Auf, ihr betrübten Herzen der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können in Nachtmahl, Tauf und Wort (Johann Rist)
Gloria, laus et honor tibi sit, Rex Christe, Redemptor, cui puerile decus prompsit Hosanna pium.
Das heißt: Ruhm und Preis und Ehre sei Dir, Erlöser und König. Jubelnd rief einst das Volk sein Hosianna Dir zu. Und singen mit Friedrich Rückert (1834) wie in der Adventszeit: „Dein König kommt in niedern Hüllen…“ und müssen doch erst wieder lernen, was die Tageslosung aus dem Johannesevangelium uns nahebringt: „So muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ (Joh.3,14b-15).
Die dankbare Sünderin, der viele Sünden vergeben worden sind (Maria Magdalena? Maria von Bethanien), geht uns mit gutem Beispiel voran. Sie salbt unseren Herrn und aller Heiland Jesus zum Begräbnis. Sie lässt es sich viel kosten: „Eins ist not, ach Herr, dies eine lehre mich erkennen doch!“ und geht dabei mit verschwenderischer Liebe vor. Der Herr erkennt das an und verspricht, dass das unvergessen bleibt in seiner heiligen Kirche so wenig wie er das je vergessen wird. So erkennen wir wieder die Güte und Menschenfreundlichkeit unseres Herrn. Er beklagt nicht sein eigenes Schicksal, sondern freut sich an denen, die es dankbar aufnehmen und dieses Heil in ihm erkennen und mit ihren Liebesopfer preisen. Er hat der Sünderin viele Sünden vergeben, so viele, dass sie buchstäblich vor Liebe überfließt und die kostbare Narde über den Geber aller guten Gaben reichlich ausschüttet, ausgießt und ihn mit dem duftenden Salböl fürs den letzten Gang bereitet – zum Gang ans Kreuz, in den Tod und Sünde, Tod und Teufel endgültig zu besiegen. Oh, ein großer ehrwürdiger Gang – der den Lauf der Welt vom Verderben zur erlösten Seligkeit wendet. Und diese erlöste Frau tut, was wir alle doch zu gerne tun würden. Sie erweist ihrem Herrn alle Liebe und tut ihm alles Gute. Sie steht in dieser Karwoche an erster Stelle. Sie wird jetzt mit ihrer Liebestat zuerst genannt. Der Herr wird ihr das nicht vergessen. Gleich am siegreichen Ostermorgen wird er ihr erscheinen als der Auferstandene und wird sie mit Namen rufen. Sie gehört ja zu ihm und zum engsten Jüngerkreis: „Maria!“ Dagegen stehen die anderen Jünger noch im Hintergrund. Mit ihnen wird der Herr sich noch mehr und länger abgeben müssen: Versteht ihr denn immer noch nicht? Was seid ihr so trägen Herzens? Usw usw.
Das Mahl findet im Hause des vom Aussatz geheilten Simon statt. Das lässt ja letztlich das Licht Jesu auch wiederum herrlich erstrahlen und zeigt uns, wer und wie er ist. Er ist es, der diesen Leprösen geheilt und aus der einsamen Verlorenheit in die Gemeinschaft mit Gott und allen Menschen zurückgeführt hat. Rechtfertigt, heiligt, heilt und in die heilige Kirche Gottes führt. Er tut das nicht mit Gold und Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen, bitteren Leiden und Sterben. Frauen, Männer, Kinder und Alte, Sünderinnen und Sünder alle zusammen und ohne Unterschied. Keiner hat Grund zum Hochmut oder auf andere runterzuschauen, genauso wenig wie wir Grund hätten zu verzweifeln oder aufzugeben angesichts unseres Sündenelends und vielfältigen Not und tiefsten Krankheit und Schuld. Nein, alle werden wir mit hineingenommen in das Passionsgeschehen unseres Herrn. Er nimmt uns mit – Marias und Simeons – und wir gehen mit Schritt für Schritt. Die Frauen begleiten ihn auf der Via Dolorosa und ein anderer Simeon, der Afrikaner aus Kyrene darf sogar dem Heiland helfen das Kreuz tragen. Oh, ja sein Licht leuchtet hell und strahlt sogar in dieser dunklen Woche überall auf und durchbricht die Finsternis und Schatten des Todes. Denn der Herr zieht ein, demütig und von Herzen gutmütig, freundlich, geduldig und von unermesslicher Güte – uns zu erlösen, von Sünden zu befreien und ins neue Leben einzuführen. Da können wir nur dankbar einstimmen in das andauernde Hohelied der Erlösten: „Hosianna in der Höhe, gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe!‘“
Wie schwer wiegt da die Ablehnung derer, die von Jesus nichts wissen wollen. Er tut nur Gutes und Liebes, vergibt und heilt, schont und fördert. Sie aber planen wie sie ihn los werden können, ergreifen, verraten, verdammen und schließlich töten und bei den geschändeten Missetätern den Geiern und Hyänen überlassen. Weg, weg mit ihm. Kreuzige, kreuzige ihn. Sein Blut komme auf uns und unsere Kinder!
Auch die aus dem engen Jüngerkreis um den Herrn geben sich noch besserwisserisch. Was soll die Verschwendung? Was will diese Frau? Wir können das Besser. Letztlich ist es ja verschwenderisch, weil Jesus diese Ausgabe und liebevolle Zuneigung und Hingabe nicht wert ist. Es kommt ihm nicht zu, meinen sie. Beschämend, kleinlich, geizig vielleicht auch, aber aufklärerisch bleibt das im Evangelium stehen. Die, die es wirklich besser wissen müssten, die verfehlen sich auch und immer wieder. Es ist nur der Eine, der gelitten hat wie wir – doch ohne Sünde, schuldlos und als der wahre gehorsame, geduldige leidende Gottesknecht und -sohn.
Hier werden uns die Lesungen aus dem Jesajabuch im 50 Kapitel und der Epistel des Paulus an die Philipper mit dem Christushymnus im zweiten weiterführen, dass wir erkennen, wer und wie der ist, der da vor uns steht: Ecce Homo – gesalbt von der Frau, der er viele Sünden vergeben hat und am Tisch dessen, den er vom Aussatz geheilt hat. Er ist wirklich der große Schmerzensmann, den wir anflehen: „O Jesu, laß an uns durch Dein Kreuz, Angst und Pein Dein Leiden, Kreuz und Angst ja nicht verloren sein!“ (Adam Thebesius, 1652)
Auf dieses sein großes Heils- und Wunderwerk antworten wir dankbar und vertrauensvoll mit den schönen Liedern von Paul Gerhard „Wie soll ich Dich empfangen und wie begegnen ich Dir“ und Johann Rist „Auf, auf ihr Reichsgenossen, euer König kommt heran!“ Wir tun das, weil wir wissen unser Herr lebt und er kommt auch wieder, um uns endgültig aus dieser Welt und Zeit zu erlösen und zu sich heimzuholen in sein ewiges Freudenreich. Darum flehen wir ihn an und singen: Komm Herr Jesu, ja, komme bald. Amen.
The prophet is compelled to go into the world, before the public; he must dare to fight, he must confront the enemy, he cannot escape having “enemies”. He is obliged to draw sharp lines of difference; he must point his finger directly at those who are against God. He must openly brand those who appear to him to be ungodly and expose himself to the attacks of others whom he challenges in the name of God. In a sense he anticipates the Judgement in that he calls upon the Lord God to be the judge of the present….
The priest does not need to take this way. His influence is exerted privately. The place where he works is that of brotherly and fatherly ministry in pastoral encounter. He calls people to prayer, his mission is the ministry of the pastor of souls in which heart addresses heart and conscience speaks to conscience. This may be the reason why so little is known in history concerning the work of the priestly man. Those who work in secret have no great name in public….
In one of his earliest writings, Karl Barth gave classical expression to the essence of priestliness. “To uphold God´s cause in the world and yet not wage war against the world; to love the world and yet be wholly faithful to God; to suffer with the world and be sensitive to its need, but at the same time open to the redeeming Word of salvation for which it is waiting; to lift up the world to God and to carry God down into the world; to be an advocate of man before God and a messenger of God who brings peace to men…”
To be able to be and advocate before God he is forced away from the world into solitude before God. One who is not able to subject himself to the discipline of this solitude cannot be a priest. But at the same time he must be bound to men, keep in intimate contact with them, learn to know their cares and put himself in their place. He must be able to be a brother and a father.
But above all he must know the peace, the great reconciliation with God, the reconciliation that has been effected between God and men, which also makes peace possible among us men…
Every ministry of the Word of Christ lives by the miracle of divine grace. Every ministry is a matter of the fulness from which we may draw grace upon grace, truth upon truth. Every ministry has its own peculiar task. Thus, the teacher must endeavor to know the truth in its whole breadth and insist upon it in its stringency and exactitude. It cannot be otherwise than that he should become “fundamental”, a stickler for principles; he must reckon with the insinuation that the is an orthodox pedant. With the prophet the situation is different again. He too serves the truth, but at any given time he must grasp the decisive point of the truth which is at stake at the great turning points in the history of the kingdom of God. By grasping it and holding to it one-sidedly, he lays hold on the decisive continuity of the past and foresees the fulfilment of the future. Thus he is able to link faith and hope together. “If you will not believe, surely you shall not be established,” says Isaiah – and Luther translates: “Glaubt Ihr nicht, so bleibt Ihr nicht!”. “Faith is the assurance of things hoped for, the conviction of things not seen,” reads the superscription of that great chapter of the Epistle to the Hebrews which sums up the whole of Old Testament prophecy. The Christian social worker, on the other hand, must devote himself to love. But in their work all of them are priestly, for priestliness has its place where peace is proclaimed, the peace which passes all understanding, the peace from which joy is born, which brings the presence of the Lord in the church. But this is why the “priest” too has his place and why he too must come to the fore at times, called as a “mediator” who bears witness to the great High Priest who mediated for us.” (Dobberstein Pg. 374f)
From depths of Woe: Daniel in the lion´s den; Jonah & Luther.
From the deep water I cry out to you, O Lord. O Lord, listen to me. Pay attention to my plea for mercy. If you, O Lord, were to keep track of sins, O Lord, who could stand before you? But you are willing to forgive, so that you might be honored. I rely on the Lord. I rely on him with my whole being; I wait for his assuring word. I yearn for the Lord, more than watchmen do for the morning, yes, more than watchmen do for the morning. O Israel, hope in the Lord, for the Lord exhibits loyal love, and is more than willing to deliver. He will deliver Israel from all their sins.
