Nimm von uns, Herr, Du treuer Gott, die schwere Straf und große Rut

Rosenstock an der Alten Lateinschule in der Lutherstadt Wittenberg

Nimm von uns, Herr, Du treuer Gott, die schwere Straf und große Not, die wir mit Sünden ohne Zahl verdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feu’r und großem Leid.

Erbarm Dich Deiner bösen Knecht, wir flehn um Gnad und nicht um Recht; denn so Du, Herr, den rechten Lohn uns geben wolltst nach unserm Tun, so müsst die ganze Welt vergehn und könnt kein Mensch vor Dir bestehn.

Ach Herr Gott, durch die Treue Dein mit Trost und Rettung uns erschein. Beweis an uns Dein große Gnad und straf uns nicht auf frischer Tat, wohn uns mit Deiner Güte bei, Dein Zorn und Grimm fern von uns sei.

Warum willst Du doch zornig sein über uns arme Würmelein? Weißt Du doch wohl, Du großer Gott, daß wir nichts sind denn Erd und Kot; es ist ja vor Deim Angesicht unser Schwachheit verborgen nicht.

Nach dem Auser immensem (Wittenberg 16. Jahrhundert) von Martin Moller 1584. LKG 216: 1-4.

Dienstag nach den 17. Sonntag nach Trinitatis (Von der Freiheit eines Christenmenschen) 

Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von Dir fordert: nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott. 

Micha 6,8

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort hören, gerne tun nach Deinen Geboten und uns ganz auf Deine Verheißungen verlassen, daß unsere Seele dadurch geheiligt und unser Wandel erneuert werde, und wir Dir vertrauensvoll leben in Zeit und Ewigkeit, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betrügen euch, sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des HERRN.  17 Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird euch wohlgehen –, und allen, die im Starrsinn ihres Herzens wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen.  18 Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört?  19 Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen.  20 Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen.  21 Ich sandte die Propheten nicht, und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen, und doch weissagen sie.  22 Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren.  23 Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?  24 Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR.  25 Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt.  26 Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen  27 und wollen, dass mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, so wie ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal?  28 Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der HERR.  29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? 

Jeremia 23,16-29

Tageslese

Da kamen zu Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem und sprachen: 2 Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. 3 Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Überlieferung willen? 4 Denn Gott hat gesagt: »Du sollst Vater und Mutter ehren«, und: »Wer Vater oder Mutter schmäht, der soll des Todes sterben.« 5 Ihr aber lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Eine Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht, 6 der braucht seinen Vater nicht zu ehren. Damit habt ihr Gottes Wort aufgehoben um eurer Überlieferung willen. 7 Ihr Heuchler, richtig hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen: 8 »Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; 9 vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.« 10 Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hört zu und begreift: 11 Nicht was zum Mund hineingeht, macht den Menschen unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein. 12 Da traten die Jünger hinzu und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass die Pharisäer an dem Wort Anstoß nahmen, als sie es hörten? 13 Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, die werden ausgerissen. 14 Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer! Wenn aber ein Blinder den andern führt, so fallen sie beide in die Grube. 15 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! 16 Er sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr noch immer unverständig? 17 Versteht ihr nicht, dass alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? 18 Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. 19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. 20 Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein. 

Matthäus 15:1-20

Gebet am Dienstag

Unser Herr Jesus Christus hat sich allem Menschlichen und allem Unmenschlichen ausgesetzt. Den Mächten von Gewalt, Geld und Macht hat er widerstanden und allein Dir, dem wahren Gott, die Ehre gegeben. In seinem Namen bitten wir für die Machthaber und die Unterdrückten, für alle, denen Lebensgewißheit, Orientierung, Heimat und Recht genommen sind, und für jene, die ihnen beistehen. Erbarme Dich unser um eben dieses unseres Herrn Jesu Christi willen. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.195

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Allein zu Dir, Herr Jesu Christ, mein Hoffnung steht auf Erden

Allein zu Dir, Herr Jesu Christ, mein Hoffnung steht auf Erden. Ich weiß, daß Du mein Tröster bist, kein Trost mag mir sonst werden. Von Anbeginn ist nichts erkorn, auf Erden ward kein Mensch geborn, der mir aus Nöten helfen kann; ich ruf Dich an, zu dem ich mein Vertrauen han.

Mein Sünd sind schwer und übergroß und reuen mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch Deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich Deinem Vater an, daß Du hast gnug für mich getan, so werd ich los der Sünden Last. Herr, halt mir fest, wes Du Dich mir versprochen hast.

Gib mir durch Dein Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich Deine Gütigkeit mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben Dich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End Dein Hilf mir send, dadurch behend des Teufels List sich von mir wend.

Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, seim liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott, dem werten Heilgen Geist, der uns allzeit sein Hilfe leist, daß wir ihm wohlgefällig sein hier in der Zeit und folgends in der Ewigkeit.

Konrad Hubert 1540/1541 (LKG 215)

Montag nach den 17. Sonntag nach Trinitatis (Von der Freiheit eines Christenmenschen) 

Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von Dir fordert: nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott.

Micha 6,8

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort hören, gerne tun nach Deinen Geboten und uns ganz auf Deine Verheißungen verlassen, daß unsere Seele dadurch geheiligt und unser Wandel erneuert werde, und wir Dir vertrauensvoll leben in Zeit und Ewigkeit, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Wehe den Hirten, die die Herde meiner Weide umkommen lassen und zerstreuen!, spricht der HERR.  2 Darum, so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Herde zerstreut und verstoßen und nicht nach ihr gesehen. Siehe, ich will euch heimsuchen um eures bösen Tuns willen, spricht der HERR.  3 Und ich will die Übriggebliebenen meiner Herde sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstoßen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie fruchtbar sein sollen und sich mehren.  4 Und ich will Hirten über sie setzen, die sie weiden sollen, dass sie sich nicht mehr fürchten noch erschrecken noch heimgesucht werden, spricht der HERR.  5 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.  6 Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR ist unsere Gerechtigkeit«.  7 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der HERR lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!«,  8 sondern: »So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.« Und sie sollen in ihrem Lande wohnen. 

Jeremia 23, 1-8

Tageslese

Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. 9 Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« 10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. 

Römer 13,8-10

Montagsgebet

Schöpfer der Welt. Den Menschen hast Du beauftragt, mit seiner Arbeit die Erde zu bebauen und zu bewahren. Erhalte uns die Möglichkeit, etwas Gewinnbringendes für uns und für andere zu tun, und hilf, daß Gerechtigkeit und Menschlichkeit unsere Geschäfte, die Betriebe und alle wirtschaftlichen Beziehungen bestimmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, den Herrn unseres Lebens.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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17th Sunday after Trinity (On Christian liberty)

This is the victory that has overcome the world—our faith. 

1. John 5,4b

Introit

I will give you thanks with all my heart; before the heavenly assembly  I will sing praises to you. I will bow down toward your holy temple, and give thanks to your name, because of your loyal love and faithfulness, for you have exalted your promise above the entire sky. When I cried out for help, you answered me. You made me bold and energized me. Let all the kings of the earth give thanks to you, O Lord, when they hear the words you speak. Let them sing about the Lord’s deeds, for the Lord’s splendor is magnificent. Though the Lord is exalted, he looks after the lowly, and from far away humbles the proud. Even when I must walk in the midst of danger, you revive me. You oppose my angry enemies, and your right hand delivers me. The Lord avenges me. O Lord, your loyal love endures. Do not abandon those whom you have made.

Psalm 138

Collect of the Day

Lord, we implore You, grant Your people grace to withstand the temptations of the devil and with pure hearts and minds to follow You, the only God; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.

Lutheran Service Book: Altar Book Pg. 928

Old Testament

Listen to me, you coastlands! Pay attention, you people who live far away!

The Lord summoned me from birth; he commissioned me when my mother brought me into the world.

He made my mouth like a sharp sword, he hid me in the hollow of his hand; He made me like a sharpened arrow, he hid me in his quiver. He said to me, “You are my servant, Israel, through whom I will reveal my splendor.”

But I thought, “I have worked in vain; I have expended my energy for absolutely nothing.” But the Lord will vindicate me; my God will reward me.

So now the Lord says, the one who formed me from birth to be his servant— he did this  to restore Jacob to himself, so that Israel might be gathered to him; and I will be honored in the Lord’s sight, for my God is my source of strength— he says, “Is it too insignificant a task for you to be my servant, to reestablish the tribes of Jacob, and restore the remnant of Israel? I will make you a light to the nations, so you can bring my deliverance to the remote regions of the earth.”

Isaiah 49, 1-6

Gradual

Blessed is the nation whose God is the Lord, the people whom he has chosen as his heritage! By the word of the Lord the heavens were made, and by the breath of his mouth all their host.

Psalm 33,12.6

Epistle

Because if you confess with your mouth that Jesus is Lord and believe in your heart that God raised him from the dead, you will be saved. For with the heart one believes and thus has righteousness and with the mouth one confesses and thus has salvation. For the scripture says, “Everyone who believes in him will not be put to shame.” For there is no distinction between the Jew and the Greek, for the same Lord is Lord of all, who richly blesses all who call on him. For everyone who calls on the name of the Lord will be saved. How are they to call on one they have not believed in? And how are they to believe in one they have not heard of? And how are they to hear without someone preaching to them? And how are they to preach unless they are sent? As it is written, “How timely is the arrival of those who proclaim the good news.” But not all have obeyed the good news, for Isaiah says, “Lord, who has believed our report?” Consequently faith comes from what is heard, and what is heard comes through the preached wordof Christ. But I ask, have they not heard?  Yes, they have: Their voice has gone out to all the earth, and their words to the ends of the world. 

Romans 10,9-17 (18)

Alleluia Verse

Alleluia. I love the Lord, because he has heard my voice and my pleas for mercy. Alleluia.

Psalm 116,1

Gospel

And Jesus went away from there and withdrew to the district of Tyre and Sidon. 22 And behold, a Canaanite woman from that region came out and was crying, “Have mercy on me, O Lord, Son of David; my daughter is severely oppressed by a demon.” 23 But he did not answer her a word. And his disciples came and begged him, saying, “Send her away, for she is crying out after us.” 24 He answered, “I was sent only to the lost sheep of the house of Israel.” 25 But she came and knelt before him, saying, “Lord, help me.” 26 And he answered, “It is not right to take the children’s bread and throw it to the dogs.” 27 She said, “Yes, Lord, yet even the dogs eat the crumbs that fall from their masters’ table.” 28 Then Jesus answered her, “O woman, great is your faith! Be it done for you as you desire.” And her daughter was healed instantly.

