God is full of pleasant surprises & promises a happy ending

Tomorrow is the 4th Sunday in Advent and the holy Apostle encourages us to “rejoice in the Lord always. Again I say, rejoice, because the Lord is near!” (Phil.4,4-5b). The Old Testament lesson takes us a long way back – reminding us that this joy in the Lord is not a new thing or something only to start somewhere far off in the future, but has accompanied His people from the beginning.

The Lord appeared to Abraham by the oaks of Mamre while he was sitting at the entrance to his tent during the hottest time of the day. Abraham looked up and saw three men standing across from him. When he saw them he ran from the entrance of the tent to meet them and bowed low to the ground. He said, “My lord, if I have found favor in your sight, do not pass by and leave your servant.  Let a little water be brought so that you may all wash your feet and rest under the tree. And let me get a bit of food so that you may refresh yourselves since you have passed by your servant’s home. After that you may be on your way.” “All right,” they replied, “you may do as you say.”  So Abraham hurried into the tent and said to Sarah, “Quick! Take three measures of fine flour, knead it, and make bread.” Then Abraham ran to the herd and chose a fine, tender calf, and gave it to a servant, who quickly prepared it. Abraham then took some curds and milk, along with the calf that had been prepared, and placed the food before them. They ate while he was standing near them under a tree. Then they asked him, “Where is Sarah your wife?” He replied, “There, in the tent.” One of them said, “I will surely return to you when the season comes round again, and your wife Sarah will have a son!” Now Sarah was listening at the entrance to the tent, not far behind him. Abraham and Sarah were old and advancing in years; Sarah had long since passed menopause. So Sarah laughed to herself, thinking, “After I am worn out will I have pleasure, especially when my husband is old too?” The Lord said to Abraham, “Why did Sarah laugh and say, ‘Will I really have a child when I am old?’ Is anything impossible for the Lord? I will return to you when the season comes round again and Sarah will have a son.” Then Sarah lied, saying, “I did not laugh,” because she was afraid. But the Lord said, “No! You did laugh.”

Genesis 18,1-15

My sermon outline is as follows:

  1. Promise: In a year´s time, Your wife will have a son…
    • It´s like in a fairy tale: After a year the queen was with child.
    • Miracle of creation: They, who have failed to do it themselves, know all about it!
    • Joy, blessings and longevity – way beyond earthly travails.  
  2. Laughter of doubt and disbelief: It´s just not worthwhile crying over spilt milk
    • Tears have dried up… joy has died down.
    • Laugher is bitter and without hope – even my Lord is old!  
    • Human efforts to push forward, complicate matters further: Hagar & Ismael
  3. Should anything be impossible for the Lord?
    • No! He answers my lament with never ending joy
    • Our lives will be full of laughter – once again and forever
    • Bliss upon bliss, joy without end through God´s creation, redemption & eternal salvation.

We´ll be singing the German original “Gott sei Dank durch alle Welt, der sein Wort beständig hält…” (Heinrich Held 1658), but here´s the translation by Catherine Winkworth (1827-1878):

1 Let the earth now praise the Lord,
Who has truly kept His word
And at last to us did send
Christ, the sinner’s help and friend.

2 What the fathers most desired,
What the prophets’ heart inspired,
What they longed for many a year,
Stands fulfilled in glory here.

3 Abram’s promised great reward,
Zion’s helper, Jacob’s Lord–
Him of twofold race behold–
Truly came, as long foretold.

4 As Your coming was in peace,
Quiet, full of gentleness,
Let the same mind dwell in me
Which is Yours eternally.

5 Bruise for me the serpent’s head
That, set free from doubt and dread,
I may cling to You in faith,
Safely kept through life and death.

6 Then when You will come again
As the glorious king to reign,
I with joy will see Your face,
Freely ransomed by Your grace.

Here is my sermon for tomorrow: 

Gott erfreut überraschend, anhaltend + verlässlich

Freude ist angesagt, verheißen, versprochen: „Freude, Freude über Freude Christus wehret allem Leide...“ Diese Freudenbotschaft (Evangelium / Gospel: Oh happy days!) begleitet die „christgläubge Schar“ von Anfang an. Freude ist Grundmelodie. Das gehört dazu. Nicht nur bei den überraschten Hirten von Bethlehem, sondern schon viel früher geht das los mit diesem unterschwelligen Freudentenor des Christendaseins in dieser Welt. Bei den geduldig abwartenden Propheten schlägt es immer wieder durch. Strahlt es auf. Wird es hell. Jesaja´s Evangelium für diesen 4.Advent klingt nach im Ohr: „Wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.“ Oh, freue Dich Christenheit. Freue Dich sehr, denn Dein Herr kommt. Er kommt zu suchen und selig zu machen was sonst verloren wäre. Er freut sich an Dir und Du darfst Dich an ihm freuen – von ganzem Herzen, ohne Bedenken, denn Du bist geschmückt wie eine junge Braut für ihren Bräutigam – schon längst seit Deiner heiligen Taufe: Freu sich, dem sein Sünd ist leid.

