Was schadet mir des Todesgift?

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Samstag nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.”

Johannes 17:19

Museo de Burgos. Escuela Flamenca atribuida a Adrian Isenbrandt (1515-1525)

Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben; wenn mich der Sonne Hitze trifft, so kann mirs Schatten geben. / Setzt mir der Wehmut Schmerzen zu, so find ich bei Dir meine Ruh wie auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist Du dann mein Anker.

Wenn endlich ich soll treten ein in Deines Reiches Freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darein kleiden. Es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und Dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an Deiner Seite stehen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138, 9-10)

Fortlaufende Lese

Die aber Jesus ergriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten sich versammelt hatten. 58 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis zum Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, um zu sehen, worauf es hinauswollte. 59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, dass sie ihn töteten, 60 und fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten zwei herzu 61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen. 62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen? 63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. 64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels. 65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört. 66 Was meint ihr? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. 67 Da spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige aber schlugen ihn ins Angesicht 68 und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist’s, der dich schlug?

Matthäus 26, 57-68

Tageslese

Am nächsten Morgen sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht Sühne erwirken kann für eure Sünde. 31 Als nun Mose wieder zu dem HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich Götter von Gold gemacht. 32 Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast. 33 Der HERR sprach zu Mose: Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir gesündigt hat. 34 So geh nun hin und führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir hergehen. Ich werde aber ihre Sünde heimsuchen, wenn meine Zeit heimzusuchen gekommen ist.

2. Mose 32, 32-34

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Erweitere Dich, mein Herzensschrein

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Freitag nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.”

Johannes 17:19

Dietrich Krüger (Hirschbach) nach dem “Schmerzensmann” von Albrecht Dürer (Nürnberg) 1614

Erweitre dich, mein Herzensschrein, Du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Kalmus, Myrrhen, Casia: Ich hab ein Beßres funden: Mein großer Schatz, Herr Jesus Christ, ist dieses, was geflossen ist aus Deines Leibes Wunden.

Das soll und will ich mir zunutz zu allen Zeiten machen; im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel; und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna speisen. Im Durst solls sein mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138, 7-8)

Fortlaufende Lese

Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. 48 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift. 49 Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn. 50 Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, dazu bist du gekommen? Da traten sie heran und legten Hand an Jesus und ergriffen ihn. 51 Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus und zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. 52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen. 53 Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, und er würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken? 54 Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, dass es so geschehen muss? 55 Zu der Stunde sprach Jesus zu der Schar: Ihr seid ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich gefangen zu nehmen? Habe ich doch täglich im Tempel gesessen und gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. 56 Aber das ist alles geschehen, auf dass erfüllt würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger und flohen.

Matthäus 26, 47-56

Tageslese

Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen. 48 Lassen wir ihn gewähren, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns Tempel und Volk. 49 Einer aber von ihnen, Kaiphas, der in diesem Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisst nichts; 50 ihr bedenkt auch nicht: Es ist besser für euch, ein Mensch sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe. 51 Das sagte er aber nicht von sich aus, sondern weil er in diesem Jahr Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte sterben für das Volk 52 und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zusammenzubringen. 53 Von dem Tage an war es für sie beschlossen, dass sie ihn töteten. 54 Da ging Jesus nicht mehr frei umher unter den Juden, sondern ging von dort weg in eine Gegend nahe der Wüste, in eine Stadt mit Namen Ephraim, und blieb dort mit den Jüngern. 55 Es war aber nahe das Passafest der Juden; und viele aus der Gegend gingen hinauf nach Jerusalem vor dem Fest, dass sie sich reinigten.

Johannes 11, 47-55

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Du marterst ihn am Kreuzesstamm

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Donnerstag nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.”

Johannes 17:19
Lucas Cranach sr: “Der Schmerzensmann und St Bernhard” (Rosenwald Kollektion)

Du marterst ihn am Kreuzesstamm mit Nägeln und mit Spießen; Du schlachtest ihn als wie ein Lamm, machst Herz und Adern fließen, das Herze mit der Seufzer Kraft, die Adern mit dem edlen Saft des purpurroten Blutes. O süßes Lamm, was soll ich Dir erweisen dafür, dass Du mir erzeigest so viel Gutes?

Mein Lebetage will ich Dich aus meinem Sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleich wie Du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst Du mein Herze bleiben. Ich will mich Dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu Deinem Eigentum beständiglich verschreiben.

