Löhe über Lukas 6,36-42

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 4. Sonntag nach Trinitatis über das heilige Evangelium vom Evangelisten Lukas im 6. Kapitel glaubhaft in den Versen 36-42 aufgeschrieben.

Hier vorgelesen:

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Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! (Psalm 41)

Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit. Der HERR wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und es ihm lassen wohlgehen auf Erden und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde. Der HERR wird ihn erquicken auf seinem Lager; Du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit.

Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! Heile mich; denn ich habe an Dir gesündigt. Meine Feinde reden Arges wider mich: »Wann wird er sterben und sein Name vergehen?« Kommt einer, nach mir zu sehen, meint er’s doch nicht von Herzen; er sammelt Bosheit, geht hinaus und trägt’s weiter.

Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich und denken sich Böses gegen mich aus: »Unheil ist über ihn ausgegossen; wer so daliegt, steht nicht wieder auf.« Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen. Du aber, HERR, sei mir gnädig und hilf mir auf, so will ich ihnen vergelten. 

Daran merke ich, daß Du Gefallen an mir hast, daß mein Feind über mich nicht frohlocken wird. Mich aber hältst Du um meiner Frömmigkeit willen und stellst mich vor Dein Angesicht ewiglich. Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Amen! 

Psalm 41. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Galater 6,2

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Christ unser Herr zum Jordan kam nach seines Vater willen, von S. Johans die Tauffe nam, sein werck und ampt zurfüllen. Da wolt er stifften uns ein Bad, zu waschen uns von sünden, erseuffen auch den bittern Tod durch sein selbs Blut und Wunden, es galt ein newes Leben.

So hört und mercket alle wol, was Gott heisst selbs die Tauffe, und was ein Christen gleuben sol zu meyden Ketzer hauffen. Gott spricht und wil, das wasser sey, doch nicht allein schlecht Wasser, sein heiligs Wort ist auch dabey mit reichem Geist on maßen, der ist alhie der Tauffer.

Sölchs hat er uns beweiset klar mit Bilden und mit Worten. Des Vaters stim man offenbar daselbs am Jordan horte. Er sprach, Das ist mein lieber Son, an dem ich hab gefallen, DEN wil ich Euch befohlen han, das jr IHN höret Alle und folget seinem Leren.

Auch Gottes Son hie selber steht in seiner zarten Menschheit. Der heilig Geist ernider fert in Taubenbild verkleidet. Das wir nicht sollen zweiueln dran, wenn wir getauffet werden, all drey Person getauffet han, da mit bey uns auff Erden zu wohnen sich ergeben.

Sein Jünger heißt der Herre Christ, Geht hin all Welt zu leren, das sie verlorn in Sünden ist, sich sol zur Busse keren. Wer gleubet und sich teuffen lesst, sol dadurch selig werden, ein newgeborner Mensch er heißt, der nicht mehr könne sterben. Das Himelreich sol erben.

Wer nicht gleubt dieser großen Gnad der bleibt in seinen Sünden und ist verdampt zum ewigen Tod tieff in der Hellen grunde. Nicht hilfft sein eigen heiligkeit, all sein Thun ist verloren, die Erbsünd machts zur nichtigkeit, darin er ist geboren, vermag jm selbs nichts helffen.

Das Aug allein das Wasser siht, wie Menschen Wasser gießen, der Glaub im Geist die krafft versteht des Blutes Jhesu Christi. Und ist für im ein rote Flut, von Christus Blut geferbet, die allen Schaden heilen thut, von Adam her geerbet, auch von uns selbs begangen

Martin Luther 1541 (LKG 23)

Morgenlese

Ich hatte nun dies bei mir beschloßen, daß ich nicht abermals in Traurigkeit zu Euch käme. Denn wenn ich Euch traurig mache, wer macht mich dann fröhlich? Der, der von mir traurig gemacht wird? Und ebendies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen traurig gemacht werde, über die ich mich freuen sollte.

Habe ich doch zu Euch allen das Vertrauen, daß meine Freude Euer aller Freude ist. Denn ich schrieb Euch aus großer Bedrängnis und Angst des Herzens unter vielen Tränen; nicht damit Ihr betrübt werdet, sondern damit Ihr die Liebe erkennt, die ich habe, besonders zu Euch.

Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – Euch alle. Es ist genug, daß derselbe von den meisten gestraft ist, sodaß Ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf daß er nicht in allzu große Traurigkeit versinke. 

Darum ermahne ich Euch, daß Ihr Liebe an ihm beweist. Denn darum habe ich auch geschrieben, damit ich erkenne, ob Ihr rechtschaffen seid, gehorsam in allen Stücken. Wem aber Ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um Euretwillen vor Christi Angesicht, auf daß wir nicht überlistet werden vom Satan; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat. 

2. Korinther 2,1-11

Abendlese

So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt Euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr Euch vergeben hat, so vergebt auch Ihr! 

Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. 

Und der Friede Christi, zu dem Ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in Euren Herzen; und seid dankbar. 

Kolosser 3,12-15

Konkordienformel (Solida Declaratio) Von der Erbsünde (verf) I:43-54

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Wenn ich rufe zu Dir, HERR, mein Fels, so schweige mir nicht, daß ich nicht, wenn Du schweigst, gleich werde denen, die in die Grube fahren. (Psalm 28)

Taufstein in unserer Kapelle (2026)

Wenn ich rufe zu Dir, HERR, mein Fels, so schweige mir nicht, daß ich nicht, wenn Du schweigst, gleich werde denen, die in die Grube fahren. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu Dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu Deinem heiligen Tempel. 

Raffe mich nicht hin mit den Gottlosen und Übeltätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten und haben Böses im Herzen. Gib ihnen nach ihrem Tun und nach ihren bösen Taten; gib ihnen nach den Werken ihrer Hände; vergilt ihnen, wie sie es verdienen. Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hände; darum wird er sie niederreißen und nicht wieder aufbauen. 

Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn traut mein Herz und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied. Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten. 

Hilf Deinem Volk und segne Dein Erbe und weide und trage sie ewiglich! 

Psalm 28. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Galater 6,2

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich bin getauft auf Deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, Ich bin gezählt zu Deinem Samen, zum Volk, das Dir geheiligt heißt, ich bin in Christum eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt.

Du hast zu Deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, Du hast die Frucht von Ceinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.

Doch habe ich Dir Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich habe auch aus reinem Triebe Dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt’ ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab.

Mein treuer Gott, auf Deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so lass mich nicht verlorengehn; nimm mich, Dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan.

Ich gebe Dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, Deinen Willen tut.

Weich, weich, du Fürst der Finsternisse! Ich bleibe mit Dir unvermengt. Hier ist zwar ein befleckt Gewissen, jedoch mit Christi Blut besprengt. Weich, eitle Welt, du Sünde, weich! Gott hört es: Ich entsage euch.

Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist. Halt mich in Deines Bundes Schranken, bis mich Dein Wille sterben heißt. So leb ich Dir, so sterb ich Dir, so lob ich Dich dort für und für.

Johann Jakob Rambach 1734. LKG 30

Morgenlese

Frühmorgens aber kam Jesus wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm:

Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf daß sie etwas hätten, ihn zu verklagen.

Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie ihn nun beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 

Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr: Wo sind sie, Frau?

Hat Dich niemand verdammt? Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme ich Dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

Johannes 8,1-11

Abendlese

Darum sage ich euch: Alles, was Ihr betet und bittet, glaubt nur, daß Ihr’s empfangt, so wird’s Euch zuteilwerden. Und wenn Ihr steht und betet, so vergebt, wenn Ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch Euer Vater im Himmel Euch vergebe Eure Übertretungen.

Markus 11,24-26 

Konkordienformel (Solida Declaratio) I:30-42

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! (Psalm 103)

Elbe flußab- und westwärts (2026)

Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! 

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er Dir Gutes getan hat: der Dir alle Deine Sünde vergibt und heilet alle Deine Gebrechen, der Dein Leben vom Verderben erlöst, der Dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht und Du wieder jung wirst wie ein Adler. 

Der HERR schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht leiden. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun. Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. 

Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsre Übertretungen von uns sein.

Psalm 103,1-12. Von David.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19,10

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Ich hab erhoben zu Dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Satanas Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf Deinen Geboten bestehn.

Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den Du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus.

Menschliches Wesen, was ist’s gewesen? In einer Stunde geht es zugrunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen, Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest.

Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund.

Paul Gerhardt 1666 (LKG 279,5-8)

Morgenlese

Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um Deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit wir wider Dich gesündigt haben. 

Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellst Du Dich, als wärst Du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt? 

Warum bist Du wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach Deinem Namen; verlaß uns nicht! 

Jeremia 14,7-9

Abendlese

Und Gott sah, daß niemand auf dem Plan war, und war bestürzt, daß niemand einschritt. Da half er sich selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit stand ihm bei. Er zog Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm des Heils auf sein Haupt und zog an das Gewand der Rache und kleidete sich mit Eifer wie mit einem Mantel. 

Nach den Taten vergilt er: mit Grimm seinen Widersachern, mit Vergeltung seinen Feinden; ja, den Inseln zahlt er heim, daß der Name des HERRN gefürchtet werde bei denen vom Niedergang der Sonne und seine Herrlichkeit bei denen von ihrem Aufgang, wenn er kommen wird wie ein reißender Strom, den der Odem des HERRN treibt. 

Aber für Zion wird ein Erlöser kommen und für die in Jakob, die sich von der Sünde abwenden, spricht der HERR. Und dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf Dir ruht, und meine Worte, die ich in Deinen Mund gelegt habe, sollen von Deinem Mund nicht weichen noch von dem Mund Deiner Kinder und Kindeskinder, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.

Jesaja 59,16-21

Konkordienformel (Solida Declaratio): Erbsünde (1:15-29)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Wie lieblich sind Deine Wohnungen, HERR Zebaoth! (Psalm 84)

Ostfenster der Schloßkirche, Lutherstadt Wittenberg (2026)

Wie lieblich sind Deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – Deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen; die loben Dich immerdar. Sela. 

Wohl den Menschen, die Dich für ihre Stärke halten und von Herzen Dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela. 

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh an das Antlitz Deines Gesalbten! Denn ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. 

HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf Dich verlässt!

Psalm 84. Ein Psalm der Korachiter, vorzusingen, auf der Gittit.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19,10

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder; aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß.

Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter sind unsre Gemüter; dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt.

Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

Ich hab erhoben zu Dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Luzifers Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke;
laß mich auf Deinen Geboten bestehn.

Paul Gerhardt 1666 (LKG 279,1-5)

Morgenlese

Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. 

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 

Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. 

Meine Kinder, dies schreibe ich Euch, damit Ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. 

Und er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

1.Johannes 1,7-2,2

Abendlese

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird.

Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, daß Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegoßen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. 

Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn gerettet werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind. 

Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben. 

Römer 5,1-11

Konkordienformel (Solida Declaratio) Von der Erbsünde (verf): 1,5-14

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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J.S. Bach: “Ach Herr, mich armen Sünder”, Kantate am 3. Sonntag nach Trinitiatis (BWV 135)  

J.S. Bach (Eisenach)

Kantor Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate “Ach Herr, mich armen Sünder” als Kantate zum 3. Sonntag nach Trinitiatis (BWV 135) im 2. Kantatenzyklus. Erstaufführung am 25. Juni 1724 – und zwar nach der anderen “Christ unser Herr zum Jordan kam…”

Hier mehr auf Wikipedia und auch der Text der Kantate, dank der Vorlage von Walter F. Bischof (University of Alberta):

Ach Herr, mich armen Sünder
  
1. Coro
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Trombone, Continuo
Ach Herr, mich armen Sünder
Straf nicht in deinem Zorn,
Dein’ ernsten Grimm doch linder,
Sonst ist’s mit mir verlorn.
Ach Herr, wollst mir vergeben
Mein Sünd und gnädig sein,
Dass ich mag ewig leben,
Entfliehn der Höllenpein.
  
2. Recitativo T
Continuo
Ach heile mich, du Arzt der Seelen,
Ich bin sehr krank und schwach;
Man möchte die Gebeine zählen,
So jämmerlich hat mich mein Ungemach,
Mein Kreuz und Leiden zugericht;
Das Angesicht Ist ganz von Tränen aufgeschwollen,
Die, schnellen Fluten gleich, von Wangen abwärts rollen.
Der Seele ist von Schrecken angst und bange;
Ach, du Herr, wie so lange?
  
3. Aria T
Oboe I/II, Continuo
Tröste mir, Jesu, mein Gemüte,
Sonst versink ich in den Tod,
Hilf mir, hilf mir durch deine Güte
Aus der großen Seelennot!
Denn im Tod ist alles stille,
Da gedenkt man deiner nicht.
Liebster Jesu, ist’s dein Wille,
So erfreu mein Angesicht!
  
4. Recitativo A
Continuo
Ich bin von Seufzen müde,
Mein Geist hat weder Kraft noch Macht,
Weil ich die ganze Nacht
Oft ohne Seelenruh und Friede
In großem Schweiß und Tränen liege.
Ich gräme mich fast tot und bin vor Trauern alt,
Denn meine Angst ist mannigfalt.
  
5. Aria B
Violino I/II, Viola, Continuo
Weicht, all ihr Übeltäter,
Mein Jesus tröstet mich!
    Er lässt nach Tränen und nach Weinen
    Die Freudensonne wieder scheinen;
    Das Trübsalswetter ändert sich,
    Die Feinde müssen plötzlich fallen
    Und ihre Pfeile rückwärts prallen.
  
6. Choral
Cornetto e Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll’ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Ehr sei ins Himmels Throne
Mit hohem Ruhm und Preis
Dem Vater und dem Sohne
Und auch zu gleicher Weis
Dem Heilgen Geist mit Ehren
In alle Ewigkeit,
Der woll uns all’n bescheren
Die ewge Seligkeit.

BesetzungSoli: A T B, Coro: S A T B, Cornetto, Trombone, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit25. Juni 1724
TextCyriakus Schneegaß 1597; 2-5: Umdichtung eines unbekannten Verfassers
Anlass3. Sonntag nach Trinitatis
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine Aufführung mit Anna Reynolds Alt Peter Schreier Tenor Dietrich Fischer-Dieskau Bass und dem Münchner Bach Orchester unter der Dirigentschaft von Karl Richter (1974-5)

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Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind. (Psalm 73)

Asaf spielt auf klingenden Zimbeln. Pommersfelder Bibel, Schönbornsche Bibliothek

Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind. Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten. Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Frevlern so gut ging. Denn für sie gibt es keine Qualen, gesund und feist ist ihr Leib. 

Sie sind nicht in Mühsal wie sonst die Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt. Darum prangen sie in Hoffart und hüllen sich in Frevel. Sie brüsten sich wie ein fetter Wanst, sie tun, was ihnen einfällt. Sie höhnen und reden böse, sie reden und lästern hoch her. Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden. 

Darum läuft ihnen der Pöbel zu und schlürft ihr Wasser in vollen Zügen. Sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen? Wie sollte der Höchste etwas merken? Siehe, das sind die Frevler; die sind glücklich für immer und werden reich. Soll es denn umsonst sein, daß ich mein Herz rein hielt und meine Hände in Unschuld wasche? 

Ich bin täglich geplagt, und meine Züchtigung ist alle Morgen da. Hätte ich gedacht: Ich will reden wie sie, siehe, dann hätte ich das Geschlecht deiner Kinder verraten. So sann ich nach, ob ich’s begreifen könnte, aber es war mir zu schwer, bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende. Ja, Du stellst sie auf schlüpfrigen Grund und stürzest sie zu Boden. 

Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken. Wie ein Traum verschmäht wird, wenn man erwacht, so verschmähst Du, Herr, ihr Bild, wenn Du Dich erhebst. Als es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren, da war ich ein Narr und wußte nichts, ich war wie ein Tier vor Dir. 

Dennoch bleibe ich stets an Dir; denn Du hältst mich bei meiner rechten Hand, Du leitest mich nach Deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur Dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist Du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. 

Denn siehe, die von Dir weichen, werden umkommen; Du bringst um alle, die Dir die Treue brechen. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, daß ich verkündige all Dein Tun. 

Psalm 73. Ein Psalm Asafs.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19,10

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Die helle Sonn leucht’ jetzt herfür, fröhlich vom Schlaf aufstehen wir, Gott Lob, der uns heut diese Nacht behüt’ hat vor des Teufels Macht.

Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch Deine Güt. Laß Deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein,

daß unser Herz in G’horsam leb, Deim Wort und Willn nicht widerstreb, daß wir Dich stets vor Augen han in allem, das wir heben an.

Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu Deim Lob, Ehr und Preis.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 274)

Morgenlese

Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott. 

Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.« Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern weil er ihm zusteht. Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. 

Wie ja auch David den Menschen seligpreist, dem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke: »Selig sind die, denen die Ungerechtigkeiten vergeben und denen die Sünden bedeckt sind! Selig ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht zurechnet!« 

Römer 4,1-8

Abendlese

Deshalb muß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnaden sei und die Verheißung festbleibe für alle Nachkommen, nicht allein für die, die aus dem Gesetz leben, sondern auch für die, die aus Abrahams Glauben leben. Der ist unser aller Vater –  wie geschrieben steht: »Ich habe Dich gesetzt zum Vater vieler Völker« – vor Gott, dem er geglaubt hat, der die Toten lebendig macht und ruft das, was nicht ist, daß es sei. 

Wo keine Hoffnung war, hat er auf Hoffnung hin geglaubt, auf daß er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist: »So zahlreich sollen Deine Nachkommen sein.« 

Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Mutterschoß der Sara. 

Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wußte aufs Allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun. 

Darum wurde es ihm auch »zur Gerechtigkeit gerechnet« Nicht nur um seinetwillen steht aber geschrieben: »Es wurde ihm zugerechnet«, sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, die wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten, welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt. 

Römer 4,16-25

Konkordienformel (Solida Declaratio): Summarischer Begriff & Von der Erbsünde

Von dem summarischen Begriff, Grund, Regel und Richtschnur wie alle Lehr nach Gottes Wort geurteilt und die eingefallne Irrungen christlich erkläret und entscheiden werden sollen.

BSLK 840-846, 17-1,4.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

P

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Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! (Psalm 57)

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes von Rembrandt van Rijn. (1668)

Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf Dich traut meine Seele, und unter dem Schatten Deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt. Er sende vom Himmel und helfe mir von der Schmähung dessen, der mir nachstellt. Sela.

Gott sende seine Güte und Treue. Ich liege mitten unter Löwen; verzehrende Flammen sind die Menschen, ihre Zähne sind Spieße und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und deine Ehre über alle Welt! Sie haben meinen Schritten ein Netz gestellt und meine Seele gebeugt; sie haben vor mir eine Grube gegraben – und fallen doch selbst hinein. Sela. 

Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe, ich will das Morgenrot wecken! Herr, ich will Dir danken unter den Völkern, ich will Dir lobsingen unter den Leuten. Denn Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und Deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Erhebe Dich, Gott, über den Himmel und Deine Ehre über alle Welt! 

Psalm 57. Ein güldenes Kleinod Davids, vorzusingen, nach der Weise »Vertilge nicht«, als er vor Saul in die Höhle floh.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19,10

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Mein schönster Zier und Kleinod bist auf Erden Du, Herr Jesu Christ; Dich will ich lassen walten und allezeit in Lieb und Leid in meinem Herzen halten.

Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht; das muß ich frei bekennen. Drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not von Deiner Lieb mich trennen.

Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein und ich bin Dein, Dir hab ich mich ergeben.

Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib Du bei mir, es will nun Abend werden. Laß doch Dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden.

Leipzig 1597 (LKG 296)

Morgenlese

Und Jesus sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. 

Als er aber alles verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! 

Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor Dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich Dein Sohn heiße; mache mich einem Deiner Tagelöhner gleich! 

Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn. 

Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor Dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich Dein Sohn heiße. 

Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das gemästete Kalb und schlachtet’s; laßt uns essen und fröhlich sein! 

Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 

Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und Dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. 

Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich Dir und habe Dein Gebot nie übertreten, und Du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. Nun aber, da dieser Dein Sohn gekommen ist, der Dein Hab und Gut mit Huren verpraßt hat, hast Du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 

Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, Du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist Dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser Dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden. 

Lukas 15,11-32 (Vom verlorenen Sohn)

Abendlese

Und nach etlichen Tagen ging er wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, daß er im Hause war. Und es versammelten sich viele, sodaß sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. 

Und es kamen einige, die brachten zu ihm einen Gelähmten, von vieren getragen. Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag.

Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, Deine Sünden sind Dir vergeben. Es saßen da aber einige Schriftgelehrte und dachten in ihren Herzen: Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein? 

Und Jesus erkannte alsbald in seinem Geist, daß sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu ihnen: Was denkt Ihr solches in Euren Herzen? Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind Deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm Dein Bett und geh hin? 

Damit Ihr aber wißt, daß der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage Dir, steh auf, nimm Dein Bett und geh heim! 

Und er stand auf und nahm sogleich sein Bett und ging hinaus vor aller Augen, sodaß sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.

Markus 2,1-12

Konkordienformel (Solida Declaratio):

Von dem summarischen Begriff, Grund, Regel und Richtschnur wie alle Lehr nach Gottes Wort geurteilt und die eingefallne Irrungen christlich erkläret und entscheiden werden sollen.

BSLK 836-840, 8-16.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Ich harrte des HERRN, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien. (Psalm 40)

Ich harrte des HERRN, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien. Er zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels, dass ich sicher treten kann; er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und auf den HERRN hoffen. 

Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und denen, die mit Lügen umgehen.

HERR, mein Gott, groß sind Deine Wunder und Deine Gedanken, die Du an uns beweisest; Dir ist nichts gleich! Ich will sie verkündigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind. 

