Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs! (Psalm 81)

An der Ostsee

Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs! 3 Stimmt an den Gesang und lasst hören die Pauken, liebliche Zithern und Harfen! 4 Blaset am Neumond die Posaune, am Vollmond, am Tag unsres Festes! 5 Denn das ist eine Satzung für Israel und eine Ordnung des Gottes Jakobs. 6 Das hat er zum Zeugnis gesetzt für Josef, als Er auszog wider Ägyptenland. Eine Sprache höre ich, die ich bisher nicht kannte: 7 »Ich habe ihre Schultern von der Last befreit, und ihre Hände wurden den Tragkorb los. 8 Als du mich in der Not anriefst, half ich dir heraus und antwortete dir aus Wolke und Donner und prüfte dich am Haderwasser. Sela. 

Höre, mein Volk, ich will dich ermahnen. Israel, du sollst mich hören! 10 Kein andrer Gott sei unter dir, und einen fremden Gott sollst du nicht anbeten! 11 Ich bin der HERR, dein Gott, / der dich aus Ägyptenland geführt hat: Tu deinen Mund weit auf, lass mich ihn füllen! 12 Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mich nicht. 13 So hab ich sie dahingegeben in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandeln nach eigenem Rat. 14 Wenn doch mein Volk mir gehorsam wäre und Israel auf meinem Wege ginge! 15 Dann wollte ich seine Feinde bald demütigen und meine Hand gegen seine Widersacher wenden! 16 Und die den HERRN hassen, müssten sich vor ihm beugen, aber Israels Zeit würde ewiglich währen, 17 und ich würde es mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sättigen.« 

Psalm 81. Von Asaf, vorzusingen, auf der Gittit. Übersetzung Dr. Martin Luthers 2017.

Des Morgens, wenn Du aufstehst, kannst Du Dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen: 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Kollekte an Okuli (Das Lamm Gottes)

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feines Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Lied aus dem lutherischen Kirchengesangbuch

Ich will hier bei Dir stehen, verachte mich doch nicht; von Dir will ich nicht gehen, wenn Dir Dein Herze bricht; wenn Dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich Dich fassen in meinen Arm und Schoß.

Es dient zu meinen Freuden und tut mir herzlich wohl, wenn ich in Deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an Deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir!

Ich danke Dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für Deines Todes Schmerzen, da Du’s so gut gemeint. Ach gib, dass ich mich halte zu Dir und Deiner Treu und, wenn ich nun erkalte, in Dir mein Ende sei.

Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich den Tod soll leiden, so tritt Du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft Deiner Angst und Pein.

Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und lass mich sehn Dein Bilde in Deiner Kreuzesnot. Da will ich nach Dir blicken, da will ich glaubensvoll Dich fest an mein Herz drücken.
Wer so stirbt, der stirbt wohl.

Nach dem “Salve caput cruentatum” des Arnulf von Löwen (um 1200-12500) von Paul Gerhardt 1656 (LKG 141,6-10)

Fortlaufende Lese

Und sie beobachteten ihn und sandten Leute aus, die sich stellen sollten, als wären sie gerecht; die sollten ihn fangen in seinen Worten, damit man ihn überantworten könnte der Obrigkeit und Gewalt des Statthalters.  21 Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, dass du aufrichtig redest und lehrst und achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes wahrhaftig.  22 Ist’s recht, dass wir dem Kaiser Steuern zahlen, oder nicht?  23 Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen:  24 Zeigt mir einen Silbergroschen! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie sprachen: Des Kaisers.  25 Er aber sprach zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!  26 Und sie konnten ihn in seinen Worten nicht fangen vor dem Volk und wunderten sich über seine Antwort und schwiegen still. 

Lukas 20,20-26

Morgenlese

Denn ich meine, Gott hat uns Apostel als die Allergeringsten hingestellt, wie zum Tode Verurteilte. Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. 10 Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11 Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst, sind nackt und werden geschlagen und haben keine sichere Stätte 12 und mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Schmäht man uns, so segnen wir; verfolgt man uns, so dulden wir’s; 13 verlästert man uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute.

14 Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies; sondern ich ermahne euch als meine lieben Kinder. 15 Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durch das Evangelium. 16 Darum ermahne ich euch: Folgt meinem Beispiel! 

1. Korinther 4,9-16

Abendlese

Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:[1] 6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. 8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. 9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. 

Philipper 2,5-11

Bekenntnislese

Wir haben in unserer Konfession gesagt, daß man Vergebung der Sünden ohne Verdienst durch den Glauben an Christum erlangen müsse. Ist das nicht das lautere, reine Evangelium, wie es die Apostel gepredigt, ist das nicht die Stimme des Evangelii des ewigen Vaters, welche du, Herr, der du sitzest im Schoß des Vaters, der Welt offenbart hast, so sollen wir billig gestraft werden. Aber, dein herber, bitterer Tod am Kreuz, dein Heiliger Geist, welchen du reichlich ausgeteilt hast, deine ganze heilige, christliche Kirche gibt stark, gewaltig und gewiß Gezeugnis, welches so hell und offenbar ist als die Sonne, daß dies die Summa, der Kern des Evangelii ist, daß wir Vergebung der Sünden erlangen nicht um unsers Verdienstes Willen, sondern durch den Glauben an Christum.

Wenn Paulus darf sagen, daß wir durch das heilige, göttliche Gesetz Mosis und seine Werke nicht verdienen Vergebung der Sünden, so will er, daß wir viel weniger das tun durch menschliche Satzungen, und das zeigt er zu den Kolossern klar genug an. Denn so die Werke des Gesetzes Mosis, welches durch Gott war offenbart, nicht verdienen Vergebung der Sünden, wieviel weniger werden’s tun die närrischen Werke, Möncherei, Rosenkränze und dergleichen, die auch zu weltlichem Leben nicht not noch nütze sind, viel weniger geben sie der Seele ewiges Leben.

Die Widersacher erdichten ihnen selbst einen Traum, daß Christus das Gesetz Mosis habe abgetan und sei gekommen also nach Mose und ein neu, gut Gesetz gebracht, dadurch man Vergebung der Sünden erlangen müsse. Durch den schwärmerischen, närrischen Gedanken drücken sie Christum unter und seine Wohltat. Danach erdichten sie weiter, daß unter denen, welche die neuen Gesetze Christi halten, die Mönche Christo und den Aposteln am nächsten ähnlich leben und wandeln durch ihren Gehorsam, Armut und Keuschheit, so doch die ganze Möncherei eitel unverschämte, schändliche Heuchelei ist. Sie sagen von Armut, so sie doch vor großem Überfluß nie haben erfahren können, wie einem rechten Armen zu Herzen ist. Sie rühmen ihren Gehorsam, so kein Volk auf Erden freier ist denn die Mönche, welche aus Bischofs= und Fürstengehorsam sich meisterlich geschlossen haben. Von ihrer heiligen, großen, gefährlichen Keuschheit mag ich nicht sagen; ich will es Gerson sagen lassen, der auch von denjenigen, so ernstlich sich geflissen, keusch zu leben, wahrlich nicht viel Reinigkeit und Heiligkeit sagt; wiewohl das mehrere Teil ist Heuchelei und unter tausend nicht einer, der mit Ernst gedenkt, rein und keusch zu leben, daß wir inwendig der Herzen Gedanken schweigen.

Soll nun das die große Heiligkeit sein? Heißt das Christo und dem Evangelio gemäß gelebt? Christus ist nicht also nach Mose gekommen, neue Gesetze zu bringen, daß er um unserer Werke willen die Sünden vergebe, sondern sein Verdienst, seine eigenen Werke setzt er gegen Gottes Zorn für uns, daß wir ohne Verdienst Gnade erlangen. Wer aber ohne die Versöhnung Christi seine eigenen Werke gegen Gottes Zorn setzt und um seines eigenen Verdienstes willen Vergebung der Sünden erlangen will, er bringe die Werke des Gesetzes Mosis, der zehn Gebote, der Regeln Benedicti, Augustini oder andere Regeln, so wirst er hinweg die Verheißung Christi, fällt ab von Christo und seiner Gnade.

Hier wollen aber Kaiserliche Majestät, alle Fürsten und Stände des Reichs merken, wie überaus unverschämt die Widersacher sind, daß sie trotziglich dürfen sagen, es sei alles gottlos, was wir wider die Möncherei haben vorgebracht, so wir doch ganz gewisse und klare Sprüche Pauli angezogen haben, und je nichts klarer, gewisser in der ganzen Bibel ist, denn daß wir Vergebung der Sünden erlangen allein durch den Glauben an Christum. Und diese gewisse, göttliche Wahrheit dürfen die Meister der Konfutation, die verzweifelten Bösewichter und heillosen Buben, gottlose Lehre heißen. Wir haben aber keinen Zweifel, wo Kaiserliche Majestät und die Fürsten des verwarnt werden, sie werden eine solche öffentliche Gotteslästerung lassen aus der Konfutation tilgen und ausreißen.

