Was der glaub sey, der fur Gott from und gerecht macht (Apologie IV)

St. Augustin in der Nürnberger Chronik von Hartmann Schedel (1440-1514)

Aber Augustinus, der leret klar, das Paulus von dem gantzen gesetz rede, wie er denn nach der lenge solches disputirt “de spiritu et littera”, “von dem Geist und buchstabe”, da er zuletzt sagt: So wir nu dieses stück nach vormügen, das Gott verliehen hat, bewogen und gehandelt haben, so schliessen wir, das kein mensch from wird durch gebot eins gutten lebens, sondern durch den glauben Jhesu Christi. Und das niemands dencken darff, als sey Paulo dieses wort “der mensch wird gerecht allein durch den glauben” entpfaren, so füret er das nach der lenge aus im vierden Capitel zu den Römern und erholet solchs in allen seinen Episteln. Denn also sagt er am vierden Capitel: “Dem, der mit wercken umbgehet, wird der lohn nicht aus gnaden zugerechnet, sondern aus pflicht. Dem aber, der nicht mit wercken umbgehet, gleubet aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein glaub gerechnet zur gerechtigkeit.”

So ists nu aus den worten klar, das der glaub das ding und das wesen ist, wilchs er Gottes gerechtigkeit nennet, und setzet dazu: “sie werden aus gnaden zugerechnet” und sagt: Sie könt uns aus gnaden nicht zugerechnet werden, so wercke oder verdienst da weren. Darümb schleust er gewislichen aus allen verdienst und alle wercke, nicht allein Jüdischer Ceremonien, sondern auch alle andere gute wercke. Denn so wir durch dieselben wercke from würden fur Gott, so würde uns der glaube nicht gerechnet zur gerechtigkeit one alle wercke, Wie doch Paulus klar sagt; und hernach spricht er: “Und wir sagen, das Abraham sein glaub ist gerechnet zur gerechtigkeit.”

Item Capite v: “Nu wir denn sich gerecht worden durch den glauben, so haben wir fride mit Gott durch unsern Herrn, Jhesu Christ”, das ist: wir haben fröliche, stille gewissen fur Gott. Rom.x: “So man von hertzen gleubt, so wird man gerecht.” Da nennet er den glauben die gerechtigkeit des hertzen; zu den Galatern am ii: “So gleuben wir auch an Christum Jhesum, auff das wir gerecht werden durch den glauben an Christum und nicht durchs gesetzs wercke.” Ephe ii: “Denn aus gnaden seid ihr selig worden durch den glauben und dasselbig nicht aus euch. Gottes gabe ist es, nicht aus wercken, auff das sich niemand rhüme.” Johannis i.cap: “Den gab er macht, kinder Gottes zu werden, die da an seinen namen gleuben, wilche nicht von dem geblüt noch von dem willen des fleisches, noch von dem willen des mannes, sondern von Gott geborn sein.”

Johannis am dritten: “Wie Moses inn der wüsten ein schlangen erhöhet hat, also mus des menschen son auch erhöhet werden, auff das alle, die an ihnen gleuben, nicht verloren werden.” Item: “Gott hat sein son nicht gesand inn die welt, das er die welt richte, Sondern das die welt durch ihnen selig werde; wer an ihn gleubt, der wird nicht gericht.” Actuum xiii: “So sey es nu euch kund, lieben brüder, das euch verkündigt wird vergebung der sunde und von dem allem, durch wilchs ihr nicht könnet im gesetz Mosi gerecht werden; wer an diesen gleubet, der ist gerecht.” Wie hette er doch klerer reden können von dem reich Christi und von der rechtfertigung? Er sagt, das gesetz habe nicht können jmands gerecht machen, und sagt, darümb sey Christus geben, das wir gleuben, das wir durch ihnen gerecht werden. Mit klaren worten sagt er, das gesetz kan niemands gerecht machen. Darümb wird uns durch Christum gerechtigkeit zugerechnet, wenn wir gleuben, das uns Gott durch ihnen gnedig ist.

Actuum iiii: “Das ist der stein, von euch bauleuten verworffen, der zum eckstein worden ist, und ist inn keinem andern heil, und ist auch kein ander name den menschen geben, darinnen wir sollen selig werden.” An den namen aber Christi kan ich nicht anders gleuben, denn das ich höre predigen den verdienst Christi und solchs fasse. Derhalben durch gleuben an den namen Christi und nicht durch vertrauen auff unser wercke werden wir selig. Denn das wort “name” an dem ort bedeut ursach, dadurch und darümb das heil kömpt. Darümb den namen Christi rhümen odder bekennen, ist als viel als vertrauen auff den, der Christus allein ist, und heist, das der caussa meins heils und schatzs sey, dadurch ich erlöset bin.


Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC IV (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.306-310)
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Dr. Martin Luther predigt über Christi Exorzismus

“Christi Teufelsaustreibung” von Meister Konrad von Friesach (year 1458 A.D.) Fastentuch Gurker Dom, Österreich.

Am 3. Sonntag in den Fasten (Okuli) predigt Dr. Martin Luther über Christi Teufelsaustreibung durch Wort und Tat im hl. Evangelium des Evangelisten St. Lukas im 11. Kapitel die Verse 14-28 (WA 52 S.182-192):

Und hier zum Hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the third Sunday in Lent (Oculi) on the holy Gospel of St. Luke 11,14-28 – Jesus Christ overcomes the devil in word and deed – taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.372-379:

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Ehre sei Dir, Christe, der Du littest Not

Ehre sei Dir, Christe, der Du littest Not, an dem Stamm des Kreuzes für uns bittern Tod,
herrschest mit dem Vater in der Ewigkeit: hilf uns armen Sündern zu der Seligkeit.
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Nach dem Gesang “Laus tibi Christe” (14. Jhd) 1560

Donnerstag nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Und Mose rief alle Ältesten Israels und sprach zu ihnen: Lest Schafe aus und nehmt sie für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passa. 22 Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut in dem Becken und bestreicht damit den Türsturz und die beiden Pfosten. Und keiner von euch gehe zu seiner Haustür heraus bis zum Morgen. 23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Wenn er aber das Blut sehen wird am Türsturz und an den beiden Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um euch zu schlagen. 24 Darum so halte diese Ordnung für dich und deine Nachkommen ewiglich. 25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er gesagt hat, so haltet fest an diesem Brauch. 26 Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Brauch?, 27 sollt ihr sagen: Es ist das Passaopfer des HERRN, der an den Israeliten vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an. 28 Und die Israeliten gingen hin und taten, wie der HERR es Mose und Aaron geboten hatte.

29 Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs. 30 Da stand der Pharao auf in derselben Nacht und alle seine Großen und alle Ägypter, und es ward ein großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, in dem nicht ein Toter war. 31 Und er ließ Mose und Aaron rufen in der Nacht und sprach: Macht euch auf und zieht weg aus meinem Volk, ihr und die Israeliten. Geht hin und dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt. 32 Nehmt auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt. Geht hin und bittet auch um Segen für mich. 33 Und die Ägypter drängten das Volk und trieben es eilends aus dem Lande; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.  […]  51 An ebendiesem Tage führte der HERR die Israeliten aus Ägyptenland, Schar um Schar.

2. Mose 12,21-51

Tageslese

HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. 8 Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich. 9 Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht. 10 Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.« 11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden. 12 Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Sache befohlen. 13 Singet dem HERRN, rühmet den HERRN, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet!

Jeremia 20,7-13

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Des solln wir uns trösten gegen Sünd und Tod

Des solln wir uns trösten gegen Sünd und Tod, und ja nicht verzagen vor der Höllen Glut; denn wir sind errettet aus aller Fährlichkeit durch Christ, unsern Herren, gelobt in Ewigkeit. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Darum wolln wir loben, danken allezeit dem Vater und Sohne, und dem Heilgen Geist; bitten, daß sie wollen behüten uns vor Gfahr, und daß wir stets bleiben bei seinem heiligen Wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Hermann Bonn 1542 nach dem vorreformatorischen Liede “O Du armer Judas” LKG 130,5-6

