4.Advent: Die nahende Freude

Nun jauchzet all, Ihr Frommen,
Zu dieser Gnadenzeit,
Weil unser Heil ist kommen,
Der Herr der Herrlichkeit:
Zwar ohne stolze Pracht,
Doch mächtig zu verheeren
Und gänzlich zu zerstören
Des Teufels Reich und Macht.

Er kommt zu uns geritten
Auf einem Eselein
Und stellt sich in die Mitten
Für uns zum Opfer ein.
Er bringt kein zeitlich Gut;
Er will allein erwerben
Durch seinen Tod und Sterben,
Was ewig währen tut.

Kein Zepter, keine Krone
Sucht er auf dieser Welt,
Im hohen Himmelsthrone
Ist ihm sein Reich bestellt.
Er will hier seine Macht
Und Majestät verhüllen,
Bis er des Vaters Willen
Im Leiden hat vollbracht.

Ihr Mächtigen auf Erden,
Nehmt diesen König an,
Wollt Ihr beraten werden
Und gehn die rechte Bahn,
Die zu dem Himmel führt;
Sonst, wo Ihr ihn verachtet
Und nur nach Hoheit trachtet,
Des Höchsten Zorn euch rührt.

Ihr Armen und Elenden
In dieser bösen Zeit,
Die Ihr an allen Enden
Müßt haben Angst und Leid,
Seid dennoch wohlgemut,
Laßt Eure Lieder klingen
Und tut dem König singen,
Der ist Eur höchstes Gut.

Er wird nun bald erscheinen
In seiner Herrlichkeit
Und all Eur Klag und Weinen
Verwandeln ganz in Freud.
Er ist, der helfen kann;
Halt Eure Lampen fertig
Und seid stets sein gewärtig,
Er ist schon auf der Bahn.

Michael Schirmer 1606-1673

Der Wochenspruch für den 4. Advent:

Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich: “Freuet Euch. Der Herr ist nahe.”

Phil.4,4.5b

Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Vertilge nicht«. 2 Sprecht ihr in Wahrheit Recht, ihr Mächtigen? Richtet ihr in Gerechtigkeit die Menschenkinder? 3 Nein, mutwillig tut ihr Unrecht im Lande, und eure Hände treiben Frevel. 4 Die Frevler sind abtrünnig vom Mutterschoß an, die Lügner gehen irre von Mutterleib an. 5 Sie sind voller Gift wie eine giftige Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr verschließt, 6 dass sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der gut beschwören kann. 7 Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Maul, zerschlage, HERR, das Gebiss der jungen Löwen! 8 Sie werden vergehen wie Wasser, das verrinnt. Zielen sie mit ihren Pfeilen, so werden sie ihnen zerbrechen. 9 Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet, wie eine Fehlgeburt sehen sie die Sonne nicht. 10 Ehe eure Töpfe das Dornfeuer spüren, reißt alles der brennende Zorn hinweg. 11 Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Vergeltung sieht, und wird seine Füße baden in des Frevlers Blut; 12 und die Leute werden sagen: / Ja, der Gerechte empfängt seine Frucht, ja, Gott ist noch Richter auf Erden.

Psalm 58,1-12

Wir beten mit der heiligen Kirche und weltweiten Christenheit:

Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wonung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Orate Fratres S.113

Der HERR segne Dich und behüte Dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig; der HERR erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden.

Nun.6,22

Pax vobiscum +

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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