Komm, meine Freude, komm, Du schönste Krone, Jesu, komm und in mir wohne.

Hartmann Schedel: Weltchronik (1493) Herzog August Bibliothek

Mein Geist und Herze wollst Du zu Dir neigen: nimm mich mir, gib mich Dir zu eigen. Du bist der Weinstock, ich bin Dein Rebe, nimm mich in Dich, daß ich lebe. Kyrieleison.
Ach in mir find ich eitel Sünden, in Dir müssen sie bald verschwinden; in mir find ich Höllenpein, in Dir muß ich selig sein. Kyrieleison.

Komm, meine Freude, komm, Du schönste Krone, Jesu, komm und in mir wohne. In mir will ich Dich mit Gebet oft grüßen, ja mit Lieb und Glauben küssen. Kyrieleison. Bringe mit, was alle Welt erfreut: Deiner Liebe süße Lieblichkeit, Deine Sanftmut und Geduld, die Frucht Deiner Gnad und Huld. Kyrieleison.

Dies sind die Blümlein, die mich können heilen, und mir Lebenssaft erteilen, daß ich aus mir nun all Untugend reiße, Dir zu dienen mich befleiße. Kyrieleison. In Dir hab ich alles, was ich soll, Deiner Gnaden Brünnlein ist stets voll. Laß mich ewig sein in Dir und bleib ewig auch in mir. Kyrieleison.

Johann Heermann 1630 (LKG 38,7-9)

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4) 

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Und als er allein war, fragten ihn, die um ihn waren, samt den Zwölfen nach den Gleichnissen.  11 Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben; denen draußen aber widerfährt es alles in Gleichnissen,  12 auf dass sie mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde.  

13 Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr dann die andern alle verstehen?  14 Der Sämann sät das Wort.  15 Diese aber sind es, die an dem Wege sind: Wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt alsbald der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war.  16 Und diese sind es, die auf felsigen Boden gesät sind: Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf,  17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so kommen sie alsbald zu Fall.  18 Und andere sind es, die unter die Dornen gesät sind: Die haben das Wort gehört,  19 und die Sorgen der Welt und der trügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.  20 Und jene sind es, die auf das gute Land gesät sind: Die hören das Wort und nehmen’s an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach. 

Markus 4,10-20

Tageslese

Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel. 15 Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit großer Stimme zu: Setze deine Sichel an und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist reif geworden. 16 Und der auf der Wolke saß, setzte seine Sichel an die Erde und die Erde wurde abgeerntet. 17 Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel im Himmel, der hatte ein scharfes Winzermesser. 18 Und ein andrer Engel kam vom Altar, der hatte Macht über das Feuer und rief dem, der das scharfe Messer hatte, mit großer Stimme zu: Setze dein scharfes Winzermesser an und schneide die Trauben am Weinstock der Erde, denn seine Beeren sind reif! 19 Und der Engel setzte sein Winzermesser an die Erde und schnitt die Trauben am Weinstock der Erde und warf sie in die große Kelter des Zornes Gottes. 20 Und die Kelter wurde draußen vor der Stadt getreten, und Blut floss von der Kelter bis an die Zäume der Pferde, tausendsechshundert Stadien weit. 

Offenbarung 14,14-20

Gebet am Samstag

Lehre mich, Herr, das Ende meiner Tage mit einem ruhigen Herzen und einem getrösteten Gewissen anzuschauen. Laß die kraftlose Stunde nicht meine letzte sein, wehre der Verzagtheit, der Verzweiflung und der Stimme des Verklägers, die uns vor deinem Thron verklagt Tag und Nacht. Breite über die Welt und auch über mein Leben den Frieden der Vergebung, die dein lieber Sohn Jesus Christus erworben hat, und laß uns im Glauben an ihn leben und selig sterben. Amen. 

Orate fratres S. 69

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Der darf des Arztes, den die Krankheit plaget, mit Begier er nach ihm fraget.

St. Wolfgangskrypta in der Basilika St. Emmeram (Regensburg)

Gräulich befleckt ist mein arm Gewissen; ach laß ein Blutströpflein fließen aus Deinen Wunden, welche Du empfangen, da Du bist am Kreuz gehangen. Kyrieleison.
Wenn mein Herz damit wird gerühret, wird’s von Stund an rein und gezieret durch Dein Blut mit Glauben schön, kann in Dir vor Gott bestehn. Kyrieleison.

Der darf des Arztes, den die Krankheit plaget, mit Begier er nach ihm fraget. O süßer Jesu, schau wie tiefe Wunden werden auch in mir gefunden. Kyrieleison. Du bist ja der Arzt, den ich rufe, auf den mit Verlangen ich hoffe. Hilf, o wahrer Mensch und Gott! 
Hilfst Du nicht, so bin ich tot. Kyrieleison.

Du rufest alle zu Dir in Genaden, die mühselig und beladen; all ihre Sünde willst du ihn´ verzeihen, ihrer Bürden sie befreien. Kyrieleison. Ach komm selbst, leg an Deine Hände, und die schwere Last von mir wende, mache mich von Sünden frei, Dir zu dienen Kraft verleih. Kyrieleison.

Johann Heermann 1630 (LKG 38,4-6)

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4) 

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Und er fing abermals an, am Meer zu lehren. Und es versammelte sich eine so große Menge bei ihm, dass er in ein Boot stieg, das im Wasser lag, und er setzte sich; und alles Volk stand auf dem Lande am Meer. 2 Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen; und in seiner Predigt sprach er zu ihnen:
3 Hört zu! Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. 4 Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen’s auf. 5 Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6 Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten’s, und es brachte keine Frucht. 8 Und all das Übrige fiel auf das gute Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach und einiges sechzigfach und einiges hundertfach. 9 Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre! 

Markus 4,1-9

Tageslese

St. Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. 7 So halte ich es denn für richtig, dass ich so von euch allen denke, weil ich euch in meinem Herzen habe, die ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekräftige. 8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus. 9 Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, 10 sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, 11 erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes. 

Philipper 1,6-11

Abendgebet am Freitag

Himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in der schweren Stunde den Boten geschickt, ihn im Garten von Gethsemane zu stärken: Stärke doch alle, die unter ihrem Leben leiden, die ihr Leben wegwerfen möchten. Ich bitte Dich für die Menschen in Krankenhäusern, in Gefängnissen und für alle, die unglücklich sind und keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. Hilf ihnen, an Dich zu glauben und daran zu denken, daß Du in Jesus Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Heiland, auch für sie da bist. Laß uns im Leid und in den Stunden der Traurigkeit wissen, daß Du uns nur bereitmachen willst für Deine Liebe. Amen.

Orate fratres S. 64

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

Herr Jesu Christe, mein getreuer Hirte…

Lucas Cranach d.J: Epitaph für Margarethe Drachstedt geb. Major. (St. Marien, Wittenberg)

Herr Jesu Christe, mein getreuer Hirte, komm, mit Gnaden mich bewirte. Bei Dir alleine find ich Heil und Leben, was ich darf, kannst Du mir geben. Kyrieleison. Dein arm Schäflein wollest Du weiden auf Israels Bergen mit Freuden und zum frischen Wasser führn, da das Leben her tut rührn. Kyrieleison.

All andre Speis und Trank ist ganz vergebens, Du bist selbst das Brot des Lebens, kein Hunger plaget den, der von Dir isset, alles Jammers er vergisset. Kyrieleison. Du bist die lebensdige Quelle, zu Dir ich mein Herzkrüglein stelle; laß mit Trost es fließen voll, so wird meiner Seelen wohl. Kyrieleison.

Laß mich recht trauren über meine Sünde, doch den Glauben auch anzünde; den wahren Glauben, mit dem ich Dich fasse, mich auf Dein Verdienst verlasse. Kyrieleison. Gib mir ein recht bußfertig Herze, daß ich mit der Sünde nicht scherze, noch durch meine Sicherheit mich bring um die Seligkeit. Kyrieleison.

Johann Heermann (1630) LKG 38,1-3

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4) 

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen.  32 Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir.  33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder?  34 Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!  35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. 

Markus 3,31-35

Tageslese

Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. 13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. 14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. 15 Wenn nun der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib? 16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört es deshalb etwa nicht zum Leib? 17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? 18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat. 19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? 20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer. 21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. 22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns schwächer erscheinen, die nötigsten; 23 und die uns weniger ehrbar erscheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und die wenig ansehnlich sind, haben bei uns besonderes Ansehen; 24 denn was an uns ansehnlich ist, bedarf dessen nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben, 25 auf dass im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder einträchtig füreinander sorgen. 26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. 27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied. 28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann gab er die Kraft, Wunder zu tun, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. 29 Sind sie denn alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Haben sie alle die Kraft, Wunder zu tun, 30 haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle in Zungen? Können sie alle auslegen? 31 Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.  Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen[1], und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.

1. Korinther 12,12-13,3

Abendgebet am Donnerstag

Barmherziger Heiland, der Du uns geliebt hast, da wir noch ferne waren, und uns Dein Heil schenkst, obwohl unsere Sünde Dich ans Kreuz geschlagen hat, wir bitten Dich für unsere Feinde und alle, die Dich hassen: Nimm alle Bitterkeit aus unserem Herzen, daß wir unseren Schuldnern vergeben, wie Du uns reichlich und täglich vergibst. Bewahre uns, daß wir den Menschen nicht ein berechtigtes Ärgernis geben und durch Zorn und Lieblosigkeit unglaubwürdig werden in unserem Amt. 

Wir klagen Dir das Elend aller, die sich verloren haben, aus dem rechten Bahn in die Irre, aus dem hellen Licht deiner Wahrheit in die Finsternis, aus der heilsamen Gemeinschaft Deines Lebens in das Sterben ihrer Seelen. Aber wir wissen auch, daß wir selber um unserer Lauheit und Lieblosigkeit und unseres vielfachen Versagens willen, mitschuldig sind an solcher Not. 

O Herr, vergib und wecke in uns herzliches Erbarmen, Geduld in Arbeiten und Opfern, Treue im Beten und Ringen um unser Volk. 

Herr, unser Hirte, höre nicht auf, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Amen. 

Orate fratres S. 58

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Wir danken Dir, o Jesu Christ +

St. Joseph (Ljubljana

Wir danken Dir, Herr Jesu Christ, daß Du das Lämmlein worden bist
und trägst all unser Sünd und Schuld. Hilf, daß wir rühmen Deine Huld.

Dein allerheiligst Abendmahl, erhalt bei uns, Herr, überall.
Dein Leib und rosinfarbnes Blut, komm unserm Leib und Seel zugut.

Den Bund Du selbst gestiftet hast, gesagt: “Euch fröhlich drauf verlast!
Nimm hin und iß, das ist mein Leib, trink da mein Blut, und dabei bleib.”

Ich eß Dein Leib und trink Dein Blut, dadurch werd ich erquickt an Mut,
an Seel, an Leib, am Gwissen gar wider die Sünd und Todsgefahr.

Wenn ich gleich sterb, so sterb ich Dir, Dein Leib und Blut weicht nicht von mir,
und wo Du bist, da will ich sein. Hilf, Herr, dem schwachen Glauben mein.

Verflucht sei aller Ketzer Rott, die meistern wollen ihren Gott.
Ich bin Dein Schäflein, Jesu Christ, Dein Stimm ich hör zu jeder Frist.

Laß mich sein in der Frommen Zahl, würdig zu Deinem Abendmahl.
Verlaß mich nicht, mein Gott und Herr, Dein ist die Kraft, Macht, Lob und Ehr.

Hilf uns durchs bitter Leiden Dein, daß wir allzeit Dir ghorsam sein
und halten uns an Deinen Eid, an Dein Verheißung und Wahrheit.

Nikolaus Selnecker 1578 (LKG 37)

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4) 

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Und er ging in ein Haus. Und da kam abermals das Volk zusammen, sodass sie nicht einmal essen konnten.  21 Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn ergreifen; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.  

22 Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.  23 Und er rief sie zu sich und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?  24 Wenn ein Reich mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.  25 Und wenn ein Haus mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.  26 Erhebt sich nun der Satan gegen sich selbst und ist mit sich selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.  27 Niemand aber kann in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken fesselt; und dann wird er sein Haus ausrauben.  28 Wahrlich, ich sage euch: Alles wird den Menschenkindern vergeben werden, die Sünden und die Lästerungen, so viel sie auch lästern mögen;  29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.  30 Denn sie hatten gesagt: Er hat einen unreinen Geist. 

Markus 3,20-30

Tageslese

Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, und beten allezeit für euch, 4 da wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, 5 um der Hoffnung willen, die für euch bereitliegt im Himmel. Von ihr habt ihr schon zuvor gehört durch das Wort der Wahrheit, das Evangelium, 6 das zu euch gekommen ist. Wie in aller Welt so bringt es auch bei euch Frucht und wächst von dem Tag an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie erkannt habt in der Wahrheit. 7 So habt ihr’s gelernt von Epaphras, unserm lieben Mitknecht, der ein treuer Diener Christi für euch ist, 8 der uns auch berichtet hat von eurer Liebe im Geist. 9 Darum lassen auch wir von dem Tag an, an dem wir’s gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, 10 dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes 11 und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden

Kolosser 1,3-11

Abendgebet am Mittwoch

Du treuer Hirte Jesus Christus, wir bringen vor Dein heiliges Angesicht unsere Jugend mit all ihren Freuden, Nöten und Anfechtungen. Stärke die jungen Menschen im Kampf gegen die Gefahren und Versuchungen, die sie nach Leib und Seele bedrohen. Schärfe uns das Gewissen in der Verantwortung, die wir für die Jugendlichen in unserer Mitte tragen. Wehre den Ärgernissen, von denen sie umgeben sind. Hilf, daß wir sie zu allem Guten anhalten und soviel in unsern Kräften steht, sie zum ewigen Leben bewahren. Dir, barmherziger Vater, befehlen wir alle Arbeit an jungen Männern und Anstalten. Rüste alle Jugendleiter, Erzieher und Lehrer aus mit Kraft der Liebe, die alles glaubt, alles hofft und nimmer ermüdet. Erwecke uns Mitarbeiter, die unserer Jugend Freunde und Helfer sind. Hilf uns, daß wir sie in Treue zu Dir weisen und sie unserem Heiland Jesus Christus zuführen. Amen.

Orate fratres S.50

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment

Wir glauben all und bekennen frei, daß nach Christi Worte dies Brot der Leib Christi sei.

Lucas Cranach d.J: “Abendmahl” (St.Marien, Lutherstadt Wittenberg)

Wir glauben all und bekennen frei, daß nach Christi Worte dies Brot der Leib Christi sei, der für unser Sind und Missetat litt am Kreuz den bitteren Tod,

desgleichen der Wein in seiner Art sein unschuldig Blut, welchs am Kreuz vergossen ward, uns und allen Gläubigen zugut, so ihm folgen in Demut.

Michael Weiße 1531 (LKG 36)

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4) 

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.  14 Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen  15 und dass sie Vollmacht hätten, die Dämonen auszutreiben.  16 Und er setzte die Zwölf ein: Simon – ihm gab er den Namen Petrus –  17 und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus – ihnen gab er den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne –  18 und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Thaddäus und Simon Kananäus  19 und Judas Iskariot, der ihn dann verriet. 

Markus 3,13-19

Tageslese

Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. 8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. 9 Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. 10 Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. 

Galater 6,7-10

Abendgebet am Dienstag

Herr, mein Gott, mein Heiland und Erlöser. Meine Seele erhebet Dich. Mein Geist erfreut sich und ist in Deiner Güte getröstet. Du siehest auf das Niedrige, vergib mir alle Schuld und Fehle dieses Tages, wende alles zum Besten durch Dein Erbarmen. Ich setze meine Hoffnung allein auf Dich. Du tust Großes an uns und besuchst die Deinen mit ewiger Gnade.

Höre mich und höre meine Brüder, die mit mir also beten: Ich lege diesen Tag, sein Werk und all mein Tun in Deine Hände. Ich bette mich in Dein Erbarmen. Behüte mich in dieser Nacht, wenn ich schlafe und wenn ich wache, vor den Mächten der Tiefe. Behüte mich vor Unmut und lähmendem Gram, vor den Bitternissen, vor dem Ekel. Behüte mich vor ohnmächtigem Zorn, vor der Unruhe und Angst, vor leerer Geschäftigkeit. Behüte mich vor unfruchtbarem Zweifel, vor dem Grauen der Nacht. Auf Dich traue ich, wenn ratlose Gedanken mir den Mut zur Arbeit lähmen wollen. Behüte mich, daß ich nicht anderen predige und selbst ohne Hilfe bin. Hilf mir, daß ich Dein Wort nicht mißbrauche, sondern esse von Deinem Brot und satt werde. Leite mich auf meinen Wegen an Deiner Hand, himmlischer Vater.

Gib mir Ruhe in aller Unruhe. Gib mir Frieden in aller Bedrängnis. Gib mir den Glauben, der nicht wankt. Meine Augen schauen auf Dich, und mein Herz betet an. Du deckst mich mit Deinen Flügeln. Herr, segne mich und behüte mich. Herr, laß Dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig. Herr, erhebe Dein Angesicht auf mich und gib mir Frieden. Amen.  

Orate fratres S. 40

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Gott sei gelobet und gebenedeiet

St. Peter und Paul in Bijelo Polje (Montenegro)

Gott sei gelobet und gebenedeiet, der uns selber hat gespeiset mit seinem Fleische und mit seinem Blute; das gib uns, Herr Gott, zugute. Kyrieleison. Herr, durch Deinen heiligen Leichnam, der von Deiner Mutter Maria kam und das heilige Blut hilf uns, Herr, aus aller Not. Kyrieleison.

Der heilig Leichnam ist für uns gegeben zum Tod, dass wir dadurch leben. Nicht größer Güte konnt er uns geschenken, dabei wir sein solln gedenken. Kyrieleison. Herr, Dein Lieb so groß Dich zwungen hat, daß Dein Blut an uns groß Wunder tat und bezahlt unsre Schuld, daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison.

Gott geb uns allen seiner Gnade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison. Herr, Dein Heilig Geist uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß Dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison.

Martin Luther 1524 nach einem vorreformatorischen Liede

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4)

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Aber Jesus entwich mit seinen Jüngern an das Meer, und eine große Menge aus Galiläa folgte ihm; auch aus Judäa  8 und Jerusalem, aus Idumäa und von jenseits des Jordans und aus der Umgebung von Tyrus und Sidon kam eine große Menge zu ihm, da sie von seinen Taten hörten.  9 Und er sagte zu seinen Jüngern, sie sollten ihm ein Boot bereithalten, damit das Volk ihn nicht bedränge.  10 Denn er heilte viele, sodass sie über ihn herfielen, damit ihn anrührten alle, die geplagt waren.  11 Und wenn ihn die unreinen Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist Gottes Sohn!  12 Und er bedrohte sie hart, dass sie ihn nicht offenbar machten. 

Markus 3,7-12

Tageslese

Jesus aber ging zum Ölberg. 2 Frühmorgens aber kam Jesus wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. 3 Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte 4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? 6 Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf dass sie etwas hätten, ihn zu verklagen. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie ihn nun beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. 8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? 11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

Johannes 8,1-11

Gebet am Montag

Herr, unser Gott und Vater!

Wir danken dir, daß du uns den Schatz deines heiligen Wortes anvertraut hast. Wir müssen jedoch vor Dir bekennen: Wir sind lau und nachlässig gewesen und haben oft genug dein Wort gering geachtet.

Darum bitten wir dich: Vergib uns diese Sünde, habe Geduld mit uns und erwecke uns, daß wir die Heilige Schrift zur Hand nehmen und darin lesen, wie es unsere Väter taten. Schenke uns erneut die Erkenntnis, daß dein Wort nicht nur für uns und den Sonntag da ist, sondern für die ganze Menschheit und daß es unseren Alltag heiligen und das Leben unserer Mitmenschen mit deinem Licht erfüllen will. 

Segne das Werk der Bibelgesellschaften in unserem Land und in aller Welt. Laß die Übersetzer in deinem Geist die frohe Botschaft übertragen. Gib den Druckern und Buchbindern gute Einfälle bei der Herstellung des Bibelbuches. Schenke den Bibelboten Ausdauer und Mut auf den Straßen und Märkten der Welt, wenn sie in deinem Namen das „Buch der Bücher“ zu den Menschen bringen. Stärke und bewahre alle, die so im Dienst an der Bibel stehen, damit sie in rechter Verantwortung handeln und dazu beitragen, daß Dein Wort laufe und wachse, daß es mit allem Freimut gepredigt und deine Gemeinde in aller Welt dadurch gebaut werde. Amen. 

Orate fratres S.33

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , | Leave a comment

8. Sonntag nach Trinitatis (Früchte des Geistes)

Wandelt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 2,17

Introitus

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. 3 Schön ragt empor sein Gipfel, daran sich freut die ganze Welt, der Berg Zion fern im Norden, die Stadt des großen Königs. 4 Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. 5 Denn siehe, Könige waren versammelt und miteinander herangezogen. 6 Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestürzt. 7 Zittern hat sie daselbst gepackt, Angst wie eine Gebärende. 8 Du zerbrichst die großen Schiffe durch den Sturm vom Osten. 9 Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich. Sela. 10 Gott, wir gedenken deiner Güte in deinem Tempel. 11 Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. 12 Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um deiner Rechte willen. 13 Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme; 14 habt gut acht auf seine Mauern, / durchwandert seine Paläste, dass ihr den Nachkommen davon erzählt: 15 Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet. 

Psalm 48,2-3a.9-15

Alttestamentliche Lesung

Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. 2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, 3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. 4 Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN! 

Jesaja 2,1-5

Epistolische Lektion (Predigt für diesen Sonntag)

Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, 11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. 12 Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. 13 Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; 14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.

Epheser 5,8b-14

Graduallied

O gläubig Herz, gebenedei und gib Lob Deinem Herren! Gedenk, dass er Dein Vater sei, den Du allzeit sollst ehren, dieweil Du keine Stund ohn ihn mit aller Sorg in Deinem Sinn Dein Leben kannst ernähren.

Er ist’s, der Dich von Herzen liebt und sein Gut mit Dir teilet, Dir Deine Missetat vergibt und Deine Wunden heilet, Dich waffnet zum geistlichen Krieg, dass Dir der Feind nicht obenlieg und Deinen Schatz zerteile.

Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Übermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, dass sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden.

Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb und ist uns hold, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern.

Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, dass wir vollbringen, was er heißt, ob’s auch das Fleisch mag schmerzen. Er hilft uns hier mit Gnad und Heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von den ewigen Schätzen.

Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die ihm von Herzen hulden.

Was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, opfern uns seinen Händen und tun daneben unsern Fleiß, hoffend, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden.

O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, dass unser Tun aufrichtig sei und nehm ein löblich Ende; o leucht uns mit deim hellen Wort, dass uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende.

O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir einfältig singen, und gib Dein Wort mit freiem Klang, lass’s durch die Herzen dringen. O hilf, dass wir mit Deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen.

Michael Weiße 1531 (LKG 314)

Das heilige Evangelium

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt[3], womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. 

Matthäus 5,13-16

Der christliche Glaube

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Luthers Predigt für diesen Sonntag über Matthäus 7,15-21

Allgemeines Kirchengebet

Unser Licht und Leben bist du,
Jesus Christus.
unsere Hoffnung und unsere Zukunft.

Du beendest die Finsternis.
Inmitten der Dunkelheit von Krieg und Gewalt
zeige dich mit deinem Licht und Leben.
Wir bitten dich um Licht 
für die Ukraine,
für die, die kämpfen, die aushalten und widerstehen,
für die, die Angst um ihr Leben haben,
für die Eltern, die um ihre Kinder weinen
und die Kinder, die zu Waisen werden.
Wir bitten dich um Licht 
für jeden Ort, an dem die Finsternis des Kriegs regiert.
Du bist die Zukunft und die Hoffnung
für die Ukraine, für Israel, Gaza, Syrien,
für die ganze Welt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Du deckst die Lüge auf.
Inmitten der Dunkelheit von Hass und Verleumdung
zeige dich mit deinem Licht und deiner Wahrheit.
Wir bitten dich um dein Licht
in den Wahlkämpfen dieses Jahres
in unserem Land und in aller Welt.
Wir bitten dich um dein Licht
für die Worte der Einflussreichen,
für die Entscheidungen der Mächtigen
für die Pläne der Klugen und Weisen.
Du bist die Zukunft und die Wahrheit
für die Armen, die Machtlosen, die Verleumdeten,
für die ganze Welt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Dein Licht schenkt der Schöpfung Leben.
Inmitten der Dunkelheit von Zukunftsangst
zeige dich mit deinen Licht voller Güte.
Wir bitten dich um dein Licht
für die Menschen, die durch Fluten alles verloren haben,
denen Feuer alles Hab und Gut genommen hat.
Wir bitten dich um dein Licht
für die Schöpfung;
sie ist bedroht und so unvergleichlich schön.
Du bist die Zukunft und das Leben
für die Wälder und Seen, die Berge und die Felder
für Menschen und Tiere,
für alle Welt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Jesus Christus,
wir sind Kinder deines Lichts.
Sei mit deinem Licht 
bei den Kranken,
bei den Sterbenden und den Trauernden,
bei den Süchtigen und Verzweifelten.
Sei Licht für unsere Kinder,
für alle, die du uns anvertraut hast,
für deine Gemeinde. 
Sei mit deinem Licht in unserer Mitte
in diesen sommerlichen Tagen.
Du bist unser Licht und Leben, 
unsere Hoffnung und unsere Zukunft.
Amen.

VELKD Wochengebet

Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Wir danken Dir, o treuer Gott, daß Du uns hilfst aus Sündennot

The Repentant St. Peter by Francisco Goya

Wir danken Dir, o treuer Gott, daß Du uns hilfst aus Sündennot, vergibst uns alle Schuld und Fehl, hilfst uns am Leib und an der Seel.

Durch Priesters Mund sprichst Du: “Mein Kind, Dir alle Sünd vergeben sind, geh hin im Fried, sündig´ nicht mehr, und allweg Dich zu mir bekehr.”

Dir sei Dank für solch gnädig Herz, der Du selbst heilest allen Schmerz durchs teure Blut des Herren Christ, welchs für all Sünd vergossen ist.

Gib uns Dein´ Geist, gib Fried und Freud von nun an bis in Ewigkeit. Dein Wort und heilig Sakrament erhalt bei uns bis an das End.

Nikolaus Selnecker 1587 (LKG 33)

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was Ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein. 

Matthäus 18,18

Sonnabend nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes)

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.  35 Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte hineingehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte.  36 Und immer, wenn die Wolke sich erhob von der Wohnung, brachen die Israeliten auf, solange ihre Wanderung währte.  37 Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so zogen sie nicht weiter bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob.  38 Denn die Wolke des HERRN war bei Tage über der Wohnung, und bei Nacht ward sie voll Feuers vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange die Wanderung währte. 

2. Mose 40,34-38

Tageslese

Wisst ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. 25 Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 26 Ich aber laufe nicht wie ins Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt, 27 sondern ich schinde meinen Leib und bezwinge ihn, dass ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde. 

1. Korinther 9,24-27

Mittagsgebet am Samstag

O Haupt Deiner Gemeinde, Du hast sie erkauft mit Deinem Blute, Du hast sie zu Königen und Priestern gemacht; sie soll Licht und Salz in der dunklen Welt sein.

Herr, stärke deine Gemeinde mit Kraft aus der Höhe, gib ihr Deinen Heiligen Geist, bewahre sie in den Nöten der Endzeit, gib ihr eine offene Tür, laß sie in Leiden standhaft sein, schenke ihr Geduld und Glauben der Heiligen.

Herr, schenke uns Liebe zu den Brüdern und Schwestern im Glauben. Vor Deinem Thron finden wir uns. Wir beten Dich an, wir preisen Deinen heiligen Namen, Du unser Lamm und Haupt. Halleluja. Amen. 

Orate fratres S. 72

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

Und wenn die Sünd wär noch so groß, so werden wir derselben los durch Kraft der Absolution, die hat verordnet Gottes Sohn.

In der Schule von Nitskydorf

Und wenn die Sünd’ wär noch so groß, so werden wir derselben los durch Kraft der Absolution, die hat verordnet Gottes Sohn.

Wem der Priester auflegt sein Hand, dem löst Christ auf der Sünden Band, und absolviert ihn durch sein Blut. Wers glaubt, aus Gnad hat solches Gut.

Das ist der heilgen Schlüssel Kraft; sie bindt und wieder ledig macht. Die Kirch trägt sie an ihrer Seit, die Hausmutter, die Christenheit.

Wen nun sein Gwissen beißt und nagt, die Sünd quält, daß er schier verzagt, der halt sich zu dem Gnadenthron, zum Wort der Absolution.

Lob sei Dir, wahrer Gottes Sohn für die heilig Absolution, darin Du uns zeigst Dein Gnad und Güt: vor falschem Ablaß uns behüt.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 32, 7-11)

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was Ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein. 

Matthäus 18,18

Freitag nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes)

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Und der HERR redete mit Mose und sprach:  2 Du sollst die Wohnung der Stiftshütte aufrichten am ersten Tage des ersten Monats.  3 Und du sollst die Lade mit dem Gesetz hineinstellen und vor die Lade den Vorhang hängen;  4 und du sollst den Tisch hineinbringen und ihn herrichten und den Leuchter hineinstellen und die Lampen daraufsetzen;  5 und du sollst den goldenen Räucheraltar vor die Lade mit dem Gesetz stellen und die Decke am Eingang der Wohnung aufhängen.  6 Den Brandopferaltar aber sollst du außen vor den Eingang der Wohnung der Stiftshütte setzen  7 und das Becken zwischen die Stiftshütte und den Altar und Wasser hineintun  8 und den Vorhof ringsherum herstellen und die Decke in der Tür des Vorhofs aufhängen.  9 Und du sollst das Salböl nehmen und die Wohnung und alles, was darin ist, salben und sollst sie weihen mit ihrem ganzen Gerät, dass sie heilig sei.  10 Und du sollst den Brandopferaltar salben mit seinem ganzen Gerät und weihen, dass er hochheilig sei.  11 Und du sollst auch das Becken und sein Gestell salben und weihen.  12 Und du sollst Aaron und seine Söhne vor den Eingang der Stiftshütte treten lassen und sie mit Wasser waschen  13 und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, dass er mein Priester sei;  14 und du sollst seine Söhne auch herzuführen und ihnen die Untergewänder anziehen  15 und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen.  16 Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte.  17 Also wurde die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr am ersten Tage des ersten Monats. 

2. Mose 40,1-17

Tageslese

Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. 

Römer 12,1-2

Abendgebet

Du gekreuzigter Heiland, Dein Antlitz ist das Licht über der Welt. Wenn die Angst mit ihrem Dunkel um uns ist, gib uns erleuchtete Augen, daß wir Dich erkennen und uns Deiner trösten. Wenn die Sünde ihre Schatten auf unser Herz legt, so komme Du uns entgegen wie der Morgenstern und vergib uns. Wenn Tod, Krankheit und Trübsal uns anfechten, so mache unseren Tag hell und zielgewiß. Wenn wir einsam und ferne von Dir sind, so höre nicht auf, uns zu scheinen, Du Licht der ewigen Heimat. Amen.

Orate fratres S.65

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

“So wahr ich leb”, spricht Gott der Herr, “des Sünders Tod ich nicht begehr…” (LKG 32)

Lucas Cranach d.J: “Bugenhagen mit dem Binde- und Löseschlüssel” (St. Marien, Wittenberg)

“So wahr ich leb”, spricht Gott, der Herr, “des Sünders Tod ich nicht begehr,
sondern daß er bekehre sich, tu Buß und leb auch ewiglich.”

Drum Christ, der Herr, sein Jünger sanft: “Geht hin, predigt in alle Land
Vergebung der Sünd’ jedermann, dems leid ist, glaubt und will ablan.

Wem Ihr die Sünd vergeben werdet, sollt ihr´ los sein auf dieser Erd;
wem Ihr sie bhalt im Namen mein, dem sollen sie behalten sein.

Was Ihr bindet, soll gebunden sein, was Ihr auflöst, das soll los sein,
Die Scchlüssel zu dem Himmelreich hiemit ich Euch geb allen gleich.

Wem Ihr verkündigt diesen Trost, daß er durch mein Blut sei erlöst 
Bhält dies Zeugniß im Herzen sein, derselb ist los von Schuld und Pein.

Wenn uns der Priester absolviert, sein Amt der Herr Christ durch ihn führt,
Und spricht uns selbst von Sünden rein, sein Werkzeug ist der Dienr allein.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 32,1-6)

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was Ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein.

Matthäus 18,18

Donnerstag nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes)

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Und Mose sprach zu den Israeliten: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda,  31 und hat ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verständig und geschickt sei zu jedem Werk,  32 kunstreich zu arbeiten in Gold, Silber und Bronze,  33 Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu schnitzen, um jede kunstreiche Arbeit zu vollbringen.  34 Und er hat ihm auch die Gabe zu unterweisen ins Herz gegeben, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan.  35 Er hat sie mit Verstand erfüllt, zu machen alle Arbeiten des Goldschmieds und des Kunstwebers und des Buntwebers mit blauem und rotem Purpur, Karmesin und feinem Leinen und des Webers, dass sie jedes Werk ausführen und kunstreiche Entwürfe ersinnen können. 

So sollen denn arbeiten Bezalel und Oholiab und alle kundigen Männer, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hat zu wissen, wie sie alle Arbeit ausführen sollen zum Dienst des Heiligtums, ganz nach dem Gebot des HERRN.  2 Und Mose berief Bezalel und Oholiab und alle kundigen Männer, denen der HERR Weisheit ins Herz gegeben hatte, alle, die sich freiwillig erboten, ans Werk zu gehen und es auszurichten.  3 Und sie empfingen von Mose alle Abgaben, die die Israeliten gebracht hatten, um die Arbeiten zum Dienst des Heiligtums auszuführen. Und man brachte auch weiterhin alle Morgen freiwillige Gaben zu ihm.  4 Da kamen alle kundigen Männer, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeder von der Arbeit, die er machte,  5 und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr als zum Dienst dieses Werkes nötig ist, das der HERR zu machen geboten hat.  6 Da gebot Mose, dass man durchs Lager rufen ließe: Niemand, weder Mann noch Frau, soll hinfort noch etwas hinzutun zur Abgabe für das Heiligtum. Da brachte das Volk nichts mehr.  7 Denn es war genug gebracht worden zu allen Arbeiten, die zu machen waren, und es war noch übrig geblieben. 

2. Mose 35,30-35 und 36,1-7

Tageslese

Werdet doch wie ich, denn auch ich wurde wie ihr, Brüder und Schwestern, ich bitte euch. Ihr habt mir kein Leid getan. 13 Ihr wisst doch, dass ich euch zuvor in Schwachheit des Leibes das Evangelium gepredigt habe. 14 Und obwohl meine leibliche Schwäche euch eine Anfechtung war, habt ihr mich nicht verachtet oder vor mir ausgespuckt, sondern mich wie einen Engel Gottes aufgenommen, ja wie Christus Jesus. 15 Wie wart ihr dazumal selig zu preisen! Denn ich bin euer Zeuge: Ihr hättet, wenn es möglich gewesen wäre, eure Augen ausgerissen und mir gegeben. 16 Bin ich denn damit euer Feind geworden, dass ich euch die Wahrheit vorhalte? 17 Es ist nicht recht, wie sie um euch werben; sie wollen euch ausschließen, damit ihr dann um sie werbt. 18 Umworben zu werden, ist gut, wenn’s im Guten geschieht, und zwar immer und nicht nur dann, wenn ich bei euch bin. 19 Meine Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne! – 20 Ich wollte aber, dass ich jetzt bei euch wäre und mit andrer Stimme zu euch reden könnte; denn ich bin ratlos euretwegen. 

Galater 4,12-20

Abendgebet am Donnerstag

Barmherziger Heiland, der du uns geliebt hast, da wir noch ferne waren, und uns dein Heil schenkst, obwohl unsere Sünde dich ans Kreuz geschlagen hat, wir bitten dich für unsere Feinde und alle, die dich hassen: Nimm alle Bitterkeit aus unserem Herzen, daß wir unseren Schuldnern vergeben, wie du uns reichlich und täglich vergibst. Bewahre uns, daß wir den Menschen nicht ein berechtigtes Ärgernis geben und durch Zorn und Lieblosigkeit unglaubwürdig werden in unserem Amt. 

Wir klagen dir das Elend aller, die sich verloren haben, aus dem rechten Bahn in die Irre, aus dem hellen Licht deiner Wahrheit in die Finsternis, aus der heilsamen Gemeinschaft deines Lebens in das Sterben ihrer Seelen. Aber wir wissen auch, daß wir selber um unserer Lauheit und Lieblosigkeit und unseres vielfachen Versagens willen, mitschuldig sind an solcher Not. 

O Herr, vergib und wecke in uns herzliches Erbarmen, Geduld in Arbeiten und Opfern, Treue im Beten und Ringen um unser Volk. 

Herr, unser Hirte, höre nicht auf, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Amen. 

Orate fratres S.58

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment