Aus Dämmerung und Licht: Meisterwerke nordischer Malerei 1860-1920 (Groningen)
Ach Gott, wie herzlich liebst Du doch uns arme Leut auf Erden, daß Du uns von dem Himmel hoch Dein´ willen kund läßt werden durchs Predigtamt in Deinem Wort, welchs jetzund schallt an allem Ort, daß wir Buß tun und glauben.
Wir bitten Dich, o höchster Hort, Du wollst allzeit bescheren getreue Diener, die Dein Wort rein, unverfälscht uns lehren. Gib uns Deins Geistes Kraft und Macht, daß wir es hören mit Bedacht und heilig danach leben.
Hilf, daß wir unsre Prediger von ganzem Herzen lieben und folgen ihrer guten Lehr, darin uns täglich üben, weil sie verrichten Dein‘ Befehl und wachen über unsre Seel, auch Rechenschaft dafür geben.
Herr, gib Du, daß wir ihnen nun erzeigen Guts und Ehre, daß sie ihr Amt mit Freuden tun und nicht mit Seufzen schwere, denn solches ist uns ja nicht gut, wie uns Dein Wort selbst lehren tut. Davor wollst uns behüten.
Georg Oesterreicher 1623 (LKG 68)
Freitag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost)
Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10
Kollekte
O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151
Fortlaufende Lese
HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. 8 Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich. 9 Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht. 10 Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.« 11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden. 12 Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Sache befohlen. 13 Singet dem HERRN, rühmet den HERRN, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet! 14 Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin; der Tag soll ungesegnet sein, an dem mich meine Mutter geboren hat! 15 Verflucht sei, der meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: »Du hast einen Sohn«, sodass er ihn fröhlich machte! 16 Der Tag soll sein wie die Städte, die der HERR vernichtet hat ohne Erbarmen. Am Morgen soll er Wehklage hören und am Mittag Kriegsgeschrei, 17 weil er mich nicht getötet hat im Mutterleibe, sodass meine Mutter mein Grab geworden und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre! 18 Warum bin ich doch aus dem Mutterleib hervorgekommen, wenn ich nur Jammer und Herzeleid sehen muss und meine Tage in Schmach zubringe!
Jeremia 20,7-18
Tageslese
Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. 36 Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. 37 Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben. 38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm« 39 Wir aber sind nicht solche, die zurückweichen und verdammt werden, sondern solche, die glauben und die Seele erretten.
Hebräer 10,35-39
Gebet am Freitag
Gott der Treue und allen Trostes. Zu Dir rufen wir aus dem Leiden, das uns bedrängt: Leiden an uns selbst, an anderen Menschen, an Verhältnissen, die nun einmal so sind, wie sie sind, Leiden an dunklen Widerfahrnissen. Wer weiß, wozu solches Leiden gut ist? Warum werden wir in solche Leiden geführt? Bewahre uns vor Bitterkeit und Trotz, vor Selbstgerechtigkeit und Verzweiflung. Christus hat für uns alle gelitten. Er weiß, wie ausgeliefert wir sind. In ihm teilst Du unser Leid, Du Gott der Treue und allen Trostes.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.199
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Kruzifix in der Alten Lateinschule (Jüdenstraße 38: OIM 2.4)
Einer ists, an dem wir hangen, der für uns in den Tod gegangen und uns erkauft mit seinem Blut. Unsre Leiber, unsre Herzen gehören Dir, o Mann der Schmerzen; in Deiner Liebe ruht sich’s gut. Nimm uns zum Eigentum, bereite Dir zum Ruhm Deine Kinder. Verbirg uns nicht das Gnadenlicht von Deinem heilgen Angesicht.
Nicht wir haben Dich erwählet, Du selbst hast unsre Zahl gezählet nach Deinem ewgen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von Dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, Dir nach und trägt mit Ehren Deine Schmach.
O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in Deines Vaters Haus. Wohl dem, den Deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit.
