Erhebe Dich, steig zu ihm auf

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus lädt ein: “Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.” (Matthäus 11,28. Spruch für die Woche nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis: Die Einladung)

“Christus victor” in der Kapelle der Alten Lateinschule (2015) von Hartmut Rademann, Erzgebirge.

Erhebe Dich, steig zu ihm zu und lern ihn recht erkennen; denn solch Erkenntnis bringt Dir Ruh und macht die Seele brennen in reiner Liebe, die uns nährt zum ewgen Freudenleben, da, was allhier kein Ohr gehört, Gott wird zu schauen geben den Augen seiner Kinder.

Weh aber dem verstockten Heer, das sich hier selbst verblendet, Gott von sich stößt und seine Ehr auf Kreaturen wendet: Dem wird gewiss des Himmels Tür einmal verschlossen bleiben; denn wer Gott von sich treibt allhier, den wird er dort auch treiben von seinem heilgen Throne.

Ei nun, so gib, Du großer Held, Gott Himmels und der Erden, daß alle Menschen in der Welt / zu Dir bekehret werden. Erleuchte, was verblendet geht, bring wieder, was verirret, reiß aus, was uns im Wege steht und unheilvoll verwirret die Schwachen in dem Glauben.

auf daß wir also allzugleich zur Himmelspforte dringen und dermaleinst in Deinem Reich ohn alles Ende singen, dass Du alleine König seist, hoch über alle Götter, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, der Frommen Schutz und Retter: Ein Wesen, drei Personen.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 194,5-8)

Fortlaufende Lese

Und es begab sich danach, dass sich der Mundschenk des Königs von Ägypten und der Bäcker versündigten an ihrem Herrn, dem König von Ägypten. 2 Und der Pharao wurde zornig über seine beiden Kämmerer, den Obersten der Mundschenken und den Obersten der Bäcker, 3 und gab sie in Gewahrsam ins Haus des Obersten der Leibwache, in das Gefängnis, wo Josef gefangen lag. 4 Und der Oberste der Leibwache befahl Josef zu ihnen, dass er ihnen diente. Und sie saßen einige Zeit im Gefängnis. 5 Und es träumte ihnen beiden, dem Mundschenk und dem Bäcker des Königs von Ägypten, in einer Nacht einem jeden ein eigener Traum, und eines jeden Traum hatte seine Bedeutung. 6 Als nun am Morgen Josef zu ihnen hineinkam und sah, dass sie bedrückt waren, 7 fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig? 8 Sie antworteten: Es hat uns geträumt, und wir haben niemand, der es uns auslege. Josef sprach: Auslegen steht bei Gott – doch erzählt mir’s! 9 Da erzählte der Oberste der Mundschenken Josef seinen Traum und sprach zu ihm: Mir hat geträumt, dass ein Weinstock vor mir wäre, 10 der hatte drei Reben, und er grünte, wuchs und blühte, und seine Trauben wurden reif. 11 Und ich hatte den Becher des Pharao in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrückte sie in den Becher und gab den Becher dem Pharao in die Hand. 12 Josef sprach zu ihm: Das ist seine Deutung: Drei Reben sind drei Tage. 13 Nach drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und dich wieder in dein Amt setzen, dass du ihm den Becher in die Hand gibst wie vormals, als du sein Mundschenk warst. 14 Aber gedenke meiner, wenn dir’s wohlgeht, und tu Barmherzigkeit an mir, dass du dem Pharao von mir sagst und mich so aus diesem Hause bringst. 15 Denn ich bin aus dem Lande der Hebräer heimlich gestohlen worden; und auch hier hab ich nichts getan, weswegen sie mich hätten ins Gefängnis setzen dürfen. 16 Als der Oberste der Bäcker sah, dass die Deutung gut war, sprach er zu Josef: Mir hat auch geträumt, ich trüge drei Körbe mit feinem Backwerk auf meinem Haupt 17 und im obersten Korbe allerlei Gebackenes für den Pharao, und die Vögel fraßen aus dem Korbe auf meinem Haupt. 18 Josef antwortete und sprach: Das ist seine Deutung: Drei Körbe sind drei Tage. 19 Und nach drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und dich an den Galgen hängen, und die Vögel werden dein Fleisch von dir fressen. 20 Und es geschah am dritten Tage, da beging der Pharao seinen Geburtstag. Und er machte ein Festmahl für alle seine Knechte und erhob das Haupt des Obersten der Mundschenken und das Haupt des Obersten der Bäcker unter seinen Knechten 21 und setzte den Obersten der Mundschenken wieder in sein Amt, dass er den Becher reiche in des Pharao Hand, 22 aber den Obersten der Bäcker ließ er aufhängen, wie ihnen Josef gedeutet hatte. 23 Aber der Oberste der Mundschenken dachte nicht an Josef, sondern vergaß ihn.

1. Mose 40,1-23

Tageslese

Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörst. Das ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; denn sie wissen nichts als Böses zu tun.

Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden; darum lass deiner Worte wenig sein. 2 Denn wo viel Mühe ist, da kommen Träume, und wo viel Worte sind, da hört man den Toren. 3 Wenn du Gott ein Gelübde tust, so zögere nicht, es zu halten; denn er hat kein Gefallen an den Toren; was du gelobst, das halte. 4 Es ist besser, du gelobst nichts, als dass du nicht hältst, was du gelobst. 5 Lass nicht zu, dass dein Mund dich in Schuld bringe, und sprich vor dem Boten nicht: Es war ein Versehen. Gott könnte zürnen über deine Worte und verderben das Werk deiner Hände. 6 Wo viel Träume sind, da ist Eitelkeit und viel Gerede; darum fürchte Gott!

Prediger 4,17 und 5,1-6

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, gib Deiner Gemeinde Deinen Geist und göttliche Weisheit, daß Dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit gepredigt und Deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir in beständigem Glauben Dir dienen, und im Bekenntnis Deines Namens bis ans Ende beharren, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.140

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Was alle Weisheit in der Welt

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus lädt ein: “Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.” (Matthäus 11,28. Spruch für die Woche nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis: Die Einladung)

“Die Einladung” (Kapelle in der Alten Lateinschule 2023)

Was alle Weisheit in der Welt bei uns hier kaum kann lallen, das lässt Gott aus dem Himmelszelt in alle Welt erschallen, dass er alleine König sei, hoch über alle Götter, groß, mächtig, freundlich, fromm und treu, der Frommen Schutz und Retter: Ein Wesen, drei Personen.