Happy day, happy day, when Jesus washed my sins away!
He taught me how to watch and pray, and live rejoicing every day.
Happy day, happy day, when Jesus washed my sins away.

Die Apostel stimmen in diese prophetische Freudenbotschaft ein. Paulus jubelt uns den cantus firmus in seinem Freudenbrief an die Philipper zu: „Freuet euch in dem Herrn allewege – und abermals sage ich Euch: Freuet Euch. Der Herr ist nahe!“ Griesgram war nicht sein Ding. Im Gegenteil. Seht wie er mit Sündern und Zöllnern zu Tisch sitzt. Feiert. Ein anhaltendes „Thanksgiving“. Gott sei Lob und Dank – denn er hat besucht und erlöst sein Volk. Halleluja. Halleluja. Er lebt und regiert uns zugut. Wohl uns des feinen Herren.

Da haben selbst ungeborene Kindlein im Mutterleib schon Grund fröhlich zu sein.  Johannes der künftige Täufer hüpft begeistert im Bauch der seligen Mutter Elisabeth, weil sein Herr – der Heilige in Israel – zu Besuch kommt. Da gibt’s kein Halten. Da gibt’s kein Bremsen. Da gilt Feiern. Tanzen. Rauf und runter. Freude. Freude. Fröhlichsein. Der Herr ist gegenwärtig. Aber das ist kein kindlich Ding allein. Alte sind mit dabei. Nicht ausgeschlossen von der Freude. Nicht weggesperrt oder ins Abseits ab- und kaltgestellt. Sie sind dabei und dürfen es bleiben. Von Elisabeth und Zacharias hörten wir letzte Woche. Von Hanna und Simeon hören wir in der kommenden. Und auch das ist ja nicht neu. Das gehört zur Freudenbotschaft, die unser lieber himmlischer Vater von Anfang an seinen Freunden nahebringt – seinem Volk, seinen Auserwählten, den Auserkorenen – Dir und mir – getauft in seinem Namen, konfirmiert in sein Heil und befestigt in seiner heiligen Berufung:

Du bist mein, ich bin dein: dessen sollst du gewiß sein.
Du bist verschlossen in meinem Herzen:
verloren ist das Schlüsselein du musst für immer drinnen sein.

Ja, er gibt uns festen Grund zur Freude. Täglich aufs Neue bestätigt er das. Alle Morgen ist seine Gnade neu. Und seine Güte ist groß. Alle Tage lässt er seine Gnadensonne über uns aufgehen. Immer wieder Tag für Tag: „Freue Dich Israel seiner Gnaden…“ Grund genug zum Freuen haben wir – zum Lachen auch – und selig sein sowieso. Wenn ich mich auf meine Kindheit zurückbesinne, dann fallen mir die fröhlichen Pastorenfamilien ein – die ausgelassenen Gemeindefeiern und fröhlichen Kirchenfeste – besonders in der Fest- und Freudenzeit. Nicht viel von Trübsalblasen, sondern anhaltende Freude in dem Herrn. Darum konnte man gerne meinen „ein trauriger Christ ist ein trauriger Christ“ wie es ja auch in meinem Elternhaus auf dem Marburger Töpferhausteller kunstvoll geschrieben stand.

Heute hören wir von Abraham und Sarah. Er, der Erzvater Israels. Glaubensvater der Gläubigen seither. Vorbild aller Heiligen. Freudenbote Gottes. Erst in Haran. Dann in Kanaan, aber bis nach Ägypten drang er vor, dieser frühe Missionar des Höchsten und einzigen Gottes: Vater, Sohn und Hl. Geist. Dem Apostel Paulus dient er im Römerbrief als Paradebeispiel, für wie wunderbar Gott seine Heiligen führt (Ps.4,4). Am Leben Abrahams können wir diese gute, gnädige, wunderbare Führung Gottes ablesen. Es ist wie Gottes Bilderbuch. Seite um Seite malt uns seine Freudenbotschaft vor Augen. Predigt sie uns ins Ohr. Prägt sie unserem Herzen ein: Oh seht doch auch ihr, wie wunderbar Gott seine Heiligen führt!