Matthew 15,21-28

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Sermon by Dr. Martin Luther

Today´s sermon:

For in Christ Jesus you are all sons of God through faith. For all of you who were baptized into Christ have clothed yourselves with Christ. There is neither Jew nor Greek, there is neither slave nor free, there is neither male nor female —for all of you are one in Christ Jesus. And if you belong to Christ, then you are Abraham’s descendants, heirs according to the promise.

Galatians 3,26-28

Hymn of the week

Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, wenn unsere Feinde toben, und er unser Sach nicht zufällt im Himmel hoch dort oben, wo er Israels Schutz nicht ist und selber bricht der Feindes List, so ists mit uns verloren. 

Was Menschenkraft und -witz anfäht, soll uns billig nicht schrecken; er sitzet an der höchsten Stätte, der wird ihrn Rat aufdecken. Wenn sie’s aufs klügste greifen an, so geht doch Gott ein ander Bahn; es steht in seinen Händen. 

Sie wüten hart und fahren her, als wollten sie uns fressen; zu würgen steht all ihr Begehr, Gotts ist bei ihn´ vergessen. Wie Meereswellen einher schlau, nach Leib und Leben sie uns stahl; des wird sich Gott erbarmen. 

Sie stellen uns wie Ketzern nach, zu unserem Blut sie trachten, doch rühmen sie sich Christen hoch, die Gott allein groß achten. Ach Gott, der teure Name Dein muß ihrer Schalkheit Deckel sein. Du wirst einmal aufwachen. 

Aufsperren sie den Rachen weit und wollen uns verschlingen. Lob und Dank sei Gott allezeit, es wird ihn´ nicht gelingen. Er wird ihr Strick zerreißen gar und stürzen ihre falschen Lehr. Sie werden Gott nicht wehren.

Ach Herr Gott, wie reich tröstest Du, die gänzlich sind verlassen. Der Gnaden Tür steht nimmer zu. Vernunft kann das nicht fassen, sie spricht: »Es ist nun alls verlorn«, da doch das Kreuz hat neu geborn, die Deiner Hilfe warten.

Die Feind sind all in Deiner Hand, dazu all ihr Gedanken; ihr Anschlag ist Dir wohl bekannt; hilf nur, daß wir nicht wanken. Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftig will sie trauen nicht, da Du wirst selber trösten. 

Den Himmel hast Du und die Erd, Herr, unser Gott, gegründet; gib, daß Dein Licht uns helle werd, lass unser Herz entzündet in rechter Lieb des Glaubens Dein bis an das End beständig sein. Die Welt lass immer murren.

Justus Jonas 1524 (LKG 47)

Prayer of the church

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

King of kings, Your Son came as a servant to save mankind, receiving all authority at Your right hand. Give Your Church, destined to share His throne, faithful hearts, that we may serve the world in Your name. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

King of kings, bless this congregation, its mission and all its people. Grant us the ability to accomplish the work You have given us to do. Most especially, grant us the unity of Your Holy Spirit in the bond of peace. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

King of kings, strengthen fathers to devote their households to Your Word and prayer, to bring their children to Christ’s font, and faithfully to instruct them in regular attendance at the Divine Service. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

King of kings, Your Son teaches authorities to receive their positions with patience and not grasp them for themselves. Raise up humble and wise leaders for the good of all nations. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

King of kings, spare those who are ill, suffering or in sorrow especially Christoph, Karin, Ingrid, Annette, Paulina, Sylvia, Hillary, Manuela, Manfred, Detlev & Biljana, Friederike und Olly, Isabel, Ele, Max und Louis, Matz und Timo, Carola, Matt & Cathy, Michael & Janet, Scott und Mary-Ann, Jonathan & Brenda, Michael & Janet, Marlies. Comfort them with Your promise of constant care and mercy. Show compassion also to the bereaved. Comfort them with Your promise of a joyful reunion with Christ and their loved ones who have died in the faith. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

King of kings, You graciously invite us to join You in the feast of this Sacrament. Grant that we would come, taking the lowest place in repentance and pleading Your mercy, that our hearts may be lifted up to the honor of receiving Christ’s very body and blood. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, heavenly Father, we gratefully remember the sufferings and death of Your dear Son, Jesus Christ, for our salvation. Rejoicing in His victorious resurrection from the dead, we draw strength from His ascension before You, where He ever stands for us as our own High Priest. Gather us together from the ends of the earth to celebrate with all the faithful the marriage feast of the Lamb in His kingdom, which has no end. Graciously receive our prayers, deliver and preserve us, for to You alone we give all glory, honor and worship, Father, Son and Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-26

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever just as His holy Christian Church does. Alleluia +

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Aus tiefer Not schrei ich zu Dir

Aus tiefer Not schrei ich zu Dir, Herr Gott, erhör mein Rufen. Dein gnädig’ Ohren kehr zu mir und meiner Bitt sie öffne; denn so Du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor Dir bleiben?

Bei Dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor Dir niemand sich rühmen kann, des muss Dich fürchten jedermann und Deiner Gnade leben.

Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.

Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre.

Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen.

Martin Luther 1524 (LKG 213)

Sonnabend nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost) 

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia, als der König Zedekia zu ihm sandte Paschhur, den Sohn Malkijas, und Zefanja, den Sohn Maasejas, den Priester, und ihm sagen ließ:  2 Befrage doch den HERRN für uns; denn Nebukadnezar, der König von Babel, führt Krieg gegen uns. Vielleicht wird der HERR doch an uns tun wie bei all seinen früheren Wundern, sodass jener von uns abzieht.  3 Jeremia sprach zu ihnen: So sagt zu Zedekia:  4 Das spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen gegen euch wenden, die ihr in euren Händen habt, mit denen ihr außen vor der Mauer kämpft gegen den König von Babel und gegen die Chaldäer, die euch belagern, und will sie sammeln mitten in dieser Stadt.  5 Und ich selbst will wider euch streiten mit ausgestreckter Hand, mit starkem Arm, mit Zorn und Grimm und ohne Erbarmen  6 und will die Bürger dieser Stadt schlagen, Menschen und Tiere, dass sie sterben sollen durch eine große Pest.  7 Und danach, spricht der HERR, will ich Zedekia, den König von Juda, samt seinen Großen und dem Volk, das in dieser Stadt von Pest, Schwert und Hunger übrig gelassen wird, in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, geben und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten. Er wird sie mit der Schärfe des Schwerts schlagen schonungslos, ohne Gnade und Erbarmen.  8 Und zu diesem Volk sage: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode.  9 Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben müssen durch Schwert, Hunger und Pest; wer sich aber hinausbegibt und überläuft zu den Chaldäern, die euch belagern, der soll am Leben bleiben und soll sein Leben als Beute behalten.  10 Denn ich habe mein Angesicht gegen diese Stadt gerichtet zum Unheil und nicht zum Heil, spricht der HERR. Sie soll dem König von Babel übergeben werden, dass er sie mit Feuer verbrenne.  

11 Und zum Hause des Königs von Juda sage: Höret des HERRN Wort,  12 ihr vom Hause David! So spricht der HERR: Haltet alle Morgen gerechtes Gericht und errettet den Beraubten aus des Frevlers Hand, auf dass nicht mein Grimm ausfahre wie Feuer und brenne, ohne dass jemand löschen kann, um eurer bösen Taten willen.  13 Siehe, spricht der HERR, ich will an dich, du Stadt, die du wohnst im Talgrund, du Fels in der Ebene. Ihr sprecht: Wer will uns überfallen, und wer will in unsere Feste kommen?  14 Ich will euch heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer in ihrem Wald anzünden, das soll alles umher verzehren. 

Jeremia 21,1-14

Tageslese

Aber die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual rührt sie an. 2 In den Augen der Unverständigen galten sie als tot. Ihr Scheiden wurde für Strafe gehalten 3 und ihr Fortgehen für Verderben; aber sie sind im Frieden. 4 Obwohl sie den Menschen gestraft erscheinen, sind sie doch erfüllt von Hoffnung auf Unsterblichkeit. 5 Sie wurden ein wenig gezüchtigt, aber viel Gutes wird ihnen widerfahren; denn Gott versuchte sie und fand sie seiner wert. 6 Er prüfte sie wie Gold im Schmelzofen und nahm sie an wie ein Ganzopfer. 7 Und zur Zeit ihrer Rettung werden sie aufleuchten und wie Funken durch ein Stoppelfeld stieben. 8 So werden sie die Heiden richten und über die Völker herrschen, und der Herr wird König sein über sie in Ewigkeit. 9 Die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die treu sind in der Liebe, werden bei ihm bleiben. Denn Gnade und Barmherzigkeit wohnt bei seinen Heiligen, und er rettet seine Auserwählten. 

Weisheit 3,1-9

Tagesgebet

Gott Du Lenker aller Zeit und Welt. Du bist für uns da, und das verwandelt die dahinfließende Zeit in ein erhebendes Jetzt und Hier, immer festlich und erwartungsvoll, in den Anfang Deines ewigen Tages. Doch wir erfahren gestundete Zeit, die uns gesetzte Frist läuft ab, und beim Warten dehnt sich uns die Zeit in unendliche Länge. Halte Du, Gott, uns fest in der Flüchtigkeit dieser Erdenzeit. Lehre uns Morgen, Mittag und Abend schätzen, den Sonntag, die Woche, das Jahr in neuer Wiederkehr. Unsere Zeit steht in Deinen Händen, Herr.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.200

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ach Gott, wie herzlich liebst Du doch uns arme Leut auf Erden.

Aus Dämmerung und Licht: Meisterwerke nordischer Malerei 1860-1920 (Groningen)

Ach Gott, wie herzlich liebst Du doch uns arme Leut auf Erden, daß Du uns von dem Himmel hoch Dein´ willen kund läßt werden durchs Predigtamt in Deinem Wort, welchs jetzund schallt an allem Ort, daß wir Buß tun und glauben. 

Wir bitten Dich, o höchster Hort, Du wollst allzeit bescheren getreue Diener, die Dein Wort rein, unverfälscht uns lehren. Gib uns Deins Geistes Kraft und Macht, daß wir es hören mit Bedacht und heilig danach leben. 

Hilf, daß wir unsre Prediger von ganzem Herzen lieben und folgen ihrer guten Lehr, darin uns täglich üben, weil sie verrichten Dein‘ Befehl und wachen über unsre Seel, auch Rechenschaft dafür geben. 

Herr, gib Du, daß wir ihnen nun erzeigen Guts und Ehre, daß sie ihr Amt mit Freuden tun und nicht mit Seufzen schwere, denn solches ist uns ja nicht gut, wie uns Dein Wort selbst lehren tut. Davor wollst uns behüten. 

Georg Oesterreicher 1623 (LKG 68)  

Freitag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost) 

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich.  8 Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich.  9 Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht.  10 Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.«  11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden.  12 Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Sache befohlen.  13 Singet dem HERRN, rühmet den HERRN, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet!  14 Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin; der Tag soll ungesegnet sein, an dem mich meine Mutter geboren hat!  15 Verflucht sei, der meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: »Du hast einen Sohn«, sodass er ihn fröhlich machte!  16 Der Tag soll sein wie die Städte, die der HERR vernichtet hat ohne Erbarmen. Am Morgen soll er Wehklage hören und am Mittag Kriegsgeschrei,  17 weil er mich nicht getötet hat im Mutterleibe, sodass meine Mutter mein Grab geworden und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre!  18 Warum bin ich doch aus dem Mutterleib hervorgekommen, wenn ich nur Jammer und Herzeleid sehen muss und meine Tage in Schmach zubringe! 

Jeremia 20,7-18

Tageslese

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. 36 Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. 37 Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben. 38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm« 39 Wir aber sind nicht solche, die zurückweichen und verdammt werden, sondern solche, die glauben und die Seele erretten. 

Hebräer 10,35-39

Gebet am Freitag

Gott der Treue und allen Trostes. Zu Dir rufen wir aus dem Leiden, das uns bedrängt: Leiden an uns selbst, an anderen Menschen, an Verhältnissen, die nun einmal so sind, wie sie sind, Leiden an dunklen Widerfahrnissen. Wer weiß, wozu solches Leiden gut ist? Warum werden wir in solche Leiden geführt? Bewahre uns vor Bitterkeit und Trotz, vor Selbstgerechtigkeit und Verzweiflung. Christus hat für uns alle gelitten. Er weiß, wie ausgeliefert wir sind. In ihm teilst Du unser Leid, Du Gott der Treue und allen Trostes.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.199

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Einer ists, an dem wir hangen, der für uns in den Tod gegangen

Kruzifix in der Alten Lateinschule (Jüdenstraße 38: OIM 2.4)

Einer ists, an dem wir hangen, der für uns in den Tod gegangen und uns erkauft mit seinem Blut. Unsre Leiber, unsre Herzen gehören Dir, o Mann der Schmerzen; in Deiner Liebe ruht sich’s gut. Nimm uns zum Eigentum, bereite Dir zum Ruhm Deine Kinder. Verbirg uns nicht das Gnadenlicht von Deinem heilgen Angesicht.

Nicht wir haben Dich erwählet, Du selbst hast unsre Zahl gezählet nach Deinem ewgen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von Dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn
für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, Dir nach und trägt mit Ehren Deine Schmach.

O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in Deines Vaters Haus. Wohl dem, den Deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes!
Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit.

Albert Knapp 1824 (LKG 67)

Donnerstag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost) 

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

So sprach der HERR: Geh hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom Töpfer und nimm mit etliche von den Ältesten des Volks und von den Ältesten der Priester  2 und geh hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Scherbentor liegt, und predige dort die Worte, die ich dir sage,  3 und sprich: Höret des HERRN Wort, ihr Könige von Juda und ihr Bürger Jerusalems! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ein solches Unheil über diese Stätte bringen, dass jedem, der es hören wird, die Ohren gellen sollen,  4 weil sie mich verlassen und diese Stätte missbraucht und dort andern Göttern geopfert haben, die weder sie noch ihre Väter noch die Könige von Juda kannten, und weil sie die Stätte voll unschuldigen Blutes gemacht  5 und dem Baal Höhen gebaut haben, um ihre Kinder dem Baal als Brandopfer zu verbrennen, was ich weder geboten noch geredet habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist.  6 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, dass man diese Stätte nicht mehr »Tofet« und »Tal Ben-Hinnom«, sondern »Würgetal« nennen wird.  7 Und ich will das Vorhaben Judas und Jerusalems an diesem Ort zunichtemachen und will sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden und durch die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und will ihre Leichname den Vögeln des Himmels und den Tieren auf dem Felde zum Fraß geben.  8 Und ich will diese Stadt zum Entsetzen und zum Spott machen, dass alle, die vorübergehen, sich entsetzen und spotten über alle ihre Plagen.  9 Ich will sie ihrer Söhne und Töchter Fleisch essen lassen, und einer soll des andern Fleisch essen in der Not und Angst, mit der ihre Feinde und die, die ihnen nach dem Leben trachten, sie bedrängen werden.  10 Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Augen der Männer, die mit dir gegangen sind,  11 und zu ihnen sagen: So spricht der HERR Zebaoth: Wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, dass es nicht wieder ganz werden kann, so will ich dies Volk und diese Stadt zerbrechen. Und man wird im Tofet begraben, weil sonst kein Raum dafür da sein wird.  12 So will ich’s mit dieser Stätte und ihren Bewohnern machen, spricht der HERR, dass diese Stadt wie das Tofet werden soll.  13 Und die Häuser Jerusalems und die Häuser der Könige von Juda sollen ebenso unrein werden wie die Stätte Tofet, alle Häuser, wo sie auf den Dächern dem ganzen Heer des Himmels geopfert und andern Göttern Trankopfer dargebracht haben. 

Jeremia 19,1-13

Tageslese

Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen 19 und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, 20 dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss.

Epheser 6,18-20

Gebet am Donnerstag

Herr Jesus Christus. In Deinem Sterben und Auferstehen ist die Kirche begründet: ein Haus aus Licht, von Menschen, die in Dir leben. Wir bitten Dich um das Wirken Deines Geistes: Lehre uns, Dein Wort aufzunehmen und zu bewahren und zur Gemeinschaft an Deinem Tisch vereint zu werden, damit die Welt glaube. Du, Herr Gott Jesus Christus, bist der lebendige Sohn mit dem himmlischen Vater und dem Heiligen Geist, jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.198

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dr. Martin Luther predigt am 17. Sonntag nach Trinitatis

Lutherzimmer auf der Wartburg

Dr. Martin Luther predigt am siebzehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium unseres Herrn Jesu Christi, wie es aufgezeichnet ist vom Evangelisten Matthäus im 14. Kapitel, Verse 1-11 (WA 52 S. 484-488): “Im heuttigen Evangelio sind zwey stück. Das erste betrifft den Gottes dienste, wie man gegen Got handeln soll. Das Ander, wie wir uns gegen den leuten  halten sollen.”

Und hier vorgelesen zum zuhören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 17th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.Matthew chapter 14,1-11 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.965-972: 


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Gib den Boten Kraft und Mut, Glaubenshoffnung

Die vier Apostel von Albrecht Dürer (1526): Johannes, Petrus, Markus und Paulus. (Alte Pinakothek, München)

Gib den Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut, und laß viel Früchte Deiner Gnad folgen ihrer Tränensaat. Erbarm Dich, Herr.

Laß uns Deine Herrlichkeit ferner sehn in dieser Zeit und mit unsrer kleinen Kraft üben gute Ritterschaft. Erbarm Dich, Herr.

Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dem Höchsten allezeit, der wie er ist drei in ein, uns in ihm läßt eines sein. Erbarm Dich, Herr.

Strophe 5 Christian Gottlob Barth 1827, Strophe 6 Christian David 1741 und Strophe 7 Johann Christian Nehring 1704. LKG 66,5-7.

Mittwoch nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost) 

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia:  2 Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen.  3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.  4 Und wenn der Topf, den er aus dem Ton machte, ihm unter den Händen missriet, machte er daraus wieder einen andern Topf, ganz wie es ihm gefiel.  5 Da geschah des HERRN Wort zu mir:  6 Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr in meiner Hand, Haus Israel.  7 Bald rede ich gegen ein Volk und Königreich, dass ich es ausreißen, einreißen und zerstören will;  8 wenn sich aber das Volk, gegen das ich geredet habe, von seiner Bosheit bekehrt, so reut mich auch das Unheil, das ich ihm gedachte zu tun.  9 Und bald rede ich über ein Volk und Königreich, dass ich es bauen und pflanzen will;  10 wenn es aber tut, was mir missfällt, dass es meiner Stimme nicht gehorcht, so reut mich auch das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun.  11 Und nun sprich zu den Leuten in Juda und zu den Bürgern Jerusalems: So spricht der HERR: Siehe, ich bereite euch Unheil und fasse gegen euch einen Plan. So bekehrt euch doch, ein jeder von seinem bösen Wege, und bessert euern Wandel und euer Tun!  12 Aber sie werden sprechen: Daraus wird nichts! Wir wollen unsern eigenen Plänen folgen und jeder nach dem Starrsinn seines bösen Herzens handeln. 

Jeremia 18,1-12

Tageslese

Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, dass auch der Satan mit ihnen kam und vor den HERRN trat. 2 Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen. 3 Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen auf Erden nicht, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, ihn ohne Grund zu verderben. 4 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut für Haut! Und alles, was ein Mann hat, lässt er für sein Leben. 5 Aber strecke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: Was gilt’s, er wird dir ins Angesicht fluchen! 6 Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand, doch schone sein Leben! 7 Da ging der Satan hinaus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel. 8 Und er nahm eine Scherbe und schabte sich und saß in der Asche. 9 Und seine Frau sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Fluche Gott und stirb! 10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die törichten Frauen reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.

Hiob 2,1-10

Gebet am Mittwoch

Treuer Gott, Du Hüter aller Menschen. Vater und Mutter haben uns nach Deinem Willen das Leben geschenkt. Verbinde in der Liebe Deines Sohnes die, für die wir Dich bitten: Männer und Frauen in der Gemeinschaft der Ehe, Eltern und Kinder, Geschwister, Freunde, Verwandte, Alleinlebende und Familien. Hilf uns, füreinander da zu sein und immer mehr zu dem zu werden, was wir sein sollen: Deine Kinder miteinander. Dir vertrauen wir uns an im Namen Deines Erstgeborenen Sohnes, Jesus Christus unseres Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist eins ist, lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.196

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

P.S. Inschrift unter den vier Aposteln nach dem Historischen Lexikon Bayern: “Alle weltliche regenten in disen ferlichen zeitten Nemen billich acht, das sie nit fur das gottlich wort menschliche verfuerung annemen Dann Gott wil nit Zu seinem wort gethon, noch dannen genomen haben. Darauf horent dise trefflich vier menner Petrum Johannem Paulum vnd Marcum Ire warnun[g]”.

“Petrus spricht in seiner andern Epistel Im andern Capittel also / Es waren aber auch falsche prophetten vnter dem volck, Wie auch vnter euch sein werden falsche lerer, die neben einfuren werden verderbliche seckten Vnnd / verleucken den herren der sie erkaufft hat Vnnd werden vber sich furen ein schnel verdamnus Vnd vile werden nachuolgenn Irem verderben, Durch / welche wird der weg der warhait verlestert werden, Vnd durch geitz mit erdichten wortten, werden sie an euch hantieren, Vber welche das vrtail von / lannger here nit saumig ist Vnnd ir verdamnuss schlefft nicht.” (2. Petr. 2, 1-3)

“Johannes in seiner ersten Epistel Im vierdten Capittel schreibt also / Ir lieben, glaubt nicht einem yetlichen geist Sonndern prüffen die geister, ob sie von gott sind Denn es sind vil falscher propheten ausganngen in die / wellt Daran erkennet den geist gottis, Ein yetlicher geist, der da bekennet, das Jhesus Christus ist komen in das flaisch, der ist von gott Vnnd ein / yetlicher geist, der da nicht bekennett das Jhesus Christus ist kome(n) in das flaisch, der ist nicht von gott, Vnnd das ist der geist des widerchristis, von / welchem ir habt gehoret, das er kompt, Vnnd ist yetzt schon in der wellt.” (1. Joh 4, 1-3)

“In der anndern Epistel zum Timotheo In dem dritten Capittel Schreibt S:Paulus also / Das soltu aber wissen, das zu den letzten zeitten werden grewliche zeittung eintretten Denn es werden mennschen sein die von sich selbsz halten, Geitzig, stoltz, / Hoffertig, Lesterer, den Eltern vngehorsam, vndanckpar, vngeistlich, vnfeunntlich Storrig, schender, vnkeusch, vnguttig, wild, verrether, freueller, auff= / geplasen, die mer lieben die wollust den(n) gott, die da haben das geperde eines gotseligen wanndels Aber seine krafft verleucken sie Vnnd von solchen wende / dich, Auss denselben sind die, die heuser durchlauffen, vnd furen die weiblin gefangen, die mit sunden beladen sind, vnd faren mit mancherlei lusten / Lernnen ymer dar, vnd kunden nymer Zur erkentnus der warhait komen.” (2. Tim 3, 1-7)

“Sant Marcus schreibt in seinem Euangelium Im 12 Capittel also / Vnnd er leret sie vnd sprach zu Inen habt acht auff die schrifftgelertten, Die gehen gern In lanngen kleidern. Vnnd lasse sie gern grüssen auff / dem marckt, Vnnd sitzen gern obenan in den schulen vnd vber tisch, Sie fressen der wittwen heuser, vnnd wenden langs gepet fur / Dieselben werden dester mer verdambnus emphahen.” (Mk 12, 38-40).

Die Original-Inschriften sind seit 1922 wieder mit den Bildern vereint. Kurfürst Maximilian I. von Bayern (reg. 1598-1651) hatte sie 1627 absägen lassen – nicht nur aufgrund der Nähe zur Luther-Bibel, sondern auch weil er grundsätzlich jegliche Hinweise auf Kontext und Funktion (Wappen, Stifterporträts) auf seinen Kunstwerken tilgen ließ.

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Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit

Hochwasser aufgenommen von Petr David Josek/AP

Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in Deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann. Erbarm Dich, Herr.

Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit, mache Deinen Ruhm bekannt überall im ganzen Land. Erbarm Dich, Herr.

Schaue die Zertrennung an, der kein Mensch sonst wehren kann; sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt. Erbarm Dich, Herr.

Tu der Völker Türen auf, Deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht. Schaffe Licht in dunkler Nacht. Erbarm Dich, Herr.

Strophe 1 Christian David 1741; Strophe 2 und 4 Christian Gottlob Barth 1827 und Strophe 3 Johann Christian Nehring 1704. LKG 66,1-4

Dienstag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost) 

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

Und des HERRN Wort geschah zu mir:  2 Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter zeugen an diesem Ort.  3 Denn so spricht der HERR von den Söhnen und Töchtern, die an diesem Ort geboren werden, und von ihren Müttern, die sie gebären, und von ihren Vätern, die sie zeugen in diesem Lande:  4 Sie sollen an bösen Krankheiten sterben und nicht beklagt noch begraben werden, sondern sollen Dung werden auf dem Acker. Durch Schwert und Hunger sollen sie umkommen, und ihre Leichname sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fraß werden.  5 So spricht der HERR: Du sollst in kein Trauerhaus gehen, weder um zu klagen noch um zu trösten; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, die Gnade und die Barmherzigkeit, spricht der HERR.  6 Große und Kleine sollen sterben in diesem Lande und nicht begraben noch beklagt werden, und niemand wird sich ihretwegen wund ritzen oder kahl scheren.  7 Auch wird man keinem das Trauerbrot brechen, um ihn zu trösten wegen eines Toten, und auch nicht den Trostbecher zu trinken geben wegen seines Vaters oder seiner Mutter.  8 Du sollst auch in kein Festhaus gehen, um bei ihnen zu sitzen zum Essen und zum Trinken.  9 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort vor euren Augen und zu euren Lebzeiten ein Ende machen dem Jubel der Freude und Wonne, der Stimme des Bräutigams und der Braut.  

10 Und wenn du das alles diesem Volk gesagt hast und sie zu dir sprechen werden: »Warum kündigt uns der HERR all dies große Unheil an? Was ist die Missetat und Sünde, womit wir wider den HERRN, unsern Gott, gesündigt haben?«,  11 so sollst du ihnen sagen: Weil eure Väter mich verlassen haben, spricht der HERR, und andern Göttern nachgelaufen sind, ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht gehalten haben,  12 ihr aber noch ärger tut als eure Väter; denn siehe, ein jeder wandelt im Starrsinn seines bösen Herzens, sodass er mir nicht gehorcht.  13 Darum will ich euch aus diesem Land stoßen in ein Land, das weder ihr gekannt habt noch eure Väter. Dort werdet ihr andern Göttern dienen Tag und Nacht; denn ich will euch keine Gnade erweisen. 

Jeremia 16,1-13

Tageslese

Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 5 und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« 7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? 8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder. 9 Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem Vater der Geister, damit wir leben? 10 Denn jene haben uns gezüchtigt wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, auf dass wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen. 11 Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude, sondern Schmerz zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit.

Hebräer 12,4-11

Gebet am Dienstag

Ein schnell gesagtes Wort, die rasche Entscheidung zu unseren Gunsten – wie leicht erliegen wir der Versuchung, mit allen Mitteln uns und unsere Ansprüche durchzusetzen. Du, Gott, siehst in das Verborgene. Du erkennst alle Regungen unseres Herzens. Löse Du uns von uns selbst, gib Freiheit und Mut, daß wir uns loslassen und uns Dir anvertrauen. Wir wollen Deine Liebe schauen und sie erfahren, die die Welt überwindet. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.195

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn. (LKG 65,7)

Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod.

Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte und Du Schar, die Palmen trägt, und Du Blutvolk in der Krone und Du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt.

Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn.

Philipp Friedrich Hiller 1758 (LKG 65,5-7)

Montag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost)

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

Weh mir, meine Mutter, dass du mich geboren hast, gegen den jedermann hadert und streitet im ganzen Lande! Ich habe niemandem geliehen, und keiner hat mir geliehen, und doch flucht mir jedermann.  11 Der HERR sprach: Wohlan, ich will etliche von euch übrig lassen, denen es wieder wohlgehen soll, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden.  12 Kann man Eisen zerbrechen, Eisen und Bronze aus dem Norden?  13 Ich will dein Gut und deine Schätze zum Raube geben als Lohn für alle deine Sünden, die du in deinem ganzen Gebiet begangen hast,  14 und will dich zum Knecht deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn, über euch ist es angezündet.  15 Ach, HERR, du weißt es! Gedenke an mich und nimm dich meiner an und räche mich an meinen Verfolgern! Raffe mich nicht hinweg, indem du deinen Zorn über sie zurückhältst; erkenne, dass ich um deinetwillen geschmäht werde.  16 Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth.  17 Ich saß nicht im Kreis der Fröhlichen und freute mich, sondern saß einsam, gebeugt von deiner Hand; denn du hast mich erfüllt mit Grimm.  18 Warum währt doch mein Leiden so lange und ist meine Wunde so schlimm, dass sie nicht heilen will? Du bist mir geworden wie ein trügerischer Born, der nicht verlässlich Wasser gibt.  19 Darum, so spricht der HERR: Wenn du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben. Und wenn du recht redest und nicht leichtfertig, so sollst du mein Mund sein. Sie sollen sich zu dir kehren, doch du kehre dich nicht zu ihnen!  20 Denn ich mache dich für dies Volk zur festen, ehernen Mauer. Wenn sie auch wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei dir, dass ich dir helfe und dich errette, spricht der HERR,  21 und ich will dich erretten aus der Hand der Bösen und erlösen aus der Hand der Tyrannen. 

Jeremia 15,10-21

Tageslese

Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. 27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage. 28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt, 29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung. 30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun. 31 Denn der Herr verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. 33 Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen. 

Klagelieder 3,22-33

Gebet am Montag

Gott, voller Macht und Gnade. Dir verdanken wir Gesundheit und Kraft zur Arbeit. Wir bitten Dich: Gib, daß wir ungehindert unserem Beruf nachgehen und anderen damit helfen können. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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