Happy new year 2026 AD in the Old Latin School

He, who sits on the throne, says: “Behold, I make all things new.

Revelation 21,5

Dear friends of the Old Latin School with this great prospect from on high: Happy new year 2026 AD. 

Thank you for your support of the International Lutheran Society of Wittenberg (ILSW). Together with the International Lutheran Council the Lutheran Church – Missouri Synod (LCMS) has done many good things in Lutherstadt Wittenberg.

Even as tourists seem to hibernate over the winter months, we have had some die-hards visit anyway. US soldiers ending their round in Europe and visiting Wittenberg before returning to the States. Australians studying in Munich and glad to find a worship partner of the Lutheran Mission Australia in these parts. It was good to have these visitors in our Sunday services. We look forward to having visitors like this stay over in our excellent accommodations. 

Regular Baptism classes after church focus on God´s Word and Luther´s teaching. The Epiphany season is a wonderful time to get to know more about our Lord Jesus Christ and his saving mission. It is just as the holy evangelist St. John writes:  “And the Word became flesh and dwelt among us, and we beheld His glory, the glory as of the only begotten of the Father, full of grace and truth.” (1,14).

My wife Angelika continues teaching German to Ukrainians trying to find their feet in these parts. Whereas students pass exams and move on, new ones are continually moving in. They work hard at integrating themselves in local society. An example of this is, Mykola Baranovskiy, who has put up posters depicting orthodox Lutheran teachers in the Old Latin School. It is as if the place is alive with faithful faces in attendance throughout the house. Thank you very much President Matthew C. Harrison for this great cloud of witnesses. 

Mykola Baranovska in action in the Old Latin School

We are grateful for your prayers which uplift the International Lutheran Society of Wittenberg (ILSW)  where Christ´s love for this world continues to shine. His Word works faith where- and whenever it pleases Him.  He, is the one, who sits on the right hand of the Father. All authority in heaven and on earth has been given to him. He reigns for us and for our salvation + That fills us with peace, confidence and joy. 

Philipp Nicolai (1556-1608) sings our Christian faith: “What joy to know, when life is past, the Lord we love is first and last, the end and the beginning! He will one day, oh, glorious grace, transport us to that happy place beyond all years and sinning! Amen! Amen! Come, Lord Jesus! Crown of gladness! We are yearning for the day of Your returning!

Read more here.

Chapel in the Old Latin School
German services on Sundays: 

Beichte und Absolution: 8:30
Heiliger Gottesdienst: 9:00
Taufunterricht: 10:00

Ukrainian (Byzantine rite): 11:00 

“God´s Word is our great heritage and shall be ours forever; to spread its light from age to age shall be our chief endeavor. Through life it guides our way, in death it is our stay. Lord, grant, while worlds endure, we keep its teachings pure throughout all generations.” (Nikolai Fredrik Severin Grundtvig (1783-1924)
Latest addition to our library – thanks to LCMS support

Thank You for good books! You can discover more in the Old Latin School and in the “Reformations-geschichtliche Forschungsbibliothek” with Dr. Caecilia-Désirée Hein. Remember: God´s Word and Luther´s teaching remain forever. (Verbum Dei manet in aeternum)

“Ziummer frei”
The ILSW´s mission is to help people grow in their knowledge of and appreciation for God´s blessings through the Reformation of the 16th century.

Our goal is to be a presence in the Lutherstadt Wittenberg that attracts students and visitors, promotes our confessional-Lutheran theology and open doors to witness and mercy work in the Wittenberg community and surrounding area.
Old Latin School with lights on in the chapel

Thank You for your support in Lutherstadt Wittenberg. 

Please make a one-time gift or recurring donation to promote the International Lutheran Society of Wittenberg (ILSW). 

  • Online to https://ilc-online.org/donate/   Select: Wittenberg Outreach. 
  • Donations by cheque to International Lutheran Council: P.O. Box 10149 Fort Wayne, Indiana 46850 USA. Memo line: Wittenberg Outreach
  • You may also use PayPal, ChargeStripe or EFT. The link to the International Lutheran Society of Wittenberg (ILSW) using IBAN DE05 8607 0024 0822 2135 00 & BIC (SWIFT) DEUTDEDBLEG.

Please do not send cheques to Germany as banks here do not accept those from the United States of America.

