Gottes Sohn ist kommen

Gottes Sohn ist kommen uns allen zu Frommen
Hie auf diese Erden in armen Gebärden,
Daß er uns von Sünde freiet und entbinde.

Er kommt auch noch heute und lehret die Leute,
Wie sie sich von Sünden zur Buß sollen wenden,
Von Irrtum und Torheit treten zu der Wahrheit.

Die sich sein nicht schämen und sein Dienst annehmen
Durch ein rechten Glauben mit ganzem Vertrauen,
Denen wird er eben ihre Sünd vergeben.

Denn er tut ihn’ schenken in den Sakramenten
Sich selber zu Speisen, sein Lieb zu beweisen,
Daß sie sein genießen in ihrem Gewissen.

Die also fest gläuben und beständig bleiben,
Dem Herren in allen trachten zu gefallen.
Die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden.

Denn bald und behende kommt ihr letztes Ende,
Da wird er vom Bösen ihre Seel erlösen
Und sie mit sich führen zu der Engel Chören.

Wird von dannen kommen wie denn wird vernommen,
Wenn die Toten werden erstehn von der Erden
Und zu seinen Füßen sich darstellen müssen.

Da wird er sie scheiden, die Frommen zur Freuden,
Die Bösen zu Höllen in peinliche Stellen,
Wo sie ewig müssen ihr Untugend büßen.

Ei nun Herre Jesu, schick unser Herzen zu,
Daß wir, alle Stunden rechtgläubig erfunden,
Darinnen verscheiden zur ewigen Freuden.

Böhmische Brüder 1544
Anders Eriksson: “Hochzeit zu Kana” (Stockholm, 1792)

2. Sonntag nach Epiphanias (Der Freudenmeister)

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christ worden.

Johannes 1,17

1 Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern! 2 Singet ihm und spielet ihm, redet von allen seinen Wundern! 3 Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! 4 Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit! 5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes, 6 du Geschlecht Abrahams, seines Knechts, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten! 7 Er ist der HERR, unser Gott, er richtet in aller Welt. 8 Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter, 9 an den Bund, den er geschlossen hat mit Abraham, und an den Eid, den er Isaak geschworen hat. 10 Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung und für Israel als ewigen Bund 11 und sprach: »Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils«, 12 als sie gering waren an Zahl, nur wenige und Fremdlinge im Lande. 13 Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern. 14 Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und wies Könige zurecht um ihretwillen: 15 »Tastet meine Gesalbten nicht an, und tut meinen Propheten kein Leid!«

Psalm 105,1-15

Das Evangelium für diesen Sonntag

Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maß. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm. Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Johannes 2,1-11

Barmherziger Gott, liebreicher Vater, der Du Deinen Sohn zu uns gesandt hast, daß er uns Deine Liebe offenbare, wandle, wir bitten Dich, unser sündhaftes Wesen und erfülle uns, die wir Knechte des Gesetzes waren, mit dem Geist der Kindschaft durch Deinen Sohn Jesus Christus, unsere Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

4 .Mose 6,25f

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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