Sei mir tausendmal gegrüßet

Martin Schongauer, „Ecce Homo“

Sei mir tausendmal gegrüßet, der mich je und je geliebt,
Jesu, der Du selbst gebüßet das, womit ich Dich betrübt.
Ach wie ist mir dann so wohl, wenn ich knien und liegen soll
an dem Kreuze, da Du stirbest, und um meine Seele wirbest.

Ich umfange, herz und küsse der gekränkten Wunden Zahl
und die purpurroten Flüsse, Deine Füß- und Nägelmal.
O wer kann doch, schönster-Fürst, den so hoch nach uns gedürst,
Deinen Durst und Liebsverlangen völlig fassen und umfangen?

Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin;
nimm die Schmerzen, die mich quälen und den ganzen Schaden hin,
den mir Adams Fall gebracht, und ich selber mir gemacht.
Wird, o Arzt, Dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen.

Schreibe Deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein,
daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein.
Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht.
Laß mich hier zu Deinen Füßen, Deiner Lieb und Gunst genießen.

Diese Füße will ich halten, auf des best ich immer kann.
Schaue meiner Hände Falten, und mich selber freundlich an,
von dem hohen Kreuzes Baum, und gib meiner Bitte Raum,
sprich: “Laß all dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden.”

Nach dem “Salve mundi salutare” des Arnulf von Löwen (um 1200-1250) von Paul Gerhardt 1653 (LKG 140)

Mittwoch nach dem 6. Sonntag in den Fasten (Palmarum: Der Schmerzensmann)

Er soll die Starken zum Raube haben, darum, daß seine Seele gearbeitet hat und hat sein Leben in den Tod gegeben und hat vieler Sünde getragen.

Jesaja 53,11f

Kollekte

Barmherziger, ewiger Gott, der Du Deines eigenen Sohnes nicht hast verschonet, sondern ihn für uns alle dahingegeben, daß er unsere Sünde am Kreuze tragen sollte: verleihe uns, daß unser Herz in solchem Glauben nimmermehr erschrecke noch verzage. Durch ihn unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 128

Fortlaufende Lese

Und alsbald am Morgen hielten die Hohenpriester Rat mit den Ältesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Hohe Rat, und sie banden Jesus und führten ihn ab und überantworteten ihn Pilatus.  2 Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete ihm und sprach: Du sagst es.  3 Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart.  4 Pilatus aber fragte ihn abermals und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen!  5 Jesus aber antwortete nichts mehr, sodass sich Pilatus verwunderte. 

6 Er pflegte ihnen aber zum Fest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie erbaten.  7 Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührern, die beim Aufruhr einen Mord begangen hatten.  8 Und das Volk ging hinauf und bat, dass er tue, wie er ihnen zu tun pflegte.  9 Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden losgebe?  10 Denn er erkannte, dass ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten.  11 Aber die Hohenpriester wiegelten das Volk auf, dass er ihnen viel lieber den Barabbas losgebe.  12 Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr dann, dass ich tue mit dem, den ihr den König der Juden nennt?  13 Sie schrien abermals: Kreuzige ihn!  14 Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Aber sie schrien noch viel mehr: Kreuzige ihn!  15 Pilatus aber wollte dem Volk Genüge tun und gab ihnen Barabbas los und ließ Jesus geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt würde. 

Markus 15,1-15

Tageslese

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. 16 Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit. 

Denn jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er Gaben und Opfer darbringe für die Sünden. 2 Er kann mitfühlen mit denen, die unwissend sind und irren, weil er auch selber Schwachheit an sich trägt. 3 Darum muss er, wie für das Volk, so auch für sich selbst opfern für die Sünden. 4 Und niemand nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. 5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.« 6 Wie er auch an anderer Stelle spricht: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.« 7 Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. 8 So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. 9 Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, 10 von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.

Hebräer 4,15-5,10

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Dr. Martin Luthers Vorrede zur Passion Christi

Dr. Martin Luther predigt einleitend von der Frucht des Leidens Christi als Vorrede zur Passion (WA 52 S.226-228):

Und hier zum Hören:

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Dr. Martin Luther am Gründonnerstag über Fußwaschung

“Jesu Fußwaschung” (Lucas Cranach d.Ä. 1537: Schloß Grünewald)

Am Gründonnerstag predigt Dr. Martin Luther über unseres Herrn Jesu Christi Fußwaschung wie von St. Johannes im 13. Kapitel aufgeschrieben und zwar die Verse 1-17 (WA 52 S.216-226):

Und hier zum Hören:

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Dr. Martin Luther predigt ein ander Predigt am Palmtag

Das Abendmahl (Lucas Cranach d.J. in der Johanniskirche, Dessau)

Am 6. Sonntag in den Fasten (Palmsonntag) predigt Dr. Martin Luther eine zweite Predigt über unseres Herrn Jesu Christi Abendmahl auch nach der 1. Epistel des hl. Apostels St. Paulus an die Korinther im 11. Kapitel und zwar die Verse 27-34 (WA 52 S.213-216):

Und hier zu hören:

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Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen

“Der Schmerzensmann” von Albrecht Dürer

Ich will’s für Augen setzen, mich stets daran ergötzen,
ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir sein ein Spiegel
der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu.

Wie heftig unsre Sünden den frommen Gott entzünden,
wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruten,
wie zornig seine Fluten, will ich aus diesem Leiden sehn.

Ich will daraus studieren, wie ich mein Herz soll zieren
mit stillem sanftem Mut und wie ich die soll lieben,
die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut.

Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen,
so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden,
dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich.

Ich will mich mit Dir schlagen aus Kreuz und dem absagen,
was meinem Fleisch gelüst; was Deine Augen hassen,
das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist.

Dein Seufzen und Dein Stöhnen, und die viel tausend Tränen,
die Dir geflossen zu, die sollen mich am Ende
in Deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 139,11-16)

Dienstag nach dem 6. Sonntag in den Fasten (Palmarum: Der Schmerzensmann)

Er soll die Starken zum Raube haben, darum, daß seine Seele gearbeitet hat und hat sein Leben in den Tod gegeben und hat vieler Sünde getragen.

Jesaja 53,11f

Kollekte

Barmherziger, ewiger Gott, der Du Deines eigenen Sohnes nicht hast verschonet, sondern ihn für uns alle dahingegeben, daß er unsere Sünde am Kreuze tragen sollte: verleihe uns, daß unser Herz in solchem Glauben nimmermehr erschrecke noch verzage. Durch ihn unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 128

Fortlaufende Lese

Und Petrus war unten im Hof. Da kam eine von den Mägden des Hohenpriesters;  67 und als sie Petrus sah, wie er sich wärmte, schaute sie ihn an und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus von Nazareth.  68 Er leugnete aber und sprach: Ich weiß nicht und verstehe nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähte.  69 Und die Magd sah ihn und fing abermals an, denen zu sagen, die dabeistanden: Dieser ist einer von denen.  70 Und er leugnete abermals. Und nach einer kleinen Weile sprachen die, die dabeistanden, abermals zu Petrus: Wahrhaftig, du bist einer von denen; denn du bist auch ein Galiläer.  71 Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet.  72 Und alsbald krähte der Hahn zum zweiten Mal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er fing an zu weinen. 

Markus 14,66-72

Tageslese

Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. 17 Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist niemals in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat. 18 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet. 19 Denn als Mose alle Gebote gemäß dem Gesetz allem Volk gesagt hatte, nahm er das Blut von Kälbern und Böcken mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch und alles Volk 20 und sprach: »Das ist das Blut des Bundes, den Gott euch geboten hat.« 21 Und das Zelt und alle Geräte für den Gottesdienst besprengte er desgleichen mit Blut. 22 Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne dass Blut ausgegossen wird, geschieht keine Vergebung. 23 So also mussten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden; die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als jene. 24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; 25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; 26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Zeiten, ist er ein für alle Mal erschienen, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. 27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: 28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten. 

Hebräer 9,6-18

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Du nimmst auf Deinen Rücken, die Lasten, die mich drücken (LKG 139,6-10)

Du nimmst auf Deinen Rücken die Lasten, die mich drücken
viel schwerer, als ein Stein; Du wirst ein Fluch, dagegen
verehrst Du mir den Segen; Dein Schmerzen muß mein Labsal sein.

Du setzest Dich zum Bürgen, ja lässest Dich gar würgen,
für mich und meine Schuld; Mir lässest Du Dich krönen
mit Dornen, die Dich höhnen, und leidest alles mit Geduld.

Du springst ins Todes Rachen, mich frei und los zu machen
von solchem Ungeheur; Mein Sterben nimmst Du abe,
vergräbst es in dem Grabe, o unerhörtes Liebesfeur.

Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden
Dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen,
das soll ich billig legen allzeit an Deinen Dienst und Ehr.

Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben,
Eins aber will ich tun: es soll Dein Tod und Leiden,
bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 139,6-10)

Montag nach dem 6. Sonntag in den Fasten (Palmarum: Der Schmerzensmann)

Er soll die Starken zum Raube haben, darum, daß seine Seele gearbeitet hat und hat sein Leben in den Tod gegeben und hat vieler Sünde getragen.

Jesaja 53,11f

Kollekte

Barmherziger, ewiger Gott, der Du Deines eigenen Sohnes nicht hast verschonet, sondern ihn für uns alle dahingegeben, daß er unsere Sünde am Kreuze tragen sollte: verleihe uns, daß unser Herz in solchem Glauben nimmermehr erschrecke noch verzage. Durch ihn unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 128

Fortlaufende Lese

Und sie führten Jesus zu dem Hohenpriester; und es versammelten sich alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten.  54 Petrus aber folgte ihm nach von ferne, bis hinein in den Palast des Hohenpriesters, und saß da bei den Knechten und wärmte sich am Feuer.  55 Aber die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat suchten Zeugnis gegen Jesus, auf dass sie ihn zu Tode brächten, und fanden nichts.  56 Denn viele gaben falsches Zeugnis gegen ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht überein.  57 Und einige standen auf und gaben falsches Zeugnis gegen ihn und sprachen:  58 Wir haben gehört, dass er gesagt hat: Ich will diesen Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen und in drei Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist.  59 Aber ihr Zeugnis stimmte auch darin nicht überein.  60 Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte und fragte Jesus und sprach: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen?  61 Er aber schwieg still und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?  62 Jesus aber sprach: Ich bin’s; und ihr werdet sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen mit den Wolken des Himmels.  63 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Was bedürfen wir weiterer Zeugen?  64 Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was meint ihr? Sie aber verurteilten ihn alle, dass er des Todes schuldig sei.  65 Da fingen einige an, ihn anzuspeien und sein Angesicht zu verdecken und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. 

Markus 14,53-65

Tageslese

Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. 6 Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. 7 Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde. 8 Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! 9 Siehe, Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, Motten werden sie fressen. 10 Wer ist unter euch, der den HERRN fürchtet, der auf die Stimme seines Knechts hört? Wer im Finstern wandelt und wem kein Licht scheint, der hoffe auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott!

Jesaja 50,5-10

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

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Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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O Welt, sieh hier Dein Leben am Stamm des Kreuzes

Rudolf Schäfer (16. September 1878 – 25.Oktober 1961)

O Welt, sieh hier Dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben,
Dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren
läßt willig sich beschweren, mit Schlägen, Hohn und großem Spott.

Tritt her und schau mit Fleiße: sein Leib ist ganz mit Schweiße
des Blutes überfüllt; aus seinem edlen Herzen
vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt.

Wer hat Dich so geschlagen, mein Heil, und Dich mit Plagen
so übel zugericht’? Du bist ja nicht ein Sünder,
wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht.

Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden
des Sandes an dem Meer, die haben Dir erreget
das Elend, das Dich schläget, und das betrübte Marterheer.

Ich bin’s, ich sollte büßen an Händen und an Füßen,
gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden,
und was Du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel.

Paul Gerhardt 1647

Freitag nach dem 5. Sonntag in den Fasten (Judika: Der Hohepriester)

Christus spricht: Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.

Johannes 17,19

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Preister und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 128

Fortlaufende Lese

Und sie kamen zu einem Garten mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jüngern: Setzt euch hierher, bis ich gebetet habe. 33 Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen 34 und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet! 35 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, 36 und sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst! 37 Und er kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? 38 Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. 39 Und er ging wieder hin und betete und sprach dieselben Worte 40 und kam wieder und fand sie schlafend; denn ihre Augen waren voller Schlaf, und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41 Und er kam zum dritten Mal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist gekommen. Siehe, der Menschensohn wird überantwortet in die Hände der Sünder. 42 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe. 

Markus 14,32-42

Tageslese

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4 der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. 5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. 6 Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. 7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil. 8 Denn wir wollen euch, Brüder und Schwestern, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, da wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten; 9 und wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, 10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. 11 Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, damit von vielen auf vielfältige Weise um unsertwillen Dank dargebracht werde für die Gabe, die uns gegeben ist. 

2. Korinther 1,3-11

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

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Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Palmarum (6. Sonntag in den Fasten)

Rudolf Schäfer (16. September 1878 – 25.Oktober 1961)

Wochenspruch

Er soll die Starken zum Raube haben, darum daß seine Seele gearbeitet hat und hat sein Leben in den Tod gegeben und hat vieler Sünde getragen.

Jesaja 53,11f

Introitus

Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der  in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Philipper 2,5-11 (Predigttext)

Alttestamentliche Lese

Gott der Herr hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.

Aber Gott der Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! Siehe, Gott der Herr hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, Motten werden sie fressen.

Jesaja 50,4-9

Versikel

Christus hat geliebet die Gemeinde und hat sich selber für sie dahingegeben, um sie zu heiligen.

Epheser 5,25b

Kollekte

Barmherziger, ewiger Gott, der Du Deines eigenen Sohnes nicht hast verschonet, sondern ihn für uns alle dahingegeben, daß er unsere Sünde am Kreuze tragen sollte: verleihe uns, daß unser Herz in solchem Glauben nimmermehr erschrecke noch verzage. Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist ein wahrer Gott lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128f.

Das heilige Evangelium

12Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, 13nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! 14Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: 15»Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« 16Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte.

17Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat. 18Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. 19Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, 
alle Welt läuft ihm nach.

Johannes 12,12-19

Das Glaubensbekenntnis der Kirche

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Lied der Woche

Du großer Schmerzensmann, vom Vater so geschlagen, Herr Jesu, Dir sei Dank für alle Deine Plagen: für Deine Seelenangst, für Deine Band und Not, für Deine Geißelung, für Deinen bittern Tod.

Ach das hat unsre Sünd und Missetat verschuldet, was Du an unsrer Statt, was Du für uns erduldet. Ach unsre Sünde bringt Dich an das Kreuz hinan; o unbeflecktes Lamm, was hast Du sonst getan?

Dein Kampf ist unser Sieg, Dein Tod ist unser Leben; in Deinen Banden ist die Freiheit uns gegeben. Dein Kreuz ist unser Trost, die Wunden unser Heil, Dein Blut das Lösegeld, der armen Sünder Teil.

O hilf, dass wir auch uns zum Kampf und Leiden wagen und unter unsrer Last des Kreuzes nicht verzagen; hilf tragen mit Geduld durch Deine Dornenkron, wenn’s kommen soll mit uns zum Blute, Schmach und Hohn.

Dein Angst komm uns zugut, wenn wir in Ängsten liegen; durch Deinen Todeskampf lass uns im Tode siegen; durch Deine Bande, Herr, bind uns, wie Dir’s gefällt; hilf, dass wir kreuzigen durch Dein Kreuz Fleisch und Welt.

Lass Deine Wunden sein die Heilung unsrer Sünden, lass uns auf Deinen Tod den Trost im Tode gründen. O Jesu, lass an uns durch Dein Kreuz, Angst und Pein Dein Leiden, Kreuz und Angst ja nicht verloren sein.

Adam Thebesius 1652

Wochengebet

Jesus Christus,
Du demütiger Freund,
Du liebende Kraft,
wir warten auf Dich.
Wir sehnen uns danach, dass Dein Recht gilt
und deine Barmherzigkeit wirkt.
Komm in diese Welt.

Jesus Christus,
Du ziehst in Jerusalem ein.
Du bist der Frieden.
Wir bitten dich um Frieden.
Frieden für die Menschen im Heiligen Land.
Frieden für die Menschen in Gaza.
Frieden für die Ukraine.
Frieden für alle, deren Leben von den Mächtigen verachtet wird.
Erbarme Dich.

Jesus Christus,
Du reitest auf einem Esel.
Du bist der Herr der Welt.
Wir bitten Dich um Gerechtigkeit,
um hörende Herzen der Mächtigen,
um Brot für die Hungernden,
um Rettung der Verschleppten, Geiseln, Versklavten, Kriegsgefangenen, Exilanten, Flüchtlingen, Heimatlosen, Obdachlosen, Schutzlosen, Verfolgten,
um den Schutz deiner bedrohten Geschöpfe. 
Erbarme Dich.

Jesus Christus,
Du hast Lazarus aus dem Grab geholt.
Du bist das Leben.
Wir bitten Dich um Deine liebende Nähe.
Du kennst die Kranken, um die wir uns sorgen,
die Sterbenden, für die wir bitten, die Trauernden und ihre Tränen.
Du weißt, wen wir lieben und wer uns zu tragen gibt.
Erbarme Dich.

Jesus Christus,
Du wurdest mit Jubel begrüßt.
Du bist der Trost der ganzen Welt.
Wir bitten Dich für die Menschen, die Dir vertrauen,
die aus Deinem Wort Kraft und Hoffnung schöpfen.
Wir bitten Dich für die, die an Dir und Deiner Kirche verzweifeln,
die verletzt und missbraucht wurden – Witwen und Waisen.
Wir bitten Dich für alle, die Deinen Namen suchen und Dich bekennen.
Erbarme dich.

Jesus Christus,
Du demütiger Freund,
Du liebende Kraft,
geh mit uns durch diese Tage, in denen wir Deinem Weg ans Kreuz nachsinnen.
Segne uns, Deine Kirche und Deine ganze Welt.
Amen.

VELKD Wochengebete

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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Das soll und will ich mir zunutz zu allen Zeiten machen

Am 2. November 1539 empfangen die Räte von Berlin-Cölln das hl.Abendmahl unseres Herrn Jesu Christi Leib und Blut unter beiderlei Gestalt (Gemälde von Hermann Knackfuss 1886, Stadtmuseum Berlin)

Das soll und will ich mir zunutz zu allen Zeiten machen; im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel; und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna speisen; im Durst solls sein mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen.

Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben; wenn mich der Sonne Hitze trifft, so kann mirs Schatten geben; setzt mir der Wehmut Schmerzen zu, so find ich bei Dir meine Ruh als auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist Du dann mein Anker.

Wenn endlich ich soll treten ein in Deines Reiches Freuden, so soll Dein Blut mein Purpur sein, ich will mich darein kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und Dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an Deiner Seite stehen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138,8-10)

Donnerstag nach dem 5. Sonntag in den Fasten (Judika: Der Hohepriester)

Christus spricht: Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.

Johannes 17,19

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Preister und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 128

Fortlaufende Lese

Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet alle Ärgernis nehmen; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.« 28 Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. 29 Petrus aber sagte zu ihm: Wenn auch alle Ärgernis nehmen, so doch ich nicht! 30 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute, in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 31 Er aber redete noch weiter: Auch wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen! Das Gleiche sagten sie alle.

Markus 14,27-31

Tageslese

Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht die Gestalt der Dinge selbst. Deshalb kann es die, die opfern, niemals vollkommen machen durch die Jahr für Jahr gleichen Opfer, welche man immer wieder darbringt. 2 Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die Gott dienen, ein für alle Mal rein geworden wären und kein von Sünden beschwertes Gewissen mehr hätten? 3 Vielmehr geschieht durch die Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. 4 Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen. 5 Darum spricht er[1], wenn er in die Welt kommt: »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. 6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. 7 Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben –, dass ich tue, Gott, deinen Willen.« 8 Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt und sie gefallen dir nicht«, welche doch nach dem Gesetz geopfert werden. 9 Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da hebt er das Erste auf, damit er das Zweite einsetze. 10 Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.

Hebräer 10,1-10

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Du marterst ihn am Kreuzesstamm

“Lamm Gottes” auf dem Isenheimer Altar (Colmar) von Matthias Grünewald.

 Du marterst ihn am Kreuzesstamm mit Nägeln und mit Spießen; Du schlachtest ihn als wie ein Lamm, machst Herz und Adern fließen, das Herze mit der Seufzer Kraft, die Adern mit dem edlen Saft des purpurroten Blutes. O süßes Lamm, was soll ich Dir erweisen dafür, dass Du mir erzeigest so viel Gutes?

Mein Lebetage will ich Dich aus meinem Sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleich wie Du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben; ich will mich Dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu Deinem Eigentum beständiglich verschreiben.

Ich will von Deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch Dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich Dir und Deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was Du mir zugut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen.

Erweitre Dich, mein Herzensschrein, Du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Kalmus, Myrrhen, Casi; Ich hab ein Beßres funden: mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus Deines Leibes Wunden.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138,4-6)

Mittwoch nach dem 5. Sonntag in den Fasten (Judika: Der Hohepriester)

Christus spricht: Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.

Johannes 17,19

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Preister und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 128

Fortlaufende Lese

Und am Abend kam er mit den Zwölfen. 18 Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten. 19 Da wurden sie traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich’s? 20 Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. 21 Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 22 Und als sie aßen, nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. 23 Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. 24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. 25 Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr trinken werde vom Gewächs des Weinstocks bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinke im Reich Gottes. 26 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. 

Matthäus 14:17-26

Tageslese

Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; 25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; 26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Zeiten, ist er ein für alle Mal erschienen, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. 27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: 28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten.

Hebräer 9,24-28

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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