So er uns denn sein´ Sohn hat geschenkt

Kirche und Fabrik (Gustav Wunderwald, 1927)

So er uns denn sein´ Sohn geschenkt, da wir sein Feind noch waren, der für uns ist ans Kreuz gehenkt, getöt’, gen Himmel gfahren, dadurch wir sein  vom Tod und Pein erlöst, so wir vertrauen  in diesen Hort, des Vaters Wort: wem wollt vorm Sterben grauen?

Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Rat und ewig Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz,  daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben; darum uns bald kein Macht noch Gwalt aus seiner Hand wird rauben.

Der Mensch ist gottlos und verrucht, sein Heil ist auch noch ferren, der Trost bei einem Menschen sucht, und nicht bei Gott dem Herren; denn wer ihm will ein ander Ziel, ohn diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Teufels Gwalt mit seiner List erschrecken.

Lazarus Spengler 1524 (LKG 228,4-6)

Dienstag nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese 

Denn dies ist unser Ruhm, das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Redlichkeit und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes unser Leben in der Welt geführt haben, und das vor allem bei euch.  13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch völlig verstehen,  14 wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nämlich, dass wir euer Ruhm sind, wie auch ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn Jesus.  15 Und in solchem Vertrauen wollte ich zunächst zu euch kommen, auf dass ihr abermals eine Wohltat empfinget.  16 Von euch aus wollte ich nach Makedonien reisen, aus Makedonien wieder zu euch kommen und mich von euch geleiten lassen nach Judäa.  17 Bin ich etwa leichtfertig gewesen, als ich dies wollte? Oder plane ich, was ich plane, auf fleischliche Weise, sodass das Ja Ja bei mir auch ein Nein Nein wäre?  18 Bei der Treue Gottes, unser Wort an euch ist nicht Ja und Nein zugleich.  19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm.  20 Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre.  21 Gott ist’s aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt hat  22 und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.  23 Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meinem Leben, dass ich euch schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin.  24 Nicht dass wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben. 

2. Korinther 1,12-24

Tageslese

So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. 2 Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. 3 Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu. 4 Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 5 Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft.

2. Timotheus 2,1-5

Morgengebet am Dienstag (Versuchung und Kampf)

Herr, Du sendest uns in den Kampf. Du kennst unsere Schwachheit, Du weißt, wie leicht wir verzagen in den Versuchungen und Schrecknissen des Lebens. Hilf, daß wir einander beistehen mit Geduld und wacher Liebe. Gib uns Deinen heiligen Geist, daß er uns bewahre, daß wir ritterlich streiten und siegen. Sei Du unsere Kraft. Festige unsern Sinn. Richte uns durch Deine Wahrheit. In Deinem Frieden laß unser Herz sich stillen und Klarheit finden. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 10

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Durch Adams Fall ist ganz verderbt menschlich Natur und Wesen

William Blake: “Adam”

Durch Adams Fall ist ganz verderbt, menschlich Natur und Wesen:dasselb Gift ist auf uns geerbt, daß wir nicht mocht’n genesen ohn Gottes Trost, der uns erlöst hat von dem großen Schaden, darin die Schlang Evam bezwang, Gott Zorn auf sich zu laden.

Weil denn die Schlang Evam hat bracht, daß sie ist abgefallen von Gottes Wort, welch’s sie veracht’t, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod: so war je Noth, daß uns auch Gott sollt geben sein lieben Sohn, der Gnaden Thron, in dem wir möchten leben.

Wie uns nun hat ein fremde Schuld in Adam all verhöhnet: also hat uns ein fremde Huld in Christo all versöhnet; und wie wir all durch Adams Fall, sind ewigs Tods gestorben: also hat Gott durch Christi Tod verneut, was war verdorben.

Lazarus Spengler 1524 (LKG 228,1-3)

Montag nach dem 21. Sonntag nach Trinitatis (Geistliche Waffenrüstung) 

So jemand auch kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.

2. Timotheus 2,5

Kollekte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der Du die Schar Deiner Gläubigen bewahrest in Deiner starken Hand, wir bitten Dich: Laß uns in allem Kampf gegen den bösen Feind auf Christus schauen und durch ihn den Sieg gewinnen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.156

Fortlaufende Lese 

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und der Bruder Timotheus an die Gemeinde Gottes in Korinth samt allen Heiligen in ganz Achaia:  2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!  

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,  4 der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.  5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus.  6 Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.  7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.  8 Denn wir wollen euch, Brüder und Schwestern, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, da wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten;  9 und wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,  10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.  11 Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, damit von vielen auf vielfältige Weise um unsertwillen Dank dargebracht werde für die Gabe, die uns gegeben ist. 

2. Korinther 1,1-11

Tageslese

Darum werden sie ein herrliches Reich empfangen und eine schöne Krone aus der Hand des Herrn. Denn er wird sie mit seiner Rechten beschirmen und mit seinem Arm beschützen. 17 Er wird seinen Eifer nehmen als Harnisch und die Schöpfung bewaffnen zur Abwehr der Feinde. 18 Er wird Gerechtigkeit anziehen als Panzer und unbestechliches Gericht aufsetzen als Helm. 19 Er wird unüberwindliche Heiligkeit ergreifen als Schild. 20 Er wird seinen strengen Zorn schärfen zum Schwert. Und die Welt wird mit ihm zum Kampf ausziehen gegen die Toren. 21 Die Geschosse der Blitze werden gut gezielt dahinfliegen und aus den Wolken wie von einem straff gespannten Bogen ins Ziel treffen. 

Weisheit 5,16-21

Morgengebet am Montag (Sendung in die Welt)

Herr, unser Gott, Du Schöpfer des Lebens, da aufs neue beginnt die Arbeit der Woche mit ihren Mühen und Sorgen, mit ihrer Versuchung, hilf, daß wir Dir dienen in allem Beginnen. Führe uns auf rechter Straße, laß uns gewisse Tritte tun. Lehre uns tun, was zu unserem Heile ist. Hilf uns lassen, was Dir nicht gefällt. Segne unser Werk. Segne alle, die mit uns verbunden sind auf den Wegen dieser Woche. Gib uns Frucht, die bleibet. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 10

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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The 21st Sunday after Trinity

The roman officer pleading Jesus to help his servant (John 4,46-54)

Do not be overcome by evil but overcome evil with good.

Romans 12,21

Introit

The law of the Lord is perfect, refreshing the soul. The statutes of the Lord are trustworthy, making wise the simple. The precepts of the Lord are right, giving joy to the heart. The commands of the Lord are radiant, giving light to the eyes. The fear of the Lord is pure, enduring forever.The decrees of the Lord are firm, and all of them are righteous. They are more precious than gold, than much pure gold; they are sweeter than honey, than honey from the honeycomb. By them your servant is warned; in keeping them there is great reward. But who can discern their own errors? Forgive my hidden faults. Keep your servant also from willful sins; may they not rule over me. Then I will be blameless, innocent of great transgression. May these words of my mouth and this meditation of my heart be pleasing in your sight, Lord, my Rock and my Redeemer.

Psalm 19,8-14

Collect

O Lord, keep Your household, the Church, in continual godliness that through Your protection she may be free from all adversities and devoutly given to serve You in good words; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 933.

Old Testament

This is the text of the letter that the prophet Jeremiah sent from Jerusalem to the surviving elders among the exiles and to the priests, the prophets and all the other people Nebuchadnezzar had carried into exile from Jerusalem to Babylon. 2 (This was after King Jehoiachin and the queen mother, the court officials and the leaders of Judah and Jerusalem, the skilled workers and the artisans had gone into exile from Jerusalem.) 3 He entrusted the letter to Elasah son of Shaphan and to Gemariah son of Hilkiah, whom Zedekiah king of Judah sent to King Nebuchadnezzar in Babylon. It said: 4 This is what the Lord Almighty, the God of Israel, says to all those I carried into exile from Jerusalem to Babylon: 5 “Build houses and settle down; plant gardens and eat what they produce. 6 Marry and have sons and daughters; find wives for your sons and give your daughters in marriage, so that they too may have sons and daughters. Increase in number there; do not decrease. 7 Also, seek the peace and prosperity of the city to which I have carried you into exile. Pray to the Lord for it, because if it prospers, you too will prosper.” 8 Yes, this is what the Lord Almighty, the God of Israel, says: “Do not let the prophets and diviners among you deceive you. Do not listen to the dreams you encourage them to have. 9 They are prophesying lies to you in my name. I have not sent them,” declares the Lord.10 This is what the Lord says: “When seventy years are completed for Babylon, I will come to you and fulfill my good promise to bring you back to this place. 11 For I know the plans I have for you,” declares the Lord, “plans to prosper you and not to harm you, plans to give you hope and a future. 12 Then you will call on me and come and pray to me, and I will listen to you. 13 You will seek me and find me when you seek me with all your heart. 14 I will be found by you,” declares the Lord, “and will bring you back from captivity. I will gather you from all the nations and places where I have banished you,” declares the Lord, “and will bring you back to the place from which I carried you into exile.”

Jeremiah 29,1.4-7 (8-9)10-14

Gradual

Lord, You have been our dwelling place in all generations. Before the mountains were brought forth, or ever You had formed the earth and the world, from everlasting to everlasting You are God.

Psalm 90,1-2

Epistle

Finally, be strong in the Lord and in his mighty power. 11 Put on the full armor of God, so that you can take your stand against the devil’s schemes. 12 For our struggle is not against flesh and blood, but against the rulers, against the authorities, against the powers of this dark world and against the spiritual forces of evil in the heavenly realms. 13 Therefore put on the full armor of God, so that when the day of evil comes, you may be able to stand your ground, and after you have done everything, to stand. 14 Stand firm then, with the belt of truth buckled around your waist, with the breastplate of righteousness in place, 15 and with your feet fitted with the readiness that comes from the gospel of peace. 16 In addition to all this, take up the shield of faith, with which you can extinguish all the flaming arrows of the evil one. 17 Take the helmet of salvation and the sword of the Spirit, which is the word of God.

Ephesians 6,10-17

Alleluia Verse

Alleluia. Those who trust in the Lord are like Mount Zion, which cannot be moved, but abides forever. Alleluia.

Psalm 125,1

Holy Gospel of our Lord Jesus Christ

“You have heard that it was said, ‘Eye for eye, and tooth for tooth.’ 39 But I tell you, do not resist an evil person. If anyone slaps you on the right cheek, turn to them the other cheek also. 40 And if anyone wants to sue you and take your shirt, hand over your coat as well. 41 If anyone forces you to go one mile, go with them two miles. 42 Give to the one who asks you, and do not turn away from the one who wants to borrow from you. 43 “You have heard that it was said, ‘Love your neighbor and hate your enemy.’ 44 But I tell you, love your enemies and pray for those who persecute you, 45 that you may be children of your Father in heaven. He causes his sun to rise on the evil and the good, and sends rain on the righteous and the unrighteous. 46 If you love those who love you, what reward will you get? Are not even the tax collectors doing that? 47 And if you greet only your own people, what are you doing more than others? Do not even pagans do that? 48 Be perfect, therefore, as your heavenly Father is perfect.

Matthew 5,38-48 (Sermon text)

Luther´s sermon on this Sunday.

Rev. Michael Frese´s sermon on John 4,46-54:

The Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

A Lutheran hymn for this week

O König Jesu Christe, ein Fürst, Hauptmann und Held, zu ewiglicher Friste vom Vater auserwählt, ein Sohn Davids geboren: Dein Reich ewig besteht, das Dir Gott hat geschworen, durch seinen Geist geredt.

Dich, Herr, wir wollen bitten, Du edler Herzog wert, nach rechter Kinder Sitten: send uns Dein geistlich’Schwert, das schneidt zu beiden Seiten, ich mein Dein göttlich Wort, damit wir mögen streiten wider der Höllen Pfort.

Den Harnisch tu uns senden, den Du getragen hast, umgürt uns unsre Lenden mit Deiner Wahrheit Glast, den Panzer tu uns geben Deiner Gerechtigkeit, den Schild des Glaubens eben, damit uns zubereit,

zu kämpfen und zu fechten nach Dir ganz ritterlich und allen Deinen Knechten, die von Anfang in Dich gehoffet und vertrauet in aller Angst und Not, auf Dein Gnad fest gebauet bis in zeitlichen Tod.

O Gott, tu uns erhalten in diesem großen Streit, laß die Lieb nicht erkalten durch Ungerechtigkeit, darin die arge Welte Überhand genommen hat. Hilf uns behaltn das Felde durch Deine große Gnad.

Nach Leonhard Roth 1539 bearbeitet von Wilhelm Thomas 1933. (LKG 49)

Church Prayer of the Day

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Lord of hosts, Your Word is a weapon that teaches our hands to war and our fingers to fight. Strengthen us for every spiritual battle, and establish us to resist the lies and temptations of the old evil foe. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Defend Your Church against the schemes of the devil. Equip Your Church, and especially all pastors, with the sword of the Spirit, which is the Word of God, that Your creation may be recalled from futility back to its Creator. Outfit Your saints with the full armor of God, with salvation, faith, peace, righteousness, truth and every benefit that comes from Christ Jesus, that we may be able to stand firm to the end. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, You entrusted Your creation to man to tend, subdue and keep. Bless the farmers who tend the land for its increase. Grant them a rich harvest and so provide for us also, as each lives out his particular calling according to Your will. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, You have said by Your apostle that we do not wrestle against flesh and blood, but against the rulers, authorities and cosmic powers over this present darkness and against the spiritual forces of evil in the heavenly places. Lead us to respect godly authorities, to oppose what stands against Your Word and to see every unbelieving person as Your creature for whom Christ has died. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father of our Lord Jesus Christ, do not despise our prayers because of our weak faith. Grant life and healing to those who are troubled, ill or at the point of death [especially Christoph, Hilary, Annette, Paulina, Sylvia, Thomas, Walter etc. Free us from all adversities to serve You devoutly in all good works. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O God, You rested on the Sabbath and established it for Your ancient people as a commemoration of Your creative work. Do not let us forget that it is You, Lord, who sanctifies us. Give us rest in Your gifts, especially the sanctifying body and blood of Christ in His blessed Sacrament. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Almighty and everlasting God, in Your Son You have promised us the forgiveness of sins, righteousness and everlasting life. Enliven our hearts by Your Holy Spirit, that in daily prayer we may seek help from Christ against all temptations and, believing His promises, obtain that for which we pray and be saved at the last; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-26

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever. 

Alleluia +

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Dr. Martin Luther predigt am 21. Sonntag nach Trinitatis

Dr. Martin Luther gemalt in 1817 (Elternhaus, Mansfeld)

Dr. Martin Luther predigte am einundzwanzigsten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium unseres Herrn Jesu Christi, wie es aufgezeichnet ist vom Evangelisten Johannes im 4. Kapitel, Verse 47-54 (WA 52 S. 514-521): “Das wir hie uber auß ein feines Exempel haben, da wir eygentlich und gewiß bey lernen können, was der glaube sei.” (S.515)

Hier vorgelesen:

An English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 21st Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.John fourth chapter verses 46-54 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.1013-1022: 

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Sei Lob und Ehr mit hohem Preis

Jüngste Tag in St. Annen (Eisleben)

Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns angfangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name;

Sein Reich zukomm; sein Will auf Erd gscheh wie im Himmelsthrone; das täglich Brot noch heut uns werd; woll unsrer Schuld verschonen, wie wir auch unsern Schuldnern tun; laß uns nicht in Versuchung stahn; lös uns vom Übel. Amen.

Paul Speratus 1524 (LKG 227, 13-14)

Samstag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.” 

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Gedenke, HERR, wie es uns geht; schau und sieh an unsre Schmach!  2 Unser Erbe ist den Fremden zuteilgeworden und unsre Häuser den Ausländern.  3 Wir sind Waisen und haben keinen Vater; unsre Mütter sind wie Witwen.  4 Unser Wasser müssen wir um Geld trinken; unser eigenes Holz müssen wir bezahlen.  5 Die Verfolger sitzen uns im Nacken, und wenn wir auch müde sind, lässt man uns doch keine Ruhe.  6 Wir mussten Ägypten und Assur die Hand hinhalten, um uns an Brot zu sättigen.  7 Unsre Väter haben gesündigt und leben nicht mehr, wir aber müssen ihre Schuld tragen.  8 Knechte herrschen über uns und niemand ist da, der uns von ihrer Hand errettet.  9 Wir müssen unser Brot unter Gefahr für unser Leben holen, bedroht von dem Schwert in der Wüste.  10 Unsre Haut ist verbrannt wie in einem Ofen von dem schrecklichen Hunger.  11 Sie haben die Frauen in Zion geschändet und die Jungfrauen in den Städten Judas.  12 Fürsten wurden von ihnen gehenkt, und die Alten hat man nicht geehrt.  13 Jünglinge mussten Mühlsteine tragen und Knaben beim Holztragen straucheln.  14 Es sitzen die Ältesten nicht mehr im Tor und die Jünglinge nicht mehr beim Saitenspiel.  15 Unsres Herzens Freude hat ein Ende, unser Reigen ist in Wehklagen verkehrt.  16 Die Krone ist von unserm Haupt gefallen. O weh, dass wir so gesündigt haben!  17 Darum ist auch unser Herz krank, und unsre Augen sind trübe geworden  18 um des Berges Zion willen, weil er so wüst liegt, dass die Füchse darüber laufen.  19 Aber du, HERR, der du ewiglich bleibst und dein Thron von Geschlecht zu Geschlecht,  20 warum willst du uns so ganz vergessen und uns lebenslang so ganz verlassen?  21 Bringe uns, HERR, zu dir zurück, dass wir wieder heimkommen; erneure unsre Tage wie vor alters!  22 Auch wenn du uns ganz verworfen hast und über uns so sehr erzürnt warst. 

Klagelieder 5,1-22

Tageslese

Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod sie nicht bleiben ließ; 24 dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. 25 Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie. 26 Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als die Himmel. 27 Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte. 28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an sich haben; dies Wort aber des Eides, der nach dem Gesetz gesagt ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist. 

Hebräer 7,23-28

Morgengebet

Allmächtiger, gütiger Gott, lieber, himmlischer Vater, Deine Güte ist es, daß wir nicht gar aus sind; Deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und Deine Treue ist groß. Unsere Seele erhebt sich zu Dir mit Preis und Dank, daß Du uns wieder gesund und froh zu einem neuen Morgen hast erwachen lassen. Aber unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Hilf uns, o treuer Gott, daß wir die flüchtige Zeit treu und gewissenhaft auskaufen. Gib Deinen Segen zu allem unserem Wirken und Tun. Wohne in unseren Herzen, daß wir in Dir bleiben unter allen Sorgen des Tages. Dein heiliger Engel geleite uns auf allen unseren Wegen, bis der letzte große Tag anbricht, da wir Dir dienen in der Freiheit der Erlösten und Dich schauen von Angesicht zu Angesicht im Glanze Deiner Herrlichkeit. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 9

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder; das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder …

Lucas Cranach d.J (Gotha): Gericht und Gnade.

Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder; das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht: “Nun kreucht zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken.”

Die Werk die kommen gwißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glauben wär, wolltest ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Werk die sind des Nächsten Knecht, dabei wir´n Glauben merken.

Die Hoffnung wart´ der rechten Zeit was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen.

Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß Dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß Dir gewisser sein, und ob Dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch Dir nicht grauen.

Paul Speratus 1524 (LKG 227,9-12)

Freitag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.” 

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Wenn man alle Gefangenen auf Erden unter die Füße tritt  35 und eines Mannes Recht vor dem Allerhöchsten beugt  36 und eines Menschen Sache verdreht, – sollte das der Herr nicht sehen?  37 Wer darf denn sagen, dass solches geschieht ohne des Herrn Befehl  38 und dass nicht Böses und Gutes kommt aus dem Munde des Allerhöchsten?  39 Was murren denn die Leute im Leben, ein jeder über die Folgen seiner Sünde?  40 Lasst uns erforschen und prüfen unsern Wandel und uns zum HERRN bekehren!  41 Lasst uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!  42 Wir, wir haben gesündigt und sind ungehorsam gewesen, darum hast du nicht vergeben.  43 Du hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt und ohne Erbarmen getötet.  44 Du hast dich mit einer Wolke verdeckt, dass kein Gebet hindurchkonnte.  45 Du hast uns zu Kehricht und Unrat gemacht unter den Völkern.  46 Alle unsere Feinde reißen ihr Maul auf über uns.  47 Wir werden gedrückt und geplagt mit Schrecken und Angst.  48 Wasserbäche rinnen aus meinen Augen über den Jammer der Tochter meines Volks.  49 Meine Augen fließen und können’s nicht lassen, und es ist kein Aufhören da,  50 bis der HERR vom Himmel herabschaut und darein sieht.  51 Mein Auge macht mir Schmerzen wegen all der Töchter meiner Stadt.  52 Meine Feinde haben mich ohne Grund gejagt wie einen Vogel.  53 Sie haben mein Leben in der Grube zunichtegemacht und Steine auf mich geworfen.  54 Wasser hat mein Haupt überschwemmt; da sprach ich: Nun bin ich verloren.  55 Ich rief aber deinen Namen an, HERR, unten aus der Grube,  56 und du erhörtest meine Stimme: »Verbirg deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien!«  57 Du nahtest dich zu mir, als ich dich anrief, und sprachst: Fürchte dich nicht!  58 Du führst, Herr, meine Sache und erlöst mein Leben.  59 Du siehst, HERR, wie mir Unrecht geschieht; hilf mir zu meinem Recht!  60 Du siehst, wie sie Rache üben wollen, und kennst alle ihre Gedanken gegen mich.  61 HERR, du hörst ihr Schmähen und alle ihre Anschläge gegen mich,  62 die Reden meiner Widersacher und ihr Geschwätz über mich den ganzen Tag.  63 Sieh doch: Ob sie sitzen oder aufstehen, singen sie über mich Spottlieder.  64 Vergilt ihnen, HERR, wie sie verdient haben!  65 Lass ihnen das Herz verstockt werden, lass sie deinen Fluch fühlen!  66 Verfolge sie mit Grimm und vertilge sie unter dem Himmel des HERRN. 

Klagelieder 3,34-66

Tageslese

Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. 6 Darum steht in der Schrift: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.« 7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar. Für die aber, die nicht glauben, ist er »der Stein, den die Bauleute verworfen haben; der ist zum Eckstein geworden« 8 und »ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses« Sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind. 9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht; 10 die ihr einst nicht sein Volk wart, nun aber Gottes Volk seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid. 

1. Petrus 2,5-10

Morgengebet am Freitag

Herr, Du führest uns in Tiefen und ersparst uns keine Not. Du lässest uns den Weg des Leidens gehen. Laß uns nicht anschauen nach trügenden Zielen, noch uns halten an Hilfe, die nicht befreit. Laß uns mit Deinem Sohne den Weg des Gehorsams gehen, so wirst Du uns helfen, und Deine Gnade wird unser Trost sein. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 11

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte.

Rev. Benjamin Ball (Vice-President of LCMS) in the castle chapel of Torgau

Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehr denn: »Lieber Herre mein, Dein Tod wird mir das Leben sein, Du hast für mich bezahlet.«

Daran ich keinen Zweifel trag, Dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst Du, dass kein Mensch verzag – das wirst Du nimmer lügen –: »Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himmel erkauft, daß er nicht werd verloren.«

Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt einen hellen Schein, wenn er die Werk nicht lasset; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist Du aus Gott geboren.

Paul Speratus 1524 (LKG 227,6-8)

Donnerstag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.” 

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Ich bin der Mann, der Elend sehen muss durch die Rute seines Grimmes.  2 Er hat mich geführt und gehen lassen in die Finsternis und nicht ins Licht.  3 Er hat seine Hand gewendet gegen mich und erhebt sie gegen mich Tag für Tag.  4 Er hat mir Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen.  5 Er hat mich ringsum eingeschlossen und mich mit Bitternis und Mühsal umgeben.  6 Er hat mich in Finsternis versetzt wie die, die längst tot sind.  7 Er hat mich ummauert, dass ich nicht herauskann, und mich in harte Fesseln gelegt.  8 Und wenn ich auch schreie und rufe, so stopft er sich die Ohren zu vor meinem Gebet.  9 Er hat meinen Weg vermauert mit Quadern und meinen Pfad zum Irrweg gemacht.  10 Er hat auf mich gelauert wie ein Bär, wie ein Löwe im Verborgenen.  11 Er lässt mich den Weg verfehlen, er hat mich zerfleischt und zunichtegemacht.  12 Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeil zum Ziel gegeben.  13 Er hat mir seine Pfeile in die Nieren geschossen.  14 Ich bin ein Hohn für mein ganzes Volk und täglich ihr Spottlied.  15 Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt und mit Wermut getränkt.  16 Er hat mich auf Kiesel beißen lassen, er drückte mich nieder in die Asche.  17 Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich habe das Gute vergessen.  18 Ich sprach: Mein Ruhm und meine Hoffnung auf den HERRN sind dahin.  19 Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Bitterkeit getränkt bin!  20 Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir’s.  21 Dies nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch:  22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,  23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.  24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.  25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.  26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.  27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage.  28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt,  29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung.  30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun.  31 Denn der Herr verstößt nicht ewig;  32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte.  33 Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen. 

Klagelieder 3,1-33

Tageslese

Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst! 15 Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt ihr, was ich sage. 16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? 17 Denn ein Brot ist’s. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben. 18 Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars? 19 Was will ich nun damit sagen? Dass das Götzenopfer etwas sei? Oder dass der Götze etwas sei? 20 Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr mit den Dämonen Gemeinschaft habt. 21 Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen. 22 Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er? 

1. Korinther 10,14-22

Morgengebet am Donnerstag

Herr, unser Gott, wir danken Dir für Deine Gnade, die uns für unser Tagewerk neu gestärkt hat. Wir befehlen Dir unseren Leib und unsere Seele, unsere Lieben und unser Haus, unser Gut und unsere Ehre und alles, was wir haben. Nimm unsere Regierung, Volk und Vaterland in Deinen Schutz, breite Deine Gnade aus über Deine Kirche mit all ihren Bischöfen, Pastoren, Evangelisten, Missionaren, Lehren, Kirchenvorstehern und Gehilfen und baue Deine Reich auch in dieser unserer Zeit. Behüte uns vor dem bösen Feind, erfülle uns mit Deinem göttlichen Segen und führe uns durch diese Zeit in die Ewigkeit. Durch Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Güte

„ES iſt das heyl vns kom̃en her“ im Erfurter Enchiridion, 1524

Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Güte; die Werk, die helfen nimmermehr, sie können nicht behüten. Der Glaub sieht Jesus Christus an, der hat gnug für uns all getan, er ist der Mittler worden.

Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist; es war mit uns verloren.

Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserem Fleisch verborgen.

Nicht möglich war, dieselbig Art aus eigenen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehret sich Sünd ohn Maßen; denn Gleißners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren.

Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben. Drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gsetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle.

Paul Speratus 1524 (LKG 227,1-5)

Mittwoch nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.” 

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Ach, wie liegt die Stadt so verlassen, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Fürstin unter den Völkern, und die eine Königin in den Ländern war, muss nun dienen.  2 Sie weint des Nachts, dass ihr die Tränen über die Backen laufen. Es ist niemand unter allen ihren Liebhabern, der sie tröstet. Alle ihre Freunde sind ihr untreu und ihre Feinde geworden.  3 Juda ist gefangen in Elend und schwerem Dienst, es wohnt unter den Völkern und findet keine Ruhe; alle seine Verfolger kommen heran in Bedrängnissen.  4 Die Straßen nach Zion liegen wüst, weil niemand auf ein Fest kommt. All ihre Tore stehen öde, ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen jammervoll drein, und sie ist betrübt.  5 Ihre Widersacher sind obenauf, ihren Feinden geht’s gut; denn der HERR hat über sie Jammer gebracht um ihrer großen Sünden willen, und ihre Kinder sind gefangen vor dem Feind dahingezogen.  6 Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie Hirsche, die keine Weide finden und matt vor dem Verfolger herlaufen.  7 Jerusalem denkt in dieser Zeit, da sie elend und verlassen ist, wie viel Gutes sie von alters her gehabt hat, wie aber all ihr Volk darniedersank unter des Feindes Hand und ihr niemand half. Ihre Feinde sehen auf sie herab und spotten über ihren Untergang.  8 Jerusalem hat sich versündigt; darum muss sie sein wie eine unreine Frau. Alle, die sie ehrten, verschmähen sie jetzt, weil sie ihre Blöße sehen; sie aber seufzt und hat sich abgewendet.  9 Ihr Unflat klebt an ihrem Saum. Sie hätte nicht gemeint, dass es ihr zuletzt so gehen würde. Sie ist ja gräulich heruntergestoßen und hat dazu niemand, der sie tröstet. »Ach, HERR, sieh an mein Elend; denn der Feind triumphiert!«  10 Der Feind hat seine Hand gelegt an alle ihre Kleinode. Ja, sie musste zusehen, dass die Heiden in ihr Heiligtum gingen, während du geboten hast, sie sollten nicht in deine Gemeinde kommen.  11 Alles Volk seufzt und geht nach Brot, es gibt seine Kleinode um Speise, um sein Leben zu erhalten. »Ach, HERR, sieh doch und schau, wie verachtet ich bin!«   […]  17 Zion streckt ihre Hände aus, und doch ist niemand da, der sie tröstet; denn der HERR hat gegen Jakob seine Feinde ringsum aufgeboten, sodass Jerusalem zwischen ihnen sein muss wie eine unreine Frau.  18 »Der HERR ist gerecht, denn ich bin seinem Worte ungehorsam gewesen. Höret, alle Völker, und schaut meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und Jünglinge sind in die Gefangenschaft gegangen.  19 Ich rief meine Freunde, aber sie ließen mich im Stich. Meine Priester und meine Ältesten sind in der Stadt verschmachtet, sie gehen nach Brot, um ihr Leben zu erhalten.  20 Ach, HERR, sieh doch, wie bange ist mir, dass mir’s im Leibe davon wehtut! Mir dreht sich das Herz im Leibe um, weil ich so ungehorsam gewesen bin. Draußen hat mich das Schwert und im Hause hat mich der Tod meiner Kinder beraubt.  21 Man hört’s wohl, dass ich seufze, und doch habe ich keinen Tröster; alle meine Feinde hören mein Unglück und freuen sich, dass du es gemacht hast. Du hast den Tag kommen lassen, den du verkündet hast, – aber ihnen soll es gehen wie mir.  22 Lass alle ihre Bosheit vor dich kommen und richte sie zu, wie du mich zugerichtet hast um aller meiner Missetat willen; denn meiner Seufzer sind viel, und mein Herz ist betrübt.« 

Klagelieder 1,1-22

Tageslese

Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus, und da er am nächsten Tag weiterreisen wollte, zog er die Rede hin bis Mitternacht. 8 Und es waren viele Lampen in dem Obergemach, wo wir versammelt waren. 9 Es saß aber ein junger Mann mit Namen Eutychus in einem Fenster und sank in einen tiefen Schlaf, weil Paulus so lange redete; und vom Schlaf überwältigt fiel er hinunter vom dritten Stock und wurde tot aufgehoben. 10 Paulus aber ging hinab und warf sich über ihn, umfing ihn und sprach: Macht kein Geschrei; denn seine Seele ist in ihm. 11 Dann ging er hinauf und brach das Brot und aß und redete viel mit ihnen, bis der Tag anbrach; und so zog er hinweg. 12 Sie brachten aber den jungen Mann lebend herein und wurden nicht wenig getröstet. 

Apostelgeschichte 20,7-12

Morgengebet am Mittwoch

Wir danken Dir, Herr, unser Gott, daß Deine Güte heute über uns neu ist, und bitten Dich um Deinen Schutz für diesen Tag. Gib, daß wir unser Tagewerk mit Freuden angreifen und nicht mit Seufzen, und laß wohlgelingen, was uns befohlen ist. Vor allem aber lehre uns trachten nach Deinem Reich und seiner Gerechtigkeit. Mitten in der Unruhe des äußeren Lebens mach unser Herz still zu Dir. Mitten in der Versuchung der Welt richte unser Auge auf Dich. Wenn die Last uns zu schwer werden will, so mache die Liebe größer und die Treue fester und gib uns neue Kraft aus der Höhe. Laß uns erfahren, daß dem, der nach Deinem Reiche trachtet, alles zufällt. Mache uns frei von Sorgen, treu im Großen wie im Geringen, fröhlich im Aufblick zu Dir. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Was ich getan hab und gelehrt, das sollst Du tun und lehren

Blick auf die Schloßkirche

Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz: das lass ich dir zur Letze.«

Dr. Martin Luther 1523 (LKG 226,10)

Dienstag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.” 

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Dies ist das Wort, das der Prophet Jeremia zu Baruch, dem Sohn Nerijas, redete, als er die Worte, wie Jeremia sie ihm sagte, auf eine Schriftrolle schrieb, im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda:  2 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, über dich, Baruch:  3 Du sprichst: Weh mir, wie hat mir der HERR Jammer zu meinem Schmerz hinzugefügt! Ich bin müde vom Seufzen und finde keine Ruhe.  4 Sage ihm: So spricht der HERR: Siehe, was ich gebaut habe, das reiße ich ein, und was ich gepflanzt habe, das reiße ich aus. Das gilt der ganzen Erde.  5 Und du begehrst für dich große Dinge? Begehre es nicht! Denn siehe, ich will Unheil kommen lassen über alles Fleisch, spricht der HERR, aber dein Leben sollst du wie eine Beute davonbringen, an welchen Ort du auch ziehst. 

Jeremia 45,1-5

Tageslese

Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. 3 Und die Israeliten sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst. 4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, dass ich’s prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht. 5 Am sechsten Tage aber wird’s geschehen, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, dass es doppelt so viel sein wird, wie sie sonst täglich sammeln. 6 Mose und Aaron sprachen zu ganz Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Ägyptenland geführt hat, 7 und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt? 8 Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle, weil der HERR euer Murren gehört hat, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN. 9 Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Israeliten: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört. 10 Und als Aaron noch redete zu der ganzen Gemeinde der Israeliten, wandten sie sich zur Wüste hin, und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in der Wolke. 11 Und der HERR sprach zu Mose: 12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin. 13 Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. 14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag’s in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. 15 Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu?[1] Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. 16 Das ist’s aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, so viel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte. 17 Und die Israeliten taten’s und sammelten, einer viel, der andere wenig. 18 Aber als man’s nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, so viel er zum Essen brauchte. 19 Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrig bis zum nächsten Morgen. 20 Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon übrig bis zum nächsten Morgen; da wurde es voller Würmer und stinkend. Und Mose wurde zornig auf sie. 21 Sie sammelten aber alle Morgen, so viel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. 22 Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Gemeinde kamen hin und verkündeten’s Mose. 23 Und er sprach zu ihnen: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen. 24 Und sie legten’s beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da wurde es nicht stinkend und war auch kein Wurm darin. 25 Da sprach Mose: Esst dies heute, denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde. 26 Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. 27 Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts. 28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? 29 Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage. 30 Also ruhte das Volk am siebenten Tage.

2. Mose 16,2-30

Dienstagmorgen

Gelobt seist Du, Gott unser Schöpfer, gelobt Du, Gott unser Heiland, gelobt Du, Gott unser Tröster! Du bist uns Schild und Schutz und schenkst uns Gnade um Gnade; Du hast uns bewahrt bis auf diesen Tag. Herr, laß uns auch heute in Deinem Dienste stehen. Hilf uns alles, was wir tun, ausführen Dir zur Ehre, dem Nächsten zum Nutz und uns zum Heil. Dir möchten wir uns opfern mit Leib und Seele. Darum schenke uns die Liebe, die nicht das Ihre sucht. Herr, von uns selber vermögen wir nichts, aber Du kannst alles. Gib Kraft und Selbstüberwindung, wo wir sie brauchen; gib Rat, wo wir Rats bedürfen; segne uns für Zeit und Ewigkeit. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Er sprach zu mir: “Halt Dich an mich…”

Abendmahl. Teil des Altars in St.Marien, Lutherstadt Wittenberg von Lucas Cranach d.J. 1547.

Er sprach zu mir: »Halt Dich an mich, es soll Dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für Dich, da will ich für Dich ringen; denn ich bin Dein und Du bist mein, und wo ich bleib, da sollst Du sein, uns soll der Feind nicht scheiden.

Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles Dir zugut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist Du selig worden.

Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister Dein, den Geist will ich Dir geben, der Dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten.

Dr. Martin Luther 1523 (LKG 226,7-9)

Montag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn) 

Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”

Offenbarung 3,5

Kollekte

HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155

Fortlaufende Lese 

Da antworteten dem Jeremia alle Männer, die sehr wohl wussten, dass ihre Frauen andern Göttern opferten, und alle Frauen, die dabeistanden, eine große Menge, samt allem Volk, das in Ägyptenland und in Patros wohnte, und sprachen:  16 Das Wort, das du uns im Namen des HERRN sagst – wir wollen dir nicht gehorchen.  17 Das Wort, das aus unserm eigenen Munde gekommen ist, das wollen wir halten und der Himmelskönigin opfern und ihr Trankopfer darbringen, wie wir und unsere Väter, unsere Könige und Oberen getan haben in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems. Da hatten wir auch Brot genug und es ging uns gut, und wir sahen kein Unglück.  18 Seit der Zeit aber, da wir es unterlassen haben, der Himmelskönigin zu opfern und Trankopfer darzubringen, haben wir an allem Mangel gelitten und sind durch Schwert und Hunger umgekommen.  19 Und wenn wir Frauen der Himmelskönigin opfern und Trankopfer darbringen, das tun wir ja nicht ohne den Willen unserer Männer, wenn wir ihr Opferkuchen backen, die sie abbilden, und ihr Trankopfer darbringen.  20 Da sprach Jeremia zu dem ganzen Volk, den Männern und Frauen und allen Leuten, die ihm so geantwortet hatten:  21 Waren es nicht jene Opfer, an die der HERR gedacht hat, die ihr in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems dargebracht habt, ihr und eure Väter, Könige, Oberen und alles Volk des Landes? Waren nicht sie es, die ihm in den Sinn gekommen sind?  22 So konnte der HERR es nicht mehr ertragen wegen eures bösen Wandels und der Gräuel, die ihr tatet; daher ist auch euer Land zur Wüste, zum Entsetzen und zum Fluch geworden, dass niemand darin wohnt, so wie es heute ist.  23 Weil ihr der Himmelskönigin geopfert habt und wider den HERRN sündigtet und der Stimme des HERRN nicht gehorchtet und in seinem Gesetze, seinen Rechten und Mahnungen nicht gewandelt seid, darum ist euch solches Unheil widerfahren, so wie es heute ist.  24 Und Jeremia sprach zu allem Volk und zu allen Frauen: Höret des HERRN Wort, ihr alle aus Juda, die in Ägyptenland sind!  25 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ihr und eure Frauen, was ihr mit eurem Munde gelobt habt, vollbringt ihr mit euren Händen. Ihr sagt: »Wir wollen unsere Gelübde halten, die wir der Himmelskönigin gelobt haben, dass wir ihr opfern und Trankopfer darbringen.« Wohlan, erfüllt doch eure Gelübde und haltet eure Gelübde!  26 So höret nun des HERRN Wort, ihr alle aus Juda, die ihr in Ägyptenland wohnt: Siehe, ich schwöre bei meinem großen Namen, spricht der HERR, dass mein Name nicht mehr genannt werden soll durch irgendeines Menschen Mund aus Juda in ganz Ägyptenland, der da sagt: »So wahr Gott der HERR lebt!«  27 Siehe, ich will über sie wachen zum Unheil und nicht zum Heil, dass, wer aus Juda in Ägyptenland ist, durch Schwert und Hunger umkommen soll, bis es ein Ende mit ihnen hat.  28 Die aber dem Schwert entrinnen, werden aus Ägyptenland ins Land Juda zurückkommen als ein geringes Häuflein. So werden dann alle, die übrig geblieben sind von Juda und die nach Ägyptenland gezogen waren, dort zu wohnen, erkennen, wessen Wort wahr geworden ist, meines oder ihres.  29 Und dies sei das Zeichen, spricht der HERR: Ich will euch an diesem Ort heimsuchen, damit ihr wisst, dass mein Wort wahr werden soll über euch zum Unheil.  30 So spricht der HERR: Siehe, ich will den Pharao Hofra, den König von Ägypten, übergeben in die Hände seiner Feinde und derer, die ihm nach dem Leben trachten, gleichwie ich Zedekia, den König von Juda, übergeben habe in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, seines Feindes, der ihm nach dem Leben trachtete. 

Jeremia 44:15-30

Tageslese

Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25 Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hergekommen? 26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. 27 Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, auf dass wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31 Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.« 32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33 Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. 34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. 35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Johannes 6,24-35

Montagsgebet

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, unter Deinem Beistand beginnen wir von neuem die Arbeit unseres Berufs, und da wir nicht wissen, was uns in dieser Woche begegnen wird, so bitten wir Dich, mache Du den Anfang, regiere die Mitte, segne das Ende. Wenn Du uns leitest, so irren wir nicht; wenn Du uns hältst, so fallen wir nicht; Deine Treue behüte uns Leib und Leben, Hab und Gut. Wende alle Krankheit von uns und unserm Hause. Bewahre uns vor Sünden und leite uns in Deiner Wahrheit. Erhalte unser Herz bei dem Einigen, daß wir Deinen Namen fürchten. Heilige unser Leben und hilf uns zu Deinem himmlischen Reich. Amen.

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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