Interview mit Heinz Schilling

Wäre Luther heute Lutheraner?

Luther(Schilling): Der Luther-Biograf Martin Brecht war der Auffassung, ein Mann wie Luther könne niemanden zum Freund gehabt haben. Ich sehe das anders: Luther pflegte enge Verbin­dungen mit seinem Wittenberger Kollegen Philipp Me­lanchthon und mit dem Maler Lucas Cranach. Allerdings konnte Luther sehr unwirsch – teilweise sogar brutal – werden – auch gegenüber seinen Freunden. Dann gibt es wiederum persönliche Briefe Luthers, die zeigen, dass es ein großes Geschenk sein konnte, mit ihm befreundet zu sein. Für mich selbst würde ich sagen: Ein Biograf sollte mit der Person, über die er schreibt, nicht befreundet sein.

Luther stand zunächst völlig alleine da

Damals musste man sehr mutig sein, um sich mit dem Papst anzulegen. Mit seinem Kampf stand Luther zunächst völlig alleine da. „Jedermann ließ mich allein verzappeln mit den Papisten“, klagte Luther. Er stellte die Strukturen und Denkweisen seiner Zeit infrage. Dabei war er absolut davon überzeugt, dass er seine Erkenntnis direkt von Gott hatte. An dem, was er als richtig erkannte, hielt er unbeirrt fest.

Warum die Ökumene nicht weiterkommt

Ja, und das ist nach meinem Dafürhalten bis heute der Grund, warum die Ökumene nicht weiterkommen kann. Die römisch-katholische Kirche beharrt darauf, dass nur ein „Zurückkehren“ der Protestanten zur Einheit führen kann. Die evangelischen Kirchen können von ihrem historischen Ursprung her dazu aber nur bereit sein, wenn das Papstamt anders definiert wird als bisher.

Wofür die Katholiken Luther danken sollten

Mit Prognosen sollte man vorsichtig sein. Wie sehr sich Historiker irren können, hat in der jüngsten Geschichte ja die deutsche Wiedervereinigung gezeigt, die kaum jemand für möglich gehalten hatte. Die Zukunft ist immer offen und daher eine Einheit der Kirchen prinzipiell möglich. Im Moment sehe ich in der Ökumene nur wenig Bewegung – aber das kann in der nächsten Generation schon ganz anders sein. Voraussetzung dafür wäre, die Missverständnisse, die sich in 500 Jahren angesammelt haben, aufzuarbeiten, um sie zu überwinden. Allerdings: Einen ökumenischen Einheitsbrei hielte ich auch nicht für wünschenswert.

Luther wollte kein Apfelbäumchen pflanzen

Im Zeichen des Renaissance-Papsttums drohten Religion und Glaube Anfang des 16. Jahrhunderts zur Arabeske der schönen Künste und der Philosophie zu werden. Dem hat Luther die existenzielle Bedeutung des Glaubens entgegengestellt. Die Römische Kirche hat gegen ihn zwar den Bann verhängt. Seine Reformanliegen hat sie jedoch insofern beantwortet, als dass auch sie die Religion im Lauf der Zeit wieder stärker ins Zentrum rückte.

Wo sich die EKD nicht auf Luther berufen kann

Man darf weder auf die positiv verehrenden noch auf die bösartig feindlichen Luther-Mythen hereinfallen. Manche Zeitgenossen sahen das Klo als eng mit dem Teufel verbunden und hielten Luthers Theologie für „Kloaken-Theologie“. Er selbst soll – möglicherweise mit seinem berüchtigten schwarzen Humor – in einer seiner Tischreden darauf angespielt haben. Letztlich ist es aber völlig gleichgültig, ob Luther seine Erkenntnis nun im Turm oder auf dem Lokus hatte. Er hat sich diesen Durchbruch über Jahre intensiven Bibelstudiums und durch sein Leiden an der Leistungsfrömmigkeit erarbeitet – das ist für mich entscheidend.

