Gelobet seist Du, Jesu Christ, dass Du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr; des freuet sich der Engel Schar. Kyrieleis.
Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen find’t; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis.
Den aller Welt Kreis nie beschloss, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis.
Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein’ neuen Schein; es leucht’ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.
Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward und führt uns aus dem Jammertal, macht uns zu Erben in seim Saal. Kyrieleis.
Er ist auf Erden kommen arm, dass er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis.
Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis.
Martin Luther 1483-1546
Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.
Johannes 1,14
Rudolf Schäfer 1931
Matthäus 2,1-12
Die Weisen aus dem Morgenland
1 Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten. 3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, 4 und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.5 Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten: 6 »Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.« 7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8 und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. 9 Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. 10 Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 11 und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
Matthäus 2,1-12
Tageslosung für den Tag der Geburt des Herrn (25. Dezember)
Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und erzieht uns, dass wir absagen dem gottlosen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands, Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken. Dies rede, und ermahne und weise zurecht mit ganzem Ernst. Niemand soll dich verachten.
Titus 2,11-15
Losung und Lehrtext für Sonntag, den 25. Dezember 2022
Tut von euch die fremden Götter, die unter euch sind, und neigt euer Herz zu dem HERRN.
Josua 24,23
Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.
Johannes 1,18
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
O Gott, der Du diese geweihte Nacht im Glanz des wahren Lichtes hast scheinen lassen: verleihe uns, daß wir dort im Himmel der Freuden jenes Lichtes innewerden, dessen Geheimnis Du uns hier auf Erden offenbart hast. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der da ist das wahrhaftige Licht und mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Fürchtet Euch nicht + Der Friede des Hern sei mit Euch +
In diesem Jahr 2023 schreibe ich von Zuhause in Murrayfield, obwohl Angelika und ich ja jetzt schon länger in der Lutherstadt heimisch sind und zwar in der Alten Lateinschule am Kirchplatz von St.Marien. Dort gehen wir unserer Arbeit nach. Angelika fast täglich mit dem Rad zur Evangelischen Gesamtschule und ich ebenso regelmäßig gleich vor Ort im hauseigenen kl. Buchladen der Internationalen Lutheran Society of Wittenberg. Bei schönem Wetter steht da unten die große Tür weit offen und gibt’s immer was zu gucken. Sonst ist mein Blick halt durchs Fenster über die angrenzenden Häuser hinweg zum meist strahlend blauen Himmel. Es kommt gewiß bald der herrliche Jüngstetag, an dem unser lieber Herr und guter Heiland Jesus Christus von dort kommen wird in aller seiner Güte, Gnade und Freundlichkeit uns vergebend zu erlösen und endlich mit sich heimzuführen, just so wie er damals vor ihren Augen gen Himmel fuhr. Darum beten wir täglich: Komm, Herr Jesu, komme bald!
Der familiäre Höhepunkt unseres Jahres war die Hochzeit unserer Tochter mit Olly in Kruft im Rheinland. Leider ist das doch beinah eine ganze Tagesreise von uns im tiefen Osten Deutschlands entfernt, so daß wir das junge Paar viel zu selten besuchen. Zum Glück kommt Friederike ab und zu mal rüber, daß wir uns mal wieder sehen können – und nicht nur via Zoom. Angelika war inzwischen auch schon bei ihr in München. Detlev aus Seattle und Matzi aus Pretoria waren zur Hochzeit dabei. Christoph aus Wurzen und dessen alter Freund Daniel und dessen Frau Elle aus München natürlich auch. So waren wir alle mal wieder beieinander im Haus am Turm dort in Andernach. Außerdem waren Friederikes Paten meist da. Sogar Benekes aus Welbedacht, Niebuhrs aus Lynnwood, Wenzens aus Oberursel und meine Tante Bärbel aus Bickenbach. Margret Büttcher konnte leider nicht kommen. Sonst waren wir eine schöne Truppe dort am deutschen Rhein. Wir hoffen, dass Uenzens ihr Haus bald bezugsfertig einrichten und beziehen können. Die aktuellen Umstände verzögern vieles. Daran hat sich auch seit des Rückgangs von Corona nicht viel geändert. Es bleibt spannend.
