
HERR, auf Dich traue ich, laß mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch Deine Gerechtigkeit! Neige Deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß Du mir helfest!
Denn Du bist mein Fels und meine Burg, und um Deines Namens willen wollest Du mich leiten und führen. Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir heimlich stellten; denn Du bist meine Stärke. In deine Hände befehle ich meinen Geist; Du hast mich erlöst, HERR, Du treuer Gott.
Ich hasse, die sich halten an nichtige Götzen; ich aber vertraue auf den HERRN. Ich freue mich und bin fröhlich über Deine Güte, daß Du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; Du stellst meine Füße auf weiten Raum.
Psalm 31,1-9. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Aus Gnaden seid Ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus Euch: Gottes Gabe ist es.
Epheser 2,8
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut.
Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.
Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.
Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wir’s uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn.
Georg Neumark 1657 (LKG 344,1-4)
Morgenlese
Und des HERRN Wort geschah zu mir: Ich kannte Dich, ehe ich Dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte Dich aus, ehe Du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte Dich zum Propheten für die Völker.
Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern Du sollst gehen, wohin ich Dich sende, und predigen alles, was ich Dir gebiete. Fürchte Dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei Dir und will Dich erretten, spricht der HERR.
Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in Deinen Mund. Siehe, ich setze Dich heute über Völker und Königreiche, daß Du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.
Und es geschah des HERRN Wort zu mir: Jeremia, was siehst Du? Ich sprach: Ich sehe einen erwachenden Zweig. Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen über meinem Wort, daß ich’s tue.+
Jeremia 1,4-12
Abendlese
Johannes sprach zu ihm: Meister, wir sahen einen, der trieb Dämonen in Deinem Namen aus, und wir verboten’s ihm, weil er uns nicht nachfolgt.
Jesus aber sprach: Ihr sollt’s ihm nicht verbieten. Denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden.
Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Denn wer Euch einen Becher Wasser zu trinken gibt deshalb, weil Ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage Euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.
Markus 9,38-41