Lucas Cranach: Jesus am Brunnen mit der samaritischen Frau (Johannes 4)
Herr Jesu Christ, Du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden, wir kommen, Deinen Leib und Blut, wie Du uns hast geladen, zu Deiner Liebe Herrlichkeit und unsrer Seelen Seligkeit zu essen und zu trinken.
O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke, schenk uns Dein schönes Ehrenkleid durch Deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden Dir gepflanzet ein zum ewgen Himmelswesen.
Bleib Du in uns, daß wir in Dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von Dir treiben, bis wir durch Deines Nachtmahls Kraft eingehn zur Himmelsbürgerschaft und ewig selig werden.
Chemnitz 1713 (LKG 42)
Freitag nach dem 10. Sonntag nach Trinitatis (Gott und Volk)
Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Sprüche 14,34
Kollekte für diesen 10. Sonntag nach Trinitatis
Ewiger König und Herr aller Herren, Du hast durch das Evangelium auch unser Volk berufen, daß es Dein Volk sei und Erbe Deiner Verheißung. Wir bitten Dich: Führe uns zur Erkenntnis Deines heilsamen und gnädigen Willens, daß wir verstehen, was zu unserem Frieden dient. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 146
Fortlaufende Lese
Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. 31 Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen. 32 Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein. 33 Und man sah sie wegfahren, und viele hörten es und liefen aus allen Städten zu Fuß dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor. 34 Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing eine lange Predigt an. 35 Da nun der Tag fast vergangen war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Die Stätte ist einsam, und der Tag ist fast vergangen; 36 lass sie gehen, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsum gehen und sich etwas zu essen kaufen. 37 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Silbergroschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben? 38 Er aber sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische. 39 Und er gebot ihnen, dass sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras. 40 Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig. 41 Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. 42 Und sie aßen alle und wurden satt. 43 Und sie sammelten die Brocken auf, zwölf Körbe voll, und von den Fischen. 44 Und die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Männer.
Markus 6,30-44
Tageslese
Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: 2 Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen. 3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. 4 Und wenn der Topf, den er aus dem Ton machte, ihm unter den Händen missriet, machte er daraus wieder einen andern Topf, ganz wie es ihm gefiel. 5 Da geschah des HERRN Wort zu mir: 6 Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr in meiner Hand, Haus Israel.
Jeremia 18,1-6
Morgengebet am Freitag
Allmächtiger Gott, Du hast Deinen Sohn, der gehorsam war bis zum Tode, zu unserem Herrn gemacht: Ihm sollen wir folgen in der Kraft Deines Geistes.
Hilf uns, einander zu dienen, wie er uns gedient hat. Laß uns nicht allein, wenn wir um seinetwillen bedrängt und verachtet werden. Laß die Welt erkennen, daß er der Herr ist, auch durch unsere Worte und Taten, durch unser Leiden und Schweigen.
Wir beten für alle, die nach Gerechtigkeit hungern, für die Opfer der Gewalt und des Terrors, von Krieg und Blutvergießen, für die zu Unrecht Verfolgten, Verhafteten und Verurteilten; für die Gequälten und Gefolterten; für alle, die leiden, weil sie die Wahrheit sagen. Gib, daß sie nicht umsonst leiden.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S. 169
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Dr. Martin Luther predigt am elften Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit wie “unser lieber Herr Christus (uns lehrt), wie wir rechtschaffene Christen und demütig sollen sein” nach dem heiligen Evangelium des St. Lukas im 18. Kapitel, Verse 9-14 (WA 52 S.444-450):
The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 11th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St. Luke 18,9-14 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.871-885:
Rudolf Schäfer (16. September 1878 – 25. Oktober 1961)
Gürte Dein Schwert an die Seit als ein Held und für sie streit und zerschmettere Deine Feind, so viel ihr´ auf Erden seind. Auf die Hälse tritt Du ihn´, les sie Dir zum Schemel hin und brich ihren stolzen Sinn.
Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, dass der Krieg gewinnt ein End.
Jesu, wahrer Friedefürst, der der Schlangen hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbrachte den Fried bei Gott: gib uns Frieden gnädiglich! So wird Dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen Dich.
Johann Heermann 1630 (LKG 266,11-13)
Donnerstag nach dem 10. Sonntag nach Trinitatis (Gott und Volk)
Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Sprüche 14,34
Kollekte für diesen 10. Sonntag nach Trinitatis
Ewiger König und Herr aller Herren, Du hast durch das Evangelium auch unser Volk berufen, daß es Dein Volk sei und Erbe Deiner Verheißung. Wir bitten Dich: Führe uns zur Erkenntnis Deines heilsamen und gnädigen Willens, daß wir verstehen, was zu unserem Frieden dient. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 146
Fortlaufende Lese
Und es kam dem König Herodes zu Ohren; denn der Name Jesu war nun bekannt. Und die Leute sprachen: Johannes der Täufer ist von den Toten auferweckt worden, und darum wirken solche Kräfte in ihm. 15 Andere aber sprachen: Er ist Elia; wieder andere: ein Prophet wie einer der Propheten. 16 Als es aber Herodes hörte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferweckt worden. 17 Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergriffen und ins Gefängnis geworfen um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus; denn er hatte sie geheiratet. 18 Johannes aber hatte zu Herodes gesagt: Es ist nicht erlaubt, dass du die Frau deines Bruders hast. 19 Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten und konnte es nicht. 20 Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war, und hielt ihn in Gewahrsam; und wenn er ihn hörte, wurde er sehr unruhig; doch hörte er ihn gern. 21 Und es kam ein gelegener Tag, als Herodes an seinem Geburtstag ein Festmahl gab für seine Großen und die Obersten und die Vornehmsten von Galiläa. 22 Da trat herein seine Tochter, die von Herodias, und tanzte, und sie gefiel Herodes und denen, die mit zu Tisch lagen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, ich will dir’s geben. 23 Und er schwor ihr feierlich: Was du von mir bittest, will ich dir geben, bis zur Hälfte meines Königreichs. 24 Und sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers. 25 Da ging sie sogleich eilig hinein zum König, bat ihn und sprach: Ich will, dass du mir gibst, jetzt gleich auf einer Schale, das Haupt Johannes des Täufers. 26 Und der König wurde sehr betrübt. Doch wegen der Eide und derer, die mit zu Tisch lagen, wollte er sie nicht abweisen. 27 Und alsbald schickte der König den Henker hin und befahl, das Haupt des Johannes herzubringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis 28 und trug sein Haupt herbei auf einer Schale und gab’s dem Mädchen, und das Mädchen gab’s seiner Mutter. 29 Und da das seine Jünger hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.
Markus 6,14-29
Tageslese
Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte – 2 nachdem der König Jechonja und die Königinmutter mit den Kämmerern und Oberen in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden aus Jerusalem weggeführt waren –, 3 durch Elasa, den Sohn Schafans, und Gemarja, den Sohn Hilkijas, die Zedekia, der König von Juda, nach Babel sandte zu Nebukadnezar, dem König von Babel: 4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen: 5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; 6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. 7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl. 8 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen! 9 Denn sie weissagen euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.
Jeremia 29,1-9
Morgengebet am Donnerstag
Gott, Vater aller Menschen, Du sammelst, die an Dich glauben, in der einen weltweiten, für alle Menschen offene Kirche; wir freuen uns, daß wir zu ihr gehören.
Hilf uns, das Leben zu teilen mit Bekannten und Unbekannten, mit Fremden und Freunden, mit den Menschen, die Du uns besonders anvertraust. Verbinde uns miteinander in lebendigem Glauben, in geduldiger Liebe, in unbeirrbarer Hoffnung.
Wir bitten Dich für unsere Gemeinde, für unsere Kirche und für die ganze Christenheit. Wir bitten Dich für die Männer und Frauen, die besondere Aufgaben unter uns wahrnehmen, daß sie mit uns verbunden bleiben im gemeinsamen Dienst, getragen als Brüder und Schwestern. Amen.
Zeig ihm (dem Vater) Deine Wunden rot, rede von Deinem Kreuz und Tod, und was Du mehr hast getan, zeig ihm unseretwegen an; sage, daß Du unser Schuld hast bezahlet in Geduld, uns erlanget Gnad und Huld.
Jesu, der Du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit Deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zittern sie anschau.
Treuer Hort, Immanuel, Du Beschützer meiner Seel, “Gott mit uns” in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trutz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit.
Deines Vaters starker Arm, komm und unser Dich erbarm. Lass jetzt sehen Deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Rotten trenn, dass Dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn.
Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft, Deine Christen traun auf Dich, auf Dich traun sie festiglich. Lass sie werden nicht zuschand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie Dir doch all bekannt.
