O Christe, Morgensterne, leucht uns mit hellem Schein

President Harrison (LCMS) preaching in St. Mary´s next door of the Old Latin School.

O Christe, Morgensterne, leucht uns mit hellem Schein, schein uns vons Himmels Throne an diesem dunkeln Ort mit Deinem reinen Wort.

O Jesu, Trost der Armen, mein Herz hab ich zu Dir, Du wirst Dich mein erbarmen, Dein Gnade schenken mir, das trau ich gänzlich Dir.

Ich kann und mag nicht schaffen, ich kann nicht fröhlich sein; mir ist verwundt mein Seele und fürcht der Höllen Pein, o Christ, erbarm Dich mein.

O Jesu, lieber Herre, Du einger Gottes Sohn, von Herzen ich begehre, Du wollst mir Hilfe tun, Du bist der Gnadenthron.

Du hast für mich vergossen Dein rosinfarbnes Blut; des laß mich, Herr, genießen, tröst mich durch Deine Güt, hilf mir, das ist mein Bitt.

Leipzig 1579 (LKG 231,1-5)

Samstag nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese

Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voller Freimut und nicht wie Mose, der eine Decke über sein Angesicht legte, damit die Israeliten nicht sahen das Ende dessen, was da vergeht. Aber ihr Sinn wurde verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke über dem alten Bund, wenn daraus gelesen wird; sie wird nicht aufgedeckt, weil sie in Christus abgetan wird. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen. Wenn es aber umkehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber spiegeln mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider, und wir werden verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

2. Korinther 3,12-18

Tageslese

Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

1. Johannes 2,15-17

Gebet am Sonnabendmorgen (Vollendung)

Herr, wir beten Dich an: Wir beugen unsere Knie, wir neigen uns zur Quelle. Du bist das Wasser des Lebens, wer zu Dir kommt, den dürstet nicht. Wir werden wohl gebeuget, wir werden beladen mit Lasten, uns ist wohl bange, aber wir verzagen nicht. Du füllest die Wüsten mit ewiger Hoffnung und erquickest unser Herz. Herr, was Du angefangen hast, Du wirst es vollenden. Laß uns vorwärts schreiten im Verlangen nach dem Anbruch Deiner Herrschaft. Wir danken Dir, daß unser Werk endet und Dein Werk beginnt. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 11

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Wärn meiner Sünd auch noch so viel…

Karlsbrücke in Prag (Netzfund)

Wärn meiner Sünd’ auch noch so viel, dennoch ich nicht verzagen will, Christ will ich lassen walten; der alle Sünd wegnimmt und trägt, der wird mich auch erhalten.

Sein tröstlich Wort hab ich gehört, damit hat er mein Herz gerührt: Wer glaubet Gottes Sohne, der wird verloren werden nicht, soll habn der Freuden Krone.

Es traure, wer da trauern will, mein Herz aufspringt vor Freuden viel, kein Leid kann mich nicht rühren; kein Unfall mich abwenden soll von Christo meinem Herren.

O Jesu Christ, mein Herr und Gott, Dein Treue hilft allein aus Not, hilf meinem schwachen Glauben, so kann mich auch der bitter Tod aus Deiner Hand nicht rauben.

Frisch und fröhlich, mein liebe Seel, Dir ist beschert das ewig Heil, Dein Feind sind all gedämpfet. Den Streit der nicht verlieren kann, der in dem Glauben kämpfet.

Dank sei Dir, Gott, in Ewigkeit, o Vater der Barmherzigkeit, samt Christo, meinem Herren. Dein Lob ich allzeit preisen will, stets Deinen Namen ehren.

Hermann Wespe 1571 (LKG 230)

Freitag nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese

Fangen wir denn abermals an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch?  2 Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen!  3 Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln der Herzen.  

4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.  5 Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott,  6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.  7 Wenn aber der Dienst, der den Tod bringt und der mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, sodass die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte,  8 wie sollte nicht der Dienst, der den Geist gibt, viel mehr Herrlichkeit haben?  9 Denn wenn der Dienst, der zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit.  10 Denn auch, was verherrlicht ist, ist nicht als Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwänglichen Herrlichkeit.  11 Denn wenn das Herrlichkeit hat, was da aufhört, wie viel mehr wird das Herrlichkeit haben, was da bleibt. 

2. Korinther 3,1-11

Tageslese

Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst. 6 Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 8 hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben. 

2. Timotheus 4,5-8

Morgengebet am Freitag (Das Kreuz)

Herr, Du führest uns in Tiefen und ersparst uns keine Not. Du lässest uns den Weg des Leidens gehen. Laß uns nicht ausschauen nach trügenden Zielen, noch uns halten an Hilfe, die nicht befreit. Laß uns mit Deinem Sohne den Weg des Gehorsams gehen, so wirst Du uns helfen, und Deine Gnade wird unser Trost sein. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 11

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Herzlich lieb hab ich Dich, o Herr

The Saint Vit Church’ scetch in Czech Prague (Netzfund)

Herzlich lieb hab ich Dich, o Herr. Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit Deiner Güt und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Erd und Himmel frag ich nicht, wenn ich nur Dich kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist doch Du mein Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden lass mich nimmermehr.

Es ist ja, Herr, Dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe Dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir Dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Herz in Todesnot.

Ach Herr, lass Dein lieb Engelein an meinem End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen. Der Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruh bis zum Jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen Dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich. Ich will Dich preisen ewiglich.

Martin Schelling 1571 (LKG 229)

Donnerstag nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese

Als ich aber nach Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und mir eine Tür aufgetan war in dem Herrn,  13 da hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, weil ich Titus, meinen Bruder, nicht fand; sondern ich nahm Abschied von ihnen und fuhr nach Makedonien.  14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit im Triumph mitführt in Christus und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!  15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden:  16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig?  17 Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus. 

2. Korinther 2,12-17

Tageslese

Du aber rede, wie sich’s ziemt nach der heilsamen Lehre: 2 Den alten Männern sage, dass sie nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; 3 desgleichen den alten Frauen, dass sie sich verhalten, wie es Heiligen ziemt, nicht verleumderisch, nicht dem Trunk ergeben, fähig, Gutes zu lehren, 4 damit sie die jungen Frauen zur Besonnenheit anhalten, dass sie ihre Männer lieben, ihre Kinder lieben, 5 verständig seien, keusch, häuslich, gütig und sich ihren Männern unterordnen, damit nicht das Wort Gottes gelästert werde. 6 Desgleichen ermahne die jungen Männer, dass sie besonnen seien 7 in allen Dingen. Dich selbst aber erweise als Vorbild guter Werke, ohne Falsch in der Lehre und ehrbar, 8 mit heilsamem und untadeligem Wort, damit der Widersacher beschämt werde, weil er nichts Schlechtes über uns sagen kann. 9 Die Sklaven ermahne, dass sie sich ihren Herren in allen Dingen unterordnen, ihnen gefällig seien, nicht widersprechen, 10 nichts veruntreuen, sondern sich stets als gut und treu erweisen, damit sie in allem die Lehre Gottes, unseres Heilands, schmücken. 

Titus 2,1-10

Gebet am Donnerstagmorgen (Kirche, Volk und Obrigkeit)

Herr, wir warten auf Dich. Füge zu neuer Gemeinschaft, was unter uns zerrissen ist. Heile, was krank ist. Belebe, was tot ist und unfruchtbar. Gib uns Kraft und Zuversicht, Dir zu dienen. Laß Deine Gemeinde zum Segen werden für unser Volk. Baue Deine Kirche zur Stätte des Friedens, zum Hause der Gnade. Beschütze Heimat und Vaterland. Leite die Mächtigen der Welt heute, daß sie Deinen Willen fürchten und tun nach Deinen Geboten. Wehre allem Missbrauch von Macht und schenke Gerechtigkeit und Frieden. Gib Treue und Zucht, redliche Herzen, Mut zur Wahrheit, Willigkeit zum Opfer. Gib brüderlichen Sinn. Schaffe unter uns ein Volk zu Deinem Eigentum. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 11

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


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Wer hofft in Gott und dem vertraut, der wird nimmer zuschanden

St. Georg (Mansfeld)

Wer hofft in Gott und dem vertraut, wird nimmer zu Schanden; denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich geht zuhanden viel Unfall hie, hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Trost; er hilft sein Gläubgen allen.

Ich bitt, o Herr, aus Herzengrund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilig Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht beschämen mein Sünd und Schuld; denn in Dein Huld setz ich all mein Vertrauen; wer sich nun fest  darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen.

Mein’ Füßen ist Dein heilig Wort ein brennende Luzerne, ein Licht, das mir den Weg weist fort: so dieser Morgensterne  in uns aufgeht, so bald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist, den’ gwiß verheißt, die Hoffnung darein haben.

Lazarus Spengler 1524 (LKG 228,7-9)

Mittwoch nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese 

Ich hatte nun dies bei mir beschlossen, dass ich nicht abermals in Traurigkeit zu euch käme.  2 Denn wenn ich euch traurig mache, wer macht mich dann fröhlich? Der, der von mir traurig gemacht wird?  3 Und ebendies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen traurig gemacht werde, über die ich mich freuen sollte. Habe ich doch zu euch allen das Vertrauen, dass meine Freude euer aller Freude ist.  4 Denn ich schrieb euch aus großer Bedrängnis und Angst des Herzens unter vielen Tränen; nicht damit ihr betrübt werdet, sondern damit ihr die Liebe erkennt, die ich habe, besonders zu euch.  

5 Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – euch alle.  6 Es ist genug, dass derselbe von den meisten gestraft ist,  7 sodass ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf dass er nicht in allzu große Traurigkeit versinke.  8 Darum ermahne ich euch, dass ihr Liebe an ihm beweist.  9 Denn darum habe ich auch geschrieben, damit ich erkenne, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam in allen Stücken.  10 Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen vor Christi Angesicht,  11 auf dass wir nicht überlistet werden vom Satan; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat. 

2. Korinther 2,1-11

Tageslese

Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten. 5 Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei seiner Meinung gewiss. 6 Wer auf den Tag achtet, der tut’s im Blick auf den Herrn; wer isst, der isst im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, der isst im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch. 7 Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. 8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. 9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. 10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. 11 Denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.« 12 So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. 13 Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite. 14 Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, für den ist es unrein. 15 Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, für den Christus gestorben ist. 16 Es soll doch nicht verlästert werden, was ihr Gutes habt. 17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. 18 Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet. 19 Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander. 20 Zerstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut für den, der es isst mit schlechtem Gewissen. 21 Es ist besser, du isst kein Fleisch und trinkst keinen Wein und tust nichts, woran dein Bruder Anstoß nimmt.

Römer 14,4-21

Morgengebet am Mittwoch (Der Nächste)

Herr, Du sendest uns zu einem jeden Menschen, den Du zu unserem Nächsten gemacht hast. Gib uns füreinander den Blick der Liebe, das rechte Wort, die helfende Tag. Hilf uns einander zu geben, was wir bedürfen, einander zu dienen wie das tägliche Brot. Wir bitten Dich für unsere Kinder und Enkel und alle, die uns verwandt und vertraut sind. Wir bitten Dich für alle Nahen und Fernen, die unserem Herzen teuer sind. Wir bitten Dich für die Menschen, die mit uns den Weg der Arbeit gehen. Wir bitten Dich für alle Glieder unserer Gemeinde: für die Gesunden und für die Kranken, für die Fröhlichen und für die Traurigen, für die Guten und für die Unguten, für die Starken und für die Schwachen, und für ihr Heil. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 11

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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So er uns denn sein´ Sohn hat geschenkt

Kirche und Fabrik (Gustav Wunderwald, 1927)

So er uns denn sein´ Sohn geschenkt, da wir sein Feind noch waren, der für uns ist ans Kreuz gehenkt, getöt’, gen Himmel gfahren, dadurch wir sein  vom Tod und Pein erlöst, so wir vertrauen  in diesen Hort, des Vaters Wort: wem wollt vorm Sterben grauen?

Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Rat und ewig Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz,  daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben; darum uns bald kein Macht noch Gwalt aus seiner Hand wird rauben.

Der Mensch ist gottlos und verrucht, sein Heil ist auch noch ferren, der Trost bei einem Menschen sucht, und nicht bei Gott dem Herren; denn wer ihm will ein ander Ziel, ohn diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Teufels Gwalt mit seiner List erschrecken.

Lazarus Spengler 1524 (LKG 228,4-6)

Dienstag nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese 

Denn dies ist unser Ruhm, das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Redlichkeit und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes unser Leben in der Welt geführt haben, und das vor allem bei euch.  13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch völlig verstehen,  14 wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nämlich, dass wir euer Ruhm sind, wie auch ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn Jesus.  15 Und in solchem Vertrauen wollte ich zunächst zu euch kommen, auf dass ihr abermals eine Wohltat empfinget.  16 Von euch aus wollte ich nach Makedonien reisen, aus Makedonien wieder zu euch kommen und mich von euch geleiten lassen nach Judäa.  17 Bin ich etwa leichtfertig gewesen, als ich dies wollte? Oder plane ich, was ich plane, auf fleischliche Weise, sodass das Ja Ja bei mir auch ein Nein Nein wäre?  18 Bei der Treue Gottes, unser Wort an euch ist nicht Ja und Nein zugleich.  19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm.  20 Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre.  21 Gott ist’s aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt hat  22 und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.  23 Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meinem Leben, dass ich euch schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin.  24 Nicht dass wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben. 

2. Korinther 1,12-24

Tageslese

So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. 2 Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. 3 Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu. 4 Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 5 Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft.

2. Timotheus 2,1-5

Morgengebet am Dienstag (Versuchung und Kampf)

Herr, Du sendest uns in den Kampf. Du kennst unsere Schwachheit, Du weißt, wie leicht wir verzagen in den Versuchungen und Schrecknissen des Lebens. Hilf, daß wir einander beistehen mit Geduld und wacher Liebe. Gib uns Deinen heiligen Geist, daß er uns bewahre, daß wir ritterlich streiten und siegen. Sei Du unsere Kraft. Festige unsern Sinn. Richte uns durch Deine Wahrheit. In Deinem Frieden laß unser Herz sich stillen und Klarheit finden. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 10

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Durch Adams Fall ist ganz verderbt menschlich Natur und Wesen

William Blake: “Adam”

Durch Adams Fall ist ganz verderbt, menschlich Natur und Wesen:dasselb Gift ist auf uns geerbt, daß wir nicht mocht’n genesen ohn Gottes Trost, der uns erlöst hat von dem großen Schaden, darin die Schlang Evam bezwang, Gott Zorn auf sich zu laden.

Weil denn die Schlang Evam hat bracht, daß sie ist abgefallen von Gottes Wort, welch’s sie veracht’t, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod: so war je Noth, daß uns auch Gott sollt geben sein lieben Sohn, der Gnaden Thron, in dem wir möchten leben.

Wie uns nun hat ein fremde Schuld in Adam all verhöhnet: also hat uns ein fremde Huld in Christo all versöhnet; und wie wir all durch Adams Fall, sind ewigs Tods gestorben: also hat Gott durch Christi Tod verneut, was war verdorben.

Lazarus Spengler 1524 (LKG 228,1-3)

Montag nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese 

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und der Bruder Timotheus an die Gemeinde Gottes in Korinth samt allen Heiligen in ganz Achaia:  2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!  

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,  4 der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.  5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus.  6 Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.  7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.  8 Denn wir wollen euch, Brüder und Schwestern, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, da wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten;  9 und wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,  10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.  11 Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, damit von vielen auf vielfältige Weise um unsertwillen Dank dargebracht werde für die Gabe, die uns gegeben ist. 

2. Korinther 1,1-11

Tageslese

Darum werden sie ein herrliches Reich empfangen und eine schöne Krone aus der Hand des Herrn. Denn er wird sie mit seiner Rechten beschirmen und mit seinem Arm beschützen. 17 Er wird seinen Eifer nehmen als Harnisch und die Schöpfung bewaffnen zur Abwehr der Feinde. 18 Er wird Gerechtigkeit anziehen als Panzer und unbestechliches Gericht aufsetzen als Helm. 19 Er wird unüberwindliche Heiligkeit ergreifen als Schild. 20 Er wird seinen strengen Zorn schärfen zum Schwert. Und die Welt wird mit ihm zum Kampf ausziehen gegen die Toren. 21 Die Geschosse der Blitze werden gut gezielt dahinfliegen und aus den Wolken wie von einem straff gespannten Bogen ins Ziel treffen. 

Weisheit 5,16-21

Morgengebet am Montag (Sendung in die Welt)

Herr, unser Gott, Du Schöpfer des Lebens, da aufs neue beginnt die Arbeit der Woche mit ihren Mühen und Sorgen, mit ihrer Versuchung, hilf, daß wir Dir dienen in allem Beginnen. Führe uns auf rechter Straße, laß uns gewisse Tritte tun. Lehre uns tun, was zu unserem Heile ist. Hilf uns lassen, was Dir nicht gefällt. Segne unser Werk. Segne alle, die mit uns verbunden sind auf den Wegen dieser Woche. Gib uns Frucht, die bleibet. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 10

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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The 21st Sunday after Trinity

The roman officer pleading Jesus to help his servant (John 4,46-54)

Do not be overcome by evil but overcome evil with good.

Romans 12,21

Introit

The law of the Lord is perfect, refreshing the soul. The statutes of the Lord are trustworthy, making wise the simple. The precepts of the Lord are right, giving joy to the heart. The commands of the Lord are radiant, giving light to the eyes. The fear of the Lord is pure, enduring forever.The decrees of the Lord are firm, and all of them are righteous. They are more precious than gold, than much pure gold; they are sweeter than honey, than honey from the honeycomb. By them your servant is warned; in keeping them there is great reward. But who can discern their own errors? Forgive my hidden faults. Keep your servant also from willful sins; may they not rule over me. Then I will be blameless, innocent of great transgression. May these words of my mouth and this meditation of my heart be pleasing in your sight, Lord, my Rock and my Redeemer.

Psalm 19,8-14

Collect

O Lord, keep Your household, the Church, in continual godliness that through Your protection she may be free from all adversities and devoutly given to serve You in good words; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 933.

Old Testament

This is the text of the letter that the prophet Jeremiah sent from Jerusalem to the surviving elders among the exiles and to the priests, the prophets and all the other people Nebuchadnezzar had carried into exile from Jerusalem to Babylon. 2 (This was after King Jehoiachin and the queen mother, the court officials and the leaders of Judah and Jerusalem, the skilled workers and the artisans had gone into exile from Jerusalem.) 3 He entrusted the letter to Elasah son of Shaphan and to Gemariah son of Hilkiah, whom Zedekiah king of Judah sent to King Nebuchadnezzar in Babylon. It said: 4 This is what the Lord Almighty, the God of Israel, says to all those I carried into exile from Jerusalem to Babylon: 5 “Build houses and settle down; plant gardens and eat what they produce. 6 Marry and have sons and daughters; find wives for your sons and give your daughters in marriage, so that they too may have sons and daughters. Increase in number there; do not decrease. 7 Also, seek the peace and prosperity of the city to which I have carried you into exile. Pray to the Lord for it, because if it prospers, you too will prosper.” 8 Yes, this is what the Lord Almighty, the God of Israel, says: “Do not let the prophets and diviners among you deceive you. Do not listen to the dreams you encourage them to have. 9 They are prophesying lies to you in my name. I have not sent them,” declares the Lord.10 This is what the Lord says: “When seventy years are completed for Babylon, I will come to you and fulfill my good promise to bring you back to this place. 11 For I know the plans I have for you,” declares the Lord, “plans to prosper you and not to harm you, plans to give you hope and a future. 12 Then you will call on me and come and pray to me, and I will listen to you. 13 You will seek me and find me when you seek me with all your heart. 14 I will be found by you,” declares the Lord, “and will bring you back from captivity. I will gather you from all the nations and places where I have banished you,” declares the Lord, “and will bring you back to the place from which I carried you into exile.”

Jeremiah 29,1.4-7 (8-9)10-14

Gradual

Lord, You have been our dwelling place in all generations. Before the mountains were brought forth, or ever You had formed the earth and the world, from everlasting to everlasting You are God.

Psalm 90,1-2

Epistle

Finally, be strong in the Lord and in his mighty power. 11 Put on the full armor of God, so that you can take your stand against the devil’s schemes. 12 For our struggle is not against flesh and blood, but against the rulers, against the authorities, against the powers of this dark world and against the spiritual forces of evil in the heavenly realms. 13 Therefore put on the full armor of God, so that when the day of evil comes, you may be able to stand your ground, and after you have done everything, to stand. 14 Stand firm then, with the belt of truth buckled around your waist, with the breastplate of righteousness in place, 15 and with your feet fitted with the readiness that comes from the gospel of peace. 16 In addition to all this, take up the shield of faith, with which you can extinguish all the flaming arrows of the evil one. 17 Take the helmet of salvation and the sword of the Spirit, which is the word of God.

Ephesians 6,10-17

Alleluia Verse

Alleluia. Those who trust in the Lord are like Mount Zion, which cannot be moved, but abides forever. Alleluia.

Psalm 125,1

Holy Gospel of our Lord Jesus Christ

“You have heard that it was said, ‘Eye for eye, and tooth for tooth.’ 39 But I tell you, do not resist an evil person. If anyone slaps you on the right cheek, turn to them the other cheek also. 40 And if anyone wants to sue you and take your shirt, hand over your coat as well. 41 If anyone forces you to go one mile, go with them two miles. 42 Give to the one who asks you, and do not turn away from the one who wants to borrow from you. 43 “You have heard that it was said, ‘Love your neighbor and hate your enemy.’ 44 But I tell you, love your enemies and pray for those who persecute you, 45 that you may be children of your Father in heaven. He causes his sun to rise on the evil and the good, and sends rain on the righteous and the unrighteous. 46 If you love those who love you, what reward will you get? Are not even the tax collectors doing that? 47 And if you greet only your own people, what are you doing more than others? Do not even pagans do that? 48 Be perfect, therefore, as your heavenly Father is perfect.

Matthew 5,38-48 (Sermon text)

Luther´s sermon on this Sunday.

Rev. Michael Frese´s sermon on John 4,46-54:

The Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

A Lutheran hymn for this week

O König Jesu Christe, ein Fürst, Hauptmann und Held, zu ewiglicher Friste vom Vater auserwählt, ein Sohn Davids geboren: Dein Reich ewig besteht, das Dir Gott hat geschworen, durch seinen Geist geredt.

Dich, Herr, wir wollen bitten, Du edler Herzog wert, nach rechter Kinder Sitten: send uns Dein geistlich’Schwert, das schneidt zu beiden Seiten, ich mein Dein göttlich Wort, damit wir mögen streiten wider der Höllen Pfort.

Den Harnisch tu uns senden, den Du getragen hast, umgürt uns unsre Lenden mit Deiner Wahrheit Glast, den Panzer tu uns geben Deiner Gerechtigkeit, den Schild des Glaubens eben, damit uns zubereit,

zu kämpfen und zu fechten nach Dir ganz ritterlich und allen Deinen Knechten, die von Anfang in Dich gehoffet und vertrauet in aller Angst und Not, auf Dein Gnad fest gebauet bis in zeitlichen Tod.

O Gott, tu uns erhalten in diesem großen Streit, laß die Lieb nicht erkalten durch Ungerechtigkeit, darin die arge Welte Überhand genommen hat. Hilf uns behaltn das Felde durch Deine große Gnad.

Nach Leonhard Roth 1539 bearbeitet von Wilhelm Thomas 1933. (LKG 49)

Church Prayer of the Day

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Lord of hosts, Your Word is a weapon that teaches our hands to war and our fingers to fight. Strengthen us for every spiritual battle, and establish us to resist the lies and temptations of the old evil foe. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Defend Your Church against the schemes of the devil. Equip Your Church, and especially all pastors, with the sword of the Spirit, which is the Word of God, that Your creation may be recalled from futility back to its Creator. Outfit Your saints with the full armor of God, with salvation, faith, peace, righteousness, truth and every benefit that comes from Christ Jesus, that we may be able to stand firm to the end. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, You entrusted Your creation to man to tend, subdue and keep. Bless the farmers who tend the land for its increase. Grant them a rich harvest and so provide for us also, as each lives out his particular calling according to Your will. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, You have said by Your apostle that we do not wrestle against flesh and blood, but against the rulers, authorities and cosmic powers over this present darkness and against the spiritual forces of evil in the heavenly places. Lead us to respect godly authorities, to oppose what stands against Your Word and to see every unbelieving person as Your creature for whom Christ has died. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father of our Lord Jesus Christ, do not despise our prayers because of our weak faith. Grant life and healing to those who are troubled, ill or at the point of death [especially Christoph, Hilary, Annette, Paulina, Sylvia, Thomas, Walter etc. Free us from all adversities to serve You devoutly in all good works. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O God, You rested on the Sabbath and established it for Your ancient people as a commemoration of Your creative work. Do not let us forget that it is You, Lord, who sanctifies us. Give us rest in Your gifts, especially the sanctifying body and blood of Christ in His blessed Sacrament. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Almighty and everlasting God, in Your Son You have promised us the forgiveness of sins, righteousness and everlasting life. Enliven our hearts by Your Holy Spirit, that in daily prayer we may seek help from Christ against all temptations and, believing His promises, obtain that for which we pray and be saved at the last; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-26

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever. 

Alleluia +

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Dr. Martin Luther predigt am 21. Sonntag nach Trinitatis

Dr. Martin Luther gemalt in 1817 (Elternhaus, Mansfeld)

Dr. Martin Luther predigte am einundzwanzigsten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium unseres Herrn Jesu Christi, wie es aufgezeichnet ist vom Evangelisten Johannes im 4. Kapitel, Verse 47-54 (WA 52 S. 514-521): “Das wir hie uber auß ein feines Exempel haben, da wir eygentlich und gewiß bey lernen können, was der glaube sei.” (S.515)

Hier vorgelesen:

An English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 21st Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.John fourth chapter verses 46-54 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.1013-1022: 

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Sei Lob und Ehr mit hohem Preis

Jüngste Tag in St. Annen (Eisleben)

Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns angfangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name;

Sein Reich zukomm; sein Will auf Erd gscheh wie im Himmelsthrone; das täglich Brot noch heut uns werd; woll unsrer Schuld verschonen, wie wir auch unsern Schuldnern tun; laß uns nicht in Versuchung stahn; lös uns vom Übel. Amen.

Paul Speratus 1524 (LKG 227, 13-14)

Samstag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.” 

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Gedenke, HERR, wie es uns geht; schau und sieh an unsre Schmach!  2 Unser Erbe ist den Fremden zuteilgeworden und unsre Häuser den Ausländern.  3 Wir sind Waisen und haben keinen Vater; unsre Mütter sind wie Witwen.  4 Unser Wasser müssen wir um Geld trinken; unser eigenes Holz müssen wir bezahlen.  5 Die Verfolger sitzen uns im Nacken, und wenn wir auch müde sind, lässt man uns doch keine Ruhe.  6 Wir mussten Ägypten und Assur die Hand hinhalten, um uns an Brot zu sättigen.  7 Unsre Väter haben gesündigt und leben nicht mehr, wir aber müssen ihre Schuld tragen.  8 Knechte herrschen über uns und niemand ist da, der uns von ihrer Hand errettet.  9 Wir müssen unser Brot unter Gefahr für unser Leben holen, bedroht von dem Schwert in der Wüste.  10 Unsre Haut ist verbrannt wie in einem Ofen von dem schrecklichen Hunger.  11 Sie haben die Frauen in Zion geschändet und die Jungfrauen in den Städten Judas.  12 Fürsten wurden von ihnen gehenkt, und die Alten hat man nicht geehrt.  13 Jünglinge mussten Mühlsteine tragen und Knaben beim Holztragen straucheln.  14 Es sitzen die Ältesten nicht mehr im Tor und die Jünglinge nicht mehr beim Saitenspiel.  15 Unsres Herzens Freude hat ein Ende, unser Reigen ist in Wehklagen verkehrt.  16 Die Krone ist von unserm Haupt gefallen. O weh, dass wir so gesündigt haben!  17 Darum ist auch unser Herz krank, und unsre Augen sind trübe geworden  18 um des Berges Zion willen, weil er so wüst liegt, dass die Füchse darüber laufen.  19 Aber du, HERR, der du ewiglich bleibst und dein Thron von Geschlecht zu Geschlecht,  20 warum willst du uns so ganz vergessen und uns lebenslang so ganz verlassen?  21 Bringe uns, HERR, zu dir zurück, dass wir wieder heimkommen; erneure unsre Tage wie vor alters!  22 Auch wenn du uns ganz verworfen hast und über uns so sehr erzürnt warst. 

Klagelieder 5,1-22

Tageslese

Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod sie nicht bleiben ließ; 24 dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. 25 Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie. 26 Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als die Himmel. 27 Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte. 28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an sich haben; dies Wort aber des Eides, der nach dem Gesetz gesagt ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist. 

Hebräer 7,23-28

Morgengebet

Allmächtiger, gütiger Gott, lieber, himmlischer Vater, Deine Güte ist es, daß wir nicht gar aus sind; Deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und Deine Treue ist groß. Unsere Seele erhebt sich zu Dir mit Preis und Dank, daß Du uns wieder gesund und froh zu einem neuen Morgen hast erwachen lassen. Aber unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Hilf uns, o treuer Gott, daß wir die flüchtige Zeit treu und gewissenhaft auskaufen. Gib Deinen Segen zu allem unserem Wirken und Tun. Wohne in unseren Herzen, daß wir in Dir bleiben unter allen Sorgen des Tages. Dein heiliger Engel geleite uns auf allen unseren Wegen, bis der letzte große Tag anbricht, da wir Dir dienen in der Freiheit der Erlösten und Dich schauen von Angesicht zu Angesicht im Glanze Deiner Herrlichkeit. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 9

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder; das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder …

Lucas Cranach d.J (Gotha): Gericht und Gnade.

Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder; das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht: “Nun kreucht zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken.”

Die Werk die kommen gwißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glauben wär, wolltest ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Werk die sind des Nächsten Knecht, dabei wir´n Glauben merken.

Die Hoffnung wart´ der rechten Zeit was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen.

Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß Dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß Dir gewisser sein, und ob Dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch Dir nicht grauen.

Paul Speratus 1524 (LKG 227,9-12)

Freitag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.” 

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Wenn man alle Gefangenen auf Erden unter die Füße tritt  35 und eines Mannes Recht vor dem Allerhöchsten beugt  36 und eines Menschen Sache verdreht, – sollte das der Herr nicht sehen?  37 Wer darf denn sagen, dass solches geschieht ohne des Herrn Befehl  38 und dass nicht Böses und Gutes kommt aus dem Munde des Allerhöchsten?  39 Was murren denn die Leute im Leben, ein jeder über die Folgen seiner Sünde?  40 Lasst uns erforschen und prüfen unsern Wandel und uns zum HERRN bekehren!  41 Lasst uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!  42 Wir, wir haben gesündigt und sind ungehorsam gewesen, darum hast du nicht vergeben.  43 Du hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt und ohne Erbarmen getötet.  44 Du hast dich mit einer Wolke verdeckt, dass kein Gebet hindurchkonnte.  45 Du hast uns zu Kehricht und Unrat gemacht unter den Völkern.  46 Alle unsere Feinde reißen ihr Maul auf über uns.  47 Wir werden gedrückt und geplagt mit Schrecken und Angst.  48 Wasserbäche rinnen aus meinen Augen über den Jammer der Tochter meines Volks.  49 Meine Augen fließen und können’s nicht lassen, und es ist kein Aufhören da,  50 bis der HERR vom Himmel herabschaut und darein sieht.  51 Mein Auge macht mir Schmerzen wegen all der Töchter meiner Stadt.  52 Meine Feinde haben mich ohne Grund gejagt wie einen Vogel.  53 Sie haben mein Leben in der Grube zunichtegemacht und Steine auf mich geworfen.  54 Wasser hat mein Haupt überschwemmt; da sprach ich: Nun bin ich verloren.  55 Ich rief aber deinen Namen an, HERR, unten aus der Grube,  56 und du erhörtest meine Stimme: »Verbirg deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien!«  57 Du nahtest dich zu mir, als ich dich anrief, und sprachst: Fürchte dich nicht!  58 Du führst, Herr, meine Sache und erlöst mein Leben.  59 Du siehst, HERR, wie mir Unrecht geschieht; hilf mir zu meinem Recht!  60 Du siehst, wie sie Rache üben wollen, und kennst alle ihre Gedanken gegen mich.  61 HERR, du hörst ihr Schmähen und alle ihre Anschläge gegen mich,  62 die Reden meiner Widersacher und ihr Geschwätz über mich den ganzen Tag.  63 Sieh doch: Ob sie sitzen oder aufstehen, singen sie über mich Spottlieder.  64 Vergilt ihnen, HERR, wie sie verdient haben!  65 Lass ihnen das Herz verstockt werden, lass sie deinen Fluch fühlen!  66 Verfolge sie mit Grimm und vertilge sie unter dem Himmel des HERRN. 

Klagelieder 3,34-66

Tageslese

Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. 6 Darum steht in der Schrift: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.« 7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar. Für die aber, die nicht glauben, ist er »der Stein, den die Bauleute verworfen haben; der ist zum Eckstein geworden« 8 und »ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses« Sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind. 9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht; 10 die ihr einst nicht sein Volk wart, nun aber Gottes Volk seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid. 

1. Petrus 2,5-10

Morgengebet am Freitag

Herr, Du führest uns in Tiefen und ersparst uns keine Not. Du lässest uns den Weg des Leidens gehen. Laß uns nicht anschauen nach trügenden Zielen, noch uns halten an Hilfe, die nicht befreit. Laß uns mit Deinem Sohne den Weg des Gehorsams gehen, so wirst Du uns helfen, und Deine Gnade wird unser Trost sein. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 11

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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