Ich rufe zu dem HERRN in meiner Not und er erhört mich. HERR, errette mich von den Lügenmäulern, von den falschen Zungen. Was soll er Dir antun, Du falsche Zunge, und was Dir noch geben? Scharfe Pfeile eines Starken und feurige Kohlen! Weh mir, daß ich ein Fremdling bin unter Meschech; ich muß wohnen bei den Zelten Kedars! Es wird meiner Seele lang, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen. Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fangen sie Krieg an.
Psalm 120. Ein Wallfahrtslied.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.
Psalm 33,12
Lied des Tages
Wach auf, wach auf, Du deutsches Land! Du hast genug geschlafen. Bedenk, was Gott an Dich gewandt, wozu er Dich erschaffen. Bedenk, was Gott Dir hat gesandt und Dir vertraut sein höchstes Pfand, drum magst Du wohl aufwachen.
Gott hat Dir Christus, seinen Sohn, die Wahrheit und das Leben, sein liebes Evangelium aus lauter Gnad gegeben; denn Christus ist allein der Mann, der für der Welt Sünd g’nug getan, kein Werk hilft sonst daneben.
Für solche Gnad und Güte groß sollst Du dem Herren danken, nicht laufen aus seim Gnadenschoß, von seinem Wort nicht wanken, dich halten, wie sein Wort Dich lehrt, dadurch wird Gottes Reich gemehrt, geholfen auch den Kranken.
Johann Walter 1561 (EG 145,1-3)
Morgenlese
Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Refidim. Da sprach Mose zu Josua: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich oben auf dem Hügel stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand.
Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, und kämpfte gegen Amalek. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Höhe des Hügels. Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek.
Aber Mose wurden die Hände schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn hin, daß er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging.
Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schärfe. Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Josua ein; denn ich will die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel austilgen.
Und Mose baute einen Altar und nannte ihn: Der HERR mein Feldzeichen. Und er sprach: Die Hand an den Thron des HERRN! Der HERR führt Krieg gegen Amalek von Kind zu Kindeskind.
2. Mose 17,8-15
Abendlese
Da gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, daß sie ihn fingen in seinen Worten, und sandten zu ihm ihre Jünger samt den Anhängern des Herodes.
Die sprachen: Meister, wir wissen, daß Du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach niemand; denn Du achtest nicht das Ansehen der Menschen.
Darum sage uns, was meinst Du: Ist’s recht, daß man dem Kaiser Steuern zahlt, oder nicht?
Da nun Jesus ihre Bosheit merkte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht Ihr mich? Zeigt mir die Steuermünze! Und sie reichten ihm einen Silbergroschen.
Und er sprach zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
Als sie das hörten, wunderten sie sich, ließen von ihm ab und gingen davon.
Matthäus 22,15-22
