Jesu, nun sei gepreiset zu diesem neuen Jahr für Dein Güt

Rudolf Schäfer: Jeremia 31

Jesu, nun sei gepriesen zu diesem neuen Jahr für Dein Güt, uns beweiset in aller Not und Gfahr, daß wir haben erlebet die neu fröhliche Zeit, die voller Gnaden schwebet und ewger Seligkeit, daß wir in guter Stille das alte Jahr han erfüllet. Wir wolln uns Dir ergeben jetzund und immerdar. Behüt uns Leib und Leben hinfort das ganze Jahr.

Laß uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Namen Dein, daß wir demselben singen in der Christen Gemein. Wollst uns das Leben fristen durch Dein allmächtig Hand; erhalt Dein lieben Christen und unser Vaterland; Dein´ Segen zu uns wende, gib Fried an allen Enden; gib unverfälscht im Lande Dein seligmachend Wort, die Teufel mach zuschanden hie und an allem Ort.

Dein ist allein die Ehre, Dein ist allein der Ruhm. Geduld im Kreuz uns lehre, regier all unser Tun, bis wir getrost abscheiden ins ewgen Vaters Reich zum wahren Fried und Freuden den Heilgen Gottes gleich. Indes machs mit uns allen nach Deinem Wohlgefallen. Solchs singt heut ohne Scherzen die christgläubige Schar und wünscht mit Mund und Herzen ein selig neues Jahr.

Johannes Herman 1591 (LKG 113): Wittenberger Weihnachtslieder 1591/J.S.Bach

Samstag nach dem Letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung)

Gott, der da hieß Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christe.

2. Korinther 4,6

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Orate fratres S.122

Fortlaufende Lese

Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. 2 Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, 3 lieblos, unversöhnlich, schändlich, haltlos, zuchtlos, dem Guten feind, 4 Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Ausschweifungen mehr als Gott; 5 sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide! 6 Zu ihnen gehören auch die, die sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen einfangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Begierden getrieben werden, 7 die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. 8 Wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit: Es sind Menschen mit zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben. 9 Aber sie werden damit nicht weit kommen; denn ihre Torheit wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen geschah. 

2. Timotheus 3,1-9

Tageslese

Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, 21 der unsern geringen Leib[3] verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann. Also, meine lieben Brüder und Schwestern, nach denen ich mich sehne, meine Freude und meine Krone, steht fest in dem Herrn, ihr Lieben.

Philipper 3,20-4,1

Gebet am Sonnabend

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Helft mir Gotts Güte preisen

Cornelia Kirsch: Wittenberger Marktplatz

Helft mir Gotts Güte preisen, Ihr lieben Kinderlein,
mit Gsang und andrer Weisen ihm allzeit dankbar sein,
vornehmlich zu der Zeit, da sich das Jahr tut enden,
die Sonn sich zu uns wenden, das neu Jahr ist nicht weit.

Erstlich laßt uns betrachten des Herren reiche Gnad,
und so gering nicht achten sein unzählig Wohltat;
stets führen zu Gemüt, wie er dies Jahr hat geben
all Notdurft diesem Leben und uns vor Leid behüt’;

Lehramt, Schul, Kirch, erhalten in gutem Fried und Ruh;
Nahrung für Jung und Alte bescheret auch dazu,
und gar mit milder Hand sein Güter ausgespendet,
Verwüstung abgewendet von diesem Ort und Land.

Er hat unser verschonet aus väterlicher Gnad;
wenn er sonst hätt gelohnet all unser Missetat
mit gleicher Straf und Pein; wir wären längst gestorben,
in mancher Not verdorben, die wir voll Sünden sein.

Nach Vaters Art und Treuen er uns so gnädig ist;
wenn wir die Sünd bereuen, glauben an Jesum Christ
herzlich ohn Heuchelei, tut er all Sünd vergeben,
lindert die Straf daneben, steht uns in Nöten bei.

All solch Dein Güt wir preisen, Vater ins Himmels Thron,
die Du uns tust beweisen durch Christum Deinen Sohn,
und bitten ferner Dich: gib uns ein friedlich Jahre,
vor allem Leid bewahre und nähr uns mildiglich!

Paul Eber 1580 (LKG 111)

Freitag nach dem Letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung)

Gott, der da hieß Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christe.

2. Korinther 4,6

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Orate fratres S.122

Fortlaufende Lese

Flieh die Begierden der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen. 23 Aber die törichten und ungezogenen Fragen weise zurück; denn du weißt, dass sie nur Streit erzeugen. 24 Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streitsüchtig sein, sondern freundlich gegen jedermann, im Lehren geschickt, einer, der Böses ertragen kann 25 und mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweist. Vielleicht hilft ihnen Gott zur Umkehr, die Wahrheit zu erkennen 26 und wieder nüchtern zu werden aus der Verstrickung des Teufels, von dem sie gefangen sind, zu tun seinen Willen. 

2. Timotheus 2,22-26

Tageslese

 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. 25 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden. 26 Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse? 27 Denn es wird geschehen, dass der Menschensohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. 28 Wahrlich, ich sage euch: Es sind etliche unter denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.

Matthäus 16,24-28

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

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Dr. Martin Luther predigt über die Arbeiter im Weinberg

“Arbeiter im Weinberg” Lucas Cranach d.J. 1569 St. Marien, Wittenberg.

Dr. Martin Luthers Predigt zu Dominica Septuagesimae über unseres Herrn Gleichnis im Evangelium des Matthäus im 20. Kapitel die Verse 1-16. Abgedruckt in WA 52, S.136-142.

Hier zu lesen:

Und zum Hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the Septuagesimae Sunday on the holy Gospel of St. Matthew 20,1-16 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.337-342.

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Das alte Jahr vergangen ist

Das alte Jahr vergangen ist; wir danken Dir, Herr Jesu Christ, dass Du uns in so großer Gfahr so gnädiglich behüt’ dies Jahr.

Wir bitten Dich, ewigen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, Du wollst Dein arme Christenheit bewahren ferner allezeit.

Entzeuch uns nicht Dein heilsam Wort, welchs ist der Seelen Trost und Hort; für Papsts Lehr und Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei.

Hilf, dass wir von der Sünd ablan und fromm zu werden fangen an; keinr Sünd im alten Jahr gedenk, ein gnadenreiches Jahr uns schenk,

christlich zu leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am Jüngsten Tag wiedr aufzustehn, mit Dir in Himmel einzugehn,

zu danken und zu loben Dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu Deines Namens Ruhm und Ehr.

Johann Steurlein 1588 (LKG 110)

Donnerstag nach dem Letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung)

Gott, der da hieß Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christe.

2. Korinther 4,6

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Orate fratres S.122

Fortlaufende Lese

Daran erinnere sie und ermahne sie inständig vor Gott, dass sie nicht um Worte streiten, was zu nichts nütze ist, als die zu verwirren, die zuhören. 15 Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als ein angesehener und untadeliger Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht vertritt. 16 Halte dich fern von ungeistlichem losem Geschwätz; denn es führt mehr und mehr zu gottlosem Wesen, 17 und ihr Wort frisst um sich wie der Krebs. Unter ihnen sind Hymenäus und Philetus, 18 die von der Wahrheit abgeirrt sind und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und bringen einige vom Glauben ab. 19 Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen; und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt. 20 In einem großen Haus aber sind nicht allein goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, die einen zu ehrenvollem, die andern zu nicht ehrenvollem Gebrauch. 21 Wenn nun jemand sich reinigt von solchen Leuten, der wird ein Gefäß sein zu ehrenvollem Gebrauch, geheiligt, für den Hausherrn brauchbar und zu allem guten Werk bereitet. 

2. Timotheus 2,14-21

Tageslese

Denn ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. 12 Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi. 13 Denn ihr habt ja gehört von meinem Leben früher im Judentum: wie ich über die Maßen die Gemeinde Gottes verfolgte und sie zu zerstören suchte 14 und übertraf im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk weit und eiferte über die Maßen für die Überlieferungen meiner Väter. 15 Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, 16 dass er seinen Sohn offenbarte in mir, damit ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden, da besprach ich mich nicht erst mit Fleisch und Blut, 17 ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte wieder zurück nach Damaskus. 18 Danach, drei Jahre später, kam ich hinauf nach Jerusalem, um Kephas kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. 19 Von den andern Aposteln aber sah ich keinen außer Jakobus, des Herrn Bruder. 20 Was ich euch aber schreibe – siehe, Gott weiß, ich lüge nicht! 21 Danach kam ich in die Länder Syrien und Kilikien. 22 Ich war aber unbekannt von Angesicht den Gemeinden Christi in Judäa. 23 Sie hatten nur gehört: Der uns einst verfolgte, der predigt jetzt den Glauben, den er einst zu zerstören suchte. 24 Und sie priesen Gott um meinetwillen.

Galater 1,11-24

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich.

O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
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Dies ist der Tag, den Gott gemacht

“Look to my coming on the first light of the fifth day, at dawn look to the east.” (Gandalf)

Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesus Christ im Himmel und auf Erden ist.

Die Völker haben Dein geharrt, bis dass die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, Dich, seinen Sohn.

Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermisst, dass Gottes Lieb unendlich ist.

Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst Du Dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil.

Herr, der Du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott, Messias, bet ich an.

Du unser Heil und höchstes Gut, vereinest Dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir.

Durch Eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt?

Jauchzt, Himmel, die Ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied!

Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesus Christ im Himmel und auf Erden ist.

Christian Fürchtegott Gellert (1757) LKG 109

Mittwoch nach dem Letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung)

Gott, der da hieß Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christe.

2. Korinther 4,6

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Orate fratres S.122

Fortlaufende Lese

So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. 2 Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. 3 Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu. 4 Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 5 Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft. 6 Es soll der Bauer, der den Acker bebaut, die Früchte als Erster genießen. 7 Bedenke, was ich sage! Der Herr aber wird dir in allen Dingen Einsicht geben. 8 Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium, 9 für welches ich leide bis dahin, dass ich gebunden bin wie ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. 10 Darum dulde ich alles um der Auserwählten willen, auf dass auch sie die Seligkeit erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit. 11 Das ist gewisslich wahr: Sind wir mit gestorben, so werden wir mit leben; 12 dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; 13 sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

2. Timotheus 2,1-13

Tageslese

Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht: »Ich glaube, darum rede ich«, so glauben wir auch, darum reden wir auch; 14 denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt euch. 15 Denn es geschieht alles um euretwillen, auf dass die Gnade durch viele wachse und so die Danksagung noch reicher werde zur Ehre Gottes. 16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. 17 Denn unsre Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

2. Korinther 4,13-18

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

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Elector John Frederick, the Magnanimous

John Frederick I playing his cousin Albert of Brandenburg by Antonis Mor (1549)

Just a few days after the battle at Mühlberg (24 April 1547) emperor Charles V moved via Belgern und Torgau to encamp on the Elbe flats to besiege the heavily fortified city of Wittenberg. His demand to give up the city was rejected vehemently. The city resisted longer than expected, so the emperor tried to force their hand by threatening to send them the decapitated elector.

The commander of the fortress replied: “We will respond by treating the margrave Albert of Brandenburg in kind.” The emperor called a tribunal, which condemned the captive elector to death. Their verdict: “John Frederick the eighth, is to be punished as example. He is to be beheaded in the marked field.” John Frederick took this ruling calmly.

The story goes, that the elector heard this decision on the 10th of May. He was playing chess with his cousin, the duke Ernst of Brunswick. On receiving the news, he did not stop playing, but put the order aside and told the duke: “Watch out. You are checkmate.” This anecdote shows how the elector took the judgment composed and calmly. He told the emperor: “I presume, Your majesty will deal more leniently with me than that. If not, do give me a day´s notice to inform my wife and sons about necessities.”

The emperor did not pass the death sentence, but a week later on the 18th of May Wittenberg capitulated. The elector gave up his lands and his electorship. He handed over the unconquered fortresses Wittenberg and Gotha and entered lifelong imprisonment.

“John Frederick, elector of Saxony called the magnanimous.”
A memoir on his four hundredth birthday anniversary by D. Bernhard Rogge
translated by yours truly.
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Jauchzet, Ihr Himmel, frohlocket, Ihr Engel in Chören

Jauchzet, Ihr Himmel, frohlocket, Ihr Engel, in Chören, singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren! Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah zu den Verlornen sich kehren.

Jauchzet, Ihr Himmel, frohlocket, Ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden!

Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget; sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget! Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget.

Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die Ihr zum Vater wollt gehen.

Hast Du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst Dich selber, Dein Herze der Liebe, mir schenken. Sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken?

König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde: Du sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde.

Süßer Immanuel, werd auch in mir nun geboren, komm doch, mein Heiland, denn ohne Dich bin ich verloren! Wohne in mir, mach mich ganz eines mit Dir, der Du mich liebend erkoren.

Gerhard Tersteegen 1731 (LKG 108)

Dienstag nach dem Letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung)

Gott, der da hieß Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christe.

2. Korinther 4,6

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Orate fratres S.122

Fortlaufende Lese

Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus. 14 Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. 15 Das weißt du, dass sich von mir abgewandt haben alle, die in der Provinz Asia sind, unter ihnen Phygelus und Hermogenes. 16 Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause des Onesiphorus; denn er hat mich oft erquickt und hat sich meiner Ketten nicht geschämt, 17 sondern als er in Rom war, suchte er mich eifrig und fand mich. 18 Der Herr gebe ihm, dass er Barmherzigkeit finde bei dem Herrn an jenem Tage. Und welche Dienste er in Ephesus geleistet hat, weißt du am besten. 

2. Timotheus 1,13-18

Tageslese

Ist aber unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden, 4 den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen. 6 Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

2. Korinther 4,3-6

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Wie man fur Gott from und gerecht wird (AC IV cont)

Rudolf Schäfer: “Das Endgericht”

Und inn diessen stücken eben, inn disser lare sind viel andere grosse, gantz schedliche irthumb und schreckliche lesterunge Gottes begriffen und verborgen, welche alle bey namen zu erzelen jtzo zu lange were; allein das wölle doch umb Gottes willen ein jglicher Christlicher leser bedencken: Können wir durch solch werck für Gott from und Christen werden, so wolt ich gerne hören – und versucht alle, euer bestes hie zu antworten -, was doch vor unterscheid sey wolt zwischen der Philosophen und Christi lare. So wir vergebung der sunde erlangen mügen durch solch unser wercke odder „actus elicitos“, was hilfft uns denn Christus? Können wir heilig und from fur Gott werden durch natürliche vernufft und unser eigen gute wercke, Was dürffen wir denn des bluts und tods Chirsti odder das wir durch ihnen neu geborn werden, wie Petrus sagt? Und aus dem ferlichen irthumb ist es leider dahin geraten, das auch gros Theologen zu Löven, Paris etc. von keiner andern Christlichen frömkeit odder gerechtickeit gewust haben denn von der frömgkeit, wilche die Philosophy leret. Und so es uns billich frömde sein solt und wir billich sie verlachen sollten, verlachen sie uns, ja verspotten Paulum selbst.

Also gar ist der schendlich, greulich irthumb eingerissen. Ich hab selbst ein grossen prediger gehört, wilcher Christi und das Evangelium nicht gedacht und Aristotelis Ethicorum predigt; heist das nicht kindisch, nerrisch unter Christen gepredigt? Aber ist der widdersacher lere war, so ist das Ethicorum ein köstlich predigtbuch und ein fein, neu Bibel. Denn von eusserlichem erbarn leben wird nicht leicht jmands besser schreiben denn Aristoteles. Wir sehen, das etlich hochgelarten haben bücher geschrieben, darinne sie anzeigen, als stimmen die wort Christi und die sprüche Socratis und Zenonis fein zusamen, gleich als sey Christus komen, das er gute gesetz und gebot gebe, durch wilche wir vergebung der sunden verdienen sollten, und nicht viel mehr gnade und friede Gottes zu verkünden und den heiligen geist auszuteilen durch sein verdienst und blut. Darümb, so wir der widdersacher lere annemen, das wir vergebung der sunden verdienen mügen aus vermügen natürlicher vernunfft und unser werck, so sind wir schon Aristotelisch und nicht Christisch und ist kein unterschied zwischen erbarm Heidnischem, zwischen Phariseischem und Christlichem leben, zwischen Philosophy und Evangelio.

Wiewol nu die widdersacher, damit sie des namen Christi nicht gar als die Gottlosen, rohen Heiden schweigen, also vom glauben reden, das sie sagen, Es sei ein erkentnis der Historien von Christo, und wiewol sie von Christo auch dennoch etwas sagen, nemlich, das er uns verdienet habe ein „habitum“ oder „primam gratiam“, die erste gnade, wilche sie achten fur ein neigung, dadurch wir dennoch Gott leichter denn sonst lieben können, So ist es doch ein schwache, geringe, klein, schlecht wirckung, die Christus also hette odder die durch solchen habitum geschehe. Denn sie sagen nichtsdesteweniger, das die wercke unser vernunfft und willens, ehr derselbige habitus da ist und auch darnach, wenn derselbig habitus da ist, „eiusdem speciei“, i.e. fur und nach einerley und ein ding sey. Denn sie sagen, das unser vernunfft und menschlicher wille an ihm selbs vermüge, Gott zu lieben, allein der habitus brenge ein neigung, das die vernufft dasselbige, das sie zuvor wol vermag, deste lieber und leichter thue. Darümb leren sie auch, das derselbige habitus müsse verdienet werden durch unser vorgehende wercke und das wir durch die werck des gesetzs vermerung solcher guter neigung und das ewige leben verdienen. Also verbergen uns die leute Christum und begraben ihn auffs neu, das wir ihnen nicht fur ein mitler erkennen können, denn sie schweigen gar, das wir lauter aus gnaden, one verdienst vergebung der sunden durch ihnen erlangen, sondern brengen ihre treume auff, als künden wir durch gute wercke und des gesetzs werck vergebung der sunde verdienen, so doch die gantz schrifft sagt, das wir das gesetz nicht vermügen zu erfüllen odder zu halten. Und so die vernufft am gesetz nichts ausrichtet, denn das sie allein eusserlich werck thut – Im hertzen aber fürchtet sie Gott nicht -, so gleubt sie auch nicht, das Got ihr warneme. Und wiewol das sie von dem habitu also reden, so ist es doch gewis, das one den glauben an Christum recht Gottesliebe inn keinem hertzen sein kann, so kann auch niemands verstehen, was Gottesliebe ist, ohne den glauben.

Das sie aber ein unterschied ertichten unter „merito congrui“ und „merito condigni“, unterm gebürlichen verdienst und rechtem gantzen verdienst, spilen und zancken sie allein mit worten, damit sie sich nicht öffentlich als Pelagianer mercken lassen. Denn so Gott von nut mus gnade geben umb gebürverdienst, wiewol sie selbs nicht wissen, was sie sagen; denn sie ertichten und treumen, das, wenn der habitus der lieb Gottes da ist, so verdiene der mensch gebürlich odder de congruo die gnade Gottes. Und sagen doch, es könne niemands so gewis sein, ob derselbig habitus da sey. Nu höret, lieben herrn, wie wissen sie denn odder wenn wissens sie es, ob sie gebürlich odder durch gantz verdienst fur vol odder halb unserm Herrn Gott sein gnad abverdienen?

Aber, ach, lieber Herr Gott, das sind eitel kalte gedancken und treume müssiger, heiloser, unerfarner leute, wilche die Bibel nicht viel inn practiken brengen, die gar nicht wissen noch erfaren, wie einem sunder umbs hertz ist, was anfechtung des tods odder des Teuffels sind, die gar nicht wissen, wie rein wir alles verdienstes, aller werck vergessen, wenn das hertz Gottes zorn fület odder das gewissen inn engsten ist. Die sicheren, unerfaren leute gehen wol immer dahin in dem wahn, als verdienen sie mit ihren wercken de cogruo gnad. Denn es ist one das uns angeborn natürlich, das wir von uns selbs und unsern wercken gern etwas viel wollten halten. Wenn aber ein gewissen recht sein sunde und jamer fület, so ist aller scherzt, so sind alle spilgedancken aus und ist eitel grosser, rechter ernst; da lest sich kein hertz noch gewissen stillen, noch zufrieden stellen, suchet allerley wercke und aberwercke und wolt gern gewisheit, wolt gern grund fülen und gewis auff etwas fussen und rugen. Aber dieselbigen erschrocknen gewissen fülen wol, das man weder de condigno noch de congruo nichts verdienen kann, sincken bald dahin inn verzagen und verzweifelung, wenn ihnen nicht ein ander wort denn des gesetzs lere, nemlich das Evangelium von Christo, das der fur uns gegeben ist, gepredigt wird. Daher weis man etlich Historien, das die Barfusser Mönche, wenn sie etlichen guten gewissen an der todstunde lange haben umbsonst ihr orden und gute wercke gelobet, das sie zuletzt haben müssen ihres ordens und Sanct Franciscen schweigen und dis wort sagen: lieber mensch, Christus ist fur dich gestorben. Das hat inn engsten erquicket und erkület, frid und trost allein geben.

Also leren die widdersacher nichts denn ein eusserliche frömkeit, eusserlicher guter werck, wilche Paulus „des gesetzs frömkeit“ nennent, und sehen also wie die Jüden das verdeckt angesicht Mosi, thun nichts, denn das sie inn etlichen sichern heuchlern die sicherheit und hertigkeit stercken, füren die leute auff ein sandgrund, auff ihre eigen werck, dadurch Christus und das Evangelium veracht wird, geben manchen elenden gewissen ursach zur verzweifelung, denn sie thun gute wercke auff ungewissen wahn, erfahren nimmer, wie ein gros krefftig ding der glaube ist, fallen zuletzt gantz in verzweifelung. Wir halten und reden von der eusserlichen frömkeit also, das Gott wol foddert und haben wil ein solch eusserlich erbar leben und umb Gottes gebots willen müsse man dieselbigen guten wercke thun, wilche inn Zehen gepoten werden geboten, denn „das gesetz ist unser zuchtmeister“ und das „gesetz ist den unrechten geben“. Denn Gott der Herr will, das den groben sunden durch ein eusserliche zucht gewehret werde, und, dasselbige zu erhalten, gibt er gesetz, ordenet öberkeit, gibt gelerte weise leute, die zum regiment dienen. Und also eusserlich erbar wandel und leben zu füren, vermag etlichermas die vernufft aus ihren krefften, wiewol sie offte durch angeborne schwacheit und durch list des Teuffels auch daran gehindert wird. Wiewol ich nu einem solchen eusserlichem leben und den guten wercken gerne so viel lobes las, als ihm gebüret, denn inn diesem leben und im weltlichen wesen ist jhe nicht bessers denn redligkeit und tugent. Wie denn Aristoteles sagt, das widder morgenstern noch abentstern lieblicher, schöner sey denn erbarkeit und gerechtigkeit; wie denn Gott solch tugent auch belonet mit leiblichen gaben, so sol man doch gute wercke und solchen wandel nicht also hoch heben, das es Christo zu schmach reiche. Denn also schlies ich und bin des gewis, erticht ists und nicht war, das wir durch unser wercke sollten vergebung der sunde verdienen. Auch ists lügen und nicht war das ein mensch fur Gott könne gerecht und from werden durch seine wercke und eusserlich frömkeit. Auch ist es ungrund und nicht war, das die menschlich vernunfft aus ihren krefften vermügen solt, Gott uber alles zu lieben, sein gebot zu halten, ihnen zu forchte, gewis darauff zu stehen, das Gott das gebet erhöre, Gott zu dancken und gehorsam zu sein, in trübsaln und andern, was Gottes gesetz gebeut, als nicht frembdes gutes begern etc., Denn das alles vermag vernunfft nicht, wiewol sie eusserlich erbar leben und gute werck etlichermas vermag. Auch ist es ertichtet und nicht war und lesterung widder Christum, das diejhenigen sollen one sunde sein, die Gottes gebot allein eusserlich halten, one geist und gnade im hertzen.

Diesses meins beschlus hab ich zeugnis nicht allein aus der heiligen schrifft, sondern auch aus den alten Vetern. Augustinus redet und handelt solchs auffs allerreichlichst wider die Pelagianer, das die gnade nicht geben wird umb unsers verdiensts willen, Und im buch „de natura et gratia“, i.e. „von der natur und gnade“, sagt er also: „So das vermügen der natur durch den freien willen gnug ist, beide zu erkennen, wie man leben sol und also recht zu leben, so ist Christus umbsonst gestorben.“ Warümb solt ich hie auch nicht ruffen und schreien mit Paulo? Ich mag billich schreien: „Ihr habt Christum verloren, die ihr durchs gesetzs wercke gerecht werden wolt und sei von der gnade gefallen“; denn ihr erkennent die gerechtigkeit nicht, die fur Gott gilt, und trachtet, eure eigne gerechtigkeit auffzurichten, und seid der gerechtigkeit, die fur Gott gilt, nicht unterthan; denn wie das endes des gesetzs Crhistus ist, also ist auch der heiland der verterbeten natur Christus.“ Item Johannes am 8.: „So euch der son frey macht, so seid ihr recht frey.“

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC IV (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.272ff)
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Wunderbarer Gnadenthron, Gottes und Marien Sohn

Geburt Jesu Christi (1310) von Giotto di Bondone (San Francesco, Assisi)

Wunderbarer Gnadenthron, Gottes und Marien Sohn,
Gott und Mensch, ein kleines Kind, das man in der Krippe findt,
großer Held von Ewigkeit, dessen Macht und Herrlichkeit rühmt die ganze Christenheit:

Du bist arm und machst zugleich uns an Leid und Seele reich.
Du wirst klein, Du großer Gott, und machst Höll und Tod zu Spott.
Aller Welt wird offenbar, ja auch Deiner Feinde Schar, daß Du, Gott, bist wunderbar.

Laß mir Deine Güt und Treu täglich werden immer neu.
Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, wenn mich Not und Tod anficht.        Laß mich Deine Herrlichkeit, Deine Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit.

Johann Olearius 1665 (LKG 107)

Montag nach dem Letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung)

Gott, der da hieß Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christe.

2. Korinther 4,6

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Orate fratres S.122

Fortlaufende Lese

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes nach der Verheißung des Lebens in Christus Jesus, 2 an Timotheus, mein geliebtes Kind: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserm Herrn!

3 Ich danke Gott, dem ich diene von meinen Vorfahren her mit reinem Gewissen, wenn ich ohne Unterlass deiner gedenke in meinem Gebet, Tag und Nacht. 4 Und wenn ich an deine Tränen denke, verlangt mich, dich zu sehen, damit ich mit Freude erfüllt werde. 5 Denn ich erinnere mich an den ungeheuchelten Glauben in dir, der zuvor schon gewohnt hat in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike; ich bin aber gewiss, auch in dir. 6 Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände. 7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 8 Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes. 9 Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, 10 jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 11 für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer. 12 Aus diesem Grund leide ich dies alles; aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.

2. Timotheus 1,1-12

Tageslese

Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte. 30 Als aber Aaron und alle Israeliten sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte, fürchteten sie sich, ihm zu nahen. 31 Da rief sie Mose, und sie wandten sich wieder zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde, und er redete mit ihnen. 32 Danach nahten sich ihm auch alle Israeliten. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. 33 Und als er dies alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht. 34 Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und zu den Israeliten redete, was ihm geboten war, 35 sahen die Israeliten, wie die Haut seines Angesichts glänzte. Dann tat er die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.

2. Mose 34,29-35

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen in allen Dingen und rüste Deine ganze Kirche aus mit Kraft und Bewährung des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Letzter Sonntag nach Epiphanias (Verklärung Christi)

 Die Verklärung Christi. Epitaph des Johannes Göckerlein vom Meister des Universitätsaltars um 1500.

Introitus

Der Herr ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind. Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind seines Thrones Stütze. Feuer geht vor ihm her und verzehrt ringsum seine Feinde. Seine Blitze erleuchten den Erdkreis, das Erdreich sieht es und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Herrscher der ganzen Erde. Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit. Schämen sollen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Götzen rühmen. Betet ihn an, alle Götter! Zion hört es und ist froh, und die Töchter Juda sind fröhlich, weil du, Herr, recht regierest. Denn du, Herr, bist der Höchste über allen Landen, du bist hoch erhöht über alle Götter. Die ihr den Herrn liebet, hasset das Arge! Der Herr bewahrt die Seelen seiner Heiligen; aus der Hand der Frevler wird er sie erretten. Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den aufrichtigen Herzen. Ihr Gerechten, freut euch des Herrn und danket ihm und preiset seinen heiligen Namen!

Psalm 97,1-12

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Orate fratres S.122

Altes Testament

Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Und der Engel des Herrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. Da sprach er: Ich will hingehen und diese wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt. Als aber der Herr sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Und der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand Und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Drangsal gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen, so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst. Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott dienen auf diesem Berge. Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht.

2. Mose 3,1-15

Epistel

Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.

2. Korinther 4,6-10 (Predigttext)

Evangelium

Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

Matthäus 17,1-9

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum

Wochenlied

Herr Christ, der einig Gotts Sohn, Vaters in Ewigkeit, aus seim Herzen entsprossen, gleichwie geschrieben steht, er ist der Morgensterne, sein Glänzen streckt er ferne vor andern Sternen klar;

für uns ein Mensch geboren im letzten Teil der Zeit, daß wir nicht wärn verloren vor Gott in Ewigkeit, den Tod für uns zerbrochen, den Himmel aufgeschlossen, das Leben wiederbracht:

laß uns in Deiner Liebe und Kenntnis nehmen zu, daß wir am Glauben bleiben, Dir dienen im Geist so, dass wir hier mögen schmecken dein Süßigkeit im Herzen und dürsten stets nach Dir.

Du Schöpfer aller Dinge, Du väterliche Kraft, regierst von End zu Ende kräftig aus eigner Macht. Das Herz uns zu Dir wende und kehr ab unsre Sinne, dass sie nicht irrn von Dir.

Ertöt uns durch Dein Güte, erweck uns durch Dein Gnad. Den alten Menschen kränke, dass der neu leben mag und hier auf dieser Erden den Sinn und alls Begehren und Gdanken hab zu Dir.

Elisabeth Kreuziger 1524 (LKG 120)

Kirchengebet

Du sprichst, barmherziger Gott, damit es in uns hell wird.

Du sprichst, damit es in der Welt hell wird.

Vertreibe mit deinem hellen Schein die Finsternis des Krieges,

dass es ein Ende hat  mit dem Tod, mit den Vergewaltigungen, mit der Angst. Erbarme dich.

Vertreibe mit deinem hellen Schein das Dunkel von Streit und Lüge,

dass es ein Ende hat mit hartherzigem Beharren auf dem Eigenen, mit verächtlichen Worten über die anderen, mit unbarmherzigen Blicken auf die Schwachen. Erbarme dich.

Bekehre mit deinem hellen Schein alle, die Schuld auf sich geladen haben, dass es ein Ende hat mit Verschweigen und Vertuschen, damit Bitten um Vergebung von Herzen kommen, damit die Wunden von Missbrauch heilen können. Erbarme dich.

Ermutige mit deinem hellen Schein alle, die im Schatten leben, damit sich die Geknickten aufrichten, die Gedemütigten wehren, die Mutlosen aufatmen. Erbarme dich.

Hülle ein in deinen hellen Schein unsere Verstorbenen. und alle, die trauern.

Wenn du sprichst, barmherziger Gott, hat die Finsternis verloren. Sprich auch heute und lass es licht werden in uns, in deiner Kirche, in deiner Welt durch Jesus Christus, unseren Morgenstern. Amen.

VELKD


+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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