Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit. Der HERR wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und es ihm lassen wohlgehen auf Erden und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde. Der HERR wird ihn erquicken auf seinem Lager; Du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit.
Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! Heile mich; denn ich habe an Dir gesündigt. Meine Feinde reden Arges wider mich: »Wann wird er sterben und sein Name vergehen?« Kommt einer, nach mir zu sehen, meint er’s doch nicht von Herzen; er sammelt Bosheit, geht hinaus und trägt’s weiter.
Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich und denken sich Böses gegen mich aus: »Unheil ist über ihn ausgegossen; wer so daliegt, steht nicht wieder auf.« Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen. Du aber, HERR, sei mir gnädig und hilf mir auf, so will ich ihnen vergelten.
Daran merke ich, daß Du Gefallen an mir hast, daß mein Feind über mich nicht frohlocken wird. Mich aber hältst Du um meiner Frömmigkeit willen und stellst mich vor Dein Angesicht ewiglich. Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Amen!
Psalm 41. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Galater 6,2
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Christ unser Herr zum Jordan kam nach seines Vater willen, von S. Johans die Tauffe nam, sein werck und ampt zurfüllen. Da wolt er stifften uns ein Bad, zu waschen uns von sünden, erseuffen auch den bittern Tod durch sein selbs Blut und Wunden, es galt ein newes Leben.
So hört und mercket alle wol, was Gott heisst selbs die Tauffe, und was ein Christen gleuben sol zu meyden Ketzer hauffen. Gott spricht und wil, das wasser sey, doch nicht allein schlecht Wasser, sein heiligs Wort ist auch dabey mit reichem Geist on maßen, der ist alhie der Tauffer.
Sölchs hat er uns beweiset klar mit Bilden und mit Worten. Des Vaters stim man offenbar daselbs am Jordan horte. Er sprach, Das ist mein lieber Son, an dem ich hab gefallen, DEN wil ich Euch befohlen han, das jr IHN höret Alle und folget seinem Leren.
Auch Gottes Son hie selber steht in seiner zarten Menschheit. Der heilig Geist ernider fert in Taubenbild verkleidet. Das wir nicht sollen zweiueln dran, wenn wir getauffet werden, all drey Person getauffet han, da mit bey uns auff Erden zu wohnen sich ergeben.
Sein Jünger heißt der Herre Christ, Geht hin all Welt zu leren, das sie verlorn in Sünden ist, sich sol zur Busse keren. Wer gleubet und sich teuffen lesst, sol dadurch selig werden, ein newgeborner Mensch er heißt, der nicht mehr könne sterben. Das Himelreich sol erben.
Wer nicht gleubt dieser großen Gnad der bleibt in seinen Sünden und ist verdampt zum ewigen Tod tieff in der Hellen grunde. Nicht hilfft sein eigen heiligkeit, all sein Thun ist verloren, die Erbsünd machts zur nichtigkeit, darin er ist geboren, vermag jm selbs nichts helffen.
Das Aug allein das Wasser siht, wie Menschen Wasser gießen, der Glaub im Geist die krafft versteht des Blutes Jhesu Christi. Und ist für im ein rote Flut, von Christus Blut geferbet, die allen Schaden heilen thut, von Adam her geerbet, auch von uns selbs begangen
Martin Luther 1541 (LKG 23)
Morgenlese
Ich hatte nun dies bei mir beschloßen, daß ich nicht abermals in Traurigkeit zu Euch käme. Denn wenn ich Euch traurig mache, wer macht mich dann fröhlich? Der, der von mir traurig gemacht wird? Und ebendies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen traurig gemacht werde, über die ich mich freuen sollte.
Habe ich doch zu Euch allen das Vertrauen, daß meine Freude Euer aller Freude ist. Denn ich schrieb Euch aus großer Bedrängnis und Angst des Herzens unter vielen Tränen; nicht damit Ihr betrübt werdet, sondern damit Ihr die Liebe erkennt, die ich habe, besonders zu Euch.
Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – Euch alle. Es ist genug, daß derselbe von den meisten gestraft ist, sodaß Ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf daß er nicht in allzu große Traurigkeit versinke.
Darum ermahne ich Euch, daß Ihr Liebe an ihm beweist. Denn darum habe ich auch geschrieben, damit ich erkenne, ob Ihr rechtschaffen seid, gehorsam in allen Stücken. Wem aber Ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um Euretwillen vor Christi Angesicht, auf daß wir nicht überlistet werden vom Satan; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat.
2. Korinther 2,1-11
Abendlese
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt Euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr Euch vergeben hat, so vergebt auch Ihr!
Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.
Und der Friede Christi, zu dem Ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in Euren Herzen; und seid dankbar.
Kolosser 3,12-15
