“Kommt her zu mir”, spricht Gottes Sohn.

Kommt, sehet und schmeckt wie freundlich der Herr ist.

“Kommt her zu mir”, spricht Gottes Sohn, “all die Ihr seid beschweret nun,  mit Sünden hart beladen, Ihr Jungen, Alten, Frau und Mann, ich will Euch geben, was ich han, will heilen Euren Schaden.

Mein Joch ist sanft, leicht meine Last, und jeder, der sie willig faßt, der wird der Höll entrinnen. Ich will ihm tragen, was zu schwer; mit meiner Hilf und Kraft wird er das Himmelreich gewinnen.”

Gern wollt die Welt auch selig sein, wenn nur nicht wär die schwere Pein, die alle Christen leiden; nun aber kanns nicht anders sein, Darum ergeb sich nur darein, wer ewig Pein will meiden.

Heut ist der Mensch schön, jung und rank, sieh, morgen ist er schwach und krank, bald muß er auch gar sterben; gleichwie die Blumen auf dem Feld, also wird diese schnöde Welt in einem Nu verderben.

Die Welt erzittert ob dem Tod; liegt einer in der letzten Not, dann will er gleich fromm werden; einer schafft´ dies, der andre das, sein arme Seel er ganz vergaß, dieweil er lebt´ auf Erden.

Georg Grünwald 1530 (LKG 246,1-5)

Christus spricht:  “Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid;  ich will Euch erquicken.” (Matthäus 11,28) 

Freitag nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis (Die Einladung) 

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, gib Deiner Gemeinde Deinen Geist und göttliche Weisheit, daß Dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit gepredigt und Deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir in beständigem Glauben Dir dienen, und im Bekenntnis Deines Namens bis ans Ende beharren, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 140.

Fortlaufende Lesung

Was aber die Sammlung für die Heiligen angeht: Wie ich den Gemeinden in Galatien geboten habe, so sollt auch ihr tun!  2 An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, so viel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme.  3 Wenn ich aber gekommen bin, will ich die, die ihr für bewährt haltet, mit Briefen senden, dass sie eure Gabe nach Jerusalem bringen.  4 Wenn es aber die Mühe lohnt, dass auch ich hinreise, sollen sie mit mir reisen.  

5 Ich will aber zu euch kommen, sobald ich durch Makedonien gezogen bin; denn durch Makedonien will ich nur durchreisen.  6 Bei euch aber werde ich, wenn möglich, eine Weile bleiben oder auch den Winter zubringen, damit ihr mich dann geleitet, wohin ich ziehen werde.  7 Denn ich will euch jetzt nicht nur sehen, wenn ich durchreise; ich hoffe ja, einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn es der Herr zulässt.  8 Ich werde aber in Ephesus bleiben bis Pfingsten.  9 Denn mir ist eine große Tür aufgetan zu reichem Wirken; es gibt aber auch viele Widersacher.  10 Wenn Timotheus kommt, so seht zu, dass er ohne Furcht bei euch sein kann; denn er treibt das Werk des Herrn wie ich.  11 Dass ihn nur nicht jemand verachte! Geleitet ihn aber in Frieden, dass er zu mir komme; denn ich warte auf ihn mit den Brüdern.  12 Von Apollos, dem Bruder, aber sollt ihr wissen, dass ich ihn immer wieder gebeten habe, mit den Brüdern zu euch zu kommen; aber es war durchaus nicht sein Wille, jetzt zu kommen; er wird aber kommen, wenn es ihm gelegen sein wird. 

1.Korinther 16,1-12

Tageslese

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr. 23 Ich schwöre bei mir selbst, und Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, ein Wort, bei dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören 24 und sagen: Im HERRN habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Aber alle, die ihm widerstehen, werden zu ihm kommen und beschämt werden. 25 Im HERRN wird gerecht werden Israels ganzes Geschlecht und wird sich seiner rühmen. 

Jesaja 45,22-25

Fürbittgebet am Freitag

Herr Gott, lieber Vater!

Wir bitten Dich für die Menschen unserer Zeit. Sie haben das Klagen und das Loben verlernt. Sie haben den Weg mit Dir verloren. Sie haben den Menschen vergessen in ihrer Not. So rufen wir an ihrer statt zu Dir um Hilfe. Wie du uns in der Gemeinde der Bettler und Lobsänger geholfen hast, so hilf auch ihnen durch uns. 

Wir denken an die vielen, die wir nicht kennen und die doch Deiner und unserer Hilfe bedürfen: 

An die Hungernden auf unserer Erde und an die Armen, an alle, die von der Gedankenlosigkeit der Reichen und Satten übersehen werden.

Wir denken an alle, die allein sind, an alle, die sich an Entscheidungen quälen, die von Sorgen zermürbt sind und vor Überarbeitung nicht wissen, wohin;

an all die jungen Menschen, die der Hunger nach Leben quält, die an Konvention zu ersticken meinen, und an die Alten, die auf ihren Tod zugehen.

Wir bitten Dich für die Hungernden, daß sie sich nicht mit Haß betäuben, sondern Hilfe erfahren und in Liebe ihr Brot zu teilen wissen. 

