Herr, machs nur mit meinem Ende gut

Kennengelernt habe ich Bartholomäus Grill als Korrespondenten für die FAZ in Johannesburg. Inzwischen hat er für den Spiegel gearbeitet und ist jetzt im Ruhestand. Er ist als frommer Katholik in Oberaudorf am Inn aufgewachsen. Das hat ihn zeitlebens geprägt.

Er hat schlimme Dinge in Ruanda und Syrien erlebt, aber am tiefsten haben ihn die Sterbefälle in seiner Familie berührt. Er hatte eine schwerstbehinderte Schwester, die mit einem Wasserkopf nach knapp zwei Jahren starb. Ein Bruder ist wegen Krebs in der Schweiz zur “Sterbehilfe” gegangen. Inzwischen sind nicht nur seine Großeltern gestorben, sondern auch beide Eltern und er steht jetzt bewußt in der Reihe: “Wer weiß, wie nahe mir mein Ende?”

Es hat natürlich was mit den Lebensphasen zu tun und als junger Mann hat er wie wir alle damals noch gedacht, er ist halt unsterblich: “Wenn es auch zehntausend zu Deiner Rechten trifft und zehntausend zu Deiner Linken, so wird es Dich doch nicht treffen!” (cf. Psalm 91,7) Inzwischen erfährt er das auch schon anders.

Dieses ist kein frommes Buch. Im Gegenteil. Er setzt sich nicht nur mit der Kirche auseinander, sondern auch ausgiebig mit einem brillianten Philosophen Robert Spaemann, der ein Berater von Benedikt XVI war. Mit ihm hat er ein intensives und preisgekröntes Streitgespräch geführt über “Sterben und Sterbenshilfe” nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den Niederlanden und die Folgen für Deutschland etc.

Grill hat einen gut leserlichen Stil. Er ist gut belesen. Sein kurzes Philosophie- und Theologiestudium haben ihn sichtlich geprägt. Inzwischen hat er viel erfahren, erlebt und durch gemacht. Es ist ein sehr persönliches Buch. Heute würde man es wohl authentisch nennen. Es ist mehr zum Nachdenken als zur Selbsthilfe. Schließlich nennt er es ja auch “Meine Begegnungen mit dem Sterben.”

Er will gegen das Verdrängen des Todes aus dem Alltag anschreiben und das Sterben ins Bewußtsein rücken. Wir sollen wissen, dass “um uns die Toten” sind und wir sind auch schon beinah da. Die letzte Seite hat er einem Gespräch mit einem alten Buschmann (San) in der Kalahari gewidment. Damit zeigt er, dass wir “modernen” dem Todes genauso hilf- und ratlos gegenüberstehen wie unsere Vorfahren.

Es wird deutlich, wie zutreffen der Apostel Paulus schreibt: “Wenn es die Auferstehung von den Toten nicht gibt bzw Christus nicht von den Toten auferstanden ist, dann sind wir die aller elendesten unter den Menschen! “(cf. 1. Korinther 15,14ff)

Nun aber ist Christus auferstanden. Er lebt und regiert uns zugut. Darum sollen und dürfen wir auch leben – hier zeitlich und dort ewiglich. Wir singen und beten getrost: “Herr Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut!”

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Zum siebten redt er vor seim End

Samstag nach Invokavit

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1. Johannes 3,8 (Wochenspruch)

Halle, Kunstmuseum Moritzburg, Max Beckmann, Christus in der Wüste (1910)

Zum siebten redt er vor seim End: „Mein’ Geist befehl ich in Dein Händ, so ich jetzund soll sterben. Du wollst den Sündern gnädig sein, laß, Vater, sie nicht verderben.“

Wer Gottes Mart´r in Ehren hat und oft bedenkt die sieben Wort, des will Gott treulich pflegen wohl hie auf Erd mit seiner Gnad und dort im ewgen Leben.

Johannes Böschenstain 1539 (LKG 129, 8-9)

Fortlaufende Lese

Wisst ihr nicht, Brüder und Schwestern – denn ich rede mit denen, die das Gesetz kennen –, dass das Gesetz nur herrscht über den Menschen, solange er lebt? Denn eine Ehefrau ist an ihren Mann gebunden durch das Gesetz, solange der Mann lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie frei von dem Gesetz, das sie an den Mann bindet. Wenn sie nun bei einem andern Mann ist, solange ihr Mann lebt, wird sie eine Ehebrecherin genannt; wenn aber ihr Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, sodass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie bei einem andern Mann ist. Also seid auch ihr, meine Brüder und Schwestern, dem Gesetz getötet durch den Leib Christi, sodass ihr einem andern angehört, nämlich dem, der von den Toten auferweckt ist, damit wir Gott Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, da waren die sündigen Leidenschaften, die durchs Gesetz geweckt wurden, kräftig in unsern Gliedern, sodass wir dem Tode Frucht brachten. Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und dem gestorben, was uns gefangen hielt, sodass wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.

Römer 7, 1-6

Tageslese

Da antworteten ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollen ein Zeichen von dir sehen.  Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen, und es wird ihm kein Zeichen gegeben werden außer dem Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein. Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona. Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.

Matthäus 12, 38-42

Wir beten mit der heiligen Kirche und der weltweiten Christenheit im Namen unseres Herrn Jesu Christi:

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, lebet und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.125

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Thank You from Antonina Shapovalova

Natalia Zubrytska shares a thank-you-letter from her friend Antonina Shapovalova, who has moved on from the Old Latin School to her own private quarters in Luthercity Wittenberg. We are so grateful, that she is coping so well in these difficult times and dedicate her to the gracious care of our good Lord and triune God, her and all her people + May He grant peace now and always +

Dear brothers and sisters in Christ!

My name is Antonina Shapovalova. I am from near Kharkiv, Ukraine. Last year, when Russia started the terrible war in my country, I had to flee to Germany.

The Lord brought me to a small but beautiful town Lutherstadt Wittenberg where I was lucky to meet Ukrainian Lutheran Church which gave me a tremendous help in settling down.

The person that I am especially grateful to is pastor Weber who opened lodging for me in the Old Latin School in the time when I was basically homeless. He met me with his friendly simile and open heart. I remember how much I was broken down and my eyes were full of tears when I came through the doors of the Old Latin School.

However, I still remember that pastor Weber assured me of my safety in the Old Latin School – and the Old Latin School proved just that. It is a safe place for me and other Ukrainian refugees in troubled times. Thank You to faithful friends and supporters in the Lutheran Church Missouri Synod for sponsoring this refuge for us and fellow Lutherans from Ukraine. We will not forget Your gracious hospitality provided here in the Old Latin School.

I lived in the Old Latin School for more than half a year before I managed to find a small apartment of my own in town. Now, I attend German Integration Courses and intensively study the language. My son–in-law is on the front line in daily battle and I pray and ask God to keep him safe. Please add him and our nation to Your prayers. I send our soldiers warm clothes, food and necessary medicine on a regular basis. They need it so much.

I am confident that one day in the near future all the Ukrainians and the whole world will be celebrating the Victory of Ukraine!  Glory to Ukrainian soldiers! Glory to Christ!

Antonia Shapovalova

Thank You for your support for the mission of the Old Latin School in Lutherstadt Wittenberg. 

+ Please pray for us at the Old Latin School + 

We need your support. Please consider making a one-time gift or recurring donation to promote the International Lutheran Society of Wittenberg. Here is how You can make a difference:

Online to https://ilc-online.org/donate/   Select: Wittenberg Outreach.

Donations by cheque to International Lutheran Council: P.O. Box 10149 Fort Wayne, Indiana 46850 USA. Memo line: Wittenberg Outreach

Or directly to the International Lutheran Society of Wittenberg using EFT IBAN DE05 8607 0024 0822 2135 00 & BIC (SWIFT) DEUTDEDBLEG.

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Alsdann rief er in großer Not

Freitag nach Invokavit

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1. Johannes 3,8 (Wochenspruch)
“Man of sorrows” (1860) David Dyce (1806-1864) National Galleries of Scotland

Alsdann rief er in großer Not zur neunten Stund: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Die Marter, die er leiden muß, sind ganz über die Maßen.

Die fünfte Rede er dann tut: „Mich dürst’; vergossen ist mein Blut an meinem ganzen Leibe.“ Damit hat er die Schrift vollbracht, wie David tut beschreiben.

Das sechste war ein kräftig Wort, das mancher hat beim Kreuz gehört aus seim göttlichen Munde: „Es ist vollbracht mein Leiden groß wohl hie zu dieser Stunde.“

Johannes Böschenstain 1539 (LKG 129,5-7)

Fortlaufende Lesung

So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit. Gott sei aber gedankt: Ihr seid Knechte der Sünde gewesen, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, an die ihr übergeben wurdet. Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit. Ich muss menschlich davon reden um der Schwachheit eures Fleisches willen: Wie ihr eure Glieder hingegeben hattet an den Dienst der Unreinheit und Ungerechtigkeit zu immer neuer Ungerechtigkeit, so gebt nun eure Glieder hin an den Dienst der Gerechtigkeit, dass sie heilig werden. Denn als ihr Knechte der Sünde wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun damals für Frucht? Früchte, derer ihr euch jetzt schämt; denn ihr Ende ist der Tod. Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben. Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

Römer 6, 12-23

Tageslese

Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fuhr ihn an und sprach: Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht! Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.
Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden. Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse? Denn es wird geschehen, dass der Menschensohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. Wahrlich, ich sage euch: Es sind etliche unter denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.

Matthäus 16, 21-28

Wir beten mit der heiligen Kirche und der weltweiten Christenheit im Namen unseres Herrn Jesu Christi:

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, lebet und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.125

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Zum andern in Barmherzigkeit

Donnerstag nach Invokavit

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1. Johannes 3,8 (Wochenspruch)

Lucas Cranach d.Ä (1472-1553): “Klage unter dem Kreuze” (1503) Alte Pinakothek, München.

Zum andern in Barmherzigkeit dem Schächer er die Sünd verzeiht, er sprach gar gnädigliche:„Fürwahr, heut wirst Du bei mir sein in meines Vaters Reiche.“

Als Jesus seine Mutter sah, zum dritten Male sprach er da: „Johannes nimm zum Sohne.“ „Sohn, nimm Dich Deiner Mutter an, daß ich dirs ewig lohne.“

Johannes Böschenstain 1539 (LKG 129,3+4)

Fortlaufende Lesung

Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben? 3 Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. 5 Denn wenn wir mit ihm zusammengewachsen sind, ihm gleich geworden in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. 6 Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. 11 So auch ihr: Haltet euch für Menschen, die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus.

Römer 6,1-11

Tageslese

Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst. Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?

Hebräer 12,1-7

Wir beten mit der heiligen Kirche und der weltweiten Christenheit im Namen unseres Herrn Jesu Christi:

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, lebet und regiert in Ewigkeit. Amen.

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Da Jesus an dem Kreuze stund

Mittwoch nach Invokavit

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1. Johannes 3,8 (Wochenspruch)

“Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt” (Agnus Dei) von Sergiev Posad (15Jhd)

Da Jesus an dem Kreuze stund und ihm sein Leichnam ward verwundt so gar mit unsagbaren Schmerzen, die sieben Worte, die Jesus sprach, betracht in Deinem Herzen.

Zuerst sprach er von Herzensgrund: „Vater, vergib ihn´ diese Sünd, die mir mein Blut vergießen; sie wissen doch nicht, was sie tun, lass sie der Bitt genießen.“

Johannes Böschenstain 1539 (LKG 129,1-2)

Fortlaufende Lesung

Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. 13 Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet. 14 Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte. 15 Aber nicht verhält sich’s mit der Gnadengabe wie mit der Sünde. Denn wenn durch die Sünde des Einen die Vielen gestorben sind, um wie viel mehr ist Gottes Gnade und Gabe den Vielen überreich zuteilgeworden in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus. 16 Und nicht verhält es sich mit der Gabe wie mit dem, was durch den einen Sünder geschehen ist. Denn das Urteil hat von dem Einen her zur Verdammnis geführt, die Gnade aber hilft aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. 17 Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus. 18 Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. 19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten. 20 Das Gesetz aber ist hinzugekommen, auf dass die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden, 21 damit, wie die Sünde geherrscht hat durch den Tod, so auch die Gnade herrsche durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Römer 5,12-21

Tageslese

Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.

