Wir glauben all und bekennen frei, daß nach Christi Worte dies Brot der Leib Christi sei.

Lucas Cranach d.J: “Abendmahl” (St.Marien, Lutherstadt Wittenberg)

Wir glauben all und bekennen frei, daß nach Christi Worte dies Brot der Leib Christi sei, der für unser Sind und Missetat litt am Kreuz den bitteren Tod,

desgleichen der Wein in seiner Art sein unschuldig Blut, welchs am Kreuz vergossen ward, uns und allen Gläubigen zugut, so ihm folgen in Demut.

Michael Weiße 1531 (LKG 36)

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4) 

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.  14 Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen  15 und dass sie Vollmacht hätten, die Dämonen auszutreiben.  16 Und er setzte die Zwölf ein: Simon – ihm gab er den Namen Petrus –  17 und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus – ihnen gab er den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne –  18 und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Thaddäus und Simon Kananäus  19 und Judas Iskariot, der ihn dann verriet. 

Markus 3,13-19

Tageslese

Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. 8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. 9 Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. 10 Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. 

Galater 6,7-10

Abendgebet am Dienstag

Herr, mein Gott, mein Heiland und Erlöser. Meine Seele erhebet Dich. Mein Geist erfreut sich und ist in Deiner Güte getröstet. Du siehest auf das Niedrige, vergib mir alle Schuld und Fehle dieses Tages, wende alles zum Besten durch Dein Erbarmen. Ich setze meine Hoffnung allein auf Dich. Du tust Großes an uns und besuchst die Deinen mit ewiger Gnade.

Höre mich und höre meine Brüder, die mit mir also beten: Ich lege diesen Tag, sein Werk und all mein Tun in Deine Hände. Ich bette mich in Dein Erbarmen. Behüte mich in dieser Nacht, wenn ich schlafe und wenn ich wache, vor den Mächten der Tiefe. Behüte mich vor Unmut und lähmendem Gram, vor den Bitternissen, vor dem Ekel. Behüte mich vor ohnmächtigem Zorn, vor der Unruhe und Angst, vor leerer Geschäftigkeit. Behüte mich vor unfruchtbarem Zweifel, vor dem Grauen der Nacht. Auf Dich traue ich, wenn ratlose Gedanken mir den Mut zur Arbeit lähmen wollen. Behüte mich, daß ich nicht anderen predige und selbst ohne Hilfe bin. Hilf mir, daß ich Dein Wort nicht mißbrauche, sondern esse von Deinem Brot und satt werde. Leite mich auf meinen Wegen an Deiner Hand, himmlischer Vater.

Gib mir Ruhe in aller Unruhe. Gib mir Frieden in aller Bedrängnis. Gib mir den Glauben, der nicht wankt. Meine Augen schauen auf Dich, und mein Herz betet an. Du deckst mich mit Deinen Flügeln. Herr, segne mich und behüte mich. Herr, laß Dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig. Herr, erhebe Dein Angesicht auf mich und gib mir Frieden. Amen.  

Orate fratres S. 40

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Gott sei gelobet und gebenedeiet

St. Peter und Paul in Bijelo Polje (Montenegro)

Gott sei gelobet und gebenedeiet, der uns selber hat gespeiset mit seinem Fleische und mit seinem Blute; das gib uns, Herr Gott, zugute. Kyrieleison. Herr, durch Deinen heiligen Leichnam, der von Deiner Mutter Maria kam und das heilige Blut hilf uns, Herr, aus aller Not. Kyrieleison.

Der heilig Leichnam ist für uns gegeben zum Tod, dass wir dadurch leben. Nicht größer Güte konnt er uns geschenken, dabei wir sein solln gedenken. Kyrieleison. Herr, Dein Lieb so groß Dich zwungen hat, daß Dein Blut an uns groß Wunder tat und bezahlt unsre Schuld, daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison.

Gott geb uns allen seiner Gnade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison. Herr, Dein Heilig Geist uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß Dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison.

Martin Luther 1524 nach einem vorreformatorischen Liede

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4)

Ach Du lieber Herr Gott, der Du uns bei diesem wunderbarlichen Sakrament Deines Leidens zu gedenken und zu predigen befohlen hast: verleihe uns, daß wir solche Deines Leibes und Blutes Sakrament also mögen brauchen, daß wir Deine Erlösung in uns täglich fruchtbaulich empfinden. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unseren Herrn. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 49

Fortlaufende Lese

Aber Jesus entwich mit seinen Jüngern an das Meer, und eine große Menge aus Galiläa folgte ihm; auch aus Judäa  8 und Jerusalem, aus Idumäa und von jenseits des Jordans und aus der Umgebung von Tyrus und Sidon kam eine große Menge zu ihm, da sie von seinen Taten hörten.  9 Und er sagte zu seinen Jüngern, sie sollten ihm ein Boot bereithalten, damit das Volk ihn nicht bedränge.  10 Denn er heilte viele, sodass sie über ihn herfielen, damit ihn anrührten alle, die geplagt waren.  11 Und wenn ihn die unreinen Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist Gottes Sohn!  12 Und er bedrohte sie hart, dass sie ihn nicht offenbar machten. 

Markus 3,7-12

Tageslese

Jesus aber ging zum Ölberg. 2 Frühmorgens aber kam Jesus wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. 3 Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte 4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? 6 Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf dass sie etwas hätten, ihn zu verklagen. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie ihn nun beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. 8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? 11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

Johannes 8,1-11

Gebet am Montag

Herr, unser Gott und Vater!

Wir danken dir, daß du uns den Schatz deines heiligen Wortes anvertraut hast. Wir müssen jedoch vor Dir bekennen: Wir sind lau und nachlässig gewesen und haben oft genug dein Wort gering geachtet.

Darum bitten wir dich: Vergib uns diese Sünde, habe Geduld mit uns und erwecke uns, daß wir die Heilige Schrift zur Hand nehmen und darin lesen, wie es unsere Väter taten. Schenke uns erneut die Erkenntnis, daß dein Wort nicht nur für uns und den Sonntag da ist, sondern für die ganze Menschheit und daß es unseren Alltag heiligen und das Leben unserer Mitmenschen mit deinem Licht erfüllen will. 

Segne das Werk der Bibelgesellschaften in unserem Land und in aller Welt. Laß die Übersetzer in deinem Geist die frohe Botschaft übertragen. Gib den Druckern und Buchbindern gute Einfälle bei der Herstellung des Bibelbuches. Schenke den Bibelboten Ausdauer und Mut auf den Straßen und Märkten der Welt, wenn sie in deinem Namen das „Buch der Bücher“ zu den Menschen bringen. Stärke und bewahre alle, die so im Dienst an der Bibel stehen, damit sie in rechter Verantwortung handeln und dazu beitragen, daß Dein Wort laufe und wachse, daß es mit allem Freimut gepredigt und deine Gemeinde in aller Welt dadurch gebaut werde. Amen. 

Orate fratres S.33

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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8. Sonntag nach Trinitatis (Früchte des Geistes)

Wandelt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 2,17

Introitus

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge. 3 Schön ragt empor sein Gipfel, daran sich freut die ganze Welt, der Berg Zion fern im Norden, die Stadt des großen Königs. 4 Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt als Schutz. 5 Denn siehe, Könige waren versammelt und miteinander herangezogen. 6 Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestürzt. 7 Zittern hat sie daselbst gepackt, Angst wie eine Gebärende. 8 Du zerbrichst die großen Schiffe durch den Sturm vom Osten. 9 Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich. Sela. 10 Gott, wir gedenken deiner Güte in deinem Tempel. 11 Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. 12 Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um deiner Rechte willen. 13 Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme; 14 habt gut acht auf seine Mauern, / durchwandert seine Paläste, dass ihr den Nachkommen davon erzählt: 15 Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet. 

Psalm 48,2-3a.9-15

Alttestamentliche Lesung

Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. 2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, 3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. 4 Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN! 

Jesaja 2,1-5

Epistolische Lektion (Predigt für diesen Sonntag)

Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, 11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. 12 Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. 13 Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; 14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.

Epheser 5,8b-14

Graduallied

O gläubig Herz, gebenedei und gib Lob Deinem Herren! Gedenk, dass er Dein Vater sei, den Du allzeit sollst ehren, dieweil Du keine Stund ohn ihn mit aller Sorg in Deinem Sinn Dein Leben kannst ernähren.

Er ist’s, der Dich von Herzen liebt und sein Gut mit Dir teilet, Dir Deine Missetat vergibt und Deine Wunden heilet, Dich waffnet zum geistlichen Krieg, dass Dir der Feind nicht obenlieg und Deinen Schatz zerteile.

Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Übermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, dass sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden.

Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb und ist uns hold, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern.

Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, dass wir vollbringen, was er heißt, ob’s auch das Fleisch mag schmerzen. Er hilft uns hier mit Gnad und Heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von den ewigen Schätzen.

Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die ihm von Herzen hulden.

Was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, opfern uns seinen Händen und tun daneben unsern Fleiß, hoffend, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden.

O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, dass unser Tun aufrichtig sei und nehm ein löblich Ende; o leucht uns mit deim hellen Wort, dass uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende.

O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir einfältig singen, und gib Dein Wort mit freiem Klang, lass’s durch die Herzen dringen. O hilf, dass wir mit Deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen.

Michael Weiße 1531 (LKG 314)

Das heilige Evangelium

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt[3], womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. 

Matthäus 5,13-16

Der christliche Glaube

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Luthers Predigt für diesen Sonntag über Matthäus 7,15-21

Allgemeines Kirchengebet

Unser Licht und Leben bist du,
Jesus Christus.
unsere Hoffnung und unsere Zukunft.

Du beendest die Finsternis.
Inmitten der Dunkelheit von Krieg und Gewalt
zeige dich mit deinem Licht und Leben.
Wir bitten dich um Licht 
für die Ukraine,
für die, die kämpfen, die aushalten und widerstehen,
für die, die Angst um ihr Leben haben,
für die Eltern, die um ihre Kinder weinen
und die Kinder, die zu Waisen werden.
Wir bitten dich um Licht 
für jeden Ort, an dem die Finsternis des Kriegs regiert.
Du bist die Zukunft und die Hoffnung
für die Ukraine, für Israel, Gaza, Syrien,
für die ganze Welt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Du deckst die Lüge auf.
Inmitten der Dunkelheit von Hass und Verleumdung
zeige dich mit deinem Licht und deiner Wahrheit.
Wir bitten dich um dein Licht
in den Wahlkämpfen dieses Jahres
in unserem Land und in aller Welt.
Wir bitten dich um dein Licht
für die Worte der Einflussreichen,
für die Entscheidungen der Mächtigen
für die Pläne der Klugen und Weisen.
Du bist die Zukunft und die Wahrheit
für die Armen, die Machtlosen, die Verleumdeten,
für die ganze Welt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Dein Licht schenkt der Schöpfung Leben.
Inmitten der Dunkelheit von Zukunftsangst
zeige dich mit deinen Licht voller Güte.
Wir bitten dich um dein Licht
für die Menschen, die durch Fluten alles verloren haben,
denen Feuer alles Hab und Gut genommen hat.
Wir bitten dich um dein Licht
für die Schöpfung;
sie ist bedroht und so unvergleichlich schön.
Du bist die Zukunft und das Leben
für die Wälder und Seen, die Berge und die Felder
für Menschen und Tiere,
für alle Welt.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Jesus Christus,
wir sind Kinder deines Lichts.
Sei mit deinem Licht 
bei den Kranken,
bei den Sterbenden und den Trauernden,
bei den Süchtigen und Verzweifelten.
Sei Licht für unsere Kinder,
für alle, die du uns anvertraut hast,
für deine Gemeinde. 
Sei mit deinem Licht in unserer Mitte
in diesen sommerlichen Tagen.
Du bist unser Licht und Leben, 
unsere Hoffnung und unsere Zukunft.
Amen.

VELKD Wochengebet

Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

4. Mose 6,24-26

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Wir danken Dir, o treuer Gott, daß Du uns hilfst aus Sündennot

The Repentant St. Peter by Francisco Goya

Wir danken Dir, o treuer Gott, daß Du uns hilfst aus Sündennot, vergibst uns alle Schuld und Fehl, hilfst uns am Leib und an der Seel.

Durch Priesters Mund sprichst Du: “Mein Kind, Dir alle Sünd vergeben sind, geh hin im Fried, sündig´ nicht mehr, und allweg Dich zu mir bekehr.”

Dir sei Dank für solch gnädig Herz, der Du selbst heilest allen Schmerz durchs teure Blut des Herren Christ, welchs für all Sünd vergossen ist.

Gib uns Dein´ Geist, gib Fried und Freud von nun an bis in Ewigkeit. Dein Wort und heilig Sakrament erhalt bei uns bis an das End.

Nikolaus Selnecker 1587 (LKG 33)

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was Ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein. 

Matthäus 18,18

Sonnabend nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes)

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.  35 Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte hineingehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte.  36 Und immer, wenn die Wolke sich erhob von der Wohnung, brachen die Israeliten auf, solange ihre Wanderung währte.  37 Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so zogen sie nicht weiter bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob.  38 Denn die Wolke des HERRN war bei Tage über der Wohnung, und bei Nacht ward sie voll Feuers vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange die Wanderung währte. 

2. Mose 40,34-38

Tageslese

Wisst ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. 25 Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 26 Ich aber laufe nicht wie ins Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt, 27 sondern ich schinde meinen Leib und bezwinge ihn, dass ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde. 

1. Korinther 9,24-27

Mittagsgebet am Samstag

O Haupt Deiner Gemeinde, Du hast sie erkauft mit Deinem Blute, Du hast sie zu Königen und Priestern gemacht; sie soll Licht und Salz in der dunklen Welt sein.

Herr, stärke deine Gemeinde mit Kraft aus der Höhe, gib ihr Deinen Heiligen Geist, bewahre sie in den Nöten der Endzeit, gib ihr eine offene Tür, laß sie in Leiden standhaft sein, schenke ihr Geduld und Glauben der Heiligen.

Herr, schenke uns Liebe zu den Brüdern und Schwestern im Glauben. Vor Deinem Thron finden wir uns. Wir beten Dich an, wir preisen Deinen heiligen Namen, Du unser Lamm und Haupt. Halleluja. Amen. 

Orate fratres S. 72

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Und wenn die Sünd wär noch so groß, so werden wir derselben los durch Kraft der Absolution, die hat verordnet Gottes Sohn.

In der Schule von Nitskydorf

Und wenn die Sünd’ wär noch so groß, so werden wir derselben los durch Kraft der Absolution, die hat verordnet Gottes Sohn.

Wem der Priester auflegt sein Hand, dem löst Christ auf der Sünden Band, und absolviert ihn durch sein Blut. Wers glaubt, aus Gnad hat solches Gut.

Das ist der heilgen Schlüssel Kraft; sie bindt und wieder ledig macht. Die Kirch trägt sie an ihrer Seit, die Hausmutter, die Christenheit.

Wen nun sein Gwissen beißt und nagt, die Sünd quält, daß er schier verzagt, der halt sich zu dem Gnadenthron, zum Wort der Absolution.

Lob sei Dir, wahrer Gottes Sohn für die heilig Absolution, darin Du uns zeigst Dein Gnad und Güt: vor falschem Ablaß uns behüt.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 32, 7-11)

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was Ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein. 

Matthäus 18,18

Freitag nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes)

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Und der HERR redete mit Mose und sprach:  2 Du sollst die Wohnung der Stiftshütte aufrichten am ersten Tage des ersten Monats.  3 Und du sollst die Lade mit dem Gesetz hineinstellen und vor die Lade den Vorhang hängen;  4 und du sollst den Tisch hineinbringen und ihn herrichten und den Leuchter hineinstellen und die Lampen daraufsetzen;  5 und du sollst den goldenen Räucheraltar vor die Lade mit dem Gesetz stellen und die Decke am Eingang der Wohnung aufhängen.  6 Den Brandopferaltar aber sollst du außen vor den Eingang der Wohnung der Stiftshütte setzen  7 und das Becken zwischen die Stiftshütte und den Altar und Wasser hineintun  8 und den Vorhof ringsherum herstellen und die Decke in der Tür des Vorhofs aufhängen.  9 Und du sollst das Salböl nehmen und die Wohnung und alles, was darin ist, salben und sollst sie weihen mit ihrem ganzen Gerät, dass sie heilig sei.  10 Und du sollst den Brandopferaltar salben mit seinem ganzen Gerät und weihen, dass er hochheilig sei.  11 Und du sollst auch das Becken und sein Gestell salben und weihen.  12 Und du sollst Aaron und seine Söhne vor den Eingang der Stiftshütte treten lassen und sie mit Wasser waschen  13 und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, dass er mein Priester sei;  14 und du sollst seine Söhne auch herzuführen und ihnen die Untergewänder anziehen  15 und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen.  16 Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte.  17 Also wurde die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr am ersten Tage des ersten Monats. 

2. Mose 40,1-17

Tageslese

Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. 

Römer 12,1-2

Abendgebet

Du gekreuzigter Heiland, Dein Antlitz ist das Licht über der Welt. Wenn die Angst mit ihrem Dunkel um uns ist, gib uns erleuchtete Augen, daß wir Dich erkennen und uns Deiner trösten. Wenn die Sünde ihre Schatten auf unser Herz legt, so komme Du uns entgegen wie der Morgenstern und vergib uns. Wenn Tod, Krankheit und Trübsal uns anfechten, so mache unseren Tag hell und zielgewiß. Wenn wir einsam und ferne von Dir sind, so höre nicht auf, uns zu scheinen, Du Licht der ewigen Heimat. Amen.

Orate fratres S.65

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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“So wahr ich leb”, spricht Gott der Herr, “des Sünders Tod ich nicht begehr…” (LKG 32)

Lucas Cranach d.J: “Bugenhagen mit dem Binde- und Löseschlüssel” (St. Marien, Wittenberg)

“So wahr ich leb”, spricht Gott, der Herr, “des Sünders Tod ich nicht begehr,
sondern daß er bekehre sich, tu Buß und leb auch ewiglich.”

Drum Christ, der Herr, sein Jünger sanft: “Geht hin, predigt in alle Land
Vergebung der Sünd’ jedermann, dems leid ist, glaubt und will ablan.

Wem Ihr die Sünd vergeben werdet, sollt ihr´ los sein auf dieser Erd;
wem Ihr sie bhalt im Namen mein, dem sollen sie behalten sein.

Was Ihr bindet, soll gebunden sein, was Ihr auflöst, das soll los sein,
Die Scchlüssel zu dem Himmelreich hiemit ich Euch geb allen gleich.

Wem Ihr verkündigt diesen Trost, daß er durch mein Blut sei erlöst 
Bhält dies Zeugniß im Herzen sein, derselb ist los von Schuld und Pein.

Wenn uns der Priester absolviert, sein Amt der Herr Christ durch ihn führt,
Und spricht uns selbst von Sünden rein, sein Werkzeug ist der Dienr allein.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 32,1-6)

Wahrlich, ich sage Euch: Was Ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was Ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein.

Matthäus 18,18

Donnerstag nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes)

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Und Mose sprach zu den Israeliten: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda,  31 und hat ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verständig und geschickt sei zu jedem Werk,  32 kunstreich zu arbeiten in Gold, Silber und Bronze,  33 Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu schnitzen, um jede kunstreiche Arbeit zu vollbringen.  34 Und er hat ihm auch die Gabe zu unterweisen ins Herz gegeben, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan.  35 Er hat sie mit Verstand erfüllt, zu machen alle Arbeiten des Goldschmieds und des Kunstwebers und des Buntwebers mit blauem und rotem Purpur, Karmesin und feinem Leinen und des Webers, dass sie jedes Werk ausführen und kunstreiche Entwürfe ersinnen können. 

So sollen denn arbeiten Bezalel und Oholiab und alle kundigen Männer, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hat zu wissen, wie sie alle Arbeit ausführen sollen zum Dienst des Heiligtums, ganz nach dem Gebot des HERRN.  2 Und Mose berief Bezalel und Oholiab und alle kundigen Männer, denen der HERR Weisheit ins Herz gegeben hatte, alle, die sich freiwillig erboten, ans Werk zu gehen und es auszurichten.  3 Und sie empfingen von Mose alle Abgaben, die die Israeliten gebracht hatten, um die Arbeiten zum Dienst des Heiligtums auszuführen. Und man brachte auch weiterhin alle Morgen freiwillige Gaben zu ihm.  4 Da kamen alle kundigen Männer, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeder von der Arbeit, die er machte,  5 und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr als zum Dienst dieses Werkes nötig ist, das der HERR zu machen geboten hat.  6 Da gebot Mose, dass man durchs Lager rufen ließe: Niemand, weder Mann noch Frau, soll hinfort noch etwas hinzutun zur Abgabe für das Heiligtum. Da brachte das Volk nichts mehr.  7 Denn es war genug gebracht worden zu allen Arbeiten, die zu machen waren, und es war noch übrig geblieben. 

2. Mose 35,30-35 und 36,1-7

Tageslese

Werdet doch wie ich, denn auch ich wurde wie ihr, Brüder und Schwestern, ich bitte euch. Ihr habt mir kein Leid getan. 13 Ihr wisst doch, dass ich euch zuvor in Schwachheit des Leibes das Evangelium gepredigt habe. 14 Und obwohl meine leibliche Schwäche euch eine Anfechtung war, habt ihr mich nicht verachtet oder vor mir ausgespuckt, sondern mich wie einen Engel Gottes aufgenommen, ja wie Christus Jesus. 15 Wie wart ihr dazumal selig zu preisen! Denn ich bin euer Zeuge: Ihr hättet, wenn es möglich gewesen wäre, eure Augen ausgerissen und mir gegeben. 16 Bin ich denn damit euer Feind geworden, dass ich euch die Wahrheit vorhalte? 17 Es ist nicht recht, wie sie um euch werben; sie wollen euch ausschließen, damit ihr dann um sie werbt. 18 Umworben zu werden, ist gut, wenn’s im Guten geschieht, und zwar immer und nicht nur dann, wenn ich bei euch bin. 19 Meine Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne! – 20 Ich wollte aber, dass ich jetzt bei euch wäre und mit andrer Stimme zu euch reden könnte; denn ich bin ratlos euretwegen. 

Galater 4,12-20

Abendgebet am Donnerstag

Barmherziger Heiland, der du uns geliebt hast, da wir noch ferne waren, und uns dein Heil schenkst, obwohl unsere Sünde dich ans Kreuz geschlagen hat, wir bitten dich für unsere Feinde und alle, die dich hassen: Nimm alle Bitterkeit aus unserem Herzen, daß wir unseren Schuldnern vergeben, wie du uns reichlich und täglich vergibst. Bewahre uns, daß wir den Menschen nicht ein berechtigtes Ärgernis geben und durch Zorn und Lieblosigkeit unglaubwürdig werden in unserem Amt. 

Wir klagen dir das Elend aller, die sich verloren haben, aus dem rechten Bahn in die Irre, aus dem hellen Licht deiner Wahrheit in die Finsternis, aus der heilsamen Gemeinschaft deines Lebens in das Sterben ihrer Seelen. Aber wir wissen auch, daß wir selber um unserer Lauheit und Lieblosigkeit und unseres vielfachen Versagens willen, mitschuldig sind an solcher Not. 

O Herr, vergib und wecke in uns herzliches Erbarmen, Geduld in Arbeiten und Opfern, Treue im Beten und Ringen um unser Volk. 

Herr, unser Hirte, höre nicht auf, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Amen. 

Orate fratres S.58

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


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Dr. Martin Luther predigt am 8. Sonntag nach Trinitatis

Dr. Martin Luther predigt am achten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über die Bergpredigt vom Evangelisten St.Matthäus berichtet im 7. Kapitel, Verse 15-21 (WA 52 S.419-427):

Und hier vorgelesen zum mithören:

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Mein Schöpfer steh mir bei, sei meines Lebens Licht

Cranach: Jesus Christus segnet seine Kinder

Mein Schöpfer steh mir bei, sei meines Lebens Licht.
Dein Auge leite mich, bis mir mein Auge bricht.
Hier leg ich Herz und Glieder vor Dir zum Opfer nieder,
und widme meiner Kräfte, für Dich und Dein Geschäfte.
Du willst, daß ich Deine sei, mein Schöpfer, steh mir bei.

Mein Heiland, wasche mich, durch Dein so teures Blut,
das alle Flecken tilgt und lauter Wunder tut!
Schließ die verirrte Seele in Deine Wundenhöhle,
daß sie von Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde.
Ich bin ein Scheusal ohne Dich, mein Heiland, wasche mich.

Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt.
Regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt.
Lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen Herren nennen,
sein Gnadenwort verstehen, auf seinen Wegen gehen.
Du bist der alles Gute schafft, mein Tröster, gib mir Kraft.

Gott Vater, Sohn und Geist, Dir, bin ich, was ich bin,
Ach drücke selbst Dein Bild recht tief in meinen Sinn.
Erwähle meine Gemüte  zum Tempel Deiner Güte,
verkläre an mir Armen Dein gnadenreich Erbarmen.
Wohl mir, wenn Du der meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist.

Johann Jakob Rambach 1729 LKG 31

Ich entsage dem Teufel und allen seinen Werken und allem seinen Wesen und ergebe mich Dir, Du Dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, Dir im Glauben und Gehorsam treu zu sein bis an mein Ende. 

Auch gelobe ich der lutherischen Kirche Treue bis in den Tod. 

So wahr mir Gott helfe durch Jesum Christum. 

Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 45 

Der allmächtige Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der Dich aufs neue geboren hat durch Wasser und den Heiligen Geist und hat Dir alle Deine Sünde vergeben, der stärke Dich mit seiner Gnade zum ewigen Leben. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S.37 

Mittwoch nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes)

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Israeliten: Dies ist’s, was der HERR geboten hat:  5 Erhebt von eurem Besitz eine Abgabe für den HERRN. Ein jeder, dessen Herz dazu bereit ist, bringe die Abgabe für den HERRN: Gold, Silber, Bronze,  6 blauen und roten Purpur, Karmesin, feines Leinen und Ziegenhaar,  7 rot gefärbte Widderfelle, Leder und Akazienholz,  8 Öl für die Lampen und Spezerei zum Salböl und zu wohlriechendem Räucherwerk,  9 Onyxsteine und eingefasste Steine zum Priesterschurz und zum Brustschild.  10 Und wer unter euch kundig ist, der komme und mache, was der HERR geboten hat,  11 nämlich die Wohnung mit ihrem Zelt und ihrer Decke, ihren Haken, Brettern, Riegeln, Säulen und Füßen,  12 die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang,  13 den Tisch mit seinen Stangen und all seinem Gerät und die Schaubrote,  14 den Leuchter für das Licht und sein Gerät und seine Lampen und das Öl für das Licht,  15 den Räucheraltar mit seinen Stangen, das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk, die Decke, die vor dem Eingang der Wohnung hängt,  16 den Brandopferaltar mit seinem Gitter aus Bronze, seinen Stangen und all seinem Gerät, das Becken mit seinem Gestell;  17 die Behänge des Vorhofs, seine Säulen und Füße und die Decke des Tors am Vorhof,  18 die Zeltpflöcke der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen,  19 die gewirkten Kleider zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, samt den Kleidern seiner Söhne für den priesterlichen Dienst.  20 Da ging die ganze Gemeinde der Israeliten von Mose weg.  21 Und alle, die es gern und freiwillig gaben, kamen und brachten die Abgabe für den HERRN zur Arbeit an der Stiftshütte und für allen Dienst darin und für die heiligen Kleider.  22 Die Männer samt ihren Frauen, alle, deren Herz dazu bereit war, kamen und brachten Spangen, Ohrringe, Ringe und Halsketten und allerlei goldenes Gerät, ein jeder das Gold, das er dem HERRN geweiht hatte.  23 Und wer bei sich blauen und roten Purpur fand, Karmesin, feines Leinen, Ziegenhaar, rot gefärbte Widderfelle und Leder, der brachte sie.  24 Und wer eine Abgabe von Silber und Bronze geben wollte, der brachte sie als Abgabe für den HERRN. Und wer Akazienholz hatte, der brachte es zu allerlei Verwendung für den Dienst.  25 Und alle Frauen, die diese Kunst verstanden, spannen mit ihren Händen und brachten das Garn, blauen und roten Purpur, Karmesin und feines Leinen.  26 Und alle Frauen, die willig dazu waren und sich auf solche Arbeit verstanden, spannen Ziegenhaare.  27 Die Fürsten aber brachten Onyxsteine und eingefasste Steine für den Priesterschurz und die Brusttasche  28 und Spezerei und Öl für den Leuchter und für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk.  29 Jeder Mann und jede Frau, deren Herz dazu bereit war, etwas zu einer Arbeit beizutragen, die der HERR durch Mose aufgetragen hatte – alle diese Israeliten brachten eine Gabe für den HERRN.

2. Mose 34,4-29

Tageslese

 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

1. Korinther 6,19-20

Abendgebet am Mittwoch

Herr Jesus, ich bitt Dich für alle, die mir nahestehen: Für meine Mutter und Geschwister, meine Schwiegermutter und Schwiegerfamilie und alle meine Verwandten. Ich bitte Dich für alle Freundschaften, für die verlobten Paare, für alle Familien, besonders für die Eheleute, die sich nicht verstehen und sich scheiden wollen: Hilf Du, daß der Geist Deiner Liebe und der Vergebung bei ihnen alle einziehe und sie stärke, Deine Gebote zu lieben und Dich zu ehren. Zerstöre die Eifersucht, den Neid und Haß, das Jagen nach dem vergänglichen Glück und zeige uns allen, daß Du allein unser Leben reich und glücklich machst. Amen.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ich bin getauft auf Deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist

“Jesu Taufe” von Lucas Cranach d.J

Ich bin getauft auf Deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, Ich bin gezählt zu Deinem Samen, zum Volk, das Dir geheiligt heißt, ich bin in Christum eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt.

Du hast zu Deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, Du hast die Frucht von Ceinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.

Doch habe ich Dir Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich habe auch aus reinem Triebe Dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt’ ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab.

Mein treuer Gott, auf Deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so lass mich nicht verlorengehn; nimm mich, Dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan.

Ich gebe Dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, Deinen Willen tut.

Weich, weich, du Fürst der Finsternisse! Ich bleibe mit Dir unvermengt. Hier ist zwar ein befleckt Gewissen, jedoch mit Christi Blut besprengt. Weich, eitle Welt, du Sünde, weich! Gott hört es: Ich entsage euch.

Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist. Halt mich in Deines Bundes Schranken, bis mich Dein Wille sterben heißt. So leb ich Dir, so sterb ich Dir, so lob ich Dich dort für und für.

Johann Jakob Rombach 1734. LKG 30

Ich entsage dem Teufel und allen seinen Werken und allem seinen Wesen und ergebe mich Dir, Du Dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, Dir im Glauben und Gehorsam treu zu sein bis an mein Ende.

Auch gelobe ich der lutherischen Kirche Treue bis in den Tod.

So wahr mir Gott helfe durch Jesum Christum.

Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch S. 45

Der allmächtige Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der Dich aufs neue geboren hat durch Wasser und den Heiligen Geist und hat Dir alle Deine Sünde vergeben, der stärke Dich mit seiner Gnade zum ewigen Leben. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S.37 

Dienstag nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes) 

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Und der HERR sprach zu Mose: Schreib dir diese Worte auf; denn aufgrund dieser Worte schließe ich mit dir einen Bund und mit Israel.  28 Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.  

29 Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.  30 Als aber Aaron und alle Israeliten sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte, fürchteten sie sich, ihm zu nahen.  31 Da rief sie Mose, und sie wandten sich wieder zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde, und er redete mit ihnen.  32 Danach nahten sich ihm auch alle Israeliten. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai.  33 Und als er dies alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht.  34 Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und zu den Israeliten redete, was ihm geboten war,  35 sahen die Israeliten, wie die Haut seines Angesichts glänzte. Dann tat er die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden. 

2. Mose 34,27-35

Tageslese

So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. 13 Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. 14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. 15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit. 17 Gott sei aber gedankt: Ihr seid Knechte der Sünde gewesen, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, an die ihr übergeben wurdet. 18 Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit. 

Römer 6,12-18

Abendgebet am Dienstag

Herr, mein Gott, das macht mir die Arbeit in der Gemeinde so lieb, daß Du mir treue Mitarbeiter gegeben hast. Erhalte sie mir. Den Helfern im KGD schenke weiterhin Freude an ihrem Werk. Fördere sie in der Erkenntnis Deines Wortes und in der Liebe zu den Kindern und festige sie in ihrem Glauben. Allen Gemeindegliedern, die sich aufopfern im Dienst der Liebe an Gefährdeten, Gefallenen, Trinkern und Süchtigen, allen, die mir den Weg bahnen helfen, zu den Abseitsstehenden und Kirchenfremden und Kirchenfeinden, stehe bei ihn ihrem oft so schweren Dienst. 

Wo durch Wort oder Schrift für Dich geworben wird, wo Gesunde oder Kranke besucht werden, wo der Gesang gefördert, das Gotteshaus geschmückt, Kollekte in Kirche und Häuser gesammelt wird, siehe gnädig herab und segne auch die geringsten Dienste. Die, welche zum Amt in leitender Stellung gewählt oder berufen sind, laß ihren Dienst mit Freuden tun und nicht mit Seufzen. Ich möchte auch eigenwilligen und unzufriedenen Mitarbeitern gerecht werden. So verschiedenartig wir alle sind, hilf, daß wir uns in Liebe tragen und Dir dienen. Amen. 

Orate fratres S. 42

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Lasset mich voll Freude sprechen: Ich bin ein getaufter Christ.

Taufe von Lucas Cranach d.J. 1547 (Wittenberg)

Lasset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ,
der bei menschlichen Gebrechen  dennoch ein Kind Gottes ist.
Was sind alle Schätze nütze, da ich einen Schatz besitze,
der mir alles Heil gebracht und mich ewig selig macht.

Keine Sünde macht mir bange: Ich bin ein getaufter Christ;
denn ich weiß gewiß: so lange dieser Trost im Herzen ist,
kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch Dein Blut entbinden,
weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat.

Satan, laß Dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ
und damit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam bist.
Da ich bin zur Taufe kommen, ist dir alle Macht genommen,
und von deiner Tyrannei machte Gottes Bund mich frei.

Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin eingetaufter Christ,
denn das bringet mich zum Erbe, das im Himmel droben ist:
lieg ich gleich im Todesstande, so versichert mir der Glaube,
daß mir auch der Taufe Kraft, Leib und Leben wieder schafft.

Nun so soll ein solcher Segen mir ein Trost des Lebens sein;
muß ich mich zu Grabe leben, schlaf ich auch auf solchen ein.
Ob mir Herz und Augen brechen, soll die Seele dennoch sprechen:
Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist.

Erdmann Neumeister 1718 (LKG 28)

Der allmächtige Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der Dich aufs neue geboren hat durch Wasser und den Heiligen Geist und hat Dir alle Deine Sünde vergeben, der stärke Dich mit seiner Gnade zum ewigen Leben. Amen. 

Lutherisches Kirchengesangbuch S.37 

Montag nach dem 7. Sonntag nach Trinitatis (Heiligung des Leibes) 

Gebet hin Eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden 

Römer 6,19

Kollekte für den 7. Sonntag nach Trinitatis

Herr, himmlischer Vater, nimm unsern Leib und unsere Seele ganz zu Deinem Eigentum, laß Deine Gnade in uns groß werden, daß nicht der eigene Sinn, sondern Dein heiliger Wille uns völlig regiere, durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S.144 

Fortlaufende Lese

Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln standen, welche du zerbrochen hast.  2 Und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigst und dort zu mir trittst auf dem Gipfel des Berges.  3 Und lass niemand mit dir hinaufsteigen; es soll auch niemand gesehen werden auf dem ganzen Berge. Auch kein Schaf und Rind lass weiden gegen diesen Berg hin.  4 Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, und stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.  5 Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm. Und er rief aus den Namen des HERRN.  6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue,  7 der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.  8 Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an  9 und sprach: Hab ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte, denn es ist ein halsstarriges Volk; und vergib uns unsere Missetat und Sünde und lass uns dein Erbbesitz sein.  10 Und der HERR sprach: Siehe, ich will einen Bund schließen: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen; denn wunderbar wird sein, was ich an dir tun werde. 

2. Mose 34,1-10

Tageslese

Und er verließ sie und stieg wieder in das Boot und fuhr ans andere Ufer. 14 Und sie hatten vergessen, Brot mitzunehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Boot als ein Brot. 15 Und er gebot ihnen und sprach: Merkt auf, seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes. 16 Und sie überlegten hin und her, weil sie kein Brot hatten. 17 Und er merkte das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht, und begreift ihr noch nicht? Habt ihr ein erstarrtes Herz in euch? 18 Habt ihr Augen und seht nicht und habt Ohren und hört nicht? Und denkt ihr nicht daran: 19 Als ich die fünf Brote brach für die fünftausend, wie viele Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Sie sagten: Zwölf. 20 Und als ich die sieben brach für die viertausend, wie viele Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Und sie sagten: Sieben. 21 Und er sprach zu ihnen: Begreift ihr denn noch nicht? 

Markus 8,13-21

Gebet am Montagabend

Du Herr aller Welt! Laß uns dir danken, daß dein Plan und dein Ziel feststeht über alle Verkehrtheit der Menschen; daß niemand und nichts dich hindern wird, dein Reich zum Siege zu führen und dein Heil offenbar zu machen. Laß uns nicht erschrecken vor dem Toben der Völker und den Irrtümern inmitten deiner Kirche. Und wenn wir dich preisen für alle deine Barmherzigkeit, die in den Tagen unserer Väter bei uns gewesen ist, so laß uns gewiß sein, daß deine Treue auch in Zukunft nicht von uns weichen, sondern uns geleiten wird zum Tag der Vollendung. Mache uns geduldig und laß uns ganz vertrauen auf deine starke Durchhilfe, Tag und Nacht. Strafe uns nicht damit, daß dein heiliges, tröstendes Wort uns mangelt. Rüste uns und alle Prediger und Hirten aus, daß wir deine Gemeinde aufbauen mit gesunder Lehre, in Weisheit von oben, mit klarer Predigt in der Vollmacht deines Geistes. Segne die Boten, wo immer sie deinen Ruf verkündigen. Laß uns in deinem Frieden ruhn und fröhlich erwachen. 

Orate fratres S.32

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen



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