Und dazu gehört auch sie. Sarah – früher Sarai – die Herrin, Fürstin, ja Prinzessin! – und nicht nur Abraham und Abimelech (Gn.20), sondern selbst dem großen Pharao von Ägypten (Gn.12) hat sie den Kopf verdreht mit ihrer sprichwörtlichen Schönheit – aber das ist eine andere Geschichte. Ja, sie ist eine der berühmten und bewunderten Grazien bzw Holdseligkeiten im jüdischen Volk. Stammmutter des Volkes Gottes und auch Vorfahrin und eine der Urur—großmütter Jesu selbst. Imposant. Starke Persönlichkeit. Hübsch – und wie alle Erzmütter – auch ganz schön ausgeschlafen, geschliffen und gewieft. Aber davon später.

Beide hatten große Verheißungen im Gepäck. Freude auf Vorschuss. Vorfreude. Sie sollten Nachkommen wie Sand am Meer, ja wie Sterne am Himmel ernten. Land ebenso, Heimat, Zuhause. Reichlich gesegnet. Nichts mit ewiger Wanderschaft, andauernder Fremde, Exil. Vielmehr Land, das Gott ihm zeigen würde. Gelobtes Land. Verheißene Erde. Für sich und seine Nachkommen. Schöne Aussichten. Und da ziehen sie auf gute Hoffnung los. Da ziehen sie in gutem Glauben umher. Jahrelang. Jahrzehnte lang. Und wie gewohnt, hat die Dauer die Last. Sie drehen sich im Kreis. Sie kommen nicht ans Ziel. Und sie haben keine Kinder. Nicht mal eins. Und Sara wird nicht jünger. Ihr geht es wie uns allen. Ihre biologische Uhr tickt. Der Abreißkalender wird jeden Tag um eine Seite dünner. Es geht ihr schon nicht mehr nach Frauenart. Sie ist schließlich längst im Ruhestandsalter. Da hat sie die hormonale Berg-und Talfahrt der Wechseljahre schon fast vergessen – und die Liebeslust schon länger.

Und da sitzt das alte Paar nun im Hein Mamre. Alt und hochbetagt. Dreht Däumchen, trinkt Tee, kaut Datteln – wartet, auf den Sonnenuntergang. Naja. So ähnlich wenigstens. Dabei machen sie sich Gedanken. Sara denkt sich ihren Teil. Abraham den seinen. Beide haben genug vom Gerede der anderen – der Angestellten, Verwandten und Durchreisenden. Den vielsagenden schiefen Blicken: Wohl nicht geklappt, beide alt, einsam und allein – kinderlos, heimatlos, rastlos und ruhelos. Nichts mit all den Jugendplänen. Wunschträumen. Luftschlössern. Hirngespinsten. War wohl alles nichts. Leere Worte. Alles Quark. Da kann einem der Glauben abhandenkommen. Der Glauben an die alten Verheißungen. Tränen längst vertrocknet. Magenkrämpfe unterdrückt. Freude erstickt. Erlahmt. Lebendig tot. Schon längst rechnen sie nicht mehr mit dem Schönsten, Besten, Liebsten, denn  

The tragedy of life is not death, but what we let die inside of us while we life

Norman Cousins

Wer enttäuschte Jugendträume kennt, weiß wie das an die Knochen geht. Schmerzt. Weh. Da ungestillte, heimliche Liebe. Sehnsüchtiges Verlangen, brennend heiß, nicht erfüllt, unerwidert. Da kommen dem hiesigen (Wittenberger) Dr. Faust schlimme Gedanken – teuflische Machenschaften sogar. Oder eben hier der unerfüllte Kinderwunsch. Wie schlimm das ist, wissen wir von den Erzmüttern – von Sara, Rebekka, Rahel bis hin zu Elisabeth. Bei Hanna – der Frau Elkanas – hören wir das anhaltende Klagelied im Tempel, das selbst dem alten Priester Eli, der schon fast alles gesehen hatte, zu viel wurde. In unserem Zeitalter des Machbarkeitswahns ist ja leicht zu vergessen, wie viele hier an ihre Grenzen und die der Biologie stoßen. Ok, auch da gibt’s inzwischen Mittel und Wege zur Abhilfe. Früher wars eine anonyme Leihmutter in Pakistan oder Bangladesch, heute gibt’s Alternativen in internationalen Reagenzgläsern – ganz inkognito – aber nicht unbedingt mit weniger Stress.

