Freitagabendgebet

Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen. (Psalm 145:18)

Psalm 116:10-19 Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt. 11 Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner. 12 Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut? 13 Ich will den Kelch des Heils nehmen UND DES HERRN NAMEN ANRUFEN. 14 ICH WILL MEINE GELÜBDE DEM HERRN ERFÜLLEN VOR ALL SEINEM VOLK. 15 Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. 16 Ach, HERR, ich bin dein Knecht, ich bin dein Knecht, der Sohn deiner Magd; du hast meine Bande zerrissen. 17 Dir will ich Dank opfern UND DES HERRN NAMEN ANRUFEN. 18 ICH WILL MEINE GELÜBDE DEM HERRN ERFÜLLEN VOR ALL SEINEM VOLK 19 in den Vorhöfen am Hause des HERRN, in dir, Jerusalem. Halleluja!

Lesung

Freies Gebet oder Tagesgebet

Herr, mein Gott, ich danke dir, daß du diesen Tag zu Ende gebracht hast; ich danke dir, daß du Leib und Seele zur Ruhe kommen lässest. Deine Hand war über mir und hat mich behütet und bewahrt.

Vergib allen Kleinglauben und alles Unrecht dieses Tages und hilf, daß ich allen vergebe, die mir Unrecht getan haben.

Laß mich in Frieden unter deinem Schutz schlafen und bewahre mich vor den Anfechtungen der Finsternis. Ich befehle dir die Meinen. Ich befehle dir dieses Haus, ich befehle dir meinen Leib und meine Seele. Gott, dein heiliger Name sei gelobt. Amen.

Wir danken dir, Herr, der du uns den Tag über bewahrt hast. Wir danken dir, der du uns die Nacht hindurch bewahren willst. Wir bitten dich, Herr, bringe uns in Heil und Frieden zu dem Morgen des anderen Tages, damit du unser Lob zu allen Zeiten empfangen mögest, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Himmlischer Vater, ich bete zu dir durch unseren Herrn Jesus Christus und danke dir, daß du zugesagt hast: du willst nicht den Tod des Sünders, sondern seine Errettung. Ich bekenne dir meine Sünde: Ich habe die, die du mir zu Brüdern gegeben hast, nicht geachtet, ich hatte kein gutes Wort für meine Freunde, ich war in Eile für mein eigenes Wohlergehen. Hilf mir, daß ich den Kampf mit mir selbst aufnehme. Nimm von mir die Lieblosigkeit, den Egoismus. Amen.

Vater unser: Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Fürbitten: (für Gegner, Gleichgültige und Abgefallene; Bitte um Verständigung zwischen Menschen und Völkern)

O Gott der Gnade, der du so für mich sorgst, als ob ich der einzige Mensch wäre, für den du zu sorgen hättest, und der du doch für alle ebenso sorgst wie für mich, ich bringe nicht nur meine eigenen Sorgen und Kümmernisse zu dir, sondern auch die der ganzen Welt.

Laß die Menschheit erfahren und erkennen, daß du Herr, allein groß bist und Wunder tust. Gib, daß alle Völker und ihre Regierungen rechte Gottesfurcht lernen. Laß dein Gebot in jedem Haus geehrt werden. Befreie die ganze Welt von der Macht des Bösen und wandle sie durch die Kraft des Kreuzes Christi. O Gott, der du in deiner Gnade unsere armseligen menschlichen Anstrengungen zur Erfüllung deines Vorhabens brachen willst, ich bitte dich für alle, die für den Frieden und die Verständigung zwischen den Völkern arbeiten. Ich bitte dich für alle, die darum bemüht sind, die Schranken zwischen den Völkern und Menschen, zwischen Juden und Nichtjuden, zwischen Unterdrückten und Freien, zwischen Schwarzen und Weißen niederzureißen und sie alle eins zu machen in Christus. Stärke sie durch die Freude deiner Gegenwart und wecke in mir das brennende Verlangen, ihre Arbeit zu unterstützen und weiterzutragen, soweit es in meinen Kräften steht, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Barmherziger Heiland, der du uns geliebt hast, da wir noch ferne waren, und uns dein Heil schenkst, obwohl unsere Sünde dich ans Kreuz geschlagen hat, wir bitten dich für unsere Feinde und alle, die dich hassen: Nimm alle Bitterkeit aus unserem Herzen, daß wir unseren Schuldnern vergeben, wie du uns reichlich und täglich vergibst. Bewahre uns, daß wir den Menschen nicht ein berechtigtes Ärgernis geben und durch Zorn und Lieblosigkeit unglaubwürdig werden in unserem Amt.

Wir klagen dir das Elend aller, die sich verloren haben, aus der rechten Bahn in die Irre, aus dem hellen Licht deiner Wahrheit in die Finsternis, aus der heilsamen Gemeinschaft deines Lebens in das Sterben ihrer Seelen. Aber wir wissen auch, daß wir selber um unserer Lauheit und Lieblosigkeit und unseres vielfachen Versagens willen, mitschuldig sind an solcher Not.

O Herr, vergib und wecke in uns herzliches Erbarmen, Geduld in Arbeiten und Opfern, Treue im Beten und Ringen um unser Volk und alle Völker.

Herr, unser Hirte, höre nicht auf, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Amen.

Segen: Eine ruhige Nacht und ein seliges End verleihe uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen.

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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