Schlachtopfer und Speisopfer gefallen Dir nicht, aber die Ohren hast Du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer. 

Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben: Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und Dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. Ich verkündige Gerechtigkeit in der großen Gemeinde.

Siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen; HERR, das weißt Du. Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von Deiner Wahrheit und von Deinem Heil rede ich. Ich verhehle Deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde. 

Du aber, HERR, wollest Deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden; laß Deine Güte und Treue allewege mich behüten. Denn es haben mich umgeben Leiden ohne Zahl. Meine Sünden haben mich ereilt; ich kann sie nicht überblicken. Ihrer sind mehr als Haare auf meinem Haupt, und mein Mut hat mich verlassen. 

Laß Dir’s gefallen, HERR, mich zu erretten; eile, HERR, mir zu helfen! Schämen sollen sich und allesamt zuschanden werden, die mir nach dem Leben trachten, daß sie mich umbringen. Es sollen zurückweichen und zuschanden werden, die mir mein Unglück gönnen. Sie sollen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: Da, da! 

Laß Deiner sich freuen und fröhlich sein alle, die nach Dir fragen; und die Dein Heil lieben, laß allewege sagen: Der HERR sei hochgelobt! Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, säume doch nicht! 

Psalm 40. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19,10

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet und, was sie soll, auf diesen Tag vollendet; die dunkle Nacht dringt allenthalben zu, bringt Menschen, Vieh und alle Welt zur Ruh.

Ich preise Dich, Du Herr der Nacht und Tage, daß Du mich heut vor aller Not und Plage durch Deine Gnad und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurchgebracht.

Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch Deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei Dir verloschen sein.

Schaff, daß mein Geist Dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht vertraue, und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag.

Vergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der Finsternis bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Welt im Schlafen sicher sei.

Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabes stecken, so blicke mich mit Deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann,

und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, da Du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt.

Berlin 1647. LKG 301.

Morgenlese

Aber die Israeliten taten wiederum, was dem HERRN mißfiel, und dienten den Baalen und den Astarten und den Göttern von Aram und den Göttern von Sidon und den Göttern von Moab und den Göttern der Ammoniter und den Göttern der Philister und verließen den HERRN und dienten ihm nicht. 

Da entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er verkaufte sie in die Hand der Philister und Ammoniter. Und sie zertraten und zerschlugen die Israeliten zu jener Zeit achtzehn Jahre lang, nämlich alle Israeliten jenseits des Jordans im Land der Amoriter, das in Gilead liegt. Dazu zogen die Ammoniter über den Jordan und kämpften gegen Juda, Benjamin und das Haus Ephraim, sodaß Israel hart bedrängt wurde. 

Da schrien die Israeliten zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an Dir gesündigt, denn wir haben unsern Gott verlassen und den Baalen gedient. Aber der HERR sprach zu den Israeliten: Haben Euch nicht auch unterdrückt die Ägypter, die Amoriter, die Ammoniter, die Philister, die Sidonier, Amalek und Maon?

Und ich half Euch aus ihren Händen, als Ihr zu mir schriet. Dennoch habt Ihr mich verlassen und andern Göttern gedient. Darum will ich Euch nicht mehr erretten. Geht hin und schreit zu den Göttern, die Ihr erwählt habt; laßt diese Euch helfen zur Zeit Eurer Bedrängnis! 

Aber die Israeliten sprachen zum HERRN: Wir haben gesündigt, mache Du es mit uns, wie Dir’s gefällt; nur errette uns heute! Und sie taten von sich die fremden Götter und dienten dem HERRN. Da jammerte es ihn, daß Israel so geplagt wurde. 

Richter 10,6-16

Abendlese

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. 

Es ist aber desto reicher geworden die Gnade unseres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. 

Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, daß Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.

1.Timotheus 1,12-17

Konkordienformel (Solida Declaratio):

Von dem summarischen Begriff, Grund, Regel und Richtschnur wie alle Lehr nach Gottes Wort geurteilt und die eingefallne Irrungen christlich erkläret und entscheiden werden sollen.

BSLK 833-836, 1-7.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +

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Pastor Wilhelm Löhe predigt am 3.Sonntag nach Trinitatis über Lukas 15,1-10 (Sucht das Verlorene)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am 3. Sonntag nach Trinitatis über unseres Herrn Jesu Christi Suchen des Verlorenen wie in seinem heiligen Evangelium beim heiligen Evangelisten Sankt Lukas im 15. Kapitel glaubhaft in den Versen 1-10 aufgeschrieben.

Hier vorgelesen:

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