Hebräer 4, 14ff

Wir beten mit der heiligen Kirche und der weltweiten Christenheit im Namen unseres Herrn Jesu Christi:

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, lebet und regiert in Ewigkeit. Amen.Orate fratres S.125

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O hilf, Christe, Gottes Sohn

Dienstag nach Invokavit

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1. Johannes 3,8 (Wochenspruch)

Barthélemy Parrocel (1595–1663): “Jésus au desert” (Musée du Pays Brignolais)

O hilf, Christe, Gottes Sohn,
durch Dein bitter Leiden,
daß wir Dir stets untertan,
all Untugend meiden,
Deinen Tod und sein Ursach
fruchtbarlich bedenken
dafür, wiewohl arm und schwach,
Dir Dankopfer schenken.

Patris sapientia” (14. Jhd.), verdeutscht 1531 von Matthias Weiße (LKG 128,8)

Fortlaufende Lese

Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn gerettet werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Römer 5, 6-11

Tageslese

Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Irrt euch nicht, meine Lieben. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis. Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir die Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

Jakobus 1, 13-18

Wir beten mit der heiligen Kirche und der weltweiten Christenheit im Namen unseres Herrn Jesu Christi:

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, lebet und regiert in Ewigkeit. Amen.

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Da man hatt´ zur Vesperzeit

Montag nach Invokavit

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

1. Johannes 3,8

Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610) Die Grablegung Christi 

Da man hatt‘ zur Vesperzeit
die Schächer zerbrochen,
ward Jesus in seine Seit‘
mit ein’m Speer gestochen;
daraus Blut und Wasser rann,
die Schrift zu erfüllen;
wie Johannes zeiget an,
nur um unsertwillen.

Da der Tag sein Ende nahm,
der Abend war kommen,
ward Jesus von’s Kreuzes-Stamm
durch Joseph genommen,
herrlich nach jüdischer Art
in ein Grab geleget,
allda mit Hütern verwahrt,
wie Matthäus zeuget.

“Patris sapiential” (14.Jhd) verdeutscht von Michael Weiße 1531 (LKG 128,6f)

Fortlaufende Lese

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. 2 Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird. 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, 4 Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, 5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Römer 5,1-5

Tageslese

Woher kommt Streit, woher Krieg unter euch? Kommt’s nicht daher: aus euren Gelüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft; ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt’s nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt. Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Der Geist, den er in uns wohnen ließ, drängt nach Neid; doch Gott gibt größere Gnade. Darum heißt es: »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen. Klagt, trauert und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.

Jakobus 4,1-10

Wir beten mit der heiligen Kirche und der weltweiten Christenheit im Namen unseres Herrn Jesu Christi:

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, lebet und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.125

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First Sunday in Lent (Invocavit)

For this purpose the Son of God was manifested, that he might destroy the works of the devil.

1. John 3,8b (Watchword)

Hymn of the Lutheran Church

A mighty fortress is our God,
a bulwark never failing;
our helper he, amid the flood
of mortal ills prevailing.
For still our ancient foe
does seek to work us woe;
his craft and power are great,
and armed with cruel hate,
on earth is not his equal.

Did we in our own strength confide,
our striving would be losing,
were not the right Man on our side,
the Man of God’s own choosing.
You ask who that may be?
Christ Jesus, it is he;
Lord Sabaoth his name,
from age to age the same;
and he must win the battle.

And though this world, with devils filled,
should threaten to undo us,
we will not fear, for God has willed
his truth to triumph through us.
The prince of darkness grim,
we tremble not for him;
his rage we can endure,
for lo! his doom is sure;
one little word shall fell him.

That Word above all earthly powers
no thanks to them abideth;
the Spirit and the gifts are ours
through him who with us sideth.
Let goods and kindred go,
this mortal life also;
the body they may kill:
God’s truth abideth still;
his kingdom is forever!

Martin Luther 1483-1546

Georges de la Tour (1593-1652): “Job and his mocking wife”

God´s Holy Word for this Sunday

The Introit teaches us to pray in a God pleasing way:

He that dwelleth in the secret place of the most High shall abide under the shadow of the Almighty. I will say of the Lord, He is my refuge and my fortress: my God; in him will I trust. Surely he shall deliver thee from the snare of the fowler, and from the noisome pestilence. He shall cover thee with his feathers, and under his wings shalt thou trust: his truth shall be thy shield and buckler. Thou shalt not be afraid for the terror by night; nor for the arrow that flieth by day; Nor for the pestilence that walketh in darkness; nor for the destruction that wasteth at noonday. Because thou hast made the Lord, which is my refuge, even the most High, thy habitation; There shall no evil befall thee, neither shall any plague come nigh thy dwelling. For he shall give his angels charge over thee, to keep thee in all thy ways. They shall bear thee up in their hands, lest thou dash thy foot against a stone. 

Psalm 91,1-6.9-12 

Inspired the holy prophet Moses proclaims in God´s name:

Now the serpent was more subtil than any beast of the field which the Lord God had made. And he said unto the woman, Yea, hath God said, Ye shall not eat of every tree of the garden? And the woman said unto the serpent, We may eat of the fruit of the trees of the garden: “But of the fruit of the tree which is in the midst of the garden, God hath said, Ye shall not eat of it, neither shall ye touch it, lest ye die. And the serpent said unto the woman, Ye shall not surely die: For God doth know that in the day ye eat thereof, then your eyes shall be opened, and ye shall be as gods, knowing good and evil. And when the woman saw that the tree was good for food, and that it was pleasant to the eyes, and a tree to be desired to make one wise, she took of the fruit thereof, and did eat, and gave also unto her husband with her; and he did eat. And the eyes of them both were opened, and they knew that they were naked; and they sewed fig leaves together, and made themselves aprons. And they heard the voice of the Lord God walking in the garden in the cool of the day: and Adam and his wife hid themselves from the presence of the Lord God amongst the trees of the garden.  

And the Lord God called unto Adam, and said unto him, Where art thou? And he said, I heard thy voice in the garden, and I was afraid, because I was naked; and I hid myself. And he said, Who told thee that thou wast naked? Hast thou eaten of the tree, whereof I commanded thee that thou shouldest not eat? And the man said, The woman whom thou gavest to be with me, she gave me of the tree, and I did eat. And the Lord God said unto the woman, What is this that thou hast done? And the woman said, The serpent beguiled me, and I did eat.  And the Lord God said unto the serpent, Because thou hast done this, thou art cursed above all cattle, and above every beast of the field; upon thy belly shalt thou go, and dust shalt thou eat all the days of thy life: And I will put enmity between thee and the woman, and between thy seed and her seed; it shall bruise thy head, and thou shalt bruise his heel. Unto the woman he said, I will greatly multiply thy sorrow and thy conception; in sorrow thou shalt bring forth children; and thy desire shall be to thy husband, and he shall rule over thee. 

And unto Adam he said, Because thou hast hearkened unto the voice of thy wife, and hast eaten of the tree, of which I commanded thee, saying, Thou shalt not eat of it: cursed is the ground for thy sake; in sorrow shalt thou eat of it all the days of thy life; Thorns also and thistles shall it bring forth to thee; and thou shalt eat the herb of the field; In the sweat of thy face shalt thou eat bread, till thou return unto the ground; for out of it wast thou taken: for dust thou art, and unto dust shalt thou return. And Adam called his wife’s name Eve; because she was the mother of all living.  Unto Adam also and to his wife did the Lord God make coats of skins, and clothed them. And the Lord God said, Behold, the man is become as one of us, to know good and evil: and now, lest he put forth his hand, and take also of the tree of life, and eat, and live for ever: Therefore the Lord God sent him forth from the garden of Eden, to till the ground from whence he was taken. So he drove out the man; and he placed at the east of the garden of Eden Cherubims, and a flaming sword which turned every way, to keep the way of the tree of life.  

Genesis 3,1-19 (20-24) 

The Letter to the Hebrews points us to our high priest Jesus Christ:

Seeing then that we have a great high priest, that is passed into the heavens, Jesus the Son of God, let us hold fast our profession. For we have not an high priest which cannot be touched with the feeling of our infirmities; but was in all points tempted like as we are, yet without sin. Let us therefore come boldly unto the throne of grace, that we may obtain mercy, and find grace to help in time of need. 

Hebrews 4,14-16

Our holy Lord and Savior Jesus Christ overcame the temptations of the devil:

Then was Jesus led up of the Spirit into the wilderness to be tempted of the devil. And when he had fasted forty days and forty nights, he was afterward an hungred. And when the tempter came to him, he said, If thou be the Son of God, command that these stones be made bread. But he answered and said, It is written, Man shall not live by bread alone, but by every word that proceedeth out of the mouth of God. Then the devil taketh him up into the holy city, and setteth him on a pinnacle of the temple, And saith unto him, If thou be the Son of God, cast thyself down: for it is written, He shall give his angels charge concerning thee: and in their hands they shall bear thee up, lest at any time thou dash thy foot against a stone. Jesus said unto him, It is written again, Thou shalt not tempt the Lord thy God. Again, the devil taketh him up into an exceeding high mountain, and sheweth him all the kingdoms of the world, and the glory of them; And saith unto him, All these things will I give thee, if thou wilt fall down and worship me. Then saith Jesus unto him, Get thee hence, Satan: for it is written, Thou shalt worship the Lord thy God, and him only shalt thou serve. Then the devil leaveth him, and, behold, angels came and ministered unto him. 

Matthew 4,1-11

This is God´s Word for Sunday´s sermon:

Again there was a day when the sons of God came to present themselves before the Lord, and Satan came also among them to present himself before the Lord. And the Lord said unto Satan, From whence comest thou? And Satan answered the Lord, and said, From going to and fro in the earth, and from walking up and down in it. And the Lord said unto Satan, Hast thou considered my servant Job, that there is none like him in the earth, a perfect and an upright man, one that feareth God, and escheweth evil? and still he holdeth fast his integrity, although thou movedst me against him, to destroy him without cause. And Satan answered the Lord, and said, Skin for skin, yea, all that a man hath will he give for his life. But put forth thine hand now, and touch his bone and his flesh, and he will curse thee to thy face. And the Lord said unto Satan, Behold, he is in thine hand; but save his life. So went Satan forth from the presence of the Lord, and smote Job with sore boils from the sole of his foot unto his crown. And he took him a potsherd to scrape himself withal; and he sat down among the ashes. Then said his wife unto him, Dost thou still retain thine integrity? curse God, and die. But he said unto her, Thou speakest as one of the foolish women speaketh. What? shall we receive good at the hand of God, and shall we not receive evil? In all this did not Job sin with his lips. Now when Job’s three friends heard of all this evil that was come upon him, they came every one from his own place; Eliphaz the Temanite, and Bildad the Shuhite, and Zophar the Naamathite: for they had made an appointment together to come to mourn with him and to comfort him. And when they lifted up their eyes afar off, and knew him not, they lifted up their voice, and wept; and they rent every one his mantle, and sprinkled dust upon their heads toward heaven. So they sat down with him upon the ground seven days and seven nights, and none spake a word unto him: for they saw that his grief was very great. 

Job 2,1-13

Prayer of the Church—Responsive Form (Invocavit: 26 February 2023) 

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs. 

O Lord, You sought Adam and Eve in the garden and called them to repentance. Seek us when we wander from Your Holy Word, and give us contrite hearts to confess our sins and receive the forgiveness and restoration You promise us. Lord, in Your mercy, hear our prayer. 

Father in heaven, Your Son trampled the serpent underfoot and freed us from sin and death by His own death on the cross. Protect and preserve all called to preach Christ and Him crucified. Command Your angels to guard them in all their ways and bear them up for the sake of Jesus. Lord, in Your mercy, hear our prayer. 

O Lord, You created the home as the place where we are brought up in the ways of truth, goodness and mercy. Sustain parents in their sacred charge, and grant that our homes would be places of confession and forgiveness of sins. Lord, in Your mercy, hear our prayer. 

O Lord, You have established earthly authorities to punish evil and praise those who do good. Grant our rulers humble hearts to resist the allure of power and to worship You alone. Lord, in Your mercy, hear our prayer. 

Almighty God, Your Son was led by the Spirit into the wilderness to suffer temptation for our sake. Strengthen us when we are tempted, and teach us to rely upon Your Word as our defense against the evil one. Lord, in Your mercy, hear our prayer. 

Almighty God, send Your holy angels to protect and keep us in Your ways, that no evil may befall us. Graciously behold the needy, the sick and the troubled [especially June Johnson]. Satisfy us with long life, and show us Your salvation. Lord, in Your mercy, hear our prayer. 

Almighty God, You covered the shame of our first parents with animal skin and thereby foreshadowed the perfect sacrifice of the shedding of Your Son’s blood by which we are cleansed and clothed. Give us the garments of repentance and faith, that we may receive Your Son’s body and blood for the forgiveness of all our sins. Lord, in Your mercy, hear our prayer. 

Lord God, heavenly Father, You have given us a refuge from the world in the Body of Christ. Protect us from all evils of body and soul, that we would find rest in this life and eternal rest in Your heavenly embrace; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen. 

The peace of the Lord be with You + Pax vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee:

The Lord make his face shine upon Thee, and be gracious unto Thee:

The Lord lift up his countenance upon Thee and give Thee peace.

Numbers 6,24-26 (4th Book of Moses)

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Um sechs ward er nackt + bloß an das Kreuz geschlagen

Samstag nach Aschermittwoch

Sehet, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn.

Lukas 18:31 (Wochenspruch)

Kreuzannagelung Christi, Passionsszene im Stundenbuch der Maria von Burgund

Um sechs ward Er nackt und bloß
an das Kreuz geschlagen,
an dem er sein Blut vergoß,
betet mit Wehklagen;
die Zuseher spott´ten sein,
auch die bei ihm hingen,
bis die Sonne ihren Schein
entzog solchen Dingen.

Jesus schrie zur neunten Stund,
großer Qual verfallen,
ihm ward dargereicht zum Mund
Essigtrank mit Gallen;
Da gab Er auf seinen Geist,
und die Erd erzittert,
des Tempels Vorhang zerreißt
und manch Fels zersplittert. 

Patris sapientia” (14.Jhd) verdeutscht von Michael Weiße 1531 (LKG 128,4+5)

Fortlaufende Lese

Denn die Verheißung, dass er der Erbe der Welt sein sollte, ist Abraham oder seinen Nachkommen nicht zuteilgeworden durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. 14 Denn wenn jene, die aus dem Gesetz leben, Erben sind, dann ist der Glaube nichts, und die Verheißung ist dahin. 15 Denn das Gesetz richtet Zorn an; wo aber das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung. 16 Deshalb muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnaden sei und die Verheißung festbleibe für alle Nachkommen, nicht allein für die, die aus dem Gesetz leben, sondern auch für die, die aus Abrahams Glauben leben. Der ist unser aller Vater – 17 wie geschrieben steht: »Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker« – vor Gott, dem er geglaubt hat, der die Toten lebendig macht und ruft das, was nicht ist, dass es sei. 18 Wo keine Hoffnung war, hat er auf Hoffnung hin geglaubt, auf dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist: »So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.« 19 Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Mutterschoß der Sara. 20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre 21 und wusste aufs Allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun. 22 Darum wurde es ihm auch »zur Gerechtigkeit gerechnet« 23 Nicht nur um seinetwillen steht aber geschrieben: »Es wurde ihm zugerechnet«, 24 sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, die wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten, 25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.

Römer 4, 13-25

Tageslese

Und sie kamen zu den Jüngern und sahen eine große Menge um sie herum und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. Und sobald die Menge ihn sah, entsetzten sich alle, liefen herbei und grüßten ihn. Und er fragte sie: Was streitet ihr mit ihnen? Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist. Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn zu Boden; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten’s nicht. Er antwortete ihnen aber und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn hin und her. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund. Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist’s, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf. Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Als nun Jesus sah, dass die Menge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein! Da schrie er und riss ihn heftig hin und her und fuhr aus. Und er lag da wie tot, sodass alle sagten: Er ist tot. Jesus aber ergriff seine Hand und richtete ihn auf, und er stand auf. Und als er ins Haus kam, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Und er sprach: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten.

Markus 9, 14-29

Wir beten mit der heiligen Kirche und der weltweiten Christenheit im Namen unseres Herrn Jesu Christi:

Heiliger, ewiger Gott und Vater. Du lässest uns eintreten in die Gemeinschaft des heiligen Leidens und Sterbens Deines lieben Sohnes Jesu Christi; verleihe uns, daß wir in wahrer Andacht das Gedächtnis seiner Leiden begehen, in seiner Nachfolge das Kreuz auf uns nehmen und also Deinen Willen erfüllen, durch Deinen lieben Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.Orate fratres S.124

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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