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Das 5. Gebot (Kl. Katechismus)

Das fünfte Gebot verdeutscht von Dr. Martin Luther im Kleinem Katechismus wie es für die evangelisch-lutherische Kirchen und Schulen des Königreichs Hannover (1862) im 3.Buch aufgeschrieben wurde und hier vorgelesen wird.

Hier vorgelesen und zu Dr. Martin Luther zum fünften Gebot im Großen Katechismus

Du sollt nicht toten zorniglich, nicht hassen, noch selbs rächen dich, Geduld haben und sanften Mut und auch dem Feind tun das Gut´. Kyrioleis.

Dr. Martin Luther, 1524.

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Nahe Dich meiner Seele und erlöse sie, erlöse mich um meiner Feinde willen. (Psalm 69,17-37)

Erhöre mich, HERR, denn Deine Güte ist tröstlich; wende Dich zu mir nach Deiner großen Barmherzigkeit und verbirg dein Angesicht nicht vor Deinem Knecht, denn mir ist angst; erhöre mich eilends. Nahe Dich meiner Seele und erlöse sie, erlöse mich um meiner Feinde willen. 

Du kennst meine Schmach, meine Schande und Scham; meine Widersacher sind Dir alle vor Augen. Die Schmach bricht mir mein Herz und macht mich krank. Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine. 

Sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken für meinen Durst. Ihr Tisch werde vor ihnen zur Falle, zur Vergeltung und zum Strick. Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht sehen, und ihre Hüften lass immerfort wanken. 

Gieß Deine Ungnade über sie aus, und Dein grimmiger Zorn ergreife sie. Ihre Wohnstatt soll verwüstet werden, und niemand wohne in ihren Zelten. Denn sie verfolgen, den Du geschlagen hast, und reden gern von dem Schmerz derer, die Du hart getroffen hast. Laß sie aus einer Schuld in die andre fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit. Tilge sie aus dem Buch des Lebens, dass sie nicht geschrieben stehen bei den Gerechten. 

Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, Deine Hilfe schütze mich! Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank. Das wird dem HERRN besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat. Die Elenden sehen es und freuen sich. Die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf! 

Denn der HERR hört die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht. Es lobe ihn Himmel und Erde, die Meere und alles, was sich darin regt. Denn Gott wird Zion helfen und die Städte Judas bauen, dass man dort wohne und sie besitze. Und die Kinder seiner Knechte werden sie erben, und die seinen Namen lieben, werden darin bleiben. 

Psalm 69,17-37

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.

Johannes 1,17

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Kommt und laßt uns Christum ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich laßt Euch hören wertes Volk der Christenheit.

Sünd und Hölle mag sich grämen Tod und Teufel mag sich schämen: Wir, die unser Heil annehmen werfen allen Kummer hin.

Sehet was hat Gott gegeben: Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud.

Seine Seel ist uns gewogen: Lieb und Gunst hat ihn gezogen uns die Satanas betrogen zu besuchen aus der Höh.

Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich.

Unser Kerker, da wir saßen und mit Sorgen ohne Maßen uns das Herze selbst abfraßen ist entzwei und wir sind frei.

O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken Dir, o Jesulein.

Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle Dich der Engel Heer erhöht.

Paul Gerhardt 1666 (LKG 105)

Fortlaufende Lese

Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und bewahrt sie, dass ihr danach tut! Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb. Nicht mit unsern Vätern hat der HERR diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle leben. Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet. Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, um euch des HERRN Wort zu verkündigen; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und gingt nicht auf den Berg.

Und er sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen.

Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 

5. Mose 5,1-11

Morgenlese

Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat seine Herrschaft angetreten!

Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben, sich zu kleiden in Seide, glänzend und rein. – Die Seide aber ist das gerechte Tun der Heiligen. 

Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes. 

Und ich fiel nieder zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein und deiner Brüder Mitknecht, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung. 

Offenbarung 19,6-10

Abendlese

Und Gott redete alle diese Worte: 

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!

Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 

Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 

Du sollst nicht töten. 

Du sollst nicht ehebrechen. 

Du sollst nicht stehlen. 

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

Und alles Volk sah den Donner und die Blitze und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Als sie aber solches sahen, flohen sie und blieben in der Ferne stehen und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben. 

Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, euch zu versuchen, damit ihr’s vor Augen habt, wie er zu fürchten sei, und ihr nicht sündigt. So stand das Volk von ferne, aber Mose nahte sich dem Dunkel, darinnen Gott war. 

2.Mose 20,1-21

Bekenntnislese Apologie IV,303-315

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Dr. Martin Luther über das fünfte Gebot

Lucas Cranach d.Ä (1472–1553): Die zehn Gebote (1516) heute im Wittenberger Lutherhaus

Dr. Martin Luther (1483-1546) hat im April 1529 den Großen Katechismus herausgebracht. Er wurde gut fünfzig Jahre später – wie der Kleine auch – ins Konkordienbuch (1580) übernommen. Professor Dr. Detlev Lehmann (* 20. Juni 1934 in Königsberg; † 15. Juli 1988 in Oberursel i.T.) hat den Großen Katechismus 1982 in heutiges Deutsch übersetzt.

Die Erklärung zum fünften Gebot hier nachzulesen:

Und hier vorgelesen:

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Was rühmst Du Dich der Bosheit, du Tyrann, da doch Gottes Güte noch täglich währt? (Psalm 52)

Was rühmst Du Dich der Bosheit, Du Tyrann, da doch Gottes Güte noch täglich währt? Deine Zunge trachtet nach Schaden wie ein scharfes Schermesser, du Betrüger! Du liebst das Böse mehr als das Gute und redest lieber Falsches als Rechtes. Sela. 

Du redest gern alles, was zum Verderben dient, mit falscher Zunge. Darum wird Dich auch Gott für immer zerstören, Dich zerschlagen und aus Deinem Zelte reißen und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. Sela. 

Und die Gerechten werden es sehen und sich fürchten und werden seiner lachen: »Siehe, das ist der Mann, der nicht Gott für seinen Trost hielt, sondern verließ sich auf seinen großen Reichtum und nahm Zuflucht bei seinem verderblichen Tun.« 

Ich aber werde bleiben wie ein grünender Ölbaum im Hause Gottes; ich verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewig. Ich danke Dir ewiglich, denn Du hast es getan. Ich will harren auf Deinen Namen vor Deinen Heiligen, denn er ist gut. 

Psalm 52. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, als Doëg, der Edomiter, kam und zeigte es Saul an und sprach: David ist in Ahimelechs Haus gekommen. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.

Johannes 1,17

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird Dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst Du in Gnaden nehmen an. Halleluja.

Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei kommst Du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu Dir kehr! Halleluja.

So faß ich Dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jammers frei. Du trägst den Zorn, Du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja.

Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich Dein Glied und Eigentum und will, soviel Dein Geist mir gibt, stets dienen Dir, wie Dir beliebt. Halleluja.

Ich will Dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort in Deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl: Halleluja.

Paul Gerhard 1653 (LKG 104,10-14)

Fortlaufende Lese

Wenn Du nun Kinder zeugst und Kindeskinder und ihr im Lande wohnt und versündigt Euch und macht Euch Bildnisse von irgendeiner Gestalt, sodass Ihr übel tut vor dem HERRN, Deinem Gott, und ihn erzürnt, so rufe ich heute Himmel und Erde zu Zeugen über Euch, dass Ihr bald weggerafft werdet aus dem Lande, in das Ihr geht über den Jordan, um es einzunehmen. Ihr werdet nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden. Und der HERR wird Euch zerstreuen unter die Völker, und es wird von Euch nur eine geringe Zahl übrig bleiben unter den Heiden, zu denen Euch der HERR wegführen wird. 

Dort werdet Ihr Göttern dienen, die das Werk von Menschenhänden sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hören noch essen noch riechen können. Ihr werdet dort den HERRN, Deinen Gott, suchen, und Du wirst ihn finden, so Du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst. Wenn Du geängstet sein wirst und Dich das alles treffen wird in künftigen Zeiten, so wirst Du Dich bekehren zu dem HERRN, Deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen. 

Denn der HERR, Dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird Dich nicht verlassen noch verderben, wird auch den Bund nicht vergessen, den er Deinen Vätern geschworen hat. Denn frage nach den früheren Zeiten, die vor Dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels zum andern, ob je so Großes geschehen oder desgleichen je gehört sei, daß ein Volk die Stimme Gottes aus dem Feuer hat reden hören, wie Du sie gehört hast, und dennoch am Leben blieb? Oder ob je ein Gott versucht hat, hinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem Volk herauszuholen durch Machtproben, durch Zeichen, durch Wunder, durch Krieg und mit starker Hand und ausgerecktem Arm und durch große Schrecken, wie das alles der HERR, Euer Gott, für Euch getan hat in Ägypten vor Deinen Augen? 

Du hast es sehen können, auf daß Du wissest, daß der HERR allein Gott ist und sonst keiner. Vom Himmel hat er Dich seine Stimme hören lassen, um Dich zurechtzubringen; und auf Erden hat er Dir gezeigt sein großes Feuer, und seine Worte hast Du aus dem Feuer gehört. Weil er Deine Väter geliebt und ihre Nachkommen erwählt hat, hat er Dich aus Ägypten herausgeführt mit seinem Angesicht durch seine große Kraft, damit er vor Dir her Völker vertriebe, die größer und stärker sind als Du, und Dich hineinbrächte, um Dir ihr Land zum Erbteil zu geben, wie es jetzt ist. 

So sollst Du nun heute wissen und zu Herzen nehmen, daß der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und sonst keiner, und sollst halten seine Rechte und Gebote, die ich Dir heute gebiete; so wird’s Dir und Deinen Kindern nach Dir wohlgehen und Dein Leben lange währen in dem Lande, das Dir der HERR, Dein Gott, gibt für immer.

5. Mose 4,25-40

Morgenlese

Denn Ihr seid nicht zu etwas gekommen, das man anrühren konnte und das mit Feuer brannte, nicht zu Dunkelheit und Finsternis und Ungewitter und nicht zum Schall der Posaune und zum Klang der Worte. Die das hörten, baten, daß ihnen kein Wort mehr gesagt würde; denn sie konnten’s nicht ertragen, was da gesagt wurde: »Und auch wenn ein Tier den Berg anrührt, soll es gesteinigt werden.« Und so schrecklich war die Erscheinung, dass Mose sprach: »Ich bin erschrocken und zittere.« 

Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln und zur Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut. Seht zu, daß Ihr den nicht abweist, der da redet.

Denn wenn jene nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden den Willen Gottes verkündete, wie viel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom Himmel her redet. Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht: »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.« 

Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, daß das, was erschüttert wird, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, auf dass bleibe, was nicht erschüttert wird. Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. 

Hebräer 12,18-29

Abendlese

Seid niemandem etwas schuldig, außer daß Ihr Euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; Du sollst nicht töten; Du sollst nicht stehlen; Du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: »Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst.« Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Römer 13,8-10 

Bekenntnislese Apologie IV,291-302

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe ich dahinfahre und nicht mehr bin. (Psalm 39)

Ich habe mir vorgenommen: Ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinem Mund einen Zaum anlegen, solange ich den Frevler vor mir sehen muß. Ich bin verstummt und still und schweige fern der Freude und muß mein Leid in mich fressen. Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe; wenn ich seufze, brennt es wie Feuer. So rede ich mit meiner Zunge: »HERR, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei Dir, und mein Leben ist wie nichts vor Dir. Ach, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela. 

Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird.« Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf Dich. Errette mich von aller meiner Sünde und laß mich nicht den Narren zum Spott werden. Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; denn Du hast es getan. Wende Deine Plage von mir; ich vergehe, weil Deine Hand nach mir greift. Wenn Du den Menschen züchtigst um der Sünde willen, so verzehrst Du seine Schönheit wie Motten ein Kleid. Ach, wie gar nichts sind doch alle Menschen. Sela. 

Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen; denn ich bin ein Gast bei Dir, ein Fremdling wie alle meine Väter. Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe ich dahinfahre und nicht mehr bin.

Psalm 39. Ein Psalm Davids, vorzusingen, für Jedutun.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.

Johannes 1,17

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Nun bist Du hier, da liegest Du, hältst in dem Kripplein Deine Ruh; bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja.

Du kehrst in fremde Hausung ein, und sind doch alle Himmel Dein; trinkst Milch aus Deiner Mutter Brust und bist doch selbst der Engel Lust. Halleluja.

Du hast dem Meer sein Ziel gesteckt und wirst mit Windeln zugedeckt; bist Gott und liegst auf Heu und Stroh, wirst Mensch und bist doch A und O. Halleluja.

Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid; bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findet ihn nicht. Halleluja.

Ich aber, Dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich Dich gerne lieben will. Halleluja.

Der Will is da, die Kraft ist klein; doch wird Dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst Du in Gnaden nehmen an. Halleluja.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 104,5-10)

Fortlaufende Lese

So hütet euch um eures Lebens willen – denn ihr habt keine Gestalt gesehen an dem Tage, da der HERR mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb –, dass ihr euch nicht versündigt und euch irgendein Bildnis macht, das gleich sei einem Mann oder einer Frau, einem Tier auf dem Land oder Vogel unter dem Himmel, dem Gewürm auf der Erde oder einem Fisch im Wasser unter der Erde. Hebe auch nicht deine Augen auf zum Himmel, dass du die Sonne sehest und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest denen, die der HERR, dein Gott, zugewiesen hat allen Völkern unter dem ganzen Himmel. 

Euch aber hat der HERR angenommen und aus dem Schmelzofen, nämlich aus Ägypten, geführt, dass ihr sein Erbvolk sein sollt, wie ihr es jetzt seid. Und der HERR war so erzürnt über mich um eures Tuns willen, dass er schwor, ich sollte nicht über den Jordan gehen noch in das gute Land kommen, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbteil geben wird, sondern ich muss in diesem Lande sterben und werde nicht über den Jordan gehen. Ihr aber werdet hinübergehen und dies gute Land einnehmen. 

So hütet euch nun, dass ihr den Bund des HERRN, eures Gottes, nicht vergesst, den er mit euch geschlossen hat, und nicht ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt, wie es der HERR, dein Gott, geboten hat. Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.

5. Mose 4,15-24

Morgenlese

Und er ging abermals in die Synagoge. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie gaben acht, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten. Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: Steh auf und tritt in die Mitte! 

Und er sprach zu ihnen: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes tun oder Böses tun, Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen still. Und er sah sie ringsum an mit Zorn, betrübt über ihr erstarrtes Herz, und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und seine Hand wurde wieder gesund. 

Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten alsbald Rat über ihn mit den Anhängern des Herodes, dass sie ihn umbrächten.

Markus 3,1-6

Abendlese

Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst. 

Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 5 und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder. Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem Vater der Geister, damit wir leben? Denn jene haben uns gezüchtigt wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, auf dass wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen. Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude, sondern Schmerz zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit. 

Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen, dass nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, und seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie verunreinigt werden; dass nicht jemand sei ein Hurer oder Gottloser wie Esau, der um der einen Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte. Ihr wisst ja, dass er hernach, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte. 

Hebräer 12,1-17

Bekenntnislese Apologie IV,281-290 (160-169)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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P. Wilhelm Löhe predigt am 2. Sonntag nach dem hohen Erscheinungsfest (Johannes 2,1-11: Hochzeit zu Kana)

“Hochzeit zu Kana” im Hallstätter Marienaltar (1510–20 in der Werkstatt von Leonhard Astl)

Pastor Johann Konrad Wilhelm Löhe (* 21. Februar 1808 in Fürth; † 2. Januar 1872 in Neuendettelsau) predigte am zweiten Sonntag nach dem hohen Erscheinungsfest (Epiphanias) über das heilige Evangelium unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus, wie er mit seinen Jüngern und heiligen Mutter Maria an der Hochzeit zu Kana teilnahm. Das tut er sein erstes Wunder und das hat der heilige Evangelist Sankt Johannes 2,1-11 berichtet. Hier die Predigt zum nachlesen:

Und hier vorgelesen:

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HERR, der König freut sich in deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über deine Hilfe! (Psalm 21)

Unterlinden Museum (Colmar)

HERR, der König freut sich in Deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über Deine Hilfe! Du erfüllst ihm seines Herzens Wunsch und verweigerst nicht, was sein Mund bittet. Sela. 

Denn Du überschüttest ihn mit gutem Segen, Du setzest eine goldene Krone auf sein Haupt. Er bittet Dich um Leben; Du gibst es ihm, langes Leben immer und ewiglich. Er hat große Herrlichkeit durch deine Hilfe; Pracht und Hoheit legst du auf ihn. Denn Du setzest ihn zum Segen ewiglich, Du erfreust ihn mit Freude vor Deinem Antlitz. Denn der König hofft auf den HERRN und wird durch die Güte des Höchsten nicht wanken. 

Deine Hand wird finden alle deine Feinde, deine Rechte wird finden, die dich hassen. Du lässt sie glühen wie einen Feuerofen, wenn du erscheinst. Der HERR wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen. Ihre Nachkommen wirst du tilgen vom Erdboden und ihre Kinder aus der Zahl der Menschen. Denn sie gedachten, dir Übles zu tun, und planten Ränke, die sie nicht ausführen konnten. Denn Du wirst machen, dass sie den Rücken kehren; mit Deinem Bogen wirst Du auf ihr Antlitz zielen. 

HERR, erhebe Dich in Deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht. 

Psalm 21. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.

Johannes 1,17

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wir singen Dir, Immanuel, Du Lebensfürst und Gnadenquell, Du Himmelsblum und Morgenstern, Du Jungfraunsohn, Herr aller Herrn. Halleluja.

Wir singen Dir mit Deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß Du, o lang gewünschter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja.

Vom Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach Dir gewacht; Dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. Halleluja.

“Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein! Halleluja.

Nun bist Du hier, da liegest Du, hältst in dem Kripplein Deine Ruh; bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 104,1-5)

Fortlaufende Lese

Und nun höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie tun sollt, auf dass ihr lebt und hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, der Gott eurer Väter, gibt. Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete. Eure Augen haben gesehen, was der HERR getan hat bei Baal-Peor[1]; denn jeden, der dem Baal-Peor folgte, hat der HERR, dein Gott, vertilgt aus eurer Mitte. Aber ihr, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, lebt alle heute noch. Sieh, ich habe euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der HERR, mein Gott, geboten hat, dass ihr danach tun sollt im Lande, in das ihr kommen werdet, um es einzunehmen. So haltet sie nun und tut sie! Denn darin zeigt sich den Völkern eure Weisheit und euer Verstand. Wenn sie alle diese Gebote hören werden, dann müssen sie sagen: Was für weise und verständige Leute sind das, ein herrliches Volk! 

Denn wo ist so ein herrliches Volk, dem Götter so nahe sind wie uns der HERR, unser Gott, sooft wir ihn anrufen? Und wo ist so ein großes Volk, das so gerechte Ordnungen und Gebote hat wie dies ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, standest an dem Berge Horeb, als der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hören lasse und sie mich fürchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden und ihre Kinder lehren. Da tratet ihr herzu und standet unten an dem Berge; der Berg aber stand in Flammen bis in den Himmel hinein, und da war Finsternis, Wolken und Dunkel. Und der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Den Klang der Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme war da. Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu halten, nämlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. Und der HERR gebot mir zur selben Zeit, euch Gebote und Rechte zu lehren, dass ihr danach tun sollt in dem Lande, in das ihr zieht, es einzunehmen.

5. Mose 4,1-14

Morgenlese

Und die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten viel. Und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, aber deine Jünger fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen ist; dann werden sie fasten, an jenem Tage. Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid; sonst reißt der neue Lappen vom alten ab und der Riss wird ärger. Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche. 

Markus 2,18-22

Abendlese

Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?

Dieser ist’s, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist’s, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die das bezeugen: 8 der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein. 9 Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn. 10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn. 11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes. Und das ist die Zuversicht, mit der wir vor ihm reden: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. 

1.Johannes 5,5-14

Bekenntnislese Apologie IV,270-280 (149-159)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

+ Friede sei mit Euch +

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Das 4. Gebot (Kl. Katechismus)

Das 4. Gebot aus Dr. Martin Luthers Enchiridion (Der Kl.Katechismus) 1531.

Das vierte Gebot verdeutscht von Dr. Martin Luther im Kleinem Katechismus wie es für die evangelisch-lutherische Kirchen und Schulen des Königreichs Hannover (1862) im 3.Buch aufgeschrieben wurde und hier vorgelesen wird.


Hier vorgelesen: https://youtu.be/yBiFaxsBLVU?si=m2M_oguVPN8ywZ6U

Hier Dr. Martin Luther zum 4. Gebot im Großen Katechismus: https://kwaweber.org/2026/01/17/dr-martin-luther-uber-das-4-gebot/

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Dr. Martin Luther über das 4. Gebot

Lucas Cranach d.Ä (1472–1553): Die zehn Gebote (1516) heute im Wittenberger Lutherhaus

Dr. Martin Luther (1483-1546) hat im April 1529 den Großen Katechismus herausgebracht. Er wurde gut fünfzig Jahre später – wie der Kleine auch – ins Konkordienbuch (1580) übernommen. Professor Dr. Detlev Lehmann (* 20. Juni 1934 in Königsberg; † 15. Juli 1988 in Oberursel i.T.) hat den Großen Katechismus 1982 in heutiges Deutsch übersetzt.

Die Erklärung zum vierten Gebot hier nachzulesen:

Hier die Fassung von Lehmann vorgelesen:

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