Wir freuen uns am afrikanischen Sommer, der vom vielen Regen oft verhangen und herrlich erholsam ist mit all dem Grün, Vogelsang und Wolkengang. Das ist fast schon wie unser Sommer in Norwegen, den wir an der Westküste so genossen haben. Das war wirklich sagenhaft. Fast noch schöner und beeindruckender als unsere Schwedenreise im Vorjahr. In Rubida gibts ja kaum „load shedding“, was gut in unseren Kram paßt. So konnte ich mit Matthias die Fußballweltmeisterschaft verfolgen und sogar einige Rugby highlights genießen. Meist aber sitze ich draußen auf unserer Veranda und freue mich an Wind und Wetter, Garten und Piepmätzen. Bruder Gerhard hat mir seinen bakkie geliehen und so komme ich ohne große Umstände rum.
Heute gings wieder mal zum „boere markt“. Das war über Jahre mein Samstagsmorgenausflug auf dem Weg Katrina abzuholen. Inzwischen kommt sie unter der Woche und wir hatten vorher unsere Einkäufe erledigt. Heute wollte ich Tony Parreira (Cullinan) besuchen. Er ist der typisch katholische Portugiese, der Gemüse verkauft und auch dieses und jenes zu erzählen wußte. Nicht nur aus seiner Heimat Madera, sondern eben auch hier aus Land und Volk, das ja wie wir Deutsche immer so ein bisschen nebenbei wohnen. Damals als wir nach Pretoria kamen, lebten seine Eltern noch und hatten auch den Familienladen im Griff. Dann starb der Vater und die Mutter blieb zuhause, so daß ich nur noch mit Toni ins Gespräch kam. Heute erfuhr ich, dass er auch aufgehört hat. Es hatte sich nicht mehr gelohnt. Ich vermisse ihn. Als ich 2018 nach Deutschland gezogen war, hat er Angelika eine Kiste Weintrauben gebracht. Scheinbar vermisste er mich auch. Naja, ich habe für Matzi „Kudu Biltong“ gekauft. Angelika bekam „coffee creams“ und beim Inder habe ich ein frisches Curry-Mix abgeholt als Mitbringsel für unsere Freunde in der „alten Heimat“, die ja unsere neue ist. Ich habe mich an den vertrauten Gesichtern gefreut, aber auch an den Bäumen, die dort hoch gewachsen und tiefen Schatten spenden. Dann gibt es dort jetzt richtig viele Hühner, Ziegen, Schafe und sogar Schweine. Die angeleinten Hunde bleiben eine große Attraktion und sorgen auch immer noch für Aufregung mit großem Gekläff. Da kommt dann auch Radio Pretoria kaum gegen an mit ihrer stimmungsvollen „boere musiek“. Die „arm blankes“ sind auch noch die gleichen. Kein Wunder, wenn ich ihnen immer noch das gewohnte Trinkgeld gebe und nicht die Inflation, die gestiegenen Lebensunkosten und andere Widrigkeiten miteinkalkuliere.
Über die Weihnachtszeit werden wir wohl in Arcadia und Randburg zur Kirche fahren. Anschließend geht es zu Scharlachs in den Nataler Midlands. Matzi und ich wollen in die Berge. Im neuen Jahr sind wir mit Niebuhrs in Lesotho ehe Angelika wieder zurückfliegt und ich hier noch die Hochzeit von meinem Patenjungen Robert mit Sandra Hillermann erleben will. Matzi wird mich hoffentlich zum Flugplatz bringen ehe ich dann auch zurückfliege.
Mal sehen, ob wir im kommenden Jahr wieder eine Reise durch’s Lutherland anbieten. Wenn Gott will und wir leben, wird’s wahrscheinlich spätestens in 2024 wieder soweit. Die Reise im heurigen Oktober und zum vergangenen Reformationsfest mit President Matthew Harrison (LCMS) war tief beeindruckend und unvergeßlich. Wir haben nicht nur die vielen Lutherstätte wie Worms, Heidelberg, Marburg, Nürnberg, Wartburg, Eisenach, Erfurt, Mansfeld, Eisleben, Leipzig, Jena, Torgau und Wittenberg bestaunt, sondern auch die lutherische Reisegruppe aus Missouri hoch schätzen gelernt. Gemeinsame Andachten, Gottesdienste, Vorträge, Ausflüge, Filme und Feiern haben diese Fahrt geprägt. Das Reformationsfest in Wittenberg in unserer Kapelle war von bekenntnisfreudiger Predigt, vertrauensvollen Klagen und Lobgesängen, Gebeten und Gottes Wort geprägt. Ich habe wieder mal neue lutherischen Glaubensgeschwister aus den Staaten kennen- und wertschätzen lernen dürfen. Sie sind ein besonderer Schlag und eine große Bereicherung für uns armen Christen in der Diaspora und weltweiten Zerstreuung. Ich danke unserem Gott und Heiland täglich für diese Glaubensgeschwister, die sich unserer so freundlich annehmen, dass wir auch in der Fremde gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen haben – ohn all mein eigen Verdienst und Würdigkeit ganz allein aus seiner göttlichen Güte und Barmherzigkeit. Das alles ich Ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Das ist praktisch der Grund auf dem auch die Alte Lateinschule in Wittenberg gegründet ist und weswegen wir ukrainischen Flüchtlingen eine Herberge anbieten können, wo sie in Frieden den Kriegesverlauf in ihrer Heimat aushalten können – einigermaßen unbehelligt und ohne weitere Existenzängste. Vorerst war ihnen dieser sichere Ort für ein Jahr zugestanden worden. Inzwischen gilt es ein weiteres Jahr. Hoffentlich kommt bald Friede zurück in ihr Land und werden die kriegslustigen Russen zurückgetrieben, dorthin, wohin sie gehören – und noch ein bisschen weiter „for good measure“. Wer diese Arbeit unterstützen will, kann das gut und gerne tun. Die Bankverbindung ist in unserem monatlichen Rundbrief zu finden.
Wir sind dankbar, dass wir immer wieder zu Euch Freunden und Verwandten Kontakt knüpfen können. Zu manchen auch nur durch dieses kurze briefliche Lebenszeichen einmal im langen Jahr. Meistens würden wir uns noch mehr Zeit und Muße wünschen, Euch länger aufzusuchen und ausführlich besuchen zu können. Darum sind wir so dankbar, dass wir unsere Mütter in Welbedacht und Wartburg (KZN) in diesem Jahr gleich zweimal besuchen konnten. O.Gerhard in Vryheid und T.Maisa in Piet Retief, aber auch meinen alten Freund Matthias und seine Christa in Panbult, Ralf und Rosel in Lynnwoodrif, Schnackenbergs in Randburg und Straeulis in Silverton konnten wir alle schon wenigstens stundenweise besuchen. Wie schön und wie groß das Vorrecht, aber bei den anderen gilt: Hoffentlich im nächsten Jahr – und wenn nicht in Wittenberg, dann im himmlischen Jerusalem, der hoch gebauten Stadt: „Wollt Gott, ich wäre in Dir!“
Wir wünschen Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes, friedliches neues Jahr 2023. Bleibt unserem lieben Gott befohlen + Adieu + Tschüss und lebt wohl +
Dein König kommt in niedern Hüllen, ihn trägt der lastbarn Es’lin Füllen, empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen Friedenspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Halmen; so ist’s dem Herren angenehm.
O mächt’ger Herrscher ohne Heere, gewalt’ger Kämpfer ohne Speere, o Friedefürst von großer Macht! Es wollen Dir der Erde Herren den Weg zu Deinem Throne sperren, doch Du gewinnst ihn ohne Schlacht.
Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das Du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht Deine Schar nach allen Orten der Welt hinaus und macht Dir Bahn.
Und wo Du kommst herangezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von Dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod.
O Herr von großer Huld und Treue, o komme Du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß Du selbst hienieden kommst, zu erneuen Deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört.
O laß Dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in Deines großen Vaters Haus.
Diese Melodie habe ich damals in Wittenberg (Mkhonda/Mpumalanga) kennen gelernt. O. Herold Weber hat sie mir empfohlen. Heute will ich sie nicht missen.
Der Wochenspruch für den 4. Advent (Die nahende Freude)
Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”
Philipper 4,4.5b
Tageslesung am Heiligen Abend vor dem Christtag sind die alttestamentlichen Weissagungen
Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden[1] in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. 2 Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Israeliten. 3 Er aber wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden bis an die Enden der Erde. 4 Und er wird der Friede sein.
Micha 5,1-4a
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; 6 auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
Jesaja 9,5-6a
Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. 2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
Jesaja 11,1-2
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. 34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Jeremiah 31,31-34
Losung und Lehrtext für Samstag, den 24. Dezember 2022
Er wird Frieden gebieten den Völkern.
Sacharja 9,10
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
Lukas 2,14
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.Orate Fratres S.113
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist
Gott sei Dank durch alle Welt, der sein Wort beständig hält, und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat!
Was der alten Väter Schar höchster Wünsch und Sehnen war, und was sie geprophezeiht, ist erfüllt nach Herrlichkeit.
Zions Hülf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt.
Sei willkommen, o mein Heil! Dir Hosianna, o mein Teil! Richte Du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an.
Zeuch, Du Ehrenkönig, ein, es gehöret Dir allein; mach es, wie Du gerne tust, rein von allem Sündenwust.
Und gleich wie Dein Ankunft war voller Sanftmut, ohn Gefahr, also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit!
Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde hin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt.
Tritt den Schlangen Kopf enzwei, daß ich aller Ängste frei Dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan.
Daß, wenn Du, Du Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich Dir mög entgegen gehn, und vor Dir gerecht bestehn.
Heinrich Held 1620-1659
Parusie-Darstellung als Elfenbein-Schnitzerei (13. Jh.)
Der Wochenspruch für den 4. Advent (Die nahende Freude)
Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”
Philipper 4,4.5b
Tageslesung am Freitag nach dem 4.Advent
Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Johannes 19,25-27
Losung und Lehrtext für Freitag, den 23. Dezember 2022
HERR, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.
Psalm 21,14
Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
1. Timotheus 3,16
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.Orate Fratres S.113
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist
Der Bräutigam wird bald rufen: Kommt all, ihr Hochzeitsgäst! Hilf Gott, daß wir nicht schlafen, in Sünden schlummern fest, bald habn in unsern Händen die Lampen, Öl und Licht und uns nicht müssen wenden von deinem Angesicht.
2. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgetan, die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl.
3. Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, sich unser gar nicht schämen, uns mengen mitten ein. Wir werden alle treten zur Rechten Jesu Christ, als unsern Gott anbeten, der unser Fleisches ist.
4. Gott wird sich zu uns kehren, ein´m jeden setzen auf ein güldne Kron der Ehren und herzen freundlich drauf, wird uns an sein Brust drücken aus Lieb ganz väterlich, an Leib und Seel uns schmücken mit Gaben mildiglich.
5. Da wird man hören klingen das rechte Saitenspiel, die Musikkunst wird bringen in Gott der Freuden viel, die Engel werden singen, all Heilgen Gotts zugleich, mit himmelischen Zungen ewig in Gottes Reich.
6. Er wird uns fröhlich leiten ins ewge Paradeis, die Hochzeit zubereiten zu seinem Lob und Preis; da wird sein Freud und Wonne in rechter Lieb und Treu aus Gottes Schatz und Bronne und ewig werden neu.
