Nicht mehr wie frueher…

Ein Kind fliegt davon

Es ist unsere Welt – und ist doch eine andere. Blickwinkel von aussen auf unsere Welt sagen viel aus, auch ueber den Beobachter – aber dennoch ist es erhellend, wie andere uns, unser Reden und unsere Welt beobachten. Hier ein Artikel aus den deutschen “Zeitzeichen” ueber “deutsche Suedafrikaner und unsere Welt”. Tolle lege!

Nicht mehr wie früher

Vom Tauschen und Verwandeln in Südafrikas Städten und der Provinz

Tanja Jeschke

Sie wollte ihrer Adoptivtochter Marulla das Land ihrer Herkunft zeigen. Deshalb reiste die Schriftstellerin Tanja Jeschke gemeinsam mit ihrer Familie nach Südafrika. Sie traf auf Menschen, die die Welt noch immer in Schwarz und Weiß einteilen und doch versuchen, sich der veränderten Lage anzupassen.

"Nicht jeder macht den Wandel mit." – Ladenlokal in KwaZulu-Natal. Fotos: Tanja Jeschke

“Nicht jeder macht den Wandel mit.” – Ladenlokal in KwaZulu-Natal. Fotos: Tanja Jeschke

Im 19. Jahrhundert wurden Missionare von verschiedenen Missionsgesellschaften in ferne Länder geschickt, damit sie den Menschen dort beibrachten, wie man seinen Gott wechselt und den Glauben austauscht: den falschen Gott des Heidentums gegen den wahren Gott der Bibel. Die Missionare selbst tauschten das seit Generationen eingeübte Leben in ihrer Heimat ein gegen ein neues Leben unter völlig fremden Bedingungen. Ein abenteuerlustiger und in tiefer Frömmigkeit gewagter Totalwechsel der Existenz war das, ein “Glaubenswagnis”, oft begleitet von starkem Heimweh, denn ihr Vaterland blieb unerreichbar, der Tausch war endgültig, es gab nur Briefe, ein paar Fotos.

Hermann Hesse, der große Lobpreiser der Wandlung, dessen 50. Todestag in diesem Jahr begangen wurde, ist Spross einer solchen Missionarsfamilie, sein Vater hatte Süddeutschland gegen Indien getauscht.

Mein eigener Vater entstammt der Familie eines Afrika-Missionars. Der norddeutsche Erweckungsprediger Louis Harms hatte ihn um 1860 dazu bekehrt, Beruf und Kontinent zu wechseln: Missionar statt Schneider, Zululand statt Lüneburger Heide.

Hermann Hesses Schwester hieß Marulla, ebenso wie unsere Tochter, die wir 2004 in Johannesburg adoptierten. Und weil wir Marulla ihr Geburtsland zeigen wollten, die afrikanischen Orte, an denen ihre Vorfahren gewirkt und gelebt haben – die einen als Missionare, die anderen als Missionierte – tauschten wir unser kostbarstes Hochzeitsgeschenk ein gegen Flugtickets nach Südafrika: Ein Original-Aquarell, das Hermann Hesse an Karfreitag 1945 gemalt und meinen Großeltern Elisabeth und Albrecht Goes geschenkt hatte. Es ließ sich in genug bare Münze verwandeln, so dass wir im August 2012 in Johannesburg auf dem Oliver R. Tambo International Airport landeten, dessen alter Name Jan Smuts dem politischen Wandel zum Opfer gefallen ist.

Die Farben der Haut

Was bleibt übrig von der alten Haut, wenn sie die Bedeutung ihrer Farbe verloren hat? Wie können Menschen aus ihrer Haut heraus? Schon bei unserer Ankunft wird eins klar: Noch immer sind es die Farben der Haut, die die Geschichten dieses Landes schreiben.

“Heute Nachmittag kommt Angelina”, erzählt uns meine Tante, als wir beim Infostand am Flughafen auf den Mann warten, der uns den Mietwagen liefern soll. “Angelina ist als Kind früher oft zu meiner Mutter gekommen. Meine Mutter hat ihr die Schulbücher bezahlt.” Jetzt ist klar, dass Angelina schwarz ist. “Ihre Eltern waren Trinker. Meine Mutter hat sich damals um sie gekümmert. Sie lebt jetzt hier in Pretoria und hat ein Pflegekind, dessen Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Das Pflegekind hat heute Geburtstag. Meine Töchter und ich richten für Angelina und das Mädchen immer die Geburtstage aus.”

Diese Geschichte handelt von der ehemaligen Apartheid und ihren Auswirkungen bis heute. Sie spielt auf dem Oliver Tambo Airport und zeigt, wie die weißen Geburtstagstischdeckerinnen bei der schwarzen Angelina etwas gut machen wollen.

Denn das Gewissen beißt zu, das Bewusstsein, für das Leben der Schwarzen auf eine bestimmte schuldhafte Weise verantwortlich zu sein. Hört zu, so löffeln wir unsere Suppe aus.

Kindliches Bevorzugtsein

Wir warten immer noch auf unseren Mietwagenmann. Irgendwie kommt meine Tante jetzt auf ihren Gärtner zu sprechen. “Er kriegt jedes Mal auch zu essen von mir”, sagt sie. Wir nicken. Es ist also wieder ein Schwarzer von dem sie erzählt. “Sie sind ja jetzt verwöhnt”, fügt sie dann hinzu. In einem beinahe liebevollen Ton. Verwöhnt wie ein Kind, um das man sich eben zu kümmern hat.

Sie – das sind immer die Schwarzen. Die früher nicht so verwöhnt waren, als sie nicht das hatten, was für die Weißen selbstverständlich war. Als die Weißen noch die Verwöhnten waren, mit Swimmingpool, billigen Arbeitskräften, großen Häusern.

Jetzt, wo auch die Schwarzen dran sind, vermissen viele Weiße das Gefühl kindlichen Bevorzugtseins. Sie müssen plötzlich teilen mit Geschwistern. Aber wer sind die Eltern?

“Er arbeitet. Und dann bleibt er solange sitzen, bis das Essen kommt. Eher geht er nicht.” Und nach einer kleinen bedeutsamen Pause sagt sie plötzlich: “Er ist ein guter Mann.”

Eine Art Rechtfertigung?

Vielleicht will sie sich beschwichtigen, ihren elterlichen Ärger über seinen Anspruch damit besänftigen, dass es sich immerhin um einen guten Mann handelt, der von ihr Essen will. Wir dürfen ihn nicht schlecht finden, denn er ist schwarz.

Jetzt kommt er endlich, unser Mann. Ziemlich zu spät. Ein Schwarzer. Über seinem Erscheinen schwebt ein Klischee: Schwarze haben eben ein anderes Zeitgefühl. Er kommt zu spät, denn er ist schwarz.

Er ist schmächtig, trägt eine Kappe. Ich mache meiner Tante gegenüber eine Bemerkung auf Deutsch, spreche von “dem Mann”, meine Tante korrigiert sofort: “Du meinst den Schwarzen.” Ich verstumme irritiert, dann sagt sie: “Er sieht freundlich aus.”

Eine Art Rechtfertigung? Wieder ist ein Tausch geschehen: Die Hautfarbe und das freundliche Aussehen haben die Plätze gewechselt. Früher sah der Mann vielleicht freundlich aus, war aber schwarz. Heute handelt es sich um einen Menschen, dessen Freundlichkeit seine “Hautfarbe wett macht”. Seine Freundlichkeit muss für wichtiger befunden werden. Etwas anderes zu denken ist abgeschafft worden. Die Tauschbemühung ist aufrichtig. Meine Tante ist bereit, den Mann ganz zu akzeptieren. Aber dafür muss sie ihn rechtfertigen. Wir fahren durch Johannesburg, über uns ein knallblauer Himmel, das Sonnenlicht brilliert wie tausend Diamanten. An der Ampel tanzt einer einen flotten Step, mitten auf der Kreuzung. Am Feldrand der Autobahn in Richtung Pretoria gehen Menschen entlang. Selbstverständlich sind sie schwarz, sie gehen geduldig und zügig zugleich. Vermutlich haben sie noch einen weiten Weg vor sich.