Macht sich die evangelische Kirche lächerlich?

Sowohl die süßlichen als auch die sehr negativen. Eine berühmte süßliche ist die Aussage: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Das hört sich gut an, wurde Luther aber erst im 20. Jahrhundert in den Mund gelegt. Die ärgerlichste, in katholischen Kreisen selbst heute gelegentlich auftauchende Legende behauptet, Luther sei nicht aus Überzeugung ins Kloster gegangen, sondern dorthin geflohen, weil er jemanden ermordet habe. Ähnlich bösartig war das von Erasmus von Rotterdam verbreitete Gerücht, Luther habe Katharina von Bora nur geheiratet, weil er sie geschwängert habe. Der Humanist brachte dann allerdings die Größe auf, sich in einer noblen Geste für seinen Irrtum zu entschuldigen.

Die Lutherdekade dient vor allem dem Tourismus

Das zielt auf die Art und Weise ab, wie die EKD bislang die Lutherdekade inszeniert hat, ohne sich ernsthaft um die historische Realität zu kümmern. Das gilt etwa, wenn die Lutherbotschafterin formuliert, an Luther sei zu feiern, dass es heute Bischöfinnen gebe. Zwar setzt diese Entwicklung Luthers Verständnis vom „Priestertum aller Gläubigen“ voraus. Aber die Ordination von Frauen hatte Luther bei der Reformation ganz sicher nicht vor Augen. Provokativ formuliert: Luther hat die Reformation nicht vollbracht, damit Frau Käßmann mal Bischöfin werde. Solche Ableitungen gegenwärtiger Interessen aus Luthers Reformprogramm halte ich für problematisch. Ähnliches gilt für „Kirche der Freiheit“. Sicher ist dieses Reformprogramm nicht falsch, nur sollte man sich dabei nicht in einer unhistorischen Art auf Luther berufen, der ein ganz anderes Freiheitsverständnis als wir heute hatte. Seinen Freiheitsbegriff aus und in seiner Zeit zu analysieren, mit dem Ziel, unseren heutigen Freiheitsbegriff zu reflektieren und in seinen Möglichkeiten und Grenzen zu bestimmen, das wäre der richtige Umgang mit dem Erbe des Reformators. Indes sehe ich Anhaltspunkte dafür, dass die EKD-Verantwortlichen inzwischen auch sehen, dass sie das Jubiläum in einer gewissen Naivität angegangen sind und dem Jubiläum selbst noch recht hilflos gegenüberstehen.

Luther: Der Teufel ist unter uns

Ganz sicher nicht! Der Wissenschaftliche Beirat für die Lutherdekade hat dazu ein sehr differenziertes Papier geschrieben: Einerseits war Luther alles andere als tolerant, zugleich hatte die Reformation aber von Luther nicht beabsichtigte Folgen. Diese trugen zu unserem heutigen Toleranzverständnis bei. Mit der Entstehung der neuen Konfessionen setzten sich im Laufe der Jahrhunderte Religions- und Meinungsfreiheit durch, ohne dass Luther dies zum Ziel gehabt hätte. Unser Papier hat die EKD sich nicht zu eigen gemacht und nicht veröffentlicht. Stattdessen wurde in der Broschüre „Schatten der Reformation. Der lange Weg zur Toleranz“ ein Toleranzpapier in zigtausend Exemplaren verteilt, das in keiner Weise den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Geschichte der Toleranz und der Rolle der Reformatoren darin gerecht wird. Ähnlich ein Grußwort der Lutherbotschafterin im Emder Ausstellungskatalog zu dem bedeutenden Theologen Menso Alting, über dessen radikal konfessionalistische, ganz und gar intolerante Rolle man sich leicht hätte informieren können. Mit solchen Texten macht man sich unter Sachkennern lächerlich, vor allem aber vergibt man die Chance, die evangelische Position seriös in den öffentlichen Toleranzdiskurs einzubringen. Bislang haben sich die offiziell von der EKD mit der Verbreitung der Lutherbotschaft betrauten Personen an den wissenschaftlichen Ergebnissen der Reformationsforschung denkbar wenig interessiert gezeigt. Ich habe den Eindruck, dass die EKD schon glücklich ist, wenn im Jahr 2017 die Elbwiesen vor Wittenberg mit Tausenden von Menschen bevölkert sind und ein großes „Event“ stattfindet. Für mich wäre ein Reformationsjubiläum aber nur dann erfolgreich, wenn man Luther aus seiner Zeit heraus für unsere Zeit neu interpretiert. Sonst backen wir uns nur den Luther, den wir gerade haben wollen.

Luther hat keine Schuld am Holocaust

Den schon zu Lebzeiten aufgekommenen Begriff „Lutheraner“ lehnte Luther ab. In manchen theologischen und rituellen Positionen könnte er heute womöglich der römisch-katholischen Kirche nahestehen. Allerdings würde er ihr wegen seines Verständnisses des Papstamtes wohl nicht angehören.

Warum konnte sich Luther nicht benehmen?

Ein Stück weit schon. Wir vom Wissenschaftlichen Beirat haben sehr früh davor gewarnt, eine Lutherdekade und „Luther 2017“ zu feiern. Es geht um das Reformationsgedenken, das durch die Konzentration auf die Person Luthers eine mitteldeutsche Engführung erfährt, wo es doch von internationaler, ja globaler Bedeutung ist. Es fehlt an wissenschaftlicher Aufbereitung, theologischer wie historischer, und am Austausch mit Katholiken, Reformierten und den Freikirchen. Im Moment dient die Lutherdekade vor allem dem Tourismus und dem Verkauf von Devotionalien. Es gibt Luther-Brot, Luther-Bonbons und Luther-Bier …

Als der Junggeselle Vater wurde

Das darf auch sein, aber das Nachdenken über die Bedeutung der Reformation sollte dem Biergenuss vorausgehen. Sonst droht die Gefahr, dass das Reformationsjubiläum zu einem inhaltslosen Event und Jahrmarkt wird.

Luther kannte weder Freizeit noch Urlaub

Ich würde vor allem Interesse für die uns heute fremde Welt zu erwecken suchen, in der Luther gearbeitet hat. Das ist das eigentlich Aufregende! Sonst bräuchten wir uns nicht mit Ereignissen befassen, die 500 Jahre zurückliegen. Das besonders Reizvolle ist nicht der uns nahe Luther, sondern der fremde, auch und gerade für die Bestimmung unserer heutigen Glaubenspositionen. Zu den uns fremden Seiten kommen dann noch seine dunklen Seiten, die wir nicht leugnen sollten.

Luther wollte die Menschen retten

Für Luther hatten Glaube und Kirche eine alles überragende Bedeutung. Zwar sollte die Kirche selbst nicht politisch sein. Er erwartete jedoch, dass sich die Politiker für die Kirche einsetzten. Fremd ist uns auch Luthers Glaube, dass der Teufel unter uns tätig ist. Zu den dunklen Seiten gehört vor allem Luthers Haltung gegenüber den Juden, die sich von einem fast brüderlichen Verständnis in den frühen Jahren zu dem grausamen Judenhass der Spätzeit entwickelte. In einer seiner letzten Predigten, als er vom nahenden Tod schon gezeichnet ist, verlangt er von den Landesherren, dass sie die Juden „austreiben“. Ein Territorium oder eine Stadt sollten nur eine Religion haben, sonst käme es zur Katastrophe. Dieses Denken ist für uns natürlich völlig unakzeptabel.

Nein, für das, was die Nazis getan haben, müssen sie schon selbst die Verantwortung übernehmen. Zwischen Luther und dem Holocaust liegen 400 Jahre und eine bedeutende qualitative Veränderung des Antisemitismus. Luther trägt am Holocaust keine Schuld. Gleichwohl müssen Christen bekennen, dass man seine Aussagen missbrauchen konnte.

Diese Frage kommt aus einer anderen Welt. „Benehmen“ stammt aus dem bürgerlichen Bewusstsein des 19. Jahrhunderts. Wenn ich den Begriff für Luther trotzdem benutze, würde ich sagen: Luther wollte sich nicht benehmen – und er konnte es auch nicht. In seinem Selbstverständnis als Prophet war für ihn völlig klar, dass er seine Erkenntnisse direkt von Gott hatte, die er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln durchsetzen musste. Auf ein zartbesaitetes bürgerliches Kulturbewusstsein konnte er dabei keine Rücksicht nehmen. Zu seiner Sprachgewalt gehörten auch Fäkalbegriffe und Schimpfwörter, mit denen er seine Gegner verunglimpfte. Er hat damit weder dem Evangelium noch sich selbst immer einen Gefallen getan.

Den Teufel sah Luther auf zwei Arten gegen sich: entweder mit Gewalt gegen ihn kämpfend oder ihn anschmeichelnd. Für Luther war es daher eine Art Selbstschutz, dass er sich nicht auf Verhandlungen einließ. Zu Toleranz war Luther unfähig. Er wollte sich nicht auf Kompromisse einlassen.

Als ehemaliger Mönch konnte Luther weder mit Geld noch mit Haushaltsdingen umgehen. In Katharina fand er eine in beidem fähige Frau. Gleich zu Beginn der Ehe entsorgte sie den verfaulten Strohsack, auf dem Luther jahrelang geschlafen hatte. Für seine Kinder war Luther ein – für die damalige Zeit – fürsorglicher und liebender Vater …

 

Luther wurde ein Familienmensch. Seiner Frau schrieb er geradezu einfühlsame Briefe. Wenn er auf Reisen war und seine Frau sich um ihn sorgte, schrieb er zurück. „Ach Käthe, lass doch das Sorgen sein. Ich hab einen ganz anderen, der für mich sorgt.“ Im gleichen Brief – ganz typisch für Luther – berichtet er von einer Kloaken-Anekdote: Er habe auf dem stillen Örtchen gesessen und kaum dass er aufgestanden sei, habe sich ein riesiger Stein aus dem Gewölbe über ihm gelöst und sei niedergegangen. Hätte er noch gesessen, wäre er wohl tot gewesen. Für Luther war das ein Beweis, dass Gott für ihn sorgt. Allerdings: Milde wurde Luther durch seine Eheschließung nur nach innen, nach außen, im Kampf für seine Sache, blieb er so radikal wie zuvor.

 

Er hatte kein Fernsehen, damit wird viel Zeit verplempert. Aber im Ernst: Es gibt heute nur wenige Menschen, die so ein Pensum bewältigen würden. Am ehesten vielleicht unsere Kanzlerin, die man hier nur bewundern kann. Der große Unterschied: Angela Merkel wird im Bundeskanzleramt von mehr als 400 Mitarbeitern unterstützt. Luther hatte nur einen Famulus, der ihm beim Verfassen der Briefe half.

Wenn ihm zum Beispiel eine Gemeinde aus Danzig schrieb, hat Luther den Brief nicht an einen Sachbearbeiter übergeben, sondern das Schreiben selbst beantwortet. Luther kannte weder Freizeit noch Urlaub. Als ihn ein adliger Freund zur Jagd einlud, zog Luther sich lieber zurück und schrieb weiter an seiner Psalmenauslegung. Zudem hatte Luther die Fähigkeit, sich im abendlichen Gästekreis, beim Lautespielen oder auch beim Liederdichten zu entspannen.

 

Nein, nicht die Welt wollte er retten, sondern die Menschen, aber in einer ganz anderen Weise, als wir das heute verstehen. Von der Bundeskanzlerin erwarten wir, dass sie uns vor dem Schuldenberg, dem nächsten Börsenkrach oder der Klimakatastrophe rettet. Für Luther stand etwas anderes im Zentrum: Er wollte den einzelnen Menschen vor Gottes Verdammnis, dem ewigen Tod, retten. Luther interessierte sich weniger für die begrenzte Zeit auf dieser Erde und ob diese Welt zugrunde geht. Ihm ging es darum, ob der Mensch in der Ewigkeit entweder im Verderben oder in der Gottesnähe leben wird. Die Frage nach dem ewigen Seelenheil – sie hat Luther angetrieben. Auch dies ist für die meisten heute eine Botschaft aus einer fremden Welt.

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LÖHE ON 1. THESSALONIANS 4:6

dog race… and that no one should wrong his brother or take advantage of him.  (1Th 4:3-6 NIV)

Isn’t it surprising that God’s Holy Spirit works in corrupt people – even those, who have mastered the craft of making money and taking advantage of others. How does that fit with the Holy Spirit’s being of keeping a holy temple? How does he stay in people, who follow their own passions and desires and even works in those, who have made greed into a way of life? Even if we don’t know the answer to these questions, we do know that the Holy Spirit does this. It is as if the Holy Spirit, this eternal pastoral care giver goes about this business as living proof to all people, that he wants everybody to come to the knowledge of truth and be saved. Although the greedy and fraudulent very seldom come to conversion and that it always remains a huge struggle, still it has been my experience that such people receive many forms of significant encouragement  and prompts right up to the time, when it is too late. God’s word summarizes this experience with the rhetorical question: Do you not realize “that God’s kindness leads you toward repentance?” (Rom 2:4 NIV) The truthful answer is, no, we do not know. Even though we may be pious, we may even go to Church, pray and read in the Bible, but still we feel that we have a right and even an obligation to see to that, which is ours and even beyond that looking at that, which could be ours.

Shut yourself off to God’s will and word. Harden yourself against the positive influence of the Holy Spirit. Praise yourself and your ways, especially if in these ways you became debt free, prosperous and even rich. Plug your ears against the word, which calls you to repentance, to conversion, but then bear the consequences, which St. Paul warns us about in this letter: The Lord will punish men for all such sins. (1Th 4:6 NIV)

Lord holy God! You know all the injustice and corruption in this world. How much evil happens and how much sin is committed due to the idolization of money and because of insatiable greed for earthly possessions and stuff. Please Lord keep us from this sin and let us not fall into its trap. Sharpen our conscience, that we distinguish careful between “mine” and “yours”, so that our way of life may remain free of deceit and fraud. Let us rule victoriously over threatening self-centeredness and selfishness. Make us willing to do our part, that poverty may be averted and that other people might receive help and support. Amen. (Churchbook of Württemberg)

With joy and without grudge let me behold the blessing that you bestow on my brother’s and neighbor’s house. Greedy passion, unchristian and sinful chasing after stuff remove from my heart and keep it out of my life!  (Paul Gerhard, 1607-1676)

This is a translation of Wilhelm Löhe’s devotion for Tuesday after the Sunday Reminiscere (Second Sunday in Lent). The hymn by Paul Gerhard was translated rather literally, but not poetically. Both are found on Pg. 126 in Lob sei Dir ewig, o Jesu!   (Eternal Praise to you o Jesus!) edited by A. Schuster and puplished in the Freimund Verlag, Neuendettelsau 1949.

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Herrenhuter readings for Tuesday, the 26th February 2013

IXHe has showed you, O man, what is good. And what does the LORD require of you? To act justly and to love mercy and to walk humbly with your God. (Micha 6:8 NIV)

St. Paul writes: Your attitude should be the same as that of Christ Jesus! (Phi 2:5 NIV)

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Pastoral Care in SELK

pastoral careSELK: Kommission für Supervision und Beratung nimmt Arbeit auf

Kassel, 24.2.2013 – selk – Die von der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) eingesetzte „Kommission für Supervision und Beratung“ hat sich kürzlich in Kassel konstituiert. In die Kommission waren zuvor für die Dauer von zunächst drei Jahren die Pfarrer Christian Hildebrandt (Frankfurt/Main), Manfred Holst (Marburg), Robert Mogwitz (Uelzen) und Stefan Paternoster (Korbach) berufen worden. Die Bildung der Kommission ist das Ergebnis eines längeren Beratungsprozesses, nachdem die 12. Kirchensynode 2011 beschlossen hatte, die in der Kirche vorhandenen Konzepte für Supervisionsangebote für Pfarrer zusammenzuführen und weiterzuentwickeln. Der Arbeitsbereich hat seinen Ursprung in den von Krankenhausseelsorger Pfarrer Peter Wroblewski (Guben) dazu entwickelten Konzeptionen. Er ist mit einem 20%igen Anteil in Wroblewskis Funktionsamt berücksichtigt gewesen. Neben den Supervisionsangeboten kamen im Laufe der Jahre Beratungs- und Weiterbildungsangebote für Gemeinden und Pfarrer, Krisenintervention bei Konfliktsituationen in Gemeinden, Seelsorgeangebote und Pastoralkollegs hinzu.

Kirchenleitung und Kollegium der Superintendenten der SELK halten diese Arbeit für die Kirche auch auf dem Hintergrund von steigenden Zahlen von Burnout- und Suchtfällen für unverzichtbar, auch im Sinne von Prophylaxe für Mitarbeitende in einem Beruf mit hoher emotionaler Präsenz und Beanspruchung. Da Wroblewski im Laufe dieses Jahres in den Ruhestand tritt, wurde es erforderlich, diesen Arbeitsbereich neu zu strukturieren. Angesichts der prekären Finanzlage der Kirche sah sich das Leitungsgremium veranlasst, die Aufgaben dieses Arbeitsbereichs nicht mehr hauptamtlich von nur einer Person wahrnehmen zu lassen, sondern hierfür eine vierköpfige Kommission einzusetzen, um über eine breitere Verteilung der Aufgaben die Möglichkeit zu schaffen, dass sie nebenamtlich ausgeübt werden können. Die nunmehr konstituierende Sitzung der „Kommission für Supervision und Beratung“ fand unter der Leitung des damit von der Kirchenleitung beauftragten Kirchenrates Gerd Henrichs (Bohmte) statt. Es wurden erste Überlegungen zur künftigen Gestaltung dieses Arbeitsbereiches angestellt, die bei einem weiteren Arbeitstreffen vertieft und in einem Konzept verankert werden sollen. Gedacht ist auch daran, die Angebote und Ansprechpartner der Kommission mit einer eigenen Homepage auf der Internetseite der SELK zu hinterlegen. Die derzeit in der Kirche etablierten Supervisions- und Beratungsangebote werden in bisheriger Form zunächst weitergeführt.
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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK – Gesamtkirche /
selk_news werden herausgegeben von der Kirchenleitung
der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK),
Schopenhauerstraße 7, 30625 Hannover,
Tel.             +49-511-557808       – Fax +49-511-551588,
E-Mail selk@selk.de
—> Informationen aus Kirche und Gemeinden in Wort und Bild
auch unter „SELK-Aktuell“ auf http://www.selk.de

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LÖHE ON 1. THESSALONIANS 4:3-6

law & rosesIt is God’s will that you should be sanctified: that you should avoid sexual immorality; that each of you should learn to control his own body in a way that is holy and honorable, not in passionate lust like the heathen, who do not know God; and that in this matter no one should wrong his brother or take advantage of him.  (1Th 4:3-6 NIV)

There’s a class of people, who are quite put off if you quote verses like this even if it’s not about the last part that they are concerned: “no one should wrong his brother or take advantage of him.” That’s mainly because people often think that fraud and cheating is much less serious than adultery, and that stealing is quite harmless if compared with infidelity. However its one divine legislator and one Spirit, who admonishes to leave both these temptations and who rejects both as serious sins and crimes…

Live o Lord in our hearts! Let us recognize what we have in you. Let holy deeds flourish, bless and complete your word in our souls by the strength of your Holy Spirit. Amen. (Hermann Bezzel)

Lord you are my witness that my heart is not at peace, but that it falls down before you pleading with great desire that you may grace it with pure simplicity and unify it with you in holy covenant.

Dear Lord, I come to you as I am, lead me to the cross that I be healed by you, who holds heaven and earth in his hands – hold me and heal me. (Wilhelm Löhe, 1808-1872)

This is a translation of Wilhelm Löhe’s devotion for Monday after the Sunday Reminiscere (Second Sunday in Lent), which was shortened somewhat because the 2nd part was not comprehensible. It’s his  hymn, which was translated literally, but not poetically. Both are found on Pg. 125 in Lob sei Dir ewig, o Jesu!   (Eternal Praise to you o Jesus!) edited by A. Schuster and puplished in the Freimund Verlag, Neuendettelsau 1949.

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Herrenhuter readings for Monday, the 25th February 2013

stillung des SturnsO LORD, you brought me up from the grave; you spared me from going down into the pit. (Psalm 30:3 NIV)

The disciples went and woke him, saying, “Master, Master, we’re going to drown!” He got up and rebuked the wind and the raging waters; the storm subsided, and all was calm. (Luke 8:24 NIV)

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LÖHE ON 1. THESSALONIANS 4:3

Jesus eucharistIt is God’s will that you should be sanctified! (1Th 4:3 NIV)

The light of sanctification illuminates the extent of ones impurity. The most admirable virgin and beauty queen is still sullied and ruined if she’s ignorant of original sin and her own sinful state as a result of this. The handsome lad is but worm-eaten and maggoty if he doesn’t give heed to the divine admonition of sanctification.

There is but one Father of all and in all of us lives the old Adam and even we, who bear the new Adam since holy Baptism, are still descendants of that ancient one. God did not call saints and holy people to sanctification. He has always called sinners to repentance and sanctification. Whoever hears this call to sanctification, is called to migrate and move along in faith – out of his/her comfort zone and beyond old, traditional borders of our life from disbelief to trust, from sin to holiness, from lawlessness to a life under the guidance and kingship of our God. Who wants to move, if content and happy in ones location? Learn to be ashamed for this. You are no lily of innocence and you won’t be one either except if you blush like a rose as you recognize and confess your sinfulness. You are lost if you do not recognize that you are responsible to God and have to answer to him with regard to every single commandment and divine mandate and that only Jesus Christ can save you by the forgiveness of your sin. Ponder that! May God cleanse and heal you +

Holy God, you will be seen only by those with clean hearts, grant us your Holy Spirit, that he may cleanse our hearts from all sin, sanctify us through and through, create in us willing hearts and accomplishment too, strengthen us, prepare, empower and confirm us, that we may be found pure and without offense on that last day when your Son Jesus Christ will reappear in glory to judge the living and the dead. Amen. (Saxon Agenda 1906)

I can not enumerate all my sins. I even fail to accuse myself appropriately before you, o Lord. My loving, praying and confessing – indeed all my doing remains impure, impaired and corrupted. No work of mine is perfect or even just good enough to rest at peace and be content in it.

I rest in your beauty only, in your grace o Majesty. My eyes need to get used to your sight still, yet my spirit worships and adores you, o my God. That is enough, I am, what I am supposed to be in your sight, sanctified by your forgiving grace. Perfectly holy is the order of pure bliss in Jesus Christ + (Wilhelm Löhe, 1808-1872)

This is a translation of Wilhelm Löhe’s devotion for the Sunday Reminiscere (Second Sunday in Lent) and of his  hymn, which was translated literally, but not poetically. Both are found on Pg. 124 in Lob sei Dir ewig, o Jesu!   (Eternal Praise to you o Jesus!) edited by A. Schuster and puplished in the Freimund Verlag, Neuendettelsau 1949.

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Herrenhuter readings for Sunday, the 24th February 2013

eyeThe guarded his people as the apple of his eye. (Deuteronomy 32:10 NIV)

You did not choose me, but I chose you and appointed you to go and bear fruit–fruit that will last. (John 15:16 NIV)

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LÖHE ON LAMENTATIONS 3:22-23

great is your faithfulnessBecause of the LORD’s great love we are not consumed, for his compassions never fail. They are new every morning; great is your faithfulness. (Lam 3:22-23 NIV)

We have all sinned enough. Yet nobody wants to appear contrite and penitent, never mind confessing and promising repentance, conversion and improvement. It’s as if we just want to continue in our old ways as before. Being self-righteous, going about with that swagger about ourselves, bragging and blowing our own trumpet. Don’t get me wrong. It’s not pleasant to talk like this. I would rather stroke and comfort you, but how can I if there is no contrition nor sorrow over sin, lack of love, doubt, disbelief and other great shame and vice? Proud, calloused, self-righteous sinners should not be put at ease or lulled in deceptive peace. Comfort is no laughing stock. That’s why the office of comfort has to rest for the time being and the harp praising the proxy of all sinners is hung up in the willows. Oh what a burden to have to go about the office of the ministry, which has at its core the service of mercy without being called and pressed to proclaim the holy comfort of God! It would be such a pleasure if one could talk to Jerusalem kindly, if one could spread joy and come to enjoyment oneself as stops crying as one wipes of tears and comfort and peace is brought about. Yet, it is not that time yet. Now the only hope is, that it is not night yet and still day and we can still cry out and proclaim:  Because of the LORD’s great love we are not consumed, for his compassions never fail. They are new every morning; great is your faithfulness! That is our comfort. Even if it may be pitch-black looking backwards, looking forward we sense the coming light: Jesus is alive! His heart is aglow like a burning red-hot furnace with love towards us all! May he have mercy on us all and help us to repentance and conversion! We pray together with those that do and also for those, who don’t. In this prayer we are comforted and enjoy the faith that he hears us. That makes us happy ahead of the coming day of repentance.

Create in my a clean heart o God for it’s suffering from corruption and bears sin’s painful  load. Oh grant that it may be forgiven and be healed by your love to be once more as you created and intended it to be.

Don’t take your Holy Spirit from me, but cast out the evil spirit far from me. Let the latter not distract me from you, but let me stay in and with you always. Rule my heart, mind and senses with your Holy Spirit – then all is well with me living and dying.

Comfort me with your help, help and forgive my sins. Rescue me and let my soul find rest in you and your merits o Lord Jesus Christ, for that works comfort, peace and true life against sin, death and devil.

(Ludämilie Elisabeth, Gräfin zu Schwarzbach-Rudolstadt, 1640-1672. The translation of the attached hymn, which was not chosen by Löhe, but rather by A.Schuster is rather literal, but not poetical. The preceding devotion is a translation of Wilhelm Löhe’s devotion for Saturday after the Sunday Invocavit (First Sunday in Lent) as found on Pg. 123 in Lob sei Dir ewig, o Jesu!   (Eternal Praise to you o Jesus!) edited by A. Schuster and puplished in the Freimund Verlag, Neuendettelsau 1949.

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Herrenhuter readings for Saturday, the 23rd February 2013

river1When you pass through the waters, I will be with you; and when you pass through the rivers, they will not sweep over you. When you walk through the fire, you will not be burned; the flames will not set you ablaze. (Isaiah 43:2 NIV)

If God is for us, who can be against us? (Romans 8:31 NIV)

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