“Aus Gnade seid Ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus Euch: Gottes Gabe ist es.” (Epheser 62,8) Spruch zum 5. Sonntag nach Trinitatis (Nachfolge)
Gnad hat dir zugesaget Gott, von wegen Christi Blut und Tod; zusagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; dass du musst sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund.
Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh morgen kommt, kann’s ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muss.
Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, dass ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf dass ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit.
Johann Heermann 1630 (LKG 220,5-7)
Fortlaufende Lese
Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg. Und er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: 3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. 4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. 6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. 7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. 8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. 9 Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. 10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. 11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. 12 Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.
Matthäus 5,1-12
Tageslese
Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass er in den Himmel aufgenommen werden sollte, da wandte er das Angesicht, entschlossen, nach Jerusalem zu wandern. 52 Und er sandte Boten vor sich her; die gingen hin und kamen in ein Dorf der Samariter, ihm Herberge zu bereiten. 53 Und sie nahmen ihn nicht auf, weil er sein Angesicht gewandt hatte, nach Jerusalem zu wandern. 54 Als aber das die Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre. 55 Er aber wandte sich um und bedrohte sie. 56 Und sie gingen in ein anderes Dorf. 57 Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst
Lukas 9,51-57
Wir beten mit der Kollekte für den 5.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, himmlischer Vater: Verleihe uns den Geist der Wahrheit und des Friedens, auf daß wir von ganzem Herzen, was Dir gefällt, erkennen und dem allein mit allen Kräften nachfolgen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.143
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
“Aus Gnade seid Ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus Euch: Gottes Gabe ist es.” (Epheser 62,8) Spruch zum 5. Sonntag nach Trinitatis (Nachfolge)
St. Johns (Johannesburg 2023)
»So wahr ich lebe«, spricht Dein Gott, »mir ist nicht lieb des Sünders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, dass er von Sünden halte still, von seiner Bosheit kehre sich und lebe mit mir ewiglich.«
Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in Deiner Sünd; hier findest Du Trost, Heil und Gnad, die Gott Dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die Sünd ist leid!
Doch hüte Dich vor Sicherheit, denk nicht: »Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich.«
Wahr ist’s: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt.Johann Heermann 1630 (LKG 220,1-4)
Fortlaufende Lese
Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. 24 Und die Kunde von ihm erscholl durch ganz Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit mancherlei Leiden und Qualen behaftet, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte; und er machte sie gesund. 25 Und es folgte ihm eine große Menge aus Galiläa, aus den Zehn Städten, aus Jerusalem, aus Judäa und von jenseits des Jordans.
Matthäus 4:23-25
Tageslese
Aber der HERR sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram 16 und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner statt. 17 Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den soll Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa töten. 18 Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.
19 Und Elia ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn. 20 Und er verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Lass mich meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen. Er sprach zu ihm: Wohlan, kehre um! Bedenke, was ich dir getan habe! 21 Und Elisa wandte sich von ihm weg und nahm ein Joch Rinder und opferte es, und mit den Jochen der Rinder kochte er das Fleisch und gab’s den Leuten, dass sie aßen. Und er machte sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.
1. Könige 19:15-21
Wir beten mit der Kollekte für den 5.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, himmlischer Vater: Verleihe uns den Geist der Wahrheit und des Friedens, auf daß wir von ganzem Herzen, was Dir gefällt, erkennen und dem allein mit allen Kräften nachfolgen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.143
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
“Aus Gnade seid Ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus Euch: Gottes Gabe ist es.” (Epheser 62,8) Spruch zum 5. Sonntag nach Trinitatis (Nachfolge)
Zu Dir flieh ich; verstoß mich nicht, wie ich’s wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins G’richt, Dein Sohn hat mich versühnet.
Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, so fahr hier fort, nur schone dort und laß mich hier wohl büßen.
Gib, Herr, Geduld, vergiss die Schuld, schaff ein gehorsam Herze, dass ich nur nicht, wie’s wohl geschicht, murrend mein Heil verscherze.
Handle mit mir, wie’s dünket Dir, durch Dein Gnad will ich’s leiden; nur wollst Du mich nicht ewiglich, mein Gott, dort von Dir scheiden.
Martin Rutilius, 1613. (LKG 219,3-7)
Fortlaufende Lese
8 Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. 19 Und er sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. 20 Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. 21 Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze flickten. Und er rief sie. 22 Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach.
Matthäus 4:18-22
Tageslese
Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. 58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. 59 Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. 60 Er aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! 61 Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind. 62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Lukas 9:57b-62
Wir beten mit der Kollekte für den 5.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, himmlischer Vater: Verleihe uns den Geist der Wahrheit und des Friedens, auf daß wir von ganzem Herzen, was Dir gefällt, erkennen und dem allein mit allen Kräften nachfolgen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.143
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
For by grace you are saved through faith, and this is not from yourselves, it is the gift of God.
Ephesians 2,8 “Discipleship”(Nachfolge)
Collect for this fifth Sunday after Trinity
Grant, O Lord, we beseech thee, that the course of this world may be so peaceably ordered by thy governance, that thy Church may joyfully serve thee in all godly quietness; through Jesus Christ our Lord. Amen.
Prédelle du retable de l’église Saint Georges, Musée historique de Haguenau
God´s Holy Word for the 5th Sunday after Trinity
The Introit invites us to trust God alone
Certainly God is good to Israel, and to those whose motives are pure. But as for me, my feet almost slipped; my feet almost slid out from under me. For I envied those who are proud, as I observed the prosperity of the wicked. They mock and say evil things; they proudly threaten violence. They speak as if they rule in heaven, and lay claim to the earth. Therefore they have more than enough food to eat, and even suck up the water of the sea. But I am continually with you; you hold my right hand. You guide me by your wise advice, and then you will lead me to a position of honor. Whom do I have in heaven but you? On earth there is no one I desire but you.
Psalm 73,1-3.8-10.23-26
God´s Holy Word according to the 1st Book of Moses (Genesis)
Now the Lord said to Abram,
“Go outfrom your country, your relatives, and your father’s household to the land that I will show you. Then I will make youinto a great nation, and I will bless you, and I will make your name great, so that you will exemplify divine blessing.
I will bless those who bless you, but the one who treats you lightly I must curse, so that all the families of the earth may receive blessing through you.”
So Abram left, just as the Lord had told him to do, and Lot went with him. NowAbram was 75 years oldwhen he departed from Haran.
Genesis 12,1-4
The holy Apostle St. Paul writes to the Corinthians
For the message about the cross is foolishness to those who are perishing, but to us who are being saved it is the power of God. For it is written, “I will destroy the wisdom of the wise, and I will thwart the cleverness of the intelligent.” Where is the wise man? Where is the expert in the Mosaic law? Where is the debater of this age? Has God not made the wisdom of the world foolish? For since in the wisdom of God the world by its wisdom did not know God, God was pleased to save those who believe by the foolishness of preaching. For Jews demand miraculous signs and Greeks ask for wisdom, but we preach about a crucified Christ, a stumbling block to Jews and foolishness to Gentiles.But to those who are called, both Jews and Greeks, Christ is the power of God and the wisdom of God. For the foolishness of God is wiser than human wisdom, and the weakness of God is stronger than human strength.