Sara wie gesagt ist nicht ohne. Ihr kommt die spitzfindige Idee. Fast so spitzfindig wie die von Abraham damals in Ägypten oder bei Abimelech, wo er sie als fälschlicherweise als Schwester ausgab. Naja, nur halb-gelogen, da sie ja im Prinzip seine Halbschwester war. Sara hat sich ihre Idee bei den Frauen des Lands abgeguckt. Wenn sie schon selber keine Kinder kriegen kann – und die Aussichten dafür angesichts des biologischen Befundes waren ja nicht gerade überwältigend – (Nebenbei: Damals galten biologischen Naturgesetze. Sie wurden nicht als Phantasiegebilde und Ammenmärchen abgetan) – also, weil das eben so aussichtslos war, da könnte doch eine ihrer leibeigenen Sklavinnen an ihrer statt – stellvertretend und vikariatsmäßig halt – das Kind empfangen und austragen. Eine Leihmutter praktisch. Das waren doch beste Aussichten auf Erfolg. Es gibt halt nichts Neues unter der Sonne! Abraham ließ sich breitschlagen. Vielleicht hat er sich nicht mal allzu sehr gegen diese brillante Idee gewehrt? Wer weiß? Darüber schweigt die Schrift wohlweislich. Sara findet Hagar und bringt sie zu Abraham. Und über kurz oder lang gebiert sie ihren ersten Sohn und heißt ihn Ismael. So ist nun doch ein Erbe da und die abrahamitische Linie vorerst gesichert. Aber auch wenn dieses menschliche Ansinnen anscheinend ganz gut lief, war es keine Ideallösung. Nicht eindeutig, klar. Weit gefehlt. Das Verhältnis von Herrin und Magd verkehrte sich ins Gegenteil. Hagar guckte hochmütig auf Sara herab – und Sara, die Schöne, die Prinzessin, die Herrin fühlte sich gedemütigt. Gekränkt. In der Seele verletzt. Nicht ideal wie gesagt. Mehrdeutig. Problematisch: It´s complicated. Darum hat sich Hagar dann aus dem Staub gemacht. Läuft weg. Dienst quittiert. Desertiert.  In der Wüste ist der Ismael fast verkommen. Gott hat sie gerettet. Hat Wasser gezeigt. Hat aber auch Einsicht, Weitblick und Umkehr ermöglicht und geschenkt. Hagar kehrt zurück – und beugt sich unter die harte Hand ihrer Herrin. So steht es geschrieben. Ganze 15 Jahre gehen ins Land. Der Ismael wird groß, stark und männlich fast. Man kann sehen, dass er Stammvater vieler Völker wird – berühmt, mächtig, herrlich. Scheinbar haben sich alle im familiären Abkommen arrangiert. Der Alte sitzt auf seiner Bank. Die Alte ruht aus. Die Junge freut sich an ihrem Halbstarken. Es herrscht Waffenruhe. Mittagsruhe. Das Land backt in der Sonne. Ein Vogel klagt. Bienen summen. Es ist wie es ist. Schon lange so und immer so weiter.

Doch dann kommt Bewegung ins Stillleben. Der Herr erscheint – dort in Mamre. Macht seine Aufwartung. Hält Audienz beim Erzvater Abraham. Krisensitzung im hohen Rat vor dem Waffengang gegen Sodom und Gomorrha. (Auch das ist eine andere Geschichte)

Erstmal gibt’s eine aufwendige Begrüßung. Kniefall erst, dann ausgestreckt im Staub. Dann gibt es ein großes Festmahl. Vorspeisen. Hauptmahlzeit. Nachtisch. Der Gastherr lässt sich nicht lumpen, sondern lässt alles auftischen, was aufzutreiben ist. Und abschließend revanchiert sich der Besuch mit einem fürstlichen Gastgeschenk. Einem wahrhaft königlichen – nein göttlichen Schöpfungsgeschenkes: Wenn wir uns nächstes Jahr wiedersehn, wird Sara einen Sohn geboren haben! Ha. Welche eine Dramatik. Welch eine herrliche Vorstellung. Welch wunderbare Aussichten.

