O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst Du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland!
Im Augenblick wird sie erheben sich bis an das Firmament, wenn sie verläßt, so sanft, so wunderlich die Stätt der Element, fährt auf Eliä Wagen mit engelischer Schar, die sie in Händen tragen, umgeben ganz und gar.
O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir, tu auf der Gnaden Pfort; wie große Zeit hat mich verlangt nach Dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit.
Johann Matthäus Meyfart 1626 zu Offenbarung 21 (LKG 370)
Letzter Donnerstag im Kirchenjahr: Thanksgiving in den USA.
Ich aber will schauen Dein Ansitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach Deinem Bilde.
Psalm 17,15
Kollekte
Herr Christe, erwecke Deine Gewalt und komm: und was Du Deiner Kirche verheißen hast bis an der Welt Ende, das laß auch in Gnaden geschehen. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Agende für evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden Bd.1. Der Hauptgottesdienst mit Predigt und heiligem Abendmahl und die sonstigen Predigt- und Abendmahlsgottesdienste. Ausgabe für den Pfarrer. Lutherisches Verlagshaus, Berlin 1955, S.199.
Fortlaufende Lese
Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks! 15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. 16 Denn ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen; sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten und der Lebensodem, den ich geschaffen habe. 17 Ich war zornig über die Sünde ihrer Habgier und schlug sie, verbarg mich und zürnte. Aber sie gingen treulos die Wege ihres Herzens. 18 Ihre Wege habe ich gesehen, aber ich will sie heilen und sie leiten und ihnen wieder Trost geben; und denen, die da Leid tragen, 19 will ich Frucht der Lippen schaffen. Friede, Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR; ich will sie heilen. 20 Aber die Gottlosen sind wie das ungestüme Meer, das nicht still sein kann und dessen Wellen Schlamm und Unrat auswerfen. 21 Die Gottlosen haben keinen Frieden, spricht mein Gott.
Jesaja 57,14-21
Tageslese
Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. 24 Was ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet ihr auch im Sohn und im Vater bleiben. 25 Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben.
1.Johannes 2,22-25
Ein Gebet Martin Luthers um Stärkung in großer Not
Lieber Gott, verleih Deine Gnade und hilf, daß wir Dein Wort und Deine Verheißung wohl bewahren, daß sie uns der Teufel nicht zerreiße, daß wir in Trübsal nicht traurig noch verzagt sind, sondern immer in Gottes Furcht leben, fest und beständig im Glauben und Bekenntnis Jesu Christi bleiben und das Heilige Vaterunser mit Mund und Herzen stets sprechen, daß Du um Deines lieben Sohnes willen uns und unsere Nachkommen bei der seligen Lehre des Evangeliums wollest erhalten. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 31
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Mit Gott wir werden halten das ewig Abendmahl, die Speis wird nicht veralten auf Gottes Tisch und Saal; wir werden Früchte essen vom Baum des Lebens stets, vom Brunn der Lebensflüsse trinken zugleich mit Gott.
Wir werden stets mit Schalle vor Gottes Stuhl und Thron mit Freuden singen alle ein neues Lied gar schön: »Lob, Ehr, Preis, Kraft und Stärke Gott Vater und dem Sohn, des Heilgen Geistes Werke sei Lob und Dank getan.«
Ach Herr, durch Deine Güte führ mich auf rechter Bahn; Herr Christ, mich wohl behüte, sonst möcht ich irre gahn. Halt mich im Glauben feste in dieser bösen Zeit, hilf, daß ich mich stets rüste zur ewgen Hochzeitsfreud.
Johann Walter 1552 (Strophe 9: Dresden 1557) zu Offenbarung 7,12Musik: Wittenberg 1545; Geistlich Wittenberg 1552
Letzter Mittwoch im Kirchenjahr (Ewige Seligkeit)
Ich aber will schauen Dein Ansitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach Deinem Bilde.
Psalm 17,15
Kollekte
Herr Christe, erwecke Deine Gewalt und komm: und was Du Deiner Kirche verheißen hast bis an der Welt Ende, das laß auch in Gnaden geschehen. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Agende für evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden Bd.1. Der Hauptgottesdienst mit Predigt und heiligem Abendmahl und die sonstigen Predigt- und Abendmahlsgottesdienste. Ausgabe für den Pfarrer. Lutherisches Verlagshaus, Berlin 1955, S.199.
Fortlaufende Lese
Der Gerechte ist umgekommen und niemand ist da, der es zu Herzen nimmt, und fromme Leute sind hingerafft und niemand achtet darauf, denn der Gerechte ist weggerafft durch die Bosheit 2 und geht zum Frieden ein. Es ruhen auf ihren Lagern, die recht gewandelt sind. 3 Ihr aber, tretet herzu, ihr Söhne der Zauberin, ihr Kinder des Ehebrechers und der Hure! 4 Mit wem wollt ihr euren Spott treiben? Über wen wollt ihr das Maul aufsperren und die Zunge herausstrecken? Seid ihr nicht abtrünnige Kinder, ein verkehrtes Geschlecht, 5 die ihr bei den Götzeneichen in Brunst geratet, unter allen grünen Bäumen, und die Kinder schlachtet in den Tälern unter den Felsklippen? 6 Bei den glatten Steinen im Tal ist dein Teil, sie sind dein Los. Ihnen hast du dein Trankopfer ausgeschüttet, hast du Speisopfer geopfert. Sollte ich mich darüber nicht empören? 7 Du machtest dein Lager auf hohem, erhabenem Berg und gingst dort hinauf zu opfern. 8 Und hinter die Tür und den Pfosten setztest du dein Denkzeichen. Denn du hast dich von mir abgewandt und aufgedeckt dein Lager, es bestiegen und weit gemacht. Du hast dich mit ihnen verbunden, liebtest ihr Lager und buhltest mit ihnen. 9 Du bist mit Öl zum König gezogen und mit viel köstlicher Salbe und hast deine Boten in die Ferne gesandt und tief hinab bis zum Totenreich. 10 Du hast dich abgemüht mit der Menge deiner Wege und sprachst nicht: Das lasse ich; sondern du fandest ja noch Leben in deinen Gliedern, so wurdest du dessen nicht müde. 11 Wen hast du gescheut und gefürchtet, dass du treulos wurdest und nicht an mich dachtest und es nicht zu Herzen nahmst? Meinst du, weil ich allzeit schwieg, brauchtest du mich nicht zu fürchten? 12 Ich will aber deine Gerechtigkeit kundtun und deine Werke, dass sie dir nichts nütze sind. 13 Wenn du schreien wirst, soll dir helfen, was du dir angesammelt hast. Aber der Wind wird sie alle wegführen, und ein Hauch wird sie wegnehmen. Doch wer auf mich traut, wird das Land erben und meinen heiligen Berg besitzen.
Jesaja 57,1-13
Tageslese
Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. 2 Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. 4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. 10 Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. 11 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.
Matthäus 25,1-13
In Notzeiten der Kirche
Allmächtiger, barmherziger Gott, der Du Deinen lieben Sohn Jesum Christum Deiner Kirche zum Herrn und Haupt gesetzt hast: zu Dir kommen wir in der Bedrängnis Deiner Gemeinde und bitten Dich herzlich, gehe nicht ins Gericht mit uns, vergib uns alle unsere Sünde, unseren Kleinglauben, unsern Mangel an Liebe, unsere Versäumnisse und unser Verzagen. Erweise Dich als der Helfer und Heiland Deiner Gemeinde und erhöre unser Gebet.
Herr, wir bitten Dich für die ganze Christenheit: erneuere Deine Kirche; heile, was krank ist; belebe was tot ist. Segne unser Volk und alle, die uns regieren und erwecke Dir treue Diener und Jünger in allen Ständen. Gib Kraft und Gelingen zum täglichen Werk, gib uns Geduld und Treue; hilf, daß wir uns bewähren als Deine Kinder und als Zeugen Deiner unvergänglichen Wahrheit, damit wir Dich mit Freuden preisen und allezeit Deinen Namen bekennen. Durch Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.
Agende S.o. Seite 369 u. 373
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Also wird Gott erlösen uns gar von aller Not, vom Teufel, allem Bösen, von Trübsal, Angst und Spott, von Trauern, Weh und Klagen, von Krankheit, Schmerz und Leid, von Schwermut, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit.
Er wird uns fröhlich leiten ins ewig Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis. Da wird sein Freud und Wonne in rechter Lieb und Treu aus Gottes Schatz und Bronne und täglich werden neu.
Da wird man hören klingen die rechten Saitenspiel, die Musikkunst wird bringen in Gott der Freuden viel, die Engel werden singen, all Heilgen Gottes gleich mit himmelischen Zungen ewig in Gottes Reich.
Zu Offenbarung 7,12 von Johann Walter 1552 (LKG 369,4-6)
Letzter Dienstag im Kirchenjahr (Ewige Seligkeit)
Ich aber will schauen Dein Ansitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach Deinem Bilde.
Psalm 17,15
Kollekte
Herr Christe, erwecke Deine Gewalt und komm: und was Du Deiner Kirche verheißen hast bis an der Welt Ende, das laß auch in Gnaden geschehen. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Agende für evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden Bd.1. Der Hauptgottesdienst mit Predigt und heiligem Abendmahl und die sonstigen Predigt- und Abendmahlsgottesdienste. Ausgabe für den Pfarrer. Lutherisches Verlagshaus, Berlin 1955, S.199.
Fortlaufende Lese
Ihr Tiere alle auf dem Felde, kommt und fresst, ihr Tiere alle im Walde! 10 Alle ihre Wächter sind blind, sie wissen alle nichts. Stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können, sie sind faul, liegen und schlafen gerne. 11 Aber es sind gierige Hunde, die nie satt werden können. Das sind die Hirten, die keinen Verstand haben; ein jeder sieht auf seinen Weg, alle sind auf ihren Gewinn aus: 12 »Kommt her, ich will Wein holen, wir wollen uns vollsaufen, und es soll morgen sein wie heute und noch viel herrlicher!«
Jesaja 56,9-12
Tageslese
Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen 4 und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist. 5 Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; 6 dadurch wurde damals die Welt in der Sintflut vernichtet. 7 So werden auch jetzt Himmel und Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen. 8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. 9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. 10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein. 11 Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, 12 die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, wenn die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen. 13 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.
2. Petrus 3,3-14
Gebet am Ende des Kirchenjahres
Herr, unser Gott, der Du bist von Ewigkeit zu Ewigkeit: behüte Deine Kirche, daß sie alle Anfechtungen und Ärgernisse der Welt überwinde, Dein Wort und Sakrament rein behalte bis ans Ende und in beständiger Hoffnung auf das Kommen Deines lieben Sohnes warte. Bereite uns durch die Leiden dieser Zeit, daß wir würdig werden, vor Dir zu stehen, wo wir Dich schauen werden von Angesicht zu Angesicht und mit allen Seligen und Erlösten und dem ganzen Himmelsheer Dich loben und preisen immerdar.
Herr, wir bitten Dich für die ganze Christenheit: erneuere Deine Kirche; heile, was krank ist; belebe was tot ist. Segne unser Volk und alle, die uns regieren und erwecke Dir treue Diener und Jünger in allen Ständen. Gib Kraft und Gelingen zum täglichen Werk, gib uns Geduld und Treue; hilf, daß wir uns bewähren als Deine Kinder und als Zeugen Deiner unvergänglichen Wahrheit, damit wir Dich mit Freuden preisen und allezeit Deinen Namen bekennen. Durch Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.
Agende S.o. Seite 363 u. 373
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
2. Kein Zung kann je erreichen die ewig Schönheit groß; man kann’s mit nichts vergleichen, die Wort sind viel zu bloß. Drum müssen wir solchs sparen bis an den Jüngsten Tag; dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag.
3. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgetan, die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Märt’rer und Apostel bei ihm in großer Zahl.
Offenbarung 7,12
Johann Walter 1552 (LKG 370,1-3)
Letzter Montag im Kirchenjahr (Ewige Seligkeit)
Ich aber will schauen Dein Ansitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach Deinem Bilde.
Psalm 17,15
Kollekte
Herr Christe, erwecke Deine Gewalt und komm: und was Du Deiner Kirche verheißen hast bis an der Welt Ende, das laß auch in Gnaden geschehen. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Agende für evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden Bd.1. Der Hauptgottesdienst mit Predigt und heiligem Abendmahl und die sonstigen Predigt- und Abendmahlsgottesdienste. Ausgabe für den Pfarrer. Lutherisches Verlagshaus, Berlin 1955, S.199.
Fortlaufende Lese
So spricht der HERR: Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, dass es komme, und meine Gerechtigkeit, dass sie offenbart werde. 2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun! 3 Und der Fremde, der sich dem HERRN zugewandt hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich scheiden von seinem Volk. Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum. 4 Denn so spricht der HERR: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festhalten, 5 denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll. 6 Und die Fremden, die sich dem HERRN zugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, dass sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, 7 die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker. 8 Gott der HERR, der die Versprengten Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr sammeln zu der Schar derer, die versammelt sind.
Jesaja 56,1-8
Tageslese
Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, gefüllt mit den letzten sieben Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. 10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Leuchten war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. 14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. 15 Und der mit mir redete, hatte einen Messstab, ein goldenes Rohr, um die Stadt zu messen und ihre Tore und ihre Mauer. 16 Und die Stadt ist viereckig angelegt und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich. 17 Und er maß ihre Mauer: hundertvierundvierzig Ellen nach Menschenmaß, das der Engel gebrauchte. 18 Und der Kern der Mauer war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas. 19 Die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. 21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und die Straße der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas. 22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. 23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. 24 Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. 25 Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. 26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen. 27 Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Gräuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.
Offenbarung 21,9-27
Um christliche Bereitschaft, seligen Tod und das ewige Leben
Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen heiligen Geist, daß wir allzeit denken an das Ende und an Dein gerechtes Gericht, und erwecke und dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort ewiglich mit Dir bleiben mögen. Durch unsern Herrn Jesum Christum, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 66f
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Donnerstag nach dem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres (Weltgericht)
Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi
2. Korinther 5,10
Kollekte
Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben, in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161
Fortlaufende Lese
Aber sie sind wie unvernünftige Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und getötet werden; sie lästern, wovon sie nichts verstehen, und wie jene werden sie getötet werden 13 und als Ungerechte Lohn des Unrechts empfangen. Sie halten es für eine Lust, am hellen Tag zu schlemmen, sie sind Schandflecken, schwelgen in ihren Betrügereien, wenn sie mit euch prassen. 14 Sie haben nur Augen für die Ehebrecherin, sind unaufhörlich bereit zur Sünde, locken leichtfertige Seelen an, ihr Herz ist getrieben von Habsucht – Kinder des Fluchs! 15 Sie verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte, 16 aber zurechtgewiesen wurde wegen seiner Übertretung: Das stumme Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten. 17 Sie sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Wirbelwind umhergetrieben, ihr Los ist die dunkelste Finsternis. 18 Denn sie reden stolze Worte, hinter denen nichts ist, und locken durch ausschweifende fleischliche Begierden diejenigen an, die gerade erst denen entronnen waren, die im Irrtum leben, 19 und versprechen ihnen Freiheit, obwohl sie selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, dessen Knecht ist er geworden. 20 Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Heilands Jesus Christus entflohen sind dem Schmutz der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist’s mit ihnen am Ende ärger geworden als am Anfang. 21 Denn es wäre besser für sie gewesen, wenn sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als dass sie ihn kennen und sich abkehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist. 22 Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: Der Hund frisst wieder, was er ausgespien hat; und: Die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot.
2. Petrus 2,12-22
Tageslese
Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. 2 Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere. 3 Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Völker getrunken, und die Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit. 4 Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden, und hinaus aus ihren Plagen, damit ihr sie nicht empfangt! 5 Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und Gott gedachte ihrer Frevel. 6 Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat, und gebt ihr zweifach zurück nach ihren Werken! Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr zweifach ein! 7 Was ihr Glanz verlieh und was sie verprasste, das schenkt ihr ein als Qual und Leid! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen. 8 Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet. 9 Und es werden sie beweinen und beklagen die Könige auf Erden, die mit ihr gehurt und geprasst haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand. 10 Sie werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, du große Stadt, Babylon, du starke Stadt, in einer Stunde ist dein Gericht gekommen! 11 Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen um sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird: 12 Ware aus Gold und Silber und Edelsteinen und Perlen und feinem Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechendem Holz und allerlei Gerät aus Elfenbein und allerlei Gerät aus kostbarstem Holz und Erz und Eisen und Marmor 13 und Zimt und Balsam und Räucherwerk und Myrrhe und Weihrauch und Wein und Öl und feines Mehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen von Menschen. 14 Und das Obst, an dem deine Seele Lust hatte, ist dahin; und alles, was glänzend und herrlich war, ist für dich verloren, und man wird es nicht mehr finden. 15 Die Kaufleute, die durch diesen Handel mit ihr reich geworden sind, werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual, weinen und klagen: 16 Weh, weh, du große Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmückt war mit Gold und Edelstein und Perlen, 17 denn in einer Stunde ist verwüstet solcher Reichtum! Und jeder Steuermann und jeder, der mitreiste, und die Seeleute und alle, die auf dem Meer arbeiten, standen fernab 18 und schrien, als sie den Rauch von ihrem Brand sahen: Wer ist der großen Stadt gleich? 19 Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und schrien, weinten und klagten: Weh, weh, du große Stadt, von deren Überfluss reich geworden sind alle, die Schiffe auf dem Meer hatten; denn in einer Stunde ist sie verwüstet! 20 Freue dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um euretwillen. 21 Und ein starker Engel hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, warf ihn ins Meer und sprach: So wird mit Sturmgewalt niedergeworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden. 22 Und die Stimme der Sänger und Saitenspieler, Flötenspieler und Posaunenbläser soll nicht mehr in dir gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks soll mehr in dir gefunden werden, und das Geräusch der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden, 23 und das Licht der Lampe soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Bräutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren Fürsten auf Erden, und durch deine Zauberei sind verführt worden alle Völker; 24 und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden und das Blut aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind.
Offenbarung 18
Tagesgebet
Herr Jesus Christus, Du hast die Himmel und alle Himmel Himmel berufen mit allen Heiligen, Aposteln und Propheten sich auf Dein gerechtes Gericht zu freuen, wenn Du endlich die wahre Kirche verherrlichen und die Lügner, Heuchler und Verführer verdammen wirst.
Lehre uns zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen wahrer und falscher Kirche zu unterscheiden und uns auch nicht durch die Niedrigkeit und Leiden Deiner Magd abschrecken zu lassen indem wir weiterhin daran festhalten, daß die Wahrheit des Evangeliums, des ewigen Lebens und seligmachenden Weisheit allein in Dir zu finden ist; denn Du lebst und regierst mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, nun und allezeit. Amen.
Frei übersetzt nach “Treasury of Prayer: Pray now” für diesen Tag.
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Dr Martin Luther 1524Dr. Martin Luther: Wittenbergisches Gesangbuch 1524, Nachdruck WA 35
Buß- und Bettag
Kollekte
Herr Gott, himmlischer Vater, der Du nicht Lust hast an der armen Sünder Tode, nässest sie auch nicht gern verderben, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben:
Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdiente Strafe unserer Sünde gnädig abwenden und zu unserer Besserung Deine Barmherzigkeit verleihen.
Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161
Fortlaufende Lese
Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie losgekauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben. 2 Und viele werden ihnen folgen in ihren Ausschweifungen; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. 3 Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen. Das Urteil über sie wirkt seit Langem, und ihr Verderben schläft nicht. 4 Denn Gott hat selbst die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle gestoßen und übergeben, damit sie zum Gericht aufbewahrt werden; 5 und hat die frühere Welt nicht verschont, sondern bewahrte mit Noah, dem Prediger der Gerechtigkeit, nur acht Menschen, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte; 6 und hat die Städte Sodom und Gomorra in Schutt und Asche gelegt und zum Untergang verurteilt und damit ein Beispiel gesetzt für die Gottlosen in späteren Zeiten; 7 und hat den gerechten Lot errettet, dem die schändlichen Leute viel Leid antaten mit ihrem ausschweifenden Wandel. 8 Denn der Gerechte, der unter ihnen wohnte, musste alles mit ansehen und anhören und seine gerechte Seele von Tag zu Tag quälen lassen durch ihre unrechten Werke. 9 Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber aufzubewahren für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen, 10 am meisten aber die, die nach dem Fleisch leben in unreiner Begierde und die Macht des Herrn verachten. Frech und eigensinnig schrecken sie nicht davor zurück, himmlische Mächte zu lästern, 11 wo doch nicht einmal die Engel, die größere Stärke und Macht haben, ein Urteil wegen Lästerung gegen sie vor den Herrn bringen.
2. Petrus 2,1-11
Tageslese
Es waren aber zu der Zeit einige da, die berichteten Jesus von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. 2 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer mehr gesündigt haben als alle andern Galiläer, weil sie das erlitten haben? 3 Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. 4 Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm von Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen seien als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen? 5 Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. 6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberg, und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. So hau ihn ab! Was nimmt er dem Boden die Kraft? 8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn herum grabe und ihn dünge; 9 vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab.
Lukas 13,1-9
Gebet
Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue, wir erkennen Deinen gerechten Zorn, den wir mit unsern Sünden wider Dich erweckt haben.
Ach verschone uns, lieber Vater, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in Deinem Zorn und züchtige uns nicht in Deinem Grimm.
Ach Herr, sei uns gnädig nach Deiner Güte und tilge unsere Sünde nach Deiner großen Barmherzigkeit. Wende Deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten unter Deiner strafenden Hand. Wende Dich, o Herr, wieder zu uns und errette uns. Hilf uns um Deiner Güte willen.
Heile, Herr, alle Schwachen und Kranken. Sei bei ihnen in der Not. Reiße sie heraus und zeige ihnen Dein Heil. Nimm Dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde.
Lehre uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an Deinem Worte festhalten, in Frieden heimfahren und den Tod nicht sehen ewiglich.
Erhöre uns, erhöre uns, erhöre unsere Bitte, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 30
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Superintendent Michael Voigt (Guben) zusammen mit Vikaren im Foyer der Alten Lateinschule.
Es geht daher des Tages Schein; o Brüder, laßt uns dankbar sein dem gütigen und milden Gott, der uns die Nacht bewahret hat
Laßt uns Gott bitten diese Stund, herzlich singen mit gleichem Mund, begehren, daß er uns auch wollt bewahren heut in seiner Huld,
sprechen: O Gott von Ewigkeit, der du uns aus Barmherzigkeit mit Deiner großen Kraft und Macht bewahret hast in dieser Nacht,
Du wollest uns durch Deinen Sohn an diesem Tag auch Hilfe tun, daß nimmermehr ein Feind uns fällt, wenn unsern Seelen er nachstellt.
O Herre Gott, nimm unser wahr, sei unser Wächter immerdar; sei Schutzherr, König uns und Held, der uns voranzieht in das Feld.
Wir opfern uns Dir, Herre Gott, daß Du unser Herz, Wort und Tat wollest leiten nach Deinem Mut, daß unser Werk gerate gut.
Das bringen wir in Deinem Sohn zum Frühopfer vor Deinen Thron; darauf wir nun zu Deinem Lob mögen genießen Deiner Gab.
Michael Weiße 1531 (LKG 270)
Dienstag nach dem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres (Weltgericht)
Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi
2. Korinther 5,10
Kollekte
Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben, in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161
Fortlaufende Lese
Darum will ich euch allezeit daran erinnern, obwohl ihr’s wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die nun gegenwärtig ist. 13 Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu wecken und zu erinnern; 14 denn ich weiß, dass meine Hütte bald abgebrochen wird, wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat. 15 Ich will aber allen Fleiß darauf verwenden, dass ihr dies allezeit nach meinem Hinscheiden im Gedächtnis behaltet.
16 Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen. 17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. 18 Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. 19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. 20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift aus eigener Auslegung geschieht. 21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben vom Heiligen Geist haben Menschen in Gottes Auftrag geredet.
2. Petrus 1,12-21
Tageslese
Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt hinfort kein Opfer mehr für die Sünden, 27 sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht und ein wütendes Feuer, das die Widersacher verzehren wird. 28 Wenn jemand das Gesetz des Mose missachtet, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29 Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: »Die Rache ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.« 31 Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Hebräer 10,26-31
Gebet um Gottes Segen in Haus und Beruf
Allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, Du sorgst als ein getreuer Vater für uns; Du hast uns gnädig zu Kindern angenommen und einem jeden seinen Beruf gegeben, darin er Dir und dem Nächsten dienen soll. Wir bitten Dich von Herzen, lieber Vater, gib uns Gnade, daß wir unsers Berufes fleißig warten und uns im Gehorsam allezeit als Deine treuen Kinder beweisen. Hilf, daß wir unsere Herzen nicht an die Güter dieser Welt hängen, sondern laß uns alle Gaben, die wir durch Deinen Segen empfangen haben, mit täglicher Danksagung genießen. Bewahre uns vor Müßiggang, unnötiger Sorge und allem, was Dir mißfällt, und fördere bei uns und in uns alles, was Dir wohlgefällt, auf daß wir immerdar nach Deinen Geboten handeln und im rechten Glauben alle unsere Sorgen auf Dich werfen. Denn Du weißt alles, was uns mangelt und not ist; das wollest Du uns gnädig verleihen – uns und unsere Kindern und Enkeln. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 19
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Gedenk, daß Dich Dein Herr und Gott zu seinem Bild erschaffen hat, daß Du ihn erkennest
Und lieb habest aus Herzengrund, bekennest auch mit Deinem Mund, sein also genießest.
Weil Du nun seinen Geist gekost’, und seiner Gnad genossen hast, so dank ihm von Herzen.
Sei munter, bet mit Fleiß und wach, sieh, daß Du stets in Deiner Sach treu werdest befunden.
Du weißt nicht, wenn der Herre kömmt, denn er Dir keine Zeit bestimmt, sondern stets heißt wachen.
So üb Dich nun in Seinem Bund, lob ihn mit Herzen, Tat und Mund, dank ihm seine Wohltat.
Sprich: “O Vater von Ewigkeit, ich dank Dir für all Gütigkeit, mir bisher erzeiget.
Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, welchem samt Dir im höchsten Thron all Engel lobsingen.
Hilf, Herr, daß ich Dich gleicherweis von nun an allzeit lob und preis in Ewigkeit. Amen.
Michael Weiße 1531 (LKG 269,7-15)
Montag nach dem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres (Weltgericht)
Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi
2. Korinther 5,10
Kollekte
Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben, in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161
Fortlaufende Lese
Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an alle, die mit uns denselben kostbaren Glauben empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilands Jesus Christus: 2 Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn!
3 Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. 4 Durch sie sind uns die kostbaren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch sie Anteil bekommt an der göttlichen Natur, wenn ihr der Vergänglichkeit entflieht, die durch Begierde in der Welt ist. 5 So wendet allen Fleiß daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis 6 und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit 7 und in der Frömmigkeit Brüderlichkeit und in der Brüderlichkeit die Liebe. 8 Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. 9 Wer dies aber nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, dass er rein geworden ist von seinen früheren Sünden. 10 Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr niemals straucheln, 11 und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.
2. Petrus 1,1-11
Tageslese
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. 20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Johannes 5,19-24
Gebet zum Beginn der Arbeit
Ewiger, barmherziger Gott, ich will nun wieder an meine Arbeit gehen und die Werke meines Berufes mit den Kräften, die Du mir gegeben hast, ausrichten, um meinem Nächsten dadurch zu dienen und mein Brot erwerben. Darum bitte ich Dich herzlich, Du wollest mir nach Deiner Verheißung Weisheit und Verstand, Heil, Segen und Gesundheit verleihen, damit ich mein Tun durch Deine väterliche Hilfe, wie sich´s für ein Gotteskind gebühret, ausführe und meines Amtes jederzeit in Deiner Furcht mit reinem Gewissen treulich warte. Dir befehle ich meine Werke; laß mir gelingen, was ich in Deinem Namen vornehme, Dir zu Lob und Preis und mir und meinem Nächsten zugute. Durch Deinen lieben Sohn Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 18
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.
Psalm 96,13
Introitus
Schaffe mir Recht, Gott, und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! 2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, 4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott. 5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Psalm 43
Kollekte
Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allzeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 160f.
Alttestamentliche Lese
Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, 2 geht auf wie eine Blume und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. 3 Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. 4 Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer! 5 Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt, das er nicht überschreiten kann: 6 so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut. 7 Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus. 8 Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt, 9 so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. 10 Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin; kommt ein Mensch um – wo ist er? 11 Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet, 12 so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. 13 Ach dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir eine Frist setzen und dann an mich denken wolltest! 14 Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben? Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung kommt. 15 Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände. 16 Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde. 17 Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen. 18 Doch ein Berg kann zerfallen und vergehen und ein Fels von seiner Stätte weichen, 19 Wasser wäscht Steine weg, und seine Fluten schwemmen die Erde weg: so machst du die Hoffnung des Menschen zunichte. 20 Du überwältigst ihn für immer, dass er davon muss, entstellst sein Antlitz und lässt ihn dahinfahren. 21 Sind seine Kinder in Ehren, das weiß er nicht, oder ob sie verachtet sind, das wird er nicht gewahr. 22 Nur sein eigenes Fleisch macht ihm Schmerzen, und nur um ihn selbst trauert seine Seele.
Hiob 14
Versikel
Siehe, es kommt der Herr, der Herrscher, Halleluja, und in seiner Hand ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Halleluja.
1. Chronik 29,11f
Epistolische Lektion (Predigt)
Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. 8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. 9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. 10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. 11 Denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.« 12 So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. 13 Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite.”
Römer 14,7-13
Hallelujavers
Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter.
Psalm 50,6
Evangelium
Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.
Matthäus 25,31-46
Wochenlied
Es ist gewisslich an der Zeit, dass Gottes Sohn wird kommen in seiner großen Herrlichkeit, zu richten Bös und Fromme. Da wird das Lachen werden teur, wenn alles wird vergehn im Feur, wie Petrus davon schreibet.
Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn die Toten all behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und erneuen.
Danach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden je getrieben; da denn gewiss ein jedermann wird hören, was er hat getan in seinem ganzen Leben.
O weh dem Menschen, welcher hat des Herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christus in die Hölle.
O Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen Deiner Wunden, dass ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden. Daran ich denn auch zweifle nicht, denn Du hast ja den Feind gericht’ und meine Schuld bezahlet.
Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn Du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf dass ich samt den Brüdern mein mit Dir geh in den Himmel ein, den Du uns hast erworben.
O Jesu Christ, Du machst es lang mit Deinem Jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, Du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen.
Bartholomäus Ringwaldt 1582 nach der lateinischen Sequenz “Dies irae, dies illa” (12.Jhd) des Thomas von Celano (LKG 208)
Das Nizänische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.
Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.
Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.
Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.
+ Der Herr sei mit Euch +
Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
St. Marien (Stadtkirche in Lutherstadt Wittenberg, Sachsen-Anhalt)
Der Tag vertreibt die finstre Nacht; o Brüder, seid munter und wacht, dienet Gott den Herren.
Die Engel singen immerdar und loben Gott mit großer Schar, der alles regieret.
Die Hähn und Vögel mancherlei loben Gott mit ihrem Geschrei, der sie speist und kleidet.
Der Himmel, die Erd und das Meer, geben dem Herren Lob und Ehr, tun sein Wohlgefallen.
Alles, was je geschaffen ward, ein jeglich Ding nach seiner Art, preiset seinen Schöpfer.
Ei nun, Mensch, so edler Natur, o vernünftige Kreatur, sei nicht so verdrossen.
Michael Weiße 1531 (LKG 269,1-6)
Sonnabend nach dem 24. Sonntag nach Trinitatis (Der Überwinder des Todes)
Danksaget mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht.
Kolosser 1,12
Kollekte
Allmächtiger, ewiger Gott, der Du durch hDeinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten Dich, stärke uns durch Deinen Heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf Deine Gnade durch Christus täglich zunehmen und die Hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern einschlafen und am Jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen, durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.159
Fortlaufende Lese
Zum dritten Mal komme ich zu euch. »Durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden.« 2 Ich habe es vorausgesagt und sage es noch einmal voraus – wie bei meinem zweiten Besuch, so auch nun aus der Ferne – denen, die zuvor gesündigt haben, und den andern allen: Wenn ich abermals komme, dann will ich niemanden schonen. 3 Ihr verlangt ja einen Beweis dafür, dass Christus in mir redet, der euch gegenüber nicht schwach ist, sondern ist mächtig unter euch. 4 Denn wenn er auch gekreuzigt wurde in Schwachheit, so lebt er doch aus Gottes Kraft. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so werden wir doch mit ihm leben aus der Kraft Gottes für euch. 5 Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wäret ihr ja nicht bewährt. 6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, dass wir nicht unbewährt sind. 7 Wir bitten aber Gott, dass ihr nichts Böses tut; nicht damit wir als bewährt angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie die sind, die nicht bewährt sind. 8 Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas für die Wahrheit. 9 Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind, ihr aber mächtig seid. Wir beten auch dafür, dass ihr vollkommen werdet. 10 Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muss nach der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstören.
11 Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. 12 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen. 13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
2. Korinther 13,1-13
Tageslese
Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: 13 Ich weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt. 14 Weniges aber habe ich gegen dich: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, ein Ärgernis aufzurichten vor den Israeliten, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. 15 So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaïten halten. 16 Tue nun Buße; wenn aber nicht, so werde ich bald über dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes. 17 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf den Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.
Offenbarung 2,12-17
Abendgebet am Sonnabend
Nun die Woche zu Ende ist, danken wir Dir, Herr, für alles, was Du uns darin an Gutem erwiesen hast. Wir preisen Dich auch in all dem Schweren und Harten, das Du uns auferlegt hast. Bist Du doch nicht von uns gewichen und hast Deine Licht uns und den Unseren nicht verlöschen lassen. Herr, Deine Güte ist es, daß wir nicht gar aus sind, und Deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Vergib uns die Sünde und Schuld der vergangenen Woche um Christi willen. Gib uns Deine Gnade zu erkennen, auch wenn manche Not von einer Woche zur anderen mit uns geht. Hilf uns fest glauben, daß das Ende Deiner Wege mit uns doch der Lobpreis der Vollendeten sein wird, daß Du alles wohlgemacht hast. So nimm auch heute schon unser Lob in Gnaden an: Gelobet seist Du, Herr, ewiglich! Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 18.
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen