All Morgen ist ganz frisch und neu

2. O Gott, du schöner Morgenstern,
gib uns, was wir von dir begehrn:
Zünd deine Lichter in uns an,
lass uns an Gnad kein Mangel han.

3. Treib aus, o Licht, all Finsternis,
behüt uns, Herr, vor Argernis,
vor Blindheit und vor aller Schand
und reich uns Tag und Nacht dein Hand,

4. zu wandeln als am lichten Tag,
damit, was immer sich zutrag,
wir stehn im Glauben bis ans End
und bleiben von dir ungetrennt.

Ö / Klagelieder 3,22-23

Text: Johannes Zwick (UM 1541) 1545

Donnerstag nach dem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres (Weltgericht) 

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi 

2. Korinther 5,10

Kollekte

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben, in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161

Fortlaufende Lese

Aber sie sind wie unvernünftige Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und getötet werden; sie lästern, wovon sie nichts verstehen, und wie jene werden sie getötet werden  13 und als Ungerechte Lohn des Unrechts empfangen. Sie halten es für eine Lust, am hellen Tag zu schlemmen, sie sind Schandflecken, schwelgen in ihren Betrügereien, wenn sie mit euch prassen.  14 Sie haben nur Augen für die Ehebrecherin, sind unaufhörlich bereit zur Sünde, locken leichtfertige Seelen an, ihr Herz ist getrieben von Habsucht – Kinder des Fluchs!  15 Sie verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte,  16 aber zurechtgewiesen wurde wegen seiner Übertretung: Das stumme Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.  17 Sie sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Wirbelwind umhergetrieben, ihr Los ist die dunkelste Finsternis.  18 Denn sie reden stolze Worte, hinter denen nichts ist, und locken durch ausschweifende fleischliche Begierden diejenigen an, die gerade erst denen entronnen waren, die im Irrtum leben,  19 und versprechen ihnen Freiheit, obwohl sie selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, dessen Knecht ist er geworden.  20 Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Heilands Jesus Christus entflohen sind dem Schmutz der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist’s mit ihnen am Ende ärger geworden als am Anfang.  21 Denn es wäre besser für sie gewesen, wenn sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als dass sie ihn kennen und sich abkehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.  22 Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: Der Hund frisst wieder, was er ausgespien hat; und: Die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot. 

2. Petrus 2,12-22

Tageslese

Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. 2 Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere. 3 Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Völker getrunken, und die Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit. 4 Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden, und hinaus aus ihren Plagen, damit ihr sie nicht empfangt! 5 Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und Gott gedachte ihrer Frevel. 6 Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat, und gebt ihr zweifach zurück nach ihren Werken! Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr zweifach ein! 7 Was ihr Glanz verlieh und was sie verprasste, das schenkt ihr ein als Qual und Leid! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen. 8 Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet. 9 Und es werden sie beweinen und beklagen die Könige auf Erden, die mit ihr gehurt und geprasst haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand. 10 Sie werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, du große Stadt, Babylon, du starke Stadt, in einer Stunde ist dein Gericht gekommen! 11 Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen um sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird: 12 Ware aus Gold und Silber und Edelsteinen und Perlen und feinem Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechendem Holz und allerlei Gerät aus Elfenbein und allerlei Gerät aus kostbarstem Holz und Erz und Eisen und Marmor 13 und Zimt und Balsam und Räucherwerk und Myrrhe und Weihrauch und Wein und Öl und feines Mehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen von Menschen. 14 Und das Obst, an dem deine Seele Lust hatte, ist dahin; und alles, was glänzend und herrlich war, ist für dich verloren, und man wird es nicht mehr finden. 15 Die Kaufleute, die durch diesen Handel mit ihr reich geworden sind, werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual, weinen und klagen: 16 Weh, weh, du große Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmückt war mit Gold und Edelstein und Perlen, 17 denn in einer Stunde ist verwüstet solcher Reichtum! Und jeder Steuermann und jeder, der mitreiste, und die Seeleute und alle, die auf dem Meer arbeiten, standen fernab 18 und schrien, als sie den Rauch von ihrem Brand sahen: Wer ist der großen Stadt gleich? 19 Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und schrien, weinten und klagten: Weh, weh, du große Stadt, von deren Überfluss reich geworden sind alle, die Schiffe auf dem Meer hatten; denn in einer Stunde ist sie verwüstet! 20 Freue dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um euretwillen. 21 Und ein starker Engel hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, warf ihn ins Meer und sprach: So wird mit Sturmgewalt niedergeworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden. 22 Und die Stimme der Sänger und Saitenspieler, Flötenspieler und Posaunenbläser soll nicht mehr in dir gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks soll mehr in dir gefunden werden, und das Geräusch der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden, 23 und das Licht der Lampe soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Bräutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren Fürsten auf Erden, und durch deine Zauberei sind verführt worden alle Völker; 24 und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden und das Blut aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind. 

Offenbarung 18

Tagesgebet

Herr Jesus Christus, Du hast die Himmel und alle Himmel Himmel berufen mit allen Heiligen, Aposteln und Propheten sich auf Dein gerechtes Gericht zu freuen, wenn Du endlich die wahre Kirche verherrlichen und die Lügner, Heuchler und Verführer verdammen wirst.

Lehre uns zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen wahrer und falscher Kirche zu unterscheiden und uns auch nicht durch die Niedrigkeit und Leiden Deiner Magd abschrecken zu lassen indem wir weiterhin daran festhalten, daß die Wahrheit des Evangeliums, des ewigen Lebens und seligmachenden Weisheit allein in Dir zu finden ist; denn Du lebst und regierst mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, nun und allezeit. Amen.

Frei übersetzt nach “Treasury of Prayer: Pray now” für diesen Tag.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Aus tiefer Not schrei ich zu Dir

Dr Martin Luther 1524
Dr. Martin Luther: Wittenbergisches Gesangbuch 1524, Nachdruck WA 35

Buß- und Bettag

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du nicht Lust hast an der armen Sünder Tode, nässest sie auch nicht gern verderben, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben:

Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdiente Strafe unserer Sünde gnädig abwenden und zu unserer Besserung Deine Barmherzigkeit verleihen.

Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161

Fortlaufende Lese

 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie losgekauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben.  2 Und viele werden ihnen folgen in ihren Ausschweifungen; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden.  3 Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen. Das Urteil über sie wirkt seit Langem, und ihr Verderben schläft nicht.  4 Denn Gott hat selbst die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle gestoßen und übergeben, damit sie zum Gericht aufbewahrt werden;  5 und hat die frühere Welt nicht verschont, sondern bewahrte mit Noah, dem Prediger der Gerechtigkeit, nur acht Menschen, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte;  6 und hat die Städte Sodom und Gomorra in Schutt und Asche gelegt und zum Untergang verurteilt und damit ein Beispiel gesetzt für die Gottlosen in späteren Zeiten;  7 und hat den gerechten Lot errettet, dem die schändlichen Leute viel Leid antaten mit ihrem ausschweifenden Wandel.  8 Denn der Gerechte, der unter ihnen wohnte, musste alles mit ansehen und anhören und seine gerechte Seele von Tag zu Tag quälen lassen durch ihre unrechten Werke.  9 Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber aufzubewahren für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen,  10 am meisten aber die, die nach dem Fleisch leben in unreiner Begierde und die Macht des Herrn verachten. Frech und eigensinnig schrecken sie nicht davor zurück, himmlische Mächte zu lästern,  11 wo doch nicht einmal die Engel, die größere Stärke und Macht haben, ein Urteil wegen Lästerung gegen sie vor den Herrn bringen. 

2. Petrus 2,1-11

Tageslese

Es waren aber zu der Zeit einige da, die berichteten Jesus von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. 2 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer mehr gesündigt haben als alle andern Galiläer, weil sie das erlitten haben? 3 Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. 4 Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm von Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen seien als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen? 5 Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberg, und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. So hau ihn ab! Was nimmt er dem Boden die Kraft? 8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn herum grabe und ihn dünge; 9 vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab. 

Lukas 13,1-9

Gebet

Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue, wir erkennen Deinen gerechten Zorn, den wir mit unsern Sünden wider Dich erweckt haben.

Ach verschone uns, lieber Vater, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in Deinem Zorn und züchtige uns nicht in Deinem Grimm.

Ach Herr, sei uns gnädig nach Deiner Güte und tilge unsere Sünde nach Deiner großen Barmherzigkeit. Wende Deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten unter Deiner strafenden Hand. Wende Dich, o Herr, wieder zu uns und errette uns. Hilf uns um Deiner Güte willen.

Heile, Herr, alle Schwachen und Kranken. Sei bei ihnen in der Not. Reiße sie heraus und zeige ihnen Dein Heil. Nimm Dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde.

Lehre uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an Deinem Worte festhalten, in Frieden heimfahren und den Tod nicht sehen ewiglich.

Erhöre uns, erhöre uns, erhöre unsere Bitte, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 30

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Es geht daher des Tages Schein; o Brüder, laßt uns dankbar sein dem gütigen und milden Gott, der uns die Nacht bewahret hat.

Superintendent Michael Voigt (Guben) zusammen mit Vikaren im Foyer der Alten Lateinschule.

Es geht daher des Tages Schein; o Brüder, laßt uns dankbar sein dem gütigen und milden Gott, der uns die Nacht bewahret hat

Laßt uns Gott bitten diese Stund, herzlich singen mit gleichem Mund, begehren, daß er uns auch wollt bewahren heut in seiner Huld,

sprechen: O Gott von Ewigkeit, der du uns aus Barmherzigkeit mit Deiner großen Kraft und Macht bewahret hast in dieser Nacht,

Du wollest uns durch Deinen Sohn an diesem Tag auch Hilfe tun, daß nimmermehr ein Feind uns fällt, wenn unsern Seelen er nachstellt.

O Herre Gott, nimm unser wahr, sei unser Wächter immerdar; sei Schutzherr, König uns und Held, der uns voranzieht in das Feld.

Wir opfern uns Dir, Herre Gott, daß Du unser Herz, Wort und Tat wollest leiten nach Deinem Mut, daß unser Werk gerate gut.

Das bringen wir in Deinem Sohn zum Frühopfer vor Deinen Thron; darauf wir nun zu Deinem Lob mögen genießen Deiner Gab.

Michael Weiße 1531 (LKG 270)

Dienstag nach dem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres (Weltgericht) 

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi 

2. Korinther 5,10

Kollekte

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben, in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161

Fortlaufende Lese

Darum will ich euch allezeit daran erinnern, obwohl ihr’s wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die nun gegenwärtig ist.  13 Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu wecken und zu erinnern;  14 denn ich weiß, dass meine Hütte bald abgebrochen wird, wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat.  15 Ich will aber allen Fleiß darauf verwenden, dass ihr dies allezeit nach meinem Hinscheiden im Gedächtnis behaltet.  

16 Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen.  17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.  18 Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.  19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.  20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift aus eigener Auslegung geschieht.  21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben vom Heiligen Geist haben Menschen in Gottes Auftrag geredet. 

2. Petrus 1,12-21

Tageslese

Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt hinfort kein Opfer mehr für die Sünden, 27 sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht und ein wütendes Feuer, das die Widersacher verzehren wird. 28 Wenn jemand das Gesetz des Mose missachtet, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29 Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: »Die Rache ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.« 31 Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

Hebräer 10,26-31

Gebet um Gottes Segen in Haus und Beruf

Allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, Du sorgst als ein getreuer Vater für uns; Du hast uns gnädig zu Kindern angenommen und einem jeden seinen Beruf gegeben, darin er Dir und dem Nächsten dienen soll. Wir bitten Dich von Herzen, lieber Vater, gib uns Gnade, daß wir unsers Berufes fleißig warten und uns im Gehorsam allezeit als Deine treuen Kinder beweisen. Hilf, daß wir unsere Herzen nicht an die Güter dieser Welt hängen, sondern laß uns alle Gaben, die wir durch Deinen Segen empfangen haben, mit täglicher Danksagung genießen. Bewahre uns vor Müßiggang, unnötiger Sorge und allem, was Dir mißfällt, und fördere bei uns und in uns alles, was Dir wohlgefällt, auf daß wir immerdar nach Deinen Geboten handeln und im rechten Glauben alle unsere Sorgen auf Dich werfen. Denn Du weißt alles, was uns mangelt und not ist; das wollest Du uns gnädig verleihen – uns und unsere Kindern und Enkeln. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 19

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


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Sei munter, bet mit Fleiß und wach…

Alte Lateinschule: Wohnung 2.1 (ILSW)

Gedenk, daß Dich Dein Herr und Gott zu seinem Bild erschaffen hat, daß Du ihn erkennest

Und lieb habest aus Herzengrund, bekennest auch mit Deinem Mund, sein also genießest.

Weil Du nun seinen Geist gekost’, und seiner Gnad genossen hast, so dank ihm von Herzen.

Sei munter, bet mit Fleiß und wach, sieh, daß Du stets in Deiner Sach treu werdest befunden.

Du weißt nicht, wenn der Herre kömmt, denn er Dir keine Zeit bestimmt, sondern stets heißt wachen.

So üb Dich nun in Seinem Bund, lob ihn mit Herzen, Tat und Mund, dank ihm seine Wohltat.

Sprich: “O Vater von Ewigkeit, ich dank Dir für all Gütigkeit, mir bisher erzeiget.

Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, welchem samt Dir im höchsten Thron all Engel lobsingen.

Hilf, Herr, daß ich Dich gleicherweis von nun an allzeit lob und preis in Ewigkeit. Amen.

Michael Weiße 1531 (LKG 269,7-15)

Montag nach dem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres (Weltgericht) 

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi

2. Korinther 5,10

Kollekte

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben, in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.161

Fortlaufende Lese

Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an alle, die mit uns denselben kostbaren Glauben empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilands Jesus Christus:  2 Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn!  

3 Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft.  4 Durch sie sind uns die kostbaren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch sie Anteil bekommt an der göttlichen Natur, wenn ihr der Vergänglichkeit entflieht, die durch Begierde in der Welt ist.  5 So wendet allen Fleiß daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis  6 und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit  7 und in der Frömmigkeit Brüderlichkeit und in der Brüderlichkeit die Liebe.  8 Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.  9 Wer dies aber nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, dass er rein geworden ist von seinen früheren Sünden.  10 Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr niemals straucheln,  11 und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. 

2. Petrus 1,1-11

Tageslese

Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. 20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Johannes 5,19-24

Gebet zum Beginn der Arbeit

Ewiger, barmherziger Gott, ich will nun wieder an meine Arbeit gehen und die Werke meines Berufes mit den Kräften, die Du mir gegeben hast, ausrichten, um meinem Nächsten dadurch zu dienen und mein Brot erwerben. Darum bitte ich Dich herzlich, Du wollest mir nach Deiner Verheißung Weisheit und Verstand, Heil, Segen und Gesundheit verleihen, damit ich mein Tun durch Deine väterliche Hilfe, wie sich´s für ein Gotteskind gebühret, ausführe und meines Amtes jederzeit in Deiner Furcht mit reinem Gewissen treulich warte. Dir befehle ich meine Werke; laß mir gelingen, was ich in Deinem Namen vornehme, Dir zu Lob und Preis und mir und meinem Nächsten zugute. Durch Deinen lieben Sohn Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 18

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr

Grabesstätte der von Ribbecks in Ribbeck.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.

Psalm 96,13

Introitus

Schaffe mir Recht, Gott, und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! 2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, 4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott. 5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Psalm 43

Kollekte

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allzeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 160f.

Alttestamentliche Lese

Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, 2 geht auf wie eine Blume und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. 3 Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. 4 Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer! 5 Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt, das er nicht überschreiten kann: 6 so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut. 7 Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus. 8 Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt, 9 so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. 10 Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin; kommt ein Mensch um – wo ist er? 11 Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet, 12 so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. 13 Ach dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir eine Frist setzen und dann an mich denken wolltest! 14 Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben? Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung kommt. 15 Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände. 16 Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde. 17 Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen. 18 Doch ein Berg kann zerfallen und vergehen und ein Fels von seiner Stätte weichen, 19 Wasser wäscht Steine weg, und seine Fluten schwemmen die Erde weg: so machst du die Hoffnung des Menschen zunichte. 20 Du überwältigst ihn für immer, dass er davon muss, entstellst sein Antlitz und lässt ihn dahinfahren. 21 Sind seine Kinder in Ehren, das weiß er nicht, oder ob sie verachtet sind, das wird er nicht gewahr. 22 Nur sein eigenes Fleisch macht ihm Schmerzen, und nur um ihn selbst trauert seine Seele.

Hiob 14

Versikel

Siehe, es kommt der Herr, der Herrscher, Halleluja, und in seiner Hand ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Halleluja.

1. Chronik 29,11f

Epistolische Lektion (Predigt)

Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. 8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. 9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. 10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. 11 Denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.« 12 So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. 13 Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite.”

Römer 14,7-13

Hallelujavers

Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter.

Psalm 50,6

Evangelium

Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Matthäus 25,31-46

Wochenlied

Es ist gewisslich an der Zeit, dass Gottes Sohn wird kommen in seiner großen Herrlichkeit, zu richten Bös und Fromme. Da wird das Lachen werden teur, wenn alles wird vergehn im Feur, wie Petrus davon schreibet.

Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn die Toten all behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und erneuen.

Danach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden je getrieben; da denn gewiss ein jedermann wird hören, was er hat getan in seinem ganzen Leben.

O weh dem Menschen, welcher hat des Herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christus in die Hölle.

O Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen Deiner Wunden, dass ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden. Daran ich denn auch zweifle nicht, denn Du hast ja den Feind gericht’ und meine Schuld bezahlet.

Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn Du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf dass ich samt den Brüdern mein mit Dir geh in den Himmel ein, den Du uns hast erworben.

O Jesu Christ, Du machst es lang mit Deinem Jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, Du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen.

Bartholomäus Ringwaldt 1582 nach der lateinischen Sequenz “Dies irae, dies illa” (12.Jhd) des Thomas von Celano (LKG 208)

Das Nizänische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus,  Gottes eingeborenen Sohn,  der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt,  Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche.  Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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Der Tag vertreibt die finstere Nacht

St. Marien (Stadtkirche in Lutherstadt Wittenberg, Sachsen-Anhalt)

Der Tag vertreibt die finstre Nacht; o Brüder, seid munter und wacht, dienet Gott den Herren.

Die Engel singen immerdar und loben Gott mit großer Schar, der alles regieret.

Die Hähn und Vögel mancherlei loben Gott mit ihrem Geschrei, der sie speist und kleidet.

Der Himmel, die Erd und das Meer, geben dem Herren Lob und Ehr, tun sein Wohlgefallen.

Alles, was je geschaffen ward, ein jeglich Ding nach seiner Art, preiset seinen Schöpfer.

Ei nun, Mensch, so edler Natur, o vernünftige Kreatur, sei nicht so verdrossen.

Michael Weiße 1531 (LKG 269,1-6)

Sonnabend nach dem 24. Sonntag nach Trinitatis (Der Überwinder des Todes) 

Danksaget mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht. 

Kolosser 1,12

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du durch hDeinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten Dich, stärke uns durch Deinen Heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf Deine Gnade durch Christus täglich zunehmen und die Hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern einschlafen und am Jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen, durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.159

Fortlaufende Lese

Zum dritten Mal komme ich zu euch. »Durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden.«  2 Ich habe es vorausgesagt und sage es noch einmal voraus – wie bei meinem zweiten Besuch, so auch nun aus der Ferne – denen, die zuvor gesündigt haben, und den andern allen: Wenn ich abermals komme, dann will ich niemanden schonen.  3 Ihr verlangt ja einen Beweis dafür, dass Christus in mir redet, der euch gegenüber nicht schwach ist, sondern ist mächtig unter euch.  4 Denn wenn er auch gekreuzigt wurde in Schwachheit, so lebt er doch aus Gottes Kraft. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so werden wir doch mit ihm leben aus der Kraft Gottes für euch.  5 Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wäret ihr ja nicht bewährt.  6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, dass wir nicht unbewährt sind.  7 Wir bitten aber Gott, dass ihr nichts Böses tut; nicht damit wir als bewährt angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie die sind, die nicht bewährt sind.  8 Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas für die Wahrheit.  9 Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind, ihr aber mächtig seid. Wir beten auch dafür, dass ihr vollkommen werdet.  10 Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muss nach der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstören.  

11 Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.  12 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen.  13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 

2. Korinther 13,1-13

Tageslese

Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: 13 Ich weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt. 14 Weniges aber habe ich gegen dich: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, ein Ärgernis aufzurichten vor den Israeliten, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. 15 So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaïten halten. 16 Tue nun Buße; wenn aber nicht, so werde ich bald über dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes. 17 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf den Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt. 

Offenbarung 2,12-17

Abendgebet am Sonnabend

Nun die Woche zu Ende ist, danken wir Dir, Herr, für alles, was Du uns darin an Gutem erwiesen hast. Wir preisen Dich auch in all dem Schweren und Harten, das Du uns auferlegt hast. Bist Du doch nicht von uns gewichen und hast Deine Licht uns und den Unseren nicht verlöschen lassen. Herr, Deine Güte ist es, daß wir nicht gar aus sind, und Deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Vergib uns die Sünde und Schuld der vergangenen Woche um Christi willen. Gib uns Deine Gnade zu erkennen, auch wenn manche Not von einer Woche zur anderen mit uns geht. Hilf uns fest glauben, daß das Ende Deiner Wege mit uns doch der Lobpreis der Vollendeten sein wird, daß Du alles wohlgemacht hast. So nimm auch heute schon unser Lob in Gnaden an: Gelobet seist Du, Herr, ewiglich! Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 18.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Der Tag bricht an und zeiget sich

“Abenddämmerung über dem Winterwald” Sophus Jacobsen 1989.

2. bitten dich auch: Behüt uns heut,
denn wir allhier sind Pilgerleut;
steh uns bei, tu Hilf und bewahr,
dass uns kein Übel widerfahr.

3. Regier du uns mit starker Hand,
auf dass dein Werk in uns erkannt,
dein Name durch glaubreich Gebärd
in uns heilig erweiset werd.

4. Hilf, dass der Geist Zuchtmeister bleib,
das arge Fleisch so zwing und treib,
dass es sich nicht gar ungestüm
erheb und fordre deinen Grimm.

5. Versorg uns auch, o Herre Gott,
auf diesen Tag, wie’s uns ist Not,
teil uns dein’ milden Segen aus,
denn unser Sorg richtet nichts aus.

6. Gib deinen Segen unserm Tun
und unsrer Arbeit deinen Lohn
durch Jesus Christus, deinen Sohn,
unsern Herren vor deinem Thron.

Text: Michael Weiße 1531 (Evangelisches Gesangbuch 438)

Freitag nach dem 24. Sonntag nach Trinitatis “Der Überwinder des Todes”) 

Danksaget mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht. 

Kolosser 1,12

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du durch hDeinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten Dich, stärke uns durch Deinen Heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf Deine Gnade durch Christus täglich zunehmen und die Hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern einschlafen und am Jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen, durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.159

Fortlaufende Lese

Ich bin ein Narr geworden! Dazu habt ihr mich gezwungen. Denn ich sollte von euch empfohlen werden, da ich doch den Überaposteln in nichts nachstand, obwohl ich nichts bin.  12 Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.  13 Was ist’s, worin ihr zu kurz gekommen seid gegenüber den andern Gemeinden, außer dass ich euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebt mir dieses Unrecht!  14 Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern den Kindern.  15 Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?  16 Sei’s drum: Ich bin euch nicht zur Last gefallen. Aber bin ich etwa heimtückisch und habe euch mit Hinterlist gefangen?  17 Habe ich euch etwa übervorteilt durch einen von denen, die ich zu euch gesandt habe?  18 Ich habe Titus zugeredet und den Bruder mit ihm gesandt. Hat euch etwa Titus übervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geist gewandelt? Sind wir nicht in denselben Fußstapfen gegangen?  

19 Schon lange werdet ihr denken, dass wir uns vor euch verteidigen. Wir reden in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, ihr Lieben, zu eurer Erbauung.  20 Denn ich fürchte, wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich will, und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt Hader, Neid, Zorn, Zank, üble Nachrede, Verleumdung, Aufgeblasenheit, Aufruhr.  21 Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen bei euch, und ich muss Leid tragen über viele, die zuvor gesündigt und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben. 

2. Korinther 12,11-21

Tageslese

Durch den Glauben hat Abraham den Isaak dargebracht, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißungen empfangen hatte, 18 von dem gesagt worden war: »Nach Isaak wird dein Geschlecht genannt werden.« 19 Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; als ein Gleichnis dafür bekam er ihn auch wieder. 20 Durch den Glauben segnete Isaak den Jakob und den Esau auf die zukünftigen Dinge hin. 21 Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne Josefs und neigte sich über die Spitze seines Stabes. 22 Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen sollte. 23 Durch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, dass er ein schönes Kind war; und sie fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot. 24 Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr Sohn der Tochter Pharaos heißen, 25 sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden, als einen flüchtigen Genuss der Sünde zu haben, 26 und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung. 27 Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. 28 Durch den Glauben vollzog er das Passa und das Besprengen mit Blut, auf dass der Verderber ihre Erstgeburt nicht anrühre. 29 Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes Land; das versuchten die Ägypter auch und ertranken. 30 Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, als Israel sieben Tage um sie herum gezogen war. 31 Durch den Glauben kam die Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter in Frieden aufgenommen hatte.

Hebräer 11,17-31

Abendgebet am Freitag (Das Kreuz)

Herr, wir bitten Dich: Laß unter dem Kreuz Deines Sohnes die Strauchelnden sich aufrichten und die Verirrten sich finden. Unter dem Kreuz Deines Sohnes erquicke alle Mühseligen und allen, die in Todesnot sind, gib Zuversicht und Kraft zum Überwinden. Gib Deinen hellen Schein in unsere Dunkelheit, Deine Vergebung in unserer Schuld. Sei unsere Burg in allem Grauen der Nacht, bis Dein Tag anbricht und wir Dich schauen von Angesicht zu Angesicht. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 17f

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dies sind die heiligen zehn Gebot

Lucas Cranach d.J: Die zehn Gebote (Lutherhaus, Wittenberg)

231 – Dies sind die heilgen Zehn Gebot

2. Ich bin allein dein Gott, der Herr,
kein Götter sollst du haben mehr;
du sollst mir ganz vertrauen dich,
von Herzensgrund lieben mich.
Kyrieleis.

3. Du sollst nicht brauchen zu Unehrn
den Namen Gottes, deines Herrn;
du sollst nicht preisen recht noch gut,
ohn was Gott selbst red’t und tut.
Kyrieleis.

4. Du sollst heilgen den siebten Tag,
dass du und dein Haus ruhen mag;
du sollst von deim Tun lassen ab,
dass Gott sein Werk in dir hab.
Kyrieleis.

5. Du sollst ehrn und gehorsam sein
dem Vater und der Mutter dein
und wo dein Hand ihn’ dienen kann;
so wirst du langes Leben han.
Kyrieleis.

6. Du sollst nicht töten zorniglich,
nicht hassen noch selbst rächen dich,
Geduld haben und sanften Mut
und auch dem Feind tun das Gut.
Kyrieleis.

7. Dein Eh’ sollst du bewahren rein,
dass auch dein Herz kein’ andern mein,
und halten keusch das Leben dein
mit Zucht und Mäßigkeit fein.
Kyrieleis.

8. Du sollst nicht stehlen Geld noch Gut,
nicht wuchern jemands Schweiß und Blut;
du sollst auftun dein milde Hand
den Armen in deinem Land.
Kyrieleis.

9. Du sollst kein falscher Zeuge sein,
nicht lügen auf den Nächsten dein;
sein Unschuld sollst auch retten du
und seine Schand decken zu.
Kyrieleis.

10. Du sollst deins Nächsten Weib und Haus
begehren nicht, noch etwas draus;
du sollst ihm wünschen alles Gut,
wie dir dein Herz selber tut.
Kyrieleis.

11. All die Gebot uns geben sind,
dass du dein Sünd, o Menschenkind,
erkennen sollst und lernen wohl,
wie man vor Gott leben soll.
Kyrieleis.

12. Das helf uns der Herr Jesus Christ,
der unser Mittler worden ist;
es ist mit unserm Tun verlorn,
verdienen doch eitel Zorn.
Kyrieleis.

2. Mose 20,1-17

Text: Martin Luther 1524 (LKG 244)

Musik: IN GOTTES NAMEN FAHREN WIR (NR. 498) 13. Jhd Erfurt.

Donnerstag nach dem 24. Sonntag nach Trinitatis “Der Überwinder des Todes”) 

Danksaget mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht. 

Kolosser 1,12

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du durch hDeinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten Dich, stärke uns durch Deinen Heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf Deine Gnade durch Christus täglich zunehmen und die Hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern einschlafen und am Jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen, durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.159

Fortlaufende Lese

Gerühmt muss werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn.  2 Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren – ist er im Leib gewesen? Ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib gewesen? Ich weiß es nicht; Gott weiß es –, da wurde derselbe entrückt bis in den dritten Himmel.  3 Und ich kenne denselben Menschen – ob er im Leib oder außer dem Leib gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es –,  4 der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, die kein Mensch sagen kann.  5 Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nicht rühmen, außer meiner Schwachheit.  6 Denn wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich kein Narr; denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört.  7 Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.  8 Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, dass er von mir weiche.  9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne.  10 Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. 

2. Korinther 12,1-10

Tageslese

Gott aber sei gedankt, der uns allezeit im Triumph mitführt in Christus und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten! 15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden: 16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig? 17 Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus. 

2.Korinther 2,14-17

Gebet am Donnerstagabend (Kirche, Volk und Obrigkeit)

Allmächtiger Herr und Heiland unseres Lebens, wir danken Dir, daß Du uns berufen hast durch das Wort Deines Evangeliums, daß wir Boten sein sollen denen, die auf Dich warten. Wir bitten Dich für unsere Kirche. Laß Dein Wort unter uns lauter und rein verkündigt werden, und füge uns zusammen zur Gemeinschaft Deines Reiches. Segne unseren Bischof und alle, die zur Leitung Deiner Kirche berufen sind – Pastoren, Missionare, Evangelisten, Lehrer und Kirchenvorsteher. Schenke die nötigen Mittel, die Kraft und die Freudigkeit, daß die Arbeit, die getan werden muß auch getan werden kann in Haus und Gemeinde, Kirche und Mission.

Wir bitten Dich für dieses Land und Volk, aber auch für alle Welt und alle Völker, für die Freiheit und den Frieden dieses Kontinents und alle Kontinente. Schenke Gerechtigkeit und Frieden. Wehre allem Missbrauch von Macht.

Hilf, daß wir einander dienen, daß wir tun, was zum Wohl aller dient und zum Besten Deiner Kirche. Erwecke Dir gehorsame Diener und Boten in allen Ständen – und baue Dein Reich in aller Welt, daß die Zahl der Auserwählten bald voll werde und Dein Sohn wiederkommt in Herrlichkeit.

Stärke in uns den Geist der Kindschaft, daß wir alles von Dir erwarten und Dir allein die Ehre geben. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 17

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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In dem Herren freuet Euch, freut Euch allewege.

Moruti Krispus Mogale (Ventersdorp, W.Transvaal) lehnt am Taufstein der Roodepoorter Kirche: “Da bist Du selig worden!”

2. Mag der Feind mit Finsternis
euren Schritt umhüllen,
seid nur um den Herrn geschart,
dessen Heil und Gegenwart
all Stund euch kann erfüllen.

3. Kündet eure Lindigkeit
allen Augen, Ohren.
Keiner bannt den Sieger mehr,
Christus mit dem lichten Heer
erscheint schon vor den Toren.

4. Werft das stolze Sorgen fort,
bittet Gott mit Danken.
Sieh, es leuchtet seine Gnad
über eurem schmalen Pfad,
führt euch durch alle Schranken.

5. Friede höher als Vernunft,
Licht von höchster Zinne,
wird dir heut und jeder Frist
hüten ganz in Jesus Christ
das Herz und alle Sinne.

6. O so freu dich in dem Herrn,
Kirche, allezeiten.
Musst du dulden Kreuz und Not,
Gottes Sohn hebt aus dem Tod
sein Volk in Ewigkeiten.

Philipper 4

Text: Kurt Müller-Osten 1942

Mittwoch nach dem 24. Sonntag nach Trinitatis “Der Überwinder des Todes”) 

Danksaget mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht. 

Kolosser 1,12

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du durch hDeinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten Dich, stärke uns durch Deinen Heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf Deine Gnade durch Christus täglich zunehmen und die Hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern einschlafen und am Jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen, durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.159

Fortlaufende Lese

Ich sage abermals: Niemand halte mich für töricht; wenn aber doch, so nehmt mich an als einen Toren, damit auch ich mich ein wenig rühme.  17 Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern wie in Torheit, weil wir so ins Rühmen gekommen sind.  18 Da viele sich rühmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rühmen.  19 Denn ihr ertragt gerne die Narren, ihr, die ihr klug seid!  20 Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangen nimmt, wenn sich jemand über euch erhebt, wenn euch jemand ins Angesicht schlägt.  21 Zu meiner Schande muss ich sagen: Dazu waren wir zu schwach! Wo einer kühn ist – ich rede als Narr –, da bin ich auch kühn.  22 Sie sind Hebräer? Ich auch! Sie sind Israeliten? Ich auch! Sie sind Abrahams Kinder? Ich auch!  23 Sie sind Diener Christi? Ich rede wider alle Vernunft: Ich bin’s weit mehr! Ich habe mehr gearbeitet, ich bin öfter gefangen gewesen, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen.  24 Von Juden habe ich fünfmal erhalten vierzig Geißelhiebe weniger einen;  25 ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer.  26 Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in Gefahr unter Räubern, in Gefahr von meinem Volk, in Gefahr von Heiden, in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern;  27 in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße;  28 und außer all dem noch das, was täglich auf mich einstürmt, die Sorge für alle Gemeinden.  29 Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall gebracht, und ich brenne nicht?  30 Wenn ich mich denn rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen.  31 Gott, der Vater des Herrn Jesus, der gelobt sei in Ewigkeit, weiß, dass ich nicht lüge.  32 In Damaskus bewachte der Statthalter des Königs Aretas die Stadt der Damaszener und wollte mich gefangen nehmen,  33 und ich wurde in einem Korb durch ein Fenster die Mauer hinabgelassen und entrann seinen Händen. 

2. Korinther 11,16-33

Tageslese

An demselben Tage traten Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn 24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: »Wenn einer stirbt und hat keine Kinder, so soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder; 26 desgleichen der zweite und der dritte bis zum siebenten. 27 Zuletzt nach allen starb die Frau. 28 Nun in der Auferstehung: Wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. 29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. 30 Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 31 Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: 32 »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. 33 Und als das Volk das hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre. 

Matthäus 22,23-33

Mittwochabend (Der Nächste)

Herr, wir danken Dir in dieser Abendstunde, daß Du uns verliehen hast, unter Deinem Schutze diesen Tag zu vollenden, daß Du uns Kraft gegeben hast zu unserer Arbeit und uns trägst mit Deinem Erbarmen.

Wir bitten Dich, Herr: Wandle im Segen, was uns ängstet und beschwert. Wie die Früchte des Feldes gedeihen unter Sonne, Wind und Wolken, laß auch uns reifen für Deine Ernte.

Wir bitten Dich, himmlischer Vater, um den hellen Schein Deines Angesichts über die Menschen, die wir lieb haben, über die Menschen, die uns zu tragen geben. Dein sind wir im Licht und Dunkel der Zeit. Du segnest unsern Ausgang und unseren Eingang in Ewigkeit. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 17

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ich weiß, woran ich glaube, ich weiß, was fest besteht.

Vinzenz Statz: “Und fertig wird er doch!” – Kölner Dom 1861 im Wallraf-Richartz-Museum (Köln)

2. Ich weiß, was ewig dauert,
ich weiß, was nimmer lässt;
mit Diamanten mauert
mir’s Gott im Herzen fest.
Die Steine sind die Worte,
die Worte hell und rein,
wodurch die schwächsten Orte
gar feste können sein.

3. Auch kenn ich wohl den Meister,
der mir die Feste baut,
er heißt der Herr der Geister,
auf den der Himmel schaut,
vor dem die Seraphinen
anbetend niederknien,
um den die Engel dienen:
Ich weiß und kenne ihn.

4. Das ist das Licht der Höhe,
das ist der Jesus Christ,
der Fels, auf dem ich stehe,
der diamanten ist,
der nimmermehr kann wanken,
der Heiland und der Hort,
die Leuchte der Gedanken,
die leuchten hier und dort.

5. So weiß ich, was ich glaube,
ich weiß, was test besteht
und in dem Erdenstaube
nicht mit als Staub verweht;
ich weiß, was in dem Grauen
des Todes ewig bleibt
und selbst auf Erdenauen
schon Himmelsblumen treibt.

Text: Ernst Moritz Arndt (1819)

Musik: Heinrich Schütz 1628/1661 (ZU PSALM 138)

Dienstag nach dem 24. Sonntag nach Trinitatis “Der Überwinder des Todes”) 

Danksaget mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht. 

Kolosser 1,12

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du durch hDeinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten Dich, stärke uns durch Deinen Heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf Deine Gnade durch Christus täglich zunehmen und die Hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern einschlafen und am Jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen, durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.159

Fortlaufende Lese

Ach wolltet ihr doch ein wenig Torheit von mir ertragen! Gewiss, ihr ertragt mich.  2 Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte.  3 Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Lauterkeit und Reinheit vor Christus.  4 Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!  5 Ich meine doch, dass ich den Überaposteln in nichts nachstehe.  6 Und wenn ich schon ungeschickt bin in der Rede, so bin ich’s doch nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise und vor allen haben wir sie bei euch kundgetan.  7 Oder habe ich eine Sünde begangen, als ich mich erniedrigt habe, damit ihr erhöht würdet? Denn ich habe euch das Evangelium Gottes ohne Entgelt verkündigt.  8 Andere Gemeinden habe ich beraubt und Geld von ihnen genommen, um euch dienen zu können.  9 Und als ich bei euch war und Mangel hatte, fiel ich niemandem zur Last. Denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Makedonien kamen. So bin ich euch in keiner Weise zur Last gefallen und will es auch weiterhin so halten.  10 So gewiss die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm im Gebiet von Achaia nicht verwehrt werden.  11 Warum das? Weil ich euch nicht lieb habe? Gott weiß es!  

12 Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun, um denen den Anlass zu nehmen, die einen Anlass suchen, sich zu rühmen, sie seien wie wir.  13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi.  14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.  15 Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken. 

2. Korinther 11,1-15

Tageslese

Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände. 7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 8 Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes. 9 Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, 10 jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 11 für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer. 12 Aus diesem Grund leide ich dies alles; aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.

2. Timotheus 1,6-12

Abendgebet am Dienstag

Herr, unser Gott, Du Hirte und Hüter Deines Volkes, der Du nicht schläfst noch schlummerst, gib uns nun, da der Tag vergangen ist, Ruhe für Leib und Seele. Bewahre uns vor aller dunklen und bösen Lust. Laß uns ruhen und schlafen ganz in Frieden, geborgen in Deiner Gnade, und erwecke uns mit der Morgensonne, gestärkt im Glauben zu neuer Liebe. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 17

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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