Doch Sara lacht los. Das ist witzig. Spaß? Nein, lächerlich. Und der Witz ist auf meine Kosten. Ungläubig schüttelt sie den Kopf. Bitter aufgestoßen. Enttäuschung kommt wieder hoch. Sie weiß, das wird nichts. Ich weiß doch wie es mit mir bestellt ist. Ich bin inzwischen 90. Da sind andere Frauen längst Urgroßmutter. Bei mir tickt keine regelmäßige Periode. Schön war die Jugendzeit, sie kommt nie mehr. Liebeslust. Kannste vergessen. Mit mir nicht. Da bin ich höchstens Beiwerk wie damals bei Hagar. Und außerdem, ihr werdet euch erinnern: Alt und hochbetagt steht auf unserer Visitenkarte. Auch mein Herr – der gute Abraham – ist inzwischen alt. 100. Liebeslust? Hehehe. Natürlich geht das schief, nach hinten los. Doch der hohe Besuch hört mit. Und das ist peinlich. Ja, Sara fürchtet sich sogar. Ihr wird bang ums Herz. Wenn sie schon keine Kinder hat, man soll ihr nicht nachsagen, dass sie es im Alter verliert, keine gute Gastgeberin ist oder vielleicht sogar nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und senil loslacht. Scheinbar hat der Gast es ja ernst gemeint. Dieser nimmt nichts zurück, hakt noch nach: „Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?“ und „Es ist nicht so, Du hast gelacht!“

Der Herr verwandelt meine Trauer in Lachen. Ja, unser Mund wird auch voll Lachens sein. Freude, Freude über Freude – Christus wehret allem Leide. So auch hier. Übers Jahr gebiert die Königin. Der Prinz heißt Isaak: „Sohn des Lachens“. Was für ein Name! Gott macht Versprechen wahr. Er hält Wort. Darum befreites, frohes Lachen. Nun nicht mehr ein hämisches, bitteres, enttäuschtes Lachen, weil es zum Heulen nicht mehr reicht, sondern freudig erfüllt, reichlich gesegnet und beglückt, selig in der wunderbaren Erfüllung ihres Lebensalters mit fröhlichem Kindersegen und sprichwörtlichem Familienglück.

Dieses ist kein Märchen. Die wunderbare Geschichte endet nicht im Phantastischen. Es bleibt auf der Erde und geht seinen normalen, natürlichen Gang. Schon bald regt sich bei der Herrin Sara die alte Eifersucht auf die Dienstmagd und Leihmutter Hagar. Schlimmer wird’s durchs quälende Mobbing des „Sohn des Lachens“ vom älteren Bruder Ismael, der sich am kl. Wonneproppen die Hörner abläuft. Harte Bilder von Trennung und Verstoßen. Doch – auch wenn es nicht die Geschichte des einen verheißenen Erben ist – die Geschichte Ismaels ist auf dieser Welt weiter gegangen, unvergessen, merkwürdig. Er ist Vater vieler Völker – mächtig im Streit und herrisch auf sagenreichem Gebiet. Gott ist treu, gut und hilfreich – auch da, wo es nicht die eine  rote Linie – die Verheißungslinie und Gnadenkette – betrifft.    

Wir kommen zum Schluss und hören die weihnachtlichen Klänge und Obertöne in der 4. Adventspredigt durchklingen von Verheißung und Erfüllung: Die göttliche Harmonie und gnädige Glaubenssymphonie. Der verheißene Spross wird kommen – der Messias wird eintreffen: Jesus, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. Siehe, eine Jungfrau ist schwanger. Dieses Mal keine im Alter von Urgroßmüttern, was ja auch schon wunderbar ist! In jedem Fall gilt es die rhetorische Frage zu verneinen: Sollte dem Herrn etwas – aber auch nur etwas – unmöglich sein? Nein – aber auch wirklich gar nichts ist Ihm, unserem Gott – Schöpfer, Heiland und Seligmacher – unmöglich. Und Abrahams Nachkommen werden sein so zahlreich wie die Sterne am Himmel und unzählig wie Sand am Meer. Und ich werde sie führen in das gelobte Land – in das Land, das ich Dir zeigen werde – ins Paradies, himmlische Gottesreich zum ewigen und seligen Leben. Heute können wir beglückt und freudig einstimmen in das Lob- und Danklied: „Vater Abraham hat viele Kinder. Viele Kinder hat Vater Abraham…“ Amen.

Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, dass von dir meine Seligkeit herrühr, so lass mich von dir nicht wanken. Nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz & Sinn Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne.

Christian Keimann 1645

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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