Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! (Psalm 133)

Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! 

Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions!

Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit. 

Psalm 133. Von David, ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Mt.25,40b

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

O Gott Vater in Ewigkeit, voll Gnade und Barmherzigkeit:  Sei mir gnädig durch Deinen Sohn, den Du für mich hast sterben lan.

Sieh an sein Leid und Marter groß, mach mich dadurch von Sünden los; sein Wunden, Schmerzen, Angst und Pein lass Dir meine Versöhnung sein.

Ach, Herr, mein Sünd vergib aus Gnad, daß mir dieselb zum Tod nicht schad; erzeig mir Dein Barmherzigkeit, leg allen Zorn und Straf beiseit.

Sieh an die Wunden Deines Sohns und mach mich würdig seines Lohns. Sieh nicht an die Sünde mein, vielmehr die Meng der Wunden sein.

Melchior Eccard 1599 (LKG 218,1-3)

Morgenlese

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich Deiner gedenke in meinen Gebeten – denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die Du hast an den Herrn Jesus und zu allen Heiligen –, daß Dein Glaube, den wir miteinander haben, kräftig werde in Erkenntnis all des Guten bei uns, auf Christus hin. Denn ich hatte große Freude und Trost durch Deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch Dich, lieber Bruder.

Darum, obwohl ich in Christus alle Freiheit habe, Dir zu gebieten, was zu tun ist, will ich um der Liebe willen eher bitten, so wie ich bin: Paulus, ein alter Mann, nun aber auch ein Gefangener Christi Jesu. 

So bitte ich Dich wegen meines Kindes Onesimus, den ich gezeugt habe in der Gefangenschaft, der Dir früher unnütz war, jetzt aber Dir und mir sehr nützlich ist. Den sende ich Dir wieder zurück und damit mein eigenes Herz. Ich wollte ihn gern bei mir behalten, damit er mir an Deiner statt diene in der Gefangenschaft um des Evangeliums willen. 

Aber ohne Deinen Willen wollte ich nichts tun, damit das Gute Dir nicht abgenötigt wäre, sondern freiwillig geschehe. Denn vielleicht war er darum eine Zeit lang von Dir getrennt, damit Du ihn auf ewig wiederhast, nicht mehr als einen Sklaven, sondern als einen, der mehr ist als ein Sklave: ein lieber Bruder, besonders für mich, wie viel mehr aber für Dich, sowohl im leiblichen Leben wie auch im Herrn. 

Wenn Du mich nun für Deinen Freund hältst, so nimm ihn auf wie mich selbst. Wenn er aber Dir geschadet hat oder etwas schuldig ist, das rechne mir an.  Ich, Paulus, schreibe es mit eigener Hand: Ich will’s bezahlen; ich schweige davon, daß Du Dich selbst mir schuldest. 

Ja, mein Bruder, gönne mir, daß ich mich an Dir erfreue in dem Herrn; erquicke mein Herz in Christus. Im Vertrauen auf Deinen Gehorsam schreibe ich Dir; denn ich weiß, Du wirst mehr tun, als ich sage. Zugleich bereite mir eine Herberge; denn ich hoffe, daß ich durch Eure Gebete Euch geschenkt werde.

Philemon

Abendlese

Und David sprach: Ist noch jemand übrig geblieben von dem Hause Sauls, daß ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonatans willen?Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hieß Ziba; den riefen sie zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist Du Ziba? Er sprach: Ja, Dein Knecht. Der König sprach: Ist da noch jemand vom Hause Sauls, daß ich Gottes Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach zum König: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, lahm an den Füßen. Der König sprach zu ihm: Wo ist er?

Ziba sprach zum König: Siehe, er ist in Lo-Dabar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls. Da sandte der König David hin und ließ ihn holen von Lo-Dabar aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls. Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und huldigte ihm. David aber sprach: Mefi-Boschet! Er sprach: Hier bin ich, Dein Knecht. 

David sprach zu ihm: Fürchte Dich nicht, denn ich will Barmherzigkeit an Dir tun um Deines Vaters Jonatan willen und will Dir das ganze Ackerland Deines Vaters Saul zurückgeben; Du aber sollst täglich an meinem Tisch essen. Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, Dein Knecht, daß Du Dich wendest zu einem toten Hund, wie ich es bin? 

Da rief der König den Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul gehört hat und seinem ganzen Hause, hab ich dem Sohn Deines Herrn gegeben. So bearbeite ihm nun seinen Acker, Du und Deine Söhne und Deine Knechte, und bring die Ernte ein, damit es das Brot sei des Sohnes Deines Herrn und er sich davon nähre; aber Mefi-Boschet, der Sohn Deines Herrn, soll täglich an meinem Tisch essen.

Ziba aber hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte. Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem Knechte gebietet, wird Dein Knecht tun. Und Mefi-Boschet, sprach David, esse an meinem Tisch wie einer der Königssöhne. Und Mefi-Boschet hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Und alle, die im Hause Zibas wohnten, dienten Mefi-Boschet. Mefi-Boschet aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich an des Königs Tisch. Und er war lahm an seinen beiden Füßen. 

2.Samuel 9, 1-13

Augsburgisches Bekenntnis: I,1-IV,3

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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