Vater Wilhelms Rundbrief

Hier auf Welbedacht und in der ganzen Gegend freuen wir uns über, und sind herzlich dankbar für guten, durchdringenden Regen, 112 mm hier auf Welbedacht. Hier hat es im Januar und Februar immer etwas geregnet, dass Soja gesät werden konnte. Die Länder sahen wunderschön grün aus. Karin freute sich auf ihren Spaziergängen über das besonders schöne Grün der Weiden und Länder. So erwähnenswert war das wohl in vergangenen Jahren nicht. Das empfand sie besonders in diesem Jahr wohl auch, weil es sehr lange in den Sommer hinein noch immer sehr winterlich trocken aussah mit großer Hitze und auch oft viel Wind und Staub. Noch warten sie in weiten Teilen des Landes auf guten Regen, vor allem auch auf Sturzregen, dass die Flüsse wieder einmal gut in Flut kommen und die Dämme für die Wasserversorgung der Städte und Dörfer wieder einmal richtig voll werden. Gerade in Paulpietersburg und Vryheid war und ist das Wasser noch knapp. In Paulpietersburg hatten sie tageweise oft nur ein paar Stunden am Tag Wasser. Hier auf Welbedacht fließt uns das Wasser von einer Quelle ununterbrochen ins Haus, dass sogar Sprinkler den Blumengarten schön begossen haben und besonders Ruths Gemüsegarten, aus dem Karin für unseren Gebrauch z. B. Salat und Spinat regelmäßig holen kann.
Pandaan ist selten und dann nur kurz über die Brücke geflossen. Auch Pongolo läuft seit dem samften Regen nur ein wenig stärker.
In diesen Tagen freuen wir uns über Magdalenes Besuch. Sie brachte Thomas mit. Johannes ist gerade unterwegs mit der ersten Hockymannschaft ihrer Schule. Robert konnte mit Gelegenheit von Pretoria gestern dazu kommen. Er brachte mir mein Hörgerät von Pretoria mit. Walter und Ruth fuhren zu einem Arzttermin nach Pretoria. Von Roberts Kommen wusste Karin, und sie schmiedete den Plan, dass Walter und Ruth das Hörgerät mit nach Pretoria nehmen könnten, Renate es dort zum Hörinstitut für einen Wartungsdienst bringen könnte, um es Robert mitzugeben. Das hat gut geklappt. Das eine Röhrchen vom Hörgerät zum Ohr hatte sich gelöst und konnte nicht mehr ordentlich festgemacht werden. Während der Passionsandachten und Gottesdiensten in Lüneburg konnte ich von einem der sehr guten Hörgeräte, die für die Schwerhörigen zur Verfügung stehen, Gebrauch machen. Sonst genügen mir die beiden eigenen.
Magdalene konnte trotz der schlechten Grundwege gut hierher kommen. Nach dem Regen war es so gut abgetrocknet, dass sie
gut hierhergekommen ist, ohne dass ihr Auto gleich abgespritzt werden musste. Weil Michaela Freunde mitgebracht hatte, war von Walter und Ruth auch zum Empfang von Schnackenbergs für gestern abend zu einem Fleischbraten eingeladen worden. (Inzwischen habe ich erfahren, dass z. B. Simone an diesem Wort Anstoß nimmt. Man solle von Grillen sprechen, höchstens das Afrikaanse Wort Braai gebrauchen.) Heute sind die Besucher mit Ruth und Walter nach Luiperdsvlei zu Besuch bei Eckart, Kirsten und Philippa gefahren. Die jungen Leute werden mit Michaela morgen von dort nach Newcastle zum Gottesdienst fahren. Nach Michaelas Zumajahr in Emseleni hat sie eine Arbeit als Diätberaterin in Krankenhaus in Newcastle angefangen. Sie plant allerdings mit einer Freundin, in England Erfahrung zu sammeln und hofft, dass sie dazu noch das nötige englische Visum bekommt.
(Inzwischen schreiben wir den 21. März.) Michaela hat erfahren, dass eine Art Falken in der Nähe zu Tausenden zusammenkommen sollen, und sich für den Flug vor dem hiesigen Winter angeblich nach China zu sammeln.. Auch wollte Ruth sich die Falken ansehen und abends mit Andile und Zanele zum Zirkus gehen. Ruth konnte uns etwas Bargeld vom Automaten mitbringen vor Ostern und Benekes Fahrt nach Pretoria, wo Walter operiert wird am zweiten Ostertag.
(Inzwischen schreiben wir den 2. April. Gestern sind Ruth und Walter wieder nach der gelungenen Operation von Pretoria zurückgekommen. Peter mit Familie machen auf Luiperdsvlei Urlaub, und sie besuchten uns gestern. Christoph mit Cornelia haben uns auch  kürzlich besucht und jetzt um den 16. April erwarten wir ihn in nächster Zeit wieder mit dem Missionsdirektor anlässlich einer Wanderung, die Thomas mit Interessenten von Dirkiesdorp mit Übernachtung bei Johann Klingenbergs auf Paardekraal hierher organisiert hat.
Inzwischen schreiben wir den 23. April. Da soll nun dieser Brief endlich postfertig gemacht und auf den Weg gebracht werden, zumal in diesen Tagen wiederholt gefragt wurde, warum man vergeblich auf meinen Wochenbrief warten musste.  Missionsdirektor Zieger und Christoph sind in den vergangenen Tagen hier gewesen. Wir freuten uns über die Grüße von der Missionsleitung, die ausdrücklich für die Alten aufgetragen und bestellt wurden. Leider hätten auch wir nicht an dem geplanten und nicht stattgefundenen Treffen der Emeriti teilgenommen. Ich hätte den Bericht vom Missionsdirektor gern gehört. Nun bei dem Kurzbersuch hier sind wir wieder gut daran erinnert worden, dass wir nicht müde werden wollen, täglich, wie vor Jahren von Präses Harrison angeregt, das Kuyie eleison für die an Schrift und Bekenntnis gebundenen Lutherischen Kirchen und unsere Mission und Missionare zu beten.
Mit herzlichen Grüßen
Euer
Wilhelm Weber aus Welbedacht,
dem es noch so gut geht, dass er an den Arbeitstagen eine Andacht in Zulu morgens um 7 Uhr halten kann mit Gang über den Hof zum Wagenhaus, wo die Arbeiter sich vor der Arbeit zusammenkommen. und auch regelmäßig seine lectio continua in Griechisch und Hebräisch zwar langsam aber doch weitermacht, und an einer Andachtsbuchübersetzung in Zulu bis Dienstag nach Kantate und an der Tswanaübersetzung von C.. F. W. Walters bis Seite 386 vorgedrungen ist. Das habe ich dazu geschrieben, die ausbleibenden Wochenbriefe etwas zu entschuldigen.

About Wilhelm Weber jr

Rector of the Lutheran Theological Seminary in Tshwane
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