Buße und Beichte
1 From depths of woe I cry to Thee, In trial and tribulation; Bend down Thy gracious ear to me, Lord, hear my supplication. If Thou rememb’rest ev’ry sin, Who then could heaven ever win Or stand before Thy presence?
2 Thy love and grace alone avail To blot out my transgression; The best and holiest deeds must fail To break sin’s dread oppression. Before Thee none can boasting stand, But all must fear Thy strict demand And live alone by mercy.
3 Therefore my hope is in the Lord And not in mine own merit; It rests upon His faithful Word To them of contrite spirit That He is merciful and just: This is my comfort and my trust. His help I wait with patience.
4 And though it tarry through the night And till the morning waken, My heart shall never doubt His might Nor count itself forsaken. O Isreal, trust in God your Lord. Born of the Spirit and the Word, Now wait for His appearing.
5 Though great our sins, yet greater still Is God’s abundant favor; His hand of mercy never will Abandon us, nor waver. Our shepherd good and true is He, Who will at last His Israel free From all their sin and sorrow.
Yes, Corona is affecting us too. The Old Latin School is practically shut down and I´m sitting in my office being paid for by the German state: “Kurzarbeit”. That´s a benefit of a socialist government, that even a church enterprise like ours gets funded from that side during such public quarantine ordained by the state. Obviously, if they had not dictated that we close our chapel, bookshop and bed-and-breakfast set up, we would still be open – at least theoretically. There are practically no people around – for fun. It is just the people taking their pets out for all sorts of dirty business or old people going to do their morning shopping and parents cycling with their kids, obviously trying to escape the confines of their familiar, but restricted abode.
All tourists are staying at home and even the locals are mostly locked up. Except the builders, cleaners, postmen, refuse removers etc Those are still very much in action, because they are deemed relevant to the system. Still, you can go to the bank and pick up all the money at the ATM You own. The food stores like REWE are open from morning till late – and even on Sundays. They have nearly everything – except for pasta, rice and toilet paper. For some strange reason, Germans are hoarding this as if it is going out of fashion. Crazy. I have not figured out, why, but there most be a very good reason for this for they do it although even the chancellor and many more have argued that there is absolutely no need to hoard this. Still, even the greengrocer on the market square offered me a role yesterday – as special offering/fruit of the season. Isn´t that nuts? I politely declined and said, he should save that for a rainy day himself. Some shoppers, who kept their distance, but listened closely, had a laugh at that.
The fruitier, who lives in Jessen, which is totally quarantined because of the many positively tested inhabitants after some irresponsible boozing party, was allowed out to offer their produce for sale on the Wittenberg market again. They are deemed essential components for society and its going on. That churches were closed down so quickly, shows, how relevant authorities here deem this pastoral ministry. Probably it´s a reflection of the common German attitude towards religion in general: It´s a private luxury and nowhere essential. The hasty obedience by church people to follow suit – bishops, teachers and pastors all inclusive – demonstrates, how much even church people have internalized this negative evaluation. How different still in Luther´s time, when he admonished pastors to stay putt with their entrusted folk and serve them faithfully with God´s precious and salutary gifts despite devil, pest and plague.
Angelika is working from home. Her children get homework posted and she has to supervise, correct and grade this too. Very much like normal. Thankfully they are computer savvy as their entire schoolwork is digitalized extensively – even before this viral outbreak. Now it´s all virtual and online. However, she´s on the crisis committee and therefore, they gather regularly at least once a week and get together at school to work out the emergency program as if they are excempt from the public susceptibility. I have tried to convince her, that they need to do this online too – just as the church people with their wide range of options to log in, but they´re still at it. Going on as if normality reigns in some spheres still. Even this afternoon, they have got a meeting scheduled at school. I wonder, if they believe, they´re immune, because of the important role they are playing? The frightening examples of priests and doctors dying in droves down in Italy proves, that this could prove highly delusional.
We still continue with the divine services in the chapel – even though they are not public anymore. More like going into the “underground” of the pre-constantian era or into the present time of N.Korea, China and other dictatorial pits. We follow the order of service as always in the Lenten- and Passiontide. Soon, we´ll switch to the Easter ritual of that festive season. We do the singing as normal and continue with the church prayers – Litany, Psalms and other forms too. You too are in our prayers – just as we pray for all those in church and mission across the world – especially in the Lutheran Church – in Africa and America, but also Asia, Australia and Europe with all their bishops, superintendents, pastors and teachers, missionaries and evangelists, seminaries and training centers. The Eucharist continues as always, just as the sermons and propers of the day. We share parts of the service via social media – just as all the world does too. The feedback is encouraging. We can even do the blessings vocally and online.
During the day I sit in the bookstore – like every day. The postman visits me regularly. Just as the guy from Amazon. They are the only ones besides the town authorities, who drop by for this and that. Probably, they are happy to see another face during the day. However, no book sales. Even less than normal. And the bookings are being cancelled left, right and center. Colleg Wittenberg has closed down for now. Well, they´ve got no other business than the hospitality thing. And so, instead of spring cleaning and getting the house all prepped up for the coming summer season, they´ve shut down. Probably is the cheapest thing to do – and as in so many instances, the economic considerations are first priority. Thank God, we´ve got more to do than just these basic lines of business. Our daily prayer schedule is now mostly without interruptions. We follow the orders as in “Orate fratres” – even if we supplement that from Dobberstein´s Prayer booklet. There´s continuous cleaning to get on with, post and bills still come in, the telephone keeps ringing and we can even get on with the regular maintenance and upgrading of the place e.g. new signage was installed outside and inside. The first advertises our place to passersby and the second was a requirement by the fire brigade.
After work my wife & kid go for walks to the Elbe, whereas I continue with my training program as always. We hardly ever miss a news broadcast nowadays and at least during the first week of this pandemic, we learnt something every time. That has changed again and there´s some kind of routine even in these extra-ordinary times.
Thank You for keeping in touch and may God continue to bless You richly according to the neverending bounties of grace, love and mercy. + Peace be with You +
Am 31. Hochzeitstag haben wir zum ersten Mal unseren Dias Apparat aufgestellt und die Bilder von vor gut dreißig Jahren angeschaut. Wenigstens die ersten beiden Schienen. Damals hatten wir diesen Projektor im Vikariat gekauft, damit wir in Südafrika diese Erinnerungen wachhalten könnten. Schließlich hatte ich während meines Studiums gut 30 Schienen voller Dias gemacht. Inzwischen sind die Kästen ziemlich verstaubt, aber die Bilder sind noch sehr gut erhalten. Außerdem passt die große Leinwand gut in unsere Wohnung und der Abstand zum Bildwerfer ist ideal. Man kann halt nur nichts anderes wollen!
Digitalflut / Canon / Digital Ixus AiAF
Im Wandel der Zeit
Meine erste Kamera hatte ich von meiner Oma Ziegenhagen bekommen. Ich glaube, es war eine „Beirette“ aus der ehemaligen DDR. Auf jeden Fall war es keine „Praktika“. Damit machte ich vornehmlich Schwarz-Weiß-Fotos und zwar auf Kosten meines Vaters, der auch die Filme immer wieder bei der Apotheke in der Viktoria Straße, Dundee entwickeln ließ. Die Bilder sind übrigens noch immer gestochen scharf und gar nicht verblichen. Anders die bunten Bilder. Die sind meist etwas verblichen. Später wechselte ich zu Dias. Das war billiger. Schließlich sogar zum selber rahmen. Als Philosophiestudent in Pretoria hat Martin Stallmann mir dann eine Canon AE-1 Programm aus Deutschland mitgebracht. Durch den günstigen Wechselkurs damals bekam ich sogar noch Geld zurück als er dann von seiner Reise zurückkam. Mit der Kamera hatte ich viel Freude und habe ordentlich rum geübt. Leider habe ich sie dann im Mercedes von Ray McCauley liegen gelassen als ich während der militärischen Grundausbildung nach Hause getrampt bin. Alle Bemühungen sie zurückzukriegen schlugen fehl, trotz der vielen Anrufe zur seiner Megakirche, die damals schon knapp 5k Glieder zählte. Naja, im Grundstudium in Oberursel habe ich dann die nächste gekauft – und zwar auf der Zeil in Frankfurt. Das war dann eine Minolta X-300. Nicht so klasse wie ihre Vorgängerin, aber inzwischen war ich ja auch etwas geübter und konnte mir schon etwas helfen und war nicht mehr nur auf die Automatik angewiesen. Damit habe ich dann drauf los fotografiert und zwar all die Jahre im Taunus und dann in Franken, aber auch unten im Schwarzwald bei Drubbas am Titisee und oben in Niedersachsen bei Büttchers (Habighorst). Viele Bilder sind es insgesamt geworden und da gilt es jetzt wieder mal genauer hinzuschauen. Mal sehen, was noch in der Erinnerung wachgerufen wird.
Inzwischen habe ich ja auch mal mit Nikon herumexperimentiert. Das war aber dann schon digital und nachdem ich mich in diese neue Welt mit kleineren Modellen wie z.B. von Sony eingefühlt hatte. Manche von den ersten Bildern sind nichts. Klein, undeutlich und in merkwürdigen Farbkonstellationen. Aber die größte Herausforderung ist die Menge geworden und wie man da die Übersicht behalten soll. Jahrgänge sind ok, solange diese in dem gemütlichen Rhythmus von „Alle Jahre wieder“ verfallen: Krügerpark, Südküste und wie die Jahreszeiten alle heißen! Dazu kommt das elendige Wechseln der inkompatiblen Systeme: „Picasa“, „Google Pictures“ und wie sie alle heißen. Der Speicher in der Cloud wird größer, teurer, aber nicht übersichtiger. Im Gegenteil! Zum Glück ruft Facebook immer mal wieder einige Erinnerungen wach, aber es ist auch am liebsten in der jüngsten Vergangenheit tätig – und wühlt nicht so gerne im Jenseits des vorigen Jahrhunderts bzw -tausends. Was dann mal passiert, wenn man tot und die persönlichen Passworte den Kindern nicht zugänglich sind? Dann werden diese schönen Entdeckungsreisen der Großkinder, die auf dem Dachboden in den alten Kisten stöbern und die Geschichten ihre Vorfahren entdecken, nicht mehr so einfach möglich sein wie damals als man den alten Koffer aufschlug und drinnen waren die alten Tagebücher hübsch säuberlich gestapelt oder die Bilder schön sorgfältig im Album sortiert. Nein, jetzt wird der Nachkomme schon ein kl. Computergenie sein müssen und mindestens halbwegs ein ausdauernder Forscher und Tiefenpsychologe, um an die verschlüsselten Schatzkisten im Cyberspace ranzukommen. Der einzige Trost ist wahrscheinlich, dass die heutigen Erfahrungsschätze und gelebten Geschichten zwar versteckter, aber deswegen nicht interessanter bzw bewegender als die alten Klamotten unserer Vorfahren sind. Meist läuft das ja heute programmierter, routinierter und generell mehr grau in grau – wie bei einem langweiligen Buchhalter – ab. Es ist höchste Zeit etwas Farbe und Abwechslung reinzubringen. Darum lasst uns Schluss machen mit der Rückschau und lustig die Farbspiele der Gegenwart begucken, während die fröhliche Begleitmusik der Elbe weiterrauscht und wir aus des Lebens unter der hellen Sonne und dem blauen Himmel freuen. Es ist eine schöne Welt – und wir dürfen dankbar und glücklich unsere Straße ziehen.
