Friedrich Wichmanns Reise quer durch Natal in 1893

Aus “Unter dem Kreuze” – Kirchliches Volksblad aus Niedersachsen herausgegeben von Pastor Ringmann , Celle 1893. Kopiert aus der Gotischen Druckschrift von Friedel Drewes, Friedrich Wichmann’s  Urenkel. Ein Artikel geschrieben von Friedrich Wichmann über seiner Reise zu der Hochzeit seiner Tochter Marie Wichmann mit August Wellmann auf Bergen in Südafrika .

Unser alter treue Freund und Kirchgenosse der frühere Hermannsburger Waisenhausvater F.Wichmann hat eine Reise , im gegewärtigen Jahr , um die Hochzeitsfeier seiner Tochter bei zu wohnen , von Seeschau ( Sea view )in Alfredia , sein Wohnort , nach Transvaal machte , in Briefen so anschaulich beschrieben , daß wir uns von dem Empfänger der letzteren die Erlaubniß erbaten , auch die Leser des Kreuzblatts damit bekannt Machen zu dürfen. Diese Erlaubniß wurde gern gewährt und so folge denn hierunter dieser Reisebericht der uns Land und Leute drüben in erwünschte Weise naherückt:

Am 1. Juni Morgens etwas nach 6 Uhr wurde der Ochsenwagen bestiegen . Gegen 12 Uhr waren wir in Port Shepstone . Das Wetter war schön und warm , so daß wir auf de Wagen schwitzten mitten im afrikanischen Winter . Da das Schiff erst um 6 Uhr Abends abfuhr , so hatten wir Muße , dem Einladen der Kaufmannsgüter und auch den Bau von Booten im Hafen zuzuschauen.Sobald die Fluth eintrat, machte der Dampfer Kehrt , kam glücklich durch die Brandung , stach mit lautem Heulen in die offene See und nahm den selben Weg, den ich 10 Jahre vorher von Durban aus gemacht hatte . Anfangs war die Fahrt gleich einer Lustreise , sodaß mein Sohn Heinrich meinte : Wenn es so bleibt , sol es shon gehen . Als aber der Mond höher stieg , fing das Schiff gewaltig an zu schaukeln von rechts nach links , von links nach rechts , vorwärts und rückwärts , so daß ich auf dem Vordeck auf einem Stule sitzend mich mit beiden Händen halten mußte , um nicht umzukippen .Ich blieb vor der Seekrankheit bewahrt , meiner naturgemäße Lebensweise mochte wohl mit Grund Davon sein .Als ich müde wurde , ging ich oder vielmehr kroch ich–denn gehen konnte man nicht-in die Kajüte und ließ mich in Schlaf wiegen. Freitag Nachts um 2 Uhr waren wir im Hafen von Durban . Wir stiegen aus und gingen eine Straße entlang , um nach einem Hotel zu spähen, wo noch licht war ,aber alleswar in Ruh .Auch Ferdinand Lödding war bei uns der als Klempner an der Bahn bei Ladysmith arbeitet .Wir kehrten wieder zum Schiff zurück , aßen was wir hatten und legten uns schlafen , bis die Sonne aufging . Nun hatten wir Zeit bis 6 Uhr Abends .Wir gingen zum Rathaus , sahen uns den Markt an , kauften dort auch Bananen und Aepfel – die ersten oder zweiten nach 10Jahren — ,gingen in den großen Lustgarten und hielten daselbst auf einer Bank unser bescheidenes Mahl .Endlich ging es dem Bahnhof zu , aber o weh , wir hatten unser Kisten vom Hafen aus expedieren lassen und nun mußten die Jungen laufen und rennen und noch so eben mit Knall und Fall kriegten wir unser Sachen zusammen und kamen mit . Die Eisenbahn geht um Hügel und Berge an Abgründen vorbei und wiegt und schwankt fast ebenso sehr hin und her wie das Schiff.

Nur langsam geht’s weiter , auf jeder kleinen Station wird angehalten ; in Pietermaritzburg dauerte es über eine halbe Stunde .Der Bahnhof dort ist schön und Erquickung und Erfrischung war genug da ,wer nur Geld hatte .Ich merkte, daß wir schon 1000 Fuss über dem Meeresspiegel waren denn der Frost stellte sich ein und draußen war Reif zu sehen. Mein über 20 Jahre alter Überzieher that mir dismal gute  Dienste , aber doch ward mir’s zu kalt , denn wir Leute in Alfredia haben ja selbst in der sg . kalten Jahreszeit nicht unter 8 Grad Wärme und so niedrige Temperatur ist auch noch sehr selten , meistens kom’ts nicht unter 14 Grad und dann frieren wir doch schon beim Stillsitzen . —   Als der Morgen graute , waren wir hinter Ladysmith . Der Doornkop zur rechten wurde sichtbar , links die Ausläufer des Drakensgebirges in weißen Reif gehüllt.