Ich will von Deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch Dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich Dir und Deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen. Und was Du mir zugut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138, 4-6)

Fortlaufende Lese

Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete. 37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen. 38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet mit mir! 39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst! 40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? 41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. 42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist’s nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! 43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. 44 Und er ließ sie und ging wieder hin und betete zum dritten Mal und redete abermals dieselben Worte. 45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. 46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.

Matthäus 26,36-46

Tageslese

Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht die Gestalt der Dinge selbst. Deshalb kann es die, die opfern, niemals vollkommen machen durch die Jahr für Jahr gleichen Opfer, welche man immer wieder darbringt. 2 Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die Gott dienen, ein für alle Mal rein geworden wären und kein von Sünden beschwertes Gewissen mehr hätten? 3 Vielmehr geschieht durch die Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. 4 Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen. 5 Darum spricht er[1], wenn er in die Welt kommt: »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. 6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. 7 Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben –, dass ich tue, Gott, deinen Willen.« 8 Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt und sie gefallen dir nicht«, welche doch nach dem Gesetz geopfert werden. 9 Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da hebt er das Erste auf, damit er das Zweite einsetze. 10 Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.

Hebräer 10, 1-10

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Mittwoch nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit”

Johannes 17:19

“Allegorie auf Gesetz und Gnade” (Lucas Cranach sr. 1472-1553) im Germanischen Nationalmuseum.

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Würgebank, entsaget allen Freuden, es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: »Ich will’s gern leiden.«

Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen: »Geh hin, mein Kind, und nimm Dich an der Kinder, die ich ausgetan zur Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.«

»Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will Dir’s tragen; mein Wollen hängt an Deinem Mund, mein Wirken ist Dein Sagen.« O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst – was nie kein Mensch gedacht – Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, Du bist stark, Du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138, 1-3)

Fortlaufende Lese

Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.« 32 Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. 33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgern, so will ich doch mich niemals ärgern. 34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle Jünger.

Matthäus 26, 31-35

Tageslese

Da Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. 32 Ist Gott verherrlicht in ihm, so wird Gott ihn auch verherrlichen in sich und wird ihn bald verherrlichen. 33 Ihr Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen. Und wie ich zu den Juden sagte, sage ich jetzt auch zu euch: Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen. 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. 35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Johannes 13, 31-35

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

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Herr, laß Dein heilig Leiden

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Dienstag nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit”

Johannes 17:19

Priester in Vank, Isfahan (Armenien)

 

Herr, lass Dein heilig Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, dass mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es Dich gekostet, dass ich erlöset bin.

Mein Kreuz und meine Plagen, sollt’s auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, dass ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das Du mir vorgestellt.

Lass mich an andern üben, was Du an mir getan; und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie Du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein.

Lass endlich Deine Wunden mich trösten kräftiglich in meiner letzten Stunden und des versichern mich: weil ich auf Dein Verdienst nur trau, Du werdest mich annehmen, dass ich Dich ewig schau.

Justus Gesenius 1646 (LKG 13, 5-8)

Fortlaufende Lese

Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? 18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. 21 Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich’s? 23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich’s, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. 26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. 27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; 28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. 29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. 30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Matthäus 26,17-30

Tageslese

Danach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil ihm die Juden nach dem Leben trachteten. 2 Es war aber nahe das Laubhüttenfest der Juden. 3 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach Judäa, auf dass auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust. 4 Denn niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich bekannt sein. Willst du das, so offenbare dich vor der Welt. 5 Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. 6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist immer da. 7 Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind. 8 Geht ihr hinauf zum Fest! Ich will nicht hinaufgehen zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. 9 Das sagte er und blieb in Galiläa. 10 Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren zum Fest, da ging auch er hinauf, nicht offen, sondern heimlich. 11 Da suchten ihn die Juden auf dem Fest und fragten: Wo ist er? 12 Und es war ein großes Gemurmel über ihn im Volk. Einige sprachen: Er ist gut; andere aber sprachen: Nein, sondern er verführt das Volk. 13 Niemand aber redete offen über ihn aus Furcht vor den Juden.

Johannes 7,1-3

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

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Wenn meine Sünd mich kränken

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Montag nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit”

Johannes 17:19

“Das Abendmahl” von Lucas Cranach jr (1564) in der Stadtkirche St.Marien, Lutherstadt Wittenberg.

Wenn meine Sünd mich kränken, o mein Herr Jesu Christ,
so lass mich wohl bedenken, wie Du gestorben bist
und alle meine Schuldenlast am Stamm des heilgen Kreuzes
auf Dich genommen hast.

O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht;
Es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht;
es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen
gegeben in den Tod.

Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl?
Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal
bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten
der Hölle Qual und Glut.

Drum sag ich Dir von Herzen jetzt und mein Leben lang
für Deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank,
für Deine Not und Angstgeschrei, für Dein unschuldig Sterben,
für Deine Lieb und Treu.

Justus Gesenius 1646 (LKG 137)

Fortlaufende Lese

Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: Ihr wisst, dass in zwei Tagen Passa ist; und der Menschensohn wird überantwortet werden, dass er gekreuzigt werde.

Da versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Palast des Hohenpriesters, der hieß Kaiphas, und hielten Rat, Jesus mit List zu ergreifen und zu töten. Sie sprachen aber: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr gebe im Volk.

Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen, trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß. Da das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung? Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können. Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was bekümmert ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. Dass sie dies Öl auf meinen Leib gegossen hat, hat sie getan, dass sie mich für das Begräbnis bereite. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. 16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn ausliefere.

Matthäus 26:1-16

Tageslese

Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod sie nicht bleiben ließ; dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie. Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als die Himmel. Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte.

Hebräer 7:23-27

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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5th Sunday in Lent (Judika)

The Son of Man did not come to be served but to serve, and to give his life as a ransom for many.

Gospel of St. Matthew 20,28

“Jesu Fußwaschung” vom Meister des Hausbuchs (1480). Das ist Teil des Passionsaltars (Speyer) zu sehen in der Gemäldegalerie, Berlin.

Hymn of the Lutheran Church

O man becry Thy sin so bad,
wherefore Christ was so lowly clad
in Bethlehem’s poor outpost.
His mother virgin Mary pure
conceived of Holy Spirit sure
to acquit us sinners lost.
He raised the dead to life again,
Put off all illness and sore pain,
Until at last His time had come
To be the all atoning sacrifice.
He bore all sins. His works suffice.
His cross is our way home.

Let us thus praise Him gratefully,
That He died for us adequately,
Trust His love and true goodwill.
Also, lets hate all sinful ways,
As His Word shines so bright these days,
Follow the evangel and holy will.
Practice love to both big and small
As He did to us and all
With His suffering and dying.
Oh, think of his great faithfulness,
And how God hates all faithlessness,
Beware of that and lying.

Sebald Heyden (1530) LKG 127 tr. by Wilhelm Weber (2023)

God´s Holy Word for this Sunday

The Introit teaches us to pray in a God pleasing way:

Vindicate me, O God!
Fight for me against an ungodly nation.
Deliver me from deceitful and evil men.
For you are the God who shelters me.
Why do you reject me?
Why must I walk around mourning because my enemies oppress me?
Reveal your light and your faithfulness.
They will lead me; they will escort me back to your holy hill, and to the place where you live.
Then I will go to the altar of God, to the God who gives me ecstatic joy,
so that I may express my thanks to you, O God, my God, with a harp.
Why are you depressed, O my soul?
Why are you upset?
Wait for God!
For I will again give thanks to my God for his saving intervention.

Psalm 43

God´s Holy Word recorded by the great prophet Moses:

Some time after these things God tested Abraham. He said to him, “Abraham!” “Here I am!” Abraham replied. God said, “Take your son—your only son, whom you love, Isaac—and go to the land of Moriah! Offer him up there as a burnt offering on one of the mountains which I will indicate to you.”
Early in the morning Abraham got up and saddled his donkey. He took two of his young servants with him, along with his son Isaac. When he had cut the wood for the burnt offering, he started out for the place God had spoken to him about.
On the third day Abraham caught sight of the place in the distance. So he said to his servants, “You two stay here with the donkey while the boy and I go up there. We will worship and then return to you.”
Abraham took the wood for the burnt offering and put it on his son Isaac. Then he took the fire and the knife in his hand, and the two of them walked on together. Isaac said to his father Abraham, “My father?” “What is it, my son?” he replied. “Here is the fire and the wood,” Isaac said, “but where is the lamb for the burnt offering?” “God will provide for himself the lamb for the burnt offering, my son,” Abraham replied. The two of them continued on together.
When they came to the place God had told him about, Abraham built the altar there and arranged the wood on it. Next he tied up his son Isaac and placed him on the altar on top of the wood. Then Abraham reached out his hand, took the knife, and prepared to slaughter his son. But the angel of the LORD called to him from heaven, “Abraham! Abraham!” “Here I am!” he answered. “Do not harm the boy!” the angel said. “Do not do anything to him, for now I know that you fear God because you did not withhold your son, your only son, from me.”
Abraham looked up and saw behind him a ram caught in the bushes by its horns. So he went over and got the ram and offered it up as a burnt offering instead of his son. And Abraham called the name of that place “The LORD provides.” It is said to this day, “In the mountain of the LORD provision will be made.”
The angel of the LORD called to Abraham a second time from heaven and said, “I solemnly swear by my own name, decrees the LORD, that because you have done this and have not withheld your son, your only son, I will indeed bless you, and I will greatly multiply your descendants so that they will be as countless as the stars in the sky or the grains of sand on the seashore. Your descendants will take possession of the strongholds of their enemies. Because you have obeyed me, all the nations of the earth will pronounce blessings on one another using the name of your descendants.”
Then Abraham returned to his servants, and they set out together for Beer Sheba where Abraham stayed.

