Ein Rundgang durch die Museenlandschaft Athens (5)

Von der Akropolis gings runter zum Areopag, dann auf die Antike und Römische Agora mit Hadrians Bibliothek und dem ganzen Touristenrummel um Monastiraki herum – bzw um die Kirche von Mitropolis. Hier war unheimlich viel los und alles schien normal zu sein, aber die Verkäufer versicherten uns, dass es alles viel zu ruhig und auch viel zu kaufunlustig war, wenn man es denn mit der Zeit vor Coronna vergleichen wollte. Uns dagegen wars immer noch Trubel und Rummel genug.

Wir machten uns im großen Bogen durch den Petralona Park und hinter der Akropolis herum – am dazugehörigen Museum und auch an Hadrians Tor, dem Olympieion und Zappeion Magaron vorbei –  hin zum Panathenäen Stadion um schließlich im Nationalen Garten und dessen herrlichem Schatten etwas auszuruhen.

Das Byzantinisch-Christliche Museum war sicherlich ein Höhepunkt von dem wir dann noch höher zur Kapelle des Heiligen Georg aufstiegen – und dort einen herrlichen Sonnenuntergang über der Stadt erlebten nachdem wir durch das Nobelviertel um Kolonaki, Dexameni und Lykavittos geschlendert waren, um die letzten Höhenmeter mit einem Fahrstuhl zu bewältigen. Wir waren schließlich schon durch die halbe Stadt marschiert – mit riesigen Schritten und immer mit Rucksack und oft auch noch in der prallen Sonne. Das Archäologische Museum unweit von unserer Wohnung entfernt haben wir ausgiebig genossen und viele von den bedeutenden Schätzen wiedererkannt. Es ist dann aber doch noch mal was ganz anderes, es in leibhaftiger Größe da stehen zu sehen.

Zum Zoo haben wir es nicht geschafft, weil der außerhalb der Stadtgrenzen lag und als wir zum botanischen Garten wollten, fanden wir uns beim „proefplaas“ der Universität wieder mit vielen Olivenbäumen und auch Daggapflanzen, die ansonsten nicht ganz unseren von anderweitig verwöhnten und von Orten wie Windhoek und San Antonio zu hoch geschraubten Erwartungen entsprechen konnten. Dafür kamen wir aber mit der UBahn gut im Hafen von Piräus an. Dort haben wir zwar kein Schiff bestiegen, sind auch auf keine Insel gefahren, obwohl unser Wirt Basileus uns das aufs dringlichste ans Herz gelegt hatte. Wir hatten allemal genug in Athen zu bestaunen und bei dem vielen Platz in den verschiedenen Zentren, brauchten wir uns nicht auf eine einsame Insel zurückziehen.

Wenn man bedenkt, dass wir die ganze Tour durch Athen ohne Fremdenführer und allein mit Googles Hilfe geschafft haben, bleibt die Trefferquote und unsere Zufriedenheitsmarke beachtlich. Wir waren von dieser Woche in Athen mehr als angetan und haben uns riesig am guten Wetter, den tollen Aussichten ohne Smogdecke und strahlend blauem Himmel, den überhaupt nicht überlaufenen Touristenattraktionen und auch sonst ruhigen Verhältnissen gefreut. Es war eine herrliche Woche in dieser 10-Millionen Metropole.  

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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