Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren

Lutherstadt Wittenberg in der Mittagssonne mit Blick nach Osten.

Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren, der seiner Menschen Jammer wehrt und sammelt draus zu seinen Ehren sich eine ewge Kirch auf Erd, die er von Anfang schön erbauet als seine auserwählte Stadt, die allezeit auf ihn vertrauet und tröst’ sich solcher großen Gnad.

Der Heilig Geist darin regieret, hat seine Hüter eingesetzt; die wachen stets, wie sich’s gebühret, dass Gottes Haus sei unverletzt; die führn das Predigtamt darinnen und zeigen an das ewig Licht; darin wir Bürgerrecht gewinnen durch Glauben, Lieb und Zuversicht.

Die recht in dieser Kirche wohnen, die werden in Gott selig sein; des Todes Flut wird sie verschonen, denn Gottes Arche schließt sie ein. Für sie ist Christi Blut vergossen, das sie im Glauben nehmen an, und werden Gottes Hausgenossen, sind ihm auch willig untertan.

Obwohl die Pforten offen stehen und hell das Licht des Tages scheint, kann doch hinein nicht jeder gehen, zu sein mit Gott dem Herrn vereint. Es ist kein Weg, denn nur der Glaube an Jesus Christus, unsern Herrn; wer den nicht geht, muss draußen bleiben, weil er sich hier nicht will bekehrn.

Also wird nun Gottes Gemeine gepflegt, erhalten in der Zeit; Gott, unser Hort, schützt sie alleine und segnet sie in Ewigkeit. Auch nach dem Tod will er ihr geben aus Christi Wohltat, Füll und Gnad das freudenreiche ewge Leben. Das gib auch uns, Herr unser Gott!

Petrus Herbert 1566 (LKG 51)

Donnerstag nach dem 12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Krankenheilung)

Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht er er nicht auslöschen. 

Jesaja 42,3  

Kollekte  

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast nicht Lust an der Sünder Tod, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben. Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden von uns gnädig abwende und, uns zu bessern, Deinen Geist und Kraft verleihen um Jesu Christi, unseres Herrn und Heilandes willen. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.148 

Fortlaufende Lese

Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt;  3 und seine Kleider wurden hell und sehr weiß, wie sie kein Bleicher auf Erden so weiß machen kann.  4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose, und sie redeten mit Jesus.  5 Und Petrus antwortete und sprach zu Jesus: Rabbi, hier ist für uns gut sein; wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.  6 Er wusste aber nicht, was er redete; denn sie waren verstört.  7 Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!  8 Und auf einmal, als sie um sich blickten, sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein.  9 Als sie aber vom Berg herabgingen, gebot ihnen Jesus, dass sie niemandem sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn auferstünde von den Toten.  10 Und sie behielten das Wort und befragten sich untereinander: Was ist das, auferstehen von den Toten?  11 Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen nicht die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen muss?  12 Er aber sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen. Wie steht dann geschrieben von dem Menschensohn, dass er viel leiden und verachtet werden soll?  13 Aber ich sage euch: Elia ist gekommen, und sie haben ihm angetan, was sie wollten, wie von ihm geschrieben steht. 

Markus 9,2-13

Tageslese

Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! 28 Als er aber ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich das tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Ja, Herr. 29 Da berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! 30 Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus bedrohte sie und sprach: Seht zu, dass es niemand erfahre! 31 Aber sie gingen hinaus und verbreiteten die Kunde von ihm in diesem ganzen Lande. 32 Als diese nun hinausgingen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. 33 Da der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: So etwas ist noch nie in Israel gesehen worden. 34 Aber die Pharisäer sprachen: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
35 Und Jesus zog umher in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen. 36 Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. 37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. 38 Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.

Matthäus 9,27-38

Donnerstagmorgen Anbetung

Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche.

Herr, wir bitten Dich: Laß Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast. Zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften.

Herr, wir bitten Dich: Führe zusammen alle, die Dich anbeten, den einen Gott.

Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus.

Wir beten Dich an: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da ist und der da war und der da kommt.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.182

Betrachtung der Menschwerdung des Herrn 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing von dem Heiligen Geist. (Drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast. (Drei Glockenschläge) 

Und das Wort war Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Drei Glockenschläge) 

Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde laß uns des inne werden, daß Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Ebd. 

Friedenskollekte

Herr Jesus Christus. Du hast zu Deinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich Euch, meinen Frieden gebe ich Euch. Schau nicht auf unsere Sünde, sondern blicke auf den Glauben Deiner Kirche und schenke ihr nach Deinem Willen Einheit und Frieden, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und wirkst in Ewigkeit. Amen.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dr. Martin Luther predigt am 13. Sonntag nach Trinitatis

Ferdinand Pauwels: “Luther discovers the gospel”

Dr. Martin Luther predigt am dreizehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über “dies langs Euangelion… `Selig sind die augen, die da sehen das jr sehet, Denn ich sage euch, vil Propheten und Könige wolten sehen, das jhr sehet, und habens nicht gesehen, und hören, das jr höret, und habens nicht gehöret.´ Damit will er uns trösten wider den jamer, den wir auff erden sehen, Das auff erden kein verachter ding ist denn das Euangelion” berichtet vom heiligen Evangelisten St. Lukas im 10. Kapitel, Verse 23-37 (WA 52 S. 455-463): 

Hier vorgelesen zum mithören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 13th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St. Luke 10,23-37 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.894-910:

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Drum laß Dich nicht schrecken, o Du christgläubige Schar!

Darum lass Dich nicht schrecken, o Du christgläub’ge Schar! Gott wird Dir Hilf erwecken und Dein selbst nehmen wahr. Er wird seim Volk verkünden sehr freudenreichen Trost, wie sie von ihren Sünden sollen werden erlöst.

Es tut ihn nicht gereuen, was er vorlängst gedeut’, sein Kirche zu erneuen in dieser fährlichn Zeit. Er wird herzlich anschauen Dein’ Jammer und Elend, Dich herrlich auferbauen durch Wort und Sakrament.

Gott solln wir fröhlich loben, der sich aus großer Gnad durch seine milden Gaben uns kundgegeben hat. Er wird uns auch erhalten in Lieb und Einigkeit und unser freundlich walten hier und in Ewigkeit.

Böhmische Brüder 1544 (LKG 50,4-6)

Mittwoch nach dem 12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Krankenheilung)

Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht er er nicht auslöschen. 

Jesaja 42,3  

Kollekte  

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast nicht Lust an der Sünder Tod, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben. Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden von uns gnädig abwende und, uns zu bessern, Deinen Geist und Kraft verleihen um Jesu Christi, unseres Herrn und Heilandes willen. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.148 

Fortlaufende Lese

Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.  35 Denn wer sein Leben behalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s behalten.  36 Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele?  37 Denn was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?  38 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. 

Markus 8,34-38

Tageslese

Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. 14 Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. 16 Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. 17 Elia war ein schwacher Mensch wie wir; und er betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. 18 Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. 

Jakobus 5,13-18

Mittwochmittag Anbetung

Wir loben Dich, Herr, und beten Dich an: Du bist die Liebe und trägst uns alle mit Deinem Erbarmen. Du hast uns berufen, Boten Deiner Liebe zu sein. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns zu Nächsten machst. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns anvertraut hast. Erhalte uns in ihrer Gemeinschaft, mach uns treu in unserem Dienst. Laß uns wach bleiben in der Liebe; hilf uns, daß wir die Leiden unserer Schwestern und Brüder erkennen. Behüte uns vor der Kälte und Trägheit des Herzens, die Dein Erbarmen verleugnen. Du hast nicht Lust am Tode des Sünders. Du gibst Leben und rettest, was sterben will; mache uns zu Zeugen Deiner Barmherzigkeit. Wir beten Dich an: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da ist und der da war und der da kommt.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.178

Betrachtung der Menschwerdung des Herrn 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing von dem Heiligen Geist. (Drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast. (Drei Glockenschläge) 

Und das Wort war Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Drei Glockenschläge) 

Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde laß uns des inne werden, daß Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Ebd. 

Friedenskollekte

Gott, Dein Sohn hat uns geboten, auch unsere Feinde zu lieben und für sie zu beten. Führe uns aus Vorurteilen zur Wahrheit und befreie uns von Haß, von Grausamkeit und Vergeltung. Durch Christus versöhnt, laß uns bestehen vor Dir, Du Gott des Friedens, heilig und lebendig, heute und in Ewigkeit. Amen.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


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Lob Gott getrost mit Singen

Lob Gott getrost mit Singen, frohlock, Du christlich Schar! Dir soll es nicht misslingen, Gott hilft Dir immerdar. Ob Du gleich hier musst tragen viel Widerwärtigkeit, sollst Du doch nicht verzagen; er hilft Dir aus allem Leid.

Dich hat er sich erkoren, durch sein Wort auferbaut, bei seinem Eid geschworen, weil Du ihm bist vertraut, daß er Deiner will pflegen in aller Angst und Not, Dein Feinde niederlegen, die schmähen Dich mit Hohn und Spott.

Kann und mag auch verlassen ein Muttr ihr eigen Kind und also gar verstoßen, daß es kein Gnad mehr findt? Und ob sichs möcht begeben, dass sie so gar abfiel: Gott schwört bei seinem Leben, daß er Dich nicht verlassen will.

Böhmische Brüder 1544 (LKG 50,1-3)

Dienstag nach dem 12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Krankenheilung)

Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht er er nicht auslöschen. 

Jesaja 42,3  

Kollekte  

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast nicht Lust an der Sünder Tod, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben. Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden von uns gnädig abwende und, uns zu bessern, Deinen Geist und Kraft verleihen um Jesu Christi, unseres Herrn und Heilandes willen. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.148 

Fortlaufende Lese

Und Jesus ging fort mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Wer, sagen die Leute, dass ich sei?  28 Sie aber sprachen zu ihm: Sie sagen, du seiest Johannes der Täufer; andere sagen, du seiest Elia; wieder andere, du seiest einer der Propheten.  29 Und er fragte sie: Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus!  30 Und er bedrohte sie, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.  

31 Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.  32 Und er redete das Wort frei und offen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren.  33 Er aber wandte sich um, sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist. 

Markus 8,22-33

Tageslese

Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben. 2 Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HERRN und sprach: 3 Ach, HERR, gedenke doch, dass ich vor dir in Treue und mit rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was dir wohlgefällt. Und Hiskia weinte sehr. 4 Als aber Jesaja noch nicht zum mittleren Hof hinausgegangen war, kam des HERRN Wort zu ihm: 5 Kehre um und sage Hiskia, dem Fürsten meines Volks: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen – am dritten Tage wirst du hinauf in das Haus des HERRN gehen –, 6 und ich will fünfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun und dich und diese Stadt erretten vor dem König von Assyrien und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen. 7 Und Jesaja sprach: Bringt her ein Pflaster von Feigen! Und als sie das brachten, legten sie es auf das Geschwür, und er wurde gesund.

2. Könige 20,1-7

Anbetung

Wir loben und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist König, und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten Dich an:

Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da ist und der da war und der da kommt. 

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.174

Betrachtung der Menschwerdung des Herrn 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing von dem Heiligen Geist. (Drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast. (Drei Glockenschläge) 

Und das Wort war Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Drei Glockenschläge) 

Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde laß uns des inne werden, daß Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Ebd. 

Friedenskollekte

Frieden suchen wir, Gott, denn wir leben in Unfrieden mit uns selbst, mit Dir, unserem Vater, mit anderen Menschen. Nimm von uns, was Angst und Haß in uns weckt, und gib, daß wir Frieden finden durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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O König Jesu Christe, ein Fürst, Hauptmann und Held

O König Jesu Christe, ein Fürst, Hauptmann und Held, zu ewiglicher Friste vom Vater auserwählt, ein Sohn Davids geboren: Dein Reich ewig besteht, das Dir Gott hat geschworen, durch seinen Geist geredt.

Dich, Herr, wir wollen bitten, Du edler Herzog wert, nach rechter Kinder Sitten: send uns Dein geistlich’Schwert, das schneidt zu beiden Seiten, ich mein Dein göttlich Wort, damit wir mögen streiten wider der Höllen Pfort.

Den Harnisch tu uns senden, den Du getragen hast, umgürt uns unsre Lenden mit Deiner Wahrheit Glast, den Panzer tu uns geben Deiner Gerechtigkeit, den Schild des Glaubens eben, damit uns zubereit,

zu kämpfen und zu fechten nach Dir ganz ritterlich und allen Deinen Knechten, die von Anfang in Dich gehoffet und vertrauet in aller Angst und Not, auf Dein Gnad fest gebauet bis in zeitlichen Tod.

O Gott, tu uns erhalten in diesem großen Streit, laß die Lieb nicht erkalten durch Ungerechtigkeit, darin die arge Welte Überhand genommen hat. Hilf uns behaltn das Felde durch Deine große Gnad.

Nach Leonhard Roth 1539 bearbeitet von Wilhelm Thomas 1933. (LKG 49)

Montag nach dem 12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Krankenheilung)

Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht er er nicht auslöschen. 

Jesaja 42,3  

Kollekte  

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast nicht Lust an der Sünder Tod, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben. Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden von uns gnädig abwende und, uns zu bessern, Deinen Geist und Kraft verleihen um Jesu Christi, unseres Herrn und Heilandes willen. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.148 

Fortlaufende Lese

Und sie kamen nach Betsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, dass er ihn anrühre.  23 Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf, spuckte in seine Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: Siehst du etwas?  24 Und er sah auf und sprach: Ich sehe die Menschen umhergehen, als sähe ich Bäume.  25 Danach legte er abermals die Hände auf seine Augen. Da sah er deutlich und wurde wieder zurechtgebracht und konnte alles scharf sehen.  26 Und er schickte ihn heim und sprach: Geh aber nicht hinein in das Dorf! 

Markus 8,22-26

Tageslese

 Siehe, das ist mein Knecht, den ich halte, und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. 2 Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. 3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. 4 Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung. 5 So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gewächs, der dem Volk auf ihr den Atem gibt und Lebensodem denen, die auf ihr gehen: 6 Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand. Ich habe dich geschaffen[1] und bestimmt zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden, 7 dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker. 8 Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen.

Jesaja 42,1-8

Mittagesgebet am Montag

Du Herr, hast die Welt geschaffen und trägst sie mit großer Kraft. Du schaffst alle Dinge täglich neu durch Dein mächtiges Wort. Du waltest im Lauf der Zeiten und erfüllst die Jahre mit Deinem Segen. Samen gibst Du und gibst die Ernte, Arbeit gibst Du und förderst das Werk unserer Hände. Inmitten der Schmerzen erquickst Du uns mit Deinem Trost; inmitten der Unrast rufst Du uns zu Sammlung und Stille. Wir beten Dich an:

Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da ist und der da war und der da kommt.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.170

Betrachtung der Menschwerdung des Herrn

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing von dem Heiligen Geist. (Drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast. (Drei Glockenschläge)

Und das Wort war Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Drei Glockenschläge)

Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde laß uns des inne werden, daß Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Ebd.

Friedenskollekte

Gott, Du ewige Güte. Du schaffst heiligen Mut, guten Rat und rechte Werke. Gib uns den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen Deine Weisung folgen und wir unter Deinem Schutz vor dem Bösen bewahrt bleiben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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12th Sunday after Trinity (The healing of the multitude)

A crushed reed he will not break, a dim wick he will not extinguish.  (Isaiah 42,3)

Introit

Praise the Lord, for it is good to sing praises to our God. Yes, praise is pleasant and appropriate. The Lord rebuilds Jerusalem and gathers the exiles of Israel. He heals the brokenhearted and bandages their wounds. He counts the number of the stars; he names all of them. Our Lord is great and has awesome power; there is no limit to his wisdom. The Lord lifts up the oppressed but knocks the wicked to the ground… The Lord takes delight in his faithful followers, and in those who wait for his loyal love.

Psalm 147,1-6.11

Collect of this Sunday

Almighty and merciful God, by Your gift alone Your faithful people render true and laudable service. Help us steadfastly to live in this life according to Your promises and finally attain Your heavenly glory; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and Holy Spirit, one God, now and forever.

Altar Book (Lutheran Service Book) Pg. 922

Old Testament lesson

In just a very short time Lebanon will turn into an orchard, and the orchard will be considered a forest. At that time the deaf will be able to hear words read from a scroll, and the eyes of the blind will be able to see through deep darkness. The downtrodden will again rejoice in the Lord; the poor among humankind will take delight in the Holy One of Israel. For tyrants will disappear, those who taunt will vanish, and all those who love to do wrong will be eliminated – those who bear false testimony against a person, who entrap the one who arbitrates at the city gate and deprive the innocent of justice by making false charges. So this is what the Lord, the one who delivered Abraham, has said to the family of Jacob: “Jacob will no longer be ashamed; their faces will no longer show their embarrassment. For when they see their children, whom I will produce among them, they will honor my name. They will honor the Holy One of Jacob; they will respect the God of Israel. Those who stray morally will gain understanding; those who complain will acquire insight.

Isaiah 29,17-24 

Gradual

I will bless the Lord at all times; his praise shall continually be in my mouth. My soul makes its boast in the Lord; let the humble hear and be glad.

Psalm 34,1-2

Epistle (Sermon by Dr. Robert Kolb)

Meanwhile Saul, still breathing out threats to murder the Lord’s disciples, went to the high priestand requested letters from him to the synagogues in Damascus, so that if he found any who belonged to the Way, either men or women, he could bring them as prisoners to Jerusalem. As he was going along, approaching Damascus, suddenly a light from heaven flashed around him. He fell to the ground and heard a voice saying to him, “Saul, Saul, why are you persecuting me?” So he said, “Who are you, Lord?” He replied, “I am Jesus whom you are persecuting! But stand up and enter the city and you will be told what you must do.”(Now the men who were traveling with him stood there speechless, because they heard the voice but saw no one.) So Saul got up from the ground, but although his eyes were open, he could see nothing. Leading him by the hand, his companions brought him into Damascus. Forthree days he could not see, and he neither ate nor drank anything. Now there was a disciple in Damascus named Ananias. TheLord said to him in a vision, “Ananias,” and he replied, “Here I am, Lord.” Then the Lord told him, “Get up and go to the street called ‘Straight,’ and at Judas’ house look for a man from Tarsus named Saul. For he is praying, and he has seen in a vision a man named Ananias come in and place his hands on him so that he may see again.” But Ananias replied, “Lord, I have heard from many peopleabout this man, how much harm he has done to your saints in Jerusalem, and here he has authority from the chief priests to imprison all who call on your name!” But the Lord said to him, “Go, because this man is my chosen instrument to carry my name before Gentiles and kings and the people of Israel. For I will show him how much he must suffer for the sake of my name.” So Ananias departed and entered the house, placed his hands on Saul and said, “Brother Saul, the Lord Jesus, who appeared to you on the road as you came here, has sent me so that you may see again and be filled with the Holy Spirit.”Immediately something like scales fell from his eyes, and he could see again. Hegot up and was baptized,and after taking some food, his strength returned. For several days he was with the disciples in Damascus,and immediately he began to proclaim Jesus in the synagogues, saying, “This man is the Son of God.” 

Acts 9,1-20

Halleluja Verse

Alleluia. Sing aloud to God our strength; shout for joy to the God of Jacob. Alleluia.

Psalm 81,1

Gospel

Jesus went out again from the region of Tyre and came through Sidon to the Sea of Galilee in the region of the Decapolis. They brought to him a deaf man who had difficulty speaking, and they asked him to place his hands on him. After Jesus took him aside privately, away from the crowd, he put his fingers in the man’s ears, and after spitting, he touched his tongue. Then he looked up to heaven and said with a sigh, “Ephphatha”. And immediately the man’s ears were opened, his tongue loosened, and he spoke plainly.Jesus ordered them not to tell anyone. But as much as he ordered them not to do this, they proclaimed it all the more.People were completely astounded and said, “He has done everything well. He even makes the deaf hear and the mute speak.”

Mark 7,31-37

Luther´s Sermon

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

My soul, now praise your Maker! Let all within me bless His name Who makes you full partaker Of mercies more than you dare claim. Forget Him not whose meekness Still bears with all your sin, Who heals your ev’ry weakness, Renews your life within; Whose grace and care are endless And saved you through the past; Who leaves no suff’rer friendless But rights the wronged at last.

He offers all His treasure Of justice, truth, and righteousness, His love beyond all measure, His yearning pity o’er distress, Nor treats us as we merit But sets His anger by. The poor and contrite spirit Finds His compassion nigh; And high as heav’n above us, As dawn from close of day, So far, since He has loved us, He puts our sins away.

For as a tender father Has pity on His children here, God in His arms will gather All who are His in childlike fear. He knows how frail our powers, Who but from dust are made. We flourish like the flowers, And even so we fade; The wind but through them passes, And all their bloom is o’er. We wither like the grasses; Our place knows us no more.

His grace remains forever, And children’s children yet shall prove That God forsakes them never Who in true fear shall seek His love. In heav’n is fixed His dwelling, His rule is over all; O hosts with might excelling, With praise before Him fall. Praise Him forever reigning, All you who hear His Word– Our life and all sustaining. My soul, O praise the Lord!

Johann Gramann (1487-1541) tr. Catharine Winkworth 1827-1878.

Sermon text for this week

On a Sabbath Jesus was teaching in one of the synagogues, 11 and a woman was there who had been crippled by a spirit for eighteen years. She was bent over and could not straighten up at all. 12 When Jesus saw her, he called her forward and said to her, “Woman, you are set free from your infirmity.” 13 Then he put his hands on her, and immediately she straightened up and praised God.

14 Indignant because Jesus had healed on the Sabbath, the synagogue leader said to the people, “There are six days for work. So come and be healed on those days, not on the Sabbath.”

15 The Lord answered him, “You hypocrites! Doesn’t each of you on the Sabbath untie your ox or donkey from the stall and lead it out to give it water? 16 Then should not this woman, a daughter of Abraham, whom Satan has kept bound for eighteen long years, be set free on the Sabbath day from what bound her?”

17 When he said this, all his opponents were humiliated, but the people were delighted with all the wonderful things he was doing.

Luke 13,10-17

Prayer of the church

Lord, You are our help and deliverer. We bring to You the prayers and petitions of Your people, that You may grant us all things needful and guard us against all things harmful. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O God, open the ears of unbelievers to the word of Your salvation. Loose their lips to praise You aright and their mouths to confess that Jesus is Lord. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Bless all pastors and give them boldness to speak the truth in love and compassion, that they would not break the bruised reed, but lovingly care for all sinners in need of God’s mercy. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, grant Your blessing to all who are imprisoned, and send to them visitors bringing Your Gospel of peace. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Bless all in authority by whose service You provide the gift of order, including parents and family, our government, our police and firemen, our military and our schools. Give them strength and endurance to carry out their duties for the good of those entrusted to their care. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, You sent Your Son, Jesus, as the Great Physician of body and soul. By His touch, He banished the fear of His disciples. Comfort those in need Christoph, Anette, Paulina with peace in the midst of fear and wholeness of body and soul. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Bless all who will partake this day of Christ’s most precious body and blood in the Sacrament of the Altar. Give them discernment of His body, that they would come to His table in humility and faith to receive the forgiveness of sins and salvation. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, heavenly Father, we gratefully remember the sufferings and death of Your dear Son, Jesus Christ, for our salvation. Rejoicing in His victorious resurrection from the dead, we draw strength from His ascension before You, where He ever stands for us as our own High Priest. Gather us together from the ends of the earth to celebrate with all the faithful the marriage feast of the Lamb in His kingdom, which has no end. Graciously receive our prayers, deliver and preserve us, for to You alone we give all glory, honor and worship, Father, Son and Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever just as His, holy Christian Church. Hallelujah + Amen. Amen. 

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Wach auf, meins Herzens Schöne, Du christenliche Schar

Wach auf, meins Herzens Schöne, o Du christenliche Schar, und hör das süß Getöne, das rein Wort Gottes klar, das jetzt so lieblich klinget: Es leucht recht, als der helle Tag durch Gottes Güt herdringet.

Nicht Heuchlern sollst Du trauen, wieviel ihr immer seind, vor Menschenlehr hab Grauen, wie gut sie immer scheint; glaub dem Wort Gottes alleine, darin uns Gott verkündet hat den guten Willen seine.

Dem Wort gib Dich gefangen. Was es verbieten tut, nach dem hab kein Verlangen; was es Dich heißt, ist gut. Wer darin tut abscheiden, der lebet darin ewiglich bei Christo in den Freuden.

Selig sei Tag und Stunde, darin das göttlich Wort Dir wieder ward zur Kunde, der Seelen höchster Hort. Nichts Liebers soll Dir werden, kein Engel noch kein Kreatur im Himmel noch auf Erden.

Hans Sachs 1524/1525 (LKG 48) 

Sonnabend nach dem 11. Sonntag nach Trinitatis (Pharisäer und Zöllner) 

Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 

1. Petrus 5,5 

Kollekte  

Barmherziger Gott und Vater, Du widerstehst den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibst Du Gnade. Hilf uns, daß wir Dir ganz und gar vertrauen, uns Deiner Gnade getrösten und Dir mit lauterem Herzen dienen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.147 

Fortlaufende Lese

Und sie hatten vergessen, Brot mitzunehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Boot als ein Brot.  15 Und er gebot ihnen und sprach: Merkt auf, seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes.  16 Und sie überlegten hin und her, weil sie kein Brot hatten.  17 Und er merkte das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht, und begreift ihr noch nicht? Habt ihr ein erstarrtes Herz in euch?  18 Habt ihr Augen und seht nicht und habt Ohren und hört nicht? Und denkt ihr nicht daran:  19 Als ich die fünf Brote brach für die fünftausend, wie viele Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Sie sagten: Zwölf.  20 Und als ich die sieben brach für die viertausend, wie viele Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Und sie sagten: Sieben.  21 Und er sprach zu ihnen: Begreift ihr denn noch nicht? 

Markus 8,14-21

Tageslese

Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. 3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern. 4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –; 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, 7 damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus.

Epheser 2,1-7

Morgengebet am Samstag

Gott im Himmel, ewig, gnädig und gütig. Du bleibst, wie Du bist, und Deine Jahre nehmen kein Ende. Unsere Zeit aber fliehet dahin wie ein Schatten, und wir vergehen. Dir vertrauen wir und rufen: Herr, erbarme Dich +

Wir bitten Dich: Behüte uns vor einem angstvollen Tod und beschere uns, wenn unsere letzte Stunde kommt, ein sanftes, seliges Ende. Und wenn Dein Sohn erscheint zum Jüngsten Gericht, so laß uns in den Schrecken der Tage nicht vergehen, sondern hilf, daß wir beharren bis ans Ende und eingehen zu Deinem Frieden. Dir vertrauen wir und rufen: Herr, erbarme Dich +

Wir bitten Dich für alle, die in Christus entschlafen sind. Vollende Dein Werk an ihnen in Ewigkeit. Wir bitten Dich für alle Sterbenden. Laß sie Deine Gnade finden. Schütze sie gegen alle List des Feindes und stärke sie in der Kraft der Auferstehung Christi. Wir bitten Dich auch für die, die erst in der letzten Stunde zu Dir gerufen haben um Hilfe wie der Schächer am Kreuz. Dir vertrauen wir und rufen: Herr, erbarme Dich +

Wir bitten Dich für alle Einsamen und Verlassenen, für alle Mühseligen und Beladenen, für alle Verbitterten und Verzagten. Erfülle sie mit e

wiger Hoffnung und hilf ihnen, getrost zu warten auf Deinen Tag, der ohne Ende ist. Dir vertrauen wir und rufen: Herr, erbarme Dich +

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.190

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dr. Martin Luther predigt am 12.Sonntag nach Trinitatis

Dr. Martin Luther 1525 (Lucas Cranach d.Ä)

Dr. Martin Luther predigt am zwölften Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit “dies schlichte und leichte Evangelium… welches sagt vom Wunderwerk, Welches der Herr hie an eim stummen und tauben menschen thun hat… Denn von disem und andern der gleichen wunderzeychen höret ewer liebe im Jar offt, das sich Christus damit erzeyget unnd sehen hab lassen, das er der Heyland sey, der uns wider des Teuffels zorn helffen und beystehen wolle” wie berichtet vom heiligen Evangelisten St. Markus im 7. Kapitel, Verse 31-37 (WA 52 S.450-455): 

Vorgelesen zum Mithören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 12th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St. Mark 7,31-37 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.886-893:

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Two kingdoms cooperate to build this Lutheran school

Be wise, my son, and make my heart glad, that I may answer him who reproaches me.

Proverbs 27,11

In Christ are hidden all the treasures of wisdom and knowledge.

Colossians 2,3

In the year of the Lord 1564 in the month of July, the construction of this school was begun, during the time of the most illustrious Prince of Saxony, August, Elector of the Holy Roman Empire, who governed this land and gave his support to this building when Dr. Paul Eber of Kitzingen was pastor of this church and Thomas Heiliger was mayor of this town.

“These two bible verses are a summary of the core message of biblical quotations painted on the building facade in black letters in 1565 by Anthonius Lange. In 1702 new plaster was applied and covered this writing. It is still unclear who selected the texts, which describe Christ as the source of wisdom and point to the responsibility of education that be deduced from Scriptures: Elector August, Heilinger, Cranach, Eber or his colleagues at the Leucorea or other intellectuals from the Wittenberg book trade. Thankfully, the inscriptions, lost in 1702, were preserved by Balthasar Menz and Gottfried Suevus and can partly be found in the commemorate publication of 1888, printed on the occasion of the new Melanchthon-Gymnasium´s inauguration.” (Dr. Insa Christiane Hennen: “The School Building in Wittenberg in the years 1564 to 1567” translated by Vivian Kleeblatt, 2021. Pg.32f.) To date I have not found a picture of that mayor Thomas Heiliger.

God´s Word painted on the Wittenberg Boy´s school:

Deal with Your servant according to your steadfast love, and teach me your statutes. I am your servant; give me understanding, that I may know your testimonies!

Psalm 119,124-125

Let the word of Christ dwell in you richly, in all wisdom.

Colossians 3,16

Devote yourself to the public reading of Scripture, to exhortation, to teaching.

1. Timothy 4,13

Practice these things, immerse yourself in them, so that all may see your progress. Keep a close watch on yourself and on the teaching. Persist in this.

1. Timothy 4,15-16

Let the little children come to me and do not hinder them, for to such belongs the kingdom of heaven.

Matthew 19,14

See that you do not despise one of these little ones.

Matthew 18,10

Lord, to whom shall we go? You have the words of eternal life.

John 6,68

My sheep hear my voice, and I know them, and they follow me. I give them eternal life, and they will never perish, and no one will snatch them out of my hand.

John 10,27-28

The fear of the Lord is the beginning of wisdom.

Psalm 111,10

Your word is a lamp to my feet and a light to my path.

Psalm 119,105

For I am not ashamed of the gospel, for it is a power of God for salvation to everyone who believes.

Romans 1,16

So it is not the will of my Father, who is in heaven that one of these little ones should perish.

Matthew 18,14

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    Ach Herr Gott, wie reich tröstest Du, die gänzlich sind verlassen. (LKG 47,6ff)

    Ernst Ferdinand Oehme: “Kapelle im Schnee”

    Ach Herr Gott, wie reich tröstest Du, die gänzlich sind verlassen. Der Gnaden Tür steht nimmer zu. Vernunft kann das nicht fassen, sie spricht: »Es ist nun alls verlorn«, da doch das Kreuz hat neu geborn, die Deiner Hilfe warten.

    Die Feind sind all in Deiner Hand, dazu all ihr Gedanken; ihr Anschlag ist Dir wohl bekannt; hilf nur, daß wir nicht wanken. Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftig will sie trauen nicht, da Du wirst selber trösten.

    Den Himmel hast Du und die Erd, Herr, unser Gott, gegründet; gib, daß Dein Licht uns helle werd, lass unser Herz entzündet in rechter Lieb des Glaubens Dein bis an das End beständig sein. Die Welt lass immer murren.

    Justus Jonas 1524 (LKG 47,6-8)

    Freitag nach dem 11. Sonntag nach Trinitatis (Pharisäer und Zöllner) 

    Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 

    1. Petrus 5,5 

    Kollekte  

    Barmherziger Gott und Vater, Du widerstehst den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibst Du Gnade. Hilf uns, daß wir Dir ganz und gar vertrauen, uns Deiner Gnade getrösten und Dir mit lauterem Herzen dienen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.147 

    Fortlaufende Lese

    Und alsbald stieg er in das Boot mit seinen Jüngern und kam in die Gegend von Dalmanuta.  11 Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.  12 Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was fordert doch dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden!  13 Und er verließ sie und stieg wieder in das Boot und fuhr ans andere Ufer. 

    Markus 8,10-13

    Tageslese

     Denn ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. 12 Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi. 13 Denn ihr habt ja gehört von meinem Leben früher im Judentum: wie ich über die Maßen die Gemeinde Gottes verfolgte und sie zu zerstören suchte 14 und übertraf im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk weit und eiferte über die Maßen für die Überlieferungen meiner Väter. 15 Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, 16 dass er seinen Sohn offenbarte in mir, damit ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden, da besprach ich mich nicht erst mit Fleisch und Blut, 17 ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte wieder zurück nach Damaskus. 18 Danach, drei Jahre später, kam ich hinauf nach Jerusalem, um Kephas kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. 19 Von den andern Aposteln aber sah ich keinen außer Jakobus, des Herrn Bruder. 20 Was ich euch aber schreibe – siehe, Gott weiß, ich lüge nicht! 21 Danach kam ich in die Länder Syrien und Kilikien. 22 Ich war aber unbekannt von Angesicht den Gemeinden Christi in Judäa. 23 Sie hatten nur gehört: Der uns einst verfolgte, der predigt jetzt den Glauben, den er einst zu zerstören suchte. 24 Und sie priesen Gott um meinetwillen. 

    Galater 1,11-24

    Morgengebet am Freitag

    Herr Jesus Christus, Du hast gelitten für uns und uns ein Vorbild gelassen, daß wir Deinen Fußstapfen nachfolgen sollen. Du segnest, die mit Dir leiden. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich +

    Wir bitten Dich: Stärke uns den Gehorsam. Mehre in uns die Kraft der Liebe. Heilige unsere Hoffnung. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich +

    Laß uns in der Nachfolge Deiner Leiden Geduld lernen und die Weisheit der Heiligen erfahren. Hilf, daß wir Verfolgung und Widerstand nicht scheuen. Laß uns alles zum Besten dienen und hilf uns, die Krone des Lebens erlangen. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich +

    Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.186

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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