Dr. Martin Luther predigt nochmal an Trinitatis

“Die Figur der Tauff” von Lucas Cranach d.J.

Dr. Martin Luther predigt die “ander Predigt über das Evangelion Johanis 3” am hohen Fest der Trinität (WA 52 S.345-356):

Hier vorgelesen:

An English translation of Dr. Martin Luther´s other sermon on the high Holiday of the Holy Trinity on John 3,1-15 (Nicodemus) recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.658-681:


Posted in Dr. Martin Luthers Predigten | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment

Durch Dich besteht der neue Bund

Fourneville

Durch Dich besteht der neue Bund, ohn Dich wird Gott niemandem kund, Du neuerst unsre Herzen und rufst darin dem Vater zu, schaffst uns viel Freud und große Ruh und tröstest uns in Schmerzen, daß uns auch Leiden Ehre ist, da Du durch Lieb gegossen bist in unser Herz ohn Klage. Du leitest uns auf ebnem Weg und führst uns hie den rechten Steg, weckst uns am jüngsten Tage.

Du, der lebendge Brunnenquell, der Gottes Stadt durchfließet hell, erquickest das Gemüte. Durch Dich besteht des Vaters Bau; Du willst und gibst, dass man Dir trau, Du bist die Gottesgüte. Irden Geschirr nur sind wir, weich, brechen gar leicht von jedem Streich; Du selbst wollst uns bewahren, uns brennen wohl in Deiner Glut, daß uns der Feind nicht schaden tut, so wir von hinnen fahren.

Lass uns nicht sündgen wider Dich, zum Tempel weih uns ewiglich, lehr uns mit Glauben beten, daß Jesus Christus hie auf Erd durch Dich in uns verkläret werd; all Schwachheit wollst vertreten. Der Welt Art stark noch in uns ist, und unser Fleisch danach gelüst’; drum wollst uns täglich strafen um Sünd und um Gerechtigkeit und um Gericht mit Gütigkeit, daß wir in Gott entschlafen.

Nach Ambrosius Blaurer 1537 (LKG 184,7-9)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3)

Trinitatis

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung

Wer also unwürdig von dem Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.  28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch.  29 Denn wer isst und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der isst und trinkt sich selber zum Gericht.  30 Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen.  31 Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet.  32 Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, auf dass wir nicht samt der Welt verdammt werden.  33 Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander.  34 Hat jemand Hunger, so esse er daheim, auf dass ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Alles andere will ich ordnen, wenn ich komme. 

1. Korinther 11,27-34

    Tageslese

    Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen 7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. 8 Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, 9 und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore. 10 Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es dir zu geben – große und schöne Städte, die du nicht gebaut hast, 11 und Häuser voller Güter, die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast –, und wenn du nun isst und satt wirst, 12 so hüte dich, dass du nicht den HERRN vergisst, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt hat, 13 sondern du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören. 

    5. Mose (Deuteronomium) 6,4-13

    Gebet zu Trinitatis

    Gelobt seist Du, Herr Gott, allmächtiger Vater: Du hast alles aus dem Nichts geschaffen durch Dein allmächtiges Wort. Gelobt seist Du, Herr, Gottes Sohn, barmherziger Heiland: Du hast die Welt erlöst durch Dein teures Blut. Gelobt seist Du, Herr Gott, Heiliger Geist: Du baust die heilige Kirche und entzündest in den Herzen der Gläubigen das Feuer Deiner Liebe.

    Heilige Dreifaltigkeit, Dich preisen und loben wir, Dich ehren wir und beten Dich an. Wir rühmen Deine unaussprechliche Macht, durch die Du alle Dinge regierst, und Deine unermeßliche Güte, durch die Du alle Dinge erhältst.

    Du Schöpfer, Heiland und Tröster, gib Gnade, daß wir Deinen Willen recht verstehen und vollbringen, Dir ganz angehören und so im Leben und Sterben Dir Wohlgefallen.

    Herr, wir bitten Dich für die ganze Christenheit: erneuere Deine Kirche; heile, was krank ist; belebe, was tot ist. Segne unser Volk und alle, die uns regieren, und erwecke Dir treue Nachfolger in allen Lebensbereichen. Gib Kraft und Gelingen zum täglichen Werk, gib uns Geduld und Treue; hilf, daß wir uns bewähren als Deine Kinder und als Zeugen Deiner unvergänglichen Wahrheit, damit wir Dich mit Freuden preisen und allezeit Deinen Namen bekennen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

    Evangelisch-Lutherische Kirchenagende. Hg.v. der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Bd. 1. 1997: Herder, Freiburg u.a. S. 439 + 461.

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

    Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Dr. Martin Luther predigt zu Trinitatis

    Das deutsche Tedeum von Dr. Martin Luther

    Dr. Martin Luther predigt am hohen Fest der Trinität über die Heilige Dreifaltigkeit (WA 52 S.335-345):

    Und hier vorgelesen:

    An English translation of Dr. Martin Luther´s sermon on the Holy Trinity recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.648-657:


    Posted in Uncategorized | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Das hohe Fest der Hl. Dreifaltigkeit (Trinitatis)

    “Trinität” von Lucas Cranach d.J. um 1584, Gemäldegalerie Alter Meister Dresden

    Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll.

    Jesaja 6,3

    Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit.

    Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

    Orate fratres S. 138.

    Introitus

    Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des HERRN! 2 Gelobt sei der Name des HERRN von nun an bis in Ewigkeit! 3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN! 4 Der HERR ist hoch über alle Völker; seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist. 5 Wer ist wie der HERR, unser Gott, der oben thront in der Höhe, 6 der niederschaut in die Tiefe, auf Himmel und Erde; 7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz, 8 dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes; 9 der die Unfruchtbare im Hause wohnen lässt, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja! 

    Psalm 113

    Alttestamentliche Lesung

     In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. 2 Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. 3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! 4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch. 5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. 6 Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei. 8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! 9 Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet’s nicht; sehet und merket’s nicht! 10 Verfette das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschließe und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen. 11 Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt. 12 Denn der HERR wird die Menschen weit wegführen, sodass das Land sehr verlassen sein wird. 13 Auch wenn nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals kahl gefressen werden, doch wie bei einer Terebinthe oder Eiche, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein. 

    Jesaja 6

    Das deutsche Sanctus

    Jesaia, dem Propheten, das geschah, daß er im Geist den Herren sitzen sah
    auf einem hohen Thron im hellem Glanz seines Kleides Saum den Chor füllet ganz.
    Es stunden zween Seraph bei ihm daran, sechs Flügel sah er einen jeden han;
    mit zween verbargen sie ihr Antlitz klar, mit zween bedeckten sie die Füße gar,
    und mit den andern zween sie flogen frei, gen ander riefen sie mit großem Gschrei:
    “Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Sein’ Ehr’ die ganze Welt erfüllet hat.” Von dem Gschrei zittern Schwell und Balken gar, das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebels war.

    Dr. Martin Luther 1526 (LKG 6)

    Epistolische Lektion

    Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.
    33 O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? 35 Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. 

    Römer 11,32-36

    Das heilige Evangelium

    Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. 4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. 8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen? 10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. 

    Johannes 3,1-13

    Das athanasianische Glaubensbekenntnis

    Wer da will selig werden, der muss vor allen Dingen der rechten christlichen Glauben haben. Wer denselben nicht ganz und rein hält, der wird ohne Zweifel ewiglich verloren sein.

    Dies ist aber der rechte christliche Glaube, dass wir einen einigen Gott in drei Personen und drei Personen in einiger Gottheit ehren.
    Und nicht die Personen in einander mengen, noch das göttlich Wesen zertrennen.

    Ein andere Person ist der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der heilige Geist. 
    Aber der Vater und Sohn und heiliger Geist ist ein einiger Gott, gleich in der Herrlichkeit, gleich in ewiger Majestät.

    Welcherlei der Vater ist, solcherlei ist der Sohn, solcherlei ist auch der heilige Geist.
    Der Vater ist nicht geschaffen, der Sohn ist nicht geschaffen, der heilige Geist ist nicht geschaffen.
    Der Vater ist unermesslich, der Sohn ist unermesslich, der heilige Geist ist unermesslich.
    Der Vater ist ewig, der Sohn ist ewig, der heilige Geist ist ewig; 
    Und sind doch nicht drei Ewige, sondern es ist ein Ewiger:
    Gleichwie auch nicht drei Ungeschaffene, noch drei Unmessliche, sondern es ist ein Ungeschaffener und ein Unmesslicher.

    Also auch der Vater ist allmächtig, der Sohn ist allmächtig, der heilige Geist ist allmächtig;
    Und sind doch nicht drei Allmächtige, sondern ist ein Allmächtiger.
    Also der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der heilige Geist ist Gott;
    Und sind doch nicht drei Götter, sondern es ist ein Gott.

    Also der Vater ist der Herr, der Sohn ist der Herr, der heilige Geist ist der Herr;
    Und sind doch nicht drei Herren, sondern es ist ein Herr.
    Denn gleichwie wir müssen nach christlicher Wahrheit eine jegliche Person für sich Gott und Herrn bekennen:

    Also können wir im christlichen Glauben nicht drei Götter oder drei Herren nennen.
    Der Vater ist von niemand weder gemacht, noch geschaffen, noch geboren.
    Der Sohn ist allein vom Vater, nicht gemacht, noch geschaffen, sondern geboren.
    Der heilige Geist ist vom Vater und Sohn, nicht gemacht, nicht geschaffen, nicht geboren, sondern ausgehend.

    So ist’s nun. Ein Vater, nicht drei Väter; ein Sohn, nicht drei Söhne; ein heiliger Geist, nicht drei heilige Geister.
    Und unter diesen drei Personen ist keine die erste, keine die letzte, keine die größte, keine die kleinste; 
    Sondern alle drei Personen sind mit einander gleich ewig, gleich groß: 
    Auf dass also, wie gesagt ist, drei Personen in einer Gottheit und ein Gott in drei Personen geehret werde. 

    Wer nun will selig werden, der muss also von den drei Personen in Gott halten.
    Es nun aber auch not zur ewigen Seligkeit, dass man treulich glaube, dass Jesus Christus unser Herr sei wahrhaftiger Mensch.

    So ist nun dies der rechte Glaube, so wir glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus Gottes Sohn, Gott und Mensch ist:
    Gott ist er aus des Vaters Natur vor der Welt geboren, Mensch ist er aus der Mutter Natur in der Welt geboren. 
    Ein vollkommener Gott, ein vollkommener Mensch mit vernünftiger Seele und menschlichem Leibe; 
    Gleich ist er dem Vater nach der Gottheit, kleiner ist er, denn der Vater, nach der Menschheit,
    Und wiewohl er Gott und Mensch ist, so ist er doch nicht zwei, sondern ein Christus, 
    Einer, nicht das die Gottheit in die Menschheit verwandelt sei sondern dass die Gottheit hat die Menschheit an sich genommen.

    Ja, einer ist er, nicht dass die zwei Naturen vermengt sind, sondern dass er eine einige Person ist.
    Denn gleichwie Leib und Seel ein Mensch ist, so ist Gott und Mensch ein Christus, 
    Welcher gelitten hat um unserer Seligkeit willen, zur Hölle gefahren, am dritten Tage auferstanden von den Toten, 
    Aufgefahren gen Himmel, sitzet zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters,
    von dort er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

    Und zu seiner Zukunft müssen alle Menschen auferstehen mit ihren eigenen Leibern, 
    Und müssen Rechenschaft geben, was sie getan haben, 
    Und welche gutes getan haben, werden ins ewige Leben gehen; welche aber böses getan, ins ewige Feuer.
    Das ist der rechte christliche Glaube; wer denselben nicht fest und treulich glaubt, der kann nicht selig werden.

    Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Herausgegeben im Gedenkjahr der Augsburgischen Konfession 1930. Berlin: Evangelische Verlagsanstalt, 5., unveränderte Auflage 1960, S. 28-30.

    Das altkirchliche Te Deum Laudamus

    Herr Gott, dich loben wir,
    Dich, Vater in Ewigkeit,
    All Engel und Himmelsheer
    auch Cherubim und Seraphim
    „Heilig ist unser Gott,
    Herr Gott, wir danken dir.
    ehrt die Welt weit und breit.
    und was dienet deiner Ehr,
    singen immer mit hoher Stimm:
    heilig ist unser Gott,
    I und II
    heilig ist unser Gott,
    der Herre Zebaoth.“
    Dein göttlich Macht und Herrlichkeit
    Der heiligen zwölf Boten Zahl
    die teuren Märt’rer allzumal
    Die ganze werte Christenheit
    Dich, Gott Vater im höchsten Thron,
    den Heilgen Geist und Tröster wert

    Du König der Ehren, Jesu Christ,
    der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht,
    Du hast dem Tod zerstört sein Macht
    Du sitzt zur Rechten Gottes gleich
    Ein Richter du zukünftig bist

    Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein,
    lass uns im Himmel haben teil
    Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ,
    wart und pfleg ihr’ zu aller Zeit

    Täglich, Herr Gott, wir loben dich
    Behüt uns heut, o treuer Gott,
    Sei uns gnädig, o Herre Gott,
    Zeig uns deine Barmherzigkeit,
    Auf dich hoffen wir, lieber Herr,
    geht über Himmel und Erden weit.
    und die lieben Propheten all,
    loben dich, Herr, mit großem Schall.
    rühmt dich auf Erden allezeit.
    deinen rechten und ein’gen Sohn,
    mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt.

    Gott Vaters ewger Sohn du bist;
    zu erlösen das menschlich Geschlecht.
    und all Christen zum Himmel bracht.
    mit aller Ehr ins Vaters Reich.
    alles, das tot und lebend ist.

    die mit deim teu’rn Blut erlöset sein;
    mit den Heilgen in ewgem Heil.
    und segne, das dein Erbteil ist,
    und heb sie hoch in Ewigkeit.

    und ehrn dein’ Namen stetiglich.
    vor aller Sünd und Missetat.
    sei uns gnädig in aller Not.
    wie unsre Hoffnung zu dir steht.
    in Schanden lass uns nimmermehr.
    I und II
    Amen.
    Deutsch von Dr. Martin Luther 1529 (LKG 8)

    Predigttext

    Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. 4 Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe; 5 er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. 7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit. 9 Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, 10 um die Fülle der Zeiten heraufzuführen, auf dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist, durch ihn. 11 In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willens, 12 damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit leben, die wir zuvor auf Christus gehofft haben. 13 In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, 14 welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit. 

    Epheser 1,3-14

    Predigt zum Fest der Heiligen Dreifaltigkeit

    Hier ist Dr. Martin Luther´s Predigt über die Hl Dreifaltigkeit zum Lesen und Hören: https://kwaweber.org/2024/05/25/dr-martin-luther-predigt-zu-trinitatis/

    Und hier meine über Epheser 1,3-14:

    Wochengebet

    Heiliger Gott, ewiges Geheimnis,
    du hast uns angerührt und in uns die Sehnsucht nach dir geweckt. 
    So kommen wir zu dir im Vertrauen, dass du uns nahe bist.

    Wir bringen vor dich die Welt, die du in deiner Liebe geschaffen hast.
    Wir danken dir für ihre Schönheit, für die Wälder und die Sterne, 
    für die Meere und die Blumen, für alles, was lebt und deinen Namen preist. 
    Wir bitten dich: Bewahre deine Welt. 
    Bewahre sie vor unserer Gier und unserer Zerstörung.

    Wir bitten dich für die Menschen, die unter den Folgen der Klimaveränderungen leiden. 
    Wir denken besonders an die Opfer der Überschwemmungen im Saarland, 
    und an die Menschen im Ahrtal, die noch immer kein normales Leben führen können. 
    Wir bitten dich für alle, die von Dürre und Missernten betroffen sind, 
    deren Lebensraum vernichtet wird, die die Luft nicht mehr atmen
    und das Wasser nicht mehr trinken können. 
    Heile ihr Land. Heile deine Erde.

    Wir bringen vor dich alle Menschen, die deine Rettung und Erlösung brauchen. 
    Alle, deren Leben überschattet ist von Angst und Gewalt; 
    die auf der Flucht sind und die nicht wissen, wohin; 
    deren zuhause zerstört ist; die nicht wissen, wovon sie morgen leben sollen. 
    Lass sie Rettung finden, und ein neues Leben in Frieden.
    Wir bitten dich für alle, die ihr Leben einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit,
    die der Gewalt und dem Krieg entgegentreten. 

    Wir bitten für die Menschen in der Ukraine,
    die um ihre Freiheit und ihr Überleben kämpfen. 
    Wir beten für die israelischen Geiseln, die noch immer in Gefangenschaft sind,
    dass sie endlich freikommen. 
    Mache der Gewalt und dem Hass ein Ende, und lass Frieden werden überall.
    Wir bitten dich für alle, deren Leben verdunkelt ist 
    durch Krankheit, durch Erschöpfung, durch Depression, durch Sucht. 
    Umfange sie mit deiner Liebe, berühre ihre Seele, 
    und lass sie heil werden in dir.

    Wir bringen vor dich die Kirche, alle Menschen dieser Welt, 
    die dich als den dreieinigen Gott bekennen und auf deinen Namen getauft sind. 
    Wir bitten dich für alle, die du berufen hast, dir zu dienen mit ihrem Leben, 
    mit ihrer Musik, mit ihrer Verkündigung. 
    Segne ihren Dienst, und lass deine Liebe durch sie leuchten in der Welt.

    Wir bringen uns selbst vor dich, und das, was uns auf dem Herzen liegt. 
    Die Menschen, die wir lieben, und die Sorgen, die uns den Schlaf rauben.  
    Unsere Sehnsucht, und unsere Angst. 
    Dir vertrauen wir uns an.
    Du, ewiger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, 
    bist unsere Hoffnung und unsere Erfüllung, 
    unsere Hilfe und unsere Freude. 
    Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

    VELKD

    Der Herr sei mit Euch +

    Der Herr segne und behüte Dich. 

    Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. 

    Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

    4. Mose 6,24-26

    Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Dein Wort erschallt schon lange Frist

    Fourneville

    Dein Wort erschallt schon lange Frist, wiewohl es nur ein Anfang ist des Glaubens, der Dich ehret. Dein Feld ist nun gepflanzet wohl, darum man Dich jetzt bitten soll, daß solch Gut werd gemehret und Du den Segen mildiglich von oben reichest gnädiglich und gebest seligs Blühen; daß wir stark werden durch den Geist, sonst sind wir träge, wie Du weißt; der Vater woll uns ziehen.

    Komm, Balsam Gottes, Heilger Geist, erfüll die Herzen allermeist mit Deiner Liebe Brennen. Von Dir allein muss sein gelehrt, wer sich durch Buß zu Gott bekehrt; gib himmlisches Erkennen. Der fleischlich Mensch sich nicht versteht auf göttlich Ding und irregeht; in Wahrheit wollst uns leiten und uns erinnern aller Lehr, die uns gab Christus, unser Herr, daß wir sein Reich ausbreiten.

    Dem Vater und Sohn bist gemein, in Dir sie kommen überein, Du bist ihr ewig Bande. Also mach uns auch alle eins, daß sich absondre unser keins, nimm fort der Trennung Schande und halt zusammen Gottes Kind, die in der Welt zerstreuet sind durch falsche Gwalt und Lehre, daß sie am Haupt fest halten an, loben Christum mit jedermann, suchen allein sein Ehre.

    Nach Ambrosius Blaurer 1537 (LKG 184,4-6)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1)  

    Samstag nach Pfingsten 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Dies aber gebiete ich euch: Ich kann’s nicht loben, dass ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt.  18 Zum Ersten höre ich: Wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, sind Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich’s.  19 Denn es müssen ja Spaltungen unter euch sein, auf dass die unter euch offenbar werden, die bewährt sind.  20 Wenn ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn.  21 Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken.  22 Habt ihr denn nicht Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.  23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot,  24 dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib für euch; das tut zu meinem Gedächtnis.  25 Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.  26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 

    1. Korinther 11,17-26

    Tageslese

    Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! 23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. 

    Johannes 20,19-23

    Morgengebet am Samstag

    Herr, mein Gott, erwecke mein Herz, laß es wach sein, dir zu dienen. Laß es wach sein für dein Gebot. Du hast uns voll Unruhe geschaffen. Du hast uns zu Fremdlingen gemacht in dieser Welt. Laß mich unruhig sein über mein geringes Werk. Laß mich unruhig sein über die Größe deines Befehls. Laß mich unruhig sein, daß ich unheilig bin und ungeschickt zum Gehorsam. Laß mich unruhig sein über die zerrinnende Zeit und jede verlorene Stunde. Laß mich unruhig sein über meine Sünde und über die Sündennot aller Menschen. Laß mich unruhig sein und dein Gericht erwarten in jedem Augenblick. Laß mich unruhig sein und in der Unruhe Glauben halten. 

    Laß mich vorwärts schreiten im Verlangen nach dem Anbruch deiner Herrschaft. Laß mich vorwärtsschreiten im Verlangen nach dem Anbruch deiner Herrschaft. Laß mich vorwärtsschreiten, denn deine Herrlichkeit wird sich offenbaren. 

    Ich danke dir, daß mein Werk endet und dein Werk beginnt. Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Amen. 

    Orate fratres S.69

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

    Posted in Pfingsten | Tagged , , , , , , | Leave a comment

    Jauchz, Erd und Himmel, juble hell

    Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell, die Wunder Gotts mit Freud erzähl, die er heut hat begangen an seim trostlosen Häuflein klein, das saß in friedsamer Gemein und betet’ mit Verlangen, daß es mit Geist getaufet werd. Der kam mit Feuers Glut zu Erd, mit starkem Sturmestoben; das Haus erfüllt’ er überall, zerteilt man Zungen sah im Saal und all den Herren loben.

    Auf tat sich ganz des Himmels Schrein; man wähnt, sie wären voller Wein, all Welt sich drob verwundert. In fremden Zungen reden sie, bezeugen Gottes Großtat hie, von seinem Geist ermuntert. So machen sie sich auf den Plan, Christum zu lehren fangn sie an, daß er der Herr sei worden und daß man soll von Sünd abstahn, auf seinen Nam’n sich taufen lan: das sei der christlich Orden.

    Ach Herr, nun gib, dass uns auch find in Fried und Flehn Dein selger Wind; weh rein vom Sündenstaube ganz das Gemüt und füll das Haus Deiner Gemeind, dein Werk richt aus, daß aufgeh rechter Glaube und unsre Zung ganz Feuer werd, red nichts denn Dein Lob hie auf Erd und was den Nächsten bauet. Brenn rein die sündige Natur, mach uns ein neue Kreatur, ob’s Fleisch darob auch grauet.

    Nach Ambrosius Blaurer 1537 (LKG 184)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1)  

    Freitag nach Pfingsten 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Ich lobe euch, weil ihr in allen Stücken an mich denkt und an den Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch gegeben habe.  3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.  4 Ein jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt.  5 Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren.  6 Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Wenn es aber für die Frau eine Schande ist, dass sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie sich bedecken.  7 Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz.  8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann.  9 Und der Mann wurde nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.  10 Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen.  11 Doch im Herrn ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau;  12 denn wie die Frau von dem Mann, so ist auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott.  13 Urteilt bei euch selbst: Steht es einer Frau wohl an, dass sie unbedeckt vor Gott betet?  14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass es für einen Mann eine Unehre ist, wenn er langes Haar trägt,  15 aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar hat? Das Haar ist ihr als Schleier gegeben.  16 Ist aber jemand unter euch, der darüber streiten will, so soll er wissen, dass wir diese Sitte nicht haben – und die Gemeinden Gottes auch nicht. 

    1.Korinther 11,2-16

    Tageslese

    Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. 18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. 19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. 

    Epheser 2,17-22

    Morgengebet am Freitag

    Heiliger Gott. Du willst, daß das Bild Jesu in mein Herz geprägt werde. Vergib, wo ich dir widerstanden habe. Laß nicht ab, du treuer Herr, mein Inneres zu gestalten und zu formen. Bewahre mich heute vor jeder Trägheit und vor falscher Sicherheit. Laß alles, was mir begegnet, dazu dienen, daß durch Demütigung und Leiden, durch Vollbringen und Gelingen Christus in mir Gestalt gewinne. Gib, daß der Glaube wachse in deiner Gemeinde und das Zeugnis der Wahrheit laut werde mitten im Unglauben unserer Zeit. Amen. 

    Orate fratres S. 68

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

    Posted in Pfingsten | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

    Nun bitten wir den Heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist (LKG 183)

    Erlöserkirche in Beaumont-en-Auge

    Nun bitten wir den Heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist, dass er uns behüte an unserm Ende, wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Kyrieleis.

    Du wertes Licht, gib uns Deinen Schein, lehr uns Jesus Christ kennen allein, dass wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis.

    Du süße Lieb, schenk uns Deine Gunst, lass uns empfinden der Lieb Inbrunst, dass wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Kyrieleis.

    Du höchster Tröster in aller Not, hilf, dass wir nicht fürchten Schand noch Tod, dass in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis.

    Strophe 1: Weise des 12. Jhd und Strophe 2-4: Martin Luther 1524 (LKG 183)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1)  

    Pfingstdonnerstag 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.  24 Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.  25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst, und prüft es nicht um des Gewissens willen.  26 Denn »die Erde ist des Herrn und was darinnen ist«  27 Wenn euch einer von den Ungläubigen einlädt und ihr wollt hingehen, so esst alles, was euch vorgesetzt wird, und prüft es nicht um des Gewissens willen.  28 Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist Opferfleisch, so esst nicht davon, um desjenigen willen, der es gesagt hat, und um des Gewissens willen.  29 Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem des andern. Denn warum sollte ich meine Freiheit beurteilen lassen vom Gewissen eines andern?  30 Wenn ich mit Danksagung am Mahl teilnehme, warum sollte ich mich Lästerer nennen lassen wegen etwas, wofür ich danke?  31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.  32 Erregt keinen Anstoß, weder bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes,  33 so wie auch ich jedermann in allem zu Gefallen lebe und suche nicht, was mir, sondern was vielen dient, damit sie gerettet werden. 

    1. Korinther 10,23-33

    Tageslese

    Als nun der Morgen kam, versammelten sich ihre Oberen und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem, 6 auch Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und alle, die vom Geschlecht der Hohenpriester waren; 7 und sie stellten sie in die Mitte und fragten sie: Aus welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? 8 Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Oberen des Volkes und ihr Ältesten! 9 Wenn wir heute wegen der Wohltat an dem kranken Menschen verhört werden, wodurch er gesund geworden ist, 10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Im Namen Jesu Christi von Nazareth[1], den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch. 11 Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. 12 Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden. 13 Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14 Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen. 15 Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und berieten miteinander 16 und sprachen: Was wollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können’s nicht leugnen. 17 Aber damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden. 18 Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu verkünden oder zu lehren in dem Namen Jesu. 19 Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. 20 Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. 21 Da drohten sie ihnen und ließen sie gehen um des Volkes willen, weil sie nicht wussten, wie man sie hätte bestrafen können; denn alle lobten Gott für das, was geschehen war. 22 Denn der Mensch war über vierzig Jahre alt, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
    23 Und als man sie hatte gehen lassen, kamen sie zu den Ihren und berichteten, was die Hohenpriester und Ältesten zu ihnen gesagt hatten. 24 Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott und sprachen: Herr, du hast Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht, 25 du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt: »Warum toben die Heiden, und die Völker nehmen sich vor, was vergeblich ist? 26 Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich wider den Herrn und seinen Christus.« 27 Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, 28 zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt haben, dass es geschehen sollte. 29 Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort. 30 Strecke deine Hand aus zur Heilung und lass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus. 31 Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut. 

    Apostelgeschichte 4,6-31

    Tagesgebet an Pfingsten 

    Herr Gott, himmlischer Vater, der Du am Tag der heiligen Pfingsten die Herzen Deiner Gläubigen durch den Heiligen Geist erleuchtet und gelehrt hast, laß auch uns durch Deinen Heiligen Geist zu rechter Wahrheit gelangen und uns an seinem Troste und seiner Kraft allezeit erfreuen, durch Deinen lieben Sohn, Jesus Christus, unsern Herrn. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

    Posted in Pfingsten | Tagged , , , , , , , , , , , | Leave a comment

    Komm, Heiliger Geist, Herrn Gott

    Kirche in Fourneville (Normandie)

    Komm, Heiliger Geist, Herre Gott, erfüll mit Deiner Gnaden Gut Deiner Gläub’gen Herz, Mut und Sinn, Dein brennend Lieb entzünd in ihn’. O Herr, durch Deines Lichtes Glanz zum Glauben Du versammelt hast das Volk aus aller Welt Zungen. Das sei Dir, Herr, zu Lob gesungen. Halleluja, Halleluja.

    Du heiliges Licht, edler Hort, lass leuchten uns des Lebens Wort und lehr uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, dass wir nicht Meister suchen mehr denn Jesus mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja, Halleluja.

    Du heilige Glut, süßer Trost, nun hilf uns, fröhlich und getrost in Deim Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht wegtreiben. O Herr, durch Dein Kraft uns bereit und wehr des Fleisches Ängstlichkeit, dass wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu Dir dringen. Halleluja, Halleluja.

    Nach der Antiphon “Veni Sancte Spiritus” (11.Jhd) deutsch Strophe 1 (15.Jhd) 2-3: Martin Luther 1524. (LKG 182)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1)  

    Pfingstmittwoch 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst!  15 Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt ihr, was ich sage.  16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?  17 Denn ein Brot ist’s. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.  18 Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars?  19 Was will ich nun damit sagen? Dass das Götzenopfer etwas sei? Oder dass der Götze etwas sei?  20 Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr mit den Dämonen Gemeinschaft habt.  21 Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen.  22 Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er? 

    1. Korinther 10:14-22

    Tageslese

    Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit. 2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, der war gelähmt von Mutterleibe an; den setzte man täglich vor das Tor des Tempels, das da heißt das Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen. 3 Als er nun Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um ein Almosen. 4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! 5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. 6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! 7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, 8 er sprang auf, konnte stehen und gehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. 9 Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben. 10 Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor dem Schönen Tor des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war. 11 Als er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk bei ihnen zusammen in der Halle, die nach Salomo genannt ist, und sie wunderten sich sehr. 12 Als Petrus das sah, sprach er zu dem Volk: Ihr Männer von Israel, was wundert ihr euch darüber oder was seht ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann? 13 Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. 14 Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, dass man euch den Mörder schenke, 15 aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen. 16 Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen. 17 Nun, liebe Brüder, ich weiß, dass ihr’s aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen. 18 So aber hat Gott erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat: dass sein Christus leiden sollte. 19 Tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden, 20 auf dass Zeiten der Erquickung kommen von dem Angesicht des Herrn und er den sende, den er für euch zum Christus bestimmt hat: Jesus. 21 Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten, in denen alles wiederhergestellt wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn. 

    Apostelgeschichte 3:1-21

    Tagesgebet an Pfingsten

    Herr Gott, himmlischer Vater, der Du am Tag der heiligen Pfingsten die Herzen Deiner Gläubigen durch den Heiligen Geist erleuchtet und gelehrt hast, laß auch uns durch Deinen Heiligen Geist zu rechter Wahrheit gelangen und uns an seinem Troste und seiner Kraft allezeit erfreuen, durch Deinen lieben Sohn, Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.

    Orate fratres S. 137

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

    Posted in Pfingsten | Tagged , , , , , , | Leave a comment

    Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist

    Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. (Sacharja 4,6)

    Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist, besuch das Herz der Menschen Dein, mit Gnaden sie füll, wie Du weißt, daß Dein Geschöpf vorhin sein.

    Denn Du bist der Tröster genannt, des Allerhöchsten Gabe teur, ein geistlich Salb an uns gewandt, ein lebend Brunn, Lieb und Feur.

    Zünd uns ein Licht an im Verstand, gib uns ins Herz der Liebe Brunst, das schwach Fleisch in uns, Dir bekannt, erhalt fest Dein Kraft und Gunst.

    Du bist mit Gaben siebenfalt der Finger an Gotts rechter Hand; des Vaters Wort gibst Du gar bald mit Zungen in alle Land.

    Des Feindes List treib von uns fern, den Fried schaff bei uns Deine Gnad, dass wir Deim Leiten folgen gern und meiden der Seelen Schad.

    Lehr uns den Vater kennen wohl, dazu Jesus Christ, seinen Sohn, dass wir des Glaubens werden voll, Dich, beider Geist, zu verstahn.

    Gott Vater sei Lob und dem Sohn, der von den Toten auferstand, dem Tröster sei dasselb getan in Ewigkeit alle Stund.

    Nach dem Hymnus “Veni Creator Spiritus” des Hrabanus Maurus (um 776-856) deutsch von Martin Luther 1524. (LKG 181)

    Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen Deiner Gläubigen und entzünd in ihnen das Feuer Deiner göttlichen Liebe, der Du in Mannigfaltigkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt versammelt hast in Einigkeit des Glaubens. Halleluja, Halleluja.

    Nach der altkirchlichen Antiophon “Vene Sancte Spiritus” verdeutscht Erfurt 1527 (LKG 180) 

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1I 

    Pfingstdienstag 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Ich will euch aber, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind;  2 und sind alle auf Mose getauft worden in der Wolke und im Meer,  3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen  4 und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.  5 Doch an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste umgekommen.  6 Das ist aber geschehen uns zum Vorbild, dass wir nicht am Bösen unsre Lust haben, wie jene sie hatten.  7 So werdet nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht: »Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um zu spielen.«  8 Auch lasst uns nicht Hurerei treiben, wie etliche von ihnen Hurerei trieben: Und an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzigtausend um.  9 Lasst uns auch nicht Christus versuchen, wie etliche von ihnen taten und wurden von den Schlangen umgebracht.  10 Murrt auch nicht, wie etliche von ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber.  11 Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist.  12 Darum, wer meint, er stehe, soll zusehen, dass er nicht falle.  13 Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt. 

    1. Korinther 10,1-13

    Tageslese

    Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. 45 Es steht geschrieben in den Propheten: »Sie werden alle von Gott gelehrt sein.« Wer es vom Vater hört und lernt, der kommt zu mir. 46 Nicht dass jemand den Vater gesehen hätte; nur der, der von Gott ist, der hat den Vater gesehen. 47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt.

    Johannes 6:44-51

    Wochengebet zu Pfingsten

    Atem Gottes,
    komm.
    Feuer Gottes,
    komm.
    Erfülle die Welt
    mit Lebenskraft,
    mit Liebe,
    mit Frieden 
    mit Gerechtigkeit.
    Geist Gottes,
    komm.

    Komm in die Todeszonen,
    an die Frontlinien,
    in die zerbombten Städte.
    Komm zu den Verwundeten,
    den Traumatisierten,
    den Erstarrten.
    Komm zu den Lebenden,
    die im Tod gefangen sind.
    Atem Gottes, komm.
    Geist Gottes, komm.

    Komm zu den Orten des Schmerzes,
    an die Erinnerungsorte von Schuld und Versagen.
    Komm zu den Treffpunkten der Sehnsucht.  
    Komm zu den Kranken.
    und denen, die sie umsorgen,
    zu den Trauernden,
    den Hungernden und Ermüdeten.
    Komm zu den Verzweifelten,
    die sich nach dem Leben sehnen.
    Atem Gottes, komm.
    Geist Gottes, komm.

    Komm zu den Orten,
    an denen die Schöpfung aufbegehrt.
    Komm zu den Flutopfern 
    in Südbrasilien
    und Afghanistan
    Komm zu den leidenden Wäldern,
    den vermüllten Ozeanen,
    den bedrohten Arten.
    Komm rette,
    wo wir versagen.
    Atem Gottes, komm.
    Geist Gottes, komm.

    Komm in unser Land,
    zu den Menschen,
    die einander hassen,
    und zu denen, die füreinander einstehen.
    Komm in deine Kirche,
    zu denen, für die sie Heimat ist,
    zu denen, die unter ihr leiden,
    die sich abgewandt haben.
    Komm in unsere Gemeinde,
    zu unseren Kindern,
    und zu denen, die Versöhnung und Glück suchen.
    Komm zu den Begeisterten.
    Komm in unsere Mitte.
    Atem Gottes, komm.
    Geist Gottes, komm.
    Erneuere uns durch deine Liebe,
    heute und morgen und alle Tage.
    Amen.

    VELKD – Wochengebete

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

    Posted in Pfingsten | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

    Komm, Heiliger Geist +

    Westfriedhof

    Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen Deiner Gläubigen und entzünd in ihnen das Feuer Deiner göttlichen Liebe, der Du in Mannigfaltigkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt versammelt hast in Einigkeit des Glaubens. Halleluja, Halleluja.

    Nach der altkirchlichen Antiophon “Vene Sancte Spiritus” verdeutscht Erfurt 1527 (LKG 180)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1I

    Pfingstmontag

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung: Das große Halleluja

    Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht!  2 Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!  3 Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen!  4 Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!  5 Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln!  6 Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja! 

    Psalm 150

    Tageslese

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind. 

    Johannes 3,16-21

    Gebet am Pfingstmontag

    Heiliger Geist,
    du Kraft der Liebe.
    Die Welt braucht dich.
    Die Schöpfung wartet auf dich.
    Wir Menschen fragen nach dir.
    Deine Kirche lebt von dir.
    Komm und schenke neues Leben.

    Heiliger Geist,
    führe zusammen
    die voneinander Getrennten,
    die miteinander Zerstrittenen,
    die aufeinander Hoffenden.
    Komm und schenke neues Leben.

    Heiliger Geist,
    überwinde 
    die Mächte, die Hass säen,
    die Kräfte, die zerstören,
    die Feinde des Lebens.
    Komm und schenke neues Leben.

    Heiliger Geist,
    rette
    die Kranken,
    die Hungernden,
    die Verfolgten und Verschleppten.
    Komm und schenke neues Leben.

    Heiliger Geist,
    rüttele auf
    die Trägen,
    die Gedankenlosen,
    die Gleichgültigen.
    Komm und schenke neues Leben.

    Heiliger Geist,
    begeistere uns und alle, die zu uns gehören.
    Begeistere unsere Kinder.
    Begeistere deine Kirche.
    Begeistere alle, die dich suchen
    und herbeisehnen.
    Komm Heiliger Geist, 
    schenke Einigkeit und Frieden.
    Komm und schenke neues Leben –
    Heute und morgen und an jedem neuen Tag.
    Amen.

    VELKD Tagesgebet

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

    Posted in Pfingsten | Tagged , , , | Leave a comment