Die helle Sonn leucht jetzt herfür, fröhlich vom Schlaf aufstehen wir. Gott Lob, der uns in dieser Nacht behüt hat vor des Teufels Macht
Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt; laß deine lieben Engelein unsere Hüter und Wächter sein.
Das unser Herz in Gehorsam leb, deim Wort und Willen nicht widerstreb, daß wir dich stets vor Augen han in allem, was wir heben an.
Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu deinem Lob und Preis
Liebe Freunde und Verwandte, heute ist also unser 31. Hochzeitstag und was hat sich in diesen drei Jahrzehnten + schon alles getan. Wir haben nach der deutschen Anfangszeit mit der Geburt unserer beiden Ältesten und der kurzen Unterbrechung fürs Vikariat in Wartburg eine knappe Dekade als junge Pfarrfamilie in Wittenberg bei Moolmans verbracht. Da waren es ja zum Schluss noch zwei Jungs dazu. Einer im alten und der letzte im neuen Südafrika. Eine segensreiche Zeit und noch immer denke ich daran gerne zurück. Nicht nur, weil wir da so eng mit unseren Eltern Scharlach zusammenleben konnten, sondern auch weil wir in Gemeinde und Mission so wunderbar aufgenommen wurden. Dort waren wir richtig Zuhause. Doch schon damals sangen wir Samstag für Samstag den mahnenden Vers und mussten wohl auch deswegen nicht frühzeitig unsere andauernde Wanderschaft beenden:
„Ein Tag, der sagt dem andern,mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht in dieser Zeit.“
Gerhard Tersteegen 1745
In Murrayfield waren wir in der Rubida Straße Zuhause und zwar unter Gelbholzbäumen und weitreichenden Akazien und hohen Palmen – unweit von der Deutschen Schule Pretoria und der Pfarrei unseres alten Schul- und Studienfreundes Matthias. Das Zuhause hatten wir zum großen Teil meinen Eltern zu verdanken, die uns beim Hauskauf großzügig unterstützen, aber auch Angelika war nun an der Uni angestellt und machte dieses riskante Unterfangen auch in den überaus unsicheren Zeiten an der Jahrtausendwende möglich. So erlebten unsere Kinder hier den Großteil ihrer Schul- und Ausbildungszeit. Hier gingen sie in den Konfirmandenunterricht beim genannten Pastor Albers (wie ich damals bei seinem Vater) und mit uns in den sonntäglichen Gottesdienst. Zuerst in dem Englischen, den ich in der ersten Zeit mit P. Wally Hischke (St.Louis) wegen der Studenten anfing, die nicht Zulu/Tswana bzw Deutsch/Afrikaans konnten. Diese blühende Missionsgemeinde in der auch Pastoren Sithole, Mntambo und Preus (St.Louis) aktiv eingebunden waren, war einer der ergiebigsten und erfreulichsten, wenn auch ungeplanten Geschehen dieser Zeit. Später hielten wir uns dann zur St.Paulusgemeinde, wo Angelika und die Kinder gerne im Singchor unter Berhard Böhmers Leitung mitmachten. Wir als Familie bewegte all die Zeit die letztlich vergebliche Hoffnung, dass die Sprachgruppierungen sich in der von uns initiierten „Arcadia Lutheran Ministry“ (ALM) als konfessioneller Dachorganisation zusammenfinden würden. Leider hat sich das in unserer Zeit nicht realisiert. Stattdessen gab es schlussendlich noch 2 weitere – sogenannte „unabhängige“ und „selbstständige“ Gemeinden – mit ihren jeweils addierten Pastoren, so dass ein Großteil der Arbeit weiterhin dupliziert bzw verdrei- und vervierfacht wurde, anstatt dass sie unter der Leitung eines anvisierten Hauptpastors Albers in unterstützender Spezialisierung und Konzentration zum großen Ganzen hätte gebündelt werden können.
Wir vom Seminar wollten in dieser Zusammenarbeit gerne mitbeitragen, aber da diese Missionare von weither eingeflogen ihre Arbeit lieber alleine machten, blieb eine solche optimierende Kooperation weit hinter dem möglichen Potential zurück. Eigentlich hätte das nicht verwundern bzw überraschen können, da die Neuzugänge schon von Zuhause aus eher auf Selbstverwirklichung und individuelle Selbständigkeit getrimmt worden waren d.h. sie sollten ja möglichst bald individuelle bzw partielle Erfolge aufweisen und zeigen, wie sie nun im Neuland „Hervorragendes“ und „Außergewöhnliches“ erreicht hätten. Das hatte von ihrer Aussendungsbasis und Reportagepflicht viel höhere Priorität als die von uns erwünschte und vor Ort aus erforderlicher Teamarbeit. Angesichts der bisher dominierenden Apartheid, die euphemistisch als parallele Entwicklung deklariert worden war, wollten wir ein Zeichen einheitlicher Vorgehensweise unter einem Dach ausleben. Dagegen wurde leider das alte Muster gerade von den Neuzugängen, die von reaktionären Kräften eifrig unterstützt wurden, fröhlich weiter praktiziert. Somit war natürlich gleich etwas faul und der Wurm mitten drin. So wurde auch das Motto „Gottes Mission: Unsere gemeinsame Aufgabe!“ regelrecht untergraben. Kein Wunder, dass relativ bald nachdem diese anvisierte Partnerschaft wegen der auseinanderströmenden Kräfte zerfiel, P. Albers eine Berufung nach Panbult annahm. Da blieb es beim gewohnten Stückwerk einzelner Sprach- und Altersgruppierungen, die krampfhaft versuchten sich jeweils unabhängig und zur Not sogar im Gegensatz zu den anderen zu profilieren und auszuleben. Genau wie es uns in der spöttischen Charakterisierung des protestantischen Spaltpilzes vorgehalten wird. Schließlich wurden Neugründungen wiederum wegen „Pastorenmangels“ geschlossen – Dabei hatte die anfängliche Zusammenarbeit gerade darauf abgezielt, diesem mit besserer Koordinierung, Aufteilung und Zuarbeit abzuhelfen. Hoffentlich schaffen kommende Generationen dann doch noch einmal den Zusammenschluss – und zwar auf konfessioneller Basis und nicht bloß wegen ökonomischer Praktikabilitäten oder sonstiger überholter identitärer Kriterien. Dazu gebe Gott seine Gnade!
Inzwischen sind wir ganz woanders – und doch ist vieles gleich geblieben. Hier in der Lutherstadt Wittenberg bin ich noch immer Pastor und Angelika Lehrerin. Wir sind dankbar, dass wir diese Möglichkeit auch in diesem neuen Jahrzehnt zusammen erleben können. Wie das alles weitergeht, befehlen wir unserem lieben himmlischen Vater: Er wirds wohl machen!
Genauso wie Jochen Klepper das bereits 1941 in seinem Lied, dass so gut zum Hochzeitstag passt, zusammenfasst:
1) Freuet euch im Herren allewege! Abermals vernehmt es: Freuet euch! Dass er Hand in Hand zum Bund euch lege, neigt sich Gott zu euch vom Himmelreich. Eure Liebe, die euch hier verbindet, ist von seiner Liebeshuld verklärt. Wo in Gott der Mensch zum Menschen findet, ist der Segen stets noch eingekehrt.
2) Lasst die Lindigkeit, die ihr erfahren, kund sein allen Menschen, die ihr zählt. Kündet fortan von dem Wunderbaren, das in dieser Stunde euch beseelt. Euer Gott ist unter euch getreten! Segnend war er euren Herzen nah! Ja, in euren Taten und Gebeten sei bezeugt, was euch von ihm geschah.
3) Sorget nichts! Vielmehr in allen Dingen dürft ihr alles, was euch je bedrängt, in Gebet und Flehen vor ihn bringen, der als Vater hört, als König schenkt. Sorget nichts! Ihr kennt den Wundertäter! Er weiß alles, was ihr hofft und bangt! Der Mensch tritt vor Gott als rechter Beter, der im Bitten schon voll Freude dankt.
4) Und der Friede Gottes, welcher höher als Vernunft und Erdenweisheit ist, sei in eurem Bund euch täglich näher und bewahre euch in Jesus Christ. Er bewahre euer Herz und Sinne! Gottes Friede sei euch zum Geleit! Er sei mit euch heute zum Beginne; er vollende euch in Ewigkeit!
5) Freut euch. Doch die Freude aller Frommen kenne auch der Freude tiefster Grund. Gott wird eins in Christus wiederkommen! Dann erfüllt sich erst der letzte Bund! Er, der nah war, wird noch einmal nahen. Seine Herrschaft wird ohn Ende sein. Die sein Reich schon hier im Glauben sehen, holt der König dann mit Ehren ein.
Eingang: Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.( Psalm 90:14)
Confession: O Lord,with heartfelt sorrow we repent and deplore our offences. We condemn ourselves and our evil ways, with true penitence entreating that thy grace may relieve our distress. Be pleased to have compassion upon us, O most gracious God, Father of all mercies, for the sake of thy Son, Jesus Christ our Lord. And as thou dost remove our guilt and our pollution, grant us the daily increase of the grace of thy Holy Spirit, that acknowledging from our inmost hearts our own unrighteousness, we may be touched with sorrow that shall work true repentance, and that, mortifying all sins within us, thy Spirit may produce the fruits of holiness and righteousness well pleasing in thy sight; through Jesus Christ our Lord. Amen.
Psalm 34:1-11 I will bless the LORD at all times; his praise shall continually be in my mouth. 2 My soul makes its boast in the LORD; let the humble hear and be glad. 3 Oh, magnify the LORD with me, and let us exalt his name together! 4 I sought the LORD, and he answered me and delivered me from all my fears. 5 Those who look to him are radiant, and their faces shall never be ashamed. 6 This poor man cried, and the LORD heard him and saved him out of all his troubles. 7 The angel of the LORD encamps around those who fear him, and delivers them. 8 Oh, taste and see that the LORD is good! Blessed is the man who takes refuge in him! 9 Oh, fear the LORD, you his saints, for those who fear him have no lack! 10 The young lions suffer want and hunger; but those who seek the LORD lack no good thing. 11 Come, O children, listen to me; I will teach you the fear of the LORD.
Creed: I believe that I cannot by my own reason or strength believe in Jesus Christ my Lord, or come to him; but the Holy Ghost has called me through the gospel, enlightened me by his gifts, and sanctified and preserved me in the true faith; in like manner as he calls, gathers, enlightens, and sanctifies the whole Christian Church on earth, and preserves it in union with Jesus Christ in the true faith; in which Christian Church he daily forgives abundantly all my sins, and the sins of all believers, and will raise up me and all the dead at the last day, and will grant everlasting life to me and to all who believe in Christ. This is most certainly true. Amen.
Herr Gott, himmlischer Vater. Deine Güte ist alle Morgen neu über uns, und deine Barmherzigkeit hat kein Ende. Entzünde mein Herz, daß ich ein Bote deiner Liebe sei für alle, die um mich sind. Gib mir Einsicht und Kraft, ihnen brüderlich zu helfen durch Wort und Tat. Behüte mich vor Ehrgeiz und Hochmut, vor Bitterkeit und Kälte des Herzens. Dir befehle ich alle, die mir lieb und teuer sind, alle, die mir zu tragen geben. Halte uns verbunden in deiner Liebe. Amen.
Gott unser Schöpfer, du willst, daß unser Leib ein Tempel des heiligen Geistes sei. Ich bitte dich, hilf mir, alle meine Glieder und Sinne in Zucht zu halten. Bewahre meine Zunge, das sie nicht Voreiliges und Unnützes rede und damit Unheil anrichte. Reinige meine Gedanken und mein Herz. Gib mir Kraft, zur rechten Zeit Ja und Nein zu sagen und die Entscheidung nicht zu scheuen. Gib mir durch deine Gnade ein freies und festes Herz. Amen.
Herr, laß uns freudig den Weg deiner Gebote gehen und mach uns stille vor dir, um im stillen Wandel von deiner Gnade zu zeugen und deine Kräfte in diese Welt hineinzutragen. Laß dein Licht durch uns leuchten, daß die Menschen gute Werke an uns sehen und den Vater im Himmel preisen. Richte unser Leben also, daß uns am Ende keiner verklage, dem wir Erbarmen und Liebe schuldig geblieben sind, und wir aufgenommen werden in die ewigen Hütten. Amen.
Vater unser: Unser tägliches Brot gib uns heute.
Was ist das?
Gott gibt das tägliche Brot auch ohne unsere Bitte allen bösen Menschen;aber wir bitten in diesem Gebet, daß er’s uns erkennen lasseund wir mit Danksagung empfangen unser tägliches Brot.
Was heißt denn tägliches Brot?
Alles, was not tut für Leib und Leben,wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut,fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen, fromme und treue Oberherren, gute Regierung,gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen.
Fürbitte (Für die Familie, Patenkinder, Verwandte, Freunde und Feinde, für den fernen Nächsten…)
Ich danke dir, lieber himmlischer Vater, für Angelika und für unsere Kinder, für alle Verwandten und Freunde, die du mir gegeben hast. Laß mich mit Angelika im Glauben an dich verbunden sein. Hilf, daß wir einander beistehen in herzlicher Liebe, in gegenseitiger Achtung und Treue. Lege deinen Segen auf unsere Arbeit und gib uns, was wir für Leib und Leben nötig haben. Wo du nicht unser Haus baust, ist all’ unser Mühen umsonst.
Ich bitte dich für meine Kinder und Patenkinder, laß sie fröhlich aufwachsen. Hilf mir, daß ich sie für dich erziehe in Liebe, Ernst und Zucht. Bewahre sie vor allem Übel, vor Verführung und Ärgernis. Gib, daß sie das Ziel ihres Lebens hier und dort erreichen. Führe du sie an deiner Vaterhand auf deinen Wegen und schenke mir die Freude, mit ihnen einst einzugehen in das ewige Leben. Amen.
Lieber Vater im Himmel!
Du hast uns mit unseren Kindern so reich gemacht. Dafür danken wir dir viel zu wenig. Wir seufzen oft über ihre Unarten und übersehen das Gute, das du in sie hineingelegt hast. Bei aller Mühe um ihr Gedeihen bereiten sie uns doch immer viel Freude.
Gib uns den rechten Blick für unsere Kinder, Zeit und Geduld. Schenke uns Liebe und Zucht, Güte und Festigkeit, wo sie nötig sind. Lehre uns, unsere Kinder recht zu begleiten, auch wenn sie sich uns verschließen und wir sie nicht verstehen.
Bewahre sie vor bösem Einfluß und schlechten Wegen, erwecke vielmehr ihr Herz zu fröhlichem Glauben an dich. Laß uns weise sein, ihnen deinen Willen so zu bezeugen, daß sie Lust bekommen, danach zu leben. Wehre dem Geist der Sorge und der Unzufriedenheit in unserer Familie, damit unsere Kinder erkennen können, wie du für sie und uns alle sorgst. In deine Führung befehlen wir unsere Kinder. Hilf uns, sie lieb zu behalten, weil du sie uns gabst.
Herr, sieh’ an alle Not der Familien in einer friedlosen zerteilten Welt. Alt und jung verstehen sich oft schwer. Reiße ein, was sich an Mißverstehen, Kummer und Zorn zwischen den Generationen auftürmt. Hilf den Jungen, Formen ihres Lebens zu finden, die ihre Eltern und Lehrer nicht verletzen. Hilf den Eltern, ohne Mißtrauen die neuen Wege ihrer Kinder zu begleiten. Laß unsere Familien Stätten der Geborgenheit für die Kinder werden.
Himmlischer Vater, gib in deiner Güte allen Familien den Wohn- und Arbeitsraum, den sie brauchen, um an Leib und Seele gesund zu bleiben. Wo aber Menschen eng beisammen wohnen müssen, da wehre der Rücksichtslosigkeit und der Selbstsucht. Hilf, das wir nicht bitter oder pharisäisch über unsere Nachbarn reden. Laß uns freundlich auf sie zugehen; denn du hast uns zu Nachbarn gemacht. Amen.
Herr, du bist reich für alle. Du erhälst die Welt und uns bis auf diesen Tag. Die Erde ist voll der Spuren deiner Herrlichkeit. Sie quillt über von deinen Gütern und Gaben. Aber Menschen hungern, nicht nur einige Arme und Unglückliche, Millionen hungern, Hunderte von Millionen in großen Ländern und Völker.
Herr, erbarme dich! Du hast alle deine Kinder lieb. Du hast sie alle gemeint in Jesus Christ.
Segen:Der Herr unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände bei uns. Ja, das Werk unserer Hände wollest du fördern! (Ps.90,17)
MITTAGSGEBET
Eingang: Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten. (Psalm 103:11)
Psalm 36:6-10 HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. 7 Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Tieren. 8 Wie köstlich ist deine Güte, Gott, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! 9 Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom. 10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Halleluja!
Lesung
Gebete
Lieber Vater, in meinem Beruf ist dein Wort und Befehl. Darauf gehe ich hin und werfe heute mein Netz aus und laß dich sorgen, daß es geraten werde. Ich bitte allein daneben, gib deinen Segen und das Gedeihen dazu. Amen.
Herr, der du zu Brüdern gemacht hast, die dir folgen und die dich lieben, zeige du mir meine Aufgabe an ihnen. Laß mich in jedem Menschen dir begegnen. Hilf mir aber auch, daß ich die nicht vergesse, die du mir in meiner Familie an die Seite gestellt hast. Laß mich nicht von deinen großen Taten in aller Welt reden und darüber meine nächsten Angehörige vergessen. Amen.
Segen: Der Frieden Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen. (Phil.4,7)
ABENDGEBET
Eingang: Herr, bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.. (Luke 24:29)
Psalm 121:1-8 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? 2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. 3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. 4 Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. 5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, 6 daß dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. 7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. 8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Lesung
Freies Geben oder Tagesgebet
Herr, unser Gott, du Hirte und Hüter deines Volkes, der nicht schläft noch schlummert, gib uns nun, da der Tag vergangen ist, Ruhe für Leib und Seele. Bewahre uns vor aller dunklen und bösen Lust. Laß uns ruhen ganz in Frieden, geborgen in deiner Gnade. Und erwecke uns mit der Morgensonne, gestärkt im Glauben zu neuer Liebe. Amen.
Herr, mein Gott, mein Heiland und Erlöser. Meine Seele erhebet dich. Mein Geist erfreut sich und ist in deiner Güte getröstet. Du siehest auf das Niedrige, vergib mir alle Schuld und Fehle dieses Tages, wende alles zum Besten durch dein Erbarmen. Ich setze meine Hoffnung allein auf dich. Du tust Großes an uns und besuchst die Deinen mit ewiger Gnade. Höre mich und höre meine Brüder, die mit mir also beten: Ich lege diesen Tag, sein Werk und all mein Tun in deine Hände. Ich bette mich in dein Erbarmen. Behüte mich in dieser Nacht, wenn ich schlafe und wenn ich wache, vor den Mächten der Tiefe. Behüte mich vor Unmut und lähmendem Gram, vor den Bitternissen, vor dem Ekel. Behüte mich vor ohnmächtigem Zorn, vor der Unruhe und Angst, vor leerer Geschäftigkeit. Behüte mich vor unfruchtbarem Zweifel, vor dem Grauen der Nacht. Auf dich traue ich, wenn ratlose Gedanken mir den Mut zur Arbeit lähmen wollen. Behüte mich, daß ich nicht anderen predige und selbst ohne Hilfe bin. Hilf mir, daß ich dein Wort nicht mißbrauche, sondern esse von deinem Brot und satt werde. Leite mich auf meinen Wegen an deiner Hand, himmlichser Vater. Gib mir Ruhe in aller Unruhe. Gib mir Frieden in aller Bedrängnis. Gib mir den Glauben, der nicht wankt. Meine Augen schauen auf dich, und mein Herz betet an. Du deckst mich mit deinen Flügeln. Herr, segne mich und behüte mich. Herr, laß dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig. Herr, erhebe dein Angesicht auf mich und gib mir Frieden. Amen.
Vater unser: Dein Wille geschehe wie im Himmel…
Fürbitten (Für die Seminar- und Gruppenarbeit in der Gemeinde, die Kghelfer, die Gemeindediakone, Schwestern und andere Mitarbeiter….)
Gnädiger und barmherziger Herr! In deine Hände befehle ich heute den Dienst, der in den verschiedenen Arbeitsgebieten deiner Kirche geschieht. Segne alles Mühen, daß dein Evangelium den Männern und Frauen in allen Berufen, der Jugend und den Alten nahe gebracht werde. Der Arbeiter sind wenige, Herr. Sende Arbeiter in deine Ernte. Erwecke unter uns mancherlei Gaben deines Geistes für deine Arbeit in Gemeinde und Welt. Gib einen klaren Blick für dein Handeln in dieser Zeit. Schenke uns Mut und Entschlusskraft, neue Wege zu gehen, wo dein Wille es von uns fordert. Amen.
Herr, mein Gott, das macht mir die Arbeit in der Gemeinde so lieb, daß du mir treue Mitarbeiter gegeben hast. Erhalte sie mir. Den Helfern im KGD schenke weiterhin Freude an ihrem Werk. Fördere sie in der Erkenntnis deines Wortes und in der Liebe zu den Kindern und festige sie in ihrem Glauben. Allen Gemeindegliedern, die sich aufopfern im Dienst der Liebe an Gefährdeten, Gefallenen, Trinkern und Süchtigen, allen, die mir den Weg bahnen helfen, zu den Abseitsstehenden und Kirchenfremden und Kirchenfeinden, stehe bei ihn ihrem oft so schweren Dienst.
Wo durch Wort oder Schrift für dich geworben wird, wo Gesunde oder Kranke besucht werden, wo der Gesang gefördert, das Gotteshaus geschmückt, Kollekte in Kirche und Häuser gesammelt wird, siehe gnädig herab und segne auch die geringsten Dienste. Die, welche zum Amt in leitender Stellung gewählt oder berufen sind, laß ihren Dienst mit Freuden tun und nicht mit Seufzen. Ich möchte auch eigenwilligen und unzufriedenen Mitarbeitern gerecht werden. So verschiedenartig wir alle sind, hilf, daß wir uns in Liebe tragen und dir dienen. Amen.
Segen: Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende verleihe uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist! Amen.
Lange her hat sich mein Bruder über diese Anrede lustig gemacht und mir die Lust am wöchentlichen Briefeschreiben genommen. Natürlich konnte er es besser und viel lustiger. So habe ich dann halt mit der wöchentlichen Übung aufgehört. Schade, denn so habe ich mir eine gute Übung mit regelmäßiger, wenn auch wetterwendischer Lebensfreude nehmen lassen und mich weiter zurückgezogen. Dorthin, wo man versucht ist, sich fremde Nadelstiche fern und aufgeblähte Eitelkeit selbstgefällig intakt zu halten. Dabei ist das “sich-selber-auf-den-Arm-nehmen” gerade gut, billig und heilsam, da der alte Adam dadurch gedämpft und das “sich-selber-nicht-so-ernst-nehmen” gefördert wird. Aber sage das mal einem Einsiedler. Und was Wilhelmchen nicht lernt, lernt Wilhelm nimmermehr. Oder vielleicht doch? Naja, auf FB ist man halt mit freiwilligen Freunden unterwegs – nicht mehr mit familiär Angebundenen und konventionell Angeketteten: Lange lebe “Liberté”, nevermind “Fraternité”.
Natürlich lernt man mit der Zeit, dass selbst im abgeschotteten Dasein Fremdeinwirkung nicht ausgeschlossen, sondern im tatkräftigen Zusammenwirken mit Phantasie und Einbildungskraft weiterhin ziemliche Auswirkungen entfalten können. Man hört halt noch ein bisschen empfindlicher auf feinsten Nuancen hin. So konnte man in Wittenberg (MP) bei sternklarer Nacht nicht nur heulende Schakale und klagende Nachtschwalben, sondern auch den schier endlosen Kohlenzug erhorchen, der noch hinter Mkonda auf den Gleisen entlang zog. Oder man schaut noch weiter hinter die Kulissen, gräbt tiefer in den Unterlagen und sucht nach fragwürdigen Indizien. Wenn unsere sieben Sinne bei bestem Willen und mit aller Anstrengung nichts Verdächtiges entdecken und zu Tage fördern können, greifen wir halt zur phantasievollen Inspiration und enthusiastischen Schwärmerei, die ja schon von alters her Adams Sinn umwölkt und zutiefst umfangen hielten: „Sollte er nicht doch gesagt oder gemeint haben…“ Das wäre doch gelacht, wenn da nicht doch etwas von den Verdächtigungen hängen blieben. Es fängt früh an und hört doch nimmer auf, es sei denn, dass die so getrübten Sinne durch Sonne, Wind und Wolken abgelenkt, durch den guten Geist in der Musik oder gar im hellen Ruf vom einsamen Holzweg in die Gemeinschaft der Heiligen zurück, ja durch die Stimme des guten Hirten auf die schmale Bahn, auf der er uns wie mit treuen Mutterhänden zum Himmel leitet, hebt und trägt.
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
König David, Psalm 23
In der Korona-Krise werden wir alle in die Einsamkeit der Kleinfamilien zurückgedrängt. Das fällt anscheinend vielen weit schwerer als ich für möglich gehalten hatte. Schließlich ist das für uns hier in der Lutherstadt ja schon länger Alltag – ab vom Schuss in der besinnlichen Altstadt, wo sich nur hin und wieder mal der Postbote hin verirrt. Aber nicht nur im romanischen Bereich kommt es angeblich in dieser Quarantäne zu erhöhtem Stress im Familienverband. Auch in der deutschen Hauptstadt warnt der Bürgermeister vor der häuslichen Gewalt, die sich in solchen Zeiten zu schnell entzündet und viel zu viel kaputtschlägt. „Wer nicht allein sein kann, der hüte sich vor der Gemeinschaft. Wer nicht in der Gemeinschaft steht, der hüte sich vor dem Alleinsein.“ schreibt Bonhoeffer in seiner pastoralen Schrift: „Vom gemeinsamen Leben“ auf Seite 66. Es bleibt halt mit unserem Tun verloren. Wir können uns ja selbst nicht helfen. Nicht alleine, noch gemeinsam. Wir fallen nur immer tiefer drein. Es ist kein Guts am Leben mein. Ja, zur Hölle muß ich sinken.
Wie gut, dass unser Herr und Heiland uns da nicht allein und im Stich lässt. Im Gegenteil, er hat mich erlöst, der treue und dreieinige Gott – mit seinem hl. teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben. Mich und alle Menschenkinder, die ihm ehemals den Rücken zugekehrt hatten, ihm spinnefeind und sich aber auch gar nichts von ihm haben sagen lassen. Solchen, hat er sich selbst dahingegeben in den Tod, als Sühneopfer, Strafgeld, zur Vergebung und seligen Erlösung von Sünde, Tod und Teufel. Er für uns, damit wir Frieden hätten – alleine und gemeinsam. Frieden höher als alle Vernunft. Ja, selbst in allem Unfrieden dieser Welt. Da können, dürfen und sollen wir uns und die anderen ertragen, geduldig und in dem Vertrauen, so wie er uns angenommen hat, so dürfen wir auch einander annehmen: „Ein jeder trage des anderen Last!“ (Gal.6,2) Da ist nicht mehr die Selbständigkeit das große Glück und Ziel, sondern vielmehr das miteinander, gemeinsame Verbunden- und Unterwegssein wie das längst formuliert wurde: „Gottes Mission: Unsere gemeinsame Aufgabe“
Er, der alle Last dieser Welt aufs Schand- und Fluchholz gehorsam getragen hat, hat uns damit vom Gefangensein in uns selbst erlöst und zu befreiten Gotteskindern gemacht. Er, der obwohl er Gottes Sohn ist, unser Herr und unser Gott und aller Ehre wert, und sich als solcher freiwillig erniedrigt hat zum liebevollen und gehorsamen Dienst an den Niedrigsten, Kleinsten, Entferntesten und Unwürdigsten bis zum Tode am Kreuz, hat uns nicht nur erlöst, sondern auch in seine Nachfolge gerufen, damit wir ihm gleich werden. Dazu sind wir getauft, dazu sind wir erlöst, dazu sind wir ins neue Leben gerufen. Damit wir ihm immer ähnlicher werden – kraft der einen heiligen Taufe mit der er uns in seinen Tod begraben und zu seinem neuen Leben berufen hat, kraft seines Evangeliums, das unsere Sünde verbigt und heilt alle unsere Gebrechen und kraft seines erlösenden Blutes, das nun auch in unseren Adern fließt und unseren alten Leichnam durchblutet, belebt und zu Gerechtigkeit und Heiligkeit bestimmt. Ja, kraft seines hl.Geistes, der uns unter Handauflegung reichlich zugeteilt wurde an Schlüsseldaten unseres Lebens, damit wir nun in ihm und von ihm beseelt, ihm danken und dienen unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist und Frucht seiner Gnade bringen. Ohne ihn können wir nichts tun, ohne ihn wollen wir nichts tun, aber in, mit und durch ihn leben, weben und sind wir dank seiner göttlichen Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit!
Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
St. Paulus an die Epheser 2:4-10
Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, ich bitt, erhör mein Klagen; verleih mir Gnad zu dieser Frist, lass mich doch nicht verzagen. Den rechten Glauben, Herr, ich mein, den wollest du mir geben, dir zu leben, meim Nächsten nütz zu sein, dein Wort zu halten eben.
Ich bitt noch mehr, o Herre Gott – du kannst es mir wohl geben –, dass ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben; voraus, wenn ich muss hier davon, dass ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird’s mich ewig reuen.
Verleih, dass ich aus Herzensgrund den Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis lass allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein, das mich bald möcht verkehren.
Lass mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir, du hast’s allein in Händen; und wem du’s gibst, der hat’s umsonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett’ vom Sterben.
Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; an deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, dass sie mich nicht umstoße; du kannst machen, dass mir’s nicht bringt Gefähr. Ich weiß, du wirst’s nicht lassen.
Johann Agricola vor 1530 (Evangelisches Gesangbuch 343)
Eingang: Herr, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände. (Ps.92,5)
Confession: Almighty and most merciful God, we acknowledge and confess that we have sinned against thee in thought, word and deed; that we have not loved thee with all our heart and soul, with all our mind and strength; and that we have not loved our neighbour as ourselves. We beseech thee, O God, to be forgiving to what we have been, to help us to amend what we are, and of thy mercy to direct what we shall be, so that thy love of goodness may ever be first in our hearts, that we may always walk in thy commandments and ordinances blameless, and follow unto our life’s end in the footsteps of Jesus Christ our Lord. Amen.
Psalm 124:1-8If it had not been the LORD who was on our side- let Israel now say- 2 if it had not been the LORD who was on our side when people rose up against us, 3 then they would have swallowed us up alive, when their anger was kindled against us; 4 then the flood would have swept us away, the torrent would have gone over us; 5 then over us would have gone the raging waters. 6 Blessed be the LORD, who has not given us as prey to their teeth! 7 We have escaped like a bird from the snare of the fowlers; the snare is broken, and we have escaped! 8 Our help is in the name of the LORD, who made heaven and earth.
Creed: I believe that Jesus Christ, true God, begotten of the Father from eternity, and also true man, born of the Virgin Mary, is my Lord: who has redeemed me, a lost and condemned creature, secured and delivered me from all sins, from death, and from the power of the devil, not with silver and gold, but with his holy and precious blood, and with his innocent sufferings and death; in order that I might be his, live under him in his kingdom, and serve him in everlasting righteousness, innocence and blessedness; even as he is risen from the dead, lives and reigns to all eternity. This is most certainly true.
Herr, mein Gott, erwecke mein Herz. Laß es wach sein, dir zu dienen, laß es wach sein für dein Gebot. Laß meinen Tag sein wie den Morgen, erleuchtet von deiner Sonne. Du führest mich von Klarheit zu Klarheit, läutere mein Herz und meine Sinne. Ich will dir folgen, wie du mich führst. Dein Weg macht frei und läßt gewisse Tritte tun. Gib mir, daß ich reife in neuer Erkenntsnis, in neuer Liebe. Zeige mir das Ziel meines Kampfes und den Grund meines Friedens. Tilge, was im Lichte deines Angesichts nicht bestehen kann. Sei mein Schild, wenn die Versuchung mir naht. Bilde mich in deiner Zucht. Richte mich, mein Gott, daß ich von dem Weg nicht weiche, der dir entgegenführt. Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Amen.
Erhöre mich, mein Gott, und hilf mir. Hilf mir, daß ich deinen Willen mit mir fassen kann. Wie soll ich bestehen im Lichte deiner Heiligkeit ohne dein Erbarmen? Wie werde ich gewiß, daß ich auf rechter Straße wandere und mit mir die Brüder? Laß mich deine Wahrheit erkennen, daß ich sie tue. Denn danach verlangt mich, Herr, ich will hin zu dir, ich will dir dienen. Amen.
Lieber himmlischer Vater, du schenkst mir einen neuen Tag. Gib mir neue Kraft und neue Geduld. Laß mich stille Einkehr halten bei dir. Gib mir den Trost deines Wortes. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Hilf mir den Tag vollenden und alles mit getrostem Mute hinnehmen, was du mir auferlegst. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Mache mit mir, wie es dir wohlgefällt. Amen.
Vater unser: Dein Reich komme…
Was ist das?
Gottes Reich kommt auch ohne unser Gebet von selbst, aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme.
Wie geschieht das?
Wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist gibt, daß wir seinem heiligen Wort durch seine Gnade glauben und danach leben, hier zeitlich und dort ewiglich.
Fürbitte (Für den Gottesdienst und die Einheit der Kirche…)
Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Wir danken dir von Herzen, daß du dir eine heilige christliche Kirche in dieser Welt erbaust. Erhalte uns durch die Predigt des Evangeliums in der Gemeinschaft des Glaubens auf dem einen Grund, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Gieße deinen Heiligen Geist aus über unsere Gemeinden, damit wir deine Gnadengaben, Wort und Sakrament, treu gebrauchen und nicht zu denen gehören, die den Namen haben, daß sie leben und sind doch tot.
Erwecke dir Arbeiter nach deinem Herzen für den mannigfaltigen Dienst in deiner Kirche. Gib den Bischöfen, Hirten und Lehrern Mut und freudige Zuversicht, daß sie festhalten am Gebet und im Dienst des reinen Wortes. Rüste sie und alle, die im Werk der Liebe, der Jugendunterweisung, Seelsorge an Kranken, Alten und in sonstiger Arbeit der Kirche stehen, mit deiner Kraft aus. Laß die Schlafenden erweckt, die Irrenden bekehrt, die Schwachen gestärkt, die Kleinmütigen und Betrübten mit deinem Trost erquickt werden. Nimm dich besonders aller bedrängten Brüder und Schwestern an, damit durch ihren Dienst auch unter Anfechtung und Behinderung dein Reich gebaut werde. Stärke, die um deines Namens willen leiden; sei bei denen, die auf einsamen Posten stehen.
Laß alle, die zu deinem heiligen Werk berufen sind, eins sein in der Liebe, daß sie und wir nur deines Namens Ehre vor Augen haben und einmütig danach trachten, deine Gemeinde zu fördern und zu sammeln für deinen großen Tag, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Allmächtiger Gott, in dir ist Versöhnung, Friede und Eintracht. Wir bitten dich, überwinde du die Klüfte, die deine Kinder voneinander trennen, und mache sie fähig, zu bewahren die Einigkeit des Geistes durch das Band des Friedens. In allen Unterschieden der Erkenntnis und des Glaubens und in aller Verschiedenheit unseres Denkens und unserer Kultur bringe du uns zusammen in brüderlicher Liebe und in der Hingabe an deinen heiligen Willen. Mache uns frei von aller Blindheit und von allem Vorurteil, von aller Ungeduld und allen bösen Worten, auf daß wir mit unserem ganzen Wesen Zeugen werden der Macht und Herrlichkeit des Glaubens, den wir bekennen, zur Ehre deines heiligen Namens, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Himmlischer Vater! Siehe gnädig auf das Vertrauen deiner ganzen Kirche und schenke ihr Einheit und Frieden nach deinem heiligen Willen. Wie aus ungezählten Ähren in aller Welt das Brot und aus vielen Trauben der Wein auf dem Altar deine Gabe wird, Leib und Blut Christi, so laß uns alle eins sein, denen dein einziger Sohn in der Menschwerdung Bruder wurde. Für alle hat er sein Leben hingegeben zur Erlösung. Allen hat er durch die Wiedergeburt der einen Taufe Anteil an seinem göttlichen Leben gegeben. Allen hat er seinen herrlichen Namen verliehen. So laß uns alle, die wir diesen Namen Christi tragen, einmütig sein im Bekenntnis unseres Herrn, daß ein Glaube im Denken, eine Liebe im Handeln uns eine. Verbinde untereinander, die du mit dem einen himmlischen Brot nährest. Mach eines Geistes, die du zu dem einen Mahl der Herrlichkeit berufen hast. Ja, laß uns alle, die wir ‚Vater unser’ rufen, eine Herde sein, die dem einen Hirten, Jesus Christus, unserem Herrn, folgt. Amen.
Segen:Der Herr des Friedens gebe euch Frieden allenthalben und auf allerlei Weise. Amen.(2.Thess.3,16a)
MITTAGSGEBET
Eingang: Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. (Ps.68,20)
Psalm 86:1-13 EIN GEBET DAVIDS. HERR, neige deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm. 2 Bewahre meine Seele, denn ich bin dein. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verläßt auf dich. 3 Herr, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu dir. 4 Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, Herr, verlangt mich. 5 Denn du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen. 6 Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens! 7 In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören! 8 Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was du tust. 9 Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren, 10 daß du so groß bist und Wunder tust und du allein Gott bist. 11 Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte. 12 Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. 13 Denn deine Güte ist groß gegen mich, du hast mich errettet aus der Tiefe des Todes.
Lesung
Gebete
Herr, was willst Du, das ich tun soll?
Erleuchte meinen Verstand, daß ich erkenne, was dein heiliger Wille jetzt von mir fordert und was mir und meinen Mitmenschen zum Heile gereicht. Stärke meinen Willen, daß ich den Weg einschlage, den du für mich bestimmt hast, und daß ich ihn unbeirrt zu Ende gehe. Amen.
Herr, mein Gott, laß mich vor dir stehen mitten im Tagewerk. Richte mich aus, daß ich suche das Eine, daß ich tue, was not ist. Laß mich wandeln vor deinen Augen. Amen.
Ich lobe dich, mein Gott, und bete dich an. Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben das Maß und die Richte.
Ich lobe dich, mein Gott, und bete dich an. Du bist in den Himmeln. Du erhöhst und erniedrigst, wie es dir gefällt. Du bist König und bist allein gnädig. Was geschieht, du hast es getan.
Ich lobe dich, mein Gott, und bete dich an. Wunderbar bist du; wie könnte ich dich fassen? Heilig bist du; wie darf ich dir nahen? Aber du erkennest alle Dinge, du siehst alle meine Webe, du bist ein barmherziger Richter.
Lob, Preis und Anbetung dir, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist. Nimm meinen Dienst durch dein Erbarmen an zum Lobe deiner Herrlichkeit. Amen.
Herr, in der Mitte des lauten und geschäftigten Tages, in diesem Augenblick des Einhaltens, des Aufatmens und der plötzlichen Stille, laß auch mich nun einhalten und meine Gemeinde um dich versammeln, daß sie in dir Ruhe und Rast des Mittags finde. Empfange in dieser Stunde aufs neue das Lob deiner Schöpfung, die innige Verehrung deiner Kinder. Amen.
Segen: Der Frieden Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. Amen. (Phil.4,7)
ABENDGEBET
Eingang: Herr, bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.. (Luke 24:29)
Psalm 121:1-8 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? 2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. 3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. 4 Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. 5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, 6 daß dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. 7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. 8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Lesung
Freies Geben oder Tagesgebet
Herr, unser Gott, du Hirte und Hüter deines Volkes, der nicht schläft noch schlummert, gib uns nun, da der Tag vergangen ist, Ruhe für Leib und Seele. Bewahre uns vor aller dunklen und bösen Lust. Laß uns ruhen ganz in Frieden, geborgen in deiner Gnade. Und erwecke uns mit der Morgensonne, gestärkt im Glauben zu neuer Liebe. Amen.
Herr, mein Gott, mein Heiland und Erlöser. Meine Seele erhebet dich. Mein Geist erfreut sich und ist in deiner Güte getröstet. Du siehest auf das Niedrige, vergib mir alle Schuld und Fehle dieses Tages, wende alles zum Besten durch dein Erbarmen. Ich setze meine Hoffnung allein auf dich. Du tust Großes an uns und besuchst die Deinen mit ewiger Gnade. Höre mich und höre meine Brüder, die mit mir also beten: Ich lege diesen Tag, sein Werk und all mein Tun in deine Hände. Ich bette mich in dein Erbarmen. Behüte mich in dieser Nacht, wenn ich schlafe und wenn ich wache, vor den Mächten der Tiefe. Behüte mich vor Unmut und lähmendem Gram, vor den Bitternissen, vor dem Ekel. Behüte mich vor ohnmächtigem Zorn, vor der Unruhe und Angst, vor leerer Geschäftigkeit. Behüte mich vor unfruchtbarem Zweifel, vor dem Grauen der Nacht. Auf dich traue ich, wenn ratlose Gedanken mir den Mut zur Arbeit lähmen wollen. Behüte mich, daß ich nicht anderen predige und selbst ohne Hilfe bin. Hilf mir, daß ich dein Wort nicht mißbrauche, sondern esse von deinem Brot und satt werde. Leite mich auf meinen Wegen an deiner Hand, himmlichser Vater. Gib mir Ruhe in aller Unruhe. Gib mir Frieden in aller Bedrängnis. Gib mir den Glauben, der nicht wankt. Meine Augen schauen auf dich, und mein Herz betet an. Du deckst mich mit deinen Flügeln. Herr, segne mich und behüte mich. Herr, laß dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig. Herr, erhebe dein Angesicht auf mich und gib mir Frieden. Amen.
Vater unser: Dein Wille geschehe wie im Himmel…
Fürbitten (Für die Seminar- und Gruppenarbeit in der Gemeinde, die Kghelfer, die Gemeindediakone, Schwestern und andere Mitarbeiter….)
Gnädiger und barmherziger Herr! In deine Hände befehle ich heute den Dienst, der in den verschiedenen Arbeitsgebieten deiner Kirche geschieht. Segne alles Mühen, daß dein Evangelium den Männern und Frauen in allen Berufen, der Jugend und den Alten nahe gebracht werde. Der Arbeiter sind wenige, Herr. Sende Arbeiter in deine Ernte. Erwecke unter uns mancherlei Gaben deines Geistes für deine Arbeit in Gemeinde und Welt. Gib einen klaren Blick für dein Handeln in dieser Zeit. Schenke uns Mut und Entschlusskraft, neue Wege zu gehen, wo dein Wille es von uns fordert. Amen.
Herr, mein Gott, das macht mir die Arbeit in der Gemeinde so lieb, daß du mir treue Mitarbeiter gegeben hast. Erhalte sie mir. Den Helfern im KGD schenke weiterhin Freude an ihrem Werk. Fördere sie in der Erkenntnis deines Wortes und in der Liebe zu den Kindern und festige sie in ihrem Glauben. Allen Gemeindegliedern, die sich aufopfern im Dienst der Liebe an Gefährdeten, Gefallenen, Trinkern und Süchtigen, allen, die mir den Weg bahnen helfen, zu den Abseitsstehenden und Kirchenfremden und Kirchenfeinden, stehe bei ihn ihrem oft so schweren Dienst.
Wo durch Wort oder Schrift für dich geworben wird, wo Gesunde oder Kranke besucht werden, wo der Gesang gefördert, das Gotteshaus geschmückt, Kollekte in Kirche und Häuser gesammelt wird, siehe gnädig herab und segne auch die geringsten Dienste. Die, welche zum Amt in leitender Stellung gewählt oder berufen sind, laß ihren Dienst mit Freuden tun und nicht mit Seufzen. Ich möchte auch eigenwilligen und unzufriedenen Mitarbeitern gerecht werden. So verschiedenartig wir alle sind, hilf, daß wir uns in Liebe tragen und dir dienen. Amen.
Segen: Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende verleihe uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist! Amen.
Eingang: Herr, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken. (Ps.5,4)
Confession: Almighty Father, Lord of heaven and earth: we confess that we have sinned against thee in thought, word and deed. Have mercy upon us. O Lord, have mercy upon us after thy great goodness; according to the multitude of thy mercies, do away our offences; wash us thoroughly from our wickedness, and cleanse us from our sins; for Jesus Christ’s sake. Amen. Turn us, O God of our salvation, and cause thine anger toward us to cease. Make haste, O God, to deliver me; make haste to help me, O Lord. Amen.
Psalm 119:33-40 Teach me, O LORD, the way of your statutes; and I will keep it to the end. Give me understanding, that I may keep your law and observe it with my whole heart. Lead me in the path of your commandments, for I delight in it. Incline my heart to your testimonies, and not to selfish gain! Turn my eyes from looking at worthless things; and give me life in your ways. Confirm to your servant your promise, that you may be feared. Turn away the reproach that I dread, for your rules are good. Behold, I long for your precepts; in your righteousness give me life!
Creed: I believe that God has created me and all that exists; that he has given and still preserves to me my body and soul, with all my limbs and senses, my reason and all my faculties of my mind, together with my raiment, food, home, and family, and all my property; that he daily provides me abundantly with all the necessaries of life, protects me from all danger, and preserves me and guards me against all evil; all which he does out of pure, paternal, and divine goodness and mercy, without any merit or worthiness in me; for all which I am in duty bound to thank, praise, serve, and obey him. This is most certainly true.
Lesung vom Amt:
Ezekiel 13: 1-16; II Corinthians 3:4-6, Jeremiah 20, 7-13; II Corinthians 3, 7-18; I Corinthians 3, 1-17; Matthew 5, 11-19; Malachi 2,1-9; II Corinthians 4,1-18; Luke 12,35-38
Meditation:
I Corinthians 9,16-17; Revelation 2,10; Daniel 12,3; II Corinthians 5,9-10; Luke 12,32; Matthew 19,29; Luke 11,23; II Corinthians 11,13-16; Jeremiah 6,13-15; Matthew 12,36-37; Matthew 25,21.30; Revelation 22,11-12
Freies Gebet oder Tagesgebet
Herr, mein Gott, erwecke mein Herz. Laß es wach sein, dir zu dienen, laß es wach sein für dein Gebot.
Herr, gib mir ein unverzagtes Herz zur Arbeit in deiner Kirche. Hilf mir, daß ich ihr Wohl und Wehe bedenke bei allem, was ich tue. Hilf, daß ihre Sorgen meine Sorgen werden. Gib mir Treue im Großen wie im Kleinen, daß ich mich nicht verliere in den Geschäften des Tages, daß keine Mühe mich verdrossen macht. Gib mir ein fröhliches Herz. Ich bitte dich für alle, die im Amt und Dienst deiner Kirche stehen. Hilf ihnen und segne ihre Arbeit. Bewahre mich vor Lieblosigkeit, vor Ungeduld und Hochmut, schenke uns, daß wir zusammenstehen in rechtem Vertrauen.
Erneuere und belebe deine ganze Kirche. Laß die dürren Felder des Todes rauschen vom Hauch der Auferstehung. Herr, deine Gnade ist groß. Du baust dein Reich zu allen Zeiten. Du baust dein Reich auch in dieser Zeit. Du führst es herrlich hinaus.
Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Amen.
Vater im Himmel, ich danke dir für meinen Beruf, für Gesundheit und Arbeitskraft. Segne meine Arbeit in dieser Woche. Behüte mich und meine Mitarbeiter vor Hetze, vor Überanstrengung, vor der Diktatur des Terminkalenders. Hilf uns zu einer guten Zusammenarbeit. Behüte mich vor Selbstsucht und Ehrgeiz. Öffne mir die Augen für das, was wirklich notwendig ist. Gib mir die Freiheit, das zu unterlassen, was du nicht für wichtig hälst. Amen.
Vater unser: Dein Reich komme
Was ist das?
Gottes Reich kommt auch ohne unser Gebet von selbst,aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme.
Wie geschieht das?
Wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist gibt,daß wir seinem heiligen Wort durch seine Gnade glauben und danach leben, hier zeitlich und dort ewiglich.
Fürbitte (Für die Mission, für die Verkündigung des Evangeliums in aller Welt an Heiden, Juden und Muslimen, für die Jungen Kirchen und ihre Leitung, ihre Prediger, Lehrer und Helfer: für die Missionsgesellschaften und ihre Leitung, Missionare, Ärzte und Schwestern; Bitte um geistlichen Nachwuchs bei uns und draußen; Missionsfreudigkeit in der Heimat und offene Türen unter den Völkern; um die rechte Zusammenarbeit zwischen jungen und alten Kirchen der Ökumene, um die Einigkeit im Geist und brüderliche Liebe):
Wir bitten dich für dein altes Bundesvolk Israel: Nimm die Decke von seinen Augen, daß es Jesus Christus als seinen Messias erkenne und annehme.
Erbarme dich aller, die falsche Propheten anhangen, daß sie sich bekehren zu dem wahren Propheten Jesus Christus.
Nimm dich der jungen Kirchen, ihrer Gemeinden, Hirten und Lehrer an, daß sie wachsen in der Erkenntnis der Wahrheit und in der Liebe zu dir und dich mit glaubwürdigem Wandel unter ihren heidnischen Volksgenossen bezeugen.