Mittwoch nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen. 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. 4 Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er’s mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, dass sie das Lamm aufessen können. 5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr’s nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel schlachten gegen Abend. 7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und den Türsturz damit bestreichen an den Häusern, in denen sie’s essen, 8 und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen. 9 Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen. 10 Und ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt ihr’s mit Feuer verbrennen. 11 So sollt ihr’s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es in Eile essen; es ist des HERRN Passa. 12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter. Ich bin der HERR. 13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage. 14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung. 15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Schon am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot isst, vom ersten Tag an bis zum siebenten, der soll ausgerottet werden aus Israel. 16 Am ersten Tag soll heilige Versammlung sein und am siebenten soll auch heilige Versammlung sein. Keine Arbeit sollt ihr dann tun; nur was jeder zur Speise braucht, das allein dürft ihr euch zubereiten. 17 Haltet das Gebot der ungesäuerten Brote. Denn eben an diesem Tage habe ich eure Scharen aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung. 18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats am Abend sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum Abend des einundzwanzigsten Tages des Monats, 19 sodass man sieben Tage lang keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot isst, der soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, sei es ein Fremdling oder ein Einheimischer im Lande. 20 Keinerlei gesäuertes Brot sollt ihr essen, sondern nur ungesäuertes Brot, wo immer ihr wohnt.

2. Mose 12,1-20

Tageslese

Und zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem HERRN diente unter Eli, war des HERRN Wort selten, und es gab kaum noch Offenbarung. 2 Und es begab sich zur selben Zeit, dass Eli lag an seinem Ort, und seine Augen fingen an, schwach zu werden, sodass er nicht mehr sehen konnte. 3 Die Lampe Gottes war noch nicht verloschen. Und Samuel hatte sich gelegt im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes war. 4 Und der HERR rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hier bin ich!, 5 und lief zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen; geh wieder hin und lege dich schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen. 6 Der HERR rief abermals: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; geh wieder hin und lege dich schlafen. 7 Aber Samuel kannte den HERRN noch nicht, und des HERRN Wort war ihm noch nicht offenbart. 8 Und der HERR rief Samuel wieder, zum dritten Mal. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der HERR den Knaben rief. 9 Und Eli sprach zu Samuel: Geh wieder hin und lege dich schlafen; und wenn du gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR, denn dein Knecht hört. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. 10 Da kam der HERR und trat herzu und rief wie vorher: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört.

1. Samuel 3,1-10

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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So nicht wär gekommen Christus in die Welt

So nicht wäre kommen Christus in die Welt, und an sich genommen unsre arm Gestalt,
Und für unsre Sünde gestorben williglich, so hätten wir müssen verdammt sein ewiglich.
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Solche große Gnad und väterliche Gunst hat uns Gott erzeiget lauterlich umsonst,
In Christo, seinem Sohne, der sich gegeben hat, in den Tod des Kreuzes, zu unserer Seligkeit. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Hermann Bonn 1542 nach dem vorreformatorischen Liede “O Du armer Judas” LKG 130,1-2

Dienstag nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)


Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.
Kollekte

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Und der HERR sprach zu Mose: Eine Plage noch will ich über den Pharao und Ägypten kommen lassen. Dann wird er euch von hier wegziehen lassen, und nicht nur das, sondern er wird euch von hier sogar vertreiben. 2 So sage nun zu dem Volk, dass ein jeder sich von seinem Nachbarn und eine jede von ihrer Nachbarin silberne und goldene Gefäße geben lasse. 3 Und der HERR verschaffte dem Volk Gunst bei den Ägyptern, und der Mann Mose war sehr angesehen in Ägyptenland vor den Großen des Pharao und vor dem Volk. 4 Und Mose sprach: So spricht der HERR: Um Mitternacht will ich durch Ägypten gehen, 5 und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh. 6 Und es wird ein großes Geschrei sein in ganz Ägyptenland, wie nie zuvor gewesen ist noch werden wird; 7 aber gegen die Israeliten soll nicht einmal ein Hund mucken, weder gegen Mensch noch Vieh, auf dass ihr erkennt, dass der HERR einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel. 8 Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Großen und mir zu Füßen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das dir nachgeht. Und daraufhin werde ich ausziehen. Und Mose ging vom Pharao mit grimmigem Zorn. 9 Der HERR aber sprach zu Mose: Der Pharao wird nicht auf euch hören, auf dass meiner Wunder noch mehr werden in Ägyptenland. 10 Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor dem Pharao; aber der HERR verstockte ihm das Herz, sodass er die Israeliten nicht ziehen ließ aus seinem Lande.

2. Mose 11,1-10

Tageslese

Es erhoben sich aber der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, nämlich die Gruppe der Sadduzäer, von Eifer erfüllt, 18 und legten Hand an die Apostel und warfen sie in das öffentliche Gefängnis. 19 Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte sie heraus und sprach: 20 Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte dieses Lebens. 21 Als sie das gehört hatten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten. Der Hohepriester aber und die mit ihm waren, kamen und riefen den Hohen Rat und alle Ältesten in Israel zusammen und sandten hin zum Gefängnis, sie zu holen. 22 Die Diener gingen hin und fanden sie nicht im Gefängnis, kamen zurück und berichteten: 23 Das Gefängnis fanden wir sicher verschlossen und die Wächter vor den Türen stehen; aber als wir öffneten, fanden wir niemanden darin. 24 Als der Hauptmann des Tempels und die Hohenpriester diese Worte hörten, wurden sie ratlos und wussten nicht, was das noch werden sollte. 25 Da kam jemand, der berichtete ihnen: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk. 26 Da ging der Hauptmann mit den Dienern hin und holte sie, doch nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, dass sie gesteinigt würden. 27 Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat. Und der Hohepriester fragte sie 28 und sprach: Haben wir euch nicht streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren? Und seht, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen. 29 Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Apostelgeschichte 5,17-29

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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O wir armen Sünder!

O wir armen Sünder! Unsre Missetat, darin wir empfangen und geboren sind, hat gebracht uns alle in solche große Not, daß wir unterworfen sind dem ewigen Tod.
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Aus dem Tod wir konnten durch unser eigen werk nimmer werdn gerettet, die Sünde war zu stark; daß wir würdn erlöset, so konnts nicht anders sein. denn Gotts Sohn mußt leiden des Todes bitter Pein. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Hermann Bonn 1542 nach dem vorreformatorischen Liede “O Du armer Judas” LKG 130,1-2

Montag nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist hart; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen. 15 Geh hin zum Pharao morgen früh. Siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt ihm entgegen am Ufer des Nils und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange wurde, 16 und sprich zu ihm: Der HERR, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und lässt dir sagen: Lass mein Volk ziehen, dass es mir diene in der Wüste. Aber du hast bisher nicht hören wollen. 17 Darum spricht der HERR: Daran sollst du erfahren, dass ich der HERR bin: Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, auf das Wasser schlagen, das im Nil ist, und es soll in Blut verwandelt werden. 18 Die Fische im Strom werden sterben, und der Strom wird stinken. Und die Ägypter wird es ekeln, das Wasser aus dem Nil zu trinken. 19 Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Ströme und Kanäle und Sümpfe und über alle Wasserstellen, dass sie zu Blut werden, und es sei Blut in ganz Ägyptenland, selbst in den hölzernen und steinernen Gefäßen. 20 Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Da hob er den Stab und schlug ins Wasser, das im Nil war, vor dem Pharao und seinen Großen. Und alles Wasser im Strom wurde in Blut verwandelt. 21 Und die Fische im Strom starben und der Strom wurde stinkend, sodass die Ägypter das Wasser aus dem Nil nicht trinken konnten; und es war Blut in ganz Ägyptenland. 22 Und die ägyptischen Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten. So wurde das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf Mose und Aaron, wie der HERR gesagt hatte. 23 Und der Pharao wandte sich und ging heim und nahm sich auch dies nicht zu Herzen. 24 Aber alle Ägypter gruben am Nil entlang nach Wasser zum Trinken, denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken. 25 Und das währte sieben Tage lang, nachdem der HERR den Strom geschlagen hatte.

2. Mose 7,14-25

Tageslese

Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte. 15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kennt dieser die Schrift, wenn er es doch nicht gelernt hat? 16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. 18 Wer aus sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.

Johannes 7,14-18

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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2nd Sunday in Lent (Reminiscere)

Lucas Cranach jr: “Rückseite des Reformationsaltars” (St. Marien, Lutherstadt Wittenberg)

Watchword

God demonstrates his own love for us, in that while we were still sinners, Christ died for us.

Romans 5,8

Introit

O Lord, I come before you in prayer. My God, I trust in you.
Please do not let me be humiliated; do not let my enemies triumphantly rejoice over me.
Certainly none who rely on you will be humiliated.
Those who deal in treachery will be thwarted and humiliated.
Make me understand your ways, O Lord. Teach me your paths.
Guide me into your truth and teach me.
For you are the God who delivers me; on you I rely all day long.
Remember your compassionate and faithful deeds, O Lord,
for you have always acted in this manner.

Do not hold against me the sins of my youth or my rebellious acts.
Because you are faithful to me, extend to me your favor, O Lord.
The Lord is both kind and fair; that is why he teaches sinners the right way to live.
May he show the humble what is right. May he teach the humble his way.

Psalm 25,1-9

Old Testament lesson

I will sing to my love— a song to my lover about his vineyard.
My love had a vineyard on a fertile hill.
He built a hedge around it, removed its stones, and planted a vine.
He built a tower in the middle of it, and constructed a winepress.
He waited for it to produce edible grapes, but it produced sour ones instead.
So now, residents of Jerusalem, people of Judah, you decide between me and my vineyard!
What more can I do for my vineyard beyond what I have already done?
When I waited for it to produce edible grapes, why did it produce sour ones instead?
Now I will inform you what I am about to do to my vineyard:
I will remove its hedge and turn it into pasture,
I will break its wall and allow animals to graze there.
I will make it a wasteland; no one will prune its vines or hoe its ground,
and thorns and briers will grow there.
I will order the clouds not to drop any rain on it.
Indeed, Israel is the vineyard of the Lord of Heaven’s Armies,
the people of Judah are the cultivated place in which he took delight.
He waited for justice, but look what he got—disobedience!
He waited for fairness, but look what he got—cries for help!

Isaiah 5,1-7

Collect for this 2nd Sunday in Lent (Reminiscere)

O God, You see that of ourselves we have no strength. By Your mighty power defend us from all adversities that may happen to the body and from all evil thoughts that may assault and hurt the soul; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Paul T. McCain (First Things)

Epistle

Therefore, since we have been declared righteous by faith, we have peace with God through our Lord Jesus Christ, through whom we have also obtained access into this grace in which we stand, and we rejoice in the hope of God’s glory. Not only this, but we also rejoice in sufferings, knowing that suffering produces endurance, and endurance, character, and character, hope. And hope does not disappoint, because the love of God has been poured out in our hearts through the Holy Spirit who was given to us.
(For while we were still helpless, at the right time Christ died for the ungodly. (For rarely will anyone die for a righteous person, though for a good person perhaps someone might possibly dare to die. But God demonstrates his own love for us, in that while we were still sinners, Christ died for us. Much more then, because we have now been declared righteous by his blood, we will be saved through him from God’s wrath. For if while we were enemies we were reconciled to God through the death of his Son, how much more, since we have been reconciled, will we be saved by his life? Not only this, but we also rejoice in God through our Lord Jesus Christ, through whom we have now received this reconciliation.)

Romans 5,1-5 (6-11)

Gospel

Just asMoses lifted up the serpent in the wilderness, so must the Son of Man be lifted up,so that everyone who believes in him may have eternal life.” For this is the wayGod loved the world: He gave his one and onlySon, so that everyone who believes in him will not perishbut have eternal life.For God did not send his Son into the world to condemn the world, but that the world should be saved through him. The one who believes in him is not condemned. The one who does not believe has been condemned already, because he has not believed in the name of the one and only Son of God. Now this is the basis for judging: that the light has come into the world and people loved the darkness rather than the light, because their deeds were evil. For everyone who does evil deeds hates the light and does not come to the light, so that their deeds will not be exposed.But the one who practices the truth comes to the light, so that it may be plainly evident that his deeds have been done in God.

John 3,14-21

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene creed

Hymn of the week

When in the hour of deepest need
We know not where to look for aid;
When days and nights of anxious thought
No help or counsel yet have brought,

Then is our comfort this alone,
That we may meet before Thy throne
And cry, O faithful God, to Thee
For rescue from our misery;

To Thee may raise our hearts and eyes,
Repenting sore with bitter sighs,
And seek Thy pardon for our sin
And respite from our griefs within.

For Thou hast promised graciously
To hear all those who cry to Thee
Through Him whose name alone is great,
Our Savior and our Advocate.

And thus we come, O God, today
And all our woes before Thee lay;
For sorely tried, cast down, we stand,
Perplexed by fears on ev’ry hand.

O from our sins, Lord, turn Thy face;
Absolve us through Thy boundless grace,
Be with us in our anguish still,
Free us at last from ev’ry ill,

That so with all our hearts we may
To Thee our glad thanksgivings pay,
Then walk obedient to Thy Word
And now and ever praise Thee, Lord.

Wenn wir in höchsten Nöten sein” (Paul Eber, 1560 tr. Catherine Winkworth, 1858, TLH 522.)

Sermon text

Then they traveled from Mount Hor by the road to the Red Sea, to go around the land of Edom, but the peoplebecame impatient along the way.And the people spoke against God and against Moses, “Why have you brought us up from Egypt to die in the wilderness, for there is no bread or water, and wedetest this worthlessfood.”

So the Lord sent venomous snakesamong the people, and they bit the people; many people of Israel died.Then the people came to Moses and said, “We have sinned, for we have spoken against the Lord and against you. Pray to the Lord that he would take away the snakes from us.”

So Moses prayed for the people. The Lord said to Moses, “Make a poisonous snake and set it on a pole. When anyone who is bitten looksat it, he will live.”So Moses made a bronze snake and put it on a pole, so that if a snake had bitten someone, when he looked at the bronze snake he lived.

Numbers 21, 4-9

Prayer of the church

Lord, You gave Abraham the promise of many descendants. Give us faith, that we may delight in this promise, delivered through the ages and kept in Christ, our Savior. Equip us with Your Spirit to be bold and unwavering witnesses, carrying Your name and Your Gospel to every place and people. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, through patriarchs and prophets You spoke Your Word. Bless all pastors, bishops, teachers, evangelists and missionaries, that they may preach and teach faithfully. Raise up many new laborers for church-work vocations, and bless them as they prepare for this service in our colleges and seminaries. Give us ears to hear and hearts to imitate their faith and love. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God of all nations, the disciples brought the cause of a Gentile woman to Your Son, the King of the Jews. Inspire the people of Your Church, grafted into Your holy people by faith, to bring the needs of the world to Your throne of grace. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, our Father, You have adopted us into Your heavenly family as brothers of Your Son, Jesus Christ. Teach us, after the example of Jacob and Esau, to overcome brotherly strife in persistent prayer and with humility. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Shepherd of Israel, give steadfastness and wisdom to our leaders, especially Olaf, our chancellor; Reiner, our minister president; and all elected representatives, judges and civil servants. Grant peace between nations and a spirit of humility and concord to our citizens. We pray for peace in Ukraine and Israel. Grant fortitude to the defenders of innocent inhabitants and hinder the work of aggressors, terrorists and lawless tyrants. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, You sent forth Your own Son to heal and give everlasting life. By Your Word and Spirit, lift up Your people from their sorrows and deliver them according to Your gracious will. Hear us, we pray, especially for Bernd, Annette, Markus, Ingrid and Karin. Sustain them in their afflictions, comfort them in the hour of death and raise up the dead according to Your gracious promise. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, Your Son has set His table among us. Here He gives His flesh as food and His blood as drink to forgive our sins and to nourish our faith. Give us Your Spirit, that we may approach this Sacrament with faith and receive with repentant hearts the benefits of His Holy Communion. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, we implore You by Your Holy Spirit to strengthen our hearts and confirm our faith and hope in Your grace and mercy. Although we have reason to fear for the sake of our conscience, our sin and our unworthiness, let us nevertheless hold fast, like the woman of Canaan, to Your grace. In every trial and temptation, let us find You a present help and refuge; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

LCMS One-Year-Series

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly. His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16) and His good Word remains forever – just as His one, holy Christian Church + Amen.

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Das sechste war ein kräftig Wort: “Es ist vollbracht.”

“Ecce homo” von Antonello da Messina (1473)

Das sechste war ein kräftig Wort, das mancher hat beim Kreuz gehört aus seim göttlichen Munde: “Es ist vollbracht mein Leiden groß wohl hie zu dieser Stunde.”

Zum siebten redt er vor seim End: “Mein Geist befehl ich in Dein Händ, so ich jetzund soll sterben.” Du wollst den Sündern gnädig sein, laß, Vater, sie nicht verderben.”

Wer Gottes Mart’r in Ehren hat und oft bedenkt die sieben Wort, des will Gott treulich pflegen wohl hie auf Erd mit seiner Gnad und dort im ewgen Leben.

Johannes Böschenstain 1539 (LKG 129,6-9)

Samstag nach dem 1. Sonntag in den Fasten (Invokavit)

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Menschensohn.

1. Johannes 3,8b

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.125

Fortlaufende Lese

Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich setze dich zum Gott für den Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. 2 Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor dem Pharao reden, damit er die Israeliten aus seinem Lande ziehen lasse. 3 Aber ich will das Herz des Pharao verhärten und viele Zeichen und Wunder tun in Ägyptenland. 4 Und der Pharao wird nicht auf euch hören. Dann werde ich meine Hand auf Ägypten legen und durch große Gerichte meine Heerscharen, mein Volk, die Israeliten, aus Ägyptenland führen. 5 Und die Ägypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Israeliten aus ihrer Mitte wegführen werde. 6 Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. 7 Und Mose war achtzig Jahre und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, als sie mit dem Pharao redeten. 8 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: 9 Wenn der Pharao zu euch sagen wird: Weist euch aus durch ein Wunder!, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn hin vor dem Pharao, dass er zur Schlange werde! 10 Da gingen Mose und Aaron hinein zum Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Großen, und er ward zur Schlange. 11 Da ließ der Pharao die Weisen und Zauberer rufen und die ägyptischen Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten: 12 Ein jeder warf seinen Stab hin, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe. 13 Aber das Herz des Pharao wurde verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR gesagt hatte.

2. Mose 7,1-13

Tageslese

Da antworteten ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollen ein Zeichen von dir sehen. 39 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen, und es wird ihm kein Zeichen gegeben werden außer dem Zeichen des Propheten Jona. 40 Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein. 41 Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona. 42 Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.

Matthäus 12,38-42

Gebet am Samstag

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Als Jesus seine Mutter sah

Jesus am Kreuz von Albrecht Altdorfer (1515)

Als Jesus seine Mutter sah, zum dritten Male sprach er da: “Johannes nimm zum Sohne.” “Sohn, nimm Dich Deiner Mutter an, dass ich Dirs ewig lohne.”

Alsdann rief er in großer Not zur neunten Stund: “Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?” Die Marter, die er leiden muß, sind ganz über die Maßen.

Die fünfte Red er danach tut: “Mich dürst’, vergossen ist mein Blut, an meinem ganzen Leibe.” Damit hat er die Schrift vollbracht, wie David tut beschreiben.

Johannes Böschenstain 1539 (LKG 129,4-5)

Freitag nach dem 1. Sonntag in den Fasten (Invokavit)

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Menschensohn.

1. Johannes 3,8b

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.125

Fortlaufende Lese

Danach gingen Mose und Aaron hin und sprachen zum Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass es mir ein Fest halte in der Wüste. 2 Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dass ich ihm gehorchen müsse und Israel ziehen lasse? Ich weiß nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht ziehen lassen. 3 Sie sprachen: Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Wir wollen nun hinziehen drei Tagereisen weit in die Wüste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, dass er uns nicht schlage mit Pest oder Schwert. 4 Da sprach der König von Ägypten zu ihnen: Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Geht hin an eure Dienste! 5 Weiter sprach der Pharao: Siehe, sie sind schon mehr als das Volk des Landes, und ihr wollt sie noch feiern lassen von ihrem Dienst! 6 Darum befahl der Pharao am selben Tage den Vögten des Volks und ihren Aufsehern und sprach: 7 Ihr sollt dem Volk nicht mehr Häcksel geben, dass sie Ziegel machen, wie bisher; lasst sie selbst hingehen und Stroh dafür zusammenlesen. 8 Aber die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auferlegen und nichts davon ablassen, denn sie gehen müßig; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern. 9 Man drücke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht um falsche Reden kümmern. 10 Da gingen die Vögte des Volks und ihre Aufseher hinaus und sprachen zum Volk: So spricht der Pharao: Man wird euch kein Häcksel mehr geben. 11 Geht ihr selbst hin und beschafft euch Häcksel, wo ihr’s findet; aber von eurer Arbeit soll euch nichts erlassen werden. 12 Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Ägypten, um Stroh zu sammeln, damit sie Häcksel hätten. 13 Und die Vögte trieben sie an und sprachen: Erfüllt euer Tagewerk wie damals, als ihr Häcksel hattet. 14 Und die Aufseher aus den Reihen der Israeliten, die die Vögte des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und es wurde zu ihnen gesagt: Warum habt ihr nicht auch heute euer festgesetztes Tagewerk getan wie bisher? 15 Da gingen die Aufseher der Israeliten hin und schrien zu dem Pharao: Warum verfährst du so mit deinen Knechten? 16 Man gibt deinen Knechten kein Häcksel, und wir sollen dennoch die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk trägt die Schuld. 17 Der Pharao sprach: Ihr seid müßig, müßig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem HERRN opfern. 18 So geht nun hin und tut euren Frondienst! Häcksel soll man euch nicht geben, aber die Anzahl Ziegel sollt ihr schaffen. 19 Da sahen die Aufseher der Israeliten, dass es mit ihnen übel stand, weil man sagte: Ihr sollt nichts ablassen von dem Tagewerk an Ziegeln. 20 Und als sie von dem Pharao weggingen, begegneten sie Mose und Aaron, die dastanden und auf sie warteten, 21 und sprachen zu ihnen: Der HERR richte seine Augen wider euch und strafe es, dass ihr uns stinkend gemacht habt vor dem Pharao und seinen Großen und habt ihnen so das Schwert in ihre Hände gegeben, uns zu töten. 22 Mose aber kam wieder zu dem HERRN und sprach: Herr, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt? 23 Denn seitdem ich hingegangen bin zum Pharao, um mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.

2. Mose 5,1-23

Fortlaufende Lese

Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen.

22 Und Petrus nahm ihn beiseite und fuhr ihn an und sprach: Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht! 23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. 25 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden. 26 Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?

27 Denn es wird geschehen, dass der Menschensohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. 28 Wahrlich, ich sage euch: Es sind etliche unter denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.

Matthäus 16,20-28

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Da Jesus an dem Kreuze stund

“Der Schmerzensmann” (1511): Albrecht Dürer (1471-1528)

Da Jesus an dem Kreuze stund und ihm sein Leichnam ward verwundt so gar mit bitteren Schmerzen, die sieben Worte, die Jesus sprach, betracht in Deinem Herzen.

Zuerst sprach er von Herzensgrund: „Vater, vergib ihn´ diese Sünd, die mir mein Blut vergießen; sie wissen doch nicht, was sie tun, laß sie der Bitt genießen.“

Zum andern in Barmherzigkeit dem Schächer er die Sünd verzeiht, er sprach gar gnädigliche: „Fürwahr, heut wirst Du bei mir sein in meines Vaters Reiche.“

Johannes Böschenstain 1539

Donnerstag nach dem 1. Sonntag in den Fasten (Invokavit)

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Menschensohn.

1. Johannes 3,8b

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn in die Welt gesandt, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns wider den Feind schützen möge. Wir bitten Dich, Du wollest uns in aller Anfechtung erhalten und uns Deinen Geist geben, daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch Dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.125

Fortlaufende Lese

Mose ging hin und kam wieder zu Jitro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, dass ich wieder zu meinen Brüdern komme, die in Ägypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jitro sprach zu ihm: Geh hin mit Frieden. 19 Auch sprach der HERR zu Mose in Midian: Geh hin und zieh wieder nach Ägypten, denn die Leute sind alle tot, die dir nach dem Leben trachteten. 20 So nahm denn Mose seine Frau und seine Söhne und setzte sie auf einen Esel und zog wieder nach Ägyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand. 21 Und der HERR sprach zu Mose: Sieh zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, dass du alle die Wunder tust vor dem Pharao, die ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht ziehen lassen wird. 22 Und du sollst zu ihm sagen: So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn; 23 und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lässt, dass er mir diene. Wirst du dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten. 24 Und als Mose unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und wollte ihn töten. 25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und berührte damit seine Scham und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam. 26 Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen. 27 Und der HERR sprach zu Aaron: Geh hin Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und küsste ihn. 28 Und Mose tat Aaron kund alle Worte des HERRN, die er ihm aufgetragen hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte. 29 Und sie gingen hin und versammelten alle Ältesten der Israeliten. 30 Und Aaron sagte alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und Mose tat die Zeichen vor dem Volk. 31 Und das Volk glaubte. Und als sie hörten, dass der HERR sich der Israeliten angenommen und ihr Elend angesehen habe, neigten sie sich und beteten an.

2. Mose 4,18-31

Tageslese

Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, 2 und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. 3 Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst. 4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 5 und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« 7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?

Hebräer 12,1-7

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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