Gott Vater, Sohn und Heilger Geist heißt sein hochheilger Name: So kennt, so nennt, so rühmt und preist ihn der gerechte Same, Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs, den er liebet, Herr Zebaoth, der Tag und Nacht uns alle Gaben giebet und Wunder tut alleine.

Der Vater hat von Ewigkeit den Sohn, sein Bild, erzeuget; der Sohn hat in der Füll der Zeit im Fleische sich gezeiget; der Geist geht ohne Zeit herfür vom Vater und vom Sohne, mit beiden gleicher Ehr und Zier, gleich ewig, gleicher Krone und ungeteilter Stärke.

Sieh hier, mein Herz, das ist dein Gut, Dein Schatz, dem keiner gleichet; das ist Dein Freund, der alles tut, was Dir zum Heil gereichet, der Dich gemacht nach seinem Bild, für Deine Schuld gebüßet, der Dich mit wahrem Glauben füllt und all Dein Kreuz versüßet mit seinen heilgen Worten.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 194,1-4)

Fortlaufende Lesung

Josef wurde hinab nach Ägypten geführt, und Potifar, ein Ägypter, der Kämmerer des Pharao und Oberste der Leibwache, kaufte ihn von den Ismaelitern, die ihn hinabgebracht hatten. 2 Und der HERR war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles glückte. Und er war in seines Herrn, des Ägypters, Hause. 3 Und sein Herr sah, dass der HERR mit ihm war; und alles, was er tat, ließ der HERR in seiner Hand glücken, 4 sodass er Gnade fand in seinen Augen und sein Diener wurde. Er setzte ihn über sein Haus; und alles, was er hatte, gab er in seine Hände. 5 Und von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der HERR des Ägypters Haus um Josefs willen, und es war lauter Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde. 6 Darum ließ er alles in Josefs Händen, was er hatte, und kümmerte sich selbst um nichts außer um das, was er aß und trank. Und Josef war schön an Gestalt und hübsch von Angesicht. 7 Und es begab sich danach, dass seines Herrn Frau ihre Augen auf Josef warf und sprach: Schlafe bei mir! 8 Er weigerte sich aber und sprach zur Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr kümmert sich selbst um nichts, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er in meine Hände gegeben; 9 er ist in diesem Hause nicht größer als ich, und er hat mir nichts vorenthalten außer dir, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich denn nun ein solch großes Übel tun und gegen Gott sündigen? 10 Und sie bedrängte Josef mit solchen Worten täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er bei ihr schlief und bei ihr wäre. 11 Es begab sich an einem dieser Tage, dass Josef in das Haus ging, seine Arbeit zu tun, und kein Mensch vom Gesinde des Hauses war dabei. 12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. 13 Als sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh, 14 rief sie das Gesinde ihres Hauses und sprach zu ihnen: Seht, er hat uns den hebräischen Mann hergebracht, dass der seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; aber ich rief mit lauter Stimme. 15 Und als er hörte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus. 16 Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heimkam, 17 und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebräische Knecht, den du uns hergebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben. 18 Als ich aber ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh hinaus. 19 Als sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die sie ihm sagte und sprach: So hat dein Knecht an mir getan, wurde er sehr zornig. 20 Da nahm ihn Josefs Herr und warf ihn ins Gefängnis, in dem des Königs Gefangene waren. Und er blieb allda im Gefängnis. 21 Aber der HERR war mit Josef und neigte ihm die Herzen zu und schenkte ihm die Gunst des Amtmanns über das Gefängnis, 22 sodass der ihm alle Gefangenen im Gefängnis in seine Hand gab, und alles, was dort zu tun war, geschah durch ihn. 23 Der Amtmann über das Gefängnis kümmerte sich um nichts; denn der HERR war mit Josef, und was er tat, dazu gab der HERR Glück.

1. Mose 39,1-23

Tageslese

In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. 3 Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst. 4 Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. 5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten[1] aus Antiochia. 6 Diese stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten ihnen die Hände auf. 7 Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.

Apostelgeschichte 6,1-7

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, gib Deiner Gemeinde Deinen Geist und göttliche Weisheit, daß Dein Wort unter uns laufe und wachse, und mit aller Freudigkeit gepredigt und Deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir in beständigem Glauben Dir dienen, und im Bekenntnis Deines Namens bis ans Ende beharren, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.140

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Ready for church (2nd Sunday after Trinity)

The Lord be with You +

Come to me, all you who are weary and burdened, and I will give you rest.

Matthews 11,28

Collect for this second Sunday after Trinity

Almighty God, grant to Your church Your Holy Spirit and the wisdom which comes down from heaven, that Your word may not be bound but have free course and be preached to the joy and edifying of Christ´s holy people, that in steadfast faith we may serve You and in the confession of Your name abide to the end; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and always. Amen.

Dobberstein Pg.100
Brunswick Monogrammist: “The big meal” (1625-1650, Herzog Anton Ulrich Museum)

We sing with the holy Christian church:

Praise, my soul, the King of heaven; to his feet your tribute bring.
Ransomed, healed, restored, forgiven, evermore his praises sing.
Alleluia, alleluia! Praise the everlasting King!

Praise him for his grace and favor to his people in distress.
Praise him, still the same as ever, slow to chide, and swift to bless.
Alleluia, alleluia! Glorious in his faithfulness!

Fatherlike he tends and spares us; well our feeble frame he knows.
In his hand he gently bears us, rescues us from all our foes.
Alleluia, alleluia! Widely yet his mercy flows!

Angels, help us to adore him; you behold him face to face.
Sun and moon, bow down before him, dwellers all in time and space.
Alleluia, alleluia! Praise with us the God of grace!

Henry F. Lyte (1793-1847)

God´s Holy Word for the 2nd Sunday after Trinity

The Introit invites to praise God´s love and faithfulness, justice, fairness

O Lord, your loyal love reaches to the sky, your faithfulness to the clouds.
Your justice is like the highest mountains, your fairness like the deepest sea; you, Lord, preserve mankind and the animal kingdom.
How precious is your loyal love, O God! The human race finds shelter under your wings.
They are filled with food from your house, and you allow them to drink from the river of your delicacies.
For with you is the fountain of life; in your light we see light.

Psalm 36,5-9

God´s Holy Word according to the prophet Isaiah

“Hey, all who are thirsty, come to the water! You who have no money, come! Buy and eat! Come! Buy wine and milk without money and without cost.  Why pay money for something that will not nourish you? Why spend your hard-earned money on something that will not satisfy? Listen carefully to me and eat what is nourishing! Enjoy fine food. Pay attention and come to me. Listen, so you can live. Then I will make an unconditional covenantal promise to you, just like the reliable covenantal promises I made to David.  Look, I made him a witness to nations, a ruler and commander of nations.” Look, you will summon nations you did not previously know; nations that did not previously know you will run to you, because of the Lord your God, the Holy One of Israel, for he bestows honor on you.

Isaiah 55,1-5

The holy Apostle St. Paul writes to the Ephesians

(Therefore remember that formerly you, the Gentiles in the flesh—who are called “uncircumcision” by the so-called “circumcision” that is performed on the body by human hands— that you were at that time without the Messiah, alienated from the citizenship of Israel and strangers to the covenants of promise, having no hope and without God in the world. But now in Christ Jesus you who used to be far away have been brought near by the blood of Christ. For he is our peace, the one who made both groups into one and who destroyed the middle wall of partition, the hostility, when he nullified in his flesh the law of commandments in decrees. He did this to create in himself one new man out of two, thus making peace, and to reconcile them both in one body to God through the cross, by which the hostility has been killed.) 

And he (IX) came and preached peace to you who were far off and peace to those who were near, so that through him we both have access in one Spirit to the Father. So then you are no longer foreigners and noncitizens, but you are fellow citizens with the saints and members of God’s household, because you have been built on the foundation of the apostles and prophets, with Christ Jesus himself as the cornerstone. In him the whole building, being joined together, grows into a holy temple in the Lord, in whom you also are being built together into a dwelling place of God in the Spirit.

Ephesians 2, (11-16) 17-22

The Gospel according to the holy evangelist St. Luke

When one of those at the meal with Jesus heard this, he said to him, “Blessed is everyone who will feast in the kingdom of God!”

But Jesus said to him, “A man once gave a great banquet and invited many guests. At the time for the banquet he sent his slave to tell those who had been invited, ‘Come, because everything is now ready.’

But one after another they all began to make excuses. The first said to him, ‘I have bought a field, and I must go out and see it. Please excuse me.’Another said, ‘I have bought five yoke of oxen, and I am going out to examine them. Please excuse me.’ Another said, ‘I just got married, and I cannot come.’

So the slave came back and reported this to his master. Then the master of the household was furious and said to his slave, ‘Go out quickly to the streets and alleys of the city, and bring in the poor, the crippled, the blind, and the lame.’ Then the slave said, ‘Sir, what you instructed has been done, and there is still room.’

So, the master said to his slave, ‘Go out to the highways and country roads and urge people to come in, so that my house will be filled. For I tell you, not one of those individuals who were invited will taste my banquet!’”

Luke 14, (15) 16-24

Let us pray for the church and all people according to their needs

O Lord, we give You thanks that through the Holy Word You have called us to Your great supper. Enliven our hearts by Your Holy Spirit, that we may not hear Your Word without fruit, but prepare ourselves rightly for Your kingdom and not allow ourselves to be hindered by any worldly care. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, bless Matthew, our Synod president, Hans-Jörg, our local bishop; Thomas, our superintendent; and our pastors Jim, Markus, Andrij, Vadym, Christian and all those, whom You have sent in the footsteps of Your Son to preach His peace amongst those near by and those far off. May they faithfully and boldly proclaim it to them all. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, on this day we thank You for the gift of our earthly fathers. Bless all fathers, that they would care for their families, lead their children to Jesus and reflect Your love. Forgive those, who have failed in their calling and grant their children to bear with them, knowing You as the true and faithful Father in heaven. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, be gracious to those in need – Karin, Ingrid, Christoph, Friederike & Oli, Detlev & Biljana; Matzi, June, Natalia, Kyril, Milana, Angelika, Tamara, etc and for all those, who are pregnant and in good hope. Protect the unborn babies and grant them a happy birth and good growth and health. We ask for all those, who are especially dear to us – near and far – whom we commend to You in silence. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, keep our tongues from evil and our lips from speaking deceit. Turn us from evil to do good and to seek and pursue peace, that as Your children we may see many good days according to Your promises. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, keep us from surprise and dismay when the world hates us for Christ’s sake. Do not let us turn from Your love to embrace another way. Let our love be not only in word or talk but in deed and truth, according to Your Word. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, sustain those who suffer mental illness. Let them know that You are near to the brokenhearted and You save the crushed in spirit. Uphold them in hope, until You deliver them out of all their afflictions. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, give comfort to the sick and lonely and to those who mourn, and hear the prayers of all who are in any need [especially June, Annette, Christoph, Michael]. You are the Lord who feeds and nourishes us with Your wisdom. Help us turn to You in faith and find our every want and need answered in Your gracious favor. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, grant courage, power and strength to those defending Ukraine against Russian aggression. Grant means and ways to repel the onslaught from the East and help the Ukrainians to regain Crimea and free all occupied areas. Stop the Russians committing all sorts of terror, genocide, and ignite biological, chemical and nuclear catastrophes. Lord in Your mercy, hear our prayers.

O Lord, through Christ’s blood You bring us near, and in His flesh You break down the wall of hostility between us. Bestow His peace upon us and between us as we commune today. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord, You have multiplied our days and added eternal years to our lives through the life, death and resurrection of Your Son. Sustain us in this truth when our days and years draw to a close, and renew us in the hope of eternal life; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Prayer of the Church—Responsive Form: 2nd Sunday after Trinity 18th June 2023

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee:

The Lord make his face shine upon Thee, and be gracious unto Thee:

The Lord lift up his countenance upon Thee and give Thee peace.

Numbers 6,24-26 (4th Book of Moses)
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Gott Vater, Herr, wir danken Dir

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16. Spruch für die Woche nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis: Apostel und Propheten)

Gott Vater, Herr, wir danken Dir, dass Du uns bhütest für und für, ernährest uns so mildglich: Bewahr uns ferner gnädiglich.
Herr Jesus Christ, wahr’ Mensch und Gott, hast uns erlöst vom ewgen Tod und uns verdient das Himmelreich: Mach uns Dein’ lieben Engeln gleich.
Gott, Heilger Geist, Du Tröster gut, der Du gibst rechten Sinn und Mut: Den Glauben, Lieb und Hoffnung mehr und uns von Sünden zu Dir kehr.
Du Heilige Dreieinigkeit, Du seist gelobt in Ewigkeit. O treuer Gott, am letzten End nimm unsre Seel in Deine Händ.

Württemberg 1583 (LKG 193)

Fortlaufende Lese

Als nun seine Brüder hingegangen waren, um das Vieh ihres Vaters in Sichem zu weiden, 13 sprach Israel zu Josef: Hüten nicht deine Brüder das Vieh in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hier bin ich. 14 Und er sprach: Geh hin und sieh, ob’s gut steht um deine Brüder und um das Vieh, und sage mir dann, wie sich’s verhält. Und er sandte ihn aus dem Tal von Hebron, und er kam nach Sichem. 15 Da fand ihn ein Mann, wie er umherirrte auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Was suchst du? 16 Er antwortete: Ich suche meine Brüder; sage mir doch, wo sie hüten. 17 Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hörte, dass sie sagten: Lasst uns nach Dotan gehen. Da zog Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan. 18 Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er nahe zu ihnen kam, machten sie einen Anschlag, dass sie ihn töteten, 19 und sprachen untereinander: Seht, der Träumer kommt daher! 20 So kommt nun und lasst uns ihn töten und in eine Grube werfen und sagen, ein böses Tier habe ihn gefressen; so wird man sehen, was seine Träume sind. 21 Als das Ruben hörte, wollte er ihn aus ihren Händen erretten und sprach: Lasst uns ihn nicht töten! 22 Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergießt nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube hier in der Wüste und legt die Hand nicht an ihn! Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten und seinem Vater wiederbringen. 23 Als nun Josef zu seinen Brüdern kam, zogen sie ihm seinen Rock aus, den bunten Rock, den er anhatte, 24 und nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; aber die Grube war leer und kein Wasser darin. 25 Und sie setzten sich nieder, um zu essen. Indessen hoben sie ihre Augen auf und sahen eine Karawane von Ismaelitern kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen kostbares Harz, Balsam und Myrrhe und zogen hinab nach Ägypten. 26 Da sprach Juda zu seinen Brüdern: Was hilft’s uns, dass wir unsern Bruder töten und sein Blut verbergen? 27 Kommt, lasst uns ihn den Ismaelitern verkaufen, damit sich unsere Hände nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. Und sie gehorchten ihm. 28 Als aber die midianitischen Kaufleute vorüberkamen, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn um zwanzig Silberstücke den Ismaelitern; die brachten ihn nach Ägypten. 29 Als nun Ruben wieder zur Grube kam und Josef nicht darin fand, zerriss er sein Kleid 30 und kam wieder zu seinen Brüdern und sprach: Der Knabe ist nicht da! Wo soll ich hin? 31 Da nahmen sie Josefs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut 32 und schickten den bunten Rock hin und ließen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir gefunden; sieh, ob’s deines Sohnes Rock sei oder nicht. 33 Er erkannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein böses Tier hat ihn gefressen, zerrissen, zerrissen ist Josef! 34 Und Jakob zerriss seine Kleider und legte ein härenes Tuch um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit. 35 Und alle seine Söhne und Töchter kamen zu ihm, ihn zu trösten; aber er wollte sich nicht trösten lassen und sprach: Ich werde mit Leid zu meinem Sohn in die Grube fahren. Und sein Vater beweinte ihn. 36 Aber die Midianiter verkauften ihn in Ägypten an Potifar, des Pharao Kämmerer und Obersten der Leibwache.

1. Mose 37,12-36

Tageslese

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. 2 Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte. 3 Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! 4 Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? 5 Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. 6 Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen. 7 Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.

Jesaja 5,1-7

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi, unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.139

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Mach das Kreuze süße

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16. Spruch für die Woche nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis: Apostel und Propheten)

“The big apple” – aus der Luft.

Mache das Kreuze süße, und durch Finsternisse sei Du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, dass wir fröhlich siegen.

Lass uns hier indessen nimmermehr vergessen, dass wir Gott verwandt; dem lass uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen.

Benjamin Schmolck 1715 (LKG 191,7-8)

Fortlaufende Lese

Jakob aber wohnte im Lande, in dem sein Vater ein Fremdling gewesen war, im Lande Kanaan. 2 Und dies ist die Geschichte von Jakobs Geschlecht: Josef war siebzehn Jahre alt und hütete mit seinen Brüdern die Schafe; er war Gehilfe bei den Söhnen Bilhas und Silpas, den Frauen seines Vaters, und er hinterbrachte ihrem Vater ihre üble Nachrede. 3 Israel aber hatte Josef lieber als alle seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war, und machte ihm einen bunten Rock. 4 Als nun seine Brüder sahen, dass ihn ihr Vater lieber hatte als alle seine Brüder, wurden sie ihm feind und konnten ihm kein freundliches Wort sagen. 5 Und Josef hatte einen Traum und sagte seinen Brüdern davon; da wurden sie ihm noch mehr feind. 6 Denn er sprach zu ihnen: Hört doch, was mir geträumt hat. 7 Siehe, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und blieb stehen, aber eure Garben stellten sich ringsumher und neigten sich vor meiner Garbe. 8 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Willst du unser König werden und über uns herrschen? Und sie wurden ihm noch mehr feind um seines Traumes und seiner Worte willen. 9 Und er hatte noch einen zweiten Traum, den erzählte er seinen Brüdern und sprach: Ich habe noch einen Traum gehabt; siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir. 10 Und als er das seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, schalt ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du geträumt hast? Sollen denn ich und deine Mutter und deine Brüder kommen und vor dir niederfallen? 11 Und seine Brüder ereiferten sich über ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte.

1. Mose 37,1-11

Tageslese

Und dort kam des HERRN Hand über mich, und er sprach zu mir: Mach dich auf und geh hinaus in die Ebene; da will ich mit dir reden. 23 Und ich machte mich auf und ging hinaus in die Ebene; und siehe, dort stand die Herrlichkeit des HERRN, wie ich sie am Fluss Kebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht. 24 Und der Geist kam in mich und stellte mich auf meine Füße. Und er redete mit mir und sprach zu mir: Geh hin und schließ dich ein in deinem Hause! 25 Und du, Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, dass du nicht unter die Leute gehen kannst. 26 Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, dass du stumm wirst und sie nicht mehr zurechtweisen kannst; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs. 27 Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich dir den Mund auftun, dass du zu ihnen sagen sollst: »So spricht Gott der HERR!« Wer es hört, der höre es; wer es lässt, der lasse es; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.

Hesekiel 3,22-27

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi, unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.139

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Güldner Himmelsregen schütte Deinen Segen auf das Kirchenfeld

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16. Spruch für die Woche nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis: Apostel und Propheten)

“Güldner Himmelsregen schütte Deinen Segen auf das Kirchenfeld…” (Benjamin Schmolck 1715)

Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf der Kirche Feld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, dass es gedeih, hundertfältig Früchte bringe, alles ihm gelinge.

Schlage Deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß Dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen.

Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle Dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesus recht erkennen und Gott Vater nennen.

Benjamin Schmolck 1715 (LKG 191,4-6)

Fortlaufende Lese

Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er verteilte seine Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde 2 und stellte die Mägde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern dahinter und Rahel mit Josef zuletzt. 3 Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal zur Erde, bis er zu seinem Bruder kam. 4 Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten. 5 Und Esau hob seine Augen auf und sah die Frauen mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei dir? Er antwortete: Es sind die Kinder, die Gott deinem Knecht beschert hat. 6 Und die Mägde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. 7 Lea trat auch herzu mit ihren Kindern, und sie neigten sich vor ihm. Danach traten Josef und Rahel herzu, und sie neigten sich auch vor ihm. 8 Und Esau sprach: Was willst du mit dem ganzen Lager, auf das ich gestoßen bin? Er antwortete: Dass ich Gnade fände vor meinem Herrn. 9 Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte, was du hast. 10 Jakob antwortete: Ach nein! Hab ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah dein Angesicht, als sähe ich Gottes Angesicht, und du hast mich freundlich angesehen. 11 Nimm doch meine Segensgabe an, die dir gebracht wurde; denn Gott hat sie mir beschert, und ich habe von allem genug. So nötigte er ihn, dass er sie nahm. 12 Und Esau sprach: Lass uns aufbrechen und fortziehen; ich will mit dir ziehen. 13 Er aber sprach zu ihm: Mein Herr weiß, dass ich zarte Kinder bei mir habe, dazu säugende Schafe und Kühe; wenn sie auch nur einen Tag übertrieben würden, würde mir die ganze Herde sterben. 14 Mein Herr ziehe vor seinem Knechte her. Ich will gemächlich hintennach treiben, wie das Vieh und die Kinder gehen können, bis ich komme zu meinem Herrn nach Seïr. 15 Esau sprach: So will ich doch bei dir lassen etliche von meinen Leuten. Er antwortete: Ist das denn nötig? Lass mich nur Gnade vor meinem Herrn finden. 16 So zog Esau an jenem Tage wiederum seines Weges nach Seïr.

17 Und Jakob zog nach Sukkot und baute sich ein Haus und machte seinem Vieh Hütten; daher heißt die Stätte Sukkot. 18 Danach kam Jakob wohlbehalten zu der Stadt Sichem, die im Lande Kanaan liegt, nachdem er aus Paddan-Aram gekommen war, und lagerte vor der Stadt 19 und kaufte das Feldstück, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte, von den Söhnen Hamors, des Vaters Sichems, um hundert Goldstücke 20 und errichtete dort einen Altar und nannte ihn »El, der Gott Israels«.

1. Mose 33,1-20

Tageslese

Danach setzte der Herr zweiundsiebzig andere ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte, 2 und sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte. 3 Geht hin; siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. 4 Tragt keinen Geldbeutel bei euch, keine Tasche, keine Schuhe, und grüßt niemanden auf der Straße. 5 Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause! 6 Und wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. 7 In demselben Haus aber bleibt, esst und trinkt, was man euch gibt; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Haus zum andern gehen. 8 Und wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, dann esst, was euch vorgesetzt wird, 9 und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen. 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, so geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht: 11 Auch den Staub aus eurer Stadt, der sich an unsre Füße gehängt hat, schütteln wir ab auf euch. Doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. 12 Ich sage euch: Es wird Sodom erträglicher ergehen an jenem Tage als dieser Stadt.

Lukas 10,1-12

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi, unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.139

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Schmückt das Fest mit Maien

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16. Spruch für die Woche nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis: Apostel und Propheten)

“Gazebo in Greifswald” (1818) von Caspar David Friedrich (Neue Pinakothek, München)

Schmückt das Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an, denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn. Nehmt ihn ein, so wird sein Schein Euch mit Licht und Heil erfüllen und den Kummer stillen.

Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft und Lebenssaft, lass uns Deine teuren Gaben zur Genüge laben.

Lass die Zungen brennen, wenn wir Jesus nennen, führ den Geist empor; gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich Du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben.

Güldner Himmelsregen, schütte Deinen Segen auf der Kirche Feld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo Dein Wort hinfällt, und verleih, dass es gedeih, hundertfältig Früchte bringe, alles ihm gelinge.

Benjamin Schmolck 1715 (LKG 191,1-4)

Fortlaufende Lese

Und Jakob stand auf in der Nacht und nahm seine beiden Frauen und die beiden Mägde und seine elf Söhne und zog durch die Furt des Jabbok. 24 Er nahm sie und führte sie durch den Fluss, sodass hinüberkam, was er hatte. 25 Jakob aber blieb allein zurück. Da rang einer mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. 26 Und als er sah, dass er ihn nicht übermochte, rührte er an das Gelenk seiner Hüfte, und das Gelenk der Hüfte Jakobs wurde über dem Ringen mit ihm verrenkt. 27 Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. 29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen. 30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob nannte die Stätte Pnuël: Denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet. 32 Und als er an Pnuël vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. 33 Daher essen die Israeliten nicht das Muskelstück auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag, weil er den Muskel am Gelenk der Hüfte Jakobs angerührt hatte.

1. Mose 32,23-33

Tageslese für Mittwoch nach dem 1.S.n.Trinitatis

Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. 27 Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer[1] und Mächtiger am Hof der Kandake[2], der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. 28 Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. 29 Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen! 30 Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? 31 Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese: »Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. 33 In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.« 34 Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? 35 Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.

Apostelgeschichte 8,26-35

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi, unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.139

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Herr, bewahr auch unsern Glauben

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16. Spruch für die Woche nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis: Apostel und Propheten)

“The Poor Lazarus at the Rich Man’s Door” James Tissot, Brooklyn museum.

Herr, bewahr auch unsern Glauben, dass kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben. Du bist unser Schutz und Gott; sagt das Fleisch gleich immer Nein, lass Dein Wort gewisser sein.

Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist.

Heinrich Held 1658 (LKG 190,4-5)

Fortlaufende Lese am Dienstag nach dem 1.S.n.Trinitatis

Am Morgen aber stand Laban früh auf, küsste seine Enkel und Töchter und segnete sie und zog hin und kam wieder an seinen Ort. 2 Jakob aber zog seinen Weg. Und es begegneten ihm die Engel Gottes. 3 Und als er sie sah, sprach er: Hier ist Gottes Heerlager, und nannte diese Stätte Mahanajim. 4 Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seïr, in das Gebiet von Edom, 5 und befahl ihnen und sprach: So sprecht zu Esau, meinem Herrn: Dein Knecht Jakob lässt dir sagen: Ich bin bisher bei Laban lange in der Fremde gewesen 6 und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Mägde und habe ausgesandt, es dir, meinem Herrn, anzusagen, damit ich Gnade vor deinen Augen fände. 7 Die Boten kamen zu Jakob zurück und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau, und er zieht dir auch entgegen mit vierhundert Mann. 8 Da fürchtete sich Jakob sehr und ihm wurde bange. Und er teilte das Volk, das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Lager 9 und sprach: Wenn Esau über das eine Lager kommt und macht es nieder, so wird das andere entrinnen. 10 Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du zu mir gesagt hast: Zieh wieder in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, ich will dir wohltun –, 11 ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, als ich hier über den Jordan ging, und nun sind aus mir zwei Lager geworden. 12 Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich fürchte mich vor ihm, dass er komme und schlage mich, die Mutter samt den Kindern. 13 Du hast gesagt: Ich will dir wohltun und deine Nachkommen machen wie den Sand am Meer, den man der Menge wegen nicht zählen kann. 14 Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, was er erworben hatte, ein Geschenk für seinen Bruder Esau: 15 zweihundert Ziegen, zwanzig Böcke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder 16 und dreißig säugende Kamele mit ihren Füllen, vierzig Kühe und zehn junge Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Esel, 17 und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Geht vor mir her und lasst Raum zwischen einer Herde und der andern. 18 Und er gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem gehörst du an und wo willst du hin und wessen Eigentum ist das, was du vor dir hertreibst?, 19 sollst du sagen: Es gehört deinem Knechte Jakob, der sendet es als Geschenk seinem Herrn Esau, und er selbst zieht hinter uns her. 20 Ebenso gebot er auch dem zweiten und dem dritten und allen, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so sagt zu Esau, wenn ihr ihm begegnet, 21 und sagt ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob kommt hinter uns. Denn er dachte: Ich will ihn versöhnen mit dem Geschenk, das vor mir hergeht. Danach will ich ihn sehen; vielleicht wird er mich annehmen. 22 So ging das Geschenk vor ihm her; er aber blieb diese Nacht im Lager.

1. Mose 32,1-22

Tageslese für Dienstag nach dem 1.S.n.Trinitatis

Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, stelle dich auf deine Füße, so will ich mit dir reden. 2 Und als er so mit mir redete, kam der Geist in mich und stellte mich auf meine Füße, und ich hörte dem zu, der mit mir redete. 3 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ich sende dich zu den abtrünnigen Israeliten und zu den Völkern, die von mir abtrünnig geworden sind. Sie und ihre Väter haben sich bis auf diesen heutigen Tag gegen mich aufgelehnt. 4 Und die Kinder, zu denen ich dich sende, haben harte Köpfe und verstockte Herzen. Zu denen sollst du sagen: »So spricht Gott der HERR!« 5 Sie gehorchen oder lassen es – denn sie sind ein Haus des Widerspruchs –, dennoch sollen sie wissen, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist. 6 Und du, Menschenkind, sollst dich vor ihnen nicht fürchten noch vor ihren Worten fürchten. Es sind wohl widerspenstige und stachlige Dornen um dich, und du wohnst unter Skorpionen; aber du sollst dich nicht fürchten vor ihren Worten und dich vor ihrem Angesicht nicht entsetzen – denn sie sind ein Haus des Widerspruchs –, 7 sondern du sollst ihnen meine Worte sagen, sie gehorchen oder lassen es; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.

Hesekiel 2,1-7

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi, unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.139

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Komm, o komm, Du Geist des Lebens

+ Der Herr sei mit Euch +

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16. Spruch für die Woche nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis: Apostel und Propheten)

“Das Gleichnis vom armen Lazarus und Hiob” (Erhard Altdorfer 1480-1561) Nationalmuseum Wrozlaw, Polska.

Komm, o komm, Du Geist des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit, Deine Kraft sei nicht vergebens, sie erfüll uns jederzeit; so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein.

Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, dass wir anders nichts beginnen als nur, was Dein Wille sucht; Dein Erkenntnis werde groß und mach uns von Irrtum los.

O Du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, fördre in uns Deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist; schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg.

Heinrich Held 1658 (LKG 190,1-3)

Fortlaufende Lese am Montag nach dem 1.S.n. Trinitatis

Da ging Laban in die Zelte Jakobs und Leas und der beiden Mägde und fand nichts. Und ging aus dem Zelte Leas in das Zelt Rahels. 34 Rahel aber hatte den Hausgott genommen und unter den Kamelsattel gelegt und sich daraufgesetzt. Laban aber betastete das ganze Zelt und fand nichts. 35 Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zürne nicht, denn ich kann nicht aufstehen vor dir, denn es geht mir nach der Frauen Weise. Daher fand er den Hausgott nicht, wie sehr er auch suchte. 36 Und Jakob wurde zornig und schalt Laban und sprach zu ihm: Was hab ich Übles getan oder gesündigt, dass du so hitzig hinter mir her bist? 37 Du hast all meinen Hausrat betastet. Was hast du von deinem Hausrat gefunden? Lege das her vor meinen und deinen Brüdern, dass sie zwischen uns beiden richten. 38 Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, deine Schafe und Ziegen haben keine Fehlgeburt gehabt; die Widder deiner Herde hab ich nie gegessen; 39 was die wilden Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich musste es ersetzen; du fordertest es von meiner Hand, es mochte mir des Tages oder des Nachts gestohlen sein. 40 Des Tages kam ich um vor Hitze und des Nachts vor Frost und kein Schlaf kam in meine Augen. 41 So habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedient, vierzehn um deine Töchter und sechs um deine Herde, und du hast mir meinen Lohn zehnmal verändert. 42 Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und der Schrecken Isaaks, auf meiner Seite gewesen wäre, du hättest mich leer ziehen lassen. Aber Gott hat mein Elend und meine Mühe angesehen und hat diese Nacht rechtes Urteil gesprochen. 43 Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Töchter sind meine Töchter und die Kinder sind meine Kinder und die Herden sind meine Herden und alles, was du siehst, ist mein. Was kann ich heute für meine Töchter oder ihre Kinder tun, die sie geboren haben? 44 So komm nun und lass uns einen Bund schließen, ich und du, der ein Zeuge sei zwischen mir und dir. 45 Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Steinmal 46 und sprach zu seinen Brüdern: Lest Steine auf! Und sie nahmen Steine und machten davon einen Haufen und aßen daselbst auf dem Steinhaufen. 47 Und Laban nannte ihn Jegar-Sahaduta, Jakob aber nannte ihn Gal-Ed. 48 Da sprach Laban: Der Steinhaufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir. Daher nennt man ihn Gal-Ed 49 und Mizpa; denn er sprach: Der HERR wache als Späher über mir und dir, wenn wir voneinander gegangen sind, 50 dass du meine Töchter nicht bedrückst oder andere Frauen dazunimmst zu meinen Töchtern. Es ist hier kein Mensch bei uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir. 51 Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe und das ist das Steinmal, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir. 52 Dieser Steinhaufe sei Zeuge und das Steinmal sei auch Zeuge, dass ich nicht an diesem Haufen vorüberziehe zu dir hin oder du vorüberziehst zu mir hin an diesem Haufen und diesem Mal in böser Absicht! 53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors sei Richter zwischen uns – der Gott ihres Vaters! Und Jakob schwor bei dem Schrecken seines Vaters Isaak. 54 Und Jakob opferte auf dem Gebirge und lud seine Brüder zum Essen. Und als sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Gebirge über Nacht.

1. Mose 31,33-54

Tageslese am Montag nach dem 1.S.n.Trinitatis

Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast 15 und dass du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die dich unterweisen können zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. 16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.

2. Timotheus 3,14-17

Wir beten mit der Kollekte für den 1.S.n. Trinitatis:

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi, unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.139

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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Ready for church on this first Sunday after Trinity

The Lord be with You +

Our Lord Jesus Christ says to His disciples: “The one who listens to you listens to me, and the one who rejects you rejects me, and the one who rejects me rejects the one who sent me.”

Luke 10,16

Collect for this first Sunday after Trinity

Almighty, everlasting God, You have given us the promise of Your divine life. Bestow upon us Your Holy Spirit, that, quickened by Your word, we may lay hold on eternal life by strong faith in Your Son, and in him be saved; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and always. Amen.

Dobberstein Pg. 99

We sing with the holy Christian church:

O Splendor of God’s glory bright,
You daily bring forth light from light.
O Light from Light, light’s fountain-spring,
O Day, our days enlightening:

Come, very Sun of truth and love,
Come in your radiance from above,
And shed the Holy Spirit’s ray
On all we think or do today.

Teach us to work with all our pow’r
To conquer in temptation’s hour.
Let faith her eager fires renew
And hate the false and love the true.

Oh, joyful be the livelong day,
Our thoughts as pure as morning ray,
Our faith like noonday’s glowing height,
Our souls undimmed by shades of night.

All praise to God the Father be,
All praise to Christ eternally,
Whom with the Spirit we adore
Forever and forevermore.

Ambrose of Milan (340-397)

God´s Holy Word for the first Sunday after Trinity

The Introit teaches us to pray God´s holy Word:

I will praise the Lord at all times;  my mouth will continually praise him. 
I will boast in the Lord;  let the oppressed hear and rejoice. 
Magnify the Lord with me.  Let us praise his name together. 
I sought the Lord’s help and he answered me; he delivered me from all my fears. 
Look to him and be radiant; do not let your faces be ashamed. 
This oppressed man cried out and the Lord heard; he saved him from all his troubles. 
The angel of the Lord camps around the Lord’s loyal followers and delivers them. 
Taste and see that the Lord is good. How blessed is the one who takes shelter in him. 
Fear the Lord, you chosen people of his, for those who fear him lack nothing.  
Even young lions sometimes lack food and are hungry,  but those who seek the Lord lack no good thing. Come children. Listen to me. I will teach you what it means to fear the Lord. 

Psalm 34

God´s holy Word via the prophet Jeremiah

The Lord of Heaven’s Armies says to the people of Jerusalem: 

“Do not listen to what  those prophets are saying to you. They are filling you with false hopes. They are reporting visions of their own imaginations, not something the Lord has given them to say. They continually say to those who reject what the Lord has said,  ‘Things will go well for you!’ 
They say to all those who follow the stubborn inclinations of their own hearts, ‘Nothing bad will happen to you!’ 

Yet which of them has ever stood in the Lord’s inner circle so they could see and hear what he has to say? Which of them have ever paid attention or listened to what he has said? 

But just watch! The wrath of the Lord will come like a storm!
Like a raging storm it will rage down on the heads of those who are wicked. 
The anger of the Lord will not turn back until he has fully carried out his intended purposes. 

In future days you people will come to understand this clearly. 
I did not send those prophets, yet they were in a hurry to give their message. 
I did not tell them anything, yet they prophesied anyway. 

But if they had stood in my inner circle, they would have proclaimed my message to my people. They would have caused my people to turn from their wicked ways and stop doing the evil things they are doing. 

Do you people think that I am some local deity and not the transcendent God” the Lord asks. “Do you really think anyone can hide himself  where I cannot see him?” the Lord asks. “Do you not know that I am everywhere?” the Lord asks. 

The Lord says, “I have heard what those prophets who are prophesying lies in my name are saying. They are saying, ‘I have had a dream! I have had a dream!’ Those prophets are just prophesying lies. They are prophesying the delusions of their own minds. How long will they go on plotting to make my people forget who I am through the dreams they tell one another? That is just as bad as what their ancestors did when they forgot who I am by worshiping the god Baal. Let the prophet who has had a dream go ahead and tell his dream. Let the person who has received my message report that message faithfully. What is like straw cannot compare to what is like grain! I, the Lord, affirm it! My message is like a fire that purges dross. It is like a hammer that breaks a rock in pieces. I, the Lord, so affirm it! 

Jeremiah 23

St. John wrote this holy epistle

Dear friends, if God so loved us, then we also ought to love one another. 12 No one has seen God at any time. If we love one another, God resides in us, and his love is perfected in us. 13 By this we know that we reside in God and he in us: in that he has given us of his Spirit. 14 And we have seen and testify that the Father has sent the Son to be the Savior of the world.

15 If anyone confesses that Jesus is the Son of God, God resides in him and he in God. 16 And we have come to know and to believe the love that God has in us. God is love, and the one who resides in love resides in God, and God resides in him. 17 By this love is perfected with us, so that we may have confidence in the day of judgment, because just as Jesus is, so also are we in this world. 18 There is no fear in love, but perfect love drives out fear, because fear has to do with punishment. The one who fears punishment has not been perfected in love. 19 We love because he loved us first.

20 If anyone says “I love God” and yet hates his fellow Christian, he is a liar, because the one who does not love his fellow Christian whom he has seen cannot love God whom he has not seen. 21 And the commandment we have from him is this: that the one who loves God should love his fellow Christian too.

1. John 4, 11-21 (Sermon)

The holy Gospel according to St. Luke

“There was a rich man who dressed in purple and fine linen and who feasted sumptuously every day. But at his gate lay a poor man named Lazarus whose body was covered with sores, who longed to eat what fell from the rich man’s table. In addition, the dogs came and licked his sores.

“Now the poor man died and was carried by the angels to Abraham’s side. The rich man also died and was buried. And in Hades, as he was in torment, he looked up and saw Abraham far off with Lazarus at his side. So he called out, ‘Father Abraham, have mercy on me, and send Lazarus to dip the tip of his finger in water and cool my tongue, because I am in anguish[ca] in this fire.’ But Abraham said, ‘Child, remember that in your lifetime you received your good things and Lazarus likewise bad things, but now he is comforted here, and you are in anguish. Besides all this, a great chasm has been fixed between us, so that those who want to cross over from here to you cannot do so, and no one can cross from there to us.’ So the rich man said, ‘Then I beg you, father—send Lazarus to my father’s house (for I have five brothers) to warn them so that they don’t come into this place of torment.’ But Abraham said,‘They have Moses and the prophets; they must respond to them.’ Then the rich man said, ‘No, father Abraham, but if someone from the dead goes to them, they will repent.’ He replied to him, ‘If they do not respond to Moses and the prophets, they will not be convinced even if someone rises from the dead.’”

Luke 16,19-31

Prayer of this Sunday

Prayer of the Church—Responsive Form: First Sunday after Trinity 11 June 2023

Loving Father, You have kept Your promise to Abraham and brought forth the Offspring in whom all nations are blessed and counted righteous, even Jesus Christ, our Lord. Give to all people saving faith in this promised Savior, and work in them the love that flows from Your love alone. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Give boldness and diligence to all ministers of Your Church, David, Matthew, Hans-Jörg, Mark, Markus, Vadym, Thomas and Stefan etc that they may proclaim the faith once delivered to the saints. Be with all vacant congregations and pastors considering calls. Send forth laborers into Your harvest, and sustain those You have sent. Be with those who work this weekend to prepare for our Synod’s convention. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Lord God, since we cannot love You whom we have not seen while we hate our brother whom we have seen, drive all prejudice and hatred from our hearts with Your abiding love in Christ, that we may truly show our love for You by loving one another. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Gracious Lord, help our hearts to fear You rightly and to hope in Your steadfast love. Hold Your eye upon us, and deliver us from death. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

God of love, perfect us in Your love, that we may not fear Your condemnation but have confidence in Christ for the Day of Judgment. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Righteous Lord, keep us mindful of the poor who lie suffering at our gates, that we may use our many rich and sumptuous blessings from Your hand to feed their hunger and ease their burdens in this world. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Dear Father, take care of those troubled by Russian war and terror – especially those flooded out of the homes and lands by the hideous destruction of the megadam Kakhovka. Grant the Ukrainians courage means and measures to repel the aggressors and regain the Crimea and other occupied lands. Restore peace and prosperity to Ukraine. Destroy the terror regime of the Russians and force them back into their hinterland.

Heavenly Father, be gracious to those in need – Karin, Ingrid, Christoph, Friederike & Oli, Detlev & Biljana; Matzi, June, Natalia, Kyril, Milana, Angelika, Tamara, Masaki, James etc and for all those, whom we commend to You in silence. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Merciful God, give repentance and faith to all who come to Your altar this day. Grant that we would not come seeking sumptuous earthly food, but instead discern Your holy body and precious blood for the forgiveness of sins and receive it in the unity of a true confession. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, we implore You to rule and govern our hearts by Your Holy Spirit, that we may not, like the rich man, hear Your Word in vain and become so devoted to things temporal that we forget things eternal. Grant that we may serve those who are in need readily and according to our ability, not defiling ourselves with carousing or pride. In trial and misfortune, keep us from despair, and let us trust in Your fatherly help and grace, that in faith and Christian patience we may overcome all things; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

LCMS Prayers

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee:

The Lord make his face shine upon Thee, and be gracious unto Thee:

The Lord lift up his countenance upon Thee and give Thee peace.

Numbers 6,24-26 (4th Book of Moses)
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