Dieweil wir aber hier oben reichlich angezeigt, daß es ein Irrtum sei, daß wir Vergebung der Sünden um unsers Verdienstes willen erlangen sollten, so wollen wir hier desto kürzer reden. Denn ein jeder verständiger Leser kann leichtlich abnehmen, daß wir durch die elenden Mönchswerke nicht können vom Tode und des Teufels Gewalt erlöst werden und Vergebung der Sünden verdienen. Darum ist auch das gotteslästerliche, häßliche Wort, welches Thomas schreibt, in keinem Wege zu leiden, daß ins Kloster gehen solle eine neue Taufe sein oder der Taufe gleich sein. Denn es ist eine teuflische Wüterei und Irrtum, daß man eine heillose menschliche Satzung und Gebot, welches weder Gottes Gebot noch Zusage hat, der heiligen Taufe vergleichen sollte, dabei eine Zusage oder Verheißung Gottes ist.

Zum andern, so sind diese Stücke, willige Armut, Gehorsam, Keuschheit, wenn sie anders nicht unrein ist, eitel Adiaphora und leibliche Übung, darin weder Sünde noch Gerechtigkeit zu suchen ist. Darum haben die Heiligen derselben viel anders gebraucht, als St. Bernhard, Franciskus und andere, denn jetzund die Mönche. Denn dieselben haben solches Dinges gebraucht zur Übung des Leibes, daß sie desto leichter warten könnten Lehrens, Predigens und anderer dergleichen, nicht daß solche Werke Gottesdienste sollten sein, vor Gott gerecht zu machen oder das ewige Leben zu verdienen, sondern die Werke malet Paulus recht ab, da er sagt: „Leibliche Übung ist wenig nütze.“ Und es ist möglich, daß in etlichen Klöstern noch etliche fromme Leute sind, welche lesen und studieren, die solcher Regeln und Satzungen brauchen ohne Heuchelei und mit diesem Bericht, daß sie ihre Möncherei nicht für Heiligkeit halten. Das aber halten, das dieselben Werke ein Gottesdienst seien, dadurch wir vor Gott fromm werden und das ewige Leben verdienen, das ist stracks wider das Evangelium und wider Christum. Denn das Evangelium lehrt, daß wir durch den Glauben an Christum gerecht werden und das ewige Leben erlangen. So ist es auch stracks wider das Wort Christi: „Sie dienen mir vergeblich mit Menschengeboten.“ So ist es wider diesen Spruch Pauli: „Alles, was nicht aus dem Glauben ist, das ist Sünde.“ Wie können sie aber sagen, daß es Gottesdienste sind, die Gott gefallen und angenehm seien vor ihm, so sie kein Gotteswort noch Befehl haben?

Apologie XXVII,13-23 (Von den Klostergelübden)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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What is left behind? (Part 3)

Examine all things; hold fast to what is good.

1.Thessalonians 5,21

My friend Michael Schicketanz had this idea. He is a local tour guide in Wittenberg. He grew up in the parsonage of Zahna (Elster). For years he upgraded buildings of the local unionist church (MDK). His task was to make them energy efficient and more sustainable. A daunting and ongoing task. Good enough for Sisyphus. As guide around town, he dresses up as Philip Melanchthon.

Well, Michael is highly organized. He lived that way all his life. Now, that he is retired, he is tiding up his living space, his legacy, his life. Moving out of the old office space in Wittenberg´s Wilhelm Weber Street, he sorted his old stuff: “Examine all things, hold fast to what is good!” (1. Thess.5,21) He´s come quite far. So, last month he hosted an evening in the church hall of his home town. This was the second of three: “Cleaning, sorting and securing!” (Aufräumen, sortieren und sichern)

Michael is a master at living in certain limits – limiting himself and within narrow borders – what is important. Like in “this is meet, right and salutary”. He is very different to me and my forebears, who are more hunter-gatherers (O.Ulf/Father EAW).

As a young pastor in Wittenberg (Mpumalanga, SA) the old farmer Arnold Hiestermann would point out time and again, that he was intent on just moving once more – and that would be the move into the small space of his wooden coffin. Pious men have had their coffins set up in their living quarters to remind them, that their days in these parts were counted. A good reason to keep up with St. Paul´s exhortation:

Examine all things, hold fast to what is good.

1.Thessalonians 5,21

Michael has set his limit for his leftovers to one banana box. That is a hot favorite for German students, when moving stuff from one place to another. It´s cheap. It´s sturdy and not too heavy either. Ok, agreed. Michael is not a wealthy president. He does not require the generous space of an entire presidential library to safeguard his legacy. His children probably struggle with space like most of us here in the narrow spaces of old Germany. Here I do not have the 400+ square meters as back home in Murrayfield, but less than a quarter of that. Once upon a time Leipzig Missions advertised their post of executive director. His living quarters were just over sixty five square meters. So, little spaces are quite common here. Nothing to cry about. Still, I am quite impressed with Michael´s resolution to limit his “left-overs” to just one box. He unpacked his box and I was impressed. He had photo albums, diaries, mementos and other keepsakes.

Remember Robinson Crusoe. He had an entire Island to himself and old Friday to salvage that marooned ship of his. Michael has only one banana box titled: “Heirloom of M.S”. For comparison moving from Erlangen to Oberursel I had more than 20 of those banana boxes filled with stuff. My uncle Ulf Pontow moved those with his faithful VW Passat – even though it nearly broke down under the load. Our Lord Jesus Christ reminds us to act wisely in this regard.

Remember his parable?

The land of a certain rich man produced an abundant crop,  so he thought to himself, ‘What should I do, for I have nowhere to store my crops?’ Then he said, ‘I will do this: I will tear down my barns and build bigger ones, and there I will store all my grain and my goods. And I will say to myself,“You have plenty of goods stored up for many years; relax, eat, drink, celebrate!”’ But God said to him, ‘You fool! This very night your life will be demanded back from you, but who will get what you have prepared for yourself?’ So it is with the one who stores up riches for himself, but is not rich toward God.”

Luke 12,16ff

In the Sermon of the mount he adds this:

Do not accumulate for yourselves treasures on earth, where moth and devouring insect destroy and where thieves break in and steal. But accumulate for yourselves treasures in heaven, where moth and devouring insect do not destroy, and thieves do not break in and steal. For where your treasure is, there your heart will be also.

Matthew 6,19ff

Today he might have pointed out, that even crypto currency can get lost. James Howell stored Bitcoin on some hard drive. This he accidentally discarded. That hard drive landed on some Welsh landfill – and is lost. That´s more than $800 million worth of bitcoin. That´s a lot of money gone with the wind. Voetsek!

Exiles, fugitives, refugees and prisoners know, that it means to just take the most important with you in a small suitcase. It´s like those fleeing from their burning home or escaping when the waters are flooding your place or Russians are bombing it again.

Here is what my list looks like – and I think, that fits nicely into that little box.

  • ID/Passport; Curriculum vita – biography; my ancestry/geneology (Stammbaum)
  • Photoalbum and Baptismal, confirmation and marriage certificate
    • Mementos: Owl carved by Christoph; Chocolaterie from Friederike; Cards by Detlev; Socks from Matz
    • Bible, hymnal, Catechism, BoC. Other books?
    • Ideally memories/adventures do not take up any space.

Remember our God and Lord is our good shepherd.

Like a shepherd he tends his flock; he gathers up the lambs with his arm; he carries them close to his heart; he leads the ewes along.

Isaiah 40,11

And He ensures us with His precious word:

My sheep listen to my voice, and I know them, and they follow me. I give them eternal life, and they will never perish; no one will snatch them from my hand. My Father, who has given them to me, is greater than all, and no one can snatch them from my Father’s hand. The Father and I are one.”

John 10,27ff

In the end it is good to know, that when we have to let go, He, who is greater than all, will not let go, but hold us securely in his fatherly hands and carry us home. He holds us and that is the best + Amen.

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Als der Allmächtige dort Könige zerstreute, fiel Schnee auf dem Zalmon. (Psalm 68,15)

Pablo Picasso: “Guernica” (1937)

Als der Allmächtige dort Könige zerstreute, fiel Schnee auf dem Zalmon. 16 Ein Berg Gottes ist Baschans Gebirge, ein Gebirge, reich an Gipfeln, ist Baschans Gebirge. 17 Was seht ihr scheel, ihr Berge, ihr Gipfel, / auf den Berg, wo es Gott gefällt zu thronen? Ja, dort bleibt der HERR immerdar. 18 Gottes Wagen sind vieltausendmal tausend; der Herr ist unter ihnen, der vom Sinai ist im Heiligtum. 19 Du bist aufgefahren zur Höhe und führtest Gefangne gefangen, du hast Gaben empfangen von Menschen – auch von Abtrünnigen –, auf dass Gott der HERR daselbst wohne. 

20 Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela. 21 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN, einen Herrn, der vom Tode errettet. 

