Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! (Psalm 128)

Älteste erhaltene kartografische Darstellung Jerusalems auf der Mosaikkarte von Madaba, 6. Jh.

Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! Du wirst Dich nähren von Deiner Hände Arbeit; wohl Dir, Du hast’s gut. Deine Frau wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in Deinem Hause, Deine Kinder wie junge Ölbäume um Deinen Tisch her. Siehe, so wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet. Der HERR wird Dich segnen aus Zion, daß du siehst das Glück Jerusalems Dein Leben lang und siehst Kinder Deiner Kinder. Friede über Israel! 

Psalm 128. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lk.12,48b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch (Regenlied)

Herr Gott, Du Herrscher aller Welt, gut Wetter Du bescherest, Du machst mit Früchten reich das Feld, dadurch Du uns ernährest; Du gibst uns Obst, Getreid und Wein, dazu Tier, Fisch und Vögelein, erhältst uns Leib und Leben.

Schau, wie jetzt bei der dürren Zeit die Frücht im Feld vergehen, all Kreatur um Regen schreit, die Menschen jammernd stehen. Es lechzt das Vieh, dürr ist das Land. Drum tu auf Deine Gnadenhand; gib Guts, wend allen Schaden.

Send uns herab von’s Himmels Saal ein’ warmen, fruchtbarn Regen, behüt vor Schloß’ und Wetterstrahl, gib zum Gewächs Dein’ Segen, bescher uns unser täglich Brot, gib, was für Leib und Seel ist not, hilf, daß wir selig werden

Martin Behm 1608 (LKG 312)

Morgenlese

Niemand verachte Dich wegen Deiner Jugend; Du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit. 

Fahre fort mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme. 

Laß nicht außer Acht die Gabe in Dir, die Dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung des Rates der Ältesten. Dies laß Deine Sorge sein, damit gehe um, auf daß Dein Fortschreiten allen offenbar sei. 

Hab acht auf Dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn Du das tust, wirst Du Dich selbst retten und die, die Dich hören. 

1.Timotheus 4,12-16

Abendlese

König Belsazar machte ein herrliches Mahl für seine tausend Mächtigen und soff sich voll mit ihnen. Und als er betrunken war, ließ er die goldenen und silbernen Gefäße herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, damit der König mit seinen Mächtigen, mit seinen Frauen und mit seinen Nebenfrauen daraus tränke. 

Da wurden die goldenen und silbernen Gefäße herbeigebracht, die aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, weggenommen worden waren; und der König, seine Mächtigen, seine Frauen und Nebenfrauen tranken daraus. 

Und als sie so tranken, lobten sie die goldenen, silbernen, bronzenen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter. Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand im Königspalast. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb. Da entfärbte sich der König, und seine Gedanken erschreckten ihn, sodaß seine Glieder schwach wurden und ihm die Knie schlotterten.

Und der König rief laut, dass man die Zauberer, Wahrsager und Sternkundigen herbeiholen sollte. Und er ließ den Weisen von Babel sagen: Welcher Mensch diese Schrift lesen kann und mir sagt, was sie bedeutet, der soll mit Purpur gekleidet werden und eine goldene Kette um den Hals tragen und als der Dritte in meinem Königreich herrschen. 

Da wurden alle Weisen des Königs hereingeführt, aber sie konnten weder die Schrift lesen noch die Deutung dem König kundtun. Darüber erschrak der König Belsazar noch mehr und verlor seine Farbe ganz, und seinen Mächtigen wurde angst und bange. Auf die Worte des Königs und seiner Mächtigen hin kam die Königinmutter in den Saal und sprach: Der König lebe ewig! Laß Dich von Deinen Gedanken nicht so erschrecken und entfärbe Dich nicht! 

Daniel 5,1-10

Konkordienformel (Solida Declaratio): Vom Abendmahl Christi (VII:92-105)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

Unknown's avatar

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
This entry was posted in Trinitatis and tagged , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.