Ich harrte des HERRN, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien. Er zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels, dass ich sicher treten kann; er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und auf den HERRN hoffen.
Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und denen, die mit Lügen umgehen.
HERR, mein Gott, groß sind Deine Wunder und Deine Gedanken, die Du an uns beweisest; Dir ist nichts gleich! Ich will sie verkündigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind.
Schlachtopfer und Speisopfer gefallen Dir nicht, aber die Ohren hast Du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer.
Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben: Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und Dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. Ich verkündige Gerechtigkeit in der großen Gemeinde.
Siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen; HERR, das weißt Du. Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von Deiner Wahrheit und von Deinem Heil rede ich. Ich verhehle Deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.
Du aber, HERR, wollest Deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden; laß Deine Güte und Treue allewege mich behüten. Denn es haben mich umgeben Leiden ohne Zahl. Meine Sünden haben mich ereilt; ich kann sie nicht überblicken. Ihrer sind mehr als Haare auf meinem Haupt, und mein Mut hat mich verlassen.
Laß Dir’s gefallen, HERR, mich zu erretten; eile, HERR, mir zu helfen! Schämen sollen sich und allesamt zuschanden werden, die mir nach dem Leben trachten, daß sie mich umbringen. Es sollen zurückweichen und zuschanden werden, die mir mein Unglück gönnen. Sie sollen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: Da, da!
Laß Deiner sich freuen und fröhlich sein alle, die nach Dir fragen; und die Dein Heil lieben, laß allewege sagen: Der HERR sei hochgelobt! Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, säume doch nicht!
Psalm 40. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Lukas 19,10
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet und, was sie soll, auf diesen Tag vollendet; die dunkle Nacht dringt allenthalben zu, bringt Menschen, Vieh und alle Welt zur Ruh.
Ich preise Dich, Du Herr der Nacht und Tage, daß Du mich heut vor aller Not und Plage durch Deine Gnad und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurchgebracht.
Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch Deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei Dir verloschen sein.
Schaff, daß mein Geist Dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht vertraue, und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag.
Vergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der Finsternis bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Welt im Schlafen sicher sei.
Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabes stecken, so blicke mich mit Deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann,
und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, da Du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt.
Berlin 1647. LKG 301.
Morgenlese
Aber die Israeliten taten wiederum, was dem HERRN mißfiel, und dienten den Baalen und den Astarten und den Göttern von Aram und den Göttern von Sidon und den Göttern von Moab und den Göttern der Ammoniter und den Göttern der Philister und verließen den HERRN und dienten ihm nicht.
Da entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er verkaufte sie in die Hand der Philister und Ammoniter. Und sie zertraten und zerschlugen die Israeliten zu jener Zeit achtzehn Jahre lang, nämlich alle Israeliten jenseits des Jordans im Land der Amoriter, das in Gilead liegt. Dazu zogen die Ammoniter über den Jordan und kämpften gegen Juda, Benjamin und das Haus Ephraim, sodaß Israel hart bedrängt wurde.
Da schrien die Israeliten zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an Dir gesündigt, denn wir haben unsern Gott verlassen und den Baalen gedient. Aber der HERR sprach zu den Israeliten: Haben Euch nicht auch unterdrückt die Ägypter, die Amoriter, die Ammoniter, die Philister, die Sidonier, Amalek und Maon?
Und ich half Euch aus ihren Händen, als Ihr zu mir schriet. Dennoch habt Ihr mich verlassen und andern Göttern gedient. Darum will ich Euch nicht mehr erretten. Geht hin und schreit zu den Göttern, die Ihr erwählt habt; laßt diese Euch helfen zur Zeit Eurer Bedrängnis!
Aber die Israeliten sprachen zum HERRN: Wir haben gesündigt, mache Du es mit uns, wie Dir’s gefällt; nur errette uns heute! Und sie taten von sich die fremden Götter und dienten dem HERRN. Da jammerte es ihn, daß Israel so geplagt wurde.
Richter 10,6-16
Abendlese
Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben.
Es ist aber desto reicher geworden die Gnade unseres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin.
Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, daß Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.
1.Timotheus 1,12-17
Konkordienformel (Solida Declaratio):
Von dem summarischen Begriff, Grund, Regel und Richtschnur wie alle Lehr nach Gottes Wort geurteilt und die eingefallne Irrungen christlich erkläret und entscheiden werden sollen.
BSLK 833-836, 1-7.
