unto us his holy Spirit. (Verses 1-8)

The Holy Gospel according to the evangelist St. Mark in the 10th chapter

And the Pharisees came to Jesus, and asked him, Is it lawful for a man to put away his wife? tempting him. And he answered and said unto them, What did Moses command you. And they said, Moses suffered to write a bill of divorcement, and to put her away. And Jesus answered and said unto them, For the hardness of your heart he wrote you this precept. But from the beginning of the creation God made them male and female. For this cause shall a man leave his father and mother, and cleave to his wife; And they twain shall be one flesh: so then they are no more twain, but one flesh. What therefore God hath joined together, let not man put asunder. And in the house his disciples asked him again of the same matter.  And he saith unto them, Whosoever shall put away his wife, and marry another, committeth adultery against her.  And if a woman shall put away her husband, and be married to another, she committeth adultery.” (Verses 2-12)

God´s Holy Word for the sermon is from the first letter of the apostle St. Paul to the Corinthians, the 7th chapter

But this I say, brethren, the time is short: it remaineth, that both they that have wives be as though they had none; And they that weep, as though they wept not; and they that rejoice, as though they rejoiced not; and they that buy, as though they possessed not; And they that use this world, as not abusing it: for the fashion of this world passeth away. (Verses 29-31)

The liturgical colour is green.

The Hymn for this week: Wohl denen, die da wandeln… 

Together with the Christian Church we pray a collect for the 20th Sunday after Trinity: O Lord, keep Your household, the Church, in continual godliness that through Your protection she may be free from all adversities and devoutly given to serve You in good works; through Jesus Christ, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight to preach his holy will faithfully and his gracious promises invitingly! If you are not preaching, then listen for God is talking (Hic dixit Dominus) + His precious gospel is “the power of God for the salvation of everyone who believes.” (Rom 1:16 NIV)

 

 

 

 

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19th Sunday after Trinity

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Watchword for the 19th Sunday after Trinity: Heal me, O LORD, and I shall be healed; save me, and I shall be saved (Jer 17:14 KJG).

The Introit is from Psalm 32:  Blessed is he whose transgression is forgiven, whose sin is covered. Blessed is the man unto whom the LORD imputeth not iniquity, and in whose spirit there is no guile. I acknowledged my sin unto thee, and mine iniquity have I not hid. I said, I will confess my transgressions unto the LORD; and thou forgavest the iniquity of my sin. Selah.

Thou art my hiding place; thou shalt preserve me from trouble; thou shalt compass me about with songs of deliverance. Selah. (Verses 1-2.5.7)

Glory be to the Father and to the Son and to the Holy Spirit as it was in the beginning, is now and will be forever. Amen.

Lesson from the Old Testament from the 2nd book of Moses (Exodus) the 34th chapter: “And he hewed two tables of stone like unto the first; and Moses rose up early in the morning, and went up unto mount Sinai, as the LORD had commanded him, and took in his hand the two tables of stone. And the LORD descended in the cloud, and stood with him there, and proclaimed the name of the LORD. And the LORD passed by before him, and proclaimed, The LORD, The LORD God, merciful and gracious, longsuffering, and abundant in goodness and truth, Keeping mercy for thousands, forgiving iniquity and transgression and sin, and that will by no means clear the guilty; visiting the iniquity of the fathers upon the children, and upon the children’s children, unto the third and to the fourth generation. And Moses made haste, and bowed his head toward the earth, and worshipped. And he said, If now I have found grace in thy sight, O Lord, let my Lord, I pray thee, go among us; for it is a stiffnecked people; and pardon our iniquity and our sin, and take us for thine inheritance. And he said, Behold, I make a covenant: before all thy people I will do marvels, such as have not been done in all the earth, nor in any nation: and all the people among which thou art shall see the work of the LORD: for it is a terrible thing that I will do with thee.” (Verses 4-10)

The epistle lesson from the letter of the apostle St. Paul to the Ephesians in the 4th chapter: “That ye put off concerning the former conversation the old man, which is corrupt according to the deceitful lusts; And be renewed in the spirit of your mind; And that ye put on the new man, which after God is created in righteousness and true holiness. Wherefore putting away lying, speak every man truth with his neighbour: for we are members one of another. Be ye angry, and sin not: let not the sun go down upon your wrath: Neither give place to the devil. Let him that stole steal no more: but rather let him labour, working with his hands the thing which is good, that he may have to give to him that needeth. Let no corrupt communication proceed out of your mouth, but that which is good to the use of edifying, that it may minister grace unto the hearers. And grieve not the holy Spirit of God, whereby ye are sealed unto the day of redemption. Let all bitterness, and wrath, and anger, and clamour, and evil speaking, be put away from you, with all malice: And be ye kind one to another, tenderhearted, forgiving one another, even as God for Christ’s sake hath forgiven you. (Verses 22-32)

The holy gospel according to the evangelist St. Mark in the 2nd chapter: “And again Jesus entered into Capernaum after some days; and it was noised that he was in the house. And straightway many were gathered together, insomuch that there was no room to receive them, no, not so much as about the door: and he preached the word unto them. And they come unto him, bringing one sick of the palsy, which was borne of four. And when they could not come nigh unto him for the press, they uncovered the roof where he was: and when they had broken it up, they let down the bed wherein the sick of the palsy lay. When Jesus saw their faith, he said unto the sick of the palsy, Son, thy sins be forgiven thee. But there were certain of the scribes sitting there, and reasoning in their hearts,  Why doth this man thus speak blasphemies? who can forgive sins but God only?  And immediately when Jesus perceived in his spirit that they so reasoned within themselves, he said unto them, Why reason ye these things in your hearts? Whether is it easier to say to the sick of the palsy, Thy sins be forgiven thee; or to say, Arise, and take up thy bed, and walk?  But that ye may know that the Son of man hath power on earth to forgive sins, (he saith to the sick of the palsy,) I say unto thee, Arise, and take up thy bed, and go thy way into thine house.  And immediately he arose, took up the bed, and went forth before them all; insomuch that they were all amazed, and glorified God, saying, We never saw it on this fashion. (Verses 1-12)

The Sermon for this Sunday is based on the epistle of St.James, the 5thchapter: “Is anyone among you suffering? Let him pray. Is anyone cheerful? Let him sing praise. Is anyone among you sick? Let him call for the elders of the church, and let them pray over him, anointing him with oil in the name of the Lord. And the prayer of faith will save the one who is sick, and the Lord will raise him up. And if he has committed sins, he will be forgiven. Therefore, confess your sins to one another and pray for one another, that you may be healed. The prayer of a righteous person has great power as it is working. (Verses 13-16)

The liturgical colour is green.

Together with the Christian Church we pray a collect for the 19th Sunday after Trinity: Almighty and merciful God, of Your bountiful goodness keep from us all things that may hurt us that we, being ready in both body and soul, may cheerfully accomplish whatever You would have us do; through Jesus Christ, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.

Hymn for the week:

1 Nun lasst uns Gott, dem Herren,
Danksagen und ihn ehren
Von wegen seiner Gaben,
Die wir empfangen haben.
Now let us to God, the Lord,
give thanks and honour him
on account of his gifts
which we have received
.
2 Den Leib, die Seel, das Leben
Hat er allein uns geben,
Dieselben zu bewahren,
Tut er nicht etwas sparen.
Body, soul, life
he alone has given to us
,
and to preserve these 
he spares nothing..
3 Nahrung gibt er dem Leibe,
Die Seele muß auch bleiben,
Wiewohl tödliche Wunden
Sind kommen von der Sünden.
He gives food for the body,
but the soul must also survive
,
even even though mortal wounds
come from our sins
.
4 Ein Arzt ist uns gegeben,
Der selber ist das Leben.
Christus, für uns gestorben,
Der hat das Heil erworben.
A physician is given to us,
who himself is life
.
Christ, having died for us,
has obtained salvation.
5 Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl
Dient wider allen Unfall,
Der Heilig Geist im Glauben
Lehrt uns darauf vertrauen.
His word, his baptism, his supper,
sure help in all misfortune
,
the Holy Spirit in faith
teaches us to place our trust in these
.
6 Durch ihn ist uns vergeben
Die Sünd, geschenkt das Leben,
Im Himmel solln wir haben,
O Gott, wie große Gaben.
Through him sins are forgiven,
we are granted life
,
what great gifts, oh God,
we shall have in heaven.
7 Wir bitten deine Güte,
Wollst uns hinfort behüten,
Uns Große mit den Kleinen,
Du kannst nicht böse meinen.
We pray that your kindness
may henceforth protect us
,
both great and small,
you cannot intend evil.
8 Erhalt uns in der Wahrheit,
Gieb ewigliche Freiheit,
Zu preisen deinen Namen
Durch Jesum Christum, Amen.
Keep us in the truth
grant everlasting freedom
,
to praise your name

through Jesus Christ, Amen
.

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight to preach his holy will faithfully and his gracious promises invitingly! If you are not preaching, then listen for God is talking (Hic dixit Dominus) + His precious gospel is “the power of God for the salvation of everyone who believes.” (Rom 1:16 NIV)

 

 

 

 

 

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18th Sunday after Trinity

Moses und die 10 Gebote

Watchword for the 18th Sunday after Trinity: And he has given us this command: Anyone who loves God must also love their brother and sister. (1Jo 4:21 NIV)

The Introit is from Psalm 122: 

I was glad when they said unto me, Let us go into the house of the Lord.

Our feet shall stand within thy gates, O Jerusalem.

Jerusalem is builded as a city that is compact together:

Whither the tribes go up, the tribes of the Lord, unto the testimony of Israel, to give thanks unto the name of the Lord.

For there are set thrones of judgment, the thrones of the house of David.

 Pray for the peace of Jerusalem: they shall prosper that love thee.

Peace be within thy walls, and prosperity within thy palaces.

For my brethren and companions’ sakes, I will now say, Peace be within thee.

Because of the house of the Lord our God I will seek thy good.

Glory be to the Father and to the Son and to the Holy Spirit as it was in the beginning, is now and will be forever. Amen.

Lesson from the Old Testament from the 2nd book of Moses (Exodus) the 20th chapter: “And God spoke all these words: “I am the LORD your God, who brought you out of Egypt, out of the land of slavery. “You shall have no other gods before me. “You shall not make for yourself an image in the form of anything in heaven above or on the earth beneath or in the waters below. You shall not bow down to them or worship them; for I, the LORD your God, am a jealous God, punishing the children for the sin of the parents to the third and fourth generation of those who hate me, but showing love to a thousand generations of those who love me and keep my commandments. “You shall not misuse the name of the LORD your God, for the LORD will not hold anyone guiltless who misuses his name.  “Remember the Sabbath day by keeping it holy.  Six days you shall labor and do all your work,  but the seventh day is a sabbath to the LORD your God. On it you shall not do any work, neither you, nor your son or daughter, nor your male or female servant, nor your animals, nor any foreigner residing in your towns. For in six days the LORD made the heavens and the earth, the sea, and all that is in them, but he rested on the seventh day. Therefore the LORD blessed the Sabbath day and made it holy.  “Honor your father and your mother, so that you may live long in the land the LORD your God is giving you. “You shall not murder. “You shall not commit adultery. “You shall not steal. “You shall not give false testimony against your neighbor. “You shall not covet your neighbor’s house. You shall not covet your neighbor’s wife, or his male or female servant, his ox or donkey, or anything that belongs to your neighbor.” (Verses 1-17)

The epistle lesson from the letter of the apostle St. Paul to the Romans in the 14th chapter: “For the kingdom of God is not a matter of eating and drinking, but of righteousness, peace and joy in the Holy Spirit,  because anyone who serves Christ in this way is pleasing to God and receives human approval. Let us therefore make every effort to do what leads to peace and to mutual edification. (Verses 17-19)

The holy gospel according to the evangelist St. Mark in the 12th chapter

“One of the teachers of the law came and heard them debating. Noticing that Jesus had given them a good answer, he asked him, “Of all the commandments, which is the most important?” “The most important one,” answered Jesus, “is this: ‘Hear, O Israel: The Lord our God, the Lord is one.  Love the Lord your God with all your heart and with all your soul and with all your mind and with all your strength.’ The second is this: ‘Love your neighbor as yourself.’ There is no commandment greater than these.” “Well said, teacher,” the man replied. “You are right in saying that God is one and there is no other but him. To love him with all your heart, with all your understanding and with all your strength, and to love your neighbor as yourself is more important than all burnt offerings and sacrifices.” When Jesus saw that he had answered wisely, he said to him, “You are not far from the kingdom of God.” And from then on no one dared ask him any more questions. (Verses 28-34)

The Sermon for this Sunday is based on the letter of St. James the 2nd chapter:

My brethren, have not the faith of our Lord Jesus Christ, the Lord of glory, with respect of persons. For if there come unto your assembly a man with a gold ring, in goodly apparel, and there come in also a poor man in vile raiment; And ye have respect to him that weareth the gay clothing, and say unto him, Sit thou here in a good place; and say to the poor, Stand thou there, or sit here under my footstool: Are ye not then partial in yourselves, and are become judges of evil thoughts? Hearken, my beloved brethren, Hath not God chosen the poor of this world rich in faith, and heirs of the kingdom which he hath promised to them that love him? But ye have despised the poor. Do not rich men oppress you, and draw you before the judgment seats? Do not they blaspheme that worthy name by the which ye are called? If ye fulfil the royal law according to the scripture, Thou shalt love thy neighbour as thyself, ye do well: But if ye have respect to persons, ye commit sin, and are convinced of the law as transgressors. For whosoever shall keep the whole law, and yet offend in one point, he is guilty of all. For he that said, Do not commit adultery, said also, Do not kill. Now if thou commit no adultery, yet if thou kill, thou art become a transgressor of the law. So speak ye, and so do, as they that shall be judged by the law of liberty. For he shall have judgment without mercy, that hath shewed no mercy; and mercy rejoiceth against judgment. (Verses 1-13)

The liturgical colour is green.

Together with the Christian Church we pray a collect for the 18th Sunday after Trinity: O God, forasmuch as without Thee we are not able to please Thee, mercifully grant that Thy Holy Spirit may in all things direct and rule our hearts; through Jesus Christ, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.

Hymn for the week: “Lord, Thee I Love with All My Heart” by Martin Schalling, 1532-1608 translated by Catherine Winkworth, 1829-1878

  1. Lord, Thee I love with all my heart;

I pray Thee ne’er from me depart,

With tender mercies cheer me.

Earth has no pleasure I would share,

Yea, heaven itself were void and bare

If Thou, Lord, wert not near me.

And should my heart for sorrow break,

My trust in Thee no one could shake.

Thou art the Portion I have sought;

Thy precious blood my soul has bought.

Lord Jesus Christ, My God and Lord, my God and Lord,

Forsake me not! I trust Thy Word.

  1. Yea, Lord, ’twas Thy rich bounty gave

My body, soul, and all I have

In this poor life of labor.

Lord, grant that I in every place

May glorify Thy lavish grace

And serve and help my neighbor.

Let no false doctrine me beguile

And Satan not my soul defile.

Give strength and patience unto me

To bear my cross and follow Thee.

Lord Jesus Christ, My God and Lord, my God and Lord,

In death Thy comfort still afford.

  1. Lord, let at last Thine angels come,

To Abram’s bosom bear me home,

That I may die unfearing;

And in its narrow chamber keep

My body safe in peaceful sleep

Until Thy reappearing.

And then from death awaken me

That these mine eyes with joy may see,

O Son of God, Thy glorious face,

My Savior and my Fount of grace,

Lord Jesus Christ, My prayer attend, my prayer attend,

And I will praise Thee without end.

Hymn #429 from The Lutheran Hymnal Text: Psalm 18 Author: Martin Schalling, c. 1567 translated by: Catherine Winkworth, 1863, alt. Titled: “Herzlich lieb hab’ ich dich, o Herr” 1st Published in: Bernhard Schmid’s Orgelbuch: Strassburg, 1577

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight to preach his holy will faithfully and his gracious promises invitingly! If you are not preaching, then listen for God is talking (Hic dixit Dominus) + His precious gospel is “the power of God for the salvation of everyone who believes.” (Rom 1:16 NIV)

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Reaching out with the gospel…

Some critical reflections on preaching weekly at the local school this 1st Quarter: Bericht – Modern

1.  Preach you the Word and plant it home
        To men who like or like it not,
     The Word that shall endure and stand
        When flow’rs and men shall be forgot.
2.  We know how hard, O Lord, the task
        Your servant bade us undertake:
     To preach Your Word and never ask
        What prideful profit it may make.
3.  The sower sows his reckless love
         Scatters abroad the goodly seed,
     Intent alone that all may have
        The wholesome loaves that all men need.
4.  Though some be snatched and some be scorched
         And some be choked and matted flat,
     The sower sows; his heart cries out,
        “Oh, what of that, and what of that?”
5.  Of all his scattered plenteousness
        One-fourth waves ripe on hill and flat,
     And bears a harvest hundredfold:
        “Ah, what of that, Lord, what of that!”
6.  Preach you the Word and plant it home
        And never faint; the Harvest Lord
     Who gave the sower seed to sow
        Will watch and tend His planted Word.
Martin H. Franzmann (1907-1976)

 

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17th Sunday after Trinity

Ikone IX und Kananäische Frau

Watchword for the 16th Sunday after Trinity: This is the victory that overcometh the world, even our faith. (1Jo5:4b)

The Introit is from Psalm 25:  Good and upright is the Lord: therefore will he teach sinners in the way. All the paths of the Lord are mercy and truth unto such as keep his covenant and his testimonies. For thy name’s sake, O Lord, pardon mine iniquity; for it is great.  Mine eyes are ever toward the Lord; for he shall pluck my feet out of the net. Turn thee unto me, and have mercy upon me; for I am desolate and afflicted. (Verses 8.10.14-15) Glory be to the Father and to the Son and to the Holy Spirit as it was in the beginning, is now and will be forever. Amen.

Lesson from the Old Testament from the prophet Isaiah the 49th chapter: “Listen, O isles, unto me; and hearken, ye people, from far; The Lord hath called me from the womb; from the bowels of my mother hath he made mention of my name. And he hath made my mouth like a sharp sword; in the shadow of his hand hath he hid me, and made me a polished shaft; in his quiver hath he hid me; And said unto me, Thou art my servant, O Israel, in whom I will be glorified. Then I said, I have laboured in vain, I have spent my strength for nought, and in vain: yet surely my judgment is with the Lord, and my work with my God. And now, saith the Lord that formed me from the womb to be his servant, to bring Jacob again to him, Though Israel be not gathered, yet shall I be glorious in the eyes of the Lord, and my God shall be my strength. And he said, It is a light thing that thou shouldest be my servant to raise up the tribes of Jacob, and to restore the preserved of Israel: I will also give thee for a light to the Gentiles, that thou mayest be my salvation unto the end of the earth.” (Verses 1-6 This is the sermon text)

The epistle lesson from the letter of the apostle St. Paul to the Romans in the 10th chapter: “The word is nigh thee, even in thy mouth, and in thy heart: that is, the word of faith, which we preach; That if thou shalt confess with thy mouth the Lord Jesus, and shalt believe in thine heart that God hath raised him from the dead, thou shalt be saved. For with the heart man believeth unto righteousness; and with the mouth confession is made unto salvation. For the scripture saith, Whosoever believeth on him shall not be ashamed. For there is no difference between the Jew and the Greek: for the same Lord over all is rich unto all that call upon him. For whosoever shall call upon the name of the Lord shall be saved. How then shall they call on him in whom they have not believed? and how shall they believe in him of whom they have not heard? and how shall they hear without a preacher? And how shall they preach, except they be sent? as it is written, How beautiful are the feet of them that preach the gospel of peace, and bring glad tidings of good things! But they have not all obeyed the gospel. For Esaias saith, Lord, who hath believed our report? So then faith cometh by hearing, and hearing by the word of God. But I say, Have they not heard? Yes verily, their sound went into all the earth, and their words unto the ends of the world.” (Verses 9-17)

The holy gospel according to the evangelist St. Matthew in the 15th chapter: “Then Jesus went thence, and departed into the coasts of Tyre and Sidon. And, behold, a woman of Canaan came out of the same coasts, and cried unto him, saying, Have mercy on me, O Lord, thou son of David; my daughter is grievously vexed with a devil. But he answered her not a word. And his disciples came and besought him, saying, Send her away; for she crieth after us. But he answered and said, I am not sent but unto the lost sheep of the house of Israel. Then came she and worshipped him, saying, Lord, help me. But he answered and said, It is not meet to take the children’s bread, and to cast it to dogs. And she said, Truth, Lord: yet the dogs eat of the crumbs which fall from their masters’ table. Then Jesus answered and said unto her, O woman, great is thy faith: be it unto thee even as thou wilt. And her daughter was made whole from that very hour. (Verses 21-28)

The liturgical colour is green.

Together with the Christian Church we pray a collect for this Sunday: Lord, we implore You, grant Your people grace to withstand the temptations of the devil and with pure hearts and minds to follow You, the only God; through Jesus Christ, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. (LSB Altar Book Pg. 926)

Hymn for the week:

  1. Seek were you may 
    To find a way,
    Restless, toward your salvation.
    My heart is stilled,
    On Christ I build,
    He is the one foundation.
    His word is sure,
    His works endure;
    He over throws
    All evil foes;
    Through him I more than conquer.
  2. Seek whom you may To be your stay,
    None can redeem his brother.
    All helper. Failed;
    This man prevailed,
    The God man and none other,
    Our Servant King
    Of whom we sing.
    We’re justified
    Because he died,
    The guilty being guiltless.
  3. Seek him alone,
    Do not postpone;
    Let him your soul deliver.
    All you who thirst,
    Go to him first
    Whose grace flows like a river.
    Seek him indeed
    In every need;
    He will impart
    To every heart
    The fullness of his treasure.
  4. My heart’s delight,
    My crown most bright,
    O Christ, my joy forever.
    Not wealth nor pride
    Nor fortune’s tide
    Our bonds of love shall sever.
    You are my Lord;
    Your precious Word
    Shall guide my way
    And help me stay
    Forever in your presence.

Georg Weissel 1590-1635 translated by Arthur P. Voss 1899-1955.

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight to preach his holy will faithfully and his gracious promises invitingly! If you are not preaching, then listen for God is talking (Hic dixit Dominus) + His precious gospel is “the power of God for the salvation of everyone who believes.” (Rom 1:16 NIV)

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