Genesis 22: 1-14 (15-19)

God´s Holy Word recorded in the letter to the Hebrews

For every high priest is taken from among the people and appointed to represent them before God, to offer both gifts and sacrifices for sins. He is able to deal compassionately with those who are ignorant and erring, since he also is subject to weakness, and for this reason he is obligated to make sin offerings for himself as well as for the people. And no one assumes this honor on his own initiative, but only when called to it by God, as in fact Aaron was. So also Christ did not glorify himself in becoming high priest, but the one who glorified him was God, who said to him, “You are my Son! Today I have fathered you,” as also in another place God says, “You are a priest forever in the order of Melchizedek.” During his earthly life Christ offered both requests and supplications, with loud cries and tears, to the one who was able to save him from death and he was heard because of his devotion. Although he was a son, he learned obedience through the things he suffered. And by being perfected in this way, he became the source of eternal salvation to all who obey him, and he was designated by God as high priest in the order of Melchizedek.

Hebrews 5, (1-6) 7-9 (10) (Sermon)

The Holy Gospel of Jesus Christ according to the evangelist St. Mark

Then James and John, the sons of Zebedee, came to him and said, “Teacher, we want you to do for us whatever we ask.” He said to them, “What do you want me to do for you?” They said to him, “Permit one of us to sit at your right hand and the other at your left in your glory.” But Jesus said to them, “You don’t know what you are asking! Are you able to drink the cup I drink or be baptized with the baptism I experience?”They said to him, “We are able.” Then Jesus said to them, “You will drink the cup I drink, and you will be baptized with the baptism I experience, but to sit at my right or at my left is not mine to give. It is for those for whom it has been prepared.”

Now when the other ten heard this, they became angry with James and John.Jesus called them and said to them, “You know that those who are recognized as rulers of the Gentiles lord it over them, and those in high positions use their authority over them. But it is not this way among you. Instead whoever wants to be great among you must be your servant, and whoever wants to be first among you must be the slave of all. For even the Son of Man did not come to be served but to serve, and to give his life as a ransom for many.”

Mark 10:35-45


Prayer of the Church
—Responsive Form (Judika: 26th March 2023)
 

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Holy Father, You have received Your ascended Son back into the more perfect tent of heaven, His sacrifice complete. Give Your Church an abundance of peace, knowing that He has purified our consciences from dead works and prepared the way for us to our eternal inheritance. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Holy Lord, we thank You that You have made us Your holy people, cleansed and redeemed by the blood of Your Son. Grant that we, Your priests serving under Christ, our High Priest, may now offer living sacrifices in prayer and good works. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, You called Father Abraham to offer his beloved son to You, yet You spared him for the sake of Your beloved Son, Jesus Christ. Help all godly parents to bring up their children in Your fear and love, to direct their ways according to Your Holy Word, and to commend them to Your fatherly care. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Uphold all civil authorities, especially Olaf, our chancellor, and Reiner, our minister president. Preserve our nation in peace, and allow Your people to live quiet and peaceable lives in godliness and honesty. We ask You especially for Ukraine, which is under tyrannical attack by Russia. Restore the stolen and devastated lands, bring back refugees and exiles, strengthen soldiers and defensive structures, grant hope and faith, victory and finally peace  Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, do not cast down the souls in turmoil, but call them continually to Yourself and Your truth. Sustain all who suffer among us – especially our friends from Ukraine. Lighten their darkness, bring Your joy to their every sorrow and defend them against all evil. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord, having heard Your righteous judgment against our sins and Your vindicating absolution, lead us by the light of Your truth to Your holy altar to receive the joys of forgiveness, life and salvation. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, Your Son spoke the truth before His enemies even as they sought to trap Him in His words and deliver Him up to death. Rescue Your people from fear, and grant them courage to confess Your truth, assuring them of Your deliverance in time of trouble. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

All these things and whatever else You know that we need, grant us, Father, for the sake of Him who died and rose again and now lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God forever. Amen.

https://www.lcms.org/worship/one-year-series-prayers

+ The peace of the Lord be with You +

+ Pax vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee:

The Lord make his face shine upon Thee, and be gracious unto Thee:

The Lord lift up his countenance upon Thee and give Thee peace.

Numbers 6,24-26 (4th Book of Moses)
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Fünf Brünnlein sind

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Samstag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

Grandes Heures de Jean de Berry: Dérision du Christ et Christ dépouillé de ses vêtements (fol. 70)

Fünf Brünnlein sind, daraus mir rinnt
Fried, Freud, Heil, Trost und Leben;
in Angst und Not bis in der Tod
mir solche Labsal geben.

Der Quell Du bist, Herr Jesu Christ,
die Brünnlein Deine Wunden;
daraus ich mich lab inniglich
in heißen Kreuzesstunden.

O Gotteslamm, o Liebesflamm,
o meiner Seelen Freude!
Nimm hin die Sünd, das Herz entzünd,
daß mich von Dir nichts scheide.

So werde ich recht seliglich
den Lebenslauf vollbringen,
und fröhlich hier, o Gott, mit Dir
das Consummatum* singen.

*Consummatum est: Es ist vollbracht

Breslau 1644 (LKG 136)

Fortlaufende Lese

O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Römer 11,33-36

Tageslese

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst töten, dass er sagt: Wohin ich gehe, da könnt ihr nicht hinkommen? Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden. Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Was soll ich euch zuerst sagen? Ich habe viel über euch zu reden und zu richten. Aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt. Sie erkannten aber nicht, dass er zu ihnen vom Vater sprach. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und nichts von mir aus tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt. Als er das sagte, glaubten viele an ihn.

Johannes 8:21-30

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Ich werde Dir zu Ehren alles wagen

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Freitag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

Stundenbuch des Meisters Zweder von Culemborg (1415-1440. Utrecht, Niederlande)

Ich werde Dir zu Ehren alles wagen,
kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen,
nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen
nehmen zu Herzen.

Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen,
wirst Du es doch nicht gar beiseite setzen;
zu Gnaden wirst Du dies von mir annehmen,
mich nicht beschämen.

Wann, o Herr Jesu, dort vor Deinem Throne
wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone,
da will ich Dir, wenn alles wird wohl klingen,
Lob und Dank singen.

Johann Heermann 1630 (LKG 135,13-15)

Fortlaufende Lese

Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist.  Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

Römer 11, 25-35

Tageslese

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen’s Jesus. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s bewahren zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.

Johannes 12,20-26

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Donnerstag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

“Jesus in Gethsemane” im Kunstmuseum (Leuven, Belgien).

Ich kann’s mit meinen Sinnen nicht erreichen,
womit doch Dein Erbarmung zu vergleichen.
Wie kann ich Dir denn Deine Liebestaten
im Werk erstatten?

Doch ist noch etwas, das Dir angenehme:
wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme,
daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden
mit alten Sünden.

Weil’s aber nicht besteht in eignen Kräften,
fest die Begierden an das Kreuz zu heften,
so gib mir Deinen Geist, der mich regiere,
zum Guten führe.

Alsdann so werd ich Deine Huld betrachten,
aus Lieb zu Dir die Welt für nichtes achten
bemühen werd ich mich, Herr, Deinen Willen
stets zu erfüllen.

Johann Heermann 1630 (LKG 135, 9-12)

Fortlaufende Lese

Wenn nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden, du aber, der du ein wilder Ölzweig bist, in den Ölbaum eingepfropft wurdest und Anteil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich. 19 Nun wirst du sagen: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde. 20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht überheblich, sondern fürchte dich! 21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Darum sieh die Güte und die Strenge Gottes: die Strenge gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du in der Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden. 23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur aus wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, um wie viel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum.

Römer 11, 17-24

Tageslese

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt. 52 Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. 59 Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte.

Johannes 6, 47-59

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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