1. Corinthians 1,18-25
The holy Gospel according to St. Luke
Now Jesus was standing by the Lake of Gennesaret, and the crowd was pressing around him to hear the word of God. He saw two boats by the lake, but the fishermen had gotten out of them and were washing their nets. He got in to one of the boats, which was Simon’s, and asked him to put out a little way from the shore. ThenJesus sat down and taught the crowds from the boat. When he had finished speaking, he said to Simon, “Put out into the deep water and lower your nets for a catch.”Simon answered, “Master, we worked hard all night and caught nothing! But at your word I will lower the nets.”When they had done this, they caught so many fish that their nets started to tear. So they motioned to their partners in the other boat to come and help them. And they came and filled both boats, so that they were about to sink. But when Simon Peter saw it, he fell down at Jesus’ knees, saying, “Go away from me, Lord, for I am a sinful man!” For Peter and all who were with him were astonished at the catch of fish that they had taken, and so were James and John, Zebedee’s sons, who were Simon’s business partners. ThenJesus said to Simon, “Do not be afraid; from now on you will be catching people!” So when they had brought their boats to shore, they left everything and followed him.
Luke 5,1-11
God´s Holy Word for today´s sermon:
Again the next day John was standing there with two of his disciples. Gazing at Jesus as he walked by, he said, “Look, the Lamb of God!” When John’s two disciples heard him say this, they followed Jesus. Jesus turned around and saw them following and said to them, “What do you want?” So they said to him, “Rabbi” (which is translated Teacher), “where are you staying?” Jesus answered, “Come and you will see.” So they came and saw where he was staying, and they stayed with him that day. Now it was about four o’clock in the afternoon.
Andrew, the brother of Simon Peter, was one of the two disciples who heard what John said and followed Jesus.He first found his own brother Simon and told him, “We have found the Messiah!” (which is translated Christ). Andrew brought Simon to Jesus. Jesus looked at him and said, “You are Simon, the son of John. You will be called Cephas” (which is translated Peter).
On the next day Jesus wanted to set out for Galilee. He found Philip and said to him, “Follow me.”(Now Philip was from Bethsaida, the town ofAndrew and Peter.) Philip found Nathanael and told him, “We have found the one Moses wrote about in the law, and the prophets also wrote about—Jesus of Nazareth, the son of Joseph.” Nathanael replied, “Can anything good come out of Nazareth?” Philip replied, “Come and see.”
Jesus saw Nathanael coming toward him and exclaimed, “Look, a true Israelite inwhom there is no deceit!” Nathanael asked him, “How do you know me?” Jesus replied, “Before Philip called you, when you were under the fig tree, I saw you.” Nathanael answered him, “Rabbi, you are the Son of God; you are the king of Israel!” Jesus said to him, “Because I told you that I saw you under the fig tree, do you believe? You will see greater things than these.”He continued, “I tell all of you the solemn truth—you will see heaven opened and the angels of God ascending and descending on the Son of Man.”
John 1,35-51
Let us pray for the church and all people according to their needs:
Lord God of hosts, sustain those called to be fishers of men in Christ’s Church, that they would not be discouraged when they toil all night and take nothing, but continue to let down their nets at His Word according to that calling. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God of hosts, make Your servants jealous for Your name, especially Matthew, our Synod president; Hans-Jörg, our local bishop; Thomas, our superintendent; and Felix, Johann, Vadym and all pastors, whom Your Son has called to be fishers of men in our midst. Give them courage faithfully to proclaim Your Word alone. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God of hosts, in every generation You preserve a remnant who have not bowed their knees to the false gods of this world. By Your Spirit, keep us faithful to You, and grant repentance to those who have fallen away. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God of hosts, grant zeal among our members to make a defense for the hope that is in us. May our homes be welcoming places where visitors are drawn to the Word of life as it is proclaimed and lived out among us. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God of hosts, keep us from trusting the wisdom of the worldly wise and the debaters of this age above the truth of Your Word, that we would not perish with those who reject the word of the cross. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God of hosts, by Your Spirit help us to bless others, not repaying evil for evil or reviling for reviling, that as Your children we may seek peace and pursue it with all people. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God of hosts, bless June, Christoph, Michael, Micheline, Markus, Manfred, Gisela, Annette, Elle, Matthias, Detlev & Bilyana, Friederike and Oliver, Angelika and Tamara and all who suffer in body or mind in our midst. Since Christ is at their right hand, they cannot be shaken. Make their flesh dwell securely, and give them peace in the promise that You will not abandon their souls to Sheol. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God of hosts, Your Son is our chosen portion and our cup, forgiving and nourishing us with His body and blood. Grant that we may receive Him humbly and in faith, that You may hold our lot secure in Christ. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
O living God, Lord of hosts, You have given us Your Holy Word and provided bountifully for all our needs. We confess that we are unworthy of all these mercies and have rather deserved punishment. Yet we implore You, forgive our sins and bless us in our various callings, that by Your strength we may be sustained and defended now and forever, and so praise You eternally; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.
“Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.” (Galater 6,2) Spruch zum 4. Sonntag nach Trinitatis (Gemeinde der Sünder)
Johanneskapelle (Gedenkstein der Michaeltruppe)
Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein begangne Sünden! Da ist niemand, der helfen kann, auf dieser Welt zu finden.
Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Erde Enden, und wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden.
Zu Dir flieh ich; verstoß mich nicht, wie ich’s wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins G’richt, Dein Sohn hat mich versühnet.
Martin Rutilius bzw Johann Major, Jena 1613. (LKG 219,1-3)
Fortlaufende Lese
Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit vergelten, die wir an ihm getan haben. 16 Darum ließen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach: 17 So sollt ihr zu Josef sagen: Vergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, dass sie so übel an dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters! Aber Josef weinte, als man ihm solches sagte. 18 Und seine Brüder gingen selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte. 19 Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? 20 Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk. 21 So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen. 22 So wohnte Josef in Ägypten mit seines Vaters Hause und lebte hundertzehn Jahre 23 und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Auch die Söhne von Machir, Manasses Sohn, wurden dem Hause Josefs zugerechnet. 24 Und Josef sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe; aber Gott wird euch gnädig heimsuchen und aus diesem Lande führen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zu geben geschworen hat. 25 Darum nahm er einen Eid von den Söhnen Israels und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so nehmt meine Gebeine mit hinauf von hier. 26 Und Josef starb, als er hundertzehn Jahre alt war. Und sie salbten ihn und legten ihn in einen Sarg in Ägypten.
1. Mose 50,15-26
Tageslese
Brüder und Schwestern, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid. Und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest. 2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. 3 Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. 4 Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern. 5 Denn ein jeder wird seine eigene Last tragen. 6 Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.
Galater 6,1-5
Wir beten mit der Kollekte für den 4.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, der Du denen, die Dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast, gieß Deiner Liebe Brunst in unsere Herzen, auf daß wir Dich in allem und über alles lieben und also Deine Verheißung erlangen, die überschwenglich ist über alles, das wir bitten und verstehen durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.141
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
“Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.” (Galater 6,2) Spruch zum 4. Sonntag nach Trinitatis (Gemeinde der Sünder)
Christ Pantokrator (Mt.11,28). Original in Brukental National Museum, Sibiu (Rumänien)
Sieh an die Wunden Deines Sohns und mach mich würdig seines Lohns. Sieh doch nicht an die Sünde mein, vielmehr die Meng der Wunden sein.
Dein beleidigt Majestät gänzlich dadurch versöhnt er hat. Was ich nicht bin, findst Du bei ihm, sein Tod ist und bleibt mein Gewinn.
Sein rosinfarben teuer Blut ist mein Erbteil und höchstes Gut. Verleih, dass ich von ganzem Herz all mein Vertrauen darauf setz
und in dem bittern Leiden sein stets hab die höchste Freude mein. So will ich, Herr, stets danken Dir für Deine Gnade für und für.
Melchior Eccard 1599 (LKG 218,4-7)
Fortlaufende Lese
Und Jakob gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk; begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle auf dem Acker Efrons, des Hetiters, 30 in der Höhle auf dem Felde von Machpela, die gegenüber von Mamre liegt im Lande Kanaan, die Abraham kaufte samt dem Acker von Efron, dem Hetiter, zum Erbbegräbnis. 31 Da haben sie Abraham begraben und Sara, seine Frau. Da haben sie auch Isaak begraben und Rebekka, seine Frau. Da habe ich auch Lea begraben 32 in dem Acker und der Höhle, die von den Hetitern gekauft ist. 33 Und als Jakob dies Gebot an seine Söhne vollendet hatte, tat er seine Füße zusammen auf dem Bett und verschied und wurde versammelt zu seinen Vätern.
1. Mose 49,29-33
Tageslese
Wir aber, die wir stark sind, sollen die Schwächen derer tragen, die nicht stark sind, und nicht Gefallen an uns selber haben. 2 Ein jeder von uns lebe so, dass er seinem Nächsten gefalle zum Guten und zur Erbauung. 3 Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: »Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.« 4 Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. 5 Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, 6 damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. 7 Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.
Römer 15,1-7
Wir beten mit der Kollekte für den 4.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, der Du denen, die Dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast, gieß Deiner Liebe Brunst in unsere Herzen, auf daß wir Dich in allem und über alles lieben und also Deine Verheißung erlangen, die überschwenglich ist über alles, das wir bitten und verstehen durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.141
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
“Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.” (Galater 6,2) Spruch zum 4. Sonntag nach Trinitatis (Gemeinde der Sünder)
Jacek Malczewski (1854-1929): “Chrystus i Samarytanka”
O Gott Vater in Ewigkeit, voll Gnade und Barmherzigkeit: Sei gnädig mir durch Deinen Sohn, den Du für mich hast sterben schon.
Sieh an sein Leid und Marter groß, mach mich dadurch von Sünden los. Sein Wunden, Schmerzen, Angst und Pein lass Dir meine Versöhnung sein.
Ach, Herr, mein Sünd vergib aus Gnad, dass mir dieselb zum Tod nicht schad. Erzeig mir Dein Barmherzigkeit, /eg allen Zorn und Straf beiseit.
Sieh an die Wunden Deines Sohns und mach mich würdig seines Lohns. Sieh doch nicht an die Sünde mein, vielmehr die schweren Wunden sein.
Melchior Eccard 1599 (LKG 218, 1-4)
Fortlaufende Lese
Und Jakob rief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, dass ich euch verkünde, was euch begegnen wird in künftigen Zeiten. 2 Kommt zuhauf und hört zu, ihr Söhne Jakobs, und hört euren Vater Israel. 3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht. 4 Du walltest auf wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste bleiben, denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht, das du bestiegst. 5 Die Brüder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind mörderische Waffen. 6 Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie Männer gemordet, und in ihrem Mutwillen haben sie Stiere gelähmt. 7 Verflucht sei ihr Zorn, dass er so heftig ist, und ihr Grimm, dass er so grausam ist. Ich will sie versprengen in Jakob und zerstreuen in Israel. 8 Juda, du bist’s! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen. 9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören? 10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der komme, dem es gehört, und ihm werden die Völker anhangen. 11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut. 12 Seine Augen sind dunkler als Wein und seine Zähne weißer als Milch. 13 Sebulon wird am Gestade des Meeres wohnen und am Gestade der Schiffe und reichen bis Sidon. 14 Issachar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben: 15 Er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden. 16 Dan wird Richter sein in seinem Volk wie nur irgendein Stamm in Israel. 17 Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Fersen beißen, dass sein Reiter zurückfalle. 18 HERR, ich warte auf dein Heil! 19 Gad wird gedrängt werden von Kriegshaufen, er aber drängt ihnen nach auf der Ferse. 20 Assers Brot wird fett sein, und er wird leckere Speise wie für Könige geben. 21 Naftali ist eine flüchtige Hirschkuh, er gibt schöne Rede. 22 Ein junger Fruchtbaum ist Josef, ein junger Fruchtbaum an einer Quelle, dessen Zweige emporsteigen über die Mauer. 23 Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und gegen ihn kämpfen und ihm nachstellen, 24 so bleibt doch sein Bogen fest und seine Arme und Hände stark durch den Mächtigen in Jakob. Von dort kommt der Hirte, der Fels Israels. 25 Von deines Vaters Gott werde dir geholfen, und von dem Allmächtigen seist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Flut, die drunten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes. 26 Die Segnungen deines Vaters waren stärker als die Segnungen der ewigen Berge, die köstlichen Güter der ewigen Hügel. Mögen sie kommen auf das Haupt Josefs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern! 27 Benjamin ist ein reißender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen und des Abends wird er Beute austeilen. 28 Das sind die zwölf Stämme Israels alle, und das ist’s, was ihr Vater zu ihnen geredet hat, als er sie segnete, einen jeden mit einem besonderen Segen.
1. Mose 49,1-28
Tageslese
Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde. 17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner. 18 Wahrlich, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein. 19 Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch einig werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. 20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
Matthäus 18:15-20
Wir beten mit der Kollekte für den 4.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, der Du denen, die Dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast, gieß Deiner Liebe Brunst in unsere Herzen, auf daß wir Dich in allem und über alles lieben und also Deine Verheißung erlangen, die überschwenglich ist über alles, das wir bitten und verstehen durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.141
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
“Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.” (Galater 6,2) Spruch zum 4. Sonntag nach Trinitatis (Gemeinde der Sünder)
Via Dolorosa. 2015. Der Maler A. N. Mironow
Und weil ich denn in meinem Sinn, wie ich zuvor geklaget, auch ein betrübter Sünder bin, den sein Gewissen naget, und gerne möcht im Blute Dein von Sünden absolvieret sein, wie David und Manasse.
So komme auch ich zu Dir allhie in meiner Angst geschritten und tu Dich mit gebeugten Knien von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag gegen Dich auf Erden hab begangen.
O Herr, vergib, vergib mirs doch um Deines Namens willen; Du wollst abtun das schwere Joch, der Sünden Jammer stillen, dass sich mein Herz zufrieden geb und Dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam.
Stärk mich mit Deinem Freudengeist, heil mich mit Deinen Wunden, tröst mich mit Deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden und nimm mich einst, wann Dirs gefällt, im rechten Glauben von der Welt zu Deinen Auserwählten.
Bartholomäus Ringwaldt 1588 (LKG 217,5-8)
Fortlaufende Lese
Danach wurde Josef gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Söhne Manasse und Ephraim. 2 Da wurde Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Josef kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich auf im Bett 3 und sprach zu Josef: Der allmächtige Gott erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich 4 und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zu einer Menge von Völkern machen und will dies Land zu eigen geben deinen Nachkommen für alle Zeit. 5 So sollen nun deine beiden Söhne Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in Ägyptenland, ehe ich hergekommen bin zu dir, mein sein. Ephraim und Manasse sollen für mich sein wie Ruben und Simeon. 6 Die Nachkommen aber, die du nach ihnen zeugst, sollen dein sein und genannt werden nach dem Namen ihrer Brüder in deren Erbteil. 7 Und als ich aus Mesopotamien kam, starb mir Rahel im Land Kanaan auf der Reise, als es nur noch eine kleine Strecke Weges war bis Efrata, und ich begrub sie dort an dem Wege nach Efrata, das nun Bethlehem heißt. 8 Und Israel sah die Söhne Josefs und sprach: Wer sind die? 9 Josef antwortete seinem Vater: Es sind meine Söhne, die mir Gott hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, dass ich sie segne. 10 Denn die Augen Israels waren schwach geworden vor Alter, und er konnte nicht mehr sehen. Und er ließ sie herzutreten und küsste und herzte sie. 11 Und Israel sprach zu Josef: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, was ich nicht gedacht hätte, und siehe, Gott hat mich auch deine Söhne sehen lassen. 12 Und Josef nahm sie von seinem Schoß und verneigte sich vor ihm zur Erde. 13 Dann nahm sie Josef beide, Ephraim an seine rechte Hand gegenüber Israels linker Hand und Manasse an seine linke Hand gegenüber Israels rechter Hand, und brachte sie zu ihm. 14 Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jüngeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und kreuzte seine Arme, obwohl Manasse der Erstgeborene war. 15 Und er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag, 16 der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, der segne die Knaben, dass durch sie mein und meiner Väter Abraham und Isaak Name fortlebe, dass sie wachsen und viel werden auf Erden. 17 Als aber Josef sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, missfiel es ihm, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete, 18 und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater, dieser ist der Erstgeborene; lege deine rechte Hand auf sein Haupt. 19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß wohl, mein Sohn, ich weiß wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird groß sein, aber sein jüngerer Bruder wird größer als er werden, und sein Geschlecht wird eine Menge von Völkern werden. 20 So segnete er sie an jenem Tage und sprach: Wer in Israel jemanden segnen will, der sage: Gott mache dich wie Ephraim und Manasse! Und so setzte er Ephraim vor Manasse. 21 Und Israel sprach zu Josef: Siehe, ich sterbe; aber Gott wird mit euch sein und wird euch zurückbringen in das Land eurer Väter. 22 Ich gebe dir Sichem als Vorzug vor deinen Brüdern, das ich mit meinem Schwert und Bogen aus der Hand der Amoriter genommen habe.
1.Mose 48,1-22
Tageslese
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« und deinen Feind hassen.[5] 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,[6] 45 auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
Matthäus 5,43-48
Wir beten mit der Kollekte für den 4.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, der Du denen, die Dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast, gieß Deiner Liebe Brunst in unsere Herzen, auf daß wir Dich in allem und über alles lieben und also Deine Verheißung erlangen, die überschwenglich ist über alles, das wir bitten und verstehen durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.141
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
“Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.” (Galater 6,2) Spruch zum 4. Sonntag nach Trinitatis (Gemeinde der Sünder)
“Lake Bled” (Karen Cloete, Daily Maverick)
Herr Jesus Christ, Du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden, sieh doch, wie ich in meinem Mut / mit Schmerzen bin beladen und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewissen ohne Ziel mich armen Sünder drücken.
Erbarm Dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil Du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage.
Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weiß weder aus noch ein und müsste stracks verloren sein, wenn ich Dein Wort nicht hätte.
Aber Dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Singen, dass mir das Herze wieder lacht und neu beginnt zu springen; dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu Dir, o Jesus, kommen.
Bartholomäus Ringwaldt (1588) LKG 217,1-4
Fortlaufende Lese
So wohnte Israel in Ägypten im Lande Goschen, und sie hatten es inne und wuchsen und mehrten sich sehr. 28 Und Jakob lebte siebzehn Jahre in Ägyptenland, dass sein ganzes Alter wurde hundertsiebenundvierzig Jahre. 29 Als nun die Zeit herbeikam, dass Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Josef und sprach zu ihm: Hab ich Gnade vor dir gefunden, so lege deine Hand unter meine Hüfte, dass du die Liebe und Treue an mir tust und begräbst mich nicht in Ägypten. 30 Wenn ich mich zu meinen Vätern lege, sollst du mich aus Ägypten führen und in ihrem Grab begraben. Er sprach: Ich will tun, wie du gesagt hast. 31 Er aber sprach: So schwöre mir. Und er schwor ihm. Da neigte sich Israel anbetend über das Kopfende des Bettes hin.
1. Mose 47,27-31
Fortlaufende Lese
Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – euch alle. 6 Es ist genug, dass derselbe von den meisten gestraft ist, 7 sodass ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf dass er nicht in allzu große Traurigkeit versinke. 8 Darum ermahne ich euch, dass ihr Liebe an ihm beweist. 9 Denn darum habe ich auch geschrieben, damit ich erkenne, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam in allen Stücken. 10 Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen vor Christi Angesicht, 11 auf dass wir nicht überlistet werden vom Satan; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat.
2. Korinther 2,5-11
Wir beten mit der Kollekte für den 4.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, der Du denen, die Dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast, gieß Deiner Liebe Brunst in unsere Herzen, auf daß wir Dich in allem und über alles lieben und also Deine Verheißung erlangen, die überschwenglich ist über alles, das wir bitten und verstehen durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.141
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist
“Einer trage des andern Last, so werdet Ihr das Gesetz Christi erfüllen.” (Galater 6,2) Spruch zum 4. Sonntag nach Trinitatis (Gemeinde der Sünder)
Peter Pfeifer: St.Marien in Wittenberg
Warum willst Du doch zornig sein über uns arme Würmelein? Weißt Du doch wohl, Du großer Gott, daß wir nichts sind als Erd und Kot; es ist ja vor Deim Angesicht unser Schwachheit verborgen nicht.
Die Sünd hat uns verderbet sehr; der Teufel plagt uns noch viel mehr; die Welt und unser Fleisch und Blut uns allezeit verführen tut. Solch Elend kennst Du, Herr, allein, ach laß es Dir zu Herzen gehn.
Gedenk an Deins Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden rot. Die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit.
Leit uns mit Deiner rechten Hand und segne unser Stadt und Land; Gib uns allzeit Dein heilig Wort, behüt vors Teufels List und Mord: verleih ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei Dir sein.
Nach dem “Aufer immensam” (Wittenberg 16. Jahrhundert) von Martin Moller (1584) LKG 216,4-7
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Da kam Josef und sagte es dem Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brüder, ihr Kleinvieh und Großvieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan, und siehe, sie sind im Lande Goschen. 2 Und er nahm von allen seinen Brüdern fünf und stellte sie vor den Pharao. 3 Da sprach der Pharao zu seinen Brüdern: Was ist euer Gewerbe? Sie antworteten dem Pharao: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Väter. 4 Und sagten weiter zum Pharao: Wir sind gekommen, bei euch als Fremdlinge zu wohnen im Lande; denn deine Knechte haben keine Weide für ihr Vieh, so hart drückt die Hungersnot das Land Kanaan. Und nun möchten deine Knechte im Land Goschen wohnen. 5 Der Pharao sprach zu Josef: Es ist dein Vater, und es sind deine Brüder, die zu dir gekommen sind. 6 Das Land Ägypten steht dir offen, lass sie am besten Ort des Landes wohnen, sie mögen im Lande Goschen wohnen, und wenn du weißt, dass Leute unter ihnen sind, die tüchtig sind, so setze sie über mein Vieh. 7 Josef brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor den Pharao. Und Jakob segnete den Pharao. 8 Der Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du? 9 Jakob sprach zum Pharao: Meine Zeit in der Fremde ist hundertdreißig Jahre; wenig und böse ist die Zeit meines Lebens und reicht nicht heran an die Zeit meiner Väter in ihrer Wanderschaft. 10 Und Jakob segnete den Pharao und ging hinaus von ihm. 11 Josef aber ließ seinen Vater und seine Brüder in Ägyptenland wohnen und gab ihnen Besitz im besten Teil des Landes, im Lande Ramses, wie der Pharao geboten hatte. 12 So versorgte Josef seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, einen jeden nach der Zahl seiner Kinder.
1. Mose 47,1-12
Tageslese
Frühmorgens aber kam Jesus wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. 3 Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte 4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? 6 Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf dass sie etwas hätten, ihn zu verklagen. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie ihn nun beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. 8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? 11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.
Johannes 8:2-11
Wir beten mit der Kollekte für den 4.S.n. Trinitatis:
Herr Gott, der Du denen, die Dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast, gieß Deiner Liebe Brunst in unsere Herzen, auf daß wir Dich in allem und über alles lieben und also Deine Verheißung erlangen, die überschwenglich ist über alles, das wir bitten und verstehen durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.141
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist