Vom Himmel kam der Engel Schar

Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an (Offenbarung 14,13)

Vom Himmel kam der Engel Schar, erschien den Hirten offenbar; sie sagten ihn’: »Ein Kindlein zart, das liegt dort in der Krippen hart

zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat, es ist der Herre Jesus Christ, der Euer aller Heiland ist.«

Des sollt Ihr alle fröhlich sein, dass Gott mit Euch ist worden ein. Er ist geborn Eur Fleisch und Blut, Eur Bruder ist das ewig Gut.

Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott; lasst zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden Eur Gesell.

Er will und kann Euch lassen nicht, setzt Ihr auf ihn Eur Zuversicht; es mögen Euch viel fechten an: dem sei Trotz, der’s nicht lassen kann.

Zuletzt müsst Ihr doch haben recht, Ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit.

Martin Luther 1543 (LKG 87)

Tag des Märtyrers Stephanus

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem Herrn. Dir will ich Dankopfer bringen und des Herrn Namen anrufen.

Psalm 116,15.17

Fortlaufende Lese

Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; 30 denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, 31 das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, 32 ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.

Lukas 2,29-32

Tageslese

Darum: Siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen, und einige werdet ihr geißeln in euren Synagogen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zur andern, 35 auf dass über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar. 36 Wahrlich, ich sage euch: Das alles wird über dieses Geschlecht kommen.

37 Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! 38 Siehe, »euer Haus soll euch wüst gelassen werden« 39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Matthäus 23,34-39

Kollekte zum Stephanustag

Barmherziger Gott und Vater, der Du Deinen Sohn in unser Fleisch gesandt hast, um durch sein Leiden und Sterben uns zu versöhnen: gib uns, daß wir in seiner Nachfolge Kraft und Freudigkeit zum Leiden haben und dereinst mit Stephanus seine Herrlichkeit schauen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen

Orate fratres S.115

Gebet der Kirche

Über deiner Krippe leuchtet bereits das Kreuz,
du neugeborenes Christuskind.
Du rettest die Welt.
Du gehst durch das Leiden,
damit sich Frieden und Gerechtigkeit küssen.

In dieser Zeit der Festfreude bitten wir dich 
für alle,
die dir folgen und leiden:
für die kleinen Gemeinden, 
die sich im Verborgenen versammeln,
denen die Mächtigen nachstellen,
die bedrängt und verfolgt werden.
Erbarme dich.

In dieser Zeit der Lichter bitten wir dich
für alle,
die dir folgen und verschleppt sind:
für die inhaftierten Gemeindeleiterinnen und 
Gemeindeleiter und ihre Familien,
für die, die gefoltert werden,
denen aller Besitz geraubt wird. 
Erbarme dich.

In dieser Zeit der Familienbesuche und Freundschaft bitten wir dich
für alle, 
die dir folgen und von sich vergessene fühlen:
für die Einsamen und Isolierten,
für die  Gemeinden, die auf Unterstützung angewiesen sind, 
für die, zu denen niemand Kontakt hat
Erbarme dich. 

In dieser Zeit des Singens und Lobens bitten wir dich
für deine weltweite Kirche
um Einheit,
um Mut, 
um Liebe zu dir und untereinander,
um Demut und
um Glaubwürdigkeit.
Du  rettest die Welt.
Höre unser Singen und Loben.
Auf dich hofft deine Gemeinde in diesen weihnachtlichen Tagen
und an jedem neuen Tag.
Amen.

Wochengebete der VELKD

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Ein Jahresrückblick auf 2023.

Erschienen ist uns der Tag, den Gott geheiligt. Kommt herzu, Ihr Völker, und betet an den Herrn; denn heute steigt herab das große Licht auf die Erde. Halleluja

Altkirchlich

In diesem Jahr schreibe ich meinen Jahresrückblick unrasiert und fern der Heimat. Die Gottesdienste in der Christuskirche sind wie schon in meiner Schul- und Vikarszeit besonders festlich. Der alte Lucht saß wie gewohnt an der Orgel. Nur die schmetternde Oberstimme von GT fehlte. Wir übrigen mühten uns mit dem hohen Stimmsatz ab, andere gaben bald auf und brummten ihren Bass dazu. Heute Abend soll die Christvesper schon eine Stunde früher stattfinden. Das soll den Familien das Teilnehmen erleichtern. Komisch. Ich fand 18h00 immer eine geeignete Zeit. So habe ich auch noch eine Stunde weniger Zeit für dieses Schreiben. Vielleicht dauert es noch in die Christtage hinein.

Christuskirche 2023 (Kirchdorf, KZN)

Meine Planung ist so und so durcheinandergeraten. Zu Beginn der Woche habe ich nicht mit meinem familiären Rückblick begonnen, sondern gehört, daß ich noch was Besinnliches für die anstehende Hochzeit hersagen sollte. Das war genug, um diese Woche umzukratzen. Naja, die Hochzeit ist Geschichte und das Aufgeschriebene abgelesen. Nicht gerade meine Idee von Weihnachtsvorbereitung und noch weniger von gemächlicher Erinnerung an das vergangene Jahr. Dazu müssen jetzt die nächsten Tage reichen, obwohl ich dann schon wieder die Koffer packe und gen Norden ziehe. Mal sehen, ob der Rückflug so beeindruckend wird wie der Hinflug mit Algier Airline. Da bin ich kurz vor Mittag von der algerischen Küste los und über die weite Wüstenlandschaft der Sahara und den grünen Urwäldern des Kongo ehe die weiten Wolkenbänke mich in ihre luftigen Kissen aufnahmen und meine Blicke den afrikanischen Tiefen entzog. Unterwegs hörte ich die Novelle „Kein guter Mann“ von Andreas Izquierdo und von Uve Teschner vorgelesen. Das hat mich vortrefflich unterhalten. Das fast leere Flugzeug war wie eine Zeitmaschine über den zeitlosen Weiten Afrikas. Nur eine algerische Flugmannschaft teilte die Kabine mit mir. In Johannesburg holte mich Matzi ab. Wir waren zwei Stunden früher als angesagt angekommen. Da hatte ich Zeit mich an dem Bodenpersonal zu freuen und an den vielen Touristen sowieso. Draußen bin ich nicht erfroren, sondern genoss den Trubel auf dem Bürgersteig, wo eine bunte Menge ihre Straße zog. Irgendwann ist mein Sohn dann auch aufgekreuzt und wir sind nach Hause in die Rubida Straße. Dort habe ich mich erstmal richtig breitgemacht.

Schwester Renate lud mich gleich am ersten Abend ein zum Abendbrot mit ihren Kindern und einiger unserer Neffen und Nichten. Heinrich Voges erkannte mich sofort beim Eintreten und erzählte wie gehabt eine Geschichte nach der anderen, denn obwohl er schon 94 ist und kaum mehr hören kann, kann er doch noch erstaunlich klar berichten aus lang vergangenen Zeiten. Sie passen ihn gut auf. Wir hatten eine gemütliche Stunde zusammen ehe sie ihn zum Mittagessen abholten. Bei Matzi hat außer Timo und Sigubudu, jetzt noch Dieter M. eine Bleibe gefunden. So haben wir in den folgenden Tagen oft ihre hektischen Arbeitstage ruhig ausklingen lassen. Matzi mit zusätzlicher Zigarette und wir begnügt mit Windhoek. Der Woodlands Kingfisher, Cape Robin und Olive Trush wechseln sich ab Zuhörer zu begeistern. Die Bushbabies sind auch noch heimisch in unserem lauschigen Garten, aber nur abends unterwegs. Die alten Bäume sind herrlich grün. Einige die zu nahe an der Straßenmauer gepflanzt sind, wurden schlimm verbrannt als die Stadt die Grasflächen an der Straße gebrannt hat. Das hätte viel schlimmer werden können. Ich habe drei Bananenstauden, einen Maulbeerbaum und eine Akazie rausgesägt. Mehr habe ich an dem einen Tag, den ich die  Kettensäge ausgeliehen habe, nicht geschafft. Den Rest an Witstinkhout, Palmensträngen, Sereng und anderen Wucherern habe ich mit der Handsäge und der großen Gartenschere entfernt. Sigubudu hat sie auf den großen Komposthaufen getragen. Darum ist dort jetzt auf Monate erst kein Platz mehr. Hoffentlich bricht dort nicht mal ein Feuer aus.

Am ersten Wochenende bin ich nach St.Paulus. Dort fiel das Ende des Kinderlagers mit dem 2.Adventssonntag zusammen. Wir sahen viele Freunde und Bekannte, aber auch Familie wie die von Dieter Weber, Dietmar Dedekind und Thomas Beneke. Da Timo in Deutschland war, durfte ich mit seinem neuen Auto (Jimmy/Suzuki) fahren. Da war die weite Fahrt in den Krügerpark ein wunderbarer Ausflug. Online habe ich Platz in Berg-en-Dal gebucht  und dann auch noch in Pretoriuskop. In der ersten Stelle hatten sich unsere Kinder Detlev und Biljana kürzlich verlobt und in der zweiten wollte Matzi mich dann fürs Wochenende vom 3. Advent besuchen ehe ich zu meiner Mutter in Welbedacht weiterfuhr.

Die Fahrt nach Krüger war schon ganz besonders, aber nichts im Vergleich mit den abwechslungsreichen Tagen in unserem schönsten Nationalpark. Es war alles so grün wie es eben nur im Hochsommer ist und nach ertragreichstem Regen. Die vielen Zugvögel, die prächtigen Bäume und vielen, vielen kleinen Nachkommen – nicht nur bei den Impalas, sondern auch bei Elefanten, Rhinozerossen, Löwen und Büffeln war es so. Wir sahen Leoparden, wilde Hunde, Rappenantilopen, Njalas, Wasserböcke, Gnus und vieles mehr. Ich habe Schildkröten, Koggelmanders, Duiker, Steenbokkies, Puffottern, Bushbabies, Eichhörnchen, Käfer und Spinnen fotografiert – und zig Vögel, aber nur eine Eule gehört. Vielleicht bin ich zu früh ins Bett. Wer bereits um 4h00 aufsteht, ist abends nicht mehr so lange aktiv. Oft regnete es. Das kühlte gehörig ab. Es war nie zu heiß. Im Gegenteil, am ersten rief ich Matzi an, er solle mir bloß einen Pullover und so weiter mitbringen, weil ich sonst frieren würde. So zog ich dann ab und zu meinen Pyjamatop an und sah deswegen sicher noch verschlafener als sonst aus. An einem Morgen habe ich einen „guided walk“ mit dem Richter Willie von Koster (W. Transvaal) mitgemacht. Die anderen Teilnehmer waren junge Leute, die vor zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert waren und nun ihr Vaterland erkunden wollten. Eine andere Mitläuferin war aus der Kap. Well, Willie hat seine Sache hervorragend gemacht. Wir haben auf dem Weg vieles gelernt und manches aus nächster Nähe schätzen gelernt. Die Hyänen, Zebras und Elefanten waren sicher die größten Säugetiere, die wir zu Gesicht bekommen haben. Ohne Matz bin ich dann am Montag über Skukuza über den Erdweg N’watimhiri nach Lower Sabie. Das war ein besonders schöner und an diesem Regentag besonders einsamer Weg. Außer Elefanten und Büffeln waren die eindrücklichsten Bäume zu sehen, aber auch Felsformationen und fast leere Flußläufe, die nur ab und zu mehr Wasser stauten. Vor Mittag bin ich dann bei Crocodile Bridge raus und über Malelane und Kap Muiden nach Barberton, wo ich Chicken Wings von KFC und einen gerösteten Mealis von einer Mami am Straßenrand kaufte. Dann ging es weiter durch die grüne Welt nach Badplaas (eManzana) bis nach Piet Retief (Mkhonda) und Paulpietersburg (eDumbe) und endlich zu meiner Mutter auf der Benekeschen Farm: „Welbedacht“.

Bei meiner Mutter habe ich eine knappe Woche besucht. Das war natürlich viel zu kurz, aber dennoch eine besonders schöne Zeit. Wer hätte gehofft, daß es ihr wieder so gut gehen würde nach dem Schrecken des Schlaganfalls vor einigen Monaten. Sie hat mich morgens bis abends bekocht – und außer deutschen Klösen, gab es natürlich auch adventliche Plätzchen und viele altbekannte Leckereien aus der Ziegenhagenschen Küche plus den zusätzlichen südafrikanischen Spezialitäten, die Mama sich so selbstverständlich zu eigen gemacht hat. Wenn ich schon Deutscher bin dank ihrer Mutterschaft, so ist sie doch schon viel länger Südafrikanerin. Sie würde sagen – das ganze liebe Leben lang.

Im neuen Jahr erwartet unsere Tochter unser erstes Enkelkind – und das wieder in der alten Heimat Deutschland. Damit wären wir dann auch mit einem Schlag Großeltern und in diesen begnadeten Zustand versetzt – ohne eigen Verdienst und Würdigkeit, allein Dank der göttlichen Güte und Barmherzigkeit. Seit der Wende in Deutschland und im südlichen Afrika, die bekanntlich eng verknüpft ist und jeweils von der sowjetischen Implosion damals abhing (und Gottes unergründlichem Wirken zur Linken und mit unbegrenzter Allmacht und Alleinwirksamkeit) ist unsere doppelte Staatsbürgerschaft näher gerückt als je zuvor. In unserer Familie bin ich der letzte, der offiziell nur Südafrikaner ist, aber da meine Mutter Deutsche war als ich damals bei der Republikwerdung 1961 geboren bin, steht mir diese Staatsbürgerschaft rechtlich zu. Es ist m.E. nur noch eine Frage der Zeit – und die bürokratischen Mühlen mahlen bekanntlich noch langsamer und längst nicht so fein wie es die altbewährten und göttlichen tun. Thomas, der Sohn meines Cousins Eckart in Jersey/England, versucht es jetzt sogar durch die Mutterschaft meiner Großmutter Maria Friedericke Elisabeth Charlotte geborene Eisenberg genannt Lieselotte aus Dreihausen. Alle Wege führen nach Rom und wir werden wohl endlich wieder als Deutsche anerkannt werden, obwohl wir unser ganzes Leben als solche tituliert und gehalten wurden. So hat Eksteen Botes in Boekenhout (UP) mich mit meinem Freund Matthias schon damals „donker Duitser“ genannt, aber ich selber fühlte mich schon früh als solcher. Gerade als mein Vater vom Hauptlehrer in Uelzen bei Glencoe den Auftrag bekam mit mir Englisch üben zu sollen und ich mich dagegen wehrte: „Ich bin ein Deutscher!“ Fast wie der alte Hendrik Biebouw, der meinte: “Ik ben een Afrikaner” (17.März 1707) Diese Heimatverbundenheit mit Deutschland wurde sicher durch die monatelangen Besuche in 1967 und 1976 bestärkt, aber noch mehr durch das Studium von 1986 bis 1992. Inzwischen bin ich ja schon wieder fünf Jahre ansäßig in Deutschland und meine Aufenthaltsgenehmigung (Aufenthaltstitel) gilt bis 2031. Da habe ich schon Grund genug anzunehmen, daß ich berechtigterweise in sowohl Südafrika als auch in Deutschland daheim bin und mich entsprechend zuhause fühle.

Es ist ein großes Vorrecht weltweit so willkommen zu sein. Selbst die N.Amerikaner haben uns dieses Jahr mit offenen Armen begrüßt als wir unseren Sohn Detlev in Seattle und dann unseren Pastor Mark Loest im Norden Wisconsins und dann noch in unserer Immanuelsgemeinde in Frankentrost besucht haben. Präsident Harrison läßt sich ja niemals lumpen, sondern tut so viel mehr als man erwarten könnte. Daß Angelika und ich zusammen den LCMS Convention mitmachen konnten, war ein tief bewegendes Erlebnis. Besonders die synodalen Gottesdienste haben gerade Angelika tief beeindruckt. Ich hatte ähnliches ja schon vorher mitgemacht, aber für meine Frau war es ein unerwarteter Höhepunkt. Sie meinte sogar, daß sei ja fast schon himmlisch. Mehr geht diesseits wohl kaum.

In der Passionszeit und bis in die stille Woche flogen wir in den Osterferien Angelikas nach Israel und haben in kurzer Zeit Nazareth, Bethlehem und Jerusalem, aber auch Tel Aviv, Masada und Jericho besucht. Von allen Orten dieser Welt hat mich Jerusalem am meisten angesprochen. Dort würde ich gerne länger verweilen. Vielleicht im Österreichischen Hospiz oder in diesem oder jenem Kloster oder der Herberge des deutschen Ritterordens.

Wir hatten in diesem Jahr viel vor. Gott sei Lob und Dank haben wir das gut überstanden. Inzwischen beschreiben wir das tägliche Ergehen in personalisierten Botschaften auf “Whatsapp” und nicht mehr auf FB. Dort beschränke ich mich auf das Mitteilen einer einfachen Andacht mit fortlaufender und einer Tageslese.

Mal sehen, was das nächste Jahr des Herrn 2024 mit sich bringt. Wir wissen schon jetzt, daß der liebe Gott derselbe ist und bleibt, wie er gestern war und heute ist und morgen sein wird. Er, der in Jesus Christus Mensch wurde, um uns heim zum Vater zu bringen, teilte er uns seinen Geist mit, der uns zum wahren Glauben führt und darin erhält – aus Gnaden und um Jesu Christi willen. Er unser Herr und unser Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – jetzt und in Ewigkeit. Er führet alles wohl + Das tut er über Bitten und Verstehen, um seiner Güte und Freundlichkeit willen – an uns und unseren Kindern des sind wir fröhlich. Heute und allzeit. Euch wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und ein friedliches neues Jahr. Der Herr bleibe bei Euch und gebe Euch seinen Frieden. Amen.

Eure Webers aus Wittenberg

Wilhelm und Angelika.

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Der 4. Sonntag im Advent (Die nahende Freude)

Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermal sage ich: Freuet Euch. Der Herr ist nahe.

Philipper 4,4.5b

Introitus

Du aber, Herr, bleibst ewiglich und Dein Name für und für. Du wollest Dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, dass Du ihm gnädig seist, und die Stunde ist gekommen dass die Völker den Namen des Herrn fürchten und alle Könige auf Erden Deine Herrlichkeit, wenn der Herr Zion wieder baut und erscheint in seiner Herrlichkeit. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht. Denn er schaut von seiner heiligen Höhe, der Herr sieht vom Himmel auf die Erde, dass er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes, dass sie in Zion verkünden den Namen des Herrn und sein Lob in Jerusalem, wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem Herrn zu dienen

Psalm 102,13f.16ff.20ff

Kollekte

Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wohnung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Orate fratres S.113

Alttestamentliche Lesung (Predigt)

Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel, dass die Völker sehen deine Gerechtigkeit und alle Könige deine Herrlichkeit. Und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird. Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des Herrn und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. Man soll dich nicht mehr nennen »Verlassene« und dein Land nicht mehr »Einsame«, sondern du sollst heißen »Meine Lust« und dein Land »Liebe Frau«; denn der Herr hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Mann. Denn wie ein junger Mann eine Jungfrau freit, so wird dich dein Erbauer freien, und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.

Jesaja 62,1-5

Epistolische Lektion

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.

Philipper 4,4-7

Evangelium

Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. Ja, selig ist, die da geglaubt hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr gesagt ist von dem Herrn.

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unseren Vätern, Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit. Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.

Lukas 1,26-56

Glaubensbekenntnis der Kirche

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum

Wochenlied

Nun jauchzet, all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.

Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut.

Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht.

Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt.

Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müsst haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, lasst eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ist eu’r höchstes Gut.

Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eu’r Klag und Weinen verwandeln ganz in Freud. Er ist’s, der helfen kann; halt’ eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn.

Michael Schirmer 1640 (LKG 75)

Kirchengebet

Du Morgenstern,
Du hast verheißen,
dass du kommst,
dass es wieder hell wird 
und gerecht,
dass die Angst aufhört,
dass die Tränen versiegen,
dass die Kriege enden,
dass du die Gefangenen wiederbringst,
dass die Schöpfung aufatmet,
dass du Großes tust.

Friedensbringer, Sohn aus Davids Stamm,
wir warten mit Sehnsucht.
Wir warten und bitten dich 
für die Kinder,
die sich ungeduldig auf die Bescherung freuen.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
für die Kinder,
die in Angst leben,
mitten im Krieg,
auf der Flucht.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
für die Kinder, 
die in diesen Tagen geboren werden – 
in unserer Stadt,
in Bethlehem,
in Gaza,
Sohn Davids,
komm heute, du Friedensbringer, 
dass es hell wird und gerecht.

Du Weisheit,
wir warten mit Sehnsucht.
Wir warten und bitten dich
für die Menschen,
die zu uns gehören,
mit denen wir dein Kommen feiern,
die uns Freude schenken.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
Für die Menschen,
die sich vor den kommenden Tagen fürchten,
die krank sind,
die trauern.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
für die Menschen,
die Macht haben,
die über Waffen herrschen,
die Brücken bauen.
Du Weisheit.
du machst es hell.
Komm heute,
dass es Friede wird.

O komm, Immanuel,
wir warten mit Sehnsucht.
Wir warten mit deiner Schöpfung –
die uns ernährt,
die uns erfreut,
die uns Angst macht,
die seufzt und mit uns zusammen wartet.
Komm heute,
zu deiner Schöpfung,
zu den Kindern,
zu uns,
zu allen, die dich loben.
Wir warten und bereiten dir ein Fest.
O komm, Immanuel. 
Amen.

VELKD Wochengebete

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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Dr. Martin Luther´s Sermon for the 4th Sunday in Advent

Hier die Predigt Dr. Martin Luthers zum 4. Sonntag im Advent über in seiner Hauspostille (WA 52 (S.30-36): Johannes 1,19-28

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 4th Sunday in Advent and on the holy Gospel of St. John 1,19-28 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.75-89

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Wedding in Advent!

Hymn for the closing devotion at this wedding:

O Bride of Christ, rejoice! Exultant raise thy voice
To hail the day of glory, Foretold in sacred story.

Hosanna, praise and glory, Our King, we bow before Thee.

Let shouts of gladness rise Triumphant to the skies.
Here comes the King most glorious To reign o’er all victorious

Hosanna, praise and glory, Our King, we bow before Thee.

He wears no kingly crown Yet as a king He’s known;
Though not arrayed in splendor, He still makes death surrender.

Hosanna, praise and glory, Our King, we bow before Thee.

Thy heart now open wide, Bid Christ with thee abide;
He graciously will hear thee, And be forever near thee.

Hosanna, praise and glory, Our King, we bow before Thee.

Luthersan Service Book 335

Sermonette at the close of this wedding day:

Rejoice in the Lord always. Again I say, rejoice! The Lord is near! 

Do not be anxious about anything. Instead, in every situation, through prayer and petition with thanksgiving, tell your requests to God.

And the peace of God that surpasses all understanding will guard your hearts and minds in Christ Jesus.

Philippians 4,4-7

Dear friends and family of our Lord and Savior IX – especially You dear wedded couple: Liki & Ian.

Rejoice: Your wedding is accomplished. What God has joined, let man not pull asunder. Rejoice: You are no longer alone, but together, a team, unit, one.

Old South Africans know: “Ex unitate vires!” New South Africans know what it takes to make world champions – just ask Sia and Rachel Kolisi.

Rejoice bride, rejoice bridegroom.  Rejoice wife, rejoice husband.

Asking a bridal couple to rejoice is like reminding South Africans to be happy as we won the World Cup in most dramatic style. Off course a bride rejoices when her groom draws near, when she hears his voice, his footsteps, his tell-tale bells and whistles. If things were not so, one would rightly question the suitability of the match.

Didn´t Your pastor ask: Do You want to take this man Ian, this woman Liki as Your wedded man/wife? Is that Your wish, Your choice, Your heart’s desire – then say so before God and this congregation as witness. As a rule Christian weddings are no forced allegiance, nor some negotiated peace treaty between warring factions. No, it is a willing engagement, a very deliberate wedding, marriage of two individuals, who desire being together for the rest of their lives, eternally even. Therefore, rejoicing in its fulfilment and consummation is the natural outcome, the intended result, the goal aimed at all along.

In our Christian faith this ancient, familiar, natural state of affairs is traced back to paradise and we compare this blissful rejoicing of married union with the union between IX and his church. Our good Lord IX came into this our world to redeem us his people, bring us forgiveness of all our sin, eternal live and blessed salvation – and bring us into holy, blessed and lasting communion with himself for now and always. Nobody can separate us. We are meant for each other always.  A wonderful mystery indeed. Reason for rejoicing and unending jubilation and gratefulness.

First, he came in all modesty and humility, in lowliness and insignificance. People ask: What good can come from Nazareth?  Is this not the son of Mary and Joseph? Who are You? Are You the promised Christ? Look at him! Hanging there on the cross. He helped others. Can´t he help himself? Surely that´s not the right one! Shall we not rather wait for another? A better, more suitable match – somebody grand, somebody on some high and mighty steed – a knight in flashing armor?

All along, his coming to his people in sore times, in great peril and danger, in throes of worry, anxiety and terrible affliction, was depicted as the coming bridegroom, who graciously covers all misery, poverty and despicability of his bride – the smallest and most insignificant of all – with voluptuous wedding garments – exquisite, precious, and most dearly beloved. The promise and message of prophets of old.

That´s our hope and confidence even today. That he will come to judge the living and the dead, whose kingdom will have no end – to restore his bride – the church – his baptized people – to honor and glory, redeeming all and carrying them finally home, bringing them to that special banquet hall, where everything is prepared, ready, waiting – just for his bride. Your bridal chamber – is ready, just waiting for You  

The apostle St. Paul – that sorry bachelor, single minister in chains, innocently suffering persecution, thrown in prison, finally martyred for his faith – reminds his special congregation in Philippi, that Jesus Christ – the King of kings and Lord of Lords – our very God – is at hand. He reminds them in their daily routine, that His coming is nearer than ever before. Therefore, do not give up. Don´t despair at me in chains and offering just a sorry sight. Don’t throw Your hope out of the window when You behold the bloody cross or when it enters Your life with a vengeance. Rather: Rejoice. Rejoice – and I will say it again: Rejoice. People at a wedding rejoice naturally. There are times in life however, when the going gets tough and the Lord seems far. Then lift up Your heads. Your redemption is drawing near. The Lord is at hand. He´s about to take You home – as his bride, as his beloved, as his most precious friend and companion – to the celestial feast, the bridal hall, the heavenly realms.

There are lots of things, which fight this joyful conviction and deep emotion. Your anxieties and worries. Your daily business and many chores. Your tight schedule. Your illness. Your child´s trouble. Your parent´s woes. Your country´s ills. Our global cares of wars and many signs of the end times, our own dying throes – and that´s just the tip of the iceberg. You know this sad tune. But, remember our Lord is King. He has successfully overcome all evil, trouble, sin, death, and devil. His rule and reign is forever and overall. Now, we believe on account of His promise, but we wait patiently for its glorious fulfilment. We trust, we will see this happening soon. The Lord is near.

Yes, we trust his promise, that he is coming again in glory to fulfill his mission once and for all. He is already at hand. Closer than ever before. Standing at the gate. Knocking at Your door. Coming with his free gifts of divine grace, lasting forgiveness, eternal life and loads of salvation. Therefore, rejoice. You´ve got all reason to.

Do not be anxious about anything. Instead, in every situation, through prayer and petition with thanksgiving, tell your requests to God.  Therefore, let us pray:  For Liki and Ian, prayer/petition for their wedded life. Fill it with joy, gratefulness, peace, grace, mercy and lots of goodness … We thank You for the new perspective in life, open doors, for golden opportunities and we thank You for choosing us in holy Baptism, taking us out of all misery and leading us home in joy, peace and happiness.

For mother Ingrid and all her children etc. For Manfred in Australia, for Gisela in Germany. For the many people on the road. For those at war and other trouble. For faithful congregations, loving homes and families, care and upkeep.  Please safe us from War/terror; bad weather, hunger, famine, drought, floods, plague and pestilence, corruption and iniquity; illness; loss and death; thank You for Your eternal peace, justice and care. Our Father, who art in heaven… And the peace of God that surpasses all understanding will guard your hearts and minds in Christ Jesus. Amen.

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Das schreib Dir in Dein Herze

Das schreib Dir in Dein Herze, Du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, Ihr habet die Hilfe vor der Tür; der Eure Herzen labet und tröstet, steht allhier.

Ihr dürft Euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie Ihr ihn wollet ziehen mit Eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an Euch bewusst.

Auch dürft Ihr nicht erschrecken vor Eurer Sünden Schuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zu Trost und wahrem Heil, schafft, dass bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil.

Was fragt Ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind.

Er kommt zum Weltgerichte: zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in Deinen Freudensaal.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 79,5-10)

Dritter Sonntag im Advent (Der Vorläufer des Herrn)

Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Jesaja 40,3.10

Fortlaufende Lese

Wach auf, wach auf, Zion, zieh an deine Stärke! Schmücke dich herrlich, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn es wird hinfort kein Unbeschnittener oder Unreiner zu dir hineingehen. 2 Schüttle den Staub ab, steh auf, setz dich auf den Thron, Jerusalem! Mach dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion! 3 Denn so spricht der HERR: Ihr seid umsonst verkauft, ihr sollt auch ohne Geld ausgelöst werden. 4 So spricht Gott der HERR: Mein Volk zog einst hinab nach Ägypten, dass es dort ein Fremdling wäre; auch Assur hat ihm ohne Grund Gewalt angetan. 5 Aber nun, was habe ich hier zu schaffen?, spricht der HERR. Mein Volk ist umsonst weggeführt; seine Tyrannen prahlen, spricht der HERR, und mein Name wird immer den ganzen Tag gelästert. 6 Darum soll an jenem Tag mein Volk meinen Namen erkennen, dass ich es bin, der da spricht: Hier bin ich!

7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König! 8 Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und jubeln miteinander; denn sie werden’s mit ihren Augen sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. 9 Seid fröhlich und jubelt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. 10 Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes. 11 Weicht, weicht, zieht aus von dort und rührt nichts Unreines an! Geht weg aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr des HERRN Geräte tragt! 12 Denn ihr sollt nicht in Eile ausziehen und in Hast entfliehen; denn der HERR wird vor euch herziehen und der Gott Israels euren Zug beschließen.

Jesaja 52,1-12

Tageslese

Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes. 30 Aber die Pharisäer und die Lehrer des Gesetzes verwarfen für sich Gottes Ratschluss und ließen sich nicht von ihm taufen. 31 Mit wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, und wem sind sie gleich? 32 Sie sind den Kindern gleich, die auf dem Markt sitzen und rufen einander zu: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. 33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen und aß kein Brot und trank keinen Wein; und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen. 34 Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; und ihr sagt: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! 35 Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.

Lukas 7,29-35

Kollekte zum 3. Sonntag im Advent

Herr, nimm an unser Gebet und Flehen und verleihe uns, daß wir der Weisung des Johannes gehorchen, Deinem Sohn den Weg zu bereiten und ihn aufzunehmen in unsere Herzen, auf daß wir die Kindschaft erlangen durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 112

Gebet für Samstagmorgen

Allmächtiger, gütiger Gott, lieber, himmlischer Vater, Deine Güte ist es, daß wir nicht gar aus sind; Deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und Deine Treue ist groß. Unsere Seele erhebt sich zu Dir mit Preis und Dank, daß Du uns wieder gesund und froh zu einem neuen Morgen hast erwachen lassen.

Aber unser Leben fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Hilf uns, o treuer Gott, daß wir die flüchtige Zeit treu und gewissenhaft auskaufen. Gib Deinen Segen zu allem unserem Wirken und Tun. Wohne in unseren Herzen, daß wir in Dir bleiben unter allen Sorgen des Tages.

Dein heiliger Engel geleite uns auf allen unseren Wegen, bis der letzte große Tag anbricht, da wir Dir dienen in der Freiheit der Erlösten und Dich schauen von Angesicht zu Angesicht im Glanze Deiner Herrlichkeit. Amen.

Gebete zum evangelisch-lutherischen Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche, 1937. (Anhang S.9)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Wie soll ich Dich empfangen

Kaiser-Gedächtnis-Kirche(Keitel: Berlin)

Wie soll ich Dich empfangen und wie begegn ich Dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier? O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was Dich ergötze, mir kund und wissend sei.

Dein Zion streut Dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will Dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll Dir grünen in stetem Lob und Preis und Deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

Was hast Du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist Du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht.

Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht lässt verzehren, wie irdisch Reichtum tut.

Nichts, nichts hat Dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, damit Du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 79)

Dritter Sonntag im Advent (Der Vorläufer des Herrn)

Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Jesaja 40,3.10

Fortlaufende Lese

Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? 10 Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen? 11 So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. 12 Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, 13 und vergisst den HERRN, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und fürchtest dich ständig den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, der darauf aus ist, dich zu verderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers? 14 Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel an Brot habe. 15 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten – sein Name heißt HERR Zebaoth –; 16 ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von Neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk.

Jesaja 51,9-16

Tageslese

Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! 30 Dieser ist’s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. 31 Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er offenbar werde für Israel, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser. 32 Und Johannes bezeugte es und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist’s, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.

Johannes 1,29-34

Kollekte zum 3. Sonntag im Advent

Herr, nimm an unser Gebet und Flehen und verleihe uns, daß wir der Weisung des Johannes gehorchen, Deinem Sohn den Weg zu bereiten und ihn aufzunehmen in unsere Herzen, auf daß wir die Kindschaft erlangen durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 112

Gebet für Donnerstagmorgen

Herr Jesu Christe, wir gedenken heute des Tages Deiner Kreuzigung, da Du unsere Krankheit und Schmerzen auf Dich genommen und unsere Sünden getragen hast. Wir danken Dir von Herzensgrund für Deine Liebe, Deine Angst und Deinen Tod.

Verleihe uns, daß wir nimmer vergessen, wie teuer wir erkauft sind; hilf, daß wir nun auch heilige leben und in Gerechtigkeit Dir dienen. Laß uns im Glauben immer stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger werden.

Segne uns diesen Tag und alle Zeit unseres Lebens; behüte und bewahre uns vor allem Übel, bis Du uns zur ewigen Freude und Seligkeit bringen wirst. Tue das an uns um Deines bitteren Sterbens willen. Amen.

Gebete zum evangelisch-lutherischen Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche, 1937. (Anhang S.9)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + 

AmenAmen

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Macht hoch die Tür, die Tor macht weit

My savior coming on high (Bug Art: Christmas Scenics)

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.

Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanfmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat.

O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat.

Mach hoch die Tür, die Tor macht weit, eu’r Herz zum Tempel zubereit’. Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür Dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein; Dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen Dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.

Georg Weisse 1642 (LKG 76)

Dritter Sonntag im Advent (Der Vorläufer des Herrn)

Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Jesaja 40,3.10

Fortlaufende Lese

Hört mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht: Schaut den Fels an, aus dem ihr gehauen seid, und des Brunnens Schacht, aus dem ihr gegraben seid. 2 Schaut Abraham an, euren Vater, und Sara, von der ihr geboren seid. Denn als einen Einzelnen berief ich ihn, um ihn zu segnen und zu mehren. 3 Ja, der HERR tröstet Zion, er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüste wie Eden und ihr dürres Land wie den Garten des HERRN, dass man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang. 4 Merke auf mich, mein Volk, hört mich, meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen. 5 Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil tritt hervor, und meine Arme werden die Völker richten. Die Inseln harren auf mich und warten auf meinen Arm. 6 Hebt eure Augen auf gen Himmel und schaut unten auf die Erde! Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen. 7 Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist! Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen! 8 Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Würmer werden sie fressen wie ein wollenes Tuch. Aber meine Gerechtigkeit bleibt ewiglich und mein Heil für und für. 

Jesaja 51,1-8

Tageslese

Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! 30 Dieser ist’s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. 31 Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er offenbar werde für Israel, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser. 32 Und Johannes bezeugte es und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist’s, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.

Johannes 1,29-34

Kollekte zum 3. Sonntag im Advent

Herr, nimm an unser Gebet und Flehen und verleihe uns, daß wir der Weisung des Johannes gehorchen, Deinem Sohn den Weg zu bereiten und ihn aufzunehmen in unsere Herzen, auf daß wir die Kindschaft erlangen durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 112

Gebet für Donnerstagmorgen

Herr, unser Gott, wir danken Dir für Deine Gnade, die uns für unser Tagewerk neu gestärkt hat.

Wir befehlen Dir unseren Leib und unsere Seele, unsere Lieben und unser Haus, unser Gut und unsere Ehre und alles, was wir haben.

Nimm Volk und Vaterland in Deinen Schutz, wehre allem Mißbrauch von Macht, schenke Gerechtigkeit und Frieden in allen Landen.

Breite Deine Gnade aus über Deine Kirche und Mission, lutherische Gemeinden und alle Christenleut. Bekehre Juden und Heiden, und alle, die falschen Propheten nachlaufen.

Behüte uns vor dem bösen Feind, erfülle uns mit Deinem göttlichen Segen und führe uns durch diese Zeit in die Ewigkeit. Durch Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.

Gebete zum evangelisch-lutherischen Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche, 1937. (Anhang S.9)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + 

AmenAmen

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Nun jauchzet all Ihr Frommen

Nun jauchzet, all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.

Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut.

Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht.

Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt.

Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müsst haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, lasst eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ist eu’r höchstes Gut.

Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eu’r Klag und Weinen verwandeln ganz in Freud. Er ist’s, der helfen kann; halt’ eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn.

Michael Schirmer 1640 (LKG 75)

Dritter Sonntag im Advent (Der Vorläufer des Herrn)

Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Jesaja 40,3.10

Fortlaufende Lese

Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. 5 Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. 6 Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. 7 Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde. 8 Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! 9 Siehe, Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, Motten werden sie fressen. 10 Wer ist unter euch, der den HERRN fürchtet, der auf die Stimme seines Knechts hört? Wer im Finstern wandelt und wem kein Licht scheint, der hoffe auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott! 11 Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer entfacht und Brandpfeile entzündet, geht hin in die Glut eures Feuers und in die Brandpfeile, die ihr angezündet habt! Das widerfährt euch von meiner Hand; in Schmerzen sollt ihr liegen.

Jesaja 50,4-11

Tageslese

Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir nun tun? 11 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, tue ebenso. 12 Es kamen aber auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! 14 Da fragten ihn auch Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt noch Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold! 15 Als aber das Volk voll Erwartung war und alle dachten in ihren Herzen, ob Johannes vielleicht der Christus wäre, 16 antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe löse; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 17 In seiner Hand ist die Worfschaufel, und er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen. 18 Und mit vielem andern mehr ermahnte er das Volk und predigte ihm. 19 Herodes aber, der Landesfürst, der von Johannes zurechtgewiesen wurde wegen Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen all des Bösen, das er getan hatte, 20 fügte zu dem allen noch dies hinzu: Er warf Johannes ins Gefängnis.

Lukas 3,10-20

Kollekte zum 3. Sonntag im Advent

Herr, nimm an unser Gebet und Flehen und verleihe uns, daß wir der Weisung des Johannes gehorchen, Deinem Sohn den Weg zu bereiten und ihn aufzunehmen in unsere Herzen, auf daß wir die Kindschaft erlangen durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 112

Gebet für Mittwochmorgen

Gelobt seist Du Gott unser Schöpfer, gelobt Du, Gott unser Heiland, gelobt Du, Gott unser Tröster!

Du bist uns Schild und Schutz und schenkst uns Gnade um Gnade; Du hast uns bewahrt bis auf diesen Tag. Herr, laß uns auch heute in Deinem Dienste stehen. Hilf uns alles, was wir tun, ausführen Dir zur Ehre, dem Nächsten zum Nutz und uns zum Heil.

Dir möchten wir uns opfern mit Leib und Seele. Darum schenke uns die Liebe, die nicht das Ihre sucht. Herr, von uns selber vermögen wir nichts, aber Du kannst alles. Gib Kraft und Selbstüberwindung, wo wir sie brauchen; gib Rat, wor wir Rats bedürfen; segne uns für Zeit und Ewigkeit. Amen.

Gebete zum evangelisch-lutherischen Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche, 1937. (Anhang S.8)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + 

AmenAmen

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O Heiland, reiß die Himmel auf

Elbebrücke bei Wittenberg (Sickert)

O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf, reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.

O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß, im Tau herab, o Heiland, fließ. Ihr Wolken, brecht und regnet aus den König über Jakobs Haus.

O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd, dass Berg und Tal grün alles werd. O Erd, herfür dies Blümlein bring, o Heiland, aus der Erden spring.

Wo bleibst Du, Trost der ganzen Welt, darauf sie all ihr Hoffnung stellt? O komm, ach komm vom höchsten Saal, komm, tröst uns hier im Jammertal.

Köln 1623 (LKG 74)

Dritter Sonntag im Advent (Der Vorläufer des Herrn)

Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Jesaja 40,3.10

Fortlaufende Lese

So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem, der verachtet ist von den Menschen und verabscheut vom Volk, zu dem Knecht der Tyrannen: Könige sollen sehen und aufstehen, und Fürsten sollen niederfallen um des HERRN willen, der treu ist, um des Heiligen Israels willen, der dich erwählt hat. 8 So spricht der HERR: Ich habe dich erhört zur Zeit der Gnade und habe dir am Tage des Heils geholfen und habe dich bereitet und zum Bund für das Volk bestellt, dass du das Land aufrichtest und das verwüstete Erbe zuteilst, 9 zu sagen den Gefangenen: Geht heraus!, und zu denen in der Finsternis: Kommt hervor! Am Wege werden sie weiden und auf allen kahlen Höhen ihre Weide haben. 10 Sie werden weder hungern noch dürsten, sie wird weder Hitze noch Sonne stechen; denn ihr Erbarmer wird sie führen und sie an die Wasserquellen leiten. 11 Ich will alle meine Berge zum ebenen Wege machen, und meine Pfade sollen gebahnt sein. 12 Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene vom Norden und diese vom Meer und jene vom Lande Sinim. 13 Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden. 14 Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. 15 Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. 16 Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir. 17 Deine Erbauer eilen herbei, aber die dich zerbrochen und zerstört haben, werden sich davonmachen.

Jesaja 49, 7-17

Tageslese

1 Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste von Judäa 2 und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! 3 Denn dieser ist’s, von dem der Prophet Jesaja gesprochen und gesagt hat: »Es ist eine Stimme eines Predigers[1] in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige!« 4 Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren an und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig. 5 Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und das ganze Land am Jordan 6 und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sünden. 7 Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezücht, wer hat euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? 8 Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! 9 Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 10 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand und wird die Spreu vom Weizen trennen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.

Matthäus 3,1-12

Kollekte zum 3. Sonntag im Advent

Herr, nimm an unser Gebet und Flehen und verleihe uns, daß wir der Weisung des Johannes gehorchen, Deinem Sohn den Weg zu bereiten und ihn aufzunehmen in unsere Herzen, auf daß wir die Kindschaft erlangen durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 112

Gebet für Dienstagmorgen

Wir danken Dir, Herr, unser Gott, daß Deine Güte heute über uns neu ist, und bitten Dich um Deinen Schutz für diesen Tag. Gib, daß wir unser Tagewerk mit Freuden angreifen und nicht mit Seufzen, und laß wohlgelingen, was uns befohlen ist. Vor allem aber lehre uns trachten nach Deinem Reich und seiner Gerechtigkeit. Mitten in der Unruhe des äußeren Lebens mache unser Herz still zu Dir. Mitten in der Versuchung der Welt richte unser Auge auf Dich. Wenn die Last uns zu schwer werden will, so mache die Liebe größer und die Treue fester und gib uns neue Kraft aus der Höhe. Laß uns erfahren, daß dem, der nach Deinem Reiche trachtet, alles zufällt. Mache uns frei von Sorgen, treu im Großen wie im Geringen, fröhlich im Aufblick zu Dir. Amen.

Gebete zum evangelisch-lutherischen Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche, 1937. (Anhang S.8)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + 

AmenAmen

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