Albert Knapp 1824 (LKG 67)
Donnerstag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost)
Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10
Kollekte
O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151
Fortlaufende Lese
So sprach der HERR: Geh hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom Töpfer und nimm mit etliche von den Ältesten des Volks und von den Ältesten der Priester 2 und geh hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Scherbentor liegt, und predige dort die Worte, die ich dir sage, 3 und sprich: Höret des HERRN Wort, ihr Könige von Juda und ihr Bürger Jerusalems! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ein solches Unheil über diese Stätte bringen, dass jedem, der es hören wird, die Ohren gellen sollen, 4 weil sie mich verlassen und diese Stätte missbraucht und dort andern Göttern geopfert haben, die weder sie noch ihre Väter noch die Könige von Juda kannten, und weil sie die Stätte voll unschuldigen Blutes gemacht 5 und dem Baal Höhen gebaut haben, um ihre Kinder dem Baal als Brandopfer zu verbrennen, was ich weder geboten noch geredet habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist. 6 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, dass man diese Stätte nicht mehr »Tofet« und »Tal Ben-Hinnom«, sondern »Würgetal« nennen wird. 7 Und ich will das Vorhaben Judas und Jerusalems an diesem Ort zunichtemachen und will sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden und durch die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und will ihre Leichname den Vögeln des Himmels und den Tieren auf dem Felde zum Fraß geben. 8 Und ich will diese Stadt zum Entsetzen und zum Spott machen, dass alle, die vorübergehen, sich entsetzen und spotten über alle ihre Plagen. 9 Ich will sie ihrer Söhne und Töchter Fleisch essen lassen, und einer soll des andern Fleisch essen in der Not und Angst, mit der ihre Feinde und die, die ihnen nach dem Leben trachten, sie bedrängen werden. 10 Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Augen der Männer, die mit dir gegangen sind, 11 und zu ihnen sagen: So spricht der HERR Zebaoth: Wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, dass es nicht wieder ganz werden kann, so will ich dies Volk und diese Stadt zerbrechen. Und man wird im Tofet begraben, weil sonst kein Raum dafür da sein wird. 12 So will ich’s mit dieser Stätte und ihren Bewohnern machen, spricht der HERR, dass diese Stadt wie das Tofet werden soll. 13 Und die Häuser Jerusalems und die Häuser der Könige von Juda sollen ebenso unrein werden wie die Stätte Tofet, alle Häuser, wo sie auf den Dächern dem ganzen Heer des Himmels geopfert und andern Göttern Trankopfer dargebracht haben.
Jeremia 19,1-13
Tageslese
Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen 19 und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, 20 dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss.
Epheser 6,18-20
Gebet am Donnerstag
Herr Jesus Christus. In Deinem Sterben und Auferstehen ist die Kirche begründet: ein Haus aus Licht, von Menschen, die in Dir leben. Wir bitten Dich um das Wirken Deines Geistes: Lehre uns, Dein Wort aufzunehmen und zu bewahren und zur Gemeinschaft an Deinem Tisch vereint zu werden, damit die Welt glaube. Du, Herr Gott Jesus Christus, bist der lebendige Sohn mit dem himmlischen Vater und dem Heiligen Geist, jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.198
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Dr. Martin Luther predigt am siebzehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium unseres Herrn Jesu Christi, wie es aufgezeichnet ist vom Evangelisten Matthäus im 14. Kapitel, Verse 1-11 (WA 52 S. 484-488): “Im heuttigen Evangelio sind zwey stück. Das erste betrifft den Gottes dienste, wie man gegen Got handeln soll. Das Ander, wie wir uns gegen den leuten halten sollen.”
The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 17th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.Matthew chapter 14,1-11 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.965-972:
Die vier Apostel von Albrecht Dürer (1526): Johannes, Petrus, Markus und Paulus. (Alte Pinakothek, München)
Gib den Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut, und laß viel Früchte Deiner Gnad folgen ihrer Tränensaat. Erbarm Dich, Herr.
Laß uns Deine Herrlichkeit ferner sehn in dieser Zeit und mit unsrer kleinen Kraft üben gute Ritterschaft. Erbarm Dich, Herr.
Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dem Höchsten allezeit, der wie er ist drei in ein, uns in ihm läßt eines sein. Erbarm Dich, Herr.
Strophe 5 Christian Gottlob Barth 1827, Strophe 6 Christian David 1741 und Strophe 7 Johann Christian Nehring 1704. LKG 66,5-7.
Mittwoch nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost)
Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10
Kollekte
O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151
Fortlaufende Lese
Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: 2 Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen. 3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. 4 Und wenn der Topf, den er aus dem Ton machte, ihm unter den Händen missriet, machte er daraus wieder einen andern Topf, ganz wie es ihm gefiel. 5 Da geschah des HERRN Wort zu mir: 6 Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr in meiner Hand, Haus Israel. 7 Bald rede ich gegen ein Volk und Königreich, dass ich es ausreißen, einreißen und zerstören will; 8 wenn sich aber das Volk, gegen das ich geredet habe, von seiner Bosheit bekehrt, so reut mich auch das Unheil, das ich ihm gedachte zu tun. 9 Und bald rede ich über ein Volk und Königreich, dass ich es bauen und pflanzen will; 10 wenn es aber tut, was mir missfällt, dass es meiner Stimme nicht gehorcht, so reut mich auch das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun. 11 Und nun sprich zu den Leuten in Juda und zu den Bürgern Jerusalems: So spricht der HERR: Siehe, ich bereite euch Unheil und fasse gegen euch einen Plan. So bekehrt euch doch, ein jeder von seinem bösen Wege, und bessert euern Wandel und euer Tun! 12 Aber sie werden sprechen: Daraus wird nichts! Wir wollen unsern eigenen Plänen folgen und jeder nach dem Starrsinn seines bösen Herzens handeln.
Jeremia 18,1-12
Tageslese
Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, dass auch der Satan mit ihnen kam und vor den HERRN trat. 2 Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen. 3 Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen auf Erden nicht, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, ihn ohne Grund zu verderben. 4 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut für Haut! Und alles, was ein Mann hat, lässt er für sein Leben. 5 Aber strecke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: Was gilt’s, er wird dir ins Angesicht fluchen! 6 Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand, doch schone sein Leben! 7 Da ging der Satan hinaus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel. 8 Und er nahm eine Scherbe und schabte sich und saß in der Asche. 9 Und seine Frau sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Fluche Gott und stirb! 10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die törichten Frauen reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
Hiob 2,1-10
Gebet am Mittwoch
Treuer Gott, Du Hüter aller Menschen. Vater und Mutter haben uns nach Deinem Willen das Leben geschenkt. Verbinde in der Liebe Deines Sohnes die, für die wir Dich bitten: Männer und Frauen in der Gemeinschaft der Ehe, Eltern und Kinder, Geschwister, Freunde, Verwandte, Alleinlebende und Familien. Hilf uns, füreinander da zu sein und immer mehr zu dem zu werden, was wir sein sollen: Deine Kinder miteinander. Dir vertrauen wir uns an im Namen Deines Erstgeborenen Sohnes, Jesus Christus unseres Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist eins ist, lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.196
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
P.S. Inschrift unter den vier Aposteln nach dem Historischen Lexikon Bayern: “Alle weltliche regenten in disen ferlichen zeitten Nemen billich acht, das sie nit fur das gottlich wort menschliche verfuerung annemen Dann Gott wil nit Zu seinem wort gethon, noch dannen genomen haben. Darauf horent dise trefflich vier menner Petrum Johannem Paulum vnd Marcum Ire warnun[g]”.
“Petrus spricht in seiner andern Epistel Im andern Capittel also / Es waren aber auch falsche prophetten vnter dem volck, Wie auch vnter euch sein werden falsche lerer, die neben einfuren werden verderbliche seckten Vnnd / verleucken den herren der sie erkaufft hat Vnnd werden vber sich furen ein schnel verdamnus Vnd vile werden nachuolgenn Irem verderben, Durch / welche wird der weg der warhait verlestert werden, Vnd durch geitz mit erdichten wortten, werden sie an euch hantieren, Vber welche das vrtail von / lannger here nit saumig ist Vnnd ir verdamnuss schlefft nicht.” (2. Petr. 2, 1-3)
“Johannes in seiner ersten Epistel Im vierdten Capittel schreibt also / Ir lieben, glaubt nicht einem yetlichen geist Sonndern prüffen die geister, ob sie von gott sind Denn es sind vil falscher propheten ausganngen in die / wellt Daran erkennet den geist gottis, Ein yetlicher geist, der da bekennet, das Jhesus Christus ist komen in das flaisch, der ist von gott Vnnd ein / yetlicher geist, der da nicht bekennett das Jhesus Christus ist kome(n) in das flaisch, der ist nicht von gott, Vnnd das ist der geist des widerchristis, von / welchem ir habt gehoret, das er kompt, Vnnd ist yetzt schon in der wellt.” (1. Joh 4, 1-3)
“In der anndern Epistel zum Timotheo In dem dritten Capittel Schreibt S:Paulus also / Das soltu aber wissen, das zu den letzten zeitten werden grewliche zeittung eintretten Denn es werden mennschen sein die von sich selbsz halten, Geitzig, stoltz, / Hoffertig, Lesterer, den Eltern vngehorsam, vndanckpar, vngeistlich, vnfeunntlich Storrig, schender, vnkeusch, vnguttig, wild, verrether, freueller, auff= / geplasen, die mer lieben die wollust den(n) gott, die da haben das geperde eines gotseligen wanndels Aber seine krafft verleucken sie Vnnd von solchen wende / dich, Auss denselben sind die, die heuser durchlauffen, vnd furen die weiblin gefangen, die mit sunden beladen sind, vnd faren mit mancherlei lusten / Lernnen ymer dar, vnd kunden nymer Zur erkentnus der warhait komen.” (2. Tim 3, 1-7)
“Sant Marcus schreibt in seinem Euangelium Im 12 Capittel also / Vnnd er leret sie vnd sprach zu Inen habt acht auff die schrifftgelertten, Die gehen gern In lanngen kleidern. Vnnd lasse sie gern grüssen auff / dem marckt, Vnnd sitzen gern obenan in den schulen vnd vber tisch, Sie fressen der wittwen heuser, vnnd wenden langs gepet fur / Dieselben werden dester mer verdambnus emphahen.” (Mk 12, 38-40).
Die Original-Inschriften sind seit 1922 wieder mit den Bildern vereint. Kurfürst Maximilian I. von Bayern (reg. 1598-1651) hatte sie 1627 absägen lassen – nicht nur aufgrund der Nähe zur Luther-Bibel, sondern auch weil er grundsätzlich jegliche Hinweise auf Kontext und Funktion (Wappen, Stifterporträts) auf seinen Kunstwerken tilgen ließ.
Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in Deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann. Erbarm Dich, Herr.
Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit, mache Deinen Ruhm bekannt überall im ganzen Land. Erbarm Dich, Herr.
Schaue die Zertrennung an, der kein Mensch sonst wehren kann; sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt. Erbarm Dich, Herr.
Tu der Völker Türen auf, Deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht. Schaffe Licht in dunkler Nacht. Erbarm Dich, Herr.
Strophe 1 Christian David 1741; Strophe 2 und 4 Christian Gottlob Barth 1827 und Strophe 3 Johann Christian Nehring 1704. LKG 66,1-4
Dienstag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost)
Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10
Kollekte
O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151
Fortlaufende Lese
Und des HERRN Wort geschah zu mir: 2 Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter zeugen an diesem Ort. 3 Denn so spricht der HERR von den Söhnen und Töchtern, die an diesem Ort geboren werden, und von ihren Müttern, die sie gebären, und von ihren Vätern, die sie zeugen in diesem Lande: 4 Sie sollen an bösen Krankheiten sterben und nicht beklagt noch begraben werden, sondern sollen Dung werden auf dem Acker. Durch Schwert und Hunger sollen sie umkommen, und ihre Leichname sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fraß werden. 5 So spricht der HERR: Du sollst in kein Trauerhaus gehen, weder um zu klagen noch um zu trösten; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, die Gnade und die Barmherzigkeit, spricht der HERR. 6 Große und Kleine sollen sterben in diesem Lande und nicht begraben noch beklagt werden, und niemand wird sich ihretwegen wund ritzen oder kahl scheren. 7 Auch wird man keinem das Trauerbrot brechen, um ihn zu trösten wegen eines Toten, und auch nicht den Trostbecher zu trinken geben wegen seines Vaters oder seiner Mutter. 8 Du sollst auch in kein Festhaus gehen, um bei ihnen zu sitzen zum Essen und zum Trinken. 9 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort vor euren Augen und zu euren Lebzeiten ein Ende machen dem Jubel der Freude und Wonne, der Stimme des Bräutigams und der Braut.
10 Und wenn du das alles diesem Volk gesagt hast und sie zu dir sprechen werden: »Warum kündigt uns der HERR all dies große Unheil an? Was ist die Missetat und Sünde, womit wir wider den HERRN, unsern Gott, gesündigt haben?«, 11 so sollst du ihnen sagen: Weil eure Väter mich verlassen haben, spricht der HERR, und andern Göttern nachgelaufen sind, ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht gehalten haben, 12 ihr aber noch ärger tut als eure Väter; denn siehe, ein jeder wandelt im Starrsinn seines bösen Herzens, sodass er mir nicht gehorcht. 13 Darum will ich euch aus diesem Land stoßen in ein Land, das weder ihr gekannt habt noch eure Väter. Dort werdet ihr andern Göttern dienen Tag und Nacht; denn ich will euch keine Gnade erweisen.
Jeremia 16,1-13
Tageslese
Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 5 und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« 7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? 8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder. 9 Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem Vater der Geister, damit wir leben? 10 Denn jene haben uns gezüchtigt wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, auf dass wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen. 11 Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude, sondern Schmerz zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit.
Hebräer 12,4-11
Gebet am Dienstag
Ein schnell gesagtes Wort, die rasche Entscheidung zu unseren Gunsten – wie leicht erliegen wir der Versuchung, mit allen Mitteln uns und unsere Ansprüche durchzusetzen. Du, Gott, siehst in das Verborgene. Du erkennst alle Regungen unseres Herzens. Löse Du uns von uns selbst, gib Freiheit und Mut, daß wir uns loslassen und uns Dir anvertrauen. Wir wollen Deine Liebe schauen und sie erfahren, die die Welt überwindet. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.195
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod.
Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte und Du Schar, die Palmen trägt, und Du Blutvolk in der Krone und Du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt.
Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn.
Philipp Friedrich Hiller 1758 (LKG 65,5-7)
Montag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost)
Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10
Kollekte
O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151
Fortlaufende Lese
Weh mir, meine Mutter, dass du mich geboren hast, gegen den jedermann hadert und streitet im ganzen Lande! Ich habe niemandem geliehen, und keiner hat mir geliehen, und doch flucht mir jedermann. 11 Der HERR sprach: Wohlan, ich will etliche von euch übrig lassen, denen es wieder wohlgehen soll, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden. 12 Kann man Eisen zerbrechen, Eisen und Bronze aus dem Norden? 13 Ich will dein Gut und deine Schätze zum Raube geben als Lohn für alle deine Sünden, die du in deinem ganzen Gebiet begangen hast, 14 und will dich zum Knecht deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn, über euch ist es angezündet. 15 Ach, HERR, du weißt es! Gedenke an mich und nimm dich meiner an und räche mich an meinen Verfolgern! Raffe mich nicht hinweg, indem du deinen Zorn über sie zurückhältst; erkenne, dass ich um deinetwillen geschmäht werde. 16 Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth. 17 Ich saß nicht im Kreis der Fröhlichen und freute mich, sondern saß einsam, gebeugt von deiner Hand; denn du hast mich erfüllt mit Grimm. 18 Warum währt doch mein Leiden so lange und ist meine Wunde so schlimm, dass sie nicht heilen will? Du bist mir geworden wie ein trügerischer Born, der nicht verlässlich Wasser gibt. 19 Darum, so spricht der HERR: Wenn du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben. Und wenn du recht redest und nicht leichtfertig, so sollst du mein Mund sein. Sie sollen sich zu dir kehren, doch du kehre dich nicht zu ihnen! 20 Denn ich mache dich für dies Volk zur festen, ehernen Mauer. Wenn sie auch wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei dir, dass ich dir helfe und dich errette, spricht der HERR, 21 und ich will dich erretten aus der Hand der Bösen und erlösen aus der Hand der Tyrannen.
Jeremia 15,10-21
Tageslese
Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. 27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage. 28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt, 29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung. 30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun. 31 Denn der Herr verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. 33 Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen.
Klagelieder 3,22-33
Gebet am Montag
Gott, voller Macht und Gnade. Dir verdanken wir Gesundheit und Kraft zur Arbeit. Wir bitten Dich: Gib, daß wir ungehindert unserem Beruf nachgehen und anderen damit helfen können. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.194
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Our Savior Christ Jesus has broken the power of death and brought life and immortality to light through the gospel!
2.Ti.1,10b
Introit
Listen, O Lord. Answer me. For I am oppressed and needy. Protect me, for I am loyal. You are my God; deliver your servant who trusts in you. Have mercy on me, O Lord, for I cry out to you all day long. Make your servant glad, for to you, O Lord, I pray. Certainly, O Lord, you are kind and forgiving, and show great faithfulness to all who cry out to you. O Lord, hear my prayer. Pay attention to my plea for mercy. In my time of trouble I cry out to you, for you will answer me. None can compare to you among the gods, O Lord. Your exploits are incomparable. All the nations, whom you created, will come and worship you, O Lord. They will honor your name. For you are great and do amazing things. You alone are God. O Lord, teach me how you want me to live. Then I will obey your commands. Make me wholeheartedly committed to you. O Lord, my God, I will give you thanks with my whole heart. I will honor your name continually. For you will extend your great loyal love to me, and will deliver my life from the depths of Sheol. O God, arrogant men attack me; a gang of ruthless men, who do not respect you, seek my life. But you, O Lord, are a compassionate and merciful God. You are patient and demonstrate great loyal love and faithfulness. Turn toward me and have mercy on me. Give your servant your strength. Deliver this son of your female servant. Show me evidence of your favor. Then those who hate me will see it and be ashamed, for you, O Lord, will help me and comfort me.
Psalm 86
Collect of the Day
O Lord, we pray that Your grace may always go before and follow after us, that we may continually be given to all good works; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.
Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 927
Old Testament
The Lord’s loyal kindness never ceases; his compassions never end. They are fresh every morning; your faithfulness is abundant!“My portion is the Lord,” I have said to myself, so I will put my hope in him. The Lord is good to those who trust in him, to the one who seeks him. It is good to wait patiently for deliverance from the Lord…For the Lord will not reject us forever. Though he causes us grief, he then has compassion on us according to the abundance of his loyal kindness. For he is not predisposed to afflict or to grieve people.
Lamentations 3,22-26.31f
Gradual
Nations will fear the name of the Lord, and all the kings of the earth will fear Your glory. For the Lord builds up Zion; he appears in his glory.
Psalm 102,15-16
Epistle
For God did not give us a Spirit of fear but of power and love and self-control. So do not be ashamed of the testimony about our Lord or of me, a prisoner for his sake, but by God’s power accept your share of suffering for the gospel. He is the one who saved us and called us with a holy calling, not based on our works but on his own purpose and grace, granted to us in Christ Jesus before time began, but now made visible through the appearing of our Savior Christ Jesus. He has broken the power of death and brought life and immortality to light through the gospel!
2. Timothy 1,7-10
Alleluia Verse
Alleluia. You who fear the Lord, trust in the Lord. He is their help and their shield. Alleluia.
Gospel
Now a certain man named Lazarus was sick. He was from Bethany, the village where Mary and her sister Martha lived… So the sisters sent a message to Jesus, “Lord, look, the one you love is sick.” … When Jesus arrived, he found that Lazarus had been in the tomb four days already. (Now Bethany was less than two miles from Jerusalem, so many of the Jewish people of the region had come to Martha and Mary to console them[al] over the loss of their brother.) So when Martha heard that Jesus was coming, she went out to meet him, but Mary was sitting in the house. Martha said to Jesus, “Lord, if you had been here, my brother would not have died. But even now I know that whatever you ask from God, God will grant you.” Jesus replied, “Your brother will come back to life again.”Martha said, “I know that he will come back to life again in the resurrection at the last day.” Jesus said to her, “I am the resurrection and the life. The one who believes in me will live even if he dies, and the one who lives and believes in me will never die. Do you believe this?” She replied, “Yes, Lord, I believe that you are the Christ, the Son of God who comes into the world.”… Jesus, intensely moved again, came to the tomb. (Now it was a cave, and a stone was placed across it.) Jesus said, “Take away the stone.” Martha, the sister of the deceased, replied, “Lord, by this time the body will have a bad smell, because he has been buried four days.” Jesus responded, “Didn’t I tell you that if you believe, you would see the glory of God?” So they took away the stone. Jesus looked upward and said, “Father, I thank you that you have listened to me. I knew that you always listen to me, but I said this for the sake of the crowd standing around here, that they may believe that you sent me.” When he had said this, he shouted in a loud voice, “Lazarus, come out!” The one who had died came out, his feet and hands tied up with strips of cloth, and a cloth wrapped around his face. Jesus said to them, “Unwrap him and let him go.” Then many of the people, who had come with Mary and had seen the things Jesus did, believed in him.
John 11,1.3.17-27.38b-45
Christian Creed
I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.
And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.
And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets.
And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.
Nicene Creed
Hymn of the week
The will of God is always best and shall be done forever; And they who trust in Him are blest; He will forsake them never. He helps indeed in time of need; He chastens with forbearing, They who depend on God, their friend, shall not be left despairing.
God is my comfort and my trust, my hope and life abiding; And to His counsel, wise and just, I yield, in Him confiding. The very hairs, His Word declares, upon my head He numbers. By night and day God is my stay; He never sleeps nor slumbers.
Lord, this I ask, O hear my plea, deny me not this favor: When Satan sorely troubles me, Then do not let me waver. O guard me well, My fear dispel, fulfill Your faithful saying: All who believe by grace receive an answer to their praying.
When life’s brief course on earth is run and I this world am leaving, Grant me to say, “Your will be done,” Your faithful Word believing. My dearest Friend, I now commend my soul into Your keeping; From sin and hell, and death as well, by You the vict’ry reaping.
Albrecht von Preussen (1490-1568) tr The Lutheran Hymnal 1941 (LSB 758)
Sermon on Psalm 16, 5-11
Lord, you give me stability and prosperity; you make my future secure. It is as if I have been given fertile field or received a beautiful tract of land. I will praise the Lord who guides me: yes, during the night I reflect and learn. I constantly trust in the Lord; because he is at my right hand, I will not be shaken. So my heart rejoices and I am happy; my life is safe. You will not abandon me to Sheol; you will not allow your faithful follower to see the Pit. You lead me in the path of life. I experience absolute joy in your presence; you always give me sheer delight.
Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.
Almighty God, You sent Your Son into the world to put an end to death. Keep us from losing heart in the face of sorrow, strengthen us with power through Your Holy Spirit, and help us to know the love of Christ, that through Him we may no longer weep. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
O Great Physician, lend Your own power to the works of mercy done in the name of Your Son, that they may increase faith in the words Your servants speak. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Faithful Father, when loss and heartache invade our homes and tempt us to doubt Your divine care, hear our cries and renew our faith and life in You. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord of life and death, You have given all things into the hands of Your Son. Inspire those who bear the sword in His stead to do so in faithfulness and love for their fellow man. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Holy Comforter, You gave aid to the widows of Zarephath and Nain so they would not be left alone. Provide faithful friends and companions to our shut-ins and those who live alone, that they may be encouraged in faith toward You and in love toward one another. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Great Physician, You lead us, as St. Paul before us, through many tribulations to know the fullness of Your love. Strengthen Karin, Ingrid, Christoph, Anette, Paulina, Sylvia, Walter, Matt, Hilary, Detlev und Biljana, Friederike und Olli, Isabel, Eli, Max und Louis, and all who suffer, that they may praise You for Your faithfulness. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Ever-present God, as You once visited Your people in the person of Your Son, so Christ continues to visit Your people now with His body and blood in the Holy Supper. Grant that those who receive the Sacrament this day would receive these gifts in true faith, trusting Your Word that, in this meal, the forgiveness of all sins is delivered to them by the Savior’s own divine promise. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Into Your hands, we commend all for whom we pray, trusting in Your mercy; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.
The Lord bless You, and keep You;The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You;The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.
Numbers 6,24-26
If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9).
God´s Word and Luther´s teaching remain forever just as His holy Christian Church does. Alleluia +
Christus Pantokrator, Ikone im Katharinenkloster auf dem Sinai, 6. Jahrhundert
Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß. Aller Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß.
Gleicher Macht und gleicher Ehren sitzt er unter lichten Chören über allen Cherubim; in der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen, denn der Vater gab es ihm.
Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich; dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich.
Nur in ihm, o Wundergaben, können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesus uns zugut.
Philipp Friedrich Hiller 1758 (LKG 65)
Samstag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis
Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch.
1. Petrus 5,7
Kollekte
Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150
Fortlaufende Lese
Dies ist das Wort, das der HERR zu Jeremia sagte über die große Dürre: 2 Juda liegt jämmerlich da, seine Städte verschmachten. Sie sinken trauernd zu Boden, und Jerusalems Wehklage steigt empor. 3 Die Großen schicken ihre Diener nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer zurück. Sie sind traurig und betrübt und verhüllen ihre Häupter. 4 Die Erde ist rissig, weil es nicht regnet auf das Land. Darum sind die Ackerleute traurig und verhüllen ihre Häupter. 5 Selbst die Hirschkühe, die auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras wächst. 6 Die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, weil nichts Grünes wächst. 7 Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit wir wider dich gesündigt haben. 8 Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellst du dich, als wärst du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt? 9 Warum bist du wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns nicht! 10 So spricht der HERR von diesem Volk: Sie laufen gern hin und her und schonen ihre Füße nicht. Darum hat der HERR kein Gefallen an ihnen, sondern er denkt nun an ihre Missetat und will ihre Sünden heimsuchen. 11 Und der HERR sprach zu mir: Du sollst nicht für das Wohl dieses Volkes bitten. 12 Denn wenn sie auch fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht erhören; und wenn sie auch Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie durch Schwert, Hunger und Pest aufreiben. 13 Da sprach ich: Ach, Herr HERR! Siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet das Schwert nicht sehen und keine Hungersnot bei euch haben, sondern ich will euch beständigen Frieden geben an diesem Ort. 14 Aber der HERR sprach zu mir: Die Propheten weissagen Lüge in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nicht zu ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Offenbarungen, nichtige Wahrsagung und ihres Herzens Trug. 15 Darum spricht der HERR: Wider die Propheten, die in meinem Namen weissagen, obgleich ich sie nicht gesandt habe, und die dennoch predigen, es werde weder Schwert noch Hungersnot in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger. 16 Und die Leute, denen sie weissagen, sollen auf den Gassen Jerusalems liegen, vom Schwert und Hunger hingestreckt, und niemand wird sie begraben, sie und ihre Frauen, Söhne und Töchter; und ich will ihre Bosheit über sie ausschütten.
Jeremia 14,1-16
Tageslese
Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer. 21 Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen. 22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tage und tanzt; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn das Gleiche haben ihre Väter den Propheten getan.
24 Aber dagegen: Weh euch Reichen; denn ihr habt euren Trost schon gehabt. 25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet weinen und klagen. 26 Wehe, wenn jedermann gut über euch redet; denn das Gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan.
Lukas 6,20-26
Gebet
Gott, Du Lenker aller Zeit und Welt. Du bist für uns da, und das verwandelt die dahinfließende Zeit in ein erhebendes Jetzt und Hier, immer festlich und erwartungsvoll, in den Anfang Deines ewigen Tages. Doch wir erfahren gestundete Zeit, die uns gesetzte Frist läuft ab, und beim Warten dehnt sich uns die Zeit in unendliche Länge. Halte Du, Gott, uns fest in der Flüchtigkeit dieser Erdenzeit. Lehre uns Morgen, Mittag und Abend schätzen, den Sonntag, die Woche, das Jahr in neuer Wiederkehr. Unsere zeit steht in Deinen Händen, Herr.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.200
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß Dein Geist, so wie Dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei!
Ach lass Dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. Ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Toren ein! Ja wecke Dein Volk Israel bald auf, und also segne Deines Wortes Lauf!
Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich Deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: »Es soll geschehn.«
Karl Heinrich von Bogatzky 1750 LKG 64,4-6
Freitag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis
Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch.
1. Petrus 5,7
Kollekte
Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150
Fortlaufende Lese
So sprach der HERR zu mir: Geh hin und kaufe dir einen leinenen Gürtel und gürte damit deine Lenden, aber lass ihn nicht nass werden! 2 Und ich kaufte einen Gürtel nach dem Wort des HERRN und gürtete ihn um meine Lenden. 3 Da geschah des HERRN Wort ein zweites Mal zu mir: 4 Nimm den Gürtel, den du gekauft und um deine Lenden gegürtet hast, und mache dich auf und geh hin an den Euphrat und verstecke ihn dort in einer Felsspalte! 5 Ich ging hin und versteckte ihn am Euphrat, wie mir der HERR geboten hatte. 6 Nach langer Zeit aber sprach der HERR zu mir: Mache dich auf und geh hin an den Euphrat und hole den Gürtel wieder, den ich dir dort zu verstecken gebot! 7 Ich ging hin an den Euphrat und grub nach und nahm den Gürtel von dem Ort, wo ich ihn versteckt hatte; und siehe, der Gürtel war verdorben, sodass er zu nichts mehr taugte. 8 Da geschah des HERRN Wort zu mir: 9 So spricht der HERR: Ebenso will ich verderben den großen Hochmut Judas und Jerusalems. 10 Dies böse Volk, das meine Worte nicht hören will, sondern im Starrsinn seines Herzens wandelt und andern Göttern folgt, um ihnen zu dienen und sie anzubeten: Es soll werden wie der Gürtel, der zu nichts mehr taugt. 11 Denn gleichwie der Gürtel um die Lenden des Mannes gebunden wird, so habe ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda um mich gegürtet, spricht der HERR, dass sie mein Volk sein sollten, mir zum Ruhm, zu Lob und Ehren; aber sie haben nicht gehört.
Jeremia 13,1-11
Tageslese
Wir gebieten euch aber im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch zurückzieht von allen Brüdern und Schwestern, die unordentlich leben und nicht nach der Überlieferung, die ihr von uns empfangen habt. 7 Denn ihr wisst, wie ihr unserm Vorbild folgen sollt. Denn wir haben nicht unordentlich bei euch gelebt, 8 haben auch nicht umsonst Brot von jemandem genommen, sondern mit Mühe und Plage haben wir Tag und Nacht gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen. 9 Nicht, dass wir dazu nicht das Recht hätten, sondern wir wollten uns selbst euch zum Vorbild geben, damit ihr uns folgt. 10 Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. 11 Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich wandeln und arbeiten nichts, sondern treiben unnütze Dinge. 12 Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie in dem Herrn Jesus Christus, dass sie still ihrer Arbeit nachgehen und ihr eigenes Brot essen.
2. Thessalonicher 3,6-12
Abendgebet
Herr Jesus Christus, Du hast den Sündern Freiheit geschenkt und denen, die im Schatten des Todes gefangen saßen, das ewige Leben gebracht. Wir loben Deine Hingabe für das Leben der Welt. Wir beten an Deine göttliche Liebe. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich.
Gib uns die Gnade, das Geheimnis Deines Kreuzes zu erkennen. Laß uns im Glauben gestärkt, in der Hoffnung ermutigt, in der Liebe entzündet, in der Geduld ermuntert und im Gehorsam willig und beständig werden. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich.
Laß uns der Sünde absterben. Hilf uns, Dir zu dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit. Stehe uns bei, daß an unserem letzten Ende Dein Tod uns tröstet und wir durch Deine Kraft zur Auferstehung gelangen. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.189
Kollekte
Halte Du Wacht, lieber Herr, über alle, die in dieser Nacht wirken oder wachen oder weinen. Und nimm durch Deine Engel einen jeden in Obhut, der schläft. Wende Dich den Kranken zu. Schenke Rast allen, die erschöpft und müde sind. Segne die Sterbenden. Laß die Leidenden Ruhe finden. Sei den Betrübten nahe und beschirme die Fröhlichen. Um Deiner Liebe willen bitten wir Dich, Jesus Christus, Du unser Bruder und Herr.
Ebd.
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Ikone des Propheten Elija aus der Zeit um 1200 im Katharinenkloster im Sinai
Wach auf, Du Geist der ersten Zeugen, die auf der Maur als treue Wächter stehn, die Tag und Nächte nimmer schweigen und die getrost dem Feind entgegengehn, ja deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Völker Scharen zu Dir bringt.
O daß Dein Feuer bald entbrennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch in Deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein.
So gib Dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu Deines Namens Preis!
Karl Heinrich von Bogatzky 1750 (LKG 64)
Donnerstag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis
Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch.
1. Petrus 5,7
Kollekte
Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150
Fortlaufende Lese
HERR, wenn ich auch mit dir rechten wollte, so behältst du doch recht; dennoch muss ich vom Recht mit dir reden. Warum geht’s doch den Gottlosen so gut, und die Abtrünnigen haben alles in Fülle? 2 Du pflanzt sie ein, sie schlagen Wurzeln und wachsen und bringen Frucht. Nahe bist du ihrem Munde, aber ferne von ihrem Herzen. 3 Mich aber, HERR, kennst du und siehst mich und prüfst mein Herz vor dir. Reiß sie weg wie Schafe zum Schlachten, und sondere sie aus, dass sie getötet werden! 4 Wie lange soll das Land so trocken stehen und das Gras überall auf dem Felde verdorren? Wegen der Bosheit der Bewohner schwinden Vieh und Vögel dahin; denn sie sagen: Er sieht nicht, wie es uns gehen wird. 5 Wenn es dich müde macht, mit Fußgängern zu gehen, wie willst du mit Rossen wetteifern? Und wenn du nur im friedlichen Lande sicher bist, was willst du tun im Dickicht des Jordans? 6 Denn auch deine Brüder und deines Vaters Haus sind treulos gegen dich, sie schreien hinter dir her aus vollem Halse. Trau ihnen nicht, auch wenn sie freundlich mit dir reden.
Jeremia 12,1-6
Tageslese
Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
2Da kam das Wort des Herrn zu ihm: 3Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 4Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. 5Er aber ging hin und tat nach dem Wort des Herrn und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 6Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach.
1. Könige 17,1-6
Abendgebet
Barmherziger Gott, Dein Sohn hat Menschen gerufen, ihm nachzufolgen. In seinem Namen beten wir zu Dir: Herr, erbarme Dich +
Führe alle, die auf der Suche sind, zum Licht der Wahrheit. Mache unsere Gemeinden und Gemeinschaften zu Orten, an denen Deine Liebe erfahrbar wird.
Hilf, daß bei uns und unter allen Völkern die Freiheit und Würde der Menschen geachtet werden.
Rufe immer neu Menschen in Deinen Dienst, daß sie Christus nachfolgen und mit ihrem Leben bezeugen.
Du hast uns verschiedene Gaben verliehen. Gib, daß wir mit ihnen unseren Nächsten dienen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.184
Kollekte
Gott, Du verbindest alle, die an Dich glauben, zu Gemeinschaft und Dienst. Gib, daß wir lieben, was Du uns sagst, und ersehnen, was Du verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert sind, wo die wahre Freude ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.
Ebd.
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen