
HERR, ich rufe zu Dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich Dich anrufe. Mein Gebet möge vor Dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer.
HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen! Neige mein Herz nicht zum Bösen, daß ich nicht in Frevel lebe gemeinsam mit Übeltätern; daß ich nicht esse von ihren leckeren Speisen.
Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht; das wird mir wohltun wie Balsam auf dem Haupte. Mein Haupt wird sich dagegen nicht wehren. Doch ich bete stets, daß jene mir nicht Schaden tun.
Ihre Führer sollen hinabgestürzt werden auf einen Felsen; dann wird man meine Worte hören, daß sie lieblich sind. Unsere Gebeine sind zerstreut bis zur Pforte des Todes, wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt.
Ja, auf Dich, HERR, mein Herr, sehen meine Augen; ich traue auf Dich, gib mich nicht in den Tod dahin. Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Übeltäter. Die Frevler sollen miteinander in ihr eigenes Netz fallen; ich aber werde vorübergehen.
Psalm 141. Ein Psalm Davids.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Alle Eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für Euch.
1. Petrus 5,7
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Lasset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der bei menschlichen Gebrechen dennoch ein Kind Gottes ist. Was sind alle Schätze nütze, da ich einen Schatz besitze, der mir alles Heil gebracht und mich ewig selig macht.
Keine Sünde macht mir bange: Ich bin ein getaufter Christ; denn ich weiß gewiß: so lange dieser Trost im Herzen ist, kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch Dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat.
Satan, laß Dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ und damit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, ist dir alle Macht genommen, und von deiner Tyrannei machte Gottes Bund mich frei.
Erdmann Neumeister 1718 (LKG 28)
Morgenlese
Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid Ihr Armen; denn das Reich Gottes ist Euer.
Selig seid Ihr, die Ihr jetzt hungert; denn Ihr sollt satt werden.
Selig seid Ihr, die Ihr jetzt weint; denn Ihr werdet lachen.
Selig seid Ihr, wenn Euch die Menschen haßen und Euch ausstoßen und schmähen und verwerfen Euren Namen als böse um des Menschensohnes willen.
Freut Euch an jenem Tage und tanzt; denn siehe, Euer Lohn ist groß im Himmel. Denn das Gleiche haben ihre Väter den Propheten getan.
Aber dagegen: Weh Euch Reichen; denn Ihr habt Euren Trost schon gehabt. Weh Euch, die Ihr jetzt satt seid; denn Ihr werdet hungern. Weh Euch, die Ihr jetzt lacht; denn Ihr werdet weinen und klagen. Wehe, wenn jedermann gut über Euch redet; denn das Gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan.
Lukas 6,20-26
Abendlese
Unterdessen mahnten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi, iß! Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, von der Ihr nicht wisst.
Da sprachen die Jünger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht? Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, daß ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.
Sagt Ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage Euch: Hebt Eure Augen auf und seht auf die Felder: sie sind schon reif zur Ernte. Wer erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet.
Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. Ich habe Euch gesandt zu ernten, wo Ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und Ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.
Johannes 4,31-38