Führe den Tag herauf, da die eine Herde unter dem einen Hirten herrlich in Erscheinung tritt und wir mit allen deinen Kindern vereint sind in deinem ewigen Reich. Amen.
Wir beten für Südafrika: Entzünde die Flamme deiner Liebe. Brich die Zweifel des Unglaubens, besiege allen Widerstand des Hasses. Wir bitten dich für alle Völker: Laß dein Licht aufgehen über allen, die im Todesschatten sitzen. Wirke du selbst, das das Zeugnis deines Heils gepredigt werde in neuen Zungen. Wir bitten dich für alle deine Kinder: Laß vereinigt werden deine ganze Christenheit. Bringe zusammen, die du gerufen und dir erwählt hast. Zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Laß vereinigt werden alle, die dich anbeten, den einigen Gott. Herr, wir bitten dich, es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Amen.
Herr Jesus Christus, wecke und stärke in unserer Mitte die Liebe zur Mission. Laß uns von ganzem Herzen teilnehmen an dem Ringen, Leiden und Leben der jungen Kirchen in aller Welt. Besonders bringe ich vor dich diejenigen Brüder und Schwestern, die aus unserer Heimatkirche ausgesandt sind.
Gib, daß ich die Gemeinde so unterrichte, das ihre Aufmerksamkeit wachbleibt für alles, was du von uns erwartest. Wir können nur im Glauben bleiben, wenn wir mitarbeiten. Wir können nur Zuversicht behalten, wenn wir sehen, wie du dich auch heute als der Lebendige erweist, bei uns, in der Nähe und in der Ferne.
Laß die Gemeinde kommen, wenn sie gerufen wird, um zu hören auf die Botschaft von dem Wachsen deines Reiches. Erwecke dir unter uns Männer und Frauen, die das Feuer der Liebe schüren.
Mache uns bereit, deine Handlanger zu sein. Schaffe bei uns und in der ganzen Christenheit, auch unter den anderen Völkern und Rassen, neues Leben.
Fördere du die Liebe und die Wahrheit unter den verschiedenen Bekenntnissen und Missionen, hilf der von Streit zerrissenen Welt zum Frieden. Führe uns alle durch dein heiliges Wort zusammen unter dir, dem einen Hirten. Herr, wir warten auf dein Heil. Ja, komm Herr Jesu, und rüste uns zu auf den Tag, da du erscheinen wirst als Herr aller Herren und König aller Könige, vor dem sich alle beugen müssen. Amen.
O Herr Jesu Christus, der du von einer hebräischen Mutter geboren wurdest, aber voll Freude warst über den Glauben einer syrischen Frau und eines römischen Soldaten, der du die Griechen, die dich suchten, freundlich aufgenommen hast und es zuließest, daß ein Afrikaner deiner Kreuz trug, hilf uns, Menschen aller Rassen als Miterben in dein Reich zu bringen! Amen.
Segen:Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen. (2.Thess.3,3)
MITTAGSGEBET
Eingang: Gelobt sei Gott, der Vater unsers Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes. (2.Kor.1,3)
Psalm 146: Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele! Ich will den Herrn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin. Verlaßt euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zur Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne. Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn seinen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist; der Treue hält ewiglich; der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, der die Hungrigen speist. Der Herr macht die Gefangenen frei. Der Herr macht die Blinden sehend. Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der Herr liebt die Gerechten. Der Herr behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen führt er in die Irre. Der Herr ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja!
Lesung
Gebete
Du Herr, hast die Welt geschaffen und trägst sie mit großer Kraft. Du schaffst alle Dinge täglich neu durch dein mächtiges Wort. Du waltest durch die Zeiten und füllest die Jahre mit deiner Frucht.
Samen gibst du und gibst die Ernte, die Arbeit gibst du und segnest das Werk. Inmitten der Schmerzen erquickest du mit Wonne, inmitten der Unrast rufest du uns mit heiligem Ruf zu Sammlung und Stille. Wir beten dich an. Amen.
Herr, immer wieder werde ich untreu und sinke ab in den eitlen Dienst der Zeit, vergesse meine Berufung, erniedrige mich und verleugne die Gabe deines Geistes. Herr, laß mich nicht los, hilf mir, richte mich auf, und befreie mich durch deine heilige Gegenwart. Amen.
Herr, schenke mir ein demütiges Herz, daß ich mich so klein achte wie ein Kind, daß ich in all meinem Tun und Werk nichts zu rühmen weiß als deine unverdiente Gnade, daß ich vor dir nichts bin als eine leere Hand, die sich bittend nach dir ausstreckt, daß ich lebend und sterbend nichts begehre als allein die Gnade, die dem Petrus und dem Schächer am Kreuz zuteil ward – diesen demütigen Sinn gib und erhalte mir. O lieber Gott und Vater, der du Wohlgefallen hast an den Demütigen, erhöre mich. Amen.
O gnadenreicher, heiliger Vater, verleihe uns Weisheit, dich zu erkennen; Verstand, dich zu verstehen; Eifer, dich zu suchen; Geduld, auf dich zu warten; Augen, dich zu schauen; ein Herz, über dich nachzusinnen und ein Leben, dich zu verkündigen – in der Kraft des Geistes unseres Herrn Jesus Christus. Amen.
Segen: Der Frieden Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen. (Phil.4,7)
ABENDGEBET
Eingang: Psalm 103:2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:
Psalm 17:5-9.15: Erhalte meinen Gang auf deinen Wegen, daß meine Tritte nicht gleiten. Ich rufe zu dir, denn du, Gott, wirst mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede! Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen gegenüber denen, die sich gegen deine rechte Hand erheben. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun, vor meinen Feinden, die mir von allen Seiten nach dem Leben trachten. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.
Lesung
Freies Geben oder Tagesgebet
Allmächtiger Herr und Heiland unseres Lebens, wir danken dir, daß du uns berufen hast durch das Wort deiner frohen Botschaft, daß wir Boten sein sollen denen, die auf dich warten. Wir bitten dich in dieser Abendstunde: Schaffe den Verlorenen Rettung, den Gebundenen Freiheit, den zerstoßenen Herzen Heilung und Frieden. Gib uns für die Brüder offene Augen und Hände, willig zum Helfen. Stärke in uns den Geist der Kindschaft, daß wir alles von dir erwarten und dir die Ehre geben.
Herr, unser Gott, der du uns durch deinen Sohn erlöst hast, du bist bei uns geblieben den ganzen Tag mit deiner Kraft und mit deinem Schutz. Wir bitten dich, vergib, wo wir schwach und unbeständig waren. Schenke uns deinen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Laß uns sicher schlafen in der Nacht und am Morgen gesund erwachen.
Vater unser: Dein Reich komme…
Fürbitten (Für die Mission und die Bibelvorbereitung)
Unser Herr, der du uns befohlen hast, deine Zeugen zu sein bis an die äußersten Enden der Erde – wir bitten dich: Erwecke unter uns Männer und Frauen, die vom Feuer deiner Liebe entzündet, bereit sind zum Dienst, wohin immer du sie senden willst. Laß Missionare ausgehen von den alten zu den jungen und von den jungen zu den alten Kirchen, damit der ganzen Kirche neues Leben geschenkt und der unerschöpfliche Reichtum deines Evangeliums offenbar werde. Wir bitten dich für die vielen Millionen im Osten und Westen, die dich nicht kennen. Laß deine Kirche nicht ruhen, bis der Tag kommt, an dem alle Völker in allen Ländern deine frohe Heilsbotschaft gehört haben. Und laß uns Glieder deiner Gemeinde durch deine große Gnade und Barmherzigkeit demütig daran mitarbeiten, daß dein Reich gefördert und dein Name geheiligt werde. Um Christi willen. Amen.
Du Herr aller Welt! Laß uns dir danken, daß dein Plan und dein Ziel feststeht über alle Verkehrtheit der Menschen; daß niemand und nichts dich hindern wird, dein Reich zum Siege zu führen und dein Heil offenbar zu machen. Laß uns nicht erschrecken vor dem Toben der Völker und den Irrtümern inmitten deiner Kirche. Und wenn wir dich preisen für alle deine Barmherzigkeit, die in den Tagen unserer Väter bei uns gewesen ist, so laß uns gewiß sein, daß deine Treue auch in Zukunft nicht von uns weichen, sondern uns geleiten wird zum Tag der Vollendung. Mache uns geduldig und laß uns ganz vertrauen auf deine starke Durchhilfe, Tag und Nacht. Strafe uns nicht damit, daß dein heiliges, tröstendes Wort uns mangelt. Rüste uns und alle Prediger und Hirten aus, daß wir deine Gemeinde aufbauen mit gesunder Lehre, in Weisheit von oben, mit klarer Predigt in der Vollmacht deines Geistes. Segne die Boten, wo immer sie deinen Ruf verkündigen. Laß uns in deinem Frieden ruhn und fröhlich erwachen.
Herr, unser Gott und Vater! Wir danken dir, daß du uns den Schatz deines heiligen Wortes anvertraut hast. Wir müssen jedoch vor Dir bekennen: Wir sind lau und nachlässig gewesen und haben oft genug dein Wort gering geachtet. Darum bitten wir dich: Vergib uns diese Sünde, habe Geduld mit uns und erwecke uns, daß wir die Heilige Schrift zur Hand nehmen und darin lesen, wie es unsere Väter taten. Schenke uns erneut die Erkenntnis, daß dein Wort nicht nur für uns und den Sonntag da ist, sondern für die ganze Menschheit und daß es unseren Alltag heiligen und das Leben unserer Mitmenschen mit deinem Licht erfüllen will.
Segne das Werk der Bibelgesellschaften in unserem Land und in aller Welt. Laß die Übersetzer in deinem Geist die frohe Botschaft übertragen. Gib den Druckern und Buchbindern gute Einfälle bei der Herstellung des Bibelbuches. Schenke den Bibelboten Ausdauer und Mut auf den Straßen und Märkten der Welt, wenn sie in deinem Namen das „Buch der Bücher“ zu den Menschen bringen.
Stärke und bewahre alle, die so im Dienst an der Bibel stehen, damit sie in rechter Verantwortung handeln und dazu beitragen, daß Dein Wort laufe und wachse, daß es mit allem Freimut gepredigt und deine Gemeinde in aller Welt dadurch gebaut werde. Amen.
Segen: Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende verleihe uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist! Amen.