Verlassene Kammer

Meine Tante wohnt mit ihrer Familie in einem langgestreckten Bungalow in einem der Wohnviertel Pretorias, durch die abends die Autos der gut bewaffneten Security fahren. Eine prächtige Palme steht neben dem Swimmingpool im großen Garten. Hinter der Garage auf dem Hof befindet sich ein kleiner Anbau. Hier hat bis vor kurzem noch Franzina gewohnt, die fast dreißig Jahre im Haus geholfen hat. Sie ist jetzt zu ihren Kindern nach Mamelodi gezogen, in das Township im Osten Pretorias. Die Tür zu ihrer verlassenen Kammer steht offen. Ich werfe einen Blick hinein. Hier ist nur Platz für ein Bett. Das Waschbecken so groß wie ein Hochglanzmagazin, das Klo in einem winzigen Gang dahinter. Am Fenster verblasste Vorhänge, ein paar Kartons stehen herum. An der Wand lehnt eine alte Matratze.

Als ich vor zwanzig Jahren hier war, hat Franzina noch das Abendessen gemacht. Jetzt steht meine Tante selbst am Herd. Ein Rollenwechsel. Macht sie jetzt alles allein, frage ich mich, oder hat sie wie früher noch Hilfen außer dem Gärtner? Doch, ab und zu kommt Anna, eine freundliche Schwarze mit einem Kopftuch und einem langen Rock. Sie gibt mir die Hand und stellt sich vor: “I am Anna. Where is Traudl?”

Traudl ist der Vorname meiner Tante. Franzina hat sie nie beim Vornamen genannt, dreißig Jahre nicht.

Warten auf Adoptiveltern: Kinder im Heim „The Love of Christ Ministries“.

Warten auf Adoptiveltern: Kinder im Heim „The Love of Christ Ministries“.

Marullas Kinderheim liegt südlich von Johannesburg auf dem Land. Überall brennt das Gras nieder, um die Erde wieder fruchtbar zu machen. Kohlschwarze Flächen zwischen rotgelben Feldern, Eukalyptusbäume, Blechhütten. Unser Auto ruckelt über den steinigen Feldweg, an Stacheldrähten entlang, und da ist das Schild: tlc – The Love of Christ Ministries. Das Heim, das 1993 von Thea Jarvis gegründet wurde, ist ein “Glaubenswagnis”: Es lebt von Spenden. Der Staat gibt keinen Pfennig für diese Kinder, von denen die meisten aus dem Baragwanath Hospital, dem drittgrößten der Welt, hierher gebracht werden. Denn wohin sonst mit ihnen? Die meisten haben niemanden. Sie lagen einfach da, auf dem Feld, in öffentlichen Toiletten, Mülleimern. Oder wurden nach der Entbindung im Hospital zurückgelassen. Jetzt werden sie hier von jugendlichen Freiwilligen aus aller Welt versorgt und warten auf Adoptiveltern aus Dänemark, Holland und Österreich. Deutschland ist inzwischen nicht mehr dabei.

Thea Jarvis hat fünf leibliche Kinder und neunzehn adoptiert. Die beiden Söhne, die sie vor zwanzig Jahren als elende Würmchen aus einem Hospital einfach mit nach Hause genommen hat, sind inzwischen exzellente Studenten der Jura und Soziologie. Der Wechsel der Existenz – ihnen ist er gelungen.

“Nutze es”

An der Tür zu den Neugeborenen hängt ein Zettel: “Nimm, was immer Du brauchst und nutze es!” Und darunter eine Auswahl zum Abreißen und Mitnehmen: Geduld, Vergebung, Mitleid, Liebe, Gnade … Die guten Eigenschaften stehen jedem zur Verfügung, bitte schön, man muss sich ihrer nur bedienen.

Auch in den Gemeinschaftsräumen hängen Tafeln mit Bibelworten, Aufzählungen von christlichen Tugenden. Wie auf einem Schaubild für das Management einer Firma sind sie in Kästen und Kreisen einander zugeordnet – damit die Mitarbeiter vor Augen haben, worum es hier geht, und sich dabei immer wieder ihrer eigenen Motivation versichern können.

“Diese gewaltige Aufgabe”, erklärt uns Thea Jarvis, “lässt sich nur bewältigen durch die radikale Unterordnung unter christliche Werte in Bezug auf alles: auf Finanzen, persönlichen Besitz, Zeit, Beziehungen. Anders geht es immer auf Kosten der Kinder.” Ihr Ehemann hat sie vor Jahren wegen einer jungen Volontärin verlassen. Die Last der Verantwortung trägt sie jetzt gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Pippa und Joana. Auch Joanas Mann hat die Flucht ergriffen.

Omo und Zahnpasta

Denn nicht jeder macht den Wandel mit. Am deutlichsten wird das auf dem Land in der Provinz KwaZulu-Natal, rund um Paulpietersburg. Hier stehen noch die uralten Stores: dunkle, altmodische Läden des Landhandels, seit hundert Jahren unverändert. Im Geschäft von Braunschweig, einer kleinen deutschen Gemeinde, ragen sogar noch die Holzregale zur Decke, die mein Urgroßvater getischlert hat. Und noch immer gibt es zwei getrennte Eingänge zu zwei getrennten Ladenräumen: einen für die Weißen, einen für die Schwarzen. Das scheint hier niemanden zu stören, es wurde einfach nur nicht geändert. Die Waren sind in beiden dieselben: Omo-Waschmittel, Zahnpasta, Seife, Bonbons, Maismehl, Chips, Werkzeug. Und ganz wichtig draußen die einzige Zapfsäule, an der die Farmer der Gegend tanken. Sie steht dort seit siebzig Jahren.

Mitten in der Pampa bei Lüneburg stoßen wir auf eine deutsche Fleischerei. Das Geschäft boomt. Die Deutschen fahren meilenweit von überall her, um hier ihr Grillfleisch zu holen. Die Frau an der Kasse heißt Gudrun und duzt uns. Verwandt sind die Deutschen hier sowieso alle irgendwie.

Weißer und schwarzer Stein

Auf dem Friedhof von Elandskraal liegt sie begraben, die Familie des Missionars. “Umfundisi wetu” steht auf seinem Grabkreuz: Unser lieber Lehrer. Er predigte in zwei Kirchen, in einer für die Weißen und in einer für die Schwarzen. Die für die Weißen war aus weißem Stein, die für die Schwarzen aus schwarzem. Solcher Absurdität muss Marulla jetzt nicht mehr begegnen. Zu zeigen, wie scharf das Messer der Apartheid gewesen ist, vermag allein die Sprache. Eine Farmersfrau, bei der wir wegen einer Übernachtung anfragen, hat mitbekommen, dass Marulla adoptiert und schwarz ist. “Das macht nichts”, sagt sie, “sie kann trotzdem hier schlafen.”

Die Nachfahren des Umfundisi haben berufliche Häutungen vollzogen. Mein Onkel F. war vor der Wende in Südafrika 1994 wohlhabender Besitzer einer Bekleidungsfirma. Seither versucht er es mit dem Geigenbau, und samstags backt er Kuchen vor einem Shopping Center. Mein Onkel B. arbeitete als Deutschlehrer, fuhr dann aber zeitweise noch mit dem Lieferwagen über Land, um Hundefutter zu verkaufen, weil das Geld nicht langte.

Hochdynamisch ist dieses Südafrika und auf geradezu explosive Weise unkonventionell. Das mag auch daran liegen, dass Schwarze sich nicht uniformieren lassen. Natürlich tragen auch sie Uniformen, zum Beispiel als Sicherheits- oder Bankangestellte. Aber das hindert sie nicht daran, in ihrer Mittagspause ausgestreckt auf einem Grasstück an einer Kreuzung zu schlafen, mit weit geöffneten Armen, während um sie herum der Verkehr braust.

Pfannkuchen und Abendkleider

Wer zur Veränderung bereit ist, wird kreativ. Wie die Frau in Paulpietersburg, in deren Haus wir durch ein Schild am Gartenzaun gelockt werden: Pfannkuchen. Aber auch Abendkleider, Blusen, Seidenschals kann man bei ihr erstehen, selbstgeschneidert hängen sie neben unserem Tisch an den Ständern, von Fett-Schwaden durchzogen.

Als wir beim Abschied schon draußen beim Auto stehen, kommt meine Tante aufgebracht herausgelaufen. “Warum habt ihr eure Betten nicht abgezogen? Das macht die Anna nicht! Sie ist dafür nicht zuständig. Es ist hier nicht mehr so wie früher. Die Schwarzen machen nicht mehr alles.”

Da bricht es aus ihr heraus, das heiße Eisen dieses ständig gegenwärtigen Themas. “Und mein Bruder ist unmöglich”, faucht sie. “Er lässt seine Schwarze immer noch die Koffer zum Auto tragen!” Das ist es, was sie uns sagen will: Hier hat sich alles verändert. Habt ihr das gemerkt?

Tanja Jeschke: Ein Kind fliegt davon. Roman. Horlemann Verlag, Berlin 2011, 222 Seiten, Euro 19,80.

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Losung und Lehrtext für Dienstag, den 4. Dezember 2012

bibelLosung und Lehrtext für Dienstag, den 4. Dezember 2012

Wenn du auf das Wort des HERRN, deines Gottes, hörst: Gesegnet bist du in der Stadt und gesegnet auf dem Felde. (5.Mose 28,2-3)

Jesus sprach: Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren. 
(Lukas 11:28)

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Reformation Anniversary 2017

500-jahre-reformation-luther-2017There’s a lot of preparation going on for 2017. Just look at the impressive itinerary from the EKD: perspectives_for_the_reformation_jubilee_2017__0

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“Jerusalemer Bibel”

Alt-Bischof Schoene (SELK)

Die neue Bibel und Bischof Schoene (SELK)

Bild-Zeitung und EKD präsentieren Jerusalem-Bibel
SELK-Bischof i.R. Dr. Schöne begleitete das Projekt

Wittenberg, 3.12.2012 – idea/inn/selk – Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), hat zum Studium der Lutherbibel ermutigt. Sie gehöre in jede Hand und sollte täglich gelesen werden. Wer aus der Bibel seine Kraft ziehe, sei im Alltag gut bewahrt, sagte der Katholik am 3. Dezember bei einer Feier in der Schlosskirche der Lutherstadt Wittenberg. Dazu eingeladen hatten die Bild-Zeitung und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Anlass war die Vorstellung der im Quadriga-Verlag (Berlin) erschienenen „Jerusalem-Bibel“ in der Übersetzung Martin Luthers (1483-1546). Die drei Kilo schwere Ausgabe mit Leinenband und geschnitztem Jerusalem-Kreuz ist illustriert mit Lithographien des englischen Zeichners David Roberts, der das Heilige Land im 19. Jahrhundert bereiste. Sie kostet 49,90 Euro. Seit 2004 hat die Bild-Zeitung bereits die Volksbibel, die Goldbibel, die Immendorf-Bibel und eine Benedikt-Bibel herausgegeben und damit etwa eine Million Exemplare verkauft. Der stellvertretende Chefredakteur, Alfred Draxler (Berlin), erklärte, mit den Veröffentlichungen wolle der Axel-Springer-Verlag keinen Gewinn erzielen, sondern zur Verbreitung christlicher Werte beitragen.

Der Vizepräsident des Kirchenamts der EKD, Dr. Thies Gundlach (Hannover), erinnerte daran, dass zahlreiche geflügelte Worte auf die Lutherbibel zurückgehen. Viele Menschen benutzten Redewendungen wie „auf Herz und Nieren prüfen“, „die Hände in Unschuld waschen“ oder „Perlen vor die Säue werfen“, ohne zu wissen, dass sie aus der Bibel stammen. Zwar freue er sich über neue Bibelübersetzungen, so Gundlach, „aber die Lutherbibel – das ist das Original!“ Sie sei ein einzigartiges Premiumprodukt, das an Sprachkraft und Bildreichtum kaum zu überbieten sei. Der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Bischof Munib A. Younan (Jerusalem), rief dazu auf, die Bibel ins Zentrum von Kirche und Gesellschaft zu rücken. Sie trage zu Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung bei. Der Palästinenser Younan bat ferner darum, für Frieden im Nahen Osten zu beten.

Der emeritierte Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Dr. Jobst Schöne, D.D. (Berlin), der das Projekt fördernd begleitet hatte, erinnerte an das christliche Engagement des Verlegers Axel Springer. Im Laufe seines Lebens habe er sich zu einem überzeugten Christen und Bewunderer des Heiligen Landes entwickelt. Das größte Übel der Menschheit sei seine Entfremdung von Gott, habe er 1979 gesagt. Schöne wies darauf hin, dass die vollständige Bibelübersetzung Martin Luthers bei ihrem erstmaligen Erscheinen im Jahr 1534 ein Vermögen gekostet habe. Sie habe damals „den Gegenwert eines zentnerschweren Schweines oder von 17 fetten Gänsen“ gehabt. Dagegen sei der Kauf einer Bibel heute zum Schnäppchen-Preis möglich. Luthers Übersetzung vereine unvergleichliche Sprachgewalt und Nähe zum Urtext. Er wünsche sich, dass die Luther-Übersetzung für alle deutschsprachigen Christen zum „einigenden Band“ werde – auch für Katholiken.
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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK – Gesamtkirche /
selk_news werden herausgegeben von der Kirchenleitung
der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK),
Schopenhauerstraße 7, 30625 Hannover,
Tel.             +49-511-557808       – Fax +49-511-551588,
E-Mail selk@selk.de
—> Informationen aus Kirche und Gemeinden in Wort und Bild
auch unter „SELK-Aktuell“ auf http://www.selk.de

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Obituary for Prof. Jakes Gerwel

Jakes GerwelLuister na die huldeblyk wat Antjie Krog Donderdagoggend op Monitor (RSG) oor Prof. Jakes Gerwel gelewer het: Krog’s obituary for Gerwel

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Losung und Lehrtext für Montag, den 3. Dezember 2012

Türklopfer am Portal von St. Gereon

Türklopfer am Portal von St. Gereon

Losung und Lehrtext für Montag, den 3. Dezember 2012

Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich. (Psalm 25,5)

Christus spricht: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. (Lukas 11,9)

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Losung und Lehrtext für Sonntag, den 2. Dezember 2012

holzrelief_horn_einzug_jesu_in_jerusalem_340x197Losung und Lehrtext für Sonntag, den 2. Dezember 2012

Erkennet, dass der HERR Gott ist!
(Psalm 100,3)

Die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! (Markus 11,9)

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Losung und Lehrtext für Samstag, den 1. Dezember 2012

David_and_JonathanLosung und Lehrtext für Samstag, den 1. Dezember 2012

Jonathan ging hin zu David und stärkte sein Vertrauen auf Gott. (1.Samuel 23,16)

Ermahnt euch untereinander und einer erbaue den andern. (1.Thessalonicher 5,11)

It’s what our confessions call “mutuum colloquium et consolationem fratrum, Mt.18: Ubi duo fuerint congrgati” etc.” (through the mutual conversation and consolation of brothers and sisters. Matthew 18[:20]: “Where two or three are gathered . . .”) and belongs to the wonderful gifts of the gospel. Thank God for it! 

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LTS News

Luther Rose

 

Thanks to the editor Dr. Carl Rockrohr (LCMS World Mission) you can read the latest updates on the Lutheran Theological Seminary in Tshwane in the fifth and final edition for the year 2012: LTS News 2012,5

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INTERNATIONAL DAY OF PERSONS WITH DISABILITIES

koerperliche_behinderungINTERNATIONAL DAY OF PERSONS WITH DISABILITIES – CONSIDERING THE ODDS 

Adv Jacques du Preez, FW de Klerk Foundation

Monday, 3 December 2012, is International Day of Persons with Disabilities. The day is set aside to commemorate the achievements of people with disabilities and is aimed at promoting better understanding of disability issues and mobilising support for the dignity, rights and well-being of disabled people.

Today, an estimated 500 million people in the world are disabled as a result of some form of mental, physical or sensory impairment. In South Africa almost three million people live with various forms of disability. According to Statistics SA, the prevalence of sight disability is the highest (32%), followed by physical disability (30%), hearing disability (20%), emotional disability (16%), intellectual disability (12%) and communication disability (7%).

Despite these challenges, the courageous feats of people living with disabilities are inspiring.

Imagine writing a book where one’s mental state is perfectly normal and stable, but your whole body is paralyzed from head to toe. This was the case for Jean-Dominique Bauby, a famous French journalist and author. In 1995 he suffered coronary heart failure that left him in a coma. Subsequent to coming out of the coma he was diagnosed with a rare neurological disorder called locked-in syndrome and could move only his left eyelid. Yet, despite his condition, he wrote a book titled The Diving Bell and the Butterfly by blinking when a person slowly reciting the alphabet over and over again reached the correct letter. Bauby had to compose and edit the book entirely in his head, and convey it one letter at a time. The book was published in France on 7 March 1997.

Imagine British theoretical physicist and cosmologist Stephen Hawking, who produced brilliant theories on gravitational singularities, general relativity and black holes. He received the Presidential Medal of Freedom in 2009 – the highest civilian award in the United States – is a Honorary Fellow of the Royal Society of Arts in London and is a lifetime member of the Pontifical Academy of Sciences in the Vatican. Hawking has written numerous books and has made countless public appearances – all while severely disabled by motor neuron disease and a specific variant of the disease known as amyotrophic lateral sclerosis (ALS). ALS caused Hawking to gradually lose the use of his arms, legs, and voice, and has left him almost completely paralyzed since 2009.

South Africa has its own list of disabled heroes, including swimmers like Natalie Du Toit, sprinters like Oscar Pistorius and quadriplegic tennis wheelchair players like Lucas Sithole.

Last year, the FW de Klerk Foundation had the honour of successfully nominating our own Chaeli Mycroft for the 2011 International KidsRights Peace Prize. Chaeli, who was born 18 years ago with cerebral palsy, has been  confined to a wheelchair all her life. Nevertheless, she and her friends in Cape Town founded the Chaeli Campaign that has helped more than 3 000 South African children with disabilities, by providing equipment, therapy and support.

According to the UN Development Program (UNDP), 80% of persons with disabilities worldwide live in developing countries. This includes South Africa. Most studies confirm the existence of a two-way causal link between poverty and disability, and this often creates a vicious cycle where poor people are more at risk of acquiring a disability because of lack of access to good nutrition, health care, sanitation and safe employment and living conditions. This in turn contributes to disabled people facing barriers to education, further education, employment and other public services.

This is a particularly aggravating fact for South Africa, where almost half of South Africans are living below the poverty line and survive on less than R600 a month.

These individuals are entitled to the same constitutional rights, privileges and equal opportunities as all other human beings. The South African Constitution makes everyone equal before the law and entitles everyone to the benefit and protection thereof. Section 9(3) and 9(4) of the Constitution prohibit discrimination on grounds of disability.

However, people living with disabilities are still handicapped by physical and social barriers, which hamper their full participation in society. Because of this, millions of children and adults in all parts of the world still face a segregated and debased life.

What are other issues facing people who live with disabilities?

Factors which continue to increase the social vulnerability of disabled people in South Africa include: low income, lack of access to public facilities and other barriers excluding them from social services and/or activities. However two of the biggest issues are difficulties in finding employment and additional expenses related to disability.

Minister of Women, Children and People with Disabilities, Lulu Xingwana, stated in 2011 that the failure by the public and private sector to achieve the 2% target set for the employment of people with disabilities is unacceptable.

Regarding additional expenses related to disability, the World Bank indicates that the poverty line for disabled people ought to take into account extra expenses incurred in exercising the purchasing power they have. A study in the United Kingdom found that the poverty rate for disabled people was 23.1% compared to 17.9% for non-disabled people. When extra expenses incurred as a result of being disabled were considered, the poverty rate for people with disabilities climbed to 47.4%.

It is estimated that 1.6 million people in South Africa use Sign Language as a first language. Of these, 600 000 are profoundly deaf and one million are extremely hard of hearing. This figure is also higher than those for speakers of four of the 11 official languages, namely Tsonga (1.35 million), Swazi (926 000), Ndebele (799 000) and Venda (763 000). The fact that the new Use of Official Languages Act only makes one small reference to sign language and its official use, is an indictment on Government. The question can be raised whether it is not time to possibly recognize sign language as an official language as this issue also impacts on the primary, secondary and further education of sign language users.

The South African White Paper on the Integrated National Disability Strategy of 1997 found that one of the greatest hurdles disabled people face when trying to access mainstream programs, is negative attitudes and that these attitudes lead to the social exclusion and marginalization of people with disabilities. These attitudes need to be addressed and changed.

Most of us lead our lives thinking about disabled South Africans only now and then when we see the  blue wheelchair signs or the Braille on automatic teller machine buttons.

Perhaps we should all take a moment during the International Day of Persons with Disabilities to consider the enormous challenges that disabled South Africans have to face every single day of the year.

*The FW de Klerk Foundation has to date channelled almost R2 million to organisations that care for South African children with disabilities. Should you wish to make a contribution please send an e-mail toinfo@fwdeklerk.org. 

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