Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schütze mich vor meinen Widersachern. (Psalm 59)

Lucas Cranach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht!

Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schütze mich vor meinen Widersachern. Errette mich von den Übeltätern und hilf mir von den Blutgierigen! Denn siehe, HERR, sie lauern mir auf; Starke rotten sich wider mich zusammen ohne meine Schuld und Missetat. Ich habe nichts verschuldet; sie aber laufen herzu und machen sich bereit. Erwache, komm herbei und sieh darein! 

Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Völker! Sei keinem von ihnen gnädig, die so verwegene Übeltäter sind. Sela. 

Des Abends kommen sie wieder, heulen wie die Hunde und laufen in der Stadt umher. Siehe, sie geifern mit ihrem Maul; Schwerter sind auf ihren Lippen: »Wer sollte es hören?« Aber Du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Völker spotten. Meine Stärke, zu Dir will ich mich halten; denn Gott ist mein Schutz. Gott erzeigt mir reichlich seine Güte, Gott lässt mich herabsehen auf meine Feinde. 

Bringe sie nicht um, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit Deiner Macht, Herr, unser Schild, und stoß sie hinunter! Das Wort ihrer Lippen ist nichts als Sünde; darum sollen sie sich fangen in ihrer Hoffart mit all ihren Flüchen und Lügen. Vertilge sie ohne alle Gnade, vertilge sie, dass sie nicht mehr sind! Laß sie innewerden, dass Gott Herrscher ist in Jakob, bis an die Enden der Erde. Sela. 

Des Abends kommen sie wieder, heulen wie die Hunde und laufen in der Stadt umher. Sie laufen hin und her nach Speise und murren, wenn sie nicht satt werden. Ich aber will von Deiner Macht singen und des Morgens rühmen Deine Güte; denn Du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not. Meine Stärke, Dir will ich lobsingen; denn Gott ist mein Schutz, mein gnädiger Gott. 

Psalm 59. Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Vertilge nicht«, als Saul hinsandte und sein Haus bewachen ließ, um ihn zu töten. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

So spricht der Herr, der Dich geschaffen hat, Jakob, und Dich gemacht hat, Israel: Fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst; ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen; Du bist mein.

Jesaja 43:1

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wer hofft in Gott und dem vertraut, der wird nimmer zu Schanden; denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich geht zuhanden viel Unfall hie, hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Trost; er hilft sein Gläubgen allen.

Ich bitt, o Herr, aus Herzengrund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilg Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht beschämen mein Sünd und Schuld; denn in Dein Huld setz ich all mein Vertrauen; wer sich nun fest darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen.

Mein’ Füßen ist Dein heilg Wort ein brennende Luzerne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; so dieser Morgensterne in uns aufgeht, so bald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist, den’ gwiß verheißt, die Hoffnung darein haben.

Lazarus Spengler 1524 (LKG 228,7-9)

Morgenlese

Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. 

Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. 

Wahrlich, ich sage Euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Markus 10,13-16

Abendlese

Denn Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn Ihr alle, die Ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn Ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. Gehört Ihr aber Christus an, so seid Ihr ja Abrahams Nachkommen und nach der Verheißung Erben. 

Galater 3,26-29

Konkordienformel (Solida Declaratio): Von der Gerechtigkeit des Glaubens für Gott (III,30-41)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch +

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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