7. Also wird Gott erlösen uns gar von aller Not, vom Teufel, allem Bösen, von Trübsal, Angst und Spott, von Trauren, Weh und Klagen, von Krankehit, Schmerz und Leid, von Schwermut, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit.
Johann Walter 1522
Der Wochenspruch für den 4. Advent (Die nahende Freude)
Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”
Phil.4,4.5b
Tageslesung am Donnerstag nach dem 4.Advent
Paulus, ein Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes, das er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der Heiligen Schrift, von seinem Sohn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch, der eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist, der da heiligt, durch die Auferstehung von den Toten – Jesus Christus, unserm Herrn. Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, den Gehorsam des Glaubens um seines Namens willen aufzurichten unter allen Heiden, zu denen auch ihr gehört, die ihr berufen seid von Jesus Christus. An alle Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Römer 1,1-7
Losung und Lehrtext für Donnerstag, den 22. Dezember 2022
Die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf!
Psalm 69,33
Maria kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt.
Lukas 1,40-41
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.Orate Fratres S.113
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist
Ihr lieben Christen, freut euch nun, bald wird erscheinen Gottes Sohn, der unser Bruder worden ist, das ist der liebe Jesus Christ.
Der Jüngste Tag ist nun nicht fern, komm, Jesu Christe, lieber Herr. Kein Tag vergeht, wir warten Dein und wollten gern bald bei Dir sein.
Du treuer Heiland Jesu Christ, dieweil die Zeit erfüllet ist, die uns verkündigt Daniel, So komm, lieber Immanuel.
Der Teufel brächt uns gern zum Fall, und wollt uns gern verschlingen all, er tracht nach Leib, Seel, Gut und Ehr: Herr Christ, dem alten Drachen wehr.
Ei lieber Herr, eil zum Gericht, laß sehn Dein herrlich Angesicht, das Wesen der Dreifaltigkeit. Das helf uns Gott in Ewigkeit.
Erasmus Alber 1546 (LKG 72)
Der Wochenspruch für den 4. Advent (Die nahende Freude)
Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”
Phil.4,4.5b
Tageslesung am Mittwoch nach dem 4.Advent
Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Markus 3,31-35
Losung und Lehrtext für Mittwoch, den 21. Dezember 2022
Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Psalm 34,5
Der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört.
Lukas 1,13
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.Orate Fratres S.113
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist
Gottes Sohn ist kommen Uns allen zu Frommen Hie auf diese Erden In armen Gebärden, Daß er uns von Sünde Freiet und entbinde.
Er kommt auch noch heute Und lehret die Leute, Wie sie sich von Sünden Zur Buß sollen wenden, Von Irrtum und Torheit Treten zu der Wahrheit.
Die sich sein nicht schämen Und sein Dienst annehmen Durch ein rechten Glauben Mit ganzem Vertrrauen, Denen wird er eben Ihre Sünd vergeben.
Denn er tut ihn schenken In den Sakramenten Sich selber zu Speisen, Sein Lieb zu beweisen, Daß sie sein genießen In ihrem Gewissen.
Die also fest gläuben Und beständig bleiben, Dem Herren in allen Trachten zu gefallen. Die werden mit Freuden Auch von hinnen scheiden.
Denn bald und behende Kommt ihr letztes Ende; Da wird er vom Bösen Ihre Seel erlösen Und sie mit sich führen Zu der Engel Chören.
Wird von dannen kommen Wie den wird vernommen, Wenn die Toten werden Erstehn von der Erden Und zu seinen Füßen Sich darstellen müssen.
Da wird er sie scheiden: Die Frommen zur Freuden, Die Bösen zur Höllen In peinliche Stellen, Wo sie ewig müssen Ihr Untugend büßen.
Ei nun, Herre Jesu, Schicke unsere Herzen zu, Daß wir, alle Stunden Rechtgläubig erfunden, Darinnen verscheiden Zur ewigen Freuden.
Böhmische Brüder 1544 (LKG 71)
Die nahende Freude
Der Wochenspruch für den 4. Advent (Die nahende Freude)
Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”
Phil.4,4+5b
Tageslesung am Dienstag nach dem 4. Advent:
Von Weisheit reden wir aber unter den Vollkommenen; doch nicht von einer Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Sondern wir reden, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes.
1.Korinther 2,6-10
Losung und Lehrtext für Dienstag, den 20. Dezember 2022
Noah fand Gnade vor dem HERRN. 1. Mose 6,8
Wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden? Lukas 18,8
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.Orate Fratres S.113
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist + Pax vobiscum +
Gott sei Dank durch alle Welt, der sein Wort beständig hält, und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat.
Was der alten Väter Schar höchster Wünsch und Sehnen war, und was sie geprophezeiht, ist erfüllt nach Herrlichkeit.
Zions Hülf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt.
Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte Du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an.
Zeuch, Du Ehrenkönig, ein, es gehöret Dir allein; mach es, wie Du gerne tust, rein von aller Sündenwust.
Und gleich wie Dein Ankunft war voller Sanftmut, ohn Gefahr, also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit.
Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde hin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt.
Tritt der Schlange Kopf entzwei, daß ich aller Ängste frei Dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan.
Daß, wenn Du, o Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich Dir mög engegen gehn, und vor Dir gerecht bestehn.
Heinrich Held 1620-1659
Der Wochenspruch für den 4. Advent (Die nahende Freude)
Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”
Phil.4,4+5b
Es ist bald soweit
Tageslesung für Montag nach dem 4.Advent:
So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Kyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergriff, dass ich Völker vor ihm unterwerfe und Königen das Schwert abgürte, damit vor ihm Türen geöffnet werden und Tore nicht verschlossen bleiben: 2 Ich will vor dir hergehen und das Bergland eben machen, ich will die ehernen Türen zerschlagen und die eisernen Riegel zerbrechen 3 und will dir heimliche Schätze geben und verborgene Kleinode, damit du erkennst, dass ich der HERR bin, der dich beim Namen ruft, der Gott Israels. 4 Um Jakobs, meines Knechts, und um Israels, meines Auserwählten, willen rief ich dich bei deinem Namen und gab dir Ehrennamen, obgleich du mich nicht kanntest. 5 Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, kein Gott ist außer mir. Ich habe dich gerüstet, obgleich du mich nicht kanntest, 6 damit man erfahre vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, dass keiner ist außer mir. Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, 7 der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut. 8 Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf! Ich, der HERR, erschaffe es.
Jesaja 45,1-8
Losung und Lehrtext für Montag, den 19. Dezember 2022
Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird. Jesaja 62,2
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2. Korinther 5,17
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Orate Fratres S.113
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist + Pax vobiscum +
Nun jauchzet all, Ihr Frommen, Zu dieser Gnadenzeit, Weil unser Heil ist kommen, Der Herr der Herrlichkeit: Zwar ohne stolze Pracht, Doch mächtig zu verheeren Und gänzlich zu zerstören Des Teufels Reich und Macht.
Er kommt zu uns geritten Auf einem Eselein Und stellt sich in die Mitten Für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut; Er will allein erwerben Durch seinen Tod und Sterben, Was ewig währen tut.
Kein Zepter, keine Krone Sucht er auf dieser Welt, Im hohen Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht.
Ihr Mächtigen auf Erden, Nehmt diesen König an, Wollt Ihr beraten werden Und gehn die rechte Bahn, Die zu dem Himmel führt; Sonst, wo Ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Des Höchsten Zorn euch rührt.
Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die Ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid, Seid dennoch wohlgemut, Laßt Eure Lieder klingen Und tut dem König singen, Der ist Eur höchstes Gut.
Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit Und all Eur Klag und Weinen Verwandeln ganz in Freud. Er ist, der helfen kann; Halt Eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig, Er ist schon auf der Bahn.
Michael Schirmer 1606-1673
Der Wochenspruch für den 4. Advent:
Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”
Phil.4,4.5b
Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Vertilge nicht«. 2 Sprecht ihr in Wahrheit Recht, ihr Mächtigen? Richtet ihr in Gerechtigkeit die Menschenkinder? 3 Nein, mutwillig tut ihr Unrecht im Lande, und eure Hände treiben Frevel. 4 Die Frevler sind abtrünnig vom Mutterschoß an, die Lügner gehen irre von Mutterleib an. 5 Sie sind voller Gift wie eine giftige Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr verschließt, 6 dass sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der gut beschwören kann. 7 Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Maul, zerschlage, HERR, das Gebiss der jungen Löwen! 8 Sie werden vergehen wie Wasser, das verrinnt. Zielen sie mit ihren Pfeilen, so werden sie ihnen zerbrechen. 9 Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet, wie eine Fehlgeburt sehen sie die Sonne nicht. 10 Ehe eure Töpfe das Dornfeuer spüren, reißt alles der brennende Zorn hinweg. 11 Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Vergeltung sieht, und wird seine Füße baden in des Frevlers Blut; 12 und die Leute werden sagen: / Ja, der Gerechte empfängt seine Frucht, ja, Gott ist noch Richter auf Erden.
Psalm 58,1-12
Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:
Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Orate Fratres S.113
Der HERR segne Dich und behüte Dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig; der HERR erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden.
Kommst Du, kommst Du, Licht der Heiden? Ja, Du kommst und säumest nicht, Weil Du weißt was uns gebricht. O Du starker Trost im Leiden, Jesu, meines Herzens Tür Steht Dir offen komm zu mir.
Ja, Du bist bereits zugegen, Du Weltheiland, Jungfraunsohn; Meine Sinnen spüren schon Deinen gnadenvollen Segen, Deine Wunderseelenkraft, Deine Frucht und Herzensaft.
Adle mich durch Deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin, Schaffe, daß mein Geist und Sinn Sich in deinem Lieben übe, Sonst zu lieben Dich, mein Licht! Steht in meinen Kräften nicht.
Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, Daß Dich meines Herzensgrund Innig preise für die Güte, Die Du mir, o Seelengast, Lebenszeit erwiesen hast.
Laß durch Deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, Durch Bereuung meiner Schuld, Mich zu Dir sein hocherhaben. Dann so will ich für und für Hosianna singen Dir
Ernst Christoph Homburg 1605-1681
Johannes d. Täufer
Wochenspruch für den 3. Sonntag im Advent (Der Vorläufer des Herrn: Der heilige Täufer Sankt Johannes):
Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig.
Jesaja 40,3.10
Tageslesung am Samstag nach dem 3. Advent:
Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes. Aber die Pharisäer und die Lehrer des Gesetzes verwarfen für sich Gottes Ratschluss und ließen sich nicht von ihm taufen. Mit wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, und wem sind sie gleich? Sie sind den Kindern gleich, die auf dem Markt sitzen und rufen einander zu: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. Denn Johannes der Täufer ist gekommen und aß kein Brot und trank keinen Wein; und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; und ihr sagt: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.
Lukas 7,29-35
Losung und Lehrtext für Samstag, den 17. Dezember 2022
Lobet, ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen, der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten. Psalm 66,8-9
Dem, der euch vor dem Straucheln behüten kann und euch untadelig hinstellen kann vor das Angesicht seiner Herrlichkeit mit Freuden, dem alleinigen Gott, unserm Heiland durch unsern Herrn Jesus Christus, sei Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Judas 1,24-25
Zusammen mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit beten wir die Kollekte für den 3. Advent:
Herr, nimm an unser Gebet und Flehen und verleihe uns, daß wir der Weisung des Johannes gehorchen, Deinem Sohne den Weg bereiten und ihn aufnehmen in unsere Herzen, auf daß wir die Kindschaft erlangen durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.112
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn und Heiliger Geist + Pax vobiscum +