Du bist mir stets vor den Augen

Erfurt in der Morgensonne

Ja wenn Du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn,
Da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin.
Meine Treue bleibt Dir, Zion, o Du meine Zier.
Mein Herz hast Du mir besessen, Deiner kann ich nicht vergessen.

Laß Dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann;
Siehe, hier in meinen Händen hab ich Dich geschrieben an.
Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken Dein,
Deine Mauern will ich bauen, und Dich fort und fort anschauen.

Du bist mir stets für den Augen, Du liegst mir in meine Schoß
Wie die Kindlein, die noch saugen; meine Treu zu Dir ist groß.
Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Gefahr und Streit,
Ja, der Satan selbst nicht scheiden, bleib getreu in allen Leiden.

Johann Heermann 1636 (LKG 57,4-6)

Sonnabend nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Da fing Petrus an und sagte zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.  29 Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen,  30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen – und in der kommenden Welt das ewige Leben.  31 Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind. 

Markus 10:28-31

Tageslese

Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und gibt ihm seinen Lohn nicht 14 und denkt: »Wohlan, ich will mir ein großes Haus bauen und weite Gemächer«, und lässt ihm Fenster einsetzen und es mit Zedern täfeln und rot malen. 15 Meinst du, du seist König, weil du mit Zedern prangst? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch auf Recht und Gerechtigkeit, und es ging ihm gut? 16 Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und es ging ihm gut. Heißt dies nicht, mich recht erkennen?, spricht der HERR. 17 Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes aus als auf unrechten Gewinn und darauf, unschuldiges Blut zu vergießen, zu unterdrücken und zu misshandeln. 18 Darum, so spricht der HERR über Jojakim, den Sohn Josias, den König von Juda: Man wird ihn nicht beklagen: »Ach, Bruder! Ach, Schwester!« Man wird ihn nicht beklagen: »Ach, Herr! Ach, Edler!« 19 Er soll wie ein Esel begraben werden, fortgeschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems. 

Jeremia 22,13-19

Gebet – Fürbitte

Herr, Du hast uns verliehen, unter Deinem Schutz diese Woche zu vollenden. Wir danken Dir für alles, was Du hast geraten lassen in unserem Werk. Wir bitten Dich: Wandle in Segen, was in unserer Hand verdorben ist. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Du kennst die dunklen Stunden, die wir verbergen möchten, und ist doch nichts verborgen vor Dir. Lehre uns stillhalten Deinem Gericht. Du bist unser Heiland und Erlöser. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Wir gedenken vor Dir der Menschen, denen wir begegnet sind. Halte sie in Deinem Schutz. Alle Kinder, die in der vergangenen Woche geboren wurden, laß in Geborgenheit aufwachsen. Die geheiratet haben, laß in Liebe und Treue verbunden bleiben. Für die Heimgerufenen hoffen wir auf Deinen Frieden, für die Leidtragenden erbitten wir Deinen Trost. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Hilf uns, unser Leben in Verantwortung vor Dir zu führen. Erfülle unsere Tage mit Zuversicht und Sinn. Mache uns bereit für die Stunde, in der Du uns abrufst. Gewähre uns ein gnädiges Ende. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Erfülle den Sonntag mit Freude und österlichem Glanz. Versammle, die an Dich glauben, zur Feier Deines Heils. Laß uns zu einer Gemeinde der Liebe und der Hoffnung werden. Stehe denen bei, die Deine Frohe Botschaft verkündigen. Segne allen Dienst, der zu Deiner Ehre geschieht. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.162

Kollekte

Bleibe bei uns Herr, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt. Bleibe bei uns und bei Deiner ganzen Kirche. Bleibe bei uns am Abend des Tages, am Abend des Lebens, am Abend der Welt. Bleibe bei uns mit Deiner Gnade und Güte, mit Deinem heiligen Wort und Sakrament, mit Deinem Trost und Segen. Bleibe bei uns, wenn über uns kommt die Nacht der Trübsal und Angst, die Nacht des Zweifels und der Anfechtung, die Nacht des bitteren Todes. Bleibe bei uns und bei allen Deinen Gläubigen in Zeit und Ewigkeit. Amen.

Ebd. S. 163

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Luther predigt am 14. Sonntag nach Trinitatis

Dr. Martin Luther predigt am vierzehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium des St. Lukas im 17. Kapitel, Verse 11-19 (WA 52 S. 463-468): 

Hier vorgelesen zum mithören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 14th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St. Luke 17,11-19 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.911-936:

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Zion klagt mit Angst und Schmerzen

Zion klagt mit Angst und Schmerzen, Zion, Gottes werte Stadt,
Die er trägt in seinem Herzen, die er sich erwählet hat.
“Ach”, spricht sie, “wie hat mein Gott mich verlassen in der Not
und läßt mich so harte pressen, meiner hat er ganz vergessen.

Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit,
der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit.
Ach, will er denn für und für grausam zürnen über mir?
Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen?”

“Zion, o Du Vielgeliebte”, sprach zu ihr des Herren Mund,
“zwar Du bist jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist Dir verwundt,
doch stell alles Trauern ein. Wo mag eine Mutter sein,
die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen?

Johann Heermann 1536 (LKG 57)

Freitag nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und als er hinausging auf den Weg, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?  18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als der eine Gott.  19 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemanden berauben; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.«  20 Er aber sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.  21 Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!  22 Er aber wurde betrübt über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.  23 Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!  24 Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist’s, ins Reich Gottes zu kommen!  25 Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.  26 Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden?  27 Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott. 

Markus 10,17-27

Tageslese

Du sollst das Recht des Fremdlings und der Waise nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen. 18 Denn du sollst daran denken, dass du Knecht in Ägypten gewesen bist und der HERR, dein Gott, dich von dort erlöst hat. Darum gebiete ich dir, dass du solches tust. 19 Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, sie zu holen, sondern sie soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hände. 20 Wenn du deine Ölbäume geschüttelt hast, so sollst du nicht die Zweige absuchen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen. 21 Wenn du deinen Weinberg abgelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen. 22 Denn du sollst daran denken, dass du Knecht in Ägyptenland gewesen bist. Darum gebiete ich dir, dass du solches tust. 

Deuteronomium (5. Mose) 24,17-21

Abendgebet am Freitag

Wir danken Dir, Gott, daß Du das Kreuz über uns aufgerichtet hast, daß Du uns suchst mit unwiderstehlicher Liebe. Wir bitten Dich: Zerbrich, was Dir nicht angehört und gegen Dich streitet in unserem Herzen. Zerschlagen allen Trotz, wehre aller Schwäche und mache der Feigheit ein Ende. Demütige unseren Stolz und nimm unseren Willen in Zucht. Unter dem Kreuz Deines Sohnes gib uns Zuversicht und Kraft zum Überwinden. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Wir befehlen Dir, Herr, Deine Kirche hier auf Erden, die noch im Kampfe steht, aber Frieden hat unter den Armen des Kreuzes. Wir bitten Dich Dich für die Brüder und Schwestern, die um des Glaubens willen Verfolgung leiden. Laß das Blut der Märtyrer zu einem Zeugnis Deiner Wahrheit werden. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Erbarme Dich über das Elend der Menschen und das Leiden der Kreatur. Tröste und stärke, die geplagt und geschlagen sind. Erquicke die Sterbenden durch das Kreuz Christi. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.188

Kollekte

Halte Du Wacht, lieber Herr, über alle, die in dieser Nacht wirken oder wachen oder weinen. Und nimm durch Deine Engel einen jeden in Obhut, der schläft. Wende Dich den Kranken zu. Schenke Rast allen, die erschöpft und müde sind. Segne die Sterbenden. Laß die Leidenden Ruhe finden. Sei den Betrübten nahe und beschirme die Fröhlichen. Um Deiner Liebe willen bitten wir Dich, Jesus Christus, Du unser Bruder und Herr.

Ebd. 189

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Verzage nicht, Du Häuflein klein

Verzage nicht, Du Häuflein klein, obschon die Feinde willens sein, Dich gänzlich zu verstören, und suchen Deinen Untergang, davon Dir wird recht angst und bang: es wird nicht lange währen.

Tröste Dich nur, daß Deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten. Er wird durch einen Gideona, den er wohl weiß, Dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten.

So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort und was dem tut anhangen endlich werden zu Hohn und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott, den Sieg wolln wir erlangen.

Jakob Fabricius um 1635 (LKG 56)

Donnerstag nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an.  14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.  15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.  16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie. 

Markus 10,13-16

Tageslese

Paulus, Gefangener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, an den lieben Philemon, unsern Mitarbeiter, 2 und an Aphia, die Schwester, und Archippus, unsern Mitstreiter, und an die Gemeinde in deinem Hause: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
4 Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich deiner gedenke in meinen Gebeten – 5 denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die du hast an den Herrn Jesus und zu allen Heiligen –, 6 dass dein Glaube, den wir miteinander haben, kräftig werde in Erkenntnis all des Guten bei uns, auf Christus hin. 7 Denn ich hatte große Freude und Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch dich, lieber Bruder.
8 Darum, obwohl ich in Christus alle Freiheit habe, dir zu gebieten, was zu tun ist, 9 will ich um der Liebe willen eher bitten, so wie ich bin: Paulus, ein alter Mann, nun aber auch ein Gefangener Christi Jesu. 10 So bitte ich dich wegen meines Kindes Onesimus[1], den ich gezeugt habe in der Gefangenschaft, 11 der dir früher unnütz war, jetzt aber dir und mir sehr nützlich ist. 12 Den sende ich dir wieder zurück und damit mein eigenes Herz. 13 Ich wollte ihn gern bei mir behalten, damit er mir an deiner statt diene in der Gefangenschaft um des Evangeliums willen. 14 Aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, damit das Gute dir nicht abgenötigt wäre, sondern freiwillig geschehe. 15 Denn vielleicht war er darum eine Zeit lang von dir getrennt, damit du ihn auf ewig wiederhast, 16 nicht mehr als einen Sklaven, sondern als einen, der mehr ist als ein Sklave: ein lieber Bruder, besonders für mich, wie viel mehr aber für dich, sowohl im leiblichen Leben wie auch im Herrn. 17 Wenn du mich nun für deinen Freund hältst, so nimm ihn auf wie mich selbst. 18 Wenn er aber dir geschadet hat oder etwas schuldig ist, das rechne mir an. 19 Ich, Paulus, schreibe es mit eigener Hand: Ich will’s bezahlen; ich schweige davon, dass du dich selbst mir schuldest. 20 Ja, mein Bruder, gönne mir, dass ich mich an dir erfreue in dem Herrn; erquicke mein Herz in Christus. 21 Im Vertrauen auf deinen Gehorsam schreibe ich dir; denn ich weiß, du wirst mehr tun, als ich sage. 22 Zugleich bereite mir eine Herberge; denn ich hoffe, dass ich durch eure Gebete euch geschenkt werde.
23 Es grüßt dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus, 24 Markus, Aristarch, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter. 25 Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist! 

Philemon 1-25

Abendgebet am Donnerstag

Herr, wir danken Dir für Deine Wunder und Geheimnisse, für die Offenbarung Deines göttlichen Geistes. Du bist den Deinen das Brot des Lebens. Du bist der lebendige Weinstock. Herr, wir wissen: Dein Licht siegt über alle Finsternis. Deine Wahrheit endet allen Wahn. Deine Liebe befreit von aller Furcht. Wir danken Dir für Deine Nähe und rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Wir bitten Dich: Vollende Deine Offenbarung. Mache uns zu Erben Deines Reiches. Herr, wir warten auf Dich: Herr, erbarme Dich.

Füge zu neuer Gemeinschaft, was unter uns zerrissen ist, heile, was krank ist, belebe, was tot ist und unfruchtbar. Füge uns zusammen zu dem heiligen Bau Deiner Kirche; mache sie zur Stätte des Friedens, zum Haus der Gnade, bei uns und in aller Welt. Wir danken Dir für Deine Nähe und rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Schaffe den Verlorenen Rettung, den Gebundenen Freiheit, den bedrängten Herzen Heilung und Frieden. Gib uns offene Augen für die Brüder und Schwestern und Hände, die zum Helfen bereit sind. Stärke in uns den Geist der Kundschaft, daß wir alles von Dir erwarten und Dir die Ehre geben. Wir danken Dir für Deine Nähe und rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.183f

Kollekte

Gott, Du verbindest alle, die an Dich glauben, zu Gemeinschaft und Dienst. Gib, daß wir lieben, was Du uns sagst, und ersehnen, was Du verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert sind, wo die wahre Freude ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ach bleib mit Deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ (LKG 55)

Unterwegs an Ulm vorbei

Ach bleib mit Deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.

Ach bleib mit Deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns – beid, hier und dorte – sei Güt und Heil beschert.

Ach bleib mit Deinem Glanze bei uns, Du wertes Licht; Dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht.

Ach bleib mit Deinem Segen bei uns, Du reicher Herr; Dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr.

Ach bleib mit Deinem Schutze bei uns, Du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze noch fäll die böse Welt.

Ach bleib mit Deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not.

Josua Stegmann 1627 (LKG 55)

Mittwoch nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und er machte sich von dort auf und kam in das Gebiet von Judäa und jenseits des Jordans. Und abermals lief das Volk in Scharen bei ihm zusammen, und wie es seine Gewohnheit war, lehrte er sie abermals.  2 Und Pharisäer traten hinzu und fragten ihn, ob es einem Mann erlaubt sei, sich von seiner Frau zu scheiden, und versuchten ihn damit.  3 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten?  4 Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden.  5 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härte willen hat er euch dieses Gebot geschrieben;  6 aber von Anfang der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau.  7 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen,  8 und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.  9 Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.  10 Und im Haus fragten ihn die Jünger abermals danach.  11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht ihr gegenüber die Ehe;  12 und wenn die Frau sich scheidet von ihrem Mann und heiratet einen andern, bricht sie die Ehe. 

Markus 10,1-12

Tageslese

Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona. Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo. Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s leer, gekehrt und geschmückt.

Markus 12:41-44

Abendgebet am Mittwoch

Herr, wir danken Dir in dieser Abendstunde, daß Du uns Kraft gegeben hast zu unserer Arbeit und uns trägst mit Deinem Erbarmen. Wir bitten Dich: Wandle in Segen, was uns ängstigt und beschwert. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Wie die Früchte des Feldes gedeihen unter Sonne, Wind und Wolken, laß auch uns reifen für Deine Ernte. Dein sind wir im Licht und im Dunkel der Zeit. Du segnest unseren Ausgang und Eingang in Ewigkeit. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Wir bitten Dich für die Familien in unserer Gemeinde und für die Alleinlebenden. Verbinde uns in gegenseitiger Liebe und Achtung. Walte mit Deinem Segen in Häusern, Schulen und Arbeitsstätten und erwecke Dir treue Diener und Bekenner in allen Lebensbereichen. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Wir bitten Dich für das Leben und die Zukunft unseres Volkes, für seine Freiheit und seinen Frieden. Gib den Regierenden Weisheit und Kraft, daß sie ihr Amt führen Dir zum Wohlgefallen und uns zum Segen. Erhalte den Frieden unter den Völkern, bewahre uns und alle Welt vor Krieg und Blutvergießen. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Überwinde, was uns trennt. Wehre allen, die Zwietracht säen. Wecke in uns den Mut zur Wahrheit und den Sinn für Gerechtigkeit. Stärke unsere Bereitschaft, einander zu dienen. Sachaffe unter uns ein Volk zu Deinem Eigentum. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.179

Kollekte

Gott, Du beschützt alle, die auf Dich hoffen. Ohne Dich wird nichts wieder heil und ist nichts heilig. Führe uns in Deinem Erbarmen den rechten Weg und hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen, daß wir die ewigen nicht verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Ebd. 180

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Herr Gott, erhalt uns für und für die reine Katechismuslehr (LKG 54)

Herr Gott, erhalt uns für und für die reine Katechismuslehr,
der jungen einfältigen Welt  durch Deinen Luther vorgestellt:

Daß wir lernen die zehn Gebot, beweinen unsre Sünd und Not,
und doch an Dich und Deinen Sohn glauben, im Geist erleuchtet schon.

Dich, unsern Vater rufen an, der allen helfen will und kann,
daß wir als Kinder nach der Tauf christlich vollbringen unsern Lauf,

So jemand fällt, nicht liegen bleib, sondern zur Beichte komm und gläub,
zur Stärkung nehm das Sakrament. Amen, Gott geb ein selig End.

Ludwig Helmbold 1594 (LKG 54)

Dienstag nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde.  Wenn dich aber deine Hand verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.  Und wenn dich dein Fuß verführt, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm zum Leben eingehst, als dass du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen.  Und wenn dich dein Auge verführt, so wirf’s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen,  wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht.  Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.  Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit werdet ihr’s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander! 

Markus 9,42-50

Tageslese

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen.
42 Und wer einem dieser Kleinen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Matthäus 10,40-42

Fürbitten am Montagabend

Herr, höre unser Gebet, neige Dich unserem Rufen, Mächte der Finsternis und Gewalten der Bosheit, Geister der Lüge bedrängen uns. Von allen Seiten gehen sie wieder uns an, daß sie uns verschlingen. Aber Du, Herr, bist mächtig in der Höhe. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Du bist unsere Burg, ein starker Schutz gegen unsere Feinde. Laß unsere Seele frei hindurchgehen und Trost haben in Dir. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Wir bitten Dich für alle, die im Kampf stehen; für alle, die wider die Welt und ihr eigenes Wesen streiten für Deine Ehre und Dein ewiges Reich; für alle, die um Deines Namens willen angefochten sind und Verfolgung leiden. Erhalte sie in der Gewissheit, daß Du den Sieg für uns errungen hast und daß uns nichts aus Deiner Hand reißen kann. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Bewahre Deine ganze Christenheit, daß sie der List des Satans nicht erliege. Zeige uns allen Deine Macht, daß wir nicht verzagen, sondern den Sieg behalten. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.171

Kollekte

Gott, Du Ursprung des Friedens. Dich zu kennen heißt ewiges Leben und Dir zu dienen ist wahre Freiheit. Schütze uns gegen alle Angriffe von Feinden, daß wir im Vertrauen auf Deinen Beistand keine Macht der Welt fürchten müssen, sondern der Kraft Christi gewiß werden, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

Ebd. 176

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern Dein ja ist; darum, so steh Du denen bei, die sich auf Dich verlassen frei. (Nikolaus Selnecker, LKG 53)

Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen Deine rechte Lehr.

Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern Dein ja ist; darum so steh Du denen bei, die sich auf Dich verlassen frei.

Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und Deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts andres suchen mehr.

Gib, daß wir lebn in Deinem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu Dir in Deinen Himmelssaal.

Nikolaus Selnecker 1560 (LKG 53,6-9)

Montag nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan.

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Johannes sprach zu ihm: Meister, wir sahen einen, der trieb Dämonen in deinem Namen aus, und wir verboten’s ihm, weil er uns nicht nachfolgt.  39 Jesus aber sprach: Ihr sollt’s ihm nicht verbieten. Denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden.  40 Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.  41 Denn wer euch einen Becher Wasser zu trinken gibt deshalb, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen. 

Markus 9,38-41

Tageslese

Und David sprach: Ist noch jemand übrig geblieben von dem Hause Sauls, dass ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonatans willen?
2 Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hieß Ziba; den riefen sie zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er sprach: Ja, dein Knecht.
3 Der König sprach: Ist da noch jemand vom Hause Sauls, dass ich Gottes Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach zum König: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, lahm an den Füßen.
4 Der König sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum König: Siehe, er ist in Lo-Dabar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls.
5 Da sandte der König David hin und ließ ihn holen von Lo-Dabar aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls.
6 Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und huldigte ihm. David aber sprach: Mefi-Boschet! Er sprach: Hier bin ich, dein Knecht.
7 David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, denn ich will Barmherzigkeit an dir tun um deines Vaters Jonatan willen und will dir das ganze Ackerland deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst täglich an meinem Tisch essen.
8 Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hund, wie ich es bin?
9 Da rief der König den Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul gehört hat und seinem ganzen Hause, hab ich dem Sohn deines Herrn gegeben.
10 So bearbeite ihm nun seinen Acker, du und deine Söhne und deine Knechte, und bring die Ernte ein, damit es das Brot sei des Sohnes deines Herrn und er sich davon nähre; aber Mefi-Boschet, der Sohn deines Herrn, soll täglich an meinem Tisch essen. Ziba aber hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte.
11 Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem Knechte gebietet, wird dein Knecht tun. Und Mefi-Boschet, sprach David, esse an meinem Tisch wie einer der Königssöhne.

2. Samuel 9,1-11

Gebet am Montagabend

Du, Herr, gibst alles, was wir brauchen. Wir leben von Deiner Gnade. Du rufst uns in Deinen Dienst. Dir zu gehorchen, ist unsere Freude. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich +

Gib uns allezeit die Freiheit, Dir ungehindert zu dienen. Laß uns haben, als hätten wir nicht. Gib, daß alles, was Du schenkst, uns helfe zu dem Werk, zu dem Du uns berufen hast. Segne uns, laß uns alle Dinge zum Besten dienen. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich +

Herr, wir bitten Dich: Gib, daß alle, die heute uneinsgeworden sind, die Sonne nicht über ihrem Zorn untergehen lassen. Erbarme Dich aller, die sich niederlegen, ohne sich vor Dir zu beugen. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Erquicke die Müden und stärke, die in dieser Nacht arbeiten müssen. Beschütze, die unterwegs sind. Wache bei den Kranken. Stehe den Betrübten bei. Gib Schlafenden und Schlaflosen Deinen Frieden. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.171

Kollekte

Stehe uns bei, Du Gott der Treue, solange dieses unruhige Leben währt bis die Schatten lang werden und der Abend kommt, die geschäftige Welt zur Ruhe gelangt, das Fieber des Lebens vorüber und unser Werk getan ist. Dann schenke uns in Deinem Erbarmen Ruhe und endlich den Frieden durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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The 13th Sunday after Trinity (The Good Samaritan)

I tell you the truth, just as you did it for one of the least of these brothers or sisters of mine, you did it for me.

Mt. 25,40b

Introit

Praise the Lord! How blessed is the one who obeys the Lord, who takes great delight in keeping his commands. His descendants will be powerful on the earth; the godly will be blessed. His house contains wealth and riches; his integrity endures. In the darkness a light shines for the godly, for each one who is merciful, compassionate, and just.
It goes well for the one who generously lends money, and conducts his business honestly.
For he will never be shaken; others will always remember one who is just.
He does not fear bad news. He is confident; he trusts in the Lord. His resolve is firm; he will not succumb to fear before he looks in triumph on his enemies. He generously gives to the needy; his integrity endures. He will be vindicated and honored. When the wicked see this, they will worry; they will grind their teeth in frustration and melt away. The desire of the wicked will perish.

Psalm 112

Old Testament lesson (Sermon text)

The Lord spoke to Moses: “Speak to the whole congregation of the Israelites and tell them, ‘You must be holy because I, the Lord your God, am holy. Each of you must respect his mother and his father, and you must keep my Sabbaths. I am the Lord your God… You must not oppress your neighbor or commit robbery against your neighbor. You must not withhold the wages of the hired laborer overnight until morning.You must not curse a deaf person or put a stumbling block in front of a blind person. You must fear your God; I am the Lord. “‘You must not deal unjustly in judgment: You must neither show partiality to the poor nor honor the rich. You must judge your fellow citizen fairly. You must not go about as a slanderer among your people. You must not stand idly by when your neighbor’s life is at stake. I am the Lord. You must not hate your brother in your heart. You must surely reprove your fellow citizen so that you do not incur sin on account of him. You must not take vengeance or bear a grudge against any of your people, but you must love your neighbor as yourself. I am the Lord…When a resident foreigner lives with you in your land, you must not oppress him. The resident foreigner who lives with you must be to you as a native citizen among you; so you must love the foreigner as yourself, because you were foreigners in the land of Egypt. I am the Lord your God. 

Leviticus 19,1-3.13-18.33-34

Epistle

Dear friends, let us love one another, because love is from God, and everyone who loves has been fathered by God and knows God. The person who does not love does not know God, because God is love. By this the love of God is revealed in us: that God has sent his one and only Son into the world so that we may live through him. In this is love: not that we have loved God, but that he loved us and sent his Son to be the atoning sacrifice for our sins. Dear friends, if God so loved us, then we also ought to love one another. No one has seen God at any time. If we love one another, God resides in us, and his love is perfected in us.

1. John 4,7-12

Gospel

On that same occasion Jesus rejoiced in the Holy Spirit and said, “I praise you, Father, Lord of heaven and earth, because you have hidden these things from the wise and intelligent, and revealed them to little children. Yes, Father, for this was your gracious will. All things have been given to me by my Father. No one knows who the Son is except the Father, or who the Father is except the Son and anyone to whom the Son decides to reveal him.” Then Jesus turned to his disciples and said privately, “Blessed are the eyes that see what you see! For I tell you that many prophets and kings longed to see what you see but did not see it, and to hear what you hear but did not hear it.” 

Now an expert in religious law stood up to test Jesus, saying, “Teacher, what must I do to inherit eternal life?”He said to him, “What is written in the law? How do you understand it?”The expert answered, “Love the Lord your God with all your heart, with all your soul, with all your strength, and with all your mind, and love your neighbor as yourself.” Jesus said to him, “You have answered correctly; do this, and you will live.”But the expert, wanting to justify himself, said to Jesus, “And who is my neighbor?” 

Jesus replied: “A man was going down from Jerusalem to Jericho, and fell into the hands of robbers, who stripped him, beat him up, and went off, leaving him half dead.Now by chance a priest was going down that road, but when he saw the injured man he passed by on the other side. So too a Levite, when he came up to the place and saw him, passed by on the other side.But a Samaritan who was traveling came to where the injured man was, and when he saw him, he felt compassion for him.He went up to him and bandaged his wounds, pouring olive oil and wine on them. Then he put him on his own animal, brought him to an inn, and took care of him. The next day he took out two silver coins and gave them to the innkeeper, saying, ‘Take care of him, and whatever else you spend, I will repay you when I come back this way.’ Which of these three do you think became a neighbor to the man who fell into the hands of the robbers?”The expert in religious law said, “The one who showed mercy to him.” So Jesus said to him, “Go and do the same.”

Luke 10,25-37

Luther´s sermon

Hymn of the week

Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ, ich bitt, erhör mein Klagen; verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Glauben, Herr, ich mein, den wollest Du mir geben, Dir zu leben, meim Nächsten nütz zu sein, Dein Wort zu halten eben.

Ich bitt noch mehr, o Herre Gott – Du kannst es mir wohl geben –, daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben; voraus, wenn ich muss hier davon, daß ich Dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird’s mich ewig reuen.

Verleih, daß ich aus Herzensgrund mein Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; Dein Wort mein Speis lass allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein, das mich bald möcht verkehren.

Laß mich kein Lust noch Furcht von Dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir, Du hasts allein in Händen; und wem Du’s gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben – noch ererben – durch Werke Deine Gunst, die uns errett’ vom Sterben.

Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; an Deiner Gnad allein ich kleb, Du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße; Du kannst maßen, dass mirs nicht bringt Gefähr. Ich weiß, Du wirsts nicht lassen.

Johann Agricola vor 1530 (LKG 245)

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Church prayer for this Sunday

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Heavenly Father, Your Son has triumphed by His cross. Give grace to Your Church to proclaim His victory throughout the world — the victory of the love that hate could not destroy, and the life that death could not overcome. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Bless this parish, town, city, country and continent, that we together with all the world may grow in the true knowledge of You Lord and love Your commandments. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father in heaven, by our wickedness we merit all and more of the evils that befall us; nevertheless, cut short Your wrath. Make room for true repentance, and forgive us all for the sake of Christ. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Hear our prayers for our country and all the nations of the world. Overcome war, hate and bloodshed by peace, justice and mercy. Keep safe the soldiers and servants in our armed forces. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father, into Your loving hands we commend those who have requested our intercession Edith, Ingrid, Karin, Hilary, Annette, Christoph, Paulina. Lead them and us out of trouble. Deliver us from all evil. Lord, in Your mercy, hear our prayer and grant us Your peace.

God of all righteousness, You command us to be holy as You are holy and You sanctify us with Your Son’s body and blood. Prepare the hearts of all who partake of the Sacrament today, that they might repent of their sin, trust in Your promises and find their righteousness in Christ. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, we thank You that You have granted us to live in this accepted time when we may hear Your holy Gospel, know Your fatherly will and behold Your Son, Jesus Christ! We implore You, most merciful Father, let the light of Your Word remain with us and so govern our hearts by Your Holy Spirit that we may never forsake Your Word, but remain steadfast in it and, finally, obtain eternal salvation; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the same Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever just as His, holy Christian Church. Hallelujah + Amen. Amen. 

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Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ

Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist; Dein göttlich Wort, das helle Licht, lass ja bei uns auslöschen nicht.

In dieser schwern, betrübten Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, dass wir Dein Wort und Sakrament behalten rein bis an das End.

Herr Jesu, hilf, Dein Kirch erhalt, wir sind arg, sicher, träg und kalt; gib Glück und Heil zu Deinem Wort, schaff, dass es schall an allem Ort.

Erhalt uns nur bei Deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord. Gib Deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld.

Ach Gott, es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh, viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei.

Strophe 1: Nikolaus Herman Strophe 2-5 Nikolaus Selnecker 1560 (LKG 53)

Samstag nach dem 12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Krankenheilung)

Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht er er nicht auslöschen. 

Jesaja 42,3  

Kollekte  

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast nicht Lust an der Sünder Tod, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben. Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden von uns gnädig abwende und, uns zu bessern, Deinen Geist und Kraft verleihen um Jesu Christi, unseres Herrn und Heilandes willen. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.148 

Fortlaufende Lese

Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa; und er wollte nicht, dass es jemand wissen sollte.  31 Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen, und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so wird er nach drei Tagen auferstehen.  32 Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen.  

33 Und sie kamen nach Kapernaum. Und als er im Haus war, fragte er sie: Was habt ihr auf dem Weg besprochen?  34 Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Weg miteinander besprochen, wer der Größte sei.  35 Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener.  36 Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen:  37 Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. 

Markus 9,30-37

Tageslauf

Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. 6 Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. 7 Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. 8 Und es wird dort eine Bahn sein und ein Weg, der der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren dürfen nicht darauf umherirren. 9 Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen. 10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. 

Jesaja 35,5-10

Samstagmittag

Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster.

Wir loben Dich, daß den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, daß Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast.

Wir beten Dich an: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da ist und der da war und der da kommt.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.191

Betrachtung der Menschwerdung des Herrn 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing von dem Heiligen Geist. (Drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast. (Drei Glockenschläge) 

Und das Wort war Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Drei Glockenschläge) 

Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde laß uns des inne werden, daß Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Ebd. 

Friedenskollekte

Ewiger, Du unser Gott, bei Dir ist Frieden. Hilf, daß wir Deinen Frieden in uns aufnehmen, damit er wirksam werde in unserem Leben und in aller Welt. So bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.

Ebd. S.192

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Laß mich Dein sein und bleiben, Du treuer Gott und Herr.

Laß mich Dein sein und bleiben, Du treuer Gott und Herr, von Dir laß mich nichts treiben, halt mich bei Deiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gib mir Beständigkeit; dafür will ich Dir danken in alle Ewigkeit.

Nikolaus Selnecker 1572. (LKG 52)

Freitag nach dem 12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Krankenheilung)

Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht er er nicht auslöschen. 

Jesaja 42,3  

Kollekte  

Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast nicht Lust an der Sünder Tod, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben. Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden von uns gnädig abwende und, uns zu bessern, Deinen Geist und Kraft verleihen um Jesu Christi, unseres Herrn und Heilandes willen. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.148 

Fortlaufende Lese

Und sie kamen zu den Jüngern und sahen eine große Menge um sie herum und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten.  15 Und sobald die Menge ihn sah, entsetzten sich alle, liefen herbei und grüßten ihn.  16 Und er fragte sie: Was streitet ihr mit ihnen?  17 Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist.  18 Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn zu Boden; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten’s nicht.  19 Er antwortete ihnen aber und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!  20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn hin und her. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund.  21 Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist’s, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf.  22 Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!  23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.  24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!  25 Als nun Jesus sah, dass die Menge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein!  26 Da schrie er und riss ihn heftig hin und her und fuhr aus. Und er lag da wie tot, sodass alle sagten: Er ist tot.  27 Jesus aber ergriff seine Hand und richtete ihn auf, und er stand auf.  28 Und als er ins Haus kam, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?  29 Und er sprach: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten. 

Markus 9,14-29

Tageslese

Und Jesus kam in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter zu Bett lag und hatte das Fieber. 15 Da berührte er ihre Hand und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihm. 16 Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund, 17 auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: »Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheiten hat er getragen.« 

Matthäus 8,14-17

Freitagnachmittag

Ehre sei Dir, Herr, und Lob und Dank; denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Wir bitten Dich: Lehre uns Deinen Prüfungen stille halten; lehre uns an Deiner Liebe nie irre werden; lehre uns verstehen, was zu unserem Frieden dient. Laß uns wachsen und reifen in Deiner Erkenntnis; laß uns hören, wenn Du mit uns redest; laß uns in allem Leid Deine Hand festhalten. Herr, hilf uns, daß wir uns Deinem Willen völlig beugen; Herr, hilf uns, daß uns Deinem Willen dankbar beugen; Herr, hilf uns, daß wir Dich auch in Trübsal und Not preisen.

Wir beten Dich an: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da ist und der da war und der da kommt.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.187

Betrachtung der Menschwerdung des Herrn 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing von dem Heiligen Geist. (Drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast. (Drei Glockenschläge) 

Und das Wort war Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Drei Glockenschläge) 

Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde laß uns des inne werden, daß Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Ebd. 

Friedenskollekte

Gott, Dir gefallen Liebe und Frieden. Mache uns sanftmütig, führe unsere Widersacher zu wahrhaftiger Liebe und schenke ihnen die Freude des Friedens. Vergib und überwinde das Unrecht, das geschehen ist, und beschütze uns vor Bosheit und Tücke mit Deiner Macht durch Christus Jesus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Ebd. 

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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