Herzliebster Jesu, was hast Du verbrochen?

Herzliebster Jesu, was hast Du verbrochen, daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missetaten bist Du geraten?

Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket.

Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben Dich geschlagen; ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet, was Du erduldet.

Johann Heermann 1630 (LKG 135)

Montag nach dem 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Das Brot des Lebens)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

Kollekte

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 127

Fortlaufende Lese

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 29 Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« 31 Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« Es ist kein anderes Gebot größer als diese. 32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; 33 und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 34 Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Markus 12,28-34

Tageslese

Am nächsten Tag sah das Volk, das am andern Ufer des Meeres stand, dass kein anderes Boot da war als das eine und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Boot gestiegen war, sondern seine Jünger waren allein weggefahren. 23 Es kamen aber andere Boote von Tiberias nahe zu der Stätte, wo sie das Brot gegessen hatten, nachdem der Herr die Danksagung gesprochen hatte. 24 Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25 Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hergekommen? 26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. 27 Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Johannes 6,22-29

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Wir danken Dir, Herr Jesu Christ

Wir danken Dir, Herr Jesu Christ, daß Du für uns gestorben bist
und hast uns durch Dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut.

Und bitten Dich, wahr Mensch und Gott, durch Dein heilig fünf Wunden rot:
erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not.

Behüt uns auch vor Sünd und Schand, und reich uns Dein allmächtig Hand,
daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten Deiner schweren Pein.

Und schöpfen draus die Zuversicht, daß Du uns werdst verlassen nicht,
sondern ganz treulich bei uns stehn, bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn.

Christoph Fischer 1589 (LKG 134)

Samstag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Da traten die Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: 19 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: »Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterlässt eine Frau, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 20 Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau; der starb und hinterließ keine Kinder. 21 Und der zweite nahm sie und starb und hinterließ auch keine Kinder. Und ebenso der dritte. 22 Und alle sieben hinterließen keine Kinder. Zuletzt nach allen starb die Frau auch. 23 Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen: Wessen Frau wird sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt. 24 Da sprach Jesus zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes? 25 Denn wenn sie von den Toten auferstehen, so werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. 26 Aber von den Toten, dass sie auferstehen, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, bei dem Dornbusch, wie Gott zu ihm sagte und sprach: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? 27 Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr. 

Markus 12,18-27

Tageslese

Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merkt auf! Der HERR hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im Schoß der Mutter war. 2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, mit dem Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum spitzen Pfeil gemacht und mich in seinem Köcher verwahrt. 3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will. 4 Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. 5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, dass ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde – und ich bin vor dem HERRN wert geachtet und mein Gott ist meine Stärke –, 6 er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.

Jesaja 49,1-6

Gebet am Samstag

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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4th Sunday in Lent (Laetare)

The Denial of Saint Peter (Gerard Seghers 1620–25) in the North Carolina Museum of Art

Watchword

Our good Lord says: I tell you the solemn truth, unless a kernel of wheat falls into the ground and dies, it remains by itself alone. But if it dies, it produces much grain.

John 12,24

Introit

How lovely is the place where you live, O Lord of Heaven’s Armies! I desperately want to be in the courts of the Lord’s temple. My heart and my entire being shout for joy to the living God. Even the birds find a home there, and the swallow builds a nest, where she can protect her young near your altars, O Lord of Heaven’s Armies, my King and my God. How blessed are those who live in your temple and praise you continually. (Selah)

How blessed are those who find their strength in you, and long to travel the roads that lead to your temple. As they pass through the Baca Valley, he provides a spring for them. The rain even covers it with pools of water. They are sustained as they travel along; each one appears before God in Zion. O Lord God of Heaven’s Armies, hear my prayer. Listen, O God of Jacob. (Selah)

O God, take notice of our shield. Show concern for your chosen king. Certainly spending just one day in your temple courts is better than spending a thousand elsewhere. I would rather stand at the entrance to the temple of my God than live in the tents of the wicked. For the Lord God is our sovereign protector. The Lord bestows favor and honor; he withholds no good thing from those who have integrity. O Lord of Heaven’s Armies, how blessed are those who trust in you.

Psalm 84,2-13

Old Testament lesson

For a short time I abandoned you, but with great compassion I will gather you. In a burst of anger I rejected you momentarily, but with lasting devotion I will have compassion on you,” says your Protector, the Lord. “As far as I am concerned, this is like in Noah’s time, when I vowed that the waters of Noah’s flood would never again cover the earth. In the same way I have vowed that I will not be angry at you or shout at you. Even if the mountains are removed and the hills displaced, my devotion will not be removed from you, nor will my covenant of friendship be displaced,” says the Lord, the one who has compassion on you.

Isaiah 54,7-10

Collect for this fourth Sunday in Lent (Laetare)

Almighty God, our heavenly Father, Your mercies are new every morning; and though we deserve only punishment, You receive us as Your children and provide for all our needs of body and soul. Grant that we may heartily acknowledge Your merciful goodness, give thanks for all Your benefits, and serve You in willing obedience; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Service Book Altar Book Pg. 874

Epistle

Blessed is the God and Father of our Lord Jesus Christ, the Father of mercies and God of all comfort, who comforts us in all our troubles so that we may be able to comfort those experiencing any trouble with the comfort with which we ourselves are comforted by God. For just as the sufferings of Christ overflow toward us, so also our comfort through Christ overflows to you. But if we are afflicted, it is for your comfort and salvation; if we are comforted, it is for your comfort that you experience in your patient endurance of the same sufferings that we also suffer. And our hope for you is steadfast because we know that as you share in our sufferings, so also you will share in our comfort.

2. Corinthians 1,3-7

Gradual

I was glad when they said to me, “Let us go to the house of the Lord!” Peace be within Your walls and security within Your towers!

Psalm 122,1.7

Tract

Those who trust in the Lord are like Mount Zion, which cannot be moved, but abides forever. As the mountains surround Jerusalem, so the Lord surrounds his people, from this time forth and forevermore. Peace be upon Israel!

Psalm 125,1-2.5b

Holy Gospel

Now some Greeks were among those who had gone up to worship at the feast. So these approached Philip, who was from Bethsaida in Galilee, and requested, “Sir, we would like to see Jesus.” Philip went and told Andrew, and they both went and told Jesus. Jesus replied, “The time has come for the Son of Man to be glorified. I tell you the solemn truth, unless a kernel of wheat falls into the ground and dies, it remains by itself alone. But if it dies, it produces much grain.

John 12,20-24

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

1 Jesus, priceless treasure, source of purest pleasure,
friend most sure and true: long my heart was burning,
fainting much and yearning, thirsting, Lord, for you.
Yours I am, O spotless Lamb, so will I let nothing hide you,
seek no joy beside you!

Let your arms enfold me: those who try to wound me
cannot reach me here. Though the earth be shaking,
every heart be quaking, Jesus calms my fear.
Fires may flash and thunder crash; yea, though sin and hell assail me,
Jesus will not fail me.

Hence, all worldly treasure! Jesus is my pleasure,
Jesus is my choice. Hence, all empty glory!
What to me your story told with tempting voice?
Pain or loss or shame or cross shall not from my Savior move me,
since he chose to love me.

Banish thoughts of sadness, for the Lord of gladness,
Jesus, enters in; though the clouds may gather,
those who love the Savior still have peace within.
Though I bear much sorrow here, still in you lies purest pleasure,
Jesus, priceless treasure!

Johann Franck 1618-1677 tr. Catherine Winkworth 1827-1878.

Sermon text

Having arrested our Lord Jesus Christ, they led Him and brought Him into the high priest’s house. But Peter followed at a distance. Now when they had kindled a fire in the midst of the courtyard and sat down together, Peter sat among them. And a certain servant girl, seeing him as he sat by the fire, looked intently at him and said, “This man was also with Him.”But he denied Him, saying, “Woman, I do not know Him.”And after a little while another saw him and said, “You also are of them.”But Peter said, “Man, I am not!” Then after about an hour had passed, another confidently affirmed, saying, “Surely this fellow also was with Him, for he is a Galilean.”But Peter said, “Man, I do not know what you are saying!” Immediately, while he was still speaking, the rooster crowed. And the Lord turned and looked at Peter. Then Peter remembered the word of the Lord, how He had said to him, “Before the rooster crows, you will deny Me three times.” So Peter went out and wept bitterly.

Luke 22,54-62

Prayer of the church

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Blessed Lord, You give sight to the blind, You open the ears of the deaf and You make the lame to walk. In the darkness of sin, we cry to You, O Lord. Open our ears by Your Word, our minds by Your Spirit and our hearts by Your grace, that we may know You and give You thanks for all Your benefits to us in Christ. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, through Your Church You nourish and sustain our faith. Give peace to Your Church during the turmoil and warfare of this world, and cause us to rejoice in Your goodness despite every cross and trial. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, restore to all Christian hearts the joy of Your salvation by the blood of Christ, and make us eager to hear the voice of the Gospel in the forgiveness of sins. So, in turn, lead every Christian household — husbands, wives and children — to speak the truth with our neighbors and to forgive one another as Christ has forgiven us. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Almighty God, send Your Holy Spirit and sustain our hope while in this world, that though we cannot see the heavenly Jerusalem, yet we may know her to be our true mother and come at last to dwell in that eternal city. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O God, our Shepherd, protect, comfort and guide all who call upon You in need especially Ingrid, Karin, Vivian, Isabel, Christoph, Friederike & Olly, Max & Louis, Elle, Detlev & Biljana, Matthias, Timo, Matt & Cathy, Scott & Maryann, Daniel & Linda, Rudolf & Cornelia, Markus, Grace, June, Vazlav, Thomas & Annette, Mario, Eleonore, Harriet, Dietmar & Angela, Klaus, Thomas, Jochen, Götz & Sylvia, Thomas & Nancy, Mark & Mindy, Abigail, Emma, Grant healing and peace, that they may continue to serve You with joy in this life and finally come to that good land in Your eternal kingdom. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, by Your Son You fed 5,000 men in the wilderness with five loaves and two fish. Graciously abide with us also in the fullness of Your blessing. Preserve us from greed and the cares of this life. Grant that we would seek first Your kingdom and Your righteousness and perceive Your fatherly goodness in all things; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

LCMS Prayers

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly. His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16) and His good Word remains forever – just as His one, holy Christian Church + Amen.

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Jesus ist das Weizenkorn

Votivkirche (Wien)

Jesus ist das Weizenkorn, das im Tod erstorben und uns, die wir warn verlorn, das Leben erworben; bringt viel Frücht zu Gottes Preis, der´ wir stets genießen, gibt sein’ Leib zu einer Speis, sein Blut zum Trank süße.

Jesu, weil Du bist erhöht zu ewigen Ehren: unsern alten Adam töt, den Geist tu ernähren; zieh uns allesamt zu Dir, dass empor wir schweben; begnad unsers Geists Begier mit Deim neuen Leben.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,12-13)

Freitag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Und sie sandten zu ihm einige von den Pharisäern und von den Anhängern des Herodes, dass sie ihn fingen in seinen Worten. 14 Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und fragst nach niemand; denn du siehst nicht auf das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht. Ist’s recht, dass man dem Kaiser Steuern zahlt, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? 15 Er aber merkte ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versucht ihr mich? Bringt mir einen Silbergroschen, dass ich ihn sehe! 16 Und sie brachten einen. Da sprach er zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. 17 Da sprach Jesus zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie wunderten sich über ihn.

Markus 12,13-17

Tageslese

Denn ich meine, Gott hat uns Apostel als die Allergeringsten hingestellt, wie zum Tode Verurteilte. Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. 10 Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11 Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst, sind nackt und werden geschlagen und haben keine sichere Stätte 12 und mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Schmäht man uns, so segnen wir; verfolgt man uns, so dulden wir’s; 13 verlästert man uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute.

14 Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies; sondern ich ermahne euch als meine lieben Kinder. 15 Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durch das Evangelium. 16 Darum ermahne ich euch: Folgt meinem Beispiel!

1. Korinther 4,9-16

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Jesus wußt von keiner Schuld

Jesus wußt von keiner Schuld, doch trug er die Strafe, leidt als ein Lamm mit Geduld, heiligt seine Schafe, nahm sich unser mächtig an, tat um die Sünd eben als hätt er sie selbst getan, es kost ihn sein Leben.

Jesus hat nun alls vollbracht durch sein teures Opfer, ein´ ewigen Fried gemacht, versöhnt Gott den Schöpfer, hat die Handschrift weg getan, unser eigen Gewissen, die Schiedmauer abgetan, den Vorhang zerrissen.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,10-11)

Donnerstag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,2

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Und er fing an, zu ihnen in Gleichnissen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes. 2 Und er sandte, als die Zeit kam, einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs nähme. 3 Da nahmen sie ihn, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 4 Abermals sandte er zu ihnen einen andern Knecht; dem schlugen sie auf den Kopf und schmähten ihn. 5 Und er sandte einen andern, den töteten sie; und viele andere: die einen schlugen sie, die andern töteten sie. 6 Da hatte er noch einen, den geliebten Sohn; den sandte er als Letzten zu ihnen und sagte sich: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. 7 Sie aber, die Weingärtner, sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten, so wird das Erbe unser sein! 8 Und sie nahmen ihn und töteten ihn und warfen ihn hinaus vor den Weinberg. 9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg andern geben. 10 Habt ihr denn nicht dieses Schriftwort gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. 11 Vom Herrn ist das geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen«? 12 Und sie trachteten danach, ihn zu ergreifen, und fürchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, dass er auf sie hin dies Gleichnis gesagt hatte. Und sie ließen ihn und gingen davon.

Markus 12,1-12

Tageslese

Und er machte sich auf aus der Synagoge und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter lag in hohem Fieber, und sie baten ihn für sie. 39 Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie. Und sogleich stand sie auf und diente ihnen. 40 Und als die Sonne untergegangen war, brachten alle ihre Kranken mit mancherlei Leiden zu ihm. Und er legte einem jeden die Hände auf und machte sie gesund. 41 Von vielen fuhren auch die Dämonen aus, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Christus war. 42 Als es aber Tag wurde, ging er hinaus an eine einsame Stätte; und die Menge suchte ihn, und sie kamen zu ihm und wollten ihn festhalten, damit er nicht von ihnen ginge. 43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. 44 Und er predigte in den Synagogen des jüdischen Landes.

Lukas 4,38-44

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Jesus, verurteilt zum Tod

Jesus, verurteilt zum Tod, mußt sein Kreuz selbst tragen in großer Ohnmacht und Not, ward daran geschlagen; hing mehr denn drei ganze Stund in groß Pein und Schmerzen; bitter Galle schmeckt sein Mund. O Mensch, faß´s zu Herzen!

Jesus rief am Kreuze laut: „Ach, ich bin verlassen! Hab Dir doch, mein Gott, vertraut, wollst mich nicht verstoßen. Gnad dem, der mir Hohn beweist jetzt in meim Elende. Ich befehl nun meinen Geist Dir in Deine Hände.“

Jesus: kein trauriger Stimm im Himmel und auf Erden ist nie erhört als von ihm vor Angst und Beschwerden, denn Gott drang und warf auf ihn unser aller Sünde, so je war von Anbeginn von Kind zu Kindeskinde.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,7-9)

Mittwoch nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,2

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Und sie kamen wieder nach Jerusalem. Und als er im Tempel umherging, kamen zu ihm die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Ältesten 28 und sprachen zu ihm: Aus welcher Vollmacht tust du das? Oder wer hat dir diese Macht gegeben, dass du das tust? 29 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich will euch eine Sache fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus welcher Vollmacht ich das tue. 30 Die Taufe des Johannes – war sie vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir! 31 Und sie bedachten es bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? 32 Oder sollen wir sagen, sie war von Menschen? Doch sie fürchteten sich vor dem Volk; denn sie meinten alle, dass Johannes wirklich ein Prophet sei. 33 Und sie antworteten und sprachen zu Jesus: Wir wissen’s nicht. Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue.

Markus 11,27-33

Tageslese

Es erhob sich auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte gelten sollte. 25 Er aber sprach zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. 26 Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener. 27 Denn wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist’s nicht der, der zu Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. 28 Ihr aber seid’s, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. 29 Und wie mir mein Vater das Reich bestimmt hat, so bestimme ich für euch, 30 dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Lukas 22,24-30

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Rechtfertigung allein aus Glauben

Wir lesen weiter in der Apologie Melanchthons wie Justus Jonas sie übersetzt hat:

Actuum xv: „Durch den glauben reniget er ihre hertzen“;  darümb ist der glaub, da die Apostel von reden, nicht ein schlecht erkentnis der Historien, Sondern ein starck krefftig werck des heiligen Geists, das die hertzen verendert. Abacuc ii. Cap: „Der gerecht lebet seines glaubens“; da sagt er erstlich, das der gerecht durch den glauben gerecht wird, so er gleubt, das Gott durch Christum gnedig sey. Zum andern sagt er, das der glaub lebendig macht. Denn der glaub bringet allein den hertzen und gewissen fride und freude und das ewige leben, wilchs hie inn diesem leben anfecht. Esaie liii: „Sein erkentnis wird viel gerecht machen.“ Was ist aber das erkentnis Christi, denn sein wolthat kennen und sein verheissung, die er in die welt hat geprediget und predigen lassen? Und die wolthat kennen, das heist an Christum warlich gleuben, Nemlich gleuben, das, was Gott durch Christum verheissen hat, das er das gewis geben wolle.

Aber die schrifft ist vol solcher sprüche und zeugnis, denn dieser zwey stücke handelt die schrifft, gesetz Gottes und verheissung Gottes. Nu reden, die verheissung von vergebung der sunde und Gottes versünung durch Christum. Und bey den Vetern findet man auch viel der sprüche; denn auch Ambrosius zu Ireneo schreibt: die gantze welt aber wird darümb Gott unterthan, unterworffen durchs gesetz, denn durch das gebot des gesetzs werden wir alle angeklagt, aber durch die werck des gesetzs wird niemands gerecht. Denn durch das gesetz wird die sunde erkant, aber die schuld wird auffgelöset durch den glauben, und es scheinet wol, als hette das gesetz schaden gethan, denn es alle zu sundern gemacht hat; aber der her Christus ist komen und hat uns die sunde, wilche niemands kont meiden, geschanckt und hat die handschrifft durch vergiessen seins bluts ausgelescht. Und das ist, das Paulus sagt zu den Römern am v: Die sunde ist mechtig worden durchs gesetz, aber die gnade ist noch mechtiger worden durch Jhesum.

Denn dieweil die gantze welt ist schuldig worden, so hat er der gantzen welt sunde weggenomen, wie Johannes zeugt: „Siehe, das ist das lamb Gottes, wilchs der welt sunde wegnimpt.“ Und darümb sol niemands seiner werck sich rühmen, denn durch sein eigen thun wird niemands gerecht; wer aber gerecht ist, dem ists geschenckt inn der Tauff inn Christo, da er ist gerecht worden. Denn der glaub ist, der uns los macht durch das blut Christi, und wol dem, wilchem die sunde vergeben wird, und gnad widderferet.

Diese sind Ambrosii klare wort, die doch gantz öffentlich mit unser lere auch stimmen; er sagt, das die wercke nicht gerecht machen, und sagt, das der glaub uns erlöse durch das blut Christi. Wenn man alles Sententiarios uber einen hauffen zusamenschmeltzet, die doch grosse titel füren, denn etliche nennen sie „Engelisch“, „Angelicos“, etliche „subtiles“, etliche „irrefragabiles“ i.e. Doctores, die nicht irren können, und wenn man sie alle lese, so werden sie alle mitein nicht so nütz sein, Paulum zu verstehen, als der einige spruch Ambrosii.

Auff die meinung hat auch Augustinus viel widder die Pelagianer geschrieben und „de spiritu et littera“ sagt er also: Darümb wird uns das gesetz und sein gerechtigkeit furgehalten, das, wer sie thut, dadurch lebe, und das ein jeder, so er sein schwacheit erkennet, zu Gott, wilcher allein gerecht macht, kome nicht durch sein eigen kreffte noch durch den buchstabe des gesetzs, wilchen wir nicht erfüllen können, sondern durch den glauben. Ein recht gut werck kan niemands thun, denn der zuvor selbst gerecht, from und gut sey; gerechtigkeit aber erlangen wir allein durch den glauben. Da sagt er klar, das Gott, wilcher allein seliget und heiliget, durch den glauben verünet wird und das der glaub uns fur Gott from und gerecht macht.

Und bald hernach: Aus dem gesetz fürchten wir Gott, durch den glauben hoffen und vertrauen wir in Gott. Die aber die straff fürchten, den wird die gnad verborgen unter wilcher forcht, wenn ein mensch inns angst ist etc, sol er durch den glauben flihen zu der barmhertzigkeit Gottes, das er dasjhenige gebe, dazu gnade verleihe, das er im gesetz gebeutet. Da leret er, das durch das gesetz die hertzen geschreckt werden und durch den glauben widder trost entpfahen.

Es ist warlich wunder, das die widersacher können so blind sein und so viel klarer sprüche nicht ansehen, die da klar melden, das wir durch den glauben gerecht werden und nicht aus den wercken. Wo dencken doch die armen leute hin? Meinen sie, das die schrifft one ursachen einerley so offte mit klaren worten erholet? Meinen sie, das der heilig Geist sein wort nicht gewis und bedechtlich setzt odder nicht wisse, was er rede? Darüber haben die Gottlosen leute ein Sophistisch gloss ertichtet und sagen: die sprüche der schrifft, so sie vom glauben reden, sind von „fide formata“ zu verstehen. Das ist, sie sagen: der glaub macht niemands from odder gerecht denn umb der liebe, odder werck willen. Und inn Summa nach ihrer meinung, so macht der glaub niemands gerecht, sondern die liebe allein, Denn sie sagen, der glaube könne neben einer todtsunde sein. Was ist das anders, denn alle zusage Gottes und verheissung der gnade umbgestossen und das gesetz und wercke geprediget?

So der glaub vergebung der sunde und gnad erlangt umb der liebe willen, so wird die vergebung der sunde allzeit ungewis sein. Denn wir lieben Gott nimmer so volkömlich, als wir sollen. Ja, wir können Gott nicht lieben, denn das hertz sey erst gewis, das ihm die sunde vergeben sein, Also, so die widdersacher leren, auff liebe Gottes, die wir vermügen, und eigen wercke vertrauen, stossen sie das Evangelium, welchs vergebung der sunde prediget, gar zu boden, so doch die liebe neimands recht haben noch verstehen kann, er gleub denn, das wir aus gnaden umbsonst vergebung der sunde erlangen durch Christum.

Wir sagen auch, das die liebe dem glauben folgen sol, wie Paulus sagt: „Inn Christo Jhesu ist widder beschneidung noch vorhaut etwas, sondern der glaub, wilcher durch die liebe wircket.“ Man sol aber darümb auff die liebe nicht vertrauen noch bauen, als erlangten wir umb der liebe willen odder durch die liebe vergebung der sunde und versünung Gottes. Gleichwie wir nicht vergebung der sunde erlangen umb anderer werck willen, die da folgen, sondern allein durch den glauben. Denn die verheissung Gottes kann niemands durch werck fassen, sondern allein mit dem glauben. Und der glaub eigentlich odder „fides proprie dicta“ ist, wenn mir mein hertz und der heilige geist im hertzen sagt: die verheissung Gottes ist war; und ja, von demselbigen glauben redet die schrifft. Und dieweil der glaub, ehe wir etwas thuen oder wircken, nur ihm schenken und geben lesset und entpfehet, so wird uns der glaube zur gerechtigkeit gerechnet wie Abraham, ehe wir lieben, ehe wir gesetz thun odder einig werck.

Wiewol es war ist, das frucht und wercke nicht aussen bleiben; und der glaub ist nicht ein blos, schlecht erkentnis der Historien, sondern ein neu liecht im hertzen und krefftig werck des heiligen Geistes, dadurch wir neu geborn werden, dadurch die erschrocken gewissen wider auffgericht und leben erlangen, Und dieweil der glaub allein vergebung der sunde erlangt und uns Gott angenem macht, bringet er mit sich den heiligen Geist und solt billicher genent werden „gratia gratum faciens“, i.e. Die gnad, die da angenehm macht, denn die liebe, wilche folgt.

Bisanher haben wir reichlich angezeigt aus sprüchen der Veter und der schrifft, damit doch diese sache gar klar würde, das wir allein durch den glauben vergebung der sunde erlangen umb Christus willen und das wir allein durch den glauben gerecht werden, das ist, aus ungerecht from, heilig und neu geborn werden. Frome hertzen aber sehen hie und mercken, wie gantz uberaus hohenötig diese lare vom glauben ist, denn durch die allein lernt man Christum erkennen und seine wolthat, und durch die lare finden die hertzen und gewissen allein rechte, gewisse rhue und trost. Denn sol ein Christlich kirche sein, sol ein Christenglaub sein, so mus jhe ein predigt und lare darinnen sein, dadurch die gewissen auff kein wahn noch sandgrund gebauet werden, sondern darauff sie sich gewis verlassen und vertrauen mügen.

Darümb sind warlich die widdersacher untreue Bischoff, untreue prediger und Doctores, haben bisanher den gewissen ubel gerathen und rathen ihnen noch ubel, das sie solche lare rüren, da sie die leute lassen im zweifel stecken, ungewis schweben und hangen, ob sie vergeb ung der sunde erlangen odder nicht. Denn wie ists müglich, das diejhenigen inn todesnöten und letzten zögen und engsten bestehen sollten, die diese nötige lare von Christo nicht gehöret haben odder nicht wissen, die da noch wancken und im zweifel stehen, ob sie vergebung der sunde haben odder nicht? Item, sol ein Christliche kirche sein, so mus jhe inn der kirchen das Evangelium Christi bleiben, nemlich diese Göttliche verheissunge, das uns one verdienst sunden vergeben werden umb Christus willen. Dasselbige heilige Evangelium drücken diejhenigen gar unter, die von dem glauben, davon wir reden, gar nichts leren. Nu leren noch schreiben die Scholastici nicht ein wort, nicht ein titel vom glauben, welchs schrecklich ist zu hören; den folgen unser widdersacher und verwerffen diese höchste lere vom glauben und sind so verstockt und blind, das sie nicht sehen, das sie damit das gantze Evangelium, die Göttliche verheissung von der vergebung der sunde und den gantzen Christum unter die füs tretten.

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC IV (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.310-316)
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Jesus ging nach Gottes Willen

Jesus ging nach Gottes Will in Garten zu beten; dreimal er da niederfiel in sein’ großen Nöten, rief sein’ lieben Vater an mit betrübtem Herzen, von ihm blutiger Schweiß rann von Ängsten und Schmerzen.

Jesus da gefangen ward, gebunden geführet und im Rat beschweret hart und zu Hohn gezieret; verdeckt, verspott und verspeit, jämmerlich geschlagen, auch verdammt aus Hass und Neid durch erdicht Anklagen.

Jesus ward früh dargestellt Pilatus dem Heiden; ob der wohl sein Unschuld meld’t, dennoch musst er leiden, ward gegeißelt und verkleid’t, mit Dornen gekrönet, in seim großen Herzeleid aufs schmählichst gehöhnet.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,4-6)

Dienstag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,2

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Und am nächsten Tag, als sie von Betanien weggingen, hungerte ihn. 13 Und er sah einen Feigenbaum von ferne, der Blätter hatte; da ging er hin, ob er etwas darauf fände. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit für Feigen. 14 Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Nun esse niemand mehr eine Frucht von dir in Ewigkeit! Und seine Jünger hörten das. 15 Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und fing an, hinauszutreiben die Verkäufer und Käufer im Tempel; und die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler stieß er um 16 und ließ nicht zu, dass jemand etwas durch den Tempel trüge. 17 Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. 18 Und es kam vor die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und sie trachteten danach, wie sie ihn umbrächten. Sie fürchteten sich nämlich vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich über seine Lehre. 19 Und am Abend gingen sie hinaus vor die Stadt. 20 Und als sie am Morgen an dem Feigenbaum vorbeigingen, sahen sie, dass er verdorrt war bis zur Wurzel. 21 Und Petrus erinnerte sich und sprach zu ihm: Rabbi, sieh, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. 22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! 23 Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen würde, was er sagt, so wird’s ihm geschehen. 24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteilwerden. 25-26 Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Übertretungen.

Markus 11,12-25

Tageslese

Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht über die unreinen Geister 8 und gebot ihnen, nichts mitzunehmen auf den Weg als allein einen Stab, kein Brot, keine Tasche, kein Geld im Gürtel, 9 wohl aber Schuhe an den Füßen. Und zieht nicht zwei Hemden an! 10 Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus geht, da bleibt, bis ihr von dort weiterzieht. 11 Und wo man euch nicht aufnimmt und euch nicht hört, da geht hinaus und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis. 12 Und sie zogen aus und predigten, man sollte Buße tun, 13 und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und machten sie gesund.

Markus 6,7-13

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Dr. Martin Luther predigt über Jesu wunderbare Speisung

Wundersame Brotvermehrung, Darstellung im Codex Egberti, um 980–993 n. Chr. (Stadtbibliothek Trier, Ms. 24, fol. 47v.)

Am 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Kleines Ostern) predigt Dr. Martin Luther über Christi wundersame Speisung im hl. Evangelium des Evangelisten St. Johannes im 6. Kapitel die Verse 1-15 (WA 52 S.192-198):

Und hier zum Hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the fourth Sunday in Lent (Laetare: Little Easter) on the holy Gospel of St. John 6,1-15 – Jesus Christ provides bread for over five thousand – taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.380-384:

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Jesu Kreuz, Leiden und Pein

Jesu Kreuz, Leiden und Pein, Deins Heilands und Herren, betracht, christliche Gemein, ihm zu Lob und Ehren. Merk, was er gelitten hat, bis er ist gestorben, Dich von Deiner Missetat erlöst, Gnad erworben.

Jesus, wahrer Gottessohn auf Erden erschienen, fing bald in der Jugend an, als ein Knecht zu dienen; äußert sein göttlich Gewalt und verbarg ihr Wesen, lebt in menschlicher Gestalt; daher wir genesen.

Jesus richtet aus sein Amt versorgt seine Schäflein, eh er ward zum Tod aß ers Osterlämmelein, lehrt und rüst die Jünger sein, wusch ihn’ ihre Füße, setzt das heilig Nachtmahl ein, macht ihn’ das Kreuz süße.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,1-3)

Montag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, bei Betfage und Betanien am Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger 2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und alsbald wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! 3 Und wenn jemand zu euch sagen wird: Was tut ihr da?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her. 4 Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden’s los. 5 Und einige, die da standen, sprachen zu ihnen: Was tut ihr da, dass ihr das Füllen losbindet? 6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen’s zu. 7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. 8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten. 9 Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! 10 Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe! 11 Und er ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölfen. 

Markus 11,1-11

Tageslese

Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 14 Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet; 15 sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. 16 Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.« 17 Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt; 18 denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. 20 Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, 21 die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.

1. Petrus 1,13-21

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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