Um 7 Uhr waren wir auf der Station am Biggarsberg oder Glencoe Junction . Keiner ließ sich sehen , um uns abzuholen .So bogen wir links zur Seite und nach einer Viertelstunde waren wir bei Frau Schroeder , durch deren Farm die Bahn führt und bei welche uns meine Tochter Marie Quartier bestellt hatte .Hier war ein Schwarzer mit 6 Ochsen und einem Wagen, der uns nach Klingenbergs abholen sollte . Bei Frau Schroeder und ihren Kindern wurden wir freundlich als Glaubens= und Gesinnungsgenossen aufgenommen .Wir sprachen über unsern gemeinsamen Kampf , besuchten Schroeders Grab, und , nachdem wir uns durch Speise und Trankgestärkt hatten und auch in unsere kalten Glieder Wärme gekommen war , mußten wir aufbrechen , um wo möglich den Sonntag zu ruhen . So ging’s denn auf dem leichten Jagdwagen mit den 6 Ochsen davor weiter im Galopp nach Dundee,  einer regelmäßig mit graden Straßen angelegde Stadt, die sicher eine Zukunft hat. Jetzt freilich sieht sie noch nicht sehr Stadmäßig aus. Nurein ungeheur großer Kaufladen ist da, worin alles zu haben ist , und daneben eine ganze Reihe Häuser von Kulis (Ostindieren), die Afrika das sind , was drüben in Deutschland die Juden . In den Kohlengruben , die nur erst spärlich in Betrieb gesetzt sind , zeigt sich etwas Leben und dieselben können, weil die Kohlen dort meilenweit liegen und gut sind,dereinst große Dimensionen annehmen und für Natal von unberechenbaren Nutzen werden, Jetzt aber legen die Geldmenschen ihre Kapitalien lieber bei den Goldsuchern in Johannesburg in Transvaal an. – HinterDundee neben einem Flussewurde Halt gemacht , Gerstenkaffee für uns und Mais Brei für die beiden Schwarzen gekocht . Proviant, Wurst , Butter u.s.w hatten Klingenbergs reichlich mitgeschickt , auch Decken zum Umhängen.Als gegessen war , wanderte ich zu Fuß voraus weil die Ochsen noch fressen mußten, freilich war ihr Futter nur dürres Gras.So genoß ich denn die frische reine Luftüber 5000 Fuß höher als wir in Alfredia wohnen .Rechts lag der Indumeni , der mit seiner 7200 Fuß hohen runden Spitze weit in die Welt sieht . Es sind eigentlich 3 Berge . Bald war ich auf der Höhe der Straße , und besah mir oft das Gestein, welches sich als geronnen Lava erwies , was mann deutlich an der grünen oder bläulichen Farbe erkennen konnte und daran , das andere Steine darin verschmolzen waren Die Steine liegen da wie hingesäet .Auch Thohnschiefer fand sich . Als ich auf solche Weise etwas Mineralogie getriebenhatte kam der Wagen angesaust und ich mußte mich wieder aufsetzen.Bald sahen wir die Wohnung eines Deutschen , der zur Gemeinde Helpmekaar gehört .Hier sollten wir vorkehren, fuhren aber vorbei , da die Ochsen erst vor einer Stunde gefressen hatten .Als die Sonne sank , erreichten wir ein verfallenes Wirtshaus , hinter dessen noch aufrecht stehenden Mauern wir ,nachdem wir trockenen Kuhmist gesucht, ein Feuer anzündeten und wieder wie zu Mittag kochten . Nach anderthalb Stunden ging’s in der Nacht weiter bis 2 Uhr, da waren wir auf Freiburg . Ach wie hat der Weg mir lang gedauert , und wie war ich das Reisen schon müde ! Heinrich war von früher her, als er an der Eisenbahn arbeitete , mit der Ortsgelegenheit bekannt ; schnell ward von ihm Schwester Marie geweckt und bald war etwas Warmes gemacht  .Dann gings wohl zu Bett, aber die Glieder wollten lange nicht warm warden , obwohl ich viel gegangen war .

Tags darauf—es war der erste Sonntag nach Trinitatis—hielt Freund Klingenberg Lesegottesdienst und Montags hatte ich die Freude , den Untericht meiner Tochter beizuwohnen .Die 10 Kinder waren gut geschult.Ich nahm mit ihnen darnach die Geschichte von der Berufung Abrahams eingehend durch , um ihre Verstandsfähigkeit zu prüfen und war sehr befriedigt .Als sie von ihren Schülern Abschied nahm , schloß Marie mit den Worten : Lobe den Herrn meine Seele, und vergiß nicht, was Er dir Gutes gethan hat.Es gab heiße Thränen auf beiden Seiten . Ich hatte gedacht , auch einige Worte zu sagen, aber die Gemüthsbewegung ließ es mir nicht zu .—Auch zu Müllers die nur eine gute Stunde weit bei Umsinga wohnen , holte mich Karl Hellberg ab und später war ich nocheinmal mit meiner Tochter bei ihnen .Herrlich ist ihr großer Garten .Da sind Pfirsiche , Aprikosen , Aepfel , Birnen , Wallnüße , Apfelsinen, Citronen. Die ganze große Fläche kann bewässert werden und gedüngt wird gut .Viel Gemüse wird gebaut , alles zum Verkauf .Daß viele Vieh habe ich nicht gesehen weil es im Winter weiter vom Hause ist. In Deutschland kann man sich keinen rechten Begriff von einer solchen Farm machen.

Nachdem wir den Sonntag noch mitgefeiert – Missionar Dedekind aus Nazareth hielt die Predigt— stiegen wir Montag Mittags auf den Wagen . der von Bergen geschickt war ,um uns zu holen , und verließen das uns so lieb und traut geworden Freiburg .Es waren nun unser 10 Personen eine ganze fröhliche Hochzeisgesellschaft. Dazu hatten wir noch 2 Schwarze bei uns, einen Vorläufer und einen Treber .Freiburg liegt östlich von Helpmekaar . Auch Pomeroy , weil es viel tiefer liegt, kann man von da sehen.—Wir waren kaum auf dem Wege , als sich die Sonne schon neigte , doch lange dauerte es , bis wir einen Auspannplatz antrafen. Man kann nämlich nicht nach freie willkür allerwegen auspannen und die Ochsen weiden sondern es sind bestimmte Plätze von den Leuten dazu angemerkt , obwohl die Farmer Tausende von Morgen(acres) haben.Das kommt daher , weil die Fuhrleute oft kranke Ochsen haben , durch welche das Vieh des Farmers leicht angesteckt werden kann.Stundenlang erstreckten sich oft die Einfriedigungen(fences)mit3–5 Drähten übereinander an Pfählen, auch wohl Steinsäulen.Endlich trafen wir unse Ruhestation.Wie gar anders ists hier,wie in Deutschland!Zur Winterzeit sind dort nur trockene Halme und verfrorenes Gras,hier grünes , wenn auch nicht gutes ,doch die Ochsen fressen es. Inzwischen konnte ich die Gegend besehen.Einsam liegen hie und da die Farmerwohnungen zerstreut, gewöhnlich umgeben von Schwarzholz (Blackwattle ) , einer Akazienart .Doch da jeder hiesige Farmer 1000 bis 10000 Morgen hat, so sind die Höfe hier stattlicher, als im Lüneburgschen . (Lüneburgerheide DE)Was aßen wir denn unterwegs? Kaffee oder Thee mit Brod und Wurst , des Mittags Kartoffeln , Fleisch sog. Pampienen , eine gelbe Kürbisart von süßen Geschmack , einfach in Wasser oder in Würfel oder Streifen geschnitten , mit Zucker gekocht ,ein sehr schönes Zubrod . Auch Maisbrei , Butter , Honig und Eingemachtes fehlte nicht . Nachanderthalb Stunden gings noch 3 Stunden weiter . Jetzt werden Strohsäcke und Decken herabgenommen ,unter den Wagen aufs Gras gelegt und über das Ganze wird ein großes Laken ,Bocksegel genannt , gehängt , welches hinten und vorn bis auf die Erde reicht .Das ist also das Lager für Alle . Ich mit 2 Kindern 4 – 5 Jahren schliefen hinten im Wagen im Verdeck, das ein Drittel des Wagens einnimmt , wie es drüben auch die Salzfuhrleute haben .Vier wollene Decken hatte ich über, Federbett und Wolldecke unter mir, aber gemüthlich wars doch nicht . Um 5 Uhr wurde geweckt. Alles wieder aufgeladen , festgebunden, die Ochsen angespannt , und nun gings weiter bis 8 Uhr ,wo die Sonne den Reif fast schon geschmolzen hatte.Ich ging die hälfte der Zeit zu Fuß . Später war den Berger Ochsen wohl die Zeit zu lang geworden und sie waren auf eigener Hand voraus getrabt .Das hielt uns eine Stunde auf und ich benutzte die Zeit um einen runden Berg, der, von einem Flusse umflossen, mich sehr anzog , zu besteigen. Wie auf ener Treppe kam ich hinauf und fand ihn oben mit dürren Gras , Cactus und Dornen bewachsen . Im Flusse fand ich schöne Steine.— Der Weg stieg nun steil hinan .Bald wars dunkel und wir verfehlten den Weg . Ein Schwarze wurde aus seiner Ruhe geweckt und brachte uns für 6 pence wieder zurecht .Als wir auspannten, wehte der Wind schneidig kalt , so das ich stampfend umher ging ,um mich zu erwärmen , bis das Nachtlager fertig war .—-

