Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist! (Psalm 144)

Der Strom des Lebens (Offb.22,1-.5) Folio 57r der Bamberger Apokalypse.

Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen, meine Hilfe und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwingt. 

HERR, was ist der Mensch, daß Du Dich seiner annimmst, und des Menschen Kind, daß Du ihn so beachtest? Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten. 

HERR, neige Deinen Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, daß sie rauchen. Sende Blitze und zerstreue Deine Feinde, schick Deine Pfeile und erschrecke sie, streck aus Deine Hand von der Höhe.

Erlöse mich und errette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Fremden, deren Mund Falsches redet und deren rechte Hand trügt. Gott, ich will Dir ein neues Lied singen, ich will Dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten, der Du den Königen Sieg gibst und erlösest Deinen Knecht David vom mörderischen Schwert. 

Erlöse mich und errette mich aus der Hand der Fremden, deren Mund Falsches redet und deren rechte Hand trügt. 

Unsere Söhne seien wie Pflanzen, hochgewachsen in ihrer Jugend – unsere Töchter wie Säulen, geschnitzt für Paläste – unsere Kammern gefüllt, daß sie Vorrat geben, einen nach dem andern – unsere Schafe, daß sie Tausende werfen und Zehntausende auf unsern Triften – unsere Rinder, daß sie tragen ohne Schaden und Verlust – und kein Klagegeschrei sei auf unsern Gassen. 

Wohl dem Volk, dem es so ergeht! Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist!

Psalm 144. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Alle Eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für Euch.

1. Petrus 5,7

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Satan, laß Dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ und damit kann ich Dich schlagen, ob Du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, ist Dir alle Macht genommen, und von Deiner Tyrannei machte Gottes Bund mich frei.

Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin eingetaufter Christ, denn das bringet mich zum Erbe, das im Himmel droben ist: lieg ich gleich im Todesstande, so versichert mir der Glaube, daß mir auch der Taufe Kraft, Leib und Leben wieder schafft.

Nun so soll ein solcher Segen mir ein Trost des Lebens sein; muß ich mich zu Grabe leben, schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und Augen brechen, soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist.

Erdmann Neumeister 1718 (LKG 28)

Morgenlese

Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes, mitten auf ihrer Straße und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. 

Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein.

Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein.

Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichts einer Lampe und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird über ihnen leuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Offenbarung des Johannes 22,1-5

Abendlese

Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere.

Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen um sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird: Ware aus Gold und Silber und Edelsteinen und Perlen und feinem Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechendem Holz und allerlei Gerät aus Elfenbein und allerlei Gerät aus kostbarstem Holz und Erz und Eisen und Marmor und Zimt und Balsam und Räucherwerk und Myrrhe und Weihrauch und Wein und Öl und feines Mehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen von Menschen. Und das Obst, an dem Deine Seele Lust hatte, ist dahin; und alles, was glänzend und herrlich war, ist für Dich verloren, und man wird es nicht mehr finden. 

Die Kaufleute, die durch diesen Handel mit ihr reich geworden sind, werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual, weinen und klagen: Weh, weh, Du große Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmückt war mit Gold und Edelstein und Perlen, denn in einer Stunde ist verwüstet solcher Reichtum!

Und jeder Steuermann und jeder, der mitreiste, und die Seeleute und alle, die auf dem Meer arbeiten, standen fernab und schrien, als sie den Rauch von ihrem Brand sahen: Wer ist der großen Stadt gleich? Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und schrien, weinten und klagten: Weh, weh, Du große Stadt, von deren Überfluss reich geworden sind alle, die Schiffe auf dem Meer hatten; denn in einer Stunde ist sie verwüstet! 

Freue Dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um Euretwillen. 

Offenbarung 18,1-2.11-20.

Augsburger Bekenntnis: Von der bischöflichen Gewalt (XXVIII,39-60)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen.

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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