Johann Heermann 1630 (LKG 266,6-10)
Mittwoch nach dem 10. Sonntag nach Trinitatis (Gott und Volk)
Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Sprüche 14,34
Kollekte für diesen 10. Sonntag nach Trinitatis
Ewiger König und Herr aller Herren, Du hast durch das Evangelium auch unser Volk berufen, daß es Dein Volk sei und Erbe Deiner Verheißung. Wir bitten Dich: Führe uns zur Erkenntnis Deines heilsamen und gnädigen Willens, daß wir verstehen, was zu unserem Frieden dient. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 146
Fortlaufende Lese
Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht über die unreinen Geister 8 und gebot ihnen, nichts mitzunehmen auf den Weg als allein einen Stab, kein Brot, keine Tasche, kein Geld im Gürtel, 9 wohl aber Schuhe an den Füßen. Und zieht nicht zwei Hemden an! 10 Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus geht, da bleibt, bis ihr von dort weiterzieht. 11 Und wo man euch nicht aufnimmt und euch nicht hört, da geht hinaus und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis. 12 Und sie zogen aus und predigten, man sollte Buße tun, 13 und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und machten sie gesund.
Markus 6,7-13
Tageslese
Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem König als dem Obersten 14 oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. 15 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Tun des Guten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft – 16 als Freie und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als Knechte Gottes. 17 Ehrt jedermann, habt die Brüder und Schwestern lieb, fürchtet Gott, ehrt den König!
1. Petrus 2,13-17
Morgengebet am Mittwoch
Wir danken Dir, guter Gott: Du holst uns aus der Einsamkeit und erfüllst unser Leben mit Freude. Du schenkst uns Geborgenheit in der Familie und bei Freunden.
Wir bitten Dich: Bleibe uns nahe in Deinem Wort, gib uns Mut, Geduld und Zuversicht; bewahre uns vor Eigensucht, vor Leichtsinn und Untreue. Gut ist, was Du geschaffen hast. Vergib uns, wenn wir es verderben; hilf, daß wir es dankbar gebrauchen.
Wir denken vor Dir an unsere Angehörigen und Freunde; an Männer und Frauen, Eltern und Kinder, die es schwer miteinander haben; an die Enttäuschten und Alleingelassenen in unserer Nähe. Gib uns offene Augen und ein offenes Herz für sie.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S. 177
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Rudolf Schäfer (16. September 1878 – 25. Oktober 1961)
Treuer Wächter Israel’, des sich freuet meine Seel, der Du weißest alles Leid Deiner armen Christenheit, o Du Wächter, der Du nicht schläfst noch schlummerst, zu uns richt Dein hilfreiches Angesicht.
Schau, wie große Not und Qual trifft Dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr. Hilf, ach hilf, schütz Deine Lehr! Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo Du nicht bei uns wirst stehn.
Hoherpriester Jesu Christ, der Du eingegangen bist in den heiligen Ort zu Gott durch Dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit Deinem Blut, ausgelöscht der Höllen Glut, wiederbracht das höchste Gut.
Sitzt auch heut ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser einger Gnadenthron seine höchste Freud und Korn, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt:
kläglich schreien wir zu Dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die Du mit höchstem Ruhm Dir erkauft zum Eigentum: Deines Vaters Zorn abwenden, der wie lauter Feur jetzt brennt und schier alle Welt durchrennt.
Johann Heermann 1630 (LKG 266,1-5)
Dienstag nach dem 10. Sonntag nach Trinitatis (Gott und Volk)
Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Sprüche 14,34
Kollekte für diesen 10. Sonntag nach Trinitatis
Ewiger König und Herr aller Herren, Du hast durch das Evangelium auch unser Volk berufen, daß es Dein Volk sei und Erbe Deiner Verheißung. Wir bitten Dich: Führe uns zur Erkenntnis Deines heilsamen und gnädigen Willens, daß wir verstehen, was zu unserem Frieden dient. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 146
Fortlaufende Lese
Und er ging von dort weg und kam in seine Vaterstadt, und seine Jünger folgten ihm nach. 2 Und als der Sabbat kam, fing er an zu lehren in der Synagoge. Und viele, die zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er dies? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche Taten geschehen durch seine Hände? 3 Ist der nicht der Zimmermann, Marias Sohn und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm. 4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und bei seinen Verwandten und in seinem Hause. 5 Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer dass er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte. 6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er zog rings umher in die Dörfer und lehrte.
Markus 6,1-6
Tageslese
Als aber Sanballat und Tobija und die Araber und Ammoniter und Aschdoditer hörten, dass die Wunden der Mauern Jerusalems heilten, weil die Lücken angefangen hatten sich zu schließen, wurden sie sehr zornig 2 und verschworen sich alle miteinander hinzuziehen, um gegen Jerusalem zu kämpfen und dort Verwirrung zu stiften. 3 Wir aber beteten zu unserm Gott und stellten gegen sie Tag und Nacht Wachen auf zum Schutz vor ihnen. 4 Und das Volk von Juda sprach: Die Kraft der Träger ist zu schwach, und da ist zu viel Schutt; wir schaffen es nicht, an der Mauer zu bauen. 5 Unsere Widersacher aber dachten: Sie sollen’s nicht erfahren noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie töten und dem Werk ein Ende machen. 6 Als nun die Juden, die nahe bei ihnen wohnten, kamen und uns wohl zehnmal sagten von all den Plänen, die sie gegen uns ersannen, 7 da stellte ich unten an die Orte hinter der Mauer an den offenen Stellen das Volk auf nach seinen Geschlechtern mit Schwertern, Spießen und Bogen. 8 Und als ich sie besah, machte ich mich auf und sprach zu den Vornehmen und Vorstehern und dem übrigen Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen; gedenkt an den Herrn, der groß und schrecklich ist, und streitet für eure Brüder, Söhne, Töchter, Frauen und Häuser! 9 Als aber unsere Feinde hörten, dass es uns kundgeworden war und Gott ihren Rat zunichtegemacht hatte, kehrten wir alle zur Mauer zurück, ein jeder zu seiner Arbeit. 10 Und es geschah hinfort, dass die Hälfte meiner Leute am Bau arbeitete, die andere Hälfte aber hielt Spieße, Schilde, Bogen und Panzer bereit, und die Obersten standen hinter dem ganzen Haus Juda, 11 das an der Mauer baute. Und die da Lasten trugen, arbeiteten so: Mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der andern hielten sie die Waffe. 12 Und ein jeder, der baute, hatte sein Schwert um die Lenden gegürtet und baute so; und der die Posaune zu blasen hatte, stand neben mir. 13 Und ich sprach zu den Vornehmen und Vorstehern und zum übrigen Volk: Das Werk ist groß und weit, und wir sind auf der Mauer weit verstreut und fern voneinander. 14 Wo ihr nun die Posaune tönen hört, dort sammelt euch zu uns. Unser Gott wird für uns streiten. 15 So arbeiteten wir am Bau, während die Hälfte die Spieße bereithielt, vom Aufgang der Morgenröte, bis die Sterne hervorkamen.
Nehemia 4,1-15
Morgengebet am Dienstag
Dir können wir es sagen, Gott, unser Vater, wenn wir Angst haben; wenn wir voller Fragen sind und keine Antworten wissen; wenn wir in Schwierigkeiten stecken und keine Lösung finden.
Im Vertrauen auf Deinen Sohn bitten wir Dich: Nimm uns die Angst, gibt uns ein ruhiges Herz und klare Gedanken. In Deiner Kraft können wir reden und handeln; in Deinem Frieden sind wir geboren mitten im Kampf.
Sei nahe allen, die Angst haben; Angst vor den anderen, Angst vor sich selbst, Angst vor dem Leben und Angst vor dem Sterben, Angst – wer weiß, wovor. Laß sie Frieden finden in Dir. Amen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S. 173
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Beides, Lachen und auch Zittern, lässt sich in mir jetzt wittern; das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe Deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der Dein Allmacht sollt ergründen?
Nein, Vernunft, die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies Brot nie wird verzehret, ob es gleich viel Tausend nähret, und daß mit dem Saft der Reben uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, die nur Gottes Geist kann deuten!
Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, Du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu Deinen Füßen; laß mich würdiglich genießen diese Deine Himmelsspeise mir zum Heil und Dir zum Preise.
Herr, es hat Dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, daß Du willig hast Dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, Dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken.
Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu Deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög ein Gast im Himmel werden.
Johann Franck 1653 (LKG 42,5-9)
Montag nach dem 10. Sonntag nach Trinitatis (Gott und Volk)
Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Sprüche 14,34
Kollekte für diesen 10. Sonntag nach Trinitatis
Ewiger König und Herr aller Herren, Du hast durch das Evangelium auch unser Volk berufen, daß es Dein Volk sei und Erbe Deiner Verheißung. Wir bitten Dich: Führe uns zur Erkenntnis Deines heilsamen und gnädigen Willens, daß wir verstehen, was zu unserem Frieden dient. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 146
Fortlaufende Lese
Als er noch redete, kamen Leute vom Vorsteher der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du weiter den Meister? 36 Jesus aber hörte nicht auf das, was da gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur! 37 Und er ließ niemanden mit sich gehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. 38 Und sie kamen in das Haus des Vorstehers, und er sah das Getümmel und wie sehr sie weinten und heulten. 39 Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. 40 Und sie verlachten ihn. Er aber trieb sie alle hinaus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, wo das Kind lag, 41 und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: Talita kum! – das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! 42 Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war aber zwölf Jahre alt. Und sie entsetzten sich sogleich über die Maßen. 43 Und er gebot ihnen streng, dass es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.
Markus 5,35-43
Tageslese
So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, 2 für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. 3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als Zeugnis zur rechten Zeit. 7 Dazu bin ich eingesetzt als Prediger und Apostel – ich sage die Wahrheit und lüge nicht –, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.
1. Timotheus 2,1-7
Morgengebet am Montag
Herr, unser Gott. Du hast uns in Deinen Dienst gerufen und unserer Arbeit Deinen Lohn verheißen. Deine Güte überwindet unseren Ehrgeiz und unsere Schwäche.
Wir bitten Dich: Befreie uns von allem, was uns hindert, Deinen Willen zu tun; bewahre uns vor Selbstüberschätzung und blinder Geschäftigkeit; hilf uns auf, wenn wir müde werden und verzagen; laß uns das Ziel erreichen, daß Du uns gesetzt hast.
Wir bitten Dich für die Überlasteten und die Arbeitslosen, die Armen und die Hungernden, die Ausgebeuteten und die Unterdrückten in aller Welt. Wehre dem Unrecht, hilf uns, gerecht zu teilen, was Du uns schenkst.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S. 169
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Schmücke Dich, o liebe Seele, lass die dunkle Sündenhöhle, komm ans helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen. Denn der Herr voll Heil und Gnaden will Dich jetzt zu Gaste laden; der den Himmel kann verwalten, will jetzt Herberg in Dir halten.
Eile, wie Verlobte pflegen, Deinem Bräutigam entgegen, der da mit dem Gnadenhammer klopft an Deine Herzenskummer. Öffn ihm bald die Geistes Pforten, red ihn an mit schönen Worten: “Komm, mein Liebster, laß Dich küssen, laß mich Deiner nicht mehr missen.”
Zwar, zu kaufen teure Waren, pflegt man sonst kein Geld zu sparen, aber Du willst für die Gaben Deiner Huld kein Geld nicht haben, weil in allen Bergwerksgründen kein solch Kleinod ist zu finden, das die blutgefüllten Schalen und dies Manna kann bezahlen.
Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach Deiner Güte, ach wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach Deiner Kost zu sehnen, ach wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten! Wünsche stets, daß mein Gebeine sich durch Gott mit Gott vereine.
Johann Frank 1653 (LKG 41,1-4)
Samstag nach dem 9. Sonntag nach Trinitatis (Der kluge Haushalter)
So sehet nun wohl zu, wie Ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise.
Epheser 5,15
Kollekte für diesen 9. Sonntag nach Trinitatis
O Herr, wir bitten Dich, gib uns allezeit Deinen Geist, zu denken und zu tun, was recht ist, auf daß wir, die wir ohne Dich nicht sein können, Kraft empfangen, nach Deinem Willen zu leben. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 146
Fortlaufende Lese
Und als Jesus im Boot wieder ans andre Ufer gefahren war, versammelte sich eine große Menge bei ihm, und er war am Meer. 22 Da kam einer von den Vorstehern der Synagoge, mit Namen Jaïrus. Und als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen 23 und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter liegt in den letzten Zügen; komm und lege ihr die Hände auf, dass sie gesund werde und lebe. 24 Und er ging hin mit ihm. Und es folgte ihm eine große Menge, und sie umdrängten ihn. 25 Und da war eine Frau, die hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren 26 und hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut dafür aufgewandt; und es hatte ihr nichts geholfen, sondern es war nur schlimmer geworden. 27 Da sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Menge von hinten heran und berührte sein Gewand. 28 Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühre, so werde ich gesund. 29 Und sogleich versiegte die Quelle ihres Blutes, und sie spürte es am Leibe, dass sie von ihrer Plage geheilt war. 30 Und Jesus spürte sogleich an sich selbst, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Menge und sprach: Wer hat meine Kleider berührt? 31 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, dass dich die Menge umdrängt, und sprichst: Wer hat mich berührt? 32 Und er sah sich um nach der, die das getan hatte. 33 Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wusste, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 34 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!
Markus 5,21-34
Tageslese
Er sprach aber zu der Menge: Wenn ihr eine Wolke aufsteigen seht im Westen, so sagt ihr gleich: Es gibt Regen. Und es geschieht so. 55 Und wenn der Südwind weht, so sagt ihr: Es wird heiß werden. Und es geschieht so. 56 Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr prüfen; warum aber könnt ihr diese Zeit nicht prüfen? 57 Warum aber urteilt ihr nicht auch von euch aus darüber, was recht ist? 58 Denn wenn du mit deinem Widersacher vor den Fürsten gehst, so bemühe dich auf dem Wege, von ihm loszukommen, damit er nicht etwa dich vor den Richter ziehe, und der Richter überantworte dich dem Gerichtsdiener, und der Gerichtsdiener werfe dich ins Gefängnis. 59 Ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.
Lukas 12,54-59
Morgengebet am Samstag
Gott, unser Vater: Du hast uns Ruhe verheißen. Ein Leben lang sind wir unterwegs voll Sehnsucht nach Ruhe und machen uns doch viel vergebliche Unruhe. Du hast uns zu Dir hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir.
Wir bitten Dich: Laß uns Ruhe finden für Leib und Seele, heute Abend, hin und wieder, wenn wir es nötig haben, und einmal für immer.
Wir denken an die Menschen, die Ruhe besonders nötig haben, an die Überforderten und Überarbeiteten, an die körperlich und seelisch Kranken. Hilf, Ruhe, Geduld und Zuversicht in ihr Leben zu bringen – um Jesu Christi willen. Amen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S. 190
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Dr. Martin Luther predigt am zehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über “das grewlichste Eangelion im ganzen Luca unnd ein seer schröckliche Historie” berichtet im 19. Kapitel, Verse 41-48 (WA 52 S.435-444):
The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 10th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St. Luke 19,41-48 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.818-831:
How blessedis the nation whose God is the Lord, the people whom he has chosen to be his special possession.
Psalm 33,12
Introit
I was glad becausethey said to me, “We will go to the Lord’s temple.” Our feet arestanding inside your gates, O Jerusalem. Jerusalem is a city designed to accommodate an assembly. The tribes go upthere, the tribes of the Lord, where it is required that Israel give thanks to the name of the Lord. Indeed, the leaders sitthere on thrones and make legal decisions, on the thrones of the house of David. Prayfor the peace of Jerusalem. May those who love her prosper. May there be peace inside your defenses, and prosperityinside your fortresses. For the sake of my brothers and my neighbors I will say, “May there be peace in you.” For the sake of the temple of the Lord our God I will pray for you to prosper.
Psalm 122
Collect of this Sunday
O God, You declare Your almighty power above all in showing mercy and pity. Mercifully grant us such a measure of Your grace that we may obtain Your gracious promises and be made partakers of Your heavenly treasures; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.
Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 919
Lesson from the Old Testament
In the third month after the Israelites went outfrom the land of Egypt, on the very day, they came to the desert of Sinai. After they journeyed from Rephidim, they came to the desert of Sinai, and they camped in the desert; Israel camped there in front of the mountain. Moseswent up to God, and the Lord called to him from the mountain, “Thus you will tell the house of Jacob, and declare to the peopleof Israel: ‘You yourselves have seen what I did to Egypt and how I lifted you on eagles’ wingsand brought you to myself. And now, if you will diligently listen to meand keep my covenant, then you will be my special possession out of all the nations, for all the earth is mine, and you will be to me a kingdom of priestsand a holy nation.’ These are the words that you will speak to the Israelites.”
Exodus 19,1-6
Gradual
Keep me as the apple of Your eye; hide me in the shadow of Your wings. From Your presence let my vindication come! Let Your eyes behold the right!
Psalm 17,8.2
Epistle
For I do not want you to be ignorant of this mystery, brothers and sisters, so that you may not be conceited: A partial hardening has happened to Israeluntil the full numberof the Gentiles has come in. And soall Israel will be saved, as it is written: “The Deliverer will come out of Zion;he will remove ungodliness from Jacob. And this is my covenant with them,when I take away their sins.” In regard to the gospel, they are enemies for your sake, but in regard to election they are dearly loved for the sake of the fathers. For the gifts and the call of God are irrevocable. Just as you were formerly disobedient to God, but have now received mercy due to their disobedience, so they too have now been disobedient in order that, by the mercy shown to you, they too may now receive mercy. For God has consigned all people to disobedience so that he may show mercy to them all.
Romans 11,25-32
Verse
Alleluia, O Lord, God of my salvation; I cry out day and night before You. Alleluia.
Psalm 88,1
The Holy Gospel
Nowone of the experts in the lawcame and heard them debating. When he saw that Jesus answered them well, he asked him, “Which commandment is the most important of all?” Jesus answered, “The most important is: ‘Listen, Israel, the Lord our God, the Lord is one. Lovethe Lord your God with all your heart, with all your soul, with all your mind, and with all your strength.’The second is: ‘Love your neighbor as yourself.’There is no other commandment greater than these.” The expert in the law said to him, “That is true, Teacher; you are right to say that he is one, and there is no one else besides him. And to love him with all your heart, with all your mind, and with all your strengthand to love your neighbor as yourself is more important than all burnt offerings and sacrifices.”When Jesus saw that he had answered thoughtfully, he said to him, “You are not far from the kingdom of God.” Then no one dared any longer to question him.
Mark 12,28-34
Christian Creed
I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.
And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.
And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets.
And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.
Nicene Creed
Hymn of the week
God the Father, be our stay and let us perish never! Cleanse us from our sins, we pray, and grant us life forever. Keep us from the evil one; uphold our faith most holy, and let us trust you solely with humble hearts and lowly. Let us put God’s armor on, with all true Christians running our heav’nly race and shunning the devil’s wiles and cunning. Amen, amen! This be done; so sing we, “Alleluia!”
Jesus Christ, O be our stay and let us perish never! Cleanse us from our sins, we pray, and grant us life forever. Keep us from the evil one; uphold our faith most holy, and let us trust you solely with humble hearts and lowly. Let us put God’s armor on, with all true Christians running our heav’nly race and shunning the devil’s wiles and cunning. Amen, amen! This be done; so sing we, “Alleluia!”
Holy Spirit, be our stay and let us perish never! Cleanse us from our sins, we pray, and grant us life forever. Keep us from the evil one; uphold our faith most holy, and let us trust you solely with humble hearts and lowly. Let us put God’s armor on, with all true Christians running our heav’nly race and shunning the devil’s wiles and cunning. Amen, amen! This be done; so sing we, “Alleluia!”
Martin Luther 1483-1546 translated by Richard Massie (LSB 505)
Sermon for this Sunday
The Lord of Heaven’s Armies says, ‘It will someday come to pass that people—residents of many cities—will come. The inhabitants of one will go to another and say, “Let’s go up at once to ask the favor of the Lord, to seek the Lord of Heaven’s Armies. Indeed, I’ll go with you.”’ Many peoples and powerful nations will come to Jerusalem to seek the Lord of Heaven’s Armies and to ask his favor. The Lord of Heaven’s Armies says, ‘In those days ten people from all languages and nations will grasp hold of—indeed, grab—the robe of one Jew and say, “Let us go with you, for we have heard that God is with you.”’”
Prayer of the Church—Responsive Form: Tenth Sunday after Trinity 4th August 2024
Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.
Gracious Father, we give thanks for Christ Jesus, in whom we receive the things that make for peace. Keep us trusting in Him and eagerly expecting His final day of visitation. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God, You execute justice for the oppressed and uphold the poor in mercy. Cause Your Spirit to dwell in Your Church, that we may not lie about our sins and defile Your temple, but follow Your ways by caring for the sojourner, the fatherless and the widow; defending the blood of the innocent; and turning from all other gods. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Almighty God, You reject the wisdom of this world and the foolishness of our sinful minds. Turn us away from the lies of sinful men and, by Your Word, return us to Your truth, where we find everlasting peace. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Bring about Your good and gracious will. Bless those to whom You have given authority in our government to break and hinder the plans of the wicked and encourage whatever is righteous and good. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Deliver Your servants from every evil of body and soul. Provide for those in need, and grant endurance to the afflicted – especially Annette, Micheline and her son, Vazlav and Paulina, Walter, Christoph. Restore them to health speedily, according to Your will. Keep us together in the ark of Your Church until Your final day of visitation. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Almighty God, Father in heaven, we thank You for Your holy things that make for peace: the cross of Your Son, His resurrection from the dead, Your blessed Word of forgiveness, the washing in Your holy name, and the feast of our Savior’s body and blood. Grant us Your peace through these Means of Grace, that we may be Your people and dwell with You forever. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Almighty and everlasting God, because You love to show mercy, hear the prayers we offer for Your ancient people, that acknowledging Jesus Christ, the light of truth, they may be delivered from darkness; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.
The Lord bless You, and keep You;The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You;The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.
Numbers 6,24-27
If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16cf. 2.Corinthians 12,9).
God´s Word and Luther´s teaching remain forever just as His, holy Christian Church. Hallelujah + Amen. Amen.
Herr Jesu Christ, Du hast bereit für unsre matten Seelen Dein Leib und Blut zu einr Mahlzeit, tust uns zu Gästen wählen. Wir tragen unsre Sündenlast, drum kommen wir zu Dir zu Gast und suchen Rat und Hilfe.
Du sprichst: “Nehmt hin, das ist mein Leib, den sollt Ihr mündlich essen; trinkt all mein Blut, bei Euch ich bleib, mein sollt Ihr nicht vergessen.” Du hasts geredt, drum ist es wahr; Du bist allmächtig, drum ist gar kein Ding bei Dir unmöglich.
Und ob mein Herz hier nicht versteht, wie Dein Leib an vielen Orten zugleich sein kann, und wie’s zugeht, so trau ich doch Dein´ Worten; wie das sein kann, befehl ich Dir, an Deinem Wort genüget mir, dem stehet nur zu glauben.
Für solch Dein tröstlich Abendmahl, Herr Christ, sei hochgelobet. Erhalt uns das, weil überall die Welt dawider tobet. Hilf, daß Dein Leib und Blut allein mein Trost und Labsal möge sein im letzten Stündlein, Amen.
Samuel Kinner 1644 (LKG 40)
Freitag nach dem 9. Sonntag nach Trinitatis (Der kluge Haushalter)
So sehet nun wohl zu, wie Ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise.
Epheser 5,15
Kollekte für diesen 9. Sonntag nach Trinitatis
O Herr, wir bitten Dich, gib uns allezeit Deinen Geist, zu denken und zu tun, was recht ist, auf daß wir, die wir ohne Dich nicht sein können, Kraft empfangen, nach Deinem Willen zu leben. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 146
Fortlaufende Lese
Und sie kamen ans andre Ufer des Meeres in die Gegend der Gerasener. 2 Und als er aus dem Boot stieg, lief ihm alsbald von den Gräbern her ein Mensch entgegen mit einem unreinen Geist. 3 Der hatte seine Wohnung in den Grabhöhlen. Und niemand konnte ihn mehr binden, auch nicht mit einer Kette; 4 denn er war oft mit Fesseln an den Füßen und mit Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten zerrissen und die Fesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen. 5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, in den Grabhöhlen und auf den Bergen, schrie und schlug sich mit Steinen. 6 Da er aber Jesus sah von ferne, lief er hinzu und fiel vor ihm nieder, 7 schrie laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht! 8 Denn er hatte zu ihm gesagt: Fahre aus, du unreiner Geist, von dem Menschen! 9 Und er fragte ihn: Wie heißt du? Und er sprach zu ihm: Legion heiße ich; denn wir sind viele. 10 Und er bat Jesus sehr, dass er sie nicht aus der Gegend vertreibe. 11 Es war aber dort am Berg eine große Herde Säue auf der Weide. 12 Und die unreinen Geister baten ihn und sprachen: Lass uns in die Säue fahren! 13 Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren sie aus und fuhren in die Säue, und die Herde stürmte den Abhang hinunter ins Meer, etwa zweitausend, und sie ersoffen im Meer. 14 Und die Sauhirten flohen und verkündeten das in der Stadt und auf dem Lande. Und die Leute gingen, um zu sehen, was da geschehen war, 15 und kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, der den Geist »Legion« gehabt hatte, wie er dasaß, bekleidet und vernünftig, und sie fürchteten sich. 16 Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war und das von den Säuen. 17 Und sie fingen an und baten Jesus, aus ihrem Gebiet fortzugehen. 18 Und als er in das Boot stieg, bat ihn, der zuvor besessen war, dass er bei ihm bleiben dürfe. 19 Aber er ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat. 20 Und er ging hin und fing an, in den Zehn Städten auszurufen, wie viel Jesus an ihm getan hatte; und jedermann verwunderte sich.
Markus 5,1-20
Tageslese
Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. 17 Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch den Gerichten überantworten und werden euch geißeln in ihren Synagogen. 18 Und man wird euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. 19 Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 20 Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. 21 Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind, und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie zu Tode bringen. 22 Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig. 23 Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis der Menschensohn kommt.
Matthäus 10,16-23
Morgengebet am Freitag
Wir loben Dich, Herr Jesus Christus, und beten Dich an – hier und an allen Orten Deiner Herrschaft, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Du hast unsere Krankheit und Schmerzen auf Dich genommen und unsere Sünde getragen. Wir rufen Dich an: Kyrieleison +
Wir danken Dir für Deine Liebe, Deine Angst und Deinen Tod. Hilf, daß wir heilig leben und in Gerechtigkeit Dir dienen. Laß uns im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher werden, in der Geduld getroster und im Gehorsam williger werden. Wir rufen Dich an: Kyrieleison +
Segne uns heute und an allen Tagen unseres Lebens. Behüte und bewahre uns vor allem Übel, bis Du uns bringen wirst zur Freude und Seligkeit. Wir rufen Dich an: Kyrieleison +
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S. 185
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen