O frommer und getreuer Gott

St. Marien, Wurzen (Sachsen)

O frommer und getreuer Gott, ich hab gebrochen Dein Gebot und sehr gesündigt wider Dich; das ist mir leid und reuet mich.

Du aber, Du mein gnädger Gott, hast nicht Gefalln an meinem Tod, und ist Dein herzliches Begehrn, daß ich soll Buß tun, mich bekehrn,

Auf dies Wort, lieber Vater fromm, ich armer Sünder zu Dir komm und bitt Dich durch den bittern Tod und die heilig fünf Wunden rot

Deins lieben Sohnes Jesu Christ, der mir zugut Mensch worden ist: laß Dein Gnad und Barmherzigkeit mehr gelten denn Gerechtigkeit.

Verschon, o Herr, laß Deine Huld zudecken alle meine Schuld, so werd ich arm verlornes Kind ledig und los all meiner Sünd.

Ich will, o Herr, nach Deinem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit.

Nach Johann Leon 1643 (LKG 224)

Dienstag nach dem 19. Sonntag nach Trinitatis (Heilung an Leib und Seele) 

Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.

Jeremia 17,14

Kollekte

Allmächtiger Herr Gott, der Du bist ein Beschützer aller, die auf Dich hoffen, laß uns Deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, auf daß wir, an Leib und Seele geheilt werden und Dir von Herzen danken! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.154

Fortlaufende Lese 

Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia, als ihn Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, losließ in Rama, wo er ihn gefunden hatte; denn er war auch, mit Fesseln gebunden, unter allen Gefangenen aus Jerusalem und Juda, die nach Babel weggeführt werden sollten.  2 Als nun der Oberste der Leibwache Jeremia hatte zu sich holen lassen, sprach er zu ihm: Der HERR, dein Gott, hat dies Unglück über diese Stätte vorhergesagt  3 und hat’s auch kommen lassen und getan, wie er geredet hat; denn ihr habt gesündigt wider den HERRN und seiner Stimme nicht gehorcht; darum ist euch solches widerfahren.  4 Und nun siehe, ich mache dich heute los von den Fesseln, mit denen deine Hände gebunden waren. Gefällt dir’s, mit mir nach Babel zu ziehen, so komm, du sollst mir befohlen sein. Gefällt dir’s aber nicht, mit mir nach Babel zu ziehen, so lass es sein. Siehe, du hast das ganze Land vor dir; wo dich’s gut dünkt und dir’s gefällt, da zieh hin.  5 Gefällt dir’s, hierzubleiben, dann magst du umkehren zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Schafans, den der König von Babel über die Städte in Juda gesetzt hat, und bei ihm bleiben unter dem Volk; oder geh, wohin dir’s gefällt. Und der Oberste der Leibwache gab ihm Wegzehrung und ein Geschenk und ließ ihn gehen.  6 So kam Jeremia zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, nach Mizpa und blieb bei ihm unter dem Volk, das im Lande noch übrig geblieben war.  

7 Als nun die Hauptleute, die samt ihren Leuten noch im Lande verstreut waren, erfuhren, dass der König von Babel Gedalja, den Sohn Ahikams, über das Land gesetzt hatte und über die Männer, Frauen und Kinder und über die Geringen im Lande, die nicht nach Babel weggeführt waren,  8 kamen sie zu Gedalja nach Mizpa, nämlich Jischmael, der Sohn Netanjas, Johanan und Jonatan, die Söhne Kareachs, und Seraja, der Sohn Tanhumets, und die Söhne Efais von Netofa und Jaasanja, der Sohn eines Maachatiters, samt ihren Leuten.  9 Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, schwor ihnen und ihren Leuten einen Eid und sprach: Fürchtet euch nicht, den Chaldäern untertan zu sein; bleibt im Lande und seid dem König von Babel untertan, so wird’s euch wohlgehen.  10 Siehe, ich bleibe hier in Mizpa und habe die Verantwortung vor den Chaldäern, die zu uns kommen; ihr aber sollt Wein und Feigen und Öl ernten und in eure Gefäße tun und sollt in euren Städten wohnen, die ihr wieder in Besitz genommen habt.  11 Auch alle Judäer, die in Moab und bei den Ammonitern und in Edom und in allen Ländern waren, hörten, dass der König von Babel einen Rest in Juda übrig gelassen und über sie Gedalja gesetzt hatte, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans.  12 Da kamen sie alle zurück aus allen Orten, wohin sie verstreut waren, in das Land Juda zu Gedalja nach Mizpa und ernteten sehr viel Wein und Sommerfrüchte.  13 Aber Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Hauptleute, die im Lande verstreut gewesen waren, kamen zu Gedalja nach Mizpa  14 und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass Baalis, der König der Ammoniter, Jischmael, den Sohn Netanjas, gesandt hat, dass er dich erschlagen soll? Das wollte ihnen aber Gedalja, der Sohn Ahikams, nicht glauben.  15 Da sprach Johanan, der Sohn Kareachs, zu Gedalja heimlich in Mizpa: Ich will hingehen und Jischmael, den Sohn Netanjas, erschlagen, ohne dass es jemand erfahren soll. Warum soll er dich erschlagen, sodass alle Judäer, die bei dir versammelt sind, zerstreut werden und, die noch aus Juda übrig geblieben sind, umkommen?  16 Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohn Kareachs: Du sollst das nicht tun; es ist nicht wahr, was du von Jischmael sagst. 

Jeremia 40,1-16

Tageslese

Danach soll er den Bock, das Sündopfer des Volks, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit dem Blut des jungen Stieres getan hat, und etwas davon auch sprengen gegen den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl 16 und soll so das Heiligtum entsühnen wegen der Verunreinigungen der Israeliten und wegen ihrer Übertretungen, mit denen sie sich versündigt haben. So soll er tun der Stiftshütte, die bei ihnen ist inmitten ihrer Unreinheit. 17 Kein Mensch soll in der Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, Sühne zu schaffen im Heiligtum, bis er herauskommt. So soll er Sühne schaffen für sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel. 18 Und er soll hinausgehen zum Altar, der vor dem HERRN steht, und ihn entsühnen und soll vom Blut des jungen Stieres und vom Blut des Bockes nehmen und es ringsum an die Hörner des Altars streichen 19 und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und ihn reinigen und heiligen von den Verunreinigungen der Israeliten.

3. Mose 16,15-19

Fürbitte am Dienstag

Beten wir zu Gott, der in den Spannungen und Konflikten unseres Lebens durch Christus bei uns ist. Daß er uns mutig und besonnen macht, rufen wir ihn an: Komm Deinem Volk zur Hilfe +

Gib unseren guten Vorsätzen ein sinnvolles Ergebnis und laß unsere rechten Pläne gelingen. – Vollende, was wir aus Schwachheit nur unvollkommen erreichen. Wir rufen: Komm Deinem Volk zur Hilfe +

Schenke uns Begegnungen, die uns froh machen, und laß niemanden durch uns traurig werden. – Gib, daß andere Nachsicht mit uns üben, wenn wir uns falsch verhalten. Wir rufen: Komm Deinem Volk zur Hilfe +

Gib uns Standfestigkeit, dem Unrecht zu widerstehen und unsere Feinde zu lieben. – Lege uns keine schweren Lasten auf als solche, die wir tragen können. Wir rufen: Komm Deinem Volk zur Hilfe +

Gib Weisheit denen, die Gesetze erlassen, und schütze alle, die sich durchzusetzen haben. – Wehre dem Unrecht und bewahre die Entrechteten vor der Versuchung, Böses mit Böses zu vergelten. Wir rufen: Komm Deinem Volk zur Hilfe +

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.196

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ach Gott, gib Du uns Deine Gnad, daß wir all Sünd und Missetat bußfertiglich erkennen und glauben fest an Jesum Christ… (LKG 223)

Sainte Chapelle, Paris.

Ach Gott, gib indes Deine Gnad, daß wir all Sünd und Missetat bußfertiglich erkennen und glauben fest an Jesum Christ, der zu helfen ein Meister ist, wie er sich selbst tut nennen.

Hilf, daß wir auch nach Deinem Wort gottselig leben hinfort zu Ehren Deinem Namen, daß uns Dein guter Geist regier, auf ebner Bahn zum Himmel führ durch Jesum Christum. Amen.

Leipzig 1636 (LKG 223)

Montag nach dem 19. Sonntag nach Trinitatis (Heilung an Leib und Seele) 

Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.

Jeremia 17,14

Kollekte

Allmächtiger Herr Gott, der Du bist ein Beschützer aller, die auf Dich hoffen, laß uns Deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, auf daß wir, an Leib und Seele geheilt werden und Dir von Herzen danken! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.154

Fortlaufende Lese 

Im neunten Jahr Zedekias, des Königs von Juda, im zehnten Monat kam Nebukadnezar, der König von Babel, und sein ganzes Heer vor Jerusalem, und sie belagerten es.  2 Und im elften Jahr Zedekias, am neunten Tage des vierten Monats, brach man in die Stadt ein.  3 Und alle Obersten des Königs von Babel zogen hinein und hielten unter dem Mitteltor, nämlich Nergal-Sarezer von Sin-Magir, Nebu-Sar-Sechim, der Oberkämmerer, Nergal-Sarezer, der Oberhofmeister, und alle andern Obersten des Königs von Babel.  4 Als nun Zedekia, der König von Juda, und alle seine Kriegsleute das sahen, flohen sie bei Nacht zur Stadt hinaus auf dem Weg zu des Königs Garten durch das Tor zwischen den beiden Mauern und entwichen zum Jordantal hin.  5 Aber die Kriegsleute der Chaldäer jagten ihnen nach und holten Zedekia ein im Jordantal von Jericho und nahmen ihn gefangen und brachten ihn zu Nebukadnezar, dem König von Babel, nach Ribla, das im Lande Hamat liegt. Der sprach das Urteil über ihn.  6 Und der König von Babel tötete die Söhne Zedekias vor dessen Augen in Ribla; auch alle Vornehmen Judas tötete der König von Babel.  7 Aber Zedekia ließ er die Augen ausstechen und ihn in Ketten legen, um ihn nach Babel zu führen.  8 Und die Chaldäer verbrannten das Haus des Königs und die Häuser der Bürger und rissen die Mauern Jerusalems nieder.  9 Was aber noch an Volk in der Stadt war und wer zu ihnen übergelaufen war, die führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, alle miteinander gefangen nach Babel.  10 Aber von dem geringen Volk, das nichts hatte, ließ zur selben Zeit Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, etliche im Lande Juda zurück und gab ihnen Weinberge und Felder.  

11 Aber Nebukadnezar, der König von Babel, hatte Nebusaradan, dem Obersten der Leibwache, Befehl gegeben wegen Jeremia und gesagt:  12 Nimm ihn und lass ihn dir befohlen sein und tu ihm kein Leid, sondern wie er’s von dir begehrt, so mach’s mit ihm.  13 Da sandten hin Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und Nebuschasban, der Oberkämmerer, Nergal-Sarezer, der Oberhofmeister, und alle Obersten des Königs von Babel  14 und ließen Jeremia aus dem Wachthof holen und übergaben ihn Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, dass er ihn nach Hause gehen ließe. Und so blieb er unter dem Volk.  15 Es war auch des HERRN Wort geschehen zu Jeremia, als er noch gefangen im Wachthof lag:  16 Geh hin und sage zu dem Kuschiter Ebed-Melech: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will meine Worte kommen lassen über diese Stadt zum Unheil und nicht zum Heil, und du sollst es sehen zur selben Zeit.  17 Aber dich will ich erretten zur selben Zeit, spricht der HERR, und du sollst den Leuten nicht ausgeliefert werden, vor denen du dich fürchtest.  18 Denn ich will dich entrinnen lassen, dass du nicht durchs Schwert fällst, sondern du sollst dein Leben wie eine Beute davonbringen, weil du mir vertraut hast, spricht der HERR. 

Jeremia 39

Tageslese

Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen aus feinem Golde; zwei und eine halbe Elle soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite. 18 Und du sollst zwei goldene Cherubim machen. Als getriebene Arbeit sollst du sie ausführen an beiden Enden des Gnadenstuhls, 19 sodass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an jenem. Aus dem Gnadenstuhl sollt ihr die Cherubim herausarbeiten an seinen beiden Enden. 20 Und die Cherubim sollen ihre Flügel nach oben ausbreiten, dass sie mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeden Antlitz gegen das des andern stehe; und ihr Antlitz soll zum Gnadenstuhl gerichtet sein. 21 Und du sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde. 22 Dort will ich dir begegnen und mit dir reden von dem Gnadenstuhl aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim, alles, was ich dir gebieten will für die Israeliten. 

2. Mose 25,17-22

Fürbitten am Montag

Beten wir zu Gott, der uns Menschen berufen hat, damit wir einander helfen. Daß er uns belebt und stärkt, darum rufen wir ihn an: Kyrie eleison +

In der Taufe hast Du uns Deinen Geist geschenkt, erfülle unser Tun mit Deiner Liebe. – Bewahre uns in dieser Woche in Deinem Frieden und behüte uns vor Irrtum und Ungerechtigkeit. Wir rufen: Kyrie eleison +

Laß uns Dein Ebenbild erkennen in allen, die uns begegnen. – Lehre uns, die Lasten Anderer mitzutragen und ihre Eigenarten gelten zu lassen. Wir rufen: Kyrie eleison +

Schenke uns Deinen Geist, der uns gütig, geduldig und freundlich macht. – Laß die Arbeit, die wir im Schweiß unseres Angesichts tun, nicht erfolglos sein. Wir rufen: Kyrie eleison +

Gib, daß wir die Bereitschaft zu Hingabe und Verzicht nicht verlieren. Mach uns, trotz aller Zwänge der Tage, zu freien Menschen. Wir rufen: Kyrie eleison +

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Wo soll ich fliehen hin, weil ich beschweret bin?

The Meal at the House of Simon the Pharisee (oil on panel) by French School, (16th century) Musee des Beaux-Arts, Lille, France

Wo soll ich fliehen hin, weil ich beschweret bin  mit viel und großen Sünden?
Wo kann ich Rettung finden? Wenn alle Welt herkäme, mein Angst sie nicht wegnähme.

O Jesu voller Gnad, auf Dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte
zu Deiner großen Güte; laß Du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen.

Ich, Dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, soviel ihr’ in mir stecken
und mich so heftig schrecken, in Deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden.

Durch Dein unschuldig Blut, die schöne rote Flut, wasch ab all meine Sünde,
mit Trost mein Herz verbinde und ihr’ nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke.

Dein Blut, der edle Saft, hat solche Stärk und Kraft, daß auch ein Tröpflein kleine
die ganze Welt kann reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und ledig machen.

Darum allein auf Dich, Herr Christ, verlaß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben,
Dein Reich muß ich ererben; denn Du hast mir erworben, da Du für mich gestorben.

Führ auch mein Herz und Sinn durch Deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und Dich kann scheiden, und ich an Deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe.

Johann Heermann 1630 (LKG 222)

Sonnabend nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Und der König Zedekia sandte hin und ließ den Propheten Jeremia zu sich holen an den dritten Eingang am Hause des HERRN. Und der König sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; verhehle mir nichts!  15 Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich es dir, so tötest du mich; gebe ich dir aber einen Rat, so gehorchst du mir nicht.  16 Da schwor der König Zedekia dem Jeremia heimlich und sprach: So wahr der HERR lebt, der uns dies Leben gegeben hat: Ich will dich nicht töten noch den Männern in die Hände geben, die dir nach dem Leben trachten.  17 Und Jeremia sprach zu Zedekia: So spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Wirst du hinausgehen zu den Obersten des Königs von Babel, so sollst du am Leben bleiben und diese Stadt soll nicht verbrannt werden, sondern du und dein Haus sollen am Leben bleiben;  18 wirst du aber nicht hinausgehen zu den Obersten des Königs von Babel, so wird diese Stadt den Chaldäern in die Hände gegeben, und sie werden sie mit Feuer verbrennen, und auch du wirst ihren Händen nicht entrinnen.  19 Der König Zedekia sprach zu Jeremia: Ich habe aber Angst, dass ich den Judäern, die zu den Chaldäern übergelaufen sind, übergeben werden könnte, dass sie mir übel mitspielen.  20 Jeremia sprach: Man wird dich nicht übergeben. Gehorche doch der Stimme des HERRN, die ich dir sage, so wird dir’s wohlgehen, und du wirst am Leben bleiben.  21 Weigerst du dich aber hinauszugehen, so ist dies das Wort, das mir der HERR gezeigt hat:  22 Siehe, alle Frauen, die noch übrig sind im Haus des Königs von Juda, müssen hinaus zu den Obersten des Königs von Babel. Dann werden sie sagen: »Ach, deine guten Freunde haben dich überredet und in ihre Gewalt gebracht; kaum stecken deine Füße im Sumpf, machen sie sich davon.«  23 Ja, alle deine Frauen und Kinder werden hinausmüssen zu den Chaldäern, und du selbst wirst ihren Händen nicht entgehen, sondern du wirst vom König von Babel ergriffen und diese Stadt wird mit Feuer verbrannt werden.  24 Und Zedekia sprach zu Jeremia: Sieh zu, dass niemand diese Worte erfahre, so wirst du nicht sterben.  25 Wenn aber die Oberen erfahren sollten, dass ich mit dir geredet habe, und zu dir kommen und sprechen: »Sag an, was hast du mit dem König geredet; verbirg es uns nicht, so wollen wir dich nicht töten. Was hat der König mit dir geredet?«,  26 so sprich zu ihnen: Ich habe dem König die Bitte vorgetragen, dass er mich nicht wieder in Jonatans Haus führen lasse, ich müsste sonst dort sterben.  27 Da kamen alle Oberen zu Jeremia und fragten ihn, und er antwortete ihnen, wie ihm der König befohlen hatte. Da ließen sie von ihm, weil sie nichts erfahren konnten.  

28 Und Jeremia blieb im Wachthof bis auf den Tag, da Jerusalem eingenommen wurde. Und dies geschah, als Jerusalem erobert wurde.

Jeremia 34,14-28

Tageslese

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 17 Darin ist die Liebe bei uns vollendet, auf dass wir die Freiheit haben, zu reden am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. 19 Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. 20 Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. 21 Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 

1. Johannes 4,16-21

Gebet am Samstag

Rechenschaft müssen Haushalter geben. Rechenschaft forderst Du, Gott, über Leib und Leben, Schöpfung und Welt, Hab und Gut, Worte und Taten. Mach uns ganz ehrlich und getrost um Jesu Christi willen, der in den Tod ging für uns, der erhöht ist und uns vertritt in ewiger Gegenwart vor Dir, heiliger Gott. Gib uns heute und alle Zeit Deinen Geist, seinen Tod zu verkünden und seine Auferstehung zu preisen, bis er kommt in Herrlichkeit. So bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unsern Bruder und Herrn. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.201

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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19th Sunday after Trinity: Healing body and soul

Titian, Salvator Mundi (1570). Hermitage Museum, St. Petersburg

Heal me, LORD, and I will be healed; save me and I will be saved

Jeremia 17,14

Introit

Blessed is the one whose transgressions are forgiven, whose sins are covered. Blessed is the one whose sin the LORD does not count against them and in whose spirit is no deceit. When I kept silent, my bones wasted away through my groaning all day long. For day and night your hand was heavy on me; my strength was sapped as in the heat of summer.  Then I acknowledged my sin to you and did not cover up my iniquity. I said, “I will confess my transgressions to the LORD.” And you forgave the guilt of my sin. Therefore, let all the faithful pray to you while you may be found surely the rising of the mighty waters will not reach them. You are my hiding place; you will protect me from trouble and surround me with songs of deliverance. I will instruct you and teach you in the way you should go; I will counsel you with my loving eye on you. Do not be like the horse or the mule, which have no understanding but must be controlled by bit and bridle or they will not come to you. Many are the woes of the wicked, but the LORD’s unfailing love surrounds the one who trusts in him. Rejoice in the LORD and be glad, you righteous; sing, all you who are upright in heart!

Psalm 32

Collect

Almighty and merciful God, of Your bountiful goodness keep from us all things that may hurt us that we, being ready in both body and should, may cheerfully accomplish whatever You would have us do; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 930f

Old Testament (Sermon)

So Moses cut out two tablets of stone like the first; early in the morning he went up to Mount Sinai, just as the Lord had commanded him, and he took in his hand the two tablets of stone. The Lord descended in the cloud and stood with him there and proclaimed the Lord by name. The Lord passed by before him and proclaimed: “The Lord, the Lord, the compassionate and gracious God, slow to anger, and abounding in loyal love and faithfulness, keeping loyal love for thousands, forgiving iniquity and transgression and sin. But he by no means leaves the guilty unpunished, responding to the transgression of fathers by dealing with children and children’s children, to the third and fourth generation.” Moses quickly bowed to the ground and worshiped and said, “If now I have found favor in your sight, O Lord, let my Lord go among us, for we are a stiff-necked people; pardon our iniquity and our sin, and take us for your inheritance.” He said, “See, I am going to make a covenant before all your people. I will do wonders such as have not been done in all the earth, nor in any nation. All the people among whom you live will see the work of the Lord, for I am doing awesome (fearsome/marvellous) things to/with you.

Exodus 34,4-10

Gradual

O Lord, I call upon you; hasten to me! Give ear to my voice when I call You! Let my prayer be counted as incense before You, and the lifting up of my hands as the evening sacrifice!

Psalm 141,1-2

Epistle

Is anyone among you in trouble? Let them pray. Is anyone happy? Let them sing songs of praise. Is anyone among you sick?Let them call the elders of the church to pray over them and anoint them with oil in the name of the Lord. And the prayer offered in faith will make the sick person well; the Lord will raise them up. If they have sinned, they will be forgiven. Therefore, confess your sins to each other and pray for each other so that you may be healed. The prayer of a righteous person is powerful and effective.

James 5,13-16

Alleluia Verse

Alleluia. Sing to the Lord a new song, for he has done marvellous things! Alleluia.

Psalm 98,1a

Gospel

A few days later, when Jesus again entered Capernaum, the people heard that he had come home. They gathered in such large numbers that there was no room left, not even outside the door, and he preached the word to them. Some men came, bringing to him a paralyzed man, carried by four of them. Since they could not get him to Jesus because of the crowd, they made an opening in the roof above Jesus by digging through it and then lowered the mat the man was lying on. When Jesus saw their faith, he said to the paralyzed man, “Son, your sins are forgiven.” Now some teachers of the law were sitting there, thinking to themselves, “Why does this fellow talk like that? He’s blaspheming! Who can forgive sins but God alone?” Immediately Jesus knew in his spirit that this was what they were thinking in their hearts, and he said to them, “Why are you thinking these things? Which is easier: to say to this paralyzed man, ‘Your sins are forgiven,’ or to say, ‘Get up, take your mat and walk’?  But I want you to know that the Son of Man has authority on earth to forgive sins.” So he said to the man, “I tell you, get up, take your mat and go home.” He got up, took his mat and walked out in full view of them all. This amazed everyone and they praised God, saying, “We have never seen anything like this!

Mark 2,1-12

Hymn of the week: From God can nothing move me! (LSB 713)

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Dr. Martin Luther preached on the 19th Sunday after Trinity

My sermon this Sunday:

Church Prayer

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Father in heaven, You sent Your Son to forgive sins and thus heal a broken world. Shore up Your pastors, bishops, missionaries, evangelist and all Christians in their holy and divine calling to forgive sinners in Christ’s holy name. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Matt and Cathy, Hans-Jörg, David & Lucy, Xhotso & Mamohau, Thomas Schmidt & Markus Fischer, Gary and JoAnn Zieroth, Johann und Ursula, Felix, Armin und Susanne, Sami und Seila, Martti, Christian & Lula, Tim & Annette, Art & Linda, Beverly, Jim & Peggy, Dean, Sara & John, Matt & Christa, Mark & Mindy, Bernhard, Reinhard, Matthew & Mark, Michael & Janet, Scott & Maryann, Daniel & Linda, Larry & Amy, Michael, Thomas, Rob Bourassa, Jonathan Shaw, Michael Frese, Gabriel, Jerald & Brenda, James (Jim) and Peggy Krikava; Enoch, Peter, Frank, Peter & Christoph. 

Lover of mankind, You desire that all be saved and find forgiveness in Your Son. Inspire our witness to those we know and love, that we may bring them to His feet for true and eternal healing. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, You called Jacob and blessed him to be the father of many generations. Establish the vocations of our families — husband and wife; father and mother; sons, daughters and siblings — that they may endure all threats and fears by the promises of Christ. Lord, in Your mercy,hear our prayer.

Margreth Büttcher, Thomas & Andreas, Grace Rao, Hilary, Manuela Schmidt, Marlies Johannes, Don and Cheryl, Gary and JoAnn Zieroth, Scott and Doreen Linke, Mark and Deborah Steiner (Ft.Wayne/Unglück), Vivian, Götz & Sylvia, Natalia, Kyril & Olga, Maria & Tamara, Bernhard, Reinhard, Felix, Vadim und Svitlana Kolesneyk, Kateryna, Olga Baranovska, Oksana Shtanska (Amsterdam) Thomas, Mario, Thomas und Annette, Dietmar und Angela, Monika, June, Elisabeth, Mike, Steve, Manuela, Inke, Imke Joseph and Marybeth Yamin; Gabriel, Jerald & Brenda, Valerie und Ruth Dahl (Sisters), Charles (Chuck) and Nanette Henkel, Miranda Livesay; Mark Laverty; Vlad Ohla (Busfahrer); Christopher Swennen; Christoph, Friederike & Ollie, Isabel, Ele, Max und Louis, Detlev und Biljana, Matthias  Bärbel, Inga, Thomas, Peter, Soja und Linus, Maisa & Heidi, Lothar & Katharina, Wolfgang & Elsmarie, Margrit & Hartmut, Gisela und Günther, Karl-Heinz & Sharon, Eckart und , Dieter und , Gerhard, Walter & Ruth, Hans & Renate, Anne & Bernhard, Gerrie & Carmela, Lisa & Manfred, Piet & Simone, Chris & Sigrid, Lene & Kurt, Thomas & Liesel, Eckart & Kiki, Peter & Sigrid, Michaela & Werner, Renate & Bossie (?), Andile & Sazza, Dietrich & Marilena (Pia and Romy), Chrissie & Kristin (Hans Peter/Oliver Christian), Werner & Nadia (Eli & Liam)  Bernhard-Daniel, Tobias, Benjamin, Christine, Judith, Charlotte Miriam & Kai  Martin, Gerhard, Karin & Erwin (Katja), Christiane, Ruth & Angelika,  Luca, Fynn, Sara Thandazile,  Cornelia, David, Lydia, Maria Karin, Robert & Sandra, Johannes Wilhelm, Thomas Walter & Uta, Christel & Allan, Dieter & Johanna, Gerald & Elsmarie, Manfred & Manuela, Ulrike & Ian, Gisela & William, Lizzy und Sebastian Lübcke, Liz, Heinrich, Lizelle, Heinz, Matthias Johannes, Harry & Heidrun, Dietrich, 

Almighty God, preserve the lives of Joseph, the US president; Olaf German chancellor, Cyril SA president,  our governor; and all our leaders. Even as You rule the world by Your mighty power, be pleased to give wisdom to our nation, people, church , that it may have peace and success in accordance with Your commandments. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, Your Son healed the sick and the broken. Hear our prayers for those in need among us, especially June and grant them healing now and resurrection at the Last Day. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Holy Father, how awesome is this place, the very house of God and gate of heaven. Here, according to His Word, Your Son is bodily present with us in the Sacrament of the Altar. Bring us to eat and drink worthily at His Supper in repentance and faith, that through its forgiveness and healing, we may put off the old self and be renewed in true righteousness and holiness. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Into Your hands, we commend all for whom we pray, trusting in Your mercy; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod: One Year Series

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-26

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever. Alleluia +

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O Vater der Barmherzigkeit, ich falle Dir zu Fuße

Bild von himmlischen Segensbogen aus den Niederladen (Netzfund)

Wenn mein Herz dies bei sich bedenkt, in Stücken möchts zerspringen;
Die große Sicherheit mich kränkt, tut Mark und Bein durchdringen.
Kein Höllenpein so groß mag sein, ich habe sie verschuldet;
Ich bin nicht wert, daß mich die Erd trägt, nährt und auf sich duldet.

O Vater der Barmherzigkeit, ich falle Dir zu Fuße;
Verwirf den nicht, der zu Dir schreit und tut rechtschaffne Buße.
Dein Angesicht mit Gnaden richt auf mich betrübten Sünder;
Gib einen Blick, der mich erquick, so wird mein Angst bald minder.

Eröffne mir Dein freudlich Herz, den Quell der ewgen Liebe,
Vergib die Sünd, heil meinen Schmerz, hilf, daß ich mich stets übe 
In dem, was Dir gefällt an mir, und alles Böse meide,
Bis ich hinfahr zur Engelschar, da nichts, denn lauter Freude.

Johann Heermann 1630 (LKG 221,4-6)

Freitag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Es hörten aber Schefatja, der Sohn Mattans, und Gedalja, der Sohn Paschhurs, und Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, die Worte, die Jeremia zu allem Volk redete.  2 So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibt, der wird durch Schwert, Hunger und Pest sterben müssen; wer aber hinausgeht zu den Chaldäern, der soll am Leben bleiben und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen.  3 So spricht der HERR: Diese Stadt soll übergeben werden dem Heer des Königs von Babel, und es soll sie einnehmen.  4 Da sprachen die Oberen zum König: Lass doch diesen Mann töten; denn auf diese Weise nimmt er den Kriegsleuten, die noch übrig sind in dieser Stadt, den Mut, desgleichen dem ganzen Volk, weil er solche Worte zu ihnen sagt. Denn der Mann sucht nicht, was diesem Volk zum Heil, sondern was zum Unheil dient.  5 Der König Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren Händen; denn der König vermag nichts wider euch.  6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne Malkijas, des Königssohnes, die im Wachthof war, und ließen ihn an Seilen hinab. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern Schlamm und Jeremia sank in den Schlamm.  7 Als aber der Kuschiter Ebed-Melech, ein Kämmerer in des Königs Haus, hörte, dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte, und der König gerade im Benjamintor saß,  8 da ging Ebed-Melech aus des Königs Haus und redete mit dem König und sprach:  9 Mein Herr und König, diese Männer haben übel gehandelt an dem Propheten Jeremia, dass sie ihn in die Zisterne geworfen haben; dort muss er vor Hunger sterben; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt.  10 Da befahl der König dem Kuschiter Ebed-Melech: Nimm von hier drei Männer mit dir und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne, ehe er stirbt.  11 Und Ebed-Melech nahm die Männer mit sich und ging in des Königs Haus unter die Schatzkammer und nahm dort zerrissene, alte Lumpen und ließ sie an Stricken hinab zu Jeremia in die Zisterne.  12 Und der Kuschiter Ebed-Melech sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen, alten Lumpen unter deine Achseln um die Stricke; und Jeremia tat so.  13 Und sie zogen Jeremia an den Stricken herauf und holten ihn aus der Zisterne. Und so blieb Jeremia im Wachthof. 

Jeremia 38,1-13

Tageslese

Wir tun euch aber kund, Brüder und Schwestern, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Makedoniens gegeben ist. 2 Denn vielfach bewährt in Bedrängnis war ihre Freude doch überschwänglich, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Lauterkeit. 3 Denn nach Kräften, das bezeuge ich, und sogar über ihre Kräfte haben sie willig gegeben 4 und haben uns mit vielem Zureden gebeten, dass sie mithelfen dürften an der Wohltat und der Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen; 5 und nicht nur das, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn und danach uns, durch den Willen Gottes. 6 So haben wir Titus zugeredet, dass er, wie er zuvor angefangen hatte, nun auch diese Wohltat unter euch vollende. 7 Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. 8 Nicht als Befehl sage ich das; sondern weil andere so eifrig sind, prüfe ich auch eure Liebe, ob sie echt sei. 9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet. 10 Und damit gebe ich einen Rat; denn das ist euch nützlich, die ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen. 11 Nun aber vollendet auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu wollen, ihr auch geneigt seid zu vollenden nach dem Maß dessen, was ihr habt. 12 Denn wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat. 13 Nicht, dass die andern Ruhe haben und ihr Not leidet, sondern dass es zu einem Ausgleich komme. 14 Jetzt helfe euer Überfluss ihrem Mangel ab, damit auch ihr Überfluss eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe, 15 wie geschrieben steht: »Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.«

2. Korinther 8,1-15

Kollekte an Michaelis

Allmächtiger, barmherziger Gott, der Du die heiligen Engel zu Deinem Lobe und zum Dienst der Menschen geschaffen hast, wir bitten Dich: Laß Deine Engel unser Leben und unsere Wege auf Erden bewahren und uns am Ende heimtragen in Deinen Frieden. Durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 153

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


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Ich armer Sünder komm zu Dir mit demütigem Herzen

Rechter Flügel des Reformationsaltars in unserer lieben Frauen, Lutherstadt Wittenberg von Lucas Cranach d.J. 1547.

Ich armer Sünder komm zu Dir mit demütigem Herzen, o Gott, des Gnad ist für und für, bekenne Dir mit Schmerzen die Sünden all, ein´ jeden Fall, wie ich ihn hab begangen von Jugend auf, mit großem Hauf, drin ich jetzt bin gefangen.

Die Sünden sind, die ich getan, unmöglich zu erzählen; doch ich sie auch nicht bergen kann, weil sie mich immer quälen. Dein liebster Sohn hat mich davon durch seinen Tod entbunden; dennoch hab ich jetzt lassen mich den Satan neu verwunden.

So ist auch mein Undankbarkeit sehr groß bis auf die Stunde; ich habe Dir zu keiner Zeit gedankt von Herzengrunde für Deine Treu, die täglich neu, für Deine Lieb und Güte, die ich an mir gar reichlich spür und stets trag im Gemüte.

Johann Heermann 1630 (LKG 221,1-3)

Donnerstag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Und Zedekia, der Sohn Josias, wurde König anstatt Konjas, des Sohnes Jojakims; denn Nebukadnezar, der König von Babel, machte ihn zum König im Lande Juda.  2 Aber er und seine Großen und das Volk des Landes gehorchten nicht den Worten des HERRN, die er durch den Propheten Jeremia redete.  3 Gleichwohl sandte der König Zedekia Juchal, den Sohn Schelemjas, und den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, zum Propheten Jeremia und ließ ihm sagen: Bitte den HERRN, unsern Gott, für uns!  4 Denn Jeremia ging noch unter dem Volk aus und ein, und man hatte ihn noch nicht ins Gefängnis geworfen.  5 Es war aber das Heer des Pharao aus Ägypten aufgebrochen, und als die Chaldäer, die Jerusalem belagerten, davon hörten, zogen sie von Jerusalem ab.  6 Und des HERRN Wort geschah zum Propheten Jeremia:  7 So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem König von Juda, der euch zu mir gesandt hat, mich zu befragen: Siehe, das Heer des Pharao, das euch zu Hilfe ausgezogen ist, wird wieder heim nach Ägypten ziehen,  8 und die Chaldäer werden wiederkommen und gegen diese Stadt kämpfen und sie erobern und mit Feuer verbrennen.  9 So spricht der HERR: Betrügt euch nicht damit, dass ihr denkt: »Die Chaldäer werden von uns abziehen.« Sie werden nicht abziehen.  10 Selbst wenn ihr das ganze Heer der Chaldäer schlüget, die gegen euch kämpfen, und es blieben von ihnen nur etliche Verwundete übrig, so würden sie, ein jeder in seinem Zelt, aufstehen und diese Stadt mit Feuer verbrennen.  

11 Als nun der Chaldäer Heer von Jerusalem abgezogen war vor dem Heer des Pharao,  12 wollte Jeremia aus Jerusalem heraus ins Land Benjamin gehen, um mit seinen Verwandten ein Erbe zu teilen.  13 Und als er zum Benjamintor kam, war dort ein Wachhabender mit Namen Jirija, der Sohn Schelemjas, des Sohnes Hananjas; der griff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldäern überlaufen.  14 Jeremia sprach: Das ist nicht wahr, ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen. Aber Jirija wollte ihn nicht hören, sondern griff Jeremia und brachte ihn zu den Oberen.  15 Und die Oberen wurden zornig über Jeremia und schlugen ihn und warfen ihn ins Gefängnis im Hause Jonatans, des Schreibers; denn das hatten sie zum Kerker gemacht.  16 So kam Jeremia in das Gewölbe der Zisterne. Dort blieb Jeremia lange Zeit.  

17 Aber der König Zedekia sandte hin und ließ ihn holen. Und der König fragte ihn heimlich in seinem Haus und sprach: Ist wohl ein Wort vom HERRN vorhanden? Jeremia sprach: Ja! Du wirst dem König von Babel in die Hände gegeben werden.  18 Und Jeremia sprach zum König Zedekia: Was hab ich gegen dich, gegen deine Großen und gegen dies Volk gesündigt, dass sie mich in den Kerker geworfen haben?  19 Wo sind nun eure Propheten, die euch weissagten und sprachen: Der König von Babel wird nicht über euch noch über dies Land kommen?  20 Und nun, mein Herr und König, höre mich und lass meine Bitte vor dir gelten! Lass mich nicht wieder in Jonatans, des Schreibers, Haus bringen, dass ich dort nicht sterbe.  21 Da befahl der König Zedekia, dass man Jeremia im Wachthof behalten sollte, und ließ ihm täglich aus der Bäckergasse einen Laib Brot geben, bis alles Brot in der Stadt aufgezehrt war. So blieb Jeremia im Wachthof. 

Jeremia 37,1-21

Tageslese

Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern. 12 Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir’s hören und tun? 13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, dass wir’s hören und tun? 14 Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. 

5. Mose (Deuteronomium) 30,11-14

Bußgebet

Herr Gott himmlischer Vater, der Du nicht Lust hast an der armen Sünder Tod, nässest sie auch nicht gern verderben, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben: Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdiente Strafe unserer Sünden gnädiglich abwenden und uns hinfort zu bessern Deine Barmherzigkeit mildiglich verleihen. Um Jesus Christus unseres Herrn willen. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Uelzen 1956), S. 279

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dr. Martin Luther predigte am 19. Sonntag nach Trinitatis

Altar in der Herderkirche (Weimar) von Lucas Cranach d.J.

Dr. Martin Luther predigte am neunzehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium unseres Herrn Jesu Christi, wie es aufgezeichnet ist vom Evangelisten Matthäus im 9. Kapitel, Verse 1-8 (WA 52 S. 497-504): “Auß dem heuttigen Euangelio sollen wir fürnemlich mercken die gnadenreichen predigt, welche Gott den menschen geben hat, das wir unter einander hie auff erden sprechen können: Dir sind deine sünde vergeben, Auff das wir mit den frommen leutlein hie uns solches verwundern und Gott darumb von hertzen dancken, das er solche gewalt den menschen geben hat.” (ebd. S.497)

Und zum Hören vorgelesen:

An English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 19th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.Matthew ninth chapter the first eight verses taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.982-993: 

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Gnad hat Dir zugesagt Gott von wegen Christi Blut und Tod.

Altarraum in der Alten Lateinschule (Lutherstadt Wittenberg)

Gnad hat Dir zugesaget Gott, von wegen Christi Blut und Tod; zusagen hat er nicht gewollt, ob Du bis morgen leben sollt; daß Du mußt sterben, ist Dir kund, verborgen ist des Todes Stund.

Heut lebst Du, heut bekehre Dich! Eh morgen kommt, kanns ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So Du nun stirbest ohne Buß, Dein Seel und Leib dort brennen muss.

Hilf, o Herr Jesu, hilf Du mir, daß ich noch heute komm zu Dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit.

Johann Heermann 1630 (LKG 220,5-7)

Mittwoch nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Sie aber gingen hinein zum König in den Vorhof und ließen die Schriftrolle verwahren in der Kammer Elischamas, des Schreibers, und teilten dem König alle diese Worte mit.  21 Da sandte der König den Jehudi, die Schriftrolle zu holen. Der nahm sie aus der Kammer Elischamas, des Schreibers. Und Jehudi las dem König vor und allen Oberen, die bei dem König standen.  22 Der König aber saß im Winterhause vor dem Kohlenbecken; denn es war im neunten Monat.  23 Sooft nun Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er sie ab mit einem Schreibmesser und warf sie ins Feuer, das im Kohlenbecken war, bis die ganze Schriftrolle im Feuer verbrannt war.  24 Und niemand entsetzte sich und zerriss seine Kleider, weder der König noch seine Großen, die doch alle diese Worte gehört hatten.  25 Und obwohl Elnatan, Delaja und Gemarja den König baten, er möge die Schriftrolle nicht verbrennen, hörte er nicht auf sie.  26 Dazu gebot der König Jerachmeel, dem Königssohn, und Seraja, dem Sohn Asriëls, und Schelemja, dem Sohn Abdeels, sie sollten Baruch, den Schreiber, und Jeremia, den Propheten, ergreifen. Aber der HERR hatte sie verborgen.  27 Nachdem der König die Schriftrolle verbrannt hatte, auf die Baruch die Worte geschrieben hatte, wie Jeremia sie ihm sagte, geschah des HERRN Wort zu Jeremia:  28 Nimm dir eine neue Schriftrolle und schreibe darauf alle vorigen Worte, die auf der ersten Schriftrolle standen, die Jojakim, der König von Juda, verbrannt hat.  29 Über Jojakim aber, den König von Juda, sollst du sagen: So spricht der HERR: Du hast diese Schriftrolle verbrannt und gesagt: Warum hast du darauf geschrieben, dass der König von Babel kommen und dies Land verderben werde, sodass weder Menschen noch Vieh mehr darin sein werden?  30 Darum, so spricht der HERR über Jojakim, den König von Juda: Es soll keiner von den Seinen auf dem Thron Davids sitzen, und sein Leichnam soll hingeworfen liegen, am Tag in der Hitze und nachts im Frost.  31 Und ich will ihn und seine Nachkommen und seine Großen heimsuchen um ihrer Schuld willen, und ich will über sie und über die Bürger Jerusalems und über die in Juda kommen lassen all das Unheil, von dem ich zu ihnen geredet habe, und sie gehorchten doch nicht.  32 Da nahm Jeremia eine andere Schriftrolle und gab sie Baruch, dem Sohn Nerijas, dem Schreiber. Der schrieb darauf, so wie ihm Jeremia vorsagte, alle Worte, die auf der Schriftrolle standen, die Jojakim, der König von Juda, im Feuer verbrannt hatte; und es wurden zu ihnen noch viele ähnliche Worte hinzugetan. 

Jesaja 36,20-32

Tageslese

Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 9 Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 10 Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung[1] für unsre Sünden. 11 Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. 12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. 15 Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. 16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 

1. Johannes 4,7-16a

Morgengebet am Mittwoch

In Geduld und Liebe ist unser Herr Jesus Christus uns Menschen nahe gekommen, die Hilfe zum Leben brauchen: Starken und Schwachen, Gesunden und Behinderten, Klugen und Unberatenen, Freien und Abhängigen, Seßhaften, Fremden und Obdachlosen. Gott, wir bitten Dich: Teile den Liebesdienst Deines Sohnes Jesus Christus denen aus, die in Not, Verfolgung, in Krankheit, in Hunger, in Ausgrenzung und in Verzweiflung sind. Laß uns mit ihnen nach Deinem Willen fragen, nach dem Heil, das uns bereitet ist in Jesus Christus, unserem Bruder und Freund, Herrn und Gott.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.196f

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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“So wahr ich lebe”, spricht Dein Gott, “mir ist nicht lieb des Sünders Tod!”

Sonnenuntergang über der Schloßkirche (Lutherstadt Wittenberg)

»So wahr ich lebe«, spricht Dein Gott, »mir ist nicht lieb des Sünders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, dass er von Sünden halte still, von seiner Bosheit kehre sich und lebe mit mir ewiglich.«

Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in Deiner Sünd; hier findest Du Trost, Heil und Gnad, die Gott Dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die Sünd ist leid!

Doch hüte Dich vor Sicherheit, denk nicht: »Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich.«

Wahr ist’s: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt.

Johann Heermann 1630 (LKG 220)

Dienstag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah dies Wort zu Jeremia vom HERRN:  2 Nimm eine Schriftrolle und schreibe darauf alle Worte, die ich zu dir geredet habe über Israel, über Juda und über alle Völker von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, nämlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag.  3 Vielleicht wird das Haus Juda, wenn sie hören von all dem Unheil, das ich ihnen zu tun gedenke, sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege, damit ich ihnen ihre Schuld und Sünde vergeben kann.  4 Da rief Jeremia Baruch, den Sohn Nerijas. Und Baruch schrieb auf eine Schriftrolle alle Worte des HERRN, die er zu Jeremia geredet hatte, wie Jeremia sie ihm sagte.  5 Und Jeremia gebot Baruch und sprach: Mir ist’s verwehrt, ich kann nicht in des HERRN Haus gehen.  6 Du aber geh hin und lies die Schriftrolle, auf die du des HERRN Worte, wie ich sie dir gesagt habe, geschrieben hast, dem Volk vor im Hause des HERRN am Fasttage, und du sollst sie auch lesen vor den Ohren aller Judäer, die aus ihren Städten hereinkommen.  7 Vielleicht werden sie sich mit Beten vor dem HERRN demütigen und sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege; denn der Zorn und Grimm ist groß, den der HERR diesem Volk angedroht hat.  8 Und Baruch, der Sohn Nerijas, tat alles, wie ihm der Prophet Jeremia befohlen hatte, dass er die Worte des HERRN aus der Schriftrolle vorläse im Hause des HERRN.  9 Es begab sich aber im fünften Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, im neunten Monat, dass man ein Fasten ausrief vor dem HERRN für alles Volk zu Jerusalem und für alles Volk, das aus den Städten Judas nach Jerusalem kam.  10 Und Baruch las aus der Schriftrolle die Worte Jeremias vor im Hause des HERRN, in der Kammer Gemarjas, des Sohnes Schafans, des Schreibers, im oberen Vorhof bei dem neuen Tor am Hause des HERRN, vor dem ganzen Volk.  11 Als nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Schafans, alle Worte des HERRN gehört hatte aus der Schriftrolle,  12 ging er hinab in des Königs Haus in die Kanzlei. Und siehe, dort saßen alle Oberen: Elischama, der Schreiber, Delaja, der Sohn Schemajas, Elnatan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Schafans, und Zidkija, der Sohn Hananjas, samt allen andern Oberen.  13 Und Michaja berichtete ihnen alle Worte, die er gehört hatte, als Baruch dem Volk aus der Schriftrolle vorlas.  14 Da sandten alle Oberen Jehudi, den Sohn Netanjas, des Sohnes Schelemjas, des Sohnes Kuschis, zu Baruch und ließen ihm sagen: Nimm die Schriftrolle, aus der du dem Volk vorgelesen hast, mit dir und komm! Und Baruch, der Sohn Nerijas, nahm die Schriftrolle mit sich und kam zu ihnen.  15 Und sie sprachen zu ihm: Setze dich und lies vor, dass wir’s hören! Und Baruch las ihnen vor.  16 Und als sie alle die Worte hörten, entsetzten sie sich untereinander und sprachen zu Baruch: Wir müssen alle diese Worte dem König anzeigen.  17 Und sie fragten Baruch: Sage uns, wie hast du alle seine Worte niedergeschrieben?  18 Baruch sprach zu ihnen: Jeremia hat mir alle diese Worte vorgesagt, und ich schrieb sie mit Tinte auf die Schriftrolle.  19 Da sprachen die Oberen zu Baruch: Geh hin und verbirg dich mit Jeremia, dass niemand wisse, wo ihr seid! 

Jeremia 36,1-19

Tageslese

Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mithilfe des HERRN. 2 Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann. 3 Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. 4 Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. 6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? 7 Ist’s nicht so: Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. 8 Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 9 Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? 10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde. 11 Und nun: Verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. 12 Wenn du den Acker bebauen wirst, soll er dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden. 13 Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Schuld ist zu schwer, als dass ich sie tragen könnte. 14 Siehe, du treibst mich heute vom Acker, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir’s gehen, dass mich totschlägt, wer mich findet. 15 Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, der ihn fände. 16 So ging Kain hinweg von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseits von Eden, gegen Osten. 

1. Mose (Genesis) 4,1-16

Gebet am Dienstag

Wenig richten wir aus – viel richten wir an: Schäden an Seele und Leib; Wunden, die so schnell nicht heilen; Zweifel, die immer wieder kommen; Schuld, die unseren Lebensschritt hemmt. Offen vor Dir, heiliger Gott, liegt unser ganzes Leben. Niemand kann sich selber freisprechen. Wir bitten: Führe uns durch Reue aus der Gefangenschaft in unserem Ich. Hilf Deiner Kirche zu aufrichtiger Buße und Umkehr. Vergib uns allen unsere Schuld, durch Jesus, Deinen Sohn unseren Herrn, der ohne Sünde war und doch all unsere Sünde getragen hat.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.195

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind meine begangne Sünden!

Lutherland-Tour 2024 with President Matthew Harrison in our chapel at the Old Latin School (Lutherstadt Wittenberg)

Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein begangne Sünden! Da ist niemand, der helfen kann, auf dieser Welt zu finden.

Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Erde Enden, und wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden.

Zu Dir flieh ich; verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins Gricht, Dein Sohn hat mich versühnet.

Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, so fahr hier fort nur schone dort und laß mich hier wohl büßen.

Gib, Herr, Geduld, vergiß die Schuld, verleih ein ghorsam Herze, daß ich nur nicht, wies wohl geschicht, mein Heil murrend verscherze.

Handle mit mir, wies dünket Dir, auf Dein Gnad will ichs leiden nur wollst Du mich nicht ewiglich, mein Gott, dort von Dir scheiden.

Martin Rutilius oder Johann Major (Jena 1613: LKG 219)

Montag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich das Haus Israel und das Haus Juda besäen will mit Menschen und mit Vieh.  28 Und gleichwie ich über sie gewacht habe, auszureißen und einzureißen, zu verderben und zu zerstören und zu plagen, so will ich über sie wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR.  29 Zu derselben Zeit wird man nicht mehr sagen: »Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Kindern werden die Zähne stumpf«,  30 sondern ein jeder wird um seiner eigenen Schuld willen sterben, und wer saure Trauben isst, dem werden die Zähne stumpf.  

31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,  32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;  33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.  34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. 

Jeremia 31,27-34

Tageslese

Von der brüderlichen Liebe aber ist es nicht nötig, euch zu schreiben. Denn ihr selbst seid von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben. 10 Und das tut ihr ja auch an allen Brüdern und Schwestern in ganz Makedonien. Wir ermahnen euch aber, dass ihr darin noch vollkommener werdet, 11 und eure Ehre darein setzt, dass ihr ein stilles Leben führt und das Eure schafft und mit euren eigenen Händen arbeitet, wie wir euch geboten haben, 12 damit ihr ehrbar wandelt vor denen, die draußen sind, und auf niemanden angewiesen seid. 

1. Thessalonicher 4,9-12

Morgengebet am Montag

Gott: Viele haben ihre Arbeit verloren, sehen keinen Sinn in dem, was sie jeden Tag machen. Menschen werden ausgenützt oder sind überlastet, während einige gut leben auf Kosten anderer. In all dem weist Du uns an den, der für uns gearbeitet und sein Leben geopfert hat. Darum bitten wir Dich: Laß alle, die wir vor Dir nennen, Eltern und Geschwister, Kinder und Enkel, Neffen und Nichten, Verwandte und Bekannte, Freunde und Feinde, Christen hier und in alle Welt, Kirche und Mission, Pastoren, Bischöfe, Lehrer, Missionare und Evangelisten, Kirchenvorsteher und Gehilfen, Diakonissen, Große und Kleine, Alt und Jung, Reich und Arm, Menschen auf allen Kontinenten teilhaben an der Frucht des Lebens und Sterbens Jesu Christi, unseres Bruders und Herrn. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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