Mittwoch Mittags ging’s durch den Grenzfluß , den Büffelfluß(BuffaloRiver ). Dabei passirte es uns , daß die Deichsel brach .Doch ein benachbarter Wirth bot un sein Stück Holz an und beschiente die Deichsel damit. Jenseits des Buffalo steht das Steuer Haus. Kein Beamter läßt sich sehen ; so fahren wir weiter .Nicht lange dauert’s so kommt Einer zu Pferde auf mich zugesprengt , da ich zu Fuß ging , und fragt : Sind daß Ihre Wagen ? Sie müssen umkehren und Zoll bezahlen . Ich antwortete : Da ist alles was wir haben . Sehen Sie es nur selbst an ! Aber es half Alles nichts — wir mußten umkehren und er nahm uns 1 Pfund Sterling und 2 Schillinge für die neu gekauften Sachen . Sogar die Eßwaren sollten wir bezahlen . Doch der Steuerbeampte nahm schließlich Abstand davon , sah aber noch einmal am Wagen herum , während wir unter scherzen unser Mittagsessen verzehrten.Über den Blutfluß ( Blood River ) führt eine schöne Brücke .Jenseits steht ein Häuschen mit einem Kaufmannsladen darin und ich fand in dem Besitzer einen Berliner , der kaum noch Deutsch konnte . In dem Flusse , der in dem Krieg zwischen Buren und Zulus roth von Blut gewesen ist,wuschen wir uns einmal gründlich . Der Weg führt rechts, so daß man Vryheid mit seinem schönen Kirchturm sehen kann ,es ist mit Utrecht durch einen Telegraphendraht verbunden .Vom Büffelfluß an ist die Gegend öde und Sandig , auch sind die großen Thäler stellenweise sumpfig und rech einsam ist’s dort. Stundenweit sieht man nur Gras und an den Bergen kaum einen Strauch . Große nach Tausenden zählenden Heerden von rheinischen Shafen auch solche von Rindvieh und Pferden sind keine seltenheid . Einmal fuhren wir um einen hohen Berg , den Löwenkopf, mußten aber im Dunkeln wieder umwenden , weil wir, wie der Lüneburger (De) sagt , uns ,,verbiestert ‘’ ( verirrt) hatten,und kamen in 6  Stunden fast nur  1  Stunde  weiter und diese Stunde hätte man zu Fuß in einer halben gehen können . So waren wir denn besorgt, ob es uns gelingen würde , auf den Sonntag nach Lüneburg zu kommen .Und zum Überfluß auch noch dies : als wir nach einer Stunde das erste Haus erreichten, saßen wir fest , alles schlagen und Lärmmachen half nichts , der Wagen sank biß unter die Achsen .Wir konnten nicht loskommen, obwohl die 20 Ochsen davor waren ,auch die 6 Freiburger Ochsen , die später Frau Klingenberg und die Kinder wieder nach Hause zurück bringen sollten .Der Deutsche in der Nähe hieß Küsel . Meine Tochter sandte einen Schwarzen mit einem Zettel an ihn und bat um Vorspann .Die 18 neuen Ochsen führten bald zum Ziele und wir erfuhren darnach bei den lieben Landsleuten die freundlichste Aufnahme .In jener Nacht schlief ich endlich einmal warm au den Sopha . Am Sonntag fuhren wir nach der 1,1/2 Stunden entfernten Lüneburger Kirche , die ganz im Stile der großen Hermannsburger Kreuzkirche gebaut ist .Wundervoll klangen mir die Töne der Orgel , die ich solange nicht gehört hatte . Klar und einfach war die Predigt meines früheren Schülers  des Herrn Pastor Gevers, der mich nach der Kirche mitaller alte Liebe empfing . Nach dem Nachmittagsgottesdienst setzten wir uns zusammen und redeten von vergangen Zeiten.

Montags, am 19. Juni , reisten wir nach Bergen weiter . Die Braut hatte dem Bräutigam durch Extraboten vom Ermüden der Ochsengeschrieben und um andere gebeten .Die kamen denn auch bald an, aber ihnen  eilte der Verlobte meiner Tochter zu Pferde mit noch zwei Berittenen voran und traf uns unterwegs .Nach 3 Stunden kamen wir auf einen sich drehenden und windenen Wege ,der fünfmal über den selben Fluß führt, in der neuen Heimath meines Kindes an und wurden von den Eltern warm und hezlich bewillkommt .  Um Hof und Garten ist eine Mauer von landesüblichen Gestein . Von der Mauer aus führt ein schöner Fußweg in einer Gummibaum –Allee bis zum Hause , das sehr freundlich daliegt , an beiden Seiten mit Verandas versehen , deren Pfeiler mit Rankengewächsen umsponnen sind .

Dienstag trieb michs , Herrn Pastor Johannes zu besuchen .Ich sollte reiten , aber ich wollte durch Fußwanderungen auf der Reise meine Gesundheit stählen und nachdem man mir den Weg beschrieben , brach ich auf . Nach 1  ¼ Stunde Hinauf und Hinabsteigen sah ich mit jungen Schwarzholz und Gummibäumen umpflanzte Häuser.Ich bezweifelte ob da der Pastor wohne ,da ich nicht denken konnte, daß er soviele Gebäude auf dem Hofe habe ,aber dem einen sah ichs durch seine Höhe an, daß es eine Kirche ohne Thurm war . Die anderen Häuser haben sich einzelne Gemeindeglieder gebaut , um Sonntags darin zu kochen und zu essen , und auch für ihre Kinder , daß dieselben außer der Schulzeit , Schwarzemädcchen bedient , darin wohnen. Groß war unsere beiderseitige Freude ,uns , die wir sogar eines Sinnes sind und uns oft geschrieben haben, einmal die Hände zu drücken.Ich fand den lieben Freund Johannes noch etwas angegriffen von seiner Krankheit und es ist ja auch aufreibend , täglich Schule zu halten , zwei Sprachen zu lehren und darnach die ganze Sonntagsarbeit zu verrichten, vorlesung , Predigt und Kinderlehre . —Das Missionsfest welches ich in Bergen mitfeierte , ist kurz im Kreuzblatt beschrieben  ;ich kann deswegen darüber hinweggehen und will nur bemerken , daßder Chor gut sang und blies .Pastor Johannes predigt sehr herzlich und eindringlich . Die Kollekte beim Missionsfest erhielt Pastor Stielau zur Erbauung siner Schule für Schwarze .—Am Sonntag ging ich mit meinen beiden Kindern dort zum heiligen Abendmahl, eine rechte geistliche erquickung .

Mittwoch , den28. Juni , war die dreifache Hochzeitsfeier .Die Bräute waren Dorette Schütze, des Missionars Tochter , verlobt mit Karl Kohrs , eine Kohrs’sche Tochter , verlobt mit W. Weber des ehemaligen Missionars ,und meine Marie , verlobt mit August Wellmann .Sie waren alle im Kranz und einfach mit weißem Schleier und schwarzen Kleidern angethan . Ich hätte wohl gern mein Kind selbst zum Traualtar geleitet , aber das thun dort junge Leute . Da saßen nun die 6 auf Stühlen vor dem Altar ,hinter ihnen standen die     3 Brautjungfern. Gesungen wurde ,, Voller Wunder ‘’ . Nun trat Pastor Johannes in den Altar.Nach einem Gebet verlas er Gottes Wort : Seid fröhlich in Hoffnung, gduldig in Trübsal ,haltet an am Gebet  Dann folgte die Traupredigt , eine Predigt , wie mich in meinem Leben noch keine so ergriffen und bewegt hat . Der Schluß wurde gemacht wie bei jedem Gottesdienste. Nacher ordnete der Hochzeitszug wieder, es waren da 8 mit Pferden bespannte Wagen und etwa 40 bis 50 Reiter .Nun gings im schnelle Trabe heimwärts , fröhlich ,aber ohne Lärm . Es war ein schöner Anblick . Und christlich gings auch an der reich besetzten Tafel zu ,wo es an Wein und deutschem Bier nicht fehlte . Ich lernte da unsern lieben Präses Prigge recht kennen in seiner stillen Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit , aber auch an seiner Geistesklarheit und Schärfe,etwas zu durchschauen und zu widerlegen.

Am Freitag Mittag stand nach verabredung sein Pferd vor der Tür,das mich nach Goedehoop abholen sollte.Da gings nun immer höher , über Fluß und Gebirge . Nach 3 bis 4 Stunden traf ich Herrn Prigge mit den Schwarzen an einem steilen Berg beschäftigt,den Weg,der um den selben führt, fahrbarer zu machen.Bei Goedehoop ist wohl der höchste Berg in der ganzen Gegend . Schon die ganze Zeit meines Dortseins hatte ich denselben mit dem stillen Wunsche, ihn einmal besteigen zu können , was mir als kaum ausführbar geschildert wurde , betrachtet . Johannes Prigge sagte , es sei wohl möglich , und so versorgten wir uns , nachdem der Vater seiner Einwilligung gegeben , mit Stab und Butterbrot und das Steigen ging loß. Gleich vom Hause aus erhebt sich der Berg in 9 wallähnlichen, mitunter sehr steilen Absätzen ,sodaß man fast mit Fuß und Kopf der Bergwand gleich nahe war . Doch es ging immer im Zikzack weiter . Wir ruhten einmal ein Weilchen und schauten in die Thäler und Schluchten .Zuletzt standen wir vor der eigentlichen Kuppe , die von unten aussieht, als bestände sie aus einem ungeheuren runden Stein .Ich wurde doch ein bischen bedenklich , ob ich Kraft genug hätte, diese letzte steile Höhe von 200 bis 300 Fuß zu überwinden , was mir schon im Voraus recht schwer und unter Umständen recht gefährlich bezeichnet worden war . Nun nicht verzagt ich wollte ja Gottes herrliche Schöpfung sehen .So kletterten wir von Stein zu Stein schräg am Berg hinan , der Schweiß rann in Strömen von der Stirn , weil die Sonne heiß gegen den Berg schien .Endlich, endlich waren wir um Mittag oben und hatten eine weite Aussicht , die nur durch etwas Nebel beschränkt war .Südöstlich sah man die zerstreut liegenden Lüneburger Farmhäuser , und sie kamen einem so nahe vor ,das manwähnte sie mit der Kugel eine weittragenden Flinte erreichen zu können ,ostwärts lag ein tiefes kesselartiges Thal , das nur einen Ausgang hatte und im Westen zeigte sich Goedehoop .Dort schimmerten 3 bs 4 Bäche wie Silberfäden und erinnerten daran , daß der Besitzer im Stand ist , alle seine Liegenschaften zu bewässern , was in Afrika von unschätzbaren Wehrte ist . In einer Vertiefung fand ich hochgewachsene deutsche Heide und schönes grünes Moos , wovon zum Andenken einige Büschel mitgenommen wurden.Nachdem wir unser Butterbrod angesichts der Herrlichkeit verzehrt , traten wir den Heimweg an, zwar in etwas geradere Richtung , so daß wir mitten durch die Heerden von Schafen , Kühen und Pferden kamen , die in dieser Jahreszeit noch etwas grünes Gras an den westliche Abhängen finden .Wir besahen noch die Kohlengrube , aus der man täglich nach bedarf holen kann, da die Kohle etwa 3 Fuß unter der Erdoberfläche liegt . Der ganze Berg soll voll davon stecken , für die Zukunft sind diese schwarzen Edelsteine ein großer Schatz .—Bald darauf umwölkte sich der Berg und ein Regen kam nieder und wir freuten uns,daß wir unten waren .Wir hatten zum herab klettern 2Stunden gebraucht .

Also am Abend gab’s einen sehr schönen Regen, den Alle mit Freuden begrüßten. Obwohl er mich an meiner Rückehr nach Bergen hinderte,freute ich mich doch mit und das noch mehr , als ich auf meine Klage darüber, daß ich am andern Tage nicht in der Kirche sein könnte , von Frau Prigge den Trost empfing , ihr Mann halte auch deutsche Gottesdienst für die Seinen und in der nähe wohnenden Deutschen , da der Weg bis zu Pastor Johannes Kirche für Fußgänger 3 gute Stunden weit sei .Da die anderen Gemeineglieder durch den Regen vom Besuch deß Gottesdienstes abgehalten wurden , waren am jenen Sonntag nur 6 Zuhörer gegenwärtig : die Missionarsfamilie und ich .Herrn Prigge’s in großer Ruhe gehaltene Predigt war recht erbaulich . Im Übrigen verlief der Gottesdienst ganz genau nach der Lüneburger Kirchenordnung .—Das Wohnhaus auf der Station mit einer recht hohen Veranda versehen. Tritt man aber hinein so findet man Fußböden von Lehm und oben die Deckemit Brettern von auf dem Platz gewachsenen Schwarzholz belegt .Sie harrt aber , wie so manches andere , noch der vollendung , da Vater und Söhne alles selber tun müssen .—Nach dem Mittagsessen verabschiedete ich mich . Ein Pferd das mir in Güte angeboten, ja aufgedrungen wurde , wehrte ich ab , aber als die Predigt im Schwarzengottesdienst aus war , ward ein Schwarze beauftragt, mich zu meinen Kindern sicher zurück zugeleiten.Ich wollte mich eben gern warm gehen .Oft wandte ich mich noch um,und schaute den Riesenberg an,um den jetzt die Wolken kreisten.Sein Name heißt , ins Deutsche übersetzt , Regensammler .Ich ging mit dem Schwarzen tapfer darauf los , sodaß er mich öfters lächelnd von der Seite anschaute : er hatte wohl noch nie einen weißbärtigen weißen Mann so scharf neben sich ausshreiten sehen . Ein Marsch von 2  ½ Stunden und ich war trocken bei den Meinigen , die sich nicht wenig darüber wunderten , daß ich zu Fuß ankam . Da setzte nun auch der Regen wieder ein , und ich bedauerte meinen Begleiter wegen des nassen Rückwegs  , doch wird er wohl in der nächsten Hütte übernachtet haben . Die nacht schlief ich mit den jungen Eheleuten untereinem Dach. Am andern Tag ,nachdem ich Pastor Johannes noch einmal zum Abschied besucht hatte , bezog ich wieder mein altes Quartier bei Chr. Kohrs . Allgemein wurde ich wegen meiner Bergbesteigung und langen  Wanderungen bewundert ;es war beinahe ,als wenn wir unsere Füße und Beine nicht zum gehen gekriegt hätten.—- ich sägte nämlich die Obstbäume aus und beschnitt den Weinstock,was mir beinahe den ganzen folgenden Tag in Anspruch nahm . Dann kam der für mich so schmerzliche Abschied von meiner geliebten Tochter Marie .