22 Ja, Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmettern, den Schädel derer, die da fortfahren in ihrer Sünde. 23 Der Herr hat gesagt: Aus Baschan will ich sie wieder holen, aus der Tiefe des Meeres will ich sie holen, 24 dass du deinen Fuß im Blut der Feinde badest und deine Hunde es lecken. 25 Man sieht, Gott, wie du einherziehst, wie du, mein Gott und König, einherziehst im Heiligtum. 26 Die Sänger gehen voran, danach die Spielleute inmitten der Mädchen, die da Pauken schlagen. 27 »Lobet Gott in den Versammlungen, den HERRN, ihr vom Brunnen Israels.« 28 Benjamin, der Jüngste, geht ihnen voran, / dann die Fürsten Judas mit ihren Scharen, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naftalis. 29 Biete auf, Gott, deine Macht, die Macht, Gott, die du an uns bewiesen hast 30 von deinem Tempel her; um Jerusalems willen werden dir Könige Geschenke bringen. 

31 Bedrohe das Tier im Schilf, die Rotte der Stiere unter den Kälbern, den Völkern, die da zertreten um des Silbers willen. Zerstreue die Völker, die gerne Krieg führen. 32 Aus Ägypten werden Gesandte kommen; Kusch wird seine Hände ausstrecken zu Gott. 33 Ihr Königreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem Herrn! Sela. 

34 Er fährt einher durch die Himmel, die von Anbeginn sind. Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, eine gewaltige Stimme. 35 Gebt Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist über Israel und seine Macht in den Wolken. 36 Zu fürchten bist du, Gott, in deinem Heiligtum. / Er ist Israels Gott. Er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott! 

Psalm 68,15-35 Ein Psalm Davids von Dr. Martin Luther verdeutscht (Revision 2017)

Des Morgens, wenn Du aufstehst, kannst Du Dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen: 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Kollekte an Okuli (Das Lamm Gottes)

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feines Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Lied aus dem lutherischen Kirchengesangbuch

O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron, o Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber höchst schimpfieret: gegrüßet seist Du mir!

Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte: wie bist Du so bespeit, wie bist Du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht’?

Die Farbe Deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist Du kommen von Deines Leibes Kraft.

Nun, was Du, Herr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst verschuldet, was Du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat. Gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick Deiner Gnad.

Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an. Von Dir, Quell aller Güter,
ist mir viel Guts getan; Dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, Dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust.

Nach dem “Salve caput cruentatum” des Arnulf von Löwen (um 1200-12500) von Paul Gerhardt 1656 (LKG 141,1-5)

Fortlaufende Lese

Er fing aber an, dem Volk dies Gleichnis zu sagen: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes für eine lange Zeit.  10 Und als die Zeit kam, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm seinen Anteil gäben an der Frucht des Weinbergs. Aber die Weingärtner schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort.  11 Und er sandte noch einen zweiten Knecht; sie aber schlugen den auch und schmähten ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort.  12 Und er sandte noch einen dritten; sie aber schlugen auch den blutig und stießen ihn hinaus.  13 Da sprach der Herr des Weinbergs: Was soll ich tun? Ich will meinen lieben Sohn senden; vielleicht werden sie sich vor dem scheuen.  14 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das ist der Erbe; lasst uns ihn töten, damit das Erbe unser sei!  15 Und sie stießen ihn hinaus vor den Weinberg und töteten ihn. Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen tun?  16 Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und seinen Weinberg andern geben. Als sie das hörten, sprachen sie: Das sei ferne!  17 Er aber sah sie an und sprach: Was bedeutet dann das, was geschrieben steht: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden«?  18 Wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.  19 Und die Schriftgelehrten und die Hohenpriester trachteten danach, Hand an ihn zu legen noch in derselben Stunde, und fürchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, dass er auf sie hin dies Gleichnis gesagt hatte. 

Lukas 20,9-19

Morgenlese

Und er machte sich auf aus der Synagoge und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter lag in hohem Fieber, und sie baten ihn für sie. 39 Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie. Und sogleich stand sie auf und diente ihnen. 40 Und als die Sonne untergegangen war, brachten alle ihre Kranken mit mancherlei Leiden zu ihm. Und er legte einem jeden die Hände auf und machte sie gesund. 41 Von vielen fuhren auch die Dämonen aus, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Christus war. 42 Als es aber Tag wurde, ging er hinaus an eine einsame Stätte; und die Menge suchte ihn, und sie kamen zu ihm und wollten ihn festhalten, damit er nicht von ihnen ginge. 43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. 44 Und er predigte in den Synagogen des jüdischen Landes. 

Lukas 4,38-44

Abendlese

Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 2 Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, dass er ihn verriete; 3 Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging – 4 da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. 5 Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war. 6 Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße? 7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. 8 Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir. 9 Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! 10 Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er wusste, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. 12 Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. 14 Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. 15 Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. 16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Gesandte nicht größer als der, der ihn gesandt hat. 17 Wenn ihr dies wisst – selig seid ihr, wenn ihr’s tut.

Johannes 13,1-17

Bekenntnislese

In der Stadt Eisenach im Land zu Thüringen ist etwan gewesen vor dreißig Jahren ein Barfüßermönch, Johannes Hilten genannt, welcher von seinen Brüdern ist in einen Kerker geworfen, darum daß er etliche öffentliche Mißbräuche im Klosterleben hatte angefochten. Wir haben auch seiner Schriften zum Teil gesehen, aus welchen wohl zu merken ist, daß er christlich und der Heiligen Schrift gemäß gepredigt; und die ihn gekannt haben, sagen heutigentags, daß es ein frommer, stiller, alter Mann gewesen ist, ganz redlichen, ehrbaren Wesens und Wandels; derselbe hat viel von diesen Zeiten prophezeit und zuvor, das bereits geschehen ist, etliches auch, das geschehen soll, welches wir doch hier nicht erzählen wollen, damit niemand gedenke, daß wir aus Neid oder jemand zu Gefallen solches vorbrächten. Endlich, als er altershalber, und auch daß ihm das Gefängnis seine Gesundheit verderbet, in eine Krankheit gefallen, hat er zu sich lassen bitten den Guardian, ihm seine Schwachheit angezeigt, und als der Guardian aus pharisäischer Bitterkeit und Neid ihn mit harten Worten angefahren, darum daß solche Predigt nicht wollte in der Küche nütz sein, hat er seines Leibes Schwachheit zu klagen unterlassen, tief erseufzt und mit ernsten Gebärden gesagt, er wolle solch Unrecht um Christus’ willen gern tragen und leiden, wiewohl er nichts geschrieben noch gelehrt hätte, das der Mönche Stand nachteilig, sondern hätte allein grobe Mißbräuche angegriffen. Zuletzt hat er gesagt: „Es wird ein anderer Mann kommen, wenn man schreibt 1516, der euch Mönche tilgen wird, und der wird vor euch Wohl bleiben, dem werdet ihr nicht widerstehen können.“ Dasselbe Wort, wie die Möncherei würde ins Fallen geraten, und dieselbe Jahreszahl hat man hernach gefunden in andern seinen Büchern und sonderlich in den Commentariis über den Daniel. Was aber von dieses Mannes Rede zu halten sei, lassen wir einem jeden sein Urteil. Doch sind sonst Zeichen, daß der Mönche Wesen nicht lange bestehen könne. Es ist am Tage, daß das Klosterwesen nichts denn eine unverschämte Heuchelei und Betrug ist, voll Geizes und Hoffarts, und je ungelehrtere Esel die Mönche sind, je halsstarriger, grimmiger und bitterer, je giftigere Ottern sie sind, die Wahrheit und Gottes Wort zu verfolgen. So sind ihre Predigten und Schriften lauter kindisch, ungereimt, närrisch Ding, und ist an ihr Wesen dahin gerichtet, daß sie den Bauch und ihren Geiz füllen. Anfänglich sind die Klöster nicht solche Kerker oder ewige Gefängnisse gewesen, sondern Schulen, darin man die Jugend und andere in der Heiligen Schrift hat auferzogen. Nun ist solch edel Gold zu Kot geworden und der Wein Wasser geworden. Fast in den rechten, größten Stiften und Klöstern sind eitel faule, unnütze, müßige Mönche, die unter dem Schein der Heiligkeit von gemeinen Almosen in aller Pracht und Wollust leben. Christus sagt aber, daß das taube Salz nichts nütze sei, denn daß man’s hinwegwerfe und mit Füßen trete. Darum, so die Mönche ein solch ungöttlich Wesen führen, so singen sie ihnen sich mit der Tat ihr eigen requiem, und wird bald mit ihnen aus sein. Darüber ist noch ein Zeichen, daß die Mönche werden untergehen, daß sie Ursacher, Stifter und Anreger sind, daß viel gelehrte, redliche Leute unschuldig erwürgt und dahingerichtet werden. Das Abelsblut schreit über sie, und Gott wird es rächen. Wir sagen nicht von allen; es mögen etliche in Klöstern sein, die das heilige Evangelium von Christo wissen und keine Heiligkeit auf ihre Traditiones setzen, die sich auch des Blutes nicht schuldig gemacht haben, welches die Heuchler unter ihnen vergießen.

Wir reden aber hier von der Lehre, welche die Meister der Konfutation loben und verteidigen. Wir disputieren nicht, ob man Gelübde Gott halten soll; denn wir halten auch, daß man rechte Gelübde zu halten schuldig sei; sondern davon reden wir, ob man durch die Gelübde und solche Möncherei erlange Vergebung der Sünden vor Gott; ob sie Genugtuungen seien für die Sünde; ob sie der Taufe gleich seien; ob sie die Vollkommenheit seien, dadurch die praecepta und consilia, das ist, nicht allein die Gebote, sondern auch die Räte, gehalten werden; ob sie sind evangelische Vollkommenheit; ob die Mönche haben merita supererogationis, das ist, so viel übrigen Verdienstes und heiliger Werke, daß sie deren auch nicht alle bedürfen; ob ihre Verdienste, wenn sie die den andern mitteilen, dieselben selig machen; ob die Klostergelübde christlich seien, der Meinung also getan; item, ob die Klostergelübde, welche erzwungen sind von Unwilligen und denjenigen, welche noch jugendhalber nicht verstanden, was sie tun, welche die Eltern oder Freunde in die Klöster gestoßen des Bauchs halben, allein ihr väterlich Erbe zu sparen, christlich und göttlich seien; ob die Klostergelübde christlich seien, die gewißlich zu Sünden Ursache geben, nämlich daß die Ordenspersonen den häßlichen Mißbrauch der Messe, das Anrufen und Anbeten der Heiligen loben und annehmen müssen, und des unschuldigen Blutes, das bisanher vergossen ist, sich müssen teilhaftig machen; item, da die Gelübde schwachheithalber doch nicht gehalten werden, ob dieselben rechte Gelübde und christlich seien. Von diesen Fragen ist unser Streit und Disputation. Und so wir in unserer Konfession von vielen untüchtigen Gelübden auch gesagt haben, welche die Canones der Päpste selbst verwerfen, dennoch wollen die Widersacher alles, was wir vorgebracht, verworfen haben. Denn also sagen sie mit klaren Worten, daß alles, so wir vorgebracht haben, soll verworfen werden.

Es will aber hier not fein anzuzeigen, wie sie doch unsere Gründe anfechten, und was sie vorbringen, ihre Sache zu erhalten. Darum wollen wir kurz widerlegen, was die Widersacher vorbringen. Und so nun dieser Handel fleißig und reichlich gehandelt ist in dem Buch Doctoris Martini Von den Klostergelübden, so wollen wir dasselbe Buch hier als für erneuert und wiederholt achten.

Für das erste ist das gewiß, daß solche Gelübde nicht göttlich noch christlich sind, wenn ich also mein Klostergelübde tue., daß ich gedenke, dadurch zu erlangen Vergebung der Sünden gegen Gott oder für die Sünden genugzutun. Denn das ist ein Irrtum, der da öffentlich wider das Evangelium ist, und ist eine Lästerung Christi. Denn das Evangelium lehrt, daß wir ohne Verdienst Vergebung der Sünden erlangen durch Christum, wie wir hier oben reichlich gesagt haben. Darum haben wir St. Pauli Spruch recht eingeführt zu den Galatern am 5.: „So ihr durchs Gesetz wollt gerecht werden, so seid ihr von Christo und der Gnade abgefallen.“ Denn die da suchen Vergebung der Sünden nicht durch den Glauben an Christum, sondern durch die Klostergelübde und Möncherei, die rauben Christo seine Ehre und kreuzigen ihn aufs neue. Hört aber, Lieber, hört, wie die Meister der Konfutation hier gerne Behelf suchen wollten, sagen: Paulus sei allein vom Gesetz Mosis zu verstehen, die Mönche aber tun und halten alles um Christus’ willen und fleißigen sich, aufs allernächste dem Evangelio gemäß zu leben, damit sie das ewige Leben verdienen; und setzen ein schrecklich Wort dazu: „Darum ist es“, sagen sie, „unchristlich und ketzerisch, was wider das Mönchsleben wird vorgebracht.“ O Her Jesu Christe, wie lange willst du leiden und dulden solche öffentliche Schmach deines heiligen Evangelii, da unsere Feinde dein Wort und Wahrheit lästern ?

Apologie XXVII,1-12 Von den Klostergelübden

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Unser Gott kommt und schweiget nicht (Ps.50,3)

Die Elbe südlich der Lutherstadt Wittenberg in der Abenddämmerung gestern

Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. 2 Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. 3 Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressendes Feuer geht vor ihm her und um ihn her ein gewaltiges Wetter. 4 Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle: 5 »Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.« 6 Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter. Sela. 7 »Höre, mein Volk, lass mich reden; / Israel, ich will wider dich zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott. 8 Nicht deiner Opfer wegen klage ich dich an – sind doch deine Brandopfer immer vor mir. 9 Ich will von deinem Hause Stiere nicht nehmen noch Böcke aus deinen Ställen. 10 Denn alles Wild im Walde ist mein und die Tiere auf den Bergen zu Tausenden. 11 Ich kenne alle Vögel auf den Bergen; und was sich regt auf dem Felde, ist mein. 12 Wenn mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdkreis ist mein und alles, was darauf ist. 13 Meinst du, dass ich Fleisch von Stieren essen wolle oder Blut von Böcken trinken? 14 Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde, 15 und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.« 16 Aber zum Frevler spricht Gott: / »Was redest du von meinen Geboten und nimmst meinen Bund in deinen Mund, 17 da du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich? 18 Wenn du einen Dieb siehst, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. 19 Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibt Falschheit. 20 Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du. 21 Das tust du und ich schweige; da meinst du, ich sei so wie du. Aber ich will dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen. 22 Begreift es doch, die ihr Gott vergesset, dass ich nicht hinraffe, und kein Retter ist da! 23 Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.« 

Psalm 50. Ein Psalm Asafs verdeutscht von Dr. Martin Luther (Revision 2017)

Des Morgens, wenn Du aufstehst, kannst Du Dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen: 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Kollekte an Okuli (Das Lamm Gottes)

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feines Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Lied aus dem lutherischen Kirchengesangbuch

Sei mir tausendmal gegrüßet, der mich je und je geliebt, Jesu, der Du selbst gebüßet das, womit ich Dich betrübt. Ach wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und liegen soll an dem Kreuze, da Du stirbest, und um meine Seele wirbest.

Ich umfange, herz und küsse der gekränkten Wunden Zahl und die purpurroten Flüsse, Deine Füß- und Nägelmal. O wer kann doch, schönster Fürst, den so hoch nach uns gedürst, Deinen Durst und Liebsverlangen völlig fassen und umfangen?

Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht, und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, Dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen.

Schreibe Deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes Herze ruht. Laß mich hier zu Deinen Füßen Deiner Lieb und Gunst genießen.

Diese Füße will ich halten, auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten,
und mich selber freundlich an, von des hohen Kreuzes Baum, und gib meiner Bitte Raum,
sprich: “Laß all Dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all Deine Sünden.”

Nach dem “Salve mundi salutare” des Arnulf von Löwen (um 1200-1250) von Paul Gerhardt 1653.

Fortlaufende Lese

 Und es begab sich eines Tages, als er das Volk lehrte im Tempel und predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und die Schriftgelehrten mit den Ältesten 2 und sprachen zu ihm: Sage uns, aus welcher Vollmacht tust du das? Oder wer hat dir diese Macht gegeben? 3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch eine Sache fragen; sagt mir: 4 Die Taufe des Johannes – war sie vom Himmel oder von Menschen? 5 Sie aber bedachten’s bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm nicht geglaubt? 6 Sagen wir aber, von Menschen, so wird uns alles Volk steinigen; denn sie sind überzeugt, dass Johannes ein Prophet war. 7 Und sie antworteten, sie wüssten nicht, wo sie her wäre. 8 Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue. 

Lukas 20,1-8

Morgenlese

 Es erhob sich auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte gelten sollte. 25 Er aber sprach zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. 26 Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener. 27 Denn wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist’s nicht der, der zu Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. 28 Ihr aber seid’s, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. 29 Und wie mir mein Vater das Reich bestimmt hat, so bestimme ich für euch, 30 dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. 

Lukas 22,24-30

Abendlese

Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. 2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? 3 Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. 4 Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist;[1] es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. 5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. 6 Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden 7 und sprach zu ihm: Geh zu dem Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. 8 Die Nachbarn nun und die, die ihn zuvor als Bettler gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? 9 Einige sprachen: Er ist’s; andere: Nein, aber er ist ihm ähnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin’s. 10 Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen aufgetan worden? 11 Er antwortete: Der Mensch, der Jesus heißt, machte einen Brei und strich ihn auf meine Augen und sprach: Geh zum Teich Siloah und wasche dich! Ich ging hin und wusch mich und wurde sehend.

Johannes 9,1-11

Bekenntnislese

Wir wollen aber wieder auf die Sache kommen. So die Messe nun nicht eine Genugtuung ist weder für eine Pein noch Schuld ex opere operato, so folgt, daß die Messe, so man für die Toten hält, unnütz und nichts sei. Und es bedarf nicht langer Disputation. Denn da ist gewiß, das solches Messehalten für die Toten in der Schrift gar keinen Grund hat. Nun ist es ein Greuel in der Kirche, Gottesdienst anrichten ohne alles Gotteswort, ohne alle Schrift. Und wenn es not wird sein, so wollen wir von diesem Stücke ganz reichlich mehr und nach aller Notdurft weiter reden. Denn was sollen wir uns jetzund hier viel mit den Widersachern zanken, so sie gar nicht verstehen, was Opfer, was Sakrament, was Vergebung der Sünden, was Glaube sei?

Und der griechische Kanon appliziert auch nicht die Messe als eine Genugtuung für die Toten; denn er appliziert sie zugleich für alle Patriarchen, Propheten, Apostel. Daraus erscheint, daß die Griechen auch als eine Danksagung opfern, nicht aber als eine Satisfaktion für die Pein des Fegefeuers. Denn es wird freilich nicht ihre Meinung sein, die Propheten und Apostel aus dem Fegefeuer zu erlösen, sondern allein Dank zu opfern neben und mit ihnen für die hohen ewigen Güter, so ihnen und uns gegeben sind.

Die Widersacher ziehen an, daß etwa für Ketzerei verdammt sein soll, daß einer, genannt Ërius, soll gehalten haben, die Messe sei nicht ein Opfer für die Toten. Hier behelfen sie sich aber mit ihren gewöhnlichen Griffen, daß sie erdichten, unsere Lehre sei von alters her verworfen. Aber die Esel schämen sich keiner Lüge. So wissen sie nicht, wer Ërius gewesen oder was er gelehrt hat. Epiphanius schreibt, daß Ërius gehalten habe, das das Gebet für die Toten sei unnütz. Nun reden wir nicht vom Gebet, sondern vom Nachtmahl Christi, ob das ex opere operato ein Opfer sei, den Toten zu helfen. Dieser unser Handel betrifft Ërium nichts. Was auch sonst alle den Vätern für die Messe angezogen wird, belangt alles diesen Handel nicht. Denn die guten, frommen Väter haben diesen greulichen, lästerlichen, antichristlichen Irrtum nicht gelehrt, das die Messe ex opere operato den Lebendigen und Toten Vergebung der Pein und Schuld verdiene. Denn dieser Irrtum vom opere operato ist eine öffentliche Ketzerei wider alle Schrift, wider alle Propheten und Apostel, und alle Christen sollen lernen, daß solche papistische Messen eitel schreckliche Abgötterei seien. Es bleibt aber in der Welt solche Abgötterei, solange der Antichrist regiert und bleibt. Denn wie in Israel ein falscher Gottesdienst ward angerichtet mit Baal, auch unrechte Gottesdienste waren unter dem Schein des Gottesdienstes, den Gott geordnet hat, also hat der Antichrist in der Kirche auch einen falschen Gottesdienst aus dem Nachtmahl Christi gemacht. Und doch, wie Gott unter Israel und Juda dennoch seine Kirche, das ist, etliche Heilige, behalten hat, also hat Gott seine Kirche, das ist, etliche Heilige, unter dem Papsttum dennoch erhalten, daß die christliche Kirche nicht ganz untergegangen ist. Wiewohl nun der Antichrist mit seinem falschen Gottesdienst zum Teil bleiben wird, bis daß Christus der Her öffentlich kommen und richten wird, so sollen doch alle Christen verwarnt sein, sich zu hüten vor solcher Abgötterei, und sollten lernen, wie man Gott recht dienen und Vergebung der Sünden durch den Glauben an Christum erlangen soll, daß sie Gott recht ehren und beständigen Trost wider die Sünde haben können. Denn darum hat Gott gnädiglich sein Evangelium scheinen lassen, daß wir verwarnt und selig würden.

Dieses haben wir von der Messe kurz gesagt, daß alle gottesfürchtigen, frommen, ehrbaren Leute in allen Nationen verstehen mögen, daß wir mit allem treuen Fleiß die rechte Ehre und den rechte Gebrauch der Messe erhalten haben, und daß wir des große, hochwichtige Ursachen haben, warum wir es mit den Widersachern nicht halten. Und wir wollen alle frommen, ehrbaren Leute verwarnt haben, daß sie des großen Greuels und Mißbrauchs der Messe sich mit den Widersachern nicht teilhaftig machen, damit sie sich nicht mit fremden Sünden beschweren. Es ist ein großer Handel und eine ganz wichtige Sache. Denn dieser Mißbrauch ist nicht geringer, denn zu Elias’ Zeiten die Sache war mit dem falschen Gottesdienst Baal. Wir haben auf diesmal mit gelinden Worten und ohne Schmähworte diese Sache vorgetragen; werden aber die Widersacher nicht aufhören zu lästern, so sollen sie innewerden, daß wir ihnen auch härter zusprechen wollen.

Apologie XXIV,92-99 Von der Messe (Von der Messe für die Toten)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Dr. Martin Luther predigt eine 3.Predigt zur Passion Jesu: Wie Petrus Christum retten will und das Schwert zucket, Christus aber wehret jm. (Mt.26,51-56)

Albrecht Dürer: “Gefangennahme Jesu” (Passion: 1510)

Und siehe, einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Da sprach Jesus zu ihm; Stecke dein Schwert an seinen Ort! denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen.

Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen: Ihr seid ausgegangen wie zu einem Mörder, mit Schwertern und Stangen, mich zu fangen. Bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehrt im Tempel, und ihr habt mich nicht gegriffen. Aber das ist alles geschehen, daß erfüllet würden die Schriften der Propheten.

Da verließen ihn die Jünger und flohen.

Matthäus 26,51-56 nach Dr. Martin Luthers Übersetzung von 1545

Hier der Link zur dritten Predigt Dr. Martin Luthers zur Historie der Passion unseres Herrn und Heilandes Christi Jesu im Garten am Ölberg: “Wie Petrus Christum retten will und das Schwert zucket, Christus aber wehret jm.” Aufgezeichnet in WA 52,751-758:

Und hier vorgelesen zum zuhören:

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And now Part 2: “Examine all things; hold fast to what is good.” (1. Thess.5,21)

Last month we went on a treasure hunt through Wittenberg. The real thing still is the holy Gospel of our Lord Jesus Christ. This the most precious treasure of the church. (Thesis 62 of Dr. Martin Luther´s 95)

This time around we are looking at the watchword for this 2025th year of our Lord. These watchwords are chosen three years in advance. The idea is, that this Word of God accompanies the adherent throughout the year. It continues to grow and increase its benefit in the meditative believer, who is led more and more into the width and breadth of this verse of holy Scripture.

Week for week the Lutheran Church Missouri Synod encourages its followers to memorise a certain bible verse

During the years preceding confirmation, confirmands are expected to learn key passages like Psalms and quotations of our good Lord plus the six chief parts of Luther´s Catechism. That includes the ten commandments, the apostolic creed, the Our Father and four basic texts for each sacrament respectively plus the rudimentary outline of confession and absolution. Faithful servants in the church practice this daily exercise as St. Paul encourages his student and bishop St. Timothy:

If you point these things out to the brothers and sisters, you will be a good minister of Christ Jesus, nourished on the truths of the faith and of the good teaching that you have followed. Have nothing to do with godless myths and old wives’ tales; rather, train yourself to be godly. For physical training is of some value, but godliness has value for all things, holding promise for both the present life and the life to come. This is a trustworthy saying that deserves full acceptance. That is why we labor and strive, because we have put our hope in the living God, who is the Savior of all people, and especially of those who believe. Command and teach these things.

1.Timothy 4,8ff

This follows the ancient pattern of repetitive learning, which the triune God entrusted to the faithful prophet Moses:

Now these are the commandments, statutes, and ordinances that the Lord your God instructed me to teach you so that you may carry them out in the land where you are headed and that you may so revere the Lord your God that you will keep all his statutes and commandments[c] that I am giving you—you, your children, and your grandchildren—all your lives, to prolong your days. Pay attention, Israel, and be careful to do this so that it may go well with you and that you may increase greatly in number—as the Lord, the God of your ancestors, said to you, you will have a land flowing with milk and honey.

Hear, O Israel: The Lord is our God, the Lord is one! You must love the Lord your God with your whole mind, your whole being, and all your strength.

These words I am commanding you today must be kept in mind, and you must teach them to your children and speak of them as you sit in your house, as you walk along the road, as you lie down, and as you get up. You should tie them as a reminder on your forearm and fasten them as symbols  on your forehead. Inscribe them on the doorframes of your houses and gates.

Deuteronomium 6

Einbeck, Neuer Markt 35, datiert 1611: Ps 127,1; Ps 121,8; Joh 11,25; Jes 43,1; Ps 106,1; Ps 37,4-5

Dietrich Bonhoeffer together with his Finkenwalder students practiced a daily meditation of God´s Holy Word following the order of the Herrenhuter (Moravians) including a random reading together with a chosen couplet from the New Testament. which is still published in the “Kirchlicher Amtskalender”. They stuck to definite hours to support each other in this fellowship and brotherhood. Just another gospel way against sin and evil – for God is rich in his mercies:

per mutuum colloquium et consolationem fratrum, according to Matthew 18: “Ubi duo fuerint congregati” etc.

Smalcaldic Articles “Vom Evangelio” BSLS 449,12ff.

Our German Bible translation has for some time printed outstanding verses in bold letters to mark the verses. It is all part of following our good Lord´s admonition to teach them faithfully all he entrusted us by his holy apostles and prophets as we read in Psalm 1, 19 and 119, but also in the sermon of the mount (Mt.5-7). It´s also part of the meet, right and salutary practice “examine all… hold on to what is good” (1.Thess.5,21)

This empowers every faithful slave, servant and steward of God, whom the good master puts in charge of his household to give to the others their fair portion at the proper time. It is practically storing up vitalities for time of need: “Set IX apart as Lord in your hearts and always be ready to give an answer to anyone who asks about the hope you possess.” (1.Pt.3,15)

This kind of faithful testimony is one of the main good works according to Apology – a sign of a living faith and fruit of godly trust in IX´s gospel – his perfectly sufficient and all atoning sacrifice & propitiation – once for all. Halleluja +

Well, thank God for that. Sadly – and we confess it regularly – we remain but poor, miserable sinners und never up to the task + Kyrie eleison + That is why our late Bishop frequently quoted our beloved and most holy Lord and only master and God of all:

So you also, when you have done everything you were told to do, should say, ‘We are unworthy servants; we have only done our duty.

Luke 17,10

It reflects the final testament of Dr. Martin Luther penned down in the night he died:

Virgil’s shepherd poems cannot be understood, except by one who has been a shepherd for five years.

Cicero’s letters cannot be understood, except by one who has participated and lived within a large community for 25 years.

The Holy Scriptures do not have a satisfactory taste for me or anyone else, unless he has spent 100 years ruling a community as the prophets Elijah and Elisha, John the Baptist, Christ and the Apostles. Don’t tempt the divine Odysee, rather worship her signs.

Wir sind Bettler. Hoc verum est! 

cf. WA 48, S. 421

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Part I: “Examine all things; hold fast to what is good.” (1.Thess.5,21)

Where I come from people still do “Hausschlachtung” (Home slaughter). A pig or two takes care of leftovers from the kitchen. Sometimes a chicken run must do. Sort of like with holy mother and most blessed virgin Mary and her dear Joseph, who stuck with the budget option of 2 turtledoves. It was the thanks offering for their first baby boy Jesus.  Today, the church celebrates the blessed Annunciation. It is still nine months to Christmas 😉

Well, wherever home slaughter is practiced, you get leftovers galore. Lots goes into sausages. Some into the popular “Saumagen” (Sow´s belly), which chancellor Kohl deemed a delicacy. He offered Lady Thatcher some. It got him in her bad books forever. All the off cuts, the bits and pieces, which do not make the grade of choice grade land in the big pot for “Sülze” or “Presskopf” (Brawn or black pudding). The leftovers.

In Afrikaans “afval”, but it is not “Abfall” (reject). Rather it is better translated with side dish as it does not make main dish i.e. “Präsentationsteller” (presentation plate). Still, it is the hot favourite at Christmas with dear friends of mine. Sheep´s head with eyes and ears, trotters, tripe, hooves and entrails garnish the heavily laden table. The occassion is as festive and jolly as Thanksgiving up north of that famous gulf.

Annually my youngest son pilgrims to the valleys of the great “Nhlangamvula” (Mountain, where the waters gather). There he celebrates these kind of leftovers at the famous “Matunjane Braai”. Amongst farmers it has the status of a special holiday and according to them, it should last an entire season – if the doctor would allow.  He never does, if he´s not from there. We´re not in heaven yet. The promised land is still way beyond.

My Zulu friends from umSinga, Hlatikuhlu or Nongoma know, what I am talking about.  My brother amongst the amaPondo around Ohlangeni does too. He does not celebrate this once a year, but monthly at his men´s only meetings on the mission station in the foothills of the mighty Kahlamba overlooking the most lovely Indian Ocean, which the honourable Dr. Ishmael Noko (LWF) would have liked to have renamed “African” long ago.

The Afrikaans “boere” (farmers) have popularized their “potjie” (Stew in one pot). This is one of the customs held high on the South African “Heritage Day” (24th September). They do not celebrate the birthday of our late Bishop Dr. Georg Schulz (Tilsit, E.Prussia) born on that day in 1928, but rather king Shaka´s dying day a century earlier – 1828.  Similarly our Lutheran congregation in Wittenberg (Mkonda, Mpumalanga) celebrates “Kirchweih” – inauguration of their church in 1921 on the 16th Dezember, not “Gelofte Dag” (Day of the covenant) as the Afrikaaners or “Dingaan´s Day” as the amaZulu.

Well, this “potjie” is something like “chilli con carne” (peppers with meat). You add anything edible to the cooking broth or stew – and if more guests come than expected, you just add more water. This form of leftover is a delicacy too. Nothing goes to waste and it could be a real life saver.  Off course, if you are bit like me, you would always fish for the most delectable titbit. Just like St. Paul advises the Thessalonians in his first letter: “Examine all things; hold hast to what is good.” (1. Thessalonians 5,21)

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Der HERR hat das Recht lieb und verlässt seine Heiligen nicht. (Psalm 37,28)

“Dominus flevit” Evangeliar des Otto III um die Jahrtausendwende.

Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln. 26 Er ist allezeit barmherzig und leiht gerne, und seine Nachkommen werden zum Segen sein. 27 Lass ab vom Bösen und tue Gutes, so bleibst du wohnen immerdar. 28 Denn der HERR hat das Recht lieb und verlässt seine Heiligen nicht. Ewiglich werden sie bewahrt, aber das Geschlecht der Frevler wird ausgerottet. 29 Die Gerechten werden das Land ererben und darin wohnen allezeit. 30 Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, und seine Zunge redet das Recht. 31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Tritte gleiten nicht. 32 Der Frevler lauert dem Gerechten auf und sucht ihn zu töten. 33 Aber der HERR lässt ihn nicht in seiner Hand und verdammt ihn nicht, wenn er verurteilt wird. 34 Harre auf den HERRN und halte dich auf seinem Weg, / so wird er dich erhöhen, dass du das Land erbest; du wirst es sehen, dass die Frevler ausgerottet werden. 35 Ich sah einen Frevler, der pochte auf Gewalt und machte sich breit und grünte wie eine Zeder. 36 Da man vorüberging, siehe, da war er dahin. Ich fragte nach ihm; doch ward er nirgends gefunden. 37 Bleibe fromm und halte dich recht; denn einem solchen wird es zuletzt wohlgehen. 38 Die Übertreter aber werden allesamt vertilgt, und die Frevler werden zuletzt ausgerottet. 39 Aber der HERR hilft den Gerechten, er ist ihre Stärke in der Not. 40 Und der HERR wird ihnen beistehen und sie erretten; er wird sie von den Frevlern erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn. 

Psalm 37,25-40. Von David in der revidierten Übersetzung Dr. Martin Luther (2017)

Des Morgens, wenn Du aufstehst, kannst Du Dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen: 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Kollekte an Okuli (Das Lamm Gottes)

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feines Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Lied aus dem lutherischen Kirchengesangbuch

Ich will daraus studieren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem, sanftem Mut und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut.

Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden, verzeihen gern und williglich.

Ich will mich mit Dir schlagen ans Kreuz und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst; was Deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist.

Dein Seufzen und Dein Stöhnen, und die viel tausend Tränen, die Dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in Deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 139,13-16)

Fortlaufende Lese

Und als er nahe hinzukam und die Stadt sah, weinte er über sie  42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest an diesem Tag, was zum Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen.  43 Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen  44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du besucht worden bist. 

45 Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler hinauszutreiben,  46 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht.  47 Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, dass sie ihn umbrächten,  48 und fanden nicht, wie sie es machen sollten; denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn. 

Lukas 19,41-48

Morgenlese

Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt; 18 denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. 20 Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, 21 die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. 22 Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungeheuchelter Bruderliebe, so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen. 23 Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt.

1. Petrus 1:17-23

Abendlese

Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 14 Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet; 15 sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. 16 Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.« 

1. Petrus 1,13-16

Bekenntnislese

Von dem Wort Messe

Hier ist zu sehen, welch grobe Esel unsere Widersacher sind. Sie sagen, das Wort missa komme von dem Wort misbeach, das ein Altar heißt; daraus soll folgen, daß die Messe ein Opfer sei; denn auf dem Altar opfert man. Item das Wort liturgia, wie die Griechen die Messe nennen, soll auch ein Opfer heißen. Darauf wollen wir kurz antworten. Alle Welt sieht, daß aus diesen Gründen dieser heidnische und antichristliche Irrtum nicht folgen müsse, daß die Messe helfe ex opere operato sine bono motu utentis. Darum sind sie Esel, daß sie in solcher großwichtigen Sache so ungereimt Ding vorbringen. Auch so wissen die Esel keine Grammatika. Denn missa und Iiturgia heißen nicht Opfer. Missa heißt hebräisch eine zusammengetragene Steuer. 5 Mos. 16, 10. Denn also ist etwa die Weise gewesen, daß die Christen Speise und Trank zugut den Armen in die Versammlung gebracht haben. Und solche Weise ist von den Juden hergekommen, die auf ihre Feste mußten solche Steuer bringen; die nannten sie missa. So heißt liturgia griechisch eigentlich ein Amt, darin man der Gemeinde dient; das schickt sich Wohl auf unsere Lehre, daß der Priester da als ein gemeiner Diener denjenigen, so kommunizieren wollen, dient und das heilige Sakrament reicht.

Etliche meinen, missa komme nicht aus dem Hebräischen, sondern sei als viel als remissio, Vergebung der Sünden. Denn so man kommuniziert hat, hat man gesprochen: Ite, missa est; „Zieht hin, ihr habt Vergebung der Sünden.“ Und daß dem also sei, ziehen sie an, daß man bei den Griechen gesprochen hat: Lais Aphesis (laoi`“ afesi“); das ist auch so viel: Ihnen ist verziehen. Wo dem also, wäre dieses ein feiner Verstand; denn es soll allezeit bei dieser Zeremonie Vergebung der Sünden gepredigt und verkündigt werden. Doch ist diesem Handel wenig geholfen, das Wort missa heiße, was es wolle.

Von den Messen für die Toten.

Daß aber die Widersacher noch dies wollen verteidigen, daß die Messe den Toten helfe, davon sie einen eigenen Jahrmarkt und sonderlich unsägliche Kretschmerei gemacht, des haben sie kein Zeugnis noch Befehl Gottes in der Schrift. Nun ist es je ein unsäglicher, großer Greuel und nicht eine kleine Sünde, daß sie dürfen ohne Gottes Wort, ohne alle Schrift, einen Gottesdienst in der Kirche anrichten und dürfen das Abendmahl des Herrn, welches Christus hat eingesetzt, das Wort zu predigen, dabei seines Todes zu gedenken, zu stärken den Glauben derjenigen, so die Zeremonie brauchen, unverschämt ziehen auf die Toten. Denn das heißt recht Gottes Namen mißbrauchen wider das andere Gebot.

Denn erstlich ist das die höchste Schmach und Lästerung des Evangelii und Christi, daß das schlechte Werk der Messe ex opere operato ein Opfer sei, das Gott versöhne und für die Sünden genugtue. Es ist eine recht schreckliche, häßliche Predigt und Lehre und ein großer, unsäglicher Greuel, daß das bloße getane Werk eines Priesters als viel gelten solle als der Tod Christi. So ist je gewiß, daß die Sünde und der Tod nicht können überwunden werden denn allein durch den Glauben an Christum, wie Paulus sagt Röm. 5. Darum so können die Messen den Toten in keinem Weg ex opere operato helfen.

Wir wollen hier nicht erzählen, wie schwache Gründe die Widersacher vom Fegefeuer haben; item, woher die Lehre von der Genugtuung und Satisfaktion erst aufgekommen; wie wir denn haben oben angezeigt, daß es eitel Träume und erdichteter Menschentand ist. Allein das wollen wir ihnen sagen, das gewiß ist, das Abendmahl gehöre eigentlich zur Vergebung der Schuld. Denn was Trost hätten wir, so uns da sollte Vergebung angeboten werden, und sollte doch nicht Vergebung der Schuld sein? So nun die Zeremonia Vergebung der Schuld anbietet, folgt, daß unmöglich ist, daß eine satisfactio sei ex opere operato oder den Toten helfe. Denn gehört sie zur Vergebung der Schuld, so muß sie allein dazu dienen, die Gewissen zu trösten, das sie glauben, ihnen sei die Schuld wahrhaftig vergeben.

Und wahrlich, es wäre nicht Wunder, daß alle frommen, christlichen Leute vor Angst und Leid Blut weinten, wenn sie recht bedächten, wie unsäglicher greulicher und schrecklicher Mißbrauch der Messe unter dem Papsttum ist, nämlich daß die Messe das mehrere Teil nirgend zu anders gebraucht wird, denn für die Toten und die Pein des Fegefeuers abzulösen. Sie schreien, wir tun iuge sacrificium oder das tägliche Opfer ab. Das heißt recht iuge sacrificium, das tägliche Opfer abgetan aus der Kirche, das ist eine rechte Tyrannei und Wüterei des gottlosen Antiochi, also das ganze Evangelium, die ganze Lehre vom Glauben, von Christo unterdrücken und auf solche Träume von satisfactionibus, solche Lügen vom opere operato an die statt dessen predigen. Das heißt recht das Evangelium unter die Füße treten, den Gebrauch der Sakramente schändlich verkehren. Das sind die rechten Lästerer, da Paulus von sagt, daß sie: „schuldig seien am Leib und Blut des Herrn“, welche die Lehre von Christo, vom Glauben unterdrücken und mißbrauchen der Messe und des Abendmahls zu einem schändlichen, unverschämten öffentlichen Geiz, zu einem Jahrmarkt und Schenkwirtschaft, und das alles unter einem Heuchlerischen Schein der Satisfaktion. Und eben um dieser großen, unsäglichen Gotteslästerung willen werden die Bischöfe schwere Strafe von Gott gewarten müssen. Es wird einmal Gott das andere Gebot wahrlich wahr machen und einen großen, grimmigen Zorn über sie ausgießen. Darum haben wir uns und alle wohl vorzusehen, daß wir uns der Widersacher Mißbrauchs nicht teilhaftig machen.

Apologie XXIV,84-92 Von der Messe (Von dem Wort Messe und der für die Toten)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. (Psalm 19)

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn.Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen. 

Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim. Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn. 

Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben von großer Missetat. Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes / und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser. 

Psalm 19. Ein Psalm Davids übersetzt von Dr. Martin Luther (2017 Revision)

Des Morgens, wenn Du aufstehst, kannst Du Dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen: 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Kollekte an Okuli (Das Lamm Gottes)

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feines Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Lied aus dem lutherischen Kirchengesangbuch

Du setzest Dich zum Bürgen, ja lässest Dich gar würgen, für mich und meine Schuld; mir lässest Du Dich krönen mit Dornen, die Dich höhnen, und leidest Alles mit Geduld.

Du springst ins Todes Rachen, mich frei und los zu machen von solchem Ungeheuer; mein Sterben nimmst Du abe, vergräbst es in dem Grabe, o unerhörtes Liebesfeuer.

Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden Dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an Deinen Dienst und Ehr.

Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: es soll Dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn.

Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu.

Wie heftig unsre Sünden den frommen Gott entzünden, wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruten, wie zorning seine Fluten, will ich aus diesem Leiden sehn.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 139,7-12)

Fortlaufende Lese

Und als er das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem.  29 Und es begab sich, als er nahe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der Ölberg heißt, da sandte er zwei Jünger  30 und sprach: Geht hin in das Dorf, das gegenüberliegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und bringt’s her!  31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt so: Der Herr bedarf seiner.  32 Und die er gesandt hatte, gingen hin und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte.  33 Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los?  34 Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner.  35 Und sie brachten’s zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf.  36 Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.  37 Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten,  38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!  39 Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht!  40 Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien. 

Lukas 19,28-40

Morgenlese

Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! 30 Dieser ist’s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. 31 Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er offenbar werde für Israel, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser. 32 Und Johannes bezeugte es und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist’s, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.

35 Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger; 36 und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! 37 Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach. 

Johannes 1,29-37

Abendlese

Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde kamen, und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn? 23 Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet mir freilich dies Sprichwort sagen: Arzt, hilf dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört, die in Kapernaum geschehen sind! Tu so auch hier in deiner Vaterstadt! 24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seinem Vaterland. 25 Aber wahrhaftig, ich sage euch: Es waren viele Witwen in Israel zur Zeit des Elia, als der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate und eine große Hungersnot herrschte im ganzen Lande, 26 und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt als allein nach Sarepta im Gebiet von Sidon zu einer Witwe. 27 Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa, und keiner von ihnen wurde rein als allein Naaman, der Syrer. 28 Und alle, die in der Synagoge waren, wurden von Zorn erfüllt, als sie das hörten. 29 Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. 30 Aber er ging mitten durch sie hinweg. 

Lukas 4,22-30

Bekenntnislese

Und dies ist der rechte Gebrauch des heiligen Sakraments, wenn durch den Glauben an die göttliche Verheißung die erschrockenen Gewissen werden wieder aufgerichtet. Und das ist der rechte Gottesdienst im Neuen Testament; denn im Neuen Testament geht der höchste Gottesdienst inwendig im Herzen zu, daß wir nach dem alten Adam getötet werden und durch den Heiligen Geist neu geboren werden. Und dazu hat auch Christus das Sakrament eingesetzt, da er sagt: „Solches tut zu meinem Gedächtnis!“ Denn solches zu Christi Gedächtnis tun, ist nicht ein solch Ding, das allein mit Gebärden und Werken zugeht, allein zu einer Erinnerung und zu einem Exempel, wie man in Historien Alexandri und dergleichen gedenkt usw., sondern heißt da Christum recht erkennen, Christi Wohltat suchen und begehren. Der Glaube nun, der da erkennt die überschwengliche Gnade Gottes, der macht lebendig. Und das ist der vornehmste Gebrauch des Sakraments, daran wohl zu merken, welche recht geschickt seien zu dem Sakrament, nämlich die erschrockenen Gewissen, welche ihre Sünden fühlen, vor Gottes Zorn und Urteil erschrecken und sich nach Trost sehnen. Darum sagt der Psalm: „Er hat ein Gedächtnis gemacht seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr; er hat Speise gegeben denen, so ihn fürchten.“ Und der Glaube, der da erkennt solche Barmherzigkeit, der macht lebendig, und das ist der rechte Gebrauch des Sakraments.

Da ist denn auch und findet sich das Dankopfer oder Danksagung. Denn wenn das Herz und Gewissen empfindet, aus was großer Not, Angst und Schrecken es erlöst ist, so dankt es aus Herzensgrunde für so großen, unsäglichen Schatz und braucht auch der Zeremonien oder äußerlichen Zeichen zu Gottes Lobe und erzeigt sich, daß es solche Gottesgnade mit Dankbarkeit annehme, groß und hoch achte. Also wird die Messe ein Dankopfer oder Opfer des Lobes.

Und also reden die Väter davon von zweierlei Effekt oder Nutzen des Sakraments: erstlich, daß dadurch die Gewissen getröstet werden; zum anderen, daß Gott Lob und Dank gesagt werde. Das erste gehört eigentlich zum rechten Gebrauch des Sakraments, das andere zu dem Opfer. Vom Trost sagt Ambrosius: „Geht zu ihm, das ist, zu Christo, und empfangt Gnade usw.; denn er ist die Vergebung der Sünden. Fragt ihr aber, wer er sei? Hört ihn selbst reden: ‘Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubet, den wird nicht dürsten.’ “ Da zeigt er an, daß mit dem Sakrament angeboten wird Vergebung der Sünden. Er sagt auch, man soll solches mit dem Glauben fassen. Man findet der Sprüche unzählige in der Väter Büchern, welche die Widersacher alle auf das opus operatum und auf das Messehalten, so für andere geschieht, deuten, so doch die Väter vom Glauben an die Verheißung Gottes und von dem Trost, den die Gewissen empfangen, reden, und de applicatione gar nichts sagen.

Darüber findet man Sprüche in den Vätern von Danksagung, wie denn Cyprianus fast lieblich redet vom christlichen Kommunizieren. „Ein christlich Herz“, sagt er, „teilt seinen Dank auf einen Teil für den geschenkten Schatz, aufs andere Teil für die vergebenen Sünden und dankt für so reiche Gnade.“ Das ist, ein christlich Herz, das steht an, was ihm geschenkt ist in Christo und was ihm auch für große Schuld aus Gnaden erlassen ist; hält gegeneinander unsern Jammer und die große Barmherzigkeit Gottes und dankt Gott usw. Und daher ist es Eucharistia genannt in der Kirche. Darum ist die Messe nicht eine solche Danksagung, die man ex opere operato für andere tun oder halten solle, ihnen Vergebung der Sünden zu erlangen. Denn solches wäre stracks wider den Glauben, gleich als ob die Messe oder die äußerliche Zeremonie ohne den Glauben jemand fromm und selig machte.

Von dem Wort Messe

Hier ist zu sehen, welch grobe Esel unsere Widersacher sind. Sie sagen, das Wort missa komme von dem Wort misbeach, das ein Altar heißt; daraus soll folgen, daß die Messe ein Opfer sei; denn auf dem Altar opfert man. Item das Wort liturgia, wie die Griechen die Messe nennen, soll auch ein Opfer heißen. Darauf wollen wir kurz antworten. Alle Welt sieht, daß aus diesen Gründen dieser heidnische und antichristliche Irrtum nicht folgen müsse, daß die Messe helfe ex opere operato sine bono motu utentis. Darum sind sie Esel, daß sie in solcher großwichtigen Sache so ungereimt Ding vorbringen. Auch so wissen die Esel keine Grammatika. Denn missa und Iiturgia heißen nicht Opfer. Missa heißt hebräisch eine zusammengetragene Steuer. 5 Mos. 16, 10. Denn also ist etwa die Weise gewesen, daß die Christen Speise und Trank zugut den Armen in die Versammlung gebracht haben. Und solche Weise ist von den Juden hergekommen, die auf ihre Feste mußten solche Steuer bringen; die nannten sie missa. So heißt liturgia griechisch eigentlich ein Amt, darin man der Gemeinde dient; das schickt sich Wohl auf unsere Lehre, daß der Priester da als ein gemeiner Diener denjenigen, so kommunizieren wollen, dient und das heilige Sakrament reicht.

Etliche meinen, missa komme nicht aus dem Hebräischen, sondern sei als viel als remissio, Vergebung der Sünden. Denn so man kommuniziert hat, hat man gesprochen: Ite, missa est; „Zieht hin, ihr habt Vergebung der Sünden.“ Und daß dem also sei, ziehen sie an, daß man bei den Griechen gesprochen hat: Lais Aphesis (laoi`“ afesi“); das ist auch so viel: Ihnen ist verziehen. Wo dem also, wäre dieses ein feiner Verstand; denn es soll allezeit bei dieser Zeremonie Vergebung der Sünden gepredigt und verkündigt werden. Doch ist diesem Handel wenig geholfen, das Wort missa heiße, was es wolle.

Apologie XXIV,71-83 Von der Messe (Vom rechten Brauch und dem Wort Messe)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist

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Okuli (3. Passionssonntag)

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Introitus

Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Das Antlitz des HERRN steht wider alle, die Böses tun, dass er ihren Namen ausrotte von der Erde. Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, dass nicht eines von ihnen zerbrochen wird.  Den Frevler wird das Unglück töten, und die den Gerechten hassen, fallen in Schuld. Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.

Psalm 34,16-23

Kollekte

Allmächtiger Gott, Du läßt uns das Leiden und Sterben Deines Sohnes zu unserm Heil verkündigen: wir bitten Dich, gib uns ein offenes Herz, daß wir seine Liebe und seinen Gehorsam erkennen und ihm nachfolgen: unserm Herrn Jesus Christus, Deinem Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelisch-Lutherische Kirchenagende (SELK) Bd.1. Herder: Freiburg u.a. 1996. S.69

Alttestamentliche Lesung

Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! 3 Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. 4 Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. 5 Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! 6 Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. 7 Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 8 Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.

1. Könige 19,1-8

Epistel

So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder 2 und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. (3 Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört, 4 auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung. 5 Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das ist ein Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. 6 Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. 7 Darum seid nicht ihre Mitgenossen.) 8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,1-2 (3-7) 8-9

Heiliges Evangelium

Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Er aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,57-62

Der christliche Glaube

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum

Graduallied

Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile mit Hilf und Rettung uns erscheine; steure den Feinden, ihre Blutgerichte mache zu nichte, mache zu nichte.

Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; alles, was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder, stürze darnieder.

Frieden bei Kirch und Schule uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit gewähre. Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen, gib zu genießen, gib zu genießen.

Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o Du Wächter Deiner armen Heerde, Himmel und Erde, Himmel und Erde.

Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 (LKG 58)

Predigttext

Herr, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des Herrn Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich. Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht.

Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.« Aber der Herr ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden.

Und nun, Herr Zebaoth, der Du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Lass mich Deine Rache an ihnen sehen; denn Dir habe ich meine Sache befohlen. Singet dem Herrn, rühmet den Herrn, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet!

Jeremia 20,7-11a (11b-13)

Meine Predigt dazu:

Wochengebet

Du unser Gott, du leidest mit deiner Schöpfung.
Du fühlst die Schmerzen der Geplagten, du hörst das Weinen und unser hilfloses Fragen.
Dir können wir unsere Furcht eingestehen und unsere Angst zeigen.
Wir bitten dich: Kyrie eleison

Schau auf die Gerechten, die sich gegen die stellen, die das Recht brechen und dein Gesetz verachten.
Schau auf die Gerechten, die der Lüge widersprechen und an der Wahrheit festhalten.
Schau auf die Gerechten, die bedrängt und bedroht werden und auf Hilfe warten.
Deine Augen merken auf die Gerechten. Stehe ihnen bei.
Wir bitten dich: Kyrie eleison

Höre den Schrei nach Frieden,  der diese Welt füllt.
Höre die Trauernden, deren Liebste von Bomben und Drohnen getötet wurden.
Höre die Familien, die um das Schicksal ihrer verschleppten Kinder bangen.
Höre die Getrennten, die ohne Nachricht voneinander verzweifeln und auf Hilfe warten.
Deine Ohren merken auf das Schreien der Gerechten. Stehe ihnen bei.
Wir bitten dich: Kyrie eleison

Sieh die Sehnsucht der Erschöpften, die müde und ratlos sind.
Sieh die Kranken, die sich nach Heilung sehnen.
Sieh auf die Trauernden, die die Liebe vermissen.
Sieh auf die Überforderten, die sich vor Kritik und Verachtung fürchten und auf Hilfe warten. Du bist den zerbrochenen Herzen nahe. Stehe ihnen bei.
Wir bitten dich: Kyrie eleison

Du rufst uns in die Nachfolge. Du sprichst zu deiner Kirche. Sprich zu uns und unseren Kindern. Sprich heute, damit die Menschen guten Willens  dich hören und dich bezeugen.
Dir können wir unsere Hoffnung eingestehen und unsere Liebe zeigen.
In Jesu Namen bitten wir dich heute und alle Tage. Kyrie eleison. Amen.

VELKD: Wochengebet

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden +

4. Mose 6,24-26

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