Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen Deinen Namen ewiglich. (Psalm 44:9ff)

Ordination in Salem (Mpumalanga, 1941)

Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen Deinen Namen ewiglich. Sela. Doch nun verstößt Du uns und läßt uns zuschanden werden und ziehst nicht aus mit unserm Heer. Du läßt uns fliehen vor unserm Feind, daß uns berauben, die uns haßen. Du gibst uns dahin wie Schlachtschafe und zerstreust uns unter die Heiden. Du verkaufst Dein Volk um ein Nichts und hast keinen Gewinn davon. Du machst uns zur Schmach bei unsern Nachbarn, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind. Du machst uns zum Sprichwort unter den Völkern, lässt die Nationen das Haupt über uns schütteln. 

Täglich ist meine Schmach mir vor Augen, und mein Antlitz ist voller Scham, weil ich sie höhnen und lästern höre und die Feinde und Rachgierigen sehen muß. Dies alles ist über uns gekommen; und wir haben doch Dich nicht vergessen noch an Deinem Bund untreu gehandelt. Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Schritt gewichen von Deinem Weg, daß Du uns so zerschlägst am Ort der Schakale und bedeckst uns mit Finsternis. 

Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott: würde das Gott nicht erforschen? Er kennt ja unsres Herzens Grund. Um Deinetwillen werden wir täglich getötet und sind geachtet wie Schlachtschafe. Wach auf, Herr! Warum schläfst Du? Werde wach und verstoß uns nicht für immer! Warum verbirgst Du Dein Antlitz, vergissest unser Elend und unsre Drangsal? Denn unsre Seele ist gebeugt zum Staube, unser Leib klebt am Boden. Mache Dich auf, hilf uns und erlöse uns um Deiner Güte willen! 

Psalm 44,9-27

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So seid Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich rief zum Herrn in meiner Not: »Ach Gott, vernimm mein Schreien!« Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich Dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre!

Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zu-versicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre!

Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Über-fluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre!

Ich will Dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren, man soll, Gott, Deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue Dich! Gebt unserm Gott die Ehre!

Johann Jakob Schüz 1675 (LKG 322,4-7)

Morgenlese

So laßt Euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; der Leib aber ist Christus eigen. 

Laßt Euch den Siegespreis von niemandem nehmen, der sich gefällt in Demut und Verehrung der Engel und sich dessen rühmt, was er geschaut hat, und ist ohne Grund aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken. 

Wenn Ihr nun mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was laßt Ihr Euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet Ihr noch in der Welt: »Du sollst das nicht anfassen, Du sollst das nicht kosten, Du sollst das nicht anrühren« – was doch alles verbraucht und vernichtet werden soll.

Es sind menschliche Gebote und Lehren. Diese haben zwar einen Schein von Weisheit durch selbst erwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, daß sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch. 

Kolosser 2,16-23

Abendlese

Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, daß sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkannt haben. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

Wenn Du die Brüder und Schwestern dies lehrst, so wirst Du ein guter Diener Christi Jesu sein, genährt durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, der Du gefolgt bist. Die ungeistlichen Altweiberfabeln aber weise zurück; übe Dich selbst aber in der Frömmigkeit! Denn die leibliche Übung ist wenig nütze; aber die Frömmigkeit ist zu allen Dingen nütze und hat die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens. Das ist gewisslich wahr und wert, daß man es beherzigt. Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. Dies gebiete und lehre. 

1.Timotheus 4,1-11

Konkordienformel (Solida Declaratio) Von guten Werken verf. (IV:29-40)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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