Auch das Lüneburger Missionsfest steht bereits im Kreuzblatt. An dasselbe schloß sich eine Gemeindeversammlung ,bei der auf Wunsch der Präses gegewärtig war.Es sollte auchüber unsern, der Afredier , kirchliche Anschlußund geistliche Bedienung verhandelt werden . Doch die ganze Zeit wurde durch den Hauptgegenstand der Tagesordnung in Anspruch genommen ,nämlich durch die Frage , ob Diejenigen die sich von der Gemeinde getrennt hatten , den von ihnen beanspruchten Antheil am Kirchengut haben sollten . Das Resultat der Beratung war: können sie nachweisen , daß sie die rechte ursprüngliche Gemeinde sind , so wollen wir ihnen bei Heller und Pfennig herausgeben ,was ihnen gehört auch Pfarrhaus , Schule und Grundstücke . Können sie das aber nicht , so sehen wir uns dazu nicht verpflichtet . Wir haben nach Maßgabe unsere zu Recht bestehenden Gemeindordnung durch absolute Mehrheit nothgedrungen eine Verffasungsänderung , unser Verhältniß zu Hermannsburg betreffend , vorgenommen , jene aber sind eine glaubens und bekenntnißwidrige Verbindung mit der Unionsweg gerathene Hermannsburger Mission eingegangen . —Doch ich konnte den Schluß der Versammlung nich abwarten, da ich bis zum Sonnabend Abend , um nicht am Sonntag reisen zu müßen ,bei Frau Schroeder sein wollte .So ging’s dismal auf einen Jagdwagen , mit 2 Rappen ,bespannt denselben Weg zurück .Bei Herrn Heinrich Rabe . demselben , der vor etwa 11 Jahren drüben in Hermannsburg zu Besuch war ,aßen wir zu Mittag , und als wir den Wagen bestiegen , war es wohl ½  2 Uhr. Bis eben nach Sonnenuntergang waren wir an dem hohen Berge , wo wir uns auf dem Hinwege so verfahren hatten , also in vierstündiger Fahrt eine größere Strecke zurück gelegt , als damals mit dem Ochsenwagen in 2 Tagen .Freilich diesmal hielten wir wohlweislich den richtigen Weg ein . Ein Brief von Kohrs an den in der Nähe wohnenden holländischen Bauer verschaffte uns und unsern Pferden freundliche Aufnahme und Herberge .Nach der Abendandacht setzte ich mich ans Harmonium und wir sangen 2 deutsche Lieder aus der Missionsharfe , das freute die Boersleute sehr und sie , die sonst so zurückhaltend und verschlossen sind , wurdenganz zutraulich , aber mit meinem Plattdeutsch konnte ich mich ihnen nur wenig verständlichg Machen . Unser Fuhrmann Hohls, der aus Bleckmar gebürtig ist und noch nicht lange in Transvaal war, hatte schon mehr Gelegenheit zum Üben in der holländischenSprache gehabt und so wurden wir gut fertig .Zeitig wurde aufgestanden, wir 3 hielten Andacht und als kaum die Sonne aufgegangen war, ging’s wieder vorwärts. Alle 2 oder2  ½  Stunden wurde eine Stunde gruht .Am Abend suchten wir wieder einen Bauernhof auf . Kein freundliches Reisewetter empfing uns am anderen Morgen beim Erwachen. Es hatte in der Nacht geregnet und es sah nach noch mehr aus ,aber wir mußten weiter und unser Wagen war ja auch mit einem Verdeck versehen . Doch nach und nach klärte  es sich auf und gegen Mittag durch fuhren wir den Buffalo,den bereits erwähnten Grenzfluß.

Wir waren wieder auf heimatlichen Boden , der sich sofort durch die besser in Stand gehaltenen Straßen empfahl.Unser Fuhrmann der Transvaal liebt mußte selber eingestehen, daß in unserem Lande doch besser zu fahre sei. So rollte der Wagen schnell dahin .Der hohe Indumeni kam in sicht und hinter uns ragte , wie ich vermuthe der,,Regensammler‘’.Bald sahen wir auch den Rauch der Kohlenbergwerke von Dundee aufsteigen. Die Sonne war eben zur Rüste gegangen ,da hatten wir wohlbehalten unser Reiseziel erreicht.Nicht wahr ?das läßt eher hören: 2  ½  Tag auf dem Weg als : vom Dienstag bis Montag ! Bei den lieben Schroeders waren wir wie zu Hause .Ich mußte Andacht halten und am Sonntag zweimal Lesegottesdienst .Die Schwarzen werden vorläufig , bis ein eigener Lehrer kommt , von den Söhnen des Hauses mit Gottes Wort versorgt .Ich besah mir auch die Umgegend .Auf dem Hofe fiel mir ein sehr großer Heuhaufen in die Augen .Er lag da für Pferde und Kühe,damit sie bei Schnee und Kälte keine Noth leiden.Auch dergroße Garten mit Apfel und Birnbäumen.Quitten,Pfirsichen. Aprikosen und Apfelssinen gefiel mir nicht übel und ich hätte gern mit Messer und Säge darin zu werke gehen mögen . Obst wird viel an der Sonne gedörrt und verkauft und fast täglich gegessen , eine sehr wohlschmeckende zukost ,an der ich mich recht gelabt habe , da sie bei uns nicht so wohl geräth . Auch viele Blumen zieht Fau Schroeder .   

Ladysmith , meine nächste Reise , station, liegt zwischen Bergen ,weswegen es da recht feucht und im Sommer ungesund ist .Weil von hier eine Zweigbahn nach Harrysmith in Transvaal ( muß heissen Orange Freestate) führt , hat die Stadt regen Verkehr und eine gute Zukunft .Eine Reihe recht schöner Häuser präsentirt sich bereits , auch ist der Bahnhof recht geräumig .Um 8 Uhr Abends fuhr ich ab und um 7 Uhr Morgens war ich wieder in Durban .Ein deutscher Jude leistete mir eine Zeitlang Gesellschaft . Trotz des langen dicken Überziehers ,in welchen mich die Liebe gehüllt  hatte, fror ich jene Nacht tüchtig und das Schlafen wollte nicht recht gehen.Mein Schiff war noch nicht da.So hatte ich Zeit, mir Durban noch näher anzusehen .Wie hat es sich in 10 Jahren vergrößert!Es ist wirklich eine Stadt geworden .Pferdereisenbahnen durcheilen fortwährend die Straßen und Laden reiht sich an Laden.Zwei Tage nacher führte mich mein Weg wieder zum Hafen ,da fand ich denn meinen Dampfer vor und erhielt auf meinen Befragen die Nachricht , daß er früh am folgende Morgen abfahren würde. Gottlob das ich doch nun die Gewißheit hatte .Ich brachte die Nacht auf dem Schiff zu ,eine Bank mein Lager und meine Reiseeffecten mein Kopfkissen . Doch mitreisende Engländer störten mich gerade im besten Einschlafen .

Die Fahrt war nicht so unruhig , wie auf der Hinreise , aber sie war auch nicht so schnell , der Wind stand uns entgegen . Und als wir Port Shepstone wieder vor uns hatten, konnten wir wegen der hohen starken Brandung nicht landen ,sondern fuhren zweimal an der Hafenöffnung vorüber und ich fürchtete schon , wir müßten wieder nach Durban zurück , wie das mitunter geschieht .Doch der Herr gab Gnade , daß wir hineinkamen .Da ich keinen fand der mich abholte , gedachte ich den Heimweg zu Fuß zurückzulegen , fühlte aber nach einer Stunde scharfen gehens eine solche Mattigkeit , daß ich in dem ersten deutschen Hause einkehrte und mich an Maisbrei und Milch erquickte . Es wurde ziemlich dunkel und dann ist das gehen zu unsicher und mühsam.Da ward mit einem Male die Nachricht  gebracht daß mein Georg eben mit 2 Pferden vorbei geritten sei .Rasch wurde er zurück gerufen , ich bestieg meine alte Lady und um 11 Uhr waren wir daheim .     

Wiegar anders war hier alles , wie oben in Transvaal ! Es kam mir vor , als wenn ich übernacht in ene andere Welt versetzt wäre. S o hatte ich mich schon an das dürre Gras und die hohen Berge und die tiefen Thäler mit den kleinen Bächlein und  rauschenden Flüssen gewöhnt.Alle meine Lieben waren wohl und den anderen Tag hatte ich wieder mein übernommenes Amt als Lector zu verwalten und Montags gings wieder ans Schule halten und daneben an den Schulhausbau, den gerade so vorfand , wie ich ihn bei meine Abreise verlassen hatte .Da galts denn Balken und Sparren zurecht Machen und nacher dachdecken .

So werden wir mit Gottes hülfe nicht nur ein geräumiges Schulzimmer , sondern zugleich ein kleines anständiges Kirchlein erhalten . Es fehlt uns aber noch ein würdiger Altarschmuck,vielleicht ein Christusbild von 1  ½ Fuß Höhe . Wer unsere kleinen Gemeinde das schenkt , verpflichtet sie zu herzlichem Dank , denn er hilft dazu , daß wir in unsern schlichten gottesdienstlichen Raum auch vor unsern Augen das Psalmwort erfüllt sehen: Wie lieblich sind deine Wohnungen , Herr Zebaoth .Solche brüderliche Handreichung würde uns in unsre kirchlichen Einsamkeit erquicken und in unserem Kampf stärken *)Wir Pilgrimsleute alle , hüben und drüben haben ja einen unendlich größeren Weg vor uns als den eben von mir über den Buffalo nach Transvaal zurückgelegten , nämlich den Weg aus der Zeit in die große Ewigkeit ,den aus dem Thränenthal in den himmlischen Freuden-und Hochzeitssaal . So gebe denn der Herr uns allen Glück zu dieser allerwichtigsten Reise , daß keiner dahinten bleibe sonder daß wir alle jenseits des Grenzflusses , ich meine de Todesjordan mit seinen kalten Fluthen , in den ewigen Frühling und Sommer , auf die lieblichen Freudenauen des ewigen Lebens gelangen .

*) Denen welche ihr Herz zu der erbetenen Guthat an des Glaubensgenossen treibt , erbietet sich  Pastor T. Dreves in Hermannsburg zum Übermittler ihrer Gaben .

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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