HERR, wie lange willst Du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst Du Dein Antlitz vor mir?
Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?
Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott! Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlafe, daß nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden, und meine Widersacher sich freuen, daß ich wanke.
Ich traue aber darauf, daß Du so gnädig bist; mein Herz freut sich, daß Du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, daß er so wohl an mir tut.
Psalm 13. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Christus spricht: „Kommt her zu mir, alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.“
Matthäus 11,28
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Jesus nimmt die Sünder an. Saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an.
Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Kommet alle, kommet her, kommet, Ihr betrübten Sünder! Jesus rufet Euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubet’s doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an.
Erdmann Neumeister 1718 (LKG 225,1-4)
Morgenlese
Bewahre Deinen Fuß, wenn Du zum Hause Gottes gehst, und komm, daß Du hörst. Das ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; denn sie wissen nichts als Böses zu tun.
Sei nicht schnell mit Deinem Munde und laß Dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und Du auf Erden; darum laß Deiner Worte wenig sein. Denn wo viel Mühe ist, da kommen Träume, und wo viel Worte sind, da hört man den Toren.
Wenn Du Gott ein Gelübde tust, so zögere nicht, es zu halten; denn er hat kein Gefallen an den Toren; was Du gelobst, das halte. Es ist besser, Du gelobst nichts, als daß Du nicht hältst, was Du gelobst.
Laß nicht zu, daß Dein Mund Dich in Schuld bringe, und sprich vor dem Boten nicht: Es war ein Versehen. Gott könnte zürnen über Deine Worte und verderben das Werk Deiner Hände.
Prediger 4,17; 5,1-5
Abendlese
Werde wach, werde wach, steh auf, Jerusalem, die Du getrunken hast von der Hand des HERRN den Kelch seines Grimmes! Den Taumelkelch hast Du ausgetrunken, den Becher geleert. Es war niemand, der sie leitete, von allen Kindern, die sie geboren hat, niemand, der sie bei der Hand nahm, von allen Kindern, die sie aufgezogen hat.
Dies beides ist dir begegnet – wer trägt Leid um Dich? –: Verwüstung und Schaden, Hunger und Schwert – wer tröstet Dich? Deine Kinder lagen verschmachtet auf allen Gassen wie ein Hirsch im Netz, getroffen vom Zorn des HERRN und vom Schelten Deines Gottes.
Darum höre dies, Du Elende, die Du trunken bist, doch nicht von Wein! So spricht Dein Herr, der HERR, und Dein Gott, der die Sache seines Volks führt: Siehe, ich nehme den Taumelkelch aus Deiner Hand, den Becher meines Grimmes.
Du sollst ihn nicht mehr trinken, sondern ich will ihn Deinen Peinigern in die Hand geben, die zu Dir sprachen: Wirf Dich nieder, daß wir darüber hin gehen! Und Du machtest Deinen Rücken dem Erdboden gleich und wie eine Gasse, daß man darüber hin laufe.
Jesaja 51,17-23
Konkordienformel (Epitome): VIII,33-X,2
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