Wir bitten Dich für die Satten, daß sie ihren Überfluß nicht verschleudern, sondern barmherzig und gerecht verteilen. 

Wir bitten Dich für die Kranken, daß sie ihre Schmerzen ertragen und hilfreiche Pfleger ihnen aushelfen.

Für die Sterbenden, daß sie ihr Leben noch einmal bedenken und durch Christus in Frieden entschlafen können.

Wir bitten Dich für die Gefangenen, daß sie quälende Zeit der Einsamkeit mit Geduld überwinden und nicht verbittert werden, für ihre Wachen, daß sie den verlassenen Menschen sehen und nicht die unmenschliche Nummer.

Wir bitten Dich für die Angefochtenen, daß sie in ihrer Unruhe nicht bei sich selber bleiben, sondern das Gespräch suchen, für die Selbstsicheren, daß sie sich nicht vermessen in ihren Urteilen, sondern das Fragen lernen.

Wir bitten Dich für alle, denen vor der Zukunft graut, die die Schuld ihrer Vergangenheit drückt und die dem Haß zu verfallen drohen und sich so vor Dir und den Menschen trennen.

Laß uns nicht vergessen, daß Du in Jesus Christus, dem Gekreuzigten, in die Tiefen unserer Leiden und der Gottverlassenheit gekommen bist, um uns alle in die Gemeinschaft Deiner Liebe zurückzuholen.

Herr, unser Gott, laß uns nicht nur für unsere Brüder bitten, sondern hilf uns, Wege zu finden, auch das Nötige zu tun. Amen. 

Orate fratres S. 60

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben

Bardzrberd-Evangeliar (Armenien, 1248)

Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, der mir hat mein’ Leib und Seel gegeben, mein Vater, der mich schützt von Mutterleibe an, der alle Augenblick viel Guts an mir getan.

Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut.

Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft.

Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles lobet, was in allen Lüften schwebet; gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist,

dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engelschar das Heilig, Heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit: Gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit!

Johann Olearius 1665 (LKG 195)

Christus spricht:

“Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid;

ich will Euch erquicken.”

(Matthäus 11,28) 

Donnerstag nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis (Die Einladung) 

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, gib Deiner Gemeinde Deinen Geist und göttliche Weisheit, daß Dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit gepredigt und Deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir in beständigem Glauben Dir dienen, und im Bekenntnis Deines Namens bis ans Ende beharren, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 140.

Fortlaufende Lesung

Das sage ich aber, liebe Brüder und Schwestern, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit.  51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;  52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.  53 Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.  54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in den Sieg.  55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?«  56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.  57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!  58 Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. 

1. Korinther 15:50-58

Tageslese

Er sprach aber auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade weder deine Freunde noch deine Brüder noch deine Verwandten noch reiche Nachbarn ein, damit sie dich nicht etwa wieder einladen und dir vergolten wird. 13 Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, 14 dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir aber vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Lukas 14,12-15

Fürbitte am Donnerstag

Herr, unser Gott, in deiner Hand stehen Rassen und Völker und Nationen. Zerstöre alle Mauern zwischen uns. Vergib uns alles Unrecht, das wir unseren Brüdern getan haben, wodurch wir deine Botschaft unglaubwürdig machen. Laß den Geist der Versöhnung siegen. Wir befehlen Dir alle, die nicht den Weg der Gewalt gehen wollen. Gib Frieden den Christen und den Nichtchristen. Amen.

Orate fratres S. 53

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Erhebe Dich, steig zu ihm auf und lern ihn recht erkennen

Kurfürstenbibel 1653

Erhebe Dich, steig zu ihm zu, und lern ihn recht erkennen, denn solch Erkenntnis bringt Dir Ruh und macht die Seele brennen in reiner Liebe, die uns nährt zum ewgen Freudenleben, da, was allhier kein Ohr gehört, Gott wird zu schauen geben
den Augen seiner Kinder.

Weh aber dem verstockten Heer, das sich hier selbst verblendet, Gott von sich stößt, und seine Ehr auf Kreaturen wendet: dem wird gewiß des Himmels Tür einmal verschlossen bleiben; denn wer Gott von sich treibt allhier, den wird er dort auch treiben von seinem heilgen Throne.

Ei nun, so gib, Du großer Held, Gott Himmels und der Erden, daß alle Menschen in der Welt zu Dir bekehret werden. Erleuchte, was verblendet geht, bring wieder, was verirret,
reiß aus, was uns im Wege steht und freventlich verwirret die Schwachen in dem Glauben,

auf daß wir also allzugleich zur Himmelspforte dringen und dermaleinst in Deinem Reich ohn alles Ende singen, daß Du alleine König seist, hoch über alle Götter, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, der Frommen Schutz und Retter: Ein Wesen, drei Personen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 194,5-8)

Christus spricht: “Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.” (Matthäus 11,28) 

Mittwoch nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis (Die Einladung) 

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, gib Deiner Gemeinde Deinen Geist und göttliche Weisheit, daß Dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit gepredigt und Deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir in beständigem Glauben Dir dienen, und im Bekenntnis Deines Namens bis ans Ende beharren, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 140.

Fortlaufende Lesung

Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen?  36 Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.  37 Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem.  38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib.  39 Nicht alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes Fleisch haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vögel, ein anderes die Fische.  40 Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen.  41 Einen andern Glanz hat die Sonne, einen andern Glanz hat der Mond, einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch seinen Glanz.  42 So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.  43 Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft.  44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib.  45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen«, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.  46 Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche.  47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel.  48 Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen.  49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. 

1. Korinther 15,35-49

Tageslese

Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. 26 Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen. 27 Alles ist mir übergeben von meinem Vater, und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. 28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. 

Matthäus 11,25-30

Fürbitte am Mittwochmorgen

Lieber Vater im Himmel!

Du hast uns mit unseren Kindern so reich gemacht. Dafür danken wir dir viel zu wenig. Wir seufzen oft über ihre Unarten und übersehen das Gute, das du in sie hineingelegt hast. Bei aller Mühe um ihr Gedeihen bereiten sie uns doch immer viel Freude.

Gib uns den rechten Blick für unsere Kinder, Zeit und Geduld. Schenke uns Liebe und Zucht, Güte und Festigkeit, wo sie nötig sind. Lehre uns, unsere Kinder recht zu begleiten, auch wenn sie sich uns verschließen und wir sie nicht verstehen. 

Bewahre sie vor bösem Einfluß und schlechten Wegen, erwecke vielmehr ihr Herz zu fröhlichem Glauben an dich. Laß uns weise sein, ihnen deinen Willen so zu bezeugen, daß sie Lust bekommen, danach zu leben. Wehre dem Geist der Sorge und der Unzufriedenheit in unserer Familie, damit unsere Kinder erkennen können, wie du für sie und uns alle sorgst. In deine Führung befehlen wir unsere Kinder. Hilf uns, sie lieb zu behalten, weil du sie uns gabst. Amen. 

Orate fratres S. 45

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Was alle Weisheit in der Welt bei uns hier kaum kann lallen, das läßt Gott aus dem Himmelszelt in alle Welt erschallen (LKG 194)

Was alle Weisheit in der Welt bei uns hier kaum kann lallen, das läßt Gott aus dem Himmelszelt in alle Welt erschallen, daß er alleine König sei, hoch über alle Götter, groß, mächtig, freundlich, fromm und treu, der Frommen Schutz und Retter: Ein Wesen, drei Personen.

Gott Vater, Sohn und Heilger Geist heißt sein hochheilger Name: so kennt, so nennt, so rühmt und preist ihn der gerechte Same, Gott Abrahams, Gott Isaaks,  Gott Jakobs, den er liebet, Herr Zebaoth, der Tag und Nacht uns alle Gaben giebet und Wunder tut alleine.

Der Vater hat von Ewigkeit den Sohn, sein Bild, erzeuget; der Sohn hat in der Füll der Zeit im Fleische sich gezeiget; der Geist geht ohne Zeit herfür vom Vater und vom Sohne, mit beiden gleicher Ehr und Zier, gleich ewig, gleicher Krone und ungeteilter Stärke.

Sieh hier, mein Herz, das ist Dein Gut, Dein Schatz, dem keiner gleichet; das ist Dein Freund, der alles tut, was Dir zum Heil gereichet; der Dich gebaut nach seinem Bild, für Deine Schuld gebüßet, der Dich mit wahrem Glauben füllt, und all Dein Kreuz durchsüßet mit seinen heilgen Worten.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 194,1-4)

Christus spricht: “Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.” (Matthäus 11,28) 

Montag nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis (Die Einladung) 

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, gib Deiner Gemeinde Deinen Geist und göttliche Weisheit, daß Dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit gepredigt und Deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir in beständigem Glauben Dir dienen, und im Bekenntnis Deines Namens bis ans Ende beharren, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 140.

Fortlaufende Lesung

Was machen denn die, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferstehen, was lassen sie sich dann für sie taufen?  30 Und warum begeben wir uns dann jede Stunde in Gefahr?  31 Täglich sterbe ich, so wahr ihr mein Ruhm seid, den ich habe in Christus Jesus, unserm Herrn.  32 Hätte ich in menschlicher Weise in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft, was hätte es mir geholfen? Wenn die Toten nicht auferstehen, dann »lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!«  33 Lasst euch nicht verführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.  34 Werdet doch einmal recht nüchtern und sündigt nicht! Denn einige wissen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande.

1. Korinther 15,29-34

Tageslese

Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörst. Das ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; denn sie wissen nichts als Böses zu tun. 

Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden; darum lass deiner Worte wenig sein. 2 Denn wo viel Mühe ist, da kommen Träume, und wo viel Worte sind, da hört man den Toren. 3 Wenn du Gott ein Gelübde tust, so zögere nicht, es zu halten; denn er hat kein Gefallen an den Toren; was du gelobst, das halte. 4 Es ist besser, du gelobst nichts, als dass du nicht hältst, was du gelobst. 5 Lass nicht zu, dass dein Mund dich in Schuld bringe, und sprich vor dem Boten nicht: Es war ein Versehen. Gott könnte zürnen über deine Worte und verderben das Werk deiner Hände. 6 Wo viel Träume sind, da ist Eitelkeit und viel Gerede; darum fürchte Gott!

Prediger 4,17 – 5,6

Fürbitte am Dienstag

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Wir danken dir von Herzen, daß du dir eine heilige christliche Kirche in dieser Welt erbaust. Erhalte uns durch die Predigt des Evangeliums in der Gemeinschaft des Glaubens auf dem einen Grund, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Gieße deinen Heiligen Geist aus über unsere Gemeinden, damit wir deine Gnadengaben, Wort und Sakrament, treu gebrauchen und nicht zu denen gehören, die den Namen haben, daß sie leben und sind doch tot.

Erwecke dir Arbeiter nach deinem Herzen für den mannigfaltigen Dienst in deiner Kirche. Gib den Bischöfen, Hirten und Lehrern Mut und freudige Zuversicht, daß sie festhalten am Gebet und im Dienst des reinen Wortes. Rüste sie und alle, die im Werk der Liebe, der Jugendunterweisung, Seelsorge an Kranken, Alten und in sonstiger Arbeit der Kirche stehen, mit deiner Kraft aus. Laß die Schlafenden erweckt, die Irrenden bekehrt, die Schwachen gestärkt, die Kleinmütigen und Betrübten mit deinem Trost erquickt werden. Nimm dich besonders aller bedrängten Brüder und Schwestern an, damit durch ihren Dienst auch unter Anfechtung und Behinderung dein Reich gebaut werde. Stärke, die um deines Namens willen leiden; sei bei denen, die auf einsamen Posten stehen. 

Laß alle, die zu deinem heiligen Werk berufen sind, eins sein in der Liebe, daß sie und wir nur deines Namens Ehre vor Augen haben und einmütig danach trachten, deine Gemeinde zu fördern und zu sammeln für deinen großen Tag, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Orate fratres S. 35f

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Gott Vater, Herr, wir danken Dir

Gott Vater, Herr, wir danke Dir, daß Du uns bhütest für und für,
ernährest uns so mildiglich: bewahr uns ferner gnädiglich.

Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott, hast uns erlöst vom ewgen Tod
und uns verdient das Himmelreich: mach uns Dein’ lieben Engeln gleich.

Gott heilger Geist, Du Tröster gut, der Du giebst rechten Sinne und Mut;
den Glauben, Lieb und Hoffnung mehr  und uns von Sünden zu Dir kehr.

Du heilige Dreifaltigkeit, Du seist gelobt in Ewigkeit.
O treuer Gott, am letzten End  nimm unsre Seel in Deine Händ.

Württemberg 1583 (LKG 193)

Christus spricht: “Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.” (Matthäus 11,28) 

Montag nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis (Die Einladung) 

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, gib Deiner Gemeinde Deinen Geist und göttliche Weisheit, daß Dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit gepredigt und Deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir in beständigem Glauben Dir dienen, und im Bekenntnis Deines Namens bis ans Ende beharren, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 140.

Fortlaufende Lesung 

Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.  21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.  22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.  23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird;  24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt.  25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat«  26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.  27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.  28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem. 

1. Korinther 15,20-28

Tageslese

In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. 3 Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst. 4 Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. 5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten[1] aus Antiochia. 6 Diese stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten ihnen die Hände auf. 7 Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam. 

Apostelgeschichte 6,1-7

Fürbitte am Montag

Allmächtiger, barmherziger Gott, der du durch Jesus Christus zum Heile aller Menschen ein Reich angefangen hast bis an die Enden der Erde, sende Boten in die Völkerwelt, die das Licht deines Wortes zu denen bringen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. Mache die Gemeinde in der Heimat willig zu deinem Werk in Gebet und Opfer. 

Dir befehlen wir unsere Brüder und Schwestern, die draußen in der Arbeit stehen. Rüste sie aus mit deinem Geist, daß sie mit Freudigkeit Zeugnis von dir ablegen. Laß dein Wort überalle offene Türen und willige Herzen finden. 

Dir befehlen wir alle Missionsgesellschaften mit ihren Leitern und Lehrern und die jungen Brüder in der Ausbildung:  T.Doe Johnson [MTh] – Suah, Esther, Cindy und Marco Siphele Zikhali;  John Nkambule [ThD], Tandi …Godfrey Shuping, Naledi, Botlare und Rorisang; Vincent Cane und William Maphalala; Vusi Dirang Billy Boy Bojane, Masi Norman Monthato und Odireleng Sengwaketse; Alex Sigubudu [dropped out in 2007] und Boss Sebeelo [2]; [Angus Lukeeta dropped out in 2006], Bongani Dlamini, Ngobese Bheki, [dropped out in 2007, to restart in 2008] Moses Mokopanele, Motlhatlosi Sebeelo, Jerome Wamala, Samuel Ogwang [dropped out in 2008], Kamya Moses Wako, Aaron Bamuwamye, Thomas Beneke [Oberursel]. Silas Mogale; Phenyo Mokgaimena; Johnson Obura; Johnson Balihikya; Robert Wakiso; Benson Barahuka;  Nicholas Bwire and Daniel Nkoyooyo. [Jabulani Chris Khumalo], [Paul Mosimanegape Sephai], Eric Ghebotoe [Ghana], [Sipho Hlatshwayo], Alex Ambani [Kenya], Gemah P.F. Ballah [Liberia], Bishop Peter Anibati [Sudan]; James Odoo, York Waako, Peter Maganda and Dr. Dr. Frank Kainerugaba [Uganda], Boitumelo Magosinyana, Ipeleng Makoka. Jacob Mueller [SID]; Obed [Ghana]; Dr. Ekyarikunda Enoch Macben Barahuka [Uganda]; Pierre Fataki [Congo]; Skosana Thokane [Middleburg]; Joshua Kalisa [Rwanda]; Amisi Lubamba [Congo]; Tabane Mthwane [Ohlangeni]; Norman Lerotse [North-West]; Memory [Zimbabwe]; Jeremiah [Local]; Vryburg [5];  Kurt Paul [Panbult]; Lenkwe; Rantshwantswe; Raputhu; Hermann Madimabe; Siza Lugojolo; 

Wir bitten Dich für dein altes Bundesvolk Israel: Nimm die Decke von seinen Augen, daß es Jesus Christus als seinen Messias erkenne und annehme.

Erbarme Dich aller, die falsche Propheten anhangen, daß sie sich bekehren zu dem wahren Propheten Jesus Christus. 

Nimm Dich der jungen Kirchen, ihrer Gemeinden, Hirten und Lehrer an, daß sie wachsen in der Erkenntnis der Wahrheit und in der Liebe zu Dir und Dich mit glaubwürdigem Wandel unter ihren heidnischen Volksgenossen bezeugen. 

Führe den Tag herauf, da die eine Herde unter dem einen Hirten herrlich in Erscheinung tritt und wir mit allen Deinen Kindern vereint sind in Deinem ewigen Reich. Amen. 

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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2nd Sunday after Trinity

Parable of the Great Banquet by Brunswick Monogrammist (circa 1525), location: National Museum, Warsaw

Come to me, all you who are weary and burdened, and I will give you rest. Mt.11,28

Introitus

Your steadfast love, O Lord, extends to the heavens,
    your faithfulness to the clouds.
Your righteousness is like the mighty mountains;
    your judgments are like the great deep;
    you save humans and animals alike, O Lord.

How precious is your steadfast love, O God!
    All people may take refuge in the shadow of your wings.
They feast on the abundance of your house,
    and you give them drink from the river of your delights.
For with you is the fountain of life;
    in your light we see light.

O continue your steadfast love to those who know you
    and your salvation to the upright of heart!

Psalm 36,6-10

Old Testament lesson

“Hey, all who are thirsty, come to the water! You who have no money, come! Buy and eat!
Come! Buy wine and milk without money and without cost.  Why pay money for something that will not nourish you? Why spend your hard-earned money on something that will not satisfy? Listen carefully to me and eat what is nourishing!  Enjoy fine food.  Pay attention and come to me. Listen, so you can live.
Then I will make an unconditional covenantal promise to you, just like the reliable covenantal promises I made to David. Look, I made him a witness to nations, a ruler and commander of nations.” Look, you will summon nations you did not previously know; nations that did not previously know you will run to you, because of the Lord your God,
the Holy One of Israel, for he bestows honor on you.

Isaiah 55,1-5

Epistle lesson (Sermon)

(Therefore remember that formerly you, the Gentiles in the flesh—who are called “uncircumcision” by the so-called “circumcision” that is performed on the body by human hands— that you were at that time without the Messiah, alienated from the citizenship of Israel and strangers to the covenants of promise, having no hope and without God in the world. But now in Christ Jesus you who used to be far away have been brought near by the blood of Christ. For he is our peace, the one who made both groups into one and who destroyed the middle wall of partition, the hostility, when he nullified in his flesh the law of commandments in decrees. He did this to create in himself one new man out of two, thus making peace, and to reconcile them both in one body to God through the cross, by which the hostility has been killed.) 

And he (IX) came and preached peace to you who were far off and peace to those who were near, so thatthrough him we both have access in one Spirit to the Father.So then you are no longer foreigners and noncitizens, but you are fellow citizens with the saints and members of God’s household, because you have been built on the foundation of the apostles and prophets, with Christ Jesus himself as the cornerstone. In him the whole building, being joined together, grows into a holy temple in the Lord,in whom you also are being built together into a dwelling place of God in the Spirit.

Ephesians 2,11-22

Holy Gospel

When one of those at the meal with Jesus heard this, he said to him, “Blessed is everyone who will feast in the kingdom of God!” But Jesus said to him, “A man once gave a great banquet and invited many guests. At the time for the banquet he sent his slave to tell those who had been invited, ‘Come, because everything is now ready.’But one after another they all began to make excuses. The first said to him, ‘I have bought a field, and I must go out and see it. Please excuse me.’ Another said, ‘I have bought five yoke of oxen, and I am going out to examine them. Please excuse me.’ Another said, ‘I just got married, and I cannot come.’ So the slave came back and reported this to his master. Then the master of the household was furious and said to his slave, ‘Go out quickly to the streets and alleys of the city, and bring in the poor, the crippled, the blind, and the lame.’ Then the slave said, ‘Sir, what you instructed has been done, and there is still room.’ So the master said to his slave, ‘Go out to the highways and country roads and urge people to come in, so that my house will be filled. For I tell you, not one of those individuals who were invited will taste my banquet!’

Luke 14,15-24

Confession of the church 

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene creed

Hymn of the week

“Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn, all die Ihr seid beschweret nun,  mit Sünden hart beladen, Ihr Jungen, Alten, Frau und Mann, ich will Euch geben, was ich han, will heilen Euren Schaden.

Mein Joch ist sanft, leicht meine Last, und jeder, der sie willig faßt, der wird der Höll entrinnen. Ich helfe ihm tragen, was zu schwer; mit meiner Hilf und Kraft wird er das Himmelreich gewinnen.”

Gern wollt die Welt auch selig sein, wenn nur nicht wär die schwere Pein, die alle Christen leiden; nun aber kann nicht anders sein, darum ergeb sich nur darein, wer ewig Pein will meiden.

Heut ist der Mensch schön, jung und rank, sieh, morgen ist er schwach und krank, bald muß er auch gar sterben; gleichwie die Blumen auf dem Feld, also wird diese schöne Welt in einem Nu verderben.

Die Welt erzittert ob dem Tod; liegt einer in der letzten Not, dann will er gleich fromm werden; einer schaff´ dies, der andre das, sein arme Seel er ganz vergaß, dieweil er lebt´ auf Erden.

Und wenn er nicht mehr leben kann, hebt eine große Klag er an, will sich nun Gott ergeben; ich fürcht fürwahr, die göttlich Gnad, die er allzeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben.

Dem Reichen hilft doch nicht sein Gut, dem Jungen nicht sein stolzer Mut, er muß aus diesem Maien; wenn einer hätt die ganze Welt, Silber und Gold und alles Geld, doch muß er an den Reihen.

Dem G´lerhten hilft doch nicht sein Kunst, die weltlich Pracht ist gar umsonst, wir müssen alle sterben. Wer sich in Christo nicht bereit´, weil er lebt in der Gnadenzeit, ewig muß er verderben.

Höret und merkt, ihr lieben Kind, die jetzo Gott ergeben sind: laßt Euch die Müh nicht reuen, halt´ fest am heiligen Gotteswort, das ist Euer Trost und höchster Hort, Gott wird Euch schon erfreuen.

Und was der ewig gütig Gott in seinem Wort versprochen hat, geschworn bei seinem Namen, das hält und gibt er gwiß fürwahr. Der helf uns zu der Engel Schar, durch Jesum Christum! Amen.

Georg Grünwald 1530 (LKG 246)

Sermon on Ephesians 2

Prayer of the week

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

O Lord, You have brought us who once were far off near to You by the blood of Christ. Bless the mission of Your Church in our land and throughout the world, that through the proclamation of the Gospel many may be built together with us into a dwelling place for You. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, see the many places at Your table this day that stand empty! Make us faithful to go out to the highways and hedges, wherever You have placed us in this world, to make known Your gracious invitation to Your feast of forgiveness and love, that Your house may be filled. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, since everyone who hates his brother is a murderer and no murderer has eternal life in Christ, pour Your Son’s love into our hearts. By Your Spirit, let us abandon the hatred of others and abide in love, not casting away the gift of eternal life that He has won for us. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, give diligence to all who serve in the high duty of father or mother and to all who guard and rear children. In word and deed, let their lives show forth the blessings of Christ, the certainty of His mercy for sinners and the primacy of the Means of Grace, by which faith is created, strengthened and preserved to life everlasting. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, preserve peace in our land and uphold our nation’s leaders, especially Olaf, Vlodimir, Cyril and Joseph,  Reiner.. Enable our leaders, lawmakers and judges to govern according to Your will and not contrary to Your order, knowing that all authority under heaven comes from You. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, we lift before You the many afflictions of our brothers and sisters especially Matthew & Cathy, Scott & Mary-Ann; David & Lucy, Mark & Mindy, Daniel & Linda; Markus; Johann, June, Christoph, Ruthi und Walter, Karin, Ingrid, Gisela, Angelika, Oly & Friederike, Isabel, Max & Louis; Elle; Detlev & Biljana, Matz, Timo, Gerhard, Carmela, Manfred & Mechthild. Lothar & Katharina; Eckart und Karl-Heinz, Peter & Linus; Bärbel & Gertrud; Götz, Sylvia & Vivian; Vazlav & Paulina; Thomas; Margot, For the sake of Your righteous Son, hear their cries for help and deliver them out of all their troubles. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, do not let us decline Your invitation to the feast of Christ’s flesh and blood with many excuses, nor let us despise Your kingdom’s eternal banquet! Forgive our weakness for Christ’s sake, and by Your Spirit, give us a hunger and thirst that must be satisfied by Him. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, we give You thanks that through the Holy Word You have called us to Your great Supper. Enliven our hearts by Your Holy Spirit, that we may not hear Your Word without fruit, but prepare ourselves rightly for Your kingdom and not allow ourselves to be hindered by any worldly care; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the same Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod: One-year-series

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the holy one and triune God give You joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly. His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16) and His good Word and Luther´s true teaching remains forever – just as His one, holy Christian Church + Amen.

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Dr. Martin Luther predigt am anderen Sonntag nach der Dreifaltigkeit über den armen Lazarus (Lk.16,19-31)

“Christus als Weltenrichter” (1310 in Luthers Predigkirche – St. Marien) hier nachgebildet von Else Hertzer.

Dr. Martin Luther predigt am zweiten Sonntag nach Trinitatis über unseres Herrn Jesu Christi Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus beim Evangelisten St. Lukas im sechzehnten Kapitel, die Verse 19-31 (WA 52 S.368-376):

Und hier vorgelesen:

An English translation of a sermon by Dr. Martin Luther for the 2nd Sunday after the high Holiday of the Holy Trinity on St.Luke´s gospel chapter 14, 16-24 recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.694-707:

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Gott der Vater wohn uns bei und laß uns nicht verderben

WA Schriften III Bd.35, S.512

Gott der Vater wohn uns bei und laß uns nicht verderben,
mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben.
“Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben,
und auf Dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen,
Dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen,
entfliehen Teufels Listen, mit Waffen Gotts uns fristen.”
Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja.

Jesus Christus wohn uns bei und laß uns nicht verderben,
mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben.
“Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben,
und auf Dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen,
Dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen,
entfliehen Teufels Listen, mit Waffen Gotts uns fristen.”
Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja.

Heilig Geist der wohn uns bei und laß uns nicht verderben,
mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben.
“Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben,
und auf Dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen,
Dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen,
entfliehen Teufels Listen, mit Waffen Gotts uns fristen.”
Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja.

Nach einer Bittfahrtlitanei (15.Jhd), Martin Luther 1524. (LKG 192)

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16) 

Sonnabend nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten) 

Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 139.

Fortlaufende Lesung 

Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?  13 Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden.  14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.  15 Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen.  16 Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden.  17 Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden;  18 dann sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.  19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.

1. Korinther 15,12-19

Tageslese

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. 2 Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte. 3 Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! 4 Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? 5 Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. 6 Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen. 7 Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit. 

Jesaja 5,1-7

Fürbitte am Sonnabend

Barmherziger Heiland, hilf mir stets eingedenk sein, daß ich sterben und für mein Leben und Amt vor Dir Rechenschaft ablegen muß, auf daß ich klug werde. Sei mir ein gnädiger Richter!

Ich gedenke vor Deinem Angesicht aller derer, die Du aus unserer Mitte abgerufen hast, und preise Dich über die, welchen ihren Glauben vollendet haben. Sie sind in Deiner Hand, und keine Qual rührt sie an. Erbarme Dich aber auch in Gnaden derer, welche wie der Schächer erst im letzten Stündlein zu Dir geschrieen haben und tue auch ihnen die Tür zum Vaterhaus auf. 

Sei auch gnädig allen, die durch die Schuld anderer, vielleicht auch durch mein Versagen, den Weg zu Dir verfehlt haben. Laß sie nicht ewig verloren sein.

Erhalte und stärke uns mitten in aller Todesangst und Gefahr. Erquicke uns, die wir Sünder sind und Deinen Zorn verdient haben, nach Deiner Barmherzigkeit mit der Hoffnung des ewigen Lebens, da wir verklärt werden sollen in Deiner Klarheit und Dich schauen von Angesicht zu Angesicht. Amen. 

Orate fratres S. 70

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen

Kirchenfenster „La Paix“ in der “Chapelle des Cordeliers” in Sarrebourg (Marc Chagall 1974-6)

Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle Dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesus recht erkennen und Gott Vater nennen.

Hilf das Kreuz uns tragen, und in finstern Tagen sei Du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlass uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, dass wir fröhlich siegen.

Lass uns hier indessen nimmermehr vergessen, dass wir Gott verwandt; dem lass uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, Du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen.

Benjamin Schmolck 1715 (LKG 191,6-8)

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16) 

Freitag nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten) 

Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 139.

Fortlaufende Lesung 

Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht,  2 durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr’s umsonst geglaubt hättet.  3 Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift;  4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift;  5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.  6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen.  7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln.  8 Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden.  9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.  10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.  11 Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt ihr geglaubt. 

1. Korinther 15,1-11

Tageslese

Und dort kam des HERRN Hand über mich, und er sprach zu mir: Mach dich auf und geh hinaus in die Ebene; da will ich mit dir reden. 23 Und ich machte mich auf und ging hinaus in die Ebene; und siehe, dort stand die Herrlichkeit des HERRN, wie ich sie am Fluss Kebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht. 24 Und der Geist kam in mich und stellte mich auf meine Füße. Und er redete mit mir und sprach zu mir: Geh hin und schließ dich ein in deinem Hause! 25 Und du, Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, dass du nicht unter die Leute gehen kannst. 26 Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, dass du stumm wirst und sie nicht mehr zurechtweisen kannst; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs. 27 Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich dir den Mund auftun, dass du zu ihnen sagen sollst: »So spricht Gott der HERR!« Wer es hört, der höre es; wer es lässt, der lasse es; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs. 

Hesekiel 3,22-27

Morgengebet am Freitag

Herr Gott, lieber Vater!

Wir bitten Dich für die Menschen unserer Zeit. Sie haben das Klagen und das Loben verlernt. Sie haben den Weg mit Dir verloren. Sie haben den Menschen vergessen in ihrer Not. So rufen wir an ihrer statt zu dir um Hilfe. Wie Du uns in der Gemeinde der Bettler und Lobsänger geholfen hast, so hilf auch ihnen durch uns. 

Wir denken an die vielen, die wir nicht kennen und die doch Deiner und unserer Hilfe bedürfen: 

An die Hungernden auf unserer Erde und an die Armen, an alle, die von der Gedankenlosigkeit der Reichen und Satten übersehen werden.

Wir denken an alle, die allein sind, an alle, die sich an Entscheidungen quälen, die von Sorgen zermürbt sind und vor Überarbeitung nicht wissen, wohin; an all die jungen Menschen, die der Hunger nach Leben quält, die an Konvention zu ersticken meinen, und an die Alten, die auf ihren Tod zugehen.

Wir bitten Dich für die Hungernden, daß sie sich nicht mit Haß betäuben, sondern Hilfe erfahren und in Liebe ihr Brot zu teilen wissen. 

Wir bitten Dich für die Satten, daß sie ihren Überfluß nicht verschleudern, sondern barmherzig und gerecht verteilen. 

Wir bitten Dich für die Kranken, daß sie ihre Schmerzen ertragen und hilfreiche Pfleger ihnen aushelfen.

Für die Sterbenden, daß sie ihr Leben noch einmal bedenken und durch Christus in Frieden entschlafen können.

Wir bitten Dich für die Gefangenen, daß sie quälende Zeit der Einsamkeit mit Geduld überwinden und nicht verbittert werden, für ihre Wachen, daß sie den verlassenen Menschen sehen und nicht die unmenschliche Nummer.

Wir bitten Dich für die Angefochtenen, daß sie in ihrer Unruhe nicht bei sich selber bleiben, sondern das Gespräch suchen, für die Selbstsicheren, daß sie sich nicht vermessen in ihren Urteilen, sondern das Fragen lernen.

Wir bitten Dich für alle, denen vor der Zukunft graut, die die Schuld ihrer Vergangenheit drückt und die dem Haß zu verfallen drohen und sich so vor dir und den Menschen trennen.

Laß uns nicht vergessen, daß Du in Jesus Christus, dem Gekreuzigten, in die Tiefen unserer Leiden und der Gottverlassenheit gekommen bist, um uns alle in die Gemeinschaft Deiner Liebe zurückzuholen.

Herr, unser Gott, laß uns nicht nur für unsere Brüder bitten, sondern hilf uns, Wege zu finden, auch das Nötige zu tun. Amen. 

Orate fratres S.60f

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Schmückt das Fest mit Maien

Barbara Potze Photography

Schmückt das Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an, denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn! Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil erfüllen und den Kummer stillen.

Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft und Lebenssaft, lass uns deine teuren Gaben zur Genüge laben.

Lass die Zungen brennen, wenn wir Jesus nennen, führ den Geist empor; gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben.

Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf der Kirche Feld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, dass es gedeih, hundertfältig Früchte bringe, und ihm stets gelinge.

Schlage Deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß Dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen.

Benjamin Schmolck 1715 (LKG 191,1-5)

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16) 

Donnerstag nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten) 

Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 139.

Fortlaufende Lesung 

Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen  34 sollen die Frauen schweigen in den Gemeindeversammlungen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.  35 Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht einer Frau schlecht an, in der Gemeindeversammlung zu reden.  36 Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist’s allein zu euch gekommen?  37 Wenn einer meint, er sei ein Prophet oder vom Geist erfüllt, der erkenne, dass es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe.  38 Wer aber das nicht erkennt, wird nicht erkannt.  39 Darum, liebe Brüder, bemüht euch um die prophetische Rede und wehrt nicht der Zungenrede.  40 Lasst aber alles ehrbar und ordentlich zugehen.

1. Korinther 14,33-40

Tageslese

Und er selbst gab den Heiligen die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Menschen, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch das trügerische Würfeln der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. 15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus wird der ganze Leib zusammengefügt und zusammengehalten durch jede Verbindung, die den Leib nährt mit der Kraft, die einem jeden Teil zugemessen ist. So wächst der Leib und erbaut sich selbst in der Liebe. 

Epheser 4,11-16

Morgengebet am Donnerstag

Herr, wir bitten dich für unser Volk; gib uns eine Regierung, die dich fürchtet. Mache immer mehr Frauen und Männer bereit, die großen Aufgaben der menschlichen Gesellschaft und das Wohl des Einzelnen in unserer Mitte verantwortlich zu bedenken und aktiv mitzugestalten. Schenke Mut zur Erneuerung überall da, wo die bestehenden Verhältnisse die Menschen versklaven.

Erhalte uns den Frieden. Versöhne, die im Streit leben, führe zusammen, die getrennt sind. Stelle an die Spitze der Völker Menschen, die nicht zuerst nach eigener Macht streben, sondern um das Wohl aller besorgt sind.

Herr Gott, wir bitten dich für die Menschen in aller Welt, für die anderen Völker, die anderen Rassen, für alle, die anders denken. Gib, daß wir sie verstehen lernen, daß wir sie achten und lieben. Herr, laß keinen Haß sein zwischen den Völkern, vergib alles Unrecht. Wehre aller Gewaltherrschaft, beende die Kriege. Herr, sende dein Wort in alle Welt. Herr, schenke uns deinen Frieden. Amen. 

Orate fratres S. 53

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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