Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Mittwoch nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit”

Johannes 17:19

“Allegorie auf Gesetz und Gnade” (Lucas Cranach sr. 1472-1553) im Germanischen Nationalmuseum.

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Würgebank, entsaget allen Freuden, es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: »Ich will’s gern leiden.«

Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen: »Geh hin, mein Kind, und nimm Dich an der Kinder, die ich ausgetan zur Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.«

»Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will Dir’s tragen; mein Wollen hängt an Deinem Mund, mein Wirken ist Dein Sagen.« O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst – was nie kein Mensch gedacht – Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, Du bist stark, Du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen.

Paul Gerhardt 1647 (LKG 138, 1-3)

Fortlaufende Lese

Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.« 32 Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. 33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgern, so will ich doch mich niemals ärgern. 34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle Jünger.

Matthäus 26, 31-35

Tageslese

Da Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. 32 Ist Gott verherrlicht in ihm, so wird Gott ihn auch verherrlichen in sich und wird ihn bald verherrlichen. 33 Ihr Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen. Und wie ich zu den Juden sagte, sage ich jetzt auch zu euch: Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen. 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. 35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Johannes 13, 31-35

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Herr, laß Dein heilig Leiden

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Dienstag nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit”

Johannes 17:19

Priester in Vank, Isfahan (Armenien)

 

Herr, lass Dein heilig Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, dass mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es Dich gekostet, dass ich erlöset bin.

Mein Kreuz und meine Plagen, sollt’s auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, dass ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das Du mir vorgestellt.

Lass mich an andern üben, was Du an mir getan; und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie Du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein.

Lass endlich Deine Wunden mich trösten kräftiglich in meiner letzten Stunden und des versichern mich: weil ich auf Dein Verdienst nur trau, Du werdest mich annehmen, dass ich Dich ewig schau.

Justus Gesenius 1646 (LKG 13, 5-8)

Fortlaufende Lese

Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? 18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. 21 Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich’s? 23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich’s, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. 26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. 27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; 28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. 29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. 30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Matthäus 26,17-30

Tageslese

Danach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil ihm die Juden nach dem Leben trachteten. 2 Es war aber nahe das Laubhüttenfest der Juden. 3 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach Judäa, auf dass auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust. 4 Denn niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich bekannt sein. Willst du das, so offenbare dich vor der Welt. 5 Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. 6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist immer da. 7 Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind. 8 Geht ihr hinauf zum Fest! Ich will nicht hinaufgehen zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. 9 Das sagte er und blieb in Galiläa. 10 Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren zum Fest, da ging auch er hinauf, nicht offen, sondern heimlich. 11 Da suchten ihn die Juden auf dem Fest und fragten: Wo ist er? 12 Und es war ein großes Gemurmel über ihn im Volk. Einige sprachen: Er ist gut; andere aber sprachen: Nein, sondern er verführt das Volk. 13 Niemand aber redete offen über ihn aus Furcht vor den Juden.

Johannes 7,1-3

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Wenn meine Sünd mich kränken

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Montag nach Judika (Der Hohepriester)

Christus spricht: “Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit”

Johannes 17:19

“Das Abendmahl” von Lucas Cranach jr (1564) in der Stadtkirche St.Marien, Lutherstadt Wittenberg.

Wenn meine Sünd mich kränken, o mein Herr Jesu Christ,
so lass mich wohl bedenken, wie Du gestorben bist
und alle meine Schuldenlast am Stamm des heilgen Kreuzes
auf Dich genommen hast.

O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht;
Es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht;
es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen
gegeben in den Tod.

Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl?
Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal
bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten
der Hölle Qual und Glut.

Drum sag ich Dir von Herzen jetzt und mein Leben lang
für Deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank,
für Deine Not und Angstgeschrei, für Dein unschuldig Sterben,
für Deine Lieb und Treu.

Justus Gesenius 1646 (LKG 137)

Fortlaufende Lese

Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: Ihr wisst, dass in zwei Tagen Passa ist; und der Menschensohn wird überantwortet werden, dass er gekreuzigt werde.

Da versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Palast des Hohenpriesters, der hieß Kaiphas, und hielten Rat, Jesus mit List zu ergreifen und zu töten. Sie sprachen aber: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr gebe im Volk.

Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen, trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß. Da das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung? Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können. Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was bekümmert ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. Dass sie dies Öl auf meinen Leib gegossen hat, hat sie getan, dass sie mich für das Begräbnis bereite. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. 16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn ausliefere.

Matthäus 26:1-16

Tageslese

Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod sie nicht bleiben ließ; dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie. Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als die Himmel. Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte.

Hebräer 7:23-27

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du Deinen Sohn gesetzt hast zum rechten Priester und Mittler seines Volkes, verleihe uns, daß wir sein einiges ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen, und uns seiner Fürbitte allezeit getrösten, durch ihn unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.128

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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5th Sunday in Lent (Judika)

The Son of Man did not come to be served but to serve, and to give his life as a ransom for many.

Gospel of St. Matthew 20,28

“Jesu Fußwaschung” vom Meister des Hausbuchs (1480). Das ist Teil des Passionsaltars (Speyer) zu sehen in der Gemäldegalerie, Berlin.

Hymn of the Lutheran Church

O man becry Thy sin so bad,
wherefore Christ was so lowly clad
in Bethlehem’s poor outpost.
His mother virgin Mary pure
conceived of Holy Spirit sure
to acquit us sinners lost.
He raised the dead to life again,
Put off all illness and sore pain,
Until at last His time had come
To be the all atoning sacrifice.
He bore all sins. His works suffice.
His cross is our way home.

Let us thus praise Him gratefully,
That He died for us adequately,
Trust His love and true goodwill.
Also, lets hate all sinful ways,
As His Word shines so bright these days,
Follow the evangel and holy will.
Practice love to both big and small
As He did to us and all
With His suffering and dying.
Oh, think of his great faithfulness,
And how God hates all faithlessness,
Beware of that and lying.

Sebald Heyden (1530) LKG 127 tr. by Wilhelm Weber (2023)

God´s Holy Word for this Sunday

The Introit teaches us to pray in a God pleasing way:

Vindicate me, O God!
Fight for me against an ungodly nation.
Deliver me from deceitful and evil men.
For you are the God who shelters me.
Why do you reject me?
Why must I walk around mourning because my enemies oppress me?
Reveal your light and your faithfulness.
They will lead me; they will escort me back to your holy hill, and to the place where you live.
Then I will go to the altar of God, to the God who gives me ecstatic joy,
so that I may express my thanks to you, O God, my God, with a harp.
Why are you depressed, O my soul?
Why are you upset?
Wait for God!
For I will again give thanks to my God for his saving intervention.

Psalm 43

God´s Holy Word recorded by the great prophet Moses:

Some time after these things God tested Abraham. He said to him, “Abraham!” “Here I am!” Abraham replied. God said, “Take your son—your only son, whom you love, Isaac—and go to the land of Moriah! Offer him up there as a burnt offering on one of the mountains which I will indicate to you.”
Early in the morning Abraham got up and saddled his donkey. He took two of his young servants with him, along with his son Isaac. When he had cut the wood for the burnt offering, he started out for the place God had spoken to him about.
On the third day Abraham caught sight of the place in the distance. So he said to his servants, “You two stay here with the donkey while the boy and I go up there. We will worship and then return to you.”
Abraham took the wood for the burnt offering and put it on his son Isaac. Then he took the fire and the knife in his hand, and the two of them walked on together. Isaac said to his father Abraham, “My father?” “What is it, my son?” he replied. “Here is the fire and the wood,” Isaac said, “but where is the lamb for the burnt offering?” “God will provide for himself the lamb for the burnt offering, my son,” Abraham replied. The two of them continued on together.
When they came to the place God had told him about, Abraham built the altar there and arranged the wood on it. Next he tied up his son Isaac and placed him on the altar on top of the wood. Then Abraham reached out his hand, took the knife, and prepared to slaughter his son. But the angel of the LORD called to him from heaven, “Abraham! Abraham!” “Here I am!” he answered. “Do not harm the boy!” the angel said. “Do not do anything to him, for now I know that you fear God because you did not withhold your son, your only son, from me.”
Abraham looked up and saw behind him a ram caught in the bushes by its horns. So he went over and got the ram and offered it up as a burnt offering instead of his son. And Abraham called the name of that place “The LORD provides.” It is said to this day, “In the mountain of the LORD provision will be made.”
The angel of the LORD called to Abraham a second time from heaven and said, “I solemnly swear by my own name, decrees the LORD, that because you have done this and have not withheld your son, your only son, I will indeed bless you, and I will greatly multiply your descendants so that they will be as countless as the stars in the sky or the grains of sand on the seashore. Your descendants will take possession of the strongholds of their enemies. Because you have obeyed me, all the nations of the earth will pronounce blessings on one another using the name of your descendants.”
Then Abraham returned to his servants, and they set out together for Beer Sheba where Abraham stayed.

Genesis 22: 1-14 (15-19)

God´s Holy Word recorded in the letter to the Hebrews

For every high priest is taken from among the people and appointed to represent them before God, to offer both gifts and sacrifices for sins. He is able to deal compassionately with those who are ignorant and erring, since he also is subject to weakness, and for this reason he is obligated to make sin offerings for himself as well as for the people. And no one assumes this honor on his own initiative, but only when called to it by God, as in fact Aaron was. So also Christ did not glorify himself in becoming high priest, but the one who glorified him was God, who said to him, “You are my Son! Today I have fathered you,” as also in another place God says, “You are a priest forever in the order of Melchizedek.” During his earthly life Christ offered both requests and supplications, with loud cries and tears, to the one who was able to save him from death and he was heard because of his devotion. Although he was a son, he learned obedience through the things he suffered. And by being perfected in this way, he became the source of eternal salvation to all who obey him, and he was designated by God as high priest in the order of Melchizedek.

Hebrews 5, (1-6) 7-9 (10) (Sermon)

The Holy Gospel of Jesus Christ according to the evangelist St. Mark

Then James and John, the sons of Zebedee, came to him and said, “Teacher, we want you to do for us whatever we ask.” He said to them, “What do you want me to do for you?” They said to him, “Permit one of us to sit at your right hand and the other at your left in your glory.” But Jesus said to them, “You don’t know what you are asking! Are you able to drink the cup I drink or be baptized with the baptism I experience?”They said to him, “We are able.” Then Jesus said to them, “You will drink the cup I drink, and you will be baptized with the baptism I experience, but to sit at my right or at my left is not mine to give. It is for those for whom it has been prepared.”

Now when the other ten heard this, they became angry with James and John.Jesus called them and said to them, “You know that those who are recognized as rulers of the Gentiles lord it over them, and those in high positions use their authority over them. But it is not this way among you. Instead whoever wants to be great among you must be your servant, and whoever wants to be first among you must be the slave of all. For even the Son of Man did not come to be served but to serve, and to give his life as a ransom for many.”

Mark 10:35-45


Prayer of the Church
—Responsive Form (Judika: 26th March 2023)
 

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Holy Father, You have received Your ascended Son back into the more perfect tent of heaven, His sacrifice complete. Give Your Church an abundance of peace, knowing that He has purified our consciences from dead works and prepared the way for us to our eternal inheritance. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Holy Lord, we thank You that You have made us Your holy people, cleansed and redeemed by the blood of Your Son. Grant that we, Your priests serving under Christ, our High Priest, may now offer living sacrifices in prayer and good works. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, You called Father Abraham to offer his beloved son to You, yet You spared him for the sake of Your beloved Son, Jesus Christ. Help all godly parents to bring up their children in Your fear and love, to direct their ways according to Your Holy Word, and to commend them to Your fatherly care. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Uphold all civil authorities, especially Olaf, our chancellor, and Reiner, our minister president. Preserve our nation in peace, and allow Your people to live quiet and peaceable lives in godliness and honesty. We ask You especially for Ukraine, which is under tyrannical attack by Russia. Restore the stolen and devastated lands, bring back refugees and exiles, strengthen soldiers and defensive structures, grant hope and faith, victory and finally peace  Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, do not cast down the souls in turmoil, but call them continually to Yourself and Your truth. Sustain all who suffer among us – especially our friends from Ukraine. Lighten their darkness, bring Your joy to their every sorrow and defend them against all evil. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord, having heard Your righteous judgment against our sins and Your vindicating absolution, lead us by the light of Your truth to Your holy altar to receive the joys of forgiveness, life and salvation. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, Your Son spoke the truth before His enemies even as they sought to trap Him in His words and deliver Him up to death. Rescue Your people from fear, and grant them courage to confess Your truth, assuring them of Your deliverance in time of trouble. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

All these things and whatever else You know that we need, grant us, Father, for the sake of Him who died and rose again and now lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God forever. Amen.

https://www.lcms.org/worship/one-year-series-prayers

+ The peace of the Lord be with You +

+ Pax vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee:

The Lord make his face shine upon Thee, and be gracious unto Thee:

The Lord lift up his countenance upon Thee and give Thee peace.

Numbers 6,24-26 (4th Book of Moses)
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Fünf Brünnlein sind

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Samstag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

Grandes Heures de Jean de Berry: Dérision du Christ et Christ dépouillé de ses vêtements (fol. 70)

Fünf Brünnlein sind, daraus mir rinnt
Fried, Freud, Heil, Trost und Leben;
in Angst und Not bis in der Tod
mir solche Labsal geben.

Der Quell Du bist, Herr Jesu Christ,
die Brünnlein Deine Wunden;
daraus ich mich lab inniglich
in heißen Kreuzesstunden.

O Gotteslamm, o Liebesflamm,
o meiner Seelen Freude!
Nimm hin die Sünd, das Herz entzünd,
daß mich von Dir nichts scheide.

So werde ich recht seliglich
den Lebenslauf vollbringen,
und fröhlich hier, o Gott, mit Dir
das Consummatum* singen.

*Consummatum est: Es ist vollbracht

Breslau 1644 (LKG 136)

Fortlaufende Lese

O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Römer 11,33-36

Tageslese

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst töten, dass er sagt: Wohin ich gehe, da könnt ihr nicht hinkommen? Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden. Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Was soll ich euch zuerst sagen? Ich habe viel über euch zu reden und zu richten. Aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt. Sie erkannten aber nicht, dass er zu ihnen vom Vater sprach. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und nichts von mir aus tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt. Als er das sagte, glaubten viele an ihn.

Johannes 8:21-30

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Ich werde Dir zu Ehren alles wagen

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Freitag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

Stundenbuch des Meisters Zweder von Culemborg (1415-1440. Utrecht, Niederlande)

Ich werde Dir zu Ehren alles wagen,
kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen,
nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen
nehmen zu Herzen.

Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen,
wirst Du es doch nicht gar beiseite setzen;
zu Gnaden wirst Du dies von mir annehmen,
mich nicht beschämen.

Wann, o Herr Jesu, dort vor Deinem Throne
wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone,
da will ich Dir, wenn alles wird wohl klingen,
Lob und Dank singen.

Johann Heermann 1630 (LKG 135,13-15)

Fortlaufende Lese

Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist.  Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

Römer 11, 25-35

Tageslese

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen’s Jesus. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s bewahren zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.

Johannes 12,20-26

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Donnerstag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

“Jesus in Gethsemane” im Kunstmuseum (Leuven, Belgien).

Ich kann’s mit meinen Sinnen nicht erreichen,
womit doch Dein Erbarmung zu vergleichen.
Wie kann ich Dir denn Deine Liebestaten
im Werk erstatten?

Doch ist noch etwas, das Dir angenehme:
wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme,
daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden
mit alten Sünden.

Weil’s aber nicht besteht in eignen Kräften,
fest die Begierden an das Kreuz zu heften,
so gib mir Deinen Geist, der mich regiere,
zum Guten führe.

Alsdann so werd ich Deine Huld betrachten,
aus Lieb zu Dir die Welt für nichtes achten
bemühen werd ich mich, Herr, Deinen Willen
stets zu erfüllen.

Johann Heermann 1630 (LKG 135, 9-12)

Fortlaufende Lese

Wenn nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden, du aber, der du ein wilder Ölzweig bist, in den Ölbaum eingepfropft wurdest und Anteil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich. 19 Nun wirst du sagen: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde. 20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht überheblich, sondern fürchte dich! 21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Darum sieh die Güte und die Strenge Gottes: die Strenge gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du in der Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden. 23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur aus wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, um wie viel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum.

Römer 11, 17-24

Tageslese

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt. 52 Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. 59 Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte.

Johannes 6, 47-59

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Ach großer König, groß zu allen Zeiten

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Mittwoch nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

“Christi Dornenkrönung” von Hendrick ter Brueggen (1588-1629) im Dänischen Staatsmuseum

Ach großer König, groß zu allen Zeiten,
wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten?
Keins Menschen Herz vermag es auszudenken,
was Dir zu schenken.

Ich kann’s mit meinen Sinnen nicht erreichen,
womit doch Dein Erbarmung zu vergleichen.
Wie kann ich Dir denn Deine Liebestaten
im Werk erstatten?

Doch ist noch etwas, das Dir angenehme:
wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme,
dass sie aufs neu mein Herze nicht entzünden
mit alten Sünden.

Johann Heermann 1630 (LKG 135, 8-10)

Fortlaufende Lese

So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihre Verfehlung ist den Heiden das Heil widerfahren; das sollte sie eifersüchtig machen. Wenn aber ihre Verfehlung Reichtum für die Welt ist und ihr Schade Reichtum für die Heiden, welchen Reichtum wird dann ihre volle Zahl bringen! Euch Heiden aber sage ich: Weil ich Apostel der Heiden bin, preise ich meinen Dienst, ob ich vielleicht meine Stammverwandten eifersüchtig machen und einige von ihnen retten könnte. Denn wenn ihr Verlust Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten! Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und ist die Wurzel heilig, so sind auch die Zweige heilig.

Römer 11,11-16

Tageslese

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« Es ist kein anderes Gebot größer als diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Markus 12, 28-34

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe!

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Dienstag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12,24

“Gefangennahme Christi” (1486) unbekannter Meister im Nationalmuseum Warschau

Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte.

Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott gehandelt; der Mensch verdient den Tod und ist entgangen, Gott wird gefangen.

Ich war von Fuß auf voller Schand und Sünden, bis zu dem Scheitel war nichts Guts zu finden; dafür hätt ich dort in der Höllen müssen ewiglich büßen.

O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die Dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und Du musst leiden.

Johann Heermann 1630 (LKG 135,4-7

Fortlaufende Lese

So frage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, vom Geschlecht Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat. Oder wisst ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er vor Gott tritt gegen Israel und spricht: »Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre haben sie niedergerissen. Ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten mir nach dem Leben«? Aber was sagt ihm die göttliche Antwort?: »Ich habe mir übrig gelassen siebentausend Mann, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal.« So geht es auch jetzt zu dieser Zeit: Ein Rest ist geblieben, der erwählt ist aus Gnade. Ist’s aber aus Gnade, so ist’s nicht aufgrund von Werken; sonst wäre Gnade nicht Gnade. Wie nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; die Erwählten aber haben es erlangt. Die Übrigen wurden verstockt, wie geschrieben steht: »Gott hat ihnen gegeben einen Geist der Betäubung, Augen, dass sie nicht sehen, und Ohren, dass sie nicht hören, bis auf den heutigen Tag.« Und David spricht: »Ihr Tisch soll ihnen zur Falle werden und zu einer Schlinge und zum Ärgernis und zur Vergeltung. Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht sehen, und ihren Rücken beuge allezeit.«

Römer 11,1-10

Tageslese

Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.

1. Könige 19, 1-8

Wir beten mit der heiligen christlichen Kirche:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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Herzliebster Jesu

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist + nun und allezeit. Amen. +

Montag nach Lätare (Das Brot des Lebens)

Das Weizenkorn muß in die Erde fallen und ersterben, sonst bleibt´s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.

Johannes 12, 24

“Geißelung Christi” von Luduvico Carracci (1555-1619) im Musée de la Chartreuse de Douai

Herzliebster Jesu, was hast Du verbrochen, dass man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missetaten bist Du geraten?

Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket.

Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben Dich geschlagen; ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet, was Du erduldet.

Johann Heermann 1630 (LKG 135,1-3)

Fortlaufende Lese

Aber nicht alle waren dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht: »Herr, wer glaubte unserm Predigen?« 17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. 18 Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja »in alle Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt« 19 Ich frage aber: Hat es Israel nicht verstanden? Als Erster spricht Mose: »Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk; über ein unverständiges Volk will ich euch zornig machen.« 20 Jesaja aber wagt zu sagen: »Ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten, ich offenbarte mich denen, die nicht nach mir fragten.« 21 Zu Israel aber spricht er: »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem Volk, das sich nichts sagen lässt und widerspricht.«

Römer 10,16-21

Tageslese

Am nächsten Tag sah das Volk, das am andern Ufer des Meeres stand, dass kein anderes Boot da war als das eine und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Boot gestiegen war, sondern seine Jünger waren allein weggefahren. 23 Es kamen aber andere Boote von Tiberias nahe zu der Stätte, wo sie das Brot gegessen hatten, nachdem der Herr die Danksagung gesprochen hatte. 24 Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25 Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hergekommen? 26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. 27 Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Johannes 6, 22-29

Wir beten mit der heiligen Kirche unseres Herrn Jesu Christi:

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